Enzian Consulting GmbH
Selbe AdresseUnternehmensberatung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Andreas Bechtold seit 17.12.2007 | Prokura |
Gisela Harthauß seit 25.1.2002 | Prokura |
David Martinez Zingales seit 26.10.2001 | Vorstandsmitglied |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
Infinigate Deutschland GmbHAufgelöst | 100.00% |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Infinigate AGOberhaching, Landkreis MünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2008 bis zum 31.12.2008BESTÄTIGUNGSVERMERKWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn-und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Infinigate AG, Oberhaching, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2008 bis 31. Dezember 2008 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz-und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz-und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 9. Juni 2009 Ernst
& Young AG
Marxer, Wirtschaftsprüfer Breyer, Wirtschaftsprüfer INFINIGATE AG, OBERHACHINGBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2008A K T I V A
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2008INFINIGATE AG, OBERHACHING
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2008INFINIGATE AG, OBERHACHINGA. ALLGEMEINE ANGABEN ZU BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Die Infinigate AG, Oberhaching, (Infinigate AG) ist eine große Kapitalgesellschaft i. S. des § 267 Abs. 3 HGB in Verbindung mit Abs. 4 Satz 2 HGB und beachtet hinsichtlich Bilanzierung und Bewertung die Bestimmungen des Aktiengesetzes, der §§ 242 bis 256 HGB sowie die ergänzenden Vorschriften für große Kapitalgesellschaften (§ 264 ff HGB). Der Jahresabschluss ist in EURO aufgestellt. Die Gewinn-und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Der Jahresabschluss der Infinigate AG ist aufgrund der Verschmelzung mit der Infinigate Deutschland GmbH, Oberhaching, nicht mit dem Vorjahr vergleichbar. Die Schlussbilanz der verschmolzenen Infinigate Deutschland GmbH, Oberhaching, wird zur besseren Klarheit im Folgenden detailliert dargestellt. Die Schlussbilanzwerte wurden zu Buchwerten der Verschmelzung zugrunde gelegt. Bilanz Infinigate Deutschland GmbH per 31.12.2007:
I. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel, der diesem Anhang beigefügt ist, gesondert dargestellt.
Es handelt sich um Software, zu Anschaffungskosten bilanziert, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen über eine Nutzungsdauer von 4 bis 15 Jahren.
Das Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungskosten, vermindert um linear vorgenommene planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Nutzungsdauer des Sachanlagevermögens beträgt in Abhängigkeit der Vermögensgegenstände zwischen 3 Jahren für EDV-Ausrüstungen und 10 Jahren für Büroeinrichtungen.
Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wertbilanziert. Die Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen die Infinigate AS, Oslo/Norwegen,welche sich nach der Verschmelzung der Infinigate AS, Oslo/Norwegen mit der Infinigate NorgeAS, Oslo/Norwegen, um EUR 994.000 erhöht haben. Die Beteiligung der Infinigate Deutschland GmbH, Oberhaching, in Höhe von EUR 856.663,49ist mit der Verschmelzung untergegangen. II. Umlaufvermögen
Die innerhalb der Vorräte ausgewiesenen Handelswaren werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. den jeweils niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Die niedrigeren beizulegenden Werte werden im Wesentlichen nach den Verhältnissen am Beschaffungsmarkt und am Absatzmarkt ermittelt. Das Mengengerüst der Vorräte wurde durch eine physische Inventur zum 31. Dezember 2008 aufgenommen.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Nennbetrag oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Zur Berücksichtigung aller erkennbaren Einzelrisiken und des allgemeinen Kreditrisikos wurden Einzel-und Pauschalwertberichtigungen gebildet. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und die sonstigen Vermögensgegenstände werden ebenfalls zum Nennbetrag oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Im Wesentlichen sind Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände innerhalb eines Jahres fällig. Als langfristige Forderung wurden eine Mietkaution in Höhe von EUR 41.290,00 (Vorjahr: TEUR 41) bilanziert. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistung in Höhe von 12,2 Mio. EUR wurden zum Stichtag reduziert durch einen Forderungsverkauf an unsere Hausbank in Höhe von 2,3 Mio. EUR. Es bestehen Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 1,4 Mio. EUR sowie sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 134.
