AMZ Stuttgart GmbHLiquidiert
Pragstraße 138, 70376 Stuttgart, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Marcus Maria Johannes Stein seit 16.8.2023 | Geschäftsführer |
Roman Josef Korbinian Still seit 23.12.2021 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
AVAG Holding SEAugsburgKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.09.2021 bis zum 31.08.2022Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die AVAG Holding SE, Augsburg Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der AVAG Holding SE, Augsburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. August 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. September 2021 bis zum 31. August 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlagebericht (nachfolgend: Konzernlagebericht) der AVAG Holding SE, Augsburg, für das Geschäftsjahr vom 1. September 2021 bis zum 31. August 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 13. Januar 2023 Rödl
& Partner GmbH
gez. Mainka-Klein, Wirtschaftsprüfer gez. Stauber, Wirtschaftsprüfer Eigenkapitalspiegel Das Eigenkapital der Gesellschaft hat sich wie folgt entwickelt:
Konzerngewinn- und -verlustrechnung für die Zeit vom 1. September 2021 bis 31. August 2022
Konzernbilanz zum 31. August 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. September 2021 bis 31. August 2022Allgemeines Der Konzernabschluss der AVAG Holding SE mit Sitz in Augsburg, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Augsburg unter HRB 26380, sowie die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen wurden grundsätzlich zum 31. August 2022 nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes erstellt. Für die Perthit Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG, Mainz wurde ein Zwischenabschluss zum 31. August 2022 aufgestellt. Konsolidierungskreis Die Aufstellung der in den Konsolidierungskreis der AVAG Holding SE voll einbezogenen Tochterunternehmen ist als Anlage 2 zum Konzernanhang beigefügt. Es handelt sich um Tochterunternehmen, bei denen uns unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht, bzw. um eine Zweckgesellschaft gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB. Der Konsolidierungskreis umfasst neben der AVAG Holding SE insgesamt 64 (i. Vj. 61) rechtlich selbstständige inländische sowie 37 (i. Vj. 38) ausländische Unternehmen, davon 69 aktive (davon 23 ausländische) Autohäuser 4 Gesellschaften für Vermietung oder Handel mit Fahrzeugen 4 Gesellschaften für Handel mit Teilen 1 Gesellschaft für Einkauf von Subaru- und KIA-Fahrzeugen 10 Immobiliengesellschaften 3 inländische Zwischenholdinggesellschaften 1 ausländische Zwischenholdinggesellschaft 9 Komplementärgesellschaften und Sonstige. Die Anzahl der einbezogenen Unternehmen hat sich im Berichtsjahr durch die Neugründungen der AMZ Stuttgart GmbH, Stuttgart und der AMZ München GmbH, München und den anschließenden Asset-Deal erweitert, durch den Verkauf der Auto-Zoliborz Sp.z.o.o., Warschau, Polen hat sich der Konsolidierungskreis verringert. Von der Autohaus Sieber GmbH, Landshut wurde der Teilbetrieb Ingolstadt in die AMZ Ingolstadt GmbH, Ingolstadt ausgegliedert. Durch die erstmalige Einbeziehung der genannten Gesellschaften bzw. Verkauf ist die Vergleichbarkeit mit den Vorjahresangaben nicht beeinträchtigt. Konsolidierungsgrundsätze Der Konzernabschluss der AVAG Holding SE baut auf den Einzelabschlüssen der einbezogenen Unternehmen auf. Der Abschluss-Stichtag der konsolidierten Unternehmen ist in der Regel der 31. August 2022. Sofern einbezogene Jahresabschlüsse abweichende Stichtage aufweisen, wurden Zwischenabschlüsse aufgestellt. Die Kapitalkonsolidierung für Erwerbe bis zum 31. August 2010 erfolgt nach der Buchwertmethode auf den Erwerbszeitpunkt, ab dem 1. September 2010 für Neukonsolidierungen nach der Neubewertungsmethode. Geschäftswerte werden planmäßig über die Nutzungsdauer von zehn Jahren linear bzw. außerplanmäßig auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Die 10-jährige Nutzungsdauer entspricht der Amortisationsdauer des Firmenwerts. Bei der Erstkonsolidierung der Eisner Gruppe im Wirtschaftsjahr 2020/2021 entstand ein passiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung (TEUR 656), der im Berichtsjahr ertragswirksam aufgelöst worden ist. Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Umsätze, Aufwendungen und Erträge zwischen den einbezogenen Unternehmen sowie Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen werden eliminiert. Führen Konsolidierungsmaßnahmen zu Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände und Schulden und deren steuerlichen Wertansätzen und bauen sich diese Differenzen in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder ab, so grenzen wir die sich daraus ergebende Steuerbe- oder -entlastung als passive bzw. aktive latente Steuer in der Konzernbilanz ab. Den Posten fassen wir mit den latenten Steuern nach § 274 HGB aus den Einzelabschlüssen zusammen. Im Falle eines Aktivüberhangs erfolgt kein Ansatz. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, Währungsumrechnung Der Konzernabschluss ist nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden grundsätzlich unverändert gegenüber dem Vorjahr angewandt. Die im Vorjahr akquirierte Eisner Gruppe in Österreich ist erstmals für ein komplettes Geschäftsjahr in der Ertragslage berücksichtigt (im Vorjahr Konsolidierung im August 2021). Die Umsatzerlöse hieraus betragen im Geschäftsjahr 2021/2022 ca. TEUR 96.000. Die Endkonsolidierung von Zoliborz sp.o.o., Warschau, Polen hatte keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet; die Abschreibungen richten sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer und betragen zwischen drei und zehn Jahren. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen angesetzt. Eigenleistungen werden entsprechend den internen Aufzeichnungen mit den Herstellungskosten der Gebäude aktiviert. Die Abschreibungen auf Gebäude erfolgen linear bei Nutzungsdauern von bis zu 50 Jahren und auf Betriebsvorrichtungen von bis zu 20 Jahren. Bewegliche Anlagegüter werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Aufgrund steuerlicher Vorschriften vorgenommene und nach Art. 67 Abs. 3 Satz 1 EGHGB beibehaltene Sonderabschreibungen werden im Konzernabschluss rückgängig gemacht. Bei den anderen Anlagen und der Betriebs- und Geschäftsausstattung liegen die Nutzungsdauern zwischen drei und 23 Jahren. Leihwagen/Mietwagen werden mit 33,3 % linear pro rata temporis, Vorführ- und Geschäftsfahrzeuge mit 20,0 % linear pro rata temporis abgeschrieben. Bei Abgängen werden diese Fahrzeuge aus dem Anlagevermögen zu Restbuchwerten in die Vorräte übernommen und verkauft. Der dabei erzielte Buchgewinn ist im Rohertrag für Fahrzeughandel sowie im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit enthalten. Geringwertige Anlagegüter im Einzelanschaffungspreis bis zu EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und im Anlagenspiegel als Zu- und Abgang dargestellt. Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen, Wertpapiere und Ausleihungen wurden zu Anschaffungskosten gegebenenfalls nach Abzug von Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Abschreibungen werden vorgenommen, wenn die Wertminderung voraussichtlich von Dauer ist. In dem Geschäftsjahr, in dem sich herausstellt, dass die Gründe für die Wertminderung nicht mehr bestehen, wird der Betrag der Abschreibung im Umfang der Werterhöhung zugeschrieben. Vorräte werden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert aktiviert. Die Grundsätze der verlustfreien Bewertung werden beachtet. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden offen von den Vorräten abgesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden unter Berücksichtigung erkennbarer Einzelrisiken bewertet; dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Die Pensionsrückstellungen sind nach der Projected Unit Credit-Methode nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach den Richttafeln 2018 G der Heubeck Richttafeln GmbH mit einem Zinsfuß von 1,77 % unter Berücksichtigung eines Rententrends von 2,0 % errechnet. Rückstellungen für Anwartschaften auf Abfindungen sind nach finanzmathematischen Grundsätzen auf Basis eines Rechnungszinssatzes von 2,0 % und des frühestmöglichen Pensionseintrittes ermittelt. Dabei wurde die Methode im Geschäftsjahr 2016/2017 zur Bewertung der Pensionsrückstellungen von einem 7-jährigen Durchschnittszins zu einem 10-jährigen Durchschnittszins jeweils mit einer pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren geändert. Dieser Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB beträgt TEUR 225. Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen sämtliche erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem Erfüllungsbetrag bewertet. Alle übrigen Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert. Rechnungsabgrenzungen sind mit den anteilig abgegrenzten Aus- bzw. Einzahlungsbeträgen angesetzt. Derivative Finanzinstrumente werden zu Sicherungszwecken für Zinsrisiken aus dem operativen Geschäft eingesetzt. Sie werden grundsätzlich mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet, sofern nicht nach deutschen Rechnungslegungsgrundsätzen das Grund- und das Sicherungsgeschäft zu einer Bewertungseinheit zusammengefasst werden kann. Hierfür ist das Grundgeschäft zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Das effektive Sicherungsgeschäft wird hingegen grundsätzlich nicht in der Bilanz erfasst. Bezahlte Einmalprämien aus Zinssicherungsvereinbarungen werden als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten gebucht und über die Laufzeit ratierlich aufgelöst. Erhaltene Prämien werden als passiver Rechnungsabgrenzungsposten erfasst und analog zur Laufzeit der Zinsbegrenzung ratierlich vereinnahmt. Währungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden bei Zugang mit dem Devisenkassamittelkurs am Tage des Geschäftsvorfalls erfasst. Verluste aus Kursänderungen zum Bilanzstichtag werden realisiert, soweit sie nicht durch Sicherungsgeschäfte gedeckt sind. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden Vermögensgegenstände und Schulden zum Devisenkassamittelkurs am Abschluss-Stichtag umgerechnet. Die Aktiv- und Passivposten der auf fremde Währung lautenden Bilanzen werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschluss-Stichtag in Euro umgerechnet. Ausgenommen ist das Eigenkapital, das wir zum historischen Kurs umrechnen. Scheidet ein Tochterunternehmen teilweise oder vollständig aus, lösen wir den Posten in entsprechender Höhe erfolgswirksam auf. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung rechnen wir zum Durchschnittskurs in Euro um. Die Umrechnungsunterschiede im Eigenkapital einschließlich der Differenz zur Umrechnung des Jahresergebnisses zwischen Durchschnittskurs und Stichtagskurs sowie des Anlagevermögens werden erfolgsneutral behandelt. Realisierte Kursgewinne oder -verluste aus konzerninternen Forderungen und Verbindlichkeiten werden als sonstige betriebliche Erträge bzw. Aufwendungen behandelt. Angaben zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der Anlagepositionen ist aus dem Konzernanlagenspiegel (Anlage 1 zum Konzernanhang) ersichtlich. Anpassungen aus Währungsdifferenzen wurden erfolgsneutral behandelt. Immaterielle Vermögensgegenstände Unter den Geschäfts- oder Firmenwerten werden aktive Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung mit Buchwerten von TEUR 820 (i. Vj. TEUR 1.301) ausgewiesen. Die planmäßigen Abschreibungen auf diese im Konzern entstandenen Firmenwerte belaufen sich auf TEUR 314 (i. Vj. TEUR 333). Sachanlagen Die Position Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung setzt sich wie folgt zusammen:
Vorräte
