Shell Global Solutions (Deutschland) GmbH
Hohe-Schaar-Straße 36, 21107 Hamburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Stefan Matthias Hägele seit 10.3.2026 | Prokura |
Sonja Wiechert seit 18.8.2025 | Prokura |
Matthias Mundt seit 18.8.2025 | Prokura |
Sven Carstensen Petersen seit 2.7.2025 | Geschäftsführer |
Frank Lohmann seit 2.7.2025 | Prokura |
Patrick Wolfgang Erich Haenel seit 4.7.2024 | Prokura |
Phillip Christian Hermann Eric Jürgen Scherzer seit 17.3.2021 | Geschäftsführer |
Jörg Thormeier seit 17.3.2021 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Shell Petroleum B.V. | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Shell Global Solutions (Deutschland) GmbHHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Shell Global Solutions (Deutschland) GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Shell Global Solutions (Deutschland) GmbH, Hamburg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Shell Global Solutions (Deutschland) GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, 1. April 2025 EY
GmbH & Co. KG
Rathjen, Wirtschaftsprüfer Klinger, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Vorbemerkungen Die Ausgliederung des Teilgeschäftsbereiches Forschung und Entwicklung aus der Deutsche Shell Verwaltungs GmbH zwecks Schaffung einer rechtlich eigenständigen Einheit Shell Global Solutions (Deutschland) GmbH wurde am 6. Juli 2004 beschlossen. Die Ausgliederung erfolgte mit Wirkung zum 1. Januar 2004. Seit diesem Zeitpunkt besteht eine umsatz-, gewerbe- und körperschaftsteuerliche Organschaft mit der Deutsche Shell Verwaltungs GmbH, die ihrerseits steuerliche Organgesellschaft der Deutsche Shell Holding GmbH war. Mit Wirkung zum 1. Januar 2023 wurde die Deutsche Shell Verwaltungs GmbH in die Deutsche Shell Holding GmbH verschmolzen. Die Eintragung in das Handelsregister beim Amtsgericht Hamburg (HRB 91485) erfolgte am 9. September 2004. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Die Gesellschaft erfüllt im Geschäftsjahr die Größenkriterien einer großen Kapitalgesellschaft nach § 267 (3) HGB, daher hat die Gesellschaft den Jahresabschluss und den Lagebericht für das am 31. Dezember 2023 endende Geschäftsjahr unter Anwendung der Vorschriften für große (§§ 242 ff. und 264 ff. HGB) Kapitalgesellschaften aufgestellt. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Der Gesellschaftsvertrag enthält keine ausdrücklichen Bestimmungen über anzuwendende Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Aktiva [Anlagevermögen] Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige, lineare Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Nutzungsdauern variieren je nach Anlageklasse zwischen 4 und 40 Jahren. Sämtliche Anlagengüter werden nach der linearen Methode abgeschrieben. In die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen werden auch anteilige Gemeinkosten in angemessenem Umfang einbezogen. Abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden im Jahr der Anschaffung monatsgenau abgeschrieben. Bis 2017 wurde geringwertiges Sachanlagevermögen mit Anschaffungskosten bis 150 € im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Des Weiteren wurde für geringwertiges Sachanlagevermögen mit Anschaffungskosten von mehr als 150 € bis 1.000 € ein Sammelposten gebildet, der über 5 Jahre linear abgeschrieben wurde. Ab 2018 wird auf die Bildung eines Sammelpostens verzichtet, und alle geringwertigen Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis 800 € im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Für Zwecke des Anlagenspiegels wird im Zugangsjahr ein Abgang unterstellt. [Vorräte] Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Marktpreisen bewertet. Die Herstellungskosten schließen Abschreibungen, Betriebs- und anteilige Verwaltungskosten gemäß § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB ein. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Erzeugnisse und Waren werden einzeln bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. [Forderungen / Sonstige Vermögensgegenstände] Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen, die zu Nennwerten angesetzt werden, werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Alle Forderungen, deren Fälligkeitsdatum mehr als 90 Tage zurückliegt, werden darüber hinaus überprüft und ggf. wertberichtigt. Passiva [Eigenkapital] Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennwert angesetzt. [Rückstellungen] Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Das verwendete versicherungsmathematische Verfahren ist das Anwartschaftsbarwertverfahren. Die Berechnungen basieren auf den biometrischen Grundwerten (Wahrscheinlichkeiten für Todes- und Invaliditätsfälle) nach Prof. Dr. Klaus Heubeck (RT 2018 G). Der Diskontierungszinssatz ist der von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebene durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit der Pensionsverpflichtungen von 15 Jahren. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. [Verbindlichkeiten] Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. [Rechnungsabgrenzungsposten] Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. [Verbundene Unternehmen] Als verbundene Unternehmen werden solche Unternehmen angesehen, die in den Konzernabschluss der Shell plc, London, Großbritannien, im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen werden. [Währungsumrechnung] Die Bewertung der Forderungen und Verbindlichkeiten sowie der übrigen kurzfristigen Vermögensgegenstände und Schulden in fremder Währung erfolgt bei Zugang sowie zum jeweiligen Bilanzstichtag zum Devisenkassamittelkurs. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen. Erläuterungen zur Bilanz Aktiva [Anlagevermögen] Die Entwicklung und Gliederung der einzelnen Posten des Anlagevermögens werden im beigefügten Anlagenspiegel aufgezeigt. [Vorräte] Der Buchwert der Vorräte beträgt 17,035 Millionen € (Vorjahr 13,213 Millionen €). 84% (Vorjahr 82%) des Gesamtwertes sind den fertigen Erzeugnissen und Waren zuzuordnen. Für fertige Erzeugnisse und Waren wurden teilweise Abschreibungen aufgrund gesunkener Marktpreise in Höhe von 0,5 Millionen € vorgenommen (Vorjahr 1,7 Millionen €). Sofern es sich um nicht marktgängige Produkte handelte, wurde der Marktpreis des nächstliegenden marktgängigen Produktes als Bewertungspreis herangezogen. [Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände] Alle in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände haben, unverändert zum Vorjahr, eine Laufzeit bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und gegen Beteiligungsunternehmen stellen sich wie folgt dar:
Forderungen gegen den Gesellschafter bestanden zum Bilanzstichtag nicht. Passiva [Eigenkapital] Das gezeichnete Kapital der Shell Global Solutions (Deutschland) GmbH in Höhe von 100 T€ blieb im Geschäftsjahr 2023 unverändert. Die Kapitalrücklage beträgt am Bilanzstichtag ebenfalls unverändert 21,437 Millionen €. [Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen] Die Pensionsrückstellungen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Der verwendete Zinssatz von 1,83% p.a. entspricht dabei dem am Stichtag (31.12.2023) gültigen Zinssatz (Vorjahr 1,78% p.a.). Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 (6) HGB beträgt 2,520 Millionen € (Vorjahr 11,373 Millionen €). [Sonstige Rückstellungen] Die sonstigen Rückstellungen betreffen am Bilanzstichtag mit 6,431 Millionen € (Vorjahr 5,405 Millionen €) Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, mit 4,269 Millionen € (Vorjahr 5,590 Millionen €) Restrukturierungsmaßnahmen, mit 4,048 Millionen € (Vorjahr 3,229 Millionen €) Rückstellungen für den Mitarbeiterbonus, mit 3,801 Millionen € (Vorjahr 3,339 Millionen €) Altersteilzeit-Verpflichtungen, mit 2,740 Millionen € (Vorjahr 2,199 Millionen €) Bonusaktien, mit 1,258 Millionen € (Vorjahr 1,243 Millionen €) Mitarbeiterjubiläen sowie mit 1,126 Millionen € (Vorjahr 967 T€) Urlaub und Überstunden und sonstige Rückstellungen von 820 T€ (Vorjahr 470 T€). [Verbindlichkeiten] Alle Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stellen sich wie folgt dar:
Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter beliefen sich auf 2,598 Millionen €. Sie entsprechen den sonstigen Verbindlichkeiten. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung [Umsatzerlöse] Die Umsatzerlöse für das Geschäftsjahr 2023 beliefen sich auf insgesamt 157,2 Millionen € (Vorjahr 139,1 Millionen €) - davon wurden im Ausland 107,1 Millionen € (Vorjahr 101,0 Millionen €) und im Inland 50,1 Millionen € (Vorjahr 38,1 Millionen €) erzielt. Der Auslandsumsatz verteilte sich zu 99% auf Europa und zu 1% auf den Rest der Welt (Vorjahr 99% Europa und 1% Rest der Welt). Die Umsatzerlöse teilen sich auf die folgenden Tätigkeitsgebiete auf:
[Abschreibungen] Die Aufteilung der Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen ist im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Hinsichtlich der vorgenommenen Abschreibungen auf das Umlaufvermögen siehe Abschnitt Vorräte. [Steuern vom Einkommen und vom Ertrag] Vor dem Hintergrund eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages mit der Deutsche Shell Verwaltungs GmbH, Hamburg, (seit 2023 mit der Deutsche Shell Holding GmbH) besteht seit dem 1. Januar 2004 eine umsatz-, gewerbe- und körperschaftsteuerliche Organschaft mit der Deutsche Shell Holding GmbH, Hamburg. [Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages ausgeglichener Gewinn] Es besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Deutsche Shell GmbH. Danach wird der Gewinn jährlich abgeführt bzw. der Verlust übernommen. Sonstige Angaben [Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen]
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen im Wesentlichen aus (1) einem Bestellobligo über 26,119 Millionen € (Vorjahr 21,338 Millionen €) für standortbezogene Dienstleistungen, (2) einem Bestellobligo über 12,675 Millionen € (Vorjahr 18,910 Millionen €) für technische Dienstleistungen im Bereich Forschung und Entwicklung sowie (3) einem Bestellobligo über 4,022 Millionen € (Vorjahr 7,392 Millionen €) für Tankraum. [Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt]
[Abschlussprüferhonorar] Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar nach § 285 Nr. 17 HGB beträgt EUR 23.051 und wurde ausschließlich für Abschlussprüfungsleistungen berechnet. [Mitglieder des Geschäftsführungsorgans]
[Gesamtbezüge der Mitglieder des Geschäftsführungsorgans sowie ehemaliger Mitglieder des Geschäftsführungsorgans] Mit Verweis auf § 286 (4) HGB werden keine Angaben gemacht. Name und Sitz des Mutterunternehmens Die Shell Global Solutions (Deutschland) GmbH gehört über den Gesellschafter, Deutsche Shell Holding GmbH, Hamburg, zu 100% zur Shell plc, London, Großbritannien. Der Konzernabschluss der Shell-Gruppe, in den die Shell Global Solutions (Deutschland) GmbH im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen wird, wird im Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Geschäftsbericht der Shell plc, einschließlich des Konzernabschlusses der Shell- Gruppe, ist außerdem in englischer Sprache bei der Deutsche Shell Holding GmbH, Suhrenkamp 71-77, 22335 Hamburg, oder auf der Internetseite www.shell.com erhältlich. Die vorgenannte Muttergesellschaft stellt im Sinne des § 285 Nr. 14 HGB für den größten Kreis von Unternehmen den Konzernabschluss auf. Ein Konzernabschluss für einen kleineren Kreis von Unternehmen wird nicht erstellt. Der Konzernabschluss der Shell plc, London/Großbritannien, zum 31. Dezember 2023, wird nach englischen Rechnungslegungsvorschriften sowie nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. Angaben zu nahestehenden Unternehmen und Personen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen erfolgten mit anderen Unternehmen der Shell-Gruppe. Die Geschäfte erfolgten zu marktüblichen Bedingungen. Ereignisse nach Ablauf des Geschäftsjahres Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.
