Stammdaten

Register
Amtsgericht Schwerin HRB 2898
Eingetragen
25.6.1993
Branche
Herstellung von TurbinenHerstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Gipserzeugnissen für den Bau
Gegenstand
ist die Herstellung und der Vertrieb von Bauelementen jeder Art. Die Gesellschaft kann auch andere Erzeugnisse erwerben, herstellen und vertreiben.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Alexander Demps
seit 11.8.2020
Prokura
Markus Schmees
seit 23.8.2006
Vorstandsmitglied

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Drinkuth Aktiengesellschaft

Boizenburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I . Grundlagen unseres Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Wir produzieren an unserem Standort in Boizenburg auftragsbezogen Fenster, Haustüren, Fluchttüren, Schiebetüranlagen und Sonderformen aus Kunststoff und Aluminium sowie Faltanlagen aus Aluminium für unsere Kunden in Deutschland. An unserem Standort in Wittenförden produzieren wir seit September 2022 Fenster, Haustüren, Fluchttüren, Schiebetüranlagen, Sonderformen und Elemente für den Denkmalschutz aus den Rahmenmaterialien Holz und Holz-Aluminium für unsere Kunden.

In geringem Umfang beliefern wir ebenso den Fachhandel im europäischen Ausland mit Elementen. Unsere Produkte und unsere Produktion sind gemäß den Vorgaben der Gütegemeinschaft RAL-zertifiziert und unterliegen einer regelmäßigen externen Kontrolle.

Unser Geschäftsmodell beinhaltet neben dem Verkauf auch eine Reihe von Dienstleistungen. So informieren wir unsere Kunden über den genauen Liefertermin mittels eines Lieferaviso eine Woche vor der Anlieferung. Der Versand unserer Produkte erfolgt auf speziell für unseren Bedarf entwickelten Gestellen, die mit extra dafür vorgerichteten Aufliegern transportiert und beim Kunden vor Ort mit Hilfe eines mitgeführten Gabelstaplers abgeladen werden. Eine Abladehilfe seitens des Kunden ist somit nicht notwendig.

Weiterhin bieten wir eine persönliche Beratung durch unsere Fachberater im Außendienst und einem festen Ansprechpartner im Innendienst.

Wir unterstützen unsere Kunden bei deren Marktpräsenz durch individualisierte Prospekte und Kataloge. Wir stellen unseren Fachhandelspartnern eine Onlinelösung zur Erfassung von Angeboten zur Verfügung. Ebenfalls führen wir im Werk Programm- und Produktschulungen für unsere Kunden und deren Mitarbeiter durch. Über neue technische Entwicklungen informieren wir durch die regelmäßig erscheinenden "Drinkuth News". In den Vertriebsgebieten schulen wir unsere Kunden im Baurecht, zu unserer Angebotssoftware und zu unseren firmeneigenen Marketinginstrumenten sowie zum Thema Endkundenvertrieb.

2. Forschung und Entwicklung

Wir betreiben laufend Weiterentwicklungen mit Hilfe unserer eigenen technischen Abteilung mit dem Ziel, die Verfahrensabläufe und die Produkte zu optimieren sowie neu Märkte zu erschließen oder bestehende zu festigen. Darüber hinaus sind wir auch in der Neuentwicklung von innovativen Produkten tätig. Die Produktentwicklung erfolgt soweit möglich in Kooperation mit unseren Vorlieferanten und den bekannten Brancheninstituten. Die Prüfung der Eigenschaften der neuen Konstruktionen erfolgt durch uns mit eigenen Prüfanlagen, oder bei besonderen Anforderungen von unabhängigen externen Prüfungsinstituten.

II. Wirtschaftsbericht 2023

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zeigen leider erneut gegenüber den Vorjahren starke Veränderungen. Ursache hierfür ist vor allem der russische Angriffskrieg in der Ukraine und die daraus folgenden gegenseitigen Sanktionen, die zu Turbulenzen an den Rohstoffmärkten und unter anderem daraus resultierend zu erheblichen Preissteigerungen von teilweise mehr als 35 Prozent geführt haben.

Wesentliche Änderungen für die Gesamtwirtschaft waren die Preissprünge an den Rohstoffmärkten, die teils massiven Verteuerungen für Energie und damit für energieintensive Produkte und Dienstleistungen. Damit verbunden war eine ungewöhnlich hohe Inflation von bis zu 5,9 Prozent, auf die die europäische Zentralbank mit mehrfachen Leitzinserhöhungen reagierte.

Lieferschwierigkeiten traten in der ersten Jahreshälfte noch in einigen Segmenten auf, die auch unsere Branche betrafen. Als Beispiele sind hier Stahl, Glas oder auch Holz zu nennen.

Aufgrund dieser problembehafteten Rahmenbedingungen erlebte die Baubranche nach vielen guten Jahren in 2023 Rückgänge. Wurden zu Jahresbeginn noch Überhänge abgearbeitet, sank die Anzahl der abzuarbeitenden Objekte im Laufe des Jahres immer weiter. Dies betraf anfänglich besonders die Entwicklung im Neubau wirkte sich im Laufe des Jahres auch auf die Nachfrage im Renovierungssektor aus.

Die Prognosen aus dem Herbst 2022 sagten eine stagnierende leicht rückläufige Entwicklung der Baubranche voraus. Diese wurde im Frühjahr 2023 ungewöhnlich stark korrigiert auf einen Rückgang von 4,5% an benötigten Elementen. Besonders stark wurde der Rückgang im Neubau mit minus 15% eingeschätzt.

Dem folgend bewegte sich der Fenstermarkt über das Gesamtjahr auf einem fallenden Niveau. Zu beobachten war im Wohnungsbau 2023 ein stark rückläufiger Markt. Hier behaupten Elemente aus Kunststoff ihren hohen Marktanteil. Auch die weiteren Verteilungen nach Rahmenarten - wie Holz, Aluminium, Kunststoff-Aluminium und Holz-Aluminium entsprechen den Verteilungen der Vorjahre. Auffällig ist der Rückgang an 3-fach Verglasungen und der entsprechende Anstieg an 2-fach Verglasungen, was mit dem im Vergleich stabileren Zahlen in der Sanierung begründet werden kann. Die massiv steigenden Energiepreise, die Angst der Endverbraucher vor Hauseinbrüchen, das Thema altersgerechtes Wohnen, stellten einen zusätzlichen Anreiz für Haus- und Wohnungseigentümer dar, in die Gebäudemodernisierung zu investieren.

Weiterhin rückläufig bleibt die Entwicklung im Nichtwohnbau, also den gewerblichen Immobilien. Hier schrumpft der Gesamtabsatz des Marktes erneut deutlich. Gründe sind in der Zurückhaltung bei gewerblichen Investitionen, der gestiegenen Baukosten und der Rückgang der benötigten Büroflächen durch verstärkte Homeoffice Nutzung zu finden.

Zu spüren ist die demographische Entwicklung im Land und der daraus resultierende Fachkräftemangel, der auch unsere Branche trifft. Daraus entwickelt sich zwangsläufig eine Steigerung der Lohnkosten, welche zusätzlich durch das Agieren der Politik auf nationaler und europäischer Ebene verstärkt wird. Verstärkt wird dieser Effekt zum einen durch stetige Erhöhungen des Mindestlohnes und die hohe Inflation, die zu Verringerungen der Reallohneinkommen führt. Des Weiteren besteht die Aufgabe für unsere Kunden darin, Montagekapazitäten auch für die Zukunft sicher zu stellen und Nachfolgeregelungen zu finden.

Nach wie vor wird mit Sorge der aggressive Marktauftritt der osteuropäischen Fenster- und Haustürhersteller beobachtet. Dies ist an den Preisunterschieden zu spüren, mit denen um die Gunst der Kunden auf dem deutschen Markt geworben wird.

2. Einfluss externer Faktoren

2.1. Einfluss der Coronapandemie

Die Corona Pandemie hatte für die Drinkuth AG im Jahr 2023 keine direkten Folgen. Allerdings ergaben sich durch hohe Infektionszahlen in China Unregelmäßigkeiten im weltweiten Warenverkehr, damit Lieferverzögerungen im Rohstoffsektor und damit verbunden Verteuerungen bei einzelnen Lieferanten.

2.2. Einfluss des russischen Angriffskrieges in der Ukraine

Der russische Angriff auf seinen Nachbarstaat führte zu einer Reihe von wirtschaftlichen Folgen, welche natürlich auch die Drinkuth AG betrafen. Reduzierte Gaslieferungen führten zu einer extremen Verteuerung energieintensiver Produkte, z.B. Glas und Logistik. Dies konnte durch Lieferungen von Gas aus anderen Bezugsgebieten zwar ausgebremst werden, trotzdem liegen die Energiepreise und damit die materialpreise für energieintensive Produkte auf einem weiterhin im Vergleich zu 2021 deutlich zu hohem Niveau. Durch die Zerstörung der ukrainischen Infrastruktur und Teilen der Industrie sowie der Sanktionen verteuerten sich Metalle stark, z.B. Aluminium und Stahl.

Insgesamt hatte im Jahr 2023 die Industrie genau wie die Bevölkerung mit einer für europäische Verhältnisse hohen Inflation zu kämpfen. Dies gilt auch für die Drinkuth AG und ihre Mitarbeiter.

3. Geschäftsverlauf und -lage

Die Drinkuth AG hat im Geschäftsjahr ein Umsatzrückgang von 5,1% gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Der Rückgang ist besonders in der 2. Jahreshälfte begründet und hängt mit dem massiven Rückgang des Neubaus verbunden mit einem in 2023 zurückhaltenden Sanierungsgeschäft zusammen. Damit liegt das Unternehmen im Vergleich zu den Angaben des Verbandes für Fenster und Fassaden (VFF) besser als der Markt. Die vorliegende aktuelle Studie beschreibt einen Marktrückgang von 7,8 %. Der erschreckend negative Trend im Neubau begründet durch zeitgleich stark gestiegene Baukosten, die Zinsentwicklung, hohe bürokratische Anforderungen und ein Zusammenstreichen von Fördermaßnahmen führte zu starken Auftragsrückgängen, besonders bei unseren im Neubau fokussierten Kunden.

Entscheidend für unsere noch relativ stabile Marktposition war, dass es uns gelang unsere Kunden weiter an uns zu binden und ein eingespieltes, qualifiziertes und motiviertes Team von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen im Einsatz war, um Kundenaufträge einzuholen, zu erfassen, zu fertigen und in einer guten Qualität auszuliefern.

Dank des Einsatzes unserer Mitarbeiter und der langjährigen, vertrauensvollen Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten konnte es gelingen, unter diesen schwierigen Rahmenbedingungen stetig weiter zu arbeiten und unsere Kunden zu beliefern.

In der Sparte Kunststoff wurde die maschinelle Ausstattung erweitert. Diese langfristig angelegte Investition einer parallelen Produktionslinie sichert nicht nur die bisherige Produktion gegen Maschinenausfall ab, sondern sorgt auch dafür, dass die Kapazitäten sowohl für Fenster als auch für Haustüren deutlich erweitert werden konnten.

An den Abläufen im Versand wurden ebenfalls weitergearbeitet. Durch die Auflieger mit erweiterter Ladekapazität und der Zusammenfassung von Lieferaufträgen bei gleichen Abladeadressen wurde eine verbesserte Transportleistung erreicht, erkennbar an einem höheren Beladungsvolumen. Eine weiter verbesserte, softwaregestützte Tourenplanung war ein wesentliches Projekt in 2023, von dem wir uns in der Zukunft ein weiteres Plus für unsere Lieferzuverlässigkeit und -effizienz versprechen.

Der Umsatz an Elementen aus Aluminium ist insgesamt ebenfalls rückläufig, der Anteil der Aluminiumproduktion am Gesamtumsatz bleibt in etwa konstant. Die Entwicklung zu einer automatisierten, rationellen Produktion in der Aluminiumfertigung bleibt das Ziel für die nächsten Jahre.

Der Umsatz mit Elementen aus Holz und Holz-Aluminium erfolgte im Jahr 2023 erstmalig in nennenswerter Höhe. Mit dem Zwischenergebnis liegt die Drinkuth AG trotz der schwierigen Marktsituation im Plan. Gleichwohl ist die Auslastung der Holzfertigung noch nicht ausreichend, um kostendeckend zu arbeiten.

Vorrangige Aufgabe bleibt es hier die notwendigen Prozesse in der Auftragsbearbeitung, Materialwirtschaft, und Logistik zu verbessern, den Einkauf darauf abzustimmen, die Preiskalkulation abzuschließen und das Marketing so anzupassen, dass es gelingt, die Kunden von unseren neuen Produkten zu begeistern.

Die Transportkosten sind im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Hier machen sich u.a. die höheren Treibstoffkosten bemerkbar. Es bleibt für die digitale Tourenplanung vorrangige Aufgabe, die Touren zu 100% auszulasten und teuren Stillstand und Leerraum der Lastkraftwagen zu vermeiden.

Im Geschäftsjahr verringerte sich die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter gegenüber dem Vorjahr. Dies liegt vor allem daran, dass auf die Veränderungen des Marktes reagiert wurde und freiwerdende Stellen nicht neu besetzt wurden. Durch Lohn- bzw. Gehaltserhöhungen stiegen die Personalaufwendungen trotzdem weiter. Die Drinkuth AG steht im Wettbewerb mit anderen Arbeitgebern. Um die Fachkräfte im Unternehmen zu halten und neue zu gewinnen, sind diese Mehraufwendungen notwendig.

Im gesamten Betrieb wurde bedarfsgerecht und in der Hochsaison auch zweischichtig gearbeitet. Durch die rückläufige Auftragslage im zweiten Halbjahr war der Stand der Mehrarbeitsstunden der Mitarbeiter gegen Jahresende geringer.

Wir stehen zu unseren Mitarbeitern, auch in persönlich schwierigen Zeiten. Die erneute Verleihung des Familiensiegels unterstreicht die Anerkennung für die Unterstützung unserer Mitarbeiter.

Für die Qualität der Ausbildung - im gewerblichen wie kaufmännischen Bereich - wurde die Drinkuth AG auch 2023 wieder ausgezeichnet. Wir sind stolz auf unsere Auszubildenden, deren weitere Entwicklung im Unternehmen durch die erfahrenen Mitarbeiter der Drinkuth AG aktiv unterstützt wird.

III. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage: Darstellung, Analyse, Beurteilung

1. Ertragslage

Das erzielte Ergebnis im Geschäftsjahr ist auch unter den gegebenen Rahmenbedingungen nicht ausreichend. Zukünftige Preisanpassungen sind abhängig von anstehenden Preissteigerungen im Zulieferersektor, steigenden Energiepreisen, der weiteren Entwicklung der Lohn- und Lohnnebenkosten sowie der Transportkosten. Dieses gilt es genau im Auge zu behalten, um die Existenz des Unternehmens langfristig zu sichern.

Die Aufstellung als Vollsortimentler sorgt für weiterhin exzellente Marktmöglichkeiten für die Drinkuth AG.

2. Finanzlage

Im Geschäftsjahr wurde ein negativer Cashflow erzielt, der im Wesentlichen durch die Investitionen begründet ist. In der Folge ist die Finanzlage als stabil zu bezeichnen. Die laufende Liquidität ist für die umsatzschwächeren Monate durch einen ausreichend hohen Geldbestand gesichert. Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten werden grundsätzlich unter Skontoausnutzung gezahlt. Die Eigenkapitalquote beträgt rund 48 Prozent.

3. Vermögenslage

Die Vermögenslage unserer Gesellschaft ist stabil. Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten wird konstant gehalten.

IV. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatzrendite und den Cashflow heran: Die Umsatzrendite berechnen wir im Verhältnis der Umsatzerlöse zum Jahresergebnis zuzüglich Prämienrückstellungen; der Cashflow wird ermittelt aus der Summe von Jahresergebnis, Abschreibungen Anlagevermögen und sonstige Rückstellungen. Die Umsatzrendite des Geschäftsjahres ist deutlich gesunken.

Unsere wirtschaftliche Lage kann insgesamt als stabil bezeichnet werden.

V. Gesamtaussage

Unsere Vermögens- und Finanzlage schätzen wir als befriedigend ein, unsere Ertragslage als nicht ausreichend, jedoch im Rahmen der Marktentwicklung 2023 als hinnehmbar. Unsere Umsatzentwicklung ist rückläufig.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Wir konnten im Berichtsjahr bei allen Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisieren.

Kurzfristigen Verbindlichkeiten sind durch liquide Mittel und kurzfristige Vermögenswerte gedeckt.

VI. Prognosebericht

Die Prognose für das kommende Geschäftsjahr steht selbstverständlich unter dem Vorbehalt der Situation des Bauhauptgewerbes, welche aktuell äußerst negativ zu sehen ist. Unter den aktuellen wirtschaftlichen wie politischen Rahmenbedingungen ist die Situation im Wohnungsneubau erschreckend schlecht. In der Sanierung fehlen aktuelle die Anreize für die Menschen in eine deutlich verbesserte Gebäudehülle zu investieren. Hier ist eine starke Verunsicherung im Land spürbar. Durch den starken Rückgang des Marktes wird der Wettbewerbs- und damit der Kostendruck noch einmal deutlich höher.

Investiert wird in die Verkaufsgebiete durch eine intensivere und gezieltere Bearbeitung. Zur Erhaltung des Bestandskundenkreises bzw. der Neukundenakquise werden die vorhandenen Instrumente weiterhin genutzt. Der Auftritt als Vollsortimenter eröffnet uns Perspektiven zur Stabilisierung des Umsatzes und Gewinnung neuer Kunden.

Weiterhin unterstützen wir unsere Kunden durch ein verbrauchergerechtes Marketing, durch gezielte Schulungen und die stetig weiter entwickelte Angebotssoftware. Unsere umfangreichen Zertifikate wie z.B. Sicherheitselemente nach RC2, RC3, Prüfsiegel "K-Einbruch", Flucht- und Notausgangstüren nach DIN 179 und 1125 geben unseren Kunden Sicherheit in ihrem Auftritt am Markt. Des Weiteren erweitern wir unser Angebotsspektrum um Rauch- und Brandschutztüren. Unsere Elemente sind eignungszertifiziert mit dem RAL-Gütesiegel. Auf Grund der Zertifizierung durch die akkreditierte Zertifizierungsstelle des ift Rosenheim ist die Drinkuth AG darüber hinaus in das Herstellerverzeichnis der Kommission Polizeiliche Kriminalprävention aufgenommen.

Die Branchenverbände prognostizieren für 2024 im Baugewerbe eine deutlich rückläufige Entwicklung für Neubauten. Stark gestiegene Preise verbunden mit gestiegenen Zinsen und weiterhin bestenfalls umständlichen Genehmigungsverfahren sorgen für ein negatives Investitionsklima. Dies vor dem Hintergrund, dass immer noch jedes Jahr deutlich zu wenig Wohnraum geschaffen wird und die Bundesrepublik ihre selbstgestellten Ziele im Neubau erneut deutlich verfehlt.

Der Bedarf an Fenstern und Türen für die energetische Sanierung ist anhaltend hoch, zumal laut den Statistiken der diesbezügliche Investitionsstau noch lange nicht abgebaut ist. Eine Verunsicherung der Menschen im Land verbunden mit der Streichung aller Förderungen für die energetische Sanierung führt jedoch zu einer starken Zurückhaltung - gerade auch im Gebrauchthausmarkt, wo der Sanierungsbedarf am höchsten ist.

Die politische Instabilität in Deutschland, die hohen Zinsen, die hohen Baukosten, die langen Genehmigungsverfahren und der Krieg in der Ukraine sorgen für ein negatives Investitionsklima, trotz der noch hohen Beschäftigungsquote.

Die Prognosen deuten weiterhin darauf hin, dass die Importquote aus dem osteuropäischen Ausland höher liegt als die Marktentwicklung, was zu Verdrängung von Marktanteilen bei inländischen Unternehmen führt. Zudem besteht weiterhin ein Defizit an geeigneten Montagemitarbeitern in Deutschland. Die Herausforderung ist, für unsere Kunden bei dem bestehenden Kostendruck weiterhin eine hohe Qualität der Produkte sicher zu stellen, unsere Leistungsfähigkeit zu beweisen und mit qualifizierten Dienstleistungen zu überzeugen.

Die Umsatzerwartung aufgrund der derzeitigen schlechten Marktbedingungen für 2024 sieht einen verringerten Umsatz um 10-15% im Vergleich zum Vorjahr vor, trotz des Auftritts als Vollsortimentler. Durch die getroffenen Maßnahmen wie die Einführung von Elementen aus Holz, Produktentwicklung, Prozessoptimierung, Mitarbeiterentwicklung und Fertigungsoptimierung, bei gleichzeitig gestiegenen Kosten in Folge der getätigten Investitionen, wird ein ausgeglichenes Ergebnis angestrebt. Sollten sich die wirtschaftlich wie politischen Rahmenbedingungen weiter verschlechtern, ist auch mit einem Verlust zu rechnen. Die Exportsituation wird nach wie vor zurückhaltend beurteilt und wird bei den Umsatzerwartungen für 2024 entsprechend nicht berücksichtigt.

Das individuelle Marketing für unsere Kunden wird von diesen positiv angenommen. Es werden laufend weitere Ergänzungen vorgenommen und auf Kundenwünsche eingegangen.

Verschiedene Neuentwicklungen im Fenster- und Haustürbereich dienen einer führenden Positionierung der Drinkuth AG als Fachpartner für hochwertige, zertifizierte Bauelemente. Hierbei berücksichtigen wir eine einfache und verständliche Kommunikation.

Zur Steigerung der Rationalität und der Prozessoptimierung in der Angebots- und Auftragserfassung, der Verwaltung, in der Materialwirtschaft, der Fertigung der Produkte und im Versand wird vermehrt Augenmerk auf die innerbetriebliche Qualifikation gelegt. Durch die Anpassung der Produktpalette auf das kundenbezogene Abnahmeverhalten ist eine effizientere Bearbeitung in allen Abteilungen möglich.

Nach wie vor wird bei unserer Kundenzielgruppe Wert auf hohe Produktqualität, Liefertreue, Lieferpünktlichkeit, gute Beratung und unkomplizierte Hilfe bei Problemstellungen gelegt. Diese Anforderungen liegen daher im Fokus unserer Bemühungen für unsere Kunden.

VII. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

a) Branchenspezifische Risiken

Das gestiegene Zinsniveau sorgt für deutliche Zurückhaltung bei Finanzanlagen in Sachwerte, insbesondere in Immobilien.

Bedenklich ist der Kostenvorteil der osteuropäischen Hersteller, die mit niedrigeren Preisen die deutschen Hersteller unter Druck setzen können. Diesen Produzenten ist es gelungen, ihre Produktionskapazitäten zu steigern und produzieren bei deutlich niedrigeren Energiekosten. Die osteuropäischen Hersteller beschäftigen ihre Mitarbeiter zu einem niedrigeren Lohn, arbeitgeberorientierten Arbeitsschutzgesetzen und haben Zugriff auf arbeitsuchende, günstige Arbeitskräfte aus Osteuropa. Die in den letzten Jahren in Deutschland stark gestiegenen Löhne verstärken die Lohnunterschiede erheblich.

Bisher lehnen viele Abnehmer wegen bestehender Qualitäts- und Lieferprobleme sowie Kommunikationsschwierigkeiten die Zusammenarbeit mit osteuropäischen Herstellern ab. Dies kann sich bei steigendem Kostendruck ändern. Noch deutlicher sieht es im Objektgeschäft mit einfachen Fensterkonstruktionen in großen Stückzahlen inklusive Montage aus.

Ein weiteres Risiko besteht im relativ hohen Zinsniveau. Dadurch werden die finanziellen Möglichkeiten von Anlegern und Investoren erheblich beeinflusst. Der daraus folgende Rückgang von Investitionen in Immobilien ist in der Branche der Fenster- und Haustürenhersteller unmittelbar spürbar.

Ein nicht unerhebliches Risiko bergen die Probleme einer geeigneten Nachfolgeregelung in unserem Kundenbereich, da aufgrund des allgemeinen Fachkräftemangels einige Firmen nicht weitergeführt werden könnten.

Die Anwerbung von Fachkräften ist weiterhin schwierig und könnte bei nicht ausreichendem Erfolg für Stagnation bzw. Rückgang der Produktionskapazitäten sorgen. Zeitgleich spüren wir auch hier den Wettbewerbsdruck in der Form, dass Unternehmen in unserer Region ebenfalls sehr offensiv auf Mitarbeitersuche sind. Wir versuchen durch gezielte Förderung und Ausbildung von eigenen Nachwuchskräften, Integration von ausländischen Mitarbeitern und unsere Fokussierung als attraktiver Arbeitgeber diese Lücken nicht entstehen zu lassen.

Unklare politische Rahmenbedingung für zukünftige staatliche Förderung für energetischen Sanierung stellen ein gravierendes Risiko in der Sanierung dar. Die Rahmenbedingungen für den Neubau sind zurzeit desaströs.

Die bei der Drinkuth AG eingesetzte betriebsspezifische Software für die Produktion und Materialwirtschaft stellt ein Risiko dar, da die Gefahr einer Abhängigkeit von bestimmten Dienstleistern und eigenen Mitarbeitern besteht. Dem wirken wir entgegen, indem wir die Betreuung und Entwicklung der Software auf mehrere Personen verteilen. Eine neue, breit aufgestellte Betriebssoftware ist zudem in Arbeit. Die geplante Umstellung zum 01.01.2025 birgt natürlich das Risiko von Fehlern im Umstellungsprozess. Der lange zeitliche Horizont bei der Einführung, die guten Vorbereitungen, die umfangreichen Schulungen der Anwender und die Erfahrungen der beteiligten Personen reduzieren die Risiken deutlich.

b) Ertragsorientierte Risiken

Spekulationen am Rohstoffmarkt und Preissteigerungen im Energiesektor, Logistik und im Materialeinkauf wirken sich weiterhin direkt auf die Herstellkosten und die Frachtkosten aus und belasten das Geschäftsergebnis. Wegen des extremen Wettbewerbsdrucks können die Verkaufspreise nicht oder nur leicht angehoben werden.

Weitere Risiken bestehen in witterungsbedingten Verhältnissen, durch eine übermäßig lange Frostperiode. Wie die Erfahrung aus Vorjahren zeigt, wäre eine verlängerte Frostperiode bis in den April hinein in der Folge nur schwer aufzuholen und würde somit das Ergebnis belasten.

c) Finanzwirtschaftliche Risiken

Wechselkursrisiken bestehen nicht.

2. Chancenbericht

Unsere Absatzchancen sehen wir darin, dass weiterhin die Themen energetische Sanierung, Barrierefreiheit und Einbruchsicherheit sehr aktuell sind, zudem sehen wir uns als Vollsortimentler exzellent aufgestellt. Weiterhin sehen wir unsere Chancen darin, dass sich Qualität, Liefertreue, Service, Zertifizierung und das Verständnis vom deutschen Markt bei unserem Kundenkreis zunehmend Anerkennung findet - insbesondere in Anbetracht der Montageengpässe unserer Kunden.

3. Gesamtaussage

Eine Gesamtaussage steht unter dem Vorbehalt der politischen Rahmenbedingungen, der weiteren Materialpreisentwicklung und der Zinsentwicklung. Die allgemeine Geschäftslage wird von uns als sehr schwierig angesehen.

Durch die vorgenommenen Maßnahmen zur Qualitätssteigerung, zur Termintreue, zur Prozessoptimierung und zur Weiterentwicklung unserer Produkte und dem neuen Auftritt als Vollsortimentler sind wir stark genug aufgestellt, um dem Wettbewerbsdruck standzuhalten. Wir erwarten im aktuellen Jahr einen schwierigen, rückläufigen Geschäftsverlauf.

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Es besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit unseren Kunden. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Skontofristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich das Unternehmen aus der vorhandenen Liquidität.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmensbestands gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

 

Boizenburg, den 06. März 2024

Markus Schmees, Vorstand

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 10.694.618,36 11.156.300,88
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 487.895,32 378.311,00
II. Sachanlagen 10.197.710,56 9.789.476,65
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.503.864,39 4.650.158,39
2. technische Anlagen und Maschinen 4.115.304,00 3.478.707,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.578.542,17 1.293.165,38
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 367.445,88
III. Finanzanlagen 9.012,48 988.513,23
1. Beteiligungen 9.012,48
2. Sonstige Finanzanlagen 0,00 988.513,23
B. Umlaufvermögen 6.674.111,73 8.103.165,38
I. Vorräte 2.764.110,00 3.211.471,22
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.948.121,65 1.995.271,06
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 4.831,79 5.418,18
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.961.880,08 2.896.423,10
C. Rechnungsabgrenzungsposten 25.412,00 30.558,91
Aktiva 17.394.142,09 19.290.025,17

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 8.332.798,58 8.822.520,65
I. ausgegebenes Kapital 405.000,00 405.000,00
1. Gezeichnetes Kapital 450.000,00 450.000,00
2. eigene Anteile -45.000,00 -45.000,00
II. Gewinnrücklagen 90.000,00 90.000,00
III. Bilanzgewinn 7.837.798,58 8.327.520,65
davon Gewinnvortrag 7.827.520,65 7.881.370,95
B. Rückstellungen 1.017.575,00 2.500.053,49
C. Verbindlichkeiten 8.043.768,51 7.967.451,03
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.262.351,97 5.826.864,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 6.262.351,97 5.826.864,00
2. sonstige Verbindlichkeiten 1.781.416,54 2.140.587,03
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.781.416,54 2.140.587,03
Passiva 17.394.142,09 19.290.025,17

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 24.195.973,99 23.527.404,31
2. Personalaufwand 13.909.326,21 13.787.286,04
a) Löhne und Gehälter 11.161.885,05 11.420.968,28
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.747.441,16 2.366.317,76
davon für Altersversorgung 146.385,82 124.861,60
3. Abschreibungen 1.428.038,76 1.352.021,90
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.428.038,76 1.352.021,90
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 8.674.879,40 7.841.482,92
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,00 3.513,23
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 14.650,30 3.837,29
davon Erträge aus Abzinsung 609,61 307,75
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 137.271,33 52.262,21
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 6.007,00 19.961,00
9. Ergebnis nach Steuern 55.101,59 481.740,76
10. sonstige Steuern 44.823,66 35.591,06
11. Jahresüberschuss 10.277,93 446.149,70
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 7.827.520,65 7.881.370,95
13. Bilanzgewinn 7.837.798,58 8.327.520,65

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Drinkuth Aktiengesellschaft. hat ihren Sitz in Boizenburg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Schwerin unter HR B 2898 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

a) Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des AktG aufgestellt.

b) Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§§ 266 I, 276, 288 HGB) des Jahresabschlusses wurden teilweise in Anspruch genommen.

c) Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter Anwendung der neuen monetären Schwellenwerte nach § 267 Abs. 1 HGB (Wahlrechtsinanspruchnahme für Jahresabschlüsse ab Geschäftsjahr 2023).

d) Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 I 2, 266 ff. HGB).

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

a) Die Bilanzierung der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen. Bei den immateriellen Vermögensgegenständen und den beweglichen Anlagegütern erfolgt die Abschreibung linear. Die Nutzungsdauer beträgt je nach Wirtschaftsgut 5 Jahre für immaterielle Vermögensgegenstände und bis zu 33 Jahre für die Immobilie.

b) Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet: Beteiligungen zu Anschaffungskosten. Sofern erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

c) Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu den ursprünglichen Anschaffungskosten, soweit nicht ein niedriger Wert anzusetzen war. Für die Ermittlung der Anschaffungskosten wurde wie bisher das Verbrauchsfolgeverfahren nach der Fifo-Methode angewendet. Material älter 12 Monate blieb ohne Bewertungsansatz. Bei den unfertigen und fertigen Erzeugnissen erfolgte die Bewertung zu Herstellungskosten. Diese wurden nach der retrograden Methode ermittelt. Das Niederstwertprinzip wurde eingehalten. Die Bewertung erfolgte ohne Einflüsse, die durch Vorgänge im Folgejahr entstanden sind.

d) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nominalwert angesetzt. Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken wurde durch Bildung angemessen dotierter Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die ursprünglich auf fremde Währung lauten, gab es zum Abschlussstichtag nicht.

e) Flüssige Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt.

f) Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 I HGB). Bei der Bewertung von Rückstellungen werden erwartete Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und Verpflichtungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 II HGB).

g) Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert (§ 253 I HGB).

IV. Erläuterung zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Darstellung und Entwicklung des Anlagevermögens ergeben sich aus einer gesonderten Anlage zum Anhang (Anlagenspiegel). Die Abschreibungen des Geschäftsjahres ergeben sich ebenfalls aus der Anlage (§ 284 III HGB).

2. Vorräte

Die Vorräte wurden in der Bilanz nicht als zusammengefasster Posten ausgewiesen (§ 265 VII HGB).

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

a) In den ausgewiesenen Forderungen sind Beträge mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten in Höhe von insgesamt 9.220,00 Euro.

4. Eigenkapital

a) Das Grundkapital beträgt EUR 450.000,00 und ist in 450.000 Inhaberaktien eingeteilt. Es wurden 2019 eigene Anteile von 45.000 Aktien durch die Gesellschaft erworben.

b) Entwicklung des Eigenkapitals:

Bezeichnung Stand 01.01.2023
EK-Veränderung durch Dividende
Einstellung in Gewinnrücklage
Jahresergebnis 2023
Stand 31.12.2023
I Grundkapital 450.000,00 450.000,00
eigene Anteile -45.000,00 -45.000,00
II Kapitalrücklage 0,00 0,00
III Gewinnrücklage 0,00
1 Ges. Rücklage 45.000,00 45.000,00
2 Rücklage auf eigene Anteile -135.000,00 -135.000,00
3 andere Gewinnrücklagen 180.000,00 180.000,00
IV Bilanzgewinn 8.327.520,65 500.000,00 0,00 10.277,93 7.837.798,58
Summen: 8.822.520,65 500.000,00 0,00 10.277,93 8.332.798,58

c) Es wurden keine Bezugsrechte an Arbeitnehmer oder Mitgliedern der Geschäftsführung gewährt.

5. Rückstellungen

a) Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

Stand 31.12.2023
Rückstellungen für Personal: (Urlaub- u. Überstunden, Prämien, Abfindungen) 327.500,00
Rückstellung für Gewährleistungen 469.500,00
Berufsgenossenschaft und Schwerbehindertenabgabe 64.710,00
Ungewisse Verbindlichkeiten 69.105,00
Übrige Rückstellungen 66.799,00
Summe 997.614,00

b) Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden ausnahmslos über Versicherungen und Pensionskassen abgedeckt. Daher waren zum Bilanzstichtag keine Rückstellungen dafür zu bilden.

c) Die Steuerrückstellungen beinhalten die zum Abschlussstichtag noch nicht veranlagten Ertragsteuern.

6. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich wie folgt:

Bezeichnung bis 1 Jahr
1-5 Jahre
über 5 Jahre
Stand 31.12.2023
Besicherungswert
Besicherungsart
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 700.158,25 2.064.483,51 3.497.710,21 6.262.351,97 6.262.351,97 Grundschuld Sicherungsübereignung
Erhaltende Anzahlungen 136.261,88 0,00 0,00 136.261,88 0,00 Keine
Verbindlichkeiten aus Lieferung u. Leistung 518.948,90 0,00 0,00 518.948,90 0,00 Keine
sonstige Verbindlichkeiten 1.126.205,76 0,00 0,00 1.126.205,76 0,00 Keine
Summen 2.481.574,79 2.064.483,51 3.497.710,21 8.043.768,51 6.262.351,97

7. Haftungsverhältnisse

Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind die folgenden Haftungsverhältnisse zu vermerken:

Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB Betrag
Euro
aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 500.000,00

Mit einer Inanspruchnahme ist nach unserer Einschätzung nicht zu rechnen. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor (§ 285 Nr. 27 HGB).

8. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31.12.2023 bestanden neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen mit einem Restwert von insgesamt 187.900,00 €.

bis 1 Jahr
1-5 Jahre
über 5 Jahre
Gesamt
KFZ-Leasingverträge 158.245,00 249.907,00 0,00 408.152,00
Brandmeldeanlage 21.584,00 0,00 0,00 21.584,00
sonstige Betriebsmittel 8.071,00 845,00 0,00 8.916,00
Summe 187.900,00 250.752,00 0,00 438.652,00

V. Erläuterung zur GuV

a) Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

Die erzielten Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf: €

Gesamterlöse 47.519.146,48
davon Umsatzerlöse im Kerngeschäft 47.172.198,46
davon Umsatzerlöse außerordentlich 346.948,02

b) Der den außerordentlichen Erlösen direkt zuzurechnende Aufwand wurde in der GuV-Position Materialaufwand verbucht.

c) Die periodenfremden Aufwendungen betrugen im Geschäftsjahr TEUR 122,1 und betreffen im Wesentlichen Energiekosten aus dem Vorjahr und noch nicht abgerechnete Personalaufwendungen aus einem Unternehmenserwerb im Vorjahr.

VI. Sonstige Angaben

a) Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 321 Mitarbeiter beschäftigt. Davon waren durchschnittlich 221 Mitarbeiter im gewerblichen Bereich und durchschnittlich 100 Mitarbeiter im kaufmännischen Bereich tätig. Enthalten sind im gewerblichen Bereich durchschnittlich 8 Auszubildende und im kaufmännischen Bereich durchschnittlich 5 Auszubildende beschäftigt.

b) Angaben zu den Gesellschaftsorganen (§ 285 Satz 1 Nr. 10 HGB):

Vorstand: Markus Schmees, Diplom-Ingenieur, Vorstand und Leiter des Vertriebs, Wentorf

Mitglieder des Aufsichtsrats: Vorsitzender Michael Niemeyer, Rechtsanwalt und vereidigter Buchprüfer, Hamburg, seit 03.04.2009

Stellvertreter Hanno Huijssen, Rechtsanwalt und Notar, Lüneburg, seit 28.08.2009

Stephan Krause, CDO der Drinkuth AG, Hamburg, seit 01.05.2002

c) Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats wurde die Schutzklausel gemäß § 286 IV HGB in Anspruch genommen.

d) Weitere Dienstleistungen, Verkäufe oder sonstige Vorteilsgewährungen gemäß § 285 Abs. 9 HGB gegenüber nahestehenden Personen gab es im Geschäftsjahr 2023 nicht.

e) Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten (§ 285 Nr. 33 HGB).

f) Die Geschäftsführung schlägt der Hauptversammlung vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 10.277,93 auf neue Rechnung vorzutragen (§ 285 Nr. 34 HGB).

1. Anlage: Anlagenspiegel

 

1. Boizenburg, den 06. März 2024

Markus Schmees, Vorstand

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023

Anschafftungs-/ Herstellungsk. 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.374.141,95 99.606,25 10.704,00
2. geleistete Anzahlungen 0,00 171.780,32 0,00
1.374.141,95 271.386,57 10.704,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.556.642,23 -12.135,96 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 10.306.577,44 941.785,14 0,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.468.848,04 744.666,66 941.028,18
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 367.445,88 10.182,96 0,00
20.699.513,59 1.684.498,80 941.028,18
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 9.012,48 0,00
2. sonstige Ausleihungen 988.513,23 7.897,06 996.410,29
988.513,23 16.909,54 996.410,29
23.062.168,77 1.972.794,91 1.948.142,47
Umgliederung Umbuchung
EUR
Anschafftungs-/ Herstellungsk. 31.12.2023
EUR
Abschreibung kumuliert 01.01.2023
EUR
Abschreibung Zugang
EUR
Abschreibung Abgang
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 1.463.044,20 995.830,95 151.812,25 714,00
2. geleistete Anzahlungen 0,00 171.780,32 0,00 0,00 0,00
0,00 1.634.824,52 995.830,95 151.812,25 714,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 5.544.506,27 906.483,84 134.158,04 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 377.628,84 11.625.991,42 6.827.870,44 682.816,98 0,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 4.272.486,52 3.175.682,66 459.251,49 940.989,80
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -377.628,84 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 21.442.984,21 10.910.036,94 1.276.226,51 940.989,80
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 9.012,48 0,00 0,00 0,00
2. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 9.012,48 0,00 0,00 0,00
0,00 23.086.821,21 11.905.867,89 1.428.038,76 941.703,80
Abschreibung kumuliert 31.12.2023
EUR
Buchwerte 31.12.2023
EUR
Buchwerte 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.146.929,20 316.115,00 378.311,00
2. geleistete Anzahlungen 0,00 171.780,32 0,00
1.146.929,20 487.895,32 378.311,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.040.641,88 4.503.864,39 4.650.158,39
2. technische Anlagen und Maschinen 7.510.687,42 4.115.304,00 3.478.707,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.693.944,35 1.578.542,17 1.293.165,38
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 367.445,88
11.245.273,65 10.197.710,56 9.789.476,65
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 9.012,48 0,00
2. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 988.513,23
0,00 9.012,48 988.513,23
12.392.202,85 10.694.618,36 11.156.300,88

Bericht des Aufsichtsrats

Protokoll über die Sitzung des Aufsichtsrates der Drinkuth AG vom 24. April 2024

Unter Verzicht auf alle Form- und Fristvorschriften trat der Aufsichtsrat unmittelbar vor der Hauptversammlung am 24.04.2024 zu einer Aufsichtsratssitzung in den Räumen des Vorsitzenden, Herr Michael Niemeyer, in Hamburg, Veritaskai 3, zusammen. Der Vorsitzende eröffnete die Sitzung um10.15 Uhr.

Die nachfolgend genannten Punkte waren Gegenstand der Besprechung:

1. Bericht des mit der Prüfung beauftragten Wirtschaftsprüfers, Herr Joachim E. Behse, über den Verlauf der im Hause der Drinkuth AG durchgeführten Prüfung für das Geschäftsjahr 2023 und den getroffenen Feststellungen. Das Protokoll des Wirtschaftsprüfers über die Berichterstattung ist diesem Sitzungsprotokoll beigefügt. Im Anschluss daran ergaben sich für die Teilnehmer keine weiteren Fragen.

2. Bericht des Aufsichtsratsmitglieds, Herr Stephan Krause, über seine regelmäßig durchgeführte Kontrolltätigkeit während des laufenden Geschäftsjahres in folgender Form:

a) Wöchentliche Plausibilitätskontrollen

- der Auftragseingänge und Fakturierung von Aufträgen und Kontrolle der Umsatzentwicklung im Vergleich zum Plan.

- der Bewegungen im debitorischen und kreditorischen Bereich und Veränderung des Finanzstatus durch Kennzahlenvergleiche.

- der Liquiditätsentwicklung im Vergleich mit dem Planansatz.

- der Entwicklung (Zunahme und Abbau) von Zeit- und Urlaubskonten des Personals.

b) Monatliche Überprüfung durch Vorlage der monatlichen Abschlüsse, wie BWA und Bilanzen und die Kontrolle über Kennzahlenvergleiche.

c) Sonstige Überprüfungen durch Stichproben bei der Preisgestaltung in Form von Nachkalkulation bei Einzelaufträgen und Nachverfolgung der Einkaufspreise für Material und Energiebedarf, sowie Mitwirken bei der Umsetzung von notwendigen Preiserhöhungen im Absatzsegment.

Herr Krause berichtete, dass ab November 2023 ein signifikanter Rückgang der Auftragseingänge zu verzeichnen war. Als Reaktion darauf fand zum Ende des Geschäftsjahres ein erster Stellenabbau statt. Eine weitere Reduzierung des Personals folgte im Januar und Februar 2024.

Im debitorischen Bereich gab es ab Juli 2023 einen Anstieg der offenen Posten bei dem Kunden Menck Fenster Objekt GmbH. Diese Situation verschärfte sich mit der Insolvenz der Signa Holding im Oktober 2023, da die Menck Fenster Objekt GmbH große Außenstände bei einem verbundenen Unternehmen hatte. Dies führte zu einer Neubewertung des Forderungsbestandes bei der Drinkuth AG und zu einer Wertberichtigung der Forderung im Jahresabschluß 2023. Unregelmäßigkeiten in der Geschäftsführung und bei den verantwortlichen Leitungspersonen waren im Geschäftsjahr 2023 nicht zu verzeichnen.

Im Anschluss daran wurde ein Bericht gemäß §171 AktG für die Hauptversammlung erstellt.

Weitere Besprechungspunkte ergaben sich nicht. Der Aufsichtsratsvorsitzende schloss die Sitzung um 11.00 Uhr.

 

Hamburg, den 24. April 2024

Michael Niemeyer, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Hanno Huijssen, Mitglied des Aufsichtsrats

Stephan Krause, Mitglied des Aufsichtsrats

Einladung / TO Hauptversammlung

Protokoll zur ordentlichen Hauptversammlung

der Drinkuth AG

Sitz der Gesellschaft in Gülzer Straße 3, 19258 Boizenburg

vom 31.05.2024

Heute am 31.05.2024 fand in den Räumen der Kanzlei SKNvonGEYSO, Rechtsanwälte Steuerberater Wirtschaftsprüfer Partnerschaft mbB, Veritaskai 3, in 21079 Hamburg eine ordentliche Hauptversammlung statt.

Voraberklärung der Aktionäre

Auf Befragung durch den Aufsichtsratsvorsitzenden erklärten die Aktionäre wie folgt:

Die anwesenden Aktionäre der Gesellschaft, Herr Markus Schmees und Herr Stephan Krause erklären, dass Sie rechtzeitig und in der richtigen Form zu dieser Hauptversammlung geladen wurden und Kenntnis von der Tagesordnung erhalten haben. Die Aktionäre verzichten nach Befragung auf jegliche Einwände hinsichtlich der Einberufung dieser Hauptversammlung und auf Einwände hinsichtlich der Wirksamkeit, Beschlussfähigkeit und Richtigkeit dieser Hauptversammlung oder Einwände zur Tagesordnung.

Der Aufsichtsratsvorsitzende befragte die weiteren Aufsichtsratsmitglieder, den Vorstand und die Aktionäre ob irgendwelche Einwände gegen die Durchführung der heutigen Hauptversammlung bestehen. Alle Beteiligten erklärten, dass keine Einwände bestehen.

Damit eröffnete der Vorsitzende des Aufsichtsrates die Hauptversammlung.

Anwesende:

(zugleich Verzeichnis der erschienenen Aktionäre gemäß § 129 AktG)

Markus Schmees, Wentorf Vorstand Aktionär (Aktien = 202.500)
Stephan Krause, Hamburg Mitglied des Aufsichtsrats Aktionär (Aktien = 202.500)
Michael Niemeyer, Hamburg Vorsitzender des Aufsichtsrats anwesend
Hanno Huijssen, Lüneburg Mitglied des Aufsichtsrats anwesend
Alexander Demps, Trittau Protokollführer anwesend

Gemäß § 12 der Satzung gewährt in der Hauptversammlung jede Stückaktie eine Stimme.

Die Hauptversammlung wird um 11:00 Uhr eröffnet.

Die Anwesenden einigen sich auf Herrn Alexander Demps als Vorsitzenden der HV und zur Führung des Protokolls.

1. Beschlussfähigkeit

Alle Aktionäre der Drinkuth AG sind anwesend. Die Beschlussfähigkeit der Hauptversammlung wird festgestellt und von allen Anwesenden anerkannt. Gegen den Vorschlag, die Beschlussfassung durch Handaufheben abzustimmen, wird kein Widerspruch erhoben.

2. Tagesordnung

a. Bericht des Aufsichtsrates nach § 171 AktG und Vorlage des festgestellten Jahresabschlusses und des Lageberichtes für 2023.

b. Beschlussfassung über die Verwendung des ausgewiesenen Gewinns für das Geschäftsjahr per 31.12.2023 in Höhe von 10.277,93 Euro.

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, den ausgewiesenen Gewinn in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen. Der Bilanzgewinn beträgt dann 8.337.798,58 Euro.

c. Entlastung des Vorstandes

Der Aufsichtsrat schlägt vor, dem Vorstand für das Geschäftsjahr 2023 Entlastung zu erteilen.

d. Entlastung der Mitglieder des Aufsichtsrats

Der Vorstand schlägt vor, den Mitgliedern des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2023 Entlastung zu erteilen.

e. Bestellung des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2024

Der Aufsichtsrat schlägt vor, die Behse GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Michaelisstraße 22, 20459 Hamburg, zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2024 zu bestellen.

f. Wahl der Aufsichtsratsmitglieder. Die Mitglieder der Hauptversammlung schlagen Herrn Michael Niemeyer und Herrn Hanno Huijssen zur Wiederwahl vor.

Zu Beginn der Hauptversammlung verweist der Vorstand darauf, dass er die in § 175 Abs. 2 genannten Vorlagen ausgelegt hat. Der Vorstand nimmt kurz zu seinen Vorlagen Stellung, ebenso erläutert der Vorsitzende des Aufsichtsrates den Bericht des Aufsichtsrates (§ 176 AktG) wie folgt:

a. Bericht des Aufsichtsrates nach § 171 AktG zum Jahresabschluss und Lagebericht per 31.12.2023

Der Aufsichtsrat berichtet, dass ihm der Vorstand den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag über die Verwendung des Jahresgewinns frist- und inhaltsgerecht (entsprechend den Regelungen des § 170 AktG bzw. § 13 der Satzung) in der durch die Behse GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, unter dem Berichtsdatum 18.04.2024 testierten Fassung vorgelegt hat.

Der Aufsichtsrat erklärt, dass er den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Gewinnverwendung geprüft hat, keine Einwände erhebt und die diesbezüglichen Vorschläge des Vorstandes billigt.

Gemäß § 171 Abs. 2 Ziff. 3 erklärt der Aufsichtsrat, dass er den von der Behse GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft unter Berichtsdatum 18.04.2024 datierten und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehenen Jahresabschluss und Lagebericht zum Geschäftsjahr 2023 billigt. Eine weitere Stellungnahme des Aufsichtsrates hierzu ist mit Einverständnis der Aktionäre entbehrlich. Der vollständige Bericht des Aufsichtsrates liegt diesem Protokoll bei.

3. Gefasste Beschlüsse

zu Pkt. b. der Tagesordnung:

Es wurde einstimmig beschlossen, dass der ausgewiesene Jahresüberschuss für 2023 in Höhe von 10.277,93 Euro auf neue Rechnung vorgetragen wird. Der Bilanzgewinn beträgt dann 8.337.798,58 Euro.

zu Pkt. c. der Tagesordnung:

Der Vorstand, Herr Markus Schmees, wird einstimmig für seine Tätigkeiten entlastet.

zu Pkt. d. der Tagesordnung

Der Aufsichtsrat wird einstimmig für seine Tätigkeiten entlastet.

zu Pkt. e. der Tagesordnung

Zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2024 wird die Behse GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Michaelisstraße 22, 20459 Hamburg, bestellt.

zu Pkt. f. der Tagesordnung

Die Amtszeit der Aufsichtsratsmitglieder Herr Michael Niemeyer und Herr Hanno Huijssen läuft gemäß § 102 AktG ab. Es wurde vorgeschlagen, beide Herren erneut in den Aufsichtsrat zu wählen. Der Vorschlag wird einstimmig angenommen.

Herr Michael Niemeyer nimmt die Wahl an. Er wird gleichzeitig als Vorsitzender des Aufsichtsrats bestätigt. Herr Hanno Huijssen nimmt die Wahl ebenfalls an

Anschließend berichtet der Vorstand über den bisherigen Verlauf des laufenden Geschäftsjahres und die Aussichten bis zum Jahresende. Weitere Beschlüsse werden nicht gefasst.

Die Hauptversammlung wird um 12.00 Uhr beendet.

 

Hamburg, den 31. Mai 2024

Michael Niemeyer, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Markus Schmees, Vorstand

Stephan Krause, Mitglied des Aufsichtsrats

Hanno Huijssen, Mitglied des Aufsichtsrats

Alexander Demps, Protokollführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 31.05.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Drinkuth Aktiengesellschaft, Boizenburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Drinkuth Aktiengesellschaft, Boizenburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Drinkuth Aktiengesellschaft, Boizenburg, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 18.04.2024

Behse GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Joachim E. Behse, Wirtschaftsprüfer

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