Leica Geosystems GmbH Vertrieb

Parkring 3, 85748 Garching bei München, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 117687
Eingetragen
4.9.1997
Branche
VermessungsbürosTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von WerkzeugenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von feinmechanischen, Foto- und optischen Erzeugnissen, Uhren, Edelmetallwaren und Schmuck
Gegenstand
Vertrieb von Produkten der Boden- und Luftbildvermessung, der Photogrammetrie, der Industrievermessung, der Zielerfassung und Beobachtung, der Datenaufbereitung und -verwaltung, die Erbringung zugehöriger Dienstleistungen sowie alle damit zusammenhängenden Tätigkeiten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sebastian Dietrich
seit 12.3.2026
Geschäftsführer
Prokura
Alexander Georg
seit 14.9.2023
Prokura
Dirk Andreas Eberle
seit 7.8.2023
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Leica Geosystems Holdings B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Leica Geosystems Holdings B.V.
Netherlands
50.000 DM
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Leica Geosystems GmbH Vertrieb

Garching b.München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2023

A. Geschäft und Rahmenbedingungen

Die Leica Geosystems GmbH Vertrieb mit Sitz in Garching b.München vertreibt Produkte der Boden- und Luftbildvermessung, der Photogrammetrie, der Industrievermessung, der Zielerfassung und Beobachtung, der Datenaufbereitung und -verwaltung, die überwiegend die Leica Geosystems AG, Schweiz, herstellt, und erbringt im Zusammenhang hiermit Dienstleistungen an ihre Kunden in Deutschland und Osteuropa. Die Auslieferung der Produkte erfolgt hierbei in der Regel direkt durch die Leica Geosystems AG an die Kunden der Gesellschaft, so dass bis auf ein Lager mit Demo- und Verleihgeräten kein eigenes Lager mit Waren besteht.

Hauptgeschäftsfeld der Gesellschaft ist die klassische Vermessungstechnik. Allerdings ist die Gesellschaft auch in anderen Geschäftsfeldern wie Handlasermessgeräten oder 3D-Laserscanninggeräten vertreten.

Die Leica Geosystems GmbH Vertrieb gehört zur Schweizer Leica Geosystems-Gruppe. Diese Gruppe wurde im Oktober 2005 vom Hexagon-Konzern erworben und im Geschäftsjahr 2015 dessen Bereich "Geospatial Enterprise Solutions" zugeordnet.

B. Darstellung des Geschäftsverlaufs

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft ist im vergangenen Jahr preisbereinigt um 0,3% gesunken, nach einem Wachstum von 1,9% im Jahr 2022 1 . Die Konjunktur in Deutschland zeigt sich zu Jahresbeginn 2024 wie gelähmt und einem nur schwachen Anstieg im Vergleich zu 2023, vor allem bedingt durch die weiterhin schwache Entwicklung der Weltwirtschaft und trotz der gesunkenen Energiepreise, die aktuelle geopolitische Lage, hervorgerufen durch den andauernden Russland Ukraine Konflikt und dessen wirtschaftliche Folgen, den Fachkräftemangel und wachsende bürokratische Lasten. Die, für den weiteren Verlauf des Jahres 2024, vor allem in der zweiten Jahreshälfte, erhoffte Verbesserung in Deutschland, wird wegen der Ukrainekrise und der im Jahresverlauf rückläufigen Inflation, laut Jahreswirtschaftsbericht 2024 des BMWi im Laufe des Jahres 2024 mit einem Wachstum von 0,2% eintreten 2 .

Osteuropa wies auch für das Jahr 2023 im Vergleich zu 2022 trotz Ukrainekrise noch Wachstumsraten aus, die über dem deutschen Wachstum lagen. International rechnet man aktuell trotz der Entwicklungen im ersten Quartal 2024 mit einer weiterhin langsamen Erholung der weltweiten Konjunktur. Der Internationale Währungsfonds ("IWF") erwartet daher ein globales Wirtschaftswachstum von 3,1% 3 .

Branchenentwicklung

Das statistische Bundesamt meldete für das deutsche Baugewerbe für das Jahr 2023 einen preisbereinigten Umsatzrückgang von real 3,3%. In der EU hingegen stieg die Produktion im Baugewerbe laut Eurostat um durchschnittlich 2,4% 4 .

Die Marktsituation im Geschäftsbereich "Geomatics" (klassischer Vermessungsmarkt) steht in direkter Abhängigkeit zur Baubranche und damit auch zur Baukonjunktur. Die gegenwärtige konjunkturelle Lage, insbesondere des Bausektors, zeigt im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatzanstieg bei der Leica Geosystems Vertrieb GmbH von -7,7%.

Der Bereich "Construction" bietet Lösungen für die Digitalisierung in der Bauvermessung. Dieser Bereich erfährt weiterhin gute Akzeptanz und Anwendung der BIM (Building Information Modelling) - Methode bei Bauprojekten. Hier bestehen Wachstumschancen aufgrund der Innovationsfähigkeit der Produkte sowie der angebotenen Service- und Supportleistungen. Mithilfe derer konnte in der Vergangenheit ein stetiges Wachstum erzielt werden, welches leider im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr mit einem Minus von ca. -12,7% nicht fortgeführt werden konnte.

Im Geschäftsbereich "Measuring Tools" (Handlasermessgeräte) richtet sich unser Fokus auf die Produktivitätssteigerung unserer Kunden. Wachstumschancen bestehen in der Erschließung neuer Marktsegmente. Durch weitere technische Verbesserungen, die Erweiterung der Produktpalette sowie neue Vertriebswege (Handelsvertreter, Vertrieb an den Versandhandel), die den Zugang zu neuen Käufergruppen ermöglichen, versuchen wir unsere Marktanteile zumindest zu halten oder aber auszubauen, was im Vergleich zum Vorjahr leider nicht gelungen ist (-48,3%).

Im Bereich "Scanning" (3D-Laserscanning) setzt Leica Geosystems GmbH Vertrieb auf die zunehmende Digitalisierung in der Bauindustrie. Bei Ausschreibungen auch im öffentlichen Bereich wird die Anwendung der BIM Methode (Building Information Modeling) zum Standard. Der BIM Prozess beginnt mit der digitalen Erfassung der Ausgangssituation. Hier kommt typischerweise Laserscanning zum Einsatz. Während des Bauprozesses wird mit Hilfe von Laserscans der Baufortschritt dokumentiert und ggf. auch mit den 3D CAD-Modellen verglichen. Ein großes Potential bietet darüber hinaus die digitale Erfassung von Bestandsgebäuden für CAFM (Computer Aided Facility Management). Mit unserem Angebot an Scannern und den dazugehörigen Softwarelösungen gehen wir auf die Bedürfnisse der verschiedenen Anwender ein. Erfreulicherweise verzeichneten wir hier einen Umsatzanstieg von rund 38,3% im Vergleich zum Vorjahr. Wir führen das, wie auch im Jahr 2022, im Wesentlichen darauf zurück, dass wir in diesem Bereich eineerseits das Produktportfolio erweitert haben, andererseits neues Kundenpotential entwickeln konnten und unsere Bestandskunden verstärkt in Digitalisierung investieren und dabei größere Investitionen, wie beispielsweise für Laser-Scanner Ausstattungen, vorgenommen haben und auch in Zukunft tätigen werden.

Unternehmensentwicklung

Die zentrale operative finanzielle Steuerungskenngröße der Leica Geosystems GmbH Vertrieb ist aufgrund der Transferpreisgestaltung mit der Leica Geosystems AG, Schweiz, der Umsatz.

Die Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 ist seitens der Geschäftsführung insgesamt trotz des anhaltenden Russland Ukraine Konflikt als noch gut zu bewerten. Leider hat sich dabei trotzdem der Umsatz von TEUR 101.767 auf TEUR 98.191 zurückentwickelt. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) verschlechterte sich um TEUR 510 auf TEUR 4.625 (Vj. TEUR 5.135).

Die Prognose des Vorjahres für Umsatz (EUR 115 Mio.) konnte nicht erreicht werden, ebenso auch das Ergebnis vor Steuern (EUR 5,8 Mio.) nicht.

Umsatz- und Preisdruck auf den Märkten, Inflation, Zinsentwicklung, als auch starke Konkurrenzsituation hat dazu geführt, dass gesteckte Ziele bei der Umsatzentwicklung nicht erreicht wurden. Dadurch wurde auch das geplante EBT nicht erreicht. Wie auch schon im Vorjahr steht Kostenoptimierung und Effizienzgewinn innerhalb der Organisation ebenfalls im Fokus, um das Ergebnis zu optimieren.

Bezogen auf die einzelnen Geschäftsbereiche stellt sich die Situation folgendermaßen dar:

Im Geschäftsbereich "Geomatics", der das Kerngeschäft von Leica Geosystems GmbH Vertrieb bildet, fiel der Umsatz von TEUR 52.085 um -7,7% auf TEUR 48.087. Im Bereich GPS haben wir mit unseren neigungskompensierten Antennen GS18 T und ICG 70T einen neuen Innovationszyklus angestoßen. Im Jahr 2020 folgte eine weitere Innovation mit dem Modell GS18i, einer Kombination aus GNSS + Photogrammmetrie, was den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr aber nicht halten bzw. weiterhin steigern konnte.

Die Umsatzentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr im Bereich "Construction", bestehend aus "Construction Tools" und "Construction Machine Automations", zeigt dieses Jahr leider keine erfreuliche Entwicklung. Im Berichtsjahr sank der Umsatz hier um -12,7 % auf TEUR 22.545 (Vj. TEUR 25.837). Die Fortführung der Fokussierung der Vertriebsteams auf Lösungen für den Hochbau einerseits und den Tiefbau andererseits bleibt hier weiterhin das Ziel. Insbesondere unsere Lösungen für die Automatisierung von Baumaschinen finden im Markt einen guten Anklang. Diese Technologien werden u.a. bei öffentlichen Ausschreibungen, bei denen wir teilnehmen, gefordert.

Der Geschäftsbereich "Measuring Tools" zeigt im Geschäftsjahr 2023 im Wesentlichen aufgrund der steigenden Konkurrenzsituation mit TEUR 1.694 einen Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr (Vj. TEUR 3.279) von -48,3%.

Der Bereich "Scanning" verzeichnete auch in diesem Jahr, nach einer Erhöhung im Vorjahr von 13,5%, einer Erhöhung um 38,8% auf TEUR 19.670 (Vj. TEUR 14.174). Die Gesellschaft führt diese Umsatzentwicklung darauf zurück, dass "Early Adopter" und Stammkunden zwar bereits in Laser Scanner Technologien investiert haben, allerdings schreitet die Erschließung neuer Zielgruppen im Building Bereich gut voran, als auch Produktportfolioerweiterungen einen guten Anklang im Bauhauptgewerbe finden.

Der Geschäftsbereich "Detection", im Jahr 2018 separiert aus dem Bereich "Construction", zeigt mit einem Umsatz von TEUR 1.182 im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 1.200 ein Minus von -1,5 % nun eine leider negative Entwicklung.

Personalbereich

Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 167 Mitarbeiter beschäftigt. Im Vergleich zum Vorjahr ist damit die Anzahl der Mitarbeiter insgesamt um 3 Mitarbeiter gesunken.

C. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Vermögens- und Finanzlage ist durch eine Zunahme der Bilanzsumme um TEUR 2.678 auf TEUR 47.815 (Vj. TEUR 45.137) gekennzeichnet.

Die Zunahme ergibt sich auf der Aktivseite im Einzelnen aus einer Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um stichtagsbedingten TEUR 2.815 auf TEUR 11.813 (Vj. TEUR 8.998).

Auf der Passivseite lagen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen mit TEUR 15.267 stichtagsbedingt unter dem Vorjahresniveau (Vj. TEUR 17.397).

Das Eigenkapital beträgt TEUR 16.714 (Vj. TEUR 13.208). Die Eigenkapitalquote ist damit im Geschäftsjahr 2023 von 29,3 % auf 35,0 % gestiegen.

Das Ergebnis vor Steuern verminderte sich um TEUR 510 auf TEUR 4.625 (Vj. TEUR 5.135). Dabei reduzierten sich die Aufwendungen für bezogene Waren um TEUR 2.240 auf TEUR 69.439 (Vj. TEUR 71.596) bzw. die Aufwendungen für bezogenen Leistungen erhöhten sich um TEUR 113 auf TEUR 1.704 (Vj. TEUR 1.591). Die Rohgewinnmarge fiel mit 27,5 % um 0,5 %-Punkte unter das Vorjahresniveau (28,0%).

Der Personalaufwand in Höhe von TEUR 13.988 (Vj. TEUR 13.969) stieg von 13,7% auf 14,2 % bezogen auf die Gesamtleistung von TEUR 98.411 (Vj. TEUR 102.040). Das Verhältnis der sonstigen betrieblichen Aufwendungen zur Gesamtleistung zum Vorjahr ist mit 9,1% um -0,2% vermindert. Ursächlich für die gesunkenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren insbesondere niedrigere Kosten für Werbung und Messen, Reparatur- und Instandhaltung, Temporär-Löhne sowie im Gegenzug höhere EDV-, Reise- und Kfz-Kosten, als auch Intercompany Weiterbelastungen. Aufgrund der Einbindung der Gesellschaft in das Cash-Pooling der Hexagon-Gruppe ist die Liquiditätslage zum Bilanzstichtag mit einem Cash-Pool-Guthaben von TEUR 20.851 (Vj. TEUR 21.316) als gesichert zu erachten.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt TEUR -165, der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beträgt TEUR 0 und der operative Cashflow beträgt TEUR 5.855. Abweichend vom DRS 21 rechnet die Gesellschaft die Forderungen aus Cash-Pooling mit in den Finanzmittelbestand ein.

Insgesamt stellt sich die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage gut dar.

D. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Gesellschaft wird nicht anhand von nichtfinanziellen Leistungsindikatoren gesteuert.

E. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Leica Geosystems GmbH Vertrieb bietet nach wie vor ein umfassendes Produktportfolio im Vermessungsmarkt. Dadurch besteht keine Abhängigkeit von einzelnen Kunden. Es kann vielmehr für die verschiedensten Kunden mit den verschiedensten Anwendungsbereichen sowohl vom Standard- bis hin zum Spezialprodukt ein vielfältiges Sortiment angeboten werden. Durch diese Faktoren und durch die Nutzung verschiedener Distributionskanäle ist die Leica Geosystems GmbH Vertrieb in der Lage die Wachstumschancen auf den Märkten wahrzunehmen und weiter auszubauen.