Hamburg, 19. April 2024 Shell Global Solutions (Deutschland) GmbH Die Geschäftsführung Phillip Scherzer Michael Diederichs Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Gesellschaftsstrukturen und Geschäftstätigkeit Alleinige Gesellschafterin der Shell Global Solutions (Deutschland) GmbH (SGSD) ist, aufgrund der Verschmelzung des vormaligen Gesellschafters Deutsche Shell Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg die Deutsche Shell Holding GmbH (DSH), Hamburg. Die Verschmelzung erfolgte mit handelsrechtlicher Wirkung zum 1. Januar 2023. Die Shell Global Solutions (Deutschland) GmbH (SGSD) gehört vollständig zur Shell plc, London/Großbritannien. Mit der DSH, die 100% der Anteile hält, besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag, wonach SGSD das beherrschte Unternehmen ist. Mit der Shell Global Solutions International B.V. (SGSI), Den Haag/Niederlande, besteht ein umfassendes Abkommen über die gegenseitige Zusammenarbeit (sogenanntes "Satellite Agreement"), in dem die Einbindung der SGSD in das Netzwerk der Shell Global Solutions-Organisation geregelt ist. Von maßgeblicher Bedeutung für das Ergebnis der Gesellschaft ist die Verrechnung mit SGSI im Rahmen des Satellite Agreement. Danach steht der Gesellschaft für die Bearbeitung von Forschungs- und Entwicklungsaufträgen aus dem Shell-Konzern eine Kostenerstattung in Höhe der ihr tatsächlich entstandenen Aufwendungen (gemäß Konzern- Finanzreporting nach IFRS) zu. Die Höhe der unterjährig erhaltenen Erstattungsbeträge bemisst sich v.a. nach den im Rahmen der Planungsrechnung ermittelten Stundensätzen multipliziert mit den angefallenen abrechnungsfähigen Arbeitsstunden. Die sog. "Recovery Position", d.h. Differenzen zwischen den unterjährig erhaltenen Kostenerstattungen und tatsächlich entstandenen Aufwendungen, wird festgestellt und ausgeglichen - entweder durch entsprechende Anpassung der zukünftigen Stundensätze oder durch separate Nachverrechnung. Weiterhin sieht das Satellite Agreement vor, dass die Gesellschaft eine Gebühr für das im kommerziellen Geschäft (hauptsächlich Drittkundengeschäft, d.h. Geschäft mit konzernfremden Kunden) genutzte technische Know-How an SGSI entrichtet. Unsere Geschäftsbereiche Am Standort Hamburg-Wilhelmsburg betreibt die Gesellschaft das Shell Technology Centre Hamburg (STCHA). Hier waren im Geschäftsjahr die folgenden Geschäftsbereiche vertreten:
Darüber hinaus war die SGSD im Rahmen von Einzelprojekten auch für nicht im STCHA vertretene bzw. in der obenstehenden Aufzählung enthaltene Geschäftsbereiche der Shell Global Solutions-Organisation tätig. Die Ressourcen der Gesellschaft wurden wie in den Vorjahren zum Großteil für die Bearbeitung von F&E-Aufträgen aus dem Shell-Konzern eingesetzt. Geschäfte mit Dritten konzentrierten sich auf Großkunden des Shell-Konzerns weltweit sowie ausgesuchte weitere Kunden. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist nach der Erholung im Vergleichsjahr 2022 im Berichtsjahr 2023 um 0,3% gesunken. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Auf dem Arbeitsmarkt stieg die Zahl der Erwerbstätigen 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 0,4%. Der langfristige Aufwärtstrend auf dem Arbeitsmarkt setzte sich somit im Vorjahresvergleich mit nachlassender Dynamik fort. Gegenüber Dezember 2022 stieg die Zahl der Erwerbslosen im Dezember 2023 um 1,0%. Die Erwerbslosenquote im Dezember 2023 lag wie im Vorjahresmonat bei 2,9%. Die Verbraucherpreise in Deutschland stiegen im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9% und damit geringer als im Vorjahr 2022 (6,9%). Die Inflationsrate für das Jahr 2023 lag unter dem historischen Höchststand des Jahres 2022, ist aber weiterhin auf einem hohem Stand. Insbesondere Nahrungsmittel verteuerten sich im Jahresdurchschnitt 2023 besonders stark. Die Teuerung für das Jahr 2023 wurde, wie im vorangegangenen Jahr, von den Auswirkungen von Kriegs- und Krisensituationen beeinflusst, die die Preisentwicklung auf allen Wirtschaftsstufen prägte. Die monatlichen Inflationsraten wurden wie bereits in 2022 auch in 2023 zeitweise durch Entlastungsmaßnahmen abgemildert. Die Energieprodukte verteuerten sich in 2023 gegenüber dem Vorjahr um 5,3%, nach einem deutlichen Anstieg um 29,7% in 2022. Im Jahresverlauf 2023 zeigte sich von März bis Dezember bei der Energie insgesamt eine Entspannung bei der Preisentwicklung. Davon wurden im Oktober und November 2023 sogar eine rückläufige Preisentwicklung ausgewiesen. Im Jahresdurchschnitt erhöhten sich die Preise für Haushaltsenergie in 2023 insbesondere