Erbringung sonstiger reisebezogener Dienstleistungen a. n. g.
GNL Gasnetz Leipzig AGLiquidiert
04105 Leipzig, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sylvia Lement seit 21.1.2009 | Vorstandsmitglied |
Michael Eckhardt seit 21.1.2009 | Vorstandsmitglied |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
SWL Kapitalvermögensverwaltungs GmbHEigenbeteiligung | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
GNL Gasnetz Leipzig AGLeipzigJahresabschluss zum 31. Dezember 2007Bilanz zum 31. Dezember 2007Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2007
Anhang für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2007A. Allgemeine AngabenDer Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2007 der GNL Gasnetz Leipzig AG, Leipzig --im Folgenden auch kurz "GNL" oder "Gesellschaft" genannt--, ist nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt. Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden1. Aktiva Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen erfolgen linear unter Zugrundelegung einer Nutzungsdauer von drei Jahren. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen sowie bei Zugängen bis 1998 um Sonderabschreibungen auf Grund steuerlicher Regelungen, angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer und unter Berücksichtigung steuerrechtlich zulässiger Höchstsätze. Für die Anlagen des Gasnetzes beträgt die Nutzungsdauer bis zu 30 Jahre. Zugänge bis 1998 werden nach der linearen Methode, Zugänge ab 1999 nach der degressiven Methode abgeschrieben. Unterjährig angeschaffte Vermögensgegenstände werden zeitanteilig (pro rata temporis) abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter im steuerlichen Sinne werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und im Anlagespiegel als Abgang gezeigt. Forderungen gegen verbundene Unternehmen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennbetrag angesetzt. 2. Passiva Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt. Die jährliche Auflösung des Sonderpostens für erhaltene Baukostenzuschüsse erfolgt über die Nutzungsdauer der bezuschussten Vermögensgegenstände. Unter den sonstigen Rückstellungen sind alle erkennbaren Risiken und Ungewissen Verbindlichkeiten nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung berücksichtigt. Verbindlichkeiten sind zum Rückzahlungsbetrag angesetzt. C. Erläuterungen zur Bilanz1. Anlagevermögen Eine von den gesamten Anschaffungs- und Herstellungskosten ausgehende Darstellung der Entwicklung der einzelnen Bilanzposten des Anlagevermögens einschließlich der Abschreibungen des Geschäftsjahres ist Bestandteil des Anhangs (Anlage zum Anhang). Die Investitionen des Jahres 2007 in das Gasnetz der Stadt Leipzig (TEUR 991) erfolgten gemäß dem zwischen der GNL und der Stadtwerke Leipzig Netz GmbH, Leipzig, abgestimmten Investitionsplan, auf der Grundlage des Generalunternehmervertrages durch das verbundene Unternehmen Stadtwerke Leipzig GmbH, Leipzig, (Stadtwerke Leipzig). Die immateriellen Vermögensgegenstände enthalten Software. Die Sachanlagen beinhalten im Wesentlichen Technische Anlagen, die dem Betrieb des Gasnetzes dienen. Auf die Zugänge in das Sachanlagevermögen der Geschäftsjahre 1996 bis 1998 sind in den Jahren 1997 und 1998 Sonderabschreibungen gemäß §4 Fördergebietsgesetz vorgenommen worden. In Höhe der Sonderabschreibungen werden die planmäßigen Abschreibungen der betreffenden Sachanlagen nach dem Ende des Begünstigungszeitraumes von jeweils fünf Jahren über die Restnutzungsdauer von bis zu 25 Jahren vermindert. 2. Umlaufvermögen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzen sich aus Forderungen aus dem Cash-Pool-Vertrag mit der Stadtwerke Leipzig in Höhe von TEUR 4.704, Forderungen aus dem Pachtvertrag mit der Stadtwerke Leipzig Netz GmbH in Höhe von TEUR 612, Forderungen gegen die SWL Anlagenvermögensverwaltungs GmbH, Leipzig (AVV), in Höhe von TEUR 519 sowie aus Forderungen aus Umsatzsteuer gegen die LVV Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH, Leipzig (LVV), in Höhe von TEUR 209 und aus Zinsabschlagsteuer gegen den Gesellschafter SWL Kapitalvermögensverwaltungs GmbH, Leipzig (KW), in Höhe von TEUR 6 zusammen. Die sonstigen Vermögensgegenstände resultieren aus Forderungen gegen die Stadt Leipzig aus Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 88 und gegen ehemalige Kommanditisten der GNL KG in Höhe von TEUR 120, die im Vorjahr unter den Forderungen gegen Gesellschafter ausgewiesen waren. Unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen und den sonstigen Vermögensgegenständen sind keine Forderungen ausgewiesen, deren Restlaufzeit größer als ein Jahr ist. 3. Eigenkapital Mit notarieller Urkunde vom 8. August 2007 (UR-Nr.: 901/2007 des Notars Dr. jur. Jung-Heiliger in Leipzig) wurde der Formwechsel von einer Kommanditgesellschaft in eine Aktiengesellschaft beschlossen und als Bestandteil des Umwandlungsbeschlusses die Satzung der Gesellschaft festgestellt. Mit Eintragung in das Handelsregister unter HR B 23540 wurde der Formwechsel am 4. Oktober 2007 wirksam. Das Grundkapital beträgt TEUR 50 und ist in 18.500 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien eingeteilt. Zum Bilanzstichtag sind an der Gesellschaft die SWL Kapitalvermögensverwaltungs GmbH mit 18.472 Aktien (99,85 %) sowie weitere vier Aktionäre mit 28 Aktien (0,15 %) beteiligt. In die gesetzliche Gewinnrücklage wurden TEUR 5 eingestellt. Im Geschäftsjahr 2007 erfolgte die Entnahme für das 2. Halbjahr 2006 der Kommanditisten, die ihren Anteil nicht in 2006 übertragen hatten in Höhe von EUR 1.205,95 je TEUR 51 Einlage mit insgesamt TEUR 373. Zum Zwecke der Stärkung des Eigenkapitals und zum Ausgleich eines bestehenden Verlustvortrages hat die KW der GNL einen Ertragszuschuss in Höhe von TEUR 33.877 gewährt und mit Wirkung zum 1. Dezember 2007 die Zahlungsansprüche aus den von der AVV erworbenen und übertragenen Darlehensforderungen in Höhe von TEUR 33.877 erlassen. Mit Beschluss vom 21. Dezember 2007 hat die Hauptversammlung dem Abschluss eines Ergebnisabführungsvertrages zwischen der GNL und der KW zugestimmt. Mit Eintragung in das Handelsregister am 27. Dezember 2007 wurde der Vertrag zum 1. Januar 2007 wirksam. 4. Rückstellungen Bei den sonstigen Rückstellungen handelt es sich um Kosten für die Prüfung (TEUR 10) und Offenlegung des Jahresabschlusses (TEUR 5) sowie Steuerberatungskosten (TEUR 51) und Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (TEUR 3). 5. Verbindlichkeiten
In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der Landesbank Baden-Württemberg enthalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Investitionen des Geschäftsjahres 2007 in das Gasnetz und aus der Vereinbarung über Nutzungsentgelte gegenüber der Stadtwerke Leipzig GmbH in Höhe von TEUR 1.590, ein Darlehen der AVV in Höhe von TEUR 47.561 zur Finanzierung der Investitionen der Jahre 1999 bis 2006 und die Gewinnabführung für 2007 in Höhe von TEUR 4.070 an den Gesellschafter KW. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen die an die außenstehenden Gesellschafter zu leistenden Ausgleichszahlungen. Unter den sonstigen Verbindlichkeiten werden im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber ehemaligen Kommanditisten der GNL KG mit TEUR 223 ausgewiesen, die im Vorjahr unter den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern ausgewiesen waren. Für das Darlehen der Landesbank Baden-Württemberg besteht eine Patronatserklärung der Stadtwerke Leipzig. D. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Umsatzerlöse in Höhe von insgesamt TEUR 16.429 wurden mit dem verbundenen Unternehmen Stadtwerke Leipzig Netz GmbH auf der Grundlage des Pachtvertrages erzielt. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen periodenfremde Erträge enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind in Höhe von EUR 1.415 Aufwendungen aus der Vereinbarung über Nutzungsrechte mit dem verbundenen Unternehmen Stadtwerke Leipzig und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 35 enthalten. Die periodenfremden Aufwendungen betreffen insbesondere IHK-Beiträge für Vorjahre in Höhe von TEUR 20 und Buchverluste aus dem Abgang von Gegenständen des Sachanlagevermögens in Höhe von TEUR 11. Finanzergebnis
Gemäß Ergebnisabführungsvertrag verpflichtet sich die GNL, den außenstehenden Gesellschaftern einen anteiligen Ausgleich zu zahlen. Der unter den außerordentlichen Aufwendungen ausgewiesene Ausgleich beträgt im Berichtsjahr TEUR 5. Die außerordentlichen Erträge resultieren aus dem Ertragszuschuss der KW zur Stärkung des Eigenkapitals und zum Ausgleich des Verlustvortrages. In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Körperschaftsteuer und Kapitalertragsteuer in Höhe von TEUR 2 aus der Ausgleichszahlung an die außenstehenden Gesellschafter und Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 21 enthalten. Der Gewerbesteueraufwand resultiert aus Vorjahren. E. Sonstige AngabenDie Geschäftsführung der GNL Gasnetz Leipzig GmbH & Co. KG oblag bis zu Umwandlung den persönlich haftenden Gesellschaftern, die gemeinschaftlich berechtigt und verpflichtet waren, die GNL KG zu vertreten. Der SWL Beteiligungs GmbH, Leipzig, (Gezeichnetes Kapital: TEUR 51) oblag die technische Geschäftsführung, der RECTOR Beteiligungsgesellschaft mbH, Leipzig, (Gezeichnetes Kapital: TEUR 25) oblag die kaufmännische Geschäftsführung. Die anteilige Vergütung für die Übernahme der persönlichen Haftung und für die Geschäftsführungstätigkeit der persönlich haftenden Gesellschafterinnen der GNL Gasnetz Leipzig GmbH & Co. KG beträgt für den Zeitraum vom 1. Januar bis 3. Oktober 2007 insgesamt TEUR 19. Im Geschäftsjahr waren bei der GNL keine Arbeitnehmer beschäftigt. Vorstand ist Herr Adam Stanyer seit 8. August 2007. Er erhält keine Vergütung. Aufsichtsratsmitglieder waren ab dem 8. August 2007:
Die Aufsichtsratsmitglieder haben keine Vergütung erhalten. Die Geschäftstätigkeit der GNL hat sich im Jahr 2007 entsprechend des Gegenstandes der Gesellschaft auf die Verpachtung der von der Stadtwerke Leipzig erworbenen, das Gasnetz in der Stadt Leipzig bildenden Rohrleitungen, Anlagen und Einrichtungen beschränkt. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Teilkonzernabschluss der Stadtwerke Leipzig GmbH sowie in den Konzernabschluss der LVV Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH einbezogen. Beide Konzernabschlüsse werden im Bundesanzeiger veröffentlicht.
Leipzig, am 16. Januar 2008 Adam Stanyer, Vorstand Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2007
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2007GeschäftsverlaufDie GNL Gasnetz Leipzig AG, Leipzig -im Folgenden auch kurz "GNL" oder "Gesellschaft" genannt-, ist durch formwechselnde Umwandlung aus der GNL Gasnetz Leipzig GmbH & Co. KG (GNL KG) mit Eintragung des Umwandlungsbeschlusses in das Handelsregister am 4. Oktober 2007 entstanden. Die GNL KG wurde in 1996 als Kommanditgesellschaft deutschen Rechts gegründet. Auf die GNL KG hat im Dezember 1996 die Stadtwerke Leipzig GmbH, Leipzig (Stadtwerke Leipzig), das Gasnetz der Stadt Leipzig übertragen. Das Leipziger Gasnetz geht in seinen Ursprüngen auf das Jahr 1838 zurück und umfasste zum Übertragungszeitpunkt über 1.000 km Leitungen, über 100 Regelanlagen und etwa 25.000 Hausanschlussleitungen von insgesamt ca. 125 km Länge. Die Leitungen bestanden zum überwiegenden Teil aus Graugussrohren, die auf Grund technischer und staatlicher Vorgaben durch Kunststoff- und Stahlrohre ersetzt oder stillgelegt werden mussten. Im Rahmen ihres Gesellschaftszweckes hat die GNL KG das Gasnetz bis Ende 2006 betrieben, restrukturiert und saniert. Das Programm zur Sanierung des historischen Graugussnetzes ist im Oktober 2005 beendet worden. Im Rahmen der Gussnetzsanierung sind 550 km Gasleitungen erneuert, 16.600 Gashausanschlüsse verlegt und 230 Gasregelanlagen saniert bzw. neu gebaut worden. Damit wurde ein wichtiger Schritt zu einer sicheren und modernen Gasversorgung der Stadt Leipzig vollzogen. Durch die Gasmarktliberalisierung hat sich die Risikostruktur des Geschäftes der GNL KG grundlegend verändert. Eine Neuausrichtung war aus diesen Gründen zwingend erforderlich. Auslöser für diesen Schritt war das Zweite Gesetz zur Neuregelung und Liberalisierung des Energiewirtschaftsrechtes vom 12. Juli 2005, das die Trennung des Handels mit Gas vom Betrieb der Gasnetze bis zum 1. Juli 2007 verlangte. Um Handlungsoptionen zu erhöhen und dadurch Risiken zu minimieren, wurde im Jahre 2006 durch die SWL Kapitalvermögensverwaltungs GmbH, Leipzig (KW), ein Angebot gegenüber den anderen Kommanditisten unterbreitet, deren Kommanditanteile zu erwerben. Dieses Angebot hatten bis zum 31. Dezember 2006 1.431 Kommanditisten angenommen. Die GNL KG gehörte somit zu 81,59 % zum Teilkonzern der Stadtwerke Leipzig. Im Verlauf des Jahres 2007 haben weitere 298 Kommanditisten/Aktionäre ihre Anteile an die KW verkauft, die damit 18.472 Aktien (99,85 %) hält. Mit Wirkung ab dem 1. Januar 2007 hat die GNL ihre Verträge mit den Stadtwerken Leipzig, wie den Dienstleistungs-, Wartungs- und Mietvertrag aufgehoben und den Kauf- und Generalunternehmervertrag sowie den Vertrag über ein Andienungs- und Vorkaufsrecht angepasst. Nach dieser Umstellung beschränkt sich der Gesellschaftszweck der GNL auf die Verpachtung des Gasnetzes. Es wurde mit der Stadtwerke Leipzig Netz GmbH ein Pachtvertrag abgeschlossen. Das im Jahr 1998 angestellte, erforderliche Personal ist zum 1. Januar 2007 auf die Stadtwerke Leipzig übergegangen. Zur Absicherung von Risiken wurde ein branchenübliches Versicherungspaket abgeschlossen. Mit dem Verwaltungsvertrag hat die GNL die Stadtwerke Leipzig mit der kaufmännischen Verwaltung und Betreuung ihrer Gesellschafter beauftragt. Die GNL hat zur teilweisen Finanzierung der Investitionen Darlehen bei der Landesbank Baden-Württemberg bzw. von der SWL Anlagenvermögensverwaltungs GmbH, Leipzig (AVV), aufgenommen. In der Gesellschafterversammlung am 8. August 2007 wurde mit notarieller Urkunde -Nr.: 901/2007 des Notars Dr. jur. Jung-Heiliger in Leipzig der Formwechsel beschlossen und als Bestandteil des Umwandlungsbeschlusses die Satzung der Gesellschaft festgestellt. Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt EUR 50.000,00. Es ist eingeteilt in 18.500 Stückaktien. Die Aktien lauten auf den Inhaber. Die Eintragung der Aktiengesellschaft in das Handelsregister des Amtsgerichtes Leipzig erfolgte am 4. Oktober 2007 unter HR B 23540. Mit Forderungs- und Abtretungsvertrag vom 30. November 2007 hat die KW von der AVV Darlehensforderungen gegen die GNL in Höhe von TEUR 33.877 zuzüglich in dem Zeitraum vom 1. Oktober bis 30. November 2007 aufgelaufener Zinsen erworben und übertragen bekommen. Zum Zwecke der Stärkung des Eigenkapitals und zum Ausgleich eines bestehenden Verlustvortrages bei der Gesellschaft hat die KW der GNL einen Ertragszuschuss in Höhe von TEUR 33.877 gewährt und mit Wirkung zum 1. Dezember 2007 die Zahlungsansprüche aus den von der AVV erworbenen und übertragenen Darlehensforderungen in Höhe von TEUR 33.877 erlassen. Mit Beschluss vom 21. Dezember 2007 hat die Hauptversammlung dem Abschluss eines Ergebnisabführungsvertrages zwischen der GNL und der KW zugestimmt. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 27. Dezember 2007. Im Geschäftsjahr 2007 hat die Gesellschaft ihre Geschäftstätigkeit im Rahmen der langfristigen Verträge mit den Stadtwerken Leipzig fortgesetzt und damit ihren Beitrag zu einer stabilen Erdgasversorgung in Leipzig geleistet. Die von der Stadtwerke Leipzig Netz GmbH geleistete Vergütung des Geschäftsjahres beträgt TEUR 16.429 (i. Vj. TEUR 33.129 auf Basis des Dienstleistungsvertrages mit den Stadtwerken Leipzig). Lage der GesellschaftErtragslage Die außerordentlichen Erträge resultieren aus einem Ertragszuschuss der KW in Höhe von TEUR 33.877, der dem Ausgleich des bestehenden Verlustvortrages bei der Gesellschaft diente. Die Aufwendungen für die Betriebsleistung (einschließlich Abschreibungen und betriebliche Steuern) in Höhe von TEUR 7.565 (i. Vj. TEUR 23.841) und das Finanzergebnis in Höhe von TEUR-4.727 (i. Vj. TEUR 5.561) werden in voller Höhe durch die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 16.429 (i. Vj. TEUR 33.129) gedeckt. Unter Berücksichtigung des betriebsneutralen Ergebnisses in Höhe von TEUR-34 (i. Vj. TEUR-55) und der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR 23 (i. Vj. TEUR 56) weist die Gesellschaft für das Geschäftsjahr ein Ergebnis nach Ertragsteuern vor Ergebnisabführung in Höhe von TEUR 4.080 (i. Vj. Jahresüberschuss TEUR 3.615) aus. Nach Einstellung von TEUR 5 in die gesetzliche Rücklage und der Passivierung der Ausgleichszahlungen an die außenstehenden Aktionäre (außerordentliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 5) stehen TEUR 4.070 zur Ergebnisabführung zur Verfügung. Vermögens- und Finanzlage Nachfolgende Übersicht ergibt sich nach Zusammenfassungen und Saldierungen aus den Bilanzen der letzten beiden Jahre. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind als langfristig behandelt. Auf Grund der in Vorjahren vorgenommenen Sonderabschreibungen sind die Vermögens- und die Finanzlage und diesbezügliche Kennzahlen nur eingeschränkt aussagefähig. Aktiva
Das Gesamtvermögen bzw. -kapital der GNL in Höhe von TEUR 81.513 hat sich gegenüber dem Vorjahr (TEUR 85.303) verringert. Dies ist vermögensseitig vor allem durch die Verminderung des Anlagevermögens verursacht. Kapitalseitig war neben der Erhöhung des Eigenkapitals durch die Umstellung und den Ausgleich des Verlustvortrages eine Verminderung sowohl der langfristigen wie auch der kurzfristigen Verbindlichkeiten zu verzeichnen. Kennziffern
Über die Liquiditätssituation und die finanzielle Entwicklung gibt die folgende Kapitalflussrechnung Aufschluss:
Mitarbeiter Im Jahr 2007 waren bei der GNL keine Mitarbeiter beschäftigt. Nachtragsbericht Es liegen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Geschäftsjahr vor, die eine wesentliche Auswirkung auf den Geschäftsverlauf unserer Gesellschaft hatten. Chancen und Risiken Die Risikosituation der GNL wurde durch das am 13. Juli 2005 in Kraft getretene Zweite Gesetz zur Neuregelung des Energiewirtschaftsrechtes (EnWG) tangiert. Insbesondere erstreckt sich die durch die Bundesnetzagentur beaufsichtigte Liberalisierung der Energienetze nun auch auf die Gasnetze. Den Ergebnisrisiken der Gesellschaft, die Vergütung nicht in ausreichendem Maße an die Kostensteigerungen anzupassen, trägt die Geschäftsführung durch ein Kostencontrolling und -management Rechnung. Mit dem Abschluss der Versicherungen ist möglichen Risiken für das Gasnetz ausreichend Rechnung getragen. Die Zahlungsfähigkeit der GNL war im abgelaufenen Jahr durch eine ausreichende Liquiditätsausstattung gesichert. Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2007 keinen Zins- und Währungsrisiken ausgesetzt. Prognosebericht Das bestehende Vertragskonstrukt ist den geänderten Rahmenbedingungen angepasst. Die GNL verpachtet der Stadtwerke Leipzig Netz GmbH die das Gasnetz in der Stadt Leipzig bildenden Rohrleitungen, Anlagen, Einrichtungen und Zähler. Die Umsatzerlöse werden im Jahr 2008 nahezu unverändert bleiben. Erforderliche Investitionen werden gemäß dem zwischen der Stadtwerke Leipzig Netz und der GNL abschließend abgestimmten Investitionsplan durchgeführt. Der Schwerpunkt der Investitionen in 2008 wird bei Ersatzinvestitionen im Leitungsbau und bei Neuanschlüssen liegen. Die Gesellschaft wird im Geschäftsjahr 2008 weitere Maßnahmen zur Kostensenkung und Kapitalstärkung umsetzen.
Leipzig, am 16. Januar 2008 Adam Stanyer, Vorstand Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss -bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der GNL Gasnetz Leipzig AG, Leipzig, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2007 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstandes der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstandes sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Leipzig, den 17. Januar 2008 KPMG
Deutsche Treuhand-Gesellschaft
Dr. Flascha Wirtschaftsprüfer Schultze, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratesDer Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft. Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung aufgrund der Vorstandsberichte und gemeinsamer Sitzungen mit dem Vorstand laufend überwacht. Der Aufsichtsrat hat von dem Prüfungsbericht des Abschlussprüfers zustimmend Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung sind Einwendungen nicht zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss gebilligt; dieser ist damit festgestellt.
Leipzig, den 28.01.2008 GNL Gasnetz Leipzig AG Der Vorsitzende des Aufsichtsrates Raimund Otto |
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