Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 200660
Eingetragen
31.8.2012
Branche
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Wohngrundstücken, Wohngebäuden und WohnungenVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenVerwaltung von Wohngrundstücken, Wohngebäuden und Wohnungen für Dritte
Gegenstand
Betrieb von Wohnungen und Pensionen, Erwerb und das langfristige Halten und Verwalten von Beteiligungen und anderen Vermögenswerten im eigenen Namen und alle damit zusammenhängenden Tätigkeiten, soweit hierfür keine behördliche Erlaubnis erforderlich ist, Sanierung von Gebäuden sowie Einzelhandel.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
René Vincent Gomis
seit 6.10.2021
Geschäftsführer
Stefan Näther
seit 6.2.2015
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
Dr. Christian NätherCJN Holding GmbH
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Jonas Better Place GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS

a) Geschäftsmodell des Unternehmens

b) Forschung und Entwicklung

II. WIRTSCHAFTSBERICHT

a) Gesamtwirtschaftlich, branchenbezogene Rahmenbedingungen

b) Geschäftsverlauf und Ertragslage

c) Vermögens- und Finanzlage

III. CHANCEN-, RISIKO- UND PROGNOSE-BERICHT

a) Risikobericht

b) Chancenbericht

c) Gesamtaussage und Prognose

I. GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS

a) Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Jonas Better Place GmbH ist Betreiber von Unterkünften für Menschen mit besonderem Schutz- und Unterstützungsbedarf wie Wohnungslose und Flüchtlinge. Zu den Dienstleistungen des Unternehmens zählen die soziale Betreuung und Sicherheit der Bewohnerinnen und Bewohner sowie die Verwaltung und das Facility Management der Unterkunft. Ferner kümmert sich die Gesellschaft um die Verpflegungen, Wäsche, Reinigung, aber auch um die Integration in die Gesellschaft.

Die Jonas Better Place GmbH bietet Dienstleistungen in einem sehr volatilen Kontext an. Um eine flexible Skalierung der Angebote bei gleichbleibender Qualität sicherzustellen, werden alle Prozesse und Dokumente konsequent mit einem Qualitätsmanagement gesteuert. Weiterhin wurde eine eigene Betriebs- und Personaleinsatzplanungssoftware mit der Bezeichnung "INUV" entwickelt, die ein dezentrales, agiles und digitales Management der Ressourcen ermöglicht.

b) Forschung und Entwicklung

Die Jonas Better Place GmbH betreibt keine Forschung und Entwicklung.

II. WIRTSCHAFTSBERICHT

a) Gesamtwirtschaftlich, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 haben insgesamt 351.915 Personen einen Asylantrag in Deutschland gestellt (329.120 Erst- und 22.795 Folgeanträge). Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres (217.774 Erstanträge) bedeutet dies einen Anstieg um 51,1 Prozent. 22.603 der Erstanträge im Jahr 2023 betrafen in Deutschland geborene Kinder im Alter von unter einem Jahr.

Die Hauptherkunftsländer sind Syrien (104.561), Türkei (62.624) und Afghanistan (53.528), gefolgt von Irak (12.360), Iran (10.206), Georgien (9.399) und Russische Föderation (9.028). (Quelle: https://www.bamf.de/SharedDocs/Meldungen/DE/2024 /240108-asylgeschaeftsstatistik-dezember-und-gesamtjahr-2023.html?nn=284830).

"Gemäß einer Auswertung des Bundesinnenministeriums wurden bis Ende Januar 2024 rund 1,14 Millionen Flüchtlinge in Deutschland erfasst, die vor dem Krieg in der Ukraine geflüchtet sind. Die Angaben beruhen auf den Registrierungen im Ausländerzentralregister. Eine exakte Zahl der Geflüchteten aus der Ukraine, die die Bundesrepublik erreicht bzw. verlassen haben, lässt sich nicht mit Sicherheit feststellen. Einige Personen könnten weitergereist oder zurück in die Ukraine gegangen sein", so veröffentlicht von Statista Research Department, 25.03.2024.(Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1294820/umfrage/ kriegsfluechtlinge-aus-der-ukraine-in-deutschland/).

