Volksbank Delitzsch eG

Stammdaten

Register
Amtsgericht Leipzig GnR 222
Eingetragen
11.2.1991
Branche
Kreditinstitute des SparkassensektorsKreditinstitute des GenossenschaftssektorsKreditinstitute mit Sonderaufgaben
Gegenstand
(1) Zweck der Genossenschaft ist die wirtschaftliche Förderung und Betreuung der Mitglieder. (2) Gegenstand des Unternehmens ist die Durchführung von banküblichen und ergänzenden Geschäften, insbesondere a) die Annahme von Einlagen; b) die Gewährung und Vermittlung von Krediten aller Art; c) die Übernahme von Bürgschaften, Garantien und sonstigen Gewährleistungen sowie die Durchführung von Treuhandgeschäften; d) die Durchführung des Zahlungsverkehrs; e) die Durchführung des Auslandsgeschäfts einschließlich des An- und Verkaufs von Devisen und Sorten; f) die Vermögensberatung, Vermögensvermittlung und Vermögensverwaltung; g) der Erwerb und die Veräußerung sowie die Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren und anderen Vermögenswerten; h) die Vermittlung oder der Verkauf von Bausparverträgen, Versicherungen und Reisen; i) die Vermittlung oder der Verkauf von Immobilien; j) Beteiligung an anderen Unternehmen sowie Gründung eigener Unternehmen, wenn sie der Förderung und des Erwerbs der Mitglieder zu dienen bestimmt und nach KWG zulässig sind; k) der Erwerb und Neubau von Immobilien und Grundstücken zum Zwecke der Vermietung und Verpachtung sowie deren Veräußerung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Steffen Dross
seit 18.1.2022
Vorstandsmitglied
Lars Plotzki
seit 16.11.2020
Vorstandsmitglied
Steffen Dr. Rust
seit 22.3.2004
Prokura

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Volksbank Delitzsch eG

Delitzsch

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Volksbank Delitzsch eG, Delitzsch Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Gliederung des Lageberichts

A. Grundlagen der Geschäftstätigkeit

1. Geschäftsmodell und strategische Ausrichtung

2. Grundlagen der Steuerung

B. Geschäftsverlauf und Lage (Wirtschaftsbericht)

1. Rahmenbedingungen

1.1 Wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland

1.2 Finanzmärkte

1.3 Branchenbezogene Entwicklung

1.4 Regionale Entwicklung

2. Finanzielle Leistungsindikatoren

3. Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs

4. Darstellung, Analyse und Beurteilung der wirtschaftlichen Lage

a) Ertragslage

b) Finanzlage

c) Vermögenslage

5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

C. Risiko- und Chancenbericht

D. Prognosebericht

A. Grundlagen der Geschäftstätigkeit

1. Geschäftsmodell und strategische Ausrichtung

Am 10. Mai 1850 rief Dr. Hermann Schulze-Delitzsch mit engagierten Bürgern der Stadt Delitzsch den Vorschussverein, als Vorgängerinstitut der heutigen Volksbank Delitzsch eG, ins Leben. Dem Gründungsgedanken verpflichtend, besteht unsere Kernaufgabe darin, die wirtschaftliche Entwicklung unserer Mitglieder und Kunden zu fördern.

Unser Geschäftsmodell fokussiert sich daher wesentlich auf die Geschäftsaktivitäten des Privat- und des Firmenkundengeschäftes mit einer engen regionalen Bindung an das Geschäftsgebiet. Neben dem Kundengeschäft führen wir zur Liquiditäts-, Ertrags- und Risikosteuerung das Eigengeschäft in festverzinslichen Wertpapieren durch. Ergänzt wird diese strategische Grundausrichtung durch den Aufbau eines strategischen Immobilienportfolios. Das Institut ist fest in der Genossenschaftlichen FinanzGruppe verankert, nutzt deren Leistungsangebot umfassend und ist in diese auch über Beteiligungen eingebunden.

Neben unserer Hauptstelle in Delitzsch unterhalten wir Zweigstellen in Bad Düben und Eilenburg und betreuen 19.418 Privat- und Geschäftskunden in der Region.

2. Grundlagen der Steuerung

Die gemäß unserer Satzung erforderlichen Organe sind eingerichtet und erfüllen die bankaufsichtsrechtlichen Vorschriften. Der Vorstand ist dabei für die Geschäftsführung und Steuerung der Bank verantwortlich, während dem Aufsichtsrat die Überwachung des Vorstandes obliegt sowie in die satzungsmäßig vorgeschriebenen Entscheidungen eingebunden ist. Die Vertreterversammlung nimmt die satzungsmäßigen Beschlussfassungspflichten wahr.

Die Anzahl der Mitglieder hat sich gegenüber dem Vorjahr leicht auf 7.330 Mitglieder erhöht. 

Die Aufbau- und Ablauforganisation gliedert sich in klassische Markt- und Marktfolgetätigkeiten und wird durch die Stabsstellen unterstützt. Dabei liegt das Hauptaugenmerk auf der Umsetzung der Strategie sowie der Erfüllung der bankaufsichtsrechtlichen Anforderungen.

Die durch den Vorstand verabschiedete Geschäfts- und Risikostrategie bildet die Grundlage für den jährlichen Planungsprozess. Neben grundsätzlichen Unternehmenszielen, strategischen Zielen und Einzelzielen werden Risikostrategien definiert. Die Entwicklung der Ergebnisse und Risiken wird durch ein integriertes Berichtswesen überwacht. Die Zulässigkeit rein periodischer Steuerungsansätze war zum 31.12.2022 ausgelaufen. Zum 1.1.2023 erfolgte daher die Umstellung auf den ökonomischen Risikotragfähigkeitsansatz ICAAP (Internal Capital Adequacy Assessment Process) und wir berichten erstmals nach diesen Grundsätzen.

Nicht nur mit Blick auf unser Gründungsdatum gehört Nachhaltigkeit jeher zur DNA der Genossenschaftsbanken. Auch wir wollen als Bank Verantwortung übernehmen, den Wandel zu einer nachhaltigen Wirtschaft mitzugestalten und stellen dafür erste Informationen bereit. Im Geschäftsjahr haben wir eine Nachhaltigkeitsstrategie erarbeitet, klare Kernaussagen zu allen Bereichen der Geschäftsstrategie definiert und mit der Formulierung von Zielvorstellungen zu den Handlungsfeldern begonnen.

Zur Erfüllung von § 1 EinSiG i. V. m. § 1 Abs. 3d Satz 1 KWG gehört die Bank der BVR Institutssicherung (BVR ISG Sicherungssystem) an. Das BVR ISG Sicherungssystem ist eine Einrichtung der BVR Institutssicherung GmbH, Berlin (BVR ISG), die als amtlich anerkanntes Einlagensicherungssystem gilt. Daneben ist unsere Genossenschaft der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR SE) angeschlossen, die aus dem Garantiefonds und dem Garantieverbund besteht. Die BVR SE ist als zusätzlicher, genossenschaftlicher Schutz parallel zum BVR ISG Sicherungssystem tätig.

B. Geschäftsverlauf und Lage (Wirtschaftsbericht)

1. Rahmenbedingungen

1.1 Wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland

Im Jahr 2023 beeinträchtigten die Spätfolgen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine und der Coronapandemie die konjunkturelle Entwicklung Deutschlands. Wegen dieser Belastungen sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,3 %, nachdem es 2022 noch merklich zugelegt hatte (+1,8 %). Die durchschnittliche Inflationsrate verminderte sich zwar von 6,9 % im Jahr 2022 auf 5,9 % im Jahr 2023, jedoch blieb der Preisauftrieb damit aber weiterhin ausgesprochen hoch.

Die bereits Ende 2022 im Zuge des Ukrainekriegs eingetretene wirtschaftliche Schwächephase dauerte im Wesentlichen das gesamte Jahr 2023 an. Dabei überlagerten sich die dämpfenden Einflüsse vielfach. Die bis ins Frühjahr bestehenden Hoffnungen auf eine konjunkturelle Erholung erfüllten sich nicht. Zu Jahresbeginn wurde die Konjunktur vor allem durch die nur langsam schwindenden Belastungen durch die hohe Inflation, die Materialengpässe und die teilweise noch bestehenden Coronaschutzmaßnahmen gedämpft. Im weiteren Jahresverlauf belasteten dann verstärkt die von den westlichen Notenbanken in Reaktion auf die Inflation vorgenommenen kräftigen Leitzinsanhebungen die wirtschaftliche Situation in Deutschland und weltweit. Überlagert wurden diese Einflüsse auch von dem andauernden Arbeits- und Fachkräftemangel hierzulande und den hohen Unsicherheiten, beispielsweise über die Folgen des Ende 2023 eskalierenden Nahostkonflikts und den wirtschaftspolitischen Kurs in Deutschland nach dem Haushaltsurteil des Bundesverfassungsgerichts im November. In Reaktion auf das Urteil musste die Bundesregierung zum Jahresende in ihrer Finanzplanung deutliche Kürzungen und Einsparungen vornehmen.

Nach einem durch die Erholung von der Coronakrise getriebenen kräftigen Zuwachs im Vorjahr um 3,9 % gingen die privaten Konsumausgaben 2023 preisbereinigt um 0,7 % zurück. Hauptgrund war der kräftige Anstieg der Verbraucherpreise, der die Kaufkraft der Einkommen vieler Haushalte deutlich dämpfte. Die staatlichen Konsumausgaben verminderten sich mit dem Wegfall von pandemiebedingten Sonderausgaben ebenfalls. Der Staatskonsum, der 2022 noch um 1,6 % gestiegen war, sank um deutliche 1,5 %. Insgesamt trugen die Konsumausgaben mit einem Beitrag von -0,7 Prozentpunkten wesentlich zum Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts bei.

Ähnlich wie bereits im Vorjahr zeigte sich die Investitionskonjunktur gespalten. Einerseits legten die Investitionen in Ausrüstungen wie Fahrzeuge und Maschinen um 3,0 % erneut zu, wenn auch schwächer als 2022 (4,0 %). Andererseits gaben die Bauinvestitionen, die im Vorjahr um 1,8 % gesunken waren, abermals nach. Sie wurden noch stärker als die Ausrüstungsinvestitionen durch die rasant steigenden Leitzinsen ausgebremst und verminderten sich um 2,7 %. Neben dem zinsbedingten Nachfragerückgang, von dem der Wohnungsbau noch stärker als der Gewerbebau betroffen war, belastete die nur langsam nachlassende Baupreisdynamik das Investitionsgeschehen. Alles in allem gingen von den Bruttoanlageinvestitionen ein leicht negativer Impuls (-0,1 Prozentpunkte) für das preisbereinigte Wirtschaftswachstum aus.

Der Außenhandel konnte 2023 nicht an die deutlichen Zuwächse während der Erholung von der Coronakrise im Jahr 2022 anknüpfen. Sowohl die Exporte als auch die Importe sanken um 2,2 % beziehungsweise 3,4 %, nachdem sie im Vorjahr noch um 3,3 % und 6,6 % gestiegen waren. Maßgeblich für den Rückgang des Exportgeschäfts war die im Jahresverlauf schwächer werdende weltwirtschaftliche Gangart. Zudem belasteten die hohen inländischen Energiekosten die deutschen Exportunternehmen. Dämpfend auf die Importe wirkte wiederum die schwache inländische Produktions- und Konsumentwicklung. Da die Importe jedoch stärker sanken als die Exporte, wirkte der Außenhandel als Ganzes rechnerisch mit einem Wachstumsbeitrag von +0,6 Prozentpunkten dem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts entgegen.

Die Lage der öffentlichen Finanzen blieb weiterhin angespannt. Das gesamtstaatliche Finanzierungsdefizit gab in Relation zum nominal kräftig gestiegenen Bruttoinlandsprodukt leicht von 2,5 % im Vorjahr auf 2,1 % nach. Die staatliche Schuldenquote, die 2022 noch bei 66,1 % lag, dürfte auf rund 64 % gesunken sein und damit die Maastricht Obergrenze von 60 % erneut deutlich überschritten haben.

Trotz der allgemeinen Konjunkturschwäche blieb der Arbeitsmarkt in einer soliden Grundverfassung. Zwar stieg die Arbeitslosenzahl in der Statistik, auch wegen der verstärkten Erfassung Geflüchteter, von 2,4 Millionen Menschen im Vorjahr auf 2,6 Millionen Menschen. Die Arbeitslosenquote befand sich mit 5,7 % aber nach wie vor auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau und nur leicht über dem Stand von 2022 (+5,3 %).

Nachdem die jährliche Veränderungsrate des Verbraucherpreisindex 2022 mit 6,9 % den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung erreicht hatte, ging sie 2023 etwas zurück. Während im Jahresdurchschnitt eine Inflationsrate von 5,9 % gemessen wurde, lag sie Ende Dezember noch bei 3,7 %.

In der Industrie, d. h. im verarbeitenden Gewerbe ist die preisbereinigte Bruttowertschöpfung nochmals leicht gesunken (-0,3 %). Der Einzelhandel verzeichnete ein schwieriges Jahr, der preisbereinigte Einzelhandelsumsatz sank um deutliche 3,3 %. Angesichts der rückläufigen Konsumausgaben und der verhaltenen Industriekonjunktur gab der preisbereinigte Absatz im Großhandel ebenfalls nach. Der Dienstleistungssektor blieb 2023 eine zentrale Stütze der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung des Wirtschaftsbereichs legte mit einem Anstieg um 0,5 % allerdings weniger dynamisch zu als im Vorjahr (+3,0 %). Die ökonomischen Auswirkungen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine blieben für die landwirtschaftlichen Betriebe 2023 ein wichtiges Thema. Da die Erzeugerpreise allgemein stärker stiegen als die Betriebsmittelpreise, konnten viele Betriebe wieder zur wirtschaftlichen Profitabilität zurückfinden. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung expandierte um 1,4 %, allerdings begleitet von einem weiteren Rückgang der Erwerbstätigenzahl.

Die Baukonjunktur präsentierte sich abermals schwach. Nach einem deutlichen Rückgang im Vorjahr von 3,3 % verminderte sich die preisbereinigte Bruttowertschöpfung des Baugewerbes 2023 nochmals, wenngleich mit einer Veränderungsrate von -0,2 % weniger stark als zuvor.

1.2 Finanzmärkte

Das langsame, noch andauernde Abklingen des Inflationsschocks des Jahres 2022 dominierte das vergangene Jahre 2023 an den Finanzmärkten. Die Notenbanken setzten ihre geldpolitischen Straffungen aus dem Vorjahr fort und erhöhten ihre Leitzinsen weiter. Die US-Notenbank Fed beendete am 27. Juli 2023 ihren geldpolitischen Straffungskurs bei einem Leitzinskorridor von 5,25 bis 5,5 %. Nachdem die Europäische Zentralbank ihre Leitzinsen 2022 um 250 Basispunkte erhöht hatte, vollzog sie 2023 sechs weitere Zinserhöhungen um insgesamt 200 Basispunkte. Die Hauptrefinanzierungsfazilität erreichte mit 4,5 % ihren vorläufigen Höhepunkt. Parallel zu ihren Leitzinserhöhungen fuhr die EZB auch ihre Anleihekaufprogramme weiter zurück, um dadurch ihre restriktive Geldpolitik zu verstärken.

Die Aktienmärkte setzten zum Jahresauftakt die Erholung von Ende 2022 fort. Der DAX stieg im ersten Quartal um 12,3 % auf 15.633,21 Punkte bevor die Krise der US-Regionalbanken die Finanzmärkte erschütterte und Kursverluste einsetzten, die sich jedoch auf die Finanzwerte konzentrierten. Bis zum Herbst war zuerst eine volatile Entwicklung mit sich anschließenden Korrekturbewegungen zu beobachten, bis letztlich der Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 einen Kursrückgang auslöste und der DAX auf 14.716,54 Punkte zurückfiel. Da der Konflikt bis zum Jahresende weitgehend auf den Gazastreifen begrenzt blieb, setzte im November bereits eine neuerliche, vorsichtige Erholung an den Aktienmärkten ein. Zum Jahresende verstärkte sich die Erholung aufgrund sinkender Inflationszahlen und damit verbundener Hoffnungen auf Leitzinssenkungen der Notenbanken. Dadurch schloss der DAX das Jahr mit 16.751,64 Punkten und auf Jahressicht um 20,3 % im Plus ab.

1.3. Branchenbezogene Entwicklung

In einem gesamtwirtschaftlich anspruchsvollen Umfeld konnten die 697 Volksbanken und Raiffeisenbanken, PSD Banken, Sparda Banken sowie die sonstigen Genossenschaftsbanken ihr Kredit- und Einlagengeschäft mit ihren über 30 Millionen Privat- und Firmenkunden im Geschäftsjahr 2023 teilweise leicht ausweiten.

Die deutschen Genossenschaftsbanken konnten in einem von Unsicherheiten geprägten Wirtschaftsumfeld ihre Kreditvergabe leicht steigern. So stiegen die bilanziellen Kundenforderungen der Genossenschaftsbanken im Vorjahresvergleich um 20 Milliarden Euro auf 777 Milliarden Euro (+2,6 %). Die Kundeneinlagen blieben weitgehend stabil. Das gestiegene Zinsniveau eröffnete den Kunden erstmals seit der Negativ- und Nullzinsphase attraktive Anlagemöglichkeiten in klassischen Fest- und Termingeldern oder Sparbriefen. Die höheren Lebenshaltungskosten infolge der Inflation belasteten jedoch die Sparfähigkeit der Kunden. Im Ergebnis betrugen die Kundeneinlagen der Genossenschaftsbanken Ende 2023 860 Milliarden Euro (-0,2 %).

Die addierte Bilanzsumme aller Genossenschaftsbanken blieb im Vergleich zum Vorjahr mit 1.175 Milliarden Euro konstant.

Der Konsolidierungsprozess unter den Instituten setzte sich gegenüber dem Vorjahr in einem leicht erhöhten Umfang fort. Die Zahl der selbständigen Genossenschaftsbanken lag per Ende 2023 bei 697 Banken. Sie sank fusionsbedingt um 40 Institute bzw. um -5,4 % im Vergleich zum Vorjahr.

1.4. Regionale Entwicklung

Der langfristige positive Trend am Arbeitsmarkt der letzten Jahre konnte sich im Jahr 2023 nur bedingt fortsetzen. Die Arbeitslosenquote in Sachsen belief sich im Dezember auf 6,2 Prozent, stieg damit im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 %-Punkte und liegt damit leicht über der Quote für das gesamte Bundesgebiet in Höhe von 5,7 %. Die Arbeitslosenzahlen bewegen sich dennoch auf einem moderaten Niveau.

Für die uns traditionell bedeutende Branche, die Landwirtschaft, war das Geschäftsjahr 2023 für die regional ansässigen Betriebe von durchschnittlichen bis guten Ernteerträgen bei Marktfrüchten geprägt.

2. Finanzielle Leistungsindikatoren

Über unsere strategische Eckwert- und Kapitalplanung planen und steuern wir die Entwicklung unseres Institutes auf Grundlage von Kennzahlen und Limiten. Dabei verwenden wir die folgenden bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren, die sich auch aus unserer Geschäfts- und Risikostrategie ableiten lassen und die wir mithilfe unseres internen Berichtswesens regelmäßig überwachen:

a) Bedeutsamster Leistungsindikator für die Beurteilung der Ertragskraft ist für uns das Betriebsergebnis vor Bewertung in Relation zur durchschnittlichen Bilanzsumme des Geschäftsjahres (Kennzahl: BE vor Bewertung/dBS). Dabei korrigieren wir den ausgewiesenen Jahresüberschuss um die Veränderung des Fonds für allgemeine Bankrisiken, die gewinnabhängigen Steuern sowie die Bewertungsänderungen des Kreditgeschäftes und der Eigenanlagen. Wir haben eine strategische Mindestgröße von 0,60 % BE vor Bewertung/dBS festgelegt. Ergänzt wird diese Betrachtung um den Leistungsindikator der Cost Income Ratio (nachfolgend: "CIR") als Ausdruck für die Wirtschaftlichkeit/Effizienz unseres Instituts. Sie stellt das Verhältnis der Verwaltungsaufwendungen zum Zins- und Provisionsergebnis sowie dem Saldo der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen dar. Für diesen Leistungsindikator haben wir einen strategischen Zielkorridor zwischen 69 % und 60 % festgelegt.

b) Das Wachstum im bilanziellen Kundenkreditgeschäft definieren wir als Indikator für die Generierung von Erträgen und die Zukunftsfähigkeit unseres Instituts. Wir streben ein künftiges strategisches Wachstum von jährlich 15,0 bis 18,0 Mio. EUR an. Aufgrund des zinsbedingten Nachfragerückgangs, von dem unser Hauptwachstumsfeld, der Wohnungsbau, stärker als der Gewerbebau betroffen ist, und der nur langsam nachlassenden Baupreisdynamik, haben wir dieses strategische Ziel für die nächsten beiden Geschäftsjahre auf 10,0 Mio. EUR bzw. 12,0 Mio. EUR abgesenkt.

c) Zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit der Bank durch nachhaltiges Wachstum werden im Kontext steigender Kapitalanforderungen angemessene Eigenmittel benötigt. Als bedeutsamster Leistungsindikator für die Kapitalausstattung dienen die aufsichtsrechtlich definierte Kernkapitalquote und die Gesamtkapitalquote nach Art. 92 Abs. 2 CRR. Wir haben für unser Institut eine mit der Eigenmittelempfehlung gleichlautende Mindesteigenkapitalquote von 16,91 % definiert. Mit dieser erfüllen wir alle aufsichtsrechtlichen Anforderungen.

d) Zur Beurteilung der Liquiditätslage dient uns diesbezüglich die Liquidity Coverage Ratio (LCR) als bedeutsamster Leistungsindikator. Vor dem Hintergrund der individuellen Risiko- und Gesamtbankstruktur haben wir eine LCR Quote von mindestens 120 % definiert, darüber hinaus haben wir eine Warngrenze von 140 % festgelegt. Die Einhaltung der Mindest-LCR und der Warngrenze wird laufend überwacht.

Die Darstellung, Analyse und Beurteilung der einzelnen finanziellen Leistungsindikatoren erfolgt in den nächsten Abschnitten.

3. Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs

Die geschäftliche Entwicklung des Geschäftsjahres wurde erheblich durch die zu Jahresbeginn sehr hohen Inflationsraten und die Zinspolitik der EZB beeinflusst, die im Anschluss an die lange Niedrigzinsphase den Hauptrefinanzierungssatz innerhalb von 18 Monaten um 450 % Punkte auf 4,5 % erhöhte und die damit zusammenhängen Unsicherheiten der künftigen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung beeinflusst. Insbesondere beschwerte diese Entwicklung die Umsetzung unserer Wachstumsstrategie im Kreditgeschäft. Die aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus entstandenen Buchverluste der Wertpapiere des Anlagevermögens (siehe Jahresabschluss, Anhang, Abschnitt B und D) haben sich gegenüber dem Vorjahr zwar reduziert, beeinträchtigen aber nach wie vor unseren Handlungsspielraum. 

Die Entwicklung der von uns definierten bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr 2023 stellt sich wie folgt dar:

Das Betriebsergebnis vor Bewertung stieg deutlich von TEUR 1.843 auf TEUR 2.315 bzw. um 25,6 %. Die Rentabilitätskennzahl BE vor Bewertung/dBS stieg im Vorjahresvergleich von 0,42 % auf 0,55 %, entspricht aber trotz des Anstiegs noch nicht ganz unserer strategischen Mindestgröße. Wir erwarten das Erreichen dieses strategischen Ziels im Jahr 2024. Die verbesserte CIR entspricht ebenfalls noch nicht unseren strategischen Erwartungen und unserer Prognose von 70,0 %. Sie lag im Geschäftsjahr 2023 bei 70,9 % (Vorjahr: 75,7 %). Nach Maßgabe unserer operativen Planung berechnen wir derzeit für das Geschäftsjahr 2024 einem Wert von 70,9 %. Ein Erreichen der strategischen Mindestgrößen erwarten wir nach unserer mittelfristigen Eckwertplanung im Jahr 2025.

Die Kernkapitalquote erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 0,7 % Punkte auf 19,5 %. Die Gesamtkapitalquote betrug 20,69 % nach 19,9 % im Vorjahr und entspricht unseren Anforderungen bzw. unserer Prognose.

Die Forderungen an Kunden verzeichneten einen Anstieg von 10,0 Mio. EUR. Das Wachstum im Kreditgeschäft entsprach unseren Erwartungen.

Die LCR betrug, jeweils zum Monatsultimo betrachtet, im Geschäftsjahr 2023 mindestens 170 % und lag über dem prognostizierten Wert von 140 %.

Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Bilanzsumme 415.528 437.959 -22.431 -5,1
Außerbilanzielle Geschäfte *) 33.392 21.406 11.987 56,0

*)  Hierunter fallen die Posten unter dem Bilanzstrich 1 (Eventualverbindlichkeiten), 2 (Andere Verpflichtungen) und Derivatgeschäfte.

Die Entwicklung der Bilanzsumme entsprach unseren Erwartungen und ist wesentlich durch den Rückgang der Kundeneinlagen in Höhe von 10,9 Mio. EUR sowie durch den Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 13,2 Mio. EUR beeinflusst.

Die außerbilanziellen Geschäfte liegen deutlich über dem Vorjahresniveau und sind auf die Abschlüsse von Derivatgeschäften zur Steuerung von Zinsänderungsrisiken in Höhe von 14,0 Mio. EUR zurückzuführen. Die unwiderruflichen Kreditzusagen verminderten sich dagegen um 2,0 Mio. EUR.

Aktivgeschäft Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
liquide Mittel 1) 11.243 12.628 -1.384 -11,0
Kundenforderungen 2) 116.959 106.961 9.999 9,3
Wertpapieranlagen 3) 217.280 249.393 -32.113 -12,9

1) Aktivposten 1, 2) Aktivposten 4, 3) Aktivposten 5.

Im Geschäftsjahr konnte das Kundenkreditgeschäft im Firmenkundenbereich leicht um 1.453 TEUR (+3,3 %) und im Privatkundengeschäft deutlich um 8.633 TEUR (+ 12,9 %) ausgebaut werden. Der Schwerpunkt unseres Kreditgeschäftes liegt im Bereich der Privatkunden bei privaten Immobilienfinanzierungen, die rund 90,5 % der privaten Finanzierungen ausmachen.

Fällige Wertpapieranlagen wurden im Geschäftsjahr nicht prolongiert und nahmen daher im Wesentlichen, durch Endfälligkeiten begründet, deutlich um 32,1 Mio. Euro oder 12,9 % ab. Die Forderungen an Kreditinstitute verringerten sich um insgesamt 7,5 Mio. EUR.

Immobilienvermögen Berichtsjahr 2022 Veränderungen zu 2022
(Buchwerte) TEUR TEUR TEUR %
Anlagevermögen 31.502 24.634 6.868 27,88
davon im Bau 12.188 8.992 3.196 35.54

Die Position Immobilienvermögen enthält den Bestand der Renditeimmobilien, einschließlich der Anlagen im Bau. Wir haben den im Jahr 2020 begonnenen Aufbau eines Immobilienportfolios auch im Jahr 2023 fortgesetzt und das Volumen um 6.868 TEUR erhöht. Investitionsschwerpunkt ist dabei unser Geschäftsgebiet im Landkreis Nordsachsen sowie eine angrenzende Gemeinde in Sachsen-Anhalt. Das Portfolio an bereits fertiggestellten Immobilien beinhaltet nahezu ausschließlich Wohnimmobilien mit einer Wohnfläche von 9.860 qm bzw. 140 Wohneinheiten. Zum Geschäftsjahresende befanden sich sieben leerstehende Wohneinheiten in der aktiven Vermarktung.

Passivgeschäft Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.452 19.674 -13.222 -67,2
Spareinlagen 109.691 131.800 -22.109 -16,8
andere Einlagen 256.101 244.901 11.199 4,6

Im Jahr 2020 haben wir mit einem Volumen von 13,8 Mio. EUR an gezielten längerfristigen Refinanzierungsgeschäften (GLRG III) der Europäischen Zentralbank teilgenommen. Im März 2023 wurde dieses Refinanzierungsgeschäft vollständig zurückgeführt. Die übrigen Bankrefinanzierungen blieben nahezu unverändert.

Nach dem starken Wachstum der Kundeneinlagen in den vergangenen Jahren verzeichneten diese, wie auch schon im Vorjahr, einen Rückgang. Gegenüber dem Vorjahr reduzierten diese sich um 10,9 Mio. EUR oder 2,9 %. Von dem Rückgang waren insbesondere die klassischen Spareinlagen betroffen, während die Sparbriefe und Kündigungsgelder aufgrund der attraktiven Verzinsung einen Zuwachs verzeichneten.

Die Finanzierungsstruktur der Bank ist unverändert im Wesentlichen durch Kundeneinlagen geprägt.

Dienstleistungsgeschäft Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Erträge aus Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäften 114 119 -6 -4,7
Vermittlungserträge 423 449 -26 -5,7
Erträge aus Zahlungsverkehr 1.718 1.577 141 8,9

Im Dienstleistungsgeschäft ist im Jahr 2023 ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr in Höhe von TEUR 109 zu verzeichnen. Die Steigerung war ausschließlich auf höhere Erträge aus dem Zahlungsverkehr in Höhe 141 TEUR zurückzuführen. Die Vermittlungserträge sowie die Erträge aus dem Wertpapierdienstleistungsgeschäft verzeichneten Rückgänge um 26 TEUR bzw. um 6 TEUR.

4. Darstellung, Analyse und Beurteilung der wirtschaftlichen Lage

a) Ertragslage

Die wesentlichen Erfolgskomponenten der Genossenschaft haben sich im Vorjahresvergleich wie folgt entwickelt:

Erfolgskomponenten Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Zinsüberschuss 1) 5.510 4.960 550 11,1
Provisionsüberschuss 2) 2.018 1.872 147 7,8
Verwaltungsaufwendungen 5.213 5.215 -2 -0,0
a) Personalaufwendungen 2.851 2.831 20 0,7
b) andere Verwaltungsaufwendungen 2.362 2.384 -22 -0,9
Sonstiges betriebliches Ergebnis 434 591 -157 -26,6
a) Sonstige betriebliche Erträge 877 827 50 6,0
b) Sonstige betriebliche Aufwendungen 443 236 207 87,7
Betriebsergebnis vor Bewertung 3) 2.315 1.843 472 25,6
Bewertungsergebnis 4) -1.225 -340 -885 260,7
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 1.090 1.503 -413 -27,5
Steueraufwand 114 118 -4 -3,3
Einstellungen in den Fonds für allgemeine Bankrisiken 600 1.000 -400 -40,0
Jahresüberschuss 376 386 -9 -2,4

1) GuV-Posten 1 abzüglich GuV-Posten 2 zuzüglich GuV-Posten 3

2) GuV-Posten 5 abzüglich GuV-Posten 6

3) Saldo aus den GuV-Posten 1 bis 12

4) Saldo aus den GuV-Posten 13 bis 16

Das Betriebsergebnis vor Bewertung ist gegenüber dem Vorjahr um 472 TEUR gestiegen. Es entspricht damit unseren Planvorgaben. In Relation zur durchschnittlichen Bilanzsumme liegt es mit 0,55 % knapp über unseren Erwartungen von 0,54 %. Trotz Verbesserung liegt es weiterhin unter dem entsprechenden Vergleichswert des Genoverband e.V..

Nach einem Rückgang im Vorjahr konnte der Zinsüberschuss um 550 TEUR gesteigert werden und liegt mit 5.510 TEUR über unserer Prognose von 5.069 TEUR. Während die Durchschnittszinsen der festverzinslichen Wertpapieranlagen eine weiter rückläufige Entwicklung zeigten, konnten die gestiegenen Volumina der Kundenforderungen sowie die gestiegenen Kreditzinsen dieser Entwicklung vollständig entgegenwirken. Ebenso profitierten die Geldmarktgeschäfte von der positiven Marktzinsentwicklung. Als Folge des höheren Marktzinsniveaus waren gegenüber dem Vorjahr um 329 TEUR höhere Zinsaufwendungen zu verzeichnen.

Der erzielte Provisionsüberschuss konnte zwar um 147 TEUR bzw. 7,8 % gesteigert werden, er blieb jedoch hinter unseren internen Planvorgaben um 132 TEUR zurück.

Die Verwaltungsaufwendungen bewegen sich insgesamt auf dem Niveau des Vorjahres.

Das Betriebsergebnis vor Bewertung wurde daneben von einem positiven Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen beeinflusst.

Sämtliche Wertpapiere sind dem Anlagevermögen zugeordnet. Die ratierlichen linearen Abschreibungen der Anschaffungskosten über pari über die Restlaufzeit bis zum niedrigeren Einlösungskurs bestimmen grundsätzlich das Bewertungsergebnis. Im Geschäftsjahr wurden darüber hinaus aus strategischen Steu- erungsmaßnahmen festverzinsliche Wertpapiere veräußert und Verluste realisiert.

Das Bewertungsergebnis im Kreditgeschäft liegt deutlich positiver als unser Erwartungswert und ist für die Ertragslage von untergeordneter Bedeutung.

In den Fonds für allgemeine Bankrisiken (§ 340g HGB) wurden 0,6 Mio. EUR zur Stärkung des Eigenkapitals eingestellt. Der Jahresüberschuss der Bank in Höhe von 376 TEUR liegt 10 TEUR unter dem Vorjahreswert.

b) Finanzlage

Kapitalstruktur

Die Finanzierungsstruktur der Bank ist unverändert im Wesentlichen durch Kundeneinlagen geprägt. Auch nach Ende der Niedrigzinsphase dominieren die kurzfristig verfügbaren Einlagen. Die tatsächliche Kapitalbindung liegt dabei deutlich über den vertraglich vereinbarten Laufzeiten.

Investitionen

Die wesentlichen Investitionen des Geschäftsjahres betreffen unser strategisches Immobilienportfolio und sind im Abschnitt B.3. dargestellt.

Für das Jahr 2024 planen wir einen weiteren Ausbau unseres Portfolios der Renditeimmobilien. Dafür befinden sich zum Geschäftsjahresende Objekte mit einem Bauvolumen in Höhe von 14.484 TEUR in der Bauphase und Objekte mit einem Vertragswert von 6.112 TEUR in der Planungsphase.

Liquidität

Die Geschäfts- und Refinanzierungsstruktur der Bank ist maßgeblich geprägt durch das Kundengeschäft als Basis der Liquiditätsausstattung. Durch diese Refinanzierungsstruktur besteht damit eine weitgehende Unabhängigkeit von Entwicklungen am Geld- und Kapitalmarkt.

Die Zahlungsfähigkeit unseres Instituts war im abgelaufenen Geschäftsjahr nach Art, Höhe und Fristigkeit gegeben. Die monatlichen Meldungen der Liquidity Coverage Ratio (LCR) wiesen im Berichtszeitraum einen Wert von mindestens 170 % aus.

Bei Liquiditätsschwankungen kann die Bank auf hochliquide Aktiva und ausreichende Liquiditätsreserven auch in Form von Bankguthaben zurückgreifen.

Auf der Basis unserer Liquiditätsplanung und den danach vorhandenen Liquiditätsreserven, der Refinanzierungsmöglichkeiten bei der Europäischen Zentralbank und der Einbindung unserer Bank in den genossenschaftlichen Liquiditätsverbund ist eine wesentliche Beeinträchtigung der Zahlungsfähigkeit in unserem Planungshorizont bis 2028 nicht erkennbar.

c) Vermögenslage

Die Eigenkapitalstruktur der Bank ist geprägt von Geschäftsguthaben der Mitglieder und erwirtschafteten Rücklagen. Im Geschäftsjahr wurde das Eigenkapital durch Zuführung zu den Rücklagen und zum Fonds für allgemeine Bankrisiken weiter gestärkt. Die Erhöhung der Anzahl der Mitglieder und die Ausweitung der Geschäftsguthaben stärkten das Eigenkapital zusätzlich um rund 1,0 Mio. EUR. Der Anteil des bilanziellen Eigenkapitals (inkl. Fonds für allgemeine Bankrisiken) an der Bilanzsumme erhöhte sich um 0,9 %-Punkte auf 9,5 %.

Die in unserem Institut getroffenen Vorkehrungen zur ordnungsgemäßen Ermittlung des Kernkapitals und des Ergänzungskapitals im Rahmen der bankaufsichtlichen Meldungen sind angemessen. Nach den vertraglichen sowie satzungsmäßigen Regelungen erfüllen die angesetzten Kapitalinstrumente die Anforderungen der CRR zur Anrechnung als aufsichtsrechtlich anerkanntes Kern- und Ergänzungskapital.

Die entsprechend vorgegebenen Anforderungen der CRR (Eigenmittelquote) und des KWG wurden von uns im Geschäftsjahr 2023 eingehalten. 

Die Kapitalrendite gemäß § 26a Abs. 1 Satz 4 KWG beläuft sich auf 0,09 %.

Das bilanzielle Eigenkapital sowie die Eigenmittelausstattung und Kapitalquoten stellen sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar:

Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Eigenkapital laut Bilanz 1) 39.337 37.514 1.823 4,9
Eigenmittel (Art. 72 CRR) 40.511 38.287 2.224 5,8
Harte Kernkapitalquote 19,5 % 18,8 %
Kernkapitalquote 19,5 % 18,8 %
Gesamtkapitalquote 20,7 % 19,9 %

1) Hierzu rechnen die Passivposten 11 (Fonds für allgemeine Bankrisiken) und 12 (Eigenkapital).

Die Wertpapieranlagen der Genossenschaft entwickelten sich wie folgt:

Wertpapieranlagen Berichtsjahr 2022 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Anlagevermögen 217.280 249.393 -32.113 -12,9

Die Wertpapieranlagen entfallen ausschließlich auf Schuldverschreibungen und festverzinsliche Wertpapiere (Aktivposten 5).

Alle Wertpapiere lauten auf Euro und verfügen, bis auf zwei Wertpapiere, über ein externes Rating einer anerkannten Ratinggesellschaft. Im Depot halten wir ein Wertpapier mit einem Nominalvolumen von 2,0 Mio. EUR, das über ein Rating im BB Bereich verfügt. Wesentliche Veränderungen in der Struktur sowie Bonitätseinstufung bei den Wertpapieranlagen haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht ergeben.

Überschüssige Liquidität sowie die durch Fälligkeiten frei gewordenen Mittel im Wertpapierportfolio werden seit dem Geschäftsjahr 2022 nicht mehr prolongiert. Soweit diese Mittel nicht zur Finanzierung der Kundenforderungen oder zum Aufbau des strategischen Immobilienportfolios eingesetzt wurden, werden diese als Barreserve gehalten.

5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Insgesamt beurteilen wir die Geschäftsentwicklung und die wirtschaftliche Lage unseres Hauses im Vergleich zum Vorjahr und zur ursprünglichen Planung weiterhin als zufriedenstellend. Das Betriebsergebnis vor Bewertung lag zwar bei einem gestiegenen Zins- und Provisionsüberschuss sowie nahezu unveränderten Verwaltungsaufwendungen nach absoluten Zahlen über unseren Erwartungen, erreicht aber noch nicht unseren strategischen Zielwert. 

Im Vergleich zu anderen ähnlich großen Kreditgenossenschaften verfügt die Bank über eine günstige Kostenstruktur, während die Ertragskennzahlen und das Betriebsergebnis vor Bewertung unterdurchschnittlich ausfallen.

Das Wachstum im bilanziellen Kundenkreditgeschäft entsprach unseren Erwartungen.

Die Vermögenslage der Bank zeichnet sich unverändert durch eine angemessene Eigenkapitalausstattung aus. Für erkennbare und latente Risiken in den Kundenforderungen wurde ausreichend Vorsorge getroffen.

C. Risiko- und Chancenbericht

Risikomanagementsystem und -prozess

Unsere im Organistionshandbuch dokumentierte Geschäfts- und Risikostrategie basiert auf einem Strategieprozess und ist ausgerichtet auf das Kundengeschäft mit Mitgliedern und Kunden aus unserer Region. Wesentliche Bestandteile der Geschäftsstrategie sind die aus der Risikotragfähigkeit der Bank abgeleiteten Teilstrategien für die wesentlichen Geschäftsaktivitäten: Kreditgeschäft, Einlagen- und Vermittlungsgeschäft, Handelsgeschäft sowie Immobiliengeschäft.

Konsistent zu unserer Geschäfts- und Risikostrategie wurde eine Unternehmensplanung entwickelt, die eine langfristige und umfassende Begleitung unserer Mitglieder und Kunden im Hinblick auf Finanzierungswünsche, Vermögensanlagen und Dienstleistungen rund um den Zahlungsverkehr sicherstellt.

Mit Hilfe einer strategischen Eckwert- und Kapitalplanung für einen Zeitraum von 5 Jahren steuern wir die Entwicklung unseres Instituts. Die Annahmen für die Markt- und Volumenentwicklungen erfolgen hierbei durch Expertenschätzungen auf Basis von Marktprognosen. Die abgeleiteten Ertrags- und Vermögenswirkungen werden anhand von Simulationsrechnungen mit Unterstützung der Steuerungssoftware VR-Control ermittelt.

Die Geschäfts- und Risikostrategie sowie die Teilstrategien werden im Rahmen des von uns festgelegten Strategieprozesses regelmäßig und ggf. anlassbezogen überprüft. Das von uns verwendete Strategiemodell legt den organisatorischen Rahmen für die Strategieüberprüfung und die Vernetzung der strategischen und operativen Gesamtbanksteuerung fest.

Ziel unserer Risikostrategie ist nicht die vollständige Vermeidung von Risiken, sondern das bewusste Eingehen von Risiken und die Wahrung eines angemessenen Chancen-Risiko-Profils.

Wir haben ein System zur Früherkennung von Risiken implementiert. Vor dem Hintergrund wachsender Komplexität der Märkte im Bankgeschäft sehen wir dies als eine zentrale Aufgabe an. Die zuständigen Organisationseinheiten berichten unmittelbar an den Vorstand. In diesem Rahmen ist ein Risikocontrolling- und Managementsystem mit entsprechenden Instrumenten eingerichtet, um bei Bedarf gegensteuernde Maßnahmen einleiten zu können.

Unsere Entscheidungsträger werden durch das interne Berichtsystem über die Geschäfts- und Risikoentwicklung frühzeitig informiert, um Maßnahmen zur Gegensteuerung ergreifen zu können.

Ziel des Risikomanagements unserer Bank ist es, Risiken, die den Erfolg wesentlich beeinflussen oder gar den Fortbestand gefährden können, frühzeitig zu erkennen sowie umfassend zu messen, zu überwachen und zu steuern. Integraler Bestandteil ist dabei die fortlaufende Sicherstellung der Risikotragfähigkeit. Die Planung und Steuerung der Risiken erfolgt auf Basis der Risiko- und Liquiditätstragfähigkeit der Bank unter Berücksichtigung der Geschäfts- und Risikostrategie.

Zur Bestimmung unserer Risikotragfähigkeit haben wir zum 1. Januar 2023 auf die normative und ökonomische Perspektive als komplementäre, sich ergänzende Ansätze umgestellt. Unsere zur Risikotragfähigkeitssteuerung eingesetzten Methoden und Verfahren berücksichtigen somit das Ziel der Fortführung unseres Instituts (normative Perspektive), als auch den Schutz unserer Gläubiger vor Verlusten aus ökonomischer Sicht (ökonomische Perspektive).

Die Risikotragfähigkeit in der normativen Perspektive, die einen periodischen Steuerungskreis darstellt, zielt auf die Fortführung der operativen Geschäftstätigkeit. In der normativen Perspektive betrachten wir die Einhaltung regulatorischer Anforderungen. Diese umfassen insbesondere die Kapitalgrößen wie Kapitalanforderungen sowie Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals wie beispielsweise die Höchstverschuldungsquote und die Großkreditgrenzen. Die Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, sofern der ermittelte Kapitalbedarf die Einhaltung der Kapitalquoten bewirkt und sämtliche Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals erfüllt werden.

Die normative Perspektive bilden wir ausgehend von der Gesamtbankplanung über einen Zeithorizont von 5 Jahren ab. In dieser wird die Entwicklung des regulatorischen Kapitalbedarfs im Rahmen einer mehrjährigen Kapitalplanung bestimmt. Neben einem Planszenario werden mögliche abweichende Entwicklungen wie Bonitätsverschlechterungen im Kundenkreditgeschäft in einem adversen Szenario und im Szenario schwerer konjunktureller Abschwung berücksichtigt. 

Die Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive zielt auf den Schutz der Gläubiger ab. In der ökonomischen Perspektive, die in unserem Institut barwertig ermittelt wird, werden das Risikodeckungspotenzial und die konsistent dazu ökonomisch ermittelten Risiken gegenübergestellt. Die ökonomische Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, wenn die barwertigen Risiken durch das Risikodeckungspotenzial laufend gedeckt sind. Die Bewertung des Risikodeckungspotenzials erfolgt unabhängig von Rechnungslegungskonventionen und aufsichtlichen Eigenmittelanforderungen.

Ausgangspunkt bei der barwertigen Ermittlung des Risikodeckungspotenzials ist der Barwert (Marktwert) sämtlicher Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Dabei werden auch außerbilanzielle Größen berücksichtigt.

Auf Basis des ermittelten Risikodeckungspotenzials legen wir im Rahmen unseres Strategie- und Limitierungsprozesses einmal im Jahr unser Gesamtbankrisikolimit fest. Wir stellen dabei sicher, dass genügend freies Risikodeckungspotenzial als Puffer zur Verfügung steht, um zukünftige Wertschwankungen aufzufangen.

Die Risikomessung für die in der ökonomischen Perspektive der Risikotragfähigkeit berücksichtigten Risikoklassen erfolgt mithilfe geeigneter Value at Risk (VaR) Modelle mit einem Konfidenzniveau von 99,9 % mit einem Risikobetrachtungshorizont von einem Jahr. Bei den Risikoklassen, für die kein statistisches Verlustverteilungsmodell verwendet wird, erfolgt eine expertenbasierte Risikoeinschätzung, die dem Ausmaß nach dem 99,9 % Quantil entspricht. Die Risikoaggregation erfolgt ohne Berücksichtigung von Korrelationen zwischen den einzelnen Risikoarten additiv.

Die Ermittlung der Liquiditätstragfähigkeit erfolgt ebenfalls in einer normativen und einer ökonomischen Perspektive anhand von aufsichtsrechtlichen Liquiditätskennzahlen sowie einer Überwachung des Überlebenshorizonts.

In der normativen Perspektive wird das Ziel verfolgt, kurzfristig und in unserer mehrjährigen Geschäftsplanung, die aufsichtsrechtlichen Liquiditätsanforderungen einzuhalten. Dazu werden hochliquide Vermögenswerte den aufsichtsrechtlichen Nettomittelabflüssen gegenübergestellt. Für die Steuerung der normativen Liquiditätstragfähigkeit verwenden wir die aufsichtsrechtlich vorgegebene Kennzahl Liquidity Coverage Ratio (LCR). 

Zusätzlich wird die Net Stable Funding Ratio (NSFR) als normative Mindestgröße in der Banksteuerung berücksichtigt. Diese zeigt das Verhältnis von verfügbarer zur erforderlichen stabilen Refinanzierung auf.

In der ökonomischen Perspektive werden neben der Planliquiditätsablaufbilanz Stressliquiditätsablaufbilanzen vierteljährlich erstellt. Diese berücksichtigen die Liquiditätsauswirkungen von institutseigenen und marktweiten Ursachen sowie eine Kombination daraus. Wir haben einen Mindestüberlebenshorizont von 12 Monaten für die Planliquiditätsablaufbilanz sowie die Stressliquiditätsablaufbilanzen definiert, dieser wurde im Berichtszeitraum nicht unterschritten.

Die Offenlegung der Risikomanagementziele und -politik erfolgt nach Art. 433b CRR.

Die Risikomanagementziele und -strategien werden dem Aufsichtsrat zur Kenntnis gegeben und mit diesem erörtert.

Die eingerichteten Systeme und Verfahren des Risikomanagements sind dem Profil und der Geschäfts- und Risikostrategie der Bank sowie ihrer Größe angemessen und entsprechen den Anforderungen der MaRisk.

Risiken

Als Risiko definieren wir die negative Abweichung vom erwarteten Ergebnis bzw. Planwert aufgrund von Unsicherheit. Zur Beurteilung der Wesentlichkeit von möglichen Risiken verschafft sich unsere Geschäftsleitung einmal im Jahr im Rahmen der Risikoinventur sowie anlassbezogen einen Überblick über die Risiken unserer Bank auf Gesamtinstitutsebene. Dabei werden auch übergreifende Risiken wie das Modell-, Reputations- und Nachhaltigkeitsrisiko sowie Risikokonzentrationen in der Wesentlichkeitsbewertung der einzelnen Risikoklassen berücksichtigt.

Zum Abschlussstichtag werden das Kreditrisiko, das Marktrisiko, das operationelle Risiko, das Liquiditätsrisiko und das Immobilienrisiko als wesentliche Risiken bewertet.

Für unsere Risikobeurteilung zum Abschlussstichtag legen wir, konsistent zum Prognosezeitraum, einen Zeitraum von 2 Jahren zu Grunde, in dem auch das Vorliegen von bestandsgefährdenden Risiken beurteilt wird.

Bestandsgefährdende Risiken (wesentliche Risiken mit hohen Auswirkungen) liegen für den hier zugrunde gelegten Beurteilungszeitraum nicht vor.

Adressenausfallrisiken bzw. Kreditrisiken

Das Kreditrisiko beschreibt die Gefahr, dass Verluste oder entgangene Gewinne aufgrund des Ausfalls von Geschäftspartnern, der Ratingmigration und/oder der adressbezogenen Spreadveränderung entstehen. Es umfasst das Kreditrisiko im Kundengeschäft sowie im Eigengeschäft.

Das Kreditrisiko stufen wir als aufsichtsrechtlich wesentlich ein.

Zur Steuerung des Kreditrisikos setzen wir im Kundengeschäft Ratingsysteme zur Beurteilung der Bonität einzelner Engagements ein (im Wesentlichen VR-Rating). Zur Bestimmung der Ausfallwahrscheinlichkeiten verwendet die Bank vorrangig die Verfahren der Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken. Um die Spezifika der einzelnen Kundensegmente abbilden zu können, sind für unterschiedliche Kundensegmente separate Ratingverfahren im Einsatz.

Bei den Eigenanlagen nutzen wir für Wertpapiere die Ratinginformationen der DZ BANK AG auf Basis externer Ratingagenturen. Auch hier werden die Risikoentwicklungen im Rahmen von VR Control über ein Portfoliomodell überwacht. Turbulenzen an den Finanzmärkten begegnen wir durch eine breite Streuung der Eigenanlagen und Beschränkung auf gute Bonitäten. Zur Verbesserung der Diversifikation vollziehen wir weiter den Abbau der Eigenanlagen zugunsten des Aufbaus unseres strategischen Immobilienportfolios.

Zur Begrenzung der Einzelemittentenrisiken werden vom Vorstand kombinierte Kontrahenten- und Emittentenlimite beschlossen. Der Vorstand wird monatlich und der Aufsichtsrat quartalsweise über die Entwicklung des Portfolios sowie über die Auslastung der Einzel- und Strukturlimite informiert.

Gemäß unseren Grundsätzen zur Risikosteuerung nehmen wir zur Absicherung von Kreditrisiken werthaltige Sicherheiten herein. Ratingnoten und Sicherheiten fließen in alle relevanten Kreditprozesse ein, von der Kreditvergabe bis zur Kreditüberwachung.

Neben der Steuerung von Kreditrisiken auf Kundenebene nehmen wir die Steuerung auch auf Portfolio- ebene vor. Zu diesem Zweck ist ein Limitsystem implementiert. Im Rahmen der Kreditrisikosteuerung wird das Portfolio sowohl nach Bonitätsklassen, Größenklassen, Branchen, Sicherheiten und weiteren Risiko-treibern sowie deren Entwicklung analysiert und die Einhaltung des Limitsystems überwacht.

Daneben stellen die Mindestanforderungen an die Kreditvergabe risikobegrenzende Maßnahmen beim Einzelgeschäft dar. Kreditentscheidungen werden in Abhängigkeit vom Risikogehalt über unterschiedliche Kompetenzstufen getroffen. Die Bewertung des Kreditengagements und gegebenenfalls die Bildung einer Risikovorsorge erfolgen in Übereinstimmung mit den handelsrechtlichen Vorschriften. Als zentrales Kriterium für die Prüfung der akuten Ausfallrisiken wird die Nachhaltigkeit der Kapitaldienstfähigkeit herangezogen. Die Bank prüft die Bildung von Risikovorsorge bei Vorliegen von Frühwarnsignalen und Ausfallkriterien. Sanierungsbedürftige und notleidende Engagements werden in einem marktunabhängigen Bereich betreut bzw. überwacht.

Wir ermitteln monatlich mithilfe des Kreditportfoliomodells im Kundengeschäft (KPM-KG) barwertig unter VR Control einen unerwarteten Verlust (Credit Value at Risk) aus dem Kundenkreditgeschäft. Die Berechnung erfolgt auf Basis von Kreditrisikoprämien in einem mehrstufigen Verfahren, dem sowohl die modellierten Verluste auf Basis des Loss-Given-Default-Modells, als auch Ausfallwahrscheinlichkeiten und Sektor- parameter zugrunde liegen.

Das Kreditrisiko bei Eigenanlagen wird im Rahmen der Risikotragfähigkeitskonzeption der Bank monatlich mit Hilfe des Kreditportfoliomodells im Eigengeschäft (KPM-EG) ermittelt. Grundlage der Berechnungen sind verschiedene Marktpartnersegmente, die differenzierte Spread- und Ratingmigrationen, Spreadverteilungen sowie Migrationsmatrizen aufweisen. Die Ermittlung des in der Risikomessung angesetzten unerwarteten Verlustes (Risikoszenario) basiert auf einer Haltedauer von 250 Tagen.

Marktpreisrisiken bzw. Marktrisiken

Das Marktrisiko beschreibt die Gefahr, dass aufgrund nachteiliger Veränderungen von Marktpreisen oder preisbeeinflussenden Parametern Verluste entstehen können. Marktrisiken umfassen Zins-, Aktien- und Währungsrisiken sowie sonstige Marktrisiken.

Das Marktrisiko stuft die Bank anhand der Risikoinventur mit einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit und einem hohen potenziellen Schaden, der sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage maßgeblich auswirken kann, als aufsichtsrechtlich wesentlich ein.

Im Rahmen der ökonomischen Risikomessung des Zinsrisikos berechnen wir monatlich einen Value-at- Risk, der auf einem historischen Zeitraum basiert. Als Szenariotechnik verwenden wir eine Skalierung über eintägige Verbarwertungen mittels Resampling. Die Ermittlung erfolgt mit Hilfe des Moduls ZINSMANAGEMENT unter VR-Control.

Liquiditätsrisiko

Liquiditätsrisiken können grundsätzlich in der Form des Zahlungsunfähigkeitsrisikos, des Refinanzierungskostenrisikos und des Marktliquiditätsrisikos auftreten.

Zahlungsunfähigkeitsrisiken treten ein, wenn Zahlungsverpflichtungen nicht fristgerecht oder nicht in ausreichender Höhe erfüllt werden können. Refinanzierungsrisiken entstehen, wenn die Liquidität nicht zu den erwarteten Konditionen beschafft werden kann oder die Refinanzierungsmittel nicht im erforderlichen Umfang zur Verfügung stehen. Marktliquiditätsrisiken treten ein, wenn Anlagen nicht zum gewünschten Zeitpunkt oder in der geplanten Höhe liquidiert werden können.

Die Bank erachtet das Liquiditätsrisiko insgesamt als wesentlich im Sinne des Aufsichtsrechts.

Die Berücksichtigung des Refinanzierungskostenrisikos in der ökonomischen Perspektive erfolgt monatlich unter Berücksichtigung historischer Schwankungen des Refinanzierungsspreads.

Operationelles Risiko

Operationelle Risiken betreffen die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unzulänglichkeit oder des Versagens von internen Prozessen, Menschen oder Systemen oder infolge externer Ereignisse eintreten. Diese Definition schließt Rechtsrisiken ein.

Anhand der Risikoinventur stufen wir operationelle Risiken als aufsichtsrechtlich wesentlich ein.

Die Bank hat eine einheitliche Festlegung und Abgrenzung der operationellen Risiken zu den anderen betrachteten Risikokategorien vorgenommen und diese in den Organisationsrichtlinien fixiert und kommuniziert. Die Abgrenzung umfasst auch den Umgang mit nicht eindeutig zuordenbaren Schadensfällen, Beinaheverlusten und damit zusammenhängenden Ereignissen.

Wesentliche operationelle Risiken werden jährlich identifiziert und analysiert. Hierzu wird auf eine Schadensfalldatenbank zurückgegriffen, in die eingetretene Schäden eingestellt werden.

Das IT Risiko stellt ein spezielles operationelles Risiko dar. Hier betrachten wir insbesondere die Teilbereiche "Zentrales Rechenzentrum" und "IT Risiken Bank". Über die IT Risiken, die das Rechenzentrum betreffen, erhalten wir regelmäßige Berichte vom lT Dienstleister einschließlich Darstellung der eingeleiteten Maßnahmen bei Problemen.

Für alle wesentlichen Schadensereignisse in Bezug auf bankinterne IT Risiken besteht ein umfassender Versicherungsschutz. Betriebliche Notfallplanungen wurden insbesondere auf die Anforderungen aus dem lT Bereich abgestimmt.

Im Rahmen der ökonomischen Perspektive wird für die operationellen Risiken das Risiko monatlich berechnet.

Weitere Risiken

Unter dieser Kategorie analysieren wir alle nicht bankspezifischen Risiken. Besondere Aufmerksamkeit widmen wir dabei potenziellen Beteiligungsrisiken und dem Immobilienrisiko. Die Wesentlichkeit dieser Risiken überprüfen wir regelmäßig und anlassbezogen. Wir stufen das Immobilienrisiko in unserer Betrachtung als wesentlich ein.

Für das Immobilienrisiko ermitteln wir einen VaR auf der Grundlage einer Monte Carlo Simulation. Basis der Ermittlung ist der EPX hedonic. Das Konfidenzniveau beträgt 99,9 %. Der EPX hedonic basiert auf Transaktionsdaten privater Immobilienfinanzierungen der unabhängigen Europace-Plattform. Über Europace werden rund 20 Prozent aller Immobilienfinanzierungen für Privatkunden in Deutschland abgewickelt. Der EPX wurde im Jahr 2005 gemeinsam mit dem Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung BBR entwickelt und wird seitdem monatlich erhoben. Die Methodik des EPX hedonic wurde mit Hilfe eines in Zusammenarbeit mit Finpolconsult entwickelten statistischen Verfahrens ermittelt.

Ziel dieser hedonischen Regressionsanalyse ist es, den reinen Preiseffekt pro betrachteter Periode herauszustellen. Der Gesamtindex besteht aus den Daten der Einzelindizes für Bestands- und Neubauhäuser sowie für Eigentumswohnungen.

Neben dem Risikolimit für das Immobilienrisiko haben wir in der Immobilienstrategie Strukturlimite zur Begrenzung der Höhe der einzelnen Investition definiert.

Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Im Geschäftsjahr haben wir derivative Finanzinstrumente abgeschlossen, um das gesamtbankbezogene Zinsänderungsrisiko im Rahmen der Aktiv-Passiv-Steuerung aktiv zu steuern. Entsprechend unserer Erwartungen an ein steigendes Zinsniveau 2023 haben wir Festzinszahlerswaps abgeschlossen, um die aus dem erwarteten Zinsanstieg entstehenden Risiken abzumildern.

Die Zinsderivate dienen ausschließlich als Sicherungsinstrument in der Aktiv-Passiv-Steuerung und weisen keine darüberhinausgehenden Risiken auf. Sie dienen nachweislich der Umsetzung unserer Geschäfts- und Risikostrategie und wurden unter Beachtung des aus dem vorhandenen Risikodeckungspotenzial abgeleiteten Risikolimits abgeschlossen. Sie sind von einer imparitätischen Einzelbewertung ausgenommen und werden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller zinstragenden bilanziellen und außerbilanziellen Positionen des Bankbuchs nach Maßgabe des IDW RS BFA 3 n. F. verlustfrei bewertet.

Gesamtbild der Risikolage

Auf Grundlage unserer Verfahren des Risikomanagements zur Ermittlung der Risiken sowie des Risikodeckungspotenzials ist die Risikotragfähigkeit in beiden Perspektiven (ökonomisch und normativ) unter den von uns definierten Risiko- und Stressszenarien gegeben. Die internen Simulationen kommen darüber hinaus zum Ergebnis, dass die Liquidität sichergestellt und die Eigenmittelanforderungen erfüllt werden.

Bestandsgefährdende Risiken sind nicht erkennbar.

Nach dem derzeitigen Planungsstand ist die Risikotragfähigkeit angesichts der laufenden Ertragskraft und der Vermögenssituation des Instituts auch im Berichtszeitraum gegeben. Die dargestellten Risiken werden die künftige Entwicklung unserer Bank nicht wesentlich beeinträchtigen.

Insgesamt hat sich die Risikolage im Vergleich zum Vorjahr auf Grund eines höheren Risikodeckungspotenziales verbessert.

Den dargestellten Risiken stehen Chancen einer möglichen künftigen positiven Entwicklung gegenüber. Über solche Entwicklungen bzw. Ereignisse berichten wir zusammen mit der voraussichtlichen wirtschaftlichen Entwicklung im Prognosebericht.

D. Prognosebericht

Die Angaben zu der voraussichtlichen Entwicklung (Prognosebericht) basieren auf der vom Vorstand aufgestellten Planung. Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die Entwicklung der Finanzmärkte bilden das Grundgerüst unserer Prognosen. Den Annahmen und Aussagen des folgenden Abschnitts liegt unser Kenntnisstand von Ende März 2024 zu Grunde.

Der spät begonnene, aber dann doch konsequente Zinserhöhungskurs der Europäischen Zentralbank prägte das gesamte wirtschaftliche Umfeld im Geschäftsjahr 2023 und erreichte mit einem Hauptrefinanzierungszins von 4,5 % den vorläufig höchsten Wert seit Bestehen der EZB. Die zu Beginn des Geschäftsjahres noch hohen Inflationsraten sanken im Euroraum als Folge der Geldpolitik bis zum Ende des Jahres 2023 auf 2,9 %. Zugleich verhinderte diese Geldpolitik jedoch auch die konjunkturelle Expansion.

Der weitere Verlauf der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hängt dabei von mehreren sich gegenseitig beeinflussenden Faktoren ab. Für die Zeitdauer der hohen Inflationsraten über der Zielmarke von 2 % ist entscheidend wie die Unternehmen und die Tarifparteien mit dem ausgeprägten Kostendruck umgehen. Die Entwicklung des derzeit geschwächten Investitionsverhaltens infolge der gestiegenen Zinsen und der hohen Inflation sowie die Unsicherheiten über den Kurs der Wirtschaftspolitik zur Erreichung der Klimaschutzziele sind weitere entscheidende Faktoren der zukünftigen Entwicklung. Nicht zuletzt nimmt die Entwicklung des Arbeitsmarktes in Bezug auf die Arbeitskräfteknappheit eine bedeutende Rolle ein.

Wir erwarten analog zu den führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstituten Ifo Forschern eine verhaltene gesamtwirtschaftliche Entwicklung mit einem stagnierenden Bruttoinlandsprodukt für das Jahr 2024 und einem Anstieg um 1,4 % im Folgejahr. Für die Inflationsrate erwarten wir einen weiteren allmählichen Rückgang im Jahr 2024 auf Wert knapp oberhalb des Ziels der Europäischen Zentralbank und ein Unterschreiten im Jahr 2025.

Aufgrund der vorgenannten Aspekte sehen wir die Möglichkeit eines ersten Zinssenkungsschrittes der Europäischen Zentralbank in der zweiten Jahreshälfte 2024.

Diese Prognosen und Erwartungen haben einen entscheidenden Einfluss sowohl auf das Wachstum unseres Firmen- und Privatkundenkreditgeschäftes als auch auf die vorübergehende Wertentwicklung unserer nicht mit dem strengen Niederstwert bewerteten Wertpapieranlagen. Störungen der Zins- und Tilgungsleistungen bei den betreffenden Wertpapieren sind nach unserer derzeitigen Einschätzung nicht zu erwarten und bisher nicht aufgetreten, so dass außerplanmäßige Abschreibungen weiterhin unterbleiben können. Die Einlösung erfolgt zum Nennwert.

Der anhaltend hohe Wettbewerbsdruck, der Druck auf die Margen und die verhaltene Kreditnachfrage erfordern effiziente Strategien und Prozesse, die zu einer weiteren Digitalisierung führen. In einer digitalisierten Bank liegen die Chancen einer klar strukturierten, am Bedarf der Mitglieder und Kunden ausgerichteten Geschäftsstrategie und damit verbunden einer Intensivierung der Kundenbeziehung. Die Chancen resultieren hier aus der Möglichkeit des Aufbaus eines einfachen und nachhaltigen Geschäftsmodells.

Wir haben für das Jahr 2024 und 2025 unser geplantes Wachstum im Kundenkreditgeschäft an die aktuelle Entwicklung des Kreditmarktes angepasst und planen jeweils mit einem absoluten Wachstum von 10,0 Mio. EUR im Jahr 2024 und 12 Mio. EUR im Jahr 2025. Bei den Kundeneinlagen erwarten wir einen Bestand in Höhe von rd. 362,0 Mio. EUR. Für die Wertpapieranlagen planen wir mit einem Bestandsabbau durch Endfälligkeiten in Höhe von 24,3 Mio. EUR. Der Aufbau des Immobilienportfolios wird weiter forciert. Wir erwarten mit Blick auf die bereits im Bau bzw. in der Planung befindlichen Objekte eine Zunahme um rd. 6,0 Mio. EUR in 2024 und 2025. Die Barreserve und Bankforderungen planen wir mit leicht steigenden Beständen. 

Ausgehend von unserem unterstellten Zinsszenario und der geplanten Geschäftsstruktur erwarten wir für die Jahre 2024 und 2025 jeweils ein steigendes Zinsergebnis von 5,5 Mio. EUR bzw. 6,0 Mio. EUR. Den Provisionsüberschuss für 2024 planen wir mit 2,4 Mio. EUR und im Jahr 2024 mit 2,6 Mio. EUR.

Im Jahr 2024 rechnen wir mit einem Anstieg der Personalkosten auf 3,1 Mio. EUR und im Jahr 2025 auf 3,3 Mio. EUR. Der Andere Verwaltungsaufwand soll durch die Digitalisierung und eine permanente Prozess und Kostenoptimierung auf dem derzeit vergleichsweisen günstigen Niveau gehalten werden. Aufgrund vorgenommener Auslagerungen und der Inflationsentwicklung planen wir mit einem Anstieg auf 2,5 Mio. EUR in 2024 und 2,7 Mio. EUR in 2025.

Nach unserer Ergebnisvorschaurechnung erwarten wir für das Jahr 2024 aus gegenwärtiger Sicht ein BE vor Bewertung/dBS von 0,60 % und von 0,87 % nach unserer Eckwertplanung für 2025. Der Zielwert für die strategische Messgröße Cost Income Ratio liegt bei maximal 69 % und wird nach unserer Eckwertplanung für 2025 erreicht, während wir in 2024 einen Wert von 71,2 % erwarten.

Aus der Bewertung von Kundenforderungen erwarten wir für 2024 und 2025 Aufwendungen in der Größenordnung von 284 TEUR bzw. 320 TEUR. Grundlage unserer Planung sind insbesondere unsere Ratingverfahren und Kreditportfoliomodelle. Durch die Unsicherheit in der Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen können Risiken mit wesentlich höheren Ausfallraten als geplant entstehen. Anzeichen dafür bestehen in unserem Kreditportfolio derzeit aber nicht. 

Das geplante Bewertungsergebnis für die bankeigenen Wertpapiere leitet sich aus den erwarteten ratierlichen Abschreibungen der über pari Beträge und der bereits umgesetzten strategischen Steuerungsmaßnahmen ab und wird für 2024 mit rd. 611 TEUR und für 2025 mit 171 TEUR vorberechnet.

Insgesamt wird für die Jahre 2024 und 2025 ein Geschäftsergebnis prognostiziert, das die weitere Stärkung des Eigenkapitals in Höhe von 0,8 Mio. EUR bzw. 1,8 Mio. EUR und die Ausschüttung einer Dividende auf dem aktuellen Niveau gewährleistet.

Darüber hinaus wird die Bank die aufsichtsrechtlichen Anforderungen der Liquidity Coverage Ratio (LCR) nach unseren Planungsrechnungen auch 2024 und 2025 erfüllen. Die strategischen Ziele für das Ambitionsniveau der LCR von mindestens 140 % und für den Überlebenshorizont von mindestens 12 Monaten werden im Planszenario nicht unterschritten. Die Zahlungsfähigkeit der Bank wird weiterhin jederzeit gewährleistet sein. In den nächsten beiden Jahren sind keine Engpässe abzusehen.

Die Vermögenslage unserer Genossenschaft wird nach unserer Unternehmensplanung auch zukünftig allen Anforderungen genügen. Für die geplante Geschäftsentwicklung in den nächsten beiden Jahren ist mit unserer erwarteten Gesamtkapitalquote von 21,7 % für 2024 und von 21,0 % für 2025 eine ausreichende Eigenkapitalunterlegung sichergestellt.

Delitzsch, 8. Mai 2024 Volksbank Delitzsch eG

Der Vorstand:

Plotzki  Dross

1. Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023
Volksbank Delitzsch eG, Delitzsch Genossenschaftsregisternummer 222 beim Amtsgericht Leipzig

Aktivseite

    Geschäftsjahr  Vorjahr 
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Barreserve
a) Kassenbestand 3.938.080,80 4.108
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken 7.305.364,21 8.520
darunter: bei der Deutschen Bundesbank 7.305.364,21 (8.520)
c) Guthaben bei Postgiroämtern 0,00 11.243.445,01 0
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind
a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen 0,00 0
darunter: bei der Deutschen Bundesbank refinanzierbar 0,00 (0)
b) Wechsel 0,00 0,00 0
3. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 18.391.195,50 25.908
b) andere Forderungen 14.083.691,67 32.474.887,17 14.084
4. Forderungen an Kunden 116.959.067,38 106.961
darunter:
durch Grundpfandrechte gesichert 41.933.012,71 (36.118)
Kommunalkredite 2.047.391,30 (2.455)
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
a) Geldmarktpapiere
aa) von öffentlichen Emittenten 0,00 0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 (0)
ab) von anderen Emittenten 0,00 0,00 0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 (0)
b) Anleihen und Schuldverschreibungen
ba) von öffentlichen Emittenten 15.165.524,54 15.203
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 15.165.524,54 (15.203)
bb) von anderen Emittenten 202.114.554,16 217.280.078,70 234.190
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 80.750.659,92 (107.595)
c) eigene Schuldverschreibungen 0,00 217.280.078,70 0
Nennbetrag 0,00 (0)
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 0,00 0
6a. Handelsbestand 0,00 0
7. Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften
a) Beteiligungen 1.399.487,60 1.399
darunter:
an Kreditinstituten 0,00 (0)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
an Wertpapierinstituten 0,00 (0)
b) Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 370.050,00 1.769.537,60 370
darunter:
bei Kreditgenossenschaften 350.000,00 (350)
bei Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
bei Wertpapierinstituten 0,00 (0)
8. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0
darunter:
an Kreditinstituten 0,00 (0)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
an Wertpapierinstituten 0,00 (0)
9. Treuhandvermögen 0,00 0
darunter: Treuhandkredite 0,00 (0)
10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch 0,00 0
11. Immaterielle Anlagewerte
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0
d) geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0
12. Sachanlagen 34.541.643,82 26.352
13. Sonstige Vermögensgegenstände 1.259.721,33 865
Summe der Aktiva 415.528.381,01 437.959

Passivseite

    Geschäftsjahr  Vorjahr 
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 0,00 0
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 6.452.482,98 6.452.482,98 19.674
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) Spareinlagen
aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten 109.691.024,35 131.568
ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten 0,00 109.691.024,35 231
b) andere Verbindlichkeiten
ba) täglich fällig 222.814.755,60 236.983
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 33.285.891,18 256.100.646,78 365.791.671,13 7.918
3. Verbriefte Verbindlichkeiten
a) begebene Schuldverschreibungen 0,00 0
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten 0,00 0,00 0
darunter:
Geldmarktpapiere 0,00 (0)
eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf 0,00 (0)
3a. Handelsbestand 0,00 0
4. Treuhandverbindlichkeiten 0,00 0
darunter: Treuhandkredite 0,00 (0)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 254.070,69 211
6. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 0
6a. Passive latente Steuern 0,00 0
7. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen u. ähnliche Verpflichtungen 3.248.215,00 3.378
b) Steuerrückstellungen 0,00 0
c) andere Rückstellungen 445.127,70 3.693.342,70 479
8. [gestrichen] 0,00 0
9. Nachrangige Verbindlichkeiten 0,00 0
10. Genussrechtskapital 0,00 0
darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig 0,00 (0)
11. Fonds für allgemeine Bankrisiken 15.500.000,00 14.900
darunter: Sonderposten nach § 340e Abs. 4 HGB 0,00 (0)
12. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 6.900.200,00 5.920
b) Kapitalrücklage 1.028.250,00 1.028
c) Ergebnisrücklagen
ca) gesetzliche Rücklage 8.500.000,00 8.400
cb) andere Ergebnisrücklagen 7.027.000,00 15.527.000,00 6.880
d) Bilanzgewinn 381.363,51 23.836.813,51 386
Summe der Passiva 415.528.381,01 437.959
Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Eventualverbindlichkeiten
a) Eventualverbindlichkeiten aus weiter-
gegebenen abgerechneten Wechseln
0,00 0
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 71.632,73 53
c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 0,00 71.632,73 0
2. Andere Verpflichtungen
a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften 0,00 0
b) Platzierungs- u. Übernahmeverpflichtungen 0,00 0
c) Unwiderrufliche Kreditzusagen 10.320.620,68 10.320.620,68 12.353
darunter: Lieferverpflichtungen
aus zinsbezogenen Termingeschäften 0,00 (0)

2. Gewinn- und Verlustrechnung
für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

    Geschäftsjahr  Vorjahr 
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 3.693.722,73 2.358
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 2.314.393,53 6.008.116,26 2.767
darunter: in a) und b)
angefallene negative Zinsen
0,00 (39)
2. Zinsaufwendungen 545.608,08 5.462.508,18 217
darunter: erhaltene
negative Zinsen
0,00 (157)
3. Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 0,00 0
b) Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 47.004,96 52
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen 0,00 47.004,96 0
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs-
oder Teilgewinnabführungsverträgen
0,00 0
5. Provisionserträge 2.459.685,13 2.344
6. Provisionsaufwendungen 441.368,27 2.018.316,86 472
7. Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands 0,00 0
8. Sonstige betriebliche Erträge 876.613,24 827
9. [gestrichen] 0,00 0
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 2.317.105,55 2.329
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 534.161,17 2.851.266,72 503
darunter: für Altersversorgung 126.669,84 (116)
b) andere Verwaltungsaufwendungen 2.362.045,84 5.213.312,56 2.384
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf
immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen
433.096,37 364
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen 442.861,22 236
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen
zu Rückstellungen im Kreditgeschäft
125.235,03 12
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung
von Rückstellungen im Kreditgeschäft
0,00 -125.235,03 0
15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen,
Anteile an verbundenen Unternehmen und wie
Anlagevermögen behandelte Wertpapiere
1.099.844,14 328
16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an
verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen
behandelten Wertpapieren
0,00 -1.099.844,14 0
17. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 0
18. [gestrichen] 0,00 0
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 1.090.093,92 1.503
20. Außerordentliche Erträge 0,00 0
21. Außerordentliche Aufwendungen 0,00 0
22. Außerordentliches Ergebnis 0,00 (0)
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 107.692,27 111
darunter: latente Steuern 0,00 (0)
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen 6.244,11 113.936,38 7
24a. Aufwendungen aus der Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken 600.000,00 1.000
25. Jahresüberschuss 376.157,54 386
26. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 5.205,97 0
381.363,51 386
27. Entnahmen aus Ergebnisrücklagen
a) aus der gesetzlichen Rücklage 0,00 0
b) aus anderen Ergebnisrücklagen 0,00 0,00 0
381.363,51 386
28. Einstellungen in Ergebnisrücklagen
a) in die gesetzliche Rücklage 0,00 0
b) in andere Ergebnisrücklagen 0,00 0,00 0
29. Bilanzgewinn 381.363,51 386

Volksbank Delitzsch eG, Delitzsch 3. Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Volksbank Delitzsch eG wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute (RechKredV) aufgestellt. Gleichzeitig erfüllt der Jahresabschluss die Anforderungen des Genossenschaftsgesetzes (GenG) und der Satzung der Bank.

B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute geltenden Sonderregelungen (§§ 340 ff. HGB).

Barreserve

Die auf EUR lautende Barreserve wurde mit dem Nennwert angesetzt.

Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden

Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden wurden mit dem Nennwert angesetzt.

Anteilige Zinsen, deren Fälligkeit nach dem Bilanzstichtag liegt, die aber am Bilanzstichtag bereits den Charakter von bankgeschäftlichen Forderungen oder Verbindlichkeiten haben, sind dem zugehörigen Aktiv- oder Passivposten der Bilanz zugeordnet.

Die bei den Forderungen an Kunden erkennbaren Bonitätsrisiken sind durch Bildung von Einzelwertberichtigungen und Einzelrückstellungen abgedeckt.

Den latenten Risiken im Kreditgeschäft wurde durch die Bildung von Pauschalwertberichtigungen gemäß IDW RS BFA 7 Rechnung getragen. Die Ermittlung der Pauschalwertberichtigung erfolgt zum 31. Dezember 2023 über ein Expected-Credit-Loss-Modell, bei dem ein erwarteter Verlust über einen Betrachtungszeitraum von zwölf Monaten ohne Anrechnung von Bonitätsprämien ermittelt wird. (IDW RS BFA 7 Textziffer 24). Die Berechnung des erwarteten Verlusts erfolgt unter Berücksichtigung der Ausfallwahrscheinlichkeit für alle unter den Bilanzpositionen Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden ausgewiesenen Geschäften sowie für unter der Bilanz auszuweisende Eventualverpflichtungen und anderen Verpflichtungen (einschließlich unwiderruflicher Kreditzusagen).

Im Hinblick auf unwiderrufliche Kreditzusagen erfolgt die bilanzielle Erfassung in Form einer Rückstellung.

Zusätzlich bestehen zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweigs Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB und ein Sonderposten für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB.

Wertpapiere

Die wie Umlaufvermögen behandelten festverzinslichen Wertpapiere wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Dabei wurden die von den "Wertpapiermitteilungen" (WM Datenservice) zur Verfügung gestellten Jahresschlusskurse herangezogen.

Die wie Anlagevermögen behandelten Wertpapiere werden nur bei einer voraussichtlichen dauernden Wertminderung auf ihren niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben (gemildertes Niederstwertprinzip). Wertpapiere, welche zu Anschaffungskosten über pari gekauft wurden, werden linear über die Restlaufzeit bis zum niedrigeren Einlösungskurs abgeschrieben. Liegen Erkenntnisse über eine darüberhinausgehende dauernde Wertminderung vor, erfolgt eine Anpassung auf den niedrigeren beizulegenden Wert.

Die Bewertung der in den Geschäftsjahren 2014 bis 2016 angeschafften Wertpapiere des Anlagevermögens, bei denen im Jahre der Anschaffung in analoger Anwendung des § 340e Abs. 2 HGB die Anschaffungskosten über pari vollständig abgeschrieben wurden, erfolgt zum Nennwert.

Da die Wertpapiere im Girosammeldepot verwahrt werden, werden die Anschaffungskosten bei gleicher Wertpapiergattung nach der Durchschnittsmethode ermittelt.

Strukturierte Finanzinstrumente, die aufgrund des eingebetteten Derivats im Vergleich zum Basisinstrument keine wesentlich erhöhten oder zusätzlichen (andersartigen) Risiken oder Chancen aufweisen, werden als einheitlicher Vermögensgegenstand bilanziert und bewertet.

Verlustfreie Bewertung der zinsbezogenen Geschäfte des Bankbuchs

Die Bank setzt Swaps mit einem Nominalwert von TEUR 23.000 zur Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos aller zinstragenden Positionen des Bankbuchs (Aktiv- /Passiv-Steuerung) ein. Die zinsbezogenen Finanzinstrumente des Bankbuchs einschließlich der zur Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos (Aktiv/Passiv-Steuerung) abgeschlossenen Zinsderivate werden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller Geschäfte nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 (n. F.) verlustfrei bewertet. Hierzu werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt, und die Bruttoreserven bzw. -lasten ermittelt. Dieser Differenzbetrag wird anschließend um die Barwerte der direkt aus dem Zinsprodukten des Bankbuchs resultierenden Gebühren- und Provisionserträge erhöht und um die Barwerte der voraussichtlich noch anfallenden Verwaltungskosten und die Risikokosten vermindert. Die Risikokosten werden nach den Verhältnissen zum jeweiligen Abschlussstichtag neu geschätzt und in Höhe der erwarteten Ausfälle erfasst (IDW RS BFA 3 n. F. Textziffer 46). Die erwarteten Ausfälle entsprechen dabei dem über die Restlaufzeit erwarteten Verlust.

Für einen danach eventuell verbleibenden Verlustüberhang wird eine Drohverlustrückstellung gebildet, die unter den anderen Rückstellungen ausgewiesen wird.

Der Ausweis von Aufwendungen und Erträgen aus der Zuführung bzw. Auflösung dieser Drohverlustrückstellung in der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt unter "Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft" (RechKredV Formblatt 3 Nr. 13) bzw. "Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft" (RechKredV Formblatt 3 Nr. 14).

Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum 31. Dezember 2023 war keine Rückstellung zu bilden.

Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften

Die Beteiligungen und die Geschäftsguthaben bei Genossenschaften werden grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung werden sie mit dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt. Entfällt die Annahme einer dauerhaften Wertminderung, auch teilweise, werden diese Wertminderungen wieder aufgeholt.

Sachanlagen

Die Sachanlagen werden zu den Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer, die sich grundsätzlich an den von der Finanzverwaltung veröffentlichten Abschreibungstabellen orientiert, linear vorgenommen.

Die angeschafften geringwertigen Wirtschaftsgüter mit einem Netto-Einzelwert bis zu EUR 250 werden in voller Höhe als andere Verwaltungsaufwendungen erfasst. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter werden in voller Höhe abgeschrieben, sofern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut über EUR 250, aber nicht über EUR 800 lagen. 

Sonstige Vermögensgegenstände

Die Bewertung der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte nach dem strengen Niederstwertprinzip.

Verbindlichkeiten

Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgt zu dem jeweiligen Erfüllungsbetrag.

Der Belastung aus Einlagen mit steigender Verzinsung und aus Zuschlägen sowie sonstigen über den Basiszins hinausgehenden Vorteilen für Einlagen wurde durch Rückstellungsbildung in angemessenem Umfang Rechnung getragen.

Passive latente Steuern

Zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen bestehen zeitliche oder quasipermanente Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren abbauen.

Die sich daraus ergebenden Steuerbelastungen (passive latente Steuern) und Steuerentlastungen (aktive latente Steuern) werden verrechnet. Passive Steuerlatenzen bestehen derzeit nicht.

Ein Überhang an aktiven latenten Steuern wird bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt.

Rückstellungen

Den Pensionsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" zugrunde. Laufende Rentenverpflichtungen werden mit dem Barwert bilanziert.

Für die Pensionsrückstellungen wird eine Rentendynamik in Höhe von 2,00 % zugrunde gelegt.

Der bei der Abzinsung der Pensionsrückstellungen angewendete Zinssatz von 1,82 % wurde unter Inanspruchnahme der Vereinfachungsregel nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre (im Vorjahr 1,78 %) auf Basis des von der Deutschen Bundesbank per 31.12.2023 ermittelten Zinssatzes festgelegt, dieser beruht auf einem Rechnungszinsfuß gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV).

Der Belastung aus Einlagen mit steigender Verzinsung und aus Zuschlägen sowie sonstigen über den Basiszins hinausgehenden Vorteilen für Einlagen wurde durch Rückstellungsbildung in angemessenem Umfang Rechnung getragen.

Die Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem Rechnungszins der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) abgezinst.

Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungssatzes im Zusammenhang mit den Pensionsrückstellungen werden analog zum Ab-/Aufzinsungseffekt im sonstigen betrieblichen Ergebnis ausgewiesen.

Verwendung des Jahresergebnisses

Der Jahresabschluss wurde vor Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

C. Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- / Zugänge (a) Umbuchungen (a) Anschaffungs- /
Herstellungskosten zu Zuschreibungen (b) Abgänge (b) Herstellungskosten
Beginn des am Ende des
Geschäftsjahres im Geschäftsjahr Geschäftsjahres
EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Anlagewerte
a) Selbstgeschaffene 0 0 (a) 0 (a) 0
gewerbliche 0 (b) 0 (b)
Schutzrechte und ähnliche Rechte
b) entgeltlich erwor- 12.122 0 (a) 0 (a) 12.122
bene Konzessio- 0 (b) 0 (b)
nen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
c) Geschäfts- oder 0 0 (a) 0 (a) 0
Firmenwert 0 (b) 0 (b)
d) geleistete 0 0 (a) 0 (a) 0
Anzahlungen 0 (b) 0 (b)
Sachanlagen
a) Grundstücke und 29.231.746 8.443.559 (a) -151.115 (a) 37.524.190
Gebäude 0 (b) 0 (b)
b) Betriebs- und 3.605.757 179.512 (a) 151.115 (a) 3.936.384
Geschäftsausstattung 0 (b) 0 (b)
Summe a 32.849.625 8.623.071 (a) 0 (a) 41.472.696
0 (b) 0 (b)
Abschreibungen zu Abschreibungen Abschreibungen am Buchwerte
Beginn des Geschäftsjahr (a) Ende des Bilanzstichtag
Geschäftsjahres (gesamt) Zuschreibungen Geschäftsjahr (b)
Geschäftsjahres (gesamt)
EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Anlagewerte
a) Selbstgeschaffene 0 0 (a) 0 0
gewerbliche 0 (b)
Schutzrechte und ähnliche Rechte
b) entgeltlich erwor- 12.122 0 (a) 12.122 0
bene Konzessio- 0 (b)
nen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
c) Geschäfts- oder 0 0 (a) 0 0
Firmenwert 0 (b)
d) geleistete 0 0 (a) 0 0
Anzahlungen 0 (b)
Sachanlagen
a) Grundstücke und 3.292.092 355.533 (a) 3.647.625 33.876.565
Gebäude 0 (b)
b) Betriebs- und 3.193.742 77.563 (a) 3.271.305 665.079
Geschäftsausstattung 0 (b)
Summe a 6.497.956 433.096 (a) 6.931.052 34.541.644
0 (b)
Anschaffungskosten zu Beginn des Geschäftsjahres
Veränderungen (saldiert)

Buchwerte am Bilanzstichtag
EUR EUR EUR
Wertpapiere des 250.134.500 -33.953.291 216.181.209
Anlagevermögens
Beteiligungen und 1.769.538 0 1.769.538
Geschäftsguthaben
bei Genossenschaften
Anteile an 0 0 0
verbundenen Unter-
nehmen
Summe b 251.904.038 -33.953.291 217.950.747
Summe a und b 284.753.663 252.492.391

D. Erläuterungen zur Bilanz

Forderungen an Kreditinstitute

In den Forderungen an Kreditinstitute (A 3) sind EUR 32.474.887 Forderungen an die genossenschaftliche Zentralbank enthalten.

Forderungen an Kunden

In den Forderungen an Kunden (A 4) sind EUR 1.491.978 Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten.

Als Sicherheit für Verbindlichkeiten gegenüber der genossenschaftlichen Zentralbank wurden dieser Kundenforderungen mit einem Gesamtbetrag von EUR 6.241.928 abgetreten.

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren (A 5) werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahr EUR 24.193.417 fällig.

Aufgliederung der in den Bilanzposten A 5 bis A 8 enthaltenen Wertpapiere

In folgenden Posten sind enthalten:

börsenfähig
davon:
börsennotiert
nicht börsennotiert
nicht mit dem Niederstwert bewertete börsenfähige Wertpapiere
EUR EUR EUR EUR
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) 217.280.079 212.491.994 4.788.085 208.204.176

Im Wertpapierjournal sind die nicht nach dem strengen Niederstwertprinzip bewerteten Wertpapiere des Anlagevermögens besonders gekennzeichnet.

Außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 4 HGB sind für marktpreisbezogene Wertveränderungen unterblieben, da wir nicht von einer dauernden Wertminderung ausgehen. Störungen der Zins- und Tilgungsleistungen bei den betreffenden Wertpapieren sind nach unserer derzeitigen Einschätzung nicht zu erwarten und bisher nicht aufgetreten. Wir beabsichtigen die Wertpapiere, deren Rückzahlung zum Nennwert erfolgt, bis zur Endfälligkeit zu halten. Der Buchwert der betreffenden Wertpapiere beträgt EUR 207.267.509, der beizulegende Zeitwert beläuft sich auf EUR 182.217.452.

Beteiligungen

Es bestehen Beteiligungen im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB. Nach § 286 Abs. 3 HGB sind Angaben nach § 285 Nr. 11 HGB unterblieben, da diese für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft von untergeordneter Bedeutung sind.

Sachanlagen

Im Bilanzposten "Sachanlagen" (A 12) sind Grundstücke und Bauten, die wir im Rahmen eigener Tätigkeit nutzen, in Höhe von EUR 2.374.742 und Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von EUR 665.079 enthalten.

Sonstige Vermögensgegenstände

In dem Bilanzposten "Sonstige Vermögensgegenstände" (A 13) sind folgende wesentliche Einzelbeträge enthalten:

31.12.2023
EUR
Steuerforderungen (ohne USt) lfd. Jahr 444.380
Steuerforderungen (ohne USt) Vorjahre 518.303
Bezahlung Beteiligung Zentralkonsum eG ab 01.01.2024 141.000

Nachrangige Vermögensgegenstände

In dem folgenden Posten ist ein Vermögensgegenstand, für den eine Nachrangklausel besteht, enthalten:

Posten/Unterposten Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR
5 5.035.094 5.035.190

Restlaufzeitenspiegel für Forderungen

Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben folgende Restlaufzeiten:


bis 3 Monate
EUR
mehr als 3 Monate bis ein Jahr
EUR
mehr als ein Jahr bis 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Andere Forderungen an Kreditinstitute (A 3b) (ohne Bausparguthaben) 0 0 7.000.000 7.000.000
Forderungen an Kunden (A 4) 3.333.058 7.467.413 29.229.628 75.436.617

Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert.

Restlaufzeitenspiegel für Verbindlichkeiten

Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:


bis 3 Monate
EUR
mehr als 3 Monate bis ein Jahr
EUR
mehr als ein Jahr bis 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 1b) 192.738 585.909 2.409.890 3.053.391
Andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 2b bb) 13.136.808 6.437.678 13.640.404 71.000

Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) sind EUR 6.452.483 Verbindlichkeiten gegenüber der genossenschaftlichen Zentralbank enthalten.

Sonstige Verbindlichkeiten

Im Bilanzposten "Sonstige Verbindlichkeiten" (P 5) sind folgende wesentliche Einzelbeträge enthalten: 

31.12.2023
EUR
abzuführende Kapitalertragssteuer 33.626
abzuführende Lohnsteuer 51.883

Eigenkapital

Die unter dem Passivposten "Gezeichnetes Kapital" (P 12a) ausgewiesenen Geschäftsguthaben gliedern sich wie folgt:

EUR
Geschäftsguthaben
a) der verbleibenden Mitglieder 6.809.900
b) der ausscheidenden Mitglieder 68.800
c) aus gekündigten Geschäftsanteilen 21.500

Die Kapital- und Ergebnisrücklagen (P 12b) und c) haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

Kapitalrücklage Gesetzliche Rücklage andere Ergebnisrücklagen
EUR EUR EUR
Stand 01.01.2023 1.028.250 8.400.000 6.880.000
Einstellungen 0
- aus Bilanzgewinn des Vorjahres 100.000 147.000
Stand 31.12.2023 1.028.250 8.500.000 7.027.000

Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen

Die in den Posten 1b) und 2c) unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Verpflichtungen unterliegen den für alle Kreditverhältnisse geltenden Risikoidentifizierungs- und -steuerungsverfahren, die eine rechtzeitige Erkennung der Risiken gewährleisten.

Erkannte akute und latente Risiken einer Inanspruchnahme aus den unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Haftungsverhältnissen sind durch Rückstellungen gedeckt.

Die in den Posten 1b) und 2c) der unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Verpflichtungen betreffen ausschließlich Bürgschafts- und Gewährleistungsverträge für Kunden bzw. offene Kreditzusagen gegenüber Kunden. Die unwiderruflichen Kreditzusagen sind breit gestreut.

Die Risiken wurden im Zuge einer Einzelbewertung der Bonität dieser Kunden beurteilt. Die unter Posten 1b) unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Beträge zeigen nicht die zukünftig aus diesen Verträgen zu erwartenden tatsächlichen Zahlungsströme, da die überwiegende Anzahl der Eventualverbindlichkeiten nach unserer Einschätzung ohne Inanspruchnahme auslaufen wird.

Durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesicherte Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten

Von den Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten sind durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesichert:

Passivposten Gesamtbetrag der als Sicherheit übertragenen Vermögenswerte
in EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) 6.241.928

Termingeschäfte und derivative Finanzinstrumente

Zum Bilanzstichtag bestanden Zinsswaps des Nichthandelsbestands.

Die Zinsswaps dienen ausschließlich der Absicherung gegen Zinsänderungsrisiken

In der nachfolgenden Tabelle sind die nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Derivatgeschäfte des Nichthandelsbestands zusammengefasst. (§ 36 RechKredV bzw. § 285 Nr. 19 HGB). Neben der Gliederung nach Produktgruppen wird die Fälligkeitsstruktur auf Basis der Nominalbeträge dargestellt. Die beizulegenden Zeitwerte werden ohne rechnerisch angefallene Zinsen angegeben ("clean prices").

(Angaben in TEUR):  

Nominalbetrag Restlaufzeit
beizulegender Zeitwert
<= 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre Summe negativ positiv
Zinsbezogene Geschäfte
OTC-Produkte
- Zins-Swap (gleiche Währung) 2.000 19.000 2.000 23.000 518 0

E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Zinserträge und Zinsaufwendungen

Die für das Geschäftsjahr ermittelten Auf- und Abzinsungseffekte für Zinsrückstellungen aus Zinsprodukten wurden unter den Zinserträgen und den Zinsaufwendungen erfasst. Dadurch hat sich der Zinsüberschuss per Saldo um EUR 251 (Vorjahr EUR -68) erhöht. 

Im Falle von Zinsswaps werden die Zahlungsströme verrechnet und saldiert als Zinsertrag bzw. -aufwand ausgewiesen.

Provisionserträge

Die Provisionserträge aus für Dritte erbrachte Dienstleistungen für die Vermittlung von Krediten, die Vermittlung von Bausparverträgen, die Vermittlung von Versicherungen und die Vermittlung von Edelmetallverkäufen nehmen in der Ertragsrechnung einen festen Bestandteil ein.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen (GuV 8) sind folgende nicht unwesentliche Einzelbeträge enthalten: 

Art EUR
Miet- und Pachterträge 779.461

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen mit EUR 42.110 (Vorjahr EUR 98.730) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen.

Periodenfremde Erträge bzw. Aufwendungen

In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 99.580 enthalten.

Hiervon entfallen auf:

lfd. Posten der GuV - Art
Betrag
Aufwand
EUR
Betrag
Ertrag
EUR
8 - Auflösung von Rückstellungen 0 40.154
23 - Steuererstattungen Vorjahre 0 54.902

F. Sonstige Angaben

Vorstand und Aufsichtsrat

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen EUR 20.565.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands sowie früherer Organmitglieder wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB und aus datenschutzrechtlichen Gründen verzichtet.

Für frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebenen bestehen zum 31. Dezember 2023 Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 3.248.215. 

Die Forderungen an und Verpflichtungen aus eingegangenen Haftungsverhältnissen betrugen für Mitglieder des Vorstands EUR 202 und für Mitglieder des Aufsichtsrats EUR 394.749. 

Ausschüttungsgesperrte Beträge

Der aus der Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen nach § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag beträgt EUR 33.616, diesem stehen ausreichend frei verfügbare Rücklagen gegenüber.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen in Form von Garantieverpflichtungen gegenüber der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (Garantieverbund) in Höhe von EUR 704.996.

Ferner besteht eine Beitragsgarantie gegenüber dem institutsbezogenen Sicherungssystem der BVR Institutssicherung GmbH. Diese betrifft Jahresbeiträge zum Erreichen der Zielausstattung bzw. Zahlungsverpflichtungen, Sonderbeiträge und Sonderzahlungen, falls die verfügbaren Finanzmittel nicht ausreichen, um die Einleger eines dem institutsbezogenen Sicherungssystem angehörigen CRR-Kreditinstituts im Entschädigungsfall zu entschädigen, sowie Auffüllungspflichten nach Deckungsmaßnahmen.

Aus für Investitionen in Rediteimmobilien abgeschlossenen Verträgen besteht ein offenes Bestell-

obligo in Höhe von 8.408 TEUR.

Personalstatistik

Die Zahl der 2023 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug: 

Vollzeitbeschäftigte Teilzeitbeschäftigte
Prokuristen 1 0
Sonstige kaufmännische Mitarbeiter 35 7
36 7

Außerdem wurden durchschnittlich 8 Auszubildende beschäftigt.

Mitgliederbewegung im Geschäftsjahr

Anzahl der
Mitglieder
Anzahl der
Geschäftsanteile
Haftsummen
EUR
Anfang 2023 7.289 58.861 5.886.100
Zugang 2023 267 11.122 0
Abgang 2023 226 1.884 5.886.100
Ende 2023 7.330 68.099 0

Mit Beschlussfassung der Vertreterversammlung vom 30. Juni 2022 wurde die Nachschusspflicht (Haftsumme) gemäß § 40 der Satzung aufgehoben.

Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr vermehrt um EUR 947.100
Die Haftsummen haben sich im Geschäftsjahr vermindert um EUR 5.886.100
Höhe des Geschäftsanteils EUR 100

Aufwendungen für den Abschlussprüfer

Das vom Prüfungsverband für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar schlüsselt sich in folgende Honorare auf:

- Abschlussprüfungsleistungen EUR 117.150
- Andere Bestätigungsleistungen EUR 2.090
- Steuerberatungsleistungen EUR 10.798

Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes

Der Name und die Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes lauten:


Genoverband e.V.
Wilhelm-Haas-Platz 63263 Neu-Isenburg 

Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Mitglieder des Vorstands, ausgeübter Beruf     

Plotzki, Lars - Vorsitzender -  Vorstand Marktfolge
Dross, Steffen Vorstand Markt

Mitglieder des Aufsichtsrats, ausgeübter Beruf    

Persdorf, Klaus - Vorsitzender - Vorstandsmitglied der Agrargenossenschaft "Heideglück" Sprotta eG; Geschäftsführer der Agrargut Wöllnau GmbH; Vorstandsmitglied der Landhandelsgenossenschaft Sprotta eG; Geschäftsführer der Agrartechnik und Service GmbH
Görner, Daniela - stellv. Vorsitzende bis 29.06.2023 - Reisebüroexpedientin, angestellt bei Reiseland Frömmigen GbR
Ruland, Thomas - stellv. Vorsitzender ab 29.06.2023 - Vorstandsmitglied der "La Belle" Friseur & Kosmetik eG
Dietrich, Stefan Geschäftsführer der Landgut Zschettgau GmbH

Vorschlag für die Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vor, den Jahresüberschuss von EUR 376.157,54 - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages von EUR 5.205,97 (Bilanzgewinn von EUR 381.363,51) - wie folgt zu verwenden:

EUR
Ausschüttung einer Dividende von 3,00 % 193.882,21
Zuweisung zu den Ergebnisrücklagen
a) Gesetzliche Rücklage 70.000,00
b) Andere Ergebnisrücklagen 117.000,00
Vortrag auf neue Rechnung 481,30
381.363,51
Delitzsch, 8. Mai 2024 Volksbank Delitzsch eG

Der Vorstand

Plotzki    Dross

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Volksbank Delitzsch eG, Delitzsch

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Volksbank Delitzsch eG, Delitzsch (im Folgenden "Genossenschaft") - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Genossenschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Genossenschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Genossenschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO i. V. m. §§ 55 Abs. 2, 38 Abs. 1a GenG, dass alle bei uns beschäftigten Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt Bewertung der Kundenforderungen dar:

a) Sachverhalt und Problemstellung

Die Genossenschaft ist wesentlich im Kundenkreditgeschäft tätig. Die Forderungen an Kunden, saldiert mit den gebildeten Risikovorsorgen, belaufen sich auf 117,0 Mio. EUR. Dies entspricht einem Anteil von 28,1 % der Bilanzsumme. Zudem bestehen Eventualverbindlichkeiten von 0,1 Mio. EUR und unwiderrufliche Kreditzusagen in Höhe von 10,3 Mio. EUR.

Eine mögliche Verschlechterung der Kreditwürdigkeit von Kreditnehmern kann Auswirkungen auf die Höhe der zu bildenden Einzelrisikovorsorge bzw. Abschreibungen haben. Hieraus können sich erhebliche Auswirkungen auf den Jahresabschluss und insbesondere auf die Ertragslage der Genossenschaft ergeben. Im Rahmen der Rechnungslegung ist zur Bewertung der Forderungen neben der Bonitätsbeurteilung in der Regel die Nutzung geschätzter Werte für gestellte Sicherheiten erforderlich.

Da die hiermit verbundenen Einschätzungen einen bedeutsamen Einfluss auf die Bildung bzw. die Höhe gegebenenfalls erforderlicher Einzelwertberichtigungen, Einzelrückstellungen und Abschreibungen haben, und diese insofern mit Unsicherheiten behaftet sind, haben wir die Bewertung der Kundenforderungen als einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt eingestuft.

b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

Wir haben zunächst beurteilt, ob die für die Bewertung der Kundenforderungen relevanten Prozesse und internen Kontrollen derart ausgestaltet und implementiert sind, dass bankseitig akute Risiken mit hinreichender Sicherheit rechtzeitig identifiziert werden und gegebenenfalls eine Risikovorsorge bzw. Forderungsabschreibung auf Basis der Bewertung der vorhandenen Kreditsicherheiten in ausreichendem Umfang gebildet wird.

In der Folge haben wir uns von der Wirksamkeit der relevanten eingerichteten Kontrollen durch Prüfung ausgewählter Einzelfälle überzeugt.

Darüber hinaus haben wir aussagebezogene Prüfungshandlungen für eine bewusste Auswahl von Kreditengagements - die risikobasiert unter besonderer Gewichtung der Ratingklassen mit höherem Ausfallsrisiko sowie sonstiger Indizien für mögliche erhöhte Bonitätsrisiken erfolgte - durchgeführt, um zu beurteilen, ob die Identifikation möglicher akuter Ausfallrisiken zutreffend und rechtzeitig erfolgte. Dabei haben wir auch die Angemessenheit der Bewertung der vorhandenen Kreditsicherheiten nebst der Berechnung und Verbuchung der gegebenenfalls erforderlichen Einzelwertberichtigungen bzw. Forderungsabschreibungen nachvollzogen.

c) Verweis auf weitergehende Informationen

Bezüglich der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Forderungen an Kunden verweisen wir auf den Abschnitt B. im Anhang des Jahresabschlusses der Genossenschaft.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Genossenschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Genossenschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Genossenschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit dem Aufsichtsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber dem Aufsichtsrat eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit dem Aufsichtsrat erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir sind als zuständiger Prüfungsverband gesetzlicher Abschlussprüfer der Genossenschaft.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit unserer Berichterstattung an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO i. V. m. § 58 Abs. 3 GenG (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Jens Hähne.

 

Leipzig, 16. Mai 2024

Genoverband e.V.

Robert Lippmann Jens Hähne
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses und Beschlussfassung über die Ergebnisverwendung

Die Vertreterversammlung vom 27.06.2024 hat den Jahresabschluss zum 31.12.2023 festgestellt und die Verwendung des Jahresüberschusses in Höhe von EUR 376.157,54 - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages in Höhe von EUR 5.205,97 - wie vom Vorstand vorgeschlagen beschlossen.

Volksbank Delitzsch eG, Delitzsch Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion wahr und traf die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse, dies beinhaltet auch die Befassung mit der Prüfung nach § 53 GenG.

Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat in regelmäßig stattfindenden Sitzungen über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie über besondere Ereignisse. Darüber hinaus stand der Aufsichtsratsvorsitzende in einem engen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand.

Der vorliegende Jahresabschluss 2023 mit Lagebericht wurde vom Genoverband e.V. geprüft. Über das Prüfungsergebnis wird in der Vertreterversammlung berichtet.

Den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses hat der Aufsichtsrat geprüft und in Ordnung befunden. Der Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses - unter Einbeziehung des Gewinnvortrages - entspricht den Vorschriften der Satzung.

Der Aufsichtsrat empfiehlt der Vertreterversammlung, den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31.12.2023 festzustellen und die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses zu beschließen.

Durch Ablauf der Wahlzeit scheiden in diesem Jahr Frau Daniela Görner und Herr Stefan Dietrich aus dem Aufsichtsrat aus.

Die Wiederwahl der ausscheidenden Mitglieder des Aufsichtsrates ist zulässig.

Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und den Mitarbeitern Dank für die geleistete Arbeit aus.

 

Delitzsch, 8. Mai 2024

Der Aufsichtsrat

Vorsitzender

Volksbank Delitzsch eG, Delitzsch Anlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum 31. Dezember 2023 ("Länderspezifische Berichterstattung")

Die Volksbank Delitzsch eG hat keine Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgende Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und beziehen sich ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit als regional tätige Kreditgenossenschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit der Volksbank Delitzsch eG besteht darin, Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren.

Die Volksbank Delitzsch eG definiert den Umsatz aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge, Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus Beteiligungen, Provisionserträge, Provisionsaufwendungen, und sonstige betriebliche Erträge. Der Umsatz beträgt für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2023 TEUR 8.404.

Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten beträgt 39,3. 

Der Gewinn vor Steuern beträgt TEUR 1.090.

Die Steuern auf Gewinn betragen TEUR 108 und betreffen laufende Steuern.

Die Volksbank Delitzsch eG hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten.

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