Stammdaten

Register
Amtsgericht Steinfurt HRB 5882
Eingetragen
4.1.2001
Branche
Herstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und GießmaschinenHerstellung von Werkzeugmaschinen zur Bearbeitung von Steinen, Beton und sonstigen mineralischen Stoffen
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von Industrieanlagen und Maschinen für die Bauindustrie und für die Umwelttechnologie sowie anderer damit im Zusammenhang stehender Technologien bzw. Produkten.

Historie

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Management

NameRolle
Robert Kohl
seit 1.9.2008
Geschäftsführer
Ulrich Hagemann
seit 22.11.2007
Prokura
Laurenz Averbeck
seit 24.9.2007
Geschäftsführer
Karsten Biermann
seit 24.9.2007
Geschäftsführer
Roland Dammers
seit 7.3.2007
Prokura
Eugen Schlichter
seit 6.7.2004
Prokura
Uwe Hartmann
seit 6.7.2004
Prokura

Konzern- und Jahresabschlüsse

Keller HCW GmbH

Ibbenbüren

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009
und Lagebericht 2009

Lagebericht

1. Darstellung des Geschäftsverlaufes

Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche

Drastischer Rückgang der Gesamtwirtschaft

Nach der Abschwächung des Wirtschaftswachstums im Jahr 2008 fiel die Weltwirtschaft 2009 in eine Rezession. Das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) ging um 2,2 % zurück, verglichen mit einem Wachstum von 1,7 % im Vorjahr. Im ersten Halbjahr 2009 trug vor allem eine geringere Produktion der Industrie und des verarbeitenden Gewerbes zum Rückgang des weltweiten BIPs bei.

Rückläufige Konjunktur auch in Europa

In Europa ging das BIP im Gesamtjahr um 4,2 % zurück (2008: 1,4 % Wachstum). Das Schrumpfen der Wirtschaft war auf die starke Rezession sowohl in Westeuropa als auch in den europäischen Schwellenländern zurückzuführen. In Westeuropa fiel das BIP, trotz Zinssätzen auf Rekord-Tiefständen, um 3,9 %. Rückgänge im zweistelligen Bereich bei den Exporten und der Industrieproduktion sowie der schwache Privatkonsum trugen in erheblichem Maße zu dieser Entwicklung bei. Die europäischen Schwellenländer erfuhren einen ähnlich drastischen Abschwung wie die Länder Westeuropas, allerdings litten von Exporten und Rohstoffen abhängige Volkswirtschaften wie z.B. Russland stärker unter der Krise als andere.

Massiver Einfluss im deutschen Maschinen- und Anlagenbau und in der Branche

Nachdem, bedingt durch die allgemeine Wirtschaftskrise, bereits die zweite Jahreshälfte 2008 für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau das Ende des Booms u.a. auch im Branchenbereich Bau- und Baustoffmaschinen markiert hatte, hat sich der massive Einbruch, insbesondere beim Auftrageingang 2009, weiter fortgesetzt. Dieser zeichnete sich u.a. in einer historischen Intensität auf nahezu allen Weltmärkten aus.

Umsatz- und Auftragsentwicklung

Gesunkener Auftrags- eingang in 2009

Nachdem bereits im vierten Quartal 2008 - trotz der branchenüblichen Zyklizität - der Auftragseingang einen schlagartigen Einbruch erlitt, setzte im Geschäftsjahr 2009 diesbezüglich keine wesentliche Entspannung ein. Ungeachtet der weltweit schwierigen Rahmenbedingungen konnte die Gesellschaft im abgelaufenen Jahr 2009 dennoch einen Auftragseingang in Höhe von 50,3 Mio. € (Vorjahr 79,1 Mio. €) über alle Unternehmensbereiche hinweg erzielen, der weiterhin primär im Anlagengeschäft und hier insbesondere im Exportbereich realisiert wurde.

Der Auftragseingang liegt obschon der geringeren absoluten Zahl durchschnittlich auf dem Niveau der Jahre 2004 und 2005.

Auftragseingang auf dem Niveau der Jahre 2004 und 2005

Auftragseingang
2009 2008 2007 2006 2005 2004
Gesamt 50,3 79,1 119,4 80,4 54,0 57,1
Ausland 40,6 67,6 88,9 64,2 40,0 50,7
Inland 9,7 11,5 30,5 16,2 14,0 6,4

 

Auftragseingang, Mio. €

Aufgrund des mit dem Anlagengeschäft verbundenen langfristigen Fertigungscharakters der Aufträge, zeigen sich auch für 2009 die für die Branche charakteristischen Schwankungen in den Umsatzerlösen.

So konnte die Gesellschaft in 2009 u.a. aufgrund der hohen Auftragseingänge der Vorjahre mit insgesamt 101,4 Mio. € ein historisch hohes Umsatzniveau (Vorjahr 62,5 Mio. €) erreichen.

