Elektro
Braun GmbH
Aschaffenburg
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
A. Grundlagen des Unternehmens
Elektro Braun GmbH ist ein mittelständisches
Elektrogroßhandelsunternehmen im Rhein-Main Gebiet.
Das Unternehmen, deren Mitarbeitende auf die Standorte
Aschaffenburg, Alzenau, Darmstadt, Frankfurt am Main und
Rüsselsheim verteilt sind, beliefert Kunden aus den
elektrotechnischen Handwerks- und Industriebereichen mit
einer breiten Palette an Elektrotechnikprodukten und
-dienstleistungen.
Der Schwerpunkt des Unternehmens liegt auf folgenden
Produktbereichen:
· Elektroinstallationstechnik
· Lichttechnik · Erneuerbare
Energien · Elektromobilität
· Haustechnik
Zusätzlich nimmt der Schaltanlagenbau eine
wichtige Position ein. Elektro Braun GmbH fertigt
Niederspannungsenergieverteilungen, angefangen vom
Wohnungsverteiler bis hin zu Hochstromanlagen mit bis zu
4000A. Dabei unterstützt das Unternehmen seine Kunden
sowohl bei der Projektierung als auch bei der technischen
Ausarbeitung der Anlagen.
Die Geschäftsbereiche der Elektro Braun GmbH
sind in verschiedene Organisationseinheiten unterteilt,
darunter Geschäftsführung, Einkauf,
Lagerwirtschaft, Vertrieb, Projektabteilung,
Schaltanlagenbau, Rechnungswesen/Controlling und
Organisationsentwicklung.
B. Wirtschaftsbericht und
Geschäftsverlauf
1. Entwicklung im Elektrogroßhandel
Deutschlands
Im Jahr 2023 stagnierte die gesamtwirtschaftliche
Entwicklung in Deutschland. Gemäß
Pressemitteilung Nr. 019 vom 15. Januar 2024 des
Statistischen Bundesamtes ging das preisbereinigte
Bruttoinlandsprodukt um 0,3 % zurück. Der Leitzins der
Europäischen Zentralbank wurde kontinuierlich
erhöht, um den steigenden Verbraucherpreisen
entgegenzuwirken. Innerhalb dieser gesamtwirtschaftlichen
Rahmenbedingungen verzeichnete der deutsche
Elektrogroßhandel eine positive Entwicklung.
Gemäß der Warengruppenerhebung des Instituts
für Handelsforschung an der Universität zu
Köln (IFH Report - Ausgabe vom 17. Januar 2024)
erhöhte sich der Umsatz der teilnehmenden Unternehmen
um 8,44 % im Vergleich zum Vorjahr. Der Gesamtumsatz
beläuft sich auf 14,3 Milliarden Euro. Insbesondere
der anhaltende Boom im Bereich Photovoltaik trug zu diesem
deutlichen Wachstum bei, während die übrigen
Bereiche in Summe eine kleine einstellige positive
Entwicklung verzeichneten.
Als besondere Entwicklung ist der starke
Rückgang im Bereich Elektromobilität zu
erwähnen, der in den Vorjahren ein rasantes Wachstum
verzeichnet hatte.
2. Umsatzentwicklung des Unternehmens
Die Elektro Braun GmbH kann im vergangenen
Kalenderjahr ein Umsatzplus von 5,2% (Bruttoumsatz)
verzeichnen. Insbesondere das Themenfeld Photovoltaik
konnte im letzten Jahr ein bemerkenswertes Wachstum
verzeichnen. Die stetige Verbesserung der Technologie,
begleitet von sinkenden Preisen für Solarmodule und
eine verstärkte Investitionstätigkeit in
erneuerbare Energien, haben dazu geführt, dass
Photovoltaik zu einem wichtigen Produktbereich avancierte.
Zusätzlich führte das zunehmende Interesse
an erneuerbaren Energien zu verstärkten Investitionen
in die Infrastruktur für erneuerbare Energien,
darunter den Ausbau von Stromnetzen. Dieser Trend zeigt
sich unter anderem in den gestiegenen Zahlen im Bereich der
Schaltanlagen. Somit hatte die gesteigerte Nachfrage nach
Photovoltaik und erneuerbaren Energien auch positive
Effekte auf angrenzende Sektoren.
3. Investitionen
Im Jahr 2023 haben wir bedeutende Investitionen
getätigt, um unsere langfristige
Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und unser
operatives Umfeld zu verbessern. Diese Investitionen
erstreckten sich über verschiedene Bereiche und trugen
aus unserer Sicht dazu bei, unsere betrieblichen
Abläufe effizienter zu gestalten und unsere
Infrastruktur zu modernisieren.
Ein Teil unserer Investitionen entfiel auf
Ersatzinvestitionen im Rahmen der betrieblichen
Wertminderung.
Darüber hinaus haben wir Mittel in die
Aktualisierung unserer Hard- und Software investiert. Dies
umfasste sowohl die Anschaffung neuer Technologien als auch
die Aktualisierung bestehender Systeme, um die Effizienz,
Sicherheit und Leistungsfähigkeit unserer
IT-Infrastruktur zu steigern.
Ein weiterer Schwerpunkt unserer Investitionen lag
auf dem Neubau unseres Firmengebäudes. Durch den Bau
eines modernen und funktionalen Gebäudes schaffen wir
nicht nur ein angenehmes Arbeitsumfeld für unsere
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sondern optimieren auch
unsere betrieblichen Abläufe. Die Investition in ein
zeitgemäßes Firmengebäude unterstreicht
unser Engagement für nachhaltiges Wachstum und
langfristigen Erfolg.
Insgesamt haben die getätigten Investitionen im
Jahr 2023 dazu beigetragen, unsere
Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, unsere Effizienz
zu steigern und die Grundlage für zukünftiges
Wachstum zu legen.
4. Personalwesen
Im Berichtszeitraum beschäftigte das Unternehmen
durchschnittlich 135 Mitarbeiter.
In der Spitze wurden bis zu 10 Auszubildende in den
Berufen Kaufmann/-frau im Groß- und
Außenhandelsmanagement sowie Elektroniker/-in
für Betriebstechnik ausbildet.
Des Weiteren ist eine tendenziell erhöhte
Beschäftigungsrate zu verzeichnen, hauptsächlich
aufgrund der bevorstehenden Stellenübergabe durch
anstehende Renteneintritte. Diese Doppelbesetzung
ermöglicht eine reibungslose Übergangsphase und
gewährleistet Kontinuität in den betroffenen
Bereichen.
5. Für uns wichtige Vorgänge im
Geschäftsjahr 2023
Ein herausragendes Ereignis im Geschäftsjahr
2023 war zweifellos der Beginn des Neubaus unseres
Firmengebäudes. Dieser wichtige Schritt markierte
einen bedeutenden Meilenstein in unserer
Unternehmensentwicklung und verdeutlichte unser Engagement
für zukünftiges Wachstum und Fortschritt.
Der Neubau wird es uns ermöglichen, eine moderne
und maßgeschneiderte Arbeitsumgebung zu schaffen, die
unseren Anforderungen und denen unserer Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter optimal entspricht. Die Investition in ein
zeitgemäßes Firmengebäude unterstreicht
nicht nur unseren langfristigen Planungs- und
Entwicklungshorizont, sondern wird auch dazu beitragen,
unsere betriebliche Effizienz zu steigern und unsere
Kapazitäten zu erweitern, um den Anforderungen des
Marktes gerecht zu werden.
Im Zuge der Neubauplanung wurden bereits zahlreiche
organisatorische und strukturelle Änderungen
eingeleitet, die mittelfristig im Neubau Früchte
tragen sollen. Diese Maßnahmen umfassen die
Einführung neuer technischer und logistischer
Innovationen, organisatorische Umstrukturierungen sowie
prozesstechnische Anpassungen.
C. Darstellung der Lage
1. Vermögenslage
Ein signifikanter Teil unseres Anlagevermögens
ist durch die Positionen "Grundstücke" und "Anlagen im
Bau" repräsentiert, die sich hauptsächlich auf
den laufenden Neubau unseres Firmengebäudes beziehen.
Zusätzlich zu den Investitionen in den Neubau
verfügen wir über weitere Vermögenswerte,
darunter ein Gebäudekomplex in Frankfurt, der
teilweise für betriebliche Zwecke genutzt wird,
teilweise auch vermietet wird.
Ein weiterer größerer Bestandteil unseres
Anlagevermögens umfasst Büroausstattung und
technische Ausrüstung, die für den reibungslosen
Betrieb unserer Geschäftsaktivitäten
unerlässlich sind.
Die Neuinvestitionen trugen zu einem Anstieg der
Bilanzsumme um 41,2 % bei. Diese Investitionen wurden
größtenteils durch Fremdfinanzierung realisiert,
was zu erhöhten Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten führte. Dadurch verringerte sich die
Eigenkapitalquote von 58,0 % im Jahr 2022 auf 46,6 % im
Jahr 2023. Die Bilanzstruktur zeigt sich somit weiterhin
ausgewogen.
Das Umlaufvermögen unseres Unternehmens wird im
Wesentlichen durch die Positionen Vorräte und
Forderungen geprägt. Die Vorräte sind im
Vergleich zum Vorjahr auf ähnlichem Niveau geblieben,
jedoch gab es Verschiebungen in den Sortimentsbereichen.
Diese Anpassungen spiegeln unsere Bemühungen wider,
unser Produktangebot an die sich verändernden
Marktanforderungen anzupassen und die Nachfrage unserer
Kunden bestmöglich zu erfüllen.
Die Forderungen sind signifikant gestiegen, was zum
Teil auf eine erhöhte Geschäftstätigkeit
zurückzuführen ist. Weiterhin ist dieser Anstieg
auf den Verkauf unserer eigenen Anteile an der
Besitzgesellschaft des Gebäudes des aktuellen
Hauptsitzes zurückzuführen. Die Erlöse aus
diesem Verkauf werden in den Neubau unseres Standorts
investiert.
2. Finanzlage
Die Finanzlage des Unternehmens blieb im Jahr 2023
stabil. Wir konnten eine solide Liquiditätsposition
aufrechterhalten, die es uns ermöglicht hat, unsere
laufenden Betriebskosten zu decken und unsere
Investitionspläne umzusetzen.
Die Rückzahlung der aufgenommenen Darlehen ist
so gestaltet, dass sie erst nach Abschluss und Bezug des
Neubaus vollständig zum Tragen kommt. Dies
gewährleistet, dass die finanzielle Belastung erst
dann voll wirksam wird, wenn das Unternehmen im neuen
Objekt operativ tätig ist. Unsere
Liquiditätsplanung deutet darauf hin, dass jederzeit
ausreichend Spielraum vorhanden ist.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
sind von 4.221 Tsd. € per 31.12.2022 um 2.024 Tsd.
€ auf 6.245 Tsd. € gestiegen. Hier sind im
Wesentlichen Zahlungsverpflichtungen für das neuen
Firmengebäude in Kleinostheim enthalten.
Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass der
Finanzstatus des Unternehmens im Jahr 2023 stabil blieb.
Die finanzielle Ausstattung des Unternehmens
gewährleistet auch für die Zukunft einen
reibungslosen Geschäftsbetrieb, da ausreichende
Kreditlinien jederzeit zur Verfügung stehen.
3. Ertragslage
Die sonstigen betrieblichen Erträge
verzeichneten einen Anstieg um 653 Tsd. €
(Vorjahreswert 913 Tsd. €) auf 1.566 Tsd. €,
darin enthalten sind 584 Tsd. €
Veräußerungserlöse aus dem Verkauf der
Grundstücks-Beteiligung.
Der Materialaufwand belief sich per 31.12.2023 auf
44.023 Tsd. €, ein Anstieg um 4,78% gegenüber
Vorjahr (42.016 Tsd. €). Hauptsächlich ist dies
auf den Warenverbrauch im Produktbereich Erneuerbare
Energie zurückzuführen.
Per 31.12.2023 betrugen die Personalaufwendungen
7.827 Tsd. € (Vorjahr 7.391 Tsd.€).
Steuerpflichtigen Mitarbeitern wurde im Jahr 2023 eine
Inflationsausgleichsprämie ausgezahlt. Weiterhin ist
die Erhöhung der Personalaufwendungen durch
Gehaltsänderungen und Ganzjahrestätigkeiten von
Neueinstellungen aus dem Jahr 2022 begründet.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen schlagen mit
3.866 Tsd. € zu Buche (Vorjahr 3.175 Tsd. €),
inflationsbedingt sind die Kosten für Energie, sowie
Transportkosten gestiegen; im Bereich der EDV fielen
Nutzungsgebühren für KI-gestützte Programme
und für Verbesserungen am Web-Shop an.
Kosten und Erträge sind insgesamt
planmäßig gestiegen; wobei es Verschiebungen
zwischen den verschiedenen Produktbereichen gab, als
Reaktion auf sich ändernde Marktanforderungen und
Kundenbedürfnisse.
Das Betriebsergebnis (Ergebnis vor Steuern, Zinsen,
Beteiligungserträgen) konnte um 553 Tsd. € von
2.055 Tsd. € in 2022 auf 2.608 Tsd. € gesteigert
werden. Unsere Prognose, dass das Betriebsergebnis auf
Vorjahresniveau liegen würde, wurde somit
übertroffen.
Der Jahresüberschuss liegt mit 1.890 Tsd. €
um 312 Tsd. € über dem Vorjahreswert (1.578 Tsd.
€).
Die Umsatzrendite vor Steuern belief sich auf 4,8 %,
was eine Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr (4,2 %)
darstellt. Trotz der Herausforderungen des wirtschaftlichen
Umfelds konnten wir unsere Rentabilität steigern und
eine solide Umsatzrendite erzielen.
Die Gesamtkapitalrendite lag bei 7,7 % im Vergleich
zu 9,1 % im Vorjahr, während die Eigenkapitalrendite
16,3 % betrug, verglichen mit 15,4 % im Vorjahr. Die
gegenläufige Entwicklung hängt mit der zuvor
beschriebenen Fremdfinanzierung des Neubauprojektes und des
damit einhergehenden starken Anstiegs der Bilanzsumme
zusammen.
4. Gesamtaussage
Insgesamt zeigt die Ertragslage des
Geschäftsjahres 2023 eine solide Performance unseres
Unternehmens und bestätigt unsere Fähigkeit,
erfolgreich auf Marktveränderungen zu reagieren und
unsere Geschäftsziele zu erreichen. Wir bleiben
bestrebt, unsere Ertragslage weiter zu verbessern und
langfristigen Wert für unser Unternehmen zu schaffen.
D. Hinweise auf wesentliche Chancen und Risiken der
künftigen Entwicklung
1. Chancen der zukünftigen Entwicklung
Die verstärkten Bestrebungen zur
Elektrifizierung und Verbesserung der Energieeffizienz
eröffnen neue Marktchancen für unser Unternehmen.
Als Anbieter von innovativen Lösungen und
Dienstleistungen in diesem Bereich können wir von der
steigenden Nachfrage nach energieeffizienten Produkten und
Dienstleistungen profitieren. Durch die Entwicklung und
Implementierung von Lösungen, die den aktuellen
Umwelt- und Energieanforderungen gerecht werden,
können wir unsere Marktpräsenz stärken und
neue Geschäftsmöglichkeiten erschließen.
Der fortwährende Mangel an Wohnraum und die
damit verbundene Notwendigkeit, Wohnraum zu schaffen, wird
auf lange Sicht wieder zu einer wachsenden Nachfrage nach
Gebäudeinstallationstechnik führen. Als
Fachhändler in diesem Bereich sind wir gut
positioniert, um von diesem Markt zu profitieren. Durch die
Bereitstellung innovativer Produkte und Dienstleistungen,
die den Bedürfnissen des Wohnungsmarktes entsprechen,
können wir unsere Umsätze steigern und unsere
Marktpräsenz weiter ausbauen.
Unser geplantes Neubauprojekt bietet nicht nur
großes Potenzial für verbesserte Logistik und
gesteigerte Prozesseffizienz, sondern auch die
Möglichkeit, unsere Arbeitgeberattraktivität zu
steigern. Durch die Modernisierung unserer betrieblichen
Infrastruktur und die Schaffung moderner Arbeitsumgebungen
können wir unsere Attraktivität als Arbeitgeber
erhöhen. Dies ermöglicht es uns, qualifizierte
Fachkräfte anzuziehen und zu halten, was wiederum
unsere Wettbewerbsfähigkeit stärkt, und
langfristiges Wachstum fördert.
Elektro Braun GmbH pflegt langjährige
Geschäftsbeziehungen zu ihren Hausbanken, was eine
solide Grundlage für eine verlässliche
Finanzierung darstellt und die Verfügbarkeit von
Finanzmitteln gewährleistet.
2. Risiken der zukünftigen Entwicklung
Eine weitere Abschwächung der Baubranche,
insbesondere im Wohnbausektor, führt zu einer
kurzfristig geringeren Nachfrage nach
Gebäudeinstallationstechnik und könnte unsere
Umsätze in diesem Teilbereich negativ beeinflussen.
Wir müssen uns auf mögliche
Marktrückgänge vorbereiten und unsere Strategien
entsprechend anpassen, um mögliche Auswirkungen zu
minimieren.
Die gestiegenen Energiepreise und
verwaltungstechnischen Anforderungen stellen nicht nur
direkte Risiken für das Unternehmen dar. Sie
erhöhen zudem das Risiko, dass Unternehmen
verunsichert werden und Investitionen möglicherweise
ins Ausland verlagern könnten. Diese fehlenden
Investitionen können zu ausbleibenden Umsätzen
führen.
Der anhaltende Fachkräftemangel im
Elektrohandwerk könnte unsere
Geschäftstätigkeit beeinträchtigen, indem
Kunden weniger Material verarbeiten können und dadurch
unsere Umsätze sinken. Es ist wichtig, dass wir unsere
Kundenbeziehungen stärken und Lösungen finden, um
potenzielle Engpässe zu überwinden und unsere
Marktposition zu halten.
Ein weiteres Risiko für die zukünftige
Entwicklung des Unternehmens ergibt sich aus der
Möglichkeit von Preisverfällen aufgrund eines
Überangebots und eines Rückgangs der Nachfrage in
den Bereichen der Erneuerbaren Energien und
Elektromobilität. Diese Situation könnte zu einer
Abwertung des Lagerbestandes führen und damit die
Rentabilität des Unternehmens beeinträchtigen.
Die große Herausforderung besteht darin, den
Warenbestand effektiv zu planen, um mögliche Verluste
zu minimieren und die Liquidität zu erhalten.
Es besteht das Risiko, dass sich das Neubauprojekt
durch unvorhergesehene Ereignisse verzögert. Solche
Verzögerungen könnten nicht nur den geplanten
Fertigstellungstermin gefährden, sondern auch zu
erheblichen zusätzlichen Kosten führen, die
über den bisher mit den Kreditinstituten vereinbarten
Finanzierungsrahmen hinausgehen. Dies könnte eine
Nachverhandlung der Finanzierung oder die Bereitstellung
zusätzlicher Mittel erforderlich machen, was die
finanzielle Belastung des Unternehmens erhöht. Auch
der geplante Umzug birgt das Risiko, dass es während
der Übergangsphase zu logistischen Herausforderungen
und temporären Lieferverzögerungen kommt, was
dazu führen kann, dass Kundenaufträge nicht wie
gewohnt erfüllt werden können. Um diese Risiken
zu minimieren, sind eine detaillierte Planung und ein
sorgfältiges Projektmanagement erforderlich.
3. Risikoberichterstattung über die Verwendung
von Finanzinstrumenten
Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten
zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten
bei Lieferanten und Bankverbindlichkeiten.
Das Ausfallrisiko der Forderungen an Kunden wird
durch ein restriktives und effizientes Debitorenmanagement
minimiert. Zusätzlich sind die Forderungen
größtenteils durch Kreditversicherungen
abgesichert, um potenzielle Zahlungsausfälle zu
reduzieren.
Des Weiteren besteht das Risiko, dass die Einhaltung
der vereinbarten Finanzkennzahlen sowie anderer zeitlicher
Vereinbarungen in Zusammenhang mit der Finanzierung des
Neubaus nicht gewährleistet werden kann. Dies
könnte dazu führen, dass der Kreditgeber aufgrund
von Vertragsverletzungen eine sofortige Fälligstellung
des Kredits verlangen könnte. In einem solchen Fall
wäre das Unternehmen gezwungen, den Kreditbetrag
sofort zurückzuzahlen oder Neuverhandlungen zu
unvorteilhaften Kreditkonditionen einzugehen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten
werden grundsätzlich innerhalb vereinbarter
Zahlungsfristen beglichen, um das Vertrauen und die
Kontinuität der Geschäftsbeziehungen zu
gewährleisten.
Für erkennbare Ausfall- und Bonitätsrisiken
wurden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.
Das Ziel unseres Finanz- und Risikomanagements ist
es, finanzielle Risiken jeglicher Art zu sichern. Dabei
verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik,
um etwaige Risiken frühzeitig zu erkennen und
angemessen zu reagieren. Durch eine kontinuierliche
Überwachung und Bewertung der Finanzinstrumente
streben wir eine stabile und nachhaltige finanzielle
Performance an.
4. Gesamtaussage
Angesichts der maßgeblichen Chancen und
Risiken, die potenziell die künftige Entwicklung
unseres Unternehmens beeinflussen könnten, sind wir
zuversichtlich, dass wir gut aufgestellt sind, um diesen
Herausforderungen zu begegnen.
Die verstärkten Bestrebungen zur
Elektrifizierung und Steigerung der Energieeffizienz
eröffnen uns neue Möglichkeiten auf dem Markt,
denen wir dank unserer innovativen Lösungen und
Services begegnen können. Ebenso bieten die
fortwährenden Schwierigkeiten im Wohnraumsektor
weiterhin Potenzial für die Erweiterung unserer
Marktpräsenz und die Steigerung unserer Umsätze.
Unser geplantes Neubauprojekt bietet nicht nur die
Aussicht auf verbesserte betriebliche Abläufe, sondern
auch die Gelegenheit, unsere Attraktivität als
Arbeitgeber zu steigern, was wiederum unsere
Wettbewerbsfähigkeit stärken und langfristiges
Wachstum unterstützen wird. Durch die Modernisierung
und Optimierung unserer Infrastruktur investieren wir nicht
nur in die Zukunftsfähigkeit unseres Unternehmens,
sondern festigen auch unsere Positionierung in einem stark
umkämpften Marktumfeld.
Unser Ziel ist es, finanzielle Risiken jeglicher Art
abzufedern und eine nachhaltige Entwicklung des
Unternehmens sicherzustellen. Mit einem proaktiven Ansatz
und einer kontinuierlichen Anpassung unserer Strategien
sind wir zuversichtlich, dass wir den kommenden
Herausforderungen erfolgreich begegnen können und
langfristigen Erfolg sichern werden.