Die flüssigen Mittel setzen sich aus dem Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten zusammen und werden mit ihren Nominalwerten ausgewiesen.
Die Rückstellungen werden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um allen erkennbaren Risiken sowie ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung zu tragen. Die wesentlichen sonstigen Rückstellungen wurden für Bonus-und Gehaltsvergütungen (TEUR 190; Vorjahr TEUR 235), für ausstehende Umsatzvergütungen für Kunden (TEUR 229; Vorjahr: TEUR 0), ausstehende Rechnungen (TEUR 1.233; Vorjahr: TEUR 0), für Rechts- und Beratungskosten (TEUR 56; Vorjahr: TEUR 15) und für Resturlaubstage (TEUR 38; Vorjahr: TEUR 0) gebildet. Die Gesellschaft hat eine Steuerrückstellung in Höhe von EUR 33.711,00 (Vorjahr: TEUR 0) gebildet.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 10,2 Mio. EUR sowie die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 1,7 Mio. EUR werden zum Rückzahlungsbetrag angesetzt. Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr.
Der passive Rechnungsabgrenzungsposten besteht aus noch nicht realisierten Werbekostenzuschüssen. VI. FremdwährungsumrechnungFremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zum Anschaffungskurs oder zum niedrigeren bzw. höheren Kurs am Bilanzstichtag bewertet. B. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZI. Aufstellung des Anteilsbesitzes Der Anteilsbesitz zum Bilanzstichtag gliedert sich wie folgt:
Die Tochtergesellschaften, Infinigate AS, Oslo/Norwegen und Infinigate Norge AS, Oslo/Norwegen wurden am 29. Januar 2009 handelsrechtlich in die Infinigate AS, Oslo/Norwegen, verschmolzen. Weiter wurde das Geschäftsjahr auf den 31.3.2009 umgestellt. Die verschmolzenen Gesellschaften haben daher zum 31.12.2008 keinen Jahresabschluss aufgestellt. II. EigenkapitalGrundkapital Das Grundkapital ist eingeteilt in 762.145 Stückaktien. Die Infinigate Holding AG, Schweiz, besitzt mehrheitlich Aktien. Genehmigtes Kapital Auf der Hauptversammlung am 11. September 2002 wurde beschlossen, ein genehmigtes Kapital in Höhe von bis zu EUR 990.000,00 zu schaffen (Genehmigtes Kapital 2002/I). Der Vorstand ist danach ermächtigt, in der Zeit bis zum 31. August 2007 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmal oder mehrmals um bis zu insgesamt EUR 990.000,00 durch Ausgabe von bis zu 990.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bareinlagen zu erhöhen. Über den Inhalt der jeweiligen Aktienrechte und über die sonstigen Bedingungen der Aktienausgabe entscheidet der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt dem Umfang der Kapitalerhöhung aus dem Genehmigten Kapital 2002/I oder nach Ablauf der Ermächtigungsfrist anzupassen. Bedingtes Kapital Das Bedingte Kapital 2000/I beträgt EUR 22.120,00. Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2000 Mitgliedern des Vorstands, ihren Arbeitnehmern, den Mitgliedern der Geschäftsführungen und den Arbeitnehmern verbundener Unternehmen insgesamt 22.120 Aktienoptionsrechte im Rahmen des Aktienoptionsplans 2000 gewährt. Der Bezugspreis beträgt EUR 11,50. Die Aktien können frühestens zwei Jahre nach dem Zuteilungszeitpunkt ausgeübt werden. Weiter besteht ein bedingtes Kapital in Höhe von EUR 315.978,00 (Bedingtes Kapital 2002/I). Sämtliche Optionsrechte waren von der Gesellschaft zum 31. Dezember 2006 zurückgekauft und werden verfallen. Bilanzgewinn Der Bilanzgewinn setzt sich folgendermaßen zusammen:
Gesetzliche Rücklage Die gesetzliche Rücklage beträgt zum Stichtag EUR 76.214,50 (Vorjahr: TEUR 76). C. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN-UND VERLUSTRECHNUNGDie Gewinn-und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Wie bereits die Bilanz wird auch die Gewinn-und Verlustrechnung der verschmolzenen Infinigate Deutschland GmbH, Oberhaching, zum 31. Dezember 2007 dargestellt um einen Vergleich mit dem Jahresabschluss zu ermöglichen.