Rekordumsatz in 2009

Umsatzerlöse
2009 2008 2007 2006 2005 2004
Gesamt 101,4 62,5 66,8 46,8 46,8 35,7
Ausland 72,9 51,9 54,0 32,1 32,1 21,6
Inland 28,5 10,6 12,8 14,7 14,7 14,1

 

Umsatzerlöse, Mio. €

In Verbindung mit dem Auftragseingang 2009 beträgt der vorgetragene Auftragsbestand der Gesellschaft zum 31.12.2009 insgesamt 108,8 Mio. € und liegt somit trotz des rückläufigen Auftragseingangs dennoch oberhalb der durchschnittlichen Werte der Vorjahre 2004 - 2008 (86,8 Mio. €).

Unverändert bilden die westeuropäischen Nachbarländer sowie der asiatische Raum (incl. Russland) die Kernmärkte des Unternehmens.

Auch mit rückläufigem Auftragseingang hoher Auftragsbestand per 31.12.2009

Produktion / Konstruktion

Der Hauptaktivitätsschwerpunkt der Gesellschaft liegt unverändert im Bereich der Produktion von Einzelmaschinen und Gesamtanlagen für die grobkeramische Industrie.

Unterschiedliche Aus- lastung der einzelnen Unternehmensbereiche trotz anhaltend hoher Gesamtleistung

Die einzelnen Leistungsbereiche des Unternehmens konnten, entgegen der anhaltend hohen Gesamtleistung von 82,1 Mio. € (Vorjahr 98,8 Mio. €), aufgrund der vorbeschriebenen rückläufigen Nachfrage und der unterschiedlichen Abarbeitungsgrade des Auftragsbestandes, nicht wie in den Vorjahren durchweg voll ausgelastet werden. Aufgrund dieser Situation wurde in einzelnen Bereichen Kurzarbeit in Anspruch genommen.

Beschaffung

Die ausgewiesene Gesamtleistung des Unternehmens beinhaltete Beschaffungsaktivitäten in Form von realisiertem Materialeinsatz und bezogenen Leistungen in Höhe von 42,5 Mio. € (Vorjahr 61,7 Mio. €).

Rückgang der Outsourcing-Aktivitäten

Auch in 2009 lag das Hauptaugenmerk der Beschaffungs- und Vorratspolitik darauf, die zur Fertigung und Versorgung der einzelnen Baustellen notwendigen Einsatzstoffe mit geringstmöglichen Beschaffungs- und Lagerkosten zum Bedarfszeitpunkt termingerecht zur Verfügung zu stellen.

Die hohen Outsourcing-Aktivitäten, die die Gesellschaft in den Vorjahren in Anspruch genommen hat, wurden aufgrund der Beschäftigungssituation konsequenterweise in 2009 drastisch zurückgefahren.

Investition und Abschreibung

Aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, lag der Fokus der Investitionstätigkeiten in 2009 primär im Bereich der Instandhaltung.

Das Investitionsvolumen im Bereich der Betriebs- und Geschäftsausstattung lag in 2009 bei 150 T€ (Vorjahr 1.161 T€). Darüber hinaus wurden insgesamt 245 T€ in neue leasing-finanzierte Produktionsmaschinen investiert und weitere 512 T€ für die Generalsanierung des Hallendaches eines der Produktionshallen aufgewendet.

Das Abschreibungsvolumen entwickelte sich aufgrund der vorbeschriebenen Situation analog.

Finanzierungsmaßnahmen bzw. -Vorhaben

Kein Fremdfinanzierungsbedarf

Die Finanzierung des operativen Geschäftes erfolgte - wie bereits in den Vorjahren - durch An- und Zwischenzahlungen aus Kundenaufträgen. Die hierzu teilweise notwendigen Avale wurden mit Hilfe der bestehenden Bankverbindungen abgedeckt.

Fremdmittelbedarf im Geschäftsjahr 2009 war nicht erforderlich.

Die in 2009 getätigten Investitionen wurden primär aus Eigenmitteln sowie in geringem Maße über Leasingvereinbarungen finanziert.

Personal- und Sozialbereich

Mitarbeiterzahl konstant

Der Mitarbeiterstand der Keller HCW GmbH betrug per Stichtag 31.12.2009 insgesamt 368 Mitarbeiter /-innen.

Das Unternehmen erfüllte auch in 2009 die tarifliche Vorgabe der Altersteilzeitregelung. Die Ausgestaltung der Altersteilzeitverträge erfolgte fast ausschließlich in Form des sogenannten Blockmodells. Der Großteil der ATZ-Mitarbeiter befindet sich in der aktiven Phase.

Keine wesentlichen Neueinstellungen für 2010 geplant

Um der zurückgegangenen Auslastung und der Marktsituation zu begegnen sind vorsorglich erste Maßnahmen in 2009 ergriffen worden, die den längerfristigen Mitarbeiterbestand sichern sollen. So wurde die Wiederbesetzung altersbedingter Austritte verschoben, Neueinstellungen vorerst ausgesetzt, ein zusätzliches Modell zur Frühverrentung aufgelegt und das Kurzarbeitsmodell der Agentur für Arbeit genutzt.

Für 2010 sind keine nennenswerten Neueinstellungen geplant.

Forschung und Entwicklung

Eine Grundlagenforschung im eigentlichen Sinne wird durch die Gesellschaft nicht betrieben. Die Gesellschaft entwickelt - auf der Basis Ihrer Geschäftstätigkeit, der auftragsbezogenen Einzelfertigung - vorhandene Technologien kontinuierlich weiter.

