Relaistechnik GmbHLiquidiert

Stammdaten

Register
Amtsgericht Jena HRB 300369
Eingetragen
30.8.1990
Branche
Herstellung von elektrischem InstallationsmaterialHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenHerstellung von elektrischen Haushaltsgeräten
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung, Vertrieb sowie Export und Import von Erzeugnissen und Leistungen der Relaistechnik, von elektrotechnischen und elektromechanischen Bauelementen sowie von Erzeugnissen und Leistungen zu deren Herstellung

Historie

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Konzern- und Jahresabschlüsse

Relaistechnik GmbH

Großbreitenbach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2008 bis zum 31.12.2008

BILANZ



AKTIVA

Euro

Gesamtjahr/Stand
Euro

Euro

Vorjahr
Euro

A. Umlaufvermögen

I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

73.555,75

77.689,58

II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks

871,18

74.426,93

964,59

78.654,17

B.Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

8.716.987,52

8.663.136,43

Summe Aktiva

8.791.414,45

8.741.790,60



PASSIVA

Euro

Gesamtjahr/Stand
Euro

Euro

Vorjahr
Euro

A. Eigenkapital

I. Gezeichnetes Kapital

1.022.583,76

1.022.583,76

II. Gewinnrücklagen

9.400.269,36

9.400.269,36

III. Verlustvortrag

-19.085.989,55

-19.032.503,39

IV. Jahresfehlbetrag

-53.851,09

-53.486,16

V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

8.716.987,52

0,00

8.663.136,43

0,00

B. Rückstellungen

857.209,74

807.776,29

C. Verbindlichkeiten

7.934.204,71

7.934.014,31

davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr

Summe Passiva

8.791.414,45

8.741.790,60

ANHANG zum Liquidationsjahresabschluss per 31. Dezember 2008

der Relaistechnik GmbH i.L., Großbreitenbach


I.
Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

1. Alleinige Gesellschafterin der Relaistechnik GmbH i.L., Großbreitenbach, ist die Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben (BvS), Berlin.

2. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer kleinen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 1 HGB auf. Gemäß § 65 Abs. 1 Ziff.4 Bundeshaushaltsordnung (BHO) müssen der Jahresabschluss und der Lagebericht in entsprechender Anwendung der Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuchs für große Kapitalgesellschaften aufgestellt und geprüft werden.

Laut Schreiben vom 08.10.2007 verzichtet das Bundesministerium der Finanzen für die nach dem Stichtag der Schlussbilanz aufgestellten Abschlüsse der kleinen Kapitalgesellschaften auf die gemäß § 65 Abs. 1 Nr. 4 BHO durchzuführende Prüfung.

3. Die Bilanz ist gemäß § 266 HGB in Kontoform und die Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 275 HGB in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

4. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Jena im Handelsregister unter der Nummer HR B 300369 eingetragen.

5. Die DM-Eröffnungsbilanz zum 01. Juli 1990 wurde am 08. Oktober 1991 festgestellt. Die Gesellschafterversammlung vom 03. Februar 1992 hat die Neufestsetzung des gezeichneten Kapitals in Höhe von DM 2.000.000,00 (€ 1.022.583,76) und die Änderung des § 3 (Stammkapital) des Gesellschaftsvertrages beschlossen.

6. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2008 wurde als handelsrechtlicher Abschluss auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des HGB aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.

7. Gemäß § 265 Abs. 5 HGB i. V. m. § 42 Abs. 3 GmbHG wurde die Bilanz um die Posten Forderungen gegen Gesellschafter und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter erweitert.


II.
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

8. Bei der Bewertung wurde nicht von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen, da sich die Gesellschaft seit dem 01. Februar 1994 in Liquidation befindet.

9. Nach § 7 Abs. 1 Satz 5 DMBilG gelten die in der DM-Eröffnungsbilanz zum
01. Juli 1990 angesetzten Werte für die Folgezeit als Anschaffungs- oder
Herstellungskosten, soweit Berichtigungen nach § 36 DMBilG nicht vorzunehmen sind.

10. Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorhergehenden Liquidationsgeschäftsjahres überein.

11. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet.

Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet:

12. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit dem Nominalwert bilanziert. Erkennbare Ausfallrisiken wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

13. Die Forderungen gegen Gesellschafter und die sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nominalwerten bilanziert. Wertberichtigungen waren nicht erforderlich.

14. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung.

15. Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt.


III.
Angaben zu Posten der Bilanz

16. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betreffen einen Schuldner und sind aufgrund des vorhandenen Ausfallrisikos in voller Höhe wertberichtigt.

17. Die Forderungen gegen Gesellschafter betragen insgesamt T€ 73 und bestehen aus Geldanlagen. Die Forderungen sind nicht verzinslich, da die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter aus zinslosen Darlehen die Forderungen übersteigen.

18. Die sonstigen Vermögensgegenständen betreffen Umsatzsteuerforderungen des laufenden Jahres.

19. Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2008 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von T€ 8.667 aus. Sie ist damit bilanziell überschuldet.

20. Zur Abwendung der Überschuldung trat die BvS als Gesellschafterin gemäß Rangrücktrittserklärung vom 19. November 2001 mit ihrer Forderung bis zur Höhe der jeweiligen Überschuldung höchstens jedoch bis zu einem Betrag in Höhe von DM 13.283.000,00/ € 6.791.490,06 hinter die Ansprüche aller Gläubiger zurück, die eine solche Erklärung nicht abgegeben haben. Sie wird von der Gesellschaft Zahlungen nur insoweit verlangen, wie diese aus zukünftigen Gewinnen, aus einem Liquidationsüberschuss oder nach Überwindung der Krise aus einem die sonstigen Schulden übersteigenden Vermögen möglich ist.

Mit ihrem Schreiben vom 12. September 2000 (Aufrechnungsschreiben von Verbindlichkeiten mit Forderungen) hat die BvS als Gesellschafterin entsprechend § 25 Abs. 6 Satz 3 i.V.m. Abs. 5 Satz 2 DMBilG einen Schadlosstellungsanspruch bis zur Höhe der jeweiligen Überschuldung höchstens jedoch bis zu einem Betrag in Höhe von insgesamt DM 4.000.000,00 / € 2.045.167,52 zur Befriedigung möglicher Gläubiger gewährt.

21. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen einen durch den Erstliquidator gerichtlich geltend gemachten Honoraranspruch einschließlich Zinsen (T€ 837) und die voraussichtlichen Prozesskosten (T€ 19).

22. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter setzen sich wie folgt zusammen:


Darlehen für Altkreditentschuldung

6.791.610,16

Darlehen für Liquiditätskreditablösung

1.142.404,15

Summe

7.934.014,31

23. Zum Abschlussstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse i.S. von § 251 HGB und keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3 HGB.


IV.
Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gesellschaft macht von der Regelung des § 326 HGB Gebrauch.


V.
Sonstige Angaben

24. Im Geschäftsjahr waren keine Mitarbeiter in der Gesellschaft beschäftigt.

25. Mit Wirkung zum 01.07.2008 wurde die bevecon management gmbh, Berlin, zur Liquidatorin der Gesellschaft bestellt.

26. Es wird vorgeschlagen, das Ergebnis des Geschäftsjahres auf neue Rechnung vorzutragen.

Berlin, den 19.03.2009

bevecon management gmbh

- als Liquidatorin der Relaistechnik GmbH i.L.-

Ralf Janus

WEITERE DATEN

Datum der Feststellung: 01. Juli 2009

 

Dipl.-Kfm. Detlef Schickart Wirtschaftsprüfer Steuerberater

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