Großhandel mit Kraftwagenteilen und -zubehör
RMIG Automotive GmbH
Am Katzloch 1, 64589 Stockstadt am Rhein, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Claudia Magister Lender seit 3.6.2011 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
RMIG A/S | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
RMIG Automotive GmbH (vormals: RMIG Nold GmbH)Stockstadt am RheinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024Lagebericht für das Geschäftsjahr 20241. Wirtschaftliche Lage der Gesellschaft1.1 Geschäfts- und Rahmenbedingungen Die RMIG Nold GmbH (nachfolgend auch Gesellschaft) ist eine 100%ige Tochter der RMIG A/S in Ballerup, Dänemark (Firmenverbund nachfolgend RMIG-Konzern), und ist mit der Muttergesellschaft Verträge über die Herstellung und den Vertrieb von Produkten eingegangen. Die Firma wurde im Jahr 1890 gegründet und war seitdem auf dem Gebiet der Metallverarbeitung tätig. Die Gesellschaft ist ein wichtiger Zulieferer der Automobilindustrie, produziert und vertreibt Lochbleche bzw. Streckmetall-Produkte für Siebe und Ziergitter für die Automobilindustrie. Die RMIG Nold GmbH hat sich in den letzten Jahren auf die Montage der erzeugten Lautsprecher- und Lüftungsgitter mit Kunststoffträgern, Logos, Vlies oder Schaum fokussiert. Außerdem produziert die Gesellschaft Lochbleche für Haushaltsgeräte. Wir beliefern unsere Kunden auf dem deutschen Markt, europaweit sowie in China, Südafrika, Kanada und den USA. Unser strategisches Ziel ist es, die Zusammenarbeit mit unseren Kunden zu vertiefen, gemeinsam Produkte weiterzuentwickeln und Marktanteile hinzuzugewinnen. 1.2 Gesamtwirtschaftliches Umfeld Im Jahr 2024 verzeichnete die deutsche Wirtschaft einen erneuten Rückgang. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,2% gegenüber dem Vorjahr. 1 Diese Entwicklung markiert das zweite aufeinanderfolgende Jahr mit einer Schrumpfung der Wirtschaftsleistung, nachdem bereits 2023 ein Rückgang von 0,3% zu verzeichnen war. 2 Die schwache Konjunktur wirkte sich auch auf den Arbeitsmarkt aus. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote stieg im Jahresverlauf um 0,3 Prozentpunkte auf 6,0%. 3 Für Automobilzulieferer bedeutet dieses wirtschaftliche Umfeld erhebliche Herausforderungen. Die Unsicherheiten im Konsumverhalten und die gestiegenen Finanzierungskosten haben die Nachfrage nach Neufahrzeugen belastet, was auch die Zulieferindustrie in Deutschland direkt trifft. Es ist entscheidend, die Marktbedingungen eng zu beobachten und die Produktions- und Vertriebsstrategien entsprechend anzupassen, um in einem sich wandelnden Umfeld wettbewerbsfähig zu bleiben. 1.3 Geschäftsverlauf und branchenspezifisches Umfeld Die letzten Jahre waren geprägt von extremen Einflüssen. Allen voran die Pandemie sorgte für starke Schwankungen bei den Absätzen der Autobauer. Noch extremer wirkten sich für viele OEMs die Folgen des Ukraine-Kriegs aus. Zwar dauert dieser noch immer an, doch bereits 2023 Jahr waren die Auswirkungen auf die Autobranche weniger deutlich. Zwar ist das Vor-Corona-Niveau noch nicht wieder erreicht - der Trend aber war positiv. Doch 2024 ging es insbesondere für traditionelle OEMs wieder bergab. Innerhalb Europas wurden 2024 10,63 Millionen Autos verkauft - 0,8 Prozent mehr als 2023. 4 Der Markt für Elektrofahrzeuge wuchs, wenngleich langsamer als erwartet, mit einem Anstieg der Neuzulassungen um 15% gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig sank die Nachfrage nach konventionellen Verbrennerfahrzeugen deutlich. Diese Trends beeinflussen auch die Zulieferindustrie erheblich. 5 Trotz der schwierigen geopolitischen und gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen hat sich die RMIG Nold GmbH gut im Wettbewerbsumfeld behauptet. Im Geschäftsjahr blieb die Auftragslage des Unternehmens trotz des insgesamt rückläufigen Marktumfelds weitgehend stabil. Es kam lediglich vereinzelt zu Stornierungen und projektbezogenen Verzögerungen. Eine signifikante Beeinträchtigung der Gesamtauslastung war daraus nicht abzuleiten. Die aktuelle Auftragslage bildet eine solide Basis für das kommende Geschäftsjahr. Während der Automobilbereich insgesamt mit Nachfragerückgängen, insbesondere aufgrund konjunktureller Unsicherheiten und anhaltender Lieferkettenprobleme, konfrontiert war, konnten wir durch langfristige Kundenbeziehungen und bestehende Lieferverträge unsere Position im Markt behaupten und ein zufriedenstellendes Jahresergebnis 2024 erzielen. 