Umweltschutz

Die von der Keller HCW GmbH gewählten Produktionsmethoden sind grundsätzlich umweltverträglich.

Die Gesellschaft lässt für Ihre Fertigungsstätte entsprechende Gefährdungsbeurteilungen durch externe Fachfirmen erstellen. Hierbei werden alle Gefahrstoffe gemäß der Gefahrstoffverordnung katalogisiert und der Umgang mit diesen Gefahrstoffen in internen Betriebsanweisungen geregelt. Abfälle und geringfügig vorhandene Gefahrenstoffe, wie z. B. Schmierstoffe etc., werden nach den §§ 54, 55 des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes ordnungsgemäß gelagert und entsorgt.

Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres 2009

Als Bestandteil des Teilkonzerns Keyria innerhalb der Groupe Legris Industries, war die Keller HCW GmbH seit Anfang des Jahres 2009 in ein globales Umstrukturierungsprogramm der Keyria eingebunden.

Dieses Programm war aufgrund der negativen Einflüsse der weltweiten Wirtschaftskrise sowie aufgrund der sehr heterogenen Ergebnislandschaft innerhalb des Teilkonzerns primär bei den französischen Unternehmen der Keyria angesiedelt.

Geplante Restrukturierung der Division Keyria in den französischen Unternehmen

Hiermit sollte den vorgenannten Auswirkungen aktiv begegnet werden, um für die Zeit nach der Krise gestärkt aufgestellt zu sein. Die unerwartet starke Ausprägung des Krisenverlaufs machte jedoch die Umstrukturierung der französischen Unternehmen unmöglich und endete letztlich in der geregelten Insolvenz für die französischen Unternehmen (wie z.B. Ceric, Ceric Automation etc.). In diesem Zusammenhang stellte sich die Keyria SAS als Holdinggesellschaft unter den gerichtlichen Schutz des sogenannten Safeguard Verfahrens ("procedure de sauvegarde"), um den Fortbestand der profitablen Einheiten der Keyria in Deutschland und Italien sicherzustellen. Die Insolvenz der französischen Gesellschaften hatte jedoch keine Auswirkungen auf das operative Geschäft der deutschen und italienischen Keyria-Unternehmen.

Das Safeguard Verfahren

Bei der "procedure de sauvegarde" handelt es sich um ein präventives Verfahren, das einem möglichen regulären Insolvenzverfahren vorgeschaltet ist. Unternehmen, die Zahlungsschwierigkeiten nachweisen, welche zur Zahlungsunfähigkeit führen könnten, haben die Möglichkeit, die Eröffnung dieses Verfahrens zu beantragen, das ihre Verfolgung durch die Gläubiger vor Eintritt der endgültigen Zahlungsunfähigkeit aussetzt.

Das Verfahren wird auf Antrag des jeweiligen Unternehmens eröffnet. Zunächst erfolgt eine Beobachtungsphase, die bis zu sechs Monate dauert und während der das französische Handelsgericht primär versucht, die Ausarbeitung und Verabschiedung eines Fortführungsplans zu erreichen. Das Management kann das Unternehmen weiterhin leiten, wird aber von einem gerichtlich bestellten Verwalter überwacht und unterstützt. Es werden Gläubigerausschüsse gebildet, die mit einer 2/3 Mehrheit über die Annahme oder Ablehnung des vorgeschlagenen Rettungs-/Sanierungsplans abstimmen. Dieser Plan muss schlussendlich vom Gericht genehmigt werden.

Neuausrichtung der Division mit Keller HCW als führender Gesellschaft

In Folge des Ende 2009 gescheiterten globalen Umstrukturierungsprogrammes der Keyria und im Rahmen des erfolgreich verlaufenden Safeguard-Verfahrens, wurde zwischen der Groupe Legris Industries - als Hauptgesellschafter der Keyria SAS - und der Keller HCW GmbH, unmittelbar an einem Szenario gearbeitet, das als Zielsetzung die Neu-Definition einer operativ tätigen Division - unter Führung der Keller HCW - im Bereich des Maschinen- und Anlagenbaus in der grobkeramischen Industrie hatte. Diese zwischenzeitlich neuformierte Division KELLER umfasst die operativ tätigen Gesellschaften Keller HCW, Novoceric, Rieter-Werke und Morando.

Das Safeguard Verfahren der Keyria SAS hat zwischenzeitlich seinen geregelten Abschluss dergestalt gefunden, dass mit allen Gläubigern eine entsprechende Vereinbarung über den Teilverzicht bzw. über die geregelte Rückführung der jeweiligen Verbindlichkeiten herbeigeführt wurde. Vor diesem Hintergrund und in Verbindung mit dem erarbeiteten Fortführungsplan hat das Handelsgericht in Paris im Juni 2010 seine positive Entscheidung getroffen.

Im Rahmen des Safeguard-Verfahrens wurde die Vereinbarung getroffen, dass auch die Verbindlichkeiten der Keyria SAS gegenüber verbundenen Unternehmen komplett zurückgeführt werden. Dabei ist eine Verzinsung des ausstehenden Betrages nicht vorgesehen.

