Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 30347
Eingetragen
30.12.1982
Branche
Großhandel mit Zucker, Süßwaren und BackwarenGroßhandel mit TabakwarenGroßhandel mit Mehl und Getreideprodukten
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Tätigkeit als Importeur, Großhändler, Veredler und Abfüller von Honig, Sirupen und sonstigen Lebensmitteln. Ausgenommen sind erlaubnispflichtige Waren.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Joke Clausen
seit 30.8.2022
Prokura
Mirko Peter Tuchel
seit 25.9.2018
Geschäftsführer
Peter Rolf Tuchel
seit 23.5.2002
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
Peter Tuchel
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Peter Tuchel
409.200 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Tuchel & Sohn GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben zur Geschäftsgrundlage

Die Tuchel & Sohn GmbH ist ein internationaler Hersteller und Lieferant von natürlichen Rohstoffen, insbesondere Honig und weiteren süßenden Naturprodukten, für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie, sowie den Pharma- und Kosmetiksektor. Des Weiteren beliefert das Unternehmen den Lebensmitteleinzelhandel mit Private Label Produkten. Das Dienstleistungsportfolio beinhaltet Rohwarenbezug, Importabwicklung, Qualitätskontrolle, Aufbereitung, Abfüllung, Verpackung, Etikettierung und Logistik.

Das Produkt Sortiment umfasst sowohl Bio-Produkte als auch konventionelle Ware.

Die Gesellschaft hält unmittelbar 100% der Anteile an der F. Baldamus GmbH. Außerdem hält die Gesellschaft 39,3% der Anteile an der Firma Rucker de Mexico, die in Mexiko eine Honigproduktionsanlage betreibt und mit ihren Produkten den mittel- und nordamerikanischen Markt beliefert.

B. Wirtschaftsbericht

1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Branche

Im Geschäftsjahr 2023 standen wir weiterhin vor erheblichen wirtschaftlichen Herausforderungen, die durch die anhaltenden Nachwirkungen der Corona-Krise und die geopolitischen Spannungen verursacht wurden. Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) Deutschlands verzeichnete einen leichten Rückgang um 0,2 %, wie vom Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung prognostiziert (Quelle: Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Jahresgutachten 2022/2023). Trotz dieses Rückgangs konnten wir durch strategische Maßnahmen und flexible Anpassungen an den Marktbedingungen unsere Position behaupten.

Die weltweite wirtschaftliche Entwicklung war auch 2023 von steigenden Rohstoff- und Energiepreisen sowie anhaltenden Angebotsengpässen geprägt. In Deutschland lag die Inflationsrate im Jahr 2023 bei 6,9 % (Quelle: Statistisches Bundesamt), was weiterhin die Kaufkraft der Verbraucher beeinflusste. Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 11,0 % (Quelle: Statistisches Bundesamt, Verbraucherpreisindex).

Innerhalb Deutschlands und international stiegen die Honig-Rohstoff-Preise erneut. Die Verbraucherpreise für Honig in Deutschland erhöhten sich um etwa 10,5 % (Quelle: Honey Market Presentation - European Commission, 20. April 2024). Der Ukrainekrieg und die damit verbundenen Sanktionen führten zu erheblichen Preissteigerungen und Handelseinschränkungen. Die anhaltenden Lockdowns in China und die daraus resultierenden Lieferkettenprobleme trugen ebenfalls zur Inflation bei. Die Preise für in die EU importierten Honig aus China, Ukraine, Argentinien und Mexiko stiegen durchschnittlich um 20 % von 2022 auf 2023 (Quelle: Honey Market Presentation - European Commission, 20. April 2024).

Trotz der anhaltenden Herausforderungen konnte die deutsche Ernährungsindustrie 2023 einen Umsatz von 224,7 Milliarden Euro erwirtschaften, was einer weiteren Steigerung gegenüber dem Vorjahr entspricht (Quelle: BVE - Jahresbericht Ernährungsindustrie 2023). Der Umsatz mit Bio-Lebensmitteln in Deutschland belief sich 2023 auf 14,85 Milliarden Euro, was im Vergleich zum Vorjahr einen weiteren Rückgang von 3,0 % darstellt. Der konventionelle Lebensmitteleinzelhandel (LEH) trieb den Bio-Umsatz jedoch weiter voran und erhöhte seinen Umsatz um 2,5 % auf 10,5 Milliarden Euro (Quelle: BVE - Jahresbericht Ernährungsindustrie 2023).

