AMZ Stuttgart GmbHLiquidiert

Pragstraße 138, 70376 Stuttgart, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 782572
Eingetragen
23.12.2021
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehörTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenGroßhandel mit Kraftwagenteilen und -zubehör
Gegenstand
Der Handel mit Kraftfahrzeugen, Kraftfahrzeug-Teilen und -Zubehörartikeln, die Vermietung von Kraftfahrzeugen sowie die Durchführung aller Kraftfahrzeug-Reparaturen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

AVAG Holding SE

Augsburg

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.09.2021 bis zum 31.08.2022

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die AVAG Holding SE, Augsburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der AVAG Holding SE, Augsburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. August 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. September 2021 bis zum 31. August 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlagebericht (nachfolgend: Konzernlagebericht) der AVAG Holding SE, Augsburg, für das Geschäftsjahr vom 1. September 2021 bis zum 31. August 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. August 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. September 2021 bis zum 31. August 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 13. Januar 2023

Rödl & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Mainka-Klein, Wirtschaftsprüfer

gez. Stauber, Wirtschaftsprüfer

Eigenkapitalspiegel

Das Eigenkapital der Gesellschaft hat sich wie folgt entwickelt:

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital
Gezeichnetes Kapital Eigene Anteile Summe
TEUR TEUR TEUR
Stand am 1. September 2020 140.000 -10.735 129.265
Einstellung in die Gewinnrücklagen 0 0 0
Erhöhung gezeichnetes Kapital 0 0 0
Zuführung eigene Aktien 0 0 0
Ausschüttung 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 0
sonstige Veränderung 0 0 0
Änderung Konsolidierungskreis 0 0 0
Konzernjahresüberschuss 0 0 0
Stand 31. August 2021 140.000 -10.735 129.265
Einstellung Gewinn RL 0 0 0
Erhöhung gezeichnetes Kapital 40.000 0 40.000
Ausschüttung 0 0 0
Kauf Aktien 0 -7.110 -7.110
Währungsumrechnung 0 0 0
Änderung Konsolidierungskreis 0 0 0
Konzernjahresüberschuss 0 0 0
Stand 31. August 2022 180.000 -17.845 162.155
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Rücklagen Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung Bilanzgewinn Summe
Gewinnrücklagen gesetzliche Rücklage
TEUR TEUR TEUR TEUR
Stand am 1. September 2020 10.071 -231 11.991 151.096
Einstellung in die Gewinnrücklagen 1.277 0 -1.277 0
Erhöhung gezeichnetes Kapital 0 0 0 0
Zuführung eigene Aktien 0 0 0 0
Ausschüttung 0 0 -5.569 -5.569
Währungsumrechnung 0 256 -256 0
sonstige Veränderung 0 0 -591 -591
Änderung Konsolidierungskreis 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss 0 0 33.246 33.246
Stand 31. August 2021 11.348 25 37.544 178.182
Einstellung Gewinn RL 42.135 0 -42.135 0
Erhöhung gezeichnetes Kapital -40.000 0 0 0
Ausschüttung 0 0 -5.626 -5.626
Kauf Aktien 0 0 0 -7.110
Währungsumrechnung 0 -309 309 0
Änderung Konsolidierungskreis 0 0 260 260
Konzernjahresüberschuss 0 0 37.943 37.943
Stand 31. August 2022 13.483 -284 28.295 203.649
Nicht beherrschende Anteile
Nicht beherrschende Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne/ Verluste Summe
TEUR TEUR TEUR
Stand am 1. September 2020 6.723 4.780 11.503
Einstellung in die Gewinnrücklagen 0 0 0
Erhöhung gezeichnetes Kapital 0 0 0
Zuführung eigene Aktien 0 0 0
Ausschüttung 0 -4.615 -4.615
Währungsumrechnung 0 0 0
sonstige Veränderung -263 0 -263
Änderung Konsolidierungskreis 0 0 0
Konzernjahresüberschuss 0 7.184 7.184
Stand 31. August 2021 6.460 7.349 13.809
Einstellung Gewinn RL 0 0 0
Erhöhung gezeichnetes Kapital 0 0 0
Ausschüttung 0 -7.397 -7.397
Kauf Aktien 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 0
Änderung Konsolidierungskreis -135 943 808
Konzernjahresüberschuss 0 9.678 9.678
Stand 31. August 2022 6.325 10.573 16.898
Konzerneigenkapital Summe
TEUR
Stand am 1. September 2020 162.599
Einstellung in die Gewinnrücklagen 0
Erhöhung gezeichnetes Kapital 0
Zuführung eigene Aktien 0
Ausschüttung -10.184
Währungsumrechnung 0
sonstige Veränderung -854
Änderung Konsolidierungskreis 0
Konzernjahresüberschuss 40.430
Stand 31. August 2021 191.991
Einstellung Gewinn RL 0
Erhöhung gezeichnetes Kapital 0
Ausschüttung -13.023
Kauf Aktien -7.110
Währungsumrechnung 0
Änderung Konsolidierungskreis 1.068
Konzernjahresüberschuss 47.621
Stand 31. August 2022 220.547

Konzerngewinn- und -verlustrechnung für die Zeit vom 1. September 2021 bis 31. August 2022

2021/2022 2020/2021
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 2.422.804.281,33 2.358.417.675,91
2. Andere aktivierte Eigenleistungen 0,00 30.000,00
3. Sonstige betriebliche Erträge 5.633.084,60 2.428.437.365,93 10.731.251,94 2.369.178.927,85
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 1.874.240.052,84 1.912.349.699,37
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 24.900.629,14 1.899.140.681,98 20.073.323,96 1.932.423.023,33
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 217.434.531,42 181.969.152,78
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 42.745.409,54 260.179.940,96 37.292.900,89 219.262.053,67
- davon für Altersversorgung TEUR -230 (i. Vj. TEUR 700) -
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 46.220.735,56 41.655.667,50
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 137.333.490,39 110.101.497,94
85.562.517,04 65.736.685,41
8. Erträge aus Beteiligungen 390.807,76 1.824.791,16
9. Erträge aus assoziierten Unternehmen 445.232,23 997.000,00
10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 27.373,73 32.587,35
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 620.445,06 204.682,97
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 6.027.153,70 -4.543.294,92 6.106.983,93 -3.047.922,45
13. Ergebnis vor Steuern 81.019.222,12 62.688.762,96
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 33.398.747,35 22.258.600,70
15. Jahresüberschuss vor Fremden 47.620.474,77 40.430.162,26
16. Konzernfremden Gesellschaftern zustehender Gewinn 9.677.972,00 7.184.321,00
17. Konzernjahresüberschuss 37.942.502,77 33.245.841,26
18. Verlustvortrag (i. Vj. Gewinnvortrag) -7.512.109,69 5.575.181,08
19. Agio zurückerworbene Anteile -4.081.153,85 0,00
20. Zuführung Nennbetrag eigene Anteile 4.081.153,85 0,00
21. Einstellung in gesetzliche Gewinnrücklage -2.135.041,78 -1.276.956,38
22.Bilanzgewinn 28.295.351,30 37.544.065,96

Konzernbilanz zum 31. August 2022

31.8.2022 31.8.2022 31.8.2021 31.8.2021
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.661.950,15 399.373,55
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 2.454.003,01 2.517.331,80
3. Geleistete Anzahlungen 180.880,98 4.296.834,14 634.590,32 3.551.295,67
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 238.482.875,39 237.332.247,14
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 150.503.858,42 127.376.453,99
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.130.347,46 395.117.081,27 1.109.527,84 365.818.228,97
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 371.860,00 315.360,00
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 1.582.500,00 2.466.781,68
3. Beteiligungen 155.582,22 161.428,35
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 130.228,56 133.799,04
5. Sonstige Ausleihungen 716.112,84 2.956.283,62 900.336,86 3.977.705,93
402.370.199,03 373.347.230,57
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Betriebsstoffe 710.050,89 247.164,32
2. Waren 331.746.619,61 305.586.218,23
3. Geleistete Anzahlungen 190.221,50 267.507,64
4. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -17.668.350,50 314.978.541,50 -16.427.977,21 289.672.912,98
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 59.458.595,17 51.933.360,06
2. Forderungen gegen assozierte Unternehmen 2.500.000,00 5.000.000,00
3. Sonstige Vermögensgegenstände 50.550.122,66 112.508.717,83 52.892.541,19 109.825.901,25
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 5.106.837,78 11.986.514,53
432.594.097,11 411.485.328,76
C. Rechnungsabgrenzungsposten 3.192.273,33 3.208.024,63
838.156.569,47 788.040.583,96
31.8.2022 31.8.2021
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 180.000.000,00 140.000.000,00
Nennbetrag eigene Anteile -17.845.576,92 -10.735.576,92
Ausgegebenes Kapital 162.154.423,08 129.264.423,08
II. Gewinnrücklagen
Gesetzliche Rücklagen 13.483.342,28 11.348.300,50
III. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung -284.003,00 24.983,24
IV. Bilanzgewinn 28.295.351,30 37.544.065,96
V. Anteile im Fremdbesitz 16.897.735,06 13.808.633,96
220.546.848,72 191.990.406,74
B. passiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung 0,00 656.300,83
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 11.335.164,26 11.926.063,53
2. Steuerrückstellungen 29.815.930,53 10.854.582,80
3. Sonstige Rückstellungen 78.307.651,48 70.022.938,70
119.458.746,27 92.803.585,03
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 383.884.051,88 394.946.176,30
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 53.295.058,89 50.398.875,25
3. Sonstige Verbindlichkeiten 59.583.086,08 55.804.394,93
- davon aus Steuern TEUR 24.088 (i. Vj. TEUR 36.080) -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 1.699 (i. Vj. TEUR 1.290) -
496.762.196,85 501.149.446,48
E. Rechnungsabgrenzungsposten 1.388.777,63 1.440.844,88
838.156.569,47 788.040.583,96

Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. September 2021 bis 31. August 2022

Allgemeines

Der Konzernabschluss der AVAG Holding SE mit Sitz in Augsburg, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Augsburg unter HRB 26380, sowie die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen wurden grundsätzlich zum 31. August 2022 nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes erstellt. Für die Perthit Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG, Mainz wurde ein Zwischenabschluss zum 31. August 2022 aufgestellt.

Konsolidierungskreis

Die Aufstellung der in den Konsolidierungskreis der AVAG Holding SE voll einbezogenen Tochterunternehmen ist als Anlage 2 zum Konzernanhang beigefügt. Es handelt sich um Tochterunternehmen, bei denen uns unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht, bzw. um eine Zweckgesellschaft gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB.

Der Konsolidierungskreis umfasst neben der AVAG Holding SE insgesamt 64 (i. Vj. 61) rechtlich selbstständige inländische sowie 37 (i. Vj. 38) ausländische Unternehmen, davon

69 aktive (davon 23 ausländische) Autohäuser

4 Gesellschaften für Vermietung oder Handel mit Fahrzeugen

4 Gesellschaften für Handel mit Teilen

1 Gesellschaft für Einkauf von Subaru- und KIA-Fahrzeugen

10 Immobiliengesellschaften

3 inländische Zwischenholdinggesellschaften

1 ausländische Zwischenholdinggesellschaft

9 Komplementärgesellschaften und Sonstige.

Die Anzahl der einbezogenen Unternehmen hat sich im Berichtsjahr durch die Neugründungen der AMZ Stuttgart GmbH, Stuttgart und der AMZ München GmbH, München und den anschließenden Asset-Deal erweitert, durch den Verkauf der Auto-Zoliborz Sp.z.o.o., Warschau, Polen hat sich der Konsolidierungskreis verringert. Von der Autohaus Sieber GmbH, Landshut wurde der Teilbetrieb Ingolstadt in die AMZ Ingolstadt GmbH, Ingolstadt ausgegliedert. Durch die erstmalige Einbeziehung der genannten Gesellschaften bzw. Verkauf ist die Vergleichbarkeit mit den Vorjahresangaben nicht beeinträchtigt.

Konsolidierungsgrundsätze

Der Konzernabschluss der AVAG Holding SE baut auf den Einzelabschlüssen der einbezogenen Unternehmen auf. Der Abschluss-Stichtag der konsolidierten Unternehmen ist in der Regel der 31. August 2022. Sofern einbezogene Jahresabschlüsse abweichende Stichtage aufweisen, wurden Zwischenabschlüsse aufgestellt. Die Kapitalkonsolidierung für Erwerbe bis zum 31. August 2010 erfolgt nach der Buchwertmethode auf den Erwerbszeitpunkt, ab dem 1. September 2010 für Neukonsolidierungen nach der Neubewertungsmethode. Geschäftswerte werden planmäßig über die Nutzungsdauer von zehn Jahren linear bzw. außerplanmäßig auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Die 10-jährige Nutzungsdauer entspricht der Amortisationsdauer des Firmenwerts. Bei der Erstkonsolidierung der Eisner Gruppe im Wirtschaftsjahr 2020/2021 entstand ein passiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung (TEUR 656), der im Berichtsjahr ertragswirksam aufgelöst worden ist.

Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Umsätze, Aufwendungen und Erträge zwischen den einbezogenen Unternehmen sowie Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen werden eliminiert.

Führen Konsolidierungsmaßnahmen zu Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände und Schulden und deren steuerlichen Wertansätzen und bauen sich diese Differenzen in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder ab, so grenzen wir die sich daraus ergebende Steuerbe- oder -entlastung als passive bzw. aktive latente Steuer in der Konzernbilanz ab. Den Posten fassen wir mit den latenten Steuern nach § 274 HGB aus den Einzelabschlüssen zusammen. Im Falle eines Aktivüberhangs erfolgt kein Ansatz.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, Währungsumrechnung

Der Konzernabschluss ist nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden grundsätzlich unverändert gegenüber dem Vorjahr angewandt.

Die im Vorjahr akquirierte Eisner Gruppe in Österreich ist erstmals für ein komplettes Geschäftsjahr in der Ertragslage berücksichtigt (im Vorjahr Konsolidierung im August 2021). Die Umsatzerlöse hieraus betragen im Geschäftsjahr 2021/2022 ca. TEUR 96.000. Die Endkonsolidierung von Zoliborz sp.o.o., Warschau, Polen hatte keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet; die Abschreibungen richten sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer und betragen zwischen drei und zehn Jahren.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen angesetzt. Eigenleistungen werden entsprechend den internen Aufzeichnungen mit den Herstellungskosten der Gebäude aktiviert. Die Abschreibungen auf Gebäude erfolgen linear bei Nutzungsdauern von bis zu 50 Jahren und auf Betriebsvorrichtungen von bis zu 20 Jahren. Bewegliche Anlagegüter werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Aufgrund steuerlicher Vorschriften vorgenommene und nach Art. 67 Abs. 3 Satz 1 EGHGB beibehaltene Sonderabschreibungen werden im Konzernabschluss rückgängig gemacht.

Bei den anderen Anlagen und der Betriebs- und Geschäftsausstattung liegen die Nutzungsdauern zwischen drei und 23 Jahren. Leihwagen/Mietwagen werden mit 33,3 % linear pro rata temporis, Vorführ- und Geschäftsfahrzeuge mit 20,0 % linear pro rata temporis abgeschrieben. Bei Abgängen werden diese Fahrzeuge aus dem Anlagevermögen zu Restbuchwerten in die Vorräte übernommen und verkauft. Der dabei erzielte Buchgewinn ist im Rohertrag für Fahrzeughandel sowie im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit enthalten.

Geringwertige Anlagegüter im Einzelanschaffungspreis bis zu EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und im Anlagenspiegel als Zu- und Abgang dargestellt.

Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen, Wertpapiere und Ausleihungen wurden zu Anschaffungskosten gegebenenfalls nach Abzug von Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Abschreibungen werden vorgenommen, wenn die Wertminderung voraussichtlich von Dauer ist. In dem Geschäftsjahr, in dem sich herausstellt, dass die Gründe für die Wertminderung nicht mehr bestehen, wird der Betrag der Abschreibung im Umfang der Werterhöhung zugeschrieben.

Vorräte werden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert aktiviert. Die Grundsätze der verlustfreien Bewertung werden beachtet.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden offen von den Vorräten abgesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden unter Berücksichtigung erkennbarer Einzelrisiken bewertet; dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Die Pensionsrückstellungen sind nach der Projected Unit Credit-Methode nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach den Richttafeln 2018 G der Heubeck Richttafeln GmbH mit einem Zinsfuß von 1,77 % unter Berücksichtigung eines Rententrends von 2,0 % errechnet. Rückstellungen für Anwartschaften auf Abfindungen sind nach finanzmathematischen Grundsätzen auf Basis eines Rechnungszinssatzes von 2,0 % und des frühestmöglichen Pensionseintrittes ermittelt. Dabei wurde die Methode im Geschäftsjahr 2016/2017 zur Bewertung der Pensionsrückstellungen von einem 7-jährigen Durchschnittszins zu einem 10-jährigen Durchschnittszins jeweils mit einer pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren geändert. Dieser Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB beträgt TEUR 225.

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen sämtliche erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem Erfüllungsbetrag bewertet.

Alle übrigen Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert.

Rechnungsabgrenzungen sind mit den anteilig abgegrenzten Aus- bzw. Einzahlungsbeträgen angesetzt.

Derivative Finanzinstrumente werden zu Sicherungszwecken für Zinsrisiken aus dem operativen Geschäft eingesetzt. Sie werden grundsätzlich mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet, sofern nicht nach deutschen Rechnungslegungsgrundsätzen das Grund- und das Sicherungsgeschäft zu einer Bewertungseinheit zusammengefasst werden kann. Hierfür ist das Grundgeschäft zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Das effektive Sicherungsgeschäft wird hingegen grundsätzlich nicht in der Bilanz erfasst.

Bezahlte Einmalprämien aus Zinssicherungsvereinbarungen werden als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten gebucht und über die Laufzeit ratierlich aufgelöst. Erhaltene Prämien werden als passiver Rechnungsabgrenzungsposten erfasst und analog zur Laufzeit der Zinsbegrenzung ratierlich vereinnahmt.

Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden bei Zugang mit dem Devisenkassamittelkurs am Tage des Geschäftsvorfalls erfasst. Verluste aus Kursänderungen zum Bilanzstichtag werden realisiert, soweit sie nicht durch Sicherungsgeschäfte gedeckt sind. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden Vermögensgegenstände und Schulden zum Devisenkassamittelkurs am Abschluss-Stichtag umgerechnet.

Die Aktiv- und Passivposten der auf fremde Währung lautenden Bilanzen werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschluss-Stichtag in Euro umgerechnet. Ausgenommen ist das Eigenkapital, das wir zum historischen Kurs umrechnen. Scheidet ein Tochterunternehmen teilweise oder vollständig aus, lösen wir den Posten in entsprechender Höhe erfolgswirksam auf. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung rechnen wir zum Durchschnittskurs in Euro um.

Die Umrechnungsunterschiede im Eigenkapital einschließlich der Differenz zur Umrechnung des Jahresergebnisses zwischen Durchschnittskurs und Stichtagskurs sowie des Anlagevermögens werden erfolgsneutral behandelt. Realisierte Kursgewinne oder -verluste aus konzerninternen Forderungen und Verbindlichkeiten werden als sonstige betriebliche Erträge bzw. Aufwendungen behandelt.

Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der Anlagepositionen ist aus dem Konzernanlagenspiegel (Anlage 1 zum Konzernanhang) ersichtlich. Anpassungen aus Währungsdifferenzen wurden erfolgsneutral behandelt.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Unter den Geschäfts- oder Firmenwerten werden aktive Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung mit Buchwerten von TEUR 820 (i. Vj. TEUR 1.301) ausgewiesen. Die planmäßigen Abschreibungen auf diese im Konzern entstandenen Firmenwerte belaufen sich auf TEUR 314 (i. Vj. TEUR 333).

Sachanlagen

Die Position Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung setzt sich wie folgt zusammen:

31.8.2022 31.8.2021
TEUR TEUR
Vorführwagen 64.090 58.377
Leihwagen/Mietwagen 62.954 45.947
127.044 104.324
Sonstige Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 23.460 23.052
150.504 127.376

Vorräte

31.8.2022 31.8.2021
TEUR TEUR
Waren
Neuwagen 156.584 186.227
Gebrauchtwagen 136.124 85.757
Teile, Reifen, Schmierstoffe und Sonstiges 39.039 33.602
331.747 305.586

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind antizipative Forderungen in Höhe von TEUR 29.847 (i. Vj. TEUR 20.072) enthalten, die rechtlich erst nach dem Bilanzstichtag entstehen. Die Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Bei den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 0 (i. Vj. TEUR 21) eine Laufzeit von über einem Jahr. Alle anderen sonstigen Vermögensgegenstände sind kurzfristig.

Eigenkapital

Das Grundkapital der AVAG Holding SE ist in 4.160.000 auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital in Höhe von EUR 43,27 je Aktie eingeteilt.

In der Hauptversammlung vom 28. April 2022 wurde beschlossen, dass vom Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 53.286 EUR 1,50 je dividendenberechtigter Aktie, insgesamt TEUR 5.626, ausgeschüttet werden und TEUR 40.000 den Gewinnrücklagen zugewiesen werden. Der verbleibende Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 7.660 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Des Weiteren wurden von den Gewinnrücklagen TEUR 40.000 in gezeichnetes Kapital umgewandelt. Die Umwandlung der Gewinnrücklagen dient der nachhaltigen Stärkung des Eigenkapitals der Gesellschaft.

Im Geschäftsjahr wurde die gesetzliche Rücklage um 5 % des Jahresüberschusses erhöht. Aus dem Jahresüberschuss erfolgt solange eine Zuführung bis 10 % des gezeichneten Kapitals erreicht sind.

Der AVAG Holding SE wurde am 25. September 2006 nach § 20 Abs. 4 AktG mitgeteilt, dass die Still Vermögensverwaltungs GmbH & Co. KG, Augsburg, mehrheitlich am Aktienkapital beteiligt ist.

Am 13. Dezember 2011 hat die Gesellschaft 319.000 (7,67 % vom Grundkapital) eigene Aktien zu einem Kaufpreis von TEUR 2.967 erworben, da diese zum Verkauf angeboten worden sind.

Am 21. Oktober 2022 hat die Gesellschaft 90.000 (2,16 % vom Grundkapital) eigene Aktien zu einem Kaufpreis von TEUR 7.110 erworben, da diese zum Verkauf angeboten worden sind.

Anteile im Fremdbesitz

Die Anteile im Fremdbesitz enthalten die Anteile außenstehender Gesellschafter am gezeichneten Kapital, an den Rücklagen und am Bilanzgewinn dieser Gesellschaften.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen des Konzerns beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Kulanz/Gewährleistungen, für Personalkosten wie Urlaubs-, Weihnachtsgelder und Verkäuferprovisionen, für Verpflichtungen aus Rücknahmevereinbarungen, für ausstehende Abrechnungen und für Kundenbindungsprogramme.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten des AVAG-Konzerns haben folgende Restlaufzeiten (Vorjahresbeträge in Klammern):

Gesamt bis ein Jahr ein bis fünf Jahre über fünf Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 383.884 322.043 34.299 27.542
(394.946) (322.736) (42.630) (29.580)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 53.295 53.295 0 0
(50.399) (50.399) (0) (0)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 59.583 59.583 0 0
(55.804) (55.804) (0) (0)
496.762 434.921 34.299 27.542
(501.149) (428.939) (42.630) (29.580)

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind TEUR 53.054 (i. Vj. TEUR 88.324) durch Grundpfandrechte und TEUR 189.670 (i. Vj. TEUR 205.419) durch Sicherungsübereignung des Fahrzeugbestandes besichert, der im Anlage- und Umlaufvermögen ausgewiesen wird. Im Falle des Weiterverkaufs der Vorräte sind die Forderungen aus dem Fahrzeughandelsgeschäft abgetreten.

Darüber hinaus bestehen bei den übrigen Verbindlichkeiten im üblichen Umfang branchenübliche bzw. kraft Gesetzes entstehende Sicherheiten (Eigentumsvorbehalt und verlängerter Eigentumsvorbehalt).

Sonstige Verbindlichkeiten

Abweichend zum Vorjahr werden abgegrenzte Verkaufshilfen als sonstige Verbindlichkeiten ausgewiesen sofern diese Fahrzeuge betreffen, die nicht im Bestand sind (TEUR 19.300).

Latente Steuern

Der Abgrenzung latenter Steuern liegt ein Durchschnittssteuersatz von 30,0 % zu Grunde. Die aktiven latenten Steuern entfallen auf Zwischengewinne, Rückstellungen und auf steuerliche Verlustvorträge. Die passiven latenten Steuern wurden für Bewertungsunterschiede bei Sachanlagen gebildet. Die aktiven latenten Steuern wurden mit den passiven latenten Steuern saldiert. Ein Aktivüberhang wird nicht angesetzt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:

bis ein bis fünf über Gesamt
ein Jahr Jahre fünf Jahre 31.8.2022 31.8.2021
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Verpflichtungen aus mehrjährigen Mietverträgen 16.558 39.820 32.909 89.287 57.735
Rücknahmeverpflichtungen Autovermietung 8.455 58 0 8.513 19.498
Rücknahmeverpflichtungen aus Kundenleasing 302.249 515.383 447 818.079 730.711
327.262 555.261 33.356 915.879 807.944

Aus Rückkaufverpflichtungen von Geschäftsanteilen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 7.712 (i. Vj. TEUR 7.313).

Nicht in der Bilanz enthaltene bedeutende Geschäfte

Im Rahmen von Sale and Lease back-Transaktionen wurden in den Vorjahren zur Verbesserung der Liquidität und der Eigenkapitalquote, 13 Immobilien an Dritte verkauft und anschließend zurückgemietet. Nach Ablauf der Leasingverträge können die Immobilien zum kalkulierten Restbuchwert unter Anrechnung der Mieterdarlehen zurückerworben werden.

Die betreffende Perthit Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG, Mainz, wurde mit dem Übergang der Chancen und Risiken auf die AVAG Holding SE im Geschäftsjahr 2018/2019 erstmalig in den Konzernabschluss mit einbezogen.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

2021/2022 2020/2021
TEUR TEUR
Neuwagen 1.160.523 1.242.401
Gebrauchtwagen 679.153 621.688
Teile, Reifen, Schmierstoffe 354.978 305.855
Leistungen 185.294 147.019
Sonstige Erlöse 42.856 41.455
2.422.804 2.358.418

Von den gesamten Umsatzerlösen entfallen TEUR 532.970 (i. Vj. TEUR 436.926) auf das Ausland (EU).

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 3.324 (i. Vj. TEUR 4.831) enthalten, die zum großen Teil aus der Auflösung von Rückstellungen, Ertrag aus Anlagenabgang, Auflösung von Wertberichtigungen und Gutschriften für Vorjahre resultieren. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsdifferenzen in Höhe von TEUR 0 (i. Vj. TEUR 91) enthalten.

Personal

Im Berichtszeitraum waren insgesamt 1.197 (i. Vj. 1.092) gewerbliche Arbeitnehmer, 3.002 (i. Vj. 2.800) Angestellte, 197 (i. Vj. 193) Aushilfen und 911 (i. Vj. 888) Auszubildende beschäftigt. Im Personalaufwand im Vorjahr sind für die deutschen Gesellschaften Erstattungen für die Beiträge zur Sozialversicherung durch die Bundesagentur für Arbeit sowie COVID-19-Zuschüsse zur Arbeitsplatzsicherung für die ausländischen Gesellschaften in Höhe von TEUR 2.636 enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Im sonstigen betrieblichen Aufwand werden Mieten sowie andere Betriebs-, Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen ausgewiesen. Beträge, die einer anderen Periode zuzuordnen sind, sind mit TEUR 2.805 (i. Vj. TEUR 1.483) enthalten, die vor allem aus Schadensfällen und Rechnungen für Vorjahre resultieren. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind sonstige Steuern in Höhe von TEUR 1.030 (i. Vj. TEUR 965) und Aufwendungen aus Kursdifferenzen TEUR 224 (i. Vj. TEUR 0) enthalten.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Wie im Vorjahr wird der Aufwand aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 101 (i. Vj. TEUR 104) im Personalaufwand ausgewiesen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

2021/2022 2020/2021
TEUR TEUR
Aufwand Geschäftsjahr (laufende Steuern) 31.123 21.540
Aufwand für Vorjahre (laufende Steuern) 2.297 746
Ertrag für Vorjahre (laufende Steuern) -21 -27
33.399 22.259

Ergebnisanteile konzernfremder Gesellschafter

In der Position werden konzernfremden Gesellschaftern zustehende Gewinne von TEUR 9.678 (i. Vj. TEUR 7.257) und Verluste von TEUR 0 (i. Vj. TEUR 73) ausgewiesen.

Sonstige Angaben

Derivative Finanzinstrumente

Zur Zinsfestschreibung von variablen Darlehen werden fallweise Zins-Swap-Geschäfte abgeschlossen. Zum 31. August 2022 haben die Zinstauschgeschäfte folgenden Umfang:

Laufzeit bis Zinssatz Nominalvolumen Zeitwert
% TEUR TEUR
Zinstauschgeschäft Februar 2023 1,62 5.000 -13
Zinstauschgeschäft März 2023 1,63 5.000 -12
Zinstauschgeschäft April 2024 1,69 10.000 24
Zinstauschgeschäft März 2031 1,04 774 33
Zinstauschgeschäft Dezember 2025 0,96 2.625 57
Zinstauschgeschäft Dezember 2025 0,90 875 20
Zinstauschgeschäft Dezember 2029 0,72 1.442 68
Zinstauschgeschäft September 2024 1,01 15.000 269
Zinstauschgeschäft Juni 2026 0,48 2.493 102
Zinstauschgeschäft September 2029 1,43 3.000 136
Zinstauschgeschäft Juni 2029 0,26 10.000 1.228
Zinstauschgeschäft Juni 2029 0,29 10.000 1.226
Zinstauschgeschäft Juni 2029 0,29 10.000 1.208
Zinstauschgeschäft Juni 2029 0,27 10.000 1.239
Zinstauschgeschäft Februar 2030 -0,04 18.000 2.864
Zinstauschgeschäft Februar 2030 0,15 10.000 1.537
Zinstauschgeschäft Februar 2030 -0,12 10.000 1.638
11.624

Der Zeitwert der Zinstauschgeschäfte beläuft sich auf TEUR 11.624. Sie sichern das Zinsänderungsrisiko bestehender variabel verzinslicher Bankverbindlichkeiten Es wurden Bewertungseinheiten mit revolvierend aufgenommenen Darlehen (Mikrohedge) gebildet. Die Bilanzierung der Sicherungsbeziehung erfolgt nach der Einfrierungsmethode. Die Sicherung besteht jeweils für die gesamte Laufzeit der Grundgeschäfte. Aufgrund der Übereinstimmung der wesentlichen wertbestimmenden Parameter zwischen Grund- und Sicherungsgeschäften werden die Sicherungsbeziehungen als hochwirksam eingestuft. Eine Rückstellung aufgrund eines negativen Zeitwerts ist aufgrund der Durchhalteabsicht nicht notwendig. Die Ermittlung der Zeitwerte erfolgt Mark-to-market.

Gesamtbezüge von Vorstand und Aufsichtsrat

Die Bezüge des Vorstands für die Tätigkeit im Geschäftsjahr belaufen sich auf TEUR 10.113.

Die Mitglieder des Aufsichtsrates haben für ihre Organtätigkeit als Mitglied des Gremiums eine Vergütung von insgesamt TEUR 124 erhalten.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers des Konzernabschlusses nach § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB

Das von dem Abschlussprüfer des Konzernabschlusses (Rödl & Partner Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft) für das Geschäftsjahr berücksichtigte Gesamthonorar (Einzelabschlüsse und Konzernabschluss) teilt sich wie folgt auf:

TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 285

Für die lokalen Abschlussprüferleistungen der ausländischen Tochtergesellschaften in Österreich werden darüber hinaus TEUR 69 berücksichtigt.

Aufsichtsrat

Johannes Hall, Wien, Unternehmer, -Vorsitzender-

Prof. (em.) Dr. Heinz-Dieter Assmann, Tübingen, Emeritierter ordentlicher Professor an der Universität Tübingen, Of Counsel und Rechtsanwalt bei Gleiss Lutz, Stuttgart, -stellv. Vorsitzender-

Dr. Guido Schacht, München, ehem. Senior Advisor Automotive bei der HypoVereinsbank - Member of UniCredit München

Karl Manfred Lochner, Burgthann, Vorstand Unternehmenskunden/Corporate Finance Landesbank Baden-Württemberg

Helmut Kluger, Mindelheim, Gründer Automobilwoche

Peter Küspert, Hackenheim, ehemaliger Geschäftsführer Vertrieb und Marketing der Opel Automobile GmbH

Vorstand

Roman Still, Augsburg, Dipl.-Kaufmann, -Sprecher des Vorstandes-

Albert C. Still, Neusäß, Kaufmann, -Sprecher des Vorstandes-

Markus Kruis, Oberstdorf, Kaufmann, -Vorstandsmitglied-

Ulf Pfeiffer, Wolfratshausen, Kaufmann, -Vorstandsmitglied-

Ereignisse nach dem Stichtag

Es liegen keine berichtspflichtigen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag vor.

Ergebnisverwendungsvorschlag des Mutterunternehmens

Der Vorstand schlägt vor, aus dem zum 31. August 2022 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von EUR 48.225.721,86 eine Dividende von EUR 1,92 je dividendenberechtigter Stückaktie auszuschütten (EUR 7.201.920,00), EUR 10.000.000,00 den Gewinnrücklagen zuzuführen und den verbleibenden Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Augsburg, den 13. Januar 2023

AVAG Holding SE

Der Vorstand

Roman Still

Albert C. Still

Markus Kruis

Ulf Pfeiffer

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat den Vorstand der Gesellschaft während des Geschäftsjahres regelmäßig überwacht. In gemeinsamen Sitzungen hat der Vorstand den Aufsichtsrat schriftlich und mündlich über die wirtschaftliche und finanzielle Lage des Unternehmens unterrichtet.

Die Buchführung, der Jahresabschluss 2021/22 und der Lagebericht der AVAG Holding SE sowie der Konzernabschluss wurden von der

Rödl & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, München

geprüft und sind mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Aufsichtsrat hat von dem Ergebnis dieser Prüfung zustimmend Kenntnis genommen.

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der AVAG Holding SE und den Konzernabschluss zum 31. August 2022 sowie den Lagebericht und den Konzernlagebricht geprüft und in seiner Sitzung vom 19.01.2023 gebilligt. Er ist damit festgestellt.

Auch der vom Vorstand erstellte Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen für das Geschäftsjahr 2021/22 (Abhängigkeitsbericht) ist von Rödl & Partner GmbH geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Abhängigkeitsbericht und der von der Rödl & Partner GmbH erstellte Prüfungsbericht ist vom Aufsichtsrat, namentlich im Hinblick auf die in die Berichterstattung einbezogenen Unternehmen und die berichtspflichtigen Rechtsgeschäfte, geprüft worden. Nach dem in der Sitzung des Aufsichtsrats am 19.01.2023 festgestellten abschließenden Ergebnis und der Prüfung des Abhängigkeitsberichts durch den Aufsichtsrat, sind gegen die Schlusserklärung des Vorstands nach § 312 Abs. 3 AktG keine Einwände zu erheben. Der Aufsichtsrat teilt die Auffassung des Abschlussprüfers, der diesen Bericht mit folgendem Bestätigungsvermerk versehen hat:

"Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

(1) die tatsächlichen Angaben im Bericht richtig sind,

(2) bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistungen der Gesellschaft nicht unangemessen hoch waren oder Nachteile ausgeglichen worden sind."

Der Vorstand schlägt vor, den Jahresüberschuss 2021/2022 von Euro 42.700.835,57 zunächst mit dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von Euro 7.659.928,07 zu verrechnen; anschließend erfolgt eine Einstellung in gesetzliche Rücklagen in Höhe von Euro 2.135.041,78. Diesem Vorschlag schließt sich der Aufsichtsrat an. Mit dem Bilanzgewinn in Höhe von Euro 48.225.721,86 soll wie folgt verfahren werden:

1. Ausschüttung einer Dividende in Höhe von Euro 1,92 je dividendenberechtigter Aktie, insgesamt Euro 7.201.920,00
2. Zuweisung in die Gewinnrücklagen Euro 20.000.000,00
3. Vortrag auf neue Rechnung Euro 21.023.801,86
Euro 48.225.721,86

 

Augsburg, im Januar 2023

Der Aufsichtsrat

2021/2022 2020/2021
TEUR TEUR
Periodenergebnis einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter 47.620 40.430
Abschreibungen auf Vorführ- und Leihwagen/Mietwagen 26.712 21.721
Abschreibungen auf sonstige Gegenstände des Anlagevermögens 19.509 19.935
Abnahme (-)/ Zunahme (+) der langfristigen Rückstellungen -591 2.362
Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 0 -4.454
Sonstige zahlungsunwirksame Erträge 0 -137
Jahres-Cashflow 93.250 79.857
Abnahme (-)/ Zunahme (+) der mittel- und kurzfristigen Rückstellungen 15.459 -2.376
Abnahme (+)/ Zunahme (-) der Vorräte im Umlaufvermögen -25.306 41.160
Zunahme (-) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -2.668 5.306
Zunahme (+) der Verbindlichkeite aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungs- tätigkeit zuzuordnen sind 6.622 -5.661
Zinsaufwendungen (+) / Zinserträge (-) 5.379 5.870
Sonstige Beteiligungserträge (-) -836 -1.298
Ertragsteueraufwand (+) / -ertrag (-) 33.399 22.259
Ertragsteuerzahlungen (-/+) -22.259 -24.100
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 103.040 121.017
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -2.145 -1.531
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 213 975
Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagevermögen 184.871 142.271
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -259.205 -187.859
Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagevermögen 1.458 1.882
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -436 -1.659
Erhaltene Dividenden 836 1.298
Erhaltene Zinsen 647 237
Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Unternehmen 0 -11.623
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -73.761 -56.009
Auszahlungen an Unternehmenseigner -5.626 -5.569
Auszahlungen an Minderheitsgesellschafter -7.397 -4.615
Einzahlungen/Tilgungen aus der Lagerwagenfinanzierung -15.749 -25.446
Tilgung von (Finanz-)Krediten -12.465 -20.164
Gezahlte Zinsen -5.379 -5.870
Kauf eigener Aktien -7.110 0
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -53.726 -61.664
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -24.447 3.344
Wechselkurs-, konsolidierungskreis- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 0 2.968
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode -90.956 -97.268
Finanzmitttelfonds am Ende der Periode -115.403 -90.956
31.08.2022 31.08.2021
TEUR TEUR
Flüssige Mittel 5.107 11.987
Kontokorrentverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -120.510 -102.943
-115.403 -90.956

Aufstellung des Anteilsbesitzes

Stand zum 31. August 2022

Name und Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital Eigenkapital Ergebnis
in % in TEUR in TEUR
Verbundene Unternehmen
DIO GmbH Dienstleistungs- und Beteiligungsgesellschaft
für Opel-Händler, Augsburg 1, 3 6 100,00 5.523 0
Augsburger Auto-Center Albert Sigg GmbH, Augsburg 6 80,00 6.450 4.438
Georg Haas GmbH & Co. KG Automobile, Augsburg 6 80,00 3.426 2.226
Georg Haas Beteiligungs GmbH, Augsburg 6 80,00 30 2
Autohaus Haeberlen GmbH, Kempten 6 75,15 2.702 1.398
Wickenhäuser Verwaltungs-GmbH, München 6 100,00 43 3
Wickenhäuser GmbH & Co. KG, München 6 100,00 2.529 1.329
Sieber Automobile Beteiligungs-GmbH, Regensburg 6 100,00 56 3
Sieber Automobile GmbH & Co. KG, Regensburg 6 100,00 1.622 822
Autohaus Sieber GmbH, Landshut 6 100,00 1.504 904
AMZ Ingolstadt GmbH, Ingolstadt 6 100,00 347 47
Autohaus Kropf GmbH, Nürnberg 6 80,00 3.204 2.201
Exner Verwaltungs-GmbH, Hof 6 80,00 30 1
Auto Exner GmbH & Co. KG, Hof 6 80,00 2.555 1.355
KADEA Berlin GmbH, Berlin 6 80,00 3.259 1.864
Auto Center Nord GmbH, Chemnitz 6 100,00 2.611 611
Automobilzentrum Leipzig GmbH, Leipzig 6 80,00 2.127 1.222
Autohaus Nau GmbH, Gießen 6 100,00 2.993 1.988
Autohaus Dresden GmbH, Dresden 3 6 80,00 1.780 860
DAC Automobilcenter GmbH, Augsburg 3 6 100,00 613 0
Logistikpark Stollberg GmbH, Stollberg 6 80,00 1.958 1.156
Autohaus Staiger GmbH, Stuttgart 6 80,00 5.055 2.900
Autohaus Kuttendreier GmbH, München 6 100,00 305 1
Automobilzentrum Memmingen GmbH, Memmingen 6 100,00 482 595
Automobilforum Pfullingen-Reutlingen GmbH, Pfullingen 6 100,00 608 308
Autohaus Neff GmbH, Heilbronn 6 80,00 1.305 776
Auto Zschernitz GmbH, Karlsruhe 6 80,00 463 410
AMZ Mannheim GmbH, Mannheim 6 100,00 222 -45
Logistikpark Staiger GmbH, Stuttgart 6 100,00 -394 -894
AMZ München GmbH, München 6 100,00 -721 -1.021
AMZ Stuttgart GmbH, Stuttgart 6 100,00 -264 -564
DIA Albert Still GmbH, Augsburg 1, 3 6 100,00 2.040 0
DIT München GmbH, München (mittelbare Tochtergesellschaft) 3 6 100,00 1.500 0
DIT Halle GmbH, Halle 6 80,00 2.106 1.004
AIS Dresden GmbH, Dresden 6 75,00 3.608 2.606
DIT Frankengarage GmbH, Nürnberg 6 100,00 1.440 1.137
DIT Magdeburg GmbH, Magdeburg 6 100,00 654 380
Autocenter Dresden GmbH, Dresden 6 80,00 1.882 1.182
Autocenter Leipzig-Halle GmbH, Leipzig 6 80,00 1.076 772
Autocenter Haas GmbH, Augsburg 6 80,00 999 99
KADEA Automobile GmbH, Berlin 6 100,00 705 1
Auto Center Chemnitz GmbH, Chemnitz 6 100,00 519 219
Autohaus Albert Still GmbH, Augsburg 6 80,00 475 74
Autoarena Nau GmbH, Gießen 6 100,00 1.522 1.218
Hommert Auto Zentrum GmbH, Coburg 6 80,00 2.075 1.472
Automobilforum KADEA GmbH, Berlin 6 80,00 2.853 1.551
Automobilforum Sigg & Still GmbH, Augsburg 6 80,00 1.468 116
Automobilforum Kaufbeuren GmbH, Kaufbeuren 6 100,00 519 219
Automobilforum Kropf GmbH, Nürnberg 3 6 100,00 -2.756 3.180
Automobilforum Kuttendreier GmbH, München 6 80,00 2.681 1.679
Schwedter Autohaus GmbH, Schwedt 6 100,00 158 76
DIT Göttingen GmbH, Göttingen 6 80,00 1.994 1.489
Autoarena München GmbH, München 6 100,00 1.058 757
Autoarena Pfullingen-Reutlingen GmbH, Pfullingen 6 100,00 -95 -114
J.H. Auto(h)aus Europa GmbH, Berlin 6 100,00 3.584 1.235
J.H. Auto(h)aus Europa Bernau GmbH, Bernau bei Berlin 6 100,00 3.124 422
Handelsgesellschaft für Automobile der DIA GmbH, Augsburg 4 6 100,00 30 0
Alfred Hommert Verwaltungsgesellschaft mbH, Coburg 6 100,00 42 2
Alfred Hommert GmbH & Co. KG, Coburg 6 100,00 565 41
AV Holding International GmbH, Augsburg 1, 3 6 100,00 3.739 0
AV International Ges.m.b.H., Wien, Österreich 100,00 17.710 11.358
PSC Zagreb d.o.o., Zagreb, Kroatien 100,00 1.389 247
(THRK 10.468) (THRK 1.861)
PSC Dalmacija d.o.o., Split, Kroatien 100,00 445 208
(THRK 3.356) (THRK 1.568)
PSC Primorje d.o.o., Rijeka, Kroatien 80,00 653 304
(THRK 4.920) (THRK 2.290)
PSC Osijek d.o.o., Osijek, Kroatien 100,00 212 108
(THRK 1.596) (THRK 817)
PSC Auto d.o.o., Belgrad, Serbien (in Liquidation) 100,00 -1.058 0
(TRSD -127.010) (TRSD 0)
Autoszalon Duna Kft., Budapest, Ungarn 80,00 1.164 536
(THUF468.726) (THUF 215.726)
Autohaus Sulzbacher GmbH, Traun, Österreich 80,00 40 3
Autohaus Sulzbacher GmbH & Co. KG, Traun, Österreich 80,00 1.005 605
Opel & Beyschlag GmbH, Wien, Österreich 59,00 6.552 4.057
LOGISTIK PARK 19 Lagerservice Betriebs GmbH, Wien,
Österreich 100,00 467 156
"Bernhard Kandl" Autohandel GmbH,
Wien, Österreich 70,00 -188 -1.078
ÖFAG Österreichische Fahrzeugbau GmbH, Salzburg,
Österreich 100,00 -371 83
AV Service GmbH, Wien, Österreich 100,00 77 19
Automobilforum REISINGER GmbH, Graz, Österreich 80,00 1.582 1.111
AV Ott GmbH, Eisenstadt, Österreich 80,00 2.280 1.328
AV Truck GmbH, St. Pölten-Unterradlberg, Österreich 100,00 57 23
AV NÖ GmbH, St. Pölten, Österreich 100,00 -2.074 1.256
AV Hall GmbH, Strebersdorf, Österreich 59,00 1.831 1.158
DIT Mitterbauer GmbH, Pasching, Österreich 80,00 940 640
Ott Autoservice GmbH, Eisenstadt, Österreich 4 100,00 -19 4
Ott Autoservice GmbH & Co. KG, Eisenstadt, Österreich 4 100,00 -46 5
P.S.C. Sigurnost d.o.o., Zagreb, Kroatien 100,00 13 12
(THRK 105) (THRK 87)
Avtotehna VIS d.o.o., Ljubljana, Slowenien 100,00 5.844 1.630
Eisner GmbH, Wien, Österreich 100,00 11.305 50
Eisner Finanzservice Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich 100,00 1.790 236
Eisner Immobilien GmbH, Wien, Österreich 100,00 835 176
Eisner Auto Vertrieb und Service GmbH, Wien, Österreich 100,00 2.731 -223
Eisner Auto Spittal a.d. Drau Vertrieb und Service GmbH, Spittal a.d. Drau, Österreich 100,00 630 0
Eisner Auto Wien Süd Vertrieb und Service GmbH, Wien, Österreich 100,00 75 0
Eisner Auto Wien Ost Vertrieb und Service GmbH, Wien, Österreich 100,00 441 0
Eisner Auto Pischeldorferstr. 134 Vertrieb und Service GmbH, Klagenfurt, Österreich 100,00 462 265
Eisner Auto Südring 332 Vertrieb und Service GmbH, Klagenfurt, Österreich 100,00 593 475
Eisner Auto Villach Vertrieb und Service GmbH, Villach, Österreich 100,00 151 0
Franz Tiwald und Co. Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich 100,00 910 -3
Eisner Auto Italia Vertrieb und Service GmbH, Wien, Österreich 100,00 97 0
Eisner Auto St. Veiter Straße 119a GmbH, Klagenfurt, Österreich 100,00 233 160
Eisner Auto Italia Klagenfurt GmbH, Klagenfurt, Österreich 100,00 63 0
Eisner Auto Neusiedl GmbH i. L., Neusiedl, Österreich 100,00 70 0
Zentrale Dienstleistungsgesellschaften
Car Fit GmbH Auto-Teile-Zubehör, Stollberg 1 6 80,00 4.782 4.481
Car Fit Service GmbH, Augsburg 1 6 100,00 252 48
sorglos günstig fahren GmbH, München 1 6 100,00 158 128
DIA Dienst am Auto Ges.m.b.H., Wien, Österreich1 100,00 2.962 996
Autofutura d.o.o., Zagreb, Kroatien 1 100,00 3.036 379
(THRK 22.874) (THRK 2.858)
Duna Immobilien Kft., Budapest, Ungarn 1 100,00 651 4
(THUF 262.142) (THUF 1.534)
AVAG Investments Sp. z o.o., Warschau, Polen 1 100,00 1.658 292
(TPLN 7.839) (TPLN 1.380)
AVSLO Nepremicnine d.o.o., Ljubljana, Slowenien 1 100,00 2.521 208
Monade Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH, Augsburg 100,00 38 7
Monade Grundstücksverwaltungsgesellschaft
mbH & Co. Vermietungs KG, Augsburg 1, 2, 5 100,00 1.132 700
Sonstige verbundene Unternehmen
AiS Automotive IT Solutions GmbH, Augsburg 1, 4 100,00 -374 -11
3-ka GmbH, Augsburg 1, 4 100,00 -5 -2
Zweckgesellschaften gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB
Perthit Grundstücksverwaltungsgesellschaft
mbH & Co. Vermietungs KG, Mainz 1, 2, 5 90,00 47 1
Assoziierte Unternehmen
AVAG Versicherungsvermittlungs-Gesellschaft mbH, Augsburg 50,00 372 307
Logistik Park Teiledienst GmbH, Wien 2, 5 50,00 5.394 2.068