Weiterhin ist Leica Geosystems GmbH Vertrieb in das Business - und Risikomanagement-System des HEXAGON-Konzerns eingebunden. Der ständige Austausch von Zentraldaten und die Analyse von Risiken gewährleisten eine frühzeitige Reaktionsmöglichkeit auf externe und interne Störungen.

Die Risiken werden von der Geschäftsführung auf Basis der möglichen finanziellen Auswirkung und der Eintrittswahrscheinlichkeit als hoch, mittel oder gering klassifiziert.

Trotz der insgesamt positiven Entwicklungschancen des Unternehmens, bestehen allgemeine Risiken, die sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken können, wie z. B. Änderungen in der Akzeptanz neuer Technologien, fehlende finanzielle Leistungsfähigkeit von Kunden, Reaktionen von Wettbewerbern, erhöhter Druck auf die erzielbare Marge oder künftige Gesetzesentwicklungen.

Konjunkturelle Schwankungen, welche die Bauindustrie betreffen, wirken sich unmittelbar auf die Investitionsbereitschaft unserer Kunden aus, jedoch rechnen wir aus unseren Erfahrungen der Vorjahre mit einem geringen Schadenausmaß.

Der seit Februar 2022 herrschende Russland Ukraine Konflikt stellt, wie im Jahr 2022 schon erläutert, für die Leica Geosystems GmbH Vertrieb ein geringes Risiko dar, da weder mit Russland noch mit der Ukraine wesentliche Geschäftsbeziehungen bestehen.

Eine Veränderung des Zahlungsverhaltens der Kunden konnte bislang nicht beobachtet werden. Insofern stellt das Forderungsausfallrisiko derzeit ein geringes Risiko dar.

Das Unternehmen vertreibt in weitaus überwiegendem Umfang die Produkte der Leica Geosystems AG, Heerbrugg, Schweiz, auf der Grundlage einer Vertriebsvereinbarung vom 16.06.2009 (in der neuesten Fassung).

Der Vertriebsvertrag sichert dem Unternehmen Einkaufspreise (Transferpreise) zu, die ihm ein Geschäftsergebnis erlauben, wie es aus einer entsprechenden Geschäftsbeziehung zwischen fremden Dritten durchschnittlich zu erwarten wäre. Dabei wird als Vergleichsbasis unter entsprechender Anwendung der einschlägigen OECD-Richtlinien von einer hypothetischen Geschäftsbeziehung zwischen unabhängigen Unternehmen ausgegangen, in der eine vergleichbare Verteilung von Funktionen und übernommenen Risiken vorliegt. Der Vertriebsvertrag ist auf unbestimmte Zeit abgeschlossen und ungekündigt. Er kann von beiden Parteien mit einer Frist von sechs Monaten gekündigt werden. Das Unternehmen rechnet auf absehbare Zeit mit einer Fortsetzung der Vertriebsbeziehung.

Da die Covid 19 - Pandemie überwunden ist, sehen wir hier kein Risiko mehr, wie auch schon im Lagebericht 2022 festgestellt.

Zusammenfassend schätzt das Management die zuvor dargestellten Risiken hinsichtlich der Eintretenswahrscheinlichkeit und Schadensausmass, unverändert zum Vorjahr, wie folgt ein:

Risiko Eintretenswahrscheinlichkeit Schadensausmass Gesamtbeurteilung
Konjunkturelle Schwankungen Mittel Gering Gering
Russland Ukraine Konflikt Mittel Gering Gering
Forderungsausfall Gering Gering Gering
Kündigung Vertriebsvereinbarung mit Leica Geosystems AG Gering Hoch Gering

D.h. im Berichtsjahr waren keine den Bestand des Unternehmens einzeln oder in Summe gefährdenden Risiken oder andere wesentliche Risiken erkennbar.

F. Ausblick für das Geschäftsjahr 2024

Die Planung für das Geschäftsjahr 2024 beinhaltet Umsatzerlöse in Höhe von EUR 110,6 Mio. und ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von EUR 5,5 Mio.

Im Jahr 2024 setzen wir, die vom Konzern vorgegebene Xi Strategie weiterhin, wie im Jahr 2020 begonnen, konsequent um. Xi steht für folgende Fokus-Industrien: Survey Solutions, Building Solutions, Heavy Construction, Mining und Geospatial Content. Für die Leica Geosystems GmbH sind die Bereiche Survey Solutions, Building Solutions und Heavy Construction hauptsächlich relevant.

Survey Solutions: Im Bereich der "klassischen" Technologien (Tachymeter und GPS) erwarten wir ein negatives Marktwachstum aufgrund der aktuell baukonjunkturellen Lage. Wir versuchen hier dennoch unsere Marktposition auszubauen und Marktanteile zu gewinnen. Insbesondere durch Innovationen wie dem neigungskompensierten GPS Systems GS18i und der Innovation mit dem neigungskompensierten Autopole AP20. Durch den Trend der Vermessungsbüros, sich weiter zu diversifizieren, bieten sich darüber hinaus Möglichkeiten für Laserscanning-Lösungen.