Mit einem Selbstversorgungsgrad von 45 % im Jahr 2023 bleibt Deutschland auf den Import von Honig angewiesen (Quelle: Handelsblatt). Im Jahr 2023 wurden nach vorläufigen Daten rund 72.000 Tonnen Honig importiert und 32.000 Tonnen exportiert. Der Importüberschuss lag bei etwa 40.000 Tonnen. Die Hauptimportländer für deutschen Honig blieben die Ukraine, Mexiko, Argentinien und China. Der Nahrungsverbrauch von Honig in Deutschland betrug insgesamt 80.000 Tonnen, wobei im Durchschnitt knapp 1 kg Honig pro Konsumenten verzehrt wurde (Quelle: BMEL Statistik - Honigbilanz 2023 vorläufig).

Diese wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und Marktbewegungen beeinflussten weiterhin unsere strategische Planung und Ressourcenallokation, um den Herausforderungen und Chancen in diesem Umfeld bestmöglich zu begegnen.

2. Geschäftsentwicklung

Die Tuchel & Sohn GmbH konnte das Jahr 2023 mit einem Jahresüberschuss nach Steuern in Höhe von 163 TEUR (VJ: 29 TEUR) abschließen. Damit lag das Jahresergebnis 134 TEUR über dem des Vorjahres.

Das Rohergebnis (Umsatzerlöse, Bestandsveränderung, sonstige betriebliche Erträge, Materialaufwand) ist um 1.642 TEUR auf 8.497 TEUR gestiegen. Dies ist bedingt durch die Reduktion von Fremdarbeiten und weniger Ausfällen durch Produktionsstopps (in Verbindung mit dem Ausbau von Anlagen).

Die Nachfrage (besonders im LEH) erhöhte sich im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr. Allerdings führten Lieferverzögerungen erneut dazu, dass wir wiederholt Bedarfe nicht voll erfüllen und somit die geplanten Umsatzerlöse nicht vollständig realisieren konnten.

Das prognostizierte EBITDA, EBIT und Jahresergebnis für 2023 konnten dennoch nicht erreicht werden. Die Kostenentwicklung im Zuge der Neuentwicklung von Verpackungsformaten stellte eine erhebliche Herausforderung dar. Zusätzlich belasteten volatile Rohstoffpreise und erhöhte Frachtraten das Ergebnis. Trotz dieser Hindernisse bewerten wir die Geschäftsentwicklung des Jahres insgesamt als zufriedenstellend.

C. Darstellung der Lage des Unternehmens

1. Ertragslage

2023 2022
TEUR % TEUR %
Rohergebnis 8.497 100 6.855 100
Personalaufwand 2.430 28,6 2.311 29,7
sonst. betr. Aufwendungen 5.157 60,7 4.188 58,9
EBITDA 910 10,7 356 11,4
Abschreibungen 320 3,8 183 1,8
EBIT 590 6,9 173 9,6
Finanzergebnis 341 4,0 139 3,0
Ertragsteueraufwand 86 0,6 4 1,7
Jahresergebnis 163 2,3 29 4,9

Auf der Kostenseite ist der Personalaufwand um 119 TEUR auf 2.430 TEUR gestiegen. Zwar ist die Beschäftigtenzahl von im Durchschnitt 40 Mitarbeitern in 2022 auf 37 Mitarbeiter in 2023 gesunken, der Anstieg des Personalaufwands ist jedoch auf Inflationsausgleiche und Anpassungen der Reallöhne zurückzuführen.

Die Abschreibungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 136 TEUR auf 320 TEUR. Der erhöhte Abschreibungsaufwand ist im Wesentlichen bedingt durch die Inbetriebnahme diverser Anlagen im Geschäftsjahr.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 969 TEUR auf insgesamt 5.157 TEUR. Den Währungsverlusten von 604 TEUR (VJ: 1.221 TEUR) standen Währungsgewinne von 465 TEUR (VJ: 1.021 TEUR) gegenüber. Wesentliche Veränderungen ergaben sich bei Verlusten aus Anlagenabgängen in Höhe von 426 TEUR (VJ: 0 TEUR), den Versicherungskosten, die um 50 TEUR auf 114 TEUR (VJ: 64 TEUR) stiegen, sowie bei den freiwilligen sozialen Aufwendungen, die um 48 TEUR auf 61 TEUR (VJ: 13 TEUR) zunahmen. Die Aufwendungen für Messen erhöhten sich außerdem um 47 TEUR auf 55 TEUR (VJ: 9 TEUR), was hauptsächlich auf die Wiederaufnahme von Messeaktivitäten nach der Corona-Zeit zurückzuführen ist. Zudem erhöhten sich die Aufwendungen für Kurierkosten um 90 TEUR auf 108 TEUR (VJ: 18 TEUR) um kurzfristige Materialbedarfe abdecken zu können.

Das Finanzergebnis für das Jahr 2023 belief sich auf 346 TEUR, was im Vergleich zum Vorjahr (144 TEUR) eine Erhöhung von 201 TEUR darstellt. Diese Erhöhung ist hauptsächlich durch die Zunahme der Zinsaufwendungen um 210TEUR auf 357 TEUR (VJ: 147 TEUR) zu begründen, was im Wesentlichen auf die Zunahme der Fremdkapitalzinsen zurückzuführen ist.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) beträgt in 2023 590 TEUR (VJ: 173 TEUR). Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) beträgt 910 TEUR im Vergleich zu 356 TEUR in 2022. Die Gesellschaft erzielt im Jahr 2023 einen Jahresüberschuss in Höhe von 163 TEUR (VJ: 29 TEUR).

2. Vermögenslage

Durch das positive Ergebnis des Jahres 2023 ist das Eigenkapital zum 31.12.2023 um 163TEUR gegenüber dem Vorjahr auf 1.367 TEUR gestiegen. Die Eigenkapitalquote beträgt zum 31.12.2023 9,60 % gegenüber 10,43% im Vorjahr.

Die Bilanzsumme beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf 14.230 TEUR (VJ: 11.533 TEUR).

Die Finanzanlagen bestehen zum einen aus Anteilen an verbunden Unternehmen, welche die zu 100% gehaltenen Anteile der F. Baldamus GmbH, Hamburg, betreffen und betragen wie im Vorjahr 26 TEUR. Zum anderen sind die Beteiligung zu 39,3% an der Rucker de Mèxico S. A. de C. V., Huitzilac/Mèxico, in Höhe von 100 TEUR, ein langfristiges Darlehen an einen Geschäftsführer (108 TEUR) sowie eine stille Beteiligung an der ROXA Technologies GmbH in Höhe von 120 TEUR Bestandteil der Finanzanlagen.

Das Umlaufvermögen setzt sich überwiegend aus Vorräten in Höhe von 6.626 TEUR (VJ: 5.537 TEUR), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 3.227 TEUR (VJ: 1.691 TEUR) sowie sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von 612 TEUR (VJ: 389 TEUR) zusammen. Der Vorratsbestand hat sich um insgesamt 1.089 TEUR auf 6.626 TEUR erhöht, was auf einen erhöhten Bestand an Handelsware zurückzuführen ist. Die Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 1.536 TEUR war umsatzbedingt.

Die Passivseite der Bilanz betrifft insgesamt mit 464 TEUR (VJ: 598 TEUR) Rückstellungen sowie mit 12.400 TEUR (VJ: 9.732 TEUR) Verbindlichkeiten.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 39,23% (VJ: 26,34%) der Bilanzsumme und erhöhten sich um 2.545 TEUR auf 5.583 TEUR (VJ: 3.038 TEUR). Die sonstigen Verbindlichkeiten von 1.202 TEUR (VJ: 764 TEUR) betreffen im Wesentlichen ein langfristiges Darlehen in Höhe von 597 TEUR (VJ: 597 TEUR), ein Gesellschafterdarlehen in Höhe von 365 TEUR (VJ: 0 TEUR) und Zollverbindlichkeiten mit 180 (VJ: 102 TEUR).

3. Finanzlage

Die Liquidität der Gesellschaft war zu jeder Zeit gesichert.

Die Gesellschaft finanziert sich mit 1.167 TEUR über Darlehen von Banken, 4.427 TEUR aus Betriebsmittellinien, 597 TEUR über Darlehen von nahestehenden Unternehmen, 365 TEUR über Darlehen von Gesellschafter und 20 TEUR über Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

Die Eigenkapitalquote liegt bei 9,60% (Vj; 10,43%).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten machen 39,31% (VJ: 51,2%) der Bilanzsumme aus. Zwecks Finanzierung der Absatzgeschäfte bedient sich die Gesellschaft aus den eingeräumten Kreditlinien eines Bankenpools. Die Banken haben zuletzt in 2022 die Kreditlinien erweitert, auch um alle notwendigen Devisenabsicherungen zu ermöglichen.

Die Verbindlichkeiten können grundsätzlich innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden.

4. Investitionen

Zum Aufbau von zusätzlichen Produktionskapazitäten, um weiteres Wachstum zu ermöglichen, hat die Gesellschaft nach 1.089 TEUR im Jahr 2022 weitere Investitionen in Sachanlagen in Höhe von 312 TEUR in 2023 vorgenommen. Die Finanzierung der Investitionen erfolgte durch Betriebsmittel.

Projekte/Investitionen in 2023:

• Automatisierung des Fasshandlings

• End-of-Line Automatisierung

5. Finanzielle Leistungsindikatoren

Das Unternehmen wird über folgende finanzielle Leistungsindikatoren gesteuert:

- Auftragseingang und Auftragsbestand

- Umsatz

- Materialaufwandsquote

- EBITDA

Diese Kennzahlen werden in einem Quartalsreporting den Plan- und Vorjahreszahlen gegenübergestellt.

6. Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Das abgelaufene Geschäftsjahr 2023 zeigte eine zufriedenstellende Entwicklung. Der Umsatz verzeichnete einen signifikanten Anstieg gegenüber dem Vorjahr, was im Wesentlichen auf erhöhte Nachfrage sowie der Erschließung neuer Marktfelder durch Investitionen zurückzuführen ist.

Die Vermögenslage blieb stabil, mit einem Anstieg des Eigenkapitals und einer höheren Bilanzsumme. Die Eigenkapitalquote sank leicht. Die Gesellschaft sicherte ihre Liquidität durch verschiedene Finanzierungsquellen und konnte ihre Verbindlichkeiten fristgerecht bedienen.

D. Risiko-, Chancen- und Prognoseberichterstattung

1. Risikomanagement und Risikobericht

Branchenspezifische Risiken

Honig ist ein reines Naturprodukt, dessen Qualität und mengenmäßiges Vorkommen durch Wetter, Pflanzenwachstum und Entwicklung der Bienenvölker bedingt wird. Sinkende Mengen in schlechten Erntejahren bedingt durch die Auswirkungen des Klimawandels können zu Verknappung und Preissteigerung führen.

Die Einhaltung von Qualitätsstandards ist im Hinblick auf die sich stetig ändernden rechtlichen Anforderungen (z.B. Bio-EU-Verordnung), dem Risiko der Lebensmittelverfälschung, Rückständen in den Rohstoffen sowie dem zunehmenden Einsatz von GVO in der Landwirtschaft eine ständige Herausforderung. Die Gesellschaft begegnet diesen Risiken mit einem IFS-zertifiziertem Qualitätsmanagement, welches für eine kontinuierliche Überwachung der Rohstoffe und Fertigwaren sorgt, sowie für die Sensibilisierung der Mitarbeiter auf relevante Qualitätsaspekte.

Risikomanagement- und Risikofrüherkennungssystem

Elemente des Risikomanagements sind die langfristige Zusammenarbeit mit Lieferanten in den Ursprungsländern, die Vorab-Kontrolle direkt im Ursprungsland inkl. der Betreuung der untersuchenden Labore, die fassgenaue Analyse der Rohwaren im Labor und die mehrstufige Analyse der produzierten Artikel. Durch die Verteilung des Einkaufs auf diverse Länder wird erreicht, dass auch bei dem Ausfall von einzelnen Ernten sowie bei Transportengpässen die Mengen und die Qualitäten sichergestellt sind.

Darüber hinaus werden durch Verbandsarbeit die aktuellen branchentypischen Themen im Blick behalten, die insbesondere von Qualität und Lieferfähigkeit geprägt sind.

Währungsrisiko

Weitere Risiken können sich aufgrund der Veränderung der Weltmarktpreise für Honig sowie weiterer Rohstoffe und durch Währungsschwankungen ergeben. Währungsrisiken für langfristige Einkaufskontrakte werden grundsätzlich durch Kurssicherungsgeschäfte (USD, CAD) minimiert. Wir verweisen auf unsere Erläuterungen im Anhang.

Finanzierungsrisiko

Die finanzierenden Banken haben die Fortführung ihres bisherigen Engagements bekräftigt. Das Liquiditätsrisiko der Gesellschaft wird daher als niedrig eingestuft, da ausreichende Kreditrahmenvereinbarungen mit Kreditinstituten und nahestehenden Unternehmen die Finanzierung sichern.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Wesentliche Forderungen werden über eine Warenkreditversicherung abgesichert.

Gesamtaussage zur Risikoeinschätzung

Risiken der künftigen Entwicklung sieht das Unternehmen weiterhin in einem schwierigen, pandemiegeprägten Wettbewerbsumfeld, gestiegene Lieferzeiten, steigenden Rohstoffpreisen und steigenden Frachtraten. Nach Überprüfung der Risiken wird zu dem Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts keine Gefährdung in dem Fortbestand und für eine fortlaufend positive Entwicklung der Gesellschaft gesehen.

2. Chancenbericht

Entwicklungschancen bestehen weiterhin in der Ausweitung des Geschäfts mit Bio-Produkten.

Chancen und Verbesserungen der Margen- und Ertragsentwicklung werden in einer weiteren Stärkung der Vertriebsaktivitäten, der Digitalisierung und der Automatisierung von Produktionsprozessen verortet.

In Bezug auf die Geschäftsprozesse bestehen ferner Entwicklungsmöglichkeiten durch den weiteren Ausbau der Produktionsanlagen sowie weiteren Investitionen in Automatisierung und Digitalisierung, die zu einer weiteren Verbesserung der Produktsicherheit, zu mehr Flexibilität, Effizienz und Standardisierung im Produktionsbetrieb führen sollen.

