EurasiaBelts GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Mehl und Getreideprodukten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Haifeng Zhang seit 10.10.2016 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Haifeng ZHANG | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Tribeca Group GmbHMünchenKonzernabschluss zum 31. Dezember 2021 und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 20211. Grundlagen des KonzernsDie Tribeca Group GmbH stellt einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 auf. Eine Konsolidierungspflicht ist nach § 290 Abs. 2 Nr. 2 HGB gegeben. Die Geschäftstätigkeit der Tribeca Group GmbH erstreckt sich auf die Verwaltung von eigenem Vermögen und das Halten von Beteiligungen. Zum Abschlussstichtag fungiert die Gesellschaft als Holdinggesellschaft für fünf eigenständig agierende Unternehmensgruppen, bei denen sowohl die Geschäftsführung als auch der Gesellschafterkreis unabhängig voneinander sind. Der Konzern setzt sich aus fünf Unternehmensgruppen zusammen und ist in vier Geschäftsbereiche eingeteilt: zum einen in eine Immobiliensparte, eine Lebensmittelsparte, in die Entsorgungs- und Logistiksparte sowie zum anderen in die Vermögensverwaltung. Durch eine Änderung des Konsolidierungskreises wurden alle Unternehmensgruppen zum 31. Dezember 2020 erstkonsolidiert. 2. Wirtschaftsbericht2.1. Allgemeine wirtschaftliche RahmenbedingungenDie Corona - Pandemie beeinflusste auch 2021 die Weltwirtschaft, allerdings mit unterschiedlichen regionalen und zeitlichen Entwicklungen. In Summe erwies sich die Weltwirtschaft als robust und erholte sich von den Auswirkungen der Pandemie - Wellen des Jahres 2020. Allerdings entstanden im Zuge der kräftigen Erholung der Industrieproduktion Lieferengpässe für viele Rohstoffe, Vor- und Fertigprodukte, die konjunkturdämpfend wirkten. Insgesamt rechnet der Internationale Währungsfonds (IWF) mit einer Wachstumsrate der Weltwirtschaft von 5,9% (2020 ./. 3,1%). Zum Jahresauftakt waren in der Eurozone noch leicht rezessive Tendenzen aufgrund der Folgewirkungen der zweiten und dritten Corona - Infektionswellen erkennbar. Im weiteren Verlauf des ersten Halbjahres setzte flächendeckend eine kräftige Erholung ein. Im zweiten Halbjahr verschärften sich zunehmend die bereits im ersten Halbjahr 2021 auftretenden Probleme der Lieferketten und sorgten zusammen mit dem erneuten Anstieg der Infektionszahlen im Herbst und Winter 2021 für ein Abbremsen der konjunkturellen Dynamik. Der IWF geht für das Gesamtjahr 2021 von einem 5,2% Wirtschaftswachstum im Euroraum (2020: - 6,4%) aus. Auch die deutsche Wirtschaft konnte sich im Frühjahr und Frühsommer 2021 von der Verringerung der Wirtschaftsleistung des vorangegangenen Jahres erholen. Die Erholung wurde vor allem vom Dienstleistungssektor getragen, der von den Lockerungen der Corona - Maßnahmen profitierte. Die verarbeitende Industrie konnte diesen positiven Trend nicht stützen, da trotz stetig steigender Auftragseingänge Lieferengpässe bei wichtigen Vorprodukten, insbesondere Halbleiter- und Elektronikkomponenten, zu einer rückläufigen Wirtschaftsleistung führten. In der zweiten Jahreshälfte schlug der sprunghafte Anstieg der Erzeugerpreise auf die gesamtwirtschaftliche Inflationsrate durch und ließ den Verbraucherpreisindex im November und Dezember auf das Rekordniveau auf 5,2% bzw. 5,3% ansteigen. IWF und Statistisches Bundesamt berechneten für die deutsche Volkswirtschaft 2021 insgesamt ein Wachstum von 2,7% Wachstum (2020: - 4,6%). 2.2. ImmobiliensparteDie Immobilienwirtschaft ist eng mit der Entwicklung der Gesamtwirtschaft verflochten. Vor allem die Nachfrage nach Gewerbeimmobilien wird von dem Wirtschaftswachstum stark beeinflusst. 2021 war aufgrund der COVID19-Pandemie erneut ein außergewöhnliches Jahr. Der Immobilienmarkt zeigt sich insgesamt robust, insbesondere im Segment Wohnen. Für Gewerbeimmobilien war das Jahr 2021 ebenso wie das Vorjahr herausfordernder als für Wohnimmobilien. Auch in diesem Marktsegment waren die Preise jahrelang gestiegen. Die COVID19-Pandemie brachte eine Trendwende. Die Büropreise in deutschen Großstädten sind 2021 zum zweiten Mal in Folge gesunken. Die Rezession, Insolvenzen im Einzelhandel, leerstehende Hotels und der Trend zum Homeoffice haben eine spürbare Konsolidierung bewirkt und dürften auch im kommenden Jahr eine wichtige Rolle für den Gewerbeimmobilienmarkt spielen. Der Wohnimmobilienmarkt verzeichnete noch während der COVID19-Pandemie steigende Preise, wenn auch deutlich abgeschwächt. Während in Geschäftsjahr 2021 noch steigende Preise beobachtet werden konnten, sind nunmehr erste Rücksetzer zu beobachten. Ungeachtet dessen sind die angebotenen Kaufpreise für Eigentumswohnungen weiterhin hoch, scheinen jedoch keine Zuwächse mehr zu erfahren. Insbesondere die jüngsten Zinssteigerungen scheinen ein Starre auf dem Immobilienmarkt ausgelöst zu haben. 2.3. VermögensverwaltungWie die Entwicklung der Immobilienwirtschaft ist auch die Vermögensverwaltung eng mit der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung verzahnt. Die Kapitalmärkte waren im Jahr 2021 erneut vor allem von der COVID19-Pandemie geprägt. Als sich das Coronavirus Anfang 2020 weltweit ausbreitet hat, kam es an den Börsen vor allem im Februar und März 2020 zu größeren Kursverlusten. Der MSCI World, ein Aktienindex, der über 1600 Aktien aus 23 Industrieländern abbildet, fiel von seinem Hoch im Februar in Euro gerechnet bis Mitte März um über 30 Prozent. Die staatlichen Hilfsmaßnahmen stützen die Märkte. Im weiteren Verlauf haben sich die Kapitalmärkte wieder vollständig erholt. Die Corona-Pandemie hatte auch 2021 maßgeblichen Einfluss auf die Kapitalmärkte. Um 14,9 Prozent ist der DAX im Jahr 2021 gestiegen, der Euro Stoxx 50 um 19 Prozent und der S&P 500 sogar um knapp 28 Prozent (S&P Stand 23.12.2021). Der MDAX stieg seit Jahresanfang um knapp 13 Prozent, der SDAX um 10 Prozent, der TecDAX um knapp 20 Prozent und der Scale All Share mit Aktien kleiner Unternehmen sogar um fast 32 Prozent. Ungeachtet dessen gab es immer wieder Kursrücksetzer wie beispielsweise im September - ebenso gab es Kursrücksetzer im November. Delta, Omikron und die Corona-Entwicklung, Evergrand und Chinas Immobilienkrise, Ever Given und Lieferengpässe, Ölpreisrallye, QE, PEPP, und die Geldpolitik - all das waren Themen, die die Kurse bewegten. Eher unabhängig davon setzte sich der Aufstieg der Kryptowährungen fort, aber auch der Aufstieg des ESG-Investing, also des Anlegens nach Nachhaltigkeitskriterien. 2.4. Entsorgungs- und LogistiksparteDie Entsorgungsbranche hat sich auch während des zweiten Pandemiejahres als robust erwiesen. Laut einer Umfrage unter den BDE-Mitgliedern meldeten knapp die Hälfte der befragten Firmen eine bessere Auftragslage verglichen zum Vorjahr. Während die Logistikbranche 2020 noch von niedrigeren Kraftstoffkosten profitierte, war die Branche im Jahresverlauf mit einem Anstieg der Logistikkosten (Kraftstoffpreise, Lohnkosten) konfrontiert. Materialmangel und Lieferkettenproblematik belasteten insbesondere in der zweiten Jahreshälfte die Wirtschaft und beeinträchtigten die Industrieproduktion trotz hoher Auftragsbestände. Entwicklung der Rohstoffpreise 2021 stiegen die Rohstoffpreise an den internationalen Gütermärkten über nahezu alle Segmente hinweg stark an. Der HWWI-Rohstoffpreisindex, der die Entwicklung der 31 meistgehandelten Rohstoffe abbildet, nahm seit Beginn des Berichtsjahres 2021 um mehr als 70% zu und lag im Oktober 2021 zwischenzeitlich auf dem höchsten Stand seit 2011. Die Entwicklung der Rohstoffpreise war dabei erneut durch die COVID-19-Pandemie stark beeinflusst: Störungen globaler Lieferketten, infolge pandemiebedingter Lockdown-Maßnahmen mit Quarantänemaßnahmen und Ausgangsbeschränkungen, wirkten sich