Tele Columbus Kabel Service GmbHLiquidiert

10553 Berlin, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 26930
Vorher
Kabel-Service Berlin GmbHTele Columbus Kabel-Service GmbH
Eingetragen
5.11.2004
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaftenHerstellung von Geräten und Einrichtungen der Telekommunikationstechnik
Gegenstand
Der Erwerb, die Verwaltung und das Management von Unternehmen der Kabelnetzbranche sowie von Beteiligungen an solchen sowie die Projektierung, die Planung, das Errichten, der Betrieb und die Vermietung von Kabelnetzen aller Art und der damit jeweils verbundenen Kommunikationssysteme.

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Sandra Behnert
seit 10.7.2023
Prokura
Markus Oswald
seit 15.2.2023
Geschäftsführer
Jens Alfred Kassner
seit 17.12.2010
Prokura
Jörn Fiebig
seit 17.12.2010
Prokura

Konzern- und Jahresabschlüsse

Kabel-Service Berlin GmbH

Kurfürstendamm 65
10719 Berlin

Jahresabschluss zum 31.12.2007

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2007

Kabel-Service Berlin GmbH, Berlin

                                                                                                                        

 

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

 

Der deutsche Kabelmarkt befindet sich derzeit in einer starken Konsolidierungsphase. Die großen Netzebene 3- und 4-Betreiber verfolgen zurzeit eine Strategie der regionalen Bestandsbereinigung, mit dem Ziel, sich zukünftig in den verbleibenden Kernregionen optimal gegenüber den Wettbewerbern zu positionieren.

 

Die Verbreitungsgebiete für die digital-terrestrischen Signale (DVB-T) sind in 2007 weiter im gesamten Bundesgebiet erweitert worden, zurzeit werden 85% der Bevölkerung in Deutschland erreicht. Dieser Anteil soll bis Ende 2008 auf ca. 90% erhöht werden.

 

Zudem hat die Deutsche Telekom AG, Bonn, im Mai 2006 mit dem Ausbau eines VDSL-Glasfasernetzes in ausgewählten Großstädten, darunter auch Berlin, Hamburg, Hannover und Leipzig, begonnen. Neben dem Angebot von Festnetz-Telefonie-Diensten und breitbandigem Internetzugang wird auch die Radio- und Fernsehversorgung über den VDSL-Anschluss möglich sein; diese Triple Play-Angebote sind mit unterschiedlichen Datenraten sowie mit verschiedenen Programminhalten abonnierbar. Die Tele Columbus-Gesellschaften werden ab Mitte 2008 mit Verfügbarkeit des DOCSIS 3.0 - Standards (Data Over Cable Service Interface Specification) aufgrund unserer bereits optimierten Cluster bis zu 100 Mbit/s je Kunde anbieten können und haben damit ein absolutes Alleinstellungsmerkmal im Wettbewerb zu VDSL.

 

 

2. Gesellschaftsrechtliches Umfeld

 

Die Tochtergesellschaften der Escaline S.à r.l. ("Escaline-Gruppe") bzw. der Orion Cable GmbH ("Orion Cable-Gruppe") sind als Kabelnetzbetreiber im gesamten Gebiet der Bundesrepublik Deutschland tätig. Das Basisgeschäft besteht im Betrieb und in der Verwaltung von Breitbandkabelanlagen mit teilweise eigenen Satellitenempfangsanlagen zur Versorgung von Wohnanlagen diverser Wohnungsunternehmen bzw. deren Mietern mit Fernseh- und Hörfunksignalen, Internet sowie Telefonie. Zum Betrieb der Anlagen gehören der Service und die Wartung hierfür sowie die Betreuung der angeschlossenen Kunden und das Inkasso.

 

Die bisherige unmittelbare Mehrheitsgesellschafterin der Kabel-Service Berlin GmbH, Berlin, die Tele Columbus GmbH & Co. KG, Hannover, ist mit Wirkung zum 1. Januar 2007 auf die Tele Columbus Kabel Holding GmbH, Hannover, angewachsen. Die Tele Columbus Kabel Holding GmbH ist anschließend in Tele Columbus GmbH, Hannover, umbenannt worden. Zudem ist die Orion Cable II GmbH, Hannover, mit Wirkung zum 14. April 2007 auf die Tele Columbus GmbH verschmolzen worden.

 

Die gesamte Orion Cable-Gruppe umfasst insgesamt circa 3,2 Millionen Endkundenverhältnisse der Netzebene 4. Das Jahr 2007 war maßgeblich geprägt durch Integrations- und Restrukturierungsmaßnahmen für die gesamte Gruppe, um dadurch eine zukunftssichere Position zu erlangen. Zu nennen ist hierbei insbesondere die Trennung des Vertriebes in die Bereiche wohnungswirtschaftliche Großkunden und Einzelkunden; gerade im Bereich der Einzelkundenvermarktung steht die Gewinnung von Kunden in den neuen Segmenten Internet, Telefonie und digitale Zusatzdienste im Mittelpunkt. Damit einher geht ein Zusammenführen der jeweiligen Mitarbeiter in eigenständigen Gesellschaften, um eine effiziente aber auch schlagkräftige Struktur zu schaffen. Diese Restrukturierung führte bei der Kabel-Service Berlin GmbH, Berlin, dazu, dass die meisten der bislang bei dieser Gesellschaft geführten Mitarbeiter an andere Konzerngesellschaften übergeleitet wurden. Für Abfindungsansprüche wurden im Jahresabschluss Rückstellungen in Höhe von T€ 649 gebildet.

 

Im Rahmen der Integration der einzelnen Gesellschaften innerhalb der Orion Cable-Gruppe sind in 2007 verschiedene Maßnahmen initiiert bzw. umgesetzt worden. Neben den bereits erwähnten strategischen Entscheidungen und Personalmaßnahmen sind auch Prozessopti­mierungen und -vereinheitlichungen angestoßen worden. Die vollen Auswirkungen in den Finanzzahlen werden erst für die Folgejahre erwartet. Zu nennen ist insbesondere eine verstärkte eigenständige Versorgung mit Signalen; hierzu sind bestimmte Regionen definiert worden, in denen in den Jahren 2008 bis 2010 verstärkte Investitionen durchgeführt werden.

 

 

3. Wesentliche Geschäftsvorfälle/Veränderungen im Geschäftsjahr

 

Die Tele Columbus GmbH hat am 17. September 2007 mit der Kabel Deutschland GmbH, Unterföhring, eine Vereinbarung zum Verkauf von Gesellschaften bzw. Beständen in den Regionen Norddeutschland, Bayern und Rheinland-Pfalz abgeschlossen. Die Kabel-Service Berlin GmbH ist von dieser Vereinbarung nicht betroffen, allerdings ist geplant, dass die Kabel Deutschland GmbH ihren Anteil an der Kabel-Service Berlin GmbH (24%) an die Tele Columbus GmbH verkauft.

 

Die Omega I S.à r.l., Luxemburg, eine mit der Kabel-Service Berlin GmbH, Berlin, auf Stufe der obersten Konzerngesellschaft Escaline S.à r.l., Luxemburg, verbundene Gesellschaft, hat mit Wirkung zum 4. Oktober 2007 mehrere Aktienpakete der PrimaCom AG, Mainz, erworben und kommt insgesamt auf eine Beteiligung von rund 68%. Zusammen mit den bereits im Eigentum der Orion Cable GmbH, Hannover, befindlichen Aktien von 22% ist somit auf Stufe der Escaline S.à r.l. eine deutliche Mehrheitsbeteiligung erzielt worden.

 

Der bisherige Sitz der Gesellschaft am Kurfürstendamm soll im Frühjahr 2008 an den Sitz der Schwestergesellschaft ewt multimedia GmbH, Hannover, verlagert werden. Für die erwartete Abstandszahlung aus dem derzeitigen Mietvertrag wurde eine Rückstellung in Höhe von T€ 406 gebildet.

 

 

 

 

 

 

4. Darstellung der Gesellschaft

 

Auswirkung auf Umsatz und Kosten

 

Die KDVS hatte mit Wirkung zum 1. Januar 2006 für den Kabelfernsehanschluss eine Preis­erhöhung vorgenommen, die an die Kunden entsprechend weitergegeben wurde. Bedingt durch die vertraglichen Regelungen waren die vollen Auswirkungen im Bereich Umsatz und Signalkosten erst ab 2007 ersichtlich.

 

 

Investitionen

 

Die Multimedia-Ge­schäftsfelder (insbesondere breitbandiges Internet, Telefonie-Dienste und digitale Zusatzdienste) werden im Rahmen weiterer Kundenbindungen und zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit ausgeweitet. Neben dem Internetprojekt des Tele Columbus-eigenen Produktes bestehen Reseller-Internetkundenverhältnisse. Um den breitbandigen Kabelanschluss im Rahmen der technischen und wirtschaftlichen Möglichkeiten für weitere Anwendungen im Bereich neue Dienste zu nutzen, ist in Teilbereichen eine technische Aufrüstung der Netz­ebene 4 auf 862 MHz, teilweise mit Rück­ka­nal für interaktive Dienste, notwendig. Zum Ende des Geschäftsjahres 2007 waren bereits 58% (Vj.: 56%) der installierten Wohneinheiten auf 862 MHz auf­ge­rüstet. Die Gesamt­investitionen haben im Geschäftsjahr 2007 T€ 2.509  (Vj.: T€ 2.633) betragen.

 

Bedingt durch die bereits erwähnte strategische Neuausrichtung der Gruppe wird davon ausgegangen, dass die Akzeptanzentwicklung für die neuen Medien im Zeitverlauf stark wächst. Neben der Gewinnung von Neukunden steht hierbei auch die Stärkung der bestehenden Kundenverhältnisse im Mittelpunkt.

 

 

Vertragsabschlüsse

 

Im Lauf des Geschäftsjahres 2007 wurden insgesamt vier nennenswerte Verträge von der Wohnungswirtschaft mit einem Gesamtvolumen von ca. 6.600 fakturierten Wohneinheiten (WE) gekündigt. Dies betraf den Vertrag der Eisenbahner Siedlungsgesellschaft Berlin mbH, Berlin, zum 1. Januar 2007 mit ca. 4.300 WE, den Vertrag der BETA Immobilien GmbH, Berlin, zum 1. Januar 2007 mit ca. 1.260 WE, den Vertrag der FELIX Wohnungsgenossenschaft eG, Berlin, zum 31. August 2007 mit ca. 670 WE sowie den Vertrag der STADT UND LAND Wohnbauten-Gesellschaft mbH, Berlin, zum 1. Mai 2007 mit ca. 400 WE.

 

 

5. Darstellung der Lage

 

a) Ertragslage

 

Die Anzahl der fakturierten Wohneinheiten beträgt zum Stichtag ca. 291.300 (Vj.: 301.400).  Die Umsatzerlöse sind um T€ 331 auf T€ 28.106 gesunken. Die Akzeptanz (fakturierte Wohneinheiten/Gestattungen) beträgt rund 73% (Vj.: 65,8%).

 

Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen T€ 7.957 (Vj.: T€ 5.412). Darin enthalten sind Erträge aus Leistungsvergütungen in Höhe von T€ 3.284 (Vj.: T€ 3.216) und aus der Auflösung sonstiger Rückstellungen in Höhe von T€ 2.010 ( Vj.: T€ 180).

 

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen sind um insgesamt T€ 871 auf T€ 21.073 gesunken. Die Signalbezugsaufwendungen betragen T€ 16.401 (Vj.: T€ 17.063). Der Rückgang ist insbesondere durch die im Vorjahr gebildeten Rückstellungen für Abrechnungsdifferenzen mit der KDVS sowie einen gegenläufigen Effekt aus Preiserhöhungen begründet.

 

Die Personalkosten betragen T€ 6.768 (Vj.: T€ 3.745). Darin enthalten sind Abfindungen in Höhe von T€ 3.366.

 

Die Abschreibungen liegen mit T€ 6.388 über Vorjahresniveau (Vj.: T€ 6.175). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um insgesamt T€ 557 auf T€ 3.082 gestiegen.

 

Insgesamt ist daher der Jahresfehlbetrag um T€ 1.132 auf T€ 3.825 gestiegen.

 

Das Zinsergebnis beträgt T€ ./. 2.573 (Vj.: T€ ./. 2.140).

 

 

b) Vermögens- und Finanzlage

 

Der Cash Flow, definiert als Jahresüberschuss zuzüglich Abschreibungen plus Zuführung zu Restrukturierungsrückstellungen für Arbeitnehmeransprüche und Mietkosten, beträgt T€ 3.618 (Vj.: T€ 3.482). Der Free Cash Flow, definiert als Cash Flow abzüglich Investitionen, beträgt T€ 1.109 (Vj.: T€ 850).

 

Im Geschäftsjahr 2007 ist ein Jahresfehlbetrag in Höhe von T€ 3.825 entstanden, dieser Verlust führt zu einem negativen Eigenkapital in Höhe von T€ 2.205 zum Stichtag 31. Dezember 2007. Die Konzern-Geschäftsführung hat durch einen unabhängigen Gutachter eine Stellungnahme zum Nettovermögen (unter Berücksichtigung des Marktwertes je fakturiertem Kunden) erhalten. Das Ergebnis zeigt an, dass das Nettovermögen der Gesellschaft wirtschaftlich höher ist, als es sich aus dem Jahresabschluss ergibt. Die Geschäftsführung sieht daher keine Anhaltspunkte dafür, dass eine Überschuldung im insolvenzrechtlichen Sinne besteht.

 

In Höhe von T€ 30.688 (Vj.: T€ 34.120) bestehen Verbindlichkeiten gegenüber der Tele Columbus GmbH aus dem ACMS. Die Refinanzierung auf Ebene der Tele Columbus GmbH erfolgt im Wesentlichen über langfristige Gesellschafterdarlehen.

 

Die durchschnittliche Restlaufzeit der Gestattungsverträge beträgt zum Stichtag knapp 4,6 Jahre (Vj: 5 Jahre).

6. Hinweise auf die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

 

a) Darstellung des Risikomanagementsystems

 

Im Rahmen eines Risikomanagements werden interne und externe Faktoren, die wesentliche finanzielle Risiken der zukünftigen Entwicklung bzw. Bestandsrisiken darstellen können, gemeinsam für die gesamte Tele Columbus-Gruppe benannt sowie Schwellenwerte festgelegt, ab denen die Tele Columbus GmbH, Hannover, einzubinden ist; hierbei muss der Aspekt der Wesentlichkeit erfüllt sein. Grundsätzlich findet die Verwaltung der Risiko­positionen in den operativen Einheiten statt und liegt in der Verantwortung der Geschäfts­führung bzw. Niederlassungsleitung. Die Koordination des Risikomanagements für alle Gesellschaften erfolgt durch das zentrale Tele Columbus-Gruppen-Controlling. Bei Überschreitung der Schwellenwerte ist die sofortige Einschaltung bzw. Information der Tele Columbus-Geschäftsführung notwendig.

 

Darüber hinaus findet ein regelmäßiger Austausch und Zustandsbericht sowohl über die Chancen- als auch über die Risikopositionen statt, so z. B. anlässlich der regelmäßigen Controllinggespräche zwischen der Tele Columbus-Geschäftsführung und den Geschäfts­führern/Niederlassungsleitern, des jährlichen Budgetgesprächs und der Geschäftsführer­sitzungen.

 

Als weitere Instrumente des Chancen- und Risikomanagements sind ein aktives, monatliches Beteiligungscontrolling der Tele Columbus-Gruppe, kurz- und mittel­fristige Liquiditätsplanungen sowie vertriebliche und technische gesellschaftsinterne Aus­wertungen implementiert.

 

 

b) Darstellung potenzieller Chancen und Risiken

 

Die Fortführung des Unternehmens ist, trotz der bilanziellen Überschuldung, durch Einbindung in das Cash Management System und durch den Nachweis des positiven Nettovermögens (unter Berücksichtigung des Marktwertes je fakturiertem Kunden) gesichert.

 

Die Gesellschaft hat bereits einen Teilbestand der Netzebene 4 auf 862 MHz-Technik aufgerüstet. Die bedarfsgerechte Aufrüstung, um den Kun­den neue Dienste (insbesondere Internet, Telefonie und Digital-TV) anbieten zu können, wird auch zukünftig betrieben. Hierzu werden in enger Abstimmung zwischen Technik und Projektcontrolling vorab Projektkalkulationen gerechnet, um die Wirtschaftlichkeit dieser Investitionen zu gewährleisten.

 

Im Zuge der Umrüstungen werden bestehende Hausverteilanlagen erweitert bzw. gegen neue ersetzt; je nach Alter der Anlagen werden somit Verluste aus Anlagenabgängen möglich. Das Angebot neuer Dienste wird die Attraktivität des Kabelanschlusses erhöhen, so dass das Substitutionsrisiko durch das Betreiben privater lokaler Satellitenanlagen, den Empfang terrestrisch-digitaler Signale (DVB-T) oder durch die Nutzung des VDSL-Anschlusses der Deutsche Telekom AG, Bonn, vermindert wird. Zurzeit kann noch nicht abschließend beurteilt werden, welche Auswirkungen sich aus der Einführung von VDSL für die Gesellschaft ergeben werden.

 

Durch das Angebot von Telefonie-Diensten können die bestehenden Kundenverträge ge­sichert und mittelfristig neue Kunden für das Kabelfernsehen gewonnen werden. Dies wird auch durch attraktive Produkt-Bundle-Angebote (Kabelfernsehen zusammen mit Internet und Telefonie) verstärkt.

 

Zurzeit ist ein verstärkter Wettbewerb insbesondere durch die Netzebene 3-Betreiber bei der Akquisition von Gestattungsverträgen festzustellen. Dies könnte dazu führen, dass geringere Mengenzuwächse realisiert werden oder dass die erwarteten Renditen in Einzelfällen geringer ausfallen könnten, um bestimmte strategisch interessante Verträge zu gewinnen oder zu behalten. Auch besteht die Gefahr, dass bei Vertragsverlängerungen entweder geringere Ergebnisse als bislang erzielt werden oder dass einzelne Bestände nicht verlängert werden könnten.

 

Durch die Möglichkeit, terrestrisch-digitale Signale (DVB-T) kostenfrei zu empfangen, sind insbesondere in Gebieten mit einem hohen Anteil von Einzelnutzerverträgen, die ent­sprechend hochpreisig sind, höhere Kündigungen von bestehenden Anschlussverträgen zu erwarten. Auch kann es in diesen Gebieten schwieriger werden, umzugsbedingte Kündi­gungen durch die Akquisition des Nachmieters zu kompensieren. Es bedarf daher erhöhter Marketing- und Kundenbindungsmaßnahmen, um eine stärkere Kundenabwanderung zu verhindern. Zudem werden zusätzliche Investitionen notwendig sein, um die Attraktivität des Kabelanschlusses langfristig zu erhalten und zu stärken.

 

Die GEMA-Gruppe hat im Dezember 2007 einen neuen Tarif für die von den Kabelnetzbetreibern zu zahlende Urheberrechtsvergütung aufgestellt. Dieser neue Tarif sieht eine deutliche Erhöhung der zu zahlenden Gebühren vor; die Geschäftsführung geht jedoch davon aus, dass diese Erhöhungen grundsätzlich an die Endkunden weitergegeben werden können bzw. in Ausnahmefällen auch durch höhere Einspeisentgelte, die die Tele Columbus von einzelnen Fernsehsendern in neuen Verhandlungen zu erhalten versucht, teilweise abgefedert werden können, so dass insgesamt eine aus der GEMA-Erhöhung resultierende Ergebnisbelastung minimiert wird. Der neue Tarif sieht zudem grundsätzlich eine Rückwirkung auf den 1. Januar 2007 vor; die Geschäftsführung geht jedoch basierend auf den bisherigen Verhandlungen davon aus, dass über die im Jahresabschluss bereits berücksichtigten Beträge hinaus keine weiteren Gebühren erhoben werden.

 

Die anhaltend hohe Bevölkerungsabwanderung in Ballungsräumen führt teilweise zu einem Überangebot an Wohnraum. Der hieraus resultierende wachsende Leerstand oder gar Rückbau von Objekten kann zu Entgeltreduzierungen führen; einem möglichen Ertragswertverlust wird durch Zusatzvereinbarungen begegnet, in denen zum Beispiel die Vertragslaufzeit verlängert wird oder eine Entgeltanpassung über den verbleibenden Bestand vorgenommen wird.

 

 

7. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

 

Mit Pressemitteilung vom 3. April 2008 hat das Bundeskartellamt die Zustimmung zu der unter Punkt 3 benannten Transaktion bekannt gegeben. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nicht eingetreten.

 

8. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

 

Für 2008 sind weitere strukturelle Schritte geplant. Auch sind weitere Maßnahmen innerhalb anderer Regionen zur Optimierung der Abläufe möglich.

 

Zukünftig werden weiterhin Anstrengungen zur Erweiterung des Kundenpotenzials unternommen. Hier wird insbesondere durch die Vermarktung von Internet- und Telefonie-diensten mit einer entsprechenden Verbesserung gerechnet. Die Erweiterungsinvestitionen werden im nächsten Jahr bedarfsgerecht weitergeführt.

 

Ziel ist zudem eine bessere Ausschöpfung der vorhandenen Ressourcen. In 2007 sind durch die durchgeführten Restrukturierungen bereits viele Maßnahmen eingeleitet worden, die in 2008 konsequent weitergeführt werden. Im Bereich der Technik wird z. B. ein Projektmanagementtool eingeführt, das die einzelnen Projekte übersichtlich darstellt und so zur besseren Transparenz der Ausgaben führt.

 

Für das Jahr 2008 wird, bedingt durch die Sondereffekte des Geschäftsjahres 2007, unter sonst gleichen operativen Rahmenbedingungen sowie durch die oben erwähnten Maßnahmen ein besseres Ergebnis erwartet. Für die Folgejahre wird mit einer anhaltend positiven Geschäftsentwicklung gerechnet.

 

 

Berlin, 24. April 2008

 

 

 

Dietmar Schickel

Geschäftsführer

Bilanz zum 31.12.2007

Kabel-Service Berlin GmbH, Berlin
A k t i v a
      31.12.2007 31.12.2006
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Rechte und Werte 2.695.340,68 2.860.328,18
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 2.695.340,68 62.370,00 2.922.698,18
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen 24.963.849,51 28.925.629,76
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts-
ausstattung 272.142,94 25.235.992,45 364.005,18 29.289.634,94
        27.931.333,13   32.212.333,12
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 392,00 2.688,00
II. Forderungen und sonstige Vermögens-
gegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.840.942,31 1.655.933,76
--davon gegen Gesellschafter
  EUR 220.314,18 (i. Vj. EUR 0,00)--
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.592.604,23 11.807.767,47
--davon gegen Gesellschafter
  EUR 1.308.705,58 (i. Vj. EUR 10.981.091,49)--
3. Sonstige Vermögensgegenstände 442.368,67 4.875.915,21 551.892,47 14.015.593,70
III. Kassenbestand 11.012,83 8.683,06
        4.887.320,04   14.026.964,76
C. Rechnungsabgrenzungsposten   650.175,45   753.215,75
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 2.204.772,01 0,00
        35.673.600,63   46.992.513,63
P a s s i v a
        31.12.2007   31.12.2006
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 3.834.689,11 3.834.689,11
II. Bilanzverlust -6.039.461,12 -2.214.446,96
III. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 2.204.772,01 0,00
        0,00   1.620.242,15
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 67.184,00 67.184,00
2. Sonstige Rückstellungen 2.066.620,69 3.559.744,45
        2.133.804,69   3.626.928,45
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 397.380,48 120.790,93
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 31.929.468,18 40.788.816,76
--davon gegenüber Gesellschaftern
  EUR 31.586.816,79 (i. Vj. EUR 40.623.885,42)--
3. Sonstige Verbindlichkeiten 989.190,75 606.813,20
--davon aus Steuern EUR 816.799,31 (i. Vj. EUR 34.395,07)--
--davon im Rahmen der sozialen Sicherheit
  EUR 0,00 (i. Vj. EUR 561,09)--
        33.316.039,41   41.516.420,89
D. Rechnungsabgrenzungsposten 223.756,53   228.922,14
        35.673.600,63   46.992.513,63

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. bis 31.12.2007

Kabel-Service Berlin GmbH, Berlin
      2007 2006
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 28.105.761,66 28.436.660,50
2. Sonstige betriebliche Erträge 7.957.142,71 5.412.147,57
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene -2.670,30 -13.161,80
Waren
b) Aufwendungen für bezogene
Leistungen -21.072.846,14 -21.075.516,44 -21.944.096,21 -21.957.258,01
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -6.232.522,43 -3.130.465,46
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen -535.579,35 -6.768.101,78 -614.106,53 -3.744.571,99
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögens-
gegenstände des Anlagevermögens
und Sachanlagen -6.387.537,31 -6.175.095,40
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.082.109,35 -2.524.695,49
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 773,76 514.816,53
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.574.072,31 -2.654.658,91
--davon an verbundene Unternehmen
  EUR 2.574.072,31 (i. Vj. EUR 2.649.368,91)--
9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   -3.823.659,06   -2.692.655,20
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 99,01
11. Sonstige Steuern   -1.355,10   -392,95
12. Jahresfehlbetrag -3.825.014,16 -2.692.949,14
13. Verlustvortrag (i. Vj. Gewinnvortrag) -2.214.446,96 478.502,18
14. Bilanzverlust   -6.039.461,12   -2.214.446,96

Anhang 2007

Kabel-Service Berlin GmbH, Berlin

 

 

(1) Allgemeine Hinweise

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2007 wurde nach den geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und einer ergänzenden Bestimmung des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB. Die ergänzende Bilanzierungsvorschrift gemäß § 27 Abs. 2 des Gesellschaftsvertrages sieht vor, dass die Gesellschaft für den Jahresabschluss und den Lagebericht unbeachtlich ihrer Größe grundsätzlich die Vorschriften des Aktiengesetzes und die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB anwendet, soweit nicht weiter gehende gesetzliche Vorschriften gelten oder andere gesetzliche Vorschriften diesem entgegenstehen. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 2 HGB das Gesamtkostenverfahren gewählt.

 

(2) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Bilanzierungsmethoden

In dem vorliegenden Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist.

Das Anlage- und Umlaufvermögen, das Eigenkapital, die Schulden und Rechnungsab­grenzungsposten sind in der Bilanz gesondert ausgewiesen und hinreichend gegliedert.

Rückstellungen werden ausschließlich im Rahmen des § 249 HGB gebildet.

Rechnungsabgrenzungsposten sind nach den Vorschriften des § 250 HGB angesetzt worden.

 

Bewertungsmethoden

Bei der Bewertung wird von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Tatsächliche und rechtliche Gegebenheiten stehen dem nicht entgegen.

Die Vermögensgegenstände und Schulden sind zum Abschluss-Stichtag einzeln bewertet worden. Hinsichtlich der Bewertung der Hausverteilanlagen verweisen wir auf die Erläuterungen zu diesem Posten.

Es wurde vorsichtig bewertet. Namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschluss-Stichtag entstanden sind, berücksichtigt.

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bewertungsmethoden wurden beibehalten.

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und gegebenenfalls außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet worden. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten nach der linearen Methode in Anlehnung an die steuerlichen Abschreibungstabellen.

Die Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgte zum Nominalwert. Alle erkennbaren Risiken sind durch Wertberichtigungen gedeckt.

Die Bewertung der sonstigen Vermögensgegenstände und der übrigen Posten des Umlaufvermögens erfolgte zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Werten, die den Vermögens­gegenständen am Bilanzstichtag beizulegen sind.

Das Eigenkapital wird unter Berücksichtigung der gesetzlichen und gesellschaftsvertraglichen Vorschriften ausgewiesen.

Die Rückstellungen wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe der voraussichtlichen Verpflichtung eingestellt.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

(3) Erläuterungen zur Bilanz

AKTIVA

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagengitter (vgl. S. 14).

 

Immaterielle Vermögensgegenstände

Die immateriellen Vermögensgegenstände enthalten zum 31. Dezember 2007 aktivierte Bereitstellungsentgelte für das Recht der Nutzung neu bereitgestellter Übergabepunkte in Höhe von TEUR 697 aufgrund des zwischen der Tele Columbus GmbH (vormals Tele Columbus Kabelholding GmbH, Rechtsnachfolgerin der Tele Columbus GmbH & Co. KG), Hannover, und der Kabel Deutschland Vertrieb und Service GmbH & Co. KG, Unterföhring (KDVS), geschlossenen Vertrages. Der Abschreibungszeitraum beträgt 10 Jahre. Im Geschäftsjahr erfolgte eine außerplanmäßige Abschreibung auf die in 2007 aktivierten Bereitstellungsentgelte in Höhe von TEUR 405.

Des Weiteren enthalten die immateriellen Vermögensgegenstände Aufwendungen für Gestattungsverträge in Höhe von TEUR 1.996. Bis zum Geschäftsjahr 2004 hatte die Gesellschaft diese Vermögensgegenstände als Teil der technischen Anlagen bilanziert. In 2005 wurde eine Umgliederung aus den technischen Anlagen in den Posten Rechte und Werte vorgenommen.

 

Sachanlagen

Die geringwertigen Anlagegüter werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben und als Abgang ausgewiesen.

Übergabepunkte

Unter den Übergabepunkten sind die Einmalentgelte aktiviert, die beim erstmaligen Anschluss von Teilnehmern an das Breitbandverkabelungsnetz der KDVS bis zum Geschäftsjahr 2004 abgeführt worden sind.

Der Abschreibungszeitraum bei den Übergabepunkten beträgt im Regelfall 10 Jahre.

 

Hausverteilanlagen

Bei den Hausverteilanlagen handelt es sich um in Rechnung gestellte Drittkosten für Installationen im Bereich der Netzebene 4 (Teilnehmeranschlüsse und Hausinfrastrukturen).

In der Vergangenheit wurden die unter den technischen Anlagen ausgewiesenen Hausver­teilanlagen branchenüblich abweichend vom Einzelbewertungsgrundsatz im Wege des sogenannten Sammelpostenverfahrens erfasst. Dabei wurden sämtliche in einem Monat an­gefallenen Drittkosten für Installationen im Bereich der Netzebene 4 als ein Vermögens­gegenstand aktiviert. Seit 2003 erfolgt die Aktivierung von Neuzugängen objektbezogen. Die Abschreibung erfolgt pro rata temporis, entsprechend der Laufzeit des jeweiligen Gestattungsvertrages.

 

Ortsverkabelung

Die Abschreibungsdauer für die Ortsverkabelung wird im Regelfall entsprechend der Vertragslaufzeit für die Liegenschaft gewählt. Allerdings ist die Abschreibung der Netzebene 3 in Potsdam, Oranienburg, Hennigsdorf und Marzahn sowie der korrespondierenden Netzebene 4 nicht von der Vertragslaufzeit einzelner Liegenschaften (ca. 5 Jahre) abhängig, sondern unterliegt einer wirtschaftlichen Nutzungsdauer von mindestens 15 Jahren.

Seit 2006 erfolgt die Abschreibung für Zugänge bei den Ortsverkabelungen und Kopfstationen nicht mehr nach der Vertragslaufzeit der Gestattungsverträge, sondern generell über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren.

 

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist ein Betrag in Höhe von TEUR 221 gegenüber der KDVS enthalten.

Die Forderungen im Verbundbereich betreffen insbesondere die Tele Columbus GmbH, Hannover. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 284 enthalten. Die Forderungen gegenüber der Tele Columbus GmbH, Hannover, betreffen Steuerforderungen.

 

Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen Investitionszuschüsse für Kopfstellen und Baukostenzuschüsse für Anschlusstrassen in Höhe von insgesamt TEUR 607, die über die Laufzeit des zu Grunde liegenden Vertrages ratierlich aufgelöst werden.

PASSIVA

Eigenkapital

Der Jahresfehlbetrag 2006 wurde laut Gesellschafterbeschluss vom 1. Juni 2007 auf neue Rechnung vorgetragen.

Das Stammkapital der Kabel-Service Berlin GmbH beträgt EUR 3.834.689,11. Durch den Bilanzverlust in Höhe von EUR 6.039.461,12 ergibt sich ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag von EUR 2.204.772,01. Die Kabel-Service Berlin GmbH ist damit zum 31. Dezember 2007 bilanziell überschuldet. Es besteht keine Überschuldung im insolvenzrechtlichen Sinne, da die Zeitwerte der Vermögensgegenstände der Gesellschaft deutlich über den Buchwerten liegen.

Für weitere Ausführung hierzu verweisen wir auf den Abschnitt 5b) im Lagebericht.

 

Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen betreffen wie im Vorjahr ausschließlich mögliche Risiken im Zusammenhang mit Betriebsprüfungen.

Die sonstigen Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:

Handwerkerleistungen 25.254,00 19.626,80 5.627,20 34.978,00 34.978,00
Signallieferung Internet 125.744,00 121.348,10 4.395,90 34.135,00 34.135,00
Signallieferungen (Sonstige) 59.723,00 53.913,57 5.809,43 32.785,00 32.785,00
Abschlusskosten 25.517,00 20.500,00 0,00 25.017,00 30.034,00
Resturlaub 89.239,00 89.239,00 0,00 29.002,00 29.002,00
Überstunden 37.198,00 37.198,00 0,00 20.087,00 20.087,00
Verwaltungskostenaufwendungen 12.110,00 4.670,64 3.875,36 13.710,00 17.274,00
Schwerbehindertenausgleichsabgabe 14.400,00 11.960,00 2.440,00 12.000,00 12.000,00
Berufsgenossenschaftsbeiträge 14.340,00 13.300,39 1.039,61 11.714,00 11.714,00
Aufsichtsratsvergütung 0,00 0,00 0,00 7.800,00 7.800,00
Prozessrückstellung 5.000,00 0,00 0,00 0,00 5.000,00
Telefonkosten/Internetkosten 4.489,00 4.013,27 475,73 2.400,00 2.400,00
Signallieferung KDVS 2.300.000,00 473.550,00 1.826.450,00 0,00 0,00
Gerichtskosten Inkasso 10.324,00 9.708,79 615,21 0,00 0,00
Übrige 16.047,96 4.920,93 854,07 7.315,00 17.587,96
3.559.744,45 1.487.403,56 2.009.925,19 2.004.204,99 2.066.620,69

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und sind nicht besichert.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beinhalten einen Betrag in Höhe von TEUR 62 an die KDVS.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.241 enthalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Tele Columbus GmbH, Hannover, resultieren im Wesentlichen aus dem Automatischen Cash-Management System (ACMS).

(4) Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse betreffen im Wesentlichen laufende Entgelte für angeschlossene Wohneinheiten.

 

2007

 

2006

 

EUR

 

EUR

 

 

 

 

Inkassoerlöse laufend

25.888.693,91

 

26.422.313,55

Durchleitungsentgelte

923.007,36

 

875.235,92

Provision Internet/Telefonie

509.771,53

 

203.082,32

Provision HSE/QVC

349.620,63

 

383.837,90

Inkassoerlöse einmalig

278.064,45

 

415.880,81

Provision Digikabel

156.603,78

 

136.310,00

 

 

28.105.761,66

 

 

28.436.660,50

 

 

Die laufenden Inkassoerlöse enthalten neben den Entgelten für den analogen Kabelanschluss auch Entgelte für vermarktete digitale Zusatzdienste sowie vermarktete Internetprodukte. Entsprechend der Zusatzvereinbarung "Sprachdienste" vom 10. November 2005 zwischen der KDVS und der Tele Columbus GmbH, Hannover, liegen die Endkundenverhältnisse bei ab Frühjahr 2006 abgeschlossenen Internet- bzw. Telefonieverträgen bei der KDVS. Für diese Kunden erhält die Gesellschaft ausschließlich eine Provision.

Sämtliche Umsätze wurden im Inland erzielt.

Sonstige betriebliche Erträge

 

2007

 

2006

 

EUR

 

EUR

 

 

 

 

BK-Leistungsvergütung

3.284.186,61

 

3.215.926,11

Auflösung von Rückstellungen*

2.009.925,19

 

180.356,46

Stornierung von Vorjahresaufwendungen*

911.221,53

 

30.119,67

Serviceleistungen

893.505,61

 

951.578,61

Erträge aus Mahngebühren

342.865,02

 

365.662,19

Weiterberechnete Aufwendungen

227.652,62

 

204.411,23

Erträge aus Verkauf von Altforderungen*

133.711,87

 

0,00

Erträge aus dem Abgang von Sachanlagevermögen*

63.234,50

 

17.796,19

Geldwerter Vorteil

62.081,54

 

64.436,81

Investitionszuschüsse

15.149,76

 

15.149,76

Investitionszulagen*

0,00

 

287.815,44

Übrige

13.608,46

 

78.895,10

 

7.957.142,71

 

5.412.147,57

*Hierbei handelt es sich um periodenfremde Erträge. 

 

Die Erträge aus der Breitbandkabel-Leistungsvergütung resultieren aus dem Beitritt zu dem zwischen der KDVS und der Tele Columbus GmbH, Hannover, zum 1. Januar 2004 geschlossenen Rahmen- und Leistungsvergütungsvertrag.

Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren im Wesentlichen aus der Rückstellung für Signallieferungen KDVS aufgrund von Abrechnungsstreitigkeiten in 2006 in Höhe von TEUR 1.826.

Bei den Erträgen aus Stornierung von Vorjahresaufwendungen handelt es sich größtenteils um nachträglich erteilte Gutschriften des Signallieferanten KDVS für 2006 in Höhe von TEUR 890.

Bei den Erträgen aus Serviceleistungen handelt es sich im Wesentlichen um Entgelte gemäß Dienstleistungsvertrag (Bereich Kundenservice, Wartung/Entstörung und Inkasso/Debitoren­verwaltung) für die Tele Columbus Berlin-Brandenburg GmbH & Co. KG, Berlin, in Höhe von TEUR 786.

 

 

 

Materialaufwand

In den Aufwendungen für bezogene Leistungen werden im Wesentlichen die Entgelte für das Breitbandkabelsignal der KDVS, Dienstleistungsaufwendungen für die allgemeine Verwaltung durch die TDS Tele Columbus Daten und Service GmbH, Hannover, in Höhe von TEUR 1.482 (im Vorjahr in Höhe von TEUR 1.555) sowie Wartungsaufwendungen und Vertriebsprovisionen in Höhe von TEUR 611 (im Vorjahr TEUR 550) erfasst.

 

Personalaufwand

Der Personalaufwand beinhaltet Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 47.

 

(5) Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Der Kabel-Service Berlin GmbH, Berlin, werden von der Commerzbank AG, Frankfurt am Main, Avalkredite für Mietbürgschaften in Höhe von EUR 106.946,35 zur Verfügung gestellt.

 

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Durch den Beitritt der Gesellschaft zum Rahmenvertrag zwischen der Kabel Deutschland Vertrieb und Service GmbH & Co. KG (KDVS), Unterföhring, und der Tele Columbus GmbH, Hannover, zum 1. Januar 2004 besteht für die Gesellschaft die Verpflichtung, bis zum 31. Dezember 2011 für ihre Bestände grundsätzlich das Signal der KDVS abzunehmen. Bei dem derzeitigen Entgelt- und Bestandsniveau ergibt sich eine jährliche Verpflichtung von TEUR 14.637.

Aus Mietverträgen für Geschäftsräume sowie für technische Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattungen bestehen folgende Verpflichtungen:

 

Restlaufzeit
Gesamt- Restlaufzeit bis über einem und Restlaufzeit
verpflichtung zu einem Jahr bis fünf Jahre über fünf Jahre
1.528.425,39 282.873,07 743.693,76 501.858,56

Organe

Geschäftsführer:

Dietmar Schickel, Berlin, Kaufmann

Dem Geschäftsführer wurden im Geschäftsjahr 2007 Darlehen in Höhe von insgesamt EUR 27.500,00 zu einem Zinssatz von 6% p. a. gewährt, die bis zum 31. Dezember 2007 vollständig zurückgeführt worden sind.

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Aufsichtsrat:

Paul A. Stodden, Vorsitzender, Geschäftsführer (ab 1.6.2007)

 

Tele Columbus GmbH, Hannover

 

 

 

 

Dr. Christoph Clément, stellvertretender Vorsitzender, Chefsyndikus

(ab 18.4.2007)

 

Kabel Deutschland GmbH, Unterföhring

 

 

 

 

Thomas Braun, Technischer Kaufmann

(ab 1.6.2007)

 

Tele Columbus GmbH, Hannover

 

 

Wolfgang Janeke, Diplom-Ingenieur

(ab 1.6.2007)

 

Jens Rödel, Kaufmann

(ab 24.5.2007)

 

ewt multimedia GmbH, Hannover

 

 

Kabel Deutschland Vertrieb und Service GmbH & Co. KG, Unterföhring

 

Vorherige Mitglieder:

 

Ueli Dietiker, Kaufmann

(bis 1.6.2007)

 

Wolfgang Döring, Kaufmann

(bis 24.5.2007)

 

Jörg Roßberg, Kaufmann

(bis 18.4.2007)

 

 

 

SWISSCOM Fixnet AG, Schweiz/Worblaufen

 

 

Kabel Deutschland GmbH, Unterföhring

 

 

Kabel Deutschland GmbH, Unterföhring

 

 

 

 

Die Aufwendungen für Aufsichtsratsvergütungen betrugen im Geschäftsjahr 2007 TEUR 8.

Arbeitnehmerzahl

Während des Geschäftsjahres 2007 beschäftigte die Gesellschaft durchschnittlich 86 Ange­stellte (im Vorjahr durchschnittlich 72 Angestellte auf Vollzeit umgerechnet).

 

Konzernverhältnisse

Die Escaline S.à r.l, Luxemburg, als oberstes Mutterunternehmen stellt einen Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf, der beim Registre de Commerce et des Sociétés Luxembourg unter der Nummer B 111789 hinterlegt wird.

Die Orion Cable GmbH, Hannover, erstellt einen Konzernabschluss für den kleinsten Konsolidierungskreis, der im elektronischen Bundesanzeiger offen gelegt wird.

 

Vorschlag über die Verwendung des Ergebnisses

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Berlin, 24. April 2008

 

 

 

 

Dietmar Schickel

Geschäftsführer

 

Bestätigungsvermerk 2007

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

 

Wir haben den Jahresabschluss --bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang-- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Kabel-Service Berlin GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2007 geprüft. Die Buchführung und die Auf­stellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrecht­lichen Vor­schriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesell­schaft. Unsere Auf­gabe ist es, auf der Grund­lage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beur­teilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzu­geben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Insti­tut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschluss­prü­fung vorge­nommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Un­richtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beach­tung der Grund­sätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hin­reichender Sicher­heit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäfts­tätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwar­tungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungs­legungsbezogenen internen Kontroll­systems sowie Nach­weise für die Angaben in Buch­führung, Jahresabschluss und Lagebericht über­wie­gend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilan­zie­rungs­grund­sätze und der wesent­lichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamt­darstellung des Jahres­abschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungs­mäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der La­gebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutref­fendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwick­lung zutref­fend dar.

 

München, den 25. April 2008

 

KPMG Deutsche Treuhand-GesellschaftAktiengesellschaftWirtschaftsprüfungsgesellschaft

 

 

MaurerWirtschaftsprüfer

NeumannWirtschaftsprüfer

 

 

Entwicklung des Anlagevermögens

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2007
Anschaffungskosten
1.1.2007 Zugänge Abgänge 31.12.2007
EUR EUR EUR EUR
I.  Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Rechte und Werte 4.875.541,83 537.396,68 0,00 5.412.938,51
2. Geleistete Anzahlungen 62.370,00 0,00 62.370,00 0,00
4.937.911,83 537.396,68 62.370,00 5.412.938,51
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen 83.157.238,59 1.769.311,99 846.435,57 84.080.115,01
2. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 1.555.379,78 202.591,17 273.377,64 1.484.593,31
84.712.618,37 1.971.903,16 1.119.813,21 85.564.708,32
89.650.530,20 2.509.299,84 1.182.183,21 90.977.646,83
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
Abschreibungen
des
1.1.2007 Geschäftsjahres Abgänge 31.12.2007 31.12.2007 31.12.2006
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
2.015.213,65 702.384,18 0,00 2.717.597,83 2.695.340,68 2.860.328,18
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 62.370,00
2.015.213,65 702.384,18 0,00 2.717.597,83 2.695.340,68 2.922.698,18
54.231.608,83 5.405.691,41 521.034,74 59.116.265,50 24.963.849,51 28.925.629,76
1.191.374,60 279.461,72 258.385,95 1.212.450,37 272.142,94 364.005,18
 
55.422.983,43 5.685.153,13 779.420,69 60.328.715,87 25.235.992,45 29.289.634,94
57.438.197,08 6.387.537,31 779.420,69 63.046.313,70 27.931.333,13 32.212.333,12

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