I. Umsatzerlöse Der Anteil des Exportumsatzes betrug EUR 1.633.514 (Vorjahr: EUR 1.729.286,37). Die Um-satzerlöse lassen sich auf die einzelnen Geschäftsbereiche folgendermaßen aufteilen:
II. Periodenfremdes Ergebnis Im Geschäftsjahr 2008 fielen periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 23 (Vorjahr: TEUR 40), die im Wesentlichen aus Auflösungen aus Rückstellungen resultieren. III. Außerordentliches Ergebnis Durch die Verschmelzung ist ein Verschmelzungsgewinn in Höhe von EUR 2.673.597,97, der als außerordentlicher Ertrag ausgewiesen wurde. Die Ertragssteuern belasten ausschließlich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. D. SONSTIGE ANGABENI. Haftungsverhältnisse Zum Bilanzstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse. II. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen Miet-und Leasingverträge mit finanziellen Verpflichtungen wie folgt:
Diese Verträge haben eine Laufzeit bis Ende 2010. III. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres 2008 beschäftigten Arbeitnehmer im Sinne von § 285 Nr. 7 HGB beträgt:
Die Infinigate Deutschland GmbH, Oberhaching, hatte im Geschäftsjahr 2007 durchschnittlich 33 Arbeitnehmer. IV. Konzernverhältnisse Die Infinigate AG, Oberhaching, ist eine Tochtergesellschaft der Infinigate Holding AG, Rotkreuz/Schweiz. Die Muttergesellschaft Infinigate Holding AG, Rotkreuz/Schweiz, wird wie im Vorjahr freiwillig einen Konzernabschluss für die gesamte Gruppe aufstellen. Die Infinigate Deutschland GmbH, Oberhaching, wurde am 24.01.2008 auf die Infinigate AG, Oberhaching handelsrechtlich verschmolzen. V. Organe Aufsichtsrat Friedrich Söhngen, Unternehmensberater
Wolfgang Rück, Bankkaufmann Richard Huth, Kaufmann An die Aufsichtsratsmitglieder wurden im Jahr 2008 TEUR 15 (Vorjahr: TEUR 23) als Vergütung ausbezahlt. Vorstand Mitglied des Vorstandes ist: David Martinez Zingales, Kaufmann Da nur ein Vorstand Bezüge von der Infinigate AG, Oberhaching, erhält, wird von der Befreiungsvorschrift gem. § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.
Oberhaching, 09 Juni 2009 David Martinez Zingales, Vorstand der Infinigate AG ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2008
LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2008INFINIGATE AG, OBERHACHINGA. DARSTELLUNG DES GESCHÄFTSVERLAUFES1. Verschmelzung Mit Handelsregistereintragung vom 24. Januar 2008 wurde die Infinigate Deutschland GmbH auf die Infinigate AG verschmolzen. Der Verschmelzungsgewinn in Höhe von EUR 2,7 Mio. wird als außerordentlicher Ertrag ausgewiesen. Zur besseren Darstellung und Vergleichbarkeit werden die operativen Zahlen mit den Vorjahreswerten der Infinigate Deutschland GmbH verglichen. 2. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft Das Jahr 2008 war entgegen den beiden Vorjahren 2006 und 2007 von heftigen Turbulenzen in der Gesamtwirtschaft, ausgehend von der viel zitierten Finanzkrise geprägt. Einem gesamtwirtschaftlich erfreulichen ersten Halbjahr folgte ein eher zurückhaltendes und skeptisch beurteiltes zweites Halbjahr was die aktuelle, kurz-und mittelfristigen Aussichten betrifft. Weniger betroffen im Sinne der Branchenbetrachtung hat es unseren Kernbereich, die IT-Security. Dieses Umfeld ist mittlerweile sehr stark mit den meisten Bereichen der IT verflochten, so dass zum Beispiel viele Projekte zur Effektivitätssteigerung und Rationalisierung zwangsläufig auch erhöhte Anforderungen an die Sicherheitsstandards mit sich bringen. Infinigate ist durch sein ganzheitliches Portfolio hier ein kompetenter Ansprechpartner für unsere Vertriebspartner und Integratoren und hat durch diesen ganzheitlichen