Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 37614
Eingetragen
31.1.1984
Branche
Großhandel mit TextilienHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenGroßhandel mit industriellen Textil-, Näh- und Strickmaschinen
Gegenstand
Gegenstand der Gesellschaft ist die Herstellung und der Handel mit Textilien und textilersetzenden Stoffen aller Art sowie alle damit zusammenhangenden Geschäfte

Finanzübersicht

Historie

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Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Radevormwald
51.150 €
50.00%
Radevormwald
51.150 €
50.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Gebrüder Aurich GmbH

Radevormwald

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.12.2022 bis zum 31.03.2023

Geänderter Lagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr zum 31. März 2023

der Gebrüder Aurich GmbH, Radevormwald

A. Grundlagen des Unternehmens

I. Geschäftsmodell

Die Gebrüder Aurich GmbH produziert und vertreibt technische Wirk- und Webwaren für in- und ausländische Kunden aus verschiedenen Branchen. Sowohl die Produktion als auch die Verwaltung befinden sich ausschließlich am Standort Radevormwald.

Die Absatzbereiche sind im Wesentlichen:

- Technik (Herstellung von technischen Textilien),

- Flags (Herstellung von Fahnenstoffen),

- Digital (Herstellung von Substraten für den Digitaldruck),

- Automotive (Herstellung von Produkten für die Automobilindustrie),

- Medical (Herstellung von Produkten für das Gesundheitswesen).

Die einzelnen Absatzbereiche lassen sich dabei wie folgt charakterisieren: Der Bereich Technik ist als ein Sammelbegriff für verschiedene Artikel zu verstehen, die i.w.S. speziell für einen Kunden oder einen Anwendungsbereich entwickelt werden. Darunter fallen zum Beispiel die Wasserfilter, die Sonnenschutztextilien oder die Klettverschlüsse. Durch die hiermit einhergehenden erhöhten Kosten für Forschung und Entwicklung, ergibt sich zugleich eine erhöhte Eintritt Schwelle für Mitbewerber, da diese zunächst das fachliche Wissen und die nötigen Kosten aufbringen müssten, um diese Produkte nachzubilden und um in den jeweiligen Bereichen ein entsprechendes Substitut anbieten zu können. In der Regel sind die Konstruktionen der Technik-Artikel nicht trivial und gerade im Zusammenspiel mit der Veredelung (Behandeln des Textils mit Chemie) ergeben sich komplexe Kombinationen innerhalb eines Produktes. Die Kundenbindung ist bei diesen Produkten dementsprechend hoch. Dies gilt analog für den Bereich Medical, wobei bei diesem in der Regel noch ein zusätzlicher Produktionsschritt nötig ist, da es sich bei den meisten Produkten in diesem Bereich um textile und medizinische Laminate (Textil-Membran-Verbindungen) handelt.

Die beiden Bereiche Digital und Flags sind sich untereinander sehr ähnlich, da beide im Print-Bereich eingesetzt werden. Klassischerweise richtet sich dabei das Textil aus dem Bereich Flags an das Siebdruckverfahren und das Textil aus dem Bereich Digital, dem Namen entsprechend, an das Digitaldruckverfahren. Es handelt sich hier um spezielle Textilien, die durch ein Coating bedruckbar gemacht werden und die durch ihre Konzeption eine besondere Brillanz und Farbechtheit aufweisen. Eine "Defense-Line" im Sinne der Technikartikel durch erhöhte Entwicklungskosten, gibt es hier nicht mehr, da beide Produktlinien seit mehreren Jahren im Markt Verwendung finden und sowohl in- als auch ausländische Kunden hier Kopien anbieten. Die Hauptprodukte aus dem Digitalbereich Supernova (3179) und Pulsar (3189) sind allerdings durch die Gesellschaft patentiert und damit von rechtlicher Seite geschützt.