Die Verbindlichkeit der Keyria SAS gegenüber der Keller HCW GmbH in Höhe von 25.523 T€ - resultierend aus der ehemaligen Cashpooling-Vereinbarung - wird somit analog der, im Rahmen des Safeguard-Verfahrens getroffenen Vereinbarung, in jährlichen Beträgen, beginnend ab 2011 über einen Zeitraum von insgesamt zehn Jahren an die Keller HCW GmbH zurückgeführt.

Betriebsprüfung für 2004 - 2007

Weiterhin wurde in 2009 eine Betriebsprüfung der Wirtschaftsjahre 2004-2007 durchgeführt. Steuerliche Änderungen ergaben sich hauptsächlich durch die Anpassung von Garantierückstellungen sowie der Neubewertung von Konzernumlagen.

2. Darstellung der Lage

Ertragslage

Nachhaltige Ertragskraft auch in 2009

Auswirkung der Safeguard Vereinbarung auf das Ergebnis

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009 betrug das operative Ergebnis 7,5 Mio. € (Vorjahr 5,6 Mio. €) und konnte somit das Vorjahresergebnis um 34 % übertreffen. Der wesentliche Einfluss dieser Verbesserung liegt in der erhöhten Umsatzrealisierung und den erst bei Schlussfakturierung ausgewiesenen Deckungsbeiträgen begründet. Aufgrund der gesetzlichen Vorgaben, hinsichtlich der Behandlung der unverzinslichen Forderung aus der Cashpool-Einlage, erfolgte diesbezüglich eine Abzinsung in Höhe von 4,95 % über die Gesamtlaufzeit der Rückführung (zehn Jahre). Die vorgenannte Abzinsung in Höhe von 7,9 Mio. € führte zu einem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von -428 T€.

Hohe Umsatzrendite

Die in 2009 gebildete Abzinsung wird anteilig über die Rückführungsdauer der Verbindlichkeit (2011 - 2020) ergebnisverbessernd wieder aufgeholt.

Die Umsatzrendite beträgt - ausgehend vom operativen Ergebnis und nach Bereinigung des Abzinsungseffektes - entgegen des anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Umfelds 7,4 % (Vorjahr 8,8 %)

Wie bereits in den Vorjahren resultiert die Ertragskraft des Unternehmens neben den anhaltend hohen Umsatzerlösen weiterhin aus der plankonformen Abarbeitung der Aufträge.

Vermögens- und Finanzlage

Verringerung der Bilanzsumme in 2009

Die Bilanzsumme ist in 2009 auf 39,4 Mio. € gesunken (Vorjahr 75,4 Mio. €).

Dieser Rückgang beruht - neben den branchenüblichen Schwankungen in der Langfristfertigung - im Wesentlichen auf dem Rückgang des Umlaufvermögens, welches wiederum im Bereich der unfertigen Erzeugnisse sowie im Bereich der erhaltenen Kundenanzahlungen einen nachfragebedingten Rückgang aufweist.

Ferner ist der Rückgang durch die Reduzierung der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen, welche wiederum die Reduzierung der ursprünglichen Cash-Pool Einlage aufgrund von Ergebnisabführung und Verrechung von konzerintern bezogenen Leistungen beinhaltet, zurückzuführen.

Umgliederung der Cash-Pool Einlage

Wie bereits oben erläutert sieht das Safeguard-Verfahren der Keyria SAS eine vollständige Rückführung der Cash-Pool Einlage vor. Wegen des langfristigen Rückführungs-Zeitraums von zehn Jahren ist die bislang im Umlaufvermögen geführte Forderung nun als Ausleihe an verbundene Unternehmen in den Bereich des Finanzanlagevermögens umzuklassifizieren. Wegen der bilanziell notwendigen Abzinsung stellt sich die werthaltige Forderung gegenüber der Konzernmutter effektiv deutlich geringer dar.

Vor dem Hintergrund der Verlustübernahme im Rahmen des Gewinnabführungsvertrages weist die Eigenkapitalposition per 31.12.2009 folglich keine Veränderung aus.

Das Geschäftsjahr 2009 war, wie bereits in den Vorjahren, durch eine auskömmliche Liquidität gekennzeichnet.

Auskömmliche Liquidität s situtation

2009 2008
lfd. Geschäftstätigkeit -15.201 23.607
Investitionstätigkeit -125 -768
Finanzierungstätigkeit 15.015 -52.042
Finanzmittelbestand (Anfang d. Periode) 5.401 34.604
Finanzmittelbestand (Ende d. Periode) 5.090 5.401

 

Kapitalflussrechnung (verkürzt, Werte in T€)

3. Nachtragsbericht (Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres)

Positiver Abschluss des Safeguard Verfahrens

Wie bereits im vorangegangenen Teil dargestellt, fand das Safeguard-Verfahren für die Keyria SAS im Juni 2010 seinen geregelten Abschluss. Die Zukunftsfähigkeit der neuen Division KELLER ist u.a. auf Basis des durch das französische Handelsgericht genehmigten Fortführungsplans sichergestellt, der eine entscheidende Grundlage für den positiven Ausgang des Safeguard Verfahrens war. Die benötigten finanziellen Mittel zur Umsetzung des Safeguard Plans werden über den Hauptgesellschafter, d.h. die Groupe Legris Industries zur Verfügung gestellt.

4. Risikobericht (Hinweise auf Risiken der künftigen Entwicklung)

Konjunkturelle Risiken

Die international renommierte und weltweit anerkannte Leitmesse in der grobkeramischen Industrie "Ceramitec" in München, auf der Keller HCW GmbH als einer der größten Aussteller auftrat, zeigte im September 2009 eine verhaltene Wiederbelebung der Nachfrage. Diese Einschätzung hat sich auch auf allen folgenden regionalen Messen der jeweiligen Absatzgebiete bestätigt.

Auftragseingang im ersten Halbjahr 2010 über Vorjahresniveau

Aufgrund der sehr heterogenen Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise in den unterschiedlichen Industrien und dem damit verbundenen zeitlichen Versatz der konjunkturellen Wiederbelebung, erwartet die Gesellschaft - trotz positiver Auftragseingangsentwicklung im ersten Halbjahr 2010 (44 % über Vorjahresniveau) - eine spürbare Wiederbelebung der internationalen Märkte erst im zweiten Halbjahr. Grundsätzlich ist auf derzeitiger Planungsbasis für das Jahr 2010 der Auftragseingang auf Vorjahresniveau zu erwarten.

Der bereits im ersten Halbjahr 2010 getätigte Umsatz, in Verbindung mit dem hohen Auftragsbestand, wird auch für 2010 die nachhaltige positive Entwicklung und Ertragskraft des Unternehmens bestätigen.

Operative Projektrisiken

Die bereits umfangreichen Berichts- und Kontrollmechanismen des Unternehmens werden auf Basis des ERP-Systems weiter ausgebaut und erweitert.

Mitarbeiterschulungen zur Förderung des betrieblichen Überblicks

Darüber hinaus wird im Rahmen der von Konzern eingeführten Mitarbeiterschulungen, wie CAP Eco, regen Gebrauch gemacht. Auf diese Weise wird jeder Mitarbeiter für Problemfelder seiner Tätigkeit auch bereichsübergreifend sensibilisiert. Hiermit werden Betriebsabläufe optimiert und damit verbundene etwaige Risiken minimiert.

Ferner grenzt die Gesellschaft mögliche Risiken aus Lieferverzug, Gewährleistung und Produkthaftung vertraglich ein.

Währungsrisiken

Kurssicherung für Fremd- währungsgeschäfte

Die Abwicklung des operativen Geschäftes erfolgt vorrangig auf Euro-Basis. Nur in Einzelfällen werden Geschäfte in Fremdwährung abgeschlossen. In diesen Fällen werden entsprechende Kurssicherungsinstrumente in Anspruch genommen.

Finanzierung des operativen Geschäftes

Die Finanzierung des operativen Geschäftes erfolgt auch zukünftig über die im internationalen Anlagenbau üblichen An- und Zwischenzahlungen aus Kundenaufträgen. Zur Abdeckung von ggf. zusätzlichem Liquiditätsbedarf stehen temporäre Darlehen des Gesellschafters zur Verfügung.

5. Prognosebericht

Trotz der zurückhaltenden Nachfrage ist für das Geschäftsjahr 2010 eine anhaltend positive Entwicklung, sowohl umsatz- als auch ergebnisseitig zu erwarten.

Der bereits im ersten Halbjahr 2010 erzielte Auftragseingang, in Verbindung mit der aktuellen Beurteilung der Marktlage, wird auch die Beschäftigungssituation aus heutiger Sicht verbessern, sodass die Kurzarbeit sukzessive zurück gefahren werden kann.

Aufgrund des anhaltend hohen Auftragsbestands per Stichtag 31.12.2009 sowie mit dem schon realisierten Auftragseingang im laufenden Geschäftsjahr kann bereits aus heutiger Sicht für die Jahre 2010 und 2011 von einem gesicherten Umsatzvolumen in Höhe von jeweils 65 - 75 Mio. Euro ausgegangen werden. Die vorgenannten Umsatzprognosen berücksichtigen lediglich bereits fest kontrahierten Auftragseingang und erhöhen sich ferner durch zukünftigen Auftragseingang. Nach heutigem Planungsstand ist hierbei für die Jahre 2010/2011 von einer durchschnittlichen Umsatzrendite vor Steuer von 6 - 7 % auszugehen.

Aufgrund der vorbeschriebenen Entwicklung des ehemaligen Teilkonzerns Keyria in 2009 wird ein Schwerpunkt in 2010 darauf liegen, zusammen mit dem Gesellschafter Groupe Legris Industries die bereits grundsätzlich entschiedenen Strukturen der neuen Division KELLER, mit Ihren deutschen und italienischen operativen Einheiten weiter zu verfeinern und zu optimieren.

 

Ibbenbüren, im August 2010

Keller HCW GmbH

Karsten Biermann

Laurenz Averbeck

Robert Kohl

Bilanz

Aktiva

  31.12.2009 31.12.2008
 
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Software, Lizenzen und Patente 617.662,00 801.630,00
2. Firmenwert 277.650,00 324.577,00
  895.312,00 1.126.207,00
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke und Bauten 3.093.092,40 3.176.100,40
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.603,00 2.975,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 726.445,00 878.424,00
  3.822.140,40 4.057.499,40
III. Finanzanlagen    
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 17.582.227,92 0,00
  22.299.680,32 5.183.706,40
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.345.607,36 1.285.153,24
2. Unfertige Erzeugnisse 49.677.817,05 69.552.864,70
3. Fertige Erzeugnisse 236.667,45 217.569,38
4. Geleistete Anzahlungen 679.571,14 8.455.601,49
5. Erhaltene Anzahlungen -46.004.053,28 -66.032.046,03
  5.935.609,72 13.479.142,78
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.819.318,83 2.342.598,59
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 402.005,27 44.701.088,74
3. Forderungen gegen Gesellschafter 2.211.217,61 0,00
4. Sonstige Vermögensgegenstände 463.396,65 4.203.470,42
  5.895.938,36 51.247.157,75
III. Sonstige Wertpapiere 100.147,21 23.011,19
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 5.089.991,64 5.400.942,42
  17.021.686,93 70.150.254,14
C. Rechnungsabgrenzungsposten 87.723,78 29.680,32
  39.409.091,03 75.363.640,86

 

Passiva

  31.12.2009 31.12.2008
 
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 5.000.000,00 5.000.000,00
II. Gewinnvortrag 0,00 0,00
III. Jahresüberschuss 0,00 0,00
  5.000.000,00 5.000.000,00
B. Rückstellungen    
1. Steuerrückstellungen 198.594,23 0,00
2. Sonstige Rückstellungen 5.371.534,30 3.880.696,65
  5.570.128,53 3.880.696,65
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.263,09 0,00
2. Erhaltene Anzahlungen 25.646.754,07 50.765.807,72
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.097.324,82 4.553.254,97
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.458.421,83 4.662.460,35
5. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 135.054,64 5.493.967,25
6. Sonstige Verbindlichkeiten 499.144,05 1.007.453,92
  28.838.962,50 66.482.944,21
  39.409.091,03 75.363.640,86

 

Gewinn- und Verlustrechnung

  2009 2008
 
1. Umsatzerlöse 101.366.270,38 62.563.674,94
2. Erhöhung (Vorjahr: Minderung) des Bestands an fertigen    
und unfertigen Erzeugnissen -19.855.949,58 34.297.643,02
3. Sonstige betriebliche Erträge 606.171,66 1.915.563,14
  82.116.492,46 98.776.881,10
4. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für    
bezogene Waren 39.243.597,84 60.272.098,32
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 3.220.585,86 1.381.112,35
  42.464.183,70 61.653.210,67
5. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter 17.580.988,64 17.911.733,70
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung    
und für Unterstützung 3.472.693,90 3.339.481,64
  21.053.682,54 21.251.215,34
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände    
und Sachanlagen 615.113,42 716.785,09
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 10.601.527,25 11.373.236,09
  32.270.323,21 33.341.236,52
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 229.013,92 1.917.338,72
9. Abschreibungen aus Finanzanlagen 7.941.010,94 0,00
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 98.116,02 140.929,02
11. Finanzergebnis -7.810.113,04 1.776.409,70
12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -428.127,49 5.558.843,61
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 279.454,35 1.646.528,40
(davon aus Steuerumlage € 135.054,64)    
14. Sonstige Steuern 145.433,76 62.940,19
15. Erträge aus Verlustübernahme 853.015,60 0,00
16. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne 0,00 3.849.375,02
17. Jahresüberschuss 0,00 0,00

 

Anhang

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009 ist gemäß den Vorschriften der §§ 238 ff. HGB sowie unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung erstellt worden.

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sind nach Maßgabe der handelsrechtlichen Gliederungsvorschriften des § 266 Abs. 2 HGB für die Bilanz und des § 275 HGB für die Gewinn- und Verlustrechnung (Gesamtkostenverfahren) aufgestellt worden.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Darüber hinaus wurden zwecks Erhöhung der Klarheit und Übersichtlichkeit des Jahresabschlusses alle Davon - Vermerke der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung in den Anhang übernommen.

Der Anhang ist nach den Grundsätzen des §§ 284 ff. HGB erstellt worden.

2. Allgemeine Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet und um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.

Gebraucht erworbene bewegliche Anlagegegenstände werden verkürzt abgeschrieben.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu Einkaufspreisen bzw. zu Einstandspreisen nach der Methode des gleitenden Durchschnitts bewertet. Auf überalterte oder schwer verwertbare Bestände wurden nach einem feststehenden Verfahren Abschläge vorgenommen.

Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse sind mit den Herstellungskosten unter Beachtung des Niederwertprinzips angesetzt worden. Bei den Herstellungskosten wurden Lohn- und Materialeinzelkosten und Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Sondereinzelkosten der Fertigung und anteilige Verwaltungskosten in die Ermittlung einbezogen.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde zur Abdeckung des latenten Ausfallrisikos eine Pauschalwertberichtigung von 2 % vorgenommen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit den Nominalwerten bzw. Anschaffungskosten aktiviert. Sämtliche Forderungen haben grundsätzlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Hiervon ausgenommen ist lediglich die gegenüber der Keyria SAS ausgewiesene abgezinste Forderung (ehemalige Cashpool-Einlage) die unter den Finanzanlagen ausgewiesen wird.

Der Ansatz der Wertpapiere des Umlaufvermögens erfolgte zu den Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren Wert am Abschlussstichtag.

Die flüssigen Mittel enthalten Bank-, und Kassenguthaben sowie Postwertzeichen, die den Nominalwerten entsprechen.

Fremdwährungen, als Guthaben bei Kreditinstituten gehalten, wurden mit den Devisenbriefkursen der jeweiligen Währungen (GBP, USD und PLN) zum Zeitpunkt der Erstbuchung bzw. aufgrund des Niederwertprinzips mit dem niedrigeren Kurs des Bilanzstichtages bewertet.

Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des voraussichtlichen Anfalls dotiert, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung für notwendig erachtet wurde.

Die Verbindlichkeiten und erhaltenen Anzahlungen sind gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

3. Informationen zum Jahresabschluss

a) Informationen zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Der ausgewiesene Firmenwert wird gemäß § 7 Abs. 1 Satz 3 EStG über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten kurzfristige Forderungen aus der Finanzverrechnung in Höhe von € 11.180,72 (Vorjahr Darlehen in Höhe 44.387.976,14) sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 390.824,55 (Vorjahr € 313.112,60). Zusätzlich besteht eine Ausleihe - wegen Unverzinslichkeit abgezinst - in Höhe von € 17.582.227,92. Die Abzinsung wird gemäß nachstehender Tabelle planmäßig in den angegebenen Wirtschaftsjahren ergebnisverbessernd wieder aufgeholt:

    2009 2010 2011 2012 2013
Abzinsung T€ -7.941        
Aufzinsung T€   871 913 895 877

 

    2014 2015 2016 2017
Abzinsung T€        
Aufzinsung T€ 857 836 751 662

 

    2018 2019 2020 Summe
Abzinsung T€       -7.941
Aufzinsung T€ 568 470 241 7.941

 

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von € 87.723,78 (Vorjahr € 29.680,32) betrifft im Wesentlichen abgegrenzte Messekosten und IT-Kosten Umlage des Gesellschafters.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

  31.12.2009 31.12.2008
 
Garantierückstellung 1.927.032,55 1.198.919,15
Variable Vergütung 697.096,63 736.086,91
Gleitzeit- und Flexiguthaben 165.532,51 539.647,94
Altersteilzeit 777.126,54 519.731,39
Urlaubsverpflichtungen 79.517,04 234.237,58
Nachlaufende Kosten 1.103.557,15 168.433,00
Vertreterprovisionen 0,00 123.735,00
Übrige sonstige Rückstellungen 621.671,88 359.905,68
  5.371.534,30 3.880.696,65

 

Eine Übersicht über die bestehenden Verbindlichkeiten mit Angabe der Restlaufzeiten stellt sich wie folgt dar:

  Gesamt Davon mit einer Restlaufzeit
    bis zu 1 Jahr zwischen von mehr als
      1 bis 5 Jahren 5 Jahren
 
  (Vorjahr €) (Vorjahr €) (Vorjahr €) (Vorjahr €)
Verbindlichkeiten gegenüber 2.263,09 2.263,09    
Kreditinstituten (0,00) (0,00)    
         
Erhaltene Anzahlungen 25.646.754,07 25.646.754,07 0,00 0,00
  (50.765.807,72) (50.765.807,72) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten        
aus Lieferungen und Leistungen 1.097.324,82 1.097.324,82 0,00 0,00
  (4.553.254,97) (4.553.254,97) (0,00) (0,00)
gegenüber verbundenen        
Unternehmen 1.458.421,83 1.458.421,83 0,00 0,00
  (4.662.460,35) (4.662.460,35) (0,00) (0,00)
         
gegenüber Gesellschafter 135.054,64 135.054,64 0,00 0,00
  (5.493.967,25) (5.493.967,25) (0,00) (0,00)
         
Sonstige 499.144,05 499.144,05 0,00 0,00
  (1.007.453,92) (1.007.453,92) (0,00) (0,00)
  28.838.962,50 28.838.962,50 0,00 0,00
  (66.482.944,21) (66.482.944,21) (0,00) (0,00)

 

Die "Sonstige Verbindlichkeiten" beinhalten in Höhe von € 233.930,72 (Vorjahr € 666.155,14) Steuerverbindlichkeiten und in Höhe von € 0,00 (Vorjahr € 901,00) Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit.

b) Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Von den Umsatzerlösen von insgesamt € 101.460.777,22 (Vorjahr € 62.563.674,94) entfallen € 28.549.399,27 (Vorjahr € 10.619.011,98) auf das Inland.