für Erdgas (+14,7%) und Strom (+12,7%). Hingegen verbilligte sich leichtes Heizöl im Jahresdurchschnitt 2023 gegenüber 2022 deutlich (-22,2 %). Kraftstoffe wurden ebenfalls im Jahresdurchschnitt günstiger (-5,8 %). Ohne Berücksichtigung der Energiepreise hätte die Jahresteuerungsrate 2023 bei +6,0 % gelegen. Wie in 2022 erhöhten sich die Preise auch im Berichtsjahr für Nahrungsmittel (+12,4%) und Dienstleistungen (+4,4%) besonders stark. Branchenentwicklung Nachdem der Brent-Rohölpreis zum Ende des Jahres 2022 auf 81 USD/bbl fiel, bewegten sich die Ölpreise bis März 2023 seitwärts zwischen 78 USD/bbl und 85 USD/bbl. Im April beschloss die OPEC-Gruppe die Ölförderung ab Mai zu verringern. Im weiteren Verlauf des Jahres versuchten Russland und Saudi-Arabien weitergehend mit der Drosselung ihrer Ölproduktion das Ölangebot stärker zu verknappen und dadurch ein höheres Ölpreisniveau zu festigen. Mitte September wurden für Brent Rohöl die höchsten Preise seit zehn Monaten erreicht, um danach allerdings von 97 USD/bbl in den Folgemonaten auf unter 75 USD/bbl bis Mitte Dezember zurückzufallen. Der Rohöl-Brent-Durchschnittspreis für das Gesamtjahr 2023 ist um -17,2% auf 81,2 USD/bbl gegenüber 98,1 USD/bbl in 2022 gesunken. Der Absatz von Mineralölprodukten in Deutschland ist in 2023 gesunken (-5,2% im Vergleich zu 2022). Der Gesamtabsatz betrug im Berichtsjahr rund 88,9 Mio. Tonnen. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen zwar die Absätze von Otto-Kraftstoffen leicht um 2,7%, allerdings sind die Absätze von Diesel-Kraftstoffen im Berichtszeitraum deutlich um 3,7% gesunken. Während der Heizölabsatz im Berichtszeitraum 2023 aufgrund der niedrigeren Nachfrage sank (-3,5%), stieg der Verbrauch von Flugkraftstoff (+7,1%). Die durchschnittlichen Kraftstoffpreise in Deutschland lagen mit 1,79 €/Liter für Super und 1,72 €/Liter für Diesel unter denen des Vorjahres (1,86 €/Liter bzw. 1,95 €/Liter). Geschäftsverlauf Das Forschungszentrum STCHA der SGSD hat im Jahr 2023 seine Forschungsaufträge erfüllt. Dasselbe gilt für das Drittkundengeschäft mit Spezial-Kraft- und Schmierstoffen sowie experimentelle Forschungskooperationen, die alle eine kontinuierliche einstellige prozentuale Steigerung im Jahr 2023 erfahren haben. Die Elektrifizierung der Mobilität und zukünftige Dekarbonisierungslösungen von Shell erforderten ab 2023 eine signifikante Neuausrichtung der personellen Fachgebiete sowie eine gezielte Investition in die technischen Voraussetzungen und Zukunftsfähigkeit des Standortes. Die prognostizierten Umsatzerlöse in Höhe von 120 bis 160 Mio. € wurden mit 157,2 Mio. € erreicht. Vermögenslage Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich im Berichtsjahr um insgesamt 0,2 Millionen € von 212,2 Millionen € auf 212,4 Millionen € erhöht. Die Zuwächse entfallen auf der Aktivseite im Wesentlichen auf Anlagen im Bau (+4,3 Millionen €) und fertige Erzeugnisse (+3,6 Millionen €), während die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen (- 3,6 Millionen €) zurückgegangen sind. Auf der Passivseite haben sich die Pensionsrückstellungen als größter Posten (146,1 Millionen €) um 0,8 Millionen € leicht erhöht. Die sonstigen Rückstellungen liegen mit 26,3 Millionen € über dem Vorjahresniveau (22,4 Millionen €). Finanzlage Die Liquidität der Gesellschaft ist durch einen Kontokorrentvertrag mit Shell Treasury Centre Ltd, London/Großbritannien sichergestellt. Die Kreditlinie beträgt 10 Millionen $. Zum Bilanzstichtag verfügte die Gesellschaft über ein Kontokorrentguthaben i. H. v. 74,5 Millionen €. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war damit im abgelaufenen Geschäftsjahr zu jeder Zeit gegeben und wird voraussichtlich auch in Zukunft gegeben sein. Darüber hinaus bewirkt das "Satellite Agreement" mit SGSI eine Minimierung des unternehmerischen Risikos. Zusätzlich besteht ein Ergebnis- und Gewinnabführungsvertrag mit der Gesellschafterin DSH. Schwerpunkte der Investitionen Es wurden in einzelnen Bereichen Investitionen zur Modernisierung und Erweiterung von technischen Anlagen wie auch Erhaltungsinvestitionen in bestehende Anlagen getätigt, um den Anforderungen an die Forschungs- und Entwicklungsprogramme sowie gesetzlichen Regeln zum Erhalt der Betriebserlaubnis gerecht werden zu können. Die Investitionen verteilten sich über zahlreiche Projekte auf die Geschäftsbereiche. Der Anteil der Investitionen in neue Anwendungstesteinrichtungen für die Folgejahre wurde erhöht. Durch die Investitionen wird versucht, einen "fit for future"-Forschungs- und Entwicklungsstandort zu etablieren, was unter anderem Investitionen in die Verbesserung der Standortversorgung beinhaltete wie auch Maßnahmen im Bereich der Gesundheit, der Sicherheit und des Umweltschutzes. Die SGSD ist bestrebt, den CO 2 -Ausstoß in der eigenen Produktion zu reduzieren (Scope 1+2-Emissionen) wie auch Energielösungen mit geringerem CO 2 -Ausstoß zu entwickeln (Scope 3-Emissionen). Ertragslage Der Gesamtumsatz lag mit 157,2 Millionen € über dem Niveau des Vorjahres (139,1 Millionen €). Die Ursache hierfür waren höhere Material- sowie gestiegene sonstige betriebliche Aufwendungen, welche an Shell Global Solutions International BV vertragsgemäß weiterbelastet werden, sofern es sich um Aufwendungen gemäß dem Konzern-Finanzreporting nach IFRS handelt. Im Drittkundengeschäft war ein Umsatzanstieg auf 55,0 Millionen € (Vorjahr 46,8 Millionen €) zu verzeichnen. Für das im kommerziellen Geschäft genutzte technische Know-How fällt eine Nutzungsgebühr ("IP Fee") an. Diese Gebühr bemisst sich nach der erzielten Marge sowie dem Umfang der Tätigkeit der Gesellschaft für das kommerzielle Geschäft der ausländischen Partnergesellschaften innerhalb der Shell Global Solutions-Organisation. Dadurch haben Umsatz- und Kostenänderungen auch im kommerziellen Geschäft regelmäßig nur eine geringe Ergebnisauswirkung. Der Materialaufwand hat sich auf 71,2 Millionen € (Vorjahr 59,9 Millionen €) erhöht. Ursache für diese Entwicklung ist vor allem der Mengenanstieg bei den Verbrauchsgütern. Der Personalaufwand hat sich insgesamt um 18,5 Millionen € auf 39,0 Millionen € (Vorjahr 57,5 Millionen €) verringert. Der Rückgang ist auf die geringere Zuführung zu Pensionsrückstellungen in Höhe von 0,8 Millionen € (Vorjahr 22,8 Millionen €) zurückzuführen. Bei den Löhnen und Gehältern war ein Anstieg aufgrund von Gehaltssteigerungen und einer höheren Mitarbeiterzahl festzustellen. Insgesamt stiegen die Löhne und Gehälter um 2,4 Millionen € auf 34,3 Millionen € (Vorjahr 31,9 Millionen). Im Geschäftsjahr ergaben sich Abschreibungen auf das Umlaufvermögen in Höhe von 0,5 Millionen € (Vorjahr 1,7 Millionen €). Es handelt es sich um die Bewertung von Rohstoffen und Fertigerzeugnissen aufgrund der Niederstwertvorschrift. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich gegenüber dem Niveau des Vorjahres um 3,6 Millionen € auf 41,4 Millionen € (Vorjahr 37,7 Millionen €). Insgesamt ergibt sich für das Geschäftsjahr 2023 ein Gewinn vor Ergebnisabführung und sonstigen Steuern in Höhe von 3,3 Millionen € (Vorjahr Verlust in Höhe von 17,6 Millionen €). Insgesamt beurteilt die Geschäftsführung den Geschäftsverlauf und die Lage als zufriedenstellend. Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Der aus Konzernsicht maßgebliche finanzielle Leistungsindikator für die Shell Global Solutions (Deutschland) GmbH ist die Höhe der Umsatzerlöse. Hinsichtlich der Nachhaltigkeit der Geschäftsentwicklung in Bezug auf Sicherheit und Umwelt wird darüber hinaus konzernweit das sogenannte Goal Zero Konzept verfolgt, bei dem das Ziel verfolgt wird, die Sicherheit der Mitarbeiter und der Umwelt bestmöglich zu gewährleisten. Als handelsrechtlicher nicht-finanzieller Leistungsindikator der SGSD wird der SIF-F definiert (serious injury and fatality / lebensverändernde Verletzungen und Todesfälle auf 100 mln Arbeitsstunden). Ein weiterer Leistungsindikator ist die sogenannte "Technical Efficiency", d.h. der Anteil der abrechnungsfähigen Arbeitsstunden im Verhältnis zu den insgesamt geleisteten Arbeitsstunden. Dieser Indikator dient der Verwirklichung von Projektzielen im Rahmen von bestehenden Kostenbudgets. Mitarbeiterentwicklung Die bereits im Jahr 2022 begonnene Einstellung von Personal, um den gestiegenen Anforderungen an die SGSD gerecht werden zu können, wurde im Jahr 2023 in deutlichem Umfang fortgesetzt. Mitarbeiterstruktur (zum Bilanzstichtag)
