Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 100266
Vorher
Landert Family Office Deutschland AG
Eingetragen
28.4.2011
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wein, Sekt und Spirituosen
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist das ganzheitliche Wealth Management mit Schwerpunkt Vermögensverwaltung und hierbei insbesondere a) Anlagevermittlung gemäß § 1 I a Satz 2 Nr. 1 KWG b) Anlageberatung gemäß § 1 I a Satz 2 Nr. 1a KWG c) Abschlussvermittlung gemäß § 1 I a Satz 2 Nr. 2 KWG d) Finanzportfolioverwaltung gemäß des § 1 I a Satz 2 Nr. 3 KWG e) Drittstaateneinlagenvermittlung gemäß § 1 I a Satz 2 Nr. 5 KWG f) Anlageverwaltung gemäß § 1 I a Satz 2 Nr. 11 KWG g) Eigengeschäft gemäß § 1 I a Satz 3 KWG. Weiterer Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung von Wertpapiernebendienstleistungen und hierbei insbesondere: a) die konzeptionelle Beratung von Unternehmen zu Bilanzthemen, der industriellen Strategie und die Exekution von Dienstleistungen in Einzelfällen; b) Devisen- und Devisentermingeschäfte, die in Zusammenhang mit Wertpapierdienstleistungen bzw. Portfoliozielen stehen; c) die Erstellung, Verbreitung oder Weitergabe von Finanzanalysen oder anderen Informationen über Finanzinstrumente oder deren Emittenten, die direkt oder indirekt eine Empfehlungen für eine bestimmte Anlageentscheidung enthalten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Matthias Jörss
seit 23.8.2023
Vorstandsmitglied
Frank Kemper
seit 23.8.2023
Vorstandsmitglied
Alexander Bartsch
seit 11.5.2022
Prokura
Sascha Werberich
seit 7.4.2020
Prokura
Horst-Kasper Greven
seit 2.1.2020
Prokura
Thomas Pethofer
seit 2.1.2020
Prokura
Andreas Scharpe
seit 2.1.2020
Prokura
Jens Bäder
seit 2.1.2020
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SALytic Invest AG

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Konjunktur- und Kapitalmarktumfeld 2023 - Ausblick 2024

Restriktive Geldpolitik führt zu deutlich sinkenden Inflationsraten

Nach dem kräftigen Anstieg der Inflation in 2022 war das Jahr 2023 gekennzeichnet durch eine weitere markante Verschärfung der Geldpolitik in den USA und Europa. Die amerikanische Notenbank Fed hob die Geldmarktsätze um einen vollen Prozentpunkt und die Europäische Zentralbank den Einlagensatz um zwei Prozentpunkte an. Mit Ausnahme der Bank of Japan und der Zentralbank Chinas setzten auch nahezu alle anderen Zentralbanken die Leitzinsen kräftig weiter nach oben, um die Inflation zu bekämpfen und eine Abschwächung der eigenen Währung gegen US-Dollar und Euro zu vermeiden. Hinzu kam, dass die Zentralbanken ihre im Zuge der Covid-Pandemie aufgeblähten Bilanzen reduzierten, indem auslaufende Wertpapiere nicht wieder angelegt wurden. Diese Strategie war im Kontext schwacher Weltkonjunktur, fallender Rohstoff- und Energiepreise sowie dem Wegfall der Lieferkettenprobleme sehr erfolgreich. Weltweit gingen die Inflationsraten spürbar zurück, ohne dass jedoch die angestrebten Inflationsziele erreicht werden konnten.

Expansive Fiskalpolitik und hohe Ersparnisse aus der Covid-Zeit verhindern Rezession in den USA

Die Mehrzahl der Volkswirte war aufgrund der absehbar sehr restriktiven Geldpolitik im Jahr 2023 davon ausgegangen, dass in den USA eine Rezession sehr wahrscheinlich sei. Diese konnte jedoch verhindert werden, was auf einer sehr expansiven Fiskalpolitik und einem starken Anstieg der Investitionen in den USA insbesondere in Folge des "Inflation Reduction Act" beruhte. Zudem haben private Haushalte und Unternehmen die Zeit der extrem niedrigen Zinsen genutzt, um ihre Finanzierungsbedürfnisse zu attraktiven Konditionen langfristig zu sichern. Damit wirkt die Geldpolitik dieses Mal zeitlich verzögert. Hinzu kam, dass die Unternehmen aus Sorge, bei besserer Auftragslage kein Personal zu bekommen, kaum Entlassungen vorgenommen haben. Zudem reichten die Ersparnisse aus der Covid-Zeit auch dank fallender Energiepreise länger aus als erwartet, sie sollten bei Konsumenten gerade aus den unteren Einkommensschichten nun jedoch weitgehend aufgebraucht sein.

Der Geldpolitik gelang es, die Inflation deutlich zu senken, da sie zu einer schwächeren Nachfrage und damit auch zu moderater ansteigenden Löhnen führte. Zudem fielen die meisten Rohstoffpreise kräftig, was auf die schwache Dynamik in China sowie auf eine Verteuerung der Lagerhaltung bei steigenden Zinsen zurückzuführen war. Die von der Fed angestrebte Inflationsrate von 2% konnte jedoch noch nicht erreicht werden. Die Notenbanker hoben die Geldmarktzinsen bis Ende Juli an und signalisierten ab Mitte Oktober Zinssenkungen für 2024. Darüber hinaus hat die Fed ihre Anleihebestände von rund 9 Billionen USD im Sommer 2022 auf zum Jahresende rund 7,7 Billionen USD reduziert und will an diesem Vorgehen zunächst festhalten.

Europa leidet unter hohen Energiepreisen, dem negativen Lagerzyklus sowie Strukturproblemen - Deutschland in der Rezession

Auch in der Eurozone hat die EZB aufgrund der hohen Inflation die Zinsen signifikant angehoben. Hier war jedoch die Fiskalpolitik weit weniger expansiv. In Südeuropa wurden die Haushaltsdefizite sogar leicht reduziert. Hohe konsumfördernde Ersparnisse aus der Covid-Zeit bestanden in Europa, im Gegensatz zu den USA, nicht.

Die Konjunktur in Deutschland wurde durch große Strukturprobleme, ausgelöst durch die im weltweiten Vergleich sehr teuren Energiepreise, hohe Steuern und eine insgesamt abnehmende Wettbewerbsfähigkeit gedrückt. Des Weiteren wird Deutschland wegen seines sehr hohen Industrieanteils vom auslaufenden Abbau überhöhter Lagerbestände überdurchschnittlich belastet. Deutschland ist aufgrund seiner Exportlastigkeit zudem stärker als andere Länder von der verringerten Nachfrage aus China sowie der zunehmenden chinesischen Konkurrenz in Sektoren wie Automobile und Maschinenbau betroffen.

China leidet unter Immobilienkrise und schwindendem Vertrauen in die Politik

In China verpuffte der Konjunkturimpuls, den man sich vom Ende der Zero-Covid-Strategie erhofft hatte, im Jahresverlauf schnell. Die Schieflage der hoch verschuldeten Immobilienunternehmen führte zu einer Vertrauenskrise und fallenden Immobilienpreisen. Damit verlor die wichtigste Anlageform der privaten Haushalte an Wert. Viele Käufer fürchteten, die Anzahlungen, die sie bei Immobilienunternehmen geleistet hatten, zu verlieren. In China gab es keine sehr hohen Ersparnisse aus der Covid-Zeit. Zudem führte die wenig berechenbare Politik des Landes zu hoher Verunsicherung bei der eigenen Bevölkerung sowie bei internationalen Investoren. Die Geld- und Fiskalpolitik war zwar expansiv, gleichzeitig litten jedoch die lokalen Gebietskörperschaften unter ihrer hohen Verschuldung. Diese erzielten in der Vergangenheit ihre Einnahmen vor allem durch Landverkäufe, was nun kaum noch möglich war. Das Wachstum der chinesischen Volkswirtschaft blieb damit spürbar hinter den Erwartungen zurück. Ähnlich wie die meisten Emerging Markets hatte auch China wegen der US-Zinsanhebungen nur geringen Spielraum für Zinssenkungen, um der Abwertung der eigenen Währung zu begegnen.

Ausblick 2024: Leitzinsen sinken in den USA und in Europa - Weltkonjunktur wächst nur moderat

Wir rechnen für die Weltwirtschaft im laufenden Jahr mit einer Wachstumsverlangsamung auf etwa 2,8% nach rund 3,1% in 2023. Während Europa in einem Stagnationsumfeld verbleibt, geht in den USA und Japan die wirtschaftliche Dynamik zurück. Triebfedern bleiben die asiatischen Schwellenländer sowie China und Indien.

Wachstumsverlangsamung, aber wahrscheinlich keine Rezession in den USA

In den USA wird die restriktive Geldpolitik zunehmend wirksam. Zugleich wird auch die Fiskalpolitik deutlich restriktiver. Stabilisierend wirken sich die anhaltend hohen Industrieinvestitionen im Zuge des "Inflation Reduction Act" aus. Der Lagerabbau in der Industrie sollte im Laufe des ersten Quartals auslaufen, was einen Anstieg der Industrieproduktion ermöglichen dürfte. Die Lohnabschlüsse werden klar über der Inflationsrate liegen, was die Realeinkommen ansteigen lässt. Jedoch sind die Ersparnisse der Covid-Zeit nun weitgehend aufgebraucht. Dies sollte zu einer steigenden Sparquote führen und die Konsumausgaben insgesamt etwas schwächen.

Wir rechnen wir für die USA im aktuellen Jahr mit einem etwas schwächeren Konjunkturverlauf. Dies könnte dann auch Auswirkungen auf die US-Präsidentschaftswahlen im November haben, wo in den Umfragen derzeit keine Partei eindeutig in Führung liegt und es wahrscheinlich zur Wahl zwischen Donald Trump und Amtsinhaber Joe Biden kommen wird. Dies kann im Herbst zu einer großen Verunsicherung an den internationalen Kapitalmärkten führen.

Inflation fällt nur langsam und erlaubt Zinssenkungen erst ab dem Ende des 2. Quartals

Die Inflationsrate sollte sich nicht zuletzt aufgrund weniger stark steigender (kalkulatorischer) Mieten weiter moderieren. Zugleich bleibt die Lohnentwicklung zu hoch und die Arbeitslosigkeit zu niedrig, als dass es ausgemacht ist, dass die Notenbank bereits im ersten Quartal die Zinsen senkt. Wir rechnen mit einem ersten Schritt der FED zum Ende des zweiten Quartals und gehen für 2024 von Zinssenkungen von insgesamt 75-100 Basispunkten in mehreren Schritten aus.

Wirtschaftliche Dynamik in Europa bleibt gering

Europa wird auch im laufenden Jahr nur schwach wachsen. Die Fiskalpolitik wird restriktiver, der Zinsanstieg aus dem letzten Jahr wirkt sich zunächst noch sehr negativ auf Konsum und Investitionen aus. Die Industrieproduktion sollte auch in Europa von dem Auslaufen des Lagerabbaus profitieren und im späteren Jahresverlauf zur Erholung ansetzen. Die Einkommenszuwächse liegen ebenfalls über der Inflationsentwicklung. Damit steigen die Realeinkommen, was sich positiv auf den privaten Verbrauch auswirken sollte. An den strukturellen Problemen aus hohen Energiepreisen und abnehmender Wettbewerbsfähigkeit ändert sich wenig. Von dieser unbefriedigenden Situation dürften bei den in vielen Ländern anstehenden Wahlen vor allem populistische Parteien profitieren (EU-Wahlen im Juni, mehrere Landtagswahlen in Deutschland im September, Wahl Nationalrat Österreich im Oktober).

Zinssenkungen durch die EZB ab Frühsommer

Nach einem basisbedingten Anstieg zur Jahreswende 2023/24 wird die Inflation auch in Europa im Frühjahr weiter moderat fallen. Zusammen mit der unbefriedigenden konjunkturellen Situation wird daher auch die EZB ab Juni mit Zinssenkungen beginnen. Diese sehen wir in 2024 bei insgesamt rund 75 Basispunkten in mehreren Schritten.

China bleibt eine Wachstumslokomotive, wenn auch auf niedrigerem Niveau

China wird durch eine sehr expansive Fiskalpolitik, einzelne Deregulierungsmaßnahmen sowie eine moderat expansive Geldpolitik mit rund 4,5% wachsen. Im Vergleich zu den Vorjahren ist dies eine geringe Zuwachsrate, auch wenn sie weit über der in Europa bzw. den USA liegt. Die Überkapazitäten und die zu hohe Verschuldung großer Unternehmen im Wohnimmobilienbereich üben weiterhin einen dämpfenden Einfluss auf die Wirtschaft aus. Die Verunsicherung bei Konsumenten und Investoren dürfte fortbestehen. Damit bleibt die Kapazitätsauslastung in China gering und die deflationären Tendenzen begünstigen durch Preisdruck bei Warenexporten den Inflationsrückgang in den Industrieländern. Die Zentralbank wird weitere kleine Zinssenkungen vornehmen.

Emerging Markets profitieren von der Änderung der Geldpolitik in den USA und Europa - Japan mit weniger expansiver Geldpolitik

Der von uns im Jahresverlauf erwartete Einstieg der Notenbanken in einen Zinssenkungspfad erlaubt es vielen Emerging Markets, erstmals wieder eine expansivere Geldpolitik zu betreiben, ohne die eigene Währung markant abzuwerten. Dies begünstigt die Konjunktur in den Emerging Markets in Asien und Südamerika.

Eine Sonderrolle wird Japan spielen. Hier erwarten wir in naher Zukunft eine Abkehr von der aktuellen Kontrolle der 10-jährigen Zinsen (Yield Curve Control) durch die Zentralbank, was steigende Zinsen bedeuten sollte und den Yen aufwerten lässt.

Ausblick 2024: Kurspotential bei Aktien und Renten aus Zinssenkungszyklus und Konjunkturerholung

Nach dem signifikanten Rückgang der Zinsen am Kapitalmarkt und der Einengung der Risikoprämien im Dezember sind die prognostizierten Zinssenkungen der Notenbanken bereits weitgehend eskomptiert worden. Als Folge rechnen wir in 2024 am langen Ende des Rentenmarktes nur noch mit geringen Kursgewinnen (Jahresendrendite US-Treasuries 3,8 - 4%, Bundesanleihen 2%). Wir erwarten zunehmend die Tendenz zu einer sukzessiven Normalisierung der Zinsstrukturkurven.

Renten sollten mit einer Performanceerwartung von 3,5 - 5% auch in 2024 eine auskömmliche Rendite bieten.

Auch am Aktienmarkt wurde mit dem jüngsten starken Kursanstieg ein nicht unerheblicher Teil unserer Performanceerwartung für 2024 bereits vorweggenommen. Dennoch erwarten wir im weiteren Verlauf noch Kurspotential. Die Weltwirtschaft wird sich im Jahresverlauf sukzessive beleben, die Inflation sollte weiter sinken, die Bewertung außerhalb des Technologiesegments ist attraktiv und die Leitzinsen sinken. Dies senkt die Investitionsunsicherheiten und bringt Realeinkommenszuwächse für die Konsumenten. Insgesamt wird das Wirtschaftswachstum jedoch nur verhalten ausfallen. Daher ist die Gewinnentwicklung der Unternehmen in 2024 lediglich leicht positiv und von nur wenigen Sektoren wie Technologie, Healthcare, Konsumgütern oder Financials getragen. Bei anziehenden Konjunkturerwartungen dürften die Aktienmärkte im Jahresverlauf jedoch beginnen, eine Erholung der zyklischen Gewinne in 2025 zu antizipieren.

Ein großes Unsicherheitsmoment könnte aus weiteren geopolitischen Verschärfungen und in der zweiten Jahreshälfte zusätzlich aus den im November anstehenden US-Präsidentschaftswahlen herrühren.

Geschäftsentwicklung in der SALytic Invest AG

Der Umsatz der SALytic Invest AG bewegt sich im dreizehnten Jahr des Bestehens in Deutschland ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres (-0,3%). Dabei macht sich bemerkbar, dass es in Köln und Stuttgart einige Kundenabgänge und eine Verringerung des Anlagevolumens bei einem großen Mandat gab. Dies kompensiert den Erlösanstieg aus dem Anstieg der Börsenkurse. Zum Jahresende konnten jedoch die Assets under Management sowohl in Stuttgart wie auch in Köln deutlich gesteigert werden. Die Mittelzuflüsse kamen jedoch zu spät im Jahr, um zu nennenswerten Erlösen zu führen. Zudem kommen die Mittelzuflüsse vor allem von einem für die Unternehmung relativ großen Mandat und weisen dementsprechend eine geringere Marge auf. Zusammen mit deutlich angestiegenen Kosten führte dies dazu, dass das operative Ergebnis mit 294 Tsd. Euro um 33,48 % niedriger ausfiel als im Vorjahr (442 Tsd. Euro), das allerdings von positiven Sondereffekten überzeichnet war.

Hinzu kam, dass der extreme Zinsanstieg in den Jahren 2022/2023 dazu geführt hat, dass die Kurse der Eigenanlagen in den Rentenfonds das zweite Jahr in Folge deutlich unter dem Buchwert lagen. Dies führte zu einer Teilabschreibung auf die Jahresschlusskurse. Auch bei der Eigenanlage in dem Wohnimmobilienaktienfonds lag eine dauerhafte Wertminderung vor, so dass eine Verringerung des Buchwertes vorgenommen werden musste und sich das Finanzergebnis von 12 Tsd. Euro auf -104 Tsd. Euro verschlechtert hat.

Aufgrund des außergewöhnlichen Zinsanstiegs in 2022/2023 wurde eine Verringerung der §340g Rücklage um 70 Tsd. Euro vorgenommen. Als Nettoeffekt sank das Ergebnis vor Steuern und Rücklagen in Summe um 58 Tsd. Euro auf 364 Tsd. Euro. Die Ertragslage bleibt jedoch weiterhin zufriedenstellend und erlaubt damit eine stabile Dividende und weitere Wachstumsinvestitionen.

Für die Niederlassung Stuttgart wurden Maßnahmen zur Dynamisierung des Wachstums eingeleitet. Es hat sich an beiden Standorten zusammengenommen ein Team mit kritischer Masse und heterogenem, sich ergänzendem Kompetenzprofil erfolgreich etabliert.

Mit der zunächst erfolgten Erweiterung des Vorstands um Frank Kemper und Matthias Jörss im Sommer 2023 wurde eine Einarbeitung der beiden neuen Vorstände ermöglicht und eine vollständige Übernahme der Verantwortung von Dr. Sawazki ab Februar 2024 eingeleitet. Der langjährige Vorstandsvorsitzende Dr. Wolfgang Sawazki schied zum 31.1.2024 turnusgemäß aus dem Vorstand aus und begleitet die Gesellschaft nun als Berater.

Zur Verbesserung der Markenbekanntheit wurde mit der Firma USC eine Zusammenarbeit vereinbart. Diese beinhaltet auch einen neuen moderneren Internetauftritt für die Firma. Die Zusammenarbeit mit der Kommunikationsagentur Edelmann wurde Ende 2022 beendet.

Geschäftskonzept unverändert fortgeführt

Im Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der Vermögensverwaltung für private Kunden ergaben sich keine Änderungen. Das Geschäft mit semiinstitutionellen Mandanten u.a. Stiftungen, Versorgungswerken und Verbänden wurde intensiviert und verbreitert. Gleiches gilt für die Beratung und Verwaltung inländischer Sondervermögen bei der Monega und Ampega sowie die Family Office-Betreuung, die das Tätigkeitsfeld abrunden.

Die beiden vermögensverwaltenden Fonds - SALytic Strategy und Stiftungsfonds - weisen mit 4 bzw. 5 Sternen bei Morningstar eine sehr gute Beurteilung auf und spiegeln die hohe Leistungsfähigkeit der Gesellschaft wider. Mit der Auflegung des Fonds SALytic Wohnimmobilien Europa Plus wurde im Frühjahr 2022 die Assetklasse Wohnimmobilien kosteneffizient investierbar und liquide handelbar gemacht.

Zum 31.12.2023 betreut die Gesellschaft insgesamt rund 210 Mandanten und sechs Publikumsfonds. In der Vermögensverwaltung, der professionellen Anlageberatung und im Fondsmanagement wurden Vermögenswerte in Höhe von rund 1.074 Mio. Euro (davon VV in Stuttgart 190 Mio.) betreut. AufPublikumsfonds entfallen dabei rund 231 Mio. Euro. Bei dieser Kalkulation wurden Family Office-Volumina nicht mit eingerechnet.

Finanz-, Vermögens- und Ertragslage in 2023

Im Geschäftsjahr 2023 wurden Provisionserträge in Höhe von rund 3,42 Mio. Euro (VJ = 3,43 Mio. Euro) vereinnahmt. Es waren sowohl Mittelzu- wie auch Abflüsse zu verzeichnen. Die Assets und Management stiegen durch die Kursgewinne an den Aktien- und Rentenmärkten und aufgrund eines neuen, großen aber margenschwächerer Mandats. Die Umsätze gingen jedoch um 0,3% zurück.

Trotz generell hoher Kostendisziplin stieg der Verwaltungsaufwand um rund 2%. Dazu trugen höhere Mieten, steigende Löhne und höhere IT-Kosten bei. Hinzu kamen Aufwendungen für die Implementierung eines Portfoliomanagement Systems, sowie der Kauf der ESG-Consulting Software (MSCI) zur Einhaltung der ESG-Kriterien. Einsparungen ergaben sich durch die Kündigung eines Vertriebsvertrags und durch die zeitverzögerte Mandatierung einer neuen Kommunikationsagentur. Insgesamt konnte ein operativer Vorsteuer-ROE von rund 17% erzielt werden.

Bei der Darstellung des Nettoergebnisses ist zu berücksichtigen, dass zur Kompensation der Abschreibung auf die Wertpapierbestände der Eigenanlage aufgrund des außergewöhnlichen Zinsanstiegs im Jahr 2022/2023, die steuerlich nicht ansetzbare § 340g offene Vorsorgereserve für allg. Bankrisiken um 70 Tsd. Euro reduziert wurde.

Zudem muss eine "EDW"-Sonderabgabe von mehr als 1% der Umsatzerlöse entrichtet werden. Der Jahresüberschuss nach Steuern und EDW-Abgabe beläuft sich auf 226 Tsd. Euro.

Das wirtschaftliche Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag mehr als 2 Mio. Euro. Die Liquiditätslage des Unternehmens ist sehr komfortabel. Zum Stichtag verfügt das Unternehmen über Bankguthaben und liquide Wertpapiere i.H. v. deutlich mehr als 2 Mio. Euro. Diese Zahl ist allerdings durch die im 1. Quartal 2024 abzuführende Umsatzsteuerforderung überzeichnet. Dieser Liquidität stehen keine zinstragenden Finanzverbindlichkeiten gegenüber, da das operative Geschäft ohne jedes Fremdkapital betrieben wird.

Der Hauptversammlung wird vom Vorstand nach Abstimmung mit dem Aufsichtsrat für 2023 eine unveränderte Ausschüttung von 230.000 Euro vorgeschlagen. Der übrige Bilanzgewinn wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Die Ausstattung der Gesellschaft mit haftendem Eigenkapital in Höhe von mehr als 2 Mio. € verbleibt auf sehr komfortablem Niveau, deutlich oberhalb der regulatorisch geforderten Kosten-Eigenmittel-Relation. Damit ist das Unternehmen in den nächsten Jahren kapitalseitig gut ausgestattet und in der Lage, durch interne und externe Maßnahmen weiter zu wachsen. Das handelsrechtliche Eigenkapital macht rund 74 % der Bilanzsumme aus.

Weiterentwicklung der Mitarbeiterbasis

In der Gesellschaft waren in 2023 neben dem Vorstand acht Mitarbeiter und mehrere Berater beschäftigt. Dies lässt Spielraum für weitere geeignete Arrondierungen. Weitere Einstellungen zum Ausbau der Kundenbasis und der Vertiefung der Kernkompetenzen in der Kapitalanlage werden fortlaufend analysiert. Das Geschäftsvolumen kann mit den aktuellen Personalkapazitäten weiter gesteigert werden. Die Altersstruktur erfordert aber mittelfristig Neueinstellungen.

Die in verantwortlicher Position beschäftigten Mitarbeiter werden mittels eines erfolgsorientierten Vergütungssystems motiviert, überdurchschnittliche Leistungen zu erzielen. Die persönliche Leistungsmessung orientiert sich maßgeblich an quantitativen und qualitativen Werten, so dass schädliche risikosteigernde kurzfristige Fehlanreize auszuschließen sind. Die gesamten Personalaufwendungen einschließlich sozialer Abgaben und Altersversorgung betrugen im Geschäftsjahr 2023 rund 1,87 Mio. Euro, wovon rund 14% auf die variablen Vergütungen entfallen.

Ausblick und Prognosebericht 2024:

Das sich leicht abschwächende Wachstum der Weltwirtschaft und die schwache Konjunktur in Europa sowie die zunächst anhaltend restriktive Geldpolitik der Notenbanken, sprechen für eine verhaltende Entwicklung der Aktienmärkte. Auch die Bewertung der Aktienmärkte in Relation zu den Rentenmärkten deutet auf eine verhaltende Entwicklung der Aktienmärkte hin. Gleichzeitig ist es für die Unternehmung positiv, dass nun jedoch erstmals seit einem Jahrzehnt wieder positive Realrenditen mit Anleihen erwirtschaftet werden. Somit sind viele Kunden nicht mehr auf Nettoentnahmen angewiesen. Daneben gibt es weniger Verschiebungen in andere Assetklassen. Die Neukundengewinnung wird dennoch entscheidend sein, um zu wachsen und eine normale Fluktuation im Kundenstamm zu kompensieren.

Weitere Investitionen in den Marktauftritt sowie in die Entwicklung der Kunstmarke SALytic Invest werden vorgenommen. Die Kommunikationsagentur USC ist dafür ein guter Partner, da diese Firma in der Finanzindustrie bereits sehr erfolgreich gearbeitet hat. Zudem soll die sehr gute Performance einiger Flaggschifffonds bei der Kundengewinnung stärker in den Vordergrund gestellt werden und soziale Medien werden verstärkt eingesetzt, um auf die Unternehmung aufmerksam zu machen.

Der Start ins Jahr 2024 verlief in den Kundendepots bisher positiv. Wir konnten Kursgewinne an den Aktienmärkten erzielen und auf der Rentenseite waren wir kaum von Kursrückgängen betroffen.

Die aktuelle Planung sieht einen weiteren Anstieg der Erlöse auf rund 3,5 Mio. Euro vor. Trotz weiter anwachsender Personal- und Sachkosten sollte dies zu einer Verbesserung des Ergebnisses vor Steuern auf rund 415.000,00 Euro führen. Mit der Implementierung des neuen Portfolio Management Systems sowie der Mandatierung des ESG-Consultants (MSCI) nimmt die Firma zukunftsweisende Investitionen vor, die mittelfristig die Qualität der Geschäftsprozesse deutlich stärken, die Ergebnisse in 2023 jedoch belasten haben und in 2024 werden.

Es ist zunächst keine weitere Verbesserung der Liquiditäts- oder Eigenkapitalposition geplant, da sie zum Jahresende 2023 ein sehr auskömmliches Niveau erreicht haben.

Risikomanagement

Der in den beiden letzten Jahren vollzogene Ausbau des SALytic Teams in Köln und Stuttgart stellt eine gute Basis für eine erfolgreiche mittelfristige Expansion sowie die umfassende Bearbeitung, Steuerung und Kontrolle aller notwendigen Prozessthemen dar. An beiden Standorten besteht nun eine kritische Masse gut ausgebildeter Mitarbeiter, die jedoch mittelfristig noch ergänzt werden sollte.

Die Risikotragfähigkeit der Gesellschaft wird laufend überwacht und es werden die Kosten-Ertrags-Relationen sowie die Kapitalplanungen mittels Stresstests regelmäßig hinterfragt. Gegebenenfalls führen Planabweichungen zu Anpassungen.

Die kontinuierliche Fortentwicklung der Investmentprozesse, ein sukzessiver Ausbau des hochqualifizierten Personals, eine Weiterentwicklung der Infrastruktur sowie ein wachsendes Neugeschäft bei guter Anlageperformance zeigen an, dass die Gesellschaft in den nächsten Jahren weiter profitabel wachsen kann.

Die durch die Corona-Krise bedingten Lockdown-Maßnahmen haben das Unternehmen zu einem erheblichen Ausbau der technischen Infrastruktur sowie dem umfassenden Aufbau digitaler mobiler Arbeitsplätze veranlasst.

Corporate Social Responsibility - ESG-Auftritt erheblich erweitert

In der SALytic Invest AG hat das Thema ESG in den internen Prozessen sowie im Marktauftritt eine große Bedeutung.

Das Unternehmen bezieht bei seinen Investmententscheidungen ESG-Kriterien in die Entscheidungsfindung ein und kann daher z.B. auch Stiftungen und Kirchen bedienen, bei denen Kriterien wie z.B. der Ausschluss von Investments in Waffenherstellung, Spielcasinos, Drogen Pornographie oder Bestechung und der Fokus auf ethisches Verhalten, ressourcensparende Produktion sowie Diversität eine große Rolle spielen.

Die zunehmenden regulatorischen Vorgaben zur vorgegebenen Beachtung von ESG-Leitlinien im Produktions- und Investmentprozess wurden mit hohem Qualitätsstandard sachgerecht umgesetzt. Da ESG-Kriterien bereits seit Jahren ein Teil der Unternehmensphilosophie waren, werden einige SALytic Investmentfonds mit einem Art. 8 Rating eingestuft, was den hohen ESG-Standard verdeutlicht.

Bei den internen Prozessen werden alle vorgegebenen regulatorischen Standards voll umgesetzt und vom Management, Compliance und Revision intensiv kontrolliert. Daneben wird darauf geachtet, den Produktionsprozess so ressourcenschonend wie möglich zu gestalten (z.B. durch weitgehenden Verzicht auf Geschäftsreisen bei internen Meetings, Energiesparlampen, geringes Kopiervolumen, Digitalisierung...).

Ein besonderer Schwerpunkt bei SALytic Invest liegt auf der Auswahl und Weiterbildung des Personals. Bei der Auswahl werden nicht nur fachliche, sondern auch hohe Ansprüche an Ethik und Teamfähigkeit der Mitarbeiter gestellt. Zudem tragen alle Mitarbeiter ein hohes Maß an Verantwortung und nehmen zur Weiterbildung mehrmals im Jahr an Investmentkonferenzen oder anderen spezifischen Weiterbildungsveranstaltungen (u.a. Seminare zur Geldwäsche, Compliance, Regulatorik, ESG und Steuern) teil.

Zum Risiko im Geschäftsmodell und in der Gesellschaft

Das Risikomanagement der Gesellschaft basiert auf klaren Werten und Verantwortlichkeiten. Die definierten Prozesse und Richtlinien unterliegen strengen Kontrollen. Gleichwohl ist die bewusste Übernahme von "Risiken" letztlich ein Kernelement unternehmerischer Tätigkeit, die bei SALytic Invest mit der Wahl des Geschäftsmodells, einer entsprechenden Vertragsdokumentation und durch entsprechende Ausführungsstandards kontrolliert eingegangen werden. Die wesentlichen Risikopotentiale werden folgendermaßen beschrieben:

Strategische Risiken

Änderungen im Marktumfeld und in der Leistungsfähigkeit/-qualität der Gesellschaft können auf mittlere Sicht die Ertragskraft beeinflussen. So hängt die Geschäftsentwicklung von der allgemeinen politischen und aufsichtsrechtlichen Lage, aber auch von einer möglichen strukturellen Verschlechterung an den internationalen Finanz- und Anlagemärkten ab. Aus heutiger Sicht sind die Ertragsrisiken aus einer negativen Entwicklung des Kundenvermögens aus der Kapitalmarktentwicklung (siehe Marktrisiken) mittelfristig beherrschbar, was durch regelmäßige Stresstests im Rahmen unseres Risikocontrollings unterstützt wird.

Im Kontext der Assets under Management ist das Treueverhalten von Großkundenmandaten ein ernst zu nehmendes Risiko, da es mit der beruflichen Veränderung von Schlüsselmitarbeitern sowie mit der Zufriedenheit über die Performance der Mandate in enger Verbindung steht. Nach vielen guten Jahren waren auch in den Krisenjahren 2021 und 2022 keine markanten negativen Performanceausreißer zu beklagen. Im Jahr 2023 hat SALytic Invest im Vergleich zu den meisten Wettbewerbern ein sehr gutes, vielfach zweistelliges Anlageergebnis erzielt. Durch die aktuellen Mittelzuflüsse wird die gegebene Einzelkundenkonzentration weiter reduziert.

Marktrisiken

Die Veränderung von Marktpreisen und Vermögenswerten wirkt sich direkt auf die Bemessungsgrundlage der mit den Mandanten vereinbarten Vergütungsregelung aus.

So führten etwa die Auswirkungen des Ukraine-Krieges, der durch die Corona-Epidemie ausgelöste Kurssturz an den Kapitalmärkten oder die epochale Zeitenwende am Zinsmarkt zu einem vorrübergehenden zweistelligen Rückgang der Asset-Basis. Kursrückgänge an den Kapitalmärkten führen zu Ertragseinbußen und können darüber hinaus durch Unzufriedenheit auch zu Mandantenabgängen führen. Durch aktives Portfolio Management und rasche Markterholungen konnten diese Risiken jedoch begrenzt werden.

Grundsätzlich wird ein konservativer Investmentansatz verfolgt, der als Nebenbedingung einen Fokus auf strukturelles Wachstum, Substanz und Qualität der Unternehmen sowie eine im Vergleich zum Markt geringere Volatilität anstrebt. Dies dämpft in Abschwung-Phasen die Auswirkungen auf die Gesellschaft.

Dem vorgelagert setzt die Gesellschaft auf höchste Qualitätsstandards bei der Mitarbeiterrekrutierung und -entwicklung.

Wesentliche Marktpreisrisiken bezogen auf Eigenanlagen sind gering, da die Eigenmittel der Gesellschaft breit gestreut in Bankeinlagen bzw. zwei diversifizierten, liquiden Wertpapierfonds investiert sind. Der starke Zinsanstieg der Jahre 2022/2023 führte jedoch zu vorrübergehender Volatilität der Investmentkurse mit Buchwertkorrekturen, die sich in den nächsten Jahren wieder egalisieren dürften.

Adressausfallrisiken

Darunter ist die Gefahr eines teilweisen oder vollständigen Ausfalls vertraglich zugesagter Leistungen auf Seiten von Vertragspartnern zu verstehen. Die Vergütung für die Vermögensverwaltung erfolgt bei den meisten Mandanten halbjährlich über ein Lastschrifteinzugsverfahren. Bei der Beratung der Fonds erfolgt die Vergütung monatlich oder quartalsweise. Das Adressausfallrisiko ist aus Sicht des Vorstands sehr begrenzt. Für liquide Anlagemittel bei Banken arbeitet die Gesellschaft mit drei Banken - BW-Bank, V-Bank , Kreissparkasse Köln - zusammen. Überdies steht der Cash Flow der Kundenforderungen in einem gesunden Verhältnis zu den Aufwendungen der Gesellschaft.

Liquiditätsrisiken

Liquiditätsrisiken bezeichnen die Gefahr der Zahlungsunfähigkeit der Gesellschaft. Angesichts des SALytic-Risikomanagements, der sehr hohen Liquidität sowie der komfortablen Kosten-Eigenmittel-Relation sind reelle Liquiditätsrisiken nicht erkennbar.

Operationelle Risiken und höherer Digitalisierungsgrad

Dieser Punkt umfasst alle Betriebsrisiken, die im Rahmen der fortlaufenden Erbringung der Dienstleistungen der SALytic Invest bestehen. Diese können sich aus menschlichen und systemseitigen Fehlern ergeben (IT-Risiken, Fehler im Geschäftsprozess, Falschberatung, Reputationsrisiken, u.a.). Durch entsprechende Mitarbeiterführung/-rekrutierung, proaktives Risikomanagement und regelmäßige Kontrollen sowie die Revisionsprüfung besteht ein sehr guter Schutz gegen diese Risiken.

Die regulatorischen Anforderungen nach Mifid II wurden vollständig in die Prozesse integriert und eingehalten. Es wurde im Zeitraum von 2019 bis 2021 bei laufendem Betrieb in mehreren Schritten ein neues IT-System aufgesetzt und mehrere Digitalisierungs-Upgrades umgesetzt. Daneben wurde in 2022 das Office Management kompetent neu besetzt. Dabei waren die Geschäftsprozesse stabil.

Der Name SALytic Invest ist noch immer wenig bekannt und muss im Markt weiter etabliert werden. Daher lag das Hauptaugenmerk in 2023, unterstützt durch die Kommunikationsagentur USC, darin, durch verstärkte öffentliche Auftritte und mehrere Kundenveranstaltungen den Aufbau des neuen Markennamens zu fördern. Zudem wurden hierfür verstärkt soziale Medien eingesetzt. Dies gilt es in 2024 weiter zu forcieren.

Im den Jahren 2020 bis 2022 stellte die Corona-Epidemie und in 2022 auch der Ukraine-Krieg einen bisher nicht gekannten Stresstest für die operativen SALytic-Aktivitäten dar. Es wurde ein großer Notfallplan erarbeitet. Dazu gehörten u.a. die Einrichtung von mobilien Arbeitsplätzen für jeden Mitarbeiter, die Aufrechterhaltung zweier Standorte, getrenntes Arbeiten und eine weitgehende technische Vernetzung. Die Prozesse liefen stabil auf hohem Niveau.

Prozessrisiken können sich auch dadurch ergeben, dass durch Abweichungen von der generellen Anlagestrategie des Unternehmens negative Performanceausreißer denkbar wären. Daher sind die Mitarbeiter zur Umsetzung einer einheitlichen Anlagestrategie verpflichtet.

Daneben können sich Rechtsrisiken ergeben, indem Ansprüche gegenüber Vertragspartnern nicht durchgesetzt werden können oder der Firma ungewollte Verpflichtungen entstehen. Zur Begrenzung dieser Risiken nimmt die Gesellschaft den Rechtsbeistand von Juristen in Anspruch. SALytic Invest ist als Mitglied über den "Verband unabhängiger Vermögensverwalter" über aktuelle Risikothemen und regulatorische Veränderungen bestens informiert. Darüber hinaus sind obige Risiken in angemessenem Maße durch eine Vermögensschadenversicherung abgedeckt.

Besondere Risiken "Sicherungseinrichtungen"

Der schon über ein Jahrzehnt zurückliegende Phoenix-Konkurs zeigt deutlich die unbefriedigende Gesamtkonzeptionierung der Entschädigungseinrichtung für Wertpapierhandelsunternehmen

(EdW). Diese Unsicherheit trifft alle Institute, die dieser Entschädigungseinrichtung zuzurechnen sind.

Die Modalitäten der Beitragserhebung stellen ein unkalkulierbares Finanzrisiko für sämtliche der Aufsicht unterliegende Finanzdienstleistungsunternehmen dar. SALytic Invest ist bei der EdW "zwangszugeordnet" und unterliegt damit einem solchem Risiko, das den Jahreserfolg, die Bilanzplanung und das Geschäftsmodell belastet. Die jährlichen Belastungen aus Beiträgen an die EDW betragen strukturell 1,23 % der jährlichen Provisionserträge.

Chancen

Naturgemäß stehen Risiken stets auch entsprechende Chancen gegenüber. So bietet der Markt eine Vielzahl von Chancen, welche die Führung der Gesellschaft regelmäßig gegen die damit einhergehenden Risiken abwägt. Das Management ist davon überzeugt, für die Gesellschaft sinnvolle Opportunitäten erkennen und nutzen zu können, um mehrjährig profitabel zu wachsen. Eine hohe Performancequalität der Anlageentscheidungen in der Vergangenheit, ein bankenunabhängiges Handeln und ein beispielhaft hohes Commitment der Mitarbeiter sollten dafür sorgen, dies weiter erfolgreich umsetzen zu können. Die mehrjährig guten Performanceergebnisse der Depot- und Fondsanlagen, eine klare Strategie, die überdurchschnittlich hohe Personalqualität sowie die anhaltende Schwäche vieler Privat- und Großbanken sollten in den nächsten Jahren helfen, im Markt weiter überdurchschnittlich zu wachsen.

Schlussbemerkung/Abhängigkeitsbericht

Gemäß S 312 Abs. 3 AktG erklären wir als Vorstände der SALytic Invest AG, dass die Gesellschaft bei dem im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten vorgenommenen Rechtsgeschäften und getroffenen oder unterlassenen Maßnahmen nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem das Rechtsgeschäft vorgenommen oder die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt und dadurch, dass die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, nicht benachteiligt wurde.

 

Köln, der 20.03.2024

Matthias Jörss, Vorstandsvorsitzender

Frank Kemper, Vorstand

Abhängigkeitsbericht SALytic Invest AG, Köln und Stuttgart

Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 Abs. 1 AktG für das Geschäftsjahr 2023

1. Vorbemerkung

Die SALytic Invest AG, St.-Apern-Straße 26, 50667 Köln, Deutschland weist ein Grundkapital von 1.500.000 EUR, aufgeteilt in 2000 Namensaktien im Nennbetrag zu je 750 EUR, auf.

Nach Umsetzung des Mitarbeiterbeteiligungsprogramms, in dem mehrere Mitarbeiter Anteile an der SALytic Invest AG erworben haben, hat die SALOMON Familien Verwaltungs GmbH & Co KG, St.-Apern-Straße 26, 50667 Köln, Deutschland dem Vorstand der SALytic Invest AG in 2021 mitgeteilt, dass sie 77% der Anteile und damit auch der Stimmrechte der SALytic Invest AG hält.

In 2023 sind dem Vorstand der SALytic Invest AG keine Anteilsveränderungen mitgeteilt worden, so dass der Anteil unverändert fortbestehen sollte.

Die SALytic Invest AG (vormals Landert Family Office Deutschland AG) ist seit dem 12.06.2018 durch die damalige Anteilsaufstockung auf 64% ein abhängiges Unternehmen im Sinne des § 17 Abs. 1 AktG, da sie im Mehrheitsbesitz der SALOMON Familien Verwaltungs GmbH & Co KG steht.

Zwischen der SALytic Invest AG und der SALOMON Verwaltungsgesellschaft mbH bestehen kein Beherrschungsvertrag und kein Gewinnabführungsvertrag. Nach § 311 AktG darf die SALOMON Familien Verwaltungs GmbH & Co KG als beherrschendes Unternehmen ihren Einfluss nicht dazu benutzen, die SALytic Invest AG als abhängige Aktiengesellschaft zu veranlassen, ein für sie nachteiliges Rechtsgeschäft vorzunehmen oder Maßnahmen zu ihrem Nachteil zu treffen oder zu unterlassen, es sei denn, dass die Nachteile ausgeglichen werden.

Da kein Beherrschungsvertrag besteht, hat der Vorstand gemäß § 312 AktG einen Bericht über die Beziehungen der abhängigen Gesellschaft zu den verbundenen Unternehmen aufzustellen, in dem alle Rechtsgeschäfte, welche die Gesellschaft im vergangenen Geschäftsjahr mit dem herrschenden Unternehmen oder einem mit ihm verbundenen Unternehmen oder auf Veranlassung oder im Interesse dieser Unternehmen getroffen oder unterlassen hat, aufgeführt sind.

2. Rechtsgeschäfte und Maßnahmen

2.1 Rechtsgeschäfte und Maßnahmen mit der SALOMON Familienverwaltungs mbH & Co KG

Ab dem Geschäftsjahr 2019 wurden sowohl Dividenden an die Aktionäre ausgeschüttet, als auch die Eigenkapital- und die Kapitalbasis der Firma durch Rücklagenzuführungen sowie als eigenkapitalähnliche Reservebildung die Zuführung zum Fonds für allg. Bankrisiken (340g) gestärkt. Aufgrund der Belastung des außergewöhnlichen Zinsanstiegs der Jahre 2022/2023 wurde die 340g Rücklage für allgemeine Bankrisiken für das Geschäftsjahr 2023 um 70 tsd. Euro reduziert.

Es wurden im Geschäftsjahr 2023 keine Rechtsgeschäfte auf Veranlassung oder im Interesse der SALOMON Familien Verwaltungs GmbH & Co KG oder von verbundenen Unternehmen der SALOMON Familien Verwaltungs GmbH & Co KG abgeschlossen oder andere Maßnahmen getätigt oder unterlassen, die einen negativen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage der SALytic Invest AG ausgeübt haben.

Nachrichtlich sei an dieser Stelle angemerkt, dass die SALytic Invest AG für die Aktionäre Familie Baronin Gabriele von Oppenheim und Baron Christopher von Oppenheim sowie deren Kinder und weitere Verwandte zweiten und dritten Grades, Frau Dr. Scheibler und die Ehefrau des Geschäftsführers der SALOMON Familien Verwaltungs GmbH & Co KG - Baron von der Recke -vermögensverwaltend tätig ist.

Es bestehen Vermögensverwaltungsverträge mit Gabriele Freifrau von Oppenheim, Dr. Victoria Scheibler, Baron Christopher von Oppenheim sowie Ulrike Freifrau von der Recke.

Ferner bestehen Vermögensverwaltungs- bzw. Family Office -Verträge mit den Kindern von Gabriele und Christopher von Oppenheim - August und Hugo von Oppenheim - und der Schwester (Anka Kast) sowie dem Stiefbruder Leonard Mittelsten Scheid von Gabriele Freifrau von Oppenheim, der Kühnen Stiftung, der Otto Wolff Stiftung und dem CvO Family Office. Hinzu gekommen ist in 2023 ein Vermögensverwaltungsvertrag mit der Max von Oppenheim Stiftung, die bislang nur über ein Fondsinvestment verfügte. Bei der Kühnen Stiftung sind Frau Dr. Victoria Scheibler und Christopher von Oppenheim in leitender Position tätig. Bei den weiteren Stiftungen ist Christopher von Oppenheim in leitender Funktion tätig. Des Weiteren sind mehre familiennahe Stiftungen und Teile der Familie in diverse SALytic Fonds investiert.

Alle Vermögensverwaltungsmandate wurden zu marktüblichen Großkundenvergütungen (Familienverbundbetrachtung) abgeschlossen und im Rahmen der SALytic Invest Gesamtstrategie verwaltet.

Daneben hat die SALytic Invest AG bei der Familie Oppenheim einen Mietvertrag über einen Teil der Büros am Standort Köln sowie über einen Fahrzeugstellplatz im Kellerparkhaus abgeschlossen.

Ferner ist Baron Christopher von Oppenheim ab dem 01.01.2019 als Berater bei der SALytic Invest AG beschäftigt. Er soll sich im Wesentlichen um die Betreuung ("Relationship") einiger Kernkunden, den familiennahen Mandaten sowie um Neukundenakquisition kümmern. Ferner berät er SALytic Invest in der strategischen Weiterentwicklung.

Die genannten Miet-, Berater- und Vermögensverwaltungsverträge wurden allesamt zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen und haben zu keinen Nachteilen für die SALytic Invest AG geführt. Ebenso wenig wurde von den genannten Personen Einfluss auf die Gesellschaft oder die operative Ausübung der SALytic Vermögensverwaltung ausgeübt.

3. Schlussbemerkung

Gemäß § 312 Abs. 3 AktG erklären wir als Vorstand der SALytic Invest AG, dass die Gesellschaft bei dem im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten vorgenommenen Rechtsgeschäften und getroffenen oder unterlassenen Maßnahmen nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem das Rechtsgeschäft vorgenommen oder die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt und dadurch, dass die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, nicht benachteiligt wurde.

 

Köln, 20.03.2024

Matthias Jörss, Vorstandsvorsitzender

Frank Kemper, Vorstand

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
1. Barreserve 1.765,82 1.216,94
a) Kassenbestand 1.765,82 1.216,94
3. Forderungen an Kreditinstitute 914.643,63 770.501,17
a) täglich fällig 914.643,63 770.501,17
4. Forderungen an Kunden 137.583,99 123.922,50
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 1.759.619,00 2.042.590,74
11. Immaterielle Anlagewerte 9.668,00 2,00
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.668,00 2,00
12. Sachanlagen 15.152,00 10.962,00
14. Sonstige Vermögensgegenstände 11.127,04 11.658,78
15. Rechnungsabgrenzungsposten 51.274,00 16.930,58
Summe der Aktiva 2.900.833,48 2.977.784,71

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
5. Sonstige Verbindlichkeiten 280.069,91 222.723,01
7. Rückstellungen 451.668,54 512.063,00
b) Steuerrückstellungen 158.398,54 207.417,00
c) andere Rückstellungen 293.270,00 304.646,00
11. Fonds für allgemeine Bankrisiken 30.000,00 100.000,00
12. Eigenkapital 2.139.095,03 2.142.998,70
a) Eingefordertes Kapital 1.500.000,00 1.500.000,00
Gezeichnetes Kapital 1.500.000,00 1.500.000,00
c) Gewinnrücklagen 198.000,00 178.000,00
ca) gesetzliche Rücklage 150.000,00 150.000,00
cd) andere Gewinnrücklagen 48.000,00 28.000,00
d) Bilanzgewinn 441.095,03 464.998,70
Summe der Passiva 2.900.833,48 2.977.784,71

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Zinserträge aus 1.285,53 148,55
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 1.285,53 148,55
2. Zinsaufwendungen 90,45
3. Laufende Erträge aus 20.589,41 11.438,92
a) Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapieren 20.589,41 11.438,92
5. Provisionserträge 3.418.335,33 3.427.313,98
6. Provisionsaufwendungen 343.113,85 345.199,85
8. Sonstige betriebliche Erträge 51.219,28 54.918,28
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen 2.715.039,53 2.698.652,59
a) Personalaufwand 1.866.921,25 1.864.288,50
aa) Löhne und Gehälter 1.640.874,15 1.652.808,74
ab) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 226.047,10 211.479,76
darunter: für Altersversorgung 33.199,84 35.633,76
b) Andere Verwaltungsaufwendungen 848.118,28 834.364,09
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 7.506,72 2.764,78
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.231,09 4.954,48
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundene Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 125.838,00
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 293.700,36 442.157,58
20. Außerordentliche Erträge 790,10
22. Außerordentliches Ergebnis 790,10 0,00
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 138.394,80 144.674,40
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter sonstige betriebliche Aufwendungen ausgewiesen 0,03 0,00
24a. Einstellungen in Fonds für allgemeine Bankrisiken 20.000,00
24a. Erträge aus der Auflösung des Fonds für allgemeine Bankrisiken 70.000,00
28. Gewinn- / Verlustvortrag aus dem Vorjahr 214.999,40 202.515,52
32. Einstellungen in Rücklagen 15.000,00
d) in andere Gewinnrücklagen 15.000,00
34. Bilanzgewinn 441.095,03 464.998,70

Anhangangaben

I. Allgemeine Angaben

Die SALytic Invest AG wird beim Amtsgericht Köln unter der Nummer HRB 100266 geführt.

Der Jahresabschluss der SALytic Invest AG wurde auf Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des Aktiengesetzes und der RechKredV zu beachten.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Für die Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung war das Format gemäß RechKredV anzuwenden.

Betrag
in Euro
2023 2022
Bilanzsumme 2.900.833,48 2.977.784,71
Anzahl der Arbeitnehmer lt. §285 Nr. 7 HGB (ohne Vorstand) 8 10

II. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

AKTIVA

Die Bewertung der Forderungen erfolgte unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken grundsätzlich zum Nennwert.

Die Gegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten bewertet und - soweit abnutzbar - planmäßig abgeschrieben.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von Euro 800,00 wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

PASSIVA

Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bemessen und sind notwendig und ausreichend. Hierbei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

III. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Die Forderungen an Kunden haben eine Restlaufzeit bis 3 Monate

Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere

Wertpapiere des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Es wurde in den Vorjahren eine Abschreibung auf den niedriegeren beizulegenden Wert in Höhe von 33.490,40 € und im Jahr 2023 in Höhe von 125.838,00 vorgenommen.

Der Bestand besteht ausschließlich aus börsenfähigen aber nicht börsennotierten Wertpapieren.

Erklärung nach § 285 Nr. 18 HGB

Der Buchwert der Wertpapiere Salytic Bond Opportunities angeschafft im Jahr 2015 betrug zum 31.12.2023 1.493.219,00 € der niedrigere beizulegende Wert 1.490.182,40 €.

Eine Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert hat nicht stattgefunden, da zum Zeitpunkt der Erstellung im Hinblick auf die Kursentwicklung 2024 von einer vorübergehenden Wertminderung ausgegangen wurde.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die Vermögensgegenstände betreffen die gezahlte Mietkaution, sowie zu erwartende Vorsteuervergütungen im nächsten Jahr.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer (TEUR 135) sowie diversen Kreditoren (TEUR 105). Daneben sind Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer sowie sozialer Sicherheit enthalten.

Rückstellungen

Die Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Boni für Mitarbeiter, Steuern und Jahresabschlusskosten.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den bilanzierten Verpflichtungen ergeben sich längerfristige Verpflichtungen aus Mietverträgen für Büroräume mit Stellplätzen und vier PKW-Leasingverträgen, welche jedoch für die Beurteilung der Gesamtlage nicht von Bedeutung sind.

Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Überlassung von Fahrzeugen an die Mitarbeiter (TEUR 41).

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers in Höhe von TEUR 19,2 umfasst die Kosten für Abschlussprüfungsleistung (T€ 11,5) sowie die Kosten für andere Bestätigungsleistungen (WpHG-Prüfung) (T€ 7,7).

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres gehörten die folgenden Personen dem Vorstand an:

Dr. Wolfgang Sawazki, ausgeübter Beruf: Vermögensverwalter (bis zum 31.01.2024)

Matthias Jörss, ausgeübter Beruf: Vermögensverwalter (ab dem 01.08.2023)

Frank Kemper, ausgeübter Beruf: Vermögensverwalter (ab dem 01.08.2023)

Dem Aufsichtsrat gehörten folgende Personen an:

- Michael Vilgertshofer, Stockdorf ausgeübter Beruf Rechtsanwalt

- Carl-Matthias Freiherr von der Recke,

Frankfurt am Main (Vorsitzender) ausgeübter Beruf Bankier im Ruhestand

- Dr. Wolfgang Kuhn, Stuttgart ausgeübter Beruf Bankier im Ruhestand

- Dr. Magnus Tessner, Köln ausgeübter Beruf Unternehmensberater

Vergütung der Mitglieder der Unternehmensorgane

Auf die Angabe der Vergütung wird aufgrund § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Angaben über die Gattung der Aktien

Das Grundkapital beträgt 1.500.000,00 €

Grundkapital Euro

2.000 Stück vinkulierte Nennbetragsaktien zu je 750,00 1.500.000,00

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand der Gesellschaft ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 31.10.2025 einmalig oder mehrmalig zu erhöhen, insgesamt um bis zu 750.000,00 € durch Ausgabe von neuen auf den Namen lautende vinkulierte Nennbetrags-Stammaktien (genehmigtes Kapital)

Vorschlag über die Verwendung des Ergebnisses (§285 Nr. 34 HGB)

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, eine Dividende in Höhe von 230.000,00 € zu zahlen und den verbleibenden Bilanzgewinn von 211.095,03 € auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Vorstand

Matthias Jörss

Frank Kemper

Anschaffungs- Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge Abgänge davon FK-Zinsen
EUR
Umbuchungen kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
EUR
Abschreibungen Geschäftsjahr Zugänge
EUR
Buchwert 31.12.2023
EUR
Aktien und andere nicht verzinsliche Wertpapiere
Fondsanteile 2.076.081,14 0,00 0,00 159.328,40 125.838,00 1.759.619,00
157.133,74
Immaterielle Anlagewerte
EDV-Software 674,30 12.000,00 0,00 3.007,30 2.334,00 9.667,00
Immaterielle Wirtschaftsgüter 7.500,00 0,00 0,00 7.499,00 0,00 1,00
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 165.351,65 9.362,72 0,00 159.562,37 5.172,72 15.152,00
2.249.607,09 -135.771,02 0,00 329.397,07 133.344,72 1.784.439,00

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat sämtliche ihm nach Gesetz obliegenden Aufgaben sorgfältig wahrgenommen. Das Gremium hat dabei die Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung des Vorstandes überwacht und geprüft und auf Grund der Vorstandsberichte und gemeinsamer Sitzungen laufend überwacht.

Der Aufsichtsrat hat alle wesentlichen Geschehnisse mit dem Vorstand erörtert und sich mit den bedeutsamsten Themen für die Gesellschaft zu verschiedensten Anlässen (in Sitzungen, Telefonaten und Einzelgesprächen) auseinandergesetzt.

Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat regelmäßig, entsprechend § 90 Abs. 3 AG mündlich und schriftlich über die Entwicklung der Gesellschaft. Über die wirtschaftliche Betrachtung hinaus erstattete er weitere Berichte, wie z.B. über Vergütung und Vergütungssystem, das Risikomanagement, Performance, Revision, Auslagerungsregister sowie Compliance, Geldwäsche und die Ergebnisse von Prüfberichten und Vorstandsprotokolle.

Im Rahmen der gesetzlichen Zuständigkeit hat der Aufsichtsrat in 2023 vier Sitzungen sowie mehrere Video-Calls abgehalten.

Zu den wesentlichen Themen gehörten:

- Budgetplanung und -erreichung. Erörterung der vom Vorstand dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats regelmäßig vorgelegten Quartalsberichte zur Geschäftsentwicklung.

- Personalplanung

- Risikolage und Risikobericht

- Kundenveranstaltungen

- Vorstandserweiterung per 01.08.2023 um Matthias Jörss und Frank Kemper und das planmäßige Ausscheiden von Dr. Wolfgang Sawazki per 31.01.2024

- Aufgrund des neu gesetzlich vorgeschriebenen Austausches des Wirtschaftsprüfers (WP) nach 10 Jahren ist ein neuer WP auszuwählen. Nach einem erfolgtem Auswahlprozess wird die FSA PartmbB WP-Gesellschaft als Abschlussprüfer der Gesellschaft der Hauptversammlung (HV) vorgeschlagen.

- Die Wahl des Abschlussprüfers erfolgt in der HV am 14.06.2024.

- Der HV wird ein Dividendenvorschlag von 230.000,00 € (115 € je Anteil) unterbreitet.

Der Aufsichtsrat hat den vom Abschlussprüfer im Mai 2024 testierten Jahresabschluss 2023 nebst Gewinn- und Verlustrechnung und Lagebericht, den Abhängigkeitsbericht und den Prüfbericht des Wirtschaftsprüfers mit dem Vorstand besprochen und diskutiert.

Einwendungen bestehen nicht. Der Aufsichtsrat stimmt diesem Abschluss zu. Der Jahresabschluss ist damit gebilligt und wird der HV am 14.06.2024 zur Feststellung vorgelegt.

 

Köln, 17.Mai

Carl-Matthias Freiherr von der Recke, Vorsitzender des Aufsichtsrats

sonstige Berichtsbestandteile

 

Köln den 27.06.2024

gez. Matthias Jörss

gez. Frank Kemper

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 27.06.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DESUNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die SALytic Invest AG

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SALytic Invest AG, Köln (im Folgenden "Gesellschaft") - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit §§ 340k, 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

• wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

• anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Gensingen, den 15. Mai 2024

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