1 Direkte Beteiligung

2 Abweichendes Wirtschaftsjahr zum 31. Dezember 2021

3 nach Ergebnisabführungsvertrag (EAV)

4 Gesellschaft wird wegen Unwesentlichkeit nicht konsolidiert

5 Zwischenabschluss zum 31.08.2022

6 Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB bzw. §264b HGB

Entwicklung des Konzernanlagevermögens für die Zeit vom 1. September 2021 bis 31. August 2022

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.9.2021 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.8.2022
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.838 153 1.357 139 4.209
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 30.333 879 0 1.000 30.212
3. Geleistete Anzahlungen 634 1.113 -1.357 209 181
33.805 2.145 0 1.348 34.602
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 340.971 9.027 52 1.568 348.482
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 194.508 244.236 246 216.520 222.470
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.110 5.942 -298 624 6.130
536.589 259.205 0 218.712 577.082
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 425 57 0 0 482
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 2.467 0 0 884 1.583
3. Beteiligungen 161 0 0 6 155
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 134 0 0 4 130
5. Sonstige Ausleihungen 901 379 0 564 716
4.088 436 0 1.458 3.066
574.482 261.786 0 221.518 614.750
Kumulierte Abschreibungen
1.9.2021 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge 31.8.2022
TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.438 244 135 2.547
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 27.816 942 1.000 27.758
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0
30.254 1.186 1.135 30.305
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 103.639 7.478 1.118 109.999
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 67.132 37.557 32.723 71.966
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0
170.771 45.035 33.841 181.965
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 110 0 0 110
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0 0 0 0
3. Beteiligungen 0 0 0 0
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 0 0
5. Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0
110 0 0 110
201.135 46.221 34.976 212.380
Buchwerte
31.8.2022 31.8.2021
TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.662 400
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 2.454 2.517
3. Geleistete Anzahlungen 181 634
4.297 3.551
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 238.483 237.332
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 150.504 127.376
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.130 1.110
395.117 365.818
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 372 315
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 1.583 2.467
3. Beteiligungen 155 161
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 130 134
5. Sonstige Ausleihungen 716 901
2.956 3.978
402.370 373.347

Lagebericht und Konzernlagebericht zum 31. August 2022

A. Grundlagen des Konzerns

Die AVAG Holding SE aus Augsburg ist eine der führenden unabhängigen Automobilhandelsgruppen Europas mit 67 operativen Händlerbetrieben an insgesamt 198 Betriebsstätten. Die drei Zwischenholdinggesellschaften DIO, DIA und AVI, die nach Herstellern und Regionen gegliedert sind, koordinieren die Handelsaktivitäten. Neben Deutschland ist die AVAG auch in den Ländern Österreich, Kroatien, Slowenien und Ungarn aktiv. Zu den Vertriebsmarken zählen unter anderem Opel, Toyota/Lexus, Ford, Kia, Hyundai und Nissan. Zusätzlich vertreiben die AVAG-Standorte die Marken Peugeot, Škoda, Citroën, Volvo, Honda, Suzuki, Subaru, DS Automobiles, Cadillac sowie Mercedes Benz, Seat, Mazda, Fiat und weitere. Im vergangenen Jahr brachte die AVAG mehr als 105.000 Fahrzeuge auf die Straße und tätigte einen Gesamtumsatz in Höhe von 2,4 Mrd. Euro.

Im Geschäftsjahr 2021/2022 ergaben sich die folgenden Veränderungen:

In Deutschland haben neue Filialen/Standorte in Stuttgart und München das AVAG Netz vergrößert. An einigen Standorten wurden weitere Marken erfolgreich mitaufgenommen. Aus Polen hat sich die AVAG im Laufe des Geschäftsjahres 2021/22 zurückgezogen.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft hat sich im ersten Halbjahr 2022 als widerstandsfähig erwiesen. Trotz des Krieges in der Ukraine und der in dessen Folge drastisch gestiegenen Energiepreise hat sie sich besser entwickelt als von vielen Beobachtern erwartet. Allerdings sorgen die seit Mitte Juni reduzierten Gaslieferungen, die nochmals gestiegenen Energiepreise, die fortwirkenden Lieferengpässe sowie die allgemein erhöhte Unsicherheit für deutlich schlechtere Aussichten ab dem zweiten Halbjahr.

Die Umsätze im Einzelhandel verzeichnen binnen Jahresfrist aufgrund hoher Preissteigerungen in realer Rechnung den größten Rückgang seit 1994. Vor dem Hintergrund kräftiger Preisniveausteigerungen im Einzelhandel setzt das Konsumklima seine Talfahrt fort. Die Absenkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe, das 9-Euro-Ticket und seit Juli auch die Abschaffung der EEG-Umlage haben den Preisauftrieb leicht gedämpft. Der Preisanstieg bei Nahrungsmitteln verzeichnete ein neues Allzeithoch seit der Wiedervereinigung, gleichzeitig verteuerten sich die Energieträger regelmäßig.

Robust zeigt sich weiterhin der deutsche Arbeitsmarkt, auch wenn die Fluchtmigration aus der Ukraine sich deutlich auf die Arbeitslosigkeit auswirkt. Gleichzeitig steigt die Zahl der offenen Stellen auf ein Allzeithoch. Der steigende Personalbedarf erfasst alle Branchen.

Geprägt ist der Ausblick weiterhin von Unsicherheit und Zurückhaltung.

2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen und markenspezifische Entwicklung

Die Lage bei den weltweiten Lieferketten bleibt angespannt. Die Engpässe dürften auch im zweiten Halbjahr anhalten, wodurch die Aussichten auf den deutschen Außenhandel weiterhin verhalten ausfallen. Die Unsicherheit und die hohe Inflation wirken belastend auf das Konsumklima.

Der europäische Automarkt war zuletzt wieder auf Talfahrt. Im August lagen die Pkw-Verkäufe mit -16,6 Prozent deutlich unter dem Vorjahresniveau. Unter anderem, weil in Ländern wie Frankreich die staatlichen Prämien für Verbrennerfahrzeuge ausgeschöpft waren. In Italien erholte sich der Markt durch neue staatliche Prämienregelungen, während in Spanien gesundheitliche und wirtschaftliche Unsicherheiten das Nachfrageverhalten bestimmten.

a) Deutschland

In Deutschland stehen für die Automobilindustrie besondere Herausforderungen bevor. Die Versorgungslage bei Chips und Halbleitern hat sich noch immer nicht stabilisiert, mit dem Ukrainekrieg und der daraus folgenden Energiekrise ist die Kaufzurückhaltung der Kunden spürbar. Viele Hersteller profitieren von einem Auftragsstau, der sich in den vergangenen zwei Jahren aufgebaut hat und abgearbeitet wird, die Nachfrage wird aber voraussichtlich zurückgehen. Nach einer Analyse des Ifo-Instituts hat sich bei deutschen Autoherstellern inklusive Zulieferern ein Rekordwert an unerledigten Aufträgen angehäuft. Lieferzeiten von zwölf Monaten und mehr sind nicht ungewöhnlich. Teilweise verhängten Hersteller sogar Bestellstopps. Rabatte sind nahezu verschwunden, alle Hersteller profitieren über höhere Neuwagenpreise von dem Angebotsmangel, mit dem Resultat steigender Gewinnmargen und Rekordergebnissen.

In den ersten acht Monaten des Jahres 2022 wurden insgesamt gut 1,6 Mio. Neufahrzeuge zugelassen und damit knapp 10 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 besteht im aktuellen Jahresverlauf ein Absatzdefizit in Höhe von 34 Prozent.

Die Elektro-Neuzulassungen legten im August um 6 Prozent zu und erreichten ein Volumen in Höhe von 56.800 Einheiten. Somit lag der Anteil von Elektro-Pkw an den gesamten Neuzulassungen zuletzt bei 28,5 Prozent. Die Neuzulassungen von rein batterieelektrischen Pkw (BEV) stiegen um 11 Prozent auf 32.000 Einheiten. Demgegenüber konnten die Neuzulassungen von Plug-In-Hybriden (PHEV) nur um knapp 1 Prozent zulegen auf 24.700 Einheiten. Seit Jahresbeginn 2022 wurden insgesamt 415.700 Elektro-Pkw zugelassen. Die Verkäufe nähern sich somit dem Vorjahresniveau wieder an und liegen noch gut 1 Prozent unterhalb des Vergleichszeitraums des Vorjahres.

Für 2023 hat die Bundesregierung angekündigt, die Förderung von Elektrofahrzeugen grundlegend neu auszurichten. Diese konzentriert sich nur noch auf elektrische Fahrzeuge, also batterie- und brennstoffzellenbetriebene Modelle. Plug-in-Hybride werden künftig nicht mehr gefördert. Insgesamt sehen Branchenvertreter die Gefahr, dass Elektrofahrzeuge in den nächsten Jahren deutlich an Attraktivität einbüßen werden.

In nachfolgender Tabelle findet sich der auf das AVAG-Geschäftsjahr abgestimmte Neuwagenmarkt, der das Geschäftsjahr 2021/22 noch einmal verdeutlicht. 2.444.612 neu zugelassene Fahrzeuge (Vj.: 2.961.663) in Deutschland bedeuten ein niedrigeres Niveau als im Vorjahr. Die markierten Hersteller werden von der AVAG mitvertrieben.

Sept. 21 bis Aug. 22 in % Sept. 20 bis Aug. 21
Zulassungen
in Stück
Marktanteil
in %
zu
2020/21
Zulassungen
in Stück
Marktanteil
in %
Volkswagen 429.563 17,6 -23,5 561.346 19,0
Mercedes 219.644 9,0 -20,3 275.578 9,3
BMW 204.374 8,4 -17,3 247.270 8,3
Audi 178.434 7,3 -16,8 214.346 7,2
Opel 146.711 6,0 -15,1 172.749 5,8
Škoda 136.761 5,6 -23,5 178.753 6,0
Ford 117.305 4,8 -27,8 162.553 5,5
Hyundai 103.939 4,3 -9,1 114.293 3,9
Renault 84.469 3,5 -30,0 120.754 4,1
Toyota/Lexus 77.125 3,2 -8,7 84.443 2,9
Fiat 74.731 3,1 -21,5 95.222 3,2
Kia 71.652 2,9 6,3 67.411 2,3
Dacia 51.546 2,1 13,2 45.530 1,5
Peugeot 44.194 1,8 -24,5 58.498 2,0
Citroën 36.726 1,5 -26,8 50.172 1,7
Volvo 36.405 1,5 -22,4 46.922 1,6
Mazda 31.402 1,3 -32,6 46.603 1,6
Nissan 23.599 1,0 -26,7 32.217 1,1
Suzuki 20.767 0,8 -18,1 25.342 0,9
Honda 8.329 0,3 -12,3 9.494 0,3
Subaru 4.263 0,2 -11,5 4.815 0,2
DS 2.357 0,1 2,1 2.308 0,1
Cadillac 232 0,0 12,1 207 0,0
Gesamtmarkt 2.444.612 100,0 -14,3 2.961.663 100,0

Opel setzte seinen Aufstieg weiter fort. 16 Mal in Folge steigerte der Hersteller in Deutschland seinen monatlichen Marktanteil. Zuletzt vermerkte das Kraftfahrtbundesamt einen bundesweiten Opel-Anteil von 6,3 Prozent. Treiber dieses Wachstums waren der Opel Corsa, der meistverkaufte Kleinwagen auf dem deutschen Markt, der neue Opel Astra und der Opel Mokka. Besonders erfreulich war die Entwicklung bei den batterie-elektrischen Modellen. Hier lag der Opel-Marktanteil zeitweise bei 7,7 Prozent. Auch der europaweite Absatz von leichten Nutzfahrzeugen konnte gesteigert werden.

Mit dem neuen Astra sowie dem neuen Astra Sports Tourer feierte Opel eine aufsehenerregende Premiere und den Start einer vielversprechenden Ära. "A new Blitz is born" hieß es aus Rüsselsheim. Der Astra Sports Tourer heimste zugleich den Titel "Familienauto des Jahres 2022" ein. Auch der Mokka-e erhielt eine Auszeichnung und bekam das Goldene Lenkrad 2021 in der Kategorie "Bestes Auto unter 25.000 Euro".

Anfang des Jahres 2022 landete der neue Opel Grandland bei den Händlern, unter anderem als Plug-in-Hybrid und als effizienter Verbrenner.

Premiere feierte im abgelaufenen Geschäftsjahr auch der Opel Rocks-e und läutete den Start ins SUM (Sustainable Urban Mobility)-Zeitalter ein. Der elektrische Stadtflitzer soll die Lücke zwischen Motorroller und Pkw schließen und darf bereits mit 15 Jahren gefahren werden.

Mit dem Opel Vivaro-e Hydrogen wurde der erste Wasserstoff-Transporter an Kunden übergeben. Der Transporter tankt Wasserstoff für über 400 Kilometer in nur drei Minuten.

An der Spitze Opels gab es eine Veränderung: Floren Huettl folgte als CEO auf Uwe Hochgeschurtz, der als Europa-Chef zum Mutterkonzern Stellantis wechselte.

Ford verzeichnete ein weiteres schwieriges Jahr und fiel auf einen Mittelfeldplatz zurück. Frühzeitig erklärte der Hersteller nicht wachsen zu können, da nicht ausreichend E-Fahrzeuge vorhanden sind, da sonst Strafzahlungen wegen verpassten CO 2 -Zielen erfolgen müssten. Stattdessen blickt man in die Zukunft und kündigte an, bis 2024 sieben neue E-Autos auf die Straße zu bringen.

Modellpräsentationen für Privatkunden waren bei Ford im abgelaufenen Geschäftsjahr Mangelware, stattdessen startete der Hersteller den Verkauf des rein elektrischen E-Transit - die batterie-elektrische Version der legendären Transporter-Familie. Auch der neue Ford Ranger Raptor ist eher ein Modell für Gewerbekunden.

Mit Ford Pro präsentierte der Hersteller ein weltweites Vertriebs- und Serviceangebot, um dem Anspruch als Marktführer in Europa für Nutzfahrzeuge gerecht zu werden.

Toyota zählt zu den Gewinnern der Corona-/Versorgungskrise. Dank guter Vorplanung, einer durchdachten Disposition und funktionierender Zusammenarbeit mit den Händlern vor Ort feierten die Japaner im ersten Halbjahr 2022 mit 37.855 Pkw Neuzulassungen ein Rekordergebnis. Schon das Kalenderjahr 2021 beendete Toyota mit dem besten Marktanteil seit zehn Jahren. Der Hersteller profitiert von seiner Hybridtechnologie und einer attraktiven Auswahl: So feierte der Toyota Yaris Cross ebenso seine Markteinführung wie der Toyota Aygo X. Neu am Markt sind auch der verbesserte Kleinwagen Toyota Yaris sowie zwei neue Hybridvarianten des Toyota Corolla. Der RAV4 und der Transporter Proace komplettieren das erfolgreiche Jahr.

Mit dem BZ4X stellte Toyota außerdem sein erstes vollelektrisches SUV vor und läutet damit eine neue Ära ein: Beyond Zero steht für eine emissionsfreie Zukunft mit alternativen Technologien für eine nachhaltige Gesellschaft.

Lexus freute sich zum Jahreswechsel über das beste Europa-Ergebnis: Mehr als 72.400 Neuzulassungen wurden in ganz Europa registriert, mehr als 3.100 Neuzulassungen fielen auf den deutschen Markt. Neue Modelle wie der Lexus NX, der speziell für den E-Antrieb entwickelte RZ 450e und der Premium-SUV-Pionier RX dürften zu weiteren Verkäufen führen.

Nissan war im abgelaufenen Jahr äußerst fleißig, auch wenn sich das (noch) nicht auf die Absatzzahlen auswirkt. Vorgestellt wurden der Ariya, der Juke Hybrid und der Qashqai e-Power, also Modelle, die die verloren gegangenen Marktanteile zurückholen könnten. Der Hersteller selbst bezeichnete in einer Mitteilung das Geschäftsfeld als "schwieriger als erwartet". Die Gründe: der flächendeckende Lockdown im chinesischen Shanghai sowie die steigenden Rohstoffpreise und erhöhte Logistikkosten.

Hyundai blickt äußerst zufrieden auf sein eigenes Halbjahresergebnis. In Bezug auf den Marktanteil in Deutschland war es sogar das beste erste Halbjahr der Firmenhistorie. Mit über acht Prozent Marktanteil festigte Hyundai in Deutschland den dritten Platz der Elektro-Zulassungen. Hier sind vor allem der IONIQ5 und der Kona Elektro zu nennen. Eine gute Lieferfähigkeit und ein hohes Auftragsvolumen sorgen dafür, dass Hyundai in Deutschland die erfolgreichste asiatische Marke bleibt.

Kia hatte laut eigener Aussage eine bessere Verfügbarkeit in Sachen Halbleiter und konnte so in einem schwierigen Umfeld die Stückzahl erhöhen. Im ersten Halbjahr 2022 verbuchten die Koreaner die erfolgreichste erste Jahreshälfte aller Zeiten. Auch der Marktanteil ist ein Rekordwert. Die Modelle treffen den Zeitgeist und - offenbar - den Nerv der Kunden. Eine Entwicklung, die uns gefällt.

Erfolgreiches Marketing betreibt Škoda, unter anderem siegte der Octavia in der Kategorie "kompakter Firmenwagen", der Superb in der Kategorie "beste Import-Mittelklasse" und der Superb iV als "bester Import-Plug-in-Hybrid". Diese positiven Nachrichten sind wichtig, denn Škodas Zahlen waren im abgelaufenen Jahr rückläufig.

b) Österreich

Österreichs Wirtschaft startete mit einem starken Wachstum ins Kalenderjahr 2022. Im ersten Quartal des Vorjahres war das Wachstum noch negativ ausgefallen, zu Jahresbeginn legte das Bruttoinlandsprodukt inflationsbereinigt um 9,5 Prozent zu.

Im zweiten Quartal 2022 kühlte sich die Wachstumsdynamik jedoch auf breiter Basis wieder ab. So sank die Konsumnachfrage der privaten Haushalte, auch wegen der gestiegenen Unsicherheiten im gesamtwirtschaftlichen Umfeld sowie der hohen Preisdynamik. Preisbereinigt stieg das Bruttoinlandsprodukt um 0,5 Prozent.

Aufgrund des Krieges in der Ukraine hat die Europäische Kommission die Wachstumsprognose für die gesamte europäische Wirtschaft korrigiert. Österreichs Wirtschaft wächst demnach im Kalenderjahr 2022 um 3,9 Prozent - 0,4 Prozentpunkte weniger als angenommen. Für 2023 rechnet die Kommission in Österreich mit einem Anstieg des BIP um 1,9 Prozent.

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wurden in Österreich im ersten Halbjahr 2022 mit 108.606 Pkw 19,2 Prozent weniger neu zugelassen. Insgesamt ging der Kfz-Markt um 23,4 Prozent zurück. Die Pkw-Neuzulassungen haben im ersten Halbjahr 2022 den tiefsten Wert seit 44 Jahren erreicht. Die anhaltenden Krisen machen sich deutlicher bemerkbar als die Covid-Auswirkungen der letzten Jahre.

Unsere Markenvielfalt in Österreich ist noch größer geworden, nachdem die Integrationen von Auto Eisner und DiT Mitterbauer erfolgreich durchgeführt wurden. In nachfolgender Tabelle findet sich der auf das AVAG-Geschäftsjahr abgestimmte Neuwagenmarkt. Viele Marken hatten Probleme, das Vorjahresniveau zu erreichen, wobei einige Hersteller zumindest auf einem ähnlichen Niveau agierten. Die markierten Hersteller werden von der AVAG mitvertrieben.

Sept. 21 bis Aug. 22 in % Sept. 20 bis Aug. 21
Zulassungen
in Stück
Marktanteil
in %
zu
2020/21
Zulassungen
in Stück
Marktanteil
in %
Volkswagen 28.664 13,6 -30,8 41.443 15,8
Škoda 18.853 9,0 -19,4 23.390 8,9
BMW 14.816 7,0 -10,2 16.507 6,3
Audi 11.965 5,7 -12,5 13.675 5,2
Hyundai 11.820 5,6 -3,2 12.210 4,7
Mercedes 11.363 5,4 -15,3 13.419 5,1
Ford 10.458 5,0 -27,3 14.383 5,5
Seat 10.018 4,8 -42,5 17.414 6,6
Kia 8.627 4,1 8,2 7.973 3,0
Renault 8.334 4,0 -33,2 12.474 4,8
Toyota/Lexus 8.048 3,8 21,2 6.643 2,5
Dacia 7.692 3,7 9,7 7.012 2,7
Peugeot 7.288 3,5 -16,2 8.696 3,3
Fiat/Alfa 6.633 3,2 -42,6 11.555 4,4
Opel 6.205 3,0 -33,9 9.385 3,6
Mazda 5.640 2,7 -30,6 8.130 3,1
Citroën 4.270 2,0 -26,4 5.801 2,2
Suzuki 4.013 1,9 -30,6 5.783 2,2
Nissan 1.949 0,9 -29,8 2.777 1,1
Jeep 1.592 0,8 -27,4 2.192 0,8
Gesamtmarkt 210.260 100,0 -19,8 262.280 100,0

Die Integration von Auto Eisner ist geglückt und erhöht nicht nur unsere Opel-Stückzahlen. Insgesamt aber machte sich die mangelnde Verfügbarkeit deutlich bemerkbar: Ein Drittel weniger verkaufte Einheiten entspricht nicht den AVAG-Vorstellungen. Grundsätzlich aber war/ist der Markt von deutlicher Kaufzurückhaltung geprägt. Wir hoffen auf höhere Produktionszahlen und damit einhergehend Preisanimationen.

Leider konnten wir die Stückzahlen bei Mercedes nicht halten. Insgesamt war die Liefersituation gerade für das von der AVAG bevorzugt bediente Endverbrauchergeschäft insgesamt zu dünn. Die Startschwierigkeiten mit dem Agentursystem (seit Jahresbeginn 2022) haben dann ein Übriges beigetragen. Insgesamt war der Markt von deutlicher Kaufzurückhaltung geprägt.

Nach Schweden ist Österreich das zweite Land, in dem Mercedes auf das Agenturmodell (d.h. der Hersteller legt die Preise fest und der Händler verkauft die Fahrzeuge nicht mehr an die Kunden, sondern der Hersteller, der Händler erhält nur eine Vermittlungsprovision) umgestellt hat. Der Direktvertrieb sei eine große Chance für die Vertragspartner, so der Hersteller, da die Händler sich künftig noch mehr als bisher um die Kunden und deren Bedürfnisse kümmern und den Kunden noch stärker in den Mittelpunkt fokussieren können.

c) Kroatien

Unsere Stückzahlen entwickeln sich mit dem kroatischen Markt. Die Fahrzeuge, die wir erhalten haben, haben wir auch wieder veräußert. Das gilt auch für das Mietwagengeschäft aufgrund der steigenden Touristen vor Ort. Dass Opel seinen dritten Platz im Land trotz der Umstände halten konnte, zeigt das Potenzial der Marke. Die markierten Hersteller werden von der AVAG mitvertrieben.

Sept. 21 bis Aug. 22 in % Sept. 20 bis Aug. 21
Zulassungen
in Stück
Marktanteil
in %
zu
2020/21
Zulassungen
in Stück
Marktanteil
in %
Volkswagen 5.306 10,5 -30,7 7.656 14,2
Renault 4.292 8,5 5,4 4.074 7,6
Opel 4.257 8,4 -13,3 4.911 9,1
Škoda 3.841 7,6 -26,5 5.227 9,7
Kia 3.831 7,6 43,2 2.675 5,0
Dacia 3.560 7,1 19,1 2.990 5,6
Toyota/Lexus 3.100 6,1 56,4 1.982 3,7
Ford 2.656 5,3 84,6 1.439 2,7
Hyundai 2.566 5,1 4,8 2.449 4,6
Peugeot 2.254 4,5 -28,6 3.156 5,9
Suzuki 1.645 3,3 -37,0 2.612 4,9
Citroën 1.606 3,2 -38,5 2.610 4,9
Audi 1.485 2,9 4,7 1.418 2,6
Mazda 1.222 2,4 1,7 1.202 2,2
Fiat/Alfa 1.134 2,2 -29,2 1.602 3,0
Gesamtmarkt 50.415 100,0 -12,8 53.744 100,0

d) Polen

Wir haben uns im Laufe des Geschäftsjahres aus Polen zurückgezogen und betreiben dort keinen Handel mehr.

e) Ungarn

Opel hat nach seinem schweren Vorjahr wieder an Boden gewonnen. Auch wir hatten daran einen Anteil, wenngleich unsere Gesamtstückzahl etwas zurückging, da wir nicht mehr am früheren Flottengeschäft partizipieren können. Suzuki war schwer von Produktionsausfällen betroffen und konnte keine Fahrzeuge liefern, was den Absturz erklärt. Zum Ende des Geschäftsjahres verbesserte sich die Situation aber etwas. Die markierten Hersteller werden von der AVAG mitvertrieben.

Sept. 21 bis Aug. 22 in % Sept. 20 bis Aug. 21
Zulassungen
in Stück
Marktanteil
in %
zu
2020/21
Zulassungen
in Stück
Marktanteil
in %
Toyota/Lexus 15.773 11,9 -3,4 16.333 10,3
Ford 14.926 11,2 -24,2 19.680 12,4
Suzuki 13.439 10,1 -32,1 19.792 12,5
Volkswagen 10.127 7,6 4,2 9.718 6,1
Kia 8.699 6,5 0,8 8.626 5,4
Dacia 6.914 5,2 -34,0 10.476 6,6
Škoda 6.670 5,0 -27,9 9.249 5,8
Mercedes 6.607 5,0 1,4 6.518 4,1
Opel 6.413 4,8 5,5 6.081 3,8
Fiat/Alfa 6.191 4,7 -44,7 11.196 7,1
Renault 5.239 3,9 5,9 4.945 3,1
Hyundai 4.736 3,6 -10,0 5.263 3,3
BMW 4.495 3,4 9,0 4.124 2,6
Nissan 2.760 2,1 -10,0 3.066 1,9
Audi 2.527 1,9 -13,4 2.229 1,4
Gesamtmarkt 132.970 100,0 -16,2 158.772 100,0

f) Slowenien

Unser Opel-Importeur hat sehr gut Ware beschaffen können, sodass sowohl wir als auch das gesamte slowenische Händlernetz wieder Fahrt aufnehmen konnte. Leider fehlte es an Ware von Peugeot und Citroën. Das Potenzial vor Ort ist vorhanden, aber einmal mehr gilt: Nur wer liefert, kann auch verkaufen. Die markierten Hersteller werden von der AVAG mitvertrieben.

Sept. 21 bis Aug. 22 in % Sept. 20 bis Aug. 21
Zulassungen
in Stück
Marktanteil
in %
zu
2020/21
Zulassungen
in Stück
Marktanteil
in %
Volkswagen 7.923 14,1 -24,9 10.553 16,6
Renault 7.578 13,5 -6,3 8.090 12,7
Škoda 4.310 7,7 -31,3 6.277 9,9
Hyundai 3.510 6,3 -2,0 3.581 5,6
Toyota/Lexus 3.385 6,0 61,7 2.093 3,3
Kia 3.102 5,5 35,7 2.286 3,6
Peugeot 3.047 5,4 -24,1 4.014 6,3
Ford 2.932 5,2 -25,0 3.907 6,1
Citroën 2.742 4,9 -14,6 3.211 5,1
Opel 2.424 4,3 66,3 1.458 2,3
Dacia 2.175 3,9 -29,1 3.068 4,8
Fiat/Alfa 2.146 3,8 -13,6 2.485 3,9
Seat 1.159 2,1 -37,7 1.861 2,9
BMW 1.058 1,9 -11,8 1.193 1,9
Nissan 917 1,6 -63,2 2.491 3,9
Gesamtmarkt 56.053 100,0 -11,8 63.537 100,0

3. Geschäftsverlauf des AVAG Konzerns

3.1. Geschäftsfeld Sales

Die AVAG Holding SE hat mit ihren 45 deutschen und 19 internationalen im Verkauf aktiven Beteiligungsgesellschaften im zurückliegenden Geschäftsjahr 2021/2022 an insgesamt 198 Standorten (Vj. 196) 105.531 (Vj. 117.454) neue und gebrauchte Fahrzeuge abgesetzt. Die Umsatzerlöse im Fahrzeugbereich sind im Geschäftsjahr auf 1.840 Mio. Euro (Vj. 1.864 Mio. Euro) gesunken. Der Rückgang resultiert vor allem aus den Lieferzögerungen und Produktionsstopps.

3.1.1. Neuwagenverkauf

Das Neuwagengeschäft ist der Bereich, der sich aufgrund der vielen Lieferschwierigkeiten negativ entwickelt hat. Unsere Häuser haben deutlich mehr Autos verkauft als ausgeliefert, was eine gute Basis für das neu beginnende Geschäftsjahr sein dürfte.

Die Autohäuser der AVAG Holding SE haben im zurückliegenden Geschäftsjahr 2021/2022 insgesamt 52.078 Neuwagen (Vj. 58.637) im In- und Ausland verkauft. Die Absatzleistung unserer 45 inländischen Betriebe mit Verkaufsaktivität ist im Neuwagengeschäft mit 40.502 Neuzulassungen (Vj. 47.259) um 14,3 % gefallen. Dabei konnten die Betriebe der DIO 26.285 Fahrzeugen (Vj. 31.222) ausliefern, bei der DIA 14.217 Fahrzeugen (Vj. 16.037).

Unsere 19 Engagements mit Verkaufsaktivität im europäischen Ausland, welche in den Ländern Österreich, Kroatien, Ungarn und Slowenien vertreten sind, konnten zusammen insgesamt 11.576 Neuwagen (Vj. 11.378) vermarkten. Diese Gesamtentwicklung wurde mit den bestehenden Auslandsgesellschaften in den jeweiligen Märkten realisiert.

3.1.2. Gebrauchtwagenverkauf

Mit der Reduktion der Neuwagenlieferungen bei gleichzeitig hoher Nachfrage nach Fahrzeugen sind die Gebrauchtwagenpreise teilweise deutlich angestiegen. Aus unseren Beständen, teilweise noch zu günstigen Einkaufspreisen bezogen, konnten wir sehr gute Deckungsbeiträge erzielen. Unsere Betriebe haben im zurückliegenden Geschäftsjahr insgesamt 53.453 Gebrauchtwagen (Vj. 58.817) verkauft, dabei konnten die Betriebe der DIO GmbH 28.478 Stück Gebrauchtwagen (Vj. 33.608) verkaufen. Die Betriebe der DIA GmbH haben 13.797 (Vj. 15.796) Gebrauchtwagen verkauft. Die Unternehmen der AVI haben zusammen 11.178 (Vj. 9.413) abgesetzt und steigerten das Niveau des Vorjahres.

3.2. Geschäftsfeld After-Sales

Mit dem steigenden Verkehr sind auch die Unfallzahlen wieder gestiegen. Unsere Karosserie- und Lackabteilungen hatten deutlich mehr Arbeit als zu Corona- bzw. Lockdownzeiten. Da weniger Neuwagen und auch weniger Gebrauchtwagen verfügbar sind und somit der Fahrzeugbestand länger gehalten wird, erhöht sich der Reparaturbedarf. Neben dem Servicegeschäft hat demzufolge auch das Ersatzteilgeschäft zugelegt. Trotz des Wettbewerbsdrucks durch Fast-Fit-Gruppen beläuft sich unser After-Sales-Umsatz auf 540,3 Mio. Euro (VJ. 452,9 Mio. Euro).

4. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des AVAG Konzerns sowie der AVAG Holding SE

4.1. Der AVAG Konzern

4.1.1. Ertragslage

Die Umsatzerlöse sind im abgelaufenen Geschäftsjahr um 2,7 % von 2,36 Mrd. Euro auf 2,42 Mrd. Euro gestiegen, das Ergebnis vor Steuern beträgt 81,0 Mio. Euro (Vj. 62,7 Mio. Euro). Unter Berücksichtigung der Entwicklung des Gesamtmarktes und der Lieferschwierigkeiten ist das Ergebnis des AVAG Konzerns sehr zufriedenstellend. Zurückzuführen ist dies unter anderem auf die Synergieeffekte, die sich aus den geschaffenen Strukturen innerhalb des AVAG Konzerns ergeben.

Während die Umsatzerlöse um 2,7 % gestiegen sind, ist der Rohertrag (Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand) um 22,9 % auf 523,7 Mio. Euro gestiegen. Die Umsatzsteigerung resultiert u.a. durch die erstmals ganzjährige Konsolidierung der Eisner Gruppe (ca. 96 Mio. EUR Umsatzerlöse, im Vorjahr nur Konsolidierung August 2021). Das Agenturgeschäft von Mercedes in Österreich dagegen hat einen Rückgang der Umsatzerlöse verursacht. Die Endkonsolidierung von Zoliborz sp.o.o., Warschau, Polen hatte keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Dies ist im Wesentlichen auf den Fahrzeugbereich und den ausgeweiteten Servicebereich zurückzuführen. Die Materialaufwandsquote ist mit 78,4 % unter dem Vorjahresniveau (Vj. 81,9 %).

Die Personalaufwendungen sind um 18,7 % auf 260,2 Mio. Euro angestiegen, im Wesentlichen beeinflusst durch erhaltenes Kurzarbeitergeld im Vorjahr sowie gestiegene Prämien und Lohn- und Gehaltssteigerungen und durch den erstmaligen Einbezug der Eisner Gruppe (im letzten Jahr Einbezug nur vom Monat August 2021). Die Personalaufwandsquote ist von 9,3 % auf 10,7 % angestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen umsatzbedingt und durch die Anzahl der gestiegenen Standorte (Eisner Gruppe -im Vorjahr Konsolidierung nur Monat August 2021- AMZ Stuttgart und AMZ München) angestiegen.

Somit ist das Betriebsergebnis von 65,7 Mio. Euro auf 85,6 Mio. Euro angestiegen.

Das Finanzergebnis hat sich von -3,0 Mio. Euro auf -4,5 Mio. Euro verschlechtert, dies resultiert vor allem durch geringere Erträge aus Beteiligungen und assoziierten Unternehmen.

Der Saldo aus Betriebs- und Finanzergebnis (= Ergebnis vor Steuern) führt zu einem operativen Ergebnis von 81,0 Mio. Euro (Vj. 62,7 Mio. Euro) und liegt somit um 29,2 % über dem Vorjahr.

Der Steueraufwand hat sich auf Grund des verbesserten Ergebnisses und durch die abgeschlossene Konzernbetriebsprüfung auf 33,4 Mio. Euro (Vj. 22,2 Mio. Euro) erhöht. Dies führt zusammen mit dem konzernfremden Gesellschaftern zustehenden Gewinn in Höhe von 9,7 Mio. Euro (Vj. 7,2 Mio. Euro) zu einem Konzernjahresüberschuss in Höhe von 37,9 Mio. Euro (Vj. 33,2 Mio. Euro).

Die Umsatzrentabilität, bezogen auf das Ergebnis vor Ertragsteuern, ist deutlich von 2,7 % auf 3,3 % im abgelaufenen Geschäftsjahr gestiegen und liegt deutlich oberhalb unserer angestrebten Mindest-Umsatzrendite.

4.1.2. Vermögenslage

Die Konzernbilanzsumme beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 838,2 Mio. Euro (Vj. 788,0 Mio. Euro) und liegt somit 50,2 Mio. Euro über dem Vorjahresniveau. Auf der Aktivseite hat sich das Anlagevermögen im Vergleich zum Vorjahr um 29,1 Mio. Euro auf 402,4 Mio. Euro (Vj. 373,3 Mio. Euro) erhöht und das Umlaufvermögen ist um 21,1 Mio. Euro von 411,5 Mio. Euro auf 432,6 Mio. Euro gestiegen

Die Veränderung im Anlagevermögen ist neben dem Erwerb von Grundstücken und Gebäuden, dem Umbau neuer Autohäuser im Wesentlichen auf einen gestiegenen Miet- und Leihwagenbestand sowie Vorführwagenbestand zurückzuführen.

Im Umlaufvermögen haben sich die Vorräte um 25,3 Mio. Euro auf 315,0 Mio. Euro erhöht, dies ist vor allem auf einen höheren Gebrauchtwagenbestand zurückzuführen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind um 2,7 Mio. EUR auf 112,5 Mio. Euro umsatzbedingt angestiegen.

Eine Aussage über die Kapitalstruktur des Konzerns lässt sich anhand der Höhe der Eigenkapitalquote treffen, welche bei 26,3 % (Vj. 24,4 %) liegt.

Dabei konnte das Eigenkapital auf 220,5 Mio. Euro (Vj. 192,0 Mio. Euro) gesteigert werden, bedingt durch den Anstieg des Konzernjahresüberschusses. In der Hauptversammlung der AVAG Holding SE vom 28.04.2022 wurde beschlossen, dass vom vorjährigen Bilanzgewinn in Höhe von 53,3 Mio. Euro 1,50 Euro je dividendenberechtigter Aktie, insgesamt 5,6 Mio. Euro ausgeschüttet werden und 40,0 Mio. EUR den Gewinnrücklagen zugewiesen werden. Der verbleibende Bilanzgewinn der AVAG Holding SE in Höhe von 7,7 Mio. Euro wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Des Weiteren wurden von der Gewinnrücklagen 40,0 Mio. Euro in gezeichnetes Kapital umgewandelt. Die Umwandlung der Gewinnrücklagen dient der nachhaltigen Stärkung des Eigenkapitals der Gesellschaft.

Die gesetzliche Rücklage zum 31. August 2022 hat sich um 2,1 Mio. Euro aufgrund der gesetzlich vorgeschriebenen Erhöhung verändert.

Die Rückstellungen haben sich um 26,7 Mio. Euro auf 119,5 Mio. Euro erhöht. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die erhöhten Steuerrückstellungen (veranlagungsbedingt und durch das verbesserte Ergebnis) und durch die sonstigen Rückstellungen (insbesondere für Personal, Prämien, Tantiemen) zurückzuführen.

Die Gesamtverbindlichkeiten des AVAG Konzerns haben sich mit 496,8 Mio. Euro um 4,4 Mio. Euro verringert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind von 394,9 Mio. Euro auf 383,9 Mio. Euro zurückgegangen, bedingt durch geringere Inanspruchnahme der Fahrzeugfinanzierungen und geringere Inanspruchnahme von Kontokorrentkredit.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich stichtagsbedingt von 50,4 Mio. Euro auf 53,3 Mio. Euro erhöht, ebenso die sonstigen Verbindlichkeiten von 55,8 Mio. Euro auf 59,6 Mio. Euro.

4.1.3. Finanzlage

Aussagen über die finanzielle Lage des Konzerns lassen sich anhand der Analyse der Kapitalflussrechnung treffen. Durch einen stichtagsbedingt geringeren Bestand an Guthaben bei Kreditinstituten und gestiegenen kurzfristigen Kontokorrentverbindlichkeiten beläuft sich der Finanzmittelfonds des AVAG Konzerns am Ende des Geschäftsjahres auf -115,4 Mio. Euro (Vj. -91,0 Mio. Euro). Der Jahres-Cash Flow liegt mit 93,3 Mio. Euro wegen dem verbesserten Ergebnis deutlich über dem Vorjahr (Vj. 79,9 Mio. Euro).

Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit liegt mit 103,0 Mio. Euro unter dem Vorjahr (Vj. 121,0 Mio. Euro), bedingt durch das gestiegene Vorratsvermögen.

Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit liegt mit -73,8 Mio. Euro über dem Vorjahresniveau (Vj. -56,0 Mio. Euro), bedingt durch Investitionen in Sachanlagen und den gestiegenen Bestand an Miet,- Leih- und Vorführfahrzeugen. Der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit liegt bei -53,7 Mio. Euro (Vj. -61,7 Mio. Euro).

4.2. Die AVAG Holding SE

4.2.1. Ertragslage

Die AVAG Holding SE ist als operative Management- und Finanzholding zur Förderung aller Geschäftsfelder "rund um's Automobil" aufgestellt. Sie entlastet die operativen Gesellschaften von nicht direkt wertschöpfenden Tätigkeiten, da sie bestimmte Kompetenzen, z. B. in den Bereichen Marketing, Einkauf, IT, Treasury, Firmenkundenförderung, Qualitäts- und Umweltmanagement, Steuern etc. in der Zentrale bündelt und mittels Einsatzes ihrer Spezialisten allen operativen Gesellschaften als Dienstleistung zur Verfügung stellt. Durch die Bündelung dieser Aufgaben erzielen wir erhebliche Synergieeffekte. Mit dieser professionellen Hilfe wird es den Autohäusern ermöglicht, sich in erster Linie auf den aktiven Verkauf und die individuelle Kundenbetreuung zu konzentrieren. Hierbei wirkt die AVAG Holding SE unterstützend, weil sie mit dem Einsatz ihrer Spezialisten zusätzlich z. B. in den Fachbereichen After-Sales, Groß- und Firmenkundenbetreuung, Versicherungen etc. in den operativen Einheiten, direkte Unterstützung im Hinblick auf deren Tagesgeschäft anbietet. Dieser Effekt wird durch die Zugriffsmöglichkeit der Autohäuser auf unsere Fahrzeug-Zentrallager verstärkt, was einen weiteren Wettbewerbsvorteil gegenüber unseren Mitbewerbern darstellt.

Unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Geschäftsjahr 2021/2022 ist der Vorstand mit dem erzielten Jahresüberschuss in Höhe von 42,7 Mio. Euro (Vj. 25,5 Mio. Euro) sehr zufrieden. Die Umsatzerlöse, bestehend aus Zentrallagertätigkeit, Mieterlösen und Konzernumlagen, haben sich im Berichtsjahr von 607,0 Mio. Euro im Vorjahr auf 446,5 Mio. Euro verringert. Dies ist vor allem durch den Rückgang der Umsatzerlöse im Bereich der Fahrzeug-Zentrallagerfunktion begründet.

Der Materialaufwand im Verhältnis zum Umsatz liegt mit 94,3 % unter dem Vorjahresniveau von 95,7 % und ist im Wesentlichen durch den Einkauf und Verkauf von Neuwagen durch das Zentrallager beeinflusst.

Bedingt durch das sehr gute Geschäftsjahr 2021/2022 und einer erhöhten Mitarbeiteranzahl ist der Personalaufwand um 6,0 Mio. Euro auf 24,0 Mio. Euro angestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich wegen erhöhter EDV-Aufwendungen von 9,6 Mio. Euro auf 15,4 Mio. Euro erhöht. Angesichts der geschilderten Entwicklungen hat sich das Betriebsergebnis der AVAG Holding SE von -3,5 Mio. Euro auf -15,5 Mio. Euro verändert.

Das Finanzergebnis hat sich im Berichtsjahr um 26,8 Mio. Euro auf 61,3 Mio. Euro erhöht. Dabei hat sich der Zinsaufwand erfreulicherweise von 3,8 Mio. Euro auf 3,4 Mio. Euro vermindert.

Die Erträge aus Beteiligungen und Gewinnabführungsverträgen mit bestehenden Tochterunternehmen haben sich in Summe durch die sehr gute Entwicklung der betreffenden Beteiligungsgesellschaften auf 55,0 Mio. Euro (Vj. 33,6 Mio. Euro) deutlich erhöht.

Das Ergebnis vor Steuern beläuft sich somit zum Stichtag auf 44,2 Mio. Euro nach 29,5 Mio. Euro im Vorjahr. Der Jahresüberschuss beläuft sich auf 42,7 Mio. Euro (Vj. 25,5 Mio. Euro).

4.2.2. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der AVAG Holding SE ist innerhalb des letzten Geschäftsjahres um 42,7 Mio. Euro auf 484,9 Mio. Euro (Vj. 442,2 Mio. Euro) gestiegen.

Das Anlagevermögen hat sich v.a. durch Investitionen in Grundstücke und Gebäude bzw. IT-Lösungen von 183,5 Mio. Euro auf 195,0 Mio. Euro erhöht.

Das Umlaufvermögen liegt mit 289,0 Mio. Euro (Vj. 257,8 Mio. Euro) deutlich über Vorjahresniveau. Beim Umlaufvermögen belaufen sich die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände zum Stichtag auf 256,9 Mio. Euro (Vj. 202,0 Mio. Euro) und die Vorräte liegen bei insgesamt 32,1 Mio. Euro (Vj. 55,7 Mio. Euro). Die Vorratsbestände sind damit im Geschäftsjahr aufgrund eines deutlich geringeren Neuwagenbestandes zurückgegangen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen im Wesentlichen aus Forderungen aus dem Cash-Management der AVAG und Beteiligungserträgen. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem deutlich gestiegenen Beteiligungserträgen bzw. Erträgen aus Gewinnabführungsverträgen.

Auf der Passivseite erhöhte sich das bilanzielle Eigenkapital wegen des sehr guten Ergebnisses des letzten Geschäftsjahres um 30,0 Mio. Euro auf 223,9 Mio. Euro (Vj. 193,9 Mio. Euro). In der Hauptversammlung der AVAG Holding SE vom 28.04.2022 wurde beschlossen, dass vom vorjährigen Bilanzgewinn in Höhe von 53,3 Mio. Euro 1,50 Euro je dividendenberechtigter Aktie, insgesamt 5,6 Mio. Euro ausgeschüttet werden und 40,0 Mio. EUR den Gewinnrücklagen zugewiesen werden. Der verbleibende Bilanzgewinn der AVAG Holding SE in Höhe von 7,7 Mio. Euro wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Des Weiteren wurden von den Gewinnrücklagen 40,0 Mio. Euro in gezeichnetes Kapital umgewandelt. Die Umwandlung der Gewinnrücklagen dient der nachhaltigen Stärkung des Eigenkapitals der Gesellschaft. Die gesetzliche Rücklage zum 31.08.2022 hat sich um 2,1 Mio. Euro aufgrund der gesetzlich vorgeschriebenen Erhöhung verändert.

Damit beläuft sich das bilanzielle Eigenkapital in Summe auf 223,9 Mio. Euro (Vj. 193,9 Mio. Euro) und unsere Eigenkapitalquote beträgt nun 46,2 % Vj. 43,9 %). Die Gesamtverbindlichkeiten (inkl. Rückstellungen) bewegen sich mit 261,0 Mio. Euro vor allem wegen gestiegenen sonstigen Rückstellungen (Vj. 248,3 Mio. Euro).

4.3. Finanzinstrumente

Eine der wesentlichen Aufgaben der AVAG Holding SE als Management- und Finanzholding besteht in der Gestaltung und Steuerung der Finanzinstrumente im Konzernverbund. Im Betriebsmittelbereich setzt sich die Finanzierung im Wesentlichen aus zwei Bausteinen zusammen:

Den volumenmäßig größeren Teil stellt die Finanzierung unserer Lagerwagenbestände dar. Herstellerbanken auf der einen Seite, sog. Captives, und herstellerunabhängige Fahrzeugfinanzierer, sog. Non-Captives, stehen uns hier als Partner für die Finanzierung unserer Neu- bzw. Gebrauchtwagenbestände zur Verfügung.

Die Finanzierung des sonstigen Geschäftsbetriebs erfolgt über Betriebsmittelkreditlinien bei Geschäftsbanken. Hierfür sind die deutschen und ein Teil der österreichischen Betriebe in Cash-Pool-Konstruktionen mit der AVAG Holding SE verbunden, für die nicht bereits in die AVAG-Betriebe integrierten Eisner-Betriebe haben wir bis auf weiteres noch zwei lokale Cash-Pools in Österreich unter der Pool-Führerschaft der Eisner-Finanz GmbH.

Während des Geschäftsjahres und zum Bilanzstichtag standen dem Konzern in beiden Bereichen ausreichende Kreditlinien zur Verfügung; die Beanspruchung unterliegt starken saisonalen Schwankungen.

Sowohl Teile der Lagerwagenfinanzierung als auch die Betriebsmittelfinanzierung über Geschäftsbanken unterliegen einem Zinsänderungsrisiko, dem wir Zins-Swaps mit unterschiedlichen Laufzeiten, gestaffelt nach Fälligkeit entgegengestellt haben. Nachdem die historisch niedrigen Zinsen mittlerweile der Vergangenheit angehören, erweist sich diese Zinssicherungsstrategie als goldrichtig, denn ein beträchtlicher Teil unserer variablen Finanzposition ist dadurch von den Zinssteigerungen nicht betroffen. Angesichts der gesamtwirtschaftlichen und der politischen Großwetterlage gehen wir von weiteren moderaten Zinssteigerungen vor allem im Kurzfristbereich aus, am langen Ende ist jetzt bereits eine leichte Beruhigung zu erkennen und wir erwarten keine weiteren nennenswerten Steigerungen.

Unsere kurzfristigen Kontokorrent-Finanzierungen bei Geschäftsbanken sind grundsätzlich unbesichert. Zur Sicherung/Stabilisierung unserer Betriebsmittel-finanzierung haben wir für einen Teil unserer Kreditlinien zweijährige Laufzeiten mit automatischer Verlängerungsoption vereinbart.

Unser aktuelles Darlehensportfolio bei Banken besteht überwiegend aus festgeschriebenen Positionen, die keinem nennenswerten Zinsänderungsrisiko unterliegen.

4.4. Gesamtaussage zur Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage im Konzern

Seit Jahren praktizieren wir erfolgreich die Strategie der Risikodiversifizierung. D.h. wir streuen das Risiko für die AVAG dadurch, dass wir auf verschiedenen Märkten und darüber hinaus mit unterschiedlichen Marken unterwegs sind. Bekanntermaßen sind wir in fünf Ländern Europas mit insgesamt 26 Marken aktiv. Auf diese Weise gelingt es uns, das Risiko auf verschiedene Schultern zu verteilen. In unseren Augen hat sich diese Methode der Risikoreduzierung für uns als nachhaltig richtig erwiesen. Damit gelingt es uns, auch bei widrigen Marktsituationen in einzelnen Regionen und/oder Sondereinflüssen bei einer einzelnen Marke, befriedigende bzw. gute Ergebnisse zu erwirtschaften. So haben wir im Geschäftsjahr 2021/2022 einen Konzernumsatz von 2,42 Mrd. Euro (i. Vj. 2,36 Mrd.) Euro getätigt und ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 81,0 Mio. Euro (i. Vj. 62,7 Mio. Euro) erzielen können. Mit der erzielten Umsatzrendite zeigen wir uns angesichts der gegenwärtigen Situation zufrieden und wir haben unsere Ziele im abgelaufenen Geschäftsjahr erfüllen können. Auch finanziell sind wir grundsolide aufgestellt. Wir verfügen über ein Eigenkapital von 220,5 Mio. Euro (i. Vj. 192,0 Mio. Euro), so dass unsere Eigenkapitalquote 26,3 % (i. Vj. 24,4 %) unserer Bilanzsumme beträgt. In den kommenden Jahren wollen wir unsere EK-Basis weiter stärken. Das mittelfristige Ziel der AVAG ist eine Eigenkapitalquote von mehr als 25,0 % nachhaltig zu erreichen. Mit dieser Maßnahme möchten die Gesellschafter der AVAG Holding SE ihr Vertrauen in die Zukunftsfähigkeit ihres Unternehmens untermauern. Jedoch wollen wir diese Quote langfristig weiter verbessern.

Die Prognose des Vorjahres hinsichtlich des Rückgangs der Umsatzerlöse und des Ergebnisses vor Steuern ist deutlich übertroffen worden. Sowohl der Fahrzeug-, Service- und Teilebereich konnten zu dieser hervorragenden Umsatz- und Ergebnisentwicklung beitragen.

5. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Das operative Geschäft des Konzerns steuert die Gesellschaft auf Basis der Umsatzerlöse, des Ergebnisses vor Steuern und der Umsatzrendite. Weiterer wichtiger Leistungsindikator ist die Mitarbeiterzahl des Unternehmens.

Die Mitarbeiteranzahl (ohne Aushilfen) im AVAG Konzern beträgt im Geschäftsjahr 5.110 (Vj. 4.973). Bei der AVAG Holding SE hat sich der Zahl der Angestellten von 133 auf 146 erhöht, die Aushilfen betragen 10 (Vj. 7).

Die Mitarbeiter sind für den Erfolg der AVAG das wichtigste Kapital. Daher werden in den unterschiedlichen Abteilungen regelmäßig interne Schulungsveranstaltungen durchgeführt, um die Fort- und Weiterbildung der Mitarbeiter zu fördern.

Ergänzt wird die Weiterbildung der Mitarbeiter durch externe Fortbildungsmaßnahmen bei Herstellern oder anderen Anbietern.

Für die AVAG Holding SE ist der wesentliche finanzielle Leistungsindikator das Ergebnis vor Steuern.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht und Risikomanagementsystem

Gesamtwirtschaftliche Risiken können unterschiedliche Ursachen haben. Konjunkturelle Risiken erwachsen aus einer ungünstigen Entwicklung globaler oder regionaler Märkte, durch politische Krisen und Konflikte oder durch die Verbreitung eines Virus. Dies kann zu erheblichen Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft und die Konjunktur führen.

Die weltweiten konjunkturellen Risiken werden durch die Präsenz des Autohauses im lokalen deutschen Markt begrenzt. Damit ist die Entwicklung der Gesellschaft stark von der konjunkturellen Entwicklung in Deutschland abhängig. Das Eintreten der oben genannten Risiken kann den Absatzerfolg der Gesellschaft durchaus wesentlich beeinflussen.

Aus diesem Grund hat die AVAG-Gruppe ein zentrales Risikomanagementsystem installiert, welches in allen Autohäusern der AVAG-Gruppe Anwendung findet. Dadurch sollen Risiken frühzeitig erkannt, deren Auswirkung durch geeignete Maßnahmen reduziert sowie eine Bestandsgefährdung des jeweiligen Unternehmens vermieden werden. Das zentrale Risikomanagementsystem leistet einen wesentlichen Beitrag zu Erreichung der strategischen, operativen und finanziellen Ziele der AVAG-Gruppe und der einzelnen Autohäuser und soll zu einer nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswertes beitragen. Es beinhaltet ein umfangreiches Berichtswesen und umfasst unter anderem eine tägliche Analyse, die Veränderungen im Absatzmarkt schnell erkennen lässt. Darüber hinaus erfolgt ein tägliches Management der Fahrzeugbestände und der Verkaufszahlen. Im Bereich Service erfolgt eine tägliche Analyse der Auslastung und Wertschöpfung. Ungeachtet der Beurteilung der Wirksamkeit eines internen Kontrollsystems bestehen inhärente Restriktionen bezüglich der Wirksamkeit von internen Kontrollsystemen. Kein Kontrollsystem, unabhängig von dessen wirksamer Beurteilung, ist geeignet, sämtliche unzutreffende Darstellungen zu verhindern oder aufzudecken.

In regelmäßigen Meetings der Geschäftsführung mit dem Bereichsvorstand werden auf Markenebene die Entwicklung der einzelnen Autohäuser und der vertriebenen Marken analysiert und das weitere Vorgehen bzw. zukünftige Entwicklungen besprochen.

Marktrisiken

Änderungen im branchenspezifischen Umfeld können sich ebenfalls negativ auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage auswirken.

Die Treiber der Risikoeinschätzung im Automobilhandel sind die Entwicklung der Inlandsnachfrage insgesamt, der jeweiligen Marke des Autohauses sowie dessen Positionierung im regionalen Markt. Dabei führt ein im Wesentlichen gesättigter Kfz-Markt in Deutschland und dem europäischen Ausland zusätzlich zu einer weiteren Verschärfung des Wettbewerbs und schlussendlich zu einer Bereinigung der Händlerschaft. Ebenso stellt die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Wirtschaft ein zusätzliches Marktrisiko dar; vgl. auch unsere Ausführungen im Prognosebericht. In der AVAG-Gruppe ist daher eine tägliche Analyse installiert, die Veränderungen im Absatzmarkt schnell erkennen lässt.