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände In den sonstigen Vermögensgegenständen sind antizipative Forderungen in Höhe von TEUR 29.847 (i. Vj. TEUR 20.072) enthalten, die rechtlich erst nach dem Bilanzstichtag entstehen. Die Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Bei den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 0 (i. Vj. TEUR 21) eine Laufzeit von über einem Jahr. Alle anderen sonstigen Vermögensgegenstände sind kurzfristig. Eigenkapital Das Grundkapital der AVAG Holding SE ist in 4.160.000 auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital in Höhe von EUR 43,27 je Aktie eingeteilt. In der Hauptversammlung vom 28. April 2022 wurde beschlossen, dass vom Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 53.286 EUR 1,50 je dividendenberechtigter Aktie, insgesamt TEUR 5.626, ausgeschüttet werden und TEUR 40.000 den Gewinnrücklagen zugewiesen werden. Der verbleibende Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 7.660 wird auf neue Rechnung vorgetragen. Des Weiteren wurden von den Gewinnrücklagen TEUR 40.000 in gezeichnetes Kapital umgewandelt. Die Umwandlung der Gewinnrücklagen dient der nachhaltigen Stärkung des Eigenkapitals der Gesellschaft. Im Geschäftsjahr wurde die gesetzliche Rücklage um 5 % des Jahresüberschusses erhöht. Aus dem Jahresüberschuss erfolgt solange eine Zuführung bis 10 % des gezeichneten Kapitals erreicht sind. Der AVAG Holding SE wurde am 25. September 2006 nach § 20 Abs. 4 AktG mitgeteilt, dass die Still Vermögensverwaltungs GmbH & Co. KG, Augsburg, mehrheitlich am Aktienkapital beteiligt ist. Am 13. Dezember 2011 hat die Gesellschaft 319.000 (7,67 % vom Grundkapital) eigene Aktien zu einem Kaufpreis von TEUR 2.967 erworben, da diese zum Verkauf angeboten worden sind. Am 21. Oktober 2022 hat die Gesellschaft 90.000 (2,16 % vom Grundkapital) eigene Aktien zu einem Kaufpreis von TEUR 7.110 erworben, da diese zum Verkauf angeboten worden sind. Anteile im Fremdbesitz Die Anteile im Fremdbesitz enthalten die Anteile außenstehender Gesellschafter am gezeichneten Kapital, an den Rücklagen und am Bilanzgewinn dieser Gesellschaften. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen des Konzerns beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Kulanz/Gewährleistungen, für Personalkosten wie Urlaubs-, Weihnachtsgelder und Verkäuferprovisionen, für Verpflichtungen aus Rücknahmevereinbarungen, für ausstehende Abrechnungen und für Kundenbindungsprogramme. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten des AVAG-Konzerns haben folgende Restlaufzeiten (Vorjahresbeträge in Klammern):
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind TEUR 53.054 (i. Vj. TEUR 88.324) durch Grundpfandrechte und TEUR 189.670 (i. Vj. TEUR 205.419) durch Sicherungsübereignung des Fahrzeugbestandes besichert, der im Anlage- und Umlaufvermögen ausgewiesen wird. Im Falle des Weiterverkaufs der Vorräte sind die Forderungen aus dem Fahrzeughandelsgeschäft abgetreten. Darüber hinaus bestehen bei den übrigen Verbindlichkeiten im üblichen Umfang branchenübliche bzw. kraft Gesetzes entstehende Sicherheiten (Eigentumsvorbehalt und verlängerter Eigentumsvorbehalt). Sonstige Verbindlichkeiten Abweichend zum Vorjahr werden abgegrenzte Verkaufshilfen als sonstige Verbindlichkeiten ausgewiesen sofern diese Fahrzeuge betreffen, die nicht im Bestand sind (TEUR 19.300). Latente Steuern Der Abgrenzung latenter Steuern liegt ein Durchschnittssteuersatz von 30,0 % zu Grunde. Die aktiven latenten Steuern entfallen auf Zwischengewinne, Rückstellungen und auf steuerliche Verlustvorträge. Die passiven latenten Steuern wurden für Bewertungsunterschiede bei Sachanlagen gebildet. Die aktiven latenten Steuern wurden mit den passiven latenten Steuern saldiert. Ein Aktivüberhang wird nicht angesetzt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:
Aus Rückkaufverpflichtungen von Geschäftsanteilen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 7.712 (i. Vj. TEUR 7.313). Nicht in der Bilanz enthaltene bedeutende Geschäfte Im Rahmen von Sale and Lease back-Transaktionen wurden in den Vorjahren zur Verbesserung der Liquidität und der Eigenkapitalquote, 13 Immobilien an Dritte verkauft und anschließend zurückgemietet. Nach Ablauf der Leasingverträge können die Immobilien zum kalkulierten Restbuchwert unter Anrechnung der Mieterdarlehen zurückerworben werden. Die betreffende Perthit Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG, Mainz, wurde mit dem Übergang der Chancen und Risiken auf die AVAG Holding SE im Geschäftsjahr 2018/2019 erstmalig in den Konzernabschluss mit einbezogen. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse
Von den gesamten Umsatzerlösen entfallen TEUR 532.970 (i. Vj. TEUR 436.926) auf das Ausland (EU). Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 3.324 (i. Vj. TEUR 4.831) enthalten, die zum großen Teil aus der Auflösung von Rückstellungen, Ertrag aus Anlagenabgang, Auflösung von Wertberichtigungen und Gutschriften für Vorjahre resultieren. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsdifferenzen in Höhe von TEUR 0 (i. Vj. TEUR 91) enthalten. Personal Im Berichtszeitraum waren insgesamt 1.197 (i. Vj. 1.092) gewerbliche Arbeitnehmer, 3.002 (i. Vj. 2.800) Angestellte, 197 (i. Vj. 193) Aushilfen und 911 (i. Vj. 888) Auszubildende beschäftigt. Im Personalaufwand im Vorjahr sind für die deutschen Gesellschaften Erstattungen für die Beiträge zur Sozialversicherung durch die Bundesagentur für Arbeit sowie COVID-19-Zuschüsse zur Arbeitsplatzsicherung für die ausländischen Gesellschaften in Höhe von TEUR 2.636 enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen Im sonstigen betrieblichen Aufwand werden Mieten sowie andere Betriebs-, Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen ausgewiesen. Beträge, die einer anderen Periode zuzuordnen sind, sind mit TEUR 2.805 (i. Vj. TEUR 1.483) enthalten, die vor allem aus Schadensfällen und Rechnungen für Vorjahre resultieren. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind sonstige Steuern in Höhe von TEUR 1.030 (i. Vj. TEUR 965) und Aufwendungen aus Kursdifferenzen TEUR 224 (i. Vj. TEUR 0) enthalten. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Wie im Vorjahr wird der Aufwand aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 101 (i. Vj. TEUR 104) im Personalaufwand ausgewiesen. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Ergebnisanteile konzernfremder Gesellschafter In der Position werden konzernfremden Gesellschaftern zustehende Gewinne von TEUR 9.678 (i. Vj. TEUR 7.257) und Verluste von TEUR 0 (i. Vj. TEUR 73) ausgewiesen. Sonstige Angaben Derivative Finanzinstrumente Zur Zinsfestschreibung von variablen Darlehen werden fallweise Zins-Swap-Geschäfte abgeschlossen. Zum 31. August 2022 haben die Zinstauschgeschäfte folgenden Umfang:
Der Zeitwert der Zinstauschgeschäfte beläuft sich auf TEUR 11.624. Sie sichern das Zinsänderungsrisiko bestehender variabel verzinslicher Bankverbindlichkeiten Es wurden Bewertungseinheiten mit revolvierend aufgenommenen Darlehen (Mikrohedge) gebildet. Die Bilanzierung der Sicherungsbeziehung erfolgt nach der Einfrierungsmethode. Die Sicherung besteht jeweils für die gesamte Laufzeit der Grundgeschäfte. Aufgrund der Übereinstimmung der wesentlichen wertbestimmenden Parameter zwischen Grund- und Sicherungsgeschäften werden die Sicherungsbeziehungen als hochwirksam eingestuft. Eine Rückstellung aufgrund eines negativen Zeitwerts ist aufgrund der Durchhalteabsicht nicht notwendig. Die Ermittlung der Zeitwerte erfolgt Mark-to-market. Gesamtbezüge von Vorstand und Aufsichtsrat Die Bezüge des Vorstands für die Tätigkeit im Geschäftsjahr belaufen sich auf TEUR 10.113. Die Mitglieder des Aufsichtsrates haben für ihre Organtätigkeit als Mitglied des Gremiums eine Vergütung von insgesamt TEUR 124 erhalten. Gesamthonorar des Abschlussprüfers des Konzernabschlusses nach § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB Das von dem Abschlussprüfer des Konzernabschlusses (Rödl & Partner Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft) für das Geschäftsjahr berücksichtigte Gesamthonorar (Einzelabschlüsse und Konzernabschluss) teilt sich wie folgt auf:
Für die lokalen Abschlussprüferleistungen der ausländischen Tochtergesellschaften in Österreich werden darüber hinaus TEUR 69 berücksichtigt. Aufsichtsrat Johannes Hall, Wien, Unternehmer, -Vorsitzender- Prof. (em.) Dr. Heinz-Dieter Assmann, Tübingen, Emeritierter ordentlicher Professor an der Universität Tübingen, Of Counsel und Rechtsanwalt bei Gleiss Lutz, Stuttgart, -stellv. Vorsitzender- Dr. Guido Schacht, München, ehem. Senior Advisor Automotive bei der HypoVereinsbank - Member of UniCredit München Karl Manfred Lochner, Burgthann, Vorstand Unternehmenskunden/Corporate Finance Landesbank Baden-Württemberg Helmut Kluger, Mindelheim, Gründer Automobilwoche Peter Küspert, Hackenheim, ehemaliger Geschäftsführer Vertrieb und Marketing der Opel Automobile GmbH Vorstand Roman Still, Augsburg, Dipl.-Kaufmann, -Sprecher des Vorstandes- Albert C. Still, Neusäß, Kaufmann, -Sprecher des Vorstandes- Markus Kruis, Oberstdorf, Kaufmann, -Vorstandsmitglied- Ulf Pfeiffer, Wolfratshausen, Kaufmann, -Vorstandsmitglied- Ereignisse nach dem Stichtag Es liegen keine berichtspflichtigen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag vor. Ergebnisverwendungsvorschlag des MutterunternehmensDer Vorstand schlägt vor, aus dem zum 31. August 2022 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von EUR 48.225.721,86 eine Dividende von EUR 1,92 je dividendenberechtigter Stückaktie auszuschütten (EUR 7.201.920,00), EUR 10.000.000,00 den Gewinnrücklagen zuzuführen und den verbleibenden Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.
Augsburg, den 13. Januar 2023 AVAG Holding SE Der Vorstand Roman Still Albert C. Still Markus Kruis Ulf Pfeiffer Bericht des AufsichtsratesDer Aufsichtsrat hat den Vorstand der Gesellschaft während des Geschäftsjahres regelmäßig überwacht. In gemeinsamen Sitzungen hat der Vorstand den Aufsichtsrat schriftlich und mündlich über die wirtschaftliche und finanzielle Lage des Unternehmens unterrichtet. Die Buchführung, der Jahresabschluss 2021/22 und der Lagebericht der AVAG Holding SE sowie der Konzernabschluss wurden von der Rödl & Partner GmbH
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 1. Ausschüttung einer Dividende in Höhe von Euro 1,92 je dividendenberechtigter Aktie, insgesamt | Euro 7.201.920,00 |
| 2. Zuweisung in die Gewinnrücklagen | Euro 20.000.000,00 |
| 3. Vortrag auf neue Rechnung | Euro 21.023.801,86 |
| Euro 48.225.721,86 |
Augsburg, im Januar 2023
Der Aufsichtsrat
| 2021/2022 | 2020/2021 | |
| TEUR | TEUR | |
| Periodenergebnis einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter | 47.620 | 40.430 |
| Abschreibungen auf Vorführ- und Leihwagen/Mietwagen | 26.712 | 21.721 |
| Abschreibungen auf sonstige Gegenstände des Anlagevermögens | 19.509 | 19.935 |
| Abnahme (-)/ Zunahme (+) der langfristigen Rückstellungen | -591 | 2.362 |
| Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | 0 | -4.454 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Erträge | 0 | -137 |
| Jahres-Cashflow | 93.250 | 79.857 |
| Abnahme (-)/ Zunahme (+) der mittel- und kurzfristigen Rückstellungen | 15.459 | -2.376 |
| Abnahme (+)/ Zunahme (-) der Vorräte im Umlaufvermögen | -25.306 | 41.160 |
| Zunahme (-) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | -2.668 | 5.306 |
| Zunahme (+) der Verbindlichkeite aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungs- tätigkeit zuzuordnen sind | 6.622 | -5.661 |
| Zinsaufwendungen (+) / Zinserträge (-) | 5.379 | 5.870 |
| Sonstige Beteiligungserträge (-) | -836 | -1.298 |
| Ertragsteueraufwand (+) / -ertrag (-) | 33.399 | 22.259 |
| Ertragsteuerzahlungen (-/+) | -22.259 | -24.100 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 103.040 | 121.017 |
| Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen | -2.145 | -1.531 |
| Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens | 213 | 975 |
| Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagevermögen | 184.871 | 142.271 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | -259.205 | -187.859 |
| Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagevermögen | 1.458 | 1.882 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | -436 | -1.659 |
| Erhaltene Dividenden | 836 | 1.298 |
| Erhaltene Zinsen | 647 | 237 |
| Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Unternehmen | 0 | -11.623 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -73.761 | -56.009 |
| Auszahlungen an Unternehmenseigner | -5.626 | -5.569 |
| Auszahlungen an Minderheitsgesellschafter | -7.397 | -4.615 |
| Einzahlungen/Tilgungen aus der Lagerwagenfinanzierung | -15.749 | -25.446 |
| Tilgung von (Finanz-)Krediten | -12.465 | -20.164 |
| Gezahlte Zinsen | -5.379 | -5.870 |
| Kauf eigener Aktien | -7.110 | 0 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -53.726 | -61.664 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | -24.447 | 3.344 |
| Wechselkurs-, konsolidierungskreis- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds | 0 | 2.968 |
| Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | -90.956 | -97.268 |
| Finanzmitttelfonds am Ende der Periode | -115.403 | -90.956 |
| 31.08.2022 | 31.08.2021 | |
| TEUR | TEUR | |
| Flüssige Mittel | 5.107 | 11.987 |
| Kontokorrentverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | -120.510 | -102.943 |
| -115.403 | -90.956 |
Aufstellung des Anteilsbesitzes
Stand zum 31. August 2022
| Name und Sitz der Gesellschaft | Anteil am Kapital | Eigenkapital | Ergebnis | |
| in % | in TEUR | in TEUR | ||
| Verbundene Unternehmen | ||||
| DIO GmbH Dienstleistungs- und Beteiligungsgesellschaft | ||||
| für Opel-Händler, Augsburg 1, 3 | 6 | 100,00 | 5.523 | 0 |
| Augsburger Auto-Center Albert Sigg GmbH, Augsburg | 6 | 80,00 | 6.450 | 4.438 |
| Georg Haas GmbH & Co. KG Automobile, Augsburg | 6 | 80,00 | 3.426 | 2.226 |
| Georg Haas Beteiligungs GmbH, Augsburg | 6 | 80,00 | 30 | 2 |
| Autohaus Haeberlen GmbH, Kempten | 6 | 75,15 | 2.702 | 1.398 |
