Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 18191
Vorher
Kureha Chemicals GmbH
Eingetragen
8.6.1983
Branche
Großhandel mit chemischen ErzeugnissenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenGroßhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und Laborbedarf
Gegenstand
Der Import und Export von organischen und anorganischen Chemikalien, landwirtschaftlichen und Petro-Chemikalien, pharmazeutischen Produkten, Kunststoff und Kunststofferzeugnissen sowie der Import und Export von Verpackungsmaschinen und deren Teilen, medizinischen Apparaten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Kazuhiro Meguro
seit 1.9.2025
Geschäftsführer
Akitoshi Hatamochi
seit 28.5.2025
Geschäftsführer
Satoshi Yamamoto
seit 30.7.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Kureha Europe B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Kureha Europe B.V.
Netherlands
100.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Kureha GmbH

Düsseldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Kureha GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Kureha GmbH, Düsseldorf - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kureha GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 15. Mai 2025

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Senghaas, Wirtschaftsprüfer

Bumke, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. März 2024

Aktiva

31.03.2024 31.03.2023
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 1.097,25 472,00
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.596,19 20.594,58
18.693,44 21.066,58
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 8.862.069,95 13.317.709,58
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.166.801,75 2.737.103,31
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 109.252,18 212.927,26
3. Sonstige Vermögensgegenstände 102.432,34 540.434,42
3.378.486,27 3.490.464,99
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 60.532,22 476.597,22
12.301.088,44 17.284.771,79
12.319.781,88 17.305.838,37

Passiva

31.03.2024 31.03.2023
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 51.129,19 51.129,19
II. Gewinnvortrag 7.202.230,30 6.512.366,83
III. Jahresfehlbetrag/ -überschuss -624.434,16 1.379.726,94
6.628.925,33 7.943.222,96
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 160.462,00 457.153,95
2. Sonstige Rückstellungen 252.676,55 236.236,60
413.138,55 693.390,55
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 5.150,00 9.500,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 232.060,17 212.900,33
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.898.107,06 8.430.624,69
4. Sonstige Verbindlichkeiten 142.400,77 16.199,84
5.277.718,00 8.669.224,86
12.319.781,88 17.305.838,37

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024

1. April 2023 bis 31. März 2024 1. April 2022 bis 31. März 2023
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 20.381.816,08 24.686.262,86
2. Sonstige betriebliche Erträge 57.840,00 63.314,74
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 6.335,25 (Vj. EUR 45.596,14)
20.439.656,08 24.749.577,60
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Waren 18.920.981,65 20.748.974,32
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 932.005,70 766.788,62
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 90.427,28 58.430,10
5. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 6.864,08 8.397,20
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.236.640,52 1.173.164,74
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 8.212,90 (Vj. EUR 39.014,61)
21.186.919,23 22.755.754,98
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 15.354,44 14.384,20
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 15.072,46 (Vj. EUR 14.384,20 )
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
davon an verbundene Unternehmen EUR 8.461,69 (Vj. EUR 0,00) 9.174,69 0,00
6.179,75 14.384,20
9. Ertrag aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (Vj. Aufwand) 116.649,24 626.946,94
davon Aufwand aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern EUR 0,00 (Vj. EUR 301.012,15)
10. Ergebnis nach Steuern -624.434,16 1.381.259,88
11. Sonstige Steuern 0,00 1.532,94
12. Jahresfehlbetrag/ -überschuss -624.434,16 1.379.726,94

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden davon-Vermerke zu einzelnen Bilanzposten in diesem Anhang gemacht.

Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma Kureha GmbH mit Sitz in Düsseldorf im Handelsregister des Amtsgerichts Düsseldorf unter der Nummer HRB 18191 eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer (1-3 Jahre) um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungskosten angesetzt und werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer (3-14 Jahre) linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Waren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Der Kassenbestand und das Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Aktive oder passive latente Steuern bestehen wie im Vorjahr nicht.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (letzte Seite dieser Anlage) dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich um eine Cash Pool Forderung (inklusive aufgelaufener Zinsen) gegen die Gesellschafterin Kureha Europe B.V., Deventer/ Niederlande, in Höhe von TEUR 109 (Vorjahr TEUR 211). Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen bestehen nicht (Vorjahr TEUR 2 gegen die Kureha Corporation, Tokio/Japan).

Sämtliche Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Von den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 102 (Vorjahr TEUR 540) haben zum 31. März 2024 TEUR 88 (Vorjahr TEUR 533) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und TEUR 14 (Vorjahr TEUR 7) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Beratungs-, Buchführungs- und Prüfungskosten, Urlaubsansprüche sowie Mitarbeiterprämien gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen sowie aus Kostenweiterbelastungen und bestehen in Höhe von TEUR 3.501 (Vorjahr TEUR 7.556) gegenüber der Kureha Corporation, Tokio/Japan, in Höhe von TEUR 159 (Vorjahr TEUR 151) gegenüber der Kureha Gohsen Co., Ltd., Mibu Town/Japan, in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 81) gegenüber Kureha Vietnam Co., Ltd., Bien Hoa City/Vietnam, in Höhe von TEUR 528 (Vorjahr TEUR 643) gegenüber der Kureha (Shanghai) Carbon Fiber Materials Co., Ltd., Shanghai/China sowie in Höhe von TEUR 20 (Vorjahr TEUR 0) gegenüber der Krehalon B.V., Deventer/Niederlande. Zudem besteht eine Verbindlichkeit aus der für das Geschäftsjahr 2022/2023 beschlossenen Gewinnausschüttung gegenüber der Gesellschafterin Kureha Europe B.V., Deventer/Niederlande in Höhe von TEUR 690. Im Vorjahr bestanden keine Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 142 (Vorjahr TEUR 13) enthalten.

Sonstige betriebliche Erträge

Bei den periodenfremden Erträgen in Höhe von TEUR 2 (Vorjahr TEUR 3) handelt es sich um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.

Materialaufwand

Im Materialaufwand sind außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 922 (Vorjahr TEUR 218) enthalten. Diese betreffen Abwertungen der Waren aufgrund drohender Verluste aus schwebenden Geschäften. Durch die vollständige Inanspruchnahme der Vorjahresabwertungen im Geschäftsjahr 2023/2024 wurde der Materialaufwand des Berichtsjahres um TEUR 218 gemindert.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den nach Verrechnung des Jahresfehlbetrages in Höhe von EUR 624.434,16 mit dem Gewinnvortrag verbleibenden Bilanzgewinn in Höhe von EUR 6.577.796,14 auf neue Rechnung vorzutragen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus der festen Anmietung von Büroräumen bis Juni 2028 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 196 (Vorjahr TEUR 220).

Aus der Anmietung von Lagerräumen bis März 2025 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 78.

Aus der Anmietung von Wohnungen bis März 2025 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 63.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Geschäftsjahr wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt.

Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Geschäftsführer während des Geschäftsjahres waren:

Satoshi Yamamoto, Director Krehalon B.V. sowie Kureha Europe B.V., beide Deventer/ Niederlande

Katsuhiro Natake, Vice President und General Manager Advanced Products Division, Kureha Corporation, Tokio/ Japan

Masataka Katono, CFO Kureha GmbH, Düsseldorf

Alle Geschäftsführer haben jeweils Alleinvertretungsbefugnis und sind gemäß Handelsregister von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Nach dem Bilanzstichtag ergaben sich folgende Änderungen in der Geschäftsführung: Mit Gesellschafterbeschluss vom 10. März 2025 und Wirkung zum Ablauf des 31. März 2025 wurden Herr Masataka Katono und Herr Katsuhiro Natake als Geschäftsführer der Gesellschaft abberufen, Herr Akitoshi Hatamochi und Herr Hiroyuki Tanaka wurden mit Gesellschafterbeschluss vom 10. März 2025 und Wirkung zum 1. April 2025 zu weiteren Geschäftsführern bestellt.

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Angaben über die Gesamtbezüge der Geschäftsführung im Sinne von § 285 Nr. 9 Buchstabe a HGB unterbleiben unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB, da jeweils nur einer der Geschäftsführer Vergütungen von der Gesellschaft bezieht.

Mitarbeiter

Während des Geschäftsjahres waren durchschnittlich 7 Angestellte beschäftigt.

Konzernverhältnisse

Der Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen, in den die Kureha GmbH eingeschlossen ist, wird von der Kureha Europe B.V., Deventer/Niederlande, aufgestellt. Der Konzernabschluss ist in den Niederlanden erhältlich. Dieser Konzernabschluss wiederum wird in den Konzernabschluss der obersten Muttergesellschaft, Kureha Corporation, Tokio/ Japan, einbezogen, welcher in Tokio erhältlich ist.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024

Anschaffungskosten
01.04.2023 Zugänge Abgänge 31.03.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 44.768,96 1.360,09 0,00 46.129,05
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 327.523,97 3.130,85 0,00 330.654,82
372.292,93 4.490,94 0,00 376.783,87
Kumulierte Abschreibungen
01.04.2023 Zugänge Abgänge 31.03.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 44.296,96 734,84 0,00 45.031,80
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 306.929,39 6.129,24 0,00 313.058,63
351.226,35 6.864,08 0,00 358.090,43
Buchwerte
31.03.2024 31.03.2023
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 1.097,25 472,00
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.596,19 20.594,58
18.693,44 21.066,58

 

Düsseldorf, 11. April 2025

Kureha GmbH

Die Geschäftsführung

Akitoshi Hatamochi

Hiroyuki Tanaka

Satoshi Yamamoto

Lagebericht für das Geschäftsjahr 1. April 2023 bis 31. März 2024

Allgemeines

Die Kureha GmbH, Düsseldorf, (im Folgenden "Kureha") ist eine Vertriebsgesellschaft von modernen Werkstoffen ("Advanced Materials"), die von der obersten Muttergesellschaft Kureha Corporation in Tokio/ Japan, und weiteren verbundenen Unternehmen hergestellt werden. Kureha vertreibt insbesondere Kohlefaserprodukte in verschiedenen Designs, PVDF Harze als Grundstoff für Kunststoffteile wie Rohre, Folie und Platten unter dem Markennamen KF Polymer.

Die Wachstumsrate des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Deutschland sank von 1,9 % im Jahr 2022 auf -0,3 % im Jahr 2023 1. Der Wert der von Deutschland exportierten Waren ging um 1,4 % auf 1.562 Mrd. EUR zurück, während sich die Importe um 9,7 % auf 1.353 Mrd. EUR verringerten 2. Der private Konsum litt unter dem Kaufkraftverlust. Zudem haben hohe Bau- und Finanzierungskosten zusätzlich zum Fachkräftemangel und den hohen Energiepreisen die Investitionen in der Bauwirtschaft und dem energieintensiven Industriesektor gebremst. Die aktuellen Berechnungen haben bestätigt, dass für das Gesamtjahr 2024 das BIP im Vergleich zu 2023 um 0,2 % geringer ist. 3

1 Federal Statistical Office: German GDP falls by 0.3% in 2023 | Deutsche Bundesbank

2 Exports in December 2023: -4.6% on November 2023 - German Federal Statistical Office (destatis.de)

3 Gross domestic product: detailed results on economic performance in the fourth quarter of 2024 - German Federal Statistical Office

Für die Kureha Corporation ging der Umsatz auf konsolidierter Basis im Jahresvergleich um 7,0 % auf JPY 178,0 Mrd. zurück, während sich das Betriebsergebnis um 42,7 % auf JPY 12,8 Mrd. verringerte. Das Ergebnis vor Ertragsteuern verminderte sich um 39,5 %. Der den Eigentümern der Kureha Corporation zurechenbare Gewinn vor Steuern im Geschäftsjahr 2023/ 2024 sank im Vergleich zum Vorjahr auf JPY 9,7 Mrd (-42,3 %). Die niedrigeren Umsätze bei den PVDF-Bindemitteln für Lithium-Ionen-Batterien (LiB) im Automobilbereich des Segments "Advanced Materials" und weiteren hochwertigen Produkten haben zum verschlechterten Betriebsergebnis beigetragen.

Der Umsatz der Kureha GmbH, die zum Segment "Advanced Materials" der Kureha-Gruppe gehört, ist im Geschäftsjahr 2023/ 2024 insbesondere aufgrund der geringeren Umsätze mit KF Polymer-Produkten und Seaguar im Vergleich zu 2022/ 2023 gesunken.

Das Management ist überzeugt, dass der Haupttreiber des zukünftigen Wachstums vom KF Polymer-Geschäft, insbesondere dem Lithium-Ionen-Batteriegeschäft (LiB), abhängt. Die europäischen Batterie- und Autohersteller haben Schwierigkeiten mit der Massenproduktion für das LiB, trotzdem wird erwartet, dass die europäischen Batteriehersteller ihre Massenproduktion ab 2026/ 2027 starten werden 4. Wir erwarten, dass höhere Umsatzvolumina in 2026 erzielt werden können und planen den Abschluss von Verträgen mit Kunden.

4 Europa Batterieproduktion - Battery-News

Die detaillierte Situation des Unternehmens wird in den folgenden Abschnitten beschrieben.

Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2023/ 2024 verminderte sich der Umsatz um TEUR 4.304 auf TEUR 20.382. Die sinkenden Verkaufspreise aufgrund der sich stark vermindernden Rohmaterialpreise für KF Polymer-Produkte haben unseren Umsatz um TEUR 2.927 gesenkt, obwohl wir leicht höhere Mengen als im Vorjahr verkauft haben. Zudem sind die Umsätze mit Seaguar signifikant um TEUR 1.093 gefallen aufgrund eines vom Hauptkunden identifizierten Qualitätsproblems. Bei den Kohlefaserprodukten haben die angestiegenen Umsätze mit FR aufgrund der boomenden Nachfrage der Wärmepumpenindustrie den Großteil der Umsatzrückgänge mit CHOP kompensiert. Das operative Ergebnis verringerte sich von TEUR 1.994 im Vorjahr auf TEUR -747, einerseits aufgrund der gesunkenen Marge in 2023/ 2024 und andererseits aufgrund der notwendigen im Jahresabschluss zum 31. März 2024 gebildeten Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 922 für bereits zum 31. März 2024 kontrahierte verlustbringende Aufträge.

Insbesondere aufgrund der oben erwähnten Umsatzrückgänge wurde die Umsatzprognose von TEUR 23.204 für das Geschäftsjahr 2023/ 2024 aus dem Lagebericht des Vorjahres nicht erfüllt. Das prognostizierte operative Ergebnis von TEUR 770 konnte im Wesentlichen deshalb nicht erreicht werden, weil auch im Jahresabschluss zum 31. März 2024 noch einmal TEUR 922 für bereits kontrahierte verlustbringende Aufträge berücksichtigt werden mussten und zudem die Marge im Geschäftsjahr sank.

Die Umsatzerlöse der einzelnen Produktgruppen haben sich wie folgt entwickelt:

KF Polymer

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Nachfrage nach PVDF aufgrund der Rezession in der Bauwirtschaft zurückgegangen. Zudem sank der Preis für R-142b, das Rohmaterial für in China hergestelltes PVDF, signifikant. Wir haben daraufhin die Verkaufspreise für alle Kunden gesenkt und der Transferpreis für die Einkäufe wurde ebenfalls an die sinkenden Marktpreise angepasst, trotzdem war das Geschäft in diesem Segment weniger profitabel als im Vorjahr, da der Materialaufwand für die aus dem Vorjahresbestand verkauften Mengen noch hoch war. Start-up Unternehmen bei der Entwicklung von Lithium-Ionen-Batterien waren weiterhin aktiv. Wir haben Gespräche mit einigen LiB- und Automobilherstellern in Europa geführt, die überlegen, KF Polymere als LiB-Bindemittel einzusetzen und haben ihnen Muster verkauft.

Kohlefaserprodukte

Hauptmarkt für Kohlefaserprodukte wie FR Boards und CHOP sind die Automobilindustrie und die Halbleiterindustrie. In 2023/ 2024 gab es eine starke Nachfrage nach FR aufgrund der zunehmenden Produktion von Wärmepumpen. Im BAC-Geschäft konnten wir unsere Umsätze mit Materialien für Haushaltsprodukte nicht erhöhen aufgrund des schwächeren Geschäftsverlaufs, trotzdem haben wir fast die Umsatzhöhe des Vorjahres erreicht.

Seaguar

Kureha Gosen (KGC), eine Konzerngesellschaft, stellt KF Fasern her und unser Hauptkunde für das Produkt verkauft es unter dem Namen Seaguar nach Weiterverarbeitung zu Angelschnüren. Nachdem wir ihm im Mai 2023 KF Fasern verkauft haben, wurde ein Fehler im Erscheinungsbild bemerkt, der vorher nicht aufgefallen war. Während KGC versucht hat, das Problem zu beheben, konnten wir keine weiteren Umsätze im Geschäftsjahr 2023/2024 mit dem Kunden erzielen.

Vermögens- und Finanzlage

Der Rückgang der Vorräte um TEUR 4.456 ist hauptsächlich durch die Verringerung der Einkaufspreise für KF Polymere als Folge des signifikanten Rückgangs des Rohmaterialpreises für in China hergestelltes PVDF bedingt. Des Weiteren musste eine Wertberichtigung in Höhe von TEUR 922 für verlustbringende KF Polymer Verkaufsaufträge gebildet werden.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich um insgesamt TEUR 3.533 vermindert, hauptsächlich aufgrund geringerer Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR -4.222). Dieser Rückgang wurde teilweise kompensiert durch eine Verbindlichkeit aus Gewinnausschüttung gegenüber der Gesellschafterin Kureha Europe B.V. (+TEUR 690).

Der vereinfachte Cashflow (Jahresüberschuss/ -fehlbetrag zuzüglich Abschreibungen) verringerte sich auf TEUR -618 (Vorjahr TEUR 1.388). Die gezahlten Zinsen für Cashpoolverbindlichkeiten betrugen im Geschäftsjahr TEUR 8, die Zinserträge für Cashpoolguthaben TEUR 15. Im Geschäftsjahr 2023/ 2024 und bis zum Datum dieses Lageberichts konnte Kureha seinen Zahlungsverpflichtungen stets nachkommen.

Chancen- und Risikobericht

Chancen

Das KF Polymergeschäft für Lithium-Ionen-Batterien ist nach wie vor wichtig. Lithium-Ionen-Batterien sind eine Schlüsselkomponente von Elektrofahrzeugen und die Anzahl von Elektrofahrzeugen wird ab 2025 beständig zunehmen, da der Verkauf von neuen Verbrennungsmotoren voraussichtlich ab 2035 verboten sein wird. Wir werden weiterhin potentiell wachsenden LiB-Herstellern technische Unterstützung gewähren, um sie als Kunden zu gewinnen. Die Nachfrage nach Kohlefaserprodukten wie FR und CHOP, die in der Automobil- und Halbleiterindustrie genutzt werden, wird unseres Erachtens stabil bleiben. Zudem haben wir die Möglichkeit, unsere Umsätze mit Aktivkohle (BAC) und Microsphere (MS) auszuweiten. BAC hat Eigenschaften von hoher Festigkeit und Reinheit sowie geringer Staubentwicklung, was nützlich sein kann, um gefährliche Materialien herauszufiltern oder CO 2 aufzunehmen. MS ist eine thermisch erweiterbare Mikrokapsel, die in vielen verschiedenen Anwendungen genutzt werden kann. Wir versuchen neue Kunden dafür zu gewinnen, insbesondere in der 3D-Drucker-Industrie.

Risiken der zukünftigen Entwicklung

Sollte sich der jetzigen globalen Wirtschaftsabschwung fortsetzen, wird sich das negativ auf unsere Margen auswirken. Zudem werden nicht alle europäischen LiB-Projekte wie geplant funktionieren, es gibt ein Risiko für Verzögerungen oder Absagen abhängig von der Entwicklung der Situation. In diesem Fall müssten wir Umsatzvolumen in bereits existierenden Märkten sichern und potentielle Kunden in hochprofitablen Märkten gewinnen. Wir haben damit begonnen, Halbleiterindustrien anzusprechen, um KF Polymer-Muster zur Verfügung zu stellen. Andererseits hat die EU neue Beschränkungen für die Nutzung von PFAS (Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen) in Lebensmittelverpackungen beschlossen, die in 2026 unter der Verpackungs- und Verpackungsabfallverordnung in Kraft treten sollen. Die Kureha-Gruppe setzt sich dafür ein, dass Fluorpolymere einschließlich PVDF von weiteren Regulierungen ausgenommen werden.

Derzeit sehen wir keine bestandsgefährdenden Risiken für Kureha.

Prognosebericht

Die Umsatzerwartung für das Geschäftsjahr 2024/ 2025 liegt basierend auf der aktuellen Schätzung bei TEUR 18.035, was einen Rückgang um TEUR 2.347 gegenüber dem Geschäftsjahr 2023/ 2024 bedeutet. Hauptgrund für den erwarteten Umsatzrückgang sind sinkende Verkaufspreise für einzelne Kunden aufgrund der sinkenden Rohmaterialpreise für KF Polymere sowie die schwächere Nachfrage nach unseren Hauptprodukten aufgrund der weiterhin schwierigen ökonomischen Bedingungen.

Die Erwartung für das operative Ergebnis beträgt TEUR 1.601, was höher ist als das ursprünglich für 2023/2024 prognostizierte (TEUR 770). Hintergrund sind die Transferpreisanpassungen aufgrund der sinkenden Rohmaterialpreise und die Tatsache, dass die drohenden Verluste aus den am 31. März 2024 abgeschlossenen Verträge bereits im Jahresabschluss zum 31. März 2024 berücksichtigt werden mussten, so dass die Inanspruchnahme der Wertberichtigungen die Marge für das Geschäftsjahr 2024/ 2025 positiv beeinflussen wird.

Für das Geschäftsjahr 2025/ 2026 planen wir derzeit Umsätze von TEUR 14.785 und ein operatives Ergebnis von TEUR 1.146. Hintergrund der im Vergleich zu 2024/2025 signifikant niedrigeren Werte sind hauptsächlich geringere erwartete Umsätze mit KF Polymeren.

Geschäftsführung und Mitarbeiter

Es gab keine Veränderungen in der Geschäftsführung im Berichtsjahr.

Die Mitarbeiterzahl beträgt zum 31. März 2024 neun (inklusive des Geschäftsführers in Düsseldorf).

 

Düsseldorf, den 11. April 2025

Kureha GmbH

Die Geschäftsführung

Akitoshi Hatamochi

Hiroyuki Tanaka

Satoshi Yamamoto

Nachrichten & Medien

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