Heavy Construction (Tiefbau): BIM und die zunehmende Digitalisierung in der Bauindustrie bieten Chancen im Bereich der Automatisierung von Baumaschinen und der Digitalisierung der Bauvermessung. Für die Dokumentation des Baufortschrittes und des Abgleiches mit dem BIM Model sehen wir sehr gute Möglichkeiten für unsere Laserscanning Lösungen. Während sich das Marktumfeld in den Bereichen Survey (klassische Vermessung) und Building Solutions (Hochbau) negativ entwickelt, erwarten wir im Bereich der Infrastruktur eine höhere Investitionsbereitschaft und entsprechende Geschäftsmöglichkeiten für unsere Produkte und Lösungen.

Building Solutions (Hochbau): Wie im Bereich Heavy Construction bieten sich durch BIM und die zunehmende Digitalisierung Möglichkeiten für die Bauvermessung und Laserscanning. In drei Phasen des BIM Prozessen kommen unsere Lösungen besonders zum Tragen: "Field to BIM" - Erfassen der digitalen Ausgangssituation durch Lasersanning, "BIM to Field" - Übertragung der digitalen Planung in die Realität durch Bau-Tachymeter und GPS und "As Built" - der Baudokumentation durch Laserscanning. Die Markteinführung des BLK360 G2 Laserscanner hat den Scanning Markt weiter geöffnet und beschleunigt weiterhin den Trend zur digitalen Verwaltung von Bestandgebäuden (CAFM). Das Marktumfeld im Bereich Hochbau bleibt aufgrund der aktuellen baukonjunkturellen Lage anspruchsvoll, dennoch rechnen wir damit, dass wir unser Marktposition in diesem Bereich festigen können.

 

Garching b.München, 12. Juli 2024

Leica Geosystems GmbH Vertrieb

Katherine Broder, Geschäftsführerin

Cina Molavi, Geschäftsführer

1 Quelle: DESTATIS Statistisches Bundesamt -
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressekonferenzen/2024/bip2023/pm-bip.pdf?__blob=publicationFile
2 Quelle: Jahreswirtschaftsbericht des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz - https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Publikationen/Wirtschaft/jahreswirtschaftsbericht-2024.pdf?__blob=publicationFile&v=10
3 Quelle: Statista Internationale Länderdaten - Ländergruppen & Organisationen 31.01.2024 -
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/157924/umfrage/prognose-zum-bip-wachstum-in-ausgewaehlten-laendern-und-regionen/
4 4 Quelle: Eurostat - Euroindikatoren 20.02.2024 -
https://ec.europa.eu/eurostat/de/web/products-euro-indicators/w/4-20022024-ap

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

EUR 31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 766,00 1.921,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 397.318,76 470.089,80
398.084,76 472.010,80
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 7.669.643,59 8.658.401,70
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.813.469,55 8.998.254,36
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 22.578.919,61 23.173.573,53
3. Sonstige Vermögensgegenstände 328.207,41 3.683.316,57
34.720.596,57 35.855.144,46
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.112,82 784,59
42.391.352,98 44.514.330,75
C. Rechnungsabgrenzungsposten 459.335,26 150.766,25
43.248.773,00 45.137.107,80

Passiva

EUR 31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.564,59 25.564,59
II. Kapitalrücklage 1.483.970,02 1.483.970,02
III. Gewinnvortrag 11.698.672,22 7.915.889,30
IV. Jahresüberschuss 3.505.756,80 3.782.782,92
SUMME EIGENKAPITAL
16.713.963,63 13.208.206,83
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 575.311,00 606.843,00
2. Steuerrückstellungen 327.187,08 3.792.999,10
3. Sonstige Rückstellungen 1.008.081,88 1.006.582,76
SUMME RÜCKSTELLUNGEN
1.910.579,96 5.406.424,86
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 46.921,78 349.475,74
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 735.318,28 1.032.622,00
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 15.266.848,54 17.396.839,84
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.046.967,92 937.113,55
davon aus Steuern EUR 890.390,13 (Vj. EUR 646.869,78)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 22.525,70 (Vj. EUR 34.326,92)
SUMME VERBINDLICHKEITEN 17.096.056,52 19.716.051,13
D. Rechnungsabgrenzungsposten 7.528.172,89 6.806.424,98
43.248.773,00 45.137.107,80

Gewinn- und Verlustrechnung für 2023

2023
EUR
EUR 2022
EUR
1. Umsatzerlöse 98.191.080,44 101.767.398,24
2. Sonstige betriebliche Erträge 220.199,06 272.764,78
98.411.279,50 102.040.163,02
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren 69.439.203,61 71.679.540,15
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.704.425,15 1.590.648,69
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 11.742.580,63 11.737.997,78
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.245.904,74 2.230.980,08
davon für Altersversorgung EUR 89.884,77 (Vj. EUR 96.573.89)
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 239.321,27 215.458,07
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 8.950.760,07 9.449.602,94
94.322.195,47 96.904.227,71
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 547.317,98 0,00
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 547.317,98 (Vj. EUR 0,00)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 10.923,97 881,00
davon Aufwendungen aus der Abzinsung EUR 10.923,97,00 (Vj. EUR 881,00)
-536.394,01 881,00
4.625.478,04 5.135.054,31
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.119.721,24 1.352.271,39
10. Ergebnis nach Steuern 3.505.756,80 3.782.782,92
11. Jahresüberschuss 3.505.756,80 3.782.782,92

Anhang zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

I. Anwendung der gesetzlichen Vorschriften

Die Gesellschaft erfüllt im Geschäftsjahr 2023 die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft. Der Jahresabschluss wurde nach dem Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde, wie im Vorjahr, nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und teilweise davon-Vermerke in diesem Anhang gemacht.

Die Gesellschaft ist unter der Firma Leica Geosystems GmbH Vertrieb mit Sitz in Garching b. München im Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 117687 eingetragen.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (drei bzw. vier Jahre; lineare Methode) vermindert. Die Geschäfts- oder Firmenwerte wurden über die ursprünglich geplante wirtschaftliche Nutzungsdauer inzwischen vollständig abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die voraussichtliche Nutzungsdauer liegt zwischen drei und fünfzehn Jahren. Abschreibungen auf Zugänge zum Sachanlagevermögen werden zeitanteilig vorgenommen. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,00 werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Ihr sofortiger Abgang wird unterstellt.

Waren sind grundsätzlich zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwendbarkeit sowie anderen Gründen ergeben, wurden durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt.

Für die in dieser Position ausgewiesenen Demogeräte werden weder Abschläge auf den niedrigeren Marktpreis noch Abwertungen aufgrund der Lagerdauer vorgenommen, da bei Geschäften mit Verlusten entsprechende Ausgleichszahlungen der liefernden Konzerngesellschaft erfolgen.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Der Kassenbestand und das Guthaben bei Kreditinstituten werden mit ihrem Nominalwert angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind in Höhe der geleisteten Zahlungen gebildet und zeitanteilig entsprechend der erbrachten Gegenleistung aufgelöst.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach der so genannten Projected-Unit-Credit-Methode unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten 10 Jahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,82 % (Vj. 1,78 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Rentensteigerungen wurden mit 2,0 % (Vj. 2,0 %) berücksichtigt. Eine Fluktuation wurde nicht berücksichtigt, da die Verpflichtung nur gegenüber einer Person besteht, bei der es sich bereits um einen Rentner handelt.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten und Preissteigerungen) angesetzt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sind zum Nennbetrag angesetzt.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind in Höhe der erhaltenen Zahlungen gebildet und zeitanteilig entsprechend der erbrachten Gegenleistungen aufgelöst.

Umsatzerlöse mit Handelswaren und aus dem Verkauf von Ersatzteilen sind bei Gefahrenübergang an den Kunden, Serviceleistungen mit der Erbringung der Leistung sowie Erlöse aus dem Verleih von Geräten zeitanteilig realisiert.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst und mit dem Devisenkassamittelkurs zum Stichtag umgerechnet. Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit über einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Stichtag unter Berücksichtigung des Realisations- und Imparitätsprinzips bewertet.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden diese mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und Entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 33,53 % zugrunde gelegt. Latente Steuern ergeben sich beispielsweise aus der unterschiedlichen Bewertung der Vorräte (aktive latente Steuern) sowie bei Rückstellungen (passive latente Steuern) in Steuer- und Handelsbilanz. Die Aktivierung eines Überhangs aktiver latenter Steuern unterbleibt in Nichtausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

III. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

a) Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

b) Vorräte

Die Bruttobestände der Vorräte beinhalten im Wesentlichen Demonstrations- und Leihgeräte in Höhe von TEUR 7.712 (Vj. TEUR 8.205).

c) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie gegen verbundene Unternehmen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Pauschalwertberichtigungen belaufen sich auf TEUR 104 (Vj. TEUR 80). Einzelwertberichtigungen belaufen sich auf TEUR 125 (Vj. TEUR 49).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten im Wesentlichen Forderungen gegen die Hexagon AB, Schweden, in Höhe von TEUR 20.851 (Vj. TEUR 21.316) aus dem Cash-Pooling. Die darüber hinaus gehenden Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 1.728; Vj. TEUR 1.858). Forderungen gegen den Gesellschafter bestanden wie im Vorjahr keine.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von TEUR 298 (Vj. TEUR 298) eine Restlaufzeit von über einem Jahr (Mietkautionen).

d) Eigenkapital

Bei der Kapitalrücklage handelt es sich um eine andere Zuzahlung des Gesellschafters im Sinne von § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB.

e) Rückstellungen für Pensionen und sonstige Rückstellungen

Die Rückstellung für Pensionen beinhaltet künftige Pensionsleistungen an den ehemaligen Geschäftsführer eines im Jahre 2007 erworbenen Geschäftsbetriebs. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB, wenn mit dem 7-Jahresdurchschnittszins von 1,74% gerechnet worden wäre, beträgt TEUR 4 (Vj. TEUR 21) und unterliegt einer Ausschüttungssperre.

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen gebildet für Händler- und Mitarbeiterboni TEUR 231 (Vj. TEUR 349) sowie für ausstehenden Urlaub TEUR 206 (Vj. TEUR 223). Des Weiteren enthalten die sonstigen Rückstellungen Beträge für Mietnebenkosten 2022 und 2023 (Köln und München insgesamt TEUR 110), Reisekosten (TEUR 87), Steuerberatung und Audit (TEUR 92). Der Rest enthält Rückstellungen für verschiedene Lieferanten (TEUR 282).

f) Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen TEUR 735 (Vj. TEUR 1.033) sowie die sonstigen Verbindlichkeiten TEUR 1.047 (Vj. TEUR 937) haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten keine Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen im Wesentlichen gegenüber der Leica Geosystems AG, Heerbrugg, Schweiz, und beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 15.267 (Vj. TEUR 17.396) haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Sämtliche Verbindlichkeiten sind nicht besichert.

g) Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten TEUR 7.528 (Vj. TEUR 6.806) enthalten erhaltene Zahlungen von Kunden für Vertragsleistungen (Service und Support), die in Zeiträumen nach dem Abschlussstichtag zu erbringen sind.

h) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse mit Dritten wurden im Wesentlichen nach Geschäftsbereichen wie folgt erwirtschaftet:

2023
TEUR
2022
TEUR
Vermessungstechnik 48.087 52.085
3D Laserscanning 19.670 14.174
Bauvermessung 22.545 25.837
Handlasermessgeräte 1.694 3.279
Weitere 1.182 1.418
Umsatzerlöse 93.178 96.793

Sie gliedern sich wie folgt nach geographischen Märkten:

2023
TEUR
2022
TEUR
Deutschland 72.386 74.568
Ost Europa 20.792 22.223
Umsatzerlöse 93.178 96,793

Des Weiteren sind in den Umsatzerlösen Erträge aus Weiterbelastungen von Personal-, Messe- und Werbekosten an die Leica Geosystems AG, Heerbrugg, Schweiz, ausgewiesen.

i) Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen werden im Wesentlichen Erträge aus Garantie- und Kulanzleistungen in Höhe von TEUR 108 (Vj. TEUR 160) ausgewiesen. Wie auch im Vorjahr gibt es keine Erträge aus der Fremdwährungsumrechnung.

j) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

2023
TEUR
2022
TEUR
Kostenweiterbelastungen 3.000 1.942
Kfz-Kosten (einschließlich Leasing-Kosten) 1.272 1.255
Miete 1.261 1.330
Messe- und Werbekosten 935 1.637
Reisekosten 474 403
Temporär-Löhne 474 698
Instandhaltung 290 333
Porto, Telefon, Telefax 184 185
Rechts- und Beratungskosten, Prüfungsgebühren 171 210
Ausgangsfrachten 146 126
EDV-Kosten (einschließlich Leasing-Kosten) 63 635
Übrige 681 696
Sonstige betriebliche Aufwendungen 8.951 9.450

Analog zum Vorjahr gibt es keine Aufwendungen aus der Fremdwährungsumrechnung.

k) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen mit TEUR 519 (Vj. TEUR 626) Körperschaftsteuer und mit TEUR 581 (Vj. TEUR 696) Gewerbesteuer für das laufende Geschäftsjahr. TEUR 19 betreffen Ertragsteuern für Vorjahre.

l) Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Wesentliche periodenfremde Erträge und Aufwendungen sind im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht angefallen.

IV. Sonstige Angaben

a) Haftungsverhältnisse, außerbilanzielle Geschäfte und Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestanden keine angabepflichtigen Haftungsverhältnisse.

Die Gesellschaft hat aus Liquiditätsgründen Mietverträge für Gebäude sowie Leasingverträge für Betriebs- und Geschäftsausstattung abgeschlossen. Vorteile des Abschlusses solcher Verträge gegenüber dem Kauf der betreffenden Anlagengüter sind u.a. die Bilanzneutralität, die Liquiditätsschonung und die gewonnene Flexibilität. Nachteile bestehen in der Langzeitbindung und den im Allgemeinen höheren Kosten.

Für die Gesellschaft ergeben sich für die festen Grundmietzeiten finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 10.338 (davon gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 1.848). Diese belaufen sich innerhalb 1 Jahres auf TEUR 2.250 (davon gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 264), zwischen 1 bis 5 Jahren auf TEUR 8.032 (davon gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 1.320) und bei über 5 Jahren auf TEUR 10.338 (davon gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 1.848). Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2024 und 2030.

b) Konzernverhältnisse

Die Leica Geosystems GmbH Vertrieb, Garching b.München, wird in den Konzernabschluss der Hexagon AB, Stockholm, Schweden, einbezogen. Diese stellt damit den Konzernabschluss für den größten und zugleich den kleinsten Konsolidierungskreis auf. Der Konzernabschluss ist am Sitz dieser Gesellschaft erhältlich.

c) Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

2023 2022
Technical Service & Support 64 64
Sales/Dealer Management 47 45
Logistics/Purchasing 23 22
Customer care (pre and post sales) 21 25
Marketing communications 5 5
Admin/Facilities/Site infrastructure 2 3
Human Resources and People development 0 1
Product management and Business development 2 3
Engineering/Research and development 1 1
Finance and controlling 2 1
167 170

d) Geschäftsführung

Im Geschäftsjahr waren Herr Michael Mudra, Diplom-Bauingenieur TU und Herr Erwin Burth, Diplom-Ingenieur FH Geschäftsführer. Herr Burth schied zum 28.02.2023, Herr Mudra zum 02.03.2023 aus dem Amt des Geschäftsführers. Herr Michael Mudra bekleidete neben seiner Tätigkeit als Geschäftsführer die Position des "President Central Europe" und des "President GSR Russia" bei Hexagon Geosystems.

Frau Katherine Elisabeth Broder, Eidg. Dipl. Marketingfachfrau, bekleidet ab dem 11. April 2023 die Position der Geschäftsführerin. Neben dieser Tätigkeit als Geschäftsführerin hat sie die Position "Executive Vice President Global Sales" und seit 01. Januar 2023 die des "President Central Europe" inne.

Zum 01. Juli 2023 wurde Herr Cina Molavi, M.Sc.(TU Berlin), zum weiteren Geschäftsführer bestellt.

e) Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Hinsichtlich der Bezüge der Geschäftsführung wird die Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen, da sowohl Michael Mudra als auch Katherine Broder keine Vergütung von der Gesellschaft herhalten haben sondern von der Leica Geosystems AG, Balgach/Schweiz. Die Herren Cina Molavi sowie Erwin Burth erhielten im Geschäftsjahr eine Vergütung durch die Gesellschaft.

f) Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar (ohne Auslagen) betrug TEUR 61 für Abschlussprüfungsleistungen.

Darüber hinaus wurden keine anderen Leistungen vom Abschlussprüfer für die Gesellschaft erbracht.

g) Ergebnisverwendungsvorschlag der Geschäftsführung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss von TEUR 3.506 zusammen mit dem Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 11.699 auf neue Rechnung vorzutragen.

h) Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Leica Geosystems AG, Balgach/Schweiz, welche für den kleinsten Kreis der Unternehmen einen Konzernabschluss erstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss wird seinerseits in den Konzernabschluss der Hexagon AB, Stockholm/Schweden, welche für den größten Kreis der Unternehmen einen Konzernabschluss erstellt, einbezogen. Eine Offenlegung erfolgt im schwedischen Handelsregister (Bolagsverket) unter der Registernummer (corporate registration number 556190-4771).

i) Mindeststeuergesetzes

Aus der Anwendung des Mindeststeuergesetzes und ausländischen Mindeststeuergesetzen erwartet die Leica Geosystems GmbH Vertrieb keine Auswirkung auf den tatsächlichen Steueraufwand oder Steuerertrag.

j) Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu nicht-marktüblichen Konditionen fanden nicht statt.

k) Nachtragsbericht

Trotz der anhaltenden Aktualität des Russland Ukraine Konflikt seit Februar 2022 sind nach dem Bilanzstichtag keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

 

Garching b.München, 12. Juli 2024

Leica Geosystems GmbH Vertrieb

Katherine Broder, Geschäftsführerin

Cina Molavi, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.765,55 346,42 0,00 13.111,97
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.603.120,70 0,00 0,00 1.603.120,70
1.615.886,25 346,42 0,00 1.616.232,67
I. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.096.846,19 165.048,81 1.520,48 3.260.374,52
4.712.732,44 165.741,65 1.520,48 4.876.607,19
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.844,55 1.501,42 0,00 12.345,97
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.603.120,70 0,00 0,00 1.603.120,70
1.613.965,25 1.501,42 0,00 1.615.466,67
I. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.626.756,39 237.819,85 1.520,48 2.863.055,76
4.240.721,64 239.321,27 1.520,48 4.478.522,43
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 766,00 1.921,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0
766,00 1.921,00
I. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 397.318,76 470.089,80
398.084,76 472.010,80

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Leica Geosystems GmbH Vertrieb, Garching b.München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Leica Geosystems GmbH Vertrieb, Garching b.München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Leica Geosystems GmbH Vertrieb für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31.Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 12. Juli 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Ralf Räpple, Wirtschaftsprüfer

Sebastian Stroner, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 26.09.2024 festgestellt.

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