"For 2024, UNHCR operations across the globe have estimated that more than 2.4 million refugees will be in need of resettlement, compared to just over 2 million in 2023.", so die veröffentlichte Bedarfsprognose des UNO-Flüchtlingshilfswerk UNHCR. Quelle: Projected Global Resettlement Needs Assessment

Zusammenfassend ist durch die Verschärfung der Krisenherde insbesondere im Nahen Osten und Afrika und dem fortdauernden Krieg in unsrer unmittelbaren Nachbarschaft mit einem stetig wachsenden Flüchtlingsaufkommen zu rechnen. Der stabil hohe und steigende Bedarf an Unterbringungsformen für Geflüchtete zeigt sich auch in einer ungewöhnlich hohen abgeschlossenen Auftragslage für 2024 - im Vergleich zu den letzten 10 Jahren, in der die Beauftragung und das Bedarfsaufkommen sehr volatil geprägt waren.

b) Geschäftsverlauf und Ertragslage

Die Umsatzerlöse lagen im abgelaufenen Geschäftsjahr bei TEUR 17.657 und lagen mit einer geringen Abweichung von TEUR 109 in der Planung von TEUR 17.766.

Dies führt zu einem operativen Ergebnis (entspricht einem EBIT ohne Einmaleffekte) von TEUR 1.449. Die Planung i.H.v. TEUR 2.400 wurde somit deutlich unterschritten. Auch hierfür war im Wesentlichen ein geringerer Deckungsbeitrag bei den Projekten durch die gestiegenen Lohnkosten sowie die vorwiegend inflationsbedingt unerwartet hohe Erhöhung der Gemeinkosten verantwortlich.

Der Personalaufwand blieb proportional zu den Erlösen im Leistungsbereich Betreuung auf etwa gleich hohem Niveau.

c) Vermögens- und Finanzlage

Die Aktiv-Seite der Bilanz ist in Ihrer Zusammensetzung weitgehend stabil. Das Umlaufvermögen dominiert mit TEUR 4.979 oder 96,8 % der Bilanzsumme die Aktiv-Seite. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit TEUR 3.708 oder 72,1 % der Bilanzsumme zum 31.12.2023 die größte Bilanzposition im Umlaufvermögen sowie auf der Aktiv-Seite. Die Höhe der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht wie im Vorjahr ungefähr dem Umsatz von zwei Monaten. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen aus einem Darlehen an die Jonas Sicherheit und Service GmbH, ehemals DEAR.Team GmbH, sowie besteht eine Forderung aus dem Gewinnabführungsvertrag. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden Steuererstattungsansprüche in Höhe von TEUR 123 (Vj. TEUR 406). Ferner bestehen im Geschäftsjahr Darlehen an Mitarbeiter in Höhe von TEUR 129.

Auf der Passiv-Seite ist das Eigenkapital mit TEUR 3.357 bzw. 65,3 % der Bilanzsumme die größte Bilanzposition der Passiv-Seite. Die sonstigen Rückstellungen sind mit TEUR 434 höher als im Vorjahr Vorjahr (TEUR 372), was v.a. durch nicht genommenen Urlaub begründet ist. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind stichtagsbedingt von TEUR 278 auf TEUR 76 gesunken. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind mit 1.276 TEUR zum Vorjahr (TEUR 1.660) leicht gesunken. Für den Rückgang sind überwiegend die geringeren nachträglichen Vorauszahlungen für Ertragssteuern verantwortlich.

Die Finanzlage der Gesellschaft ist weiterhin sehr positiv, was aus nachfolgender Tabelle ersichtlich ist.

[EUR] 2023 2022 2021 2020
Jahresergebnis 1.042.062 960.967 223.584 125.982
Abschreibungen auf Immaterielles Vermögen und Sachanlagen 24.680 43.368 44.010 108.591
Cashflow i.e.S. 1.066.742 1.004.335 267.594 234.573

Mit einem Bankguthaben und Kassenbeständen von TEUR 582 besteht aus Sicht der Geschäftsführung ausreichend Liquidität zur Verfügung.

Die Einflussfaktoren für die Entwicklung des Finanzmittelfonds wurden bereits beschrieben. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfristen bzw. Skontofristen zu begleichen.

