Lomadox GmbH
Breite Straße 25, 32257 Bünde, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Philipp Erich Ivo Koch seit 17.4.2024 | Geschäftsführer |
Bernd Schnittger seit 17.4.2024 | Prokura |
Thorben Martin Bollmann seit 17.4.2024 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
PXL Holding GmbHOsnabrückKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernlagebericht Geschäftsjahr vom 01.01.2022 - 31.12.2022I. Konzernstruktur und Geschäftstätigkeit Die PXL Holding GmbH ist Muttergesellschaft der PXL Gruppe (kurz: PXL) und hat ihren Sitz in Osnabrück. Die Eintragung in das Handelsregister beim Amtsgericht Osnabrück erfolgte unter der HRB 216900. Die Gesellschaft fungiert als Finanz-Holding. Ihr Zweck ist der Erwerb und die Verwaltung von Beteiligungen sowie die Übernahme der Geschäftsführung bei den Handelsgesellschaften. Das operative Geschäft wird von den Gesellschaften H.T. Trade Service GmbH & Co. KG und Lomadox GmbH betrieben. Das Tochterunternehmen premium.xl Holding GmbH übernahm am 23. Dezember 2021 mit Wirkung zum 7. Februar 2022 die Kapitalanteile der Lomadox GmbH mit Sitz in Bünde. Die Lomadox GmbH ist ein 100%-iges Tochterunternehmen der premium.xl Holding GmbH. Die folgenden Gesellschaften wurden neben der PXL Holding GmbH im Konzern vollkonsolidiert
Neben den einbezogenen Gesellschaften gehören weitere Unternehmen zur PXL, die aufgrund einer geringen operativen Tätigkeit nur von untergeordneter Bedeutung sind und damit nicht einbezogen wurden
II. Wirtschaftsbericht II.1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Branche Die deutsche als auch die EU Wirtschaft sind in 2022 weiter gewachsen. Das reale BIP der 27 EU Länder erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um +3,5% wobei Deutschland eine Veränderung von +1,8% verzeichnen konnte. 1 Dabei war die Entwicklung in Deutschland bezogen auf die Wirtschaftsbereiche sehr unterschiedlich. Bestimmte Bereiche wie Unterhaltung und Verkehr profitierten vom Wegfall der pandemischen Lage. Die Wertschöpfung im Bereich "Handel" ging hingegen zurück. Der deutsche Online Handel verzeichnete gegenüber dem Vorjahr eine rückläufige Entwicklung. Im deutschen E-Commerce Markt mit Waren wurde aufgrund der Konsumkrise ein Bruttoumsatz von 90,4 Mrd EUR erzielt (-8,8%). Dabei war der Bereich "Einrichtungsgegenstände" nur leicht rückläufig mit einem erzielten Bruttoumsatz von 15 MrdEUR (-3,8%). 2 II.2 Umsatz- und Auftragsentwicklung Im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte die PXL einen Umsatz von 72.149 TEUR. Der überwiegende Anteil entfiel auf den Absatzmarkt Deutschland. Dabei wurden im Wesentlichen Produkte aus dem Produktbereich "Möbel" veräußert. II.3 Beschaffung Die Beschaffung der Handelswaren ist ein Kernbereich der PXL und die erzielten Ergebnisse in diesem Bereich haben erhebliche Auswirkungen auf den Geschäftserfolg. Im Geschäftsjahr war der Einkauf der Handelswaren im Wesentlichen geprägt von höheren Anschaffungsnebenkosten sowie einem sehr volatilen EUR/USD - Wechselkurs. II.4 Investitionen Die PXL investierte im Wesentlichen in einen neuen Online Shop, IT Hard- und Software sowie in IT-Datenbanken. II.5 Personal Zur Sicherstellung des Wachstums investierte die PXL in neue Mitarbeiter. Dabei wurden sowohl die Bereiche Logistik als auch der administrative Bereich erweitert. Insgesamt beschäftigte die PXL zum 31. Dezember 2022 128 Mitarbeiter an drei Standorten in Deutschland.
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https://www.destatis.de/Europa/DE/Thema/Wirtschaft-Finanzen/_inhalt.html#sprg242630
[Grafiken-Wirtschaftsentwicklung],
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressekonferenzen/2023/bip2022/pm-bip.html?nn=238906
III. Darstellung der Lage III.1 Vermögenslage Die Bilanzsumme der Unternehmensgruppe zum 31.12.2022 lag bei TEUR 70.758 (Vorjahr: 52.372 TEUR). Auf der Aktivseite entfielen 40.660 TEUR (Vorjahr: 25.409) auf das Anlagevermögen. Hierbei sei insbesondere der neu geschaffene Geschäfts- oder Firmenwert durch den Erwerb der Lomadox GmbH zu erwähnen. Das Umlaufvermögen beläuft sich auf 29.065 TEUR (Vorjahr: 25.967 TEUR). Davon entfallen 20.872 TEUR (Vorjahr: 20.823 TEUR) auf den Vorratsbestand. Hierbei handelt es sich um Handelswaren an den drei Lagerstandorten, schwimmende Ware sowie Anzahlungen für bestellte Waren. Zudem verfügt die PXL über einen Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen von 2.785 TEUR (Vorjahr: 2.583 TEUR) sowie einen Liquiditätsbestand von 4.250 TEUR (Vorjahr: 2.012 TEUR). Auf der Passivseite entfallen 41.876 TEUR (Vorjahr: 36.592 TEUR) auf das Eigenkapital. Dabei findet der Jahresfehlbetrag von -3.743 TEUR Berücksichtigung. Daneben wurden im ersten Quartal 2022 Kapitalerhöhungen von insgesamt T€ 5.021 vorgenommen. Die Rückstellungen der PXL zum 31.12 betragen 1.509 TEUR (Vorjahr: 3.526 TEUR). Diese Position beinhaltet im Wesentlichen sonstige Rückstellungen aus den Bereichen Personal und Garantie. Die Steuer-Rückstellungen fielen hingegen durch die geringeren Jahresüberschüsse im Vergleich zum Vorjahr geringer aus. Die Verbindlichkeiten umfassen 27.372 TEUR (Vorjahr: 11.269 TEUR) wovon 20.262 TEUR (Vorjahr: 5.243 TEUR) auf Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten entfallen und damit wesentlicher Treiber der gestiegenen Verbindlichkeiten waren. Daneben betragen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.390 TEUR (Vorjahr: 3.495 TEUR). III.2 Finanzlage III.2.a Cash Flow Im Jahr 2022 war die PXL jederzeit in der Lage ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Die Unternehmensführung überwacht mittels entsprechender Liquiditätsprognosen laufend die aktuelle Situation und leitet bei Bedarf entsprechende Maßnahmen ein, um etwaigen Engpässen rechtzeitig vorzubeugen. Die benötigten finanziellen Mittel für Investitionen wurden aus dem freien Cash Flow entnommen. Die finanziellen Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen langfristiger Natur mit einer Restlaufzeit von bis zu 7 Jahren. Die Finanzierung des operativen Geschäftes erfolgt im Wesentlichen über kurzfristige Kreditfazilitäten in Höhe von insgesamt 5,5 Mio EUR. III.2.b Cash Flow aus operativer Tätigkeit Aus der laufenden Geschäftstätigkeit wurde ein negativer Cash Flow von -515 TEUR erzielt. Das negative Ergebnis resultierte im Wesentlichen aus den Ertragssteuerzahlungen. Das Working Capital war hingegen positiv. III.2.C Cash Flow aus Investitionstätigkeit Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug -17.157 TEUR. Hierbei sind die Investitionen im Rahmen der Akquisition der Lomadox GmbH hervorzuheben. Kapitalintensive Investitionen wurden im Wesentlichen durch fremde Mittel finanziert. Alle weiteren Zugänge sind aus den laufenden operativen Überschüssen finanziert worden. III.2.d Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit lag im Betrachtungszeitraum bei 19.942 TEUR. Dies ist im Wesentlichen auf Eigenkapital- und Fremdkapitalzuführungen im ersten Halbjahr 2022 zurückzuführen. Daneben wurden die Zinsen und Tilgungen für die bestehenden finanziellen Verbindlichkeiten fristgemäß beglichen. III.3 Entwicklung der Ertragslage Die Umsatzerlöse für das Geschäftsjahr betragen 72.149 TEUR (Vorjahr: 19.669 TEUR). Davon wurden 48.324 TEUR im Inland und 23.825 TEUR im Ausland erzielt. Der Materialaufwand betrug 35.430 TEUR (Vorjahr: 11.626 TEUR) und die Materialaufwandsquote belief sich auf 49,1% (Vorjahr: 59,1 %). Die Veränderung ist auch bedingt durch die Auflösung der aufgedeckten stillen Reserven im Vorratsvermögen aufgrund der Erstkonsolidierung der Lomadox GmbH. Des Weiteren hatten die Abschreibungen mit 4.891 TEUR (Vorjahr: 1.141 TEUR) einen wesentlichen Effekt auf die Ertragssituation. Einen großen Anteil hatte die Abschreibung auf den neuen Geschäfts- oder Firmenwert im Rahmen der Erstkonsolidierung der Lomadox GmbH. Aufgrund der Sondereffekte aus der Erstkonsolidierung der Lomadox GmbH wurde ein negatives Periodenergebnis von -3.743 TEUR (Vorjahr: -3.841 TEUR) erzielt. Zudem erzielte das operative Geschäft durch die Erholung des stationären Handels und erhöhter Bezugskosten nicht mehr die Ergebnisse aus den Jahren der Corona Pandemie. Darüber hinaus beeinflusste die Energie- und Ukraine-Krise das Konsumverhalten negativ. III.4 Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren und Steuerungsgrößen Die wirtschaftliche Planung und Steuerung der Gruppe erfolgt zentral über von der Geschäftsführung vorgegebene Zielgrößen, die von der jährlichen Planung abgeleitet sind. Auf Basis dieser Vorgaben erfolgt eine regelmäßige Überprüfung der Geschäftsentwicklung anhand stetig aktualisierter Einschätzungen der Steuerungs- und Leistungskennzahlen, bei der die Umsetzung der strategischen Ziele verfolgt und Maßnahmen zur Gegensteuerung bei Planabweichungen eingeleitet werden. Die wichtigsten Steuerungsgrößen sind der Umsatz sowie das EBITDA. Die Kennzahlen stellen sich wie folgt dar:
Die Leistungskennzahlen wurden in 2022 ganz wesentlich durch die Aufnahme einer zusätzlichen Gesellschaft und das Entfallen des Rumpfgeschäftsjahres in 2021 beeinflusst. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 wurden die geplanten Umsätze erreicht. Das EBITDA lag aufgrund von Sondereffekten im Jahresabschluss hingegen unter dem geplanten Ergebnis. Die für die Gruppe wichtigen nichtfinanziellen Leistungsindikatoren wie Kundenzufriedenheit, Mitarbeiterbelange und Umweltbelange werden nicht unmittelbar zur Steuerung herangezogen. Sie haben jedoch einen wesentlichen Einfluss auf die zukünftige Ausrichtung der Geschäftstätigkeit. III.5 Gesamtaussage der Geschäftsführung zur Lage der Gruppe Insgesamt ist die Finanzlage der PXL Gruppe als günstig zu bewerten. Das kurz- und langfristige Vermögen ist umfassend finanziert. Die Gruppe kommt sämtlichen finanziellen Verpflichtungen nach. Das Geschäftsjahr war für die PXL zufriedenstellend. Die PXL konnte trotz eines rückläufigen und volatilen Marktumfeldes ihre Umsätze und Ergebnisse in 2022 stabilisieren. IV. Chancen- und Risikobericht Als international tätiges Unternehmen ist die PXL verschiedenen Chancen und Risiken ausgesetzt. Die dynamische Erschließung neuer Märkte und der Aufbau einer nachhaltigen Position sind die Richtlinien unseres unternehmerischen Handelns. Die Gruppe betreibt ein aktives Risikomanagement, zu dessen frühzeitiger Erkennung, Bewertung und Begrenzung verschiedene Planungs-, Steuerungs- und Kontrollinstrumente genutzt werden. Die monatliche Berichtserstattung informiert die Geschäftsführung sowie die Führungskräfte über den Status der Geschäftsentwicklung und macht somit auf Veränderungen aufmerksam. IV.1 Marktrisiken Auf der Absatzseite sieht die PXL Gruppe Risiken durch die Abhängigkeit von einzelnen Vertriebswegen und Produkten, denen wir mit einem breiten Produktportfolio und der Erschließung neuer Märkte sowie dem Ausbau des eigenen Webshops begegnen. Ein weiteres Risiko besteht in der deutlichen Zunahme des Wettbewerbs auf der Absatzseite. Diesem Risiko will die PXL mit einer höheren Kundenzufriedenheit, dem Ausbau des eigenen Online Shops zur gezielten Kundenbindung sowie weiteren Preisoptimierungen begegnen. IV.2 Finanzrisiken Die Gruppe hat bei der Aufnahme einer langfristigen Finanzierung Covenant - Vereinbarungen getroffen. Insofern können sich bei der Nichteinhaltung der vereinbarten Finanzkennzahlen entsprechende Risiken ergeben. Darüber hinaus ist die Gruppe Währungsrisiken auf den Einkaufs- und Absatzmärkten ausgesetzt. In regelmäßigen Abständen wird die Zins- und Währungsentwicklung überprüft. IV.3 IT-Risiken Als eCommerce Händler sind wir von funktionierenden IT-Systemen abhängig. Der Ausfall, die Sabotage oder sonstige Störungen können sich nachteilig auf die Geschäftsaktivität der PXL auswirken. Zur Reduzierung dieser Risiken werden die Systeme regelmäßig gewartet und überprüft. Daneben sind Firewalls und Virenschutzprogramme implementiert, um potenzielle Angriffe von Dritten abzuwehren. IV.4 Logistikrisiken Die Gruppe ist typischen Risiken auf der Logistikseite ausgesetzt. Dabei sind insbesondere die volatilen Container-Frachten zu nennen. Diesem Umstand begegnen wir mit Logistikkontrakten sowie einer regelmäßigen Kontrolle der relevanten Indices. Darüber hinaus sehen wir politische Risiken in den asiatischen und osteuropäischen Einkaufsmärkten, die einen negativen Einfluss auf die Stabilität der Warenflüsse haben. Um diesen Risiken zu begegnen ist die PXL bestrebt, Abhängigkeiten von einzelnen Ländern und Lieferanten zu minimieren und neue Einkaufsmärkte oder Lieferanten zu erschließen bzw an sich zu binden. In der operativen Logistik sieht sich die PXL potenziellen Betriebsunterbrechungen durch entstehende Schäden an unseren Logistikstandorten ausgesetzt. Für solche Schäden sind umfassende Versicherungen abgeschlossen. Der Versicherungsumfang wird regelmäßig geprüft und angepasst. IV. Zusammenfassung der Risiken Insgesamt sind die Risiken der Unternehmensgruppe beherrschbar. Hinsichtlich der vorstehend erläuterten Risiken und deren mögliche Eintrittswahrscheinlichkeiten werden keine einzelnen oder kumulierten Risiken erwartet, welche die Unternehmensfortführung gefährden. Die Risikoposition ist gleichbleibend gegenüber dem Vorjahr. V. Chancen Die größten Chancen sieht die Gruppe in der Anbindung weiterer Marktplätze, dem Ausbau des Webshops sowie dem B2B-Geschäft. Daneben bietet die Erweiterung des Produktportfolios durch neue Partnerschaften im In- und Ausland Möglichkeiten der Expansion. Zudem wird die Einführung neuer Organisations- und IT-Strukturen zu einer weiteren Verbesserung der internen Prozesse und der Skalierbarkeit beitragen. VI. Prognosebericht Die PXL Gruppe wendet Jahres- und Mittelfristplanungen sowie unterjährige Forecastmodelle an, um den weiteren Geschäftsverlauf zu prognostizieren. Die PXL Gruppe erwartet im folgenden Geschäftsjahr einen weiterhin intensiven Wettbewerb, insbesondere auf den bestehenden Online-Marktplätzen. Zudem sind die langfristigen Folgen der Energie- und Ukraine Krise auf das Konsumverhalten weiterhin schwer absehbar. Hinzu kommen die Preissteigerungen in vielen Lebensbereichen. Daher erwartet die PXL weiterhin ein eher zurückhaltendes Kaufverhalten. Auf der anderen Seite geht die PXL von einem weiter wachsenden eCommerce Handel aus. In diesem Geschäftsbereich sieht sich die PXL gut positioniert. Sie kann auf ein umfassendes Produktportfolio im Bereich "Home & Living" zurückgreifen, das auf einer Vielzahl von Online-Marktplätzen sowie auf dem in Europa gelistet ist. Das Einkaufserlebnis im Online Shop als auch im B2B Bereich soll weiter ausgebaut werden. Zudem soll das bestehende Produktportfolio gezielt erweitert werden. Für das Jahr 2023 plant die PXL ein Umsatzwachstum im zweistelligen Prozentbereich. Zudem wird eine Steigerung des EBITDA im dreistelligen Prozentbereich erwartet.
Osnabrück, den 17. Juli 2023 Hermann Tiben Thorben Bollmann Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022I. Allgemeine Angaben Die PXL Holding GmbH hat Ihren Sitz in Osnabrück. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Osnabrück unter der HRB 216900 eingetragen. Der vorliegende Konzernabschluss wird gem. §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die PXL Holding GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Sie ist Muttergesellschaft des PXL Konzerns. Der PXL Konzern vertreibt im Geschäftsbereich eCommerce europaweit Produkte aus den Bereichen Möbel & Wohnen, Garten & Freizeit und Baumarkt. Zu den Kunden gehören Privathaushalte, gewerbliche Kunden sowie Partner, die im Rahmen des B2B-Programms die Waren an Dritte weiter veräußern. Die Geschäftstätigkeit umfasst die Positionierung der Produkte auf Onlineplattformen und in eigenen Onlineshops (www.premiumxl.de, www.lomado.de), die professionelle Kundenbetreuung und -Beratung sowie den Versand der bestellten Waren. Die PXL Holding GmbH, Osnabrück, übt den beherrschenden Einfluss über die Unternehmen des Teilkonzerns premium.xl Holding GmbH mit Sitz in Osnabück aus und stellt als Mutterunternehmen aufgrund ihrer Mehrheit der Stimmrechte nach § 290 Abs. 2 Nr. 1 HGB einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht auf. Der Konzernabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) sowie die Regelungen des Gesellschaftsvertrages der Gesellschaft aufgestellt. Der Konzernabschluss ist in Euro, der funktionalen Währung des Mutterunternehmens, aufgestellt. Sowohl Einzel- als auch Summenwerte stellen den Wert mit der kleinsten Rundungsdifferenz dar. Bei Additionen der dargestellten Einzelwerte können deshalb geringfügige Differenzen zu den ausgewiesenen Summen auftreten. Das Geschäftsjahr der Muttergesellschaft und somit auch des PXL-Konzerns entspricht dem Kalenderjahr. Das Vorjahr beinhaltet ein Rumpfgeschäftsjahr, beginnend mit dem 27. Juli 2021 und endend am 31. Dezember 2021. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt. Der Konzernabschluss wird unter der Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt. II. Konsolidierungskreis Anteilsbesitzliste im Geschäftsjahr 2022 Die vollständige Anteilsbesitzliste der PXL Holding GmbH zum 31. Dezember 2022 ist im Folgenden aufgelistet. Bei der unten gelisteten Personengesellschaft ist die Gesellschaft H.T. Trade GmbH, Osnabrück, unbeschränkt haftende Gesellschafterin.
Alle Jahresabschlüsse der in die Vollkonsolidierung einbezogenen Unternehmen sind auf den 31. Dezember 2022 aufgestellt. Konzernabschlussstichtag ist der 31. Dezember 2022. Das Tocherunternehmen premium.x1 Holding GmbH übernahm am 23. Dezember 2021 mit Wirkung zum 7. Februar 2022 die Kapitalanteile der Lomadox GmbH mit Sitz in Bünde. Die Gesellschaft wird geführt beim Handelsregister des Amtsgerichts Bad Oyenhausen unter der Registernummer HRB 18323. Die Lomadox GmbH ist nunmehr ein 100%-iges Tochterunternehmen der premium.x1 Holding GmbH. Die Erstkonsolidierung dieser Gesellschaft erfolgte zum 1. Februar 2022, ein Zwischenabschluss dieser Gesellschaft zum 31. Januar 2022 liegt vor. Aus der Erstkonsolidierung der Lomadox GmbH resultiert ein Geschäfts- oder Firmenwert i.H.v. TEUR 19.438. Zum 31. Januar 2022 umfasste das Vermögen der Lomadox GmbH eine Bilanzsumme von TEUR 2.295, davon Anlagevermögen TEUR 37 und davon Umlaufvermögen TEUR 2.217. Das Eigenkapital der Lomadox GmbH betrug TEUR 727 und die Gesellschaft erzielte Umsatzerlöse von TEUR 1.279, einen Materialaufwand von TEUR 773, einen Personalaufwand von TEUR 113 und einen Jahresfehlbetrag von TEUR 191. Die H.T. Trade Service GmbH & Co. KG nimmt die Befreiung, einen Jahresabschluss und einen Lagebericht nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften aufzustellen, prüfen zu lassen und offenzulegen, nach § 264 und § 264b HGB in Anspruch. Gemäß § 264 Abs. 3 HGB sind folgende Unternehmen von ihrer Verpflichtung befreit, einen Jahresabschluss nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften offenzulegen:
In den Konzernabschluss nicht konsolidierte Tochterunternehmen in % Beteiligungsanteil (direkt und indirekt)
Aufgrund der untergeordneten Bedeutung für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie der Kapitalflussrechnung des Konzerns wurde auf die Einbeziehung der HT Sales Kft, Budapest, Ungarn, in den Konzernabschluss verzichtet. Dies umfasst sowohl den Nicheinbezug im Rahmen der Vollkonsolidierung als auch den Nichteinbezug als assoziiertes Unternehmen. III. Konsolidierungsgrundsätze In den Konzernabschluss werden neben der PXL Holding GmbH die von der Gesellschaft direkt oder indirekt beherrschten inländischen Tochterunternehmen einbezogen, sofern nicht besondere Ausschlussgründe vorlagen. Die Erstkonsolidierung von Tochterunternehmen erfolgt grundsätzlich im Zeitpunkt der Erlangung der Beherrschung durch das Mutterunternehmen. Die Entkonsolidierung wird grundsätzlich im Zeitpunkt des Wegfalles der Beherrschung vorgenommen. Für die Erstkonsolidierung der Lomadox GmbH zum 1. Februar 2022 wurde ein Zwischenabschluss zum 31. Januar 2022 (Erstkonsolidierungszeitpunkt) herangezogen. Zur Bilanzierung des Kaufes eines Tochterunternehmens wird die Erwerbsmethode angewendet. Nach dieser Methode sind bei Unternehmenszusammenschlüssen sämtliche identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden des übernommenen Unternehmens mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Zeitpunkt des Erwerbs anzusetzen. Soweit die Summe aus der Gegenleistung des Erwerbers, dem beizulegenden Zeitwert etwaiger zuvor bereits am Tochterunternehmen gehaltener Anteile und dem Wert der Anteile anderer Gesellschafter den Betrag des neubewerteten Nettovermögens des Tochterunternehmens übersteigt, ist ein Geschäftswert zu aktivieren. Sofern sich ein passiver Unterschiedsbetrag ergibt, wird dieser auf der Passivseite der Bilanz gesondert ausgewiesen. Die Auflösung erfolgt gem. § 309 Abs. 2 HGB, wenn die berücksichtigte ungünstige Entwicklung der Ertragslage eingetreten oder am Abschlussstichtag feststeht, dass er einem realisierten Gewinn entspricht. Die Kapitalkonsolidierung nach den §§ 300, 301 HGB wird nach der Neubewertungsmethode durchgeführt. Hierbei werden die Wertansätze der Beteiligungen an verbundenen Unternehmen mit den hierauf entfallenden Anteilen am Eigenkapital des Unternehmens verrechnet. Das Eigenkapital ist mit dem Betrag anzusetzen, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht, der diesen an dem für die Verrechnung maßgeblichen Zeitpunkt bei zulegen ist. Rückstellungen sind nach § 253 Abs. 1 Satz 2 und 3, Abs. 2 und latente Steuern nach § 274 Abs. 2 zu bewerten. Die Konsolidierung erfolgt auf Grundlage der Wertansätze zum Zeitpunkt des Erwerbs. Bei der Schuldenkonsolidierung werden in der konsolidierten Bilanz die entsprechenden Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Konzernunternehmen aufgerechnet, ebenso wie konzerninterne Haftungsverhältnisse und Eventualverbindlichkeiten. In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung bei den Umsatzerlösen die Erlöse aus Lieferungen und Leistungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen gegen die entsprechenden Aufwendungen für bezogene Waren und Leistungen aufgerechnet worden. Die anderen Erträge aus Leistungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind ebenfalls mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet worden. Eliminiert wurden die Erträge und Aufwendungen aus Beteiligungen, die Zinsen aus gruppeninternen Kreditgewährungen sowie Kostenumlagen. Zwischengewinne aus konzerninternen Veräußerungsvorgängen der Tochtergesellschaften werden soweit vorhanden vollständig eliminiert. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts bzw. eines negativen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung. Aktive und passive Steuerlatenzen werden saldiert ausgewiesen. Der Konzernabschluss wird in der Berichtswährung Euro aufgestellt. IV. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. 1. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten Selbst geschaffene sowie entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Die Abschreibungen erfolgen regelmäßig mit einer Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren. Geschäfts- oder Firmenwerte, deren voraussichtliche Nutzungsdauer nicht verlässlich geschätzt werden kann, werden gem. §§ 309 Abs. 1 i.V.m. 253 Abs. 3 Satz 3 HGB planmäßig nach der linearen Methode pro rata temporis über einen typisierten Zeitraum von zehn Jahren abgeschrieben. Dies ist der Fall, wenn Schätzungsunsicherheiten dazu führen, dass die voraussichtliche Nutzungsdauer nicht verlässlich geschätzt werden kann. Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut € 800 nicht übersteigen. Die Anschaffungskosten umfassen auch die einzeln zuzuordnenden Anschaffungsnebenkosten und die nachträglichen Anschaffungskosten. Anschaffungspreisminderungen werden abgesetzt. Bei den Finanzanlagen werden die Anteile zu Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren erfolgt anhand des Durchschnittswertverfahrens. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Fremdwährungsumrechnung Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs (Tageskurs der Europäischen Zentralbank) zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Tageskurs der Europäischen Zentralbank am Bilanzstichtag umgerechnet. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. 2. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsumrechnung Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs (Tageskurs der Europäischen Zentralbank) zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Die Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet: Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Tageskurs der Europäischen Zentralbank am Bilanzstichtag umgerechnet. Latente Steuern Zusätzlich zu der Berechnung der tatsächlichen Ertragsteuern werden latente Steuern auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern für Steuervorteile aus der Nutzung steuerlicher Verlustvorträge und Steuergutschriften angesetzt. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht. Zudem werden latente Steuern auf abzugsfähige temporäre Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß der §§ 300 bis 305, 310 und 312 HGB beruhen, gebildet und fortentwickelt. Der Ausweis von aktiven und passiven latenten Steuern auf Konsolidierungsmaßnahmen erfolgt saldiert. Der Berechnung liegen die am Abschlussstichtag gültigen Steuersätze zugrunde, es sei denn, eine Steuersatzänderung ist für den Zeitraum der voraussichtlichen Umkehr der temporären Differenzen bzw. erwarteten Nutzung von Verlustvorträgen und Steuergutschriften bereits beschlossen. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 24,3% zugrunde, der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. V. Erläuterungen zur Konzernbilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im (Brutto-)Anlagenspiegel dargestellt. Dieser ist Bestandteil des Anhangs. Die betriebliche Nutzungsdauer der derivativen Geschäfts- oder Firmenwerte wird mit einer Nutzungsdauer von 10 Jahren im Sinne des § 253 Abs. 3 Satz 2 HGB angesetzt. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 49 haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Beträge größeren Umfangs innerhalb der sonstigen Vermögensgegenstände, welche rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstanden sind, liegen nicht vor. 3. Eigenkapital Das zum Bilanzstichtag im Handelsregister eingetragene Eigenkapital beträgt TEUR 215. Die Gesellschafterversammlungen vom 12. Januar 2022, 7. Februar 2022 sowie 18. Februar 2022 hatten eine Erhöhung des gezeichneten Kapitals sowie Zuzahlungen in die Kapitalrücklage über insgesamt TEUR 5.021 beschlossen. Das Kapital wurde fristgerecht eingezahlt, die Eintragungen der Kapitalerhöhungen ins Handelsregister erfolgten im Jahr 2022. 4. Rückstellungen Die Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus Gewährleistungsverpflichtungen, Rückstellungen für Rücksendungen und Verkaufsprovisionen sowie für Buchführungs- und Abschlussprüfungskosten zusammen. 5. Verbindlichkeiten Die Laufzeiten der Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2022 gliedern sich wie folgt:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Verpfändung von Markenrechten, eine Raumsicherungsübereignung der Warenlager sowie Abtretung von Forderungsansprüchen der H.T. Trade Service GmbH & Co. KG und der Lomadox GmbH besichert. Beträge größeren Umfangs innerhalb der sonstigen Verbindlichkeiten, welche rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstanden sind, liegen nicht vor. 6. Latente Steuern Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern (Gesamtdifferenzenbetrachtung) ein Aktivüberhang der latenten Steuern i.H.v. TEUR 1.017. Die passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 39 und die aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 1.057 ergeben sich aus diversen Bewertungsunterschieden auf der Ebene der einzelnen Konzernunternehmen und bei der Überleitung zur Handelsbilanz II. Es wurden latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge gebildet. Der durchschnittliche effektive Steuersatz beträgt 24,3 % für alle konsolidierungspflichtigen Unternehmen. Die latenten Steuern entstanden im Wesentlichen aufgrund von Unterschieden in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz sowie aus temporären Bewertungsunterschieden im Vorratsvermögen aufgrund der Neubewertung im Rahmen der Erstkonsolidierung. VI. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Die Ertragslage ist insoweit nicht mit dem Vorjahr vergleichbar, als im Rumpfgeschäftsjahr 2021 erstmals mit Datum vom 27.07.2021 ein Mutter-Tochter-Verhältnis begründet wurde. Zudem wurde die Lomadox GmbH zum 01.02.2022 vollkonsolidiert, wodurch die Vergleichbarkeit mit den Vorjahrszahlen ebenfalls erschwert wird. 1. Umsatzerlöse Die erzielten Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf:
2. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus Währungsdifferenzen in Höhe von TEUR 107 sowie periodenfremde Erträge und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 45. 3. Abschreibungen Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert wurden auf sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von TEUR 57 vorgenommen. 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind die weiterbelasteten Personalkosten der HT Sales Kft, Budapest, Ungarn enthalten, die die HT Sales Kft aufgrund des Kostenverrechnungsvertrages an die H.T. Trade Service GmbH & Co. KG vollständig weiterbelastet. Zudem werden Verluste aus Anlagenabgängen, Forderungsverluste sowie periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 397 ausgewiesen. 5. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag werden durch Aufwendungen aus Steuern für Vorjahre in Höhe von TEUR 5 belastet. Der Aufbau der aktiven latenten Steuer führt zu einer Steuerentlastung i. H. v. TEUR 149. VII. Sonstige Angaben 1. Arbeitnehmer Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter für das Jahr 2022 beträgt:
Durch die Erstkonsolidierung der Lomadox GmbH hat sich die Mitarbeiteranzahl im Durchschnitt um 36 Arbeitnehmer erhöht. 2. Geschäftsführung und Vertretung Während des Geschäftsjahres und bis zum Bilanzstichtag gehören folgende Personen der Geschäftsführung an:
Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird aufgrund §§ 314 Abs. 3 i.V.m. 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Laufzeit der sonstigen finanziellen Verpflichtungen gliedern sich wie folgt:
Bei den Leasing- und Mietverträgen handelt es sich um sogenannte Operating Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Vermögensgegenstände führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden können, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. 4. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Die H.T. Trade Service GmbH & Co. KG hat gegenüber dem geschäftsführenden Gesellschafter auf eine Forderung in Höhe von TEUR 184 verzichtet. Alle weiteren Geschäfte mit nahestehenden Personen wurden zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen. 5. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das abgeschlossene Geschäftsjahr teilt sich wie folgt auf:
6. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben. 7. ErgebnisverwendungsvorschlagDer Konzernjahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 3.743 wird dem Verlustvortrag zugeführt und auf neue Rechnung vorgetragen. 8. Konzernverhältnisse Die PXL Holding GmbH stellt den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für den größten Kreis von Unternehmen auf. Dieser wird beim Betreiber des Bundesanzeigers eingereicht und im Unternehmensregister veröffentlicht.
Osnabrück, den 17. Juli 2023 Die Geschäftsführung Hermann Tiben Thorben Bollmann Konzernanlagenspiegel
Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2022
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds:
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die PXL Holding GmbH, Osnabrück Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der PXL Holding GmbH, Osnabrück, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der PXL Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Osnabrück, den 17. Juli 2023 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Norbert Niedenhof, Wirtschaftsprüfer ppa. Philipp Bußmann, Wirtschaftsprüfer |
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