2. Wichtige Vorgänge des GeschäftsjahresDas Geschäftsjahr 2024 war für unser Unternehmen geprägt von einer stabilen Geschäftsentwicklung und strategischen Investitionen zur langfristigen Sicherung unserer Wettbewerbsfähigkeit. Ein Schwerpunkt lag auf der Optimierung interner Prozesse. Durch gezielte Maßnahmen zur Digitalisierung konnten wir die Effizienz unserer Verwaltungsabläufe weiter steigern. Insbesondere die Implementierung eines neuen Rechnungseingangsverarbeitungssystems führte zu einer besseren Ressourcennutzung und kürzeren Durchlaufzeiten. Trotz eines herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds, insbesondere durch steigende Kosten und anhaltende Unsicherheiten in den Lieferketten, konnten wir die Geschäftsziele weitgehend erreichen. Mit ersten Projekten in weiteren asiatischen Ländern konnte ein weiterer Markt für uns erschlossen werden. 3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage sowie Leistungsindikatoren3.1 Ertragslage Im Geschäftsjahr 2024 beliefen sich die Umsatzerlöse auf 28.011 TEUR, was einem moderaten Anstieg von 411 TEUR (+1%) gegenüber dem Vorjahr entspricht (31.12.2023: 27.601 TEUR). Trotz herausfordernder Marktbedingungen konnten wir somit die Erlöse durch stabile Kundenbeziehungen und eine verbesserte Produktionsauslastung steigern. Die Herstellkosten stiegen in vergleichbarem Umfang um 1% auf 25.674 (31.12.2023: 25.358 TEUR). Die Vertriebskosten konnten durch gezieltes Kostenmanagement weiter um 2 Prozent auf 1.006 TEUR gesenkt werden. Die Verwaltungskosten stiegen insbesondere durch höhere IT-Kosten im Zuge der Digitalisierung sowie gestiegener Versicherungsbeiträge um 108 TEUR auf 1.089 TEUR. Aufgrund weiter steigender Zinsen ist der Zinsaufwand um 54 TEUR auf 358 TEUR angestiegen. Da gleichzeitig die Zinseinnahmen um 36 TEUR auf 237 TEUR stiegen, verschlechterte sich das Zinsergebnis nur um 18 TEUR. Im Prognosebericht des Vorjahres wurde für das Geschäftsjahr ein leicht gestiegener Jahresüberschuss erwartet. Diese Erwartung hat sich im Berichtsjahr bestätigt: Das Unternehmen konnte das Ergebnis entsprechend der Planung verbessern. Maßgeblich hierfür waren eine weitgehend stabile Auftragslage sowie eine konsequente Kostenkontrolle, die trotz des herausfordernden Marktumfelds zur Ergebnissteigerung beigetragen haben. Abweichungen gegenüber der ursprünglichen Prognose traten nicht in wesentlichem Umfang auf. Der Jahresüberschuss 2024 erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 351 TEUR auf 941 TEUR und lag damit im erwarteten Bereich unserer Planung. 3.2 Finanzlage Grundsätzlich wird das Finanzmanagement des RMIG-Konzerns zentral in Dänemark durchgeführt. Die RMIG Nold GmbH ist an das zentrale Cash-Pool-Management der RMIG A/S angeschlossen. Die RMIG Nold GmbH ist für die Ausführung der täglichen Produktion und den Verkauf verantwortlich. Strategische Entscheidungen werden vom RMIG-Konzern zentral in Dänemark getroffen. Insgesamt haben sich die liquiden Mittel zum Vorjahr kaum verändert. Der Cashflow gliedert sich für die einzelnen Bereiche wie folgt auf:
Die Mittelabflüsse aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit wurden durch Mittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit finanziert. Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich der positive Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit um TEUR 257 auf TEUR 553. Er war insbesondere bestimmt durch das positive Jahresergebnis und die Entwicklung des Working Capitals. Unsere Gesellschaft finanziert sich insbesondere über den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit, aus dem Cash-Pool der RMIG Gruppe sowie Bankkrediten. Aus Sicht der Unternehmensleitung war die jederzeitige Zahlungsfähigkeit im Berichtszeitraum durchgehend gewährleistet. Die vorhandene Liquidität sowie der gesicherte Zugang zum Cash-Pool der RMIG Gruppe bieten eine ausreichende Basis zur Deckung der laufenden Zahlungsverpflichtungen und zur Finanzierung des operativen Geschäfts. Risiken für die künftige Liquiditätslage sind aus heutiger Sicht nicht ersichtlich. 3.3. Vermögenslage Die Bilanzsumme unserer Gesellschaft ist mit 18.380 TEUR gegenüber dem Vorjahr um 6% gestiegen. Diese Erhöhung zeigt sich insbesondere in gestiegenem Anlagevermögen als auch erhöhten Vorräten, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Auf der Passivseite sind im Wesentlichen das Eigenkapital sowie die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen gestiegen. Im Sachanlagevermögen wurden Investitionen in Höhe von 548 TEUR getätigt. Diese sind im Vergleich zum Vorjahr (31.12.2023: 306 TEUR) wieder angestiegen. Das größte Projekt war die Erneuerung des Dachs der Ziergitterhalle zur Steigerung der Nutzungsdauer des Gebäudes. Im Geschäftsjahr sind planmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen von 417 TEUR angefallen. Das Finanzanlagevermögen blieb unverändert bei 4.041 TEUR (31.12.2023 4.041 TEUR). In Summe hat sich das Anlagevermögen um 131 TEUR auf 9.022 TEUR erhöht. Der Vorratsbestand ist im Vergleich zum Vorjahr (31.12.2023: 3.234 TEUR) um 5% auf 3.408 TEUR gestiegen. Der Lagerbestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen erhöhte sich um 223 EUR auf 824 TEUR und die fertigen Erzeugnisse um 2% auf 879 TEUR. Demgegenüber verringerten sich die unfertigen Erzeugnisse leicht auf 1.481 TEUR (2%) und die geleisteten Anzahlungen für geplante Produktionsserien um 39 TEUR auf 224 TEUR (31.12.2023: 263 TEUR). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 403 TEUR auf 3.102 TEUR gestiegen. Hier zeigt sich ein eine veränderte Zahlungsdynamik bei Kunden im Automobilsektor. Um diesen Entwicklungen frühzeitig zu begegnen, hat das Unternehmen sein Forderungsmanagement weiter optimiert und gezielte Maßnahmen zur Sicherstellung der Liquidität ergriffen. Die Eigenkapitalquote ist mit 41% weiter gestiegen (31.12.2023: 37%). Die Rückstellungen betreffen neben den Pensionsrückstellungen verschiedene Gewährleistungs- und Einzelrisiken. Der deutliche Rückgang der Rückstellungen um 374 TEUR auf 698 TEUR ist im Wesentlichen auf die Auflösung einer individuellen Kundenrückstellung zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten der RMIG Nold GmbH sind im Jahresverlauf um 403 TEUR auf 10.218 TEUR gestiegen (31.12.2023: 9.814 TEUR). Dieser Anstieg erfolgte im Wesentlichen aufgrund stichtagsbedingt höherer Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen. Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft ist zum heutigen Zeitpunkt insgesamt als positiv zu bewerten. 4. PersonalDie Gesellschaft beschäftigt unverändert einen Mitarbeiter. 88 Mitarbeiter werden weiterhin durch unsere Tochtergesellschaft RMIG Nold II GmbH beschäftigt (Vorjahr 85). Jährlich erfolgt die Aufstellung eines Fortbildungsplanes für Manager und Mitarbeiter, deren Durchführung durch die Personalabteilung organisiert und sichergestellt wird. Durch die Berufsausbildung junger Menschen in unserer Firma möchten wir qualifizierte Mitarbeiter für die Herstellung qualitativ hochwertiger Produkte ausbilden. 5. Chancen- und Risikobericht5.1. Risikomanagement Eine komplexe Umwelt erfordert ein klares Risikomanagement. Mögliche Risiken werden in der Geschäftsführung und im Qualitätsmanagement analysiert, nach Eintrittswahrscheinlichkeit priorisiert und falls erforderlich, Prozesse zur Vermeidung eingeführt und zielstrebig realisiert. Das Risikomanagement wird im RMIG-Konzern zentral durch die RMIG A/S durchgeführt. Die RMIG Nold GmbH ist hinsichtlich der Planung und des Reporting von Geschäftszahlen in den entsprechenden Controlling- und KPI-Systemen der RMIG A/S eingebunden. Dazu gehören u.a.:
So haben das Management des RMIG-Konzerns und die Geschäftsführung der RMIG Nold GmbH monatlich einen Gesamtüberblick über die Entwicklung der Gesellschaft und aller wesentlichen Kennzahlen. 5.2 Risiken Unser Prognosezeitraum für die Chancen und Risiken bezieht sich auf einen Zeitraum von zwölf Monaten ab dem Bilanzstichtag. Dieser Zeitraum entspricht dem unternehmensinternen Planungs- und Prognosehorizont und wird als ausreichend erachtet, um wesentliche Risiken für die künftige Entwicklung des Unternehmens frühzeitig zu identifizieren und zu bewerten. Darüber hinaus werden bei strategischen Fragestellungen - insbesondere im Hinblick auf Investitionen, technologische Entwicklungen, ESG-bezogene Anforderungen sowie regulatorische Veränderungen - auch längere Betrachtungszeiträume einbezogen. Die Gesamtrisikosituation hat sich 2024 gegenüber dem Vorjahr nicht grundlegend verändert. Unsere wesentlichen Herausforderungen sind insbesondere die konjunkturellen Unsicherheiten sowie der intensive Wettbewerb und der damit einhergehende Preisdruck. Neben den üblichen wirtschaftlichen Risiken werden zunehmend auch politische Risiken und die geopolitische Lage zu einer Herausforderung für die deutsche Industrie. Hieraus ergeben sich auch für die RMIG Nold GmbH zusätzliche Risiken, die sich in Produktionsausfallzeiten, verminderten Absatzmöglichkeiten, komplizierteren Beschaffungsprozessen und Ausfallrisiken auf Kundenseite manifestieren könnten. Aktuell sehen wir hier jedoch keine akuten Bedrohungen für den geplanten Umsatz und das geplante Jahresergebnis der RMIG Nold GmbH im Geschäftsjahr 2025. Grundsätzlich ist die Gesellschaft folgenden wesentlichen Risiken ausgesetzt: Preisänderungs-, Liquiditäts- und Ausfallrisiken Es bestehen grundsätzlich Ausfallrisiken im Hinblick auf alle in der Bilanz zum 31. Dezember 2024 aktivierten Forderungen. Das maximale Ausfallrisiko wird bestimmt durch den Buchwert dieser Forderungen. Durch die stetige Überwachung des Zahlungsverhaltens der Kunden werden Bonitätsrisiken erkannt und wird Forderungsausfällen entgegengewirkt. Zudem werden Rechnungen zeitnah gestellt. Die Zahlungseingangs-Überwachung unterliegt einer permanenten Kontrolle. Soweit Einzelrisiken ersichtlich sind, wird diesen Risiken durch bilanziell erfasste Wertminderungen Rechnung getragen. Preisänderungsrisiken können grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden. Die Gesellschaft versucht, den Preisänderungsrisiken bei den wesentlichen Rohstoffen durch den Abschluss von Rahmenverträgen entgegenzuwirken. Zudem wird bei der Kalkulation der Verkaufspreise die Entwicklung der Produktionskosten regelmäßig berücksichtigt. Ausfallrisiken im Produktionsverlauf werden durch das betriebliche Risikomanagement minimiert. Zur Absicherung gegen Liquiditätsrisiken und Risiken aus Zahlungsstromschwankungen ist die Gesellschaft in das konzerninterne Cash Pool-System eingebunden worden. Produktions- und technologische Risiken Die weiter steigenden Anforderungen an Präzision, Leistungsfähigkeit und effiziente Prozessabläufe insbesondere auch aufgrund des hohen Preisdrucks der OEMs erfordern eine permanente Verbesserung der Produktionsprozesse und die Erhöhung von Maschinen- und Prozessfähigkeiten. Hierfür werden regelmäßig präventive Instandhaltungsmaßnahmen durchgeführt und mögliche Investitionen zur Erhöhung der Effizienz evaluiert und auch realisiert. Zur Vermeidung von Kundenreklamationen sind in unserer Gesellschaft Prozesse etabliert, die durch das Qualitätsmanagement eine permanente Überwachung aller Abläufe vom Angebot bis hin zur Lieferung vorsehen. Die RMIG Nold GmbH ist nach ISO 9001, ISO 50001 und IATF 16949 zertifiziert und wird jährlich überprüft. Absatz- und Beschaffungsrisiken Eventuellen Abhängigkeiten von Kunden und Lieferanten versucht die Gesellschaft mit einem Kunden- und Lieferantenmix von verschiedenen Unternehmen entgegenzuwirken. Auch gibt es für jeden Lieferanten einen Back-up Plan, welcher auch streng verfolgt wird. Die Konjunkturentwicklung in der Automobilindustrie ist hierbei entscheidend. Mittelfristig können aufgrund steigender Energiepreise weitere Maßnahmen zur Kostenreduktion in diesem Bereich notwendig werden. Risiken im Personalbereich Die Kompetenz und das Engagement der Mitarbeiter sind entscheidend für den Erfolg des Unternehmens. Die für uns relevante Region ist gekennzeichnet durch intensiven Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte. Wir stehen vor der Herausforderung, in der Öffentlichkeit als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden. Fluktuationsrisiken müssen vorausschauend identifiziert und gezielt adressiert werden, um erfolgs- und geschäftskritische Fähigkeiten und Kompetenzen im Unternehmen zu halten. Die Rekrutierung und das Binden von Fachkräften und Talenten gehören deshalb zu den höchsten Prioritäten des Unternehmens. Dennoch ist es möglich, dass sich mitarbeiterbezogene Risiken ergeben, die sich auf die Geschäftstätigkeit auswirken. Daraus resultierende Effekte sind schwierig zu bewerten. 5.3 Chancen Marktchancen Die Entwicklung des gesamtwirtschaftlichen Umfelds kann im Jahr 2025 positiv von den Annahmen abweichen, die dem Prognosebericht zugrunde liegen. Auftragseingänge und Umsätze könnten über die Erwartungen hinaus ansteigen, was auch die Ertragssituation positiv beeinflussen würde. Auch ein geringerer Anstieg der Energiekosten und der Inflation sowie eine damit verbundene höhere Investitionsbereitschaft könnten Treiber sein. Auch im Wettbewerbsumfeld können jederzeit Entwicklungen eintreten (wie beispielsweise Qualitätsprobleme bei Wettbewerbern oder Konsolidierungseffekte), die die Nachfrage nach Produkten der RMIG Nold GmbH verstärken. Strategische Chancen Mit Unterstützung der RMIG A/S konzentriert sich die Gesellschaft auf den Ausbau seiner Marktposition im Bereich Automotive. Der Trend zu autonomem Fahren bedeutet zusätzlichen Platz im Innenraum von Fahrzeugen. Damit werden die Ansprüche an die Ausstattung weiter steigen. Wir als Zulieferer sind überzeugt, dass wir gut positioniert sind, um zukünftig von diesem Trend zu profitieren. Die Konzernorganisation des RMIG-Konzerns bietet dabei die Möglichkeit, bestehenden Synergien zwischen den Standorten besser zu nutzen. Mit geplanten Maßnahmen sollen die konzernweit einheitlichen Standards weiter digitalisiert und verschlankt werden Dies wiederum bietet Chancen auf Erhöhung der Produktivität und Profitabilität. 6. PrognoseberichtFür das Jahr 2025 wird eine moderate Erholung der deutschen Wirtschaft erwartet. Prognosen zufolge könnte das Bruttoinlandsprodukt leicht um 0,5% wachsen 6 , nachdem es in den Vorjahren rückläufig war. Allerdings bestehen weiterhin Unsicherheiten durch geopolitische Spannungen, volatile Energiepreise und eine restriktive Geldpolitik. In Deutschland sind weiterhin strukturelle Herausforderungen zu erwarten, insbesondere durch hohe Energiekosten und regulatorische Anforderungen. Die Automobilzulieferindustrie wird auch 2025 mit Herausforderungen konfrontiert sein. Einerseits sorgen steigende Preise sowie höhere regulatorische Anforderungen für Kostendruck, andererseits bieten verstärkte Investitionen in nachhaltige Produktionsprozesse und Materialinnovationen neue Wachstumschancen. Das Zahlungsverhalten in der Branche bleibt ein wichtiger Faktor für die Liquiditätssteuerung. Durch die anhaltende Unsicherheit in der Automobilindustrie könnten sich Zahlungsziele weiter verlängern, was ein striktes Forderungsmanagement erforderlich macht. Unser Unternehmen plant für das Geschäftsjahr 2025 mit einer stabilen Umsatz- und Ergebnisentwicklung auf dem Niveau der Werte von 2024. Die Planung berücksichtigt keine signifikanten Wachstumsannahmen, sondern geht von einer Fortsetzung des bisherigen Geschäftsverlaufs aus. Die vorhandenen Managementauswertungen werden ständig den gestellten Anforderungen angepasst, um Prozesse zu analysieren und Verbesserungspotential zu ermitteln. Die Investitionstätigkeit wird auf einem moderaten Niveau fortgeführt, wobei der Fokus auf Digitalisierung, Automatisierung und nachhaltige Produktionslösungen liegt. Ziel ist es, langfristig die Produktionskosten zu optimieren und die Kapazitäten flexibel an die Marktentwicklung anzupassen. Trotz der bestehenden Herausforderungen geht unser Unternehmen davon aus, seine Planzahlen hinsichtlich Umsatz und Ergebnis zu erreichen, indem es konsequent an der Umsetzung seiner strategischen und operativen Maßnahmen arbeitet. Durch eine flexible Anpassung an Marktveränderungen und kontinuierliche Optimierung der Prozesse wird eine nachhaltige Wertschöpfung angestrebt.
Stockstadt am Rhein, 31. März 2025 Claudia Lender, Geschäftsführerin
1 Vgl.
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressekonferenzen/2025/bip2024/bruttoinlandsprodukt-uebersicht.html?
Bilanz zum 31. Dezember 2024Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024
Anhang für das Geschäftsjahr 2024I. Allgemeine Angaben zum JahresabschlussDie RMIG Nold GmbH (nachfolgend auch Gesellschaft) hat ihren Sitz in Stockstadt am Rhein und ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Darmstadt unter HRB 53537 eingetragen. Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) erstellt. Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag gemäß § 267 Abs. 2 und 4 HGB die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft auf. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden größenabhängige Aufstellungserleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften in Anspruch genommen. Die Bilanz enthält sämtliche Vermögensgegenstände, Rechnungsabgrenzungsposten und Schulden. Die Bewertung der ausgewiesenen Vermögensgegenstände und Schulden erfolgte unter dem Grundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit. Die Vermögensgegenstände und Schulden sind zum Bilanzstichtag vorsichtig und einzeln bewertet worden. Dabei wurden alle bis zum Tag der Bilanzaufstellung bekannt gewordenen und vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Bilanzstichtag entstanden sind, berücksichtigt. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz oder im Anhang erforderlich sind, teilweise im Anhang aufgeführt. Die Gesellschaft stellt die Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Umsatzkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 3 HGB auf. II. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenSoweit nachfolgend nichts anderes dargestellt wird, wurden die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Vergleich zum Jahresabschluss des Vorjahres unverändert beibehalten. Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen erfolgte zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, soweit sie abnutzbar sind, abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände oder Sachanlagen den Buchwert voraussichtlich dauerhaft unterschreiten, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis zu einem Betrag von 4 TEUR sowie selbst hergestellte Werkzeuge ohne Kundenauftrag mit Herstellungskosten bis zu einem Betrag von 4 TEUR werden wie geringwertige Wirtschaftsgüter behandelt und im Jahr der Anschaffung bzw. Herstellung sofort in voller Höhe abgeschrieben und ihr Abgang vom Anlagevermögen unterstellt. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Werkzeuge sowie der übrigen selbst erstellten Anlagen umfassen Fertigungsmaterial, Fertigungslöhne, Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie anteilige Verwaltungsgemeinkosten. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern stellen sich wie folgt dar:
Die Bilanzierung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert. Soweit nach vorgenommenen außerplanmäßigen Abschreibungen in den nachfolgenden Geschäftsjahren die Gründe entfallen, werden Zuschreibungen, bei abnutzbaren Vermögensgegenständen unter Berücksichtigung des planmäßigen Wertverzehrs, durchgeführt. Die Bewertung der Roh, Hilfs und Betriebsstoffe erfolgt zu durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Für überalterte bzw. schwergängige Roh, Hilfs und Betriebsstoffe werden angemessene Wertabschläge vorgenommen (bei fehlender Verwendung von mehr als 180 Tagen mit 100%). Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten mit den gemäß § 255 Abs. 2 HGB verpflichtend einzubeziehenden Bestandteilen bilanziert. Zur Berücksichtigung drohender Verluste werden unfertige Erzeugnisse gegebenenfalls mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt und erforderlichenfalls zusätzlich Rückstellungen für drohende Verluste gebildet. Fertige Erzeugnisse mit einer Verweildauer von mehr als 356 Tage werden vollständig abgeschrieben. Die geleisteten Anzahlungen werden zum Nennwert bilanziert. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert abzüglich erforderlicher Wertberichtigungen bilanziert. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall und Kreditrisiko wurde 2024 durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 2% auf die nicht einzelwertberichtigten NettoForderungen Rechnung getragen. Forderungen, die wegen Überfälligkeit Rechtsanwälten übergeben wurden oder zu denen bereits Mahnbescheide erlassen wurden und Forderungen gegen Firmen, die einen Insolvenzantrag gestellt haben, werden grundsätzlich mit 100% einzelwertberichtigt. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bewertet. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Tag darstellen, bilanziert. Das als gezeichnetes Kapital ausgewiesene Stammkapital und die Kapitalrücklage werden mit dem Nennwert bilanziert. Für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften werden Rückstellungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages passiviert. Die Rückstellungen für Pensionen werden auf der Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens nach den Grundsätzen der Projected Unit Credit Methode (PUCM) unter Verwendung der Heubeck-Richttafeln 2018 G bewertet. Dabei wurden erwartete Rentensteigerungen von 2,0% (Vorjahr: 2,0%) und ein Rechnungszinsfuß von 1,90% (Vorjahr: 1,82%) zu Grunde gelegt. Als Rechnungszins wurde dabei der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Lohn- und Gehaltssteigerungen sowie Fluktuationswahrscheinlichkeiten waren aufgrund der den Pensionsrückstellungen zugrunde liegenden Annahmen nicht zu berücksichtigen. Erfolgswirkungen, die aus der Änderung der biometrischen Annahmen und des Diskontierungssatzes resultieren, wurden unter dem Personalaufwand erfasst. Sonstige Rückstellungen mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr werden nicht abgezinst. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen werden einzelne, wahrscheinlich eintretende, Verpflichtungen mit ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert. Im Übrigen wird den allgemeinen Gewährleistungsrisiken durch eine Vorsorge Rechnung getragen, die basierend auf Erfahrungswerten der Vergangenheit als Prozentsatz der garantiebehafteten Umsatzerlöse der letzten beiden Geschäftsjahre bemessen wird. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden mit dem Nennbetrag passiviert. Die Verbindlichkeiten werden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit den Erfüllungsbeträgen passiviert. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Die Umrechnung zum Bilanzstichtag erfolgt für kurzfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten (Restlaufzeit von bis zu einem Jahr) mit dem Devisenkassamittelkurs. Latente Steuern werden für alle temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Bilanzansätzen unter Anwendung der unternehmensindividuellen Steuersätze nach Maßgabe der anzuwendenden Steuervorschriften, die am Bilanzstichtag gelten oder gesetzlich verabschiedet sind und deren Geltung zum Zeitpunkt der Realisierung der latenten Steuerforderungen bzw. Steuerverbindlichkeiten erwartet wird, ermittelt. Im Geschäftsjahr betrafen diese insbesondere:
Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen, vom Ausweiswahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB wird somit kein Gebrauch gemacht. Ergibt sich aus Verrechnung der Gesamtdifferenzen aus aktiven und passiven latenten Steuern ein Aktivüberhang, wird vom Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB dahingehend Gebrauch gemacht, diesen nicht zu bilanzieren. Zwischen der Gesellschaft und der RMIG A/S, Ballerup, Dänemark (Gesellschafterin), bestehen seit 2012 Contract Manufacturing- sowie Distribution Agreements, die unverändert zu den Vorjahren nicht als "Prinzipal-Agenten-Beziehung" eingestuft wurden, da hinsichtlich der resultierenden Chancen/Risiko-Verteilung, jeweils eine wirtschaftlich ins Gewicht fallende Variabilität der erzielbaren Bruttomargen bei der Gesellschaft verbleibt und diese daher auf eigene Rechnung erzielt werden (Brutto-Ausweis der den Geschäften zugrundeliegenden Aufwendungen und Erträge in der Gewinn- und Verlustrechnung). III. Erläuterungen zur Bilanz1 Anlagevermögen Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens sind im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Die im Geschäftsjahr zugegangenen geringwertigen, sofort vollständig abgeschriebenen, Sachanlagen umfassen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten im Betrag von 20 TEUR (31.12.2023: 57 TEUR). Außerplanmäßige Abschreibungen von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens sind im Geschäftsjahr nicht erfolgt. Die Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen die Geschäftsanteile der RMIG Nold II GmbH, Stockstadt am Rhein. Mit dem Tochterunternehmen besteht seit dem 10. Juni 2009 (Eintragung in das Handelsregister Darmstadt im gleichen Jahr) ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Zwischen der Gesellschaft als Organträgerin und der RMIG Nold II GmbH als Organgesellschaft besteht eine körperschaftsteuerliche und gewerbesteuerliche Organschaft sowie darüber hinaus auch auch eine umsatzsteuerliche Organschaft. Bei den Ausleihungen an verbundene Unternehmen handelt es sich um ein längerfristig an den Gesellschafter begebenes unbesichertes Darlehen. 2 Vorräte Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, die unfertigen Erzeugnisse sowie die fertigen Erzeugnisse wurden Ende Dezember 2024 im Rahmen einer Inventur körperlich aufgenommen. 3 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben - wie am Bilanzstichtag des Vorjahres - jeweils eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen von 2.743 TEUR (31.12.2023: 2.405 TEUR) beinhalten solche aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 2.513 TEUR (31.12.2023: 2.223 TEUR). Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen handelt es in Höhe von 2.510 TEUR um Forderungen gegen Gesellschafter (31.12.2023: 2.223 TEUR). Darüber hinaus beinhalten die Forderungen gegen verbundene Unternehmen den Anspruch auf Gewinnabführung gegen das Tochterunternehmen RMIG Nold II GmbH in Höhe von 230 TEUR (31.12.2023: 183 TEUR). 4 Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten 56 TEUR (31.12.2023: 61 TEUR) enthält im Wesentlichen periodengerecht abgegrenzte Rechnungen sowie ein Disagio in Höhe von 16 TEUR (31.12.2023: 19 TEUR). 5 Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt zum 31. Dezember 2024 unverändert gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres 1.023.000,00 EUR. RMIG A/S, Ballerup, Dänemark, ist die alleinige Gesellschafterin der RMIG Nold GmbH. 6 Rückstellungen Der Unterschiedsbetrag der Pensionsrückstellungen, der sich aus einer Bewertung unter Verwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der letzten zehn bzw. der letzten sieben Jahre ergibt, beläuft sich auf 0,6 TEUR (31.12.2023: 1 TEUR) und unterliegt gemäß § 253 Abs. 6 HGB einer Gewinnausschüttungssperre, soweit keine freien Rücklagen in entsprechender Höhe vorhanden sind. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Gewährleistungen, personalbezogene Rückstellungsverpflichtungen, Aufwendungen für unterlassene Instandhaltungsmaßnahmen, soweit sie in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2025 nachgeholt werden, Prozesskostenrisiken sowie ausstehende Rechnungen. Alle sonstigen Rücksellungen haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr. 7 Verbindlichkeiten Im Geschäftsjahr 2020 wurde ein langfristiges grundschuldbesichertes Hypothekendarlehen in Höhe von 4.038 TEUR aufgenommen, das an den Gesellschafter weitergereicht wurde (Ausleihung an verbundene Unternehmen) und zum Bilanzstichtag mit 4.016 TEUR (Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten) dotiert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von 5.211 TEUR (31.12.2023: 4.677 TEUR) beinhalten solche aus Lieferungen und Leistungen von 2.814 TEUR (31.12.2023: 2.704 TEUR) sowie Finanzverbindlichkeiten (Cash-Pool) von 2.397 TEUR (31.12.2023: 1.973 TEUR). Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen 4.902 TEUR (31.12.2023: 4.376 TEUR) auf den Gesellschafter. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich folgendermaßen dar:
IV. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungAngabe des Material- und Personalaufwands bei Anwendung des Umsatzkostenverfahrens (§ 285 Nr. 8 HGB) a) Materialaufwand aa) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren
ab) Aufwendungen für bezogene Leistungen
b) Personalaufwand ba) Löhne und Gehälter
bb) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung
V. Sonstige Angaben1 Außerbilanzielle Geschäfte Zur Vermeidung einer langfristigen Kapitalbindung wurden Leasingverträge mit einer maximalen Restlaufzeit von drei Jahren abgeschlossen. Die daraus resultierenden Verpflichtungen belaufen sich insgesamt auf 70 TEUR (31.12.2023: 30 TEUR) und betreffen das Leasing von Kraftfahrzeugen. Davon entfällt ein Betrag in Höhe von 30 TEUR (31.12.2023: 15 TEUR) auf das folgende Geschäftsjahr. Wesentliche Risiken werden aus den Leasingverträgen nicht gesehen. 2 Wesentliche sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus dem Bestellobligo in Höhe von 245 TEUR (31.12.2023: 290 TEUR). 3 Anzahl Arbeitnehmer Die RMIG Nold GmbH beschäftigte im Jahresdurchschnitt 2024 wie im Vorjahr einen Mitarbeiter. 4 Anteilsbesitz Die RMIG Nold GmbH ist alleinige Gesellschafterin der RMIG Nold II GmbH, Stockstadt am Rhein. Das Eigenkapital beträgt zum 31. Dezember 2024 25.000 EUR und das handelsrechtliche Ergebnis vor Gewinnabführung beläuft sich auf 230.180,56 EUR (31.12.2023: 183.062,44 EUR), welches im Rahmen des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages an die RMIG Nold GmbH abgeführt wurde. 5 Konzernabschluss Die RMIG A/S, Ballerup/Dänemark, hält sämtliche Anteile der RMIG Nold GmbH. Der Jahresabschluss der RMIG Nold GmbH wird in den Konzernabschluss der RMIG A/S, (Konzernabschluss sowohl für den kleinsten als auch für den größten Kreis von Unternehmen) einbezogen. Dieser Konzernabschluss wird beim Handelsregister Kopenhagen veröffentlicht. 1 Auf die Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichtes auf Ebene der Gesellschaft wird aufgrund der Befreiung nach § 293 Abs. 1 Nr. 1 HGB verzichtet. 6 Nachtragsbericht Nach dem Ende des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtig sind. 7 Unternehmensorgane Geschäftsführung Geschäftsführerin im Geschäftsjahr 2024 war Frau Claudia Lender, Managing Director der RMIG Nold GmbH. Hinsichtlich der Gesamtbezüge der Geschäftsführung (§ 285 Nr. 9a HGB) wird von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Die Geschäftsführung hat keine Vorschüsse oder Kredite von der Gesellschaft erhalten (§ 285 Nr. 9c HGB). Auf die Angabe der Bezüge früherer Mitglieder der Geschäftsführung (§ 285 Nr. 9b HGB) wird unter Berufung auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. VI. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2024 (EUR 940.684,37) zusammen mit dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr (EUR 4.881.872,67) auf neue Rechnung vorzutragen.
Stockstadt am Rhein, 31. März 2025 RMIG Nold GmbH Claudia Lender, Geschäftsführerin
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https://datacvr.virk.dk/enhed/virksomhed/64113119?fritekst=rmig&sideIndex=0&size=10
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2024
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die RMIG Nold GmbH, Stockstadt am Rhein Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der RMIG Nold GmbH, Stockstadt am Rhein, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der RMIG Nold GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Leipzig, den 2. April 2025 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Carl Erik Daum, Wirtschaftsprüfer ppa. Christian Dennler, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2024 wurde am 15. April 2025 festgestellt. |
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