proRZ Rechenzentrumsbau GmbHLiquidiert

57584 Wallmenroth, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Montabaur HRB 7625
Eingetragen
24.2.2005
Branche
BeteiligungsgesellschaftenKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenBauträger für andere Gebäude und Bauwerke
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Vermarktung von Infrastrukturlösungen, Infrastrukturkomponenten sowie Dienstleistungen für Server- und Rechenzentrumsstandorte. Das Unternehmen fungiert in der Regel als Generalübernehmer für die Planung und Umsetzung der oben beschriebenen Leistungen. Die Gesellschaft darf andere Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art erwerben, vertreten oder sich an solchen Unternehmen beteiligen. Sie darf Zweigniederlassungen im In- und Ausland errichten. Die Gesellschaft darf alle Geschäfte vornehmen, die der Erreichung und Förderung des Gesellschaftszweckes dienlich sein können.

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Sting
seit 21.6.2005
Geschäftsführer
Ralf Siefen
seit 21.6.2005
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

proRZ Rechenzentrumsbau GmbH

Wallmenroth

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015

der proRZ Rechenzentrumsbau GmbH

A. Darstellung des Geschäftsverlaufs 2015

1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Die Leistungserbringung der proRZ Rechenzentrumsbau GmbH konzentriert sich im Wesentlichen auf den deutschen Markt. Neben einer guten allgemeinen Konjunkturentwicklung ist dabei insbesondere die Entwicklung des speziellen Marktsegmentes "Rechenzentrumsinfrastrukturen" von besonderer Bedeutung.

Deutschland hat seine führende Position als Rechenzentrumsstandort in Europa im Jahr 2015 gefestigt. Auf fast 900 Millionen Euro beliefen sich hierzulande im vergangenen Jahr die Investitionen für den Neubau und die Modernisierung der Rechenzentrums-Infrastruktur, ein Plus von ca. zehn Prozent.

Eine aktuelle Analyse des Borderstep Instituts und eine Studie des Bundeswirtschaftsministeriums zum Energiebedarf der IKT untermauern, dass Deutschland im europäischen Vergleich den größten Rechenzentrumsmarkt mit einem Anteil von etwa 25 Prozent an den europäischen RZ-Kapazitäten darstellt. Das Vereinigte Königreich (Anteil 22 Prozent) und Frankreich (Anteil 15 Prozent) folgen auf Rang zwei und drei. Auf dem vierten Rang befinden sich die Niederlande, bei denen in den vergangenen Jahren die Rechenzentrumskapazitäten mit jährlich ca. 16 Prozent besonders stark zugenommen haben.

Der wesentliche Grund für das ungemein hohe Wachstum, das sich in den nächsten Jahren nachhaltig und ungebremst fortsetzen dürfte, ist natürlich die ständig zunehmende Bedeutung der IT für alle Lebensbereiche. Beispiele hierfür sind die zunehmende Verbreitung von mobilen Internetgeräten wie Smartphones und Tablets, Trends wie Cloud Computing und Big Data sowie natürlich der weltweit vernetzte, sich ständig ausweitende Online-Handel und die Online-Unterhaltung.

Deutschland als Zukunftsstandort für IT-Infrastrukturen hat insbesondere auch von den Diskussionen um Datenschutz und Datensicherheit, die sich durch die NSA-Affäre noch dramatisch verschärft haben, eindeutig profitiert. Deutsche Unternehmen legen heute noch mehr Wert darauf, dass Unternehmensdaten in Deutschland gespeichert und verarbeitet werden. Laut einer entsprechenden Studie der Bitkom ist es für drei Viertel der Unternehmen bei der Nutzung von Cloud-Diensten ein Muss, dass der Anbieter seine Rechenzentren und seinen Hauptsitz in Deutschland hat. Es ist daher zu erwarten, dass sich der Trend einer Standortwahl für Rechenzentren in Deutschland durch das Urteil des EU-Gerichtshofes zu Safe Harbor noch einmal verstärkt. Der Richterspruch erklärte die Regelung zum Austausch von Daten zwischen den USA und der EU für ungültig.

Voraussichtlich ab 2018 soll eine neue Datenschutzrichtlinie in Kraft treten und den Umgang mit personenbezogenen Daten europaweit vereinheitlichen. Das Statistische Bundesamt beziffert die Kosten der Umstellung für die deutsche Wirtschaft auf eine Summe zwischen 523 Millionen und 1,23 Milliarden Euro, während die jährlichen Mehrkosten bei 1,1 und 2,73 Milliarden Euro liegen dürften. Europäische Unternehmen müssen sich daher künftig auf einen im Hinblick auf den Datenschutz vereinheitlichten EU-Binnenmarkt mit wesentlich verschärften Auflagen einstellen.

Als Nebeneffekt der neuen rechtlichen Rahmenbedingungen in Europa und vor allem auch in Deutschland sowie nicht zuletzt auf Grund der hohen Kapitalanforderungen für die entsprechenden zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen, müssen die neuen IT-Infrastrukturen noch professioneller geplant und betrieben werden - ein großer Vorteil für entsprechend vorbereitete Anbieter für derartige Leistungen wie die der proRZ Rechenzentrumsbau GmbH.

Die proRZ Rechenzentrumsbau GmbH konzentriert sich insbesondere auf das Marktsegment größerer mittelständischer Unternehmen mit einem hohen Bedarf an sicheren und qualitativ hochwertigen IT-Infrastrukturen. Der Fokus liegt auf unabhängigen, interdisziplinären und herstellerneutralen Planungen und Realisierungen von Rechenzentren auf der Basis schlüsselfertiger Generalunternehmerschaften mit folgenden Kernkompetenzen:

Entwicklung und Umsetzung von professionellen und ganzheitlichen Konzepten für einen sicheren, kontinuierlichen und wirtschaftlichen Rechenzentrumsbetrieb

Erarbeitung bedarfsgerechter Komplettlösungen für die physikalische Infrastruktur von IT-Standorten im Sinne eines interdisziplinären Gesamtkonzeptes

Intelligente, problemspezifische "Verheiratung" aller relevanten Bausteine zu einer ganzheitlichen, hochverfügbaren und vor allem auch wirtschaftlichen IT-Infrastruktur

Steigerung der Sicherheit und Wirtschaftlichkeit durch eine Minimierung der Risiken für IT-Standorte

2. Umsatz und Auftragsabwicklung

Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte eine sehr positive Entwicklung verzeichnet werden. Der proRZ Rechenzentrumsbau GmbH ist der Abschluss eines Großprojektes mit einem Auftragswert von TEUR 14.350 gelungen. Dieses Projekt wird im Jahr 2016 abgeschlossen und zu einem Rekordergebnis führen.

Mit TEUR 22.426 lag die Gesamtleistung um TEUR 4.250 unter dem Vorjahr. Zu berücksichtigen ist dabei aber, dass verschiedene Großprojekte erst im Jahr 2016 fertiggestellt werden. Aufgrund der handelsrechtlichen "completed contract Methode" erfolgt die Gewinnrealisierung aus diesen Projekten mit der Fertigstellung im Jahr 2016.

Der Auftragseingang 2015 wuchs insbesondere auch aufgrund der oben genannten Großprojekte auf TEUR 36.981. Das entspricht einer Steigerung gegenüber dem Geschäftsjahr 2014 von TEUR 10.477 bzw. 40%.

Der Auftragsbestand verbesserte sich ebenfalls und lag am 31.12.2015 bei TEUR 17.606. Das entspricht einer Steigerung gegenüber dem 31.12.2014 um TEUR 4.847 bzw. 38%.

3. Geschäftsergebnis

Das Geschäftsergebnis ist im Jahr 2015 unter den oben genannten Sondereffekten aufgrund der erwähnten Großprojekte zu sehen. Die handelsrechtliche Bilanzierung von langfristigen Projekten nach der "completed contract Methode" kann zu erheblichen Ergebnisschwankungen zwischen zwei Geschäftsjahren führen. Bei einer Projektbewertung nach internationalen Rechnungslegung (IAS11) wäre die Gesamtleistung der proRZ Rechenzentrumsbau GmbH um rund 1 Mio. € höher.

Das Rohergebnis beträgt TEUR 6.599 gegenüber TEUR 7.898 im Vorjahr. Das Ergebnis vor Steuern beläuft sich auf nur TEUR 55 gegenüber TEUR 1.422 im Vorjahr, bedingt durch den oben angesprochenen Sondereffekt. Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2015 beträgt TEUR 10.

4. Beschaffung

Aufgrund einer organisatorischen Umstellung wurden zu Beginn des Jahres alle kaufmännischen Ressourcen der verschiedenen Tochtergesellschaften in die Unternehmensgruppe und Holding DC-Datacenter-Group GmbH transferiert. Dies führte dazu, dass auch die gesamte Beschaffung ab dem Jahr 2015 zentral organisiert ist und als Dienstleister für alle Tochtergesellschaften fungiert. Die entsprechenden Aufwendungen werden über eine Umlage finanziert.

Der Fokus im Bereich Einkauf für die proRZ Rechenzentrumsbau GmbH im Jahr 2015 lag insbesondere auf einer optimalen Beschaffung für ein Großprojekt, um den Rohertrag bestmöglich zu gestalten. Es zeichnet sich zudem jetzt schon ab, dass das in der Einführung befindliche neue ERP-System im Jahr 2016 zu weiteren Optimierungen des Beschaffungsprozesses und in der Folge zu weiteren Einsparungen führen wird.

Das in der DC-Datacenter-Group GmbH für die proRZ Rechenzentrumsbau GmbH verantwortliche Team im Einkauf wurde weiterhin konsequent in den gesamten Projektabwicklungsprozess mit eingebunden. Als Instrument werden vor allem jährliche Lieferantenbewertungen und Reviews mit den wichtigsten Beschaffungspartnern durchgeführt. Zudem wurde das Team durch die Einstellung eines erfahrenen Projekteinkäufers verstärkt.

5. Investitionen

Im Geschäftsjahr 2015 wurden TEUR 35 in Sachanlagen investiert. Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen beliefen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 37.

Aus gruppenstrategischen Gründen erfolgen die Investitionen weitestgehend in der Holding und werden wie das neue ERP-System über Umlagen refinanziert.

6. Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben

Die proRZ Rechenzentrumsbau GmbH verfügt über ausreichende Guthaben bzw. Kontokorrentlinien bei Kreditinstituten. Die Projekte werden zum großen Teil über Kundenanzahlungen finanziert.

7. Personal- und Sozialbereich

Am Bilanzstichtag waren im Unternehmen 62 Mitarbeiter beschäftigt. Der Personalstand stellte sich wie folgt dar:

2015 2014
Geschäftsführer 2 2
Kfm. und technische Angestellte 46 55
Gewerbliche Arbeitnehmer 4 7
Auszubildende 5 5
Aushilfen 5 7

Die Regelarbeitszeit beträgt 40 Stunden pro Woche. Die Vergütung der Angestellten erfolgt durch feste Monatsgehaltszahlungen.

Der Arbeitsschutz obliegt der VBG Körperschaft des öffentlichen Rechts, Berlin.

8. Sonstige wichtige Ereignisse und Entwicklungen im Geschäftsjahr

Im Geschäftsjahr 2015 wurde die Marktposition der proRZ Rechenzentrumsbau GmbH deutlich verbessert. Hierzu hat insbesondere auch der Abschluss eines Großprojektes beigetragen, der sich aufgrund der überaus positiven Reputation auch in den kommenden Jahren als richtungsweisend herausstellen dürfte. Die proRZ Rechenzentrumsbau GmbH hat sich auf ihrem Weg hin zum führenden Planungs- und Generalunternehmen für komplexe IT-Infrastrukturprojekte mit Höchstverfügbarkeitsanspruch im Marktsegment des gehobenen Mittelstandes deutlich und nachhaltig weiterentwickelt.

Als markante Beispiele sind die Planungen sowie Neu- und Umbauten für die folgenden Rechenzentrumsneubauten in Deutschland zu nennen, die nicht nur den höchsten Sicherheitslevel erreichen, sondern vor allem auch neue Maßstäbe in Bezug auf die Effizienz der Versorgungstechnik (Energieeffizienz, Klimatisierung) setzen:

EDEKA: Neubau Rechenzentren in Würzburg

BMW: Consulting: Analyse der Konzernrechenzentren

TMR / Stadtwerke Herne: Neubau zentrales Rechenzentrum

Telefonicá: Neubau Test-Lab in Hamburg

QITS GmbH Neubau zentrales Hochsicherheitsrechenzentrum in Ratingen

Ein weiterer wichtiger Schritt in der Entwicklung der proRZ Rechenzentrumsbau GmbH war im Jahr 2015 die Markteinführung des neuen DC-ITSafes sowie der stabile Fokus auf das Thema Energieeffizienz. Gerade das Geschäftsfeld der Optimierung von energetisch ineffizienten IT-Infrastrukturen wird in den nächsten Jahren eine übergeordnet große Bedeutung haben. Insofern stellen die erheblichen Investitionen in entsprechende Geschäftsstrukturen, den Personalaufbau mit hochqualifizierten Spezialisten sowie in die Entwicklung hochmoderner Analyseinstrumente einen wichtigen Schritt für die zukünftige Unternehmensentwicklung dar.

9. Umweltschutz

Das Thema Energieeffizienz wird die Planung von IT-Infrastrukturen zukünftig wesentlich beeinflussen, da auf diesem Gebiet erhebliche Verbesserungspotentiale möglich sind. Die proRZ Rechenzentrumsbau GmbH arbeitet ständig an optimierten Energieversorgungs- und Klimatisierungskonzepten und der daraus resultierenden nachhaltigen Optimierung für Rechenzentren.

Gemeinsam mit der Schwestergesellschaft RZ-Products GmbH und in enger Abstimmung mit dem Bundesumweltministerium haben wir ein neues Energieeffizienz-Monitoring-Konzept entwickelt, welches die Zertifizierung von IT-Infrastrukturen im Rahmen der "Blauer-Engel-Initiative" unterstützt.

B. Darstellung der Lage

1. Vermögenslage

Die Bilanzsumme belief sich im Geschäftsjahr 2015 auf TEUR 22.410 und erhöhte sich damit im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 12.569) deutlich, im Wesentlichen bedingt durch den Anstieg der Kassenbestände aufgrund von Kundenanzahlungen sowie der Vorräte auf der Aktivseite und der Rückstellungen und der erhaltenen Anzahlungen auf der Passivseite.

Das Eigenkapital beträgt TEUR 2.466 gegenüber TEUR 2.456 im Vorjahr. Das Unternehmen ist mit einer Eigenkapitalquote, dem Grad der wirtschaftlichen und finanziellen Stabilität des Unternehmens, von 11% (Vorjahr 20%) ausgestattet. Aufgrund des deutlichen Anstiegs der Bilanzsumme ist die Eigenkapitalquote im Vergleich zum Vorjahr gesunken.

Gemessen an der Bilanzsumme beträgt der Anteil des Anlagevermögens 1%, der Anteil der flüssigen Mittel 24% und der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände 26%.

2. Finanzlage

Die Gesellschaft verfügt über eine gesicherte Finanzstruktur, eine jederzeit ausreichende Liquidität und damit über eine kontinuierlich gesicherte Zahlungsbereitschaft.

Im Jahr 2015 entwickelte sich der Cashflow positiv. Die flüssigen Mittel betragen TEUR 5.317 und erhöhten sich um TEUR 2.837 gegenüber dem Vorjahr.

3. Ertragslage

Die Ertragslage der Gesellschaft hat unsere Erwartungen nicht erfüllt. Zu berücksichtigen sind hierbei aber die Sondereffekte von einigen großen Projekten, die den gesamten Geschäftsumfang dominieren, sich aber ertragsmäßig erst im Geschäftsjahr 2016 positiv auswirken werden.

Die Gesamtleistung reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 4.250 auf TEUR 22.426. Als Folge daraus reduzierte sich das Rohergebnis um TEUR 1.299 auf TEUR 6.599.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beläuft sich auf TEUR 55 und liegt TEUR 1.367 unter dem Vorjahr.

4. Analyse des Geschäftsverlaufs und der Lage der Gesellschaft

Die proRZ Rechenzentrumsbau GmbH verzeichnete auch im Geschäftsjahr 2015 eine weiterhin positive Geschäftsentwicklung. Die verschlechterte Ertragslage lässt sich durch die Dominanz einiger großer Projekte relativieren, die erst im Geschäftsjahr 2016 abgeschlossen werden können und sich daher erst mit Verzögerung auf die Ertragslage auswirken werden. Der erfolgreiche Abschluss dieser Großprojekte hat aber nicht nur die Reputation im spezifischen Geschäftsfeld nachhaltig erhöht, sondern zudem für einen Rekordauftragseingang gesorgt!

5. Ertragslage

Das Ergebnis der proRZ Rechenzentrumsbau GmbH nach Steuern stellt sich wie folgt dar:

2015
TEUR
2014
TEUR
Jahresüberschuss 10 976
2015
TEUR
2014
TEUR
Rohergebnis 6.599 7.898
2015
TEUR
2014
TEUR
EBIDTA-Ergebnis 159 1.563
2015
TEUR
2014
TEUR
Umsatzergebnis 20.960 26.644
2015
TEUR
2014
TEUR
Auftragseingangsergebnis 36.981 26.972

C. Beurteilung und Erläuterung der voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

Die Konjunktur in Deutschland hat sich in den ersten Monaten des Jahres 2016 stabil weiterentwickelt und sogar nochmals deutlich an Fahrt aufgenommen. Die stärksten Impulse gehen dabei erneut von den binnenwirtschaftlichen Kräften aus. Diese positive Grundtendenz wirkt sich nach den bisherigen Erfahrungen der proRZ Rechenzentrumsbau GmbH in den ersten Monaten des neuen Geschäftsjahres auch günstig auf das grundsätzliche Investitionsverhalten im relevanten Marktsegment aus.

Da in dem Geschäftsfeld "Rechenzentrumsinfrastrukturen" insbesondere auch der Nutzen "Sicherheit und Verfügbarkeit" ein wichtige Rolle einnimmt, könnten sich auch die zunehmenden Konflikte und allgemeinen Sicherheitsrisiken überraschenderweise gegen den allgemeinen Trend positiv auf die Rahmenbedingungen für die proRZ Rechenzentrumsbau GmbH auswirken. Dennoch wird eine Stärkung der Investitionstätigkeit und Innovationskraft am deutschen Standort durch die Wirtschaftspolitik der Bundesregierung wichtig sein. Der Standort Deutschland wird speziell in Bezug auf IT-Infrastrukturen durch stabile Rahmenbedingungen gestärkt. Hier ist vorrangig und beispielhaft das neue IT-Sicherheitsgesetz zu nennen. Der sich abzeichnende BREXIT wird sich gerade in Bezug auf diese positiven Rahmenbedingungen günstig auswirken und mit großer Wahrscheinlichkeit zu Verlagerungen von IT-Standorten nach Deutschland führen.

Die IT-Infrastrukturen der öffentlichen Institutionen sind durchgängig wenig effizient und entsprechen in Großteilen nicht den vom Staat selber definierten Sicherheitsmaßstäben - siehe hierzu die einschlägigen Ausführungen des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnologie [BSI]. Die proRZ Rechenzentrumsbau GmbH sieht hier große Chancen, wenn der diesbezügliche Investitionsstau bei den öffentlichen Auftraggebern in den nächsten Jahren hier notgedrungen aufgelöst werden muss. Dementsprechend werden auch die zielgerichteten Marketing- und Vertriebsaktivitäten ausgerichtet, belegt u.a. durch die Einstellung eines Vertriebsspezialisten für dieses Marktsegment zum 01.07.2016.

Die Marktposition der proRZ Rechenzentrumsbau GmbH hat sich in den letzten Jahren durchgängig verbessert. Die im Rahmen von wichtigen Referenzprojekten belegte Zunahme an technischer Lösungskompetenz wirkt sich weiterhin äußerst positiv auf die Akquise neuer Projekte aus. Zudem ist der Optimierungsbedarf deutscher IT-Infrastrukturen nach wie vor groß, unterstützt durch richtungsweisende neue Rahmenbedingungen, wie das im Jahr 2015 in Kraft getretene neue deutsche IT-Sicherheitsgesetz.

Die aktuellen Markt- und Geschäftsdaten sowie die eindeutigen Entwicklungen bei den Rahmenbedingungen für physikalischen IT - Infrastrukturen rechtfertigen somit auch weiterhin optimistische Marktprognosen durch die Wahrnehmung folgender Chancen:

Wachsende Bedeutung (Sensibilität der Anwender) des Produktionsfaktors IT,

Verschärfte Rechtssituation ( u.a. bedingt durch das neue IT-Sicherheitsgesetz) in Bezug auf IT-Sicherheitsmaßnahmen (Datenschutz, Verfügbarkeitsziele, Risikomanagement),

Zunehmender Druck durch externe Bewertungen (u.a. Banken, Versicherungen, Wirtschaftsprüfer sowie das neue IT-Sicherheitsgesetz),

Erheblicher Investitionsstau / Konsolidierungsbedarf in Bezug auf effiziente, wirtschaftliche und sichere IT - Infrastrukturen - insbesondere bei öffentlichen Auftraggebern,

Große Einsparungspotenziale durch Investitionen in energieeffizientere Systeme und Anlagen.

Neben den aufgezeigten Chancen sind aber auch folgende Risiken zu beachten:

Die größte Herausforderung ist weiterhin der latente Fachkräftemangel. Am Standort Wallmenroth sind trotz mehrjähriger Suche geeignete Elektro-, Energie- und Klimaplaner nur sehr schwer zu finden. Die proRZ Rechenzentrumsbau GmbH hat daher zur Minderung dieses Problems ein Programm für ein "Duales Studium" entwickelt, an dem aktuell zwei Nachwuchskräfte teilnehmen. Zudem wurde die Anzahl der Auszubildenden erhöht.

Die zunehmende Anfrage und die Bearbeitung von Großprojekten erfordert steigende Vorfinanzierungsressourcen, da für diese Art von Projekte Anzahlungen unüblich sind. Dies gilt insbesondere für das sich anbahnende neue Geschäftsfeld "Rechenzentrumsbetreibermodelle".

Für das laufende Geschäftsjahr 2016 und das nächste Geschäftsjahr 2017 planen wir folgende Geschäftsergebnisse, in denen sich dann auch die sich abzeichnenden Sondereffekte aus den bereits abgewickelten und aktuell in Erarbeitung befindlichen Großprojekten widerspiegeln.

Gesamtleistung EBIDTA

2016 TEUR 32.200 TEUR 3.380
2017 TEUR 36.000 TEUR 3.880

D. Sonstige Angaben

1. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Die proRZ Rechenzentrumsbau GmbH ist hervorragend in das neue Jahr 2016 gestartet. Die ITK-Branche war und ist ein Wachstumsmotor für Deutschland. Sie wird in diesem Jahr damit deutlich stärker wachsen als die Wirtschaft insgesamt. Als Querschnittstechnologie hat ITK eine herausragende Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit fast aller anderen Branchen.

In den ersten 6 Monaten konnte die proRZ Rechenzentrumsbau GmbH mit einem Auftragseingang von ca. 20 Mio. € und einer Gesamtleistung von ca. 25 Mio. € verzeichnen. Daher ist schon zum jetzigen Zeitpunkt von einem Rekordergebnis und einem enormen Wachstum für das volle Geschäftsjahr 2016 auszugehen.

2. Forschung und Entwicklung

In enger Zusammenarbeit mit der Schwestergesellschaft RZ-Products GmbH bildet auch im neuen Geschäftsjahr 2016 die Weiterentwicklung von neuen Produkten mit umfangreichen Alleinstellungsmerkmalen einen wichtigen Schwerpunkt. Neben der Markteinführung der neuen Eigenentwicklung im Bereich Energie-Monitoring ist insbesondere auch die Vermarktung des neuen DC-ITSafes hervorzuheben, der das Lösungsportfolio für das KMU-Marktsegment bedienen wird. Wir rechnen mit einem Abschluss von mehr als 50 Verträgen und einem zusätzlichen Umsatz von ca. TEUR 1.000 mit diesem Produkt im laufenden Geschäftsjahr. Dies wird dann auch die Wertschöpfung durch den weiteren Ausbau der Produktion eigener Produkte nachhaltig verbessern.

 

Wallmenroth, den 30.06.2016

proRZ Rechenzentrumsbau GmbH

Geschäftsführung

Bilanz

Aktiva

31.12.2015
EUR
31.12.2014
EUR
A. Anlagevermögen 265.269,18 264.206,07
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.448,00 126,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.448,00 126,00
II. Sachanlagen 63.768,00 65.295,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 63.768,00 65.295,00
III. Finanzanlagen 199.053,18 198.785,07
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 30.000,00 30.000,00
2. Beteiligungen 12.250,00 12.250,00
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 110.250,00 110.250,00
4. sonstige Finanzanlagen 46.553,18 46.285,07
B. Umlaufvermögen 22.083.338,77 12.293.895,07
I. Vorräte 10.906.049,99 4.853.236,26
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.860.698,35 4.961.080,15
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.881.729,93 429.732,00
2. sonstige Vermögensgegenstände 3.978.968,42 4.531.348,15
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 19.000,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 5.316.590,43 2.479.578,66
C. Rechnungsabgrenzungsposten 39.522,72 5.003,51
D. Aktive latente Steuern 22.232,00 6.106,00
Bilanzsumme, Summe Aktiva 22.410.362,67 12.569.210,65

Passiva

   
  31.12.2015
EUR
31.12.2014
EUR
A. Eigenkapital 2.466.052,48 2.456.050,78
I. gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Gewinnvortrag 2.356.050,78 1.380.523,98
III. Jahresüberschuss 10.001,70 975.526,80
B. Rückstellungen 1.616.257,47 949.832,43
C. Verbindlichkeiten 18.328.052,72 9.163.327,44
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 66.220,76 911.117,80
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 66.220,76 911.117,80
2. sonstige Verbindlichkeiten 18.261.831,96 8.252.209,64
davon aus Steuern 69.900,61 80.388,56
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 25.377,36 11.127,89
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 18.261.831,96 8.252.209,64
Bilanzsumme, Summe Passiva 22.410.362,67 12.569.210,65

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2015 - 31.12.2015
EUR
1.1.2014 - 31.12.2014
EUR
1. Rohergebnis (GKV) 6.598.881,34 7.897.562,85
2. Personalaufwand (GKV) -3.632.319,82 -4.116.321,36
a) Löhne und Gehälter -3.072.065,76 -3.491.889,48
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -560.254,06 -624.431,88
Aufwendungen für Altersversorgung -101.003,87 -100.100,93
3. Abschreibungen (GKV) -37.192,04 -88.208,15
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -37.192,04 -40.694,34
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 0,00 -47.513,81
4. sonstige betriebliche Aufwendungen (GKV) -2.942.095,23 -2.218.526,91
5. Erträge aus Beteiligungen 103.690,08 0,00
davon aus verbundenen Unternehmen 92.719,39 0,00
6. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 364,11 0,00
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 98.524,72 55.785,54
davon aus verbundenen Unternehmen 17.471,04 11.455,73
8. Aufwendungen aus Verlustübernahmen (Mutter) 0,00 -23.005,30
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -135.347,99 -85.625,41
davon an verbundene Unternehmen -4.186,18 -20.353,04
a) sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung -97.457,00 -48.205,00
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 54.505,17 1.421.661,26
11. Steuern vom Einkommen und Ertrag -37.774,47 -439.187,46
a) Ertrag aus der Veränderung latenter Steuern 16.126,00 0,00
b) Aufwand aus der Veränderung latenter Steuern 0,00 -229.494,00
12. sonstige Steuern -6.729,00 -6.947,00
13. Jahresüberschuss 10.001,70 975.526,80

Anhang für das Geschäftsjahr 2015

Allgemeine Angaben

Der vorliegende Jahresabschluss ist nach den §§ 242 ff. und den §§ 264 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB), des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) sowie den einschlägigen Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist entsprechend § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Gesellschaft nimmt die für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Angabenerleichterungen der §§ 276 und 288 HGB teilweise in Anspruch.

Da der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Ertragslage vermittelt, sind zusätzliche Angaben hierzu nach § 264 Abs. 2 HGB nicht erforderlich.

In Abweichung zum Vorjahr wurden die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen nicht offen von den Vorräten abgesetzt, weil die Summe der erhaltenen Anzahlungen die Summe der Vorräte übersteigt. Eine entsprechende Anpassung der Vorjahreszahlen wurde hergestellt.

Grundsätze zur Bilanzierung und Bewertung

Die zu Anschaffungskosten aktivierten immateriellen Vermögensgegenstände werden pro rata temporis linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer abzüglich planmäßiger Abschreibungen, angesetzt. Die beweglichen Anlagegüter werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer pro rata temporis linear abgeschrieben.

Geringwertige bewegliche Anlagegüter mit einem Einzelanschaffungspreis bis zu € 150,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Anschaffungskosten der Zugänge an beweglichen geringwertigen Anlagegegenständen mit Anschaffungskosten im Einzelnen von mehr als € 150,00 bis € 1.000,00 werden in den Sammelposten nach § 6 Abs. 2a EStG einbezogen und im Jahr des Zugangs und den folgenden vier Jahren linear aufgelöst.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen, die Beteiligungen und die Wertpapiere des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten einschließlich aktivierungspflichtiger Anschaffungsnebenkosten bewertet.

Die Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht sind zum Nennwert bewertet.

Rückdeckungsversicherungen werden mit dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital bewertet sofern keine Verrechnung mit ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen vorzunehmen ist.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren erfolgt zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und -preisminderungen bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Diese umfassen neben den Material- und den Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie den anteiligen Werteverzehr des Anlagevermögens. Außerdem werden auch angemessene Teile der allgemeinen Verwaltungskosten einbezogen.

Allen erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlich langer Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, wird bei der Bewertung Rechnung getragen. Wegen mangelnder Gängigkeit und minderer Beschaffenheit werden Bewertungsabschläge vorgenommen.

Von dem Wahlrecht zur Aktivierung von Fremdkapitalzinsen nach § 255 Abs. 3 HGB als Herstellungskosten wird kein Gebrauch gemacht.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalbetrag angesetzt. Erkennbaren Einzelrisiken ist durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen, dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen worden.

Die flüssigen Mittel sind in Höhe ihres Nennwerts angesetzt.

Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter dem Rechnungsabgrenzungsposten aktiv abgegrenzt.

Bei Bildung der Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen worden. Sie sind in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag passiviert.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich ausgleichen.

Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahrs im Anlagenspiegel dargestellt.

Umlaufvermögen

Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind nicht enthalten.

Die Forderungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert; angemessene Wertberichtigungen sind berücksichtigt.

In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 1.882 enthalten.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen in Höhe von T€ 332 enthalten, die rechtlich erst nach dem Bilanzstichtag entstehen.

Eigenkapital

Das Stammkapital von T€ 100 ist mit dem Nennbetrag angesetzt.

Im Posten Bilanzgewinn/Bilanzverlust ist ein Gewinnvortrag von T€ 2.356 enthalten.

Ausschüttungssperre gem. § 268 Abs. 8 HGB

Der Gesamtbetrag der Ausschüttungssperre gliedert sich wie folgt auf:

Aktive latente Steuern, die die passiven latenten Steuern übersteigen T€ 22,2.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat zur Berechnung der Pensionsrückstellungen die Projected Unit Credit Methode gewählt. Als Rechnungszins wurden 3,89 % angesetzt, als Sterbetafeln kamen die Richttafeln 2005 G von Klaus Heubeck zum Ansatz. Als Einkommenstrend wurden 0 % angesetzt.

Im Geschäftsjahr wurde Planvermögen mit einem beizulegenden Zeitwert von T€ 316 mit dem Erfüllungsbetrag für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen von T€ 514 verrechnet

Sonstige Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen alle bis zum Abschlussstichtag entstandenen und bis zur Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und Verpflichtungen. Die Dotierung erfolgte mit dem vorsichtig geschätzten Erfüllungsbetrag.

Die Steuerrückstellungen enthalten die noch nicht veranlagten Steuern des Geschäftsjahres sowie des Vorjahres.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind im Einzelnen nachgewiesen.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten teilen sich hinsichtlich der Fristigkeiten wie folgt auf:

VERBINDLICHKEITEN UNTER 1 JAHR 1 BIS 5 JAHRE ÜBER 5 JAHRE
GESAMT
Gesamt 18.328.052,72 0,00 0,00 18.328.052,72

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

Unter den Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von T€ 66 enthalten.

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB sind nicht gegeben.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Eine Aufgliederung der Umsatzerlöse wurde gemäß § 288 Abs. 2 HGB unterlassen.