| Wickenhäuser Verwaltungs-GmbH, München | 6 | 100,00 | 43 | 3 |
| Wickenhäuser GmbH & Co. KG, München | 6 | 100,00 | 2.529 | 1.329 |
| Sieber Automobile Beteiligungs-GmbH, Regensburg | 6 | 100,00 | 56 | 3 |
| Sieber Automobile GmbH & Co. KG, Regensburg | 6 | 100,00 | 1.622 | 822 |
| Autohaus Sieber GmbH, Landshut | 6 | 100,00 | 1.504 | 904 |
| AMZ Ingolstadt GmbH, Ingolstadt | 6 | 100,00 | 347 | 47 |
| Autohaus Kropf GmbH, Nürnberg | 6 | 80,00 | 3.204 | 2.201 |
| Exner Verwaltungs-GmbH, Hof | 6 | 80,00 | 30 | 1 |
| Auto Exner GmbH & Co. KG, Hof | 6 | 80,00 | 2.555 | 1.355 |
| KADEA Berlin GmbH, Berlin | 6 | 80,00 | 3.259 | 1.864 |
| Auto Center Nord GmbH, Chemnitz | 6 | 100,00 | 2.611 | 611 |
| Automobilzentrum Leipzig GmbH, Leipzig | 6 | 80,00 | 2.127 | 1.222 |
| Autohaus Nau GmbH, Gießen | 6 | 100,00 | 2.993 | 1.988 |
| Autohaus Dresden GmbH, Dresden 3 | 6 | 80,00 | 1.780 | 860 |
| DAC Automobilcenter GmbH, Augsburg 3 | 6 | 100,00 | 613 | 0 |
| Logistikpark Stollberg GmbH, Stollberg | 6 | 80,00 | 1.958 | 1.156 |
| Autohaus Staiger GmbH, Stuttgart | 6 | 80,00 | 5.055 | 2.900 |
| Autohaus Kuttendreier GmbH, München | 6 | 100,00 | 305 | 1 |
| Automobilzentrum Memmingen GmbH, Memmingen | 6 | 100,00 | 482 | 595 |
| Automobilforum Pfullingen-Reutlingen GmbH, Pfullingen | 6 | 100,00 | 608 | 308 |
| Autohaus Neff GmbH, Heilbronn | 6 | 80,00 | 1.305 | 776 |
| Auto Zschernitz GmbH, Karlsruhe | 6 | 80,00 | 463 | 410 |
| AMZ Mannheim GmbH, Mannheim | 6 | 100,00 | 222 | -45 |
| Logistikpark Staiger GmbH, Stuttgart | 6 | 100,00 | -394 | -894 |
| AMZ München GmbH, München | 6 | 100,00 | -721 | -1.021 |
| AMZ Stuttgart GmbH, Stuttgart | 6 | 100,00 | -264 | -564 |
| DIA Albert Still GmbH, Augsburg 1, 3 | 6 | 100,00 | 2.040 | 0 |
| DIT München GmbH, München (mittelbare Tochtergesellschaft) 3 | 6 | 100,00 | 1.500 | 0 |
| DIT Halle GmbH, Halle | 6 | 80,00 | 2.106 | 1.004 |
| AIS Dresden GmbH, Dresden | 6 | 75,00 | 3.608 | 2.606 |
| DIT Frankengarage GmbH, Nürnberg | 6 | 100,00 | 1.440 | 1.137 |
| DIT Magdeburg GmbH, Magdeburg | 6 | 100,00 | 654 | 380 |
| Autocenter Dresden GmbH, Dresden | 6 | 80,00 | 1.882 | 1.182 |
| Autocenter Leipzig-Halle GmbH, Leipzig | 6 | 80,00 | 1.076 | 772 |
| Autocenter Haas GmbH, Augsburg | 6 | 80,00 | 999 | 99 |
| KADEA Automobile GmbH, Berlin | 6 | 100,00 | 705 | 1 |
| Auto Center Chemnitz GmbH, Chemnitz | 6 | 100,00 | 519 | 219 |
| Autohaus Albert Still GmbH, Augsburg | 6 | 80,00 | 475 | 74 |
| Autoarena Nau GmbH, Gießen | 6 | 100,00 | 1.522 | 1.218 |
| Hommert Auto Zentrum GmbH, Coburg | 6 | 80,00 | 2.075 | 1.472 |
| Automobilforum KADEA GmbH, Berlin | 6 | 80,00 | 2.853 | 1.551 |
| Automobilforum Sigg & Still GmbH, Augsburg | 6 | 80,00 | 1.468 | 116 |
| Automobilforum Kaufbeuren GmbH, Kaufbeuren | 6 | 100,00 | 519 | 219 |
| Automobilforum Kropf GmbH, Nürnberg 3 | 6 | 100,00 | -2.756 | 3.180 |
| Automobilforum Kuttendreier GmbH, München | 6 | 80,00 | 2.681 | 1.679 |
| Schwedter Autohaus GmbH, Schwedt | 6 | 100,00 | 158 | 76 |
| DIT Göttingen GmbH, Göttingen | 6 | 80,00 | 1.994 | 1.489 |
| Autoarena München GmbH, München | 6 | 100,00 | 1.058 | 757 |
| Autoarena Pfullingen-Reutlingen GmbH, Pfullingen | 6 | 100,00 | -95 | -114 |
| J.H. Auto(h)aus Europa GmbH, Berlin | 6 | 100,00 | 3.584 | 1.235 |
| J.H. Auto(h)aus Europa Bernau GmbH, Bernau bei Berlin | 6 | 100,00 | 3.124 | 422 |
| Handelsgesellschaft für Automobile der DIA GmbH, Augsburg 4 | 6 | 100,00 | 30 | 0 |
| Alfred Hommert Verwaltungsgesellschaft mbH, Coburg | 6 | 100,00 | 42 | 2 |
| Alfred Hommert GmbH & Co. KG, Coburg | 6 | 100,00 | 565 | 41 |
| AV Holding International GmbH, Augsburg 1, 3 | 6 | 100,00 | 3.739 | 0 |
| AV International Ges.m.b.H., Wien, Österreich | 100,00 | 17.710 | 11.358 | |
| PSC Zagreb d.o.o., Zagreb, Kroatien | 100,00 | 1.389 | 247 | |
| (THRK 10.468) | (THRK 1.861) | |||
| PSC Dalmacija d.o.o., Split, Kroatien | 100,00 | 445 | 208 | |
| (THRK 3.356) | (THRK 1.568) | |||
| PSC Primorje d.o.o., Rijeka, Kroatien | 80,00 | 653 | 304 | |
| (THRK 4.920) | (THRK 2.290) | |||
| PSC Osijek d.o.o., Osijek, Kroatien | 100,00 | 212 | 108 | |
| (THRK 1.596) | (THRK 817) | |||
| PSC Auto d.o.o., Belgrad, Serbien (in Liquidation) | 100,00 | -1.058 | 0 | |
| (TRSD -127.010) | (TRSD 0) | |||
| Autoszalon Duna Kft., Budapest, Ungarn | 80,00 | 1.164 | 536 | |
| (THUF468.726) | (THUF 215.726) | |||
| Autohaus Sulzbacher GmbH, Traun, Österreich | 80,00 | 40 | 3 | |
| Autohaus Sulzbacher GmbH & Co. KG, Traun, Österreich | 80,00 | 1.005 | 605 | |
| Opel & Beyschlag GmbH, Wien, Österreich | 59,00 | 6.552 | 4.057 | |
| LOGISTIK PARK 19 Lagerservice Betriebs GmbH, Wien, | ||||
| Österreich | 100,00 | 467 | 156 | |
| "Bernhard Kandl" Autohandel GmbH, | ||||
| Wien, Österreich | 70,00 | -188 | -1.078 | |
| ÖFAG Österreichische Fahrzeugbau GmbH, Salzburg, | ||||
| Österreich | 100,00 | -371 | 83 | |
| AV Service GmbH, Wien, Österreich | 100,00 | 77 | 19 | |
| Automobilforum REISINGER GmbH, Graz, Österreich | 80,00 | 1.582 | 1.111 | |
| AV Ott GmbH, Eisenstadt, Österreich | 80,00 | 2.280 | 1.328 | |
| AV Truck GmbH, St. Pölten-Unterradlberg, Österreich | 100,00 | 57 | 23 | |
| AV NÖ GmbH, St. Pölten, Österreich | 100,00 | -2.074 | 1.256 | |
| AV Hall GmbH, Strebersdorf, Österreich | 59,00 | 1.831 | 1.158 | |
| DIT Mitterbauer GmbH, Pasching, Österreich | 80,00 | 940 | 640 | |
| Ott Autoservice GmbH, Eisenstadt, Österreich 4 | 100,00 | -19 | 4 | |
| Ott Autoservice GmbH & Co. KG, Eisenstadt, Österreich 4 | 100,00 | -46 | 5 | |
| P.S.C. Sigurnost d.o.o., Zagreb, Kroatien | 100,00 | 13 | 12 | |
| (THRK 105) | (THRK 87) | |||
| Avtotehna VIS d.o.o., Ljubljana, Slowenien | 100,00 | 5.844 | 1.630 | |
| Eisner GmbH, Wien, Österreich | 100,00 | 11.305 | 50 | |
| Eisner Finanzservice Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich | 100,00 | 1.790 | 236 | |
| Eisner Immobilien GmbH, Wien, Österreich | 100,00 | 835 | 176 | |
| Eisner Auto Vertrieb und Service GmbH, Wien, Österreich | 100,00 | 2.731 | -223 | |
| Eisner Auto Spittal a.d. Drau Vertrieb und Service GmbH, Spittal a.d. Drau, Österreich | 100,00 | 630 | 0 | |
| Eisner Auto Wien Süd Vertrieb und Service GmbH, Wien, Österreich | 100,00 | 75 | 0 | |
| Eisner Auto Wien Ost Vertrieb und Service GmbH, Wien, Österreich | 100,00 | 441 | 0 | |
| Eisner Auto Pischeldorferstr. 134 Vertrieb und Service GmbH, Klagenfurt, Österreich | 100,00 | 462 | 265 | |
| Eisner Auto Südring 332 Vertrieb und Service GmbH, Klagenfurt, Österreich | 100,00 | 593 | 475 | |
| Eisner Auto Villach Vertrieb und Service GmbH, Villach, Österreich | 100,00 | 151 | 0 | |
| Franz Tiwald und Co. Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich | 100,00 | 910 | -3 | |
| Eisner Auto Italia Vertrieb und Service GmbH, Wien, Österreich | 100,00 | 97 | 0 | |
| Eisner Auto St. Veiter Straße 119a GmbH, Klagenfurt, Österreich | 100,00 | 233 | 160 | |
| Eisner Auto Italia Klagenfurt GmbH, Klagenfurt, Österreich | 100,00 | 63 | 0 | |
| Eisner Auto Neusiedl GmbH i. L., Neusiedl, Österreich | 100,00 | 70 | 0 | |
| Zentrale Dienstleistungsgesellschaften | ||||
| Car Fit GmbH Auto-Teile-Zubehör, Stollberg 1 | 6 | 80,00 | 4.782 | 4.481 |
| Car Fit Service GmbH, Augsburg 1 | 6 | 100,00 | 252 | 48 |
| sorglos günstig fahren GmbH, München 1 | 6 | 100,00 | 158 | 128 |
| DIA Dienst am Auto Ges.m.b.H., Wien, Österreich1 | 100,00 | 2.962 | 996 | |
| Autofutura d.o.o., Zagreb, Kroatien 1 | 100,00 | 3.036 | 379 | |
| (THRK 22.874) | (THRK 2.858) | |||
| Duna Immobilien Kft., Budapest, Ungarn 1 | 100,00 | 651 | 4 | |
| (THUF 262.142) | (THUF 1.534) | |||
| AVAG Investments Sp. z o.o., Warschau, Polen 1 | 100,00 | 1.658 | 292 | |
| (TPLN 7.839) | (TPLN 1.380) | |||
| AVSLO Nepremicnine d.o.o., Ljubljana, Slowenien 1 | 100,00 | 2.521 | 208 | |
| Monade Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH, Augsburg | 100,00 | 38 | 7 | |
| Monade Grundstücksverwaltungsgesellschaft | ||||
| mbH & Co. Vermietungs KG, Augsburg 1, 2, 5 | 100,00 | 1.132 | 700 | |
| Sonstige verbundene Unternehmen | ||||
| AiS Automotive IT Solutions GmbH, Augsburg 1, 4 | 100,00 | -374 | -11 | |
| 3-ka GmbH, Augsburg 1, 4 | 100,00 | -5 | -2 | |
| Zweckgesellschaften gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB | ||||
| Perthit Grundstücksverwaltungsgesellschaft | ||||
| mbH & Co. Vermietungs KG, Mainz 1, 2, 5 | 90,00 | 47 | 1 | |
| Assoziierte Unternehmen | ||||
| AVAG Versicherungsvermittlungs-Gesellschaft mbH, Augsburg | 50,00 | 372 | 307 | |
| Logistik Park Teiledienst GmbH, Wien 2, 5 | 50,00 | 5.394 | 2.068 |
2 Abweichendes Wirtschaftsjahr zum 31. Dezember
2021
3 nach Ergebnisabführungsvertrag (EAV)
4 Gesellschaft wird wegen Unwesentlichkeit nicht
konsolidiert
5 Zwischenabschluss zum 31.08.2022
6 Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB bzw.
§264b HGB
Entwicklung des Konzernanlagevermögens für die Zeit vom 1. September 2021 bis 31. August 2022
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
| 1.9.2021 | Zugänge | Umbuchungen | Abgänge | 31.8.2022 | |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 2.838 | 153 | 1.357 | 139 | 4.209 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwerte | 30.333 | 879 | 0 | 1.000 | 30.212 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 634 | 1.113 | -1.357 | 209 | 181 |
| 33.805 | 2.145 | 0 | 1.348 | 34.602 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 340.971 | 9.027 | 52 | 1.568 | 348.482 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 194.508 | 244.236 | 246 | 216.520 | 222.470 |
| 3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 1.110 | 5.942 | -298 | 624 | 6.130 |
| 536.589 | 259.205 | 0 | 218.712 | 577.082 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 425 | 57 | 0 | 0 | 482 |
| 2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen | 2.467 | 0 | 0 | 884 | 1.583 |
| 3. Beteiligungen | 161 | 0 | 0 | 6 | 155 |
| 4. Wertpapiere des Anlagevermögens | 134 | 0 | 0 | 4 | 130 |
| 5. Sonstige Ausleihungen | 901 | 379 | 0 | 564 | 716 |
| 4.088 | 436 | 0 | 1.458 | 3.066 | |
| 574.482 | 261.786 | 0 | 221.518 | 614.750 | |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||
| 1.9.2021 | Abschreibungen des Geschäftsjahres | Abgänge | 31.8.2022 | |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 2.438 | 244 | 135 | 2.547 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwerte | 27.816 | 942 | 1.000 | 27.758 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 30.254 | 1.186 | 1.135 | 30.305 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 103.639 | 7.478 | 1.118 | 109.999 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 67.132 | 37.557 | 32.723 | 71.966 |
| 3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 170.771 | 45.035 | 33.841 | 181.965 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 110 | 0 | 0 | 110 |
| 2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 3. Beteiligungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 4. Wertpapiere des Anlagevermögens | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 5. Sonstige Ausleihungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 110 | 0 | 0 | 110 | |
| 201.135 | 46.221 | 34.976 | 212.380 | |
| Buchwerte | ||
| 31.8.2022 | 31.8.2021 | |
| TEUR | TEUR | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1.662 | 400 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwerte | 2.454 | 2.517 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 181 | 634 |
| 4.297 | 3.551 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 238.483 | 237.332 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 150.504 | 127.376 |
| 3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 6.130 | 1.110 |
| 395.117 | 365.818 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 372 | 315 |
| 2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen | 1.583 | 2.467 |
| 3. Beteiligungen | 155 | 161 |
| 4. Wertpapiere des Anlagevermögens | 130 | 134 |
| 5. Sonstige Ausleihungen | 716 | 901 |
| 2.956 | 3.978 | |
| 402.370 | 373.347 | |
Lagebericht und Konzernlagebericht zum 31. August 2022
A. Grundlagen des Konzerns
Die AVAG Holding SE aus Augsburg ist eine der führenden unabhängigen Automobilhandelsgruppen Europas mit 67 operativen Händlerbetrieben an insgesamt 198 Betriebsstätten. Die drei Zwischenholdinggesellschaften DIO, DIA und AVI, die nach Herstellern und Regionen gegliedert sind, koordinieren die Handelsaktivitäten. Neben Deutschland ist die AVAG auch in den Ländern Österreich, Kroatien, Slowenien und Ungarn aktiv. Zu den Vertriebsmarken zählen unter anderem Opel, Toyota/Lexus, Ford, Kia, Hyundai und Nissan. Zusätzlich vertreiben die AVAG-Standorte die Marken Peugeot, Škoda, Citroën, Volvo, Honda, Suzuki, Subaru, DS Automobiles, Cadillac sowie Mercedes Benz, Seat, Mazda, Fiat und weitere. Im vergangenen Jahr brachte die AVAG mehr als 105.000 Fahrzeuge auf die Straße und tätigte einen Gesamtumsatz in Höhe von 2,4 Mrd. Euro.
