Stammdaten

Register
Amtsgericht Münster HRB 20959
Vorher
Kidde Germany Holdings GmbHKidde Deutschland GmbHChubb Löschtechnik GmbH
Eingetragen
25.8.2003
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist der Erwerb, das Halten, die Verwaltung und Veräußerung von Beteiligungen an anderen Unternehmen und von Betrieben gleich welcher Rechtsform, im In- und Ausland, von Immobilien und von Vermögen sowie damit verbundene Geschäfte und Maßnahmen, einschließlich der Leitung von Unternehmen, Betrieben und Beteiligungen.

Historie

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Management

NameRolle
Georges El Hajj
seit 21.1.2025
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
KGS Fire & Security B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

KGS Fire & Security B.V.
Netherlands
25.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Kidde Deutschland GmbH

Wadersloh

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Inhaltsverzeichnis

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019

1. Bilanz zum 31. Dezember 2019

2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019

3. Anhang für das Geschäftsjahr 2019

Anlagenspiegel

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019

I. Grundlagen der Gesellschaft

A. Geschäftsmodell und Organisation

Gegenstand des Geschäftsbetriebes der Kidde Deutschland GmbH ist die Entwicklung, die Herstellung, der Vertrieb und die Wartung von Feuerlösch- und Brandschutzanlagen, der Handel mit Löschmitteln, Brandsicherheitstechnik und aller damit im Zusammenhang stehenden Leistungen sowie der Erwerb, die Verwaltung und Veräußerung von Beteiligungen an anderen Unternehmen.

Die wesentlichen Produkt- und Dienstleistungsbereiche beziehen sich auf den Anlagenbau, die Wartung und Service sowie den Verkauf von speziellen Produkten des Brandschutzes im Handelsgeschäft. Dabei erbringt die Gesellschaft ihre Dienstleistungen und Produktlieferungen fast ausschließlich auf dem deutschen Markt.

Die Kidde Deutschland GmbH ist zu 100 % an der Gloria GmbH, Wadersloh, (Gloria) beteiligt, die ebenfalls auf dem Gebiet des Brandschutzes tätigt ist. Zwischen der Kidde Deutschland GmbH und der Gloria GmbH besteht ein Ergebnisabführungsvertrag.

Die Gesellschaft war bis zum 2. April 2020 ein Teil des weltweit operierenden Konzerns United Technologies Corporation (UTC) mit Sitz in Hartford/USA. Am 3. April 2020 hat sich UTC in drei voneinander unabhängige Gesellschaften aufgegliedert. Im Ergebnis gehört die Kidde Deutschland GmbH seitdem zur Carrier Gruppe (Carrier Global Corporation und ihre Tochterunternehmen). Für die Aufstellung des größten und kleinsten Konsolidierungskreises ist die Carrier Global Corporation mit Sitz in Farmington/USA verantwortlich.

Wirtschaftsbericht

A. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft hat in 2019 an Schwung verloren. Nach Berechnungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) legte das global erwirtschaftete Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach 3,5 % im Vorjahr im Berichtsjahr um 3,0 % zu. Der IWF begründete diese Entwicklung mit zunehmenden Spannungen in den Handelsbeziehungen zwischen den USA und China. 1 Der nun erwartete Anstieg von nur noch 3,0 % wäre laut IWF das langsamste Wachstum seit Beginn der globalen Finanzkrise 2008. Innerhalb der Europäischen Union entstünden zusätzlich langfristige Einbußen im BIP bei allen Mitgliedstaaten als Folge des Brexits. 2 Für die gesamte Eurozone sagt der IWF ein Wachstum von 1,2 % voraus. Diese Entwicklungen waren von dem Ausbruch der COVID-19 Pandemie noch unberührt. Dessen wirtschaftlichen Auswirkungen wurden mit Beginn des Jahres 2020 zunächst in China sichtbar und weiteten sich erst später über die globale Wirtschaft aus.

In dem unruhigen außenwirtschaftlichen Umfeld haben sich die Perspektiven für Deutschland eingetrübt. Hier erwartet der IWF ein Wachstum für 2019 von 0,6 %. Deutschland ist besonders abhängig vom Export und spürt dadurch den von den USA entfachten Handelsstreit mit China und der EU stärker als andere Staaten. Gestützt wird laut IWF die Lage von der nach wie vor sehr lockeren Geldpolitik.

Als Motor wirkte dagegen die Binnenwirtschaft. Der private Konsum sowie Bau- und Unternehmensinvestitionen waren für das Wachstum ausschlaggebend, aber auch die staatlichen Konsumausgaben trugen dazu bei. 3 Angesichts der nach wie vor guten Beschäftigungs- und Einkommensentwicklung stiegen die Konsumausgaben der privaten Haushalte um 1,6 %. Die real verfügbaren Einkommen legten ebenfalls zu.

Zudem weiteten viele Unternehmen ihre Anlageninvestitionen erneut stark aus: In Bauten wurde preisbereinigt 3,8 % mehr investiert als ein Jahr zuvor. 4 Besonders stark war der Anstieg im Tiefbau und im Wohnungsbau. Gebremst wurde das gesamtwirtschaftliche Wachstum in Deutschland insbesondere durch die global abgeschwächte Konjunktur. So nahmen die deutschen Exporte im Jahresdurchschnitt 2019 weiter zu, aber nicht mehr so stark wie in den Vorjahren. Die gute Konjunktur füllte auch die öffentlichen Kassen. Die staatlichen Haushalte beendeten das Jahr 2019 nach vorläufigen Berechnungen zum achten Mal in Folge mit einem Überschuss.

2. Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Der Markt für elektronische Sicherheitstechnik zeigte im Jahr 2019 ein stabiles Wachstum von 4,6 % (Vorjahr: 5,6 %). Gemäß Konjunkturumfrage des BHE Bundesverband Sicherheitstechnik e.V. (BHE) gehen die Sicherheitsanbieter strukturell auch in der Zukunft von einem stetigen Wachstum aus. 5 Der Umsatz mit Brandmeldetechnik ist nach wie vor größtes Segment der Sicherheitstechnik, das zudem stark von der Baukonjunktur abhängig ist. So konnte in 2019 ein Anstieg im Bereich der Brandmeldetechnik von rund 5,0 % verzeichnet werden.

1 Vgl. IWF-Jahresbericht 2019, S. 6.
2 Vgl. IWF-Jahresbericht 2019, S 23.
3 Vgl. Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 018 vom 15. Januar 2020.
4 Vgl. Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 018 vom 15. Januar 2020.
5 Vgl. Frühjahrs-Konjunkturumfrage des BHE Bundesverband Sicherheitstechnik e.V.

Durch die Digitalisierung und Vernetzung von Sicherheitssystemen werden Remote Services weiter ausgebaut und werden daher als zukünftiger Impulsgeber für die Branche gesehen.

Trotz der zufriedenstellenden Auftragslage macht sich der Fachkräftemangel nach wie vor bemerkbar. So können Stellen nicht schnell genug nachbesetzt werden, um von der guten Auftragslage immer in vollem Umfang zu profitieren.

B. Personal

Der Gesamtpersonalbestand hat sich im Vergleich zum Vorjahr nur geringfügig verändert.

Im Geschäftsjahr 2019 waren durchschnittlich 65 Arbeitnehmer (ohne Geschäftsführer, Auszubildende und Dauerabwesende) bei der Gesellschaft beschäftigt. Davon waren zum 31. Dezember 2019 insgesamt 37 Arbeitnehmer im gewerblichen und 28 Arbeitnehmer im kaufmännischen Bereich eingesetzt.

Die Berufsausbildung wird fortgesetzt und nach Möglichkeit ausgebaut. Fortbildung und Schulungen werden kontinuierlich durchgeführt und beziehen sich nicht nur auf die eigenen Produkte, sondern auch auf das sich ständig ändernde Umfeld durch die fortschreitende europäische Gesetzgebung.

C. Einkauf - Beschaffung

Durch die Positionierung der Kidde Deutschland GmbH innerhalb der Carrier Gruppe und des geschaffenen Bereiches Business & Industrial Systems (BIS) konnten weitere Synergien im Einkauf geschaffen werden. Dieser Prozess ist auch in der Zukunft weiterzuführen.

Für die Kidde Deutschland GmbH ist der deutsche Markt von zentraler Bedeutung und die Unternehmensleitung ist dementsprechend daran interessiert, die spezifischen Anforderungen in Deutschland zu erfüllen. Qualitätsmanagement spielt dabei eine übergeordnete Rolle. Sowohl Produkte als auch Lieferanten werden nach entsprechenden Kriterien und Richtlinien ausgewählt. Die DIN-ISO-Zertifizierung ist eines der Kriterien für unsere Lieferantenauswahl. Zusätzlich wurde ein Prozess zur Bewertung unserer Hauptlieferanten und deren Performance installiert.

Die Kidde Deutschland GmbH ist mit einem eigenen Lager ausgestattet und somit in der Lage, sehr kurzfristig auf Wünsche oder Anforderungen von Kunden zu reagieren. Schnelle Reaktionszeiten sind in dem sensiblen Bereich des Brandschutzes von hoher Bedeutung. Um Abläufe zu optimieren, Schwachstellen zu beheben und Engpässe zu vermeiden, steht die Gesellschaft im ständigen Kontakt mit den Lieferanten.

D. Code of Ethics

Die Kidde Deutschland GmbH legt großen Wert auf ethisches Geschäftsgebaren. Aus diesem Grunde wurde das Handbuch der Geschäftsethik etabliert, welches Richtlinien für die täglichen Geschäftstätigkeiten aufgibt und bei der Beurteilung, was zulässig und was nicht zulässig ist, unterstützt. Kommuniziert und überwacht wird dies durch die Business Practices Funktion, die für die Awarenessförderung und das Training zuständig ist, aber ggf. auch Untersuchungen bei Verstößen einleitet.

Neben der Geschäftsethik gibt es zusätzliche Kommunikationsmöglichkeiten für die Mitarbeiter/innen, um Probleme anzusprechen oder Fragen zu stellen.

Das DIALOG/Ombudsmann Programm gibt den Mitarbeitern/innen die Möglichkeit, auf elektronischem Wege, ggf. auch anonym, Fragen zu stellen oder auf Probleme hinzuweisen. Diese Eingaben werden von einer zentralen Verarbeitungsstelle an die entsprechenden Stellen bzw. Vorgesetzten zur Beantwortung weitergeleitet. Darüber hinaus können die Mitarbeiter/innen Kontakt zum Ombudsmann persönlich oder auch elektronisch aufnehmen, um über ein Problem oder Thema zu sprechen.

E. Steuerungssystem

Als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren hat die Gesellschaft den Umsatz sowie das Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT) definiert.

F. Lage der Gesellschaft

1. Ertragslage

Der Vergleich der Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2019 der Kidde Deutschland GmbH, Wadersloh, zum Geschäftsjahr 2018 zeigte einen Rückgang von T€ 1.364 auf T€ 14.125 (-8,8 %) und lag damit unter der im Vorjahr prognostizierten Entwicklung, die von einem konstantem Niveau der Umsatzerlöse ausging. Der Grund für den Rückgang lag im Wesentlichen in der Aufgabe einer Vertriebssparte ab April 2019. Die Bestandsveränderungen an halbfertigen Aufträgen sank um T€ 1.398 auf T€ - 679. Die Gesamtleistung sank damit gegenüber dem Vorjahr um T€ 2.761 auf T€ 13.446 (-17,0 %).

2019 2018
in T€ in T€ Abw. in %
Umsatzerlöse 14.125 15.489 -1.364 -8,8
Bestandsveränderung -679 718 -1.398 -194,6
Gesamtleistung 13.446 16.207 -2.761 -17,0

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen im Geschäftsjahr 2019 T€ 2.676 (Vorjahr: T€ 3.128). Verminderte KfZ-Kosten, geringere Steuerberatungskosten sowie weniger gruppeninterne Umlagen begründeten im Wesentlichen den Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

Im Geschäftsjahr 2019 ergab sich ein deutlicher EBIT-Anstieg um T€ 18.574 auf T€ 20.577, der maßgeblich von der Ergebnisabführung der Gloria GmbH, Wadersloh, beeinflusst ist. Diese hat im Berichtsjahr die Veräußerung eines Geschäftsbereichs an ein Gruppenunternehmen vollzogen, was sich neben dem positiven Geschäftsverlauf maßgeblich auf das Ergebnis der Beteiligungsgesellschaft ausgewirkt hat.

In diesem Zusammenhang steht auch die Entwicklung der Steuern vom Einkommen und Ertrag (T€ 4.355; Vorjahr: T€ 2.803). Als Organträgerin wird die Gesellschaft zusammen mit dem steuerlichen Ergebnis der Gloria GmbH veranlagt. Die Steuerbescheide infolge der Betriebsprüfung für die Veranlagungsjahre 2010-2013 sind im Geschäftsjahr ergangen. Die Erfassung erfolgte im Wesentlichen bereits im Vorjahr auf Basis der Schlussbesprechung.

Schließlich erzielte die Gesellschaft aufgrund der oben genannten Entwicklungen im Geschäftsjahr einen Jahresüberschuss von T€ 15.873, während im Vorjahr noch ein Jahresfehlbetrag von T€ 1.344 erwirtschaftet wurde.

2. Finanzlage

Die Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebes wird durch die Einbindung in den Cash Pool der United Technologies Holdings B.V., Amsterdam, gesichert. Es bestehen keine Verbindlichkeiten zu Kreditinstituten oder ähnlichen Kreditgebern.

Kapitalstruktur

Die Kapitalstruktur nach Fristigkeiten stellt sich per 31. Dezember 2019 wie folgt dar:

31.12.2019 31.12.2018
T€ in % T€ in %
Eigenkapital 56.421 86,5 40.548 82,9
Lang- und mittelfristiges Fremdkapital 3.244 5,0 2.874 5,9
Kurzfristiges Fremdkapital 5.587 8,5 5.471 11,2
65.252 100,0 48.893 100,0

Das lang- und mittelfristige Fremdkapital besteht aus den Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen.

Das kurzfristige Fremdkapital setzt sich im Wesentlichen aus Steuerrückstellungen in Höhe von T€ 3.308 (Vorjahr: 3.228), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 633 (Vorjahr: T€ 825) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 629 (Vorjahr: T€ 582) sowie sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 647 (Vorjahr: T€ 551) zusammen.

Das Eigenkapitals stieg aufgrund des Periodenergebnisses um T€ 15.872 auf T€ 56.421, wodurch sich die Eigenkapitalquote von 82,9 % auf 86,5 % verbesserte.

In der Veränderung der Pensionsrückstellung im lang- und mittelfristigen Fremdkapital ist ein Zinsänderungseffekt von T€ 256 enthalten.

Die Liquidität war im Berichtsjahr zu keinem Zeitpunkt gefährdet.

3. Vermögenslage

Vermögensstruktur

Die Vermögensstruktur nach Fristigkeiten stellt sich per 31. Dezember 2019 wie folgt dar:

31.12.2019 31.12.2018
T€ in % T€ in %
Langfristiges Vermögen 19.677 30,0 19.868 40,6
Kurzfristiges Vermögen 45.575 70,0 29.025 59,4
65.252 100,0 48.893 100,0

Das langfristige Vermögen beträgt nahezu unverändert T€ 19.677 und besteht im Wesentlichen aus den Anteilen an der Gloria GmbH (weiterhin T€ 19.072).

Das kurzfristige Vermögen setzt sich überwiegend aus den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 40.943 (Vorjahr: T€ 23.156), den Vorräten in Höhe von T€ 1.682 (Vorjahr: T€ 2.274), den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von T€ 1.820 (Vorjahr: T€ 1.948) und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 1.118 (Vorjahr: T€ 1.627) zusammen. Der Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen liegt vorwiegend in der höheren Forderung aus der Ergebnisabführung gegen die Gloria GmbH (T€ 21.050; Vorjahr: T€ 1.861). Die sonstigen Vermögensgegenstände haben im Vergleich zum Vorjahr ein ähnliches Niveau und setzen sich im Wesentlichen aus Aktivvermögen zur Deckung der Pensionsverpflichtungen (T€ 1.425) und Steuerforderungen (T€ 284) zusammen.

4. Gesamtaussage der Geschäftsführung zum Geschäftsverlauf

Wir sind mit der Finanz-, Vermögens- und Ertragslage sowie dem Geschäftsverlauf in dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2019 zufrieden, da diese weitestgehend unseren Erwartungen entsprechen.

II. Chancen, Risiko und Prognosebericht

A. Risikobericht

1. Risikomanagementsystem

Die Finanz- und Risikomanagementziele und -methoden der Gesellschaft sind der Größe und Struktur sowie dem wirtschaftlichen Umfeld des Unternehmens angepasst, konservativ ausgerichtet und dienen der Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeder Art.

Ziel des Risikomanagementsystems ist es, den wirtschaftlichen Erfolg der Gesellschaft sicherzustellen und etwaige entwicklungsbeeinträchtigende Tatsachen oder bestandsgefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Die Gesellschaft ist in das konzernweite Risikomanagementsystem der Carrier-Gruppe eingebunden. Darüber hinaus werden durch die Konzerngeschäftsleitung in periodischen Abständen aktuelle Einschätzungen über Risikopotentiale der Gesellschaft vorgenommen und ausgewertet.

Hinsichtlich des rechtzeitigen Erkennens von wesentlichen Risiken erfolgt eine regelmäßige Kontrolle der kurz- und langfristigen Unternehmensplanung sowie die regelmäßige Überwachung und Aktualisierung unseres internen Kontrollsystems auch im Zusammenhang mit den Anforderungen der US-Börsenaufsicht (SOX-Prüfungen).

Ein wesentlicher Teil unseres Risikomanagementsystems ist eine detaillierte Finanz- und Budgetplanung zu Beginn eines jeden Geschäftsjahres. Die Planung wird im Rahmen von quartalsmäßigen Fortschreibungen ("Forecast") an die Änderungen in der Geschäftstätigkeit sowie die Branchenentwicklung und Entwicklung des wirtschaftlichen Umfeldes angepasst. Ferner werden im Rahmen der monatlichen Berichterstattung an die Sektor- bzw. Segmentleitung die Abweichungen zu den Planzahlen analysiert, um mögliche Risiken in den Funktionsbereichen frühzeitig zu erkennen. Schließlich werden regelmäßige bereichsübergreifende Kostenmeetings durchgeführt. Die wesentlichen Ergebnisse dieser Besprechungen werden dazu genutzt, die Kontrollen sowie die Effizienz in den Prozessabläufen zu verbessern.

2. Risiken

Auf Grundlage des dargestellten Risikomanagementsystems erfolgt dabei vor allem eine differenzierte Betrachtung der folgenden Risikokategorien:

Strategische Risiken

Markt- und Absatzrisiken

Finanzrisiken

Politische / rechtliche und gesellschaftliche Risiken

Die oben genannten Risikokategorien unterliegen weiterhin einer strengen Überwachung durch die verantwortlichen Organe unserer Gesellschaft. Risikoorientierte Handlungsszenarien wurden für alle Funktionsbereiche erarbeitet und in einen Maßnahmenkatalog der Carrier-Gruppe eingearbeitet. Im Bedarfsfall können diese zielgerichtet eingesetzt werden.

Aufgrund des dargestellten Risikomanagementsystems wurden von uns im Einzelnen insbesondere folgende Risiken identifiziert:

Absatzrisiko mit den daraus resultierenden Auslastungsrisiken

Marktrisiko mit dem daraus resultierenden Kostendruck durch die Kunden

Insolvenzrisiko bei Lieferanten

Personalrisiken

Den Risikograd der identifizierten Risiken schätzen wir als gering ein, da hierauf wie folgt reagiert wird und diese somit wie folgt dargestellt abgesichert werden.

Dem Absatzrisiko, das sich aus Volumenrückgängen sowie auch aus dem Auslaufen von bestehenden Aufträgen oder dem Verlust von Folgeaufträgen ergibt, mit den daraus resultierenden Auslastungsrisiken sowie dem Marktrisiko mit dem daraus resultierenden Kostendruck durch die Kunden wird mittels einer zeitnahen Projektsteuerung und einer fortlaufenden Überwachung und Planung innerhalb der Carrier-Gruppe entgegengewirkt. Zudem wird versucht, weitere Aufträge sowie insbesondere Folgeaufträge zu akquirieren, um dem Auslastungsrisiko entgegen zu wirken. In diesem Zusammenhang unterliegt auch das Risiko von Standortverlagerungen von Kunden ins Ausland einer genauen Überwachung.

Dem Insolvenzrisiko bei Lieferanten wird durch ein zeitnahes Lieferantenmanagement entgegengewirkt. Es wird versucht, der Abhängigkeit von Lieferanten durch Erweiterung des Lieferantenkreises entgegenzuwirken. Hier werden in ständiger Aktualisierung Handlungsszenarien erarbeitet.

Damit das Unternehmen fortbestehen und sich entwickeln kann, müssen wir hochqualifizierte Mitarbeiter einstellen, halten und weiterbilden. Nur mit diesen Führungsqualitäten und Kapazitäten und dem dazugehörigen Wissen und der Erfahrung können wir unsere Ziele erreichen und den strategischen Plan ausführen.

Organisatorische Änderungen und Änderungen im Reporting können zu einer erhöhten Fluktuation führen. Zusätzlich kann eine erhöhte Fluktuation oder eine nicht zufriedenstellende Gewinnung und Bindung von qualifizierten Mitarbeitern einen negativen Effekt auf das operative Ergebnis haben. Personalrisiken aus der Fluktuation von Leistungsträgern begegnen wir durch umfangreiche Förderungsmaßnahmen. Aus diesem Grund investiert die Kidde Deutschland GmbH in die Weiterbildung bestehender Ressourcen und in die Ausbildung von Berufseinsteigern sowohl im technischen als auch kaufmännischen Bereich.

Unter Vorbehalt der üblichen branchenbedingten Geschäftsrisiken, den vorgenannten Risiken sowie den aktuellen Entwicklungen sehen wir zur Zeit keine weiteren besonders hervorzuhebenden, insbesondere keine bestandsgefährdenden Risiken.

Als ein weiteres Risiko ist der in den ersten Wochen des Jahres 2020 in China festgestellter Ausbruch der COVID-19 Pandemie zu nennen. Diesbezüglich verweisen wir auf die Erläuterungen im Nachtragsbericht des Anhangs.

B. Chancenbericht

Die Geschäftsführung sieht großes Potential sich als Spezialist von integrativen sicherheitstechnisch bezogenen Anlagen in einem wachsenden Markt weiter zu etablieren, indem der Fokus sowohl auf den Ausbau des Mitarbeiterbestandes im Vertriebs- und Projektbereich gelegt wird als auch auf eine intensivere interne Personalentwicklung, um auf diese Weise den wachsenden Anforderungen unserer Kunden entsprechen zu können.

Als Bestandteil der Carrier Global Corporation wird die Kidde Deutschland GmbH aus Sicht der Geschäftsführung in Kooperation mit der deutschen Gruppe (Sparte innerhalb des Carrier-Konzerns) in der Lage sein, sich veränderten und dynamischen Marktgeschehnissen besser anzupassen und somit den Anforderungen des Marktes bestens entsprechen zu können.

C. Prognosebericht

Die Kidde Deutschland GmbH wird aus Sicht der Geschäftsführung aller Voraussicht aufgrund Ihrer Aufstellung in der Lage sein, die Markterfordernisse und die Unternehmensziele nachhaltig zu erreichen. Die Geschäftsführung geht von einer weiterhin positiven Entwicklung der Gesellschaft aus.

Die Kidde Deutschland GmbH plant zur Verfolgung der Unternehmensziele - wie nachhaltiges profitables Wachstum - in die eigenen Strukturen, Produkte und Dienstleistungen zu investieren sowie die Einstellung, Ausbildung und Entwicklung qualifizierter Mitarbeiter/innen forcieren.

Für das Jahr 2020 geht die Geschäftsführung von einem auf Basis des Geschäftsjahres konstantem Niveau der Umsatzerlöse aus. Für das EBIT und ohne Berücksichtigung von Ergebnissen aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der Gloria GmbH plant die Gesellschaft mit leicht steigenden Werten für 2020.

Für das Jahr 2021 hingegen werden gegenüber dem Berichtsjahr leicht sinkende Umsatzerlöse bei einem positiven EBIT von in etwa 0,5 Mio EUR - wiederum ohne Berücksichtigung des Beteiligungsergebnisses - erwartet.

 

Wadersloh, den 12 Februar 2021

Falk Ursinus, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2019

Aktiva

31.12.2019 31.12.2018
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. EDV Software 171.990,00 8.565,00
2. Entgeltlich erworbene Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten 289.124,00 370.519,00
461.114,00 379.084,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 42.559,00 77.066,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 101.696,00 340.198,71
144.255,00 417.264,71
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 19.071.856,65 19.071.856,65
19.071.856,65 19.071.856,65
19.677.225,65 19.868.205,36
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.221.692,82 1.141.582,10
2. Unfertige Erzeugnisse 1.823.448,00 2.502.682,00
3. Waren 492.400,55 395.897,89
4. Erhaltene Anzahlungen -1.855.860,57 -1.766.558,11
1.681.680,80 2.273.603,88
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.118.042,20 1.627.306,40
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 40.943.137,09 23.156.777,05
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.820.143,69 1.947.977,90
43.881.322,98 26.732.061,35
45.563.003,78 29.005.665,23
C. Rechnungsabgrenzungsposten 11.302,38 19.709,21
65.251.531,81 48.893.579,80

Passiva

31.12.2019 31.12.2018
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 38.000.000,00 38.000.000,00
III. Gewinnvortrag 2.523.419,66 3.867.078,64
IV. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 15.872.965,45 -1.343.658,98
56.421.385,11 40.548.419,66
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 3.244.109,00 2.873.679,00
2. Steuerrückstellungen 3.307.774,48 3.227.922,77
3. Sonstige Rückstellungen 647.346,89 551.338,10
7.199.230,37 6.652.939,87
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 633.257,17 825.551,32
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 628.961,12 582.097,47
3. Sonstige Verbindlichkeiten 270.624,94 284.571,48
(davon aus Steuern € 220.851,56; Vorjahr € 32.098,49)
1.532.843,23 1.692.220,27
D. Rechnungsabgrenzungsposten 98.073,10 0,00
65.251.531,81 48.893.579,80

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019

2019 2018
1. Umsatzerlöse 14.125.478,95 15.489.359,17
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an unfertigen Erzeugnissen -679.234,00 718.379,00
3. Sonstige betriebliche Erträge 381.143,16 239.377,97
13.827.388,11 16.447.116,14
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 5.249.850,74 6.841.018,40
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.852.494,33 1.326.075,58
7.102.345,07 8.167.093,98
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.385.794,40 3.813.382,05
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 955.345,15 965.734,36
(davon für Altersversorgung € 277.136,38; Vorjahr € 267.798,18)
4.341.139,55 4.779.116,41
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 180.000,91 230.789,09
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.676.388,25 3.127.766,78
8. Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen 21.049.976,07 1.860.734,99
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 770,00 100.130,05
(davon aus verbundenen Unternehmen € 770,00; Vorjahr € 1.906,75)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 349.834,00 642.871,00
(davon aus Aufzinsung von Rückstellungen € 349.834,00; Vorjahr € 206.647,00;)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 4.354.936,96 2.802.880,90
12. Ergebnis nach Steuern 15.873.489,44 -1.342.536,98
13. Sonstige Steuern 523,99 1.122,00
14. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 15.872.965,45 -1.343.658,98

Anhang für das Geschäftsjahr 2019

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Kidde Deutschland GmbH hat ihren Sitz in Wadersloh und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Münster auf dem Registerblatt HRB 12977 eingetragen.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB und den ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Bei der Gesellschaft handelt es sich zum Bilanzstichtag um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung wurde im Vergleich zum Vorjahr beibehalten.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, teilweise im Anhang aufgeführt. Beträge werden in T€ ausgewiesen.

Grundlegende Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fanden nicht statt.

Die Kidde Deutschland GmbH, Wadersloh, nimmt an dem konzerneinheitlichen Cash-Pool-Verfahren zur Liquiditätssteuerung teil. Ziel des Verfahrens ist die Ablösung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten durch konzerninterne Verbindlichkeiten sowie die Liquiditätssteuerung unter den verbundenen Unternehmen. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2019 war die United Technologies Holdings B.V., Amsterdam, die Cash-Pool-Führerin.

Gesellschafter des Unternehmens

Das Kapital der Gesellschaft wird zu 100 % von der UTC Fire & Security Luxembourg S.à.r.l. gehalten.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Nach § 284 Abs. 2 Nr. 1 HGB waren für die Aufstellung der einzelnen Posten des Jahresabschlusses die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die Immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet und über die voraussichtliche Nutzungsdauer linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von bis zu zehn Jahren abgeschrieben. Eine Ausnahme bilden die EDV-Programme mit Anschaffungskosten unter € 150. Diese werden sofort in voller Höhe aufwandswirksam erfasst.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Als betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer werden für Büroeinbauten bis zu zehn Jahre, Technische Anlagen und Maschinen sechs bis zehn Jahre sowie für andere Betriebs- und Geschäftsausstattung drei bis sieben Jahre unterstellt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Netto-Einzelwert von € 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung erforderlicher Wertminderungen bilanziert.

Die Anschaffungskosten umfassen auch die einzeln zuzuordnenden Anschaffungsnebenkosten und die nachträglichen Anschaffungskosten. Anschaffungspreisminderungen wurden abgesetzt.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren erfolgt anhand des Durchschnittswertverfahrens. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer ergeben, werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen.

Die Unfertigen Erzeugnisse sind zu Herstellkosten unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Notwendige Wertberichtigungen wurden vorgenommen. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Fremdkapitalzinsen werden in die Herstellungskosten nicht einbezogen.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sind von den Vorräten offen abgesetzt.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Die Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Sie sind in notwendigem Umfang einzelwertberichtigt; dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch Absetzung einer Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Bei Forderungen, deren Eindringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.

Liquide Mittel werden mit Nennwerten angesetzt.

Nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB zu verrechnende Vermögensgegenstände werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft wird mit dem Nennwert angesetzt.

Die Pensionsrückstellungen wurden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (sog. PUC-Methode) mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Abzinsung erfolgte nach Maßgabe der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RVO) auf der Grundlage der von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen Daten. Der zugrunde gelegte durchschnittliche Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Jahren am Stichtag betrug bei angenommener Restlaufzeit von 15 Jahren 2,75 % (Rechnungszinssatz aus den vergangenen sieben Jahren: 2,00 %). Es wird eine Rentensteigerung von 1,75 % sowie eine durchschnittliche Fluktuationsrate in Höhe von 2,0% p.a. unterstellt. Als biometrische Rechnungsgrundlage wurden die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck verwendet.

Die übrigen Rückstellungen werden mit dem Betrag ausgewiesen, der unter Beachtung des Vorsichtsprinzips bei vernünftiger kaufmännischer Beurteilung anzusetzen ist. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Latente Steuern werden grundsätzlich auf temporäre Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz gebildet und mit dem aktuellen Steuersatz bewertet. Im Fall des aktiven Überhangs wird das Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB in Anspruch genommen und es werden keine aktiven latenten Steuern angesetzt.

Fremdwährungsbewertung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden gemäß § 256a HGB bilanziert.

3. Erläuterungen zur Bilanz

a) Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im nachfolgenden Anlagenspiegel gesondert dargestellt. Der Anlagenspiegel ist dem Anhang beigefügt.

Die immateriellen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen zum 1. April 2016 erworbene Wartungsverträge, die über die Nutzungsdauer von 7 Jahren linear abgeschrieben werden, sowie eine im Berichtsjahr implementierte Unternehmenssoftware.

Unter den Finanzanlagen wird die Beteiligung an der Gloria GmbH, Wadersloh (Gloria), ausgewiesen. Die Gesellschaft hält 100 % an dem gezeichneten Kapital der Gloria GmbH (T€ 25), mit der ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag besteht.

b) Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von T€ 1.118 (Vorjahr: T€ 1.627), sowie die Forderungen gegen verbundene Unternehmen von T€ 40.943 (Vorjahr: T€ 23.157) haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Im Wesentlichen enthalten die Forderungen gegen verbundene Unternehmen Forderungen aus Cashpooling in Höhe von T€ 19.721 (Vorjahr: T€ 21.125) und Forderungen aus der Ergebnisabführung der Gloria GmbH (T€ 21.050; Vorjahr: T€ 1.861).

Die Sonstigen Vermögensgegenständen beinhalten im Wesentlichen Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen in Höhe von TEUR 1.425. Die übrigen Sonstigen Vermögensgegenstände eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

c) Eigenkapital und Gewinnverwendungsvorschlag

Das Eigenkapital entwickelte sich im Geschäftsjahr wie folgt:

31.12.2019 31.12.2018
T€ T€
I. Gezeichnetes Kapital 25 25
II. Kapitalrücklage 38.000 38.000
III. Bilanzgewinn
1. Gewinnvortrag 2.523 7.555
2. Ausschüttung 0 -3.688
3. Jahresüberschuss/ -fehlbetrag 15.873 -1.344
Summe 56.421 40.548

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss 2019 an die Gesellschafter auszuschütten.

d) Rückstellungen

Die Rückstellungen entwickelten sich wie folgt:

31.12.2019 31.12.2018
T€ T€
Pensionsrückstellungen 3.244 2.874
Steuerrückstellungen 3.308 3.228
Personalrückstellungen 144 194
Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen 471 145
Übrige sonstige Rückstellungen 32 212
Summe 7.199 6.653

Zurzeit befindet sich die Gesellschaft in einem Rechtsstreit mit der Allianz Versicherungs-AG, von der sie für einen Schaden in Höhe T€ 750 haftbar gemacht wird. Nach begründeter Rechtsauffassung seitens der Rechtsabteilung der Gesellschaft ist eine Inanspruchnahme aber als nicht überwiegend wahrscheinlich anzusehen, weshalb eine Rückstellungsbildung hierfür unterlassen wurde.

Der Unterschiedsbetrag bei Pensionsrückstellungen gem. § 253 Abs. 6 HGB beträgt T€ 449.

e) Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Pfandrechte und ähnliche Rechte bestehen nicht. Gegenüber Lieferanten bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 629 (Vorjahr: T€ 582) betreffen in voller Höhe operative Geschäftsbeziehungen innerhalb des Konzerns.

Die Sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 271 (Vorjahr: T€ 285) setzen sich überwiegend aus Umsatzsteuerverbindlichkeiten (T€ 182) und abzuführender Lohn- und Kirchensteuer (T€ 38) zusammen.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

a) Umsatzerlöse

Auf die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen (§ 285 Nr. 4 HGB) wird in Anwendung der größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Gesellschaften gemäß § 288 Abs. 2 Satz 1 HGB verzichtet.

Die Umsätze werden hauptsächlich im Inland erwirtschaftet.

b) Sonstige betriebliche Erträge

Die Sonstigen betrieblichen Erträge enthalten keine periodenfremden Erträge.

c) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von T€ 2.676 (Vorjahr: T€ 3.128) beinhalten im Wesentlichen Fremdleistungen in Höhe von T€ 753, Leasingaufwendungen in Höhe von T€ 336, Aufwendungen für EDV- und Betriebsmittel in Höhe von T€ 180 sowie Mieten und Mietnebenkosten in Höhe von T€ 382. Die weiteren operativen Aufwendungen bestehen insbesondere aus Kfz-Kosten sowie Rechts- und Beratungskosten. Es sind keine periodenfremden Aufwendungen enthalten.

d) Erträge aus Ergebnisabführung

Die Erträge aus Ergebnisabführung beinhalten die Ergebnisabführung der Gloria GmbH, Wadersloh.

e) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der Aufwand aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beträgt im Geschäftsjahr T€ 4.355 (Vorjahr: T€ 2.803). Der deutliche Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Ergebnisabführung des Tochterunternehmens Gloria GmbH, Wadersloh.

5. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen 31.12.2019 31.12.2018
T€ T€
< 1 Jahr 134 188
2 bis 5 Jahre 83 159
> 5 Jahre 46 0
Summe 264 347

6. Mitarbeiter

Die Zahl aller Mitarbeiter/innen betrug im Jahresdurchschnitt 65 . Die Anzahl der Mitarbeiter/innen betrug zum Jahresende insgesamt 65 (Vorjahr: 61). Davon waren 37 im gewerblichen Bereich und 28 im kaufmännischen Bereich eingesetzt. Geschäftsführer, Pensionäre und Auszubildende sind in diesen Zahlen nicht eingerechnet.

7. Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Eine Angabe des von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar ist unter Anwendung von § 288 Abs. 2 Satz 2 HGB i.V.m. § 285 Nr. 17 HGB unterblieben.

8. Geschäfts mit nahestehenden Unternehmen

Alle Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen gem. § 285 HGB sind zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen.

9. Anteilsbesitz

An den nachfolgenden Unternehmen besteht ein Anteilsbesitz in Höhe von 100 % aller Anteile:

Gesellschaft Jahresergebnis vor Ergebnisabführung Eigenkapital
T€ T€
Gloria GmbH, Wadersloh 21.050 19.067

10. Mitglieder der Geschäftsführung

Falk Ursinus, Hamburg - Geschäftsführer

Da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft bezieht, wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB auf eine Angabe verzichtet.

11. Konzernzugehörigkeit, Konzernabschluss und befreiender Konzernabschluss

Der Gesellschaft wurde in 2019 in den Konzernabschluss der United Technologies Corporation, Hartford/USA, (kurz: UTC) einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Kreis an Unternehmen aufstellt. Dieser Konzernabschluss ist bei der UNITED TECHNOLOGIES Holding GmbH, Berlin, erhältlich und wird im Bundesanzeiger in deutscher Sprache offengelegt.

Am 3. April 2020 hat sich UTC in drei voneinander unabhängige Gesellschaften aufgegliedert. Im Ergebnis gehört die Kidde Deutschland GmbH seitdem zur Carrier Gruppe (Carrier Global Corporation und ihre Tochterunternehmen). Für die Aufstellung des größten und kleinsten Konsolidierungskreises ist die Muttergesellschaft Carrier Global Corporation mit Sitz in Farmington/USA verantwortlich.

Von der Befreiungsvorschrift des § 292 HGB hinsichtlich der Aufstellung eines eigenen Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts wird Gebrauch gemacht. Hinter der deutschen und der US-amerikanischen Rechnungslegung stehen grundsätzlich unterschiedliche Betrachtungsweisen. Während die Rechnungslegung nach HGB das Vorsichtsprinzip und den Gläubigerschutz in den Vordergrund stellt, ist die Bereitstellung entscheidungsrelevanter Informationen für den Kapitalgeber das vorrangige Ziel der US-amerikanischen Rechnungslegung. Die Unterschiede zu den nach deutschem Recht geltenden Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden und dem nach den zum Abschlussstichtag anzuwendenden Vorschriften der United States Generally Accepted Accounting Principles (US GAAP) erstellten Konzernabschluss der United Technologies Corporation, Hartford/USA, betreffen im Wesentlichen folgende Sachverhalte:

Immaterielle Vermögensgegenstände / Geschäfts- oder Firmenwerte

Nach ASC 805 und ASC 350 bestehen für immaterielle Vermögenswerte, die im Rahmen eines Unternehmenserwerbs erworben werden, umfangreiche Aktivierungsvorschriften. Bei der Gesellschaft werden nach US GAAP auf Vorgabe des Konzerns entsprechende Vermögenswerte bilanziert. Dies gilt auch für solche Werte, die das handelsrechtliche Kriterium des Vermögensgegenstands nicht erfüllen. Nach US GAAP wird ein Geschäfts- oder Firmenwert aus Unternehmenserwerben nicht planmäßig abgeschrieben, sondern ist mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest zu unterziehen und gegebenenfalls außerplanmäßig abzuschreiben. Nach HGB erfolgt dagegen auf Ebene der Gesellschaft keine Aktivierung.

Unfertige Erzeugnisse / Umsatzerlöse

Nach US GAAP wird die Umsatzrealisierung in ASC 606 geregelt. Nach diesem Standard erfolgt die Umsatzrealisierung für langfristige Fertigungsaufträge zeitraumbezogen. Eine mögliche Methode der zeitraumbezogenen Umsatzrealisierung nach US GAAP ist die Percentage-of-Completion-Methode (POC). Das bedeutet, dass der Umsatz pro Periode prozentual gemessen am Verhältnis der angefallenen Kosten zu den Gesamtkosten realisiert wird.

Das Handelsrecht sieht hier grundsätzlich einen anderen Ansatz vor - nämlich den Umsatzausweis nach Fertigstellung. Gewinne sind im Jahresabschluss nur dann zu berücksichtigen, wenn sie am Abschlussstichtag bereits realisiert sind.

Rückstellungen

Die Möglichkeiten zur Bildung von Rückstellungen sind in der US-amerikanischen Rechnungslegung restriktiver geregelt als nach HGB. Rückstellungen sind nach US GAAP zu bilden, wenn eine Verpflichtung gegenüber einem Dritten besteht, die Inanspruchnahme wahrscheinlich ("more likely than not") und die voraussichtliche Höhe des Erfüllungsbetrags der notwendigen Rückstellung zuverlässig schätzbar ist. Dabei ist auch eine Abzinsung zu berücksichtigen, wenn diese zuverlässig schätzbar ist. Rückstellungen nach HGB sind mit dem erwarteten Erfüllungsbetrag zu bewerten und bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr abzuzinsen. Der Diskontierungszins orientiert sich nach US GAAP an Renditen, die am Bilanzstichtag für erstrangige, festverzinsliche Unternehmensanleihen erzielt werden. Nach HGB ist dieser Zins grundsätzlich ein der Laufzeit entsprechender durchschnittlicher Marktzins der vergangenen zehn Geschäftsjahre. In Bezug auf Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen wird davon abweichend ein durchschnittlicher Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren abgeleitet.

Latente Steuern

Nach § 274 HGB sind steuerliche Verlustvorträge nur dann zu berücksichtigen, wenn in den kommenden fünf Jahren eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Nach HGB besteht für einen aktiven latenten Steuerüberhang ein Ansatzwahlrecht, nach US GAAP müssen aktive latente Steuern angesetzt werden.

Die Anpassungen nach US GAAP sind ausschließlich für den Konzernabschluss relevant und finden im Einzelabschluss der Gesellschaft keinen Niederschlag.

12. Nachtragsbericht

Am Abschlussstichtag war über den Ausbruch der COVID-19 Pandemie wenig bekannt. In den ersten Wochen des Jahres 2020 wurden die wirtschaftlichen Auswirkungen zunächst in China sichtbar und weiteten sich anschließend über alle Länder bis nach Deutschland aus. Die Bundesregierung hat seitdem Reisebeschränkungen und Regeln für soziale Kontakte beschlossen und umgesetzt. Die ökonomischen Konsequenzen aus den Maßnahmen sowie aus dem Ausbruch selbst sind augenblicklich schwer zu bewerten.

Die Gesellschaft war zu keinem Zeitpunkt gehindert, ihr Geschäft weiter auszuführen.

Dennoch kann der COVID-19 Ausbruch signifikante Auswirkungen auf das zukünftige Wachstum und den generellen Ausblick auf die Wirtschaft und die Finanzmärkte haben. Im Augenblick besteht große Unsicherheit darüber, wie sich die Pandemie und damit - als Reaktion - die Maßnahmen der Bundesregierung weiter entwickeln werden.

Der mögliche Einfluss auf die Geschäftsgrundlagen der Gesellschaft wird laufend von der Geschäftsführung überwacht. Angemessene Maßnahmen wurden getroffen, um die Gesellschaft und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wirksam zu schützen. Momentan besteht kein Zweifel daran, dass die Gesellschaft ihr Geschäft fortführen kann.

 

Wadersloh, den 12. Februar 2021

Falk Ursinus, Geschäftsführer

Anlagenspiegel

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2019 Zugänge Abgänge 31.12.2019
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. EDV Software 91.569,22 181.043,47 51.963,90 220.648,79
2. Entgeltlich erworbene Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten 679.931,00 0,00 0,00 679.931,00
771.500.22 181.043,47 51.963,90 900.579,79
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 230.355,64 0,00 0,00 230.355,64
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.001.770,51 15.059,32 242.162,63 774.667,20
1.232.126,15 15.059,32 242.162,63 1.005.022,84
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 19.071.856,65 0,00 0,00 19.071.856,65
19.071.856,65 0,00 0,00 19.071.856,65
21.075.483,02 196.102,79 294.126,53 20.977.459,28
Abschreibungen
01.01.2019 Zugänge Abgänge 31.12.2019
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. EDV Software 91.190,22 9.432,47 51.963,90 48.658,79
2. Entgeltlich erworbene Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten 301.226,00 89.581,00 390.807,00
392.416,22 99.013,47 51.963,90 439.465,79
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 153.289,64 34.507,00 0,00 187.796,64
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 661.571,80 46.480,44 35.081,04 672.971,20
814.861,44 80.987,44 35.081,04 860.767,84
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
1.207.277,66 180.000,91 87.044,94 1.300.233,63
Restbuchwerte
31.12.2019 31.12.2018
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. EDV Software 171.990,00 379,00
2. Entgeltlich erworbene Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten 289.124,00 378.705,00
461.114,00 379.084,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 42.559,00 77.066,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 101.696,00 340.198,71
144.255,00 417.264,71
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 19.071.856,65 19.071.856,65
19.071.856,65 19.071.856,65
19.677.225,65 19.868.205,36

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Kidde Deutschland GmbH, Wadersloh

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Kidde Deutschland GmbH, Wadersloh, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kidde Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 19. Februar 2021

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Marko Schipper, Wirtschaftsprüfer

ppa. Christian Simon, Wirtschaftsprüfer

Nachtrag zu Veröffentlichung Bundesanzeiger

2019 Kidde Deutschland GmbH

Der Jahresabschluss der Kidde Deutschland GmbH wurde mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 08.03.2021 festgestellt.

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