Ein wesentlicher Risikofaktor im Autohandel ist das Bestands- und Altersstrukturrisiko des Fahrzeugbestands. Dem wird durch das Management der Neuwagen- und Gebrauchtwagenbestände entgegengewirkt. Dies erfolgt in der AVAG-Gruppe vornehmlich zentral je Fahrzeugmarke. Hier werden die Vorteile des zentral gesteuerten Bestandsmanagements genutzt, das dem einzelnen Autohaus einen Zugriff auf sämtliche Fahrzeuge erlaubt. So kann dem Kunden eine breite Angebotspalette an Neu- und Gebrauchtwagen präsentiert werden.

Operativ stellen die Leasing-Rücknahmeverpflichtungen für uns gegenwärtig kein wesentliches Risiko dar. Das Restwertrisiko der Leasingrückläufer steuern wir über eine sorgfältige Kalkulation beim Vertragsabschluss und regelmäßige Überwachung der Restwerte. Zusätzlich bilden wir eine Rückstellung, die eventuell nicht vorhersehbare Entwicklungen berücksichtigt.

Die Einkaufs- und Absatzfinanzierung im Automobilhandel ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Die Finanzierung der Autohäuser sowie die Absatzfinanzierung in der AVAG-Gruppe werden über die AVAG Holding SE als Unternehmensmuttergesellschaft gesteuert und die auf diversen Standbeinen basierende Neuwagenbestands- und Neuwagenendkundenfinanzierung erfolgt im Wesentlichen durch die Herstellerbanken. Im Gebrauchtwagenbereich arbeiten wir mit mehreren Finanzpartnern, sowohl bei der Einkaufs-, als auch bei der Absatzfinanzierung, zusammen.

Rechtliche Risiken

Rechtliche Risiken können im Wesentlichen aus Rechtsstreitigkeiten, Reklamationen oder Garantieansprüchen erwachsen.

Für die gegenwärtig anhängigen Verfahren wurden Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet. Einzelrisiken mit wesentlichen Auswirkungen auf das Geschäft und damit das Ergebnis des Unternehmens liegen nicht vor.

Finanzrisiken

Finanzwirtschaftliche Risiken umfassen in erster Linie Liquiditäts-, Zins-, Ausfall- und Steuerrisiken.

Liquiditätsversorgung und Liquiditätssteuerung erfolgen im Unternehmerverbund ebenfalls durch die AVAG Holding SE. Die Verfügbarkeit von Liquidität und die Stabilität der Gesamtfinanzierung der AVAG-Unternehmensgruppe, und damit auch der Gesellschaft, haben oberste Priorität. Ein Teil dieser Finanzierungspositionen unterliegt einem Zinsänderungsrisiko, welches teilweise durch den Abschluss entsprechender Zinssicherungsvereinbarungen auf Ebene der AVAG Holding SE gruppenweit fixiert oder nach oben hin gedeckt ist.

Im Hinblick auf das Forderungs-Ausfallrisiko bei gewerblichen Kunden genießt das Autohaus im Rahmen eines mit der AVAG Holding SE geschlossenen Betreuungs- und Beratungsvertrages und darüber hinaus durch die teilweise geschlossenen Forderungsausfallversicherungen Schutz bei Ausfällen. Diese stellen demnach ebenso kein wesentliches Risiko für die Gesellschaft dar.

Steuerrisiken bestehen im Wesentlichen durch den Export von Fahrzeugen und Ersatzteilen in das europäische und nicht europäische Ausland. Diesem Risiko wird durch einen einheitlichen Prozess bei Exporten innerhalb der gesamten AVAG-Gruppe begegnet, welcher zur Risikominimierung beitragen soll.

Gesamtaussage zur Risikosituation des Unternehmens

Die Einschätzung der gesamten Risikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Einzelrisiken. Zu den Treibern der Risikoeinschätzung und wesentlichen Risikofaktoren verweisen wir auf die oben genannten Marktrisiken. Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, sind uns derzeit nicht bekannt.

2. Chancen- und Prognosebericht

2.1. Erweiterte Rahmenbedingungen

Während der Weltautomarkt in 2023 wieder wächst, schrumpft die Neuwagennachfrage in Europa. Diese Prognose stellte das Center Automotive Research (CRN) auf. Demnach sinkt die Zahl der Pkw-Neuzulassungen in Europa, den EFTA-Staaten und dem Vereinten Königreich um rund 200.000 Autos auf 10,8 Millionen Fahrzeuge. Anders als in den Vorjahren sind aber nicht Lieferketten oder Produktionsstopps schuld, sondern die erwartete Rezession und die darauffolgende Kaufzurückhaltung. Triebkraft des automobilen Weltmarktes wird der asiatische Markt sein.

2.2. Ausblick 2022/2023

Die Produktion von Neuwagen steigt, die Lieferkettenproblematik hat sich etwas entschärft und für die ukrainischen und russischen Zulieferer wurde mehrheitlich Ersatz gefunden. Auch Corona führt nicht mehr zu so starken Ausfällen. Das sind positive Aspekte. Dafür hat sich ein Kampf um die Logistik entwickelt. Einerseits stammen viele Fahrer aus der Ukraine, die verständlicherweise dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen. Zum anderen sind durch die gestiegenen Preise für Lkw, Sprit und Lohn die Logistikkosten sehr teuer geworden. Hier stehen Hersteller und Logistiker in der Pflicht, eine Lösung zu finden, damit wir als Händler wieder geordnete Lieferverhältnisse haben. Im Privatkundenbereich ist der Auftragseingang zu beobachten. Dies liegt natürlich auch an den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen (Inflation, hohe Nebenkostenabrechnung, Sorge vor Rezession), aber auch an den gestiegenen Preisen für Automobile und den nicht mehr vorhandenen Rabatten. Mit Abarbeitung des Auftragsbestands sollte sich der Preis wieder nach unten bewegen, was Kunden wiederum animiert, Fahrzeuge zu kaufen.

Bedauerlicherweise endet im Kalender 2023 in Deutschland die Unterstützung für Plug-in-Hybride und die Förderung für e-Fahrzeuge wird reduziert. Andere Länder leisten hier eine bessere Unterstützung.

Prekär bleibt der Fachkräftemangel. Hätten wir mehr qualifizierte Mitarbeiter in unseren Häusern zur Verfügung, hätten wir mehr Umsatz in Service & Teile erzielt. Es wird eine große Herausforderung bleiben, geeignete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finden oder diese in unserem Unternehmen zu behalten.

Die deutlich höheren Energiekosten werden wir auch in den kommenden Jahren berücksichtigen müssen, da die Stromverträge zu den günstigen Preisen nach und nach auslaufen. In Kombination mit der Rezessionsgefahr ist es unsere Aufgabe, das Kostencontrolling wie gehabt intensiv beizubehalten. Gleichzeitig sind wir jederzeit eingriffsbereit, sollte es notwendig sein.

Aktuell befinden wir uns in intensiven Gesprächen, um das Agentursystem zu diskutieren. Ab Juli 2023 wird das gesamte Nutzfahrzeuggeschäft (aller Marken) und die Marken DS und Alfa Romeo in ein Agentursystem überführt. In drei Testmärkten, darunter Österreich, gehen alle Fahrzeuge direkt in die Agentur über. Wir sind überzeugt davon, dass wir diesen Change-Prozess gut hinbekommen werden. Das Beispiel in Österreich mit Mercedes-Benz darf hier gerne positiv betrachtet werden.

Weiterhin wird die Auto-Branche mit verschärften Abgasregeln der EU konfrontiert. Das Europaparlament will die Klimaziele noch stärker als bisher erwogen verschärfen. Ziel müsse es sein, bis 2030 den Ausstoß von Treibhausgasen um 60 % gegenüber dem Jahr 1990 zu senken. Die Automobilindustrie muss neben den vielen Nebenkriegsschauplätzen auch bei der EU-Vorgabe sowie der Entwicklung elektrifizierter Antriebe, vernetzter Automobile bis hin zum autonomen Fahren Lösungen anbieten. Dieser Transformationsprozess bringt tiefgreifende Veränderungen mit sich.

Schneller als andere Volumenhersteller hat sich Opel für seinen Verbrennerausstieg einen straffen Fahrplan auferlegt. Bereits 2024 wird der Kunde aus jeder Baureihe mindestens ein elektrifiziertes Modell wählen können. Vier Jahre später wird jedes neu eingeführte Modell nur noch als Vollstromer angeboten werden. Ende 2023 erhält der Opel Astra und der Opel Astra Sports Tourer seinen batterieelektrischen Antrieb. Einen elektrischen Kombi suchte man auf dem Pkw-Markt lange. Opel bietet hier die Antwort. Abgelöst wird ab 2024 der Opel Insignia. Mit Produktionsende wird er durch eine vollelektrische Coupé-Limousine ersetzt - Name noch unbekannt. 2025 will Opel den Manta auf die Straße schicken - natürlich elektrisch. Mit viel Retro-Charme dürfte hier ein großer Fang glücken.

Bei Ford beginnt ab 2023 im Kölner Werk die Produktion eines "völlig neuen vollelektrischen Pkw". Bis 2024 sollen insgesamt drei neue Elektro-Pkw und vier neue Elektro-Nutzfahrzeuge eingeführt werden. Gleichzeitig wird man sich von einigen Modellen verabschieden. Das Setzen auf die Elektromobilität bedeutet demnach das Aus für den Ford Fiesta und den Ford Focus. Bis zum Produktionsende Juni 2023 wird eine fünftürige Fiesta-Version vom Band laufen, alle bestellten Fahrzeuge werden noch gebaut und ausgeliefert. Ebenfalls 2023 endet die Produktion für den Ford S-Max und den Ford Galaxy. Zwei Jahre später wird der letzte Ford Focus hergestellt. Für 2025 lässt man auch den Standort Saarlouis auslaufen lassen. Eine neue Elektroauto-Plattform soll bis dahin in Valencia entstehen.

Mit ihrer Strategie Beyond Zero sieht sich Toyota sehr gut für die Zukunft ausgerichtet. Überraschenderweise stellten die Japaner den Toyota Prius vor, der hierzulande ab Sommer 2023 einzig als Plug-in Hybrid zu haben sein wird. Mit reinen Elektroautos tut sich Toyota nach wie vor schwer, da nach eigener Aussage einerseits die Nachfrage nicht so hoch und die Infrastruktur nicht so ausgebaut sei. Daher setzt Toyota noch mehr auf seine eigene Hybrid-Technologie. Diese wird im neuen Toyota Corola Facelift und im Toyota RAV4 enthalten sein.

Lexus ist einen Schritt weiter und bringt 2023 das Luxus-SUV RX nur noch mit E-Unterstützung auf den Markt. Zudem wird der Elektro-Crossover UX 300e aufgefrischt.

Nissan führt ab 2023 in Europa keine Pkw mit reinem Verbrennungsantrieb mehr ein. Damit erspart sich der Hersteller die Euro-7-Umstellung der Benziner und Diesel. Europa spiele eine Vorreiterrolle in Sachen elektrifizierte Zukunft.

Viel vor im kommenden Jahr hat Hyundai: Es erscheint der IONIQ 6 sowie der neue Kona EV. Die Flaggschiff-Limousine Grandeur soll hingegen nicht nach Europa kommen.

Mit dem EV9 Concept liefert Kia einen Ausblick auf sein nächstes Elektro-SUV. Das Siebensitzer-SUV soll eine Reichweite von 540 Kilometern aufweisen. Schon jetzt gesichtet wurde der Kia XCeed Facelift.

Škoda bringt 2023 die vierte Generation des Superb auf den Markt. Geplant ist auch ein Elektro-SUV, das deutlich größer als Enyaq und Kodiaq wird - den Škoda Vision 7S. Bis 2030 möchte man laut eigener Aussage einen eigenen Verkaufsanteil an Elektroautos zwischen 50 und 70 Prozent haben.

Wir sind der Auffassung, dass mit den bestehenden und den kommenden Modellen der Hersteller unsere Autohäuser über eine attraktive, ansprechende und vor allem zeitgerechte Modellpalette verfügt, mittels derer das Ziel, Marktanteile zurückzugewinnen oder neu zu erobern, erreicht werden soll.

Für das neue Geschäftsjahr setzen wir weiterhin auf eine vorsichtige Ausrichtung. Das Umfeld bleibt herausfordernd, sodass wir den Markt und die Preise tagesaktuell beobachten werden. Wir glauben, dass der Neuwagenmarkt kaum noch weiter sinken kann, aufgrund von Lohn- und Gehaltsanpassungen sowie einer Zinssteigerung sind höhere Kosten aber unumgänglich. 2022/23 wird ein wirtschaftlich schwieriges Jahr. Wir sind aber gut aufgestellt und bleiben zuversichtlich, dass wir auch dieses gut überstehen werden. Wir haben gezeigt, dass wir uns jeder Herausforderung stellen und diese auch gut meistern können.

Für das neue Geschäftsjahr planen wir im Konzern bei einem schwierigen Marktumfeld/Marktentwicklung mit einem leichten Rückgang der Umsatzerlöse. Ausgehend von dem besten Ergebnis des AVAG Konzerns im Berichtsjahr seit Gründung gehen wir im neuen Geschäftsjahr 2022/2023 von einem moderaten Rückgang des Ergebnisses vor Steuern und damit einer entsprechend leicht geringeren Umsatzrendite aus. Die Anzahl der Mitarbeiter im Konzern wird konstant bleiben.

Für die AVAG Holding SE -ausgehend von einem sehr hohen Niveau- wird für 2022/2023 bei konstanten Umsatzerlösen ein deutlich spürbarer Rückgang des Ergebnisses vor Steuern erwartet. Dieses wird im Wesentlichen durch die Beteiligungserträge der Tochtergesellschaften getrieben sein. Dadurch wird die Umsatzrendite (Verhältnis von Ergebnis vor Steuern zum Umsatz) moderat zurückgehen.

Alles in allem sehen wir uns in einem weiterhin herausfordernden Umfeld gut für die kommenden Aufgaben gerüstet und gehen davon aus, mit unserer Optimierungsstrategie, unserem Kostenbewusstsein und unserer insgesamt vorsichtigeren Ausrichtung auf dem richtigen Weg zu sein.

Wir weisen darauf hin, dass durch

1)

gravierende Gesamtmarktschwankungen

2)

wesentliche Marktanteilsschwankungen der vertriebenen Fabrikate oder

3)

unvorhergesehene Restrukturierungen, z. B. Veränderungen der Zahl der Standorte, innerhalb des Gesamtunternehmens

4)

Maßnahmen bzw. die Entwicklung unserer Hauptlieferanten

5)

Veränderung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen

die tatsächlichen Ergebnisse durchaus von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können.

E. Aktionärsstruktur und Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Die Still Vermögensverwaltungs GmbH & Co. KG, Augsburg, ist seit 2006 mehrheitlich an der AVAG Holding SE beteiligt. Gemäß § 17 Aktiengesetz gilt die AVAG Holding SE, Augsburg, als ein von der Still Vermögensverwaltungs GmbH & Co. KG, Augsburg, abhängiges Unternehmen.

Demgemäß haben wir einen Bericht über die Beziehungen unserer Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen aufgestellt. Dieser Bericht enthält die Schlusserklärung, dass die Gesellschaft nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem das Rechtsgeschäft vorgenommen wurde, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und andere Maßnahmen im Interesse oder auf Veranlassung von verbundenen Unternehmen weder getroffen noch unterlassen wurden.

 

Augsburg, 13. Januar 2023

AVAG Holding SE

Der Vorstand

Roman Still

Albert C. Still

Markus Kruis

Ulf Pfeiffer

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