III. CHANCEN-, RISIKO- UND PROGNOSE-BERICHT

a) Risikobericht

Branchenspezifische Risiken

Die Einreisezahlen sind im Vergleich zu den Vorjahren relativ stabil auf hohem Niveau, weshalb der Personalbedarf im Flüchtlingsbereich stetig wachend ist. Es besteht deshalb die Gefahr, dass nicht ausreichend qualifiziertes Personal gewonnen werden kann. Insbesondere die Qualifikationsanforderungen in der Auftragsvergabe wurden in den letzten Jahren weiter erhöht, was die Personalgewinnung weiter erschwert. Aufgrund des demografischen Wandels und guter Beschäftigungsentwicklung in Deutschland in den letzten Jahren wird es für die Jonas Better Place GmbH eine Herausforderung werden adäquates Fachpersonal zu finden und langfristig zu binden. Ein gut funktionierendes Bewerbermanagement, unsere Angebote im Bereich Personalentwicklung und eine attraktive Unternehmenskultur führte dazu, dass der benötigte Personalbedarf gedeckt werden konnte. Für 2024 ist das Ziel, die Rekrutierung, respektive Interviews, noch stärker dezentral zu organisieren. Die Geschäftsführung betrachtet die Risiken der Personalbeschaffung derzeit als gering bis mäßig.

Bei den öffentlichen Auftraggebern ist festzustellen, dass die bürokratische Aufwand deutlich zunimmt, sowohl bei der Rechnungsprüfung als auch hinsichtlich der Genehmigung des eingesetzten Personals. Während Letzteres in erster Linie durch zusätzliche Personalressourcen gelöst werden kann, um alle notwendigen Unterlagen vorzuhalten und einzureichen, können die zusätzlichen Leistungsnachweise bei der Rechnungsstellung automatisiert aus der Datenbank über Neuprogrammierung von Reports generiert werden. Neben den zusätzlichen Kosten für Personal und Programmierung führt dies auch zu einer "Verlangsamung" des Einstellungsprozesses.

Ertragsorientiere Risiken

Der Ertrag wird sich zukünftig verringern, weil deutlich mehr Kosten für Verbesserung der Qualität im Sinne des Qualitätsmanagements (Strukturen und Prozesse) sowie insbesondere im Bereich Personalentwicklung entstehen. Weiterhin kann erwartet werden, dass der Wettbewerb und Preisdruck zunehmen werden, da sich der Markt weiter konsolidiert. Die zwei größten Mittbewerber auf dem Markt haben 2023 fusioniert. Die Geschäftsführung betrachtet dieses Risiko insgesamt als gering, es können sich dadurch auch neue Chancen ergeben, da Auftraggeber den Wettbewerb und Alternativen fördern werden.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Sollte das Wachstum über Plan erfolgen, so könnte zusätzliche Liquidität durch die Vorfinanzierung (working capital) gebunden werden. Dieses Risiko ist über einen Kontokorrentkredit abgesichert. Zusätzlich wird als geeignete Maßnahme Factoring geprüft. Die Gesellschaft finanziert sich nahezu ausschließlich über Eigenkapital. Die Geschäftsführung betrachtet die finanzwirtschaftlichen Risiken derzeit als gering.

Risiken von außergewöhnlichen, nicht planbaren Ereignissen

Das Auftreten von außergewöhnlichen Ereignissen, wie z. B. Terroranschläge, ansteckenden Krankheiten / Pandemien, Naturkatastrophen, Kriege oder ähnliche Ereignisse sowie deren Auswirkungen auf das soziale Leben, können uns grundsätzlich daran hindern die angebotenen Dienstleistungen auszuführen. Unser Unternehmen hat hierfür Notfallpläne entwickelt, jedoch sind die Auswirkungen in extremen Fällen nicht vollständig vorhersehbar und herrschbar.

Die Geschäftsführung betrachtet die Risiken von nicht planbaren Ereignissen derzeit als mittel.

Insgesamt sind bestandsgefährdende Risiken der künftigen Entwicklung derzeit nicht erkennbar.

b) Chancenbericht

Branchenspezifische Chancen

Der Markt für Betreuungsangebote für Flüchtlinge und Wohnungslose hat sich sehr bereinigt. Viele Unternehmen konnten den wachsenden Anforderungen an Qualität bei gleichzeitigem Preisdruck nicht standhalten. Die Jonas Better Place GmbH hat sich hier als zuverlässiger Partner etabliert.