Die Steuer vom Einkommen und Ertrag belasten in voller Höhe das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern sind in Höhe von T€ 16 enthalten.

Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres lag die Führung der Geschäfte unverändert bei

Thomas Sting

und

Ralf Siefen.

Soweit dieser Anhang keine Angaben über sonstige, nach den §§ 264 ff, 284 ff HGB angabepflichtige Sachverhalte enthält, haben diese im Geschäftsjahr nicht vorgelegen.

Bezüge der Geschäftsführung

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

An Mitglieder der Geschäftsführung gewährte Kredite

Es wurden Kontokorrentkredite und Darlehen in Höhe von T€ 19 gewährt. Die Verzinsung erfolgte mit 2 % p.a..

Finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich auf T€ 895 und betrifft Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen, davon T€ 247 in 2016 und T€ 648 innerhalb der nächsten 5 Jahre.

Mitarbeiterzahl

Die Gesellschaft beschäftigte neben den zwei Geschäftsführern durchschnittlich 56 Mitarbeiter. Die Berechnung erfolgte methodisch nach § 267 Abs. 5 HGB.

Abschlussprüferhonorar

Auf die Angabe des Abschlussprüferhonorars wird nach § 288 Abs. 2 Satz 3 HGB verzichtet.

Anteilsbesitz

An den nachfolgend aufgeführten Unternehmen besteht ein Anteilsbesitz von mindestens 20 %:

Name und Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital
in %
Eigenkapital
in Tsd.
Ergebnis
in Tsd.
Geschäftsjahr
DC-Group Immobilienverwaltung GmbH & Co. OHG, Wallmenroth 60 50 T€ 154 2015
Fiber-Networks GmbH, Haan 25 -56 -T€ 71 2014

 

Wallmenroth, den 23. Juni 2016

Thomas Sting

Ralf Siefen

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der proRZ Rechenzentrumsbau GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lageberichtnach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Leonberg, den 28. Dezember 2016

IWS TREUHAND GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft/
Steuerberatungsgesellschaft

Diplom-Betriebswirt (FH) Manfred Wald, Wirtschaftsprüfer • Steuerberater

Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unsere Bescheinigung zitiert oder auf unsere Erstellung hingewiesen wird; wir weisen insbesondere auf § 328 HGB hin.

Anlagespiegel (brutto), Kurzform

1.1.2015 - 31.12.2015
EUR
Buchwert zum Ende der Periode Buchwert zum Ende der Periode Anschaffungs- und Herstellungskosten zum Anfang der Periode Zugänge
  Steuerbilanzwert      
Anlagevermögen Handelsbilanzwert 265.269,18 341.049,15 38.255,15
  Steuerbilanzwert      
Immaterielle Vermögensgegenstände Handelsbilanzwert 2.448,00 15.204,47 3.145,16
  Steuerbilanzwert      
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten Handelsbilanzwert 2.448,00 15.204,47 3.145,16
  Steuerbilanzwert      
Sachanlagen Handelsbilanzwert 63.768,00 127.059,61 34.841,88
  Steuerbilanzwert      
Summe andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Handelsbilanzwert 63.768,00 127.059,61 34.841,88
  Steuerbilanzwert      
Finanzanlagen Handelsbilanzwert 199.053,18 198.785,07 268,11
  Steuerbilanzwert      
Anteile an verbundenen Unternehmen Handelsbilanzwert 30.000,00 30.000,00 0,00
  Steuerbilanzwert      
Beteiligungen Handelsbilanzwert 12.250,00 12.250,00 0,00
  Steuerbilanzwert      
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht Handelsbilanzwert 110.250,00 110.250,00 0,00
  Steuerbilanzwert      
sonstige Finanzanlagen Handelsbilanzwert 46.553,18 46.285,07 268,11
1.1.2015 - 31.12.2015
EUR
Abgänge Umbuchungen Kumulierte Abschreibungen Zuschreibungen
         
Anlagevermögen 33.411,85 0,00 80.623,27 0,00
         
Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00 15.901,63 0,00
         
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00 15.901,63 0,00
         
Sachanlagen 33.411,85 0,00 64.721,64 0,00
         
Summe andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 33.411,85 0,00 64.721,64 0,00
         
Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
         
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
         
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
         
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00
         
sonstige Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.1.2015 - 31.12.2015
EUR
Abschreibungen der Periode Buchwert zum Ende der Vorperiode
     
Anlagevermögen 37.192,04 264.206,07
     
Immaterielle Vermögensgegenstände 823,16 126,00
     
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 823,16 126,00
     
Sachanlagen 36.368,88 65.295,00
     
Summe andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 36.368,88 65.295,00
     
Finanzanlagen 0,00 198.785,07
     
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 30.000,00
     
Beteiligungen 0,00 12.250,00
     
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 110.250,00
     
sonstige Finanzanlagen 0,00 46.285,07

Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 29.12.2016.

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