Im Geschäftsjahr 2021/2022 ergaben sich die folgenden Veränderungen:
In Deutschland haben neue Filialen/Standorte in Stuttgart und München das AVAG Netz vergrößert. An einigen Standorten wurden weitere Marken erfolgreich mitaufgenommen. Aus Polen hat sich die AVAG im Laufe des Geschäftsjahres 2021/22 zurückgezogen.
B. Wirtschaftsbericht
1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die deutsche Wirtschaft hat sich im ersten Halbjahr 2022 als widerstandsfähig erwiesen. Trotz des Krieges in der Ukraine und der in dessen Folge drastisch gestiegenen Energiepreise hat sie sich besser entwickelt als von vielen Beobachtern erwartet. Allerdings sorgen die seit Mitte Juni reduzierten Gaslieferungen, die nochmals gestiegenen Energiepreise, die fortwirkenden Lieferengpässe sowie die allgemein erhöhte Unsicherheit für deutlich schlechtere Aussichten ab dem zweiten Halbjahr.
Die Umsätze im Einzelhandel verzeichnen binnen Jahresfrist aufgrund hoher Preissteigerungen in realer Rechnung den größten Rückgang seit 1994. Vor dem Hintergrund kräftiger Preisniveausteigerungen im Einzelhandel setzt das Konsumklima seine Talfahrt fort. Die Absenkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe, das 9-Euro-Ticket und seit Juli auch die Abschaffung der EEG-Umlage haben den Preisauftrieb leicht gedämpft. Der Preisanstieg bei Nahrungsmitteln verzeichnete ein neues Allzeithoch seit der Wiedervereinigung, gleichzeitig verteuerten sich die Energieträger regelmäßig.
Robust zeigt sich weiterhin der deutsche Arbeitsmarkt, auch wenn die Fluchtmigration aus der Ukraine sich deutlich auf die Arbeitslosigkeit auswirkt. Gleichzeitig steigt die Zahl der offenen Stellen auf ein Allzeithoch. Der steigende Personalbedarf erfasst alle Branchen.
Geprägt ist der Ausblick weiterhin von Unsicherheit und Zurückhaltung.
2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen und markenspezifische Entwicklung
Die Lage bei den weltweiten Lieferketten bleibt angespannt. Die Engpässe dürften auch im zweiten Halbjahr anhalten, wodurch die Aussichten auf den deutschen Außenhandel weiterhin verhalten ausfallen. Die Unsicherheit und die hohe Inflation wirken belastend auf das Konsumklima.
Der europäische Automarkt war zuletzt wieder auf Talfahrt. Im August lagen die Pkw-Verkäufe mit -16,6 Prozent deutlich unter dem Vorjahresniveau. Unter anderem, weil in Ländern wie Frankreich die staatlichen Prämien für Verbrennerfahrzeuge ausgeschöpft waren. In Italien erholte sich der Markt durch neue staatliche Prämienregelungen, während in Spanien gesundheitliche und wirtschaftliche Unsicherheiten das Nachfrageverhalten bestimmten.
a) Deutschland
In Deutschland stehen für die Automobilindustrie besondere Herausforderungen bevor. Die Versorgungslage bei Chips und Halbleitern hat sich noch immer nicht stabilisiert, mit dem Ukrainekrieg und der daraus folgenden Energiekrise ist die Kaufzurückhaltung der Kunden spürbar. Viele Hersteller profitieren von einem Auftragsstau, der sich in den vergangenen zwei Jahren aufgebaut hat und abgearbeitet wird, die Nachfrage wird aber voraussichtlich zurückgehen. Nach einer Analyse des Ifo-Instituts hat sich bei deutschen Autoherstellern inklusive Zulieferern ein Rekordwert an unerledigten Aufträgen angehäuft. Lieferzeiten von zwölf Monaten und mehr sind nicht ungewöhnlich. Teilweise verhängten Hersteller sogar Bestellstopps. Rabatte sind nahezu verschwunden, alle Hersteller profitieren über höhere Neuwagenpreise von dem Angebotsmangel, mit dem Resultat steigender Gewinnmargen und Rekordergebnissen.
In den ersten acht Monaten des Jahres 2022 wurden insgesamt gut 1,6 Mio. Neufahrzeuge zugelassen und damit knapp 10 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 besteht im aktuellen Jahresverlauf ein Absatzdefizit in Höhe von 34 Prozent.
Die Elektro-Neuzulassungen legten im August um 6 Prozent zu und erreichten ein Volumen in Höhe von 56.800 Einheiten. Somit lag der Anteil von Elektro-Pkw an den gesamten Neuzulassungen zuletzt bei 28,5 Prozent. Die Neuzulassungen von rein batterieelektrischen Pkw (BEV) stiegen um 11 Prozent auf 32.000 Einheiten. Demgegenüber konnten die Neuzulassungen von Plug-In-Hybriden (PHEV) nur um knapp 1 Prozent zulegen auf 24.700 Einheiten. Seit Jahresbeginn 2022 wurden insgesamt 415.700 Elektro-Pkw zugelassen. Die Verkäufe nähern sich somit dem Vorjahresniveau wieder an und liegen noch gut 1 Prozent unterhalb des Vergleichszeitraums des Vorjahres.
Für 2023 hat die Bundesregierung angekündigt, die Förderung von Elektrofahrzeugen grundlegend neu auszurichten. Diese konzentriert sich nur noch auf elektrische Fahrzeuge, also batterie- und brennstoffzellenbetriebene Modelle. Plug-in-Hybride werden künftig nicht mehr gefördert. Insgesamt sehen Branchenvertreter die Gefahr, dass Elektrofahrzeuge in den nächsten Jahren deutlich an Attraktivität einbüßen werden.
In nachfolgender Tabelle findet sich der auf das AVAG-Geschäftsjahr abgestimmte Neuwagenmarkt, der das Geschäftsjahr 2021/22 noch einmal verdeutlicht. 2.444.612 neu zugelassene Fahrzeuge (Vj.: 2.961.663) in Deutschland bedeuten ein niedrigeres Niveau als im Vorjahr. Die markierten Hersteller werden von der AVAG mitvertrieben.
| Sept. 21 bis Aug. 22 | in % | Sept. 20 bis Aug. 21 | |||
|
Zulassungen
in Stück |
Marktanteil
in % |
zu
2020/21 |
Zulassungen
in Stück |
Marktanteil
in % |
|
| Volkswagen | 429.563 | 17,6 | -23,5 | 561.346 | 19,0 |
| Mercedes | 219.644 | 9,0 | -20,3 | 275.578 | 9,3 |
| BMW | 204.374 | 8,4 | -17,3 | 247.270 | 8,3 |
| Audi | 178.434 | 7,3 | -16,8 | 214.346 | 7,2 |
| Opel | 146.711 | 6,0 | -15,1 | 172.749 | 5,8 |
| Škoda | 136.761 | 5,6 | -23,5 | 178.753 | 6,0 |
| Ford | 117.305 | 4,8 | -27,8 | 162.553 | 5,5 |
| Hyundai | 103.939 | 4,3 | -9,1 | 114.293 | 3,9 |
| Renault | 84.469 | 3,5 | -30,0 | 120.754 | 4,1 |
| Toyota/Lexus | 77.125 | 3,2 | -8,7 | 84.443 | 2,9 |
| Fiat | 74.731 | 3,1 | -21,5 | 95.222 | 3,2 |
| Kia | 71.652 | 2,9 | 6,3 | 67.411 | 2,3 |
| Dacia | 51.546 | 2,1 | 13,2 | 45.530 | 1,5 |
| Peugeot | 44.194 | 1,8 | -24,5 | 58.498 | 2,0 |
| Citroën | 36.726 | 1,5 | -26,8 | 50.172 | 1,7 |
| Volvo | 36.405 | 1,5 | -22,4 | 46.922 | 1,6 |
| Mazda | 31.402 | 1,3 | -32,6 | 46.603 | 1,6 |
| Nissan | 23.599 | 1,0 | -26,7 | 32.217 | 1,1 |
| Suzuki | 20.767 | 0,8 | -18,1 | 25.342 | 0,9 |
| Honda | 8.329 | 0,3 | -12,3 | 9.494 | 0,3 |
| Subaru | 4.263 | 0,2 | -11,5 | 4.815 | 0,2 |
| DS | 2.357 | 0,1 | 2,1 | 2.308 | 0,1 |
| Cadillac | 232 | 0,0 | 12,1 | 207 | 0,0 |
| Gesamtmarkt | 2.444.612 | 100,0 | -14,3 | 2.961.663 | 100,0 |
Opel setzte seinen Aufstieg weiter fort. 16 Mal in Folge steigerte der Hersteller in Deutschland seinen monatlichen Marktanteil. Zuletzt vermerkte das Kraftfahrtbundesamt einen bundesweiten Opel-Anteil von 6,3 Prozent. Treiber dieses Wachstums waren der Opel Corsa, der meistverkaufte Kleinwagen auf dem deutschen Markt, der neue Opel Astra und der Opel Mokka. Besonders erfreulich war die Entwicklung bei den batterie-elektrischen Modellen. Hier lag der Opel-Marktanteil zeitweise bei 7,7 Prozent. Auch der europaweite Absatz von leichten Nutzfahrzeugen konnte gesteigert werden.
Mit dem neuen Astra sowie dem neuen Astra Sports Tourer feierte Opel eine aufsehenerregende Premiere und den Start einer vielversprechenden Ära. "A new Blitz is born" hieß es aus Rüsselsheim. Der Astra Sports Tourer heimste zugleich den Titel "Familienauto des Jahres 2022" ein. Auch der Mokka-e erhielt eine Auszeichnung und bekam das Goldene Lenkrad 2021 in der Kategorie "Bestes Auto unter 25.000 Euro".
Anfang des Jahres 2022 landete der neue Opel Grandland bei den Händlern, unter anderem als Plug-in-Hybrid und als effizienter Verbrenner.
Premiere feierte im abgelaufenen Geschäftsjahr auch der Opel Rocks-e und läutete den Start ins SUM (Sustainable Urban Mobility)-Zeitalter ein. Der elektrische Stadtflitzer soll die Lücke zwischen Motorroller und Pkw schließen und darf bereits mit 15 Jahren gefahren werden.
Mit dem Opel Vivaro-e Hydrogen wurde der erste Wasserstoff-Transporter an Kunden übergeben. Der Transporter tankt Wasserstoff für über 400 Kilometer in nur drei Minuten.
An der Spitze Opels gab es eine Veränderung: Floren Huettl folgte als CEO auf Uwe Hochgeschurtz, der als Europa-Chef zum Mutterkonzern Stellantis wechselte.
Ford verzeichnete ein weiteres schwieriges Jahr und fiel auf einen Mittelfeldplatz zurück. Frühzeitig erklärte der Hersteller nicht wachsen zu können, da nicht ausreichend E-Fahrzeuge vorhanden sind, da sonst Strafzahlungen wegen verpassten CO 2 -Zielen erfolgen müssten. Stattdessen blickt man in die Zukunft und kündigte an, bis 2024 sieben neue E-Autos auf die Straße zu bringen.
Modellpräsentationen für Privatkunden waren bei Ford im abgelaufenen Geschäftsjahr Mangelware, stattdessen startete der Hersteller den Verkauf des rein elektrischen E-Transit - die batterie-elektrische Version der legendären Transporter-Familie. Auch der neue Ford Ranger Raptor ist eher ein Modell für Gewerbekunden.
Mit Ford Pro präsentierte der Hersteller ein weltweites Vertriebs- und Serviceangebot, um dem Anspruch als Marktführer in Europa für Nutzfahrzeuge gerecht zu werden.
Toyota zählt zu den Gewinnern der Corona-/Versorgungskrise. Dank guter Vorplanung, einer durchdachten Disposition und funktionierender Zusammenarbeit mit den Händlern vor Ort feierten die Japaner im ersten Halbjahr 2022 mit 37.855 Pkw Neuzulassungen ein Rekordergebnis. Schon das Kalenderjahr 2021 beendete Toyota mit dem besten Marktanteil seit zehn Jahren. Der Hersteller profitiert von seiner Hybridtechnologie und einer attraktiven Auswahl: So feierte der Toyota Yaris Cross ebenso seine Markteinführung wie der Toyota Aygo X. Neu am Markt sind auch der verbesserte Kleinwagen Toyota Yaris sowie zwei neue Hybridvarianten des Toyota Corolla. Der RAV4 und der Transporter Proace komplettieren das erfolgreiche Jahr.
Mit dem BZ4X stellte Toyota außerdem sein erstes vollelektrisches SUV vor und läutet damit eine neue Ära ein: Beyond Zero steht für eine emissionsfreie Zukunft mit alternativen Technologien für eine nachhaltige Gesellschaft.
Lexus freute sich zum Jahreswechsel über das beste Europa-Ergebnis: Mehr als 72.400 Neuzulassungen wurden in ganz Europa registriert, mehr als 3.100 Neuzulassungen fielen auf den deutschen Markt. Neue Modelle wie der Lexus NX, der speziell für den E-Antrieb entwickelte RZ 450e und der Premium-SUV-Pionier RX dürften zu weiteren Verkäufen führen.
Nissan war im abgelaufenen Jahr äußerst fleißig, auch wenn sich das (noch) nicht auf die Absatzzahlen auswirkt. Vorgestellt wurden der Ariya, der Juke Hybrid und der Qashqai e-Power, also Modelle, die die verloren gegangenen Marktanteile zurückholen könnten. Der Hersteller selbst bezeichnete in einer Mitteilung das Geschäftsfeld als "schwieriger als erwartet". Die Gründe: der flächendeckende Lockdown im chinesischen Shanghai sowie die steigenden Rohstoffpreise und erhöhte Logistikkosten.
Hyundai blickt äußerst zufrieden auf sein eigenes Halbjahresergebnis. In Bezug auf den Marktanteil in Deutschland war es sogar das beste erste Halbjahr der Firmenhistorie. Mit über acht Prozent Marktanteil festigte Hyundai in Deutschland den dritten Platz der Elektro-Zulassungen. Hier sind vor allem der IONIQ5 und der Kona Elektro zu nennen. Eine gute Lieferfähigkeit und ein hohes Auftragsvolumen sorgen dafür, dass Hyundai in Deutschland die erfolgreichste asiatische Marke bleibt.
Kia hatte laut eigener Aussage eine bessere Verfügbarkeit in Sachen Halbleiter und konnte so in einem schwierigen Umfeld die Stückzahl erhöhen. Im ersten Halbjahr 2022 verbuchten die Koreaner die erfolgreichste erste Jahreshälfte aller Zeiten. Auch der Marktanteil ist ein Rekordwert. Die Modelle treffen den Zeitgeist und - offenbar - den Nerv der Kunden. Eine Entwicklung, die uns gefällt.
Erfolgreiches Marketing betreibt Škoda, unter anderem siegte der Octavia in der Kategorie "kompakter Firmenwagen", der Superb in der Kategorie "beste Import-Mittelklasse" und der Superb iV als "bester Import-Plug-in-Hybrid". Diese positiven Nachrichten sind wichtig, denn Škodas Zahlen waren im abgelaufenen Jahr rückläufig.
b) Österreich
Österreichs Wirtschaft startete mit einem starken Wachstum ins Kalenderjahr 2022. Im ersten Quartal des Vorjahres war das Wachstum noch negativ ausgefallen, zu Jahresbeginn legte das Bruttoinlandsprodukt inflationsbereinigt um 9,5 Prozent zu.
Im zweiten Quartal 2022 kühlte sich die Wachstumsdynamik jedoch auf breiter Basis wieder ab. So sank die Konsumnachfrage der privaten Haushalte, auch wegen der gestiegenen Unsicherheiten im gesamtwirtschaftlichen Umfeld sowie der hohen Preisdynamik. Preisbereinigt stieg das Bruttoinlandsprodukt um 0,5 Prozent.
Aufgrund des Krieges in der Ukraine hat die Europäische Kommission die Wachstumsprognose für die gesamte europäische Wirtschaft korrigiert. Österreichs Wirtschaft wächst demnach im Kalenderjahr 2022 um 3,9 Prozent - 0,4 Prozentpunkte weniger als angenommen. Für 2023 rechnet die Kommission in Österreich mit einem Anstieg des BIP um 1,9 Prozent.
Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wurden in Österreich im ersten Halbjahr 2022 mit 108.606 Pkw 19,2 Prozent weniger neu zugelassen. Insgesamt ging der Kfz-Markt um 23,4 Prozent zurück. Die Pkw-Neuzulassungen haben im ersten Halbjahr 2022 den tiefsten Wert seit 44 Jahren erreicht. Die anhaltenden Krisen machen sich deutlicher bemerkbar als die Covid-Auswirkungen der letzten Jahre.
Unsere Markenvielfalt in Österreich ist noch größer geworden, nachdem die Integrationen von Auto Eisner und DiT Mitterbauer erfolgreich durchgeführt wurden. In nachfolgender Tabelle findet sich der auf das AVAG-Geschäftsjahr abgestimmte Neuwagenmarkt. Viele Marken hatten Probleme, das Vorjahresniveau zu erreichen, wobei einige Hersteller zumindest auf einem ähnlichen Niveau agierten. Die markierten Hersteller werden von der AVAG mitvertrieben.
| Sept. 21 bis Aug. 22 | in % | Sept. 20 bis Aug. 21 | |||
|
Zulassungen
in Stück |
Marktanteil
in % |
zu
2020/21 |
Zulassungen
in Stück |
Marktanteil
in % |
|
| Volkswagen | 28.664 | 13,6 | -30,8 | 41.443 | 15,8 |
| Škoda | 18.853 | 9,0 | -19,4 | 23.390 | 8,9 |
| BMW | 14.816 | 7,0 | -10,2 | 16.507 | 6,3 |
| Audi | 11.965 | 5,7 | -12,5 | 13.675 | 5,2 |
| Hyundai | 11.820 | 5,6 | -3,2 | 12.210 | 4,7 |
| Mercedes | 11.363 | 5,4 | -15,3 | 13.419 | 5,1 |
| Ford | 10.458 | 5,0 | -27,3 | 14.383 | 5,5 |
| Seat | 10.018 | 4,8 | -42,5 | 17.414 | 6,6 |
| Kia | 8.627 | 4,1 | 8,2 | 7.973 | 3,0 |
| Renault | 8.334 | 4,0 | -33,2 | 12.474 | 4,8 |
| Toyota/Lexus | 8.048 | 3,8 | 21,2 | 6.643 | 2,5 |
| Dacia | 7.692 | 3,7 | 9,7 | 7.012 | 2,7 |
| Peugeot | 7.288 | 3,5 | -16,2 | 8.696 | 3,3 |
| Fiat/Alfa | 6.633 | 3,2 | -42,6 | 11.555 | 4,4 |
| Opel | 6.205 | 3,0 | -33,9 | 9.385 | 3,6 |
| Mazda | 5.640 | 2,7 | -30,6 | 8.130 | 3,1 |
| Citroën | 4.270 | 2,0 | -26,4 | 5.801 | 2,2 |
| Suzuki | 4.013 | 1,9 | -30,6 | 5.783 | 2,2 |
| Nissan | 1.949 | 0,9 | -29,8 | 2.777 | 1,1 |
| Jeep | 1.592 | 0,8 | -27,4 | 2.192 | 0,8 |
| Gesamtmarkt | 210.260 | 100,0 | -19,8 | 262.280 | 100,0 |
Die Integration von Auto Eisner ist geglückt und erhöht nicht nur unsere Opel-Stückzahlen. Insgesamt aber machte sich die mangelnde Verfügbarkeit deutlich bemerkbar: Ein Drittel weniger verkaufte Einheiten entspricht nicht den AVAG-Vorstellungen. Grundsätzlich aber war/ist der Markt von deutlicher Kaufzurückhaltung geprägt. Wir hoffen auf höhere Produktionszahlen und damit einhergehend Preisanimationen.
Leider konnten wir die Stückzahlen bei Mercedes nicht halten. Insgesamt war die Liefersituation gerade für das von der AVAG bevorzugt bediente Endverbrauchergeschäft insgesamt zu dünn. Die Startschwierigkeiten mit dem Agentursystem (seit Jahresbeginn 2022) haben dann ein Übriges beigetragen. Insgesamt war der Markt von deutlicher Kaufzurückhaltung geprägt.
Nach Schweden ist Österreich das zweite Land, in dem Mercedes auf das Agenturmodell (d.h. der Hersteller legt die Preise fest und der Händler verkauft die Fahrzeuge nicht mehr an die Kunden, sondern der Hersteller, der Händler erhält nur eine Vermittlungsprovision) umgestellt hat. Der Direktvertrieb sei eine große Chance für die Vertragspartner, so der Hersteller, da die Händler sich künftig noch mehr als bisher um die Kunden und deren Bedürfnisse kümmern und den Kunden noch stärker in den Mittelpunkt fokussieren können.
c) Kroatien
Unsere Stückzahlen entwickeln sich mit dem kroatischen Markt. Die Fahrzeuge, die wir erhalten haben, haben wir auch wieder veräußert. Das gilt auch für das Mietwagengeschäft aufgrund der steigenden Touristen vor Ort. Dass Opel seinen dritten Platz im Land trotz der Umstände halten konnte, zeigt das Potenzial der Marke. Die markierten Hersteller werden von der AVAG mitvertrieben.
| Sept. 21 bis Aug. 22 | in % | Sept. 20 bis Aug. 21 | |||
|
Zulassungen
in Stück |
Marktanteil
in % |
zu
2020/21 |
Zulassungen
in Stück |
Marktanteil
in % |
|
| Volkswagen | 5.306 | 10,5 | -30,7 | 7.656 | 14,2 |
| Renault | 4.292 | 8,5 | 5,4 | 4.074 | 7,6 |
| Opel | 4.257 | 8,4 | -13,3 | 4.911 | 9,1 |
| Škoda | 3.841 | 7,6 | -26,5 | 5.227 | 9,7 |
| Kia | 3.831 | 7,6 | 43,2 | 2.675 | 5,0 |
| Dacia | 3.560 | 7,1 | 19,1 | 2.990 | 5,6 |
| Toyota/Lexus | 3.100 | 6,1 | 56,4 | 1.982 | 3,7 |
| Ford | 2.656 | 5,3 | 84,6 | 1.439 | 2,7 |
| Hyundai | 2.566 | 5,1 | 4,8 | 2.449 | 4,6 |
| Peugeot | 2.254 | 4,5 | -28,6 | 3.156 | 5,9 |
| Suzuki | 1.645 | 3,3 | -37,0 | 2.612 | 4,9 |
| Citroën | 1.606 | 3,2 | -38,5 | 2.610 | 4,9 |
| Audi | 1.485 | 2,9 | 4,7 | 1.418 | 2,6 |
| Mazda | 1.222 | 2,4 | 1,7 | 1.202 | 2,2 |
| Fiat/Alfa | 1.134 | 2,2 | -29,2 | 1.602 | 3,0 |
| Gesamtmarkt | 50.415 | 100,0 | -12,8 | 53.744 | 100,0 |
d) Polen
Wir haben uns im Laufe des Geschäftsjahres aus Polen zurückgezogen und betreiben dort keinen Handel mehr.
e) Ungarn
Opel hat nach seinem schweren Vorjahr wieder an Boden gewonnen. Auch wir hatten daran einen Anteil, wenngleich unsere Gesamtstückzahl etwas zurückging, da wir nicht mehr am früheren Flottengeschäft partizipieren können. Suzuki war schwer von Produktionsausfällen betroffen und konnte keine Fahrzeuge liefern, was den Absturz erklärt. Zum Ende des Geschäftsjahres verbesserte sich die Situation aber etwas. Die markierten Hersteller werden von der AVAG mitvertrieben.
| Sept. 21 bis Aug. 22 | in % | Sept. 20 bis Aug. 21 | |||
|
Zulassungen
in Stück |
Marktanteil
in % |
zu
2020/21 |
Zulassungen
in Stück |
Marktanteil
in % |
|
| Toyota/Lexus | 15.773 | 11,9 | -3,4 | 16.333 | 10,3 |
| Ford | 14.926 | 11,2 | -24,2 | 19.680 | 12,4 |
| Suzuki | 13.439 | 10,1 | -32,1 | 19.792 | 12,5 |
| Volkswagen | 10.127 | 7,6 | 4,2 | 9.718 | 6,1 |
| Kia | 8.699 | 6,5 | 0,8 | 8.626 | 5,4 |
| Dacia | 6.914 | 5,2 | -34,0 | 10.476 | 6,6 |
| Škoda | 6.670 | 5,0 | -27,9 | 9.249 | 5,8 |
| Mercedes | 6.607 | 5,0 | 1,4 | 6.518 | 4,1 |
| Opel | 6.413 | 4,8 | 5,5 | 6.081 | 3,8 |
| Fiat/Alfa | 6.191 | 4,7 | -44,7 | 11.196 | 7,1 |
| Renault | 5.239 | 3,9 | 5,9 | 4.945 | 3,1 |
| Hyundai | 4.736 | 3,6 | -10,0 | 5.263 | 3,3 |
| BMW | 4.495 | 3,4 | 9,0 | 4.124 | 2,6 |
| Nissan | 2.760 | 2,1 | -10,0 | 3.066 | 1,9 |
| Audi | 2.527 | 1,9 | -13,4 | 2.229 | 1,4 |
| Gesamtmarkt | 132.970 | 100,0 | -16,2 | 158.772 | 100,0 |
f) Slowenien
Unser Opel-Importeur hat sehr gut Ware beschaffen können, sodass sowohl wir als auch das gesamte slowenische Händlernetz wieder Fahrt aufnehmen konnte. Leider fehlte es an Ware von Peugeot und Citroën. Das Potenzial vor Ort ist vorhanden, aber einmal mehr gilt: Nur wer liefert, kann auch verkaufen. Die markierten Hersteller werden von der AVAG mitvertrieben.
| Sept. 21 bis Aug. 22 | in % | Sept. 20 bis Aug. 21 | |||
|
Zulassungen
in Stück |
Marktanteil
in % |
zu
2020/21 |
Zulassungen
in Stück |
Marktanteil
in % |
|
| Volkswagen | 7.923 | 14,1 | -24,9 | 10.553 | 16,6 |
| Renault | 7.578 | 13,5 | -6,3 | 8.090 | 12,7 |
| Škoda | 4.310 | 7,7 | -31,3 | 6.277 | 9,9 |
| Hyundai | 3.510 | 6,3 | -2,0 | 3.581 | 5,6 |
| Toyota/Lexus | 3.385 | 6,0 | 61,7 | 2.093 | 3,3 |
| Kia | 3.102 | 5,5 | 35,7 | 2.286 | 3,6 |
| Peugeot | 3.047 | 5,4 | -24,1 | 4.014 | 6,3 |
| Ford | 2.932 | 5,2 | -25,0 | 3.907 | 6,1 |
| Citroën | 2.742 | 4,9 | -14,6 | 3.211 | 5,1 |
| Opel | 2.424 | 4,3 | 66,3 | 1.458 | 2,3 |
| Dacia | 2.175 | 3,9 | -29,1 | 3.068 | 4,8 |
| Fiat/Alfa | 2.146 | 3,8 | -13,6 | 2.485 | 3,9 |
| Seat | 1.159 | 2,1 | -37,7 | 1.861 | 2,9 |
| BMW | 1.058 | 1,9 | -11,8 | 1.193 | 1,9 |
| Nissan | 917 | 1,6 | -63,2 | 2.491 | 3,9 |
| Gesamtmarkt | 56.053 | 100,0 | -11,8 | 63.537 | 100,0 |
3. Geschäftsverlauf des AVAG Konzerns
3.1. Geschäftsfeld Sales
Die AVAG Holding SE hat mit ihren 45 deutschen und 19 internationalen im Verkauf aktiven Beteiligungsgesellschaften im zurückliegenden Geschäftsjahr 2021/2022 an insgesamt 198 Standorten (Vj. 196) 105.531 (Vj. 117.454) neue und gebrauchte Fahrzeuge abgesetzt. Die Umsatzerlöse im Fahrzeugbereich sind im Geschäftsjahr auf 1.840 Mio. Euro (Vj. 1.864 Mio. Euro) gesunken. Der Rückgang resultiert vor allem aus den Lieferzögerungen und Produktionsstopps.
3.1.1. Neuwagenverkauf
Das Neuwagengeschäft ist der Bereich, der sich aufgrund der vielen Lieferschwierigkeiten negativ entwickelt hat. Unsere Häuser haben deutlich mehr Autos verkauft als ausgeliefert, was eine gute Basis für das neu beginnende Geschäftsjahr sein dürfte.
Die Autohäuser der AVAG Holding SE haben im zurückliegenden Geschäftsjahr 2021/2022 insgesamt 52.078 Neuwagen (Vj. 58.637) im In- und Ausland verkauft. Die Absatzleistung unserer 45 inländischen Betriebe mit Verkaufsaktivität ist im Neuwagengeschäft mit 40.502 Neuzulassungen (Vj. 47.259) um 14,3 % gefallen. Dabei konnten die Betriebe der DIO 26.285 Fahrzeugen (Vj. 31.222) ausliefern, bei der DIA 14.217 Fahrzeugen (Vj. 16.037).
Unsere 19 Engagements mit Verkaufsaktivität im europäischen Ausland, welche in den Ländern Österreich, Kroatien, Ungarn und Slowenien vertreten sind, konnten zusammen insgesamt 11.576 Neuwagen (Vj. 11.378) vermarkten. Diese Gesamtentwicklung wurde mit den bestehenden Auslandsgesellschaften in den jeweiligen Märkten realisiert.
3.1.2. Gebrauchtwagenverkauf
Mit der Reduktion der Neuwagenlieferungen bei gleichzeitig hoher Nachfrage nach Fahrzeugen sind die Gebrauchtwagenpreise teilweise deutlich angestiegen. Aus unseren Beständen, teilweise noch zu günstigen Einkaufspreisen bezogen, konnten wir sehr gute Deckungsbeiträge erzielen. Unsere Betriebe haben im zurückliegenden Geschäftsjahr insgesamt 53.453 Gebrauchtwagen (Vj. 58.817) verkauft, dabei konnten die Betriebe der DIO GmbH 28.478 Stück Gebrauchtwagen (Vj. 33.608) verkaufen. Die Betriebe der DIA GmbH haben 13.797 (Vj. 15.796) Gebrauchtwagen verkauft. Die Unternehmen der AVI haben zusammen 11.178 (Vj. 9.413) abgesetzt und steigerten das Niveau des Vorjahres.
3.2. Geschäftsfeld After-Sales
Mit dem steigenden Verkehr sind auch die Unfallzahlen wieder gestiegen. Unsere Karosserie- und Lackabteilungen hatten deutlich mehr Arbeit als zu Corona- bzw. Lockdownzeiten. Da weniger Neuwagen und auch weniger Gebrauchtwagen verfügbar sind und somit der Fahrzeugbestand länger gehalten wird, erhöht sich der Reparaturbedarf. Neben dem Servicegeschäft hat demzufolge auch das Ersatzteilgeschäft zugelegt. Trotz des Wettbewerbsdrucks durch Fast-Fit-Gruppen beläuft sich unser After-Sales-Umsatz auf 540,3 Mio. Euro (VJ. 452,9 Mio. Euro).
4. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des AVAG Konzerns sowie der AVAG Holding SE
4.1. Der AVAG Konzern
4.1.1. Ertragslage
Die Umsatzerlöse sind im abgelaufenen Geschäftsjahr um 2,7 % von 2,36 Mrd. Euro auf 2,42 Mrd. Euro gestiegen, das Ergebnis vor Steuern beträgt 81,0 Mio. Euro (Vj. 62,7 Mio. Euro). Unter Berücksichtigung der Entwicklung des Gesamtmarktes und der Lieferschwierigkeiten ist das Ergebnis des AVAG Konzerns sehr zufriedenstellend. Zurückzuführen ist dies unter anderem auf die Synergieeffekte, die sich aus den geschaffenen Strukturen innerhalb des AVAG Konzerns ergeben.
Während die Umsatzerlöse um 2,7 % gestiegen sind, ist der Rohertrag (Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand) um 22,9 % auf 523,7 Mio. Euro gestiegen. Die Umsatzsteigerung resultiert u.a. durch die erstmals ganzjährige Konsolidierung der Eisner Gruppe (ca. 96 Mio. EUR Umsatzerlöse, im Vorjahr nur Konsolidierung August 2021). Das Agenturgeschäft von Mercedes in Österreich dagegen hat einen Rückgang der Umsatzerlöse verursacht. Die Endkonsolidierung von Zoliborz sp.o.o., Warschau, Polen hatte keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Dies ist im Wesentlichen auf den Fahrzeugbereich und den ausgeweiteten Servicebereich zurückzuführen. Die Materialaufwandsquote ist mit 78,4 % unter dem Vorjahresniveau (Vj. 81,9 %).
Die Personalaufwendungen sind um 18,7 % auf 260,2 Mio. Euro angestiegen, im Wesentlichen beeinflusst durch erhaltenes Kurzarbeitergeld im Vorjahr sowie gestiegene Prämien und Lohn- und Gehaltssteigerungen und durch den erstmaligen Einbezug der Eisner Gruppe (im letzten Jahr Einbezug nur vom Monat August 2021). Die Personalaufwandsquote ist von 9,3 % auf 10,7 % angestiegen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen umsatzbedingt und durch die Anzahl der gestiegenen Standorte (Eisner Gruppe -im Vorjahr Konsolidierung nur Monat August 2021- AMZ Stuttgart und AMZ München) angestiegen.
Somit ist das Betriebsergebnis von 65,7 Mio. Euro auf 85,6 Mio. Euro angestiegen.
Das Finanzergebnis hat sich von -3,0 Mio. Euro auf -4,5 Mio. Euro verschlechtert, dies resultiert vor allem durch geringere Erträge aus Beteiligungen und assoziierten Unternehmen.
Der Saldo aus Betriebs- und Finanzergebnis (= Ergebnis vor Steuern) führt zu einem operativen Ergebnis von 81,0 Mio. Euro (Vj. 62,7 Mio. Euro) und liegt somit um 29,2 % über dem Vorjahr.
Der Steueraufwand hat sich auf Grund des verbesserten Ergebnisses und durch die abgeschlossene Konzernbetriebsprüfung auf 33,4 Mio. Euro (Vj. 22,2 Mio. Euro) erhöht. Dies führt zusammen mit dem konzernfremden Gesellschaftern zustehenden Gewinn in Höhe von 9,7 Mio. Euro (Vj. 7,2 Mio. Euro) zu einem Konzernjahresüberschuss in Höhe von 37,9 Mio. Euro (Vj. 33,2 Mio. Euro).
Die Umsatzrentabilität, bezogen auf das Ergebnis vor Ertragsteuern, ist deutlich von 2,7 % auf 3,3 % im abgelaufenen Geschäftsjahr gestiegen und liegt deutlich oberhalb unserer angestrebten Mindest-Umsatzrendite.
4.1.2. Vermögenslage
Die Konzernbilanzsumme beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 838,2 Mio. Euro (Vj. 788,0 Mio. Euro) und liegt somit 50,2 Mio. Euro über dem Vorjahresniveau. Auf der Aktivseite hat sich das Anlagevermögen im Vergleich zum Vorjahr um 29,1 Mio. Euro auf 402,4 Mio. Euro (Vj. 373,3 Mio. Euro) erhöht und das Umlaufvermögen ist um 21,1 Mio. Euro von 411,5 Mio. Euro auf 432,6 Mio. Euro gestiegen
Die Veränderung im Anlagevermögen ist neben dem Erwerb von Grundstücken und Gebäuden, dem Umbau neuer Autohäuser im Wesentlichen auf einen gestiegenen Miet- und Leihwagenbestand sowie Vorführwagenbestand zurückzuführen.
Im Umlaufvermögen haben sich die Vorräte um 25,3 Mio. Euro auf 315,0 Mio. Euro erhöht, dies ist vor allem auf einen höheren Gebrauchtwagenbestand zurückzuführen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind um 2,7 Mio. EUR auf 112,5 Mio. Euro umsatzbedingt angestiegen.
Eine Aussage über die Kapitalstruktur des Konzerns lässt sich anhand der Höhe der Eigenkapitalquote treffen, welche bei 26,3 % (Vj. 24,4 %) liegt.
Dabei konnte das Eigenkapital auf 220,5 Mio. Euro (Vj. 192,0 Mio. Euro) gesteigert werden, bedingt durch den Anstieg des Konzernjahresüberschusses. In der Hauptversammlung der AVAG Holding SE vom 28.04.2022 wurde beschlossen, dass vom vorjährigen Bilanzgewinn in Höhe von 53,3 Mio. Euro 1,50 Euro je dividendenberechtigter Aktie, insgesamt 5,6 Mio. Euro ausgeschüttet werden und 40,0 Mio. EUR den Gewinnrücklagen zugewiesen werden. Der verbleibende Bilanzgewinn der AVAG Holding SE in Höhe von 7,7 Mio. Euro wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Des Weiteren wurden von der Gewinnrücklagen 40,0 Mio. Euro in gezeichnetes Kapital umgewandelt. Die Umwandlung der Gewinnrücklagen dient der nachhaltigen Stärkung des Eigenkapitals der Gesellschaft.
Die gesetzliche Rücklage zum 31. August 2022 hat sich um 2,1 Mio. Euro aufgrund der gesetzlich vorgeschriebenen Erhöhung verändert.
Die Rückstellungen haben sich um 26,7 Mio. Euro auf 119,5 Mio. Euro erhöht. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die erhöhten Steuerrückstellungen (veranlagungsbedingt und durch das verbesserte Ergebnis) und durch die sonstigen Rückstellungen (insbesondere für Personal, Prämien, Tantiemen) zurückzuführen.
Die Gesamtverbindlichkeiten des AVAG Konzerns haben sich mit 496,8 Mio. Euro um 4,4 Mio. Euro verringert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind von 394,9 Mio. Euro auf 383,9 Mio. Euro zurückgegangen, bedingt durch geringere Inanspruchnahme der Fahrzeugfinanzierungen und geringere Inanspruchnahme von Kontokorrentkredit.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich stichtagsbedingt von 50,4 Mio. Euro auf 53,3 Mio. Euro erhöht, ebenso die sonstigen Verbindlichkeiten von 55,8 Mio. Euro auf 59,6 Mio. Euro.
4.1.3. Finanzlage
Aussagen über die finanzielle Lage des Konzerns lassen sich anhand der Analyse der Kapitalflussrechnung treffen. Durch einen stichtagsbedingt geringeren Bestand an Guthaben bei Kreditinstituten und gestiegenen kurzfristigen Kontokorrentverbindlichkeiten beläuft sich der Finanzmittelfonds des AVAG Konzerns am Ende des Geschäftsjahres auf -115,4 Mio. Euro (Vj. -91,0 Mio. Euro). Der Jahres-Cash Flow liegt mit 93,3 Mio. Euro wegen dem verbesserten Ergebnis deutlich über dem Vorjahr (Vj. 79,9 Mio. Euro).
Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit liegt mit 103,0 Mio. Euro unter dem Vorjahr (Vj. 121,0 Mio. Euro), bedingt durch das gestiegene Vorratsvermögen.
Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit liegt mit -73,8 Mio. Euro über dem Vorjahresniveau (Vj. -56,0 Mio. Euro), bedingt durch Investitionen in Sachanlagen und den gestiegenen Bestand an Miet,- Leih- und Vorführfahrzeugen. Der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit liegt bei -53,7 Mio. Euro (Vj. -61,7 Mio. Euro).
4.2. Die AVAG Holding SE
4.2.1. Ertragslage
Die AVAG Holding SE ist als operative Management- und Finanzholding zur Förderung aller Geschäftsfelder "rund um's Automobil" aufgestellt. Sie entlastet die operativen Gesellschaften von nicht direkt wertschöpfenden Tätigkeiten, da sie bestimmte Kompetenzen, z. B. in den Bereichen Marketing, Einkauf, IT, Treasury, Firmenkundenförderung, Qualitäts- und Umweltmanagement, Steuern etc. in der Zentrale bündelt und mittels Einsatzes ihrer Spezialisten allen operativen Gesellschaften als Dienstleistung zur Verfügung stellt. Durch die Bündelung dieser Aufgaben erzielen wir erhebliche Synergieeffekte. Mit dieser professionellen Hilfe wird es den Autohäusern ermöglicht, sich in erster Linie auf den aktiven Verkauf und die individuelle Kundenbetreuung zu konzentrieren. Hierbei wirkt die AVAG Holding SE unterstützend, weil sie mit dem Einsatz ihrer Spezialisten zusätzlich z. B. in den Fachbereichen After-Sales, Groß- und Firmenkundenbetreuung, Versicherungen etc. in den operativen Einheiten, direkte Unterstützung im Hinblick auf deren Tagesgeschäft anbietet. Dieser Effekt wird durch die Zugriffsmöglichkeit der Autohäuser auf unsere Fahrzeug-Zentrallager verstärkt, was einen weiteren Wettbewerbsvorteil gegenüber unseren Mitbewerbern darstellt.
Unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Geschäftsjahr 2021/2022 ist der Vorstand mit dem erzielten Jahresüberschuss in Höhe von 42,7 Mio. Euro (Vj. 25,5 Mio. Euro) sehr zufrieden. Die Umsatzerlöse, bestehend aus Zentrallagertätigkeit, Mieterlösen und Konzernumlagen, haben sich im Berichtsjahr von 607,0 Mio. Euro im Vorjahr auf 446,5 Mio. Euro verringert. Dies ist vor allem durch den Rückgang der Umsatzerlöse im Bereich der Fahrzeug-Zentrallagerfunktion begründet.
Der Materialaufwand im Verhältnis zum Umsatz liegt mit 94,3 % unter dem Vorjahresniveau von 95,7 % und ist im Wesentlichen durch den Einkauf und Verkauf von Neuwagen durch das Zentrallager beeinflusst.
Bedingt durch das sehr gute Geschäftsjahr 2021/2022 und einer erhöhten Mitarbeiteranzahl ist der Personalaufwand um 6,0 Mio. Euro auf 24,0 Mio. Euro angestiegen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich wegen erhöhter EDV-Aufwendungen von 9,6 Mio. Euro auf 15,4 Mio. Euro erhöht. Angesichts der geschilderten Entwicklungen hat sich das Betriebsergebnis der AVAG Holding SE von -3,5 Mio. Euro auf -15,5 Mio. Euro verändert.
Das Finanzergebnis hat sich im Berichtsjahr um 26,8 Mio. Euro auf 61,3 Mio. Euro erhöht. Dabei hat sich der Zinsaufwand erfreulicherweise von 3,8 Mio. Euro auf 3,4 Mio. Euro vermindert.
Die Erträge aus Beteiligungen und Gewinnabführungsverträgen mit bestehenden Tochterunternehmen haben sich in Summe durch die sehr gute Entwicklung der betreffenden Beteiligungsgesellschaften auf 55,0 Mio. Euro (Vj. 33,6 Mio. Euro) deutlich erhöht.
Das Ergebnis vor Steuern beläuft sich somit zum Stichtag auf 44,2 Mio. Euro nach 29,5 Mio. Euro im Vorjahr. Der Jahresüberschuss beläuft sich auf 42,7 Mio. Euro (Vj. 25,5 Mio. Euro).
4.2.2. Vermögenslage
Die Bilanzsumme der AVAG Holding SE ist innerhalb des letzten Geschäftsjahres um 42,7 Mio. Euro auf 484,9 Mio. Euro (Vj. 442,2 Mio. Euro) gestiegen.
Das Anlagevermögen hat sich v.a. durch Investitionen in Grundstücke und Gebäude bzw. IT-Lösungen von 183,5 Mio. Euro auf 195,0 Mio. Euro erhöht.
Das Umlaufvermögen liegt mit 289,0 Mio. Euro (Vj. 257,8 Mio. Euro) deutlich über Vorjahresniveau. Beim Umlaufvermögen belaufen sich die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände zum Stichtag auf 256,9 Mio. Euro (Vj. 202,0 Mio. Euro) und die Vorräte liegen bei insgesamt 32,1 Mio. Euro (Vj. 55,7 Mio. Euro). Die Vorratsbestände sind damit im Geschäftsjahr aufgrund eines deutlich geringeren Neuwagenbestandes zurückgegangen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen im Wesentlichen aus Forderungen aus dem Cash-Management der AVAG und Beteiligungserträgen. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem deutlich gestiegenen Beteiligungserträgen bzw. Erträgen aus Gewinnabführungsverträgen.
Auf der Passivseite erhöhte sich das bilanzielle Eigenkapital wegen des sehr guten Ergebnisses des letzten Geschäftsjahres um 30,0 Mio. Euro auf 223,9 Mio. Euro (Vj. 193,9 Mio. Euro). In der Hauptversammlung der AVAG Holding SE vom 28.04.2022 wurde beschlossen, dass vom vorjährigen Bilanzgewinn in Höhe von 53,3 Mio. Euro 1,50 Euro je dividendenberechtigter Aktie, insgesamt 5,6 Mio. Euro ausgeschüttet werden und 40,0 Mio. EUR den Gewinnrücklagen zugewiesen werden. Der verbleibende Bilanzgewinn der AVAG Holding SE in Höhe von 7,7 Mio. Euro wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Des Weiteren wurden von den Gewinnrücklagen 40,0 Mio. Euro in gezeichnetes Kapital umgewandelt. Die Umwandlung der Gewinnrücklagen dient der nachhaltigen Stärkung des Eigenkapitals der Gesellschaft. Die gesetzliche Rücklage zum 31.08.2022 hat sich um 2,1 Mio. Euro aufgrund der gesetzlich vorgeschriebenen Erhöhung verändert.
Damit beläuft sich das bilanzielle Eigenkapital in Summe auf 223,9 Mio. Euro (Vj. 193,9 Mio. Euro) und unsere Eigenkapitalquote beträgt nun 46,2 % Vj. 43,9 %). Die Gesamtverbindlichkeiten (inkl. Rückstellungen) bewegen sich mit 261,0 Mio. Euro vor allem wegen gestiegenen sonstigen Rückstellungen (Vj. 248,3 Mio. Euro).
4.3. Finanzinstrumente
Eine der wesentlichen Aufgaben der AVAG Holding SE als Management- und Finanzholding besteht in der Gestaltung und Steuerung der Finanzinstrumente im Konzernverbund. Im Betriebsmittelbereich setzt sich die Finanzierung im Wesentlichen aus zwei Bausteinen zusammen:
Den volumenmäßig größeren Teil stellt die Finanzierung unserer Lagerwagenbestände dar. Herstellerbanken auf der einen Seite, sog. Captives, und herstellerunabhängige Fahrzeugfinanzierer, sog. Non-Captives, stehen uns hier als Partner für die Finanzierung unserer Neu- bzw. Gebrauchtwagenbestände zur Verfügung.
Die Finanzierung des sonstigen Geschäftsbetriebs erfolgt über Betriebsmittelkreditlinien bei Geschäftsbanken. Hierfür sind die deutschen und ein Teil der österreichischen Betriebe in Cash-Pool-Konstruktionen mit der AVAG Holding SE verbunden, für die nicht bereits in die AVAG-Betriebe integrierten Eisner-Betriebe haben wir bis auf weiteres noch zwei lokale Cash-Pools in Österreich unter der Pool-Führerschaft der Eisner-Finanz GmbH.
Während des Geschäftsjahres und zum Bilanzstichtag standen dem Konzern in beiden Bereichen ausreichende Kreditlinien zur Verfügung; die Beanspruchung unterliegt starken saisonalen Schwankungen.
Sowohl Teile der Lagerwagenfinanzierung als auch die Betriebsmittelfinanzierung über Geschäftsbanken unterliegen einem Zinsänderungsrisiko, dem wir Zins-Swaps mit unterschiedlichen Laufzeiten, gestaffelt nach Fälligkeit entgegengestellt haben. Nachdem die historisch niedrigen Zinsen mittlerweile der Vergangenheit angehören, erweist sich diese Zinssicherungsstrategie als goldrichtig, denn ein beträchtlicher Teil unserer variablen Finanzposition ist dadurch von den Zinssteigerungen nicht betroffen. Angesichts der gesamtwirtschaftlichen und der politischen Großwetterlage gehen wir von weiteren moderaten Zinssteigerungen vor allem im Kurzfristbereich aus, am langen Ende ist jetzt bereits eine leichte Beruhigung zu erkennen und wir erwarten keine weiteren nennenswerten Steigerungen.
Unsere kurzfristigen Kontokorrent-Finanzierungen bei Geschäftsbanken sind grundsätzlich unbesichert. Zur Sicherung/Stabilisierung unserer Betriebsmittel-finanzierung haben wir für einen Teil unserer Kreditlinien zweijährige Laufzeiten mit automatischer Verlängerungsoption vereinbart.
Unser aktuelles Darlehensportfolio bei Banken besteht überwiegend aus festgeschriebenen Positionen, die keinem nennenswerten Zinsänderungsrisiko unterliegen.
4.4. Gesamtaussage zur Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage im Konzern
Seit Jahren praktizieren wir erfolgreich die Strategie der Risikodiversifizierung. D.h. wir streuen das Risiko für die AVAG dadurch, dass wir auf verschiedenen Märkten und darüber hinaus mit unterschiedlichen Marken unterwegs sind. Bekanntermaßen sind wir in fünf Ländern Europas mit insgesamt 26 Marken aktiv. Auf diese Weise gelingt es uns, das Risiko auf verschiedene Schultern zu verteilen. In unseren Augen hat sich diese Methode der Risikoreduzierung für uns als nachhaltig richtig erwiesen. Damit gelingt es uns, auch bei widrigen Marktsituationen in einzelnen Regionen und/oder Sondereinflüssen bei einer einzelnen Marke, befriedigende bzw. gute Ergebnisse zu erwirtschaften. So haben wir im Geschäftsjahr 2021/2022 einen Konzernumsatz von 2,42 Mrd. Euro (i. Vj. 2,36 Mrd.) Euro getätigt und ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 81,0 Mio. Euro (i. Vj. 62,7 Mio. Euro) erzielen können. Mit der erzielten Umsatzrendite zeigen wir uns angesichts der gegenwärtigen Situation zufrieden und wir haben unsere Ziele im abgelaufenen Geschäftsjahr erfüllen können. Auch finanziell sind wir grundsolide aufgestellt. Wir verfügen über ein Eigenkapital von 220,5 Mio. Euro (i. Vj. 192,0 Mio. Euro), so dass unsere Eigenkapitalquote 26,3 % (i. Vj. 24,4 %) unserer Bilanzsumme beträgt. In den kommenden Jahren wollen wir unsere EK-Basis weiter stärken. Das mittelfristige Ziel der AVAG ist eine Eigenkapitalquote von mehr als 25,0 % nachhaltig zu erreichen. Mit dieser Maßnahme möchten die Gesellschafter der AVAG Holding SE ihr Vertrauen in die Zukunftsfähigkeit ihres Unternehmens untermauern. Jedoch wollen wir diese Quote langfristig weiter verbessern.
Die Prognose des Vorjahres hinsichtlich des Rückgangs der Umsatzerlöse und des Ergebnisses vor Steuern ist deutlich übertroffen worden. Sowohl der Fahrzeug-, Service- und Teilebereich konnten zu dieser hervorragenden Umsatz- und Ergebnisentwicklung beitragen.
5. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Das operative Geschäft des Konzerns steuert die Gesellschaft auf Basis der Umsatzerlöse, des Ergebnisses vor Steuern und der Umsatzrendite. Weiterer wichtiger Leistungsindikator ist die Mitarbeiterzahl des Unternehmens.
Die Mitarbeiteranzahl (ohne Aushilfen) im AVAG Konzern beträgt im Geschäftsjahr 5.110 (Vj. 4.973). Bei der AVAG Holding SE hat sich der Zahl der Angestellten von 133 auf 146 erhöht, die Aushilfen betragen 10 (Vj. 7).
Die Mitarbeiter sind für den Erfolg der AVAG das wichtigste Kapital. Daher werden in den unterschiedlichen Abteilungen regelmäßig interne Schulungsveranstaltungen durchgeführt, um die Fort- und Weiterbildung der Mitarbeiter zu fördern.
Ergänzt wird die Weiterbildung der Mitarbeiter durch externe Fortbildungsmaßnahmen bei Herstellern oder anderen Anbietern.
Für die AVAG Holding SE ist der wesentliche finanzielle Leistungsindikator das Ergebnis vor Steuern.
C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht
1. Risikobericht und Risikomanagementsystem
Gesamtwirtschaftliche Risiken können unterschiedliche Ursachen haben. Konjunkturelle Risiken erwachsen aus einer ungünstigen Entwicklung globaler oder regionaler Märkte, durch politische Krisen und Konflikte oder durch die Verbreitung eines Virus. Dies kann zu erheblichen Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft und die Konjunktur führen.
Die weltweiten konjunkturellen Risiken werden durch die Präsenz des Autohauses im lokalen deutschen Markt begrenzt. Damit ist die Entwicklung der Gesellschaft stark von der konjunkturellen Entwicklung in Deutschland abhängig. Das Eintreten der oben genannten Risiken kann den Absatzerfolg der Gesellschaft durchaus wesentlich beeinflussen.
Aus diesem Grund hat die AVAG-Gruppe ein zentrales Risikomanagementsystem installiert, welches in allen Autohäusern der AVAG-Gruppe Anwendung findet. Dadurch sollen Risiken frühzeitig erkannt, deren Auswirkung durch geeignete Maßnahmen reduziert sowie eine Bestandsgefährdung des jeweiligen Unternehmens vermieden werden. Das zentrale Risikomanagementsystem leistet einen wesentlichen Beitrag zu Erreichung der strategischen, operativen und finanziellen Ziele der AVAG-Gruppe und der einzelnen Autohäuser und soll zu einer nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswertes beitragen. Es beinhaltet ein umfangreiches Berichtswesen und umfasst unter anderem eine tägliche Analyse, die Veränderungen im Absatzmarkt schnell erkennen lässt. Darüber hinaus erfolgt ein tägliches Management der Fahrzeugbestände und der Verkaufszahlen. Im Bereich Service erfolgt eine tägliche Analyse der Auslastung und Wertschöpfung. Ungeachtet der Beurteilung der Wirksamkeit eines internen Kontrollsystems bestehen inhärente Restriktionen bezüglich der Wirksamkeit von internen Kontrollsystemen. Kein Kontrollsystem, unabhängig von dessen wirksamer Beurteilung, ist geeignet, sämtliche unzutreffende Darstellungen zu verhindern oder aufzudecken.
In regelmäßigen Meetings der Geschäftsführung mit dem Bereichsvorstand werden auf Markenebene die Entwicklung der einzelnen Autohäuser und der vertriebenen Marken analysiert und das weitere Vorgehen bzw. zukünftige Entwicklungen besprochen.
Marktrisiken
Änderungen im branchenspezifischen Umfeld können sich ebenfalls negativ auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage auswirken.
Die Treiber der Risikoeinschätzung im Automobilhandel sind die Entwicklung der Inlandsnachfrage insgesamt, der jeweiligen Marke des Autohauses sowie dessen Positionierung im regionalen Markt. Dabei führt ein im Wesentlichen gesättigter Kfz-Markt in Deutschland und dem europäischen Ausland zusätzlich zu einer weiteren Verschärfung des Wettbewerbs und schlussendlich zu einer Bereinigung der Händlerschaft. Ebenso stellt die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Wirtschaft ein zusätzliches Marktrisiko dar; vgl. auch unsere Ausführungen im Prognosebericht. In der AVAG-Gruppe ist daher eine tägliche Analyse installiert, die Veränderungen im Absatzmarkt schnell erkennen lässt.
Ein wesentlicher Risikofaktor im Autohandel ist das Bestands- und Altersstrukturrisiko des Fahrzeugbestands. Dem wird durch das Management der Neuwagen- und Gebrauchtwagenbestände entgegengewirkt. Dies erfolgt in der AVAG-Gruppe vornehmlich zentral je Fahrzeugmarke. Hier werden die Vorteile des zentral gesteuerten Bestandsmanagements genutzt, das dem einzelnen Autohaus einen Zugriff auf sämtliche Fahrzeuge erlaubt. So kann dem Kunden eine breite Angebotspalette an Neu- und Gebrauchtwagen präsentiert werden.
Operativ stellen die Leasing-Rücknahmeverpflichtungen für uns gegenwärtig kein wesentliches Risiko dar. Das Restwertrisiko der Leasingrückläufer steuern wir über eine sorgfältige Kalkulation beim Vertragsabschluss und regelmäßige Überwachung der Restwerte. Zusätzlich bilden wir eine Rückstellung, die eventuell nicht vorhersehbare Entwicklungen berücksichtigt.
Die Einkaufs- und Absatzfinanzierung im Automobilhandel ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Die Finanzierung der Autohäuser sowie die Absatzfinanzierung in der AVAG-Gruppe werden über die AVAG Holding SE als Unternehmensmuttergesellschaft gesteuert und die auf diversen Standbeinen basierende Neuwagenbestands- und Neuwagenendkundenfinanzierung erfolgt im Wesentlichen durch die Herstellerbanken. Im Gebrauchtwagenbereich arbeiten wir mit mehreren Finanzpartnern, sowohl bei der Einkaufs-, als auch bei der Absatzfinanzierung, zusammen.
Rechtliche Risiken
Rechtliche Risiken können im Wesentlichen aus Rechtsstreitigkeiten, Reklamationen oder Garantieansprüchen erwachsen.
Für die gegenwärtig anhängigen Verfahren wurden Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet. Einzelrisiken mit wesentlichen Auswirkungen auf das Geschäft und damit das Ergebnis des Unternehmens liegen nicht vor.
Finanzrisiken
Finanzwirtschaftliche Risiken umfassen in erster Linie Liquiditäts-, Zins-, Ausfall- und Steuerrisiken.
Liquiditätsversorgung und Liquiditätssteuerung erfolgen im Unternehmerverbund ebenfalls durch die AVAG Holding SE. Die Verfügbarkeit von Liquidität und die Stabilität der Gesamtfinanzierung der AVAG-Unternehmensgruppe, und damit auch der Gesellschaft, haben oberste Priorität. Ein Teil dieser Finanzierungspositionen unterliegt einem Zinsänderungsrisiko, welches teilweise durch den Abschluss entsprechender Zinssicherungsvereinbarungen auf Ebene der AVAG Holding SE gruppenweit fixiert oder nach oben hin gedeckt ist.
Im Hinblick auf das Forderungs-Ausfallrisiko bei gewerblichen Kunden genießt das Autohaus im Rahmen eines mit der AVAG Holding SE geschlossenen Betreuungs- und Beratungsvertrages und darüber hinaus durch die teilweise geschlossenen Forderungsausfallversicherungen Schutz bei Ausfällen. Diese stellen demnach ebenso kein wesentliches Risiko für die Gesellschaft dar.
Steuerrisiken bestehen im Wesentlichen durch den Export von Fahrzeugen und Ersatzteilen in das europäische und nicht europäische Ausland. Diesem Risiko wird durch einen einheitlichen Prozess bei Exporten innerhalb der gesamten AVAG-Gruppe begegnet, welcher zur Risikominimierung beitragen soll.
Gesamtaussage zur Risikosituation des Unternehmens
Die Einschätzung der gesamten Risikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Einzelrisiken. Zu den Treibern der Risikoeinschätzung und wesentlichen Risikofaktoren verweisen wir auf die oben genannten Marktrisiken. Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, sind uns derzeit nicht bekannt.
2. Chancen- und Prognosebericht
2.1. Erweiterte Rahmenbedingungen
Während der Weltautomarkt in 2023 wieder wächst, schrumpft die Neuwagennachfrage in Europa. Diese Prognose stellte das Center Automotive Research (CRN) auf. Demnach sinkt die Zahl der Pkw-Neuzulassungen in Europa, den EFTA-Staaten und dem Vereinten Königreich um rund 200.000 Autos auf 10,8 Millionen Fahrzeuge. Anders als in den Vorjahren sind aber nicht Lieferketten oder Produktionsstopps schuld, sondern die erwartete Rezession und die darauffolgende Kaufzurückhaltung. Triebkraft des automobilen Weltmarktes wird der asiatische Markt sein.
2.2. Ausblick 2022/2023
Die Produktion von Neuwagen steigt, die Lieferkettenproblematik hat sich etwas entschärft und für die ukrainischen und russischen Zulieferer wurde mehrheitlich Ersatz gefunden. Auch Corona führt nicht mehr zu so starken Ausfällen. Das sind positive Aspekte. Dafür hat sich ein Kampf um die Logistik entwickelt. Einerseits stammen viele Fahrer aus der Ukraine, die verständlicherweise dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen. Zum anderen sind durch die gestiegenen Preise für Lkw, Sprit und Lohn die Logistikkosten sehr teuer geworden. Hier stehen Hersteller und Logistiker in der Pflicht, eine Lösung zu finden, damit wir als Händler wieder geordnete Lieferverhältnisse haben. Im Privatkundenbereich ist der Auftragseingang zu beobachten. Dies liegt natürlich auch an den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen (Inflation, hohe Nebenkostenabrechnung, Sorge vor Rezession), aber auch an den gestiegenen Preisen für Automobile und den nicht mehr vorhandenen Rabatten. Mit Abarbeitung des Auftragsbestands sollte sich der Preis wieder nach unten bewegen, was Kunden wiederum animiert, Fahrzeuge zu kaufen.
Bedauerlicherweise endet im Kalender 2023 in Deutschland die Unterstützung für Plug-in-Hybride und die Förderung für e-Fahrzeuge wird reduziert. Andere Länder leisten hier eine bessere Unterstützung.
Prekär bleibt der Fachkräftemangel. Hätten wir mehr qualifizierte Mitarbeiter in unseren Häusern zur Verfügung, hätten wir mehr Umsatz in Service & Teile erzielt. Es wird eine große Herausforderung bleiben, geeignete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finden oder diese in unserem Unternehmen zu behalten.
Die deutlich höheren Energiekosten werden wir auch in den kommenden Jahren berücksichtigen müssen, da die Stromverträge zu den günstigen Preisen nach und nach auslaufen. In Kombination mit der Rezessionsgefahr ist es unsere Aufgabe, das Kostencontrolling wie gehabt intensiv beizubehalten. Gleichzeitig sind wir jederzeit eingriffsbereit, sollte es notwendig sein.
Aktuell befinden wir uns in intensiven Gesprächen, um das Agentursystem zu diskutieren. Ab Juli 2023 wird das gesamte Nutzfahrzeuggeschäft (aller Marken) und die Marken DS und Alfa Romeo in ein Agentursystem überführt. In drei Testmärkten, darunter Österreich, gehen alle Fahrzeuge direkt in die Agentur über. Wir sind überzeugt davon, dass wir diesen Change-Prozess gut hinbekommen werden. Das Beispiel in Österreich mit Mercedes-Benz darf hier gerne positiv betrachtet werden.
Weiterhin wird die Auto-Branche mit verschärften Abgasregeln der EU konfrontiert. Das Europaparlament will die Klimaziele noch stärker als bisher erwogen verschärfen. Ziel müsse es sein, bis 2030 den Ausstoß von Treibhausgasen um 60 % gegenüber dem Jahr 1990 zu senken. Die Automobilindustrie muss neben den vielen Nebenkriegsschauplätzen auch bei der EU-Vorgabe sowie der Entwicklung elektrifizierter Antriebe, vernetzter Automobile bis hin zum autonomen Fahren Lösungen anbieten. Dieser Transformationsprozess bringt tiefgreifende Veränderungen mit sich.
Schneller als andere Volumenhersteller hat sich Opel für seinen Verbrennerausstieg einen straffen Fahrplan auferlegt. Bereits 2024 wird der Kunde aus jeder Baureihe mindestens ein elektrifiziertes Modell wählen können. Vier Jahre später wird jedes neu eingeführte Modell nur noch als Vollstromer angeboten werden. Ende 2023 erhält der Opel Astra und der Opel Astra Sports Tourer seinen batterieelektrischen Antrieb. Einen elektrischen Kombi suchte man auf dem Pkw-Markt lange. Opel bietet hier die Antwort. Abgelöst wird ab 2024 der Opel Insignia. Mit Produktionsende wird er durch eine vollelektrische Coupé-Limousine ersetzt - Name noch unbekannt. 2025 will Opel den Manta auf die Straße schicken - natürlich elektrisch. Mit viel Retro-Charme dürfte hier ein großer Fang glücken.
Bei Ford beginnt ab 2023 im Kölner Werk die Produktion eines "völlig neuen vollelektrischen Pkw". Bis 2024 sollen insgesamt drei neue Elektro-Pkw und vier neue Elektro-Nutzfahrzeuge eingeführt werden. Gleichzeitig wird man sich von einigen Modellen verabschieden. Das Setzen auf die Elektromobilität bedeutet demnach das Aus für den Ford Fiesta und den Ford Focus. Bis zum Produktionsende Juni 2023 wird eine fünftürige Fiesta-Version vom Band laufen, alle bestellten Fahrzeuge werden noch gebaut und ausgeliefert. Ebenfalls 2023 endet die Produktion für den Ford S-Max und den Ford Galaxy. Zwei Jahre später wird der letzte Ford Focus hergestellt. Für 2025 lässt man auch den Standort Saarlouis auslaufen lassen. Eine neue Elektroauto-Plattform soll bis dahin in Valencia entstehen.
Mit ihrer Strategie Beyond Zero sieht sich Toyota sehr gut für die Zukunft ausgerichtet. Überraschenderweise stellten die Japaner den Toyota Prius vor, der hierzulande ab Sommer 2023 einzig als Plug-in Hybrid zu haben sein wird. Mit reinen Elektroautos tut sich Toyota nach wie vor schwer, da nach eigener Aussage einerseits die Nachfrage nicht so hoch und die Infrastruktur nicht so ausgebaut sei. Daher setzt Toyota noch mehr auf seine eigene Hybrid-Technologie. Diese wird im neuen Toyota Corola Facelift und im Toyota RAV4 enthalten sein.
Lexus ist einen Schritt weiter und bringt 2023 das Luxus-SUV RX nur noch mit E-Unterstützung auf den Markt. Zudem wird der Elektro-Crossover UX 300e aufgefrischt.
Nissan führt ab 2023 in Europa keine Pkw mit reinem Verbrennungsantrieb mehr ein. Damit erspart sich der Hersteller die Euro-7-Umstellung der Benziner und Diesel. Europa spiele eine Vorreiterrolle in Sachen elektrifizierte Zukunft.
Viel vor im kommenden Jahr hat Hyundai: Es erscheint der IONIQ 6 sowie der neue Kona EV. Die Flaggschiff-Limousine Grandeur soll hingegen nicht nach Europa kommen.
Mit dem EV9 Concept liefert Kia einen Ausblick auf sein nächstes Elektro-SUV. Das Siebensitzer-SUV soll eine Reichweite von 540 Kilometern aufweisen. Schon jetzt gesichtet wurde der Kia XCeed Facelift.
Škoda bringt 2023 die vierte Generation des Superb auf den Markt. Geplant ist auch ein Elektro-SUV, das deutlich größer als Enyaq und Kodiaq wird - den Škoda Vision 7S. Bis 2030 möchte man laut eigener Aussage einen eigenen Verkaufsanteil an Elektroautos zwischen 50 und 70 Prozent haben.
Wir sind der Auffassung, dass mit den bestehenden und den kommenden Modellen der Hersteller unsere Autohäuser über eine attraktive, ansprechende und vor allem zeitgerechte Modellpalette verfügt, mittels derer das Ziel, Marktanteile zurückzugewinnen oder neu zu erobern, erreicht werden soll.
Für das neue Geschäftsjahr setzen wir weiterhin auf eine vorsichtige Ausrichtung. Das Umfeld bleibt herausfordernd, sodass wir den Markt und die Preise tagesaktuell beobachten werden. Wir glauben, dass der Neuwagenmarkt kaum noch weiter sinken kann, aufgrund von Lohn- und Gehaltsanpassungen sowie einer Zinssteigerung sind höhere Kosten aber unumgänglich. 2022/23 wird ein wirtschaftlich schwieriges Jahr. Wir sind aber gut aufgestellt und bleiben zuversichtlich, dass wir auch dieses gut überstehen werden. Wir haben gezeigt, dass wir uns jeder Herausforderung stellen und diese auch gut meistern können.
Für das neue Geschäftsjahr planen wir im Konzern bei einem schwierigen Marktumfeld/Marktentwicklung mit einem leichten Rückgang der Umsatzerlöse. Ausgehend von dem besten Ergebnis des AVAG Konzerns im Berichtsjahr seit Gründung gehen wir im neuen Geschäftsjahr 2022/2023 von einem moderaten Rückgang des Ergebnisses vor Steuern und damit einer entsprechend leicht geringeren Umsatzrendite aus. Die Anzahl der Mitarbeiter im Konzern wird konstant bleiben.
Für die AVAG Holding SE -ausgehend von einem sehr hohen Niveau- wird für 2022/2023 bei konstanten Umsatzerlösen ein deutlich spürbarer Rückgang des Ergebnisses vor Steuern erwartet. Dieses wird im Wesentlichen durch die Beteiligungserträge der Tochtergesellschaften getrieben sein. Dadurch wird die Umsatzrendite (Verhältnis von Ergebnis vor Steuern zum Umsatz) moderat zurückgehen.
Alles in allem sehen wir uns in einem weiterhin herausfordernden Umfeld gut für die kommenden Aufgaben gerüstet und gehen davon aus, mit unserer Optimierungsstrategie, unserem Kostenbewusstsein und unserer insgesamt vorsichtigeren Ausrichtung auf dem richtigen Weg zu sein.
Wir weisen darauf hin, dass durch
| 1) |
gravierende Gesamtmarktschwankungen |
| 2) |
wesentliche Marktanteilsschwankungen der vertriebenen Fabrikate oder |
| 3) |
unvorhergesehene Restrukturierungen, z. B. Veränderungen der Zahl der Standorte, innerhalb des Gesamtunternehmens |
| 4) |
Maßnahmen bzw. die Entwicklung unserer Hauptlieferanten |
| 5) |
Veränderung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen |
die tatsächlichen Ergebnisse durchaus von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können.
E. Aktionärsstruktur und Beziehungen zu verbundenen Unternehmen
Die Still Vermögensverwaltungs GmbH & Co. KG, Augsburg, ist seit 2006 mehrheitlich an der AVAG Holding SE beteiligt. Gemäß § 17 Aktiengesetz gilt die AVAG Holding SE, Augsburg, als ein von der Still Vermögensverwaltungs GmbH & Co. KG, Augsburg, abhängiges Unternehmen.
Demgemäß haben wir einen Bericht über die Beziehungen unserer Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen aufgestellt. Dieser Bericht enthält die Schlusserklärung, dass die Gesellschaft nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem das Rechtsgeschäft vorgenommen wurde, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und andere Maßnahmen im Interesse oder auf Veranlassung von verbundenen Unternehmen weder getroffen noch unterlassen wurden.
Augsburg, 13. Januar 2023
AVAG Holding SE
Der Vorstand
Roman Still
Albert C. Still
Markus Kruis
Ulf Pfeiffer
Nachrichten & Medien
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen