Stammdaten

Register
Amtsgericht Fürth HRB 5485
Vorher
RWG Frankenjura-Industrie Flugwerklager GmbH
Eingetragen
21.4.1994
Branche
Herstellung von Lagern, Getrieben, Zahnrädern und AntriebselementenHerstellung von TurbinenHerstellung von Prüfmaschinen
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die industrielle Herstellung von Flugwerk- und Sonderlagern in Klein- und Großserien sowie die industrielle Herstellung und der Vertrieb von Präzisionsteilen nach Kundenwünschen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Laura Lawson Siegal
seit 17.7.2025
Prokura
Julian Bernhard Ernst
seit 15.7.2025
Geschäftsführer
Christophe Leplat
seit 15.7.2025
Prokura
Ross Bradley Sealfon
seit 14.3.2025
Prokura
Kevin Ladouceur
seit 18.4.2024
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Kaman Aerospace Group, Inc.USA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Kaman Aerospace Group, Inc.
United States
50000
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

RWG Germany GmbH

Höchstadt a.d.Aisch

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT GESCHÄFTSJAHR 2023

Grundlagen der Gesellschaft

Die RWG Germany GmbH mit Sitz in Höchstadt ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der KAMAN Aerospace Group, USA, und hat sich als rechtlich selbständige Einheit auf die industrielle Herstellung von Flugwerk- und Sonderlagern in Klein- und Großserien sowie die industrielle Herstellung und den Vertrieb von Präzisionsteilen nach Kundenwünschen spezialisiert.

Forschung und Entwicklung

Seit seiner Gründung verfolgt das Unternehmen das Ziel, neue Maßstäbe in der Lösung von Kundenanforderungen bei der Entwicklung und Herstellung von Lagern zu schaffen.

Ein wesentlicher Teil unserer Entwicklungsaktivitäten des Jahres 2023 fand bei der Anpassung unserer Produkte auf die REACh-Anforderungen statt.

Das Produktportfolio wird stetig um weitere Produkte ergänzt, was unseren kontinuierlichen Fokus auf Innovationen veranschaulicht und unsere Marktposition erweitert.

Die Erfolge unserer F&E Aktivitäten basieren auf den Fähigkeiten unserer Mitarbeiter in den beteiligten Abteilungen und der Zusammenarbeit mit dem Mutterkonzern. Die Mitarbeiterentwicklung im Bereich Forschung und Entwicklung zeigt sich konstant. Die direkt zurechenbaren Kosten beliefen sich auf 100 TEUR.

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland ist 2023 laut Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz in seinem Jahreswirtschaftsbericht 2024 deutlich von den Nachwirkungen der vorangegangenen Krisen geprägt. Neben Kaufkraftverlusten der privaten Haushalte, historisch hohen Krankenständen bei den Beschäftigten und der zunehmend spürbaren geldpolitischen Straffung entwickelte sich die weltwirtschaftliche Dynamik ungünstiger als erwartet. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt ist 2023 gegenüber dem Vorjahr um -0,3 % geschrumpft (im Vorjahr +1,8 %). Dazu maßgeblich beigetragen haben der Bereich Bauinvestitionen, der sich um -2,1 % im Vergleich zu 2022 entwickelte, sowie der staatlichen Konsumausgaben mit einer Verringerung um -1,7 %. Investitionen in Ausrüstungen (+3,0 %) zeigten eine deutliche Zunahme. Die Inlandsnachfrage (-0,9 %), die Exporte von Waren und Dienstleistungen (-1,8 %) und die Importe (-3,0 %) entwickelten sich 2023 negativ. Der Verbraucherpreisindex ist 2023 mit +5,9 % weiter stark gestiegen, nach einem Anstieg von +6,9 % im Jahr 2022.

Im Euroraum schwächte sich das Wirtschaftswachstum 2023 mit nur 0,5 % Wachstum (Vorjahr +3,4 %) deutlich ab. Vor allem die Industrie wurde von der geldpolitischen Straffung, den hohen Energiepreisen und der geringen weltweiten Nachfrage beeinträchtigt. Die Auswirkungen auf die einzelnen Länder waren in Abhängigkeit ihrer jeweiligen Wirtschaftsstrukturen unterschiedlich.

Die Weltwirtschaft hat 2023 gegenüber Vorjahr eine Steigerung von +3,0 % bezogen auf das weltweite Bruttoinlandsprodukt verzeichnet. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften setzte sich der verhaltene Produktionsanstieg fort (+1,6 %), bei allerdings großen Unterschieden zwischen den Vereinigten Staaten (+2,5 %) und der EU (+0,5 %). In den Schwellenländern schwächte sich das Expansionstempo zuletzt ab, nicht aber in China (+5,2 %) mit der Aufgabe der restriktiven Corona-Politik und trotz andauernder Probleme im Bausektor sowie verhaltener privaten Konsumausgaben.

Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die RWG Germany GmbH ist in hohem Maße von den Entwicklungen in der Luftfahrtindustrie betroffen.

Im Jahr 2023 trieb die starke Nachfrage nach Flugreisen die Erholung der Passagiermärkte. Laut IATA stiegen im Jahr 2023 die weltweiten verkauften Passagierkilometer sehr deutlich um 36,9 % gegenüber 2022 auf 94,1 % des Niveaus von Dezember 2019 vor der Pandemie (2022: 68,5 %). Die globale Passagierauslastung erreichte mit 82,3 % nahezu der gleiche Wert von 2019. 2023 hat die weltweite Luftfrachtindustrie 2,2 % weniger Cargo-Tonne-Kilometer erreicht als 2022. Allerdings lag dieses Niveau mit nur -3,6 % gegenüber 2019 relativ nahe am Vorpandemiezeitraum.

Laut IATA-Bericht Globale Aussichten für den Luftverkehr, Ausgabe Dezember 2023, kehrt die Luftfahrtbranche im Jahr 2023 in die Gewinnzone zurück, nur drei Jahre nach dem historischen Verlust von fast 140 Milliarden USD im Jahr 2020. Die Gesamteinnahmen der Fluggesellschaften werden voraussichtlich 107 % der Einnahmen von 2019 erreichen, mit einem Betriebsgewinn von 41 Mrd. USD. Für die gesamte Branche wird 2023 ein Nettogewinn von 23,3 Milliarden USD erzielt. Diese positive Entwicklung wurde trotz vielfacher Herausforderungen wie Kriege, Ölpreisvolatilität, höhere Zinssätze und Personalmangel erreicht. Allerdings liegt die Nettogewinnspanne des Luftverkehrs 2023 bei mageren 2,6 %, was im Vergleich mit anderen Industrien wenig ist. Die Flugzeugauslieferungen steigen 2023 weiter, mit 1.372 ausgelieferten Flugzeugen (Vorjahr 1.238).

Diese Entwicklung unterstreicht die anhaltende Zuversicht und Widerstandsfähigkeit in der Luftfahrtindustrie. Daher wird es der RWG Germany GmbH neben der bestmöglichen Erfüllung der Anforderungen der Luftfahrthersteller darum gehen, die Produktionsdurchlaufzeiten und die Liefertermintreue kontinuierlich zu verbessern.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren für die Steuerung der Gesellschaft sind wie folgt:

Alle Werte in TEUR 2023 2022
Umsatzerlöse 31.962 25.754
Umsatzrentabilität 8,9 % 3,8 %
Bruttoergebnisquote vom Umsatz 25,7 % 21,6 %
Jahresergebnis 2.851 977

Die oben genannten Größen sind wesentliche Leistungsparameter der Gesellschaft. Sie werden geplant und regelmäßig berichtet. Bei negativen Veränderungen werden Maßnahmen kurzfristig definiert und umgesetzt.

Geschäftsverlauf und La ge der Gesellschaft

Für das Geschäftsjahr 2023 plante RWG Anfang 2023 eine sehr deutliche Umsatzsteigerung auf Grund des Auftragsbestandes und der vorhandenen Kundenprojekte. Der Umsatz beträgt 32,0 Mio. EUR und übertrifft die Prognose im Lagebericht 2022.

Das Jahresergebnis liegt mit einem Überschuss von 2,9 Mio. EUR (Vorjahresüberschuss 0,9 Mio. EUR) deutlich über dem Vorjahreswert. Diese positive Entwicklung ist im Wesentlichen zurückzuführen auf:

a.

Deutliche Umsatzsteigerung und damit verbundene bessere Deckung der fixen Kosten.

b.

Verbesserte Roherträge.

c.

Günstigere Wechselkurseffekte i.H.v. 0,5 Mio. EUR gegenüber 2022

Die Umsatzrentabilität verbesserte sich von 3,8 % auf 8,9 %. Dies entspricht aber nicht den mittelfristigen Erwartungen. Operative Verbesserungsmaßnahmen wurden 2023 weiter fortgesetzt und konnten zur positiven Ergebnisentwicklung beitragen.

Die Bruttoergebnisquote vom Umsatz verbesserte sich auf 25,7 % gegenüber dem Vorjahr mit 21,6 % und lag leicht über der Vorjahresprognose von rund 24,0 %. Die Ergebnisprognose für das Jahr 2023 im letztjährigen Lagebericht ist eingetroffen.

Ertragslage

Zum Bilanzstichtag betrug der Umsatz 32,0 Mio. EUR nach 25,8 Mio. EUR im Vorjahr. Die Gründe hierfür wurden im vorherigen Absatz aufgeführt.

Das erzielte Bruttoergebnis vom Umsatz lag bei 8,2 Mio. EUR. Dies entspricht einer positiven Veränderung von 2,6 Mio. EUR gegenüber Vorjahr. Das Jahresergebnis verbesserte sich auf +2,9 Mio. EUR.

Die Vertriebskosten verringerten sich gegenüber dem Vorjahr um 144 TEUR auf 1.518 TEUR. Aufgrund Umstellungen in der Vertriebsmannschaft fielen temporär weniger Personalkosten an.

Die allgemeinen Verwaltungskosten haben sich um 1.016 TEUR auf 3.688 TEUR erhöht. Dies ist v.a. auf Kostenumlagen im Kaman-Verbund, Personalkostensteigerungen sowie höhere IT- und Rechtsberatungskosten zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich um 13 TEUR auf 576 TEUR leicht erhöht.

Die Abschreibungen gingen um 90 TEUR auf 987 TEUR zurück.

Die Aufwendungen für Personal betrugen 12,5 Mio. EUR und liegen damit um 1,3 Mio. EUR über dem Vorjahr. Hauptgrund ist der Personalzuwachs im Laufe des Vorjahres, dessen Kosten das ganze Jahr 2023 belastet.

Für 2023 beträgt der Steuereffekt auf die Ertragslage 206 TEUR.

Vermögenslage

Die Zugänge in das Anlagevermögen ohne Finanzanlagen beliefen sich auf 1,0 Mio. EUR (Vorjahr: 1,5 Mio. EUR). Unter Berücksichtigung der Abschreibungen von 1,0 Mio. EUR blieb das Anlagevolumen stabil auf 9,3 Mio. EUR.

Die Finanzanlagen blieben unverändert auf einem Stand von 4,9 Mio. EUR.

Die Vorräte erhöhten sich um 0,4 Mio. EUR zum Bilanzstichtag auf einen Wert von 10,4 Mio. EUR (Vorjahr 10,0 Mio. EUR). Dies war insbesondere auf einen Anstieg des Rohmaterial-Bestands zurückzuführen.

Die Kundenforderungen stiegen um 1,6 Mio. EUR auf 6,9 Mio. EUR. Ursache hierfür war das erhöhte Auftragsvolumen.

Der Posten Sonstige Vermögensgegenstände beinhaltet mit 0,1 Mio. EUR hauptsächlich eine Forderung für die Umsatzsteuervoranmeldung Dezember gegenüber dem Finanzamt.

Der Bestand an Zahlungsmitteln erhöhte sich zum Bilanzstichtag um 2,5 Mio. EUR auf 3,7 Mio. EUR.

Finanzlage

Die finanzielle Ausstattung der Gesellschaft ist wie in den Vorjahren gesichert. Bei eventuellen Liquiditätsschwankungen kann im Bedarfsfall die Kreditlinie des bestehenden Konsortialkreditvertrags in Anspruch genommen werden. Die RWG finanziert Investitionen aus Eigenmitteln.

Der im Jahr 2023 erreichte Jahresüberschuss von 2,9 Mio. EUR erhöht das Eigenkapital auf 30,1 Mio. EUR.

Die Eigenkapitalquote bleibt stabil auf 84,3 %.

Die Rückstellungen erhöhen sich um 0,3 Mio. EUR auf 1,1 Mio. EUR.

Die Lieferantenverbindlichkeiten bleiben stabil auf 1,6 Mio. EUR.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich um 0,3 Mio. EUR auf 1,2 Mio. EUR.

Investitionen

Die Investitionen in das Sachanlagevermögen beliefen sich 2023 auf 1,0 Mio. EUR.

Personal

Bei der RWG waren 2023 insgesamt 215 Mitarbeiter (2022: 199 Mitarbeiter) durchschnittlich beschäftigt, davon waren 9 Auszubildende.

Gesamtaussage

Die Ertragslage im Jahr 2023 hat sich gegenüber dem Vorjahr verbessert, entspricht aber nicht den mittelfristigen Erwartungen. Diese Verbesserung ist im Wesentlichen auf die anhaltende Steigerung der Auftragseingänge nach der Corona-Pandemie, auf den höheren Rohertrag und auf weitere Verbesserungen bei den Ausschusskosten zurückzuführen.

Die Geschäftsleitung bewertet die Vermögens- und Finanzlage weiterhin als zufriedenstellend.

Strategie

Das Geschäft der RWG Germany GmbH unterliegt verschiedenen Chancen und Risiken. Das Risikomanagement erfolgt direkt auf Ebene der Geschäftsführung durch Beobachtung von risikorelevanten Parametern aus den einzelnen Bereichen und Abgleich mit den vorliegenden Planungen, um eine möglichst rasche Reaktion auf Veränderungen im Unternehmen sowie im Unternehmensumfeld sicherzustellen.

Eine wichtige Rolle hat das Qualitätsmanagement, welches kontinuierlich verbessert wird. Die QM berichtet regelmäßig an die Geschäftsführung und ist dieser direkt unterstellt.

Die Erfassung der Risiken berücksichtigt einen längeren Beobachtungszeitraum. Aufgrund der kontinuierlichen Datenerhebung kann die Wirksamkeit der eingeleiteten Maßnahmen überwacht werden. Um zu ermitteln, welche Risiken am ehesten bestandsgefährdenden Charakter für das Unternehmen aufweisen, werden die Risiken anhand der Eintrittswahrscheinlichkeit und der potenziellen Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft unter Berücksichtigung der getroffenen Gegenmaßnahmen ("netto") in drei Risikokategorien eingestuft (von "hoch" bis "gering").

Bestandsgefährdende Risiken liegen hiernach nicht vor.

Die Chancen resultieren aus der erfolgreichen Umsetzung unseres strategischen Gesamtkonzepts.

Risikobericht

Finanz- und Wechselkursrisiken

Die schnellen und erheblichen Leitzinsanhebungen der EUR- und USD-Notenbanken seit Mitte 2022 treffen auf eine Luftfahrtbranche mit nachhaltigem Wachstumstempo, das finanziert werden muss. Daher steigt grundsätzlich das Risiko von Forderungsausfällen. Dies wird durch ein kontinuierliches Forderungsmanagement entgegengewirkt. Die Kontroll- und Prüfschritte zum Debitorenmanagement sind Teil der Abläufe im ERP-System. Die Kundenstruktur ist zudem stabil und die umsatzstarken Kunden gehören i.d.R. zu wirtschaftsstarken Konzernen. Das Risiko wird im Hinblick auf die Eintrittswahrscheinlichkeit als "mittel" und im Hinblick auf die mögliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als "gering" eingestuft.

Aufgrund der Abwicklung von Geschäften in Fremdwährung wird die Risikominimierung über "natural hedging" fortgesetzt. Zusätzlich werden in Zusammenarbeit mit der Konzernmutter Devisentermingeschäfte auf Basis der erwarteten Zahlungsströme durchgeführt und damit die ernstzunehmenden Risiken in diesem Bereich reduziert. Die Bedeutung des Risikos wird in Bezug auf die Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und die Eintrittswahrscheinlichkeit als "mittel" angesehen.

Lieferanten - und Beschaffungs risiken

Einige Elemente der Wertschöpfung finden bei anderen Unternehmen statt, die sich auf einzelne Fertigungs- bzw. Veredelungsschritte spezialisiert haben. Trotz dauerhafter Suche nach Alternativen können kurzfristige Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten nicht komplett ausgeschlossen werden. Infolge der Verschlechterung der Finanzierungsbedingungen durch den steilen Zinsanstieg der Notenbanken erhöht sich zudem das Insolvenzrisiko, also das Risiko von Lieferrückständen und -ausfällen. Diesem bestehenden Risiko wird durch die kontinuierliche Suche nach alternativen Lieferanten begegnet. Weiter besteht bei manchen Prozessen die Möglichkeit, die Bearbeitung bzw. Veredelung im Haus durchzuführen. Die RWG Germany GmbH erreicht dadurch eine bessere Wertschöpfung und wird gleichzeitig von Lieferanten unabhängiger.

Auf der Beschaffungsseite stellen die generelle Verfügbarkeit von Vorprodukten wie Stahl sowie steigende Einkaufspreise von Rohstoffen und Energie potenzielle Risiken dar. Die Beschaffungsrisiken haben sich im zurückliegenden Jahr trotz weiter herrschendem Krieg in der Ukraine und neuer bzw. wieder entfachter Konfliktherde in der Welt nicht verschärft, da sich die meisten Geschäftspartner mittlerweile auf das geänderte Umfeld angepasst haben. Darauf zurückzuführende Störungen der Lieferketten oder Lieferverzögerungen sind bei Lieferanten der RWG nicht aufgetreten, gleichwohl bestehen lange Lieferzeiten insbesondere bei Stahl unverändert. Im Allgemeinen beeinträchtigt dies bis jetzt nicht das Geschäft. Die Beschaffung energieintensiver Vorprodukte bleibt ähnlich teuer wie im Vorjahr. Im Zuge von geopolitischen Schocks können jederzeit deutliche Kapazitätsbeschränkungen auf Lieferantenseite und daraus resultierende Lieferrückstände bei Rohstoffen und Komponenten auftreten mit folgenschweren Preisaufschlägen.

Eine weitere Risikominimierung geschieht durch den Abschluss langfristiger Lieferverträge adäquat zu langfristigen Verträgen auf der Kundenseite. Weiter zunehmend kritisch wird das demographisch bedingt sinkende Arbeitskräfteangebot betrachtet.

In Bezug auf die mögliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird das Risiko als "mittel" klassifiziert, unter Berücksichtigung der getroffenen Maßnahmen und der damit als "niedrig" einzuschätzenden Eintrittswahrscheinlichkeit sehen wir das Risiko aber als "niedrig" an.

Absatz- und Marktrisiken

Unser Unternehmen ist wie jeder andere Anbieter von Produkten für die Luftfahrt den Markt- und Produktzyklen dieses Marktes bzw. der Branche ausgesetzt. Solche Risiken werden durch die branchenmäßige und regionale Verteilung des Unternehmens sowie durch Abstützung auf mehrere Produktlinien so weit wie möglich gedämpft. Sie sind aber nicht immer voll zu kompensieren. Die Lieferperformance der RWG verbesserte sich 2023 stetig. Sie bleibt allerdings für Störungen der Lieferkette und für Personalverfügbarkeit anfällig.

Bedingt durch den internationalen Wettbewerb sind die für uns maßgeblichen Kunden sehr preissensibel. Diesem Absatzpreisrisiko wirkt die RWG durch unterschiedliche Maßnahmen entgegen. So wird angestrebt, den Kostendruck an die Lieferanten in Form von Forderungen nach Preisnachlässen weiterzugeben. Insbesondere Alternativen bei der Lieferantenauswahl stellen eine mögliche Maßnahme dar, um dem Preisrisiko und auch dem Preisänderungsrisiko auf Beschaffungsseite entgegen zu wirken. Die angestoßenen Investitionsmaßnahmen in Maschinen und Ausstattung verbessern zudem unsere interne Kostenbasis und die Möglichkeit, Teile selbst herzustellen. Nicht zuletzt werden Produktivitätssteigerungsinitiativen aufgesetzt, um Herstellkosten zu senken. Dennoch bleibt das Risiko, dass RWG Preissteigerungen auf Lieferantenseite nicht oder nicht vollständig auf ihre Kunden weitergeben kann, allgemein bestehen.

Die oben beschriebenen Risikofaktoren auf internationaler Ebene und ihre Folgen in Deutschland und in den ausländischen Absatzmärkten sind von einem hohen Grad der Unsicherheit geprägt. Im Falle von Liquiditätsengpässen kann die RWG eine Kreditlinie aus dem Konsortialkreditvertrag der Kaman Corporation mit Konsortialbanken nutzen. Die Bedeutung des Absatzrisikos wird aktuell sowohl in Bezug auf eine potenzielle Auswirkung auf die Vermögens- Finanz und Ertragslage als auch bezüglich der Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung als "mittel" angesehen.

Chancen

Neben der Ausweitung der vorhandenen Kapazitäten durch gezielte Investitionen in Maschinen und Veredelungsprozesse werden auch die Aktivitäten zur weiteren Effizienzsteigerung fortgeführt. Dabei werden bestehende Strukturen hinterfragt, und wenn nötig neu geordnet. Besonders berücksichtigt werden die Anforderungen an die Produktionssteuerung, um den Kundenbedürfnissen zu begegnen.

In Zusammenarbeit mit der Muttergesellschaft können Synergieeffekte hinsichtlich Prozesse und Ressourcen genutzt werden.

Die enge Einbindung der RWG in die Konzernstruktur ist ein wichtiger Wettbewerbsvorteil. Bei Bedarf stehen den Kunden umfangreiche Kapazitäten hinsichtlich Vertrieb/Beratung, Entwicklung/Konstruktion und Produktion zur Verfügung. Das sind weitere Grundlagen für das anhaltende Wachstum.

Prognosebericht und Ausblick

Einige der im Lagebericht enthaltenen Angaben, einschließlich der Aussagen zu künftigen Umsätzen, Kosten und Investitionsausgaben sowie zu möglichen Veränderungen in der Branche oder zu Wettbewerbsbedingungen und zur Finanzlage, enthalten zukunftsbezogene Aussagen.

Die Planung beruht auf Erwartungen und Einschätzungen der Geschäftsführung auf Basis unserer Mittelfristplanung. In die Zukunft gerichtete Aussagen unterliegen naturgemäß Risiken, Ungewissheiten, Annahmen und anderen Faktoren, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse einschließlich der Finanzlage und der Profitabilität der RWG wesentlich von denjenigen abweichen - in positiver wie in negativer Hinsicht -, die in diesen Aussagen ausdrücklich oder implizit angenommen oder beschrieben werden.

Mit dem Angriff der Terrororganisation Hamas auf Israel am 7.10.2023 und den darauffolgenden militärischen Auseinandersetzungen im Nahost haben sich neue Belastungen für die Weltkonjunktur ergeben. Eine Eskalation des Nahostkonflikts könnte zu einer Verknappung des Ölangebots führen und zusammen mit dem anhaltenden Krieg in der Ukraine eine Rohstoffkrise auslösen, die den Welthandel hemmt und zugleich inflationsfördernd wirkt. Dies würde zu einer Verfestigung der straffen und tendenziell wachstumshemmenden Geldpolitik führen und Finanzierungsrisiken und -kosten erhöhen. Die Folge wäre eine erneute Beeinträchtigung der globalen Industrieproduktion und möglicherweise eine deutliche Zurückhaltung der Investitionsbereitschaft der Fluggesellschaften.

In seiner Konjunkturprognose Frühjahr 2024 vom 08.05.2024 rechnet das Institut der deutschen Wirtschaft damit, dass die globale Wirtschaftsleistung 2024 mit einem ähnlichen Expansionstempo wie im Jahr 2023 in Höhe von 2,5 % moderat zulegen wird. Trotz der angespannten geopolitischen Lage dürften Lieferketten und Energieversorgung stabil und gesichert bleiben. Die auch damit einhergehende Normalisierung der Inflationsraten sollte den Notenbanken den Spielraum eröffnen, im weiteren Jahresverlauf eine Senkung der Zentralbankzinsen einzuleiten. Ferner wird erwartet, dass die aktuell höheren Zinsen und ihre Auswirkungen für die Finanzierung von Investitionen auch in diesem Jahr noch ihre dämpfenden Wirkungen entfalten werden.

Das internationale Passagieraufkommen zeigt sich laut IATA kraftvoll. Ihren Schätzungen zufolge sollte der Passagiersitzladefaktor (englisch RPK) 2024 um 9,8 % steigern, nachdem 2023 nur 1,8 % unter der 2019er-Marke lag. Die Luftfahrtbranche dürfte 2024 mit 26 Mrd. USD Gewinn das zweite Jahr in Folge in der Gewinnzone bleiben, nur vier Jahre nach dem historischen Verlust von 140 Mrd. USD im Jahr 2020. Für die Zukunft wird vom IATA erwartet, dass sich die Nachfrage nach Flugreisen bis 2040 verdoppelt. Die Herausforderungen in der Luftfahrtbranche werden in der noch fragilen Profitabilität gesehen, welche von den weltweit bestehenden geopolitischen Auseinandersetzungen, von den wirtschaftlichen Abkühlungsrisiken, von der Auswirkung hoher Zinsen, von den industriellen Herausforderungen neue Flugzeuge zu liefern, von der erhöhten Schuldenlast in der Bilanz der Fluggesellschaften und nicht zuletzt von den Kosten verursacht durch die Anpassung auf den Klimawandel abhängig ist.

Zum Jahreswechsel betrug der Auftragsbestand 35,7 Mio. EUR, dies entspricht etwa 99 % des erwarteten Umsatzes für 2024. Derzeit rechnen wir für 2024 bei einem steigenden Umsatz von rund 36 Mio. EUR mit einer mittleren Steigerung des Jahresüberschusses und einer Bruttoergebnisquote vom Umsatz um rund 28 %. Wir schätzen die Umsatzrendite nahe des zweistelligen Prozentbereichs. Zielsetzung für die nächsten Jahre ist, die notwendigen Maßnahmen zu treffen, um RWG auf höhere Umsätze gemäß Auftragsbuch und Branchenprognosen vorzubereiten.

 

Höchstadt an der Aisch, 02. August 2024

Geschäftsführer

Kevin Ladouceur

Stefan Daub-Klose

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

  31.12.2023 31.12.2022
 
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 283.812,52 506.680,69
  283.812,52 506.680,69
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke und Bauten 5.995.321,52 5.931.225,64
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.113.111,47 2.310.967,58
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 598.131,54 462.111,37
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau; 330.600,05 90.582,42
  9.037.164,58 8.794.887,01
III. Finanzanlagen    
Beteiligungen 4.925.876,00 4.925.876,00
  4.925.876,00 4.925.876,00
  14.246.853,10 14.227.443,70
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.972.280,03 1.614.466,00
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 6.782.463,62 6.667.264,66
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.608.213,05 1.700.366,90
  10.362.956,70 9.982.097,56
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.940.273,80 5.293.005,62
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 36.634,01 17.564,00
3. Sonstige Vermögensgegenstände 114.031,99 70.403,58
  7.090.939,80 5.380.973,20
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 3.696.165,71 1.205.807,21
  21.150.062,21 16.568.877,97
C. Rechnungsabgrenzungsposten 285.281,29 278.605,96
  35.682.196,60 31.074.927,63

Passiva

  31.12.2023 31.12.2022
 
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 25.564,59 25.564,59
II. Kapitalrücklage 4.925.876,00 4.925.876,00
III. Gewinnrücklagen 118.060,26 118.060,26
IV. Gewinnvortrag 22.145.025,74 21.168.272,10
V. Jahresüberschuss 2.851.289,15 976.753,64
  30.065.815,74 27.214.526,59
B. Rückstellungen    
Steuerrückstellungen 206.300,00 0,00
Sonstige Rückstellungen 923.259,17 817.307,92
  1.129.559,17 817.307,92
C. Verbindlichkeiten    
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 623.602,49 370.111,53
(davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr€ 623.602,49; Vorjahr € 370.111,53)    
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.586.378,73 1.607.476,20
(davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr€ 1.586.378,73; Vorjahr € 1.607.476,20)    
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.151.301,42 913.513,72
(davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr€ 1.151.301,42; Vorjahr € 913.513,72)    
4. Sonstige Verbindlichkeiten 137.339,05 151.991,67
(davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr€ 137.339,05; Vorjahr € 151.991,67    
(davon aus Steuern € 106.960,11; Vorjahr € 107.488,14)    
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit€ 11.053,68; Vorjahr € 14.903,47)    
  3.498.621,69 3.043.093,12
D. Rechnungsabgrenzungsposten 988.200,00 0,00
  35.682.196,60 31.074.927,63

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

  2023 2022
 
1. Umsatzerlöse 31.961.864,97 25.754.328,75
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -23.759.314,22 -20.192.580,13
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 8.202.550,75 5.561.748,62
4. Vertriebskosten -1.517.981,86 -1.662.204,17
5. Allgemeine Verwaltungskosten -3.687.809,16 -2.671.879,82
6. Sonstige betriebliche Erträge 575.864,11 562.874,93
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -487.091,31 -1.049.083,14
8. Erträge aus Beteiligungen 0,00 250.000,00
9. Zinsen und ähnliche Erträge 22,22 0,00
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -18.372,49 -5.343,00
(davon an verbundene Unternehmen: € 18.329,49 Vorjahr: € 5.343,00)    
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -206.305,86 0,00
12. Ergebnis nach Steuern 2.860.876,40 986.113,42
13. Sonstige Steuern -9.587,25 -9.359,78
14. Jahresüberschuss/ fehlbetrag 2.851.289,15 976.753,64

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben

Die RWG Germany GmbH hat ihren Sitz in Höchstadt an der Aisch und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Fürth (HR B Reg. Nr. 5485).

Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB.

Der Jahresabschluss und der Lagebericht wurden nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften der §§ 264ff. HGB unter Beachtung der handelsrechtlichen Vorschriften über den Inhalt des Jahresabschlusses, über die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung und über die Wertansätze in der Bilanz sowie der rechtsformspezifischen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 3 HGB aufgestellt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben.

Die Abschreibung erfolgt über einen Zeitraum von 3 bis 5 Jahren. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Die Nutzungsdauer der abnutzbaren Anlagegüter mit Ausnahme der Gebäude liegt zwischen 1 und 20 Jahren. Bei Gebäuden wurde eine Nutzungsdauer von 33 Jahren (Betriebsgebäude) und bis zu 50 Jahren bei Verwaltungs- und Wohngebäuden bemessen. Den technischen Anlagen und Maschinen wurde eine Nutzungsdauer zwischen 3 bis 20 Jahren zugrunde gelegt. Die Nutzungsdauer der anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung wurde zwischen 3 und 17 Jahren angenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter werden analog § 6 (2) EStG sofort voll abgeschrieben.

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgte zu Anschaffungskosten oder zu einem niedrigeren Wert, der den Vermögensgegenständen am Bilanzstichtag bei voraussichtlich dauernder Wertminderung beizulegen war.

Finanzanlagen, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungen dienen, werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen saldiert.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren erfolgt anhand des gleitenden Durchschnittsverfahrens. Bei Chargen gebundenen Teilen erfolgt die Bewertung zum Einkaufspreis. Vorräte, deren letzte Entnahme länger als 2 Jahre zurückliegt und keinen Bedarf laut Auftragsfertigungsplanung aufweisen, werden zu 25 % abgewertet.

Die unfertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten und Fertigungslöhnen auch Zuschlagssätze für Fertigungs- und Materialgemeinkosten berücksichtigt werden. Für die aktivierungsfähigen Verwaltungskosten wurde ein Zuschlagssatz ermittelt. Fremdkapitalzinsen werden nicht berücksichtigt. Für Produkte, deren durchschnittliche Herstellungskosten über dem erwarteten Verkaufspreis lagen, wurde ein Bewertungsabschlag ermittelt; ein noch verbleibender übersteigender Betrag wurde ggf. als Drohverlustrückstellung eingestellt. Dabei erfolgte im Geschäftsjahr -wie im Vorjahr - die Berechnung anhand der zum 31. Dezember 2023 bestehenden offenen Kundenaufträge.

Die Bewertung der fertigen Erzeugnisse erfolgtgemäß der bei den unfertigen Erzeugnissen beschriebenen Methode. Bei nach dem 1. Dezember 2006 hergestellten Erzeugnissen werden die tatsächlichen Herstellungskosten je Fertigungsauftrag angesetzt und damit einhergehend das Verbrauchsfolgeverfahren "first-in-first-out" eingeführt. Vorräte, welche älter als 2 Jahre sind, werden zu 75 % abgewertet. Für Produkte, deren Herstellungskosten über dem mit dem Kunden kontrahierten Preis bzw. dem durchschnittlichen Verkaufspreis lagen, wurde der Unterschiedsbetrag errechnet und als Bestandsminderung erfasst.

Die geleisteten und erhaltenen Anzahlungen werden zum Nennbetrag angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Die Zugangsbewertung der Geschäftsvorfälle in fremder Währung erfolgt grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Vormonatsultimo. Fremdwährungsforderungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr sind mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages in EURO angesetzt.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente werden mit marktüblichen Bewertungsmethoden unter Berücksichtigung der am Bewertungsstichtag vorliegenden Marktdaten (Marktwerte) ermittelt. Devisenkontrakte werden einzeln auf Basis des Austauschbetrages mit den aktuellen Marktterminkursen am Abschlussstichtag im Vergleich zu den vereinbarten Termin- bzw. Kontraktkursen bewertet. Die Marktterminkurse richten sich nach den Kassakursen unter Berücksichtigung von Terminauf- und -abschlägen. Devisentermingeschäfte werden als schwebende Geschäfte gemäß § 249 Abs. 1 S. 1 HGB betrachtet. Demnach wird eine Rückstellung bilanziert, wenn ein Verlust droht.

Rückstellungen für pensionsähnliche Verpflichtungen beinhalten die Verpflichtung gegenüber Mitarbeitern der Gesellschaft aus der freiwilligen Entgeltumwandlung. Die im Rahmen dieses Vorsorgeplans umgewandelten Gehaltsbestandteile werden in Fondsanteilen/Wertpapieren angelegt, die nur der Deckung der hieraus entstehenden Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff anderer Gläubiger entzogen sind. Dieses Deckungsvermögen, mit einem beizulegenden Zeitwert zum 31. Dezember 2023 von 42 TEUR (Anschaffungskosten 40 TEUR), wird daher mit den pensionsähnlichen Verpflichtungen verrechnet. Da es sich bei dem Vorsorgeplan im Wege der Entgeltumwandlung um eine wertpapiergebundene Deckungszusage handelt, entspricht die pensionsähnliche Verpflichtung aus dem Vorsorgeplan dem beizulegenden Zeitwert des Deckungsvermögens. Im Ergebnis ergibt sich nach Saldierung ein Bilanzansatz von Null.

Der Ansatz der Verbindlichkeiten erfolgt zu Erfüllungsbeträgen. Die Zugangsbewertung der Geschäftsvorfälle in fremder Währung erfolgt grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Vormonatsultimo. Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr sind mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages in EURO angesetzt.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in der Anlage zu diesem Anhang dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr (37 TEUR, i. Vj. 18 TEUR).

Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen insbesondere Forderungen gegen die Finanzbehörde in Höhe von 78 TEUR aus Umsatzsteuerforderungen (i. Vj. 37 TEUR).

Eigenkapital

Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt DM 50.000,00, ausgewiesen wird der in Euro umgerechnete Betrag von EUR 25.564,59. Die Gewinnrücklagen bestehen in voller Höhe aus anderen Gewinnrücklagen.

Gemäß dem Beschluss der Gesellschafterversammlung wurde der Jahresüberschuss 2022 vollständig auf neue Rechnung vorgetragen.

Sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen betreffen insbesondere Rückstellungen für Personalkosten (472 TEUR, i. Vj. 393 TEUR), für ausstehende Rechnungen (186 TEUR, i. Vj. 80 TEUR) und für Gewährleistungsrückstellungen (166 TEUR, i. Vj. 76 TEUR).

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von 1.151 TEUR (i. Vj. 902 TEUR) resultieren aus Lieferungen und Leistungen.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse verteilen sich nach geographisch bestimmten Märkten wie folgt:

2023 2022
TEUR TEUR
Inland 10.046 8.886
Ausland 21.916 16.868
31.962 25.754

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich insgesamt auf 576 TEUR (i. Vj. 563 TEUR) und enthalten Erträge aus Währungsumrechnungen (266 TEUR, i. Vj. 371 TEUR), sonstige unregelmäßige Erträge (127 TEUR, i.Vj. 118 TEUR), Erträge aus Auflösung von Rückstellungen (93 TEUR, i.Vj. 118 TEUR), periodenfremde Erträge (70 TEUR, i. Vj. 47 TEUR) sowie übrige Erträge (19 TEUR, i. Vj. 19 TEUR).

Materialaufwand

Die Materialaufwendungen nach dem Gesamtkostenverfahren betragen insgesamt 9.501 TEUR (i. Vj. 10.557 TEUR). Sie setzen sich aus den Aufwendungen für Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe sowie bezogene Waren in Höhe von 12.685 TEUR (i. Vj. 10.494 TEUR) und den Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von 54 TEUR (i. Vj. 63 TEUR) zusammen. Im Materialaufwand enthalten sind 1.175 TEUR (i. Vj. 1.049 TEUR) für Bestandsdifferenzen und Verschrottungen.

Personalaufwand

Der Personalaufwand des Geschäftsjahres im Sinne des § 275 Abs. 2 Nr. 6 HGB (Gesamtkostenverfahren) enthält Löhne und Gehälter in Höhe von 10.470 TEUR (i. Vj. 9.442 TEUR), zuzüglich soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung in Höhe von 1.962 TEUR (i. Vj. 1.788 TEUR). Die Aufwendungen für Altersversorgung betragen im Geschäftsjahr 0 TEUR (i. Vj. 0 TEUR).

Abschreibungen

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen enthalten, wie im Vorjahr, ausschließlich planmäßige Abschreibungen des laufenden Jahres. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagespiegel zu entnehmen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen insgesamt 487 TEUR (i. Vj. 1.049 TEUR) und beinhalten Aufwendungen aus Währungsumrechnungen (461 TEUR; i. Vj. 1.035 TEUR) sowie periodenfremde Aufwendungen (21 TEUR; i. Vj. 0 TEUR).

Erträge aus Beteiligungen

Die Erträge aus Beteiligungen betragen insgesamt 0 TEUR (i.Vj. 250 TEUR)

Ergänzende Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den Abnahmeverpflichtungen für Rohstoffbezug im üblichen Rahmen bestanden zum Bilanzstichtag Leasing- und Wartungsverpflichtungen von 1.244 TEUR (davon fällig in 2024: 359 TEUR), unter anderem für Cloud-Dienste von 1.041 TEUR (davon fällig in 2024: 271 TEUR).

Haftungsverhältnisse

Die Konzern-Muttergesellschaft Kaman Corporation, 1332 Blue Hills Avenue, Bloomfield, Connecticut 06002, USA, ist das "Credit and Guaranty Agreement" vom 20. November 2012, zuletzt geändert am 21.06.2023, mit Konsortialkreditbanken um die JP Morgan Chase Bank als Verwaltungsagent eingegangen. Der Umfang dieser Kreditlinie beträgt 740 Mio. USD. Die RWG Germany GmbH kann diese Kreditlinie als ein möglicher Kreditnehmer in Anspruch nehmen und die Linie zur bedarfsweisen Betriebsmittelfinanzierung nutzen.

Zur Absicherung der Darlehensverbindlichkeit im Rahmen dieses Konsortialkreditvertrages wurden 66 Prozent des stimmberechtigten gezeichneten Kapitals der RWG verpfändet.

Die Gesellschaft schätzt das Risiko der Inanspruchnahme auf Grund der soliden finanziellen Lage der Konzern-Muttergesellschaft als unwahrscheinlich ein.

Beschäftigte im Jahresdurchschnitt

2023 2022
Gewerbliche Mitarbeiter 126 114
Angestellte 74 71
Aushilfen 2 1
202 186
Auszubildende 8 6
210 192

Beteiligungsliste

Die RWG Germany GmbH ist indirekt - über reine Zwischenholdings - an der Gebr. Reinfurt GmbH & Co. KG mit 5 % beteiligt. Die Gebr. Reinfurt GmbH & Co. KG mit Sitz in Rimpar (DE) hat im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresüberschuss von 7.260 TEUR und zum 31.12.2023 ein Eigenkapital von 24.929 TEUR erwirtschaftet.

Geschäftsführung

Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2023:

 

Herr Stefan Daub-Klose, technischer Geschäftsführer

 

Herr Robert G. Paterson, technischer Geschäftsführer bis 9.4.2024

 

Herr Kevin Ladouceur, technischer Geschäftsführer ab 9.4.2024

Den Herren Stefan Daub-Klose, Robert G. Paterson und Kevin Ladouceur ist jeweils Einzelvertretungsberechtigung erteilt; sie sind nicht von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.


Die Angaben nach § 285 Nr. 9 HGB wurden auf Grund § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.

Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft ist ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der Kaman Aerospace Group Inc., Bloomfield, CT, USA (kleinster Konsolidierungskreis). Diese wird in den Konzernabschluss der Kaman Corporation, Bloomfield, CT, USA, einbezogen (größter Konsolidierungskreis). Der Konzernabschluss ist am Sitz der Kaman Corporation, 1332 Blue Hills Avenue, Bloomfield, Connecticut 06002, USA sowie auf deren Internetseite www.kaman.com erhältlich.

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den im Geschäftsjahr 2023 erzielten Jahresüberschuss von 2.851.289,15 EURauf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor.

 

Höchstadt an der Aisch, den 2. August 2024

Geschäftsführer

Kevin Ladouceur

Stefan Daub-Klose

Anlagespiegel für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

  Anschaffungs- und Herstellungskosten
  01.01.2023 Zugänge Umbuchenen Abgänge 31.12.2023
  EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.230.623,21 6.800,00 0,00 0,00 2.237.423,21
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke und Bauten 7.720.756,84 130.250,84 161.863,73 6.640,00 8.006.231,41
2. Technische Anlagen und Maschinen 10.371.403,11 118.056,34 103.108,56 56.707,57 10.535.860,44
3. Andere Anlagen , Betriebs- u. Geschäftsausstattung 2.727.960,73 252.125,59 0,00 35.839,76 2.944.246,56
4. Anlagen im Bau 90.582,42 504.989,92 -264.972,29 0,00 330.600,05
  20.910.703,10 1.005.422,69 0,00 99.187,33 21.816.938,46
III. Finanzanlagen          
Beteiligungen 4.925.876,00 0,00 0,00 0,00 4.925.876,00
  28.067.202,31 1.012.222,69 0,00 99.187,33 28.980.237,67
  Abschreibungen Buchwerte
  01.01.2023 Abschreibungen
des Geschäftsjahres
Abgänge 31.12.2023 31.12.2023 31.12.2022
  EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände            
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.723.942,52 229.668,17 0,00 1.953.610,69 283.812,52 506.680,69
II. Sachanlagen            
1. Grundstücke und Bauten 1.789.531,20 224.495,25 3.116,56 2.010.909,89 5.995.321,52 5.931.225,64
2. Technische Anlagen und Maschinen 8.060.435,53 419.019,51 56.706,07 8.422.748,97 2.113.111,47 2.310.967,58
3. Andere Anlagen , Betriebs- u. Geschäftsausstattung 2.265.849,36 113.935,07 33.669,41 2.346.115,02 598.131,54 462.111,37
4. Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 330.600,05 90.582,42
  12.115.816,09 757.449,83 93.492,04 12.779.773,88 9.037.164,58 8.794.887,01
III. Finanzanlagen            
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 4.925.876,00 4.925.876,00
  13.839.758,61 987.118,00 93.492,04 14.733.384,57 14.246.853,10 14.227.443,70

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die RWG Germany GmbH, Höchstadt an der Aisch

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der RWG Germany GmbH, Höchstadt an der Aisch, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der RWG Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine inÜbereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Nürnberg, den 2. August 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Norbert Heinzelmann, Wirtschaftsprüfer

Christian König, Wirtschaftsprüfer


Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 30.08.2024 festgestellt.

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