Ansatz profitiert. Eine weitere Komponente für die Krisensicherheit der IT Security Branche ist die Tatsache, dass der IT Grundschutz mit Antiviren-und Firewall Lösungen heute in jedem Unternehmen als zwingender Standard gilt und dieses Geschäft auf Grund der Wartungsverpflichtung des Kunden jährlich immer wiederkehrende Umsätze generiert werden. Innerhalb der IT Security muss man allerdings auch weiterhin mit einer starken Konsolidierung im Herstellerbereich rechnen. Einzelne Lösungsbereiche die bisher eher als Nischenlösungen galten, rücken in den immer mehr forcierten ganzheitlichen Sicherheitsansätzen der Hersteller in deren Fokus. Aktuelle Beispiele lassen sich in fast allen Teilbereichen finden wie zum Beispiel die Einbettung von Verschlüsselungslösungen in komplette Endgerätesicherheits suiten oder die Implementierung von Applikationssicherheitsmodulen in Firewalls und Trafficmanagement Systeme. Zur besseren Vergleichbarkeit werden die Vorjahreswerte der Bilanz und Gewinn-und Verlustrechnung nach der Verschmelzung mit der Infinigate GmbH dargestellt. 3. Umsatz-und Auftragsentwicklung Im Geschäftsjahr 2008 erzielten wir Umsatzerlöse in Höhe von 53,9 Mio. Euro, was zum Vergleichsjahr 2007 mit einem Umsatz in Höhe von 50,9 Mio. Euro einer Erhöhung von 3,0 Mio. Euro entspricht. Zur positiven Umsatzentwicklung, einem unserer wichtigsten Leistungsindikator ist folgendes festzustellen: Im Jahr 2008 ist Infinigate über alle Produktlinien gewachsen. Ganz besonders der Trend zu integrierten Security-Gateway-Lösungen (UTM) hat sich weiterhin fortgesetzt und hat in 2008 die stärksten Wachstumsraten erzielt. Weitere Kernbereiche der letzten Jahre wie Verschlüsselungstechnologien, Authentifizierung und Antiviren/Antispam-Lösungen trugen ebenfalls mit gleichbleibend hohem Wachstum zur Entwicklung bei. 4. Profil von INFINIGATE Infinigate ist ein Distributionsunternehmen, das sich auf Produkte und Lösungen im Bereich der IT-Security spezialisiert hat. In enger Zusammenarbeit mit unserem Partnernetz werden Produkte und Lösungen angeboten und von der Professional Service Organisation der Infinigate unterstützt. Das Geschäftsmodell der Infinigate setzt konsequent auf den Vertrieb über Vertriebspartner. Neben den klassischen Value Added Services wie Support, Training und Hotline, bietet Infinigate als "intelligenter Distributor" eine Reihe von Zusatzleistungen: neben der abgestimmten Auswahl an Produktlösungen bietet Infinigate seinen Businesspartnern eine Vielzahl an Pull-Marketing Aktivitäten und vertriebsunterstützenden Maßnahmen. Somit werden Systemhäuser, Integratoren, Reseller und Internet Service-Provider besonders effektiv in ihren Handelsaktivitäten unterstützt. Eine wichtige Anforderung unserer Hersteller ist der Ausbau der Händlerlandschaft. In diesem Bereich konnten wir gute Erfolge erzielen und uns als wichtiger und zentraler Vertriebspartner zum Thema Channelausbau und Erweiterung positionieren. Eine zentrale Rolle spielen hier unsere Business Development Manager, die unsere Kunden mit technischem Know How vor Ort unterstützen. Weiterhin sind unsere Account Manager, die nach Regionen organisiert sind, im Außendienst tätig. Unterstützend zu diesen Ressourcen ist unser Vertriebsinnendienst und die Produktmanager vertrieblich tätig und bilden das vertriebliche Backoffice für unsere Partner. 