TETRIS
Grundbesitz AG
Reichenschwand
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht zum 31. Dezember 2023
Wirtschaftliches Umfeld
Das Jahr 2023 wurde von einer wirtschaftlichen
Stagnation bei gleichzeitig hohen, aber
rückläufigen Inflationsraten geprägt. Die
konjunkturelle Entwicklung in Deutschland war weiterhin
vorwiegend durch die Auswirkungen des anhaltenden russischen
Angriffskrieges in der Ukraine beeinflusst. Die daraus
resultierende Energiepreiskrise schwächte den privaten
Konsum und führte bereits im Jahr 2022 zu einem
Kaufkraftverlust. Die Nachwirkungen dessen waren auch im Jahr
2023 zu spüren. So war beim Bruttoinlandsprodukt ein
Rückgang von 0,3% gegenüber dem Vorjahr zu
verzeichnen. Die jahresdurchschnittliche Inflation in der
Bundesrepublik sank um 1,0% gegenüber dem Vorjahr, lag
aber dennoch bei hohen 5,9%. Die Arbeitslosenquote stieg im
Jahr 2023 um 0,4% auf 5,7% und erreichte somit wieder das
Niveau aus dem Jahr 2021 (Vorjahr: 5,3%). Die EZB reagierte
mit einer Erhöhung des Leitzinses, welche auch den
Immobilienmarkt beeinflusste.
Aufgrund des Anstiegs des Leitzinses von 2,5% zum
Jahresanfang auf 4,5% zum Jahresende, verteuerte sich
spürbar die Finanzierung von Immobilieninvestitionen.
Die schwache konjunkturelle Entwicklung und die weltweite
wirtschaftliche Unsicherheit wirkten sich ebenfalls auf die
Immobilienbranche aus. So blieb auch 2023 der
Nachfragerückgang bei Büroflächen bestehen.
Vor allem deutsche A-Städte wurden mit einer steigenden
Leerstandsquote von 5,6% bei Büroimmobilien
konfrontiert. Auch die Immobilienpreise sind aufgrund der
sinkenden Kaufnachfrage durchschnittlich gefallen. So weisen
die Preise für deutsche Wohn- und Gewerbeimmobilien
einen hohen Preisfall vor. Trotzdem ist das Angebot an
attraktiven renditestarken Objekten aufgrund der steigenden
Finanzierungskosten nach wie vor äußerst knapp.
Darstellung des Geschäftsverlaufes
Ungeachtet der unverändert schwierigen externen
Rahmenbedingungen hat die TETRIS Grundbesitz AG im
vergangenen Jahr eine stabile Geschäftsentwicklung
vorweisen können.
Das Jahr 2023 war wie das Vorjahr maßgeblich
unter den Auswirkungen des Russland-Ukraine-Krieges und den
damit verbundenen stark gestiegenen Energie- und
Verbraucherpreisen sowie Lieferengpässen im
produzierenden Gewerbe geprägt. Die daraus resultierende
Inflation führte zu einem geringeren Konsum privater
Haushalte, welcher mittelbar den wirtschaftlichen Erfolg
unserer Mieter beeinflusste. Um unsere Gewerbemieter auch
weiterhin zu unterstützen, wurden die im Corona Jahr
2020 stattgefundene teilweise Umstellung von Festmieten auf
variable Mieten aufrechterhalten. Die Zufriedenheit unserer
Mieter spiegelt sich unter anderem in
Vertragsverlängerungen wider, welche 2023 wahrgenommen
wurden. Außerdem wird diese durch eine geringe
Leerstandsquote von 2,90 % bestätigt.
Zum Stichtag 31.12.2023 befinden sich Immobilien mit
einer Gesamtmietfläche von 255.855 m² im Bestand
der TETRIS.
Zusammenfassend wurde auch im Jahr 2023 die
ausgesprochen solide und auf Beständigkeit ausgelegte
Geschäftspolitik der TETRIS fortgesetzt.
Bestandsänderungen
Im Rahmen der kontinuierlichen Portfolioerweiterung
haben wir unseren Immobilienbestand um ein privates Wohnhaus
mit Anbau und Scheune in Reichenschwand erweitert.
Außerdem wurden mit der Stadt Nürnberg zum Zwecke
der Arrondierung der Grundstücke geringfügige
Grundstücksflächen getauscht.
Ein Verkauf von Bestandsimmobilien wurde nicht
forciert.
Zielsetzung
Da die stark gestiegenen Energiepreise und die
weiterhin hohe Inflation die wirtschaftlichen Sektoren
dominieren, stehen auch im Jahr 2024 das Kosten- und
Risikomanagement bei der TETRIS im Vordergrund.
Außerdem liegt die Bestandspflege der Objekte im Fokus.
Es bleibt abzuwarten, welche weiteren Maßnahmen
aufgrund der gestiegenen Inflation und der politischen
Bestimmungen zu ergreifen sind.
Daher werden im Jahr 2024 Objektankäufe
sorgfältig geprüft.
Personal
Neben unseren zwei Vorstands-Mitgliedern waren zum
Bilanzstichtag 32 Arbeitnehmer/-innen und fünf
Auszubildende beschäftigt.
Prognosebericht:
Der Prognosebericht enthält zukunftsbezogene
Aussagen über erwartete Entwicklungen. Die Entwicklung
des Unternehmens hängt von vielen Faktoren ab, welche
nicht alle im Einflussbereich der TETRIS Grundbesitz AG
liegen. Die Aussagen über die erwartete Entwicklung
basiert auf aktuellen Einschätzungen und sind
naturgemäß mit Risiken und Unsicherheiten
verbunden. Die tatsächliche Entwicklung der TETRIS kann
sowohl positiv als auch negativ von den erwarteten
Entwicklungen in den zukunftsbezogenen Aussagen dieses
Prognoseberichtes abweichen.
Für das laufende Jahr 2024 erwartet die
Bundesregierung ein Wachstum von 0,2% der deutschen
Wirtschaft. Dies liegt nicht zuletzt an den Unruhen durch die
Kriege in der Ukraine und Israel, als auch an der
Unsicherheit in Chinas Wirtschaft. Außerdem
hinterlassen politische Stolpersteine wie das Schuldenurteil
des Verfassungsgerichtes oder die Haushaltsbeschlüsse
der Bundesregierung Spuren.
Es ist zu erwarten, dass die gebremste konjunkturelle
Entwicklung sich auch im Jahr 2024 auf den gewerblichen
Immobilienmarkt auswirken wird. Das beinhaltet sowohl einen
weiteren Rückgang der Immobilienpreise als auch ein
konstantes Nachfrageniveau bei Büromietflächen wie
im Jahr 2023.
Aufgrund der Struktur des Immobilienportfolios sowie
der soliden Finanz-, Ertrags- und Liquiditätslage sieht
sich die TETRIS im Wettbewerb weiterhin gut positioniert. Die
Ergebnisprognose basiert auf objektbezogenen Planungen der
Erträge und Aufwendungen der einzelnen Immobilien.
Soweit die Erträge nicht für das Gesamtjahr aus
bestehenden Mietverträgen abzuleiten sind, wurden
mietflächenspezifische Annahmen für die
Wahrscheinlichkeit von Vertragsverlängerungen und
Leerstandszeiten getroffen. Dies trifft auch auf die
immobilienbezogenen betrieblichen Aufwendungen zu. Es sind
die notwendigen Investitionen zum Erhalt, Nachvermietungen
und der Wertsteigerung unserer Bestandsobjekte im
üblichen Maß angesetzt. Die anfallenden
Nebenkosten der Immobilien wurden auf Basis der
Vorjahreswerte unter Berücksichtigung aktueller
Gegebenheiten angepasst. Des Weiteren wurde ein
Immobilienverkauf berücksichtigt. Unter den Annahmen
plant die TETRIS mit einem EBITDA aus Vermietung /
Verpachtung von 14,6 Mio. €.
In einer unserer Immobilien sind teilweise technische
und bauliche Mängel aufgetreten, die ein Fortführen
der Betriebe der Mieter nicht bzw. nur eingeschränkt
zulassen. In diesem Zusammenhang rechnen wir mit einem
Umsatzrückgang. Des Weiteren werden größere
Sanierungsaufwendungen anfallen, insofern die Immobilie im
Bestand gehalten wird.
Hinweise auf Risiken der künftigen Entwicklung
Als deutschlandweit tätiges Immobilienunternehmen
ist die TETRIS unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. Diese
können nicht immer beeinflusst werden. Um die Risiken zu
eliminieren bzw. zu minimieren, ist das übergeordnete
Ziel der Risikostrategie potenzielle Risiken frühzeitig
zu erkennen, zu evaluieren und geeignete Maßnahmen zur
Risikominimierung zu ergreifen. Dadurch sollen potenzielle
Schäden oder die Gefährdung des
Unternehmensfortbestandes verhindert werden. Es bestehen
derzeit bedingte erkennbare Risiken, die zwar den Fortbestand
des Unternehmens nicht gefährden, jedoch Einschnitte
bedeuten können.
Die aktuelle Risikoeinschätzung beruht auf dem
Hintergrund der Kriege in der Ukraine und Israel, sowie
dessen Auswirkungen auf die nationale und internationale
Wirtschaftslage. Zudem ist geopolitisch die schwächelnde
Wirtschaft Chinas zu berücksichtigen, welche besonders
die deutsche Exportwirtschaft prägt. Aufgrund der durch
die Pandemie und des Angriffskrieges verursachten
wirtschaftlichen Rezession im vergangenen Jahr bestehen
weiterhin Risiken, welche Einfluss auf die Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage haben.
Des Weiteren wird die nationalpolitische
Instabilität als geringer Risikofaktor angesehen.
Angesichts der politischen Unsicherheit in Deutschland, unter
anderem wegen der Haushaltskrise, wird für das Jahr 2024
mit einer volatilen Entwicklung der deutschen Wirtschaft
gerechnet. Die Bundesregierung korrigierte ihre
vorangegangenen Prognosen und geht nun von einer leichten
Konjunkturentwicklung mit 0,2% aus. Positiv ist dem die
Steigung der Löhne und Gehälter entgegenzusetzen,
welche seit zwei Jahren erstmals höher als die
Preissteigerung ausfällt. Durch den weiterhin stabilen
Arbeitsmarkt dürfte der Anstiegsunterschied den privaten
Konsum anregen und damit die Konjunktur stützen. Die
Bundesbank prognostiziert für das Jahr 2024 eine
Jahresinflationsrate von 2,7%. Aufgrund der nicht erwarteten
schnellen Erholung des Inflationsniveaus wird ab Sommer 2024
von Zinssenkungen seitens der Europäischen Zentralbank
ausgegangen.
Des Weiteren sind nach heutigen Erkenntnissen keine
Umstände bekannt, welche zu einer wesentlichen
Wertminderung der Bestandsimmobilien führen
könnten.
Chancenbericht
Das Chancenmanagement der TETRIS ist auf die
frühzeitige Identifizierung, Bewertung und Nutzung von
Chancen ausgerichtet. Aufgrund der frühestmöglichen
Erkennung von Chancen können geeignete Maßnahmen
getroffen werden, welche zum Erfolg führen sollen.
Die strukturierte, agile Objektbetreuung unterstreicht
die Qualität der TETRIS und ist die Grundlage für
unsere nachhaltigen Mieterbeziehungen. Wegen unserer
flexiblen Anpassungen an die Bedürfnisse der bestehenden
und potenziellen Mieter, können wir langjährige
Mieterbeziehungen vorweisen. Durch die langfristigen
Mietlaufzeiten kann ein nachhaltiger, beständiger
Cashflow generiert werden.
Die TETRIS verfolgt die Unternehmensphilosophie,
Immobilien stets langfristig im Bestand zu halten. Mit den
kontinuierlichen Sanierungen der eigenen Immobilien wird
deren Werterhalt gewährleistet. Die Modernisierung von
Immobilien dient als Wertschöpfungsmöglichkeit, um
die Vermögenswerte auch für die nächsten
Jahrzehnten zu sichern.
Mit dem Anstieg der Zinsen im Jahr 2023 stiegen
besonders die Finanzierungskosten. Gleichzeitig
begünstigte es aber auch die Möglichkeit
höhere Zinserträge erwirtschaften zu können.
Durch den starken Rückgang der Immobilienpreise,
eröffnet sich die Möglichkeit Immobilien zu
günstigeren Preisen als in den letzten Jahren einkaufen
zu können. Aus diesem Grund werden Objektangebote von
der TETRIS weiterhin aufmerksam geprüft.
Die TETRIS ist sehr gut aufgestellt, um ihre nachhaltig
ausgerichtete Strategie erfolgreich fortzusetzen sowie ihre
diesbezüglich zukünftigen Marktopportunitäten
zu erkennen und umzusetzen.
Schlusserklärung
Die Unterzeichner, als gesetzliche Vertreter der TETRIS
Grundbesitz AG, versichern, dass im vorstehenden Lagebericht
der Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft nach
bestem Wissen so dargestellt sind, dass ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
vermittelt wird und die wesentlichen Chancen und Risiken im
Sinne des § 289 Abs. 1 Satzes 4 HGB beschrieben sind.
Reichenschwand, den 27.
März 2024
gez.
Michaela Neuner
gez.
Panya Weckerlein
Handelsbilanz
Aktiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
325.576.426,11 |
330.417.542,26 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
86.236,00 |
664,00 |
| II.
Sachanlagen |
309.254.634,92 |
314.160.902,17 |
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
306.593.105,45 |
311.440.390,56 |
| 2.
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
1.594.870,50 |
1.984.686,50 |
| 3.
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
1.066.658,97 |
735.825,11 |
| III.
Finanzanlagen |
16.235.555,19 |
16.255.976,09 |
| 1.
Anteile an verbundenen Unternehmen |
104.363,00 |
104.363,00 |
| 2.
Beteiligungen |
15.645.734,84 |
15.566.155,74 |
| 3.
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht |
485.457,35 |
585.457,35 |
| B.
Umlaufvermögen |
9.863.579,96 |
3.497.262,33 |
| I.
Vorräte |
389.866,00 |
389.866,00 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
859.389,41 |
1.231.726,38 |
| 1.
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht |
57.648,36 |
68.232,99 |
| 2.
sonstige Vermögensgegenstände |
801.741,05 |
1.163.493,39 |
| davon
mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr |
130.446,18 |
301.691,41 |
| III.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
8.614.324,55 |
1.875.669,95 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
1.068.849,89 |
1.531.865,04 |
| davon
Disagio |
21.875,00 |
24.375,00 |
| Aktiva |
336.508.855,96 |
335.446.669,63 |
Passiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
184.714.105,79 |
181.701.019,47 |
| I.
Gezeichnetes Kapital |
25.928.100,00 |
25.928.100,00 |
| II.
Kapitalrücklage |
37.279.136,37 |
37.279.136,37 |
| III.
Gewinnrücklagen |
119.700.326,26 |
117.893.783,10 |
| IV.
Bilanzgewinn |
1.806.543,16 |
600.000,00 |
| B.
Rückstellungen |
1.259.401,85 |
1.688.520,41 |
| C.
Verbindlichkeiten |
107.780.552,35 |
108.132.208,53 |
| 1.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
55.765.871,05 |
56.680.656,91 |
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
3.730.865,07 |
6.510.329,91 |
| davon
mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr |
52.035.005,98 |
50.170.327,00 |
| 2.
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern |
31.550.810,34 |
30.978.656,83 |
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
10.850.082,25 |
427.928,74 |
| davon
mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr |
20.700.728,09 |
30.550.728,09 |
| 3.
sonstige Verbindlichkeiten |
20.463.870,96 |
20.472.894,79 |
| davon
mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
1.525.771,82 |
1.429.338,96 |
| davon
mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr |
18.938.099,14 |
19.043.555,83 |
| D.
Rechnungsabgrenzungsposten |
30.103,27 |
97.196,50 |
| E.
Passive latente Steuern |
42.724.692,70 |
43.827.724,72 |
| Passiva |
336.508.855,96 |
335.446.669,63 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR |
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR |
| 1.
Rohergebnis |
27.203.574,44 |
23.571.323,48 |
| 2.
Personalaufwand |
2.667.813,47 |
2.331.725,72 |
| a)
Löhne und Gehälter |
2.245.666,92 |
1.953.663,58 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
422.146,55 |
378.062,14 |
| davon
für Altersversorgung |
1.897,79 |
1.945,90 |
| 3.
Abschreibungen |
8.976.367,21 |
8.674.247,57 |
| a)
auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
8.976.367,21 |
8.674.247,57 |
| 4.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
7.105.132,48 |
8.472.496,98 |
| 5.
Erträge aus Beteiligungen |
600.000,00 |
7.447,49 |
| davon
aus verbundenen Unternehmen |
600.000,00 |
|
| 6.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
25.052,20 |
5.040,62 |
| 7.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
4.268.208,91 |
2.870.346,80 |
| 8.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
1.195.223,95 |
27.250.596,23 |
| davon
Erträge aus der Zuführung und Auflösung
von latenten Steuern |
1.103.032,02 |
|
| davon
Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung
von latenten Steuern |
|
25.872.000,32 |
| 9.
Ergebnis nach Steuern |
3.615.880,62 |
-26.015.601,71 |
| 10.
sonstige Steuern |
2.794,30 |
2.986,37 |
| 11.
Jahresüberschuss |
3.613.086,32 |
-26.018.588,08 |
| 12.
Entnahmen aus der Kapitalrücklage |
|
144.512.371,18 |
| 13.
Einstellungen in Gewinnrücklagen |
1.806.543,16 |
117.893.783,10 |
| a)
in die gesetzliche Rücklage |
|
2.592.810,00 |
| b)
in andere Gewinnrücklagen |
1.806.543,16 |
115.300.973,10 |
| 14.
Bilanzgewinn |
1.806.543,16 |
600.000,00 |
Anhang zum
31.12.2023
Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der
§§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der
ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße
Kapitalgesellschaften aufgestellt.
Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut
Registergericht
| Firmenname laut
Registergericht: |
TETRIS Grundbesitz AG |
| Firmensitz laut
Registergericht: |
Reichenschwand |
| Registereintrag: |
Handelsregister |
| Registergericht: |
Nürnberg |
| Register-Nr.: |
41002 |
Angabe und Erläuterung von nicht vergleichbaren
Vorjahreszahlen
Der Jahresabschluss enthält einzelne Posten, deren
Werte mit den Vorjahreszahlen nicht vergleichbar sind.
Die folgende Aufstellung zeigt die betreffenden Posten:
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Erträge aus
der Auflösung latenter Steuern Aufwendungen aus der
Zuführung latenter Steuern
Jahresüberschuss/-fehlbetrag
Zur Erläuterung wird aufgeführt:
Im Vorjahr wurde die Gesellschaft von der Rechtsform
der GmbH & Co. KG in eine AG umgewandelt.
In diesem Zusammenhang wurden passive latente Steuern,
umfassend die Körperschaftsteuer und den
Solidaritätszuschlag, gebildet.
Im Geschäftsjahr und in den Folgejahren werden die
passiven latenten Steuern aufgelöst.
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu
Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung
unterlagen, um planmäßige Abschreibungen
vermindert.
Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um
planmäßige Abschreibungen vermindert.
Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach
der voraussichtlichen Nutzungsdauer der
Vermögensgegenstände linear vorgenommen.
Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und
bewertet:
- Beteiligungen zu Anschaffungskosten
- Anteile an verbundenen Unternehmen zu
Anschaffungskosten
- Ausleihungen zum Nennwert
- unverzinsliche und niedrig verzinsliche
Ausleihungen zum Barwert
- sonstige Wertpapiere zu Anschaffungskosten
Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag
vorliegende niedrigere Wert angesetzt.
Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am
Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.
Forderungen und Wertpapiere wurden unter
Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.
Die Steuerrückstellungen beinhalten die das
Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten
Steuern.
Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle
weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden
alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.
Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag
angesetzt.
Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden
Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht
statt.
Angaben zur Bilanz
Anlagespiegel für die einzelnen Posten des
Anlagevermögens
Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der
Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.
|
Anschaffungs-,
Herstellungs-
kosten
01.01.2023
EUR
|
Zugänge
EUR
|
Abgänge
EUR
|
Umbuchungen
EUR
|
Anschaffungs-,
Herstellungs-
kosten
31.12.2023
EUR
|
Anlagevermögen
|
|
|
|
|
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
|
entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
139.929,84
|
118.200,98
|
0,00
|
0,00
|
258.130,82
|
Summe Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
139.929,84
|
118.200,98
|
0,00
|
0,00
|
258.130,82
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
1. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
498.081.750,90
|
4.357.559,29
|
799.285,96
|
0,00
|
501.640.024,23
|
2. andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
7.757.588,01
|
149.260,78
|
88.614,98
|
0,00
|
7.818.233,81
|
3. geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau
|
735.825,11
|
330.833,86
|
0,00
|
0,00
|
1.066.658,97
|
Summe Sachanlagen
|
506.575.164,02
|
4.837.653,93
|
887.900,94
|
0,00
|
510.524.917,01
|
III. Finanzanlagen
|
|
|
|
|
|
1. Anteile an verbundenen
Unternehmen
|
192.000,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
192.000,00
|
2. Beteiligungen
|
19.643.891,35
|
154.579,10
|
75.000,00
|
0,00
|
19.723.470,45
|
3. Ausleihungen an
Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis
besteht
|
585.457,35
|
0,00
|
100.000,00
|
0,00
|
485.457,35
|
Summe Finanzanlagen
|
20.421.348,70
|
154.579,10
|
175.000,00
|
0,00
|
20.400.927,80
|
Summe Anlagevermögen
|
527.136.442,56
|
5.110.434,01
|
1.062.900,94
|
0,00
|
531.183.975,63
|
|
kumulierte
Abschreibung
01.01.2023
EUR
|
Abschreibung
Geschäftsjahr
EUR
|
Abgänge
EUR
|
Umbuchungen
EUR
|
kumulierte
Abschreibung
31.12.2023
EUR
|
Anlagevermögen
|
|
|
|
|
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
|
entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
139.265,84
|
32.628,98
|
0,00
|
0,00
|
171.894,82
|
Summe Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
139.265,84
|
32.628,98
|
0,00
|
0,00
|
171.894,82
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
1. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
186.641.360,34
|
8.405.558,45
|
0,01
|
0,00
|
195.046.918,78
|
2. andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
5.772.901,51
|
538.179,78
|
87.717,98
|
0,00
|
6.223.363,31
|
3. geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
Summe Sachanlagen
|
192.414.261,85
|
8.943.738,23
|
87.717,99
|
0,00
|
201.270.282,09
|
III. Finanzanlagen
|
|
|
|
|
|
1. Anteile an verbundenen
Unternehmen
|
87.637,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
87.637,00
|
2. Beteiligungen
|
4.077.735,61
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
4.077.735,61
|
3. Ausleihungen an
Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis
besteht
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
Summe Finanzanlagen
|
4.165.372,61
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
4.165.372,61
|
Summe Anlagevermögen
|
196.718.900,30
|
8.976.367,21
|
87.717,99
|
0,00
|
205.607.549,52
|
|
Zuschreibung
Geschäftsjahr
EUR
|
Buchwert
Geschäftsjahr
31.12.2023
EUR
|
Buchwert
Vorjahr
31.12.2022
EUR
|
Anlagevermögen
|
|
|
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
0,00
|
86.236,00
|
664,00
|
Summe Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
0,00
|
86.236,00
|
664,00
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
1. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
0,00
|
306.593.105,45
|
311.440.390,56
|
2. andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
0,00
|
1.594.870,50
|
1.984.686,50
|
3. geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau
|
0,00
|
1.066.658,97
|
735.825,11
|
Summe Sachanlagen
|
0,00
|
309.254.634,92
|
314.160.902,17
|
III. Finanzanlagen
|
|
|
|
1. Anteile an verbundenen
Unternehmen
|
0,00
|
104.363,00
|
104.363,00
|
2. Beteiligungen
|
0,00
|
15.645.734,84
|
15.566.155,74
|
3. Ausleihungen an
Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis
besteht
|
0,00
|
485.457,35
|
585.457,35
|
Summe Finanzanlagen
|
0,00
|
16.235.555,19
|
16.255.976,09
|
Summe Anlagevermögen
|
0,00
|
325.576.426,11
|
330.417.542,26
|
Sonstige Vermögensgegenstände
In den Sonstigen Vermögensgegenständen sind
Beträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag
rechtlich entstehen. Dabei handelt es sich um Beträge,
die erst nach dem Bilanzstichtag zu Einnahmen führen,
aber zum Zweck der periodengerechten Gewinnermittlung bereits
zum Bilanzstichtag als Einnahmen erfasst wurden.
Angaben über die Gattung der Aktien
Das Grundkapital von 25.928.100,00 Euro ist eingeteilt
in 25.928.100 Stück Stammaktien zum Nennwert von je 1,00
EUR.
Es handelt sich um Namensaktien.
Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen
Im Posten sonstige Rückstellungen sind die
nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten
enthalten.
· Rückstellungen für
Personalkosten 84.000,00 EUR
· Rückstellungen für
Aufbewahrungspflicht 207.700,00 EUR
· Rückstellung für
Rückbauverpflichtung 250.000,00 EUR
Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5
Jahre und der Sicherungsrechte
Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit
einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt
39.659.311,48 EUR (Vorjahr: 39.263.267,52 EUR).
Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten,
die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert
sind, beträgt 61.608.518,72 EUR (Vorjahr:
59.757.977,06 EUR).
Die nachfolgenden Sicherungsarten und Sicherungsformen
sind mit den Verbindlichkeiten verbunden:
· Grundschulden mit enger
Zweckerklärung
Aufgliederung der Verbindlichkeiten und Sicherungsrechte
mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre
Die nachfolgende Darstellung zeigt Restlaufzeiten und
Sicherungsrechte der in der Bilanz aufgeführten
Verbindlichkeiten.
Art der Verbindlichkeit
|
Restlaufzeit
größer 5 Jahre
|
Sicherung
|
|
|
Betrag
|
Betrag
|
Vermerk
|
|
EUR
|
EUR
|
|
gegenüber
Kreditinstituten
|
35.698.925,22
|
35.698.925,22
|
1
|
gegenüber
Gesellschaftern
|
810.000,00
|
810.000,00
|
1
|
sonstige Verbindlichkeiten
|
3.150.386,26
|
3.150.386,26
|
1
|
davon aus Steuern
|
0,00
|
0,00
|
|
davon im Rahmen
sozialer Sicherheit
|
0,00
|
0,00
|
|
Summe
|
39.659.311,48
|
39.659.311,48
|
|
Die Nummern der Sicherungsvermerke bedeuten:
1 = Pfandrecht an unbeweglichen Sachen 2 = Pfandrecht
an beweglichen Sachen 3 = Pfandrecht an übertragbaren
Rechten 4 = Sicherungsübereignung Vorräte 5 =
Sicherheitsabtretung Forderungen 6 = Eigentumsvorbehalt
Latente Steuern
Der Saldo der latenten Steuern am Ende des
Geschäftsjahres beträgt 42.724.692,70 EUR.
Im Laufe des Geschäftsjahres gab es folgende
Änderungen am Saldo der latenten Steuern:
Passive latente Steuern 31.12. 2022:
43.827.724,72 Erträge aus der Auflösung latenter
Steuern (Netto): 1.103.032,02 Passive latente Steuern 31.12.
2023: 42.724.692,70
Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen
Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten
bestehen in Höhe von 2.437.309,30 EUR sonstige
finanzielle Verpflichtungen.
Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende
Sachverhalte:
· EUR 2.218.321,30 aus (mehrjährigen)
Miet- und Leasingverträgen · EUR 218.988,00
zu erwartende Grunderwerbsteuernachzahlung aufgrund
Umwandlung
Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
Erläuterung der Erträge und Aufwendungen von
außergewöhnlicher Größenordnung
oder
außergewöhnlicher Bedeutung
Bei den Aufwendungen von außergewöhnlicher
Größenordnung oder außergewöhnlicher
Bedeutung handelt es sich in Betrag und Art im Einzelnen um:
· EUR 600.000,00 Erträge aus Anteilen
an Kapitalgesellschaften · EUR 1.107.120,50
Erträge aus der Auflösung passiv latente Steuern
Angaben in Fortführung des Jahresergebnisses
In Fortführung des Jahresergebnisses erfolgt die
nachfolgende Darstellung:
Posten der Ergebnisverwendung
|
Betrag
|
|
EUR
|
-
Jahresüberschuss
|
3.613.086,32
|
-
Einstellungen in die anderen Gewinnrücklagen
|
1.806.543,16
|
= Bilanzgewinn
|
1.806.543,16
|
Der Jahresüberschuss beträgt
3.613.086,32 EUR. Dieser wird gemäß Satzung
zur Hälfte in die anderen Gewinnrücklagen
eingestellt. Somit errechnet sich ein Bilanzgewinn von
1.806.543,16 EUR.
Sonstige Angaben
Durchschnittliche Zahl der während des
Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer
Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren
während des Geschäftsjahres im Unternehmen
beschäftigt:
Arbeitnehmergruppen
|
|
Zahl
|
Arbeiter
|
|
0
|
Angestellte
|
|
30
|
leitende Angestellte
|
|
2
|
Die Gesamtzahl der
durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer
beträgt damit
|
32
|
|
vollzeitbeschäftigte
Mitarbeiter
|
|
24
|
teilzeitbeschäftigte
Mitarbeiter
|
|
8
|
Auszubildende (nicht in
Gesamtzahl enthalten)
|
|
5
|
Namen der Mitglieder des Vorstands und des
Aufsichtsrats
Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs
gehörten die folgenden Personen dem Vorstand an:
Michaela Neuner
|
ausgeübter Beruf:
|
Kauffrau
|
Panya Weckerlein
|
ausgeübter Beruf:
|
Kauffrau
|
Dem Aufsichtsrat gehörten folgende Personen an:
Hans Rudolf Wöhrl
(bis 23.06.2023)
|
ausgeübter Beruf:
|
Unternehmer
|
Victoria Florence Fritsch
|
ausgeübter Beruf:
|
Unternehmerin
|
Olivier Wöhrl
|
ausgeübter Beruf:
|
Unternehmer
|
Christian Rudolf Greiner
|
ausgeübter Beruf:
|
Unternehmer
|
Alexandra Stefanie
Wöhrl-Oncken
|
ausgeübter Beruf:
|
Unternehmerin
|
Alexander Hans Rudolf
Wöhrl
|
ausgeübter Beruf:
|
Unternehmer
|
Der Vorsitzende des Aufsichtsrates war im
Geschäftsjahr Herr Hans Rudolf Wöhrl (bis
23.06.2023) und Frau Victoria Fritsch (ab 24.06.2023). Der
stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats war Herr
Olivier Wöhrl (bis 23.06.2023) und Herr Alexander
Wöhrl (ab 24.06.2023).
Inanspruchnahme der Schutzklausel nach § 286 Nr. 4
HGB
Gemäß § 286 Nr. 4 HGB unterbleiben die
Angaben zu den Organbezügen der Gesellschaft.
Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen
von mind. 20 Prozent der Anteile
Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über
nachstehende Unternehmen berichtet:
Firmenname / Sitz
|
Anteilshöhe
|
Jahresergebnis
|
Eigenkapital
|
|
|
EUR
|
EUR
|
TETRIS Holding GmbH,
Reichenschwand
|
100,00%
|
-14.570,70
|
506.823,12
|
CENTRA Park- und Garagen
Beteiligungs GmbH, Nbg*
|
50,00%
|
2.780,26
|
70.442,23
|
CENTRA Park- und Garagen
GmbH & Co. KG, Nbg*
|
50,00%
|
14.206,71
|
9.000.000,00
|
Metropol Medical Center
GmbH, Nürnberg
|
100,00%
|
778.156,43
|
5.230.271,06
|
WSL Marketing und
Vertriebs GmbH, Wien
|
100,00%
|
-8.254,38
|
9.397,08
|
TETRIS International GmbH
|
100,00%
|
-1.677,40
|
35.229,44
|
TETRIS Grundbesitz
Beteiligungsgesellschaft mbH
|
100,00%
|
-2.472,15
|
40.014,10
|
*
Zahlen per 31.12.2022, da der JA per 31.12.2023 noch nicht
vorliegt.
Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung
Der Jahresüberschuss beträgt 3.613.086,32
EUR. Der Vorstand schlägt dem Aufsichtsrat
satzungsgemäße Verwendung des
Jahresüberschusses vor:
Die Hälfte des Jahresüberschusses i.H.v.
1.806.543,16 EUR wird in die anderen Gewinnrücklagen
eingestellt. Zur Ausschüttung an die Aktionäre ist
ein Betrag i.H.v. 1.806.543,16 EUR vorgehesen.
Unterschrift des Vorstands
Reichenschwand, den 27.
März 2024
Michaela
Neuner (Vorstand)
Panya
Weckerlein (Vorstand)
Bericht
des Aufsichtsrats
Bericht des Aufsichtsrates der TETRIS Grundbesitz AG
2023 war erneut ein herausforderndes Jahr. Die
Welleneffekte der weltweiten Krisen, anhaltende Inflation,
sowie die, besonders zu Beginn des Jahres, rasant
ansteigenden Zinsen, sorgten für große
Verunsicherung.
Der Immobilienmarkt erfuhr nach Jahren der zum Teil
exorbitanten Preissteigerungen, eine harte Kurskorrektur.
Selbst Schwergewichte der Branche gerieten in prekäre
Schieflagen oder schlitterten gar in die Insolvenz. Für
die TETRIS Grundbesitz AG bestätigte sich einmal mehr
die konservative Strategie. Das stetige Investieren in den
Erhalt und den graduellen Ausbau der akkumulierten
immateriellen und materiellen Werte, sowie die
Branchendiversifikation im Mietergefüge, bewährten
sich auch dieses Jahr. Aus einer stabilen Position heraus war
es möglich, beobachtend, abwartend und rational in einem
Umfeld zu agieren, welches geprägt war von Ungewissheit
und nervösem Handeln.
Der Aufsichtsrat beschäftigte sich auch in diesem
Geschäftsjahr 2023 eingehend mit der aktuellen
Entwicklung und den strategischen Zielen des Unternehmens und
seiner Tochtergesellschaften. Seine beratende,
kontrollierende und überwachende Funktion gegenüber
dem Vorstand übte er sehr sorgfältig und
gewissenhaft aus. In vier Sitzungen hat der Aufsichtsrat mit
dem Vorstand Fragen der Unternehmensführung und
-planung, der Risikolage und des Risikomanagements
erörtert und beraten. An den Sitzungen nahmen alle
amtierenden Aufsichtsratsmitglieder sowie die Mitglieder des
Vorstands teil. Wo erforderlich oder sachgerecht, tagte der
Aufsichtsrat ohne den Vorstand. Die Sitzungen im Gremium
fanden in Präsenz und zum Teil unter Beiladung von
Gästen statt. An der Bilanzsitzung nach § 171 Abs.
1 AktG am 13.05.2024 nahm auch der Abschlussprüfer, Herr
Grünbaum von der UNION AG, teil.
Eine wesentliche Grundlage der
Aufsichtsratstätigkeit bildeten die mündlichen und
schriftlichen Berichte des Vorstands im Sinne des § 90
AktG. Dementsprechend wurde der Aufsichtsrat vom Vorstand
regelmäßig und umfassend innerhalb und
außerhalb von Sitzungen des Aufsichtsrats über
sämtliche Entwicklungen der Gesellschaft und der
Tochterunternehmen sowohl mündlich als auch schriftlich
informiert. So wurde eine unmittelbare und vollständige
Berichterstattung über sämtliche für die
Gesellschaft und ihre Tochterunternehmen relevanten
Entwicklungen und Belange gewährleistet.
Die Berichterstattung bezog sich hauptsächlich auf
die Geschäftspolitik sowie grundsätzliche Fragen
der Unternehmensplanung, die Rentabilität der
Gesellschaft, die laufende Geschäftsentwicklung, die
internen Kontrollsysteme, Compliance, Investitions- und
Desinvestitionsentscheidungen sowie Geschäfte von
vorrangiger Bedeutung für die Rentabilität und
Liquidität der TETRIS Grundbesitz AG.
Weiterhin wurde der Aufsichtsrat in alle bedeutenden
strategischen Unternehmens-entscheidungen einbezogen. Diese
wurden ausführlich besprochen, sorgfältig
geprüft und, soweit erforderlich, genehmigt. In
Ausübung seiner Kontrollfunktion hat sich der
Aufsichtsrat von der Rechtmäßigkeit und der
Ordnungsmäßigkeit der Unternehmensführung
durch den Vorstand überzeugen können.
Aufsichtsrat und Vorstand waren auch hinsichtlich der
Bewertung von Chancen und Risiken des Unternehmens in
stetigem Austausch. Insbesondere informierte der Vorstand den
Aufsichtsrat über mögliche oder eingetretene
Risikoszenarien. In gemeinsamen Beratungen wurden dazu
Lösungen erarbeitet. Cybersicherheit und die
Implikationen des ESG Regelwerks für die personelle,
strukturelle und energetische Entwicklung der TETRIS
Grundbesitz AG und ihres Portfolios, waren hier vorrangige
Themen. Um fortan u.a. ein zeitgemäßes Heben bzw.
Aushebeln der, in Anbetracht der gesetzlichen
Nachhaltigkeitsdynamik, im Portfolio enthaltenen Potentiale
und Risiken zu gewährleisten, wurde eine Matrix
erarbeitet, welche detaillierte Objekt BWAs ermöglicht.
Der Vorstand besprach mit dem Aufsichtsrat auch die
Auswirkungen der nationalen und internationalen politischen
Lage, der hohen Inflation sowie der Wetterextreme auf die
Mieter, Dienstleister und die Kostenentwicklung.
Darüber hinaus machten sich Mitglieder des
Aufsichtsrates regelmäßig ein Bild vom Portfolio
der TETRIS Grundbesitz AG an den einzelnen Standorten und
nahmen an Besichtigungen angebotener Immobilien
persönlich teil.
Im Vorstand der TETRIS Grundbesitz AG gab es im
Geschäftsjahr 2023 keine personellen Veränderungen.
Beanstandungen der Vorstandstätigkeit ergaben sich
nicht.
Tagesaktuelle Themen wurden in kurzfristig anberaumten
Telefonaten mit einzelnen Mitgliedern des Aufsichtsrats,
insbesondere dem Aufsichtsratsvorsitzenden, erörtert.
Auch die alle zwei Monate stattfindenden Jour-fixes
unterstützen die Aktualität des Austausches. Der
Aufsichtsrat war an diesen meist vollzählig anwesend
oder online zugeschaltet.
Mögliche auftretende Interessenkonflikte wurden
von den Aufsichtsratsmitgliedern gegenüber dem
Aufsichtsratsvorsitzenden offengelegt. In der Regel
führte dies zu einer Nichtbeteiligung des betroffenen
Aufsichtsratsmitglieds an der Diskussion und der Abstimmung
über den, den Interessenskonflikt auslösenden
Tagungsgegenstand. Aufgrund der familiären Strukturen
innerhalb der TETRIS Grundbesitz AG wurden diese
Interessenkonflikte mit besonderer Sorgfalt behandelt,
offengelegt und das Diskussions- und Abstimmverhalten
entsprechend strikt eingehalten.
Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 sowie der
Lagebericht sind unter Einbeziehung der Buchführung von
der zum Abschlussprüfer gewählten UNION AG,
Bayreuth, Herrn Grünbaum, geprüft und mit dem
uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen
worden.
Allen Mitgliedern des Aufsichtsrates lagen
sämtliche Abschlussunterlagen und Prüfungsberichte
rechtzeitig vor der Bilanzsitzung des Aufsichtsrates am
13.05.2024 vor und wurden von diesen sorgfältig
geprüft. Die Ergebnisse der Prüfung wurden vom
gesamten Aufsichtsrat mit dem Abschlussprüfer intensiv
beraten.
In dieser Sitzung berichtete der Abschlussprüfer
auch über Umfang und Schwerpunkte der
Abschlussprüfung. Er bestätigte noch einmal die
Unabhängigkeit und berichtete über die
Nichtprüfungsleistungen. Sowohl der Vorstand als auch
die Abschlussprüfer haben dem Aufsichtsrat alle Fragen
zu den Rechnungslegungsunterlagen umfassend und
zufriedenstellend beantwortet.
Der Aufsichtsrat stimmte dem Ergebnis der
Prüfungen durch den Abschlussprüfer in der Sitzung
zu. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen
Prüfung waren keine Einwendungen gegen den
Jahresabschluss und den Lagebericht zu erheben.
Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten
Jahresabschluss 2023 der TETRIS Grundbesitz AG einstimmig
gebilligt; der Jahresabschluss ist damit festgestellt.
Die gute Performance der Tochtergesellschaften, die
weitestgehende Rückkehr zu regulären Mieten, die
Effekte von Indexierung, Nebenkostenvereinbarungen und
geringfügigen Veräußerungen, ermöglichte
ein erfreulich positives Ergebnis.
Hierfür spricht der Aufsichtsrat dem Vorstand
sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, der TETRIS
Grundbesitz AG seine Anerkennung und Lob aus. Der
Aufsichtsrat dankt für die im Jahr 2023 bewiesene
Leistungsbereitschaft und das große persönliche
Engagement aller an diesem guten Ergebnis beteiligten. Die
Zuarbeit war beständig hochwertig und die Zusammenarbeit
stets transparent und von vertrauensvoller Offenheit. Dies
gilt uneingeschränkt auch für unseren Berater,
Herrn Hans Rudolf Wöhrl. Der Aufsichtsrat dankt für
die von Expertise, Weitsicht und konstruktiv kritischen
Denkimpulsen geprägte Beratung.
Reichenschwand, im Mai
2024
Victoria
Fritsch
Vorsitzende des Aufsichtsrats
sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 28.06.2024 festgestellt.
BESTÄTIGUNGSVERMERK
DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
An die TETRIS Grundbesitz AG, Reichenschwand
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der TETRIS Grundbesitz
AG, Reichenschwand - bestehend aus der Bilanz zum 31.
Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für
das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31.
Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der
Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden -
geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht
der TETRIS Grundbesitz AG für das Geschäftsjahr vom
1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen,
für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum
31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember
2023 und · vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser
Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht
den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3
Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung
zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit
des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und
des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317
HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung
der International Standards on Auditing (ISA)
durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen
Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt
"Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts"
unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.
Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in
Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und
berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen
deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen
Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die
von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und
geeignet sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht
zu dienen.
Hinweis auf einen sonstigen Sachverhalt
Beschreibung des Sachverhalts in Übereinstimmung
mit IDW PS 406 n.F. Tz. A16: Wir weisen darauf hin, dass im
Vorjahr die Jahresabschlussprüfung durch einen anderen
Prüfer durchgeführt wurde.
Unser Prüfungsurteil im Hinblick auf die
Vorjahreswerte im Jahresabschluss ist nicht modifiziert.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des
Aufsichtsrates für den Jahresabschluss und den
Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für
die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen,
für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und
dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner
sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die
internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung
und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben
sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern
einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie
dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der
insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft
vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem
Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen
Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der
zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner
sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die
Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als
notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines
Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden
deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und
um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die
Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der
Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen
mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung
gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen
gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend
darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen,
der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum
Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung
der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter
ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte
Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets
aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen
Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als
wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet
werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf
der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts
getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifizieren und beurteilen wir
die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im
Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen
Handlungen oder Irrtümern, planen und führen
Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch
sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und
geeignet sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen
Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen
nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass
aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen
kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte
Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen
bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen
beinhalten können.
· gewinnen wir ein Verständnis
von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses
relevanten internen Kontrollsystem und den für die
Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die
unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch
nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit
dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit
der von den gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den
gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte
und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen
über die Angemessenheit des von den gesetzlichen
Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf
der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine
wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder
Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir
zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk
auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im
Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben
unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu
modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der
Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks
erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse
oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass
die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr
fortführen kann.
· beurteilen wir Darstellung, Aufbau
und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt
einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss
die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und
Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter
Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft
vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der
Lage der Gesellschaft.
· führen wir
Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen
Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im
Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter
Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die
den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen
Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und
beurteilen die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden
Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches
unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse
wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit den für die Überwachung
Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die
Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame
Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger
bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir
während unserer Prüfung feststellen.
Bayreuth, 8. Mai 2024
UNION
AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Dipl.-Kfm.
Hubert E. GrünbaumW
irtschaftsprüfer
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