Die Umsatzerlöse gliedern sich regional in folgende Bereiche:

  Berichts- Quote Vorperiode Quote Verän- Verän-
  periode       derung derung
  Mio. € % Mio. € % Mio. € %
Inlandsumsatz 28,5 28,1 10,6 17,0 17,9 168,9
Auslandsumsatz 72,9 71,9 51,9 83,0 21,0 40,5
Gesamtumsatz 101,4 100,0 62,5 100,0 38,9 62,2

 

Nach Tätigkeitsbereichen ergibt sich folgende Aufgliederung:

  Berichts- Quote Vorperiode Quote Verän- Verän-
  periode       derung derung
  Mio. € % Mio. € % Mio. € %
Maschinen und Anlagen 94,0 92,7 52,9 84,6 41,1 77,7
Service 4,3 4,2 6,2 9,9 -1,9 -30,6
MSR 3,1 3,1 3,4 5,4 -0,3 -8,8
Gesamtumsatz 101,4 100,0 62,5 100,0 38,9 62,2

 

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von € 30.726,00 (Vorjahr € 1.191.918,83) enthalten.

Zinsen und ähnliche Erträge € 229.013,92 (Vorjahr € 1.917.338,72) entfallen mit € 200.875,84 (Vorjahr € 1.445.051,84) auf verbundene Unternehmen.

4. Sonstige Angaben

a) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Am Bilanzstichtag bestehen Verpflichtungen aus langfristigen Leasingverträgen, Reparaturen und Bestellobligo in Höhe von insgesamt € 2.329.772,00 (Vorjahr € 26.727.241,25). Weiterhin besteht eine unbefristete selbstschuldnerische Bürgschaft zugunsten der Sparkasse Bodensee, Konstanz, in Höhe von € 2.000.000,00. Die Bürgschaft dient als Sicherheit für die Darlehensfinanzierung eines verbundenen Unternehmens.

b) Prüferhonorar

Im Geschäftsjahr wurden T€ 49 als Prüfungshonorar und T€ 8 für Steuerberatung berechnet.

c) Organe und Aufwendungen für Organe

Geschäftsführung

Dipl.-Ing. Laurenz Averbeck, Bad Iburg

Dipl. BW (FH) Karsten Biermann, Ibbenbüren

Dipl.-Ing. (FH) Robert Kohl, Stockheim

Insgesamt wurden an Bezügen für die Geschäftsführung im Kalenderjahr € 602.557,91 gezahlt.

d) Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer

Angestellte 270 (Vorjahr 266)
Arbeiter 86 (Vorjahr 97)

 

e) Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Ein Konzernabschluss wird aufgestellt von der KEYRIA S.A.S, Paris/Frankreich.

 

Ibbenbüren, den 6. August 2010

Keller HCW GmbH, Ibbenbüren

Karsten Biermann

Laurenz Averbeck

Robert Kohl

Anlagenspiegel

  Entwicklung der Anschaffungskosten
  01.01.2009 Zugang Abgang 31.12.2009
 
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Software, Lizenzen und Patente 1.357.802,70 40.833,92 0,00 1.398.636,62
2. Firmenwert 704.120,99 0,00 0,00 704.120,99
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  2.061.923,69 40.833,92 0,00 2.102.757,61
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke und Bauten 3.547.539,84 1.503,36 5.518,24 3.543.524,96
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.356.664,86 0,00 0,00 1.356.664,86
3. Andere Anlagen, Betriebs- und        
Geschäftsausstattung 3.170.387,90 107.809,14 0,00 3.278.197,04
  8.074.592,60 109.312,50 5.518,24 8.178.386,86
III. Finanzanlagen        
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 17.582.227,92 0,00 17.582.227,92
  10.136.516,29 17.732.374,34 5.518,24 27.863.372,39

 

  Entwicklung der Abschreibungen
  01.01.2009 Zugang Abgang 31.12.2009
 
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Software, Lizenzen und Patente 556.172,70 224.801,92 0,00 780.974,62
2. Firmenwert 379.543,99 46.927,00 0,00 426.470,99
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  935.716,69 271.728,92 0,00 1.207.445,61
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke und Bauten 371.439,44 83.224,36 4.231,24 450.432,56
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.353.689,86 372,00 0,00 1.354.061,86
3. Andere Anlagen, Betriebs- und        
Geschäftsausstattung 2.291.963,90 259.788,14 0,00 2.551.752,04
  4.017.093,20 343.384,50 4.231,24 4.356.246,46
III. Finanzanlagen        
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
  4.952.809,89 615.113,42 4.231,24 5.563.692,07

 

  Buchwerte
  31.12.2009 31.12.2008
 
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Software, Lizenzen und Patente 617.662,00 801.630,00
2. Firmenwert 277.650,00 324.577,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
  895.312,00 1.126.207,00
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke und Bauten 3.093.092,40 3.176.100,40
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.603,00 2.975,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und    
Geschäftsausstattung 726.445,00 878.424,00
  3.822.140,40 4.057.499,40
III. Finanzanlagen    
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 17.582.227,92 0,00
  22.299.680,32 5.183.706,40

 

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Keller HCW GmbH, Ibbenbüren, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Osnabrück, den 12. Oktober 2010

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Angelika Kessels, Wirtschaftsprüferin

ppa. Aloys Deeken, Wirtschaftsprüfer

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