5. Produktbereiche und Hersteller Infinigate hat auch in 2008 das Lösungsportfolio weiter optimiert und den aktuellen Anforderungen des Marktes angepasst. Neben den Standardlösungen, die einen Großteil des nachfrageorientierten Geschäfts ausmachen, konnten neue Marktsegmente erschlossen und nachhaltig in unserem Geschäft verankert werden. Hierbei handelt es sich insbesondere um die Bereiche: starke Authentifizierung, Secure Wireless Networking, Network Access Lösungen und Managed Security Services. Weiterhin haben wir sehr neue und innovative Lösungen in engeren Partnerschaften mit Herstellern in unserem Kundenumfeld evaluiert und deren Anklang getestet. Hierbei kann man exemplarisch den Bereich Web-Application-Firewalling nennen. Diese Lösungen reagieren auf die steigende Anzahl von Angriffen und Manipulationen von Webservern und deren Anwendungen. Die Notwendigkeit solcher Systeme wird auch durch gesetzliche Bestimmungen wie zum Beispiel der "Payment Card Industrie Standard" (PCI DSS) Richtlinie unterstrichen, in der Unternehmen, welche die Daten von Kreditkarten verarbeiten, zur Einführung solcher Lösungen verpflichtet werden. Als weiteren neuen Bereich, der ebenfalls von gesetzlichen Vorgaben profitiert, sind die Lösungen im Bereich E-Mail Archivierung zu nennen. Diese Lösungen werden üblicherweise mit Content-Security-Lösungen (Antivirus, Antispam) kombiniert und erlauben dem Benutzer die gesetzeskonforme Langzeitspeicherung seines Mailverkehrs. In dieser Kombination werden die Lösungen von Infinigate angeboten und können als sinnvolle Ergänzung des Portfolios, auch speziell mit dem Augenmerk von Cross-Selling Möglichkeiten genutzt werden. Weiterhin wurden unsere Mitarbeiter aus dem Bereich PSO verstärkt zu Integrations-und Beratungsdienstleistungen im High-End-Umfeld bei Endkunden von unseren Vertriebspartnern angefordert. Gründe hierfür waren Ressourcenengpässe oder auch fehlendes Know How bei den speziellen und auch sehr komplexen Lösungen. 6. Personalbereich Im Geschäftsjahr 2008 waren durchschnittlich 47 Mitarbeiter bei der Infinigate beschäftigt, im Vergleich zu durchschnittlich 33 Mitarbeitern im Geschäftsjahr 2007 (inklusive Infinigate GmbH). Der durchschnittliche Umsatz pro Mitarbeiter konnte konstant gesteigert werden. Dies ist hauptsächlich auf die Stabilität unserer Belegschaft, insbesondere in den Schlüsselpositionen, zurückzuführen. B. DARSTELLUNG DER LAGE1. Vermögens- und Finanzlage Der Vergleich zu den Vorjahreswerten bezieht sich auf die operativen Zahlen der Infinigate Deutschland GmbH. Die Höhe der offenen Debitoren ist von durchschnittlich 4,0 Mio. Euro im Jahr 2007, auf durchschnittlich 4,4 Mio. Euro im Jahr 2008 gestiegen. Die durchschnittliche Dauer des Zahlungseingangs der offenen Debitoren ist auf 30 Tagen (Vorjahr: 29 Tage) gestiegen. Die Erhöhung ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass bei größeren Kunden ein längeres Zahlungsziel gewährt wurde. Ziel für das Geschäftsjahr 2009 ist es, die durchschnittliche Dauer des Zahlungseinganges der offenen Debitoren weiter stabil zu halten. Der Stand der liquiden Mittel zum Stichtag betrug 6,30 Mio. Euro. Die liquiden Mittel haben sich im Wesentlichen durch den Umsatzanstieg sowie einem Forderungsverkauf in Höhe von EUR 2,29 Mio. (Vorjahr: EUR 1,88 Mio.) gegenüber dem Vorjahr um TEUR 534 erhöht. Den Forderungen in Höhe von ca. 11,5 Mio. Euro stehen Verbindlichkeiten in Höhe von 12,2 Mio. Euro gegenüber. Das Eigenkapital der Infinigate AG, konnte aufgrund eines Gewinnes in Höhe von 2,05 Mio. Euro im Jahre 2008 zuzüglich eines Verschmelzungsgewinns in Höhe von 2,57 Mio. Euro gesteigert werden. Das Eigenkapital erhöhte sich wesentlich auf 6,45 Mio., was einer Eigenkapitalquote von 31,2% (Vorjahr: 29,97%) entspricht. Eine Ausschüttung in Höhe von 2,09 Mio. Euro wurde in 2008 vorgenommen. Die Gesellschaft geht von einer jederzeitigen Zahlungsfähigkeit aus.
2. Ertragslage Der Vergleich mit den Vorjahreswerten erfolgt auf der Basis der operativen Ebene mit der Infinigate Deutschland GmbH. Die Ertragslage der Infinigate konnte im Jahr 2008 durch eine Reihe von Maßnahmen weiter erheblich verbessert werden. Die Rohertragsmargen liegen durchschnittlich geringfügig höher als im Vorjahr, welches im Wesentlichen an einem höheren Anteil an Umsätzen mit einer ertragsreichen Produktlinie liegt. Die Rohertragsmarge ergibt sich aus dem Mix von Produktumsätzen, Einnahmen aus Dienstleistungen sowie sonstigen Einnahmen, wie den Rückflüssen aus den Zuschüssen der Hersteller für Marketingaufwendungen der Gesellschaft sowie den entsprechenden Kosten. Die Personalkosten stiegen um TEUR 170 zum Stichtag auf 2,92 Mio. Euro (Vorjahr: 2,75 Mio. Euro). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Geschäftsjahr 2007 von 1,82 Mio. Euro auf 1,58 Mio. Euro gesunken. Im Verhältnis zum Umsatz sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gegenüber dem Jahr 2007 niedriger. Für das Geschäftsjahr 2009 werden die Aufwendungen stabil bleiben. Der monatliche durchschnittliche Lagerwert wurde im Jahresverlauf von TEUR 559 auf TEUR 595 erhöht, was einer durchschnittlichen Lagerdauer von ca. 7 (Vorjahr: 5) Tagen entspricht. Der Anstieg ist darauf zurückzuführen, dass in 2008 der Bezug von Hardware anstieg, jedoch aufgrund der schnellen Lieferfähigkeit mittelfristig auf Lager genommen wurde. Im Geschäftsjahr 2008 wurde das Lager einmal im Monat untersucht und bei Ware, die älter als zwei Monate ist, sofort Aktionen eingeleitet (Abverkauf, Rotation beim Hersteller etc.). Das Lager besteht zurzeit zu ca. 90% (Vorjahr: 87%) aus Hardwareprodukten, bei denen wir meistens die Möglichkeit zur Stockrotation (alte Versionen werden gegen aktuelle Versionen kostenfrei getauscht) haben. Aufgrund dieser Maßnahmen, gab es für das Geschäftsjahr keine Wertberichtigung. Das Jahresergebnis konnte gegenüber 2007 deutlich verbessert werden. Einem operativen Gewinn im Geschäftsjahr 2007 in Höhe von 1,5 Mio. EUR steht ein Gewinn in Höhe von 2,1 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2008 gegenüber. 3. Sonderfaktoren die das Ergebnis beeinflusst haben Die Gesellschaft hat im Ergebnis, aus der Verschmelzung mit der Infinigate Deutschland GmbH, einen außerordentlichen Ertrag in Höhe von 2,57 Mio. EUR ausgewiesen. 4. Maßnahmen zur Sicherung des weiteren Unternehmenserfolges Im Wirtschaftsjahr 2006 wurde mit unserer Hausbank ein revolvierender Forderungsverkauf abgeschlossen, welcher zur Sicherung der Forderungen und Debitorenausfälle dient. Die bereits in 2005 gewährte Kreditlinie konnte durch eine weitere Kreditlinie bei unseren Hausbanken ausgebaut werden. 