Vermittlungstätigkeiten für gastronomische Dienstleistungen
Keller HCW GmbHLiquidiert
Carl-Keller-Straße 2, 49479 Ibbenbüren, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Robert Kohl seit 1.9.2008 | Geschäftsführer |
Ulrich Hagemann seit 22.11.2007 | Prokura |
Laurenz Averbeck seit 24.9.2007 | Geschäftsführer |
Karsten Biermann seit 24.9.2007 | Geschäftsführer |
Roland Dammers seit 7.3.2007 | Prokura |
Eugen Schlichter seit 6.7.2004 | Prokura |
Uwe Hartmann seit 6.7.2004 | Prokura |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Keller HCW GmbHIbbenbürenJahresabschluss zum 31. Dezember 2009
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| Auftragseingang | ||||||
| 2009 | 2008 | 2007 | 2006 | 2005 | 2004 | |
| Gesamt | 50,3 | 79,1 | 119,4 | 80,4 | 54,0 | 57,1 |
| Ausland | 40,6 | 67,6 | 88,9 | 64,2 | 40,0 | 50,7 |
| Inland | 9,7 | 11,5 | 30,5 | 16,2 | 14,0 | 6,4 |
Auftragseingang, Mio. €
Aufgrund des mit dem Anlagengeschäft verbundenen langfristigen Fertigungscharakters der Aufträge, zeigen sich auch für 2009 die für die Branche charakteristischen Schwankungen in den Umsatzerlösen.
So konnte die Gesellschaft in 2009 u.a. aufgrund der hohen Auftragseingänge der Vorjahre mit insgesamt 101,4 Mio. € ein historisch hohes Umsatzniveau (Vorjahr 62,5 Mio. €) erreichen.
Rekordumsatz in 2009
| Umsatzerlöse | ||||||
| 2009 | 2008 | 2007 | 2006 | 2005 | 2004 | |
| Gesamt | 101,4 | 62,5 | 66,8 | 46,8 | 46,8 | 35,7 |
| Ausland | 72,9 | 51,9 | 54,0 | 32,1 | 32,1 | 21,6 |
| Inland | 28,5 | 10,6 | 12,8 | 14,7 | 14,7 | 14,1 |
Umsatzerlöse, Mio. €
In Verbindung mit dem Auftragseingang 2009 beträgt der vorgetragene Auftragsbestand der Gesellschaft zum 31.12.2009 insgesamt 108,8 Mio. € und liegt somit trotz des rückläufigen Auftragseingangs dennoch oberhalb der durchschnittlichen Werte der Vorjahre 2004 - 2008 (86,8 Mio. €).
Unverändert bilden die westeuropäischen Nachbarländer sowie der asiatische Raum (incl. Russland) die Kernmärkte des Unternehmens.
Auch mit rückläufigem Auftragseingang hoher Auftragsbestand per 31.12.2009
Produktion / Konstruktion
Der Hauptaktivitätsschwerpunkt der Gesellschaft liegt unverändert im Bereich der Produktion von Einzelmaschinen und Gesamtanlagen für die grobkeramische Industrie.
Unterschiedliche Aus- lastung der einzelnen Unternehmensbereiche trotz anhaltend hoher Gesamtleistung
Die einzelnen Leistungsbereiche des Unternehmens konnten, entgegen der anhaltend hohen Gesamtleistung von 82,1 Mio. € (Vorjahr 98,8 Mio. €), aufgrund der vorbeschriebenen rückläufigen Nachfrage und der unterschiedlichen Abarbeitungsgrade des Auftragsbestandes, nicht wie in den Vorjahren durchweg voll ausgelastet werden. Aufgrund dieser Situation wurde in einzelnen Bereichen Kurzarbeit in Anspruch genommen.
Beschaffung
Die ausgewiesene Gesamtleistung des Unternehmens beinhaltete Beschaffungsaktivitäten in Form von realisiertem Materialeinsatz und bezogenen Leistungen in Höhe von 42,5 Mio. € (Vorjahr 61,7 Mio. €).
Rückgang der Outsourcing-Aktivitäten
Auch in 2009 lag das Hauptaugenmerk der Beschaffungs- und Vorratspolitik darauf, die zur Fertigung und Versorgung der einzelnen Baustellen notwendigen Einsatzstoffe mit geringstmöglichen Beschaffungs- und Lagerkosten zum Bedarfszeitpunkt termingerecht zur Verfügung zu stellen.
Die hohen Outsourcing-Aktivitäten, die die Gesellschaft in den Vorjahren in Anspruch genommen hat, wurden aufgrund der Beschäftigungssituation konsequenterweise in 2009 drastisch zurückgefahren.
Investition und Abschreibung
Aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, lag der Fokus der Investitionstätigkeiten in 2009 primär im Bereich der Instandhaltung.
Das Investitionsvolumen im Bereich der Betriebs- und Geschäftsausstattung lag in 2009 bei 150 T€ (Vorjahr 1.161 T€). Darüber hinaus wurden insgesamt 245 T€ in neue leasing-finanzierte Produktionsmaschinen investiert und weitere 512 T€ für die Generalsanierung des Hallendaches eines der Produktionshallen aufgewendet.