3. Prognosebericht

2024
TEUR %
Rohergebnis 8.583 100
Personalaufwand 2.520 29,4
sonst. betr. Aufwendungen 4.726 55,1
EBITDA 1.337 15,6
Abschreibungen 300 3,5
EBIT 1.037 12,1
Finanzergebnis 305 3,6
Steueraufwand 215 2,5
Jahresergebnis 517 6,0

Im Geschäftsjahr 2024 muss das Unternehmen aufgrund anhaltender weltpolitischer Spannungen, insbesondere des Ukrainekriegs, weiterhin mit Lieferengpässen und volatilen Rohstoffpreisen planen. Die hohen Inflationsraten erhöhen die Preissensibilität der Konsumenten und verschärfen den Wettbewerb. Höhere Energiekosten und Zinssätze werden die finanziellen Belastungen verstärken. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, sind eine effiziente Kostenstruktur und strategische Ressourcenallokation unerlässlich.

Für 2024 wird gegenüber dem Vorjahr erneut ein Umsatzanstieg erwartet. Für das Geschäftsjahr 2025 wird ein gegenüber dem Jahr 2024 ebenfalls leicht gestiegener Umsatz geplant. Die zwischen 2021 und 2023 getätigten Investitionen in Sachanlagen werden sich im Jahr 2024 tatsächlich bemerkbar machen. Weitere Investitionen in Digitalisierung und Automatisierung sind in Planung.

Im Jahr 2024 ist eine personelle Stärkung im Bereich der Einzelhandelsgebindeabfüllung geplant.

Durch die Ausweitung des Lieferantenstammes kann auf Engpässe flexibler reagiert werden, sodass Unterdeckungen oder Ausweichmaterialien vermieden werden können. Aufgrund optimierter Produktionsprozesse und verbesserter Kostenstrukturen erwartet die Geschäftsführung für das Jahr 2024 insgesamt ein höheres EBITDA und ein höheres Jahresergebnis als im Jahr 2023.

Für 2025 prognostiziert das Unternehmen ein leichtes Umsatzwachstum, vor allem aufgrund eines weiterhin gestiegenen Marktanteils. Weitere Optimierungen in den Bereichen Produktion, Digitalisierung und der Kostenstruktur werden sich im Jahr 2025 insgesamt in einem höheren Jahresergebnis als im Jahr 2024 widerspiegeln.

 

Hamburg, 08. April 2024

Peter Tuchel

Mirko Tuchel

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023
Euro
31.12.2022
Euro
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 29.044,24 28.186,68
2. Entgeltlich erworbene Software und Softwarelizensen 39.637,57 52.436,31
68.681,81 80.622,99
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 2.120.957,73 2.450.577,08
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 391.103,08 285.757,05
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 749.305,36 660.010,71
3.261.366,17 3.396.344,84
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.628,51 25.628,51
2. Beteiligungen 220.000,00 220.000,00
3. sonstige Ausleihungen 108.000,00 150.001,00
353.628,51 395.629,51
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.865.556,64 2.987.998,71
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 370.278,39 387.303,23
3. fertige Erzeugnisse und Waren 3.241.877,40 2.111.688,59
4. geleistete Anzahlungen 148.718,85 60.330,46
5. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 -9.990,00
6.626.431,28 5.537.330,99
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.226.696,32 1.690.500,92
2. sonstige Vermögensgegenstände 612.151,45 388.779,48
3.838.847,77 2.079.280,40
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 8.102,92 5.883,74
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 73.407,61 38.371,76
SUMME AKTIVA 14.230.466,07 11.533.464,23

PASSIVA

31.12.2023
Euro
31.12.2022
Euro
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 409.200,00 409.200,00
II. Gewinnrücklagen 435.000,00 435.000,00
III. Gewinn-/Verlustvortrag 358.949,05 329.488,21
IV. Jahresüberschuss 163.351,49 29.460,84
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen 199.800,00 194.027,00
2. Steuerrückstellungen 92.419,60 78.875,89
3. sonstige Rückstellungen 172.204,36 325.440,80
464.423,96 598.343,69
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.594.624,25 5.906.681,57
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.582.806,46 3.037.517,24
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 20.406,06 23.581,18
4. sonstige Verbindlichkeiten 1.201.704,80 764.191,50
12.399.541,57 9.731.971,49
SUMME PASSIVA 14.230.466,07 11.533.464,23

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Geschäftsjahr
Euro
Vorjahr
Euro
1. Rohergebnis 8.497.457,32 6.765.355,63
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 2.065.802,40 1.957.785,13
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 364.566,93 353.121,78
- davon Aufwendungen für Altersversorgung 2.320,00 5.763,00
2.430.369,33 2.310.906,91
3. Abschreibungen 319.674,20 183.444,31
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.157.390,59 4.098.017,77
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 604.490,23 1.220.846,65
5. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 4.549,76 19.663,18
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 10.965,85 1.611,34
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 14.022,64
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 356.979,36 146.571,68
- davon aus Auf-/Abzinsungen 3.453,00 3.455,00
9. Steuern vom Einkommen und Ertrag 80.625,00 4.145,00
10. Ergebnis nach Steuern 167.934,45 29.521,84
11. Sonstige Steuern 4.582,96 61,00
12. Jahresüberschuss 163.351,49 29.460,84

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

der Tuchel & Sohn GmbH, Hamburg

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Tuchel & Sohn GmbH hat ihren Sitz in Hamburg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter HR B 30347 eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde gemäß den allgemeinen Vorschriften der §§ 242 ff. HGB und den ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften der §§ 264 ff. HGB unter Berücksichtigung der Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz wurde um den Posten "Entgeltlich erworbene Software und Softwarelizensen" erweitert.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 1 HGB auf.

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden mit Ausnahme der Bildung von Bewertungseinheiten beibehalten. Die Devisentermingeschäfte und die Fremdwährungsforderungen werden jeweils zu einer Bewertungseinheit in Form von Macro Hedges zusammengefasst. Ihre jeweilige Effektivität wird anhand der Critical-Term-Match-Methode ermittelt. Damit wird eine vollständige Wirksamkeit festgestellt. Infolgedessen sind durch Anwendung der Einfrierungsmethode zum Bilanzstichtag hierfür keine Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften zu bilden.

Bilanz (Anlage 1) und Gewinn- und Verlustrechnung (Anlage 2) enthalten entsprechend § 265 Abs. 2 HGB die Vergleichsbeträge des Vorjahres.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer planmäßig um lineare Abschreibungen auf der Grundlage der von der Finanzverwaltung veröffentlichten AfA-Tabellen bzw. anderer branchenüblichen Abschreibungstabellen mit den zulässigen Höchstsätzen bzw. Mindestsätzen vermindert.

Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2 EStG mit Anschaffungskosten bis zu Euro 800,00 werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe als Betriebsausgaben abgesetzt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2 a EStG mit Anschaffungskosten zwischen Euro 250,00 und Euro 1.000,00 werden mit den Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen unter Berücksichtigung einer Nutzungsdauer von fünf Jahren angesetzt.

Für Intermediate Bulk Container wurden Festwerte in Höhe von 182.575 EUR gebildet.

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Die Beteiligungen und sonstigen Ausleihungen wurden mit dem niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen. Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung (strenges Niederstwertprinzip) wird der Buchwert der Finanzanlagen nach § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB außerplanmäßig abgeschrieben. Bei voraussichtlich nur vorübergehenden Wertminderungen werden keine Abschreibungen auf den Buchwert vorgenommen.

Die unter den Vorräten ausgewiesenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten bewertet. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Einzelkosten für Material und Abfüllung zuzüglich eines pauschalen Zuschlags für Produktions- und Verwaltungskosten. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgt bei Importen in Fremdwährung auf Basis des Umrechnungskurses am Tag des Eigentumsübergangs, maximal zum niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag. Risiken wurde mit Bildung von Einzelwert- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nennwerten bewertet. Einzelrisiken wurde mit Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko wurde durch die Bildung einer Pauschalwertberichtigung in Höhe von 0,5 % (Vorjahr: 1%) auf den nicht einzelwertberichtigten Forderungsbestand berücksichtigt. Die Herabsetzung der Pauschalwertberichtigung steht im Zusammenhang mit dem verminderten Kreditrisiko durch abgeschlossene Warenkreditversicherungen.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden vor dem Bilanzstichtag geleistete Zahlungen aktiviert, die Aufwand für eine kalendermäßig bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Die Rückstellung für Pensionsverpflichtungen wurde entsprechend eines versicherungsmathematischen Gutachtens unter Verwendung der "Heubeck-Richttafeln 2018G" bewertet.

Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt:

1. Rechnungszins (31.12.2023): 1,82 % p.a.
2. Gehaltstrend: 0,0 % p.a.
3. Rententrend: 1,0 % p.a.
4. Fluktuation: keine
5. Rechnungsgrundlage: Sterbetafeln nach Klaus Heubeck "Richttafeln 2018G"

Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von Euro 2.287,00 (Vorjahr: Euro 10.117,00). Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutsche Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Insofern sind im vorliegenden Jahresabschluss unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung enthalten. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens. Bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Wechselkurs des Bilanzstichtags unter Beachtung des Höchstwertprinzips auf der Passivseite.

Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens (Anlage 4) ist gemäß § 284 Abs. 3 HGB unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben sämtlich eine Fälligkeit von unter einem Jahr.

In den sonstigen Vermögengegenständen sind Euro 2.187,54 (Vorjahr: Euro 6.158,66) Forderungen gegen Gesellschafter enthalten.

Eigenkapital

Das Stammkapital ist mit Euro 409.200,00 eingetragen.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen belaufen sich auf TEUR 200 (Vorjahr: TEUR 194) und wurden nach der versicherungsmathematischen Teilwertmethode gebildet.

Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB aus dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre und dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Geschäftsjahre beläuft sich auf TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 10).

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen aus Prüfungs- und Beratungskosten (TEUR 45; Vorjahr: TEUR 122), Tantieme (TEUR 0; Vorjahr: TEUR 109) und Personal (TEUR 49; Vorjahr: TEUR: 46) gebildet.

Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:

31.12.2023
in TEUR Restlaufzeit gesamt
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr mehr als 1 Jahr davon mehr als 5 Jahre
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.427 1.167 322 5.595
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.583 0 0 5.583
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 20 0 0 20
4. Sonstige Verbindlichkeiten 240 962 962 1.201
- davon aus Steuern 8 0 0 8
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 5 0 0 5
10.270 2.129 1.284 12.399
in TEUR 31.12.2022
Restlaufzeit gesamt
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr mehr als 1 Jahr
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.460 1.447 5.907
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.038 0 3.038
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 24 0 24
4. Sonstige Verbindlichkeiten 234 530 764
- davon aus Steuern 15 0 15
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0 0 0
7.755 1.977 9.732

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in voller Höhe durch Sicherungsübereignung von Warenbeständen bzw. Eigentumsvorbehalt an Gegenständen des Sachanlagevermögens, Globalzessionen von Forderungen sowie Guthaben bei Kreditinstituten besichert.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind außerdem Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von Euro 465.133,04 (Vj. EUR 1.021.493,82), Erträge aus Anlagenabgängen in Höhe von 675.006,81 EUR (Vj. EUR 0) sowie Erträge aus Schadensersatzleistungen in Höhe von 2.480,62 EUR (Vj. EUR 268.987,19) enthalten.

Die Abschreibungen enthalten im Geschäftsjahr keine außerplanmäßigen Abschreibungen (Vj. Euro 0).

Im Personalaufwand im Posten "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von Euro 2.320,00 (Vj. Euro 5.763,00) enthalten.

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von Euro 19.864,92 (Vj. Euro 5.711,95) ausgewiesen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten außerdem Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von Euro 604.490,23 (Vj. Euro 1.220.846,65).

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen in Höhe von Euro 3.453,00 (Vj. Euro 3.455,00)

Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen.

V. Sonstige Pflichtangaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat sonstige finanzielle Verpflichtungen im Sinne von § 285 Nr. 3 HGB, die sich nicht aus der Bilanz ergeben und nicht nach § 251 HGB anzugeben sind, wie folgt:

Vertragsart 2024
TEUR
Gesamtverpflichtung
TEUR
Laufzeit bis
1. Leasingverträge: Fahrzeug- und Geräteleasing 243 350 Diverse bis längstens 2026
2. Mietverträge: Grundstücksmiete 317 2.220 31.12.2030
4. Verpfl. aus dem Kauf bewegl. Wirtschaftsgüter 0 34
5. Service- und Supportverträge 31 31
591 2.635

Angaben über Zahl der Arbeitnehmer

Durchschnittlich beschäftigte die Gesellschaft Arbeitnehmer (ohne Geschäftsführer und Auszubildende) wie folgt:

2023 2022
Angestellte 25 27
Gewerbliche Arbeitnehmer 12 13
Gesamt 37 40

Angaben über Mitglieder der Geschäftsführung

Geschäftsführer sind:

Herr Peter Rolf Tuchel, Kaufmann, Hamburg.

Herr Mirko Peter Tuchel, Kaufmann, Hamburg.

In Bezug auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer für das Geschäftsjahr 2023 wird die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

Einem Geschäftsführer wurde ein langfristiges Darlehen (sonstige Ausleihungen) in Höhe von TEUR 150 gewährt, das mit 3,0 % p.a. verzinst wird. Das Darlehen ist jährlich mit TEUR 20 zu tilgen. Bislang wurden TEUR 42 getilgt. Des Weiteren bestehen Forderungen gegen einen Geschäftsführer in Höhe von TEUR 302 aus Lieferungen und Leistungen.

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Auf die Angabe des vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechneten Gesamthonorars wurde nach § 285 Nr. 17 HGB i.V.m. § 288 Abs. 2 HGB verzichtet.

Anteilsbesitz

Die Gesellschaft hält unmittelbar 100 % der Anteile der F. Baldamus GmbH, Hamburg, die zum 31. Dezember 2023 ein Eigenkapital von Euro 21.037,56 sowie einen Jahresfehlbetrag von Euro 3.622,97 ausweist.

Die Gesellschaft hält unmittelbar 4.050 der 10.303 Aktien zu je MXN 1.000,00 der Rucker de Mèxico S. A. de C. V., Huitzilac/Mèxico. Zum 31. Dezember 2023 weist die Gesellschaft ein Eigenkapital von MXN 5.078.088,49 bzw. umgerechnet Euro 270.812 sowie einen Jahresfehlbetrag für 2023 von MXN 778.491,23 bzw. umgerechnet Euro 41.516,6 aus.

Derivative Finanzinstrumente

Die Gesellschaft erwirbt ihre Rohwaren im Wesentlichen auf Fremdwährungsbasis. Bei Abschluss der Warengeschäfte (Einkauf und Verkauf) werden Deviseneinkaufskontrakte mit Fälligkeit zum Zeitpunkt der voraussichtlichen Bezahlung der Rohware abgeschlossen. Zur Steuerung des Währungsrisikos wurden Devisentermingeschäfte in US-Dollar und Kanadischen Dollar abgeschlossen. Die Bewertung erfolgte nach der Mark-to-market-Methode. Am Bilanzstichtag beträgt das Nominalvolumen TEUR 18.561 und der Marktpreis TEUR 18.677.

Ergebnisverwendungsvorschlag (§ 285 Nr. 34 HGB)

Der Jahresüberschuss der Gesellschaft in Höhe von 163.351,49EUR wird auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Hamburg, 08. April 2024

Peter Tuchel

Mirko Tuchel

Entwicklung des Anlagevermögens

Die Entwicklung des Anlagevermögens gemäß § 284 Abs. 3 HGB ist im folgenden Anlagenspiegel dargestellt:

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
31.12.2023
Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 39.788,82 3.975,00 0,00 43.763,82
2. entgeltlich erworbene Software und Softwarelizensen 67.062,69 0,00 0,00 67.062,69
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 106.851,51 3.975,00 0,00 110.826,51
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 3.278.910,94 129.799,46 195.572,16 3.213.138,24
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.985.531,38 145.256,40 0,00 2.130.787,78
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 660.010,71 89.297,60 2,95 749.305,36
Summe Sachanlagen 5.924.453,03 364.353,46 195.575,11 6.093.231,38
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.628,51 0,00 0,00 25.628,51
2. Beteiligungen 310.067,44 0,00 0,00 310.067,44
3. sonstige Ausleihungen 793.245,59 0,00 42.000,00 751.245,59
Summe Finanzanlagen 1.128.941,54 0,00 42.000,00 1.086.941,54
Summe Anlagevermögen 7.160.246,08 368.328,46 237.575,11 7.290.999,43
Abschreibungen
01.01.2023
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
31.12.2023
Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 11.602,14 3.117,44 0,00 14.719,58
2. entgeltlich erworbene Software und Softwarelizensen 14.626,38 12.798,74 0,00 27.425,12
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 26.228,52 15.916,18 0,00 42.144,70
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 828.333,86 263.846,65 0,00 1.092.180,51
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.699.774,33 39.910,37 0,00 1.739.684,70
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 2.528.108,19 303.757,02 0,00 2.831.865,21
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 90.067,44 0,00 0,00 90.067,44
3. sonstige Ausleihungen 643.244,59 1,00 0,00 643.245,59
Summe Finanzanlagen 733.312,03 1,00 0,00 733.313,03
Summe Anlagevermögen 3.287.648,74 319.674,20 0,00 3.607.322,94
Buchwerte
31.12.2023
Euro
31.12.2022
Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 29.044,24 28.186,68
2. entgeltlich erworbene Software und Softwarelizensen 39.637,57 52.436,31
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 68.681,81 80.622,99
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 2.120.957,73 2.450.577,08
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 391.103,08 285.757,05
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 749.305,36 660.010,71
Summe Sachanlagen 3.261.366,17 3.396.344,84
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.628,51 25.628,51
2. Beteiligungen 220.000,00 220.000,00
3. sonstige Ausleihungen 108.000,00 150.001,00
Summe Finanzanlagen 353.628,51 395.629,51
Summe Anlagevermögen 3.683.676,49 3.872.597,34

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Tuchel & Sohn GmbH, Hamburg

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der Tuchel & Sohn GmbH, Hamburg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Tuchel & Sohn GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 22. August 2024

BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Härle, Wirtschaftsprüfer

Naqschbandi, Wirtschaftsprüferin

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss der Tuchel & Sohn GmbH, Hamburg, zum 31. Dezember 2023 wurde in der Gesellschafterversammlung am 22. August 2024 festgestellt.

Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von EUR 163.351,49 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

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