TopTEX-Textilverwertungs-GmbHLiquidiert
Peiner Straße 137, 38229 Salzgitter, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
TopTEX-Textilverwertungs-GmbHSalzgitterJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021LageberichtWirtschaftsbericht Ertragslage Das Geschäftsjahr 2021 ist geprägt durch die Erholung der Absatzmärkte nach der Covid 19-Pandemie. Während in 2020 noch zahlreiche Absatzmärkte faktisch geschlossen waren und keine Bestellungen mehr ausgelöst haben, hat sich der Absatz in 2021 wieder deutlich belebt. Als weiterhin negative Auswirkung der Pandemie verbleiben die hohen Transportkosten, da die Frachtraten für Container und Schiffe weiterhin deutlich über dem früheren Niveau verbleiben. Die Umsatzerlöse sind infolge der höheren Nachfrage um 33% auf € 10,5 Mio. angestiegen. Die Absatzerholung betrifft alle Absatzmärkte, so dass gestiegene Umsatzerlöse in allen Regionen verzeichnet wurden. Die Rohergebnis-Marge (Gesamtleistung abzüglich Materialaufwand) ist in 2021 auf 62% nach 45% im Vorjahr angestiegen. Hintergrund für dieses Ergebnis sind neben den gestiegenen Umsatzerlösen auch die Altverträge für Rohwaren, die sich teilweise noch auf einem Niveau aus der Covid-Zeit befanden. Ein weiterer Grund für die Steigerung liegt in den Verkäufen von selbst gesammelten Rohwaren, deren Verkaufspreise deutlich gestiegen sind. Absolut gesehen hat sich das Rohergebnis von € 3,7 Mio. in 2020 auf € 6,3 Mio. in 2021 verbessert. Insgesamt sind die Rohwarenpreise auch im Einkauf im Jahresverlauf durch die Verknappung der Altkleidersammlungen gestiegen. Diese Erhöhung entstand durch die geringeren Sammelquoten nach der Pandemiezeit und durch die gestiegenen Logistikkosten weltweit, die zu einer gesunkenen Attraktivität der amerikanischen Altkleidersammlungen bei den internationalen Abnehmern führte. Bereinigt um periodenfremde Aufwendungen sind die Personalkosten um € 440 Tsd. gestiegen trotz fast identischer Mitarbeiteranzahl. In 2020 wurde das Instrument der Kurzarbeit eingesetzt, so dass die Ausfälle in der Pandemie abgefedert werden konnten. In 2021 wurden wieder die regulären Löhne und Gehälter gezahlt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen ohne Wertberichtigungen auf Forderungen sind um € 0,5 Mio. auf € 2,1 Mio. angestiegen. Ursächlich für den Anstieg sind vor allem gestiegene Frachtkosten (plus € 0,3 Mio.) infolge höherer Absatzmengen und teurerer Frachtraten. Außerdem sind die Kosten für Rechtsberatung sowie Abfallbeseitigung um jeweils € 0,1 Mio. angestiegen. Alle übrigen Kosten sind weitgehend unverändert zum Vorjahr. Die Wertberichtigungen in Höhe von € 114 Tsd. beruhen auf uneinbringlichen Forderungen gegenüber einem Kunden in Übersee, der bereits im Vorjahr um € 442 Tsd. wertberichtigt wurde. Aufgrund der oben beschriebenen Punkte hat sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern auf € 568 Tsd. in 2021 verbessert von € -1,1 Mio. im Pandemie-beeinflussten Vorjahr. Dieses Ergebnis aus dem operativen Geschäft erreicht damit annähernd wieder das Niveau von 2019 (€ 742 Tsd.). Das Finanzergebnis hat sich um € 5 Tsd. auf € -80 Tsd. verbessert und umfasst die an die Kreditinstitute geleisteten Zinsaufwendungen. Im Saldo schließt die Gesellschaft das Geschäftsjahr mit einem Jahresüberschuss von € 457 Tsd. ab und damit um über € 1,7 Mio. besser als im Vorjahr. Eine Belastung mit Ertragsteuern ergibt sich nicht in 2021 aufgrund der steuerlichen Verlustvorträge aus dem Vorjahr. Vermögenslage Die Bilanzsumme per 31.12. lieg unverändert bei € 9,1 Mio. Das Umlaufvermögen ist allerdings um € 0,2 Mio. angestiegen. Während die Warenbestände um € 0,3 Mio. reduziert werden konnten, sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände um € 0,2 Mio. angestiegen im Wesentlichen infolge der höheren Umsatzerlöse. Das Anlagevermögen ist abschreibungsbedingt signifikant niedriger. Wesentliche Zugänge betreffen Software für die Warenwirtschaft und das Rechnungswesen mit € 43 Tsd. und kleinere Anschaffungen bei der Betriebsausstattung. Das Eigenkapital hat sich infolge des Jahresüberschusses um € 457 Tsd. erhöht. Aufgrund der weitgehend unveränderten Bilanzsumme steigt die Eigenkapitalquote auf 6%. Finanzlage Der Cashflow lag im Geschäftsjahr bei € 0,2 Mio., so dass sich der Liquiditätsbestand auf den laufenden Konten per 31.12. von € 1,1 Mio. auf € 1,3 Mio. verbessert hat. Der operative Cashflow hat sich auf € 682 Tsd. verbessert in 2021. Zum einen wurde ein operatives Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von € 837 Tsd. erzielt, zum anderen hat sich das Working Capital weiter erhöht. Die Warenbestände wurden zwar um € 266 Tsd. abgebaut, allerdings sind die Außenstände bei Kunden um € 264 Tsd. gestiegen und die Verbindlichkeiten bei den Lieferanten wurden um € 284 Tsd. abgebaut. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt € -75 Tsd. und umfasst die Investitionen in Sachanlagen. Aus den Abgängen von Sachanlagen wurden in 2021 Erlöse von € 2 Tsd. erzielt. Nachtragsbericht Der Geschäftsverlauf in 2022 ist von einer deutlichen Verschlechterung der Rohmarge geprägt. Während die Umsatzerlöse auf dem Niveau von 2021 liegen, hat sich der Wareneinsatz deutlich erhöht. Der Grund für diese erhebliche Verschiebung der Rohmarge liegt in den stark gestiegenen Preisen für Rohmaterial auf dem Markt für Altkleidersammlungen. Die Verknappung der Rohware, die sich in 2021 zeigte, setzte sich auch in 2022 fort. Die Einkaufspreise stiegen im Durchschnitt um über 100% gegenüber 2020. Da sich aber im gleichen Zuge die Verkaufspreise der Fertigware bei unseren internationalen Kunden nicht erhöhen ließen, war eine erhebliche Verringerung der Rohmarge die Folge. Die Erhöhung des Mindestlohns in 2022 um 20% trifft die Gesellschaft stark, da im Sortierbereich viele Mitarbeiter als ungelernte Arbeitskräfte auf Basis des Mindestlohns bezahlt werden. Die Geschäftsleitung hat aufgrund dieser Entwicklungen entschieden, die Nachsortierung der Altkleidersammlungen in die Türkei zu verlagern und zu diesem Zweck ein eigenes Unternehmen in der Nähe von Bursa (Türkei) aufzubauen. Da die Entscheidung zur Auslagerung der Nachsortierung erhebliche Effekte auf den Geschäftsinhalt der Gesellschaft hat, wurde das Personal in 2022 reduziert. Die Einsparung dieser Kosten wird aber durch die langen Kündigungsfristen und erwarteten Abfindungszahlungen noch nicht im Jahresabschluss 2022 ersichtlich sein. Die verbliebenen Sortierkapazitäten im Bereich der Nachsortierung wurden ab dem dritten Quartal 2022 durch die Sortierung von Restposten und Warenrückläufern genutzt. Dieser Geschäftszweig soll weiter ausgebaut werden. Insgesamt ist für das Geschäftsjahr 2022 durch die vorgenannte Transformation des Geschäfts mit einem erheblichen Verlust in der Gesellschaft zu rechnen. Prognosebericht Die verbliebene Vorsortierung und der Aufbau der Sortierung der Restposten sowie Rückläufer versprechen auf der Basis der Nutzung der Sortiererfahrung der Gesellschaft sehr positive Effekte. Die Entscheidung zur Auslagerung der Nachsortierung wird erheblich zu einer Verringerung der erwarteten Verluste für 2022 beitragen. Durch den erfolgreichen Abschluss eines Exklusivvertrages zur Verwertung der Restposten und Rückläufer mit einem der größten Discounter Deutschlands in 2022 werden neue Geschäftsfelder aufgebaut, die auch Synergieeffekte mit der Altkleiderbranche mit sich bringen. Durch die hohen Verkaufspreise für die gesammelten Altkleidersammlungen und dem zusätzlichen Angebot der Gesellschaft zur Vorsortierung dieser Altkleidersammlungen für ihre Kunden (Entfernung von Müllanteilen und nicht für die Logistik geeigneter Inhalte), ergeben sich weitere profitable Geschäftsfelder. Bericht zu Chancen und Risiken Langfristig ist nach wie vor von einem positiven Geschäftsumfeld für die Gesellschaft auszugehen. Die Nachfrage nach Altkleidersammlungen von Sortierbetrieben wird durch die stabile Marktsituation in diesem Segment mindestens gleichbleiben und eher wachsen. Der gesamte Markt für die Restpostensortierung wird durch die gesetzlichen Änderungen im Kreislaufwirtschaftsgesetz, die ab 2025 vollständig in Kraft treten, erheblich wachsen. Durch die im neuen Kreislaufwirtschaftsgesetz enthaltenen Neuregelungen zur sinnvollen Verwertung gebrauchsfähiger Güter im Sinne der erweiterten Produktverantwortung (Obhutspflicht), die eine Vernichtung dieser Güter untersagt sowie der Transparenzpflicht zur Verwertung dieser Güter, für die die Gesellschaft ein eigenes Nachverfolgungssystem für ihre Kunden anbietet, wird sich dieses Geschäftsfeld im Markt insgesamt und auch für die Gesellschaft weiter positiv entwickeln. Die Chancen aus den vorgenannten Geschäftsfeldern wurden von der Gesellschaft erkannt und konsequent verfolgt. Risiken ergeben sich aus der allgemeinen politischen Situation durch den seit dem ersten Quartal 2022 ausgebrochenen Krieg Russlands mit der Ukraine sowie den daraus folgenden Sanktionen der EU. Hintergrund hier ist der Wegfall dieser für die Produkte der Gesellschaft wichtigen Absatzmärkte. Weiterhin sind durch diesen Krieg erhebliche Veränderungen in den Zielländern unserer Kunden durch Devisenverschiebungen und steigender Inflation zu erkennen, was zu einer Marktverschlechterung auf der Absatzseite führen kann.
Salzgitter, den 22. Dezember 2022 Geschäftsführung der TopTEX-Textilverwertungs-GmbH BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Der Firmenwert aus der Akquisition der Firma Thomas Doll Textilrecycling GmbH wird über einen Zeitraum von 15 Jahren linear abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände pro rata temporis linear vorgenommen. Die Anschaffungskosten der Zugänge an beweglichen geringwertigen Anlagegegenständen mit Anschaffungskosten im Einzelnen bis zu € 800,- (GWG) werden gm. § 6 Abs. 2 EStG im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet: - Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Nicht sortierte Altkleider in den Sammelcontainern, LKWs und auf dem Werksgelände werden als Rohware ausgewiesen und zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten und -preisminderungen bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Bereits im Werk sortierte Ware wird als fertige Erzeugnisse ausgewiesen und zu Herstellungskosten bewertet. Diese umfassen neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie den anteiligen Werteverzehr des Anlagevermögens. Von dem Wahlrecht, Fremdkapitalzinsen nach § 255 Abs. 3 HGB mit zu aktivieren, wird kein Gebrauch gemacht. Allen erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlich langer Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, wird bei der Bewertung Rechnung getragen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalbetrag angesetzt. Erkennbaren Einzelrisiken ist durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen, dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen. Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter den Rechnungsabgrenzungsposten aktiv abgegrenzt. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten für Beiträge zur Berufsgenossenschaft und Sozialversicherung sowie für die Jahresabschlusserstellung und -prüfung gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Rückstellungen und die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.
Abschreibung auf Geschäfts- oder Firmenwert Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wurde aktiviert. Als betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer werden 15 Jahre festgelegt. Die Gründe für eine betriebliche Nutzung mit einer geschätzten Nutzungsdauer von 15 Jahren sind: etablierter Name der Firma Thomas Doll Textilrecycling GmbH im süddeutschen Raum und langfristige Verträge mit den Kommunen. Angaben zu Forderungen gegenüber Gesellschaftern Der Wert der Forderungen gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00). Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von EUR 4.097.203,91 (Vorjahr: EUR 4.662.901,15) durch Grundschulden bzw. Sicherungsübereignung belegt. Angabe zu Restlaufzeitvermerken Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt EUR 4.476.120,42 (Vorjahr: EUR 4.251.604,29). Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt EUR 3.335.959,26 (Vorjahr: EUR 4.053.117,51). Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf EUR 261.234,30 (Vorjahr: EUR 26.476,76). Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: Senol Torun, Unternehmer Serdal Torun, Unternehmer Vergütungen der Geschäftsführer Als Vergütung für die geleisteten Tätigkeiten im Berichtsjahr wurden EUR 67.500,00 gewährt. Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehendes Unternehmen berichtet:
Vorgänge von besonderer Bedeutung Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind folgende Vorgänge von besonderer Bedeutung, die weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt sind, eingetreten: Durch einen Preissprung im Einkauf der Altkleidersammlungen hat sich der Wareneinsatz deutlich erhöht. Zudem sind die Kosten für den Seetransport weiter angestiegen. Diese Kostensteigerungen lassen sich nicht vollständig an die internationalen Kunden weitergeben, so dass sich das Betriebsergebnis deutlich verschlechtert hat. Des Weiteren wurde im Jahresverlauf 2022 ein neues Geschäftsfeld mit Verwertung von Restposten, die nicht nur Textilien umfassen, erschlossen und zudem entschieden, einen neuen Sortierbetrieb bei einer nahestehenden Gesellschaft in der Türkei mit aufzubauen. Beides hat zunächst zu Umstrukturierungen und Anlaufkosten in der TopTEX geführt. Insoweit ist für 2022 mit einem negativen Jahresergebnis zu rechnen. Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresüberschuss beträgt EUR 456.843,31. Auf neue Rechnung werden EUR 456.843,31 vorgetragen. Unterschrift der Geschäftsführung sonstige Berichtsbestandteile
gez. Senol Torun und Serdal Torun Geschäftsführer Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 30.06.2023 festgestellt. BestätigungsvermerkIn dem beigefügten, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zum vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt: An die TopTEX-Textilverwertungs-GmbH Eingeschränkte Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der TopTEX-Textilverwertungs-GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der TopTEX-Textilverwertungs-GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die modifizierten Prüfungsurteile" beschriebenen SAchverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften. Der Jahresabschluss vermittelt mit Ausnahme dieser möglichen Auswirkungen unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht mit Ausnahme des im Abschnitt "Grundlage für die modifizierten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen, mit Ausnahme der Auswirkungen dieses Sachverhalts, steht dieser Lagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkungen der Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile In einer Größenordnung von T€ 572 werden Rückstellungen für Sozialversicherungsbeiträge ausgewiesen, obwohl die Deutsche Rentenversicherung angekündigt hat, weitere Nachforderungen in Höhe von T€ 312 für eventuelle Säumniszuschläge zu erheben. Dieses Risiko können wir nicht abschließend beurteilen. Dieser Sachverhalt beeinträchtigt auch die im Lagebericht erfolgte Darstellung des Geschäftsverlaufs einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft sowie die Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung. Das Vorhandensein der Vorräte in Höhe von T€ 2.643 ist nicht ausreichend nachgewiesen, weil wir die Inventur nicht beobachten und durch alternative Prüfungshandlungen keine ausreichende Sicherheit über deren Bestand gewinnen konnten. Wir können daher nicht ausschließen, dass Änderungen insbesondere am Ausweis der Vorräte, des Jahresergebnisses sowie des Eigenkapitals hätten vorgenommen werden müssen. Dieser Sachverhalt beeinträchtigt möglicherweise auch die Darstellung des Geschäftsverlaufs im Lagebericht einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft sowie die Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung. Die Werthatigkeit des Anteils an verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 405 ist nicht hinreichend nachgewiesen, weil wir durch alternative Prüfungshandlungen keine Sicherheit über den Wert des Anteils gewinnen konnten. Wir können daher nicht ausschließen, dass Änderungen insbesondere am Ausweis der Anteile, des Jahresergebnisses sowei des Eigenkapitals hätten vorgenommen werden müssen. Dieser Sachverhalt beeinträchtigt möglicherweise auch die Darstellung des Geschäftsverlaufs im Lagebericht einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft sowie die Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung. Wir haben unsere Prüfungen des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind vom dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere eingeschränkten Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreter und der Gesellschafterversammlung für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sidn die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zu Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Die Gesellschafterversammlung ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit dem bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschrften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemässes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und dem für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser System der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern geschätzten Werte und den damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisses oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalte des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortliche unter anderen den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Göttingen, den 9. Juni 2023 Dr.
Kloppenburg und Partner GmbH
Dipl.-Kffr. Ilse Hellner-Borchard, Wirtschaftsprüferin |
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