Gaston Petersen Spedition GmbHLiquidiert
24145 Kiel, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Gaston Petersen seit 14.10.2004 | Geschäftsführer |
Ute Steen seit 14.10.2004 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 58.00% | |
| 32.00% |
Ungelöste Beteiligungen (13)
| Name | Anteil |
|---|---|
IDS Logistik GmbHEigenbeteiligung | 3.08% |
| 2.31% | |
| 1.92% | |
| 0.39% | |
| 0.39% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Gaston Petersen Spedition GmbHKielJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014Bilanz zum 31. Dezember 2014der Gaston Petersen Spedition GmbH, KielAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2014der Gaston Petersen Spedition GmbH, Kiel
Anhang für das Geschäftsjahr 2014Gaston Petersen Spedition GmbH, KielA. RechnungslegungsgrundsätzeDarstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorgenommen. Das Sachanlagevermögen ist mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungs-/Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Seit 2008 werden Zugänge ausschließlich nach der linearen Methode (in Vorjahren zum Teil degressiv) abgeschrieben. Von der Möglichkeit des Übergangs von der degressiven Methode auf die lineare Methode wird Gebrauch gemacht, sofern diese zu einer höheren Abschreibung führt. Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten EUR 410,00 nicht übersteigen, wurden sofort abgeschrieben. Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten oder niedrigeren Zeitwerten. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko ist eine Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr mit 1 % gebildet. Die Pensionsverpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wurde in Anwendung des Wahlrechts nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB der von der Deutschen Bundesbank ermittelte und veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der letzten sieben Jahre verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der zum Bilanzstichtag verwendete Rechnungszinssatz beträgt 4,53 % (Vorjahr: 4,88 %). Bei der Ermittlung der Verpflichtung werden keine zukünftigen Entgelt- und Rentensteigerungen unterstellt. Die Bewertung berücksichtigt keine unternehmensspezifische Fluktuationsrate, da lediglich den Geschäftsführern eine Pensionszusage erteilt wurde. Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen, unbelastet und insolvenzsicher sind sowie ausschließlich zur Erfüllung von Schulden aus Pensionsverpflichtungen dienen (Deckungsvermögen), wurden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB unmittelbar mit den korrespondierenden Schulden verrechnet. Das Deckungsvermögen ist zum Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens (Rückdeckungsversicherungen) entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 4 Satz 3 HGB und besteht aus dem so genannten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zuzüglich eines gegebenenfalls vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (so genannte unwiderrufliche Überschussbeteiligung). Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert. B. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und VerlustrechnungI. Bilanz 1. Anlagevermögen Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs. 2. Pensionsrückstellungen Angaben zur Verrechnung mit Deckungsvermögen nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:
3. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Personalbereich (TEUR 41), der Jahresabschlussprüfung (TEUR 13) und -Erstellung (TEUR 11), für ausstehende Rechnungen (TEUR 7) sowie für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen (TEUR 5). 4. Verbindlichkeiten und gewährte Sicherheiten Die Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch selbstschuldnerische Bürgschaften von Ute Steen und Gaston Petersen in Höhe von jeweils EUR 904.700,00 sowie die Sicherungsübereignung der finanzierten Fahrzeuge gesichert. Des Weiteren bestehen Besicherungen durch Grundschulden in Höhe von insgesamt EUR 4.769.666,08. Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen. In den sonstigen Verbindlichkeiten werden Verbindlichkeiten aus Steuern von EUR 132.548,72 (i. V. EUR 60.483,61) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit von EUR 22.392,02 (i. V. EUR 27.946,78) ausgewiesen. 5. Latente Steuern Latente Steuern werden insbesondere für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen, Sachanlagen, Vorräten, Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen ermittelt. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt, soweit diese im Rahmen eines Zeitraumes von fünf Jahren als voraussichtlich verrechenbar angesehen werden. Die Bewertung der temporären Differenzen und der innerhalb der nächsten fünf Jahre verrechenbaren steuerlichen Verlustvorträge erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr geltenden Steuersatz für Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. In 2014 ergab sich ein Überhang an aktiven latenten Steuern. Dieser wurde in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert. II. Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse wurden im Berichtsjahr in folgenden Bereichen erzielt:
2. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 41 ausgewiesen. Es handelt sich im Wesentlichen um Eingänge auf bereits abgeschriebene Forderungen sowie Gutschriften für Vorjahre. Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 33 ausgewiesen. Diese betreffen im Wesentlichen Grundbesitzabgaben für Vorjahre. 3. Aufwendungen für Altersversorgung In der Position "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von EUR 22.018,94 (i. V. EUR 37.074,13) enthalten. 4. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit wird um Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von EUR 0,00 (i. V. 0,00) gemindert. C. Sonstige Angaben1. Personal Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer (inkl. Geschäftsführung) beträgt:
2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum 31. Dezember 2014 bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen in Höhe von TEUR 491. Sämtliche Verpflichtungen sind innerhalb eines Jahres fällig. Darüber hinaus bestanden Miet- und Leasingverpflichtungen (u. a. Büroeinrichtung, technische Anlagen) in Höhe von TEUR 61. Innerhalb eines Jahres sind davon TEUR 23 und in den darauffolgenden vier Jahren TEUR 38 fällig. 3. Organe der Gesellschaft Geschäftsführer sind:
D. ErgebnisverwendungDer Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 123.823,43 wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Kiel, 27. Februar 2015 Gaston Petersen Spedition GmbH Geschäftsführung Ute Steen Gaston Petersen Entwicklung des Anlagevermögens im
Geschäftsjahr 2014
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| Anschaffungs-/Herstellungskosten | ||||
| 1.1.2014 | Zugänge | Abgänge | 31.12.2014 | |
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 172.603,97 | 32.165,10 | 0,00 | 204.769,07 |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Bauten auf fremden Grundstücken | 25.329,17 | 0,00 | 0,00 | 25.329,17 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 76.762,22 | 0,00 | 0,00 | 76.762,22 |
| 3. Andere Anlagen, | ||||
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4.168.786,40 | 520.270,75 | 786.573,44 | 3.902.483,71 |
| 4.270.877,79 | 520.270,75 | 786.573,44 | 4.004.575,10 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Sonstige Ausleihungen | 82.000,00 | 0,00 | 12.000,00 | 70.000,00 |
| 2. Genossenschaftsanteile | 2.500,00 | 0,00 | 0,00 | 2.500,00 |
| 84.500,00 | 0,00 | 12.000,00 | 72.500,00 | |
| 4.527.981,76 | 552.435,85 | 798.573,44 | 4.281.844,17 | |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||
| 1.1.2014 | Zugänge | Abgänge | 31.12.2014 | |
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 145.604,97 | 26.090,10 | 0,00 | 171.695,07 |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Bauten auf fremden Grundstücken | 19.207,17 | 340,00 | 0,00 | 19.547,17 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 64.665,22 | 3.158,00 | 0,00 | 67.823,22 |
| 3. Andere Anlagen, | ||||
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.145.845,40 | 604.949,75 | 557.491,44 | 2.193.303,71 |
| 2.229.717,79 | 608.447,75 | 557.491,44 | 2.280.674,10 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Sonstige Ausleihungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 2. Genossenschaftsanteile | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | |
| 2.375.322,76 | 634.537,85 | 557.491,44 | 2.452.369,17 | |
| Buchwerte | ||
| 31.12.2014 | 31.12.2013 | |
| EUR | EUR | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 33.074,00 | 26.999,00 |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Bauten auf fremden Grundstücken | 5.782,00 | 6.122,00 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 8.939,00 | 12.097,00 |
| 3. Andere Anlagen, | ||
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.709.180,00 | 2.022.941,00 |
| 1.723.901,00 | 2.041.160,00 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Sonstige Ausleihungen | 70.000,00 | 82.000,00 |
| 2. Genossenschaftsanteile | 2.500,00 | 2.500,00 |
| 72.500,00 | 84.500,00 | |
| 1.829.475,00 | 2.152.659,00 | |
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014
der Gaston Petersen Spedition GmbH, Kiel
A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen
I. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Branche
1. Gesamtwirtschaft
Die deutsche Wirtschaft hat sich im Jahresdurchschnitt 2014 insgesamt als stabil erwiesen: Um 1,5% war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) höher als im Vorjahr und lag damit über dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre von 1,2%. Dies ergaben erste Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis). In den beiden vorangegangenen Jahren war das BIP sehr viel moderater gewachsen (2013 um 0,1% und 2012 um 0,4%). Die konjunkturelle Lage in Deutschland hat sich nach dem schwungvollen Jahresauftakt und der folgenden Schwächephase im vergangenen Sommer zum Ende des Jahres 2014 somit spürbar stabilisiert.
Die deutsche Wirtschaft konnte sich damit in einem schwierigen weltwirtschaftlichen Umfeld behaupten und dabei vor allem von einer starken Binnennachfrage profitieren. Die Verbraucher waren die wichtigste Stütze für das Wachstum im eigenen Land. Ihr Konsum erhöhte sich um 1,1%. Die Exporte legten um 3,7% zu. Auch bei den Investitionen der Unternehmen gab es nach dem Rückgang im Vorjahr wieder einen Anstieg um 3,7%. Den größten Beitrag zum BIP leistete aber der private Konsum. Neben der Zuversicht über den eigenen Arbeitsplatz beflügelten auch die steigenden Löhne und Gehälter sowie die niedrige Teuerung den privaten Verbrauch.
Für das kommende Jahr 2015 sagen die meisten Ökonomen ein Wirtschaftswachstum von gut einem Prozent voraus. Die Bundesregierung rechnet mit einem Plus von 1,3%. Wegen des gesunkenen Ölpreises und des niedrigen Euro könnte es aber auch besser laufen, da Unternehmen und Verbraucher durch die stark gesunkenen Preise für Öl und Benzin um viele Milliarden entlastet werden.
(Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 15. Januar 2015)
2. Branche
Der Güterverkehr in Deutschland ist im Jahr 2014 stark gewachsen: Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) stieg das Transportaufkommen gegenüber dem Vorjahr um 2,9% auf 4,5 Millionen Tonnen. Damit wurde der bisherige Höchstwert aus dem Jahr 2008 um 0,4% übertroffen. Zum Anstieg der Tonnage gegenüber dem Jahr 2013 trugen vor allem der Straßenverkehr und der Seeverkehr, aber auch die Luftfahrt und die Binnenschifffahrt bei. Der Transport von Rohöl in Rohrleitungen blieb nahezu konstant. Dagegen ging das Aufkommen im Eisenbahnverkehr zurück.
Auf der Straße wurden - nach einer Einschätzung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur - im Jahr 2014 rund 3,5 Milliarden Tonnen und damit 3,7% mehr befördert als im Jahr 2013. Das war der höchste Anstieg aller Verkehrsbereiche im Berichtszeitraum. Eine Ursache hierfür ist die starke Zunahme von Baustofftransporten aufgrund der milden Witterung zu Beginn des Jahres 2014. Im Jahr 2013 nahm die beförderte Tonnage um 1,8%, bei der erbrachten Verkehrsleistung um 1,5% zu.
Die Seeschifffahrt wuchs mit 2,4% im Vergleich der Verkehrszweige am zweitstärksten. Sie steigerte ihre Beförderungsmenge auf 301 Millionen Tonnen. Flugzeuge transportierten mit 4,4 Millionen Tonnen 1,9% mehr Fracht als im Vorjahr. Die Binnenschifffahrt legte mit einem Zuwachs von 0,8% moderat auf 229 Millionen Tonnen zu.
Der Transport von Rohöl in Rohrleitungen veränderte sich bei einer Beförderungsmenge von 87 Millionen Tonnen kaum (+0,2%). Dagegen verlor die Eisenbahn im Jahr 2014 als einziger Verkehrszweig Tonnage: Auf Schienen wurden 365 Millionen Tonnen befördert, das waren 2,4% weniger als im Vorjahr. Hier gab es während der Tarifstreiks insbesondere im Oktober und November hohe Rückgänge.
(Statistisches Bundesamt vom 13. Februar 2015)
II. Geschäftsentwicklung der Gesellschaft
A. Wirtschaftliche Grundlagen
Die Gesellschaft wurde 1988 gegründet. 1997 erfolgte der Eintritt in den Speditionsverbund CARGOLINE, einem Zusammenschluss von mittelständischen Spediteuren mit über 40 Partnern allein in Deutschland und Sitz in Frankfurt. CARGOLINE gehört zu den Top 4 der Stück-gutkooperationen in Deutschland. Seit 1999 hat die Gesellschaft ihren Sitz in Kiel-Wellsee, in angemieteten Räumlichkeiten.
1. Grundbesitz
Die Gesellschaft verfügt über keinen eigenen Grundbesitz. Im Berichtsjahr 2014 wurden Büro-und Geschäftsräume sowie mehrere Hallen nebst weiteren Abstellflächen in der Bunsenstraße 1d, Kiel, im Rahmen einer Betriebsaufspaltung von der Besitzgesellschaft angemietet.
2. Investitionen
Im Geschäftsjahr 2014 wurden von der Gesellschaft Investitionen in Höhe von TEUR 552 getätigt. Davon entfielen auf Ersatzinvestitionen im Bereich des Fuhrparks TEUR 516. Außerdem wurde die bestehende Speditionssoftware erweitert (TEUR 31).
3. Personal
Die Beschäftigtenzahl im Angestelltenbereich sank von 34 Beschäftigten zum 31. Dezember 2013 auf durchschnittlich 27 Mitarbeiter zum 31. Dezember 2014. Im gewerblichen Bereich stieg die Anzahl der Mitarbeiter dahingegen um 18 auf 89 Beschäftigte und im Aushilfebereich geringfügig um 1 auf 7 Mitarbeiter. Zum 1. August 2014 wurden je drei Auszubildende als Kauffrau/-mann für Logistik und Speditionsdienstleistung sowie für den Beruf der Fachkraft für Lagerlogistik eingestellt.
B. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft
I. Ertragslage
Zur Darstellung der Ertragslage wurde das Jahresergebnis nach Erfolgsquellen untersucht und in seine Bestandteile Rohertrag, Betriebsergebnis, Finanzergebnis und neutrales Ergebnis aufgegliedert.
| 2014 | 2013 | Veränderung | ||||
| TEUR | % | TEUR | % | TEUR | % | |
| Umsätze | 12.410 | 91,2 | 12.153 | 92,6 | 257 | 2,1 |
| Übrige Betriebserträge | 1.200 | 8,8 | 978 | 7,4 | 222 | 22,7 |
| Gesamtleistung | 13.610 | 100,0 | 13.131 | 100,0 | 479 | 3,6 |
| Materialaufwand | 8.135 | 59,8 | 7.774 | 59,2 | 361 | 4,6 |
| Rohertrag | 5.475 | 40,2 | 5.357 | 40,8 | 118 | 2,2 |
| Personalaufwand | 3.522 | 25,9 | 3.285 | 25,0 | 237 | 7,2 |
| Abschreibungen | 635 | 4,7 | 551 | 4,2 | 84 | 15,2 |
| Übriger Betriebsaufwand | 1.647 | 12,1 | 1.794 | 13,7 | -147 | -8,2 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | -329 | -2,5 | -273 | -2,1 | -56 | 20,5 |
| Finanzergebnis | -123 | -0,9 | -114 | -0,9 | -9 | |
| Neutrales Ergebnis | 330 | 2,4 | 172 | 1,3 | 158 | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) | -122 | -1,0 | -215 | -1,7 | 93 | |
| Ertragsteuern | 2 | 0,0 | 0 | 0,0 | 2 | |
| Jahresergebnis | -124 | -1,0 | -215 | -1,7 | 91 | |
Die Ertragsentwicklung war gekennzeichnet durch gestiegene Umsatzerlöse (+2,1 %) bei gleichzeitig überproportional gestiegenen Materialaufwendungen (+4,6 %). Die Rohertragsquote veränderte sich im Vergleich zum Vorjahr demzufolge von 40,8 % auf 40,2 % (absolut: TEUR 5.475; Vorjahr: TEUR 5.357).
Der Personalaufwand stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7,2 %. Dieses ist dem Aufbau des Personalbestandes, vor allem im gewerblichen Bereich, geschuldet. Auf Grund der Investitionen in den Fuhrpark sind auch die Abschreibungen gegenüber dem Vorjahr deutlich auf TEUR 84 bzw. 15,2 % gestiegen. Die Verminderung des übrigen Betriebsaufwandes ist im Wesentlichen auf die Senkung der Raumkosten auf Grund der Anpassung der langfristig bestehenden Mietverhältnisse zum 1. Januar 2014 (-TEUR 126) zurückzuführen.
Nach einem negativen Jahresergebnis im Geschäftsjahr 2013 in Höhe von TEUR -215 konnte auch im Geschäftsjahr 2014 kein positives Ergebnis erzielt werden. Das Ergebnis verbesserte sich jedoch auf TEUR -124.
II. Finanzlage
Die Liquidität war im Berichtsjahr durch Eigen- und Fremdmittel jederzeit gesichert. Die Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten haben sich im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 1.260 auf TEUR 788 vermindert. Der Cash Flow aus der Geschäftstätigkeit beträgt TEUR 535 (Vorjahr TEUR 423).
III. Vermögenslage
Zur Darstellung der Bilanzstruktur wurden die Vermögens- und Schuldposten entsprechend ihrer Verwertbarkeit bzw. Fälligkeit gegliedert.
| 31.12.2014 | 31.12.2013 | Mittel- | ||||
| TEUR | % | TEUR | % | verwdg. | zufluss | |
| Vermögen | ||||||
| Anlagevermögen | 1.829 | 49,7 | 2.153 | 55,3 | 0 | 324 |
| Vorräte | 26 | 0,7 | 17 | 0,4 | 9 | 0 |
| Forderungen | 1.596 | 43,4 | 1.516 | 39,0 | 80 | 0 |
| Übrige Aktiva | 226 | 6,1 | 204 | 5,2 | 22 | 0 |
| 3.677 | 100,0 | 3.890 | 100,0 | 111 | 324 | |
| Kapital | ||||||
| Eigenkapital | 358 | 9,7 | 482 | 12,4 | 124 | 0 |
| Rückstellungen | 120 | 3,3 | 108 | 2,8 | 0 | 12 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 841 | 22,9 | 858 | 22,0 | 17 | 0 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 2.358 | 64,1 | 2.442 | 62,8 | 84 | 0 |
| 3.677 | 100,0 | 3.890 | 100,0 | 225 | 12 | |
| Mittelverwendung/ Mittelzufluss | 336 | 336 | ||||
Das Aktivvermögen ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 213 gesunken. Diese Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus der Abnahme des Anlagevermögens (-TEUR 324). Demgegenüber steht die Zunahme der kurzfristigen Forderungen (+TEUR 80).
Zum Bilanzstichtag ergibt sich, verursacht durch das negative Jahresergebnis in Höhe von TEUR 124, ein vermindertes wirtschaftliches Eigenkapital von TEUR 358.
C. Risikomanagementziele und -methoden (Risikobericht)
Die Gaston Petersen Spedition GmbH ist wie jedes andere wirtschaftlich tätige Unternehmen Risiken ausgesetzt, die sich aus der konjunkturellen Entwicklung sowie der Nachfrageentwicklung in den für sie relevanten Märkten ergeben.
Unsicherheiten im operativen Geschäftsbetrieb resultieren insbesondere aus dem erheblichen Wettbewerbsdruck, der sich in sinkenden Preisen niederschlägt, sowie aus Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Entwicklung des Dieselpreises. Dem Preisdruck in Folge von sinkenden Erlösen versucht die Gesellschaft durch die Hebung von Synergieeffekten aus der Zusammenarbeit mit nahestehenden Unternehmen zu begegnen. Zur Absicherung des Dieselpreises begegnet die Gesellschaft durch den zunehmenden Einsatz von Dieselfloatern im Zusammenhang mit den von ihr beauftragten Fuhrunternehmen. Die Geschäftsführung der Gesellschaft prüft darüber hinaus den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten zur Absicherung eines zukünftigen Dieselpreisanstiegs.
Neben der zuvor beschriebenen Hebung von Synergieeffekten im operativen Geschäftsbereich kommt der Implementierung einer aussagefähigen Kostenrechnung zur operativen Steuerung sowie eines Benchmarksystems hierbei eine vorrangige Bedeutung zu. Beides wird derzeit von der Gesellschaft umgesetzt.
Unsicherheiten auf der Finanzierungsseite ergeben sich in wirtschaftlich schwierigen Zeiten insbesondere aus der - mit Ausnahme von Mietkaufverträgen zum Erwerb von LKW - auf einen einzigen Finanzierungspartner abgestellten Gesamtfinanzierung der Gesellschaft. Vor diesem Hintergrund ist die Geschäftsführung bemüht, mit der Förde Sparkasse, Kiel, eine zweite Geschäftsbeziehung zu einem ortsansässigen Kreditinstitut aufzubauen. Sollte sich die Ertragslage des Geschäftsjahres 2015 anders als von der Geschäftsführung geplant entwickeln, könnte dies bestandssichernde Auswirkungen für die Gesellschaft haben.
D. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens sowie Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung (Prognosebericht)
Bezüglich etwaiger bestandsgefährdender Risiken verweisen wir auf unsere Erläuterungen im Risikobericht. Die Gesellschaft ist bemüht, den schlechten Rahmenbedingungen zum Trotz, die Rentabilität im operativen Geschäftsbetrieb nachhaltig zu verbessern.
Zur Hebung von positiven Synergieeffekten aus der Zusammenarbeit mit einem nahestehenden Unternehmen wird der Stückgutnahverkehr seit Januar 2013 gemeinschaftlich mit diesem Unternehmen abgewickelt. Die Geschäftsführung rechnet damit, dass diese Maßnahme zu wesentlichen Einspareffekten, u.a. im Personalbereich, führen wird. Die wesentlichen Kostenvorteile werden sich danach ab 2015 einstellen.
Darüber hinaus sollten auf Gruppenebene eingeleitete Prozessoptimierungen im erheblichen Maße die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens stärken. Daneben stehen, wie bereits im Vorjahr, die Pflege von bestehenden Kundenbeziehungen und die Gewinnung von ertragsstarken Neukunden im Focus der Gesellschaft.
Die Geschäftsführung ist davon überzeugt, dass die Bündelung dieser Maßnahmen dazu geeignet ist, den bislang erkennbaren negativen Trend der Geschäftsjahre 2013 und 2014 zu beenden. Für das neue Geschäftsjahr 2015 wird planungsgemäß mit einem geringfügigen Gewinn vor Steuern gerechnet. Gleiches gilt für das Geschäftsjahr 2016.
E. Entwicklungen nach dem Bilanzstichtag
Außer den bereits zuvor erwähnten Verhandlungen mit der Förde Sparkasse, Kiel, über die Übernahme einer Finanzierungsfunktion haben sich keine wesentlichen und berichtspflichtige Sachverhalte nach dem Bilanzstichtag ergeben.
Kiel, den 27. Februar 2015
Ute Steen
Gaston Petersen
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Gaston Petersen Spedition GmbH, Kiel, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2014 bis zum 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Risikobeurteilung der Geschäftsführung zur Bestandsgefährdung der Gesellschaft im Lagebericht hin. Dort wird im Zusammenhang mit den vorhandenen Kreditlinien der Kreditinstitute ausgeführt: ,Sollte sich die Ertragslage des Geschäftsjahres 2015 anders als von der Geschäftsführung geplant entwickeln, könnte dies bestandsgefährdende Auswirkungen für die Gesellschaft haben.
Kiel, 29. Mai 2015
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