5. Schlusserklärung zum Abhängigkeitsbericht Die dargestellten Rechtsgeschäfte waren sowohl zum damaligen Zeitpunkt als auch aus heutiger Sicht angemessen und die Infinigate AG hat für Ihre Leistung angemessene Gegenleistungen erhalten. C. Chancen und Risiken der künftigen EntwicklungAls Risiko der dauerhaften Entwicklung ist hier sicherlich die angespannte gesamtwirtschaftliche Situation in Deutschland zu nennen. Für 2009 erwarten die Volkswirte einen Rückgang des Bruttoinlandsproduktes in Deutschland von 2,0 - 2,5 %. Branchenverbände (z.B. Bitkom) und Analysten wie Gartner und IDC prognostizieren für die IT Branche ein Wachstum von 0,5 - 1,5% aus. Diese Entwicklungen werden Seitens des Managements sehr genau verfolgt und analysiert. Weiterhin wird durch sehr engen Kontakt zu unseren Herstellern und Kunden die Situation speziell für den Bereich IT Security zeitnah beurteilt um ggf. entsprechend frühzeitig reagieren zu können. Infinigate hat im Wirtschaftsjahr 2008 ihr zentrales Berichts-und Kontrollwesen weiter verbessert. Das Management wird zeitnah über Zahlen und Geschehnisse informiert. Die zur Steuerung der Firma relevanten Kennzahlen stehen aktuell zur Verfügung und werden wöchentlich - beziehungsweise monatlich mit den Vorgaben abgeglichen. Hier ist auch der Bereich der Debitoren Überwachung und Verwaltung zu nennen, um frühzeitig Unregelmäßigkeiten im Zahlungsverhalten festzustellen und damit unnötigen Risiken aus dem Weg zu gehen. Als Handelsunternehmen ist Infinigate den üblichen Marktrisiken wie jedes andere Unternehmen in diesem Umfeld ausgesetzt. Darunter fällt der Konkurrenzdruck, der sich durch sinkende Margen bemerkbar machen oder aber zu Veränderungen im Produktportfolio führen kann. Auch Strategieänderungen und Übernahmen auf Lieferantenebene können zu schnellen Veränderungen des Angebotes führen. Durch die Importtätigkeit ist die Infinigate den üblichen Währungsschwankungen ausgesetzt, die je nach Grösse der Schwankungen empfindliche Einbußen nach sich ziehen können. Aufgrund der positiven Entwicklung des Geschäftsjahres 2008, die sich im 1. Quartal 2009 weiter bestätigte, hat die Infinigate keine konkreten Anhaltspunkte, dass die dargestellten Risiken trotz der sehr angespannten gesamtwirtschaftlichen Lage eintreten könnten. D. NACHTRAGSBERICHTDie Infinigate AG hat zum 31. März 2009 auf ein Rumpfjahr umgestellt. E. AUSBLICKDas erste Quartal steht im Zeichen der Kundenbindung. Die Monate Januar bis März 2009 sind geprägt von den Verhandlungen mit unseren KeyKunden was die Rahmenbedingungen für das kommende Jahr angeht. Hier ist es unser Ziel, auch über die neuen technischen Möglichkeiten der Online Systemanbindungen diese Kunden noch enger an uns zu binden und mit effektiven Infrastrukturen neben unseren Services auch Kosteneinsparpotentiale aufzuzeigen. Die bestehenden Herstellerbeziehungen sind aufgrund der guten Ergebnisse bei den einzelnen Herstellerpartnern gefestigt und die neuen Verträge haben sich sehr gut etabliert. All diese Rahmenbedingungen schaffen eine solide Ausgangsbasis für einen Wachstumskurs bei Infinigate auch in diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Der Vorstand geht davon aus, dass die Geschäftsentwicklung in den nächsten beiden Geschäftsjahren weiter positiv bleiben wird, wobei ein negativer Einfluss der Gesamtwirtschaftlichen Entwicklung nicht ausgeschlossen werden kann.
Oberhaching, 9. Juni 2009 Infinigate AG Der Vorstand |
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