E. Prognosebericht
1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene
Erwartungen
Die Pressemitteilung Nr. 173 vom 30. April 2024 des
Statistischen Bundeamtes weist einen preis-, saison- und
kalenderbereinigten Rückgang (-0,2 % zum
Vorjahresquartal) des Bruttoinlandproduktes aus. Somit ist
weiterhin kein merklicher Aufschwung zu verzeichnen.
Die Warengruppenerhebung für den Bundesverband
des Elektrogroßhandels im Berichtszeitraum Januar bis
Juni 2024 weist eine Marktentwicklung von -12,7 % aus.
Als Elektrogroßhandelsunternehmen befinden wir
uns in einer Phase, die stark von den Entwicklungen im
Wohnbau abhängt, der derzeit eine gewisse
Schwäche zeigt. Trotz dieser Herausforderung
eröffnen sich jedoch vielversprechende Perspektiven.
Insbesondere die Elektrifizierung und der Ausbau der
elektrischen Infrastruktur lassen Hoffnung auf eine
verstärkte Nachfrage nach unseren Produkten und
Dienstleistungen aufkommen.
Des Weiteren dürfen wir die Chancen im
Schaltanlagenbau nicht außer Acht lassen,
insbesondere durch die Investitionen in Rechenzentren in
der Region Frankfurt am Main. Diese Investitionen
könnten das Wachstum in diesem Bereich weiter
vorantreiben und uns zusätzliche
Umsatzmöglichkeiten bieten.
2. Prognose über die weitere Entwicklung
der Gesellschaft
Unter Berücksichtigung oben genannter Faktoren
und Entwicklungen prognostizieren wir für das kommende
Jahr ein leichtes, einstelliges Umsatzminus bei
geringfügig steigenden Kosten. Dies wird zu einem
deutlichen Rückgang des Betriebsergebnisses
führen. Trotz der aktuellen Herausforderungen sehen
wir optimistisch in die Zukunft und sind bereit, unsere
Strategie anzupassen und Chancen zu nutzen, um unser
Geschäft weiter voranzutreiben.
F. Bericht über Zweigniederlassungen
Die Elektro Braun GmbH besteht aus dem Stammhaus in
Aschaffenburg sowie unselbständigen Niederlassungen in
Alzenau, Darmstadt, Frankfurt am Main und Rüsselsheim
am Main.
Aschaffenburg, 02. August 2024
Elektro Braun GmbH Die Geschäftsführung
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
5.809.449,49 |
644.761,68 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
50.570,26 |
70.045,26 |
| 1.
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
50.570,26 |
70.045,26 |
| II.
Sachanlagen |
5.654.246,90 |
434.955,24 |
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
2.726.791,94 |
153.492,34 |
| 2.
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
243.015,50 |
217.991,50 |
| 3.
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
2.684.439,46 |
63.471,40 |
| III.
Finanzanlagen |
104.632,33 |
139.761,18 |
| 1.
Beteiligungen |
104.632,33 |
139.761,18 |
| B.
Umlaufvermögen |
19.044.236,96 |
16.953.412,40 |
| I.
Vorräte |
8.715.449,92 |
8.603.258,67 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
9.555.627,66 |
8.012.407,96 |
| 1.
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht |
149.567,50 |
201.935,75 |
| 2.
sonstige Vermögensgegenstände |
9.406.060,16 |
7.810.472,21 |
| III.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
773.159,38 |
337.745,77 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
45.668,62 |
35.010,48 |
| Bilanzsumme,
Summe Aktiva |
24.899.355,07 |
17.633.184,56 |
Passiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
11.613.543,05 |
10.223.023,84 |
| I.
gezeichnetes Kapital |
505.000,00 |
505.000,00 |
| 1.
Eigene Anteile - offen vom Gezeichneten Kapital
abgesetzt |
-10.000,00 |
-10.000,00 |
| 2.
eingefordertes Kapital |
495.000,00 |
495.000,00 |
| II.
Kapitalrücklage |
224.058,24 |
224.058,24 |
| III.
Gewinnrücklagen |
10.000,00 |
10.000,00 |
| IV.
Gewinnvortrag |
8.993.965,60 |
7.915.673,69 |
| V.
Jahresüberschuss |
1.890.519,21 |
1.578.291,91 |
| B.
Rückstellungen |
1.235.252,96 |
1.286.355,53 |
| C.
Verbindlichkeiten |
11.875.714,06 |
6.123.805,19 |
| 1.
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten |
4.747.324,79 |
1.023.576,63 |
| 2.
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern |
403.962,23 |
460.975,28 |
| 3.
sonstige Verbindlichkeiten |
6.724.427,04 |
4.639.253,28 |
| davon
aus Steuern |
129.401,50 |
292.317,44 |
| davon
im Rahmen der sozialen Sicherheit |
7.033,87 |
4.252,33 |
| D.
Passive latente Steuern |
174.845,00 |
0,00 |
| Bilanzsumme,
Summe Passiva |
24.899.355,07 |
17.633.184,56 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR |
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR |
| 1.
Rohergebnis |
14.421.720,18 |
12.759.195,26 |
| 2.
Personalaufwand |
7.827.019,35 |
7.391.001,33 |
| a)
Löhne und Gehälter |
6.562.223,40 |
6.160.326,36 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
1.264.795,95 |
1.230.674,97 |
| davon
für Altersversorgung |
11.193,47 |
10.330,82 |
| 3.
Abschreibungen |
120.934,73 |
139.313,36 |
| a)
Abschreibungen auf immaterielle
Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
120.934,73 |
139.313,36 |
| 4.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
3.865.627,59 |
3.174.262,89 |
| 5.
Erträge aus Beteiligungen |
155.750,26 |
201.935,75 |
| 6.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
232,81 |
20.524,89 |
| 7.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
37.551,42 |
22.671,84 |
| 8.
Steuern vom Einkommen und Ertrag |
816.130,59 |
656.194,21 |
| a)
Aufwand aus der Veränderung latenter
Steuern |
174.845,00 |
0,00 |
| 9.
Ergebnis nach Steuern |
1.910.439,57 |
1.598.212,27 |
| 10.
sonstige Steuern |
19.920,36 |
19.920,36 |
| Jahresüberschuss |
1.890.519,21 |
1.578.291,91 |
Anhang
I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen
Die Elektro Braun GmbH hat ihren Sitz in
Aschaffenburg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts
Aschaffenburg unter HR B 8128 eingetragen.
II. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die
Größenmerkmale einer mittelgroßen GmbH
gemäß § 267 Absatz 2 HGB auf.
Gemäß § 42 Absatz 3 GmbHG wurde die
Bilanz um die Posten Verbindlichkeiten gegenüber
Gesellschaftern erweitert.
Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der
§§ 242 ff. HGB in der aktuellen Fassung unter
Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss
angewendeten Gliederungsgrundsätzen für
mittelgroße Kapitalgesellschaften erstellt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem
Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
III. Angaben zu Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden
Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden angewendet:
Die immateriellen Vermögensgegenstände
wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare
Abschreibungen bei einer betriebsgewöhnlichen
Nutzungsdauer von in der Regel drei Jahren abgeschrieben.
Das Sachanlagevermögen wurde zu
Anschaffungskosten, vermindert um lineare und degressive
Abschreibungen (Nutzungsdauer 3 bis 25 Jahre) angesetzt; es
erfolgte ein Übergang auf die lineare Abschreibung,
sobald diese zu höheren Abschreibungen führt. Die
geringwertigen Wirtschaftsgüter werden im Zugangsjahr
voll abgeschrieben.
Die Finanzanlagen wurden zu den Anschaffungskosten
bewertet.
Die Bewertung der Gegenstände des
Vorratsvermögens erfolgte grundsätzlich zu den
Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen
Niederstwertprinzips.
Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
(Heizölbestand) wurden zu Anschaffungskosten bewertet;
lag der Marktpreis zum Bilanzstichtag darunter, erfolgte
die Bewertung zu diesem.
Die Waren wurden zu Anschaffungskosten zuzüglich
Anschaffungsnebenkosten bewertet. Es erfolgte eine
Abwertung gestaffelt nach Alter der Ware.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände sind zu
Nominalbeträgen, vermindert um angemessene Einzel- und
Pauschalabwertungen, angesetzt.
Die flüssigen Mittel sind zu ihren Nennwerten
angesetzt.
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden gebildet
für Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand
für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.
Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert unter Abzug
der eigenen Anteile bilanziert.
Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle
erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und
sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach
vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig
ist (§ 253 Absatz 1 Satz 2 HGB). Rückstellungen
mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit
dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen
Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre
abgezinst (§ 253 Absatz 2 Satz 1 HGB).
Verbindlichkeiten sind mit ihrem
Erfüllungsbetrag angesetzt.
Die aus den handels- und steuerrechtlichen
Wertansätzen bestehende temporäre Differenz, die
eine Steuerbelastung ergibt, ist als passive latente Steuer
angegeben.
IV. Angaben zur Bilanz
Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten
Anlagengegenstände im Jahre 2023 ist in der Anlage zum
Anhang dargestellt.
Im Bereich der Finanzanlagen hat Elektro Braun GmbH
zum 23.08.2023 ihren Gesellschaftsanteil (20%) an der Braun
Grundbesitz GbR an deren Gesellschafter
veräußert.
Im Folgenden werden die Anteile zusammengefasst
(Anteilsbesitz im Sinne des § 285 Nr. 11 HGB),
an denen die Gesellschaft Beteiligungen hält:
Name
|
Sitz
|
Beteiligungsquote
|
Eigenkapital zum
|
Jahresergebnis
|
|
|
|
31.12.2023
|
2023
|
Gme GmbH & Co.KG
|
Offenburg
|
20 %
|
16.572,95 €
|
5.286,76 €
|
KALOG GmbH & Co. KG
|
Ratingen
|
12,50 %
|
607.695,15 €
|
83.214,78 €
|
Mitegro GmbH & Co.
KG
|
Hannover
|
8,33 %
|
4.113.866,16 €
|
3.843.866,16 €
|
B.E.B. Offenburg GbR
|
Offenburg
|
33,3 %
|
15.422,28 €
|
526,02 €
|
Die B.E.B. Offenburg GbR wurde mit Wirkung zum Ablauf
des 31.12.2023 aufgelöst.
Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem
Jahr bestehen zum 31.12.2023 nicht (Vorjahr: 0 Euro).
Forderungen gegenüber Unternehmen mit
Beteiligungsverhältnis beinhalten nur den
Gewinnanspruch für das laufende Geschäftsjahr.
Die sonstigen Vermögensgegenstände mit
einer Restlaufzeit bis ein Jahr beinhalten Forderungen
gegenüber den Gesellschaftern der Elektro Braun GmbH
für den Anteilsverkauf der Braun Grundbesitz GbR in
Höhe von Euro 31.250,00.
In den sonstigen Vermögensgegenständen mit
einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr ist der Betrag
von Euro 26.500,00 (Vorjahr: Euro 26.500,00) für
Mietkautionen enthalten.
Innerhalb des Geschäftsjahres kam es zu
Ausschüttungen an die Gesellschafter aus dem
Jahresüberschuss des Vorjahres.
Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie
folgt zusammen:
|
|
zum 31.12.2023
|
|
|
zum 31.12.2022
|
Kundenboni
|
Euro
|
472.863,59
|
|
Euro
|
576.574,17
|
Personalrückstellungen
|
Euro
|
517.479,73
|
|
Euro
|
447.257,30
|
Ausstehende Rechnungen
|
Euro
|
180.890,64
|
|
Euro
|
187.130,06
|
Abschlusskosten
|
Euro
|
40.769,00
|
|
Euro
|
51.694,00
|
Verschiedene
|
Euro
|
23.250,00
|
|
Euro
|
23.700,00
|
Sonstige
Rückstellungen
|
Euro
|
1.235.252,96
|
|
Euro
|
1.286.355,53
|
Zur Verbesserung der Klarheit und
Übersichtlichkeit wurden die Restlaufzeiten der
Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitsspiegel
zusammengefasst dargestellt.
|
Stand
|
Restlaufzeit
|
Restlaufzeit
|
Restlaufzeit
|
|
31.12.2023
|
kleiner 1 Jahr
|
größer 1
Jahr
|
davon mehr als 5 Jahre
|
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
|
4.747.324,79
|
848.748,89
|
3.898.575,90
|
2.866.669,70
|
Erhaltene Anzahlungen
auf Bestellungen
|
171.528,88
|
171.528,88
|
0,00
|
0,00
|
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
|
6.245.594,01
|
6.245.594,01
|
0,00
|
0,00
|
Verbindlichkeiten
gegenüber Gesellschaftern
|
403.962,23
|
403.962,23
|
0,00
|
0,00
|
Sonstige
Verbindlichkeiten
|
307.304,15
|
307.304,15
|
0,00
|
0,00
|
Summen
|
11.875.714,06
|
7.977.138,16
|
3.898.575,90
|
2.866.669,70
|
In den Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten ist ein Kredit der LfA Förderbank
Bayern (Landesförderinstitut für
Aufbaufinanzierung) zur Finanzierung des neuen
Firmengebäudes in Kleinostheim in Höhe von Euro
3.898.575,90 (Vorjahr Euro 0,00) enthalten. Als Sicherheit
für den Kredit ist eine Grundschuld (vollstreckbar) in
Höhe von Euro 4.000.000,00, sowie eine Grundschuld
(nicht vollstreckbar) in Höhe von Euro 15.000.000,00
im Grundbuch eingetragen.
Der unter dem Posten Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen ausgewiesene Betrag ist
teilweise durch übliche Eigentumsvorbehalte von
Lieferanten besichert.
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit
denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind in den
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in
Höhe von Euro 709.528,19 enthalten (VJ: 761.228,84
Euro).
|
Stand
|
Restlaufzeit
|
Restlaufzeit
|
Restlaufzeit
|
|
31.12.2022
|
kleiner 1 Jahr
|
größer 1
Jahr
|
davon mehr als 5 Jahre
|
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
|
1.023.576,63
|
1.023.576,63
|
0,00
|
0,00
|
Erhaltene Anzahlungen
auf Bestellungen
|
31.895,28
|
31.895,28
|
0,00
|
0,00
|
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
|
4.221.262,22
|
4.221.262,22
|
0,00
|
0,00
|
Verbindlichkeiten
gegenüber Gesellschaftern
|
460.975,28
|
460.975,28
|
0,00
|
0,00
|
Sonstige
Verbindlichkeiten
|
386.095,78
|
386.095,78
|
0,00
|
0,00
|
Summen
|
6.123.805,19
|
6.123.805,19
|
0,00
|
0,00
|
Der Posten passive latente Steuern enthält Euro
174.845,00 (Vorjahr 0,00 Euro), bedingt durch die Bildung
einer § 6b EStG Rücklage in der Steuerbilanz. Die
Berechnung erfolgte mit einem Steuersatz von 29,96%
(für Körperschaftsteuer,
Solidaritätszuschlag, Gewerbesteuer). Der
Veräußerungserlös (Euro 583.688,39) aus dem
Verkauf der Grundstücks-Beteiligung wurde auf das
Neubauprojekt in Kleinostheim übertragen (Grund und
Boden und Gebäude).
Zum 31. Dezember 2023 bestehen sonstige finanzielle
Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen:
|
Gesamt
|
Laufzeit < 1
Jahr
|
Laufzeit > 1 Jahr
|
davon > 5 Jahre
|
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
Miete Büro- und
Lagerräume
|
1.320.306,00
|
600.252,60
|
720.053,40
|
0,00
|
Verpflichtungen aus
sonstigen Leasingverträgen
|
2.017.870,30
|
127.102,59
|
1.890.767,71
|
1.095.874,30
|
Zweck und Vorteile der Miet- und
Leasingvereinbarungen sind die Reduzierung von
Kapitalbindung.
Zur Fertigstellung des neuen Firmengebäudes in
Kleinostheim stehen Zahlungsverpflichtungen in Höhe
von Euro 11.531.508,96 für das Jahr 2024 und Euro
2.471.037,63 für das Jahr 2025 an.
V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
Als außergewöhnliche Erträge sind die
Veräußerungserlöse aus dem Verkauf der
Grundstücksbeteiligung in Höhe von TEuro 584 zu
nennen.
Der Posten der sonstigen betrieblichen Erträge
enthält periodenfremde Erträge für:
Bonuszahlungen
Lieferanten
|
36
TEuro
|
Zinsen Kunden
|
10 TEuro
|
Erstattung Energiekosten
|
7 TEuro
|
Gutschriften
Nichtwarenlieferant
|
2 TEuro
|
Der Posten der sonstigen betrieblichen Aufwendungen
enthält periodenfremde Aufwendungen für:
Bonuskorrekturen
Lieferanten/Kunden
|
9 TEuro
|
Nachtrag
Betriebsversicherungen
|
8 TEuro
|
Leistungen Vorjahr
Nichtwarenlieferanten
|
3 TEuro
|
VI. Sonstige Angaben
a) Anzahl der Mitarbeiter
Im Jahresdurchschnitt 2023 wurden 135 Mitarbeiter
(ohne Geschäftsführer) beschäftigt, davon 89
Angestellte und 46 gewerbliche Mitarbeiter.
b) Geschäftsführung
Im Geschäftsjahr 2023 wurde die Gesellschaft
gesetzlich vertreten durch die Geschäftsführer:
Herrn Dipl.Kfm. Joachim Braun, 63739 Aschaffenburg
(bis 30.09.2023)
Herrn Dipl.Ing. Michael Braun, 63743 Aschaffenburg
Herrn M.Sc. David Braun, 63739 Aschaffenburg.
Die Geschäftsführer sind von den
Beschränkungen des § 181 BGB befreit.
Die Schutzklausel gemäß § 286 Absatz
4 HGB wurde in Anspruch genommen.
Mit Gesellschafterbeschluss vom 25. Juli 2023 ist
Herr Joachim Braun mit Wirkung zum 30. September 2023 aus
der Geschäftsführung ausgeschieden.
c) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Es ist geplant, die Filiale Rüsselsheim zum
30.06.2024 zu schließen, die Mitarbeiter werden
weiterhin bei Elektro Braun GmbH beschäftigt, zur
Betreuung des Kundenstamms. Eine neue Lösung für
das Vertriebsgebiet "Rhein-Main-West" soll erarbeitet
werden.
d) Gewinnverwendung
Die Geschäftsführung schlägt der
Gesellschafterversammlung vor, von dem
Jahresüberschuss einen Betrag in Höhe von Euro
500.000,00 auszuschütten und im Übrigen den
Jahresüberschuss nebst Gewinnvortrag auf neue Rechnung
vorzutragen.
Aschaffenburg, 02. August
2024
Elektro Braun GmbH
Geschäftsführung
gez.
Dipl.-Ing. Michael Braun
gez.
M.Sc. David Braun
Anlagespiegel
|
Anschaffungs-
|
|
kumulierte
|
Abschreibung
|
|
kosten
|
Zugänge
|
Abgänge
|
Abschreibungen
|
Geschäftsjahr
|
Buchwert
|
|
01.01.2023
|
2023
|
2023
|
31.12.2023
|
2023
|
31.12.2023
|
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
A. Anlagevermögen
|
|
|
|
|
|
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
|
|
1. entgeltich erworbene
Konzessionen, gewerbliche
|
|
|
|
|
|
|
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie
|
|
|
|
|
|
|
Lizenzen an solchen Rechten und Werten
|
685.251,41
|
0,00
|
7.574,90
|
627.106,25
|
19.470,00
|
50.570,26
|
Summe immaterielle
Vermögensgegenstände
|
685.251,41
|
0,00
|
7.574,90
|
627.106,25
|
19.470,00
|
50.570,26
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
|
1. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und
|
|
|
|
|
|
|
Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
|
|
|
|
|
|
|
Grundstücken
|
472.456,16
|
2.591.273,60
|
0,00
|
336.937,82
|
17.974,00
|
2.726.791,94
|
2. andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
1.172.807,76
|
109.849,93
|
52.072,26
|
987.569,93
|
83.490,73
|
243.015,50
|
3. Geleistete
Anzahlungen und Anlagen im Bau
|
63.471,40
|
2.620.968,06
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
2.684.439,46
|
Summe Sachanlagen
|
1.708.735,32
|
5.322.091,59
|
52.072,26
|
1.324.507,75
|
101.464,73
|
5.654.246,90
|
III. Finanzanlagen
|
|
|
|
|
|
|
1. Beteiligungen
|
139.761,18
|
6.182,76
|
41.311,61
|
0,00
|
0,00
|
104.632,33
|
Summe Finanzanlagen
|
139.761,18
|
6.182,76
|
41.311,61
|
0,00
|
0,00
|
104.632,33
|
Summe
Anlagevermögen
|
2.533.747,91
|
5.328.274,35
|
100.958,77
|
1.951.614,00
|
120.934,73
|
5.809.449,49
|
sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 07.08.2024 festgestellt.
In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten
verkürzten Jahresabschluss wurden die
größenabhängigen Erleichterungen nach
§ 327 HGB in Anspruch genommen.
BESTÄTIGUNGSVERMERK
DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
An die Elektro Braun GmbH, Aschaffenburg
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Elektro Braun GmbH,
Aschaffenburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember
2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember
2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung
der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Elektro
Braun GmbH, Aschaffenburg, für das Geschäftsjahr
vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter
Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.
Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember
2023 und
· vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht
dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss,
entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und
stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen
Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317
HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere
Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen
ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen
unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen
handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und
haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in
Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den
Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen
Belangen entspricht, und dafür, dass der
Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die
gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen
Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund
von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der
Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder
Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifizieren und beurteilen wir
die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im
Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen
Handlungen oder Irrtümern, planen und führen
Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken
durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die
ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für
unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus
dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als
das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende
wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden,
da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken,
Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten,
irreführende Darstellungen bzw. das
Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten
können.
· gewinnen wir ein Verständnis
von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses
relevanten internen Kontrollsystem und den für die
Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die
unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch
nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit
dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit
der von den gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von
den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten
Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen
über die Angemessenheit des von den gesetzlichen
Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf
der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine
wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen
oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir
zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk
auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und
im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere
Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum
unseres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder
Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die
Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr
fortführen kann.
· beurteilen wir Darstellung,
Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt
einschließlich der Angaben sowie ob der
Jahresabschluss die zugrunde liegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt,
dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von
der Lage der Gesellschaft.
· führen wir
Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen
Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im
Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter
Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere
die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen
Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und
beurteilen die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde
liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein
erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige
Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben
abweichen.
Wir erörtern mit den für die
Überwachung Verantwortlichen unter anderem den
geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie
bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im
internen Kontrollsystem, die wir während unserer
Prüfung feststellen.
Aschaffenburg, den 2. August
2024
Florig & Söhne GmbH
WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT
STEUERBERATUNGSGESELLSCHAFT
Aschaffenburg
gez.
Dr. Hans-Georg Florig, Wirtschaftsprüfer
gez.
ppa. Bendikt Goldschmidt, Wirtschaftsprüfer
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