Mitarbeiterzufriedenheit ist ein zentrales Thema, mit dem sich die SHELL-Gruppe auseinandersetzt. Bei der SGSD wurden beispielsweise viele Räumlichkeiten und Sitzplätze neu gestaltet. Einmal jährlich wird der "Shell People Survey" zu Themen wie zum Beispiel Mitarbeiterzufriedenheit, Feedback-Kultur, Work-Life Balance durchgeführt. HSSE (Health, Safety, Security, Environment - Gesundheit, Sicherheit und Umwelt) Im Berichtsjahr wurden in allen Hauptarbeitsbereichen die Umsetzung der Maßnahmenpläne zur weiteren Risikominimierung pro Bereich fortgesetzt. Bezüglich behördlicher Genehmigungen gibt es einen mit der Behörde vereinbarten Zeit- und Aktionsplan. Das Jahr 2023 war geprägt durch starke und wachsende Geschäftstätigkeit am Standort. Des Weiteren wurde der geschäftsbereichsübergreifende Sicherheitsaustausch fortgeführt unterstützt durch die Erfassung aller Ereignisse in einer Datenbank. Die SGSD wurde zum ersten Mal nach dem höchsten TISAX Standard, der Standards zum Informationsaustausch und Sicherung von Informationen in der Automobilindustrie definiert, zertifiziert. Des Weiteren fand eine große Notfallübung statt. Die SGSD wurde nach dem Arbeitsschutzstandard ISO 45001 sowie Umweltschutz ISO 14001 zertifiziert. Es gab im Jahr 2023 zwei Unfälle mit Arbeitszeitausfall. Ein Mitarbeiter bekam einen Spritzer heißes Produkt auf die Stirn und eine Mitarbeiterin erlitt eine Schnittverletzung an der Hand nach einem Glasbruch. Es gab keine Beeinträchtigungen der Umwelt. Es gab insgesamt fünf Wegeunfälle, mit Fahrrad, Motorrad und Kfz. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung In den letzten Jahren hat sich der Standort solide entwickelt und spielt eine tragende Rolle in der SHELL-Gruppe im Bereich der Produktentwicklung für Automotive- und Industrie- Applikationen. Die Produktentwicklung für die Downstream-Geschäftsbereiche, vornehmlich Global Mobility und Lubricants, Sectors and Decarbonization, Trading and Supply, sowie neue Entwicklungsfelder im sogenannten Mega Charging Bereich (Elektrifizierung von Mobilitäts- und Industrieanwendungen) eröffnen der Gesellschaft langfristige Möglichkeiten zu versuchen, mit ihren spezialisierten Entwicklungskapazitäten auf globale Businessanforderungen gezielt reagieren zu können. Für den größten Kunden, die SHELL-Gruppe, besteht im Kraft- und Schmierstoffgeschäft nach wie vor die Herausforderung darin, einerseits in den schrumpfenden Märkten in Europa und Nordamerika wirtschaftlich erfolgreich zu bestehen und andererseits die eigene Präsenz in den Wachstumsmärkten in Asien (darunter v.a. China) zu stärken. Die technischen Herausforderungen im Mobilitätsbereich sind vor allem geprägt von der Wirkungsgradverbesserung und der Verbesserung der Abgasemissionen von Motoren und Antriebssträngen unter Verwendung von modernen und innovativen Kraft- und Schmierstoffen sowie der Entwicklung von alternativen Kraftstoffen (synthetischer und Biokraftstoffe). Die verschiedenen Optionen der Elektrifizierung von Antriebssträngen und Industrieanwendungen (z.B. Batterien, Wasserstoff in Verbindung mit der Brennstoffzelle) und neue Schmierstoffkomponenten (z.B. neue GTL-Grundöle) für die SHELL-Gruppe stehen ebenso im Vordergrund der Shell-Aktivitäten wie für das Technologiezentrum in Hamburg. Im neuen Geschäftsfeld der "Mega Charging Solutions" (> 1MW) ist der Standort als Shell Expertise Centre für E-Mobility vorgesehen. Dies wird langfristig eine Skalierbarkeit der technischen Erfolge auf unterschiedlichste Kundensektoren und deren Geschäftsdekarbonisierung ermöglichen. Dieses Umfeld bestimmt maßgeblich die Entwicklungstätigkeit der Gesellschaft. Grundsätzlich werden etwaige nachteilige Auswirkungen für künftige Entwicklung gegenwärtig von der Geschäftsleitung nicht gesehen. Es ist jedoch zu berücksichtigen, dass die Wettbewerbsfähigkeit solcher Aktivitäten in Deutschland, gerade im globalen Zusammenhang, immer wieder geprüft und sichergestellt werden muss. Sollte sich das beschriebene Umfeld