II. Forschung und Entwicklung

Zur Sicherung von bestehenden Absatzbereichen und vor allem vor dem Hintergrund, dass neue Bereiche und Kunden (v.a. in den Bereichen Technik, Automotive und Medical) akquiriert werden sollen, ist die Gebrüder Aurich GmbH überproportional in die Entwicklung neuer Produkte involviert. Die Leistungen im Bereich der Forschung und Entwicklung wird durch verschiedene Abteilungen und spezielle Stellen sichergestellt und vorangetrieben (F&E, Produktmanagement, Qualitätsmanagement). Grundsätzlich lassen sich die Entwicklungen der Gesellschaft dahingehend unterscheiden, ob sie interner oder externer Art sind, d.h. ob sie In-House und auf eigenes Betreiben oder über eine Kooperation mit Universitäten und Technischen Hochschulen, nebst einer dahinterstehenden staatlichen Förderung, betrieben werden. Beide Entwicklungszweige sind von hoher Bedeutung für die Gesellschaft, wobei die internen Entwicklungen eher kurz- bis mittelfristig und kundennah gehalten sind und die externen Entwicklungen langfristig mit Blick auf einen breiteren Zukunftsmarkt. Die folgende Übersicht zeigt einige Kernpunkte der F&E.

Interne Entwicklungen:

1. Gezielte Verbreiterung des Produktportfolios durch Umstellung von bestehenden "normalen" Artikeln auf das Seaquel-Garn. Es handelt sich dabei um ein Garn, welches aus Meeresplastik gewonnen wird. Die meisten Artikel werden zwar ohnehin schon in einer nachhaltigen Version angeboten, jedoch ist grade das Seaquel-Garn zu einem anerkannten Standard in der Textilindustrie geworden.

2. Zertifizierungsstart im Bereich der GRS-Zertifizierung (Global Recycling Standard), bei welcher jährlich überwacht wird, ob und zu welchem Teil das Unternehmen nachhaltige und auch nur zugelassene Produkte bei der Herstellung einsetzt. Diese Zertifizierung erstreckt sich auf die gesamte textile Wertschöpfungskette. Die Zertifizierung wurde in 2023 begonnen.

3. Umstellung der internen Softwarelösungen im Bereich der Finanzbuchhaltung und beim übergreifenden ERP-System.

Externe Entwicklungen:

Projektbezeichnung Anmerkungen

1. Waschbeständige Textilien in Kooperation mit der RWTH Aachen

2. Textile Bauteile in Kooperation mit der TU Darmstadt

B. Wirtschaftsbericht

I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft verzeichnete im Jahr 2023 ein leichtes Wachstum, welches jedoch von steigenden Inflationsraten begleitet wurde. Diese sind zum einen auf globale Faktoren wie die gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise und zum anderen auf binnenwirtschaftliche Dynamiken zurückzuführen. Darüber hinaus ist die stark gestiegene Geldmenge im Euro - und Dollarraum ein weiterer Haupttreiber der Inflation.

Die Europäische Zentralbank (EZB) erhöhte im Jahr 2023 die Zinssätze, um der steigenden Inflation entgegenzuwirken und die Preisstabilität zu gewährleisten. Diese Zinserhöhungen hatten Auswirkungen auf verschiedene Sektoren der deutschen Wirtschaft. Die Zinserhöhungen führten zu höheren Kreditkosten für Unternehmen und Verbraucher. Dies hat die Investitionstätigkeit gedämpft und den Konsum zurückgehalten, da somit die Finanzierungskosten gestiegen und die Verbraucher möglicherweise weniger geneigt waren, nicht lebensnotwendige Anschaffungen zu tätigen.

Insgesamt führten die Zinserhöhungen zu einer Abkühlung der wirtschaftlichen Aktivität in Deutschland, während gleichzeitig die Inflation bekämpft wurde. Die genaue Auswirkung hing jedoch von verschiedenen Faktoren ab, einschließlich der spezifischen Branchenstruktur und der Exportabhängigkeit der deutschen Wirtschaft.

Der deutsche Arbeitsmarkt blieb insgesamt stabil, jedoch haben bestimmte Branchen aufgrund der gedämpften wirtschaftlichen Aktivität und der zurückhaltenden Investitionsbereitschaft der Unternehmen einen leichten Rückgang der Beschäftigung verzeichnet. Verstärkt wurde dieser Umstand auch durch den demographischen Wandel und das Ausscheiden geburtenstarker Jahrgänge aus dem Wirtschaftsalltag.

Im Speziellen die Textilindustrie hat nach wie vor mit den hohen Beschaffungs- und Energiekosten zu kämpfen. Die nur zum Teil gestiegenen Preise bei den Endkunden kompensieren diesen Anstieg nicht im vollen Umfang, was unter anderem auf den Preisdruck aus China zurückzuführen ist. Trotz gestiegener Kosten und trotz einer Mehrarbeit im bürokratischen Sinne sind die Preise aus Fernost nach wie vor das Maß aller Dinge für die Endkonsumenten.

Durch diese Faktoren ergibt sich ein Umsatzrückgang über alle inländischen Firmen im textilen Bereich von -1,9% für das 2023, wobei dies vor allem auf die technischen Textilien und die Produktion von Vliesstoffen zurückzuführen. Weitere Bereiche, wie die Web- und Wirkwaren waren insgesamt stabil oder hatten sogar positive Umsatzzuwächse.

II. Geschäftsverlauf

Weiterhin prägt der Preisdruck durch chinesische Anbieter und die konjunkturelle Entwicklung unsere Geschäftsbereiche. Trotz anhaltender wirtschaftlicher Probleme ist es gelungen im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Dezember bis zum 31. März 2023 einen Umsatz von T€ 5.284 zu erzielen. Damit liegt der Umsatz innerhalb der Insolvenz auf einem stabilen Niveau.

Der Bereich Digital zeigt in Summe eine Stagnation im Vergleich zum vorausgegangenen Rumpfwirtschaftsjahr, so dass weder ein Absinken der Umsätze noch ein Anstieg in diesem Absatzbereich zu verzeichnen ist. Die Fortschritte in den Neu- und Weiterentwicklungen im Technikbereich haben Erfolg gezeigt.

III. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Am 7. Oktober 2022 erfolgte der Insolvenzantrag auf Grund der Überschuldung und Zahlungsunfähigkeit der Gesellschaft. Mit Beschluss des Insolvenzgerichts vom 1. Dezember 2022 ist das Regelinsolvenzverfahren eröffnet worden.

Eine der Hauptursachen für die problematische Liquiditätsentwicklung war neben Forderungsausfällen zunächst die Energiepreisentwicklung. Die Gebrüder Aurich GmbH ist ein energieintensives Produktionsunternehmen mit Sitz in Deutschland. Zudem bewegt sie sich in einer Branche, welche unter enormem Kostendruck steht. Viele Produkte der Konkurrenz kommen aus dem asiatischen Ausland und können dort zu niedrigeren (Personal- und Energie-) Kosten hergestellt werden.

Trotz aller Bemühungen der Geschäftsführung ist es nicht gelungen, die Materialeinsatzquote an die Umsatzseite anzupassen. Mit den anziehenden Märkten im Jahr 2022 ging ein (Vor-) Finanzierungsaufwand einher, für den angesichts der bereits bestehenden Kapitalbindung keine Potenziale mehr bestand. Diese Entwicklung hat sich zuletzt durch erhöhte Energiekosten existenzvernichtend verschärft. Ungeachtet bestehender Materialpreisklauseln ist es nicht in dem erforderlichen Umfang gelungen, die Preissteigerungen an die Kunden weiterzugeben. Die Pandemie hat die Situation verschärft, da mit dieser Situation objektiv Sanierungsmaßnahmen erschwert waren. Diese Gegebenheiten waren angesichts der erhöhten Energiekosten und der im Lager gebundenen Liquidität nicht zielführend und führten im 3. Quartal 2022 zunächst zu Illiquidität und dann zur Insolvenzeröffnung.

Während der Insolvenz erfolgte eine umfangreiche Umstrukturierung und Neuausrichtung der Gesellschaft so das mit Beschluss des Amtsgerichtes Köln, die Insolvenz zum 31.03.2024 um 24 Uhr aufgehoben wurde. Somit hat es die Gesellschaft geschafft in einer rekordverdächtigen Zeit von wenigen Monaten die Insolvenz erfolgreich zu beenden.

Mit in Kraft treten der Insolvenzaufhebung hat die Gebrüder Aurich GmbH auch zwei neue Gesellschafter bekommen. Wie im Insolvenzplan vorgesehen, sind die Geschäftsanteile von Herrn Wolfgang Aurich und Herrn Bernd Aurich, auf die neue Generation übertragen worden. Seit dem 1.April 2023 sind Herrn Christopher Aurich und Frau Jacqueline Krause neue Gesellschafter der Gesellschaft und führen somit das Familienunternehmen in der dritten Generation weiter.

Berichtsjahr und Vorjahr sind jeweils Rumpfwirtschaftsjahre. Der Jahresabschluss zum Bilanzstichtag 31.März 2023 umfasst lediglich 4 Monate (Vorjahreszeitraum 11 Monate). Die Vergleichbarkeit mit den Vorjahreswerten ist diesbezüglich eingeschränkt.

1. Vermögenslage

Die Bilanzsumme unserer Gesellschaft beläuft sich auf T€ 6.960 in diesem Rumpfwirtschaftsjahr und ist damit gegenüber dem Vorjahreszeitraum um T€ 1.920 zurückgegangen. Hauptursache dafür ist auf der Aktivseite der Bilanz der entfallene nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag (-T€ 1.653).

Ebenfalls rückläufig sind die Vorräte (-T€ 807 u.a. durch entfallene geleistete Anzahlungen in Höhe von T€ 464) sowie der aktive Rechnungsabgrenzungsposten (-T€ 15). Diesem Rückgang entgegen gewirkt haben ein investitionsbedingt höheres Anlagevermögen (+T€ 22), höhere Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (+T€ 166 u.a. wegen Vorauszahlungen an Lieferanten) sowie die angestiegenen liquiden Mittel (+T€ 367).

Auf der Passivseite wird das Eigenkapital mit T€ 4.156 ausgewiesen. Der Grund hierfür liegt in dem erzielten Jahresüberschuss in Höhe von T€ 5.808, dieser führt dazu, dass der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag des Eigenkapitals aus dem Vorjahreszeitraum sich auflöst. Der positive Effekt beruht im Wesentlichen auf die nach erfolgter Quotenzahlung erfolgswirksam ausgebuchten Restverbindlichkeiten, die im Rahmen der Insolvenzbeendigung sich aufbauend auf das Jahresergebnis und das Eigenkapital ausgewirkt haben.

Die Rückstellungen sind im Vergleich zum vorhergehenden Rumpfgeschäftsjahr um T€ 775 rückläufig. Die Hauptursache hierfür liegt in der Auflösung der Pensionsrückstellung in voller Höhe von T€ 821 während die sonstigen Rückstellungen moderat um T€ 46 angestiegen sind.

Die Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen durch erfolgswirksame Ausbuchungen im Rahmen der Insolvenzbeendigung um T€ 5.301 gesunken.

2. Finanz- und Liquiditätslage

Der Finanzmittelbestand hat sich im Rumpfberichtsjahr zum 31. März 2023 um T€ 367 auf T€ 567 erhöht.

Im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Dezember bis zum 31. März 2023 sind insolvenzbedingt nur geringfügige Investitionen in das Anlagevermögen erfolgt.

Die Bankverbindlichkeiten haben sich im Rumpfgeschäftsjahr, nachdem diese bereits im Vorjahr rückläufig waren, weiter um T€ 252 vermindert. Auch die Banken stimmten dem Insolvenzplan und damit der Aufhebung der Insolvenz zu, was bei Ihnen zu einem Darlehensverzicht führte. Die Sparkasse Wuppertal steht zudem wie bisher auch ab dem 1. April 2023 weiter als Hausbank zur Verfügung und hat mit Datum vom 16. Mai 2023 ein Darlehen mit veränderlichem Sollzins im Nennbetrag von T€ 1.100 gewährt, um die Liquidität der Gesellschaft ebenfalls nach der Insolvenz zu sichern.

3. Ertragslage

Das Rohergebnis ist im Rumpfgeschäftsjahr vom 1.12.2022 bis zum 31.3.2023 gegenüber dem Rumpfgeschäftsjahr vom 1.1.2022 bis zum 30.11.2022 um T€ 5.531 auf T€ 9.662 angestiegen. Ursächlich für diese Entwicklung sind die zum Bilanzstichtag in den sonstigen betrieblichen Erträgen (T€ 8.962) enthaltenen Erträge aus ausgebuchten Rückstellungen (T€ 838), Verbindlichkeiten (T€ 5.988) sowie aus der Herabsetzung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen (T€ 1.942) im Rahmen der planmäßigen Insolvenzbeendigung.

Der um T€ 1.204 rückläufige Personalaufwand ist im Zusammenhang mit den unterschiedlichen Rumpfwirtschaftsjahren (aktuell 4 Monate Vorjahreszeitraum 11 Monate) zu betrachten. Die Anzahl der im Jahresdurchschnitt Beschäftigten ist dagegen nur unwesentlich verändert.

Der Rückgang der Abschreibungen (-T€ 7) auf das Anlagevermögen ist im Wesentlichen auf den aktuell niedrigeren Betrachtungszeitraum zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind bei im Einzelnen unterschiedlicher Entwicklung und obwohl das aktuelle Rumpfwirtschaftsjahr lediglich 4 Monate umfasst (Vorjahreszeitraum 11 Monate) um T€ 366 angestiegen. Hauptursache dafür sind die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfassten Aufwendungen aus der Ausbuchung von uneinbringlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 1.836 die im Wesentlichen auf Unternehmen der Gebrüder Aurich Textilien Gruppe entfallen sowie Aufwendungen aus der Inanspruchnahme aus einer Bürgschaft in Höhe von T€ 145. Den Forderungsverlusten stehen entsprechende Erträge aus der Herabsetzung von Einzelwertberichtigungen gegenüber.

Das Betriebsergebnis ist insbesondere wegen dem deutlich erhöhten Rohergebnis um insgesamt T€ 6.376 auf T€ 5.808 angestiegen.

Das Finanzergebnis hat sich zum vorangegangenem Rumpfgeschäftsjahr um T€ 178 verbessert. Hauptursache sind deutlich rückläufige Zinsen und ähnliche Aufwendungen.

Insgesamt wird für das Rumpfgeschäftsjahr zum 31. März 2023, ein Jahresüberschuss in Höhe von T€ 5.808 (Vorjahr Jahresfehlbetrag: T€ 917) ausgewiesen.

IV. Wesentliche finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Für die interne Unternehmenssteuerung sind insbesondere die Kennzahlen Umsatzerlöse, Auftragsbestand, Materialeinsatzquote sowie das Jahresergebnis maßgebend. Der Auftragsbestand liegt in unserer Branche üblicherweise bei > 1 Monatsumsatz, um eine kontinuierliche Produktionsauslastung zu gewährleisten.

Das Rohergebnis zeigt unter Einbeziehung für den mit Abstand größten GuV-Aufwandsblock (Materialaufwand) komprimiert die Veränderung der Wertschöpfungsqualität. Im Vergleich zum Vorjahr ist das Rohergebnis, wegen den in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthaltenen außerordentlichen Beträgen nicht repräsentativ.

V. Gesamtaussage

Das Rumpfgeschäftsjahr zum 31.03.2023 schließt für die Gebrüder Aurich GmbH mit einem Jahresüberschuss von T€ 5.808 ab.

Unser Unternehmen hat es trotz der anhaltend schwierigen Rahmenbedingungen geschafft innerhalb eines halben Jahres (Oktober 2022 bis März 2023) mit Erfolg die Insolvenz abzuschließen und ist seit dem 1. April 2023 neu strukturiert und zielführend aktiv am Markt tätig.

Nach bisherigen Erkenntnissen wird bereits zum 31. Dezember 2023 ein positives Jahresergebnis in mittlerer 6-stelliger Höhe erzielt.

Wir verweisen auf unsere Angaben im Anhang "VI Sonstiger Angaben" worin wir auf veränderte Bilanz- sowie Gewinn- und Verlustposten eingehen. Ursächlich für diese Anpassungen sind im Wesentlichen die zu hohen Ausbuchungen von Forderungen und Verbindlichkeiten zum Ende der Insolvenz. Infolgedessen gab es Änderungen im Lagebericht bezogen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Diese Anpassungen führten insgesamt zu einer Änderung des Ergebnisses von T€ 412 auf einen Jahresüberschuss von T€ 5.808.

C. Bericht über die zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken des Unternehmens

I. Chancen und Risikobericht

Konjunktur: Eine Abschwächung der Konjunktur könnte die Nachfrage nach den Produkten beeinträchtigen. Unterauslastungen bei Herstellern von technischen Textilien könnten zu Preisdruck führen und ein Umsatzrisiko darstellen. Um diesem Risiko zu begegnen, wird eine genauere Analyse der Kostenstrukturen vorgenommen, um Einsparpotenziale zu identifizieren und die Produktivität zu steigern. Die vollständige Implementierung von Datev ermöglicht eine präzisere Kostenanalyse. Zudem wird auf eine starke Kundenbindung durch Erfahrung, Innovation, Zuverlässigkeit und hohe Qualität gesetzt.

Technik: In wichtigen Bereichen der technischen Textilien, in denen das Unternehmen zu über 50 % tätig ist, werden weiterhin Wachstumsperspektiven gesehen. Die Produktion in Deutschland wird als wettbewerbsfähig betrachtet, unterstützt durch technische Entwicklungen im Umweltschutz, Energieeffizienz und Gesundheit, die die Nachfrage nach technischen Textilien antreiben werden. Die Finanzstrategie zielt auf ausreichende Liquidität und höhere Profitabilität ab. Dies wird durch die vertiefte Implementierung von Controlling-Prozessen und die Umstellung der Finanzbuchhaltung auf die Programme von Datev, die 2022 begonnen wurde, erreicht.

Preisentwicklung: Risiken auf Grund von steigenden Rohstoffpreisen werden minimiert, indem die Preiserhöhungen an die Kunden weitergegeben werden. Qualitätsrisiken werden vermieden, indem auf eine breite Palette von Liefermöglichkeiten zurückgegriffen wird und strenge Qualitätskontrollen sowohl bei den Lieferanten als auch in den eigenen Geschäftsräumen durchgeführt werden.

Insolvenz: Die Insolvenz war weniger als Risiko, sondern vielmehr als Chance zu bewerten, da es während der Insolvenz zu keinen signifikanten Verlusten auf Kunden-, Lieferanten- oder Mitarbeiterseite gekommen ist. Daher ist auch nicht damit zu rechnen, dass sich das nach der Insolvenz anders darstellt. Die Chancen liegen vor allem auf zwei wichtigen Ebenen. Auf der Kostenebene half die Insolvenz dabei, eine neue Struktur zu etablieren und auf der Produktebene half sie dabei, das Produktportfolio deutlich anzupassen. Im Prinzip hängen jedoch beide Ebenen unmittelbar zusammen.

So ist gerade das Produktportfolio ein Haupttreiber für die Kosten, vor allem für die Materialkosten. Auf der einen Seite gibt es Produkte, so wie Webwaren, die sehr energieintensiv in der Fertigung sind und auf der anderen Seite hat ein zu breites Produktportfolio einen negativen Effekt auf Fertigungs- und Rüstkosten. Daher war ein Hauptaugenmerk der Insolvenz das Produktportfolio zu verkleinern und anzupassen. In der Folge sollen aktuell nur noch solche Webartikel produziert werden, die über energieschonende Greiferwebmaschinen gefertigt werden können. Unabhängig davon, ob es sich um Wirk- oder Webwaren handelt, sollten zudem Artikel, die nur in Kleinserien laufen, gestrichen werden. Dies hat einen direkten Effekt auf den Materialeinkauf, da so weniger Chemie und weniger Energie benötigt wird. Zudem schafft es freie Kapazitäten auf den Maschinen, die für große Lose genutzt werden können.