Das Abschreibungsvolumen entwickelte sich aufgrund der vorbeschriebenen Situation analog.
Finanzierungsmaßnahmen bzw. -Vorhaben
Kein Fremdfinanzierungsbedarf
Die Finanzierung des operativen Geschäftes erfolgte - wie bereits in den Vorjahren - durch An- und Zwischenzahlungen aus Kundenaufträgen. Die hierzu teilweise notwendigen Avale wurden mit Hilfe der bestehenden Bankverbindungen abgedeckt.
Fremdmittelbedarf im Geschäftsjahr 2009 war nicht erforderlich.
Die in 2009 getätigten Investitionen wurden primär aus Eigenmitteln sowie in geringem Maße über Leasingvereinbarungen finanziert.
Personal- und Sozialbereich
Mitarbeiterzahl konstant
Der Mitarbeiterstand der Keller HCW GmbH betrug per Stichtag 31.12.2009 insgesamt 368 Mitarbeiter /-innen.
Das Unternehmen erfüllte auch in 2009 die tarifliche Vorgabe der Altersteilzeitregelung. Die Ausgestaltung der Altersteilzeitverträge erfolgte fast ausschließlich in Form des sogenannten Blockmodells. Der Großteil der ATZ-Mitarbeiter befindet sich in der aktiven Phase.
Keine wesentlichen Neueinstellungen für 2010 geplant
Um der zurückgegangenen Auslastung und der Marktsituation zu begegnen sind vorsorglich erste Maßnahmen in 2009 ergriffen worden, die den längerfristigen Mitarbeiterbestand sichern sollen. So wurde die Wiederbesetzung altersbedingter Austritte verschoben, Neueinstellungen vorerst ausgesetzt, ein zusätzliches Modell zur Frühverrentung aufgelegt und das Kurzarbeitsmodell der Agentur für Arbeit genutzt.
Für 2010 sind keine nennenswerten Neueinstellungen geplant.
Forschung und Entwicklung
Eine Grundlagenforschung im eigentlichen Sinne wird durch die Gesellschaft nicht betrieben. Die Gesellschaft entwickelt - auf der Basis Ihrer Geschäftstätigkeit, der auftragsbezogenen Einzelfertigung - vorhandene Technologien kontinuierlich weiter.
Umweltschutz
Die von der Keller HCW GmbH gewählten Produktionsmethoden sind grundsätzlich umweltverträglich.
Die Gesellschaft lässt für Ihre Fertigungsstätte entsprechende Gefährdungsbeurteilungen durch externe Fachfirmen erstellen. Hierbei werden alle Gefahrstoffe gemäß der Gefahrstoffverordnung katalogisiert und der Umgang mit diesen Gefahrstoffen in internen Betriebsanweisungen geregelt. Abfälle und geringfügig vorhandene Gefahrenstoffe, wie z. B. Schmierstoffe etc., werden nach den §§ 54, 55 des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes ordnungsgemäß gelagert und entsorgt.
Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres 2009
Als Bestandteil des Teilkonzerns Keyria innerhalb der Groupe Legris Industries, war die Keller HCW GmbH seit Anfang des Jahres 2009 in ein globales Umstrukturierungsprogramm der Keyria eingebunden.
Dieses Programm war aufgrund der negativen Einflüsse der weltweiten Wirtschaftskrise sowie aufgrund der sehr heterogenen Ergebnislandschaft innerhalb des Teilkonzerns primär bei den französischen Unternehmen der Keyria angesiedelt.
Geplante Restrukturierung der Division Keyria in den französischen Unternehmen
Hiermit sollte den vorgenannten Auswirkungen aktiv begegnet werden, um für die Zeit nach der Krise gestärkt aufgestellt zu sein. Die unerwartet starke Ausprägung des Krisenverlaufs machte jedoch die Umstrukturierung der französischen Unternehmen unmöglich und endete letztlich in der geregelten Insolvenz für die französischen Unternehmen (wie z.B. Ceric, Ceric Automation etc.). In diesem Zusammenhang stellte sich die Keyria SAS als Holdinggesellschaft unter den gerichtlichen Schutz des sogenannten Safeguard Verfahrens ("procedure de sauvegarde"), um den Fortbestand der profitablen Einheiten der Keyria in Deutschland und Italien sicherzustellen. Die Insolvenz der französischen Gesellschaften hatte jedoch keine Auswirkungen auf das operative Geschäft der deutschen und italienischen Keyria-Unternehmen.
Das Safeguard Verfahren
Bei der "procedure de sauvegarde" handelt es sich um ein präventives Verfahren, das einem möglichen regulären Insolvenzverfahren vorgeschaltet ist. Unternehmen, die Zahlungsschwierigkeiten nachweisen, welche zur Zahlungsunfähigkeit führen könnten, haben die Möglichkeit, die Eröffnung dieses Verfahrens zu beantragen, das ihre Verfolgung durch die Gläubiger vor Eintritt der endgültigen Zahlungsunfähigkeit aussetzt.
Das Verfahren wird auf Antrag des jeweiligen Unternehmens eröffnet. Zunächst erfolgt eine Beobachtungsphase, die bis zu sechs Monate dauert und während der das französische Handelsgericht primär versucht, die Ausarbeitung und Verabschiedung eines Fortführungsplans zu erreichen. Das Management kann das Unternehmen weiterhin leiten, wird aber von einem gerichtlich bestellten Verwalter überwacht und unterstützt. Es werden Gläubigerausschüsse gebildet, die mit einer 2/3 Mehrheit über die Annahme oder Ablehnung des vorgeschlagenen Rettungs-/Sanierungsplans abstimmen. Dieser Plan muss schlussendlich vom Gericht genehmigt werden.
Neuausrichtung der Division mit Keller HCW als führender Gesellschaft
In Folge des Ende 2009 gescheiterten globalen Umstrukturierungsprogrammes der Keyria und im Rahmen des erfolgreich verlaufenden Safeguard-Verfahrens, wurde zwischen der Groupe Legris Industries - als Hauptgesellschafter der Keyria SAS - und der Keller HCW GmbH, unmittelbar an einem Szenario gearbeitet, das als Zielsetzung die Neu-Definition einer operativ tätigen Division - unter Führung der Keller HCW - im Bereich des Maschinen- und Anlagenbaus in der grobkeramischen Industrie hatte. Diese zwischenzeitlich neuformierte Division KELLER umfasst die operativ tätigen Gesellschaften Keller HCW, Novoceric, Rieter-Werke und Morando.
Das Safeguard Verfahren der Keyria SAS hat zwischenzeitlich seinen geregelten Abschluss dergestalt gefunden, dass mit allen Gläubigern eine entsprechende Vereinbarung über den Teilverzicht bzw. über die geregelte Rückführung der jeweiligen Verbindlichkeiten herbeigeführt wurde. Vor diesem Hintergrund und in Verbindung mit dem erarbeiteten Fortführungsplan hat das Handelsgericht in Paris im Juni 2010 seine positive Entscheidung getroffen.
Im Rahmen des Safeguard-Verfahrens wurde die Vereinbarung getroffen, dass auch die Verbindlichkeiten der Keyria SAS gegenüber verbundenen Unternehmen komplett zurückgeführt werden. Dabei ist eine Verzinsung des ausstehenden Betrages nicht vorgesehen.
Die Verbindlichkeit der Keyria SAS gegenüber der Keller HCW GmbH in Höhe von 25.523 T€ - resultierend aus der ehemaligen Cashpooling-Vereinbarung - wird somit analog der, im Rahmen des Safeguard-Verfahrens getroffenen Vereinbarung, in jährlichen Beträgen, beginnend ab 2011 über einen Zeitraum von insgesamt zehn Jahren an die Keller HCW GmbH zurückgeführt.
Betriebsprüfung für 2004 - 2007
Weiterhin wurde in 2009 eine Betriebsprüfung der Wirtschaftsjahre 2004-2007 durchgeführt. Steuerliche Änderungen ergaben sich hauptsächlich durch die Anpassung von Garantierückstellungen sowie der Neubewertung von Konzernumlagen.
2. Darstellung der Lage
Ertragslage
Nachhaltige Ertragskraft auch in 2009
Auswirkung der Safeguard Vereinbarung auf das Ergebnis
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009 betrug das operative Ergebnis 7,5 Mio. € (Vorjahr 5,6 Mio. €) und konnte somit das Vorjahresergebnis um 34 % übertreffen. Der wesentliche Einfluss dieser Verbesserung liegt in der erhöhten Umsatzrealisierung und den erst bei Schlussfakturierung ausgewiesenen Deckungsbeiträgen begründet. Aufgrund der gesetzlichen Vorgaben, hinsichtlich der Behandlung der unverzinslichen Forderung aus der Cashpool-Einlage, erfolgte diesbezüglich eine Abzinsung in Höhe von 4,95 % über die Gesamtlaufzeit der Rückführung (zehn Jahre). Die vorgenannte Abzinsung in Höhe von 7,9 Mio. € führte zu einem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von -428 T€.
Hohe Umsatzrendite
Die in 2009 gebildete Abzinsung wird anteilig über die Rückführungsdauer der Verbindlichkeit (2011 - 2020) ergebnisverbessernd wieder aufgeholt.
Die Umsatzrendite beträgt - ausgehend vom operativen Ergebnis und nach Bereinigung des Abzinsungseffektes - entgegen des anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Umfelds 7,4 % (Vorjahr 8,8 %)
Wie bereits in den Vorjahren resultiert die Ertragskraft des Unternehmens neben den anhaltend hohen Umsatzerlösen weiterhin aus der plankonformen Abarbeitung der Aufträge.
Vermögens- und Finanzlage
Verringerung der Bilanzsumme in 2009
Die Bilanzsumme ist in 2009 auf 39,4 Mio. € gesunken (Vorjahr 75,4 Mio. €).
Dieser Rückgang beruht - neben den branchenüblichen Schwankungen in der Langfristfertigung - im Wesentlichen auf dem Rückgang des Umlaufvermögens, welches wiederum im Bereich der unfertigen Erzeugnisse sowie im Bereich der erhaltenen Kundenanzahlungen einen nachfragebedingten Rückgang aufweist.
Ferner ist der Rückgang durch die Reduzierung der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen, welche wiederum die Reduzierung der ursprünglichen Cash-Pool Einlage aufgrund von Ergebnisabführung und Verrechung von konzerintern bezogenen Leistungen beinhaltet, zurückzuführen.
Umgliederung der Cash-Pool Einlage
Wie bereits oben erläutert sieht das Safeguard-Verfahren der Keyria SAS eine vollständige Rückführung der Cash-Pool Einlage vor. Wegen des langfristigen Rückführungs-Zeitraums von zehn Jahren ist die bislang im Umlaufvermögen geführte Forderung nun als Ausleihe an verbundene Unternehmen in den Bereich des Finanzanlagevermögens umzuklassifizieren. Wegen der bilanziell notwendigen Abzinsung stellt sich die werthaltige Forderung gegenüber der Konzernmutter effektiv deutlich geringer dar.
Vor dem Hintergrund der Verlustübernahme im Rahmen des Gewinnabführungsvertrages weist die Eigenkapitalposition per 31.12.2009 folglich keine Veränderung aus.
Das Geschäftsjahr 2009 war, wie bereits in den Vorjahren, durch eine auskömmliche Liquidität gekennzeichnet.
Auskömmliche Liquidität s situtation
| 2009 | 2008 | |
| lfd. Geschäftstätigkeit | -15.201 | 23.607 |
| Investitionstätigkeit | -125 | -768 |
| Finanzierungstätigkeit | 15.015 | -52.042 |
| Finanzmittelbestand (Anfang d. Periode) | 5.401 | 34.604 |
| Finanzmittelbestand (Ende d. Periode) | 5.090 | 5.401 |
Kapitalflussrechnung (verkürzt, Werte in T€)
3. Nachtragsbericht (Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres)
Positiver Abschluss des Safeguard Verfahrens
Wie bereits im vorangegangenen Teil dargestellt, fand das Safeguard-Verfahren für die Keyria SAS im Juni 2010 seinen geregelten Abschluss. Die Zukunftsfähigkeit der neuen Division KELLER ist u.a. auf Basis des durch das französische Handelsgericht genehmigten Fortführungsplans sichergestellt, der eine entscheidende Grundlage für den positiven Ausgang des Safeguard Verfahrens war. Die benötigten finanziellen Mittel zur Umsetzung des Safeguard Plans werden über den Hauptgesellschafter, d.h. die Groupe Legris Industries zur Verfügung gestellt.
4. Risikobericht (Hinweise auf Risiken der künftigen Entwicklung)
Konjunkturelle Risiken
Die international renommierte und weltweit anerkannte Leitmesse in der grobkeramischen Industrie "Ceramitec" in München, auf der Keller HCW GmbH als einer der größten Aussteller auftrat, zeigte im September 2009 eine verhaltene Wiederbelebung der Nachfrage. Diese Einschätzung hat sich auch auf allen folgenden regionalen Messen der jeweiligen Absatzgebiete bestätigt.
Auftragseingang im ersten Halbjahr 2010 über Vorjahresniveau
Aufgrund der sehr heterogenen Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise in den unterschiedlichen Industrien und dem damit verbundenen zeitlichen Versatz der konjunkturellen Wiederbelebung, erwartet die Gesellschaft - trotz positiver Auftragseingangsentwicklung im ersten Halbjahr 2010 (44 % über Vorjahresniveau) - eine spürbare Wiederbelebung der internationalen Märkte erst im zweiten Halbjahr. Grundsätzlich ist auf derzeitiger Planungsbasis für das Jahr 2010 der Auftragseingang auf Vorjahresniveau zu erwarten.
Der bereits im ersten Halbjahr 2010 getätigte Umsatz, in Verbindung mit dem hohen Auftragsbestand, wird auch für 2010 die nachhaltige positive Entwicklung und Ertragskraft des Unternehmens bestätigen.
Operative Projektrisiken
Die bereits umfangreichen Berichts- und Kontrollmechanismen des Unternehmens werden auf Basis des ERP-Systems weiter ausgebaut und erweitert.
Mitarbeiterschulungen zur Förderung des betrieblichen Überblicks
Darüber hinaus wird im Rahmen der von Konzern eingeführten Mitarbeiterschulungen, wie CAP Eco, regen Gebrauch gemacht. Auf diese Weise wird jeder Mitarbeiter für Problemfelder seiner Tätigkeit auch bereichsübergreifend sensibilisiert. Hiermit werden Betriebsabläufe optimiert und damit verbundene etwaige Risiken minimiert.
Ferner grenzt die Gesellschaft mögliche Risiken aus Lieferverzug, Gewährleistung und Produkthaftung vertraglich ein.
Währungsrisiken
Kurssicherung für Fremd- währungsgeschäfte
Die Abwicklung des operativen Geschäftes erfolgt vorrangig auf Euro-Basis. Nur in Einzelfällen werden Geschäfte in Fremdwährung abgeschlossen. In diesen Fällen werden entsprechende Kurssicherungsinstrumente in Anspruch genommen.
Finanzierung des operativen Geschäftes
Die Finanzierung des operativen Geschäftes erfolgt auch zukünftig über die im internationalen Anlagenbau üblichen An- und Zwischenzahlungen aus Kundenaufträgen. Zur Abdeckung von ggf. zusätzlichem Liquiditätsbedarf stehen temporäre Darlehen des Gesellschafters zur Verfügung.
5. Prognosebericht
Trotz der zurückhaltenden Nachfrage ist für das Geschäftsjahr 2010 eine anhaltend positive Entwicklung, sowohl umsatz- als auch ergebnisseitig zu erwarten.
Der bereits im ersten Halbjahr 2010 erzielte Auftragseingang, in Verbindung mit der aktuellen Beurteilung der Marktlage, wird auch die Beschäftigungssituation aus heutiger Sicht verbessern, sodass die Kurzarbeit sukzessive zurück gefahren werden kann.
Aufgrund des anhaltend hohen Auftragsbestands per Stichtag 31.12.2009 sowie mit dem schon realisierten Auftragseingang im laufenden Geschäftsjahr kann bereits aus heutiger Sicht für die Jahre 2010 und 2011 von einem gesicherten Umsatzvolumen in Höhe von jeweils 65 - 75 Mio. Euro ausgegangen werden. Die vorgenannten Umsatzprognosen berücksichtigen lediglich bereits fest kontrahierten Auftragseingang und erhöhen sich ferner durch zukünftigen Auftragseingang. Nach heutigem Planungsstand ist hierbei für die Jahre 2010/2011 von einer durchschnittlichen Umsatzrendite vor Steuer von 6 - 7 % auszugehen.
Aufgrund der vorbeschriebenen Entwicklung des ehemaligen Teilkonzerns Keyria in 2009 wird ein Schwerpunkt in 2010 darauf liegen, zusammen mit dem Gesellschafter Groupe Legris Industries die bereits grundsätzlich entschiedenen Strukturen der neuen Division KELLER, mit Ihren deutschen und italienischen operativen Einheiten weiter zu verfeinern und zu optimieren.
Ibbenbüren, im August 2010
Keller HCW GmbH
Karsten Biermann
Laurenz Averbeck
Robert Kohl
Bilanz
Aktiva
| 31.12.2009 | 31.12.2008 | |
| € | € | |
| A. Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Software, Lizenzen und Patente | 617.662,00 | 801.630,00 |
| 2. Firmenwert | 277.650,00 | 324.577,00 |
| 895.312,00 | 1.126.207,00 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke und Bauten | 3.093.092,40 | 3.176.100,40 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 2.603,00 | 2.975,00 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 726.445,00 | 878.424,00 |
| 3.822.140,40 | 4.057.499,40 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 17.582.227,92 | 0,00 |
| 22.299.680,32 | 5.183.706,40 | |
| B. Umlaufvermögen | ||
| I. Vorräte | ||
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 1.345.607,36 | 1.285.153,24 |
| 2. Unfertige Erzeugnisse | 49.677.817,05 | 69.552.864,70 |
| 3. Fertige Erzeugnisse | 236.667,45 | 217.569,38 |
| 4. Geleistete Anzahlungen | 679.571,14 | 8.455.601,49 |
| 5. Erhaltene Anzahlungen | -46.004.053,28 | -66.032.046,03 |
| 5.935.609,72 | 13.479.142,78 | |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2.819.318,83 | 2.342.598,59 |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 402.005,27 | 44.701.088,74 |
| 3. Forderungen gegen Gesellschafter | 2.211.217,61 | 0,00 |
| 4. Sonstige Vermögensgegenstände | 463.396,65 | 4.203.470,42 |
| 5.895.938,36 | 51.247.157,75 | |
| III. Sonstige Wertpapiere | 100.147,21 | 23.011,19 |
| IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 5.089.991,64 | 5.400.942,42 |
| 17.021.686,93 | 70.150.254,14 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 87.723,78 | 29.680,32 |
| 39.409.091,03 | 75.363.640,86 |
Passiva
| 31.12.2009 | 31.12.2008 | |
| € | € | |
| A. Eigenkapital | ||
| I. Gezeichnetes Kapital | 5.000.000,00 | 5.000.000,00 |
| II. Gewinnvortrag | 0,00 | 0,00 |
| III. Jahresüberschuss | 0,00 | 0,00 |
| 5.000.000,00 | 5.000.000,00 | |
| B. Rückstellungen | ||
| 1. Steuerrückstellungen | 198.594,23 | 0,00 |
| 2. Sonstige Rückstellungen | 5.371.534,30 | 3.880.696,65 |
| 5.570.128,53 | 3.880.696,65 | |
| C. Verbindlichkeiten | ||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 2.263,09 | 0,00 |
| 2. Erhaltene Anzahlungen | 25.646.754,07 | 50.765.807,72 |
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.097.324,82 | 4.553.254,97 |
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 1.458.421,83 | 4.662.460,35 |
| 5. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter | 135.054,64 | 5.493.967,25 |
| 6. Sonstige Verbindlichkeiten | 499.144,05 | 1.007.453,92 |
| 28.838.962,50 | 66.482.944,21 | |
| 39.409.091,03 | 75.363.640,86 |
Gewinn- und Verlustrechnung
| 2009 | 2008 | |
| € | € | |
| 1. Umsatzerlöse | 101.366.270,38 | 62.563.674,94 |
| 2. Erhöhung (Vorjahr: Minderung) des Bestands an fertigen | ||
| und unfertigen Erzeugnissen | -19.855.949,58 | 34.297.643,02 |
| 3. Sonstige betriebliche Erträge | 606.171,66 | 1.915.563,14 |
| 82.116.492,46 | 98.776.881,10 | |
| 4. Materialaufwand | ||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für | ||
| bezogene Waren | 39.243.597,84 | 60.272.098,32 |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | 3.220.585,86 | 1.381.112,35 |
| 42.464.183,70 | 61.653.210,67 | |
| 5. Personalaufwand | ||
| a) Löhne und Gehälter | 17.580.988,64 | 17.911.733,70 |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung | ||
| und für Unterstützung | 3.472.693,90 | 3.339.481,64 |
| 21.053.682,54 | 21.251.215,34 | |
| 6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| und Sachanlagen | 615.113,42 | 716.785,09 |
| 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 10.601.527,25 | 11.373.236,09 |
| 32.270.323,21 | 33.341.236,52 | |
| 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 229.013,92 | 1.917.338,72 |
| 9. Abschreibungen aus Finanzanlagen | 7.941.010,94 | 0,00 |
| 10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 98.116,02 | 140.929,02 |
| 11. Finanzergebnis | -7.810.113,04 | 1.776.409,70 |
| 12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | -428.127,49 | 5.558.843,61 |
| 13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 279.454,35 | 1.646.528,40 |
| (davon aus Steuerumlage € 135.054,64) | ||
| 14. Sonstige Steuern | 145.433,76 | 62.940,19 |
| 15. Erträge aus Verlustübernahme | 853.015,60 | 0,00 |
| 16. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne | 0,00 | 3.849.375,02 |
| 17. Jahresüberschuss | 0,00 | 0,00 |
Anhang
1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009 ist gemäß den Vorschriften der §§ 238 ff. HGB sowie unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung erstellt worden.
Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sind nach Maßgabe der handelsrechtlichen Gliederungsvorschriften des § 266 Abs. 2 HGB für die Bilanz und des § 275 HGB für die Gewinn- und Verlustrechnung (Gesamtkostenverfahren) aufgestellt worden.
Angaben, die wahlweise in der Bilanz oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Darüber hinaus wurden zwecks Erhöhung der Klarheit und Übersichtlichkeit des Jahresabschlusses alle Davon - Vermerke der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung in den Anhang übernommen.
Der Anhang ist nach den Grundsätzen des §§ 284 ff. HGB erstellt worden.
2. Allgemeine Angaben zur Bilanzierung und Bewertung
Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet und um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.
Gebraucht erworbene bewegliche Anlagegegenstände werden verkürzt abgeschrieben.
Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu Einkaufspreisen bzw. zu Einstandspreisen nach der Methode des gleitenden Durchschnitts bewertet. Auf überalterte oder schwer verwertbare Bestände wurden nach einem feststehenden Verfahren Abschläge vorgenommen.
Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse sind mit den Herstellungskosten unter Beachtung des Niederwertprinzips angesetzt worden. Bei den Herstellungskosten wurden Lohn- und Materialeinzelkosten und Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Sondereinzelkosten der Fertigung und anteilige Verwaltungskosten in die Ermittlung einbezogen.
Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde zur Abdeckung des latenten Ausfallrisikos eine Pauschalwertberichtigung von 2 % vorgenommen.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit den Nominalwerten bzw. Anschaffungskosten aktiviert. Sämtliche Forderungen haben grundsätzlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Hiervon ausgenommen ist lediglich die gegenüber der Keyria SAS ausgewiesene abgezinste Forderung (ehemalige Cashpool-Einlage) die unter den Finanzanlagen ausgewiesen wird.
Der Ansatz der Wertpapiere des Umlaufvermögens erfolgte zu den Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren Wert am Abschlussstichtag.
Die flüssigen Mittel enthalten Bank-, und Kassenguthaben sowie Postwertzeichen, die den Nominalwerten entsprechen.
Fremdwährungen, als Guthaben bei Kreditinstituten gehalten, wurden mit den Devisenbriefkursen der jeweiligen Währungen (GBP, USD und PLN) zum Zeitpunkt der Erstbuchung bzw. aufgrund des Niederwertprinzips mit dem niedrigeren Kurs des Bilanzstichtages bewertet.
Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des voraussichtlichen Anfalls dotiert, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung für notwendig erachtet wurde.
Die Verbindlichkeiten und erhaltenen Anzahlungen sind gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt.
3. Informationen zum Jahresabschluss
a) Informationen zur Bilanz
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.
Der ausgewiesene Firmenwert wird gemäß § 7 Abs. 1 Satz 3 EStG über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten kurzfristige Forderungen aus der Finanzverrechnung in Höhe von € 11.180,72 (Vorjahr Darlehen in Höhe 44.387.976,14) sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 390.824,55 (Vorjahr € 313.112,60). Zusätzlich besteht eine Ausleihe - wegen Unverzinslichkeit abgezinst - in Höhe von € 17.582.227,92. Die Abzinsung wird gemäß nachstehender Tabelle planmäßig in den angegebenen Wirtschaftsjahren ergebnisverbessernd wieder aufgeholt:
| 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013 | ||
| Abzinsung | T€ | -7.941 | ||||
| Aufzinsung | T€ | 871 | 913 | 895 | 877 |
| 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | ||
| Abzinsung | T€ | ||||
| Aufzinsung | T€ | 857 | 836 | 751 | 662 |
| 2018 | 2019 | 2020 | Summe | ||
| Abzinsung | T€ | -7.941 | |||
| Aufzinsung | T€ | 568 | 470 | 241 | 7.941 |
Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von € 87.723,78 (Vorjahr € 29.680,32) betrifft im Wesentlichen abgegrenzte Messekosten und IT-Kosten Umlage des Gesellschafters.
Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
| 31.12.2009 | 31.12.2008 | |
| € | € | |
| Garantierückstellung | 1.927.032,55 | 1.198.919,15 |
| Variable Vergütung | 697.096,63 | 736.086,91 |
| Gleitzeit- und Flexiguthaben | 165.532,51 | 539.647,94 |
| Altersteilzeit | 777.126,54 | 519.731,39 |
| Urlaubsverpflichtungen | 79.517,04 | 234.237,58 |
| Nachlaufende Kosten | 1.103.557,15 | 168.433,00 |
| Vertreterprovisionen | 0,00 | 123.735,00 |
| Übrige sonstige Rückstellungen | 621.671,88 | 359.905,68 |
| 5.371.534,30 | 3.880.696,65 |
Eine Übersicht über die bestehenden Verbindlichkeiten mit Angabe der Restlaufzeiten stellt sich wie folgt dar:
| Gesamt | Davon mit einer Restlaufzeit | |||
| bis zu 1 Jahr | zwischen | von mehr als | ||
| 1 bis 5 Jahren | 5 Jahren | |||
| € | € | € | € | |
| (Vorjahr €) | (Vorjahr €) | (Vorjahr €) | (Vorjahr €) | |
| Verbindlichkeiten gegenüber | 2.263,09 | 2.263,09 | ||
| Kreditinstituten | (0,00) | (0,00) | ||
| Erhaltene Anzahlungen | 25.646.754,07 | 25.646.754,07 | 0,00 | 0,00 |
| (50.765.807,72) | (50.765.807,72) | (0,00) | (0,00) | |
| Verbindlichkeiten | ||||
| aus Lieferungen und Leistungen | 1.097.324,82 | 1.097.324,82 | 0,00 | 0,00 |
| (4.553.254,97) | (4.553.254,97) | (0,00) | (0,00) | |
| gegenüber verbundenen | ||||
| Unternehmen | 1.458.421,83 | 1.458.421,83 | 0,00 | 0,00 |
| (4.662.460,35) | (4.662.460,35) | (0,00) | (0,00) | |
| gegenüber Gesellschafter | 135.054,64 | 135.054,64 | 0,00 | 0,00 |
| (5.493.967,25) | (5.493.967,25) | (0,00) | (0,00) | |
| Sonstige | 499.144,05 | 499.144,05 | 0,00 | 0,00 |
| (1.007.453,92) | (1.007.453,92) | (0,00) | (0,00) | |
| 28.838.962,50 | 28.838.962,50 | 0,00 | 0,00 | |
| (66.482.944,21) | (66.482.944,21) | (0,00) | (0,00) | |
Die "Sonstige Verbindlichkeiten" beinhalten in Höhe von € 233.930,72 (Vorjahr € 666.155,14) Steuerverbindlichkeiten und in Höhe von € 0,00 (Vorjahr € 901,00) Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit.
b) Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Von den Umsatzerlösen von insgesamt € 101.460.777,22 (Vorjahr € 62.563.674,94) entfallen € 28.549.399,27 (Vorjahr € 10.619.011,98) auf das Inland.
Die Umsatzerlöse gliedern sich regional in folgende Bereiche:
| Berichts- | Quote | Vorperiode | Quote | Verän- | Verän- | |
| periode | derung | derung | ||||
| Mio. € | % | Mio. € | % | Mio. € | % | |
| Inlandsumsatz | 28,5 | 28,1 | 10,6 | 17,0 | 17,9 | 168,9 |
| Auslandsumsatz | 72,9 | 71,9 | 51,9 | 83,0 | 21,0 | 40,5 |
| Gesamtumsatz | 101,4 | 100,0 | 62,5 | 100,0 | 38,9 | 62,2 |
Nach Tätigkeitsbereichen ergibt sich folgende Aufgliederung:
| Berichts- | Quote | Vorperiode | Quote | Verän- | Verän- | |
| periode | derung | derung | ||||
| Mio. € | % | Mio. € | % | Mio. € | % | |
| Maschinen und Anlagen | 94,0 | 92,7 | 52,9 | 84,6 | 41,1 | 77,7 |
| Service | 4,3 | 4,2 | 6,2 | 9,9 | -1,9 | -30,6 |
| MSR | 3,1 | 3,1 | 3,4 | 5,4 | -0,3 | -8,8 |
| Gesamtumsatz | 101,4 | 100,0 | 62,5 | 100,0 | 38,9 | 62,2 |
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von € 30.726,00 (Vorjahr € 1.191.918,83) enthalten.
Zinsen und ähnliche Erträge € 229.013,92 (Vorjahr € 1.917.338,72) entfallen mit € 200.875,84 (Vorjahr € 1.445.051,84) auf verbundene Unternehmen.
4. Sonstige Angaben
a) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Am Bilanzstichtag bestehen Verpflichtungen aus langfristigen Leasingverträgen, Reparaturen und Bestellobligo in Höhe von insgesamt € 2.329.772,00 (Vorjahr € 26.727.241,25). Weiterhin besteht eine unbefristete selbstschuldnerische Bürgschaft zugunsten der Sparkasse Bodensee, Konstanz, in Höhe von € 2.000.000,00. Die Bürgschaft dient als Sicherheit für die Darlehensfinanzierung eines verbundenen Unternehmens.
b) Prüferhonorar
Im Geschäftsjahr wurden T€ 49 als Prüfungshonorar und T€ 8 für Steuerberatung berechnet.
c) Organe und Aufwendungen für Organe
Geschäftsführung
Dipl.-Ing. Laurenz Averbeck, Bad Iburg
Dipl. BW (FH) Karsten Biermann, Ibbenbüren
Dipl.-Ing. (FH) Robert Kohl, Stockheim
Insgesamt wurden an Bezügen für die Geschäftsführung im Kalenderjahr € 602.557,91 gezahlt.
d) Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer
| Angestellte | 270 (Vorjahr 266) |
| Arbeiter | 86 (Vorjahr 97) |
e) Beziehungen zu verbundenen Unternehmen
Ein Konzernabschluss wird aufgestellt von der KEYRIA S.A.S, Paris/Frankreich.
Ibbenbüren, den 6. August 2010
Keller HCW GmbH, Ibbenbüren
Karsten Biermann
Laurenz Averbeck
Robert Kohl
Anlagenspiegel
| Entwicklung der Anschaffungskosten | ||||
| 01.01.2009 | Zugang | Abgang | 31.12.2009 | |
| € | € | € | € | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Software, Lizenzen und Patente | 1.357.802,70 | 40.833,92 | 0,00 | 1.398.636,62 |
| 2. Firmenwert | 704.120,99 | 0,00 | 0,00 | 704.120,99 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 2.061.923,69 | 40.833,92 | 0,00 | 2.102.757,61 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke und Bauten | 3.547.539,84 | 1.503,36 | 5.518,24 | 3.543.524,96 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 1.356.664,86 | 0,00 | 0,00 | 1.356.664,86 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und | ||||
| Geschäftsausstattung | 3.170.387,90 | 107.809,14 | 0,00 | 3.278.197,04 |
| 8.074.592,60 | 109.312,50 | 5.518,24 | 8.178.386,86 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 0,00 | 17.582.227,92 | 0,00 | 17.582.227,92 |
| 10.136.516,29 | 17.732.374,34 | 5.518,24 | 27.863.372,39 | |
| Entwicklung der Abschreibungen | ||||
| 01.01.2009 | Zugang | Abgang | 31.12.2009 | |
| € | € | € | € | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Software, Lizenzen und Patente | 556.172,70 | 224.801,92 | 0,00 | 780.974,62 |
| 2. Firmenwert | 379.543,99 | 46.927,00 | 0,00 | 426.470,99 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 935.716,69 | 271.728,92 | 0,00 | 1.207.445,61 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke und Bauten | 371.439,44 | 83.224,36 | 4.231,24 | 450.432,56 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 1.353.689,86 | 372,00 | 0,00 | 1.354.061,86 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und | ||||
| Geschäftsausstattung | 2.291.963,90 | 259.788,14 | 0,00 | 2.551.752,04 |
| 4.017.093,20 | 343.384,50 | 4.231,24 | 4.356.246,46 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 4.952.809,89 | 615.113,42 | 4.231,24 | 5.563.692,07 | |
| Buchwerte | ||
| 31.12.2009 | 31.12.2008 | |
| € | € | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Software, Lizenzen und Patente | 617.662,00 | 801.630,00 |
| 2. Firmenwert | 277.650,00 | 324.577,00 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 0,00 | 0,00 |
| 895.312,00 | 1.126.207,00 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke und Bauten | 3.093.092,40 | 3.176.100,40 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 2.603,00 | 2.975,00 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und | ||
| Geschäftsausstattung | 726.445,00 | 878.424,00 |
| 3.822.140,40 | 4.057.499,40 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 17.582.227,92 | 0,00 |
| 22.299.680,32 | 5.183.706,40 | |
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Keller HCW GmbH, Ibbenbüren, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Osnabrück, den 12. Oktober 2010
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Angelika Kessels, Wirtschaftsprüferin
ppa. Aloys Deeken, Wirtschaftsprüfer
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