strukturell verändern, könnte dadurch eine Neubewertung der strategischen Bedeutung des Shell Technology Centre Hamburg ausgelöst werden. Hiervon könnten sowohl positive als auch negative Impulse für die künftige Entwicklung der SGSD ausgehen. Risikomanagement / Internes Kontrollsystem Das Risikomanagement der Gesellschaft (einschließlich der Preisänderungs-, Forderungsausfall- und Liquiditätsrisiken) findet über das monatliche Berichtswesen, die Einrichtung eines internen Kontrollsystems, die Einbindung in das globale Netzwerk der Shell Global Solutions-Organisation über das "Satellite Agreement" sowie die Liquiditätsbereitstellung im Cash-Pooling-Verfahren statt. Preisänderungs- und Ausfallrisiken sind bei SGSD als gering einzustufen, da der größte Teil der Geschäftsaktivitäten mit Unternehmen der SHELL-Gruppe durchgeführt wird. Forderungsausfallrisiken im Drittkundengeschäft wird u.a. über Kreditwürdigkeitsanalysen (gegebenenfalls unter Bezugnahme auf externe Ratingagenturen), die Vergabe und regelmäßige Überprüfung von Kreditlimits sowie die regelmäßige Analyse der Altersstruktur der Forderungen begegnet. Das interne Kontrollsystem (IKS) der Gesellschaft basiert auf dem "Shell Control Framework" (SCF). Das SCF dient dem Zweck, in ausreichendem Maße sicherzustellen, dass die SHELL-Gruppe ihre Geschäftsziele erreichen und ihre externen Verpflichtungen erfüllen kann. Es verpflichtet die Unternehmen der Gruppe, ein risikobasiertes internes Kontrollsystem zu betreiben und fortzuentwickeln, das die folgenden Bestandteile umfasst: (1) Aufnahme des Kontrollumfelds und der Kontrollaktivitäten, (2) Risikobeurteilung und Bestimmung geeigneter Kontrollen, (3) Überwachung der Wirksamkeit der Kontrollen und (4) Information und Kommunikation. Die durch das IKS vorgesehen Maßnahmen zur Begrenzung bzw. Beherrschung von Risiken beinhalten unter anderem
Das SCF wird darüber hinaus gestützt von den Shell General Business Principles (SGBP). Diese legen die fundamentalen Werte, Verantwortungen, Geschäftsprinzipien und Verhaltensweisen für die SHELL-Gruppe fest. Die SGBP enthalten auch ein Bekenntnis zu nachhaltiger Entwicklung, d.h. der Notwendigkeit, kurz- und langfristige Interessen miteinander auszutarieren und wirtschaftliche, Umwelt- und soziale Belange in geschäftlichen Entscheidungen zu berücksichtigen. Ausblick Im Einklang mit dem globalen Trend in der Energiewirtschaft ist auch Shell Global Solutions (Deutschland) GmbH in der Phase des Wandels von einem Dienstleister und Forschungsstandort der Öl- und Gaswirtschaft in einen Dienstleister für neue und nachhaltige Energien, der bestrebt ist, den ökologischen Fußabdruck zu reduzieren. Spezielle Dekarbonisierungslösungen für Kunden in verschiedenen Sektoren werden im Fokus stehen und die weitere Entwicklung beeinflussen. HSSE und die Vermeidung von schweren Unfällen werden weiterhin ein Schwerpunkt bleiben. Für das Jahr 2024 wird angestrebt, keine Unfälle, die zu lebensverändernde Verletzungen oder Todesfälle führen, zu verzeichnen. Um den zukünftigen Mobilitätsbedarf abzudecken, plant die Gesellschaft, die Labore für Gas- und Wasserstoffmotoren sowie für umfangreiche elektrische Ladelösungen zu modernisieren. Der Standort wird das "Ready to Market" Testing und Standards für zukünftige Mega Charging (>1 MW) Produkte und Lösungen erbringen. Für das laufende und das folgende Jahr werden im Geschäft innerhalb der Global Solutions-Organisation und im kommerziellen Geschäft Umsatzerlöse zwischen 130 und 180 Mio. € erwartet. Die Technical Efficiency wird zwischen 74 und 77% erwartet. Mittelfristig werden das Sonderkraftstoffgeschäft sowie das Geschäft mit der E-Mobilität (siehe Abschnitt "Unsere Geschäftsbereiche") ausgebaut. Nennenswerte Ergebnisimpulse sind aufgrund des "Satellite Agreement" nicht zu erwarten.
Hamburg, den 19. April 2024 Shell Global Solutions (Deutschland) GmbH Die Geschäftsführung Phillip Scherzer Michael Diederichs Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 der Shell Global Solutions (Deutschland) GmbH, Hamburg, wurde am 08. April 2025 festgestellt. |
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