Ertragsorientierte Chancen

Durch die Umsetzung eines Profitcentercontrollings wurden u.a. Einsparpotentiale sichtbar, die zu einer Kostenreduktion geführt haben.

Finanzwirtschaftliche Chancen

Eine weitere Verbesserung unseres Forderungsmanagements (Mahnwesen, Automatisierungen in der Rechnungserstellung u.a.) führt zu einer höheren Liquidität, die neue Geschäfte vorfinanzieren kann und Umsatzwachstum ermöglicht.

Personalwirtschaftliche Chancen

Da Jonas Better Place GmbH eine starke pädagogische Ausrichtung verfolgt und dafür auch personell Ressourcen vorhält, kann diese Kompetenz in einer internen Weiterbildungsakademie genutzt werden. So können motivierte Bewerber, die noch nicht über die notwendige Qualifizierung verfügen, selbst ausgebildet und gefördert werden.

c) Gesamtaussage und Prognose

Die Jonas Better Place GmbH ist mit ihrer Strategie der Spezialisierung auf Lösungen für die Unterbringung von besonders schutzbedürftigen Menschen sehr gut aufgestellt, um konjunkturelle Schwächephasen zu meistern und vorhandene Chancen zu nutzen. Mit einer breiten Angebotspalette von integrierten Leistungen rund um die Unterbringung, Stärkung und Versorgung von Menschen sowie der Förderung ihrer Teilhabe an der Gemeinschaft verfügt die Gesellschaft sowie die Gruppe über ein hohes Maß an Risikodiversifizierung. Die strategische Positionierung der Jonas Better Place GmbH stellt einen soliden Wettbewerbsvorteil dar und ist der Schlüssel, um die langfristigen Wachstumsziele auch über konjunkturelle Schwächephasen hinaus beibehalten zu können. Durch stetige Prozessoptimierungen im Rahmen eines zertifizierten Qualitätsmanagementsystems sieht sich die Jonas Better Place GmbH gut positioniert, um sich weiter am Markt zu behaupten und zusätzliche Kunden gewinnen können.

Wie bereits beschrieben konnten die Ziele des Vorjahres hinsichtlich Umsatz erreicht werden. Die schwierige allgemeine Wirtschaftslage führte insbesondere durch die Inflation zu einem zwar guten, aber unter unserer Erwartung liegendem Ergebnis. Insgesamt war das Geschäftsjahr zufriedenstellend. Für das Geschäftsjahr 2024 plant die Geschäftsführung mit Umsatzerlösen von ca. EUR Mio. 20,8 bei einem operativen Ergebnis (EBIT ohne Einmaleffekte) von EUR Mio. 2,2. Hintergrund für die optimistische Ergebniserwartung ist ein hoher Bedarf öffentlicher Stellen an unserer Dienstleistung, der sich bereits jetzt abgezeichnet hat.

Wir überarbeiten laufend unsere Forecasts auf Basis der Monatsergebnisse. Wir haben die Auswirkungen der Ukrainegeflüchteten auf unser Geschäft gemäß unseren Erfahrungen eingeplant. Im Fall von unvorhergesehenen Ereignissen kann sich die Planung noch ändern.

 

München, den 16.04.2024

René Gomis

Stefan Näther

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 163.838,00 166.270,00
I. Sachanlagen 72.795,00 75.227,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 72.795,00 75.227,00
II. Finanzanlagen 91.043,00 91.043,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 91.043,00 91.043,00
B. Umlaufvermögen 5.518.636,69 7.101.888,46
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.936.300,00 5.543.584,00
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 854.579,16 997.933,18
2. sonstige Vermögensgegenstände 4.081.720,84 4.545.650,82
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 170.721,78 242.786,41
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 582.336,69 1.558.304,46
Aktiva 5.682.474,69 7.268.158,46

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 3.356.869,79 4.314.808,24
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Bilanzgewinn 3.331.869,79 4.289.808,24
davon Gewinnvortrag 2.289.808,24 3.328.841,22
B. Rückstellungen 434.000,00 372.186,00
C. Verbindlichkeiten 1.891.604,90 2.581.164,22
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 539.685,62 642.321,08
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 539.685,62 642.321,08
2. sonstige Verbindlichkeiten 1.351.919,28 1.938.843,14
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.351.919,28 1.938.843,14
Passiva 5.682.474,69 7.268.158,46

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 16.891.978,58 16.163.737,05
2. Personalaufwand 14.371.243,16 12.807.316,80
a) Löhne und Gehälter 12.077.099,92 10.747.983,33
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.294.143,24 2.059.333,47
3. Abschreibungen 24.679,63 43.368,18
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 24.679,63 43.368,18
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.134.438,43 1.236.415,22
5. aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinn- oder Teilgewinnabführungsvertrags erhaltene Gewinne 102.192,86
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 21.682,96 23.681,37
davon aus verbundenen Unternehmen 19.707,60 16.976,04
7. Aufwendungen aus Verlustübernahmen (Mutter) 641.721,08
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 996,63 2.998,28
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 440.310,00 493.153,84
10. Ergebnis nach Steuern 1.044.186,55 962.445,02
11. sonstige Steuern 2.125,00 1.478,00
12. Jahresüberschuss 1.042.061,55 960.967,02
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 2.289.808,24 3.328.841,22
14. Bilanzgewinn 3.331.869,79 4.289.808,24

Anhang

1. Allgemeine Hinweise

Die Jonas Better Place GmbH, München, wird beim Amtsgericht München unter HRB 200660 geführt. Der Gesellschaftszweck des Unternehmens ist der Betrieb von Wohnungen und Pensionen, der Erwerb und das langfristige Halten und Verwalten von Beteiligungen und anderen Vermögenswerten im eigenen Namen und alle damit zusammenhängenden Tätigkeiten, soweit hierfür keine behördliche Erlaubnis erforderlich ist, Sanierung von Gebäuden sowie Einzelhandel.

Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des HGB sowie des GmbHG aufgestellt; ergänzende Vorschriften aus der Satzung gibt es keine. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 und 275 HGB sowie § 42 GmbHG. Bei der Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren angewandt. Die Wahlrechte für Ansatz, Bewertung und Ausweis wurden stetig ausgeübt.

Bei der Aufstellung des Anhangs wird teilweise von den größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht. Die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr ist gegeben.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen angesetzt. Das bewegliche Anlagevermögen (andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung) wird linear auf eine voraussichtliche Nutzungsdauer zwischen 3 bis 13 Jahren abgeschrieben. Bei geringwertigen Anlagegütern deren Anschaffungskosten EUR 800,00 nicht übersteigen, wurde die steuerliche Vereinfachungsregelung (§ 6 Abs. 2 Satz 1 EstG) im Geschäftsjahr teilweise in Anspruch genommen.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Finanzanlagen werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung gemäß § 253 Absatz 3 HGB auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Sofern in Folgejahren die Gründe für die Wertminderung entfallen sind, erfolgen Zuschreibungen gemäß dem Wertaufholungsgebot gemäß § 253 Absatz 5 HGB.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden unter Beachtung erkennbarer Einzelrisiken bewertet; dem allgemeinen Kreditrisiko wird sofern notwendig durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen.

Die Kassenbestände sowie die Guthaben bei Kreditinstituten entsprechen den Nominalwerten.

Das Eigenkapital wird entsprechend § 272 HGB ausgewiesen.

Die sonstigen Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in ausreichendem Umfang.

Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert.

Geschäftsvorfälle in fremden Währungen werden mit dem Euroreferenzkurs des jeweiligen Tages umgerechnet.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel (Anlage 3 / Seite 5) dargestellt.

Anteilsbesitz

Zum Bilanzstichtag war die Gesellschaft an folgenden Unternehmen mit mindestens 20 % beteiligt:

Name und Sitz Anteil am Kapital Eigenkapital
[TEUR]
Jahresergebnis
[TEUR]
Jonas Better Place Stiftung gGmbH, München 100,0% 499 150
Jonas Sicherheit und Service GmbH, München ehemals DEAR.Team GmbH 100,0% -260 0

Gemäß § 286 Abs. 3 Nr. 1 HGB wurde auf die Angaben nach § 285 Nr. 11 HGB für die Bavaria Management GmbH i.L., München, sowie die INUV GmbH, München, verzichtet, da Angaben für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Kapitalgesellschaft nach § 264 Abs. 2 von untergeordneter Bedeutung sind.

Forderungen

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich in Höhe von TEUR 315 (Vj. TEUR 998) um sonstige Forderungen.

Es bestehen Forderungen gegenüber Geschäftsführer aus Darlehen in Höhe von TEUR 129 (Vj. TEUR 201), mit einer Restlaufzeit von mehr als ein Jahr. Bei dem Darlehen handelt es sich um ein besichertes Darlehen mit einem Zinssatz von 1,5 %. Die Laufzeit beträgt zwei Jahre.

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden Steuererstattungsansprüche für Körperschaft- und Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 123 (Vj. TEUR 406) ausgewiesen, die rechtlich erst nach dem Stichtag entstehen.

Sonstige Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind insbesondere Rückstellungen für Personalrückstellungen TEUR 388 (Vj. TEUR 330) und Abschlusskosten TEUR 25 (Vj. TEUR 25) ausgewiesen.

Verbindlichkeiten

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt sich um wie im Vorjahr im vollen Umfang um sonstige Verbindlichkeiten.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeit aus Steuern in Höhe von TEUR 339 (Vj. TEUR 932) enthalten.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge enthalten Zinserträge von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 20 (Vj. TEUR 17).

5. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse und sonstige Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB bestanden zum Bilanzstichtag nicht.

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- (TEUR 949) und Leasingverpflichtungen (TEUR 37). Die Verträge der Gesellschaft zur Betreuung von Einrichtungen sind befristet. Investitionen in Immobilien würden sich daher negativ auf die Liquidität der Gesellschaft auswirken. Die Miete ist daher aufgrund der gegebenen Flexibilität in der Laufzeit vorzuziehen.

Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 347,25 Arbeitnehmer. Hiervon waren 3,50 Mitarbeiter Werkstudenten und 50,25 geringfügig beschäftigt.

Geschäftsführer

Als einzelvertretungsberechtigte sowie von den Beschränkungen des § 181 BGB befreite Geschäftsführer sind bestellt:

René Gomis - Betriebliche Geschäftsführung, München

Stefan Näther, Diplom-Psychologe - Vorsitzender der Geschäftsführung, München

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird in Bezugnahme auf § 286 (4) HGB verzichtet.

Ergebnisabführungsvertrag

Zwischen der Jonas Sicherheit und Service GmbH und der Jonas Better Place GmbH besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag, der am 10.12.2021 von der Jonas Sicherheit und Service GmbH als beherrschte Gesellschaft und der Jonas Better Place GmbH als herrschende Gesellschaft geschlossen wurde. Der Vertrag gilt rückwirkend ab dem 01.01.2021.

Gemäß des Ergebnisabführungsvertrags wurde das Jahresergebnis der Jonas Sicherheit und Service GmbH in Höhe von 102.192,86 EUR abgeführt.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft wesentlich wären, sind nicht eingetreten.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 280.094,42 24.263,63 2.268,91 302.089,14
Summe Sachanlagen 280.094,42 24.263,63 2.268,91 302.089,14
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 153.542,00 153.542,00
Summe Finanzanlagen 153.542,00 153.542,00
Summe Anlagevermögen 433.636,42 24.263,63 2.268,91 455.631,14
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 204.867,42 24.679,63 252,91 229.294,14
Summe Sachanlagen 204.867,42 24.679,63 252,91 229.294,14
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 62.499,00 62.499,00
Summe Finanzanlagen 62.499,00 62.499,00
Summe Anlagevermögen 267.366,42 24.679,63 252,91 291.793,14
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 72.795,00
Summe Sachanlagen 72.795,00
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 91.043,00
Summe Finanzanlagen 91.043,00
Summe Anlagevermögen 163.838,00

sonstige Berichtsbestandteile

 

München, den 16.04.2024

René Gomis

Stefan Näther

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 23.05.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Jonas Better Place GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Jonas Better Place GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Jonas Better Place GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bad Aibling, 30.04.2024

Danner und Maier Treuhand GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Hans-Jürgen Danner, Wirtschaftsprüfer

Andreas Maier, Wirtschaftsprüfer

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