W21 Immobilien GmbH & Co. KG
Selbe AdresseBauträger für Wohngebäude
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
André Kowalew seit 29.7.2005 | Geschäftsführer |
Viktor Strijitski seit 21.6.2002 | Geschäftsführer |
Andrej Kovalev seit 3.4.2002 | Geschäftsführer |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Dovgan GmbHHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für 2023
Anhang für 2023Allgemeine Hinweise Die DOVGAN GmbH hat ihren Sitz in Hamburg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter HRB 64516 eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. Handelsgesetzbuch (HGB) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen für das abnutzbare Anlagevermögen, angesetzt. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Geringwertige Anlagegegenstände mit Einzelanschaffungskosten bis 800,00 EUR werden analog den steuerlichen Vorschriften im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt bei den technischen Anlagen und Maschinen sowie den anderen Anlagen sowie der Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 3 und 15 Jahren. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit ihrem Nennwert bilanziert. In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen, eingestellt. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt, der als Anlage zum Anhang beigefügt ist. Angaben zum Anteilsbesitz
* Jahresabschlüsse zum 31. Dezember 2023
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von 149 TEUR ausgewiesen (i.V.: 114 TEUR). Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Beträge im Folgejahr abzugsfähige Vorsteuern in Höhe von 9 TEUR (i.V.: 104 TEUR), die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen. Weiterhin sind Erträge aus der Abgrenzung von Werbekostenzuschüssen an Lieferanten in Höhe von 520 TEUR (i.V.: 0 TEUR) enthalten. Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen in Höhe von 59 TEUR (i.V.: 12 TEUR). In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegenüber Gesellschaftern von 18 TEUR (i.V.: 19 TEUR) enthalten. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt 145 TEUR und ist voll eingezahlt. Die Kapitalrücklage für andere Zuzahlungen der Gesellschafter in das Eigenkapital beträgt 209 TEUR. Übrige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Kundenboni und Skonti gebildet. Verbindlichkeiten In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden Verbindlichkeiten gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von 633 TEUR ausgewiesen (i.V.: 821 TEUR). Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind zum Stichtag in Höhe von 924 TEUR (i.V.: 978 TEUR) durch Grundschulden auf Grundstücken der Gesellschaft besichert. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern von 0 TEUR (i.V.: 8 TEUR) enthalten. Haftungsverhältnisse Für die Sicherung der Investitionsfinanzierung des neuen Standorts am Großmoordamm 100 in Hamburg hat die Gesellschaft zugunsten der W21 Immobilien GmbH & Co. KG Grundschulden auf bestehendes Grundvermögen in Höhe von 2.350 TEUR bestellt. Weiterhin sind zukünftige Mietforderungen der Gesellschaft aus Miet-/Pachtverträgen eines bestehenden Standorts der Gesellschaft zur Sicherung der Investitionsfinanzierung abgetreten. Eine Darlehensauszahlung ist hierbei an die W21 Immobilien GmbH & Co. KG noch nicht erfolgt, sodass aus diesem Grund zum Zeitpunkt der Berichterstattung mit einer Inanspruchnahme dieser Sicherheiten nicht zu rechnen ist. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von 18.621 TEUR (i.V.: 1.993 TEUR) aus Miet- und Leasingverpflichtungen für die Büro- und Lagerimmobilien (18.164 TEUR) sowie für die Geschäftsausstattung (457 TEUR) der Gesellschaft, davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr in Höhe von 698 TEUR (i.V.: 487 TEUR), mit einer Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahre in Höhe von 5.361 TEUR (i.V.: 1.248 TEUR) und über fünf Jahre in Höhe von 12.562 TEUR (258 TEUR). Für den neuen Standort der Gesellschaft am Großmoordamm 100 in Hamburg hat die Gesellschaft eine langfristige Mietvereinbarung bis 2039 mit der Objektgesellschaft W21 Immobilien GmbH & Co. KG im Gesamtvolumen von 16.880 TEUR geschlossen. Der Abschluss der Leasing- und Mietverträge dient der langfristigen Steuerung der Liquiditätssituation sowie der Verbesserung der Eigenkapitalrelation. Risiken bestehen insbesondere durch die Fixierung der Ausgabenstruktur über die vertragliche Laufzeit. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse (vor Abzug der direkt mit dem Umsatz verbundenen Steuern und vor Erlösschmälerungen) setzen sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt zusammen.
Die Gesellschaft betreibt den Vertrieb an Kunden überwiegend im deutschen Groß- und Einzelhandel. In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Steuererträge aus steuerlichen Verlustrückträgen in Vorjahre in Höhe von 161 TEUR (i.V.: 0 TEUR) enthalten. Sonstige Angaben Zu Geschäftsführern der Gesellschaft sind die Herren Andre Kowalew, Kaufmann, sowie Victor Strizhitskiy, Kaufmann, bestellt. Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind Verrechnungskonten von Mitgliedern des Geschäftsführungsorgans mit 18 TEUR (i.V.: 19 TEUR) enthalten; sie werden fremdüblich verzinst. Die Dovgan GmbH ist persönlich haftende Gesellschafterin ohne Kapitalbeteiligung der W21 Immobilien GmbH & Co. KG, Hamburg. Der Abschlussprüfer hat für das Geschäftsjahr 2023 für Abschlussprüfungsleistungen ein Honorar in Höhe von 17 TEUR, für Steuerberatungsleistungen in Höhe von 7 TEUR sowie für sonstige Leistungen ein Honorar in Höhe von 50 TEUR berechnet. Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres 2023 beschäftigten Mitarbeiter beträgt:
GewinnverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag 2023 in Höhe von 802.216,41 EUR mit dem vorhandenen Gewinnvortrag in Höhe von 5.008.790,93 EUR zu verrechnen und auf neue Rechnung vorzutragen. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag haben sich nicht ergeben.
Hamburg, den 13. September 2024 Andre Kowalew Victor Strizhitskiy Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen des Unternehmens Die DOVGAN GmbH ist ein inhabergeführtes Unternehmen mit Sitz in Hamburg und bundesweit größter Großhändler für osteuropäische Lebensmittel sowie ein Importeur und auch Inhaber der renommiertesten osteuropäischen Marken. Wir betreiben den Vertrieb von Lebensmitteln, Spirituosen und anderen Produkten aus "Osteuropa-", "Adria-" und "Türkei-" Sortimenten als Systemlieferant an unsere Kunden im deutschen Einzel- und Großhandel. Zu unseren Kunden zählen bedeutende Einzelhandelsketten und Marktführer. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Geschäftsverlauf Der Russland-/Ukraine-Krieg und die hiermit einhergehenden wirtschaftlichen Auswirkungen der weltweit deutlich ansteigenden Inflation, hohen Energiepreisen sowie der deutlichen Anhebung der Leitzinsen der Zentralbanken zur Bekämpfung der Inflation haben auch im Jahr 2023 negative Auswirkungen auf die gesamte Weltwirtschaft sowie auch auf die deutsche Wirtschaft gezeigt. Trotz der in 2023 einsetzenden Inflationsrückgänge haben das weiterhin hohe Preisniveau, die weiterhin hohen Zinsen sowie die rückläufige Nachfrage zu einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,3% in Deutschland geführt (Quelle Statista). Der Großhandel mit Nahrungs- und Genussmitteln, Getränken und Tabakwaren und der Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland konnte sich laut der Statistik (Quelle Statista) den Auswirkungen des höheren Preisniveaus bei Rohstoffen und Energiepreisen sowie auch den Engpässen in Lieferketten und ansteigende Transportkosten nicht entziehen. Im Jahr 2023 ging der reale Umsatz im Lebensmitteleinzelhandel gegenüber dem Vorjahr um 3,9% zurück. Seit dem coronabedingten Höchstzuwachs von 5,4% im Jahr 2020 sanken die realen Umsätze in den drei folgenden Jahren kontinuierlich. Die nominalen Umsätze im Lebensmitteleinzelhandel stiegen hingegen aufgrund der stark gestiegenen Lebensmittelpreise um 5,9% gegenüber 2022 an (im Vorjahr 5,5%). Im Vergleich zur Branchenentwicklung war die Absatzsituation im Berichtsjahr 2023 für DOVGAN sehr positiv. DOVGAN konnte wieder einmal auf eine positive Umsatzentwicklung im Geschäftsjahr 2023 zurückblicken. Die positive Marktpositionstendenz ist aufgrund der Vergrößerung der Zielgruppe wegen des offenen Arbeitsmarktes für Osteuropäer weiterhin gegeben. Das Marktumfeld hat sich hinsichtlich der Margenentwicklung bei DOVGAN deutlich eingetrübt. Die inflations- bzw. preisbedingt ansteigenden Materialeinkäufe und allgemeinen Kostensteigerungen bei DOVGAN einerseits sowie die ansteigenden Lebensmittelpreise und hiermit einhergehende Zurückhaltung der Verbraucher im Lebensmitteleinzelhandel andererseits haben sich negativ auf die Margenentwicklung 2023 ausgewirkt und zu einer deutlich negativen Ertragslage geführt. Die Margenentwicklung im Jahr 2023 war zudem von einem komplexen Zusammenspiel aus steigenden Kosten, Preisanpassungen und Veränderungen im Konsumentenverhalten geprägt. Vor dem Hintergrund des Russland-/Ukraine-Kriegs standen die Lebensmitteleinzelhandelskunden Flächenerweiterungen einhergehend mit der Optimierung und der Steigerung der Artikelanzahl in den bestehenden vielfältigen " Osteuropa-" "Adria-" und "Türkei"-Sortimenten weiterhin grundsätzlich kritisch gegenüber. Unser Gesamtsortiment besteht aus den Hauptrichtungen:
Erwartungsgemäß ist der Absatz insbesondere wegen der Einführung von Produkten im Frische-Sortiment, insbesondere bei den Milchprodukten, sowie im Zentrallagergeschäft im Vorjahresvergleich um ca. 13% gestiegen. Auf Grund der erfolgreichen Entwicklung des Listungsgeschäfts mit nationalen Discountern wie Lidl, Aldi und Norma haben wir in diesem Bereich den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr steigern können (27,1%). Das Aktionsgeschäft wurde wieder erfolgreich fortgesetzt. Weiterhin haben wir im Berichtsjahr 2023 die Distribution von Zentrallager-Artikeln des Frische- und Trockensortiments größerer Markenhersteller aus Osteuropa und der Türkei weiter ausgeweitet (z. B. nationale Listungen im Zentrallager und auch im internationalen Spezialitätenbereich für die Frische-Waren unserer gelben Linie im Käsebereich (körniger Frischkäse und Zopfkäse) sowie der weissen Linie diverser Milcherzeugnisse (Plombir Kefir, Ayran und Yogurtgetränk, Quarksnack)). Mit den Markenherstellern konnten die Marketing- und Werbebudgets vor dem Hintergrund des nach wie vor präsenten Kriegsgeschehens stabilisiert werden. Die Maßnahmen zur Absatzförderung haben sich stabil entwickelt. Die im Vorjahr prognostizierte Umsatzsteigerung vor Erlösschmälerungen und direktem Steuerabzug gegenüber 2022 von ca. 8% bis 10% konnte in 2023 mit einem Umsatzanstieg von 13,2% zufriedenstellend erreicht werden. Das Jahresergebnis wurde jedoch für 2023 deutlich negativ erwartet. Aufgrund des herausfordernden Umfelds sowie des rückläufigen Rohertrags ist die negative Ergebnisprognose für 2023 mit dem erzielten Jahresfehlbetrag von -802 TEUR eingetreten. 2.2 Lage Ertragslage Die Umsatzerlöse sind aufgrund der zuvor genannten Geschäftsentwicklung infolge der Vertriebs- und Marketingmaßnahmen im Berichtsjahr um 20.163 TEUR bzw. 13,4% gestiegen. Die größten Umsatzanteile liegen hierbei in den Bereichen tiefgefrorene Nahrungsmittel (28,9%), Konserven (15,1%), Spirituosen (12,5%), frische Artikel (12,9%) sowie Süßwaren (10,6%). Die Umsatzanteile haben sich hierbei gegenüber dem Vorjahr bis auf den Bereich Konserven ansteigend entwickelt. Der Materialaufwand ist umsatz- und preisbedingt ebenfalls um 17.726 TEUR bzw. 14,8% gestiegen. Die inflations- bzw. preisbedingt ansteigenden Materialeinkäufe konnten hierbei nur anteilig in die bestehenden Absatzpreisvereinbarungen bei den Lebensmitteleinzelhändlern umgesetzt werden. Das Branchenumfeld im Lebensmitteleinzelhandel stellte sich in 2023 aufgrund der Preissensibilität der Verbraucher als herausfordernd dar. Der Rohertrag (Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand) ist gegenüber dem Vorjahr um 2.437 TEUR bzw. 8,1% auf 32.541 TEUR gestiegen. Die Rohmarge hat sich jedoch weiter um 1,0%-Punkte auf 19,1% (i.V.: 20,1%) verringert. Die Personalkosten sind insbesondere aufgrund von weiteren Neueinstellungen und Gehaltsanpassungen um 855 TEUR bzw. 13,6% angestiegen. Die Personalkosten sind hierbei auch durch die Übernahme der Lagerlogistik in Rostock (Kühl- und Tiefkühllager) in 2023 beeinflusst. Der sonstige betriebliche Aufwand (saldiert mit den sonstigen betrieblichen Erträgen) hat um 2.029 TEUR bzw. 8,6% überwiegend durch die umsatzbedingt höheren Vertriebskosten (Kosten der Warenabgabe sowie Werbekosten) sowie Raumkosten aufgrund von Lagerflächenerweiterungen zugenommen. Das Betriebsergebnis (Ergebnis vor Ertragsteuern und Finanzergebnis) hat aufgrund der rückläufigen Rohertragsmarge sowie der ansteigenden Personal- und sonstigen betrieblichen Aufwendungen insgesamt mit -512 TEUR (i.V.: 20 TEUR) weiter deutlich abgenommen. Das Beteiligungs- und Finanzergebnis beträgt aufgrund des zinsbedingt ansteigenden Finanzierungsaufwands -451 TEUR (i.V.: -168 TEUR). Nach Berücksichtigung von Ertragsteuererstattungen aufgrund von Verlustrückträgen von +161 TEUR (i.V.: 0 TEUR) wird das Jahresergebnis in Höhe von -802 TEUR (i.V.: -148 TEUR) negativ ausgewiesen. Vermögens- und Finanzlage Das Vermögen unserer Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr weiter erhöht. Insgesamt ist die Bilanzsumme aufgrund der gestiegenen Gesamtleistung um 10.812 TEUR bzw. 28,4% auf 48.905 TEUR gestiegen. Das Anlagevermögen wird im Berichtsjahr in Höhe von 2.697 (i.V.: 2.635 TEUR) ausgewiesen. Die Investitionen in 2023 belaufen sich auf insgesamt 547 TEUR (i.V.: 335 TEUR) und betreffen die Software (110 TEUR), im Bereich der Sachanlagen (307 TEUR) überwiegend Maschinen sowie die sonstigen Ausleihungen (130 TEUR). Weiterhin ist der Vermögensbereich im Umlaufvermögen durch die ansteigenden Vorräte und kurzfristigen Forderungen geprägt. Die kurzfristigen Forderungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um 7.469 TEUR auf 31.694 TEUR erhöht. Darin werden im Wesentlichen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 30.128 TEUR (i.V.: 22.548 TEUR) ausgewiesen. Die Vorräte werden aufgrund des Aktionsgeschäfts sowie der Sicherstellung der Lieferbereitschaft Anfang Januar 2024 mit 10.704 TEUR um 869 TEUR ebenfalls leicht höher gezeigt (i.V.: 9.835 TEUR). Die sonstigen Vermögensgegenstände betragen nahezu unverändert 1.625 TEUR (i.V.: 1.690 TEUR). Hierin enthalten sind Abgrenzungen für Forderungen aus Werbekostenzuschüsse an Lieferanten für 2023 (520 TEUR) sowie Darlehensforderungen an die W21 Immobilien GmbH & Co. KG aus der Verauslagung von Bauvorbereitungskosten für den neuen Standort der Gesellschaft in Hamburg (590 TEUR). Die liquiden Mittel haben sich stichtagsbedingt auf 3.695 TEUR erhöht (i.V.: 1.315 TEUR). Im Kapitalbereich entspricht das Jahresergebnis 2023 in Höhe von -802 TEUR bei einem Eigenkapital von 4.561 TEUR einer Eigenkapitalrentabilität von -17,6% (i.V.: -2,8%). Die Eigenkapitalquote liegt bei 9,3% (i.V.: 14,1%) und ist gegenüber dem Vorjahr aufgrund des Jahresfehlbetrags sowie der zugenommenen Bilanzsumme um 4,8%-Punkte gesunken. Zum Abschlussstichtag bestanden Bankdarlehen zur Finanzierung von Anlagevermögen mit einem langfristigen Anteil in Höhe von 869 TEUR (i.V.: 905 TEUR). Innerhalb des Kapitalbereichs werden weiterhin kurzfristige Verbindlichkeiten (einschließlich Rückstellungen) in Höhe von 43.475 TEUR (i.V.: 31.812 TEUR) ausgewiesen. Hier werden insbesondere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (7.854 TEUR, i.V.: 3.580 TEUR), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (30.829 TEUR, i.V.: 23.123 TEUR) sowie kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten (636 TEUR, i.V.: 786 TEUR) gezeigt. Die Lieferantenverbindlichkeiten haben gegenüber dem Vorjahr um 7.706 TEUR aufgrund des ansteigenden Geschäftsvolumens im 4. Quartal 2023 sowie auch finanzierungsbedingt zugenommen. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten überwiegend die laufenden Umsatzsteuerverbindlichkeiten der Gesellschaft. Unsere Finanzlage ist im Geschäftsjahr 2023 trotz des Jahresfehlbetrags von -802 TEUR noch als stabil zu bezeichnen. Die Vermögens- und Kapitalstruktur ist überwiegend unverändert. Das Anlagevermögen (2.697 TEUR) hat einen Anteil von 5,5% an der Bilanzsumme und ist vollständig durch das Eigenkapital von 9,3% (4.561 TEUR) und die langfristigen Verbindlichkeiten von 1,8% (869 TEUR) gedeckt. Die Vorräte (10.704 TEUR) und die kurzfristigen Forderungen (31.694 TEUR) von insgesamt 42.398 TEUR decken nahezu vollständig die kurzfristigen Verbindlichkeiten (43.475 TEUR) einschließlich der kurzfristigen Finanzierung bei Banken von 7.800 TEUR. Unter Berücksichtigung der liquiden Mittel (3.695 TEUR) ist die Finanzlage ausgeglichen. Finanzielle Leistungsindikatoren Wir verwenden für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatzerlöse, Rohertragsmarge sowie Betriebsergebnis. Die Rohertragsmarge berechnen wir mit dem Matrialaufwand im Verhältnis zu den Umsatzerlösen. Unsere wirtschaftliche Lage hat sich bei weiterhin gegenüber dem Vorjahr ansteigenden Umsatzerlösen (+20.163 TEUR bzw. +13,4%) infolge der sinkenden Rohertragsmarge sowie umsatz- und inflationsbedingt ansteigenden Aufwendungen insgesamt deutlich verschlechtert. Das Betriebsergebnis in 2023 wird mit -512 TEUR negativ ausgewiesen. In 2023 wurde ein negatives Jahresergebnis in Höhe von -802 TEUR erzielt. 3. Prognosebericht Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens für 2024 entsprechend der nach wie vor bestehenden gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen auch infolge des Russland-Ukraine-Krieges seit dem 24.02.2022 weiterhin als herausfordernd. DOVGAN hat auf Basis der aktuellen Kenntnisse die möglichen Auswirkungen der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung auf die Geschäftsentwicklung bewertet und in der Prognose für die erwartete Ertragslage des Jahres 2024 berücksichtigt. DOVGAN geht hierbei davon aus, dass die Erholung bzw. Normalisierung der allgemeinen wirtschaftlichen Lage weiter fortgeführt werden kann. Aktuell wird für Deutschland ein leichtes Wirtschaftswachstum erwartet, wobei sich die erwartete Erholung aktuell verzögert. Die Einschätzungen über konkrete wirtschaftliche Auswirkungen sind jedoch noch mit Unsicherheiten verbunden, so dass die tatsächliche Entwicklung der Ertragslage von der Prognose abweichen kann. Die Lebensmittelbranche hat die Auswirkungen der Corona-Pandemie im Geschäftsverlauf von 2020 bis 2023 gut verkraftet und grundsätzlich eine weitere positive Entwicklung des gesamten Lebensmittelmarkts generiert. Die inflationsbedingt ansteigenden Lebensmittelpreise führten jedoch zu einer Kaufzurückhaltung bzw. -sensibilisierung bei den Endkunden. Hierbei ist festzustellen, dass sich der Preisauftrieb in der zweiten Jahreshälfte 2023 zunehmend verlangsamte. Die Gesellschaft konnte aufgrund dessen ebenfalls eine weitere Umsatzsteigerung verzeichnen. Die Konzentration auf wenige Großhändler und Anbieter von Ost-Europäischen Spezialitäten und Produkte auf dem Lebensmittelmarkt hat zugenommen. Aufgrund der Marktstellung von DOVGAN sieht sich die Gesellschaft in diesem Wettbewerbsumfeld vorteilhaft positioniert. Die Geschäftsentwicklung war seit dem ersten Quartal 2022 jedoch geprägt vom Russland-Ukraine-Krieg und hat sowohl den Absatz aber auch die Beschaffung und Logistik der Gesellschaft wesentlich beeinflusst. Der Absatz und der Umsatz wurden hierbei jedoch erfolgreich stabilisiert und fortgeführt. Weiterhin konnte die Gesellschaft die Artikel russischer Herkunft einschließlich der Spirituosen durch in den baltischen Ländern und der Ukraine produzierte Artikel erfolgreich ersetzen. Eine Entscheidung der europäischen Union hat den zoll- und steuerfreie Warenimport aus der Ukraine erlaubt. Der Lebensmitteleinzelhandel hat die Listungsanpassungen von DOVGAN im Jahr 2024 deutlich schneller vorgenommen. Im Jahr 2023 hingegen war es nicht oder nur erschwert möglich, Optimierungsmaßnahmen in den Listungen umzusetzen. Die Umsatzentwicklung 2024 ist davon getragen, dass die osteuropäischen Sortimente im Vergleich zu 2023 noch mehr den Fokus bei den Lebensmitteleinzelhandelskunden in Deutschland finden. Es wird grundsätzlich eine weitere positive Umsatzentwicklung bei den bestehenden Sortimenten gesehen. Hinzu kommen zusätzliche Listungen im Lebensmitteleinzelhandel bei Norma und besonders bei Lidl. Das Sortiment wird durch die Einführung der ukrainischen Marke Veselka für die neue wachsende ukrainische Zielgruppe in Deutschland gestärkt. Die Umsatzentwicklung in 2024 und 2025 wird auch durch die demografischen Änderungen in Deutschland aufgrund des Russland-/Ukraine-Kriegs getragen und führt zur weiteren positiven Entwicklung des Aktions- und Listungsgeschäfts bei den Discountern. Die demografischen Veränderungen in Deutschland im Jahr 2024 haben die Erwartungen von DOVGAN übertroffen. Die Zielgruppe bei den Lebensmitteleinzelhandelskunden ist dadurch weiter gewachsen. Um die Unabhängigkeit von den Markenherstellern und Produzenten zu forcieren und eine Verbesserung der Margen-/Preiskalkulation zu erzielen, wird die Übernahme mehrerer Artikel unter der Marke DOVGAN wie z.B. der Marke "Lewandowski" für weitere Artikel des polnischen Sortiments, "Bazar" für das Adria-Sortiment, "Dogan Halal" für das Türkei- und Orient-Sortiment sowie "Veselka" für das Osteuropa-Sortiment ausgeweitet. Das Aktionsgeschäft konnte nach der verhaltenen Entwicklung in 2022 und 2023 zum Ende des Geschäftsjahres 2023 und im Verlauf des 2024 mit guten Werbe- und Umsatzerfolgen aufgenommen und neu belebt werden. Auf Grund der weiteren Ausweitung des Frische-Sortiments und Tiefkühlgeschäft wurde in 2023 die Lagerfläche in Rostock übernommen und optimiert und eine weitere Lagerfläche im Fischerei Hafen Rostock angemietet (einschließlich Tiefkühllager). Im osteuropäischen Beschaffungsmarkt haben sich allgemein und auch infolge des Russland-Ukraine-Kriegs teilweise erhebliche Preissteigerungen im Bereich der Rohstoffe ergeben. Die Logistik mit der Versorgung der Rohwaren aus den osteuropäischen Bezugsgebieten aufgrund der allgemeinen aber auch krisenbedingten Verknappung der Transportkapazitäten hat sich in 2024 stabilisiert. Lieferungen aus der Ukraine waren an der Grenze zu Polen durch Stand- und Wartezeiten erschwert. Im Lager- und Logistikbereich wirkt sich aktuell auch die krisenbedingt deutliche Erhöhung des Energiepreisniveaus kostensteigernd aus. In Hinblick auf die Beschaffung werden wir unsere größte Aufmerksamkeit den Erntewaren (betrifft diverse Cerealien und Gemüsekonserven) widmen, um die Lieferverpflichtungen mit unseren Kunden nicht zu beeinträchtigen. Wir rechnen weiterhin mit einem stabilen Beschaffungsmarkt, welcher durch anhaltende Preissteigerungstendenzen geprägt ist. Die ansteigenden Rohwarenpreise sowie die weiteren allgemeinen Kostensteigerungen im Bereich Lager und Logistik sind in 2024 zunehmend in die bestehenden Absatzkontrakte mit dem Lebensmitteleinzelhandel eingeflossen, was die Margensituation von DOVGAN im 1. Halbjahr 2024 spürbar verbessert hat. Das Markt- und Umsatzpotential von DOVGAN ist nach wie vor als deutlich positiv zu bezeichnen. Das Branchenumfeld im Lebensmitteleinzelhandel ist aufgrund der bestehenden inflationsbedingten Preissensibilität für notwendige Preissteigerungen als weiterhin anspruchsvoll einzuschätzen. Eine Entspannung wird jedoch seitens DOVGAN im Verlauf des Geschäftsjahres 2024 durch die hohen Anfragen aus den Vertriebslinien erwartet. Die Prognose der Nachfragezuwächse hat sich bislang im Geschäftsverlauf 2024 auch positiv bestätigt. Es werden seit Ende 2022 bzw. verstärkt im Jahresverlauf 2024 die Investitionen für einen neuen Standort in Hamburg geplant, um die logistischen Prozesse weiter zu verbessern und die weitere Unternehmensentwicklung und Umsatzsteigerung sichern zu können. Die Investitionen im Gesamtvolumen von ca. 16 Mio. EUR werden hierbei beginnend ab 2024 über eine eigene Immobilienprojektgesellschaft, die W21 Immobilien GmbH & Co. KG, intensiviert durchgeführt. Der Standort wird von DOVGAN langfristig angemietet und nach aktueller Planung Ende 2025 fertig gestellt. Im Jahr 2023 konnte DOVGAN Marktanteile sowohl bei dezentralen als auch zentralen Geschäften im LEH (Lebensmitteleinzelhandel) gewinnen. Dies führte jedoch zu einer Verschlechterung der Margen und damit einhergehend zu der deutlichen Verlustsituation in 2023. Im Geschäftsjahr 2024 ist es gelungen, die Anzahl der Zentrallisten bei Discountern zu erhöhen, beispielsweise bei Lidl (Taschki 1,0 kg, Plombir 8 St., Kefir 1,0 L) oder bei Norma (Frischkäse, Käsezopf, Taschki 500 g). Zudem haben vermehrte Aktionen bei Netto, Lidl und Kaufland zu weiteren Umsatzsteigerungen geführt. Gegenüber 2023 ist die aktuelle Ertrags- und Ergebnisverbesserung auf die Entwicklung neuer Artikel unter der Eigenmarke DOVGAN, wie Lewandowski, Bazar, DOVGAN Family, DOVGAN Halal und Plombir, zurückzuführen. Diese Artikel ersetzen die zunehmend teurer werdenden Markenprodukte aus Osteuropa, wie Prinz Polo und Nestlé Polen (Knurt). Diese Entwicklung sichert Dovgan Preisstabilität und bietet die Möglichkeit, Produktionsstandorte flexibel zu wechseln. Dadurch werden zunehmend Marktanteile mit der Marke DOVGAN gewonnen. In der Planung für 2024 gehen wir weiterhin von einer deutlichen Umsatzsteigerung zwischen 9% bis 11% aus. Per Juli 2024 lag der Umsatzanstieg gegenüber dem Vorjahr bei ca. 16%. Das Jahresergebnis vor Steuern liegt per Juli 2024 aufgrund der deutlich verbesserten Entwicklung des Rohertrags und der Rohertragsmarge mit knapp 1,0 Mio. EUR deutlich über dem Vorjahr. Bei einem planmäßigen Geschäftsverlauf wird für 2024 ein Jahresergebnis nach Steuern erwartet, dass bei etwa 0,6 Mio. EUR liegen wird. Die Ergebnisprognose ist hierbei wiederum von der strategischen Entwicklung der Werbe- und Distributionsaktivitäten beeinflusst. 4. Chancen- und Risikobericht 4.1 Risikobericht Risikomanagementsystem Als Instrument zur Unternehmenssteuerung haben wir ein Risikomanagementsystem eingeführt, das unsere Geschäftsführung und Führungskräfte bei der Handhabung der unternehmerischen Risiken unterstützen soll. Mit diesem Risikomanagementsystem wird die notwendige Voraussetzung für eine erfolgreiche Weiterentwicklung unserer Gesellschaft zur Erreichung der Unternehmensziele geschaffen und die Sicherung des Unternehmensbestandes durch Früherkennung bestandsgefährdender und sonstiger Risiken mit dem wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erreicht. Ertragsorientierte Risiken Es bestehen die üblichen unternehmerischen Risiken. Die Wettbewerbsrisiken haben aufgrund der deutlichen Überkapazitäten in der Lebensmittelbranche zugenommen. Da unsere Sortimentserweiterung auf die Sortimentsplattformen "Osteuropa-", "Adria"- und "Türkei-" Sortiment echte Wettbewerbsvorteile bietet, gehen wir davon aus, dass unsere leistungswirtschaftlichen Risiken im Vorjahresvergleich eher gesunken sind. Wir gehen davon aus, dass unsere Marktanteile mittelfristig weiter ausgeweitet werden können. Möglicherweise sind jedoch im Zuge der weiteren Sortimentsoptimierungen damit höhere Zusatzkosten für Listungsgebühren verbunden. Wir haben unsere Kompetenz als führender Anbieter von osteuropäischen Sortimenten vergrößert und dadurch noch mehr Akzeptanz von deutschen Retailern erreicht. Die Wirtschaft in Osteuropa (einschließlich Moldawien, Bulgarien, Baltikum und Kroatien) hat sich im Jahr 2024 stabilisiert. Bei unseren Lieferanten sind die Einkaufspreise im osteuropäischen Beschaffungsmarkt konstant geblieben. Im Gegensatz zum Vorjahr muss DOVGAN keine Preiserhöhungen hinnehmen, die nicht an die Lebensmitteleinzelhandelskunden weitergegeben werden können. Auch die Energiepreise in der Produktion in Osteuropa haben sich stabilisiert, was DOVGAN mehr Sicherheit bei der Preisgestaltung bietet, insbesondere im Vergleich zu den Produktionskostensteigerungen in Deutschland. Infolge der weiter fortschreitenden Inflation haben sich deutliche Preissteigerungen im Lebensmittelbereich ergeben. Die Preissteigerungen bewirken eine Kaufzurückhaltung bei den Filialkunden und erschweren den Preisverhandlungsrahmen mit dem Lebensmitteleinzelhandel. Die Preissteigerungstendenzen sind aktuell abnehmend zu beobachten. Im Jahr 2024 können Preisforderungen von DOVGAN bei LEH-Kunden deutlich schneller umgesetzt werden. Im laufenden Jahr 2024 werden Lieferungen von ertragsschwachen Artikeln eingestellt, ohne das Risiko einer Auslistung im Lebensmitteleinzelhandel einzugehen. Finanzwirtschaftliche Risiken Die Gesellschaft finanziert sich über das Eigenkapital sowie über Bank- und Lieferantenverbindlichkeiten. Entsprechend des ansteigenden Geschäftsvolumens steht die Gesellschaft in ständigem Austausch mit den Lieferanten und aktuell aufgrund der verschlechterten Ertragslage in 2023 auch im Austausch mit den bis auf weiteres unbefristet finanzierenden Hausbanken. Freie Sicherheiten im Umlaufvermögen können in branchenüblichem Umfang im Rahmen der Finanzierung bereitgestellt werden. Zudem plant die Gesellschaft in 2024 zur weiteren Finanzierung des ansteigenden Geschäftsvolumens eine Vorfinanzierung der Forderungen an den Lebensmitteleinzelhandel über deren Kundenportale auszunutzen. Erste Inanspruchnahmen sind im Sommer 2024 erfolgt. Die für das Investitionsprojekt Grossmoordamm 100 in Hamburg für die W21 Immobilien GmbH & Co. KG verauslagten Planungs- und Projektkosten werden nach Auszahlung der abgerufenen Darlehensfinanzierung der finanzierenden Bank bei der W21 Immobilien GmbH & Co. KG an DOVGAN zurückgeführt. Zurzeit befindet sich die finanzierende Bank vor dem Hintergrund der abgeschwächten Ertragslage in 2023 im finalen Austausch zur vereinbarten Projektfinanzierung. Aufgrund der aktualisiert vorliegenden Ertrags- und Liquidtitätsplanung für 2024 und 2025 gehen wir von der unveränderten Fortführung der Finanzierung mit den Lieferanten, Hausbanken und unter Ausnutzung der Vorfinanzierung der Forderungen aus Lieferungen an den Lebensmitteleinzelhandel über deren Kundenportale aus. Aufgrund dieses Prozesses sehen wir die Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens insbesondere vor dem Hintergrund der deutlich verbesserten Ertragslage in 2024 als ausreichend an. Die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft ist durch die deutlich verschlechterte Rentabilität in 2023 negativ beeinflusst. Die Ertrags- und Liquiditätslage war hierbei durch die rückläufige Rohertragsmarge belastet. In 2024 ist es uns per Juli 2024 gelungen, die Ertragskraft signifikant zu stärken und ein positives Ergebnis vor Steuern in Höhe von 1,0 Mio. EUR zu erzielen. Die Steigerung der Rohertragsmarge steht im Mittelpunkt der zukünftigen Geschäftstätigkeit. 4.2 Chancenbericht Auf der Beschaffungsseite können wir auf eine breite Palette von Liefermöglichkeiten zurückgreifen. Bei der Lieferantenauswahl steht absolute Qualität und Zuverlässigkeit der Termine im Vordergrund. Unsere hohen Qualitätsansprüche setzen wir durch Qualitätskontrollen sowohl direkt bei unseren Lieferanten in den Herkunftsländern als auch bei den von uns beauftragten Analytik-Laboren durch. Dem Wettbewerb am Markt, vor allem durch die zunehmende Konkurrenz der Anbieter in unserem Segment, werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen. Die Chancen für die weitere Wettbewerbsstabilität haben sich durch die Erhöhung des Portfolios von Markenartikeln sowie die dezentrale Geschäftserweiterung bei Streckenlieferungen (diverse Leistungen aus einer Hand) noch mehr verbessert. 4.3 Gesamtaussage Insgesamt erwartet die Gesellschaft ein stabiles - jedoch stark preissensibles - Marktumfeld auf der Absatzseite. Die Beschaffungsseite wird durch eine stabile Entwicklung gekennzeichnet. Die Rohmargensituation konnte im Geschäftsverlauf 2024 deutlich veressert werden. Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin in einem schwierigen Wettbewerbsumfeld und dem stagnierenden Preisniveau in der Lebensmittelbranche. Die Gesellschaft ist in der zukünftigen Entwicklung aufgrund der deutlich verschlechterten Rentabilität in 2023 mit einem Jahresfehlbetrag von 802 TEUR negativ beeinflusst. Aktuell ist es der Gesellschaft per Juli 2024 gelungen, die Ertragskraft signifikant zu stärken und ein positives Ergebnis vor Steuern in Höhe von 1,0 Mio. EUR zu erzielen. Die Steigerung des Rohertragsmarge steht im Mittelpunkt der zukünftigen Geschäftstätigkeit. Aufgrund der aktuell vorliegenden Ertrags- und Liquidtitätsplanung 2024 und 2025 gehen wir von der Fortführung der Finanzierung mit den Lieferanten, Hausbanken und unter Ausnutzung der Vorfinanzierung der Forderungen aus Lieferungen an den Lebensmitteleinzelhandel über deren Kundenportale aus. Zudem stehen zur Unterstützung der Finanzierung freie Sicherheiten im Umlaufvermögen zur Verfügung. Die Gesellschaft verfügt über erhebliche stille Reserven im Anlagevermögen im Bereich des bestehenden Grundvermögens. Die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft ist durch die nachhaltig positive Rohertragsmargenentwicklung wesentlich beeinflusst. Risiken der zukünftigen Entwicklung, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, werden aufgrund der positiven Ertrags- und Liquiditätsprognose derzeit nicht gesehen. 5. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Weiterhin werden einzelne Kundenforderungen im Aktionsgeschäft an Kreditinstitute forfaitiert. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Zudem besteht eine Warenkreditversicherung. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden. Verbindlichkeiten werden grundsätzlich innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend durch Eigenmittel, Lieferantenkredite und über Kreditlinien verschiedener Banken. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzposten verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.
Hamburg, den 13. September 2024 Andre Kowalew Victor Strizhitskiy FESTSTELLUNG DES JAHRESABSCHLUSSES ZUM 31. Dezember 2023 Der Jahresabschluss der DOVGAN GmbH zum 31. Dezember 2023 wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 09. Dezember 2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die DOVGAN GmbH, Hamburg: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der DOVGAN GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DOVGAN GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, 13. September 2024 TAXON
GmbH
Jan Ballnus, Wirtschaftsprüfer Udo Bensing, Wirtschaftsprüfer |
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