insbesondere auf die internationalen Seetransporte aus, was sich in stark angestiegenen Frachtraten widerspiegelte. Dies führte zu einer Beeinträchtigung der Verfügbarkeit von Rohstoffen und Waren. Rohöl: Der im zweiten Halbjahr 2020 bemerkbare Preisanstieg von Rohöl setzte sich 2021 fort. Infolge zunehmender Nachfrage und nur schrittweise steigender Fördermengen erhöhte sich der Preis für die Rohölsorte Brent auf US-Dollar-Basis im Jahresdurchschnitt um 53,3% gegenüber dem Vorjahreswert. Entsprechend stiegen die Preise für Superbenzin, leichtes Heizöl und Dieselkraftstoff im Laufe des Jahres 2021 bis einschließlich November stetig an. Bereinigt um Währungseffekte verteuerte sich Superbenzin durchschnittlich ca. um 28,74%, Diesel etwa um 34,38% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das Stahlschrottgeschäft kann dank einer Erholung der Weltwirtschaft nach dem ersten Corona - Pandemiejahr auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2021 zurückblicken. Laut World Steel Association wurden weltweit insgesamt 1,95 Mrd. t Stahl produziert. Dies entspricht einer Steigerung von knapp 4%. Den global größten Produktionsanstieg verzeichneten die Länder Indien, USA und Japan. China hingegen verzeichnete erstmals seit 2015 keine Rohstahlproduktionssteigerung, vielmehr sank diese um etwa 3%. In Europa nahm die Stahlproduktion um 15% auf ca. 153 Mio. Tonnen zu. Auch die deutsche Rohstahlproduktion konnte 2021 erstmals wieder auf über 40 Mio. Tonnen ausgebaut werden, eine Steigerung von 12% gegenüber 2020. Auf die Elektrostahlproduktion entfiel hierbei ein Anteil von 12,1 Mio. Tonnen. Die Preise für Stahlschrotte kannten 2021 beinahe nur eine Richtung. Bereits im Januar 2021 sorgten eine starke Nachfrage aus der Türkei als einer der weltweit wichtigsten Schrott-Importeure sowie im weiteren Verlauf auch ein Anziehen des inländischen Schrottbedarfs zu einem deutlichen Anstieg der Schrottpreise. Neben der guten Auftragslage aus den Wirtschaftssektoren Bau, Automobilindustrie und Maschinenbau setzten Stahlproduzenten aufgrund zunehmender Kosten für CO 2-Zertifikate und stark gestiegener Eisenerzpreise mehr Schrotte ein. Die dadurch ausgelöste hohe Nachfrage traf vor allem im Bereich der Neuschrotte auf ein geringes Angebot. Laut der Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen e.V. (BDSV) lag der Preis der bedeutenden Leitschrottsorte 2 im Januar 2021 bei 335,8 Euro pro Tonne und legte bis Dezember 2021 auf einen Wert von 455 Euro pro Tonne zu. Im Jahresdurchschnitt lag der Verkaufspreis der Leitschrottsorte 2 im Geschäftsjahr 2021 bei 398,5 Euro pro Tonne und damit 185 Euro pro Tonne über dem Vorjahresdurchschnittswert (Vorjahr: 214 Euro pro Tonne). Ein rasantes Marktgeschehen war auch bei den Nichteisen-Metallen zu beachten: Der Preis für Aluminium stieg 2021 deutlich von 1.658 Euro pro Tonne im Januar auf 2.478 Euro pro Tonne zum Jahresende an. Im Oktober 2021 notierte eine Tonne Aluminium zwischenzeitlich gar bei 2.728 EUR. Im Zwölf-Monats-Mittel lag der Preis für Aluminium 2021 bei 2.101 Euro pro Tonne und damit 18,0% höher als der Vorjahresschnitt. Verantwortlich für Preisentwicklung waren Lieferengpässe sowie ein Putsch im afrikanischen Guinea als weltweit zweitgrößten Bauxit-Produzenten. Auch Planungen der Europäische Union, CO 2-Grenzzölle für Aluminium zu erheben, Ankündigungen Russlands, Exportsteuern auf Aluminium zu erhöhen und Produktionsdrosselungen in China trugen zum Preisanstieg bei. Kupfer verzeichnete 2021 ebenfalls einen signifikanten Preisanstieg. Im Januar lag der Wert bei 6.435 Euro pro Tonne und stieg bis Dezember auf 8.497 Euro pro Tonne. Der Durchschnittspreis lag mit 7.907 Euro pro Tonne ca. 2.500 Euro pro Tonne über dem Vorjahresniveau von 5.398 Euro pro Tonne. Der durchschnittliche Nickelpreis stieg im Vergleich zum Vorjahr um knapp ein Drittel auf 15.777 Euro pro Tonne (Vorjahr: 12.045 Euro pro Tonne). Der Höchstpreis lag im Dezember sogar bei 18.046 Euro pro Tonne. Auch der Markt für Kunststoffe verzeichnete 2021 einen enormen Preisanstieg. Nach einem drastischen Anstieg in der ersten Jahreshälfte beruhigte sich die Marktlage im Spätsommer. Zum Jahresende zogen die Kunststoffpreise jedoch erneut an. Die Sorten LLDPE und LDPE notierten ca. 75% höher als ein Jahr zuvor. Auch für recycelten Kunststoff erhöhten sich die Preise im Geschäftsjahr 2021 merklich. So verdoppelten sich teilweise die Preise für recyceltes PP, LDPE und PS im Vergleich zu 2020. Dies führte zeitweise dazu, dass Kunststoffhersteller ihre Produktion herunterfahren oder sogar stillgelegen mussten. Die Gründe für die höheren Notierungen lagen in Preissteigerungen bei Rohöl und Raffineriegas sowie in den steigenden Kosten für Transport und Logistik, mit denen viele Kunststoffhersteller konfrontiert waren. In Deutschland blieb das Niveau der angefallenen Altpapiermengen 2021 gegenüber 2020 relativ konstant. Gemäß Branchenverband "Die Papierindustrie" betrug das Altpapiervolumen 2021 etwa 14,5 Mio. Tonnen. Der Verbrauch von Papier und Pappe lag bei ca. 19 Mio. Tonnen insgesamt, einer Zunahme von etwa 850.000 Tonnen gegenüber 2020. In der deutschen Papierproduktion nahmen der Einsatz von Altpapier mit einem Altpapierverbrauch von 18,3 Mio. Tonnen weiterhin zu (+ 8% gegenüber 2020), die Altpapiereinsatzquote lag bei ca. 79%. 2021 nahmen die Preise für Pappe, Papier und Kartonagen (PPK) über alle Sorten hinweg deutlich zu, bedingt durch einen Angebotsmangel bei gleichzeitig hoher Nachfrage. Entsprechend reduzierten sich die Altpapierexporte um ca. ein Sechstel auf weniger als 1,8 Mio. Tonnen. Parallel dazu erhöhte die deutsche Industrie die Altpapier-Importe um 1,05 Mio. Tonnen auf knapp 5,6 Mio. Tonnen. Bei Mischpapier und Wellpappen-Abfälle erhöhten sich Notierungen um mehr als 70 EUR pro Tonne, Kaufhauspapier verteuerte sich um etwa 80 EUR pro Tonne. Die Durchschnittspreise bei gemischtem Altpapier lagen ca. 250% über dem Niveau des Vorjahres, Wellpappe ca. 270% und Deinking - Ware ca. 200% über dem Jahresdurchschnitt 2020. Der Markt für Altholz war 2021 von einer Rohstoffknappheit in den Aufbereitungsanlagen gekennzeichnet bei gleichzeitig konstant hoher Nachfrage sowohl in der stofflichen als auch in der energetischen Verwertung. Im September übertrafen die Stromerlöse in der Direktvermarktung erstmals die EEG-Vergütung. Verstärkt wurde die enge Marktlage durch einen Anstieg des Exports von Frischholz. Die Engpässe im Altholzmarkt resultierten unter anderem aus einem sinkenden gewerblichen Altholzaufkommen, hervorgerufen durch die allgemeine Rohstoffknappheit und damit verbundenen temporären Produktionsstilllegungen, wie z. B. Phasen der Kurzarbeit in der Automobilindustrie. Gleichzeitig war eine hohe Nachfrage nach stofflichen Qualitäten aus der Holzwerkstoffindustrie festzustellen. Diese Gemengelage führte insbesondere im vierten Quartal des letzten Jahres zu erheblichen Preissprüngen. Der Entsorgungsmarkt für gemischte Siedlungsabfällen erwies sich 2021 insgesamt stabil und robust. In der ersten Jahreshälfte befürchteten Anlagenbetreiber aufgrund des Konjunktureinbruchs und der wirtschaftlichen Turbulenzen infolge der Pandemie noch erhebliche Rückgänge im Gewerbeabfallaufkommen. Diese Befürchtungen bewahrheiteten sich nicht. Zwar gingen die Gewerbeabfallmengen in den Wochen des Lockdowns bundesweit zurück, allerdings steuerte die Bauindustrie unverändert hohe Mengen an Siedlungsabfällen bei. Daneben stieg auch die Verpackungsabfallmengen durch Lieferservice der Gastronomie, die deutliche Zunahme des Onlinehandels als auch einen erhöhten privaten Konsum (Möbel, Elektrogeräte, etc.) merklich an. Durch Home - Office und fehlende Urlaube im Ausland konnte im vergangenen Jahr außerdem eine höhere Hausmüllmenge sowie ein erhöhtes Sperrmüllaufkommen festgestellt werden. Die zweite Lock - Down - Phase von November bis Dezember 2021 wirkte weniger stark auf den Entsorgungsmarkt für Abfälle zur Verwertung (AzV), so dass in Summe die Preise stabil blieben und auf einem relativ hohen Niveau verharrten. Insgesamt ist der hiesige Entsorgungsmarkt weiterhin geprägt von einer hohen Wettbewerbsintensität mit einem bundesweiten Wettbewerb zweier großer familiengeführter Konzerne, überregional tätigen großen Unternehmensverbünden und einer Vielzahl an kleineren Wettbewerbern 2.5. LebensmittelsparteDie weltweite Milchproduktion wird im Jahr 2021 auf rd. 928 Millionen Tonnen anwachsen, dies entspricht einer Steigerung gegenüber 2020 von 1,3 %. Die größten Wachstumszuwächse werden in Asien gefolgt von Nordamerika, Europa, Südamerika und Ozeanien erwartet. Für das Jahr 2022 prognostiziert die FAO (Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen eine weltweite Erzeugung von Milch von rd. 937 Millionen Tonnen. Im ersten Halbjahr 2021 sind die internationalen Milchpreise von Jahresbeginn an gestiegen. Die massiven Importe durch Asien, hauptsächlich durch China, haben diese positive Entwicklung der Milchpreise gestützt. In China führten das schnelle wirtschaftliche Wachstum und die Aufwertung des Yuan zu einem steigenden Verbrauch und einer breiter werdenden Käuferschicht zu höheren Importen an Molkereiprodukten. Das weltweite Milchaufkommen in den Exportregionen zeigte in 2021 eine zweigeteilte Entwicklung. Nach einem deutlichen Anstieg im Vorjahresvergleich in der ersten Jahreshälfte folgte ein gebremster Verlauf in der zweiten Jahreshälfte. Ungünstige Witterungsbedingungen in Ozeanien, starke globale Kostensteigerungen für Kraftfutter, Energie und Dünger ab Spätsommer sowie teilweise verschärfte Produktions- und Umweltauflagen sind als ursächlich für diese Entwicklung zu nennen. Die weltweiten Exporte an Milch und Milchprodukten werden im Jahr 2021 etwa 88 Millionen Tonnen (in Milchäquivalent) ausmachen, das wäre eine Steigerung von 2,6 % gegenüber 2020. Der Zuwachs wird durch den höheren Importbedarf von China, Brasilien, Mexiko, Indonesien und Malaysia vorangetrieben. Das Milchaufkommen in der EU ist 2021 erstmals seit 2009 nicht gewachsen. Mit einer Anlieferungsmenge von 144,7 Mio. t wurden 0,4 Mio. t weniger als im Vorjahr angeliefert. Ursache für diese Entwicklung dürften vorrangig hohe Produktionskosten, unterdurchschnittliche Futter-/Silagequalitäten und erhöhte Produktionsauflagen sein. Den mengenmäßig stärksten Rückgang innerhalb der EU gab es in Deutschland mit einem Rückgang um 0,6 Mio. t. Bei niedrigerem Milchaufkommen und anhaltend hoher Nachfrage nach Milchprodukten haben die Erzeugerpreise ab Spätsommer/Herbst deutlich angezogen. In Deutschland und einigen anderen EU-Ländern wurde die Marke von 40 Ct/kg am Jahresende erreicht bzw. übertroffen. Im Jahresdurchschnitt ist in 2021 in Deutschland ein Milchpreis von 36,27 Ct/kg (4,0% Fett) zu verzeichnen. Gegenüber 2020 bedeutet das einen Anstieg um über 10%. Ähnliche Entwicklungen gab es flächendeckend auch in anderen EU-Ländern. 2.6. Entwicklung des KonzernsAufgrund der erstmaligen Einbeziehung aller Tochtergesellschaften zum 31.12.2020 die Ertragslage des Konzerns nicht mit dem Vorjahr vergleichbar. Die Entwicklung der einbezogenen Konzerngesellschaften ist jedoch insgesamt als positiv einzustufen. 3. Vermögens-, Finanz- und ErtragslageDie Ertragslage ist insoweit nicht mit den Vorjahreswerten vergleichbar, als im Rumpfwirtschaftsjahr 2020 erstmals ein Mutter-Tochter-Verhältnis begründet wurde. 3.1. VermögenslageIm Geschäftsjahr 2021 beträgt die Konzernbilanzsumme TEUR 597.712 (Vorjahr: TEUR 559.270). Auf der Aktivseite werden im Wesentlichen das Anlagevermögen in Höhe von TEUR 334.709 nach TEUR 316.199 im Vorjahr ausgewiesen und besteht primär aus Finanzanlagevermögen in Höhe von TEUR 102.959 und Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 227.860. Das Finanzanlagevermögen ist mit einem lediglich leichten Anstieg von 1,86 % (TEUR 1.884) nahezu unverändert geblieben. Dies ist im Wesentlichen stichtagsbedingt durch den im Rahmen von Reallokation vorgenommenen Verkauf und Neuanlage diverser im Finanzanlagevermögen ausgewiesener Wertpapiere. Das Umlaufvermögen ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 19.882 angestiegen und besteht im Wesentlichen aus liquiden Mittel in Höhe von TEUR 67.865 (Vorjahr: TEUR 52.980). Der hohe Bestand resultiert unter anderem aus der oben erläuterten Veräußerung von Wertpapieren sowie der zusätzlichen Aufnahme von Mitteln. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich auf TEUR 86.728 (Vorjahr: TEUR 75.933), sonstige Vermögensgegenstände wurden in Höhe von TEUR 72.763 (Vorjahr: TEUR 71.269) ausgewiesen. Anfang 2018 wurde in der Logistiksparte ein unternehmensweites Cash - Pooling (Zero-Balancing) eingeführt mit dem Ziel, die Finanzierungskosten und Finanzbeiträge innerhalb der Sparte durch Optimierung der Zahlungsströme zu verbessern. Dabei werden insbesondere die Verringerung der Kassenhaltung in der Sparte, die Einsparung von Bankmargen, die Realisierung von Volumenvorteilen bei der Kapitalanlage und Kapitalbeschaffung, die Planung, Sicherung, Transparenz und Verfügbarkeit der Gruppenliquidität sowie Effizienzsteigerungen in der Finanzbuchhaltung angestrebt. Zum Bilanzstichtag betrug das Eigenkapital des Konzerns TEUR 291.616 (Vorjahr: TEUR 275.160), was einer Quote von 48,8% (Vorjahr: 49,2%) der Bilanzsumme entspricht. Auf konzernfremde Gesellschafter entfallen TEUR 291.574 (Vorjahr: TEUR 275.138). 3.2. FinanzlageDie Bankverbindlichkeiten von TEUR 144.473 (Vorjahr: TEUR 113.498) sind in Höhe von TEUR 45.156 (Vorjahr: TEUR 37.040) kurzfristiger Natur und innerhalb eines Jahres fällig. Diesen stehen flüssige Mittel von TEUR 67.865 (Vorjahr: TEUR 52.980) gegenüber. Der Anstieg an Bankverbindlichkeiten resultiert aus hohen Anlageinvestitionen. Die Finanzierungsstrategie des Konzerns sowie deren operative Umsetzung zeichnen sich in allen Teilbereichen durch Stabilität und Nachhaltigkeit aus. Die Sicherung der Zahlungsfähigkeit ist die oberste Maxime des Finanz- und Liquiditätsmanagements der Tribeca-Gruppe. Die Zahlungsverpflichtungen des Konzerns konnten jederzeit erfüllt werden. Die Liquiditätsentwicklung stellt sich wie folgt dar:
Der positive Cash-Flow der laufenden Geschäftstätigkeit resultiert im Wesentlichen aus der Veräußerung der Wertpapiere zum 31.12.2021. Dem steht ein negativer Cash-Flow aus Investitionstätigkeit gegenüber. Dieser resultiert im Wesentlichen aus den Investitionen in Maschinen und Anlagen der Produktion sowie zudem dem neuerlichen Kauf von Wertpapieren. Darüber hinaus stehen den Gesellschaften des Tribeca-Konzerns ausreichende Kreditlinien zur Verfügung. Insoweit kann die Finanzlage als positiv gewertet werden. 3.3. ErtragslageIn der Entsorgungs- und Logistiksparte konnte im Geschäftsjahr 2021 ein Umsatz von TEUR 365.455 erzielt werden. In der Sparte Immobilienverwaltung konnten im Geschäftsjahr 2021 Erträge in Höhe von TEUR 713 erzielt werden. Dieser resultiert aus der Vermietung von Wohnimmobilien. Der Umsatz im Bereich Lebensmittel betrug TEUR 268.368. Weiterhin konnten Erträge aus anderen Wertpapieren in Form von Ausschüttungen sowie Zins- und Dividendenerträgen in Höhe von TEUR 10.001 erzielt werden. Im Berichtszeitraum wurden Investitionen in Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 54.722 getätigt. Die Finanzierung der Investitionen erfolgte fristenkongruent durch Aufnahme entsprechender mittel- und langfristiger Investitionskredite aus klassischen Bankdarlehen oder Mietkauf-Finanzierungsverträgen, Eigenmitteln sowie in geringem Umfang auch durch Abschluss von Leasingverträgen. Ein Großteil der Investitionen entfällt auf Erweiterungsinvestitionen. Insgesamt konnte ein EBIT von TEUR 13.310 (Vorjahr: TEUR 15) sowie ein Ergebnis nach Ertragssteuern in Höhe von TEUR 18.473 (Vorjahr: TEUR 10) erzielt werden. 3.4. InvestitionenDie Investitionen liegen bei TEUR 74.382. Die weitere Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel detailliert dargestellt. Zur Finanzierung der Investitionen stehen den Konzerngesellschaften mittel- und langfristige Finanzierungen zur Verfügung, dabei werden langfristig gebundene Vermögensgegenstände langfristig finanziert, um eine entsprechende Fristenkongruenz zu erreichen und Zinsänderungsrisiken zu vermeiden. Neben klassischen Immobilien-Mietverträgen spielen "off-balance"-Finanzierungen wie z.B. Leasing keine bedeutende Rolle. 4. PersonalDer Personalbestand liegt bei 2.789 Mitarbeitern. 5. Prognose, Chance und Risikobericht5.1. PrognoseberichtNeben der Corona-Pandemie beeinflusste in den ersten Monaten des Jahres 2022 vor allen Dingen der Krieg in der Ukraine weltweit das wirtschaftliche Geschehen: Der russische Angriffskrieg belastet die Aussichten für die Weltwirtschaft und bringt große politische Unsicherheit mit sich. Folgen sind anhaltend hohe Preise für Energie und Rohstoffe sowie der Ausfall von Nahrungsmittel- und Düngemittelexporten aus der Ukraine und Russland. Das Bundesministerium für Wirtschaft und die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute gehen davon aus, dass sich insbesondere in der Europäischen Union 2022 das Wirtschaftswachstum deutlich abschwächen wird. Für ein Teil der Mitgliedstaaten stelle vor allem die hohe Abhängigkeit von russischen Energieimporten ein erhebliches Risiko dar. Auch ein Lieferstopp oder ein Importembargo für russische Energieträger mit gravierenden Folgen für die wirtschaftliche Entwicklung in Europa können nicht ausgeschlossen werden. Vor dem Einmarsch der russischen Armee in die Ukraine Ende Februar 2022 zeigte sich die weltweite konjunkturelle Entwicklung trotz der weiteren Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus (SARS-CoV-2) in vielen Staaten noch robust. Die als Reaktion auf den russischen Angriffskrieg ergriffenen Sanktionen verstärkten die Störungen weltweiter Wertschöpfungsketten und erhöhten den inflationären Druck. Diese angebotsseitigen Schwierigkeiten trafen bislang auf eine noch robuste Konsumnachfrage. Insbesondere die kontaktintensiven Dienstleistungen dürften sich im Sommerhalbjahr 2022 weiter erholen, die pandemiebedingten Engpässe im Verlauf des Jahres dürfte an Einfluss verlieren. Wachstumsimpulse dürften durch den teilweisen Abbau ungeplanter pandemiebedingter Ersparnisse und einen soliden Arbeitsmarkt entstehen. Gleichzeitig sind Verbraucher und produzierendes Gewerbe als auch Industrie zunehmenden Unsicherheiten in Folge des Ukraine-Kriegs ausgesetzt. Die OECD schätzt das globale Wirtschaftswachstum in ihrem Wirtschaftsausblick aus Juni 2022 aufgrund des Ukraine-Kriegs und dessen Folgen deutlich skeptischer ein und erwartet nur noch ein Wachstum um 3,0%. Die Prognose aus Dezember 2021 lag noch bei 4,5%. Für das Jahr 2023 erwartet die OECD ein Anziehen der globalen Konjunktur um 2,8% (bisherige Erwartung 3,2%) und ein starker Anstieg der Inflation in den OECD-Ländern auf 8,5%. Für die deutsche Wirtschaft rechnet die Industriestaaten-Gruppe in diesem Jahr mit einem Wachstum von 1,9%, im Dezember hatte die OECD hier noch rund 4% prognostiziert. Auch die führenden deutschen Wirtschaftsinstitute haben ihre Konjunkturprognose für 2022 im Laufe des ersten Halbjahres 2022 fast halbiert. So reduzierte das Ifo-Institut die Prognose für das deutsche Wirtschaftswachstum im Jahr 2022 auf 2,5%, das IfW ist mit 2,1% noch vorsichtiger. Die Inflation wird nach Erwartung beider Wirtschaftsforschungsinstitute so hoch ausfallen wie seit Jahrzehnten nicht mehr: Das Ifo-Institut erwartet in den kommenden Monaten einen Rückgang der Inflation. Dafür sorgen die staatlichen Strom- und Gaspreisbremsen, die ab Dezember ihre Wirkung entfalten. Dennoch wird der heimische Inflationsdruck noch eine Weile hoch bleiben. Zum einen wird die Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen auch im kommenden Jahr nicht zuletzt als Folge der breit angelegten staatlichen Entlastungspakete gestützt. Zum anderen dürften hohe Tarifabschlüsse sowohl die Kaufkraft als auch die Lohnkosten merklich steigern. Insgesamt dürfte die Inflationsrate von 7,8% in diesem Jahr auf 6,4% im kommenden Jahr sinken. Gleichzeitig wird die Kernrate voraussichtlich von 4,8% auf 5,8% steigen. Die Rohstoffpreise bewegten sich im ersten Halbjahr 2022 auf einem sehr hohen Niveau. Bei Metall- und Schrottpreisen waren ebenso wie bei Papierpreisen und den Notierungen für Folie Rekordwerte zu verzeichnen. Ausgehend von einer zu Beginn 2022 herrschenden knappen Marktversorgung stiegen die Kurse für Rohöl durch Angebotssorgen nach Einmarsch Russlands in die Ukraine deutlich an und führten zu den höchsten Benzin- und Dieselpreisen an deutschen Tankstellen in der Nachkriegsgeschichte. Die Entwicklung in der Vermögensverwaltung wird insbesondere entscheidend von der weiteren Zins- und Kursentwicklung im Zusammenhang mit der weiteren Bekämpfung der Corona Pandemie abhängig sein. Hier ist nach erfolgten Erhöhungen bis auf weiteres mit einer Stabilisierung des Zinsniveaus zu rechnen. Infolgedessen geht die Gesellschaft davon aus, im nächsten Jahr weitere Kursgewinne und Dividenden erzielen und von einem Aufwärtstrend der Kapitalmärkte profitieren zu können. In der Entsorgungs- und Logistiksparte gehen die Gesellschaften von einem positiven Verlauf des Geschäftsjahres 2022 mit einem prognostizierten Umsatz- und Ergebnisniveau auf der Höhe des Vorjahres aus. Wir gehen für das Geschäftsjahr 2022 davon aus, dass sich die KPIs (Umsatzsteigerung, EBITDAR-Marge und Verschuldungsgrad) auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2021 bewegen werden, sofern es nicht in Folge einer Energiekrise oder gar einem teilweisen Zusammenbrechen der Energieversorgung zu einer sehr starken, in Deutschland noch nie dagewesenen Rezession kommt. Auf Konzernebene ist insgesamt von einer Gesamtleistung in Höhe von ca. 650 - 700 Mio. Euro auszugehen. Gestärkt durch das Finanzergebnis wird mit einer Gesamtleistungsrendite von 3-5 % gerechnet. Aufgrund möglicher Änderungen in der Beteiligungsstruktur des Konzerns können sich ggf. auch deutliche Abweichungen in der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zukünftiger Jahre ergeben. 5.2. Chancen und RisikoberichtDie Deutsche Bank blickt in ihrem Kapitalmarktausblick 2023, den sie heute in Frankfurt am Main vorgestellt hat, verhalten optimistisch auf das kommende Jahr. Die zu erwartende Rezession in den USA und Europa dürfte moderat ausfallen. Die Inflation wird zwar unter anderem aufgrund der Energiepreise voraussichtlich zunächst hoch bleiben; die Leitzinsen sollten jedoch im Sommer ihren Höchststand erreichen. Anleiherenditen in den USA dürften bereits im ersten Halbjahr ihren maximalen Wert erzielen. Die Deutsche Bank erwartet, dass der Renditeanstieg in der Eurozone in der zweiten Jahreshälfte ausläuft. Aktien bleiben aufgrund niedriger Bewertungen bei stabilen Unternehmensgewinnen eine interessante Anlageoption. Russland-Ukraine-Krieg, Energiekrise, Inflation. Selten zuvor gab es so viele Risikofaktoren an den Märkten wie in den vergangenen Monaten. Es wird erwartet, dass sich das Wachstum der vermutlich weiter abschwächen wird - nach gut 3 Prozent in diesem Jahr auf etwas mehr als 2 Prozent im Jahr 2023. Demzufolge wird davon ausgegangen, dass der konjunkturelle Einbruch in der Eurozone nach derzeitigen Prognosen weniger stark ausfallen dürfte als noch vor wenigen Monaten befürchtet, da das Risiko für Gasrationierungen deutlich gesunken ist. Ein Grund dafür sei der bisher milde Herbst, durch den sich der Beginn der Heizperiode nach hinten verschoben hat. Es wird keinen so starken Konjunktureinbruch geben wie während der Corona-Krise. Für die USA erwartet die Deutsche Bank im kommenden Jahr ein Wachstum von 0,6 Prozent nach 2 Prozent im Jahr 2022. Die Eurozone dürfte mit einem Minus von bis zu einem Prozent davonkommen, nach einem Wachstum von 3 Prozent im laufenden Jahr. Chinas Wirtschaft könnte nach dem Volkskongress im März 2023 von einer zu erwartenden allmählichen Lockerung der Null-COVID-Politik profitieren; das BIP dürfte bis zu 5 Prozent wachsen. Ein Risiko in China bleibt die zögerliche Erholung des Immobilienmarktes. Um diesen zu stützen, hat die Regierung bereits unterschiedliche Maßnahmen vorgestellt. In der Entsorgungs- und Logistiksparte bergen die unten aufgeführten Risiken häufig umgekehrt auch unternehmerische Chancen. Grundsätzlich zielt das Top-Management auf einen ausgewogenen Umgang von Chancen und Risiken ab und verfolgt eine verantwortungsvolle Unternehmensführung. Oberstes Ziel ist die langfristige Sicherung des Vermögens und die Steigerung des Unternehmenswertes. Die Geschäftsleitung und die erste Führungsebene nehmen regelmäßige Analysen und Neubewertungen von Chancen und Risiken vor. Vom Konzern wurden Maßnahmen getroffen, mit denen eine Risikoerkennung, die Risikoanalyse und die Risikokommunikation sichergestellt werden. Dieses Risikomanagementsystem soll dazu beitragen, Entwicklungen, die den Fortbestand des Konzerns gefährden können, frühzeitig aufzudecken. Bestandteile des Risikomanagementsystems in der Entsorgungssparte sind u.a. • Funktionstrennungen und 4-Augen-Prinzip (beispielsweise im Dokumenten-Management-System zur Rechnungsfreigabe) • Regelung von Vertretungs- und Kontovollmachten • Richtlinien und Arbeitsanweisungen Vermeidung leistungswirtschaftlicher Risiken durch • stringentes Debitorenmanagement mit wöchentlichem Mahnlauf • eine monatliche Kosten- und Leistungsrechnung mit ergebnisverantwortlichen Bereichen • Vor- und Nachkalkulation kommunaler Aufträge • Überwachungstools für Stammdatenpflege im ERP-System • Rücklauf-Team in der Faktura zur Qualitätssteigerung und Überwachung der Faktura-Laufzeiten • Monatliches Finanzreporting im Investmentbereich Das Risikomanagementsystem wird fortlaufend weiterentwickelt, Planungs- und Kontrollinstrumente werden weiter ausgebaut. Branchenrisiken: Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind nicht erkennbar. Grundsätzlich steht die private Entsorgungswirtschaft im Bereich der kommunalen Entsorgungsdienstleistungen einem Rekommunalisierungsrisiko gegenüber. Ferner können sich durch Regulierungsmaßnahmen der Europäischen Union oder des nationalen Gesetzgebers Änderungen in Teilbereichen des Geschäftsmodells in der Entsorgungssparte ergeben. Im Bereich der industriellen bzw. gewerblichen Kunden besteht eine gewisse Konjunkturabhängigkeit, die aber durch die Vielzahl unterschiedlichster Branchen auf Kundenseite in der Entsorgungssparte breit diversifiziert wird. Ein sektorweites Preisänderungsrisiko besteht in Preisschwankungen bei Primär- und Sekundärrohstoffen und Schwankungen der Stoffstrommengen durch geopolitische Veränderungen. Forderungsausfallrisiken: Die Debitorenstruktur ist sehr granular, kein Kunde hat einen Umsatzanteil von mehr als 10%. Der Delkredere-Aufwand ist aufgrund der guten konjunkturellen Lage und des Anteils öffentlich-rechtlicher Kunden überschaubar. Bonitätsrisiken von Debitoren werden in einem internen Obligo-Management laufend überwacht, ein regelmäßiger Mahnprozess ist etabliert. Das Abwertungsrisiko auf Anschaffungskosten bei Finanzanlagen (Beteiligungen) steuert der Konzern mit einer fortlaufenden Überwachung der Entwicklung der Finanzanlagen sowie der Tochter- und Beteiligungsgesellschaften. Beschaffungsrisiken: Zur Beherrschung von Beschaffungsrisiken und Optimierung der Einkaufspreise wurde ein zentralisierter Investitionsentscheidungs- und Einkaufsprozess implementiert. Um Abhängigkeiten zu vermeiden, greift die Entsorgungssparte bei jeder Artikelgruppe auf mindestens zwei Lieferanten zurück. Bei Strom und Gas bestehen mittelfristige Lieferverträge. Produktionsausfallrisiken: Laufende Anlagenkontrollen, eine vorbeugende Instandhaltung und Reinigung zur Reduzierung der Brandlast, ständige Modernisierungen und Investitionen setzt die Entsorgungssparte dem Risiko eines ungeplanten längerfristigen Ausfalls von wichtigen Aggregaten entgegen. Potenziellen Schäden und dem damit verbundenen Produktionsausfall sowie anderen etwaigen Schadens- und Haftpflichtfällen beugt die Entsorgungssparte durch entsprechende Sachversicherungen vor, die sicherstellen, dass sich die finanziellen Folgen in Grenzen halten. Einen großen Raum nimmt in der Entsorgungssparte die Reduzierung des branchentypisch hohen Brandrisikos auf den Betriebsarealen ein, indem eigene Feuerwehrwagen angeschafft und unterirdische Löschwassertanks und Löschwasserkanonen installiert wurden. Insbesondere Hofmitarbeiter werden geschult, wie im Brandfall agiert werden muss, und permanent darauf sensibilisiert, die Brandlast in den Anlagen und Aufbereitungsanlagen zu senken. Personalwirtschaftliche Risiken bestehen in möglichen dolosen Handlungen von Mitarbeitern, im potenziellen Verlust von Know-how-Trägern in Schlüsselpositionen und bei der Rekrutierung geeigneter Mitarbeiter (Engpassfaktor Berufskraftfahrer). Die Entsorgungssparte versucht erstgenannte Personalrisiken mit einem verbindlichen Werte-/ Verhaltenskodex und 4-Augen-Prozessen zu reduzieren. Bei der Rekrutierung setzt die Entsorgungssparte verstärkt auf eine intensive eigene Ausbildung mit Auszubildenden und DH-Studenten, das Einstellen von Fahrern aus dem EU-Ausland, Verbesserung der Integration dieser Mitarbeiter durch das Anbieten von Sprachkursen und Mitarbeiterwohnungen sowie Maßnahmen zur Nettolohnoptimierung (Tankgutscheine etc.) für alle Mitarbeiter. Umweltrisiken Eine Vielzahl von Maßnahmen zur Qualitätssicherung schützt die Entsorgungssparte vor Umweltrisiken. Zu diesen gehören beispielsweise: Das Zertifizieren nach branchenüblichen Normen, das ständige Modernisieren der Anlagen, die Weiterentwicklung der Wertschöpfungsprozesse, die prozessintegrierte Qualitätssicherung und ein umfassendes Umweltmanagement. Informationstechnische Risiken Die wachsende Vernetzung der Informationssysteme und die Forderung nach deren permanenter Verfügbarkeit stellen immer höhere Ansprüche an die eingesetzte Informationstechnologie und die IT-Infrastruktur. Wir begegnen möglichen IT-Risiken mit dem Einsatz moderner Hard- und Software sowie der stetigen technologischen Erneuerung unserer IT-Infrastruktur. In der Vergangenheit wurde die Sicherheit durch Implementierung von Back-up-Systemen mit Spiegelung der Unternehmensdaten an verschiedenen Standorten, der Verbesserung von unterbrechungsfreien Stromversorgungen (USV) und einer Aktualisierung der Firewall-Architektur sowie der Viren- und Trojanerbekämpfung erhöht. Der Datenverkehr ist bei der Entsorgungssparte verschlüsselt und bewegt sich durch einen so genannten doppelten Tunnel auf dem hohen Sicherheitsniveau der Standards bei Banken und Versicherungen. IT- und Mobilfunkberechtigungen werden zentral verwaltet. Risiken wird in der Vermögensverwaltungssparte insbesondere im Bereich der Währungsrisiken durch die Diversifikation über unterschiedliche Währungen begegnet. Zinsänderungsrisiken bestehen lediglich für kurzfristige Kreditinanspruchnahme, werden jedoch durch das Management überwacht und bei Bedarf gegen Schwankungen abgesichert. Die Entwicklung in der Vermögensverwaltung wird entscheidend von der weiteren Zins- und Realwirtschaftlichen abhängig sein. Die Deutsche Bank erwartet mittlere einstellige Renditen an den Aktienmärkten. Die Prognose für den Dax liegt bei 15.000 Punkten zum Jahresende 2023. Den S&P 500 sehen die Experten bei 4.100 Punkten und den Stoxx 600 bei 445 Punkten. Obwohl das kommende Jahr wirtschaftlich etwas schwieriger werden könnte, spricht für die Anlageklasse, dass die Börse der Konjunktur vorausläuft. Daher dürfte bereits eine leichte Rezession eingepreist sein. Weiterhin werden die Finanzmärkte stark vom geopolitischen Umfeld beeinflusst, so dass auch hier der Ukraine-Krieg eine bedeutende Rolle spielen dürfte. Dem Risiko der negativen Entwicklung wird insbesondere durch eine konservative nachhaltige Anlagestrategie, Diversifizierung sowie permanente Überwachung Rechnung getragen. Im Bereich der Vermögens- und Immobilienverwaltung ist der Konzern zunehmend sowohl Zinsänderungsrisiken als auch Risiken aufgrund von realwirtschaftlichen Ereignissen ausgesetzt. Der Klimawandel hat immense Auswirkungen auf die Lebensmittel- und Getränkeindustrie - insbesondere Unwetterereignisse bedrohen die Ernten und Nahrungsmittelproduktion in allen Teilen der Welt. Aber auch Unsicherheiten in der Lieferkette und Reputationsrisiken stellen eine ernstzunehmende Herausforderung für die Lebensmittelbranche dar. Die Auswirkungen der Pandemie und geopolitischer Unsicherheiten auf weltweite Lieferketten und vor allem die Verfügbarkeit von Rohstoffen setzen der Lebensmittelindustrie ebenfalls zu: Nach Umweltrisiken stellen die Kosten und Verfügbarkeit von Ressourcen das zweitgrößte externe Risiko dar. Gleichzeitig bieten sich regionalen Anbietern und Produzenten Chancen durch die regionale und dadurch unabhängige Produktion und Verarbeitung der Produkte.
München, den 15. Dezember 2022 gez. Christoph Weideneder Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021AKTIVA
Konzerngewinn- und -verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021
Entwicklung des Konzerneigenkapitals für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021
Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021Allgemeine Hinweise Die Tribeca Group GmbH hat ihren Sitz in München. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter der HRB 261120 eingetragen. Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Zur Klarheit und Übersichtlichkeit des Konzernabschlusses wurden einzelne Posten der Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert erläutert. Die für einzelne Positionen geforderten Zusatzangaben wurden ebenfalls in den Anhang übernommen. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Tätigkeitsbereich Gegenstand der Unternehmensgruppe ist zum einen die Verwaltung eigenen Vermögens und das Halten von Beteiligungen, insbesondere von Gesellschaftsanteilen sowie Gründung, Erwerb oder mittelbare und unmittelbare Beteiligung an in- und ausländischen Unternehmen sowie zum anderen Tätigkeiten in der Entsorgungs-, Logistik-, Lebensmittel- und Immobilienbranche. Konsolidierungskreis Der Konzernabschluss umfasst die Tribeca Group GmbH, München, mit einem Stammkapital von TEUR 25 sowie die folgenden jeweils nach § 290 Abs. 2 Nr. 2 HGB einbezogenen inländischen und ausländischen Tochterunternehmen, wobei der Kapitalanteil jeweils 0 % beträgt. Die Beherrschung der direkten Beteiligungen ergibt sich aus dem Bestellungs- oder Abberufungsrecht für die Mehrheit der Leitungsorgane gem. § 290 Abs. 2 Nr. 2 HGB. Folgende Gesellschaften wurden im Berichtszeitraum in den Konsolidierungskreis des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2021 miteinbezogen. Direkte Beteiligungen Inland Alberius GmbH, Grünwald Augustin Entsorgung Holding GmbH, Haselünne Knettenbrech + Gurdulic Service GmbH & Co. KG, Wiesbaden RL Anlagen GmbH, Traunstein Sunrise Holding GmbH, Berg Indirekte Beteiligungen Inland Augustin Entsorgung Bremen GmbH & Co. KG, Bremen Augustin Entsorgung Friesland GmbH & Co. KG, Schortens Augustin Entsorgung Friesland Verwaltungs-GmbH, Schortens Augustin Entsorgung Herzlake GmbH & Co. KG, Herzlake Augustin Entsorgung Herzlake Verwaltungs-GmbH, Herzlake Augustin Entsorgung Leer GmbH & Co. KG, Leer Augustin Entsorgung Papenburg GmbH & Co. KG, Papenburg Augustin Entsorgung Papenburg Verwaltungs-GmbH, Papenburg Augustin Entsorgungsbetrieb GmbH, Meppen Augustin Entsorgung Werlte GmbH & Co. KG, Werlte Augustin Immobilien GmbH & Co. KG, Haselünne Augustin Immobilien Verwaltungs-GmbH, Meppen Bergader Privatkäserei GmbH, Waging am See Blankenhagen Dienstleistungs GmbH, Wiesbaden Emsschrott GmbH & Co. KG, Meppen Käsehandelsgesellschaft Rosenheim GmbH, Bad Aibling Klumpe Umweltdienste Verwaltung GmbH, Werlte Knettenbrech + Gurdulic Entsorgung GmbH, Fulda Knettenbrech + Gurdulic Franken GmbH & Co. KG, Rödelsee Knettenbrech + Gurdulic FullService GmbH, Wiesbaden Knettenbrech + Gurdulic Logistik GmbH, Wiesbaden Knettenbrech + Gurdulic Metallrecycling GmbH, Wiesbaden Knettenbrech + Gurdulic Mittelhessen GmbH & Co. KG, Solms Knettenbrech + Gurdulic Mineralik GmbH, Wiesbaden (vormals K+G Umweltservice Sachsen GmbH) Knettenbrech + Gurdulic Recycling GmbH & Co. KG, Wiesbaden Knettenbrech + Gurdulic Rhein-Neckar GmbH, Mannheim Knettenbrech + Gurdulic Trading GmbH & Co. KG, Wiesbaden Knettenbrech + Gurdulic Umweltservice GmbH, Neu-Isenburg Knettenbrech + Gurdulic Verkehrssicherungs GmbH, Wiesbaden Knettenbrech + Gurdulic Waste Management GmbH, Wiesbaden Sawatzki Abfallentsorgung Ostfriesland Beteiligungs GmbH, Leer Sunrise International GmbH, Berg TAS Schrott- und Metallrecycling Emsland Verwaltungsgesellschaft mbH, Meppen Theo Augustin Städtereinigung GmbH & Co. KG, Meppen Wendelstein Käsewerk GmbH, Bad Aibling Zipfel GmbH, Bremen Zipfel Werkstattentsorgung GmbH, Bremen Ausland Bergader Italia s.r.l., Bozen, Italien Sunrise Italia s.r.l., Verona, Italien Folgende Unternehmen wurden at equity gemäß § 311 Absatz 1 HGB miteinbezogen: Compass Wertstoffmanagement GmbH, Petersberg Containerdienst Andreas Neu GmbH & Co. KG, Lingen (Ems) Lácteas Guadamur S.L., Toledo, Spanien L.A.D. Langener Akten- und Datenträgervernichtung GmbH, Langen MHKW Wiesbaden GmbH, Wiesbaden Die folgenden indirekten Beteiligungen wurden nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen, da diese für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind (§ 296 Abs. 2, § 311 Abs. 2 HGB) bzw. eine Weiterveräußerungsabsicht der Beteiligung besteht: Andreas Neu Verwaltungs GmbH, Lingen DBW Recycling GmbH & Co. KG, Wiesbaden DBW Recycling Verwaltungs GmbH, Wiesbaden documentus GmbH Rhein - Main; Wiesbaden ESWE Bioenergie GmbH GET German Environmental Technology Wiesbaden GmbH, Wiesbaden Grigull GmbH & Co. KG, Emden Knettenbrech + Gurdulic Franken Verwaltungs GmbH, Rödelsee Knettenbrech + Gurdulic Mittelhessen Verwaltungs GmbH, Solms Knettenbrech + Gurdulic Recycling Verwaltungs GmbH, Wiesbaden Knettenbrech + Gurdulic Trading Verwaltungs GmbH, Wiesbaden Knettenbrech + Kühn Metallrecycling GmbH, Karlsruhe (vormals HKG Grünflächenpflege GmbH) Knettenbrech + Wagner Metallhandel GmbH, Rödelsee Knettenbrech + Gurdulic Nord GmbH, Marxen Logex GmbH & Co. KG, Ingolstadt May Biopower GmbH, Jülich Taunus Umweltservice GmbH, Kelkheim Stichtag Sämtliche in den Konzern einbezogenen Tochterunternehmen haben den Konzernabschlussstichtag 31. Dezember 2021. Konsolidierungsgrundsätze Die Tribeca Group GmbH, München, hat als Muttergesellschaft ihren Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 unter Beachtung der handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. In den Konzernabschluss sind neben der Mutter alle direkt und indirekt gehaltenen Tochterunternehmen einbezogen, sofern nicht besondere Ausschlussgründe vorlagen. Tochterunternehmen, an denen die Mutter direkt oder indirekt mehr als 50 % der Anteile hält oder bei denen die Mutter einen beherrschenden Einfluss ausübt, werden nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung einbezogen. Assoziierte Unternehmen werden gemäß § 312 HGB at Equity nach der Buchwertmethode bilanziert. Die Beteiligungsbuchwerte werden dabei um anteilige Jahresüberschüsse bzw. -fehlbeträge, Dividendenausschüttungen und Abschreibungen fortentwickelt. Aus der Kapitalkonsolidierung ergeben sich ein aktivischer Unterschiedsbetrag von EUR 365.059,71 (Vorjahr: EUR 352.602,62), der über einen Zeitraum von 10 Jahren abgeschrieben wird und ein passivischer Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 362.627,63 (Vorjahr: EUR 362.627,63), der im Eigenkapital erfolgsneutral den Konzernrücklagen zugeführt wurde. Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 HGB). Dabei wird der Buchwert der Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital ist mit dem Betrag anzusetzen, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht, der diesen an dem für die Verrechnung maßgeblichen Zeitpunkt beizulegen ist. Rückstellungen sind nach § 253 Abs. 1 Satz 2 und 3, Abs. 2 und latente Steuern nach § 274 Abs. 2 zu bewerten. Schulden, Aufwands- und Ertragskonsolidierung Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie alle Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Gesellschaften werden eliminiert. Zwischengewinne Zwischengewinne waren gemäß § 304 Abs. 2 HGB nicht zu eliminieren, da diese für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind. Steuerabgrenzung Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts bzw. eines negativen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung. Aktive und passive Steuerlatenzen werden unsaldiert ausgewiesen. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Abschlüsse des Mutterunternehmens und der inländischen und ausländischen Tochterunternehmen bzw. assoziierten Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt. Realisations- und Imparitätsprinzip wurden beachtet; Vermögensgegenstände sind höchstens zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und soweit abnutzbar über die gewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte werden ab dem Zugangsjahr über die voraussichtliche Nutzungsdauer von fünf bzw. zehn Jahren abgeschrieben. Die Nutzungsdauern sind durch nachhaltige Kundenbeziehungen und Synergien in den Bereichen Logistik, Vertrieb und Verwaltung begründet. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. In die Herstellungskosten werden die direkt zurechenbaren Einzelkosten sowie die notwendigen Teile der Gemeinkosten einbezogen. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen und Wertpapieren des Anlagevermögens werden mit Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert, Ausleihungen mit Nennwerten oder mit den niedrigeren Barwerten des Bilanzstichtags angesetzt, sofern von einer dauerhaften Wertminderung auszugehen ist. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren oder zu niedrigeren Tageswerten angesetzt. In die Herstellungskosten werden die direkt zurechenbaren Einzelkosten sowie die notwendigen Teile der Gemeinkosten einbezogen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen, das allgemeine Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend berücksichtigt. Wertpapiere werden zum Marktwert im Zeitpunkt der Erstkonsolidierung bzw. zu Anschaffungskosten zum späteren Erwerbszeitpunkt bilanziert. Im Wert gesunkene Wertpapiere werden mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bewertet. Währungsforderungen werden mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtags angesetzt. Beim Umlaufvermögen werden bis zur Bilanzaufstellung bekannt gewordene negative Veränderungen durch Abschreibungen berücksichtigt. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte grundsätzlich nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sogenannten "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode). Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Heubeck-Richttafeln 2018 G (RT 2018 G)" verwendet. Bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen wurde für handelsrechtliche Zwecke ein Rechnungszinssatz von 1,87 % gemäß § 253 Abs. 2 HGB zugrunde gelegt. Bei der Ermittlung wurde ein Gehaltstrend von 2,7% sowie eine Rentendynamik i. H. v. 1,0 - 1,8 % p. a. berücksichtigt. Zu saldierendes Vermögen im Sinne von §246 Abs. 2 S.2 HGB liegt nicht vor. Gemäß dem Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften ist bei der Ermittlung der Rückstellung der durchschnittliche restlaufzeitadäquate Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre zugrunde gelegt worden. Gemäß §253 Abs. 1 Satz 2 HGB i.d.F. des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes ist der durchschnittliche Marktzinssatz der vorangegangenen sieben Jahre zur Ermittlung des Erfüllungsbetrages anzusetzen. Der Unterschiedsbetrag gemäß §253 Abs. 6 HGB beträgt zum 31.12.2021 TEUR 1.179,1. Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in ausländischer Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag passiviert. Erläuterungen zur Konzernbilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel gesondert dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Es bestehen Forderungen gegen konzernfremde Gesellschafter in Höhe von TEUR 47.953 (Vorjahr: TEUR 46.111). Darüber hinaus sind in den sonstigen Vermögensgegenständen Forderungen gegenüber Beteiligungsunternehmen in Höhe von TEUR 1.297 (Vorjahr: TEUR 1.279) sowie gegenüber nahestehenden Unternehmen in Höhe von TEUR 1.511 (Vorjahr: TEUR 3.240) enthalten. Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen in Höhe von TEUR 4.247 (Vorjahr: TEUR 2.780). Wertpapiere Die ausgewiesenen Wertpapiere betreffen ausschließlich Wertpapiere i.S.d. § 266 Abs. 2 B III. Nr. 2 HGB. Aktive latente Steuern Die Berechnung der latenten Steuern erfolgte auf Basis der unternehmensindividuellen Steuersätze. Auf tieferen Konzernebenen wurden aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 54 auf abzugsfähige temporäre Differenzen sowie in Höhe von TEUR 149 auf steuerliche Verlustvorträge gebildet. Sonderposten mit Rücklageanteil Der Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen in Höhe von TEUR 233 (TEUR 286) wurde für Investitionszuschüsse gebildet. Die Investitionen sind im Anlagevermögen aktiviert, der Zuschuss wird analog zur Wertentwicklung der Vermögensgegenstände erfolgswirksam aufgelöst. Der Bilanzposten wurde gem. Artikel 67 Abs. 3 EGHGB beibehalten. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalverpflichtungen, Abschluss- und Prüfungskosten, für ausstehende Rechnungen, sowie Vertriebsrückstellungen für Zentralvergütungen, Kundennachbelastungen und Skonti. Verbindlichkeiten
Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 5.225 (im Vorjahr TEUR 23.247) sowie Verbindlichkeiten aus kreditorischen Debitoren und Verrechnungskonten in Höhe von TEUR 3.659 (im Vorjahr 6.357). Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten darüber hinaus Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 1.232 (im Vorjahr: TEUR 2.395) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 511 (im Vorjahr: TEUR 830). Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Verpfändung von Wertpapierdepots in Höhe von TEUR 14.774 (im Vorjahr TEUR 16.100) und in Höhe von TEUR 92.002 (im Vorjahr TEUR 63.844) durch Grundpfandrechte, Sicherungsübereignungen und ähnlichen Rechten besichert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen unterliegen dem handelsüblichen Eigentumsvorbehalt. Passive latente Steuern Die passiven latenten Steuern resultieren aus dem Ansatz höherer Zeitwerte im Rahmen der Erstkonsolidierung von Tochtergesellschaften in Höhe von TEUR 14.321 (im Vorjahr TEUR 18.717). Auf tieferen Konzernebenen wurden passive latente Steuern in Höhe von TEUR 5.670 (im Vorjahr: TEUR 4.083) auf Abweichungen in Handelsbilanz und Steuerbilanz bei der Abschreibung nach Wegfall der umgekehrten Maßgeblichkeit gebildet. Die Berechnung der latenten Steuern erfolgte auf Basis der unternehmensindividuellen Steuersätze. Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten bestehen Haftungsverhältnisse aus Bürgschaftsverpflichtungen für Dritte in Höhe von TEUR 16.196 (im Vorjahr TEUR 10.741). Davon bestehen TEUR 15.872 (im Vorjahr TEUR 4.000) gegenüber einem Kreditinstitut und dienen der Besicherung von langfristigen Immobilienfinanzierungen nahestehender Personen von konzernfremden Gesellschaftern. Von einer Inanspruchnahme wird aufgrund der guten Bonität des Schuldners derzeit nicht ausgegangen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen
Derivative Finanzinstrumente Zur Absicherung von Zinsrisiken wurde ein Festzinsswap abgeschlossen. Der Nominalwert beträgt TEUR 280, der beizulegende Zeitwert (Marktwert) des Swapgeschäfts beträgt zum Stichtag TEUR 2 zu unseren Lasten. Daneben wurden Rohwaren-Swaps und Rohwaren-Termingeschäfte zur Teilabsicherung des Dieselbedarfs abgeschlossen. Der Marktwert der Sicherungsinstrumente beträgt zum Stichtag TEUR 934. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn und Verlustrechnung Die Ertragslage ist insoweit nicht mit dem Vorjahr vergleichbar, als im Rumpfwirtschaftsjahr 2020 erstmals mit Datum vom 31.12.2020 ein Mutter-Tochter-Verhältnis begründet wurde. Die Umsatzerlöse entfallen mit TEUR 56.760 auf das Ausland (im Vorjahr 0) sowie mit TEUR 577.775 (im Vorjahr TEUR 181) auf das Inland. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsdifferenzen in Höhe von EUR 196 (Vorjahr: TEUR 0) sowie periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 325 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten. Personalaufwand Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung enthalten Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 1.251 (Vj. TEUR 0). Abschreibungen Die aktivierten derivativen Geschäfts- oder Firmenwerte werden über eine planmäßige Nutzungsdauer von 10 Jahren linear abgeschrieben. Ein aktivierter derivativer Geschäfts- oder Firmenwert wird über eine planmäßige Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Die kürzere Nutzungsdauer begründet sich darin, dass keine langfristigen Kundenbeziehungen existieren und kaum Synergieeffekte vorhanden sind. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert waren auf Wertpapiere des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 246 veranlasst. Bei weiteren Wertpapieren des Anlagevermögens deren Zeitwert unter den ursprünglichen Anschaffungskosten liegen, die jedoch nicht dauerhaft im Wert gemindert sind wurde nach § 253 Abs. 3 S. 6 HGB keine außerordentliche Abschreibung vorgenommen. Buchwerte und beizulegende Zeitwerte stellen sich wie folgt dar:
Von einer dauerhaften Wertminderung wird aufgrund der nachhaltig soliden Entwicklung an den Finanzmärkten nicht ausgegangen. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Verluste aus Währungsdifferenzen in Höhe von TEUR 828 (Vorjahr: TEUR 0) sowie periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 1.112 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ist ein Ertrag in Höhe von TEUR 3.228 aus latenten Steuern enthalten Überleitungsrechnung
Angaben zur Konzern-Kapitalflussrechnung Der in der Konzern-Kapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelfonds setzt sich zusammen aus liquiden Mitteln und kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Angaben zum Konzern-Eigenkapitalspiegel Der im Konzern-Eigenkapitalspiegel ausgewiesene Konzern-Bilanzgewinn des Mutterunternehmens enthält einen ausschüttungsgesperrten Betrag der auf die Kapitalanteile der Konzernfremden entfällt in Höhe von TEUR 1.328. Sonstige Angaben Mitarbeiter Die Zahl der durchschnittlich Beschäftigten betrug:
Die angegebenen Beschäftigten zum 31.12.2020 entfallen auf die zum 31.12.2020 erstmals in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften. Geschäftsführung Geschäftsführer der Tribeca Group GmbH, München, ist Herr Christoph Weideneder, Vorstand (Small & Mid Cap Investmentbank AG), München. Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird unter Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer des Konzernabschlusses für das Rumpfgeschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 36. ErgebnisverwendungsvorschlagDer Konzernjahresüberschuss in Höhe von EUR 7.311 wird auf neue Rechnung vorgetragen. Konzernverhältnisse Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021 (größter Kreis) werden beim Betreiber des Bundesanzeigers eingereicht und im Bundesanzeiger veröffentlicht. Erleichterungsvorschriften für Tochterunternehmen Folgende in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen machen von den Erleichterungsvorschriften nach § 264 Abs. 3 HGB und §264b HGB Gebrauch und sind infolge dessen insbesondere von der Offenlegungspflicht nach § 325 HGB für das Geschäftsjahr 2021 befreit: Alberius GmbH, Grünwald Augustin Entsorgung Bremen GmbH & Co. KG, Bremen Augustin Entsorgung Friesland GmbH & Co. KG, Schortens Augustin Entsorgung Herzlake GmbH & Co. KG, Herzlake Augustin Entsorgung Holding GmbH, Haselünne Augustin Entsorgung Leer GmbH & Co. KG, Leer Augustin Entsorgung Papenburg GmbH & Co. KG, Papenburg Augustin Entsorgungsbetrieb GmbH, Meppen Augustin Entsorgung Werlte GmbH & Co. KG, Werlte Augustin Immobilien GmbH & Co. KG, Haselünne Bergader Privatkäserei GmbH, Waging am See Blankenhagen Dienstleistungs GmbH, Wiesbaden Emsschrott GmbH & Co. KG, Meppen Käsehandelsgesellschaft Rosenheim GmbH, Bad Aibling Knettenbrech + Gurdulic Entsorgung GmbH, Fulda Knettenbrech + Gurdulic Franken GmbH & Co. KG, Rödelsee Knettenbrech + Gurdulic FullService GmbH, Wiesbaden Knettenbrech + Gurdulic Logistik GmbH, Wiesbaden Knettenbrech + Gurdulic Metallrecycling GmbH, Wiesbaden Knettenbrech + Gurdulic Mittelhessen GmbH & Co. KG, Solms Knettenbrech + Gurdulic Mineralik GmbH, Wiesbaden (vormals K+G Umweltservice Sachsen GmbH) Knettenbrech + Gurdulic Recycling GmbH & Co. KG, Wiesbaden Knettenbrech + Gurdulic Rhein-Neckar GmbH, Mannheim Knettenbrech + Gurdulic Service GmbH & Co. KG, Wiesbaden Knettenbrech + Gurdulic Trading GmbH & Co. KG, Wiesbaden Knettenbrech + Gurdulic Umweltservice GmbH, Neu-Isenburg Knettenbrech + Gurdulic Verkehrssicherungs GmbH, Wiesbaden Knettenbrech + Gurdulic Waste Management GmbH, Wiesbaden RL Anlagen GmbH, Traunstein Sunrise Holding GmbH, Berg Sunrise International GmbH, Berg TAS schrott- und Metallrecycling Emsland, Meppen Theo Augustin Städtereinigung GmbH & Co. KG, Meppen Wendelstein Käsewerk GmbH, Bad Aibling Zipfel GmbH, Bremen Zipfel Werkstattentsorgung GmbH, Bremen Nachtragsbericht Ereignisse nach dem Bilanzstichtag von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzernabschlusses haben sich nicht ereignet.
München, den 15. Dezember 2022 gez. Christoph Weideneder Die Geschäftsführung Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Tribeca Group GmbH, München Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Tribeca Group GmbH, München, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31.12.2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Tribeca Group GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31.12.2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 und • vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. • holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. • beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Ulm, den 29. Dezember 2022 Dr.
Werdich Wirtschaftstreuhand GmbH
Prof. Dr. Hans Werdich, Wirtschaftsprüfer Alexander Grohe, Wirtschaftsprüfer Billigung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2021In der Gesellschafterversammlung vom 30. Dezember 2022 wurde der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 gebilligt. |
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