Kundenstruktur: Die Diversifizierung der Kundenstruktur des Unternehmens ist von entscheidender Bedeutung, insbesondere im Technikbereich. Ein Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Akquise von Kunden, die nicht nur ein kontinuierliches Umsatzwachstum ermöglichen, sondern auch die Nachhaltigkeitsziele des Unternehmens unterstützen. Das Unternehmen strebt an, nachhaltige Materialien zu verwenden und umweltfreundliche Produktionsprozesse zu implementieren, um seiner ökologischen Verantwortung gerecht zu werden.

Im Technikbereich sieht das Unternehmen erhebliches Umsatzpotenzial. Technologische Entwicklungen im Bereich der nachhaltigen Textilherstellung bieten Möglichkeiten für innovative Produkte. Die Forschungs- und Entwicklungsabteilung arbeitet eng mit Kunden zusammen, um maßgeschneiderte Lösungen zu entwickeln, die nicht nur technologisch fortschrittlich sind, sondern auch umweltfreundlich und nachhaltig produziert werden. Diese Kundenbindung basiert auf dem Engagement des Unternehmens für Qualität, Innovation und nachhaltige Praktiken.

Um die Nachhaltigkeitsziele zu erreichen, pflegt das Unternehmen enge Beziehungen zu Lieferanten, die sich ebenfalls für umweltfreundliche Praktiken einsetzen. Gemeinsam wird an der Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks der Lieferkette gearbeitet. Durch eine transparente und nachhaltige Beschaffungspolitik strebt das Unternehmen an, Kunden mit Produkten zu versorgen, die nicht nur technologisch fortschrittlich sind, sondern auch den höchsten Umweltstandards entsprechen.

Ukraine-Konflikt: Die politische Unsicherheit und mögliche wirtschaftliche Auswirkungen des Ukraine-Konflikts könnten zu erhöhten Risiken führen. Dies betrifft vor allem den Rohstoffbezug und den Handel in der Region. Um diesem Risiko zu begegnen, werden alternative Beschaffungsquellen geprüft und ein umfassendes Risikomanagement implementiert, um die Auswirkungen auf die Lieferketten zu minimiren.

II. Prognosebericht

Das Jahr 2022 war durch die Insolvenzeröffnung geprägt.

Im Zuge der weiteren Entwicklungen im Jahr 2023 (Beendigung der Insolvenz, Neuausrichtung und Umstrukturierung) sind die Aussichten für die Jahre 2023 und 2024 positiv. Die Auslastung wird durch zusätzliche Aufträge aus der Automobilbranche sowie im Bereich der medizinischen Gewirke weiter gestärkt. Diese neuen Geschäftsabschlüsse dürften zu einem Anstieg des Gesamtumsatzes führen und somit das Wachstum des Unternehmens vorantreiben.

Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass die steigenden Materialkosten aufgrund einer allgemeinen Materialknappheit eine Herausforderung darstellen. Das Unternehmen plant, dieser Herausforderung durch effizientes Kostenmanagement und durch strategische Entscheidungen zu begegnen. Trotz globaler Unsicherheiten, einschließlich der latent mitlaufenden Pandemie und großer geopolitischer Spannungen, bleibt das Unternehmen flexibel und bereit, sich den sich ändernden Marktbedingungen anzupassen.

Die Fähigkeit, auf Veränderungen zu reagieren und gleichzeitig effektive Maßnahmen zur Kostenkontrolle zu treffen, wird entscheidend sein, um die Geschäftsentwicklung weiter zu stärken und Erfolg in einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld sicherzustellen.

Nach der überwundenen Insolvenz sehen wir derzeit keine bestandsgefährdenden oder entwicklungsbeeinflussende Risiken. Im Jahr 2023 ist eine betriebswirtschaftliche Stabilisierung eingetreten. Trotz anhaltend negativer Einflüsse wie Ukraine-Krieg, Inflation und Energiepreise haben wir das Jahr 2023 mit einem insgesamt positiven Jahresergebnis abgeschlossen und rechnen auch im Jahr 2024 mit einem insgesamt positiven Jahresergebnis.

 

Radevormwald, den 14. November 2024

Jacqueline Krause

Christopher Aurich

Bilanz

Aktiva

31.3.2023
EUR
30.11.2022
EUR
A. Anlagevermögen 74.817,52 52.737,77
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 65.129,52 40.029,77
II. Sachanlagen 9.688,00 12.708,00
1. technische Anlagen und Maschinen 3,00 3,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.685,00 12.705,00
B. Umlaufvermögen 6.865.940,16 7.139.996,52
I. Vorräte 3.593.527,00 4.400.456,88
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.705.144,49 2.539.310,27
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 567.268,67 200.229,37
C. Rechnungsabgrenzungsposten 18.923,00 34.391,00
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 1.652.598,66
Aktiva 6.959.680,68 8.879.723,95

Passiva

31.3.2023
EUR
30.11.2022
EUR
A. Eigenkapital 4.155.691,29 0,00
I. Gezeichnetes Kapital 102.258,38 102.258,38
II. Bilanzgewinn 4.053.432,91 -1.754.857,04
davon Verlustvortrag 1.754.857,04 838.195,73
III. nicht gedeckter Fehlbetrag 1.652.598,66
B. Rückstellungen 236.884,00 1.011.861,00
C. Verbindlichkeiten 2.567.105,39 7.867.862,95
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.315.575,66 1.567.938,02
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.161.848,58 1.411.831,22
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,00 16.537,88
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 0,00 16.537,88
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.251.529,73 6.283.387,05
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 950.570,59 4.898.943,17
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 300.959,14 13.400,00
Passiva 6.959.680,68 8.879.723,95

Gewinn- und Verlustrechnung

1.12.2022 - 31.3.2023
EUR
1.1.2022 - 30.11.2022
EUR
1. Rohergebnis 9.662.111,65 4.130.520,71
2. Personalaufwand 746.585,71 1.950.748,99
a) Löhne und Gehälter 633.635,89 1.591.483,73
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 112.949,82 359.265,26
davon für Altersversorgung 7.681,94 88.518,02
3. Abschreibungen 3.020,00 9.857,24
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.020,00 9.857,24
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.104.261,98 2.737.873,60
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 131,54 1.678,96
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.214,86
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.766,37 177.219,19
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 13.897,00
7. Ergebnis nach Steuern 5.808.692,45 -745.178,31
8. sonstige Steuern 402,50 171.483,00
9. Jahresüberschuss 5.808.289,95 -916.661,31
10. Verlustvortrag aus dem Vorjahr 1.754.857,04 838.195,73
11. Bilanzgewinn 4.053.432,91 -1.754.857,04

Geänderter ANHANG für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Dezember 2022 bis 31. März 2023

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Firmenname laut Registergericht: Gebrüder Aurich GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Radevormwald
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Köln
Register-Nr.: HRB 37614

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf.

Die Bilanz ist gemäß § 266 HGB gegliedert. Die Wertansätze zum 30.11.2022 wurden unverändert übernommen. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Das aktuelle Rumpfgeschäftsjahr umfasst wegen der Beendigung der Insolvenz zum 31.03.2023 nur 4 Monate (Vorjahr 11 Monate). Die Vergleichbarkeit mit den Vorjahreswerten ist diesbezüglich eingeschränkt.

Die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, sind im Anhang aufgeführt. Im Weiteren wird auf der Passivseite der Bilanz der Posten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter ausgewiesen.

III. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Außerdem wurde beim Sachanlagevermögen von dem Wahlrecht des Festwertansatzes Gebrauch gemacht.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 800,00 Euro werden im Zugangsjahr entsprechend der steuerlichen Regelungen voll abgeschrieben.

Das Finanzanlagevermögen wurde wegen einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung vollständig im Vorjahr abgeschrieben und im Berichtsjahr als Abgang behandelt.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt gemäß § 240 Abs. 3 HGB zum Festwert unter Berücksichtigung der Anschaffungskosten sowie einem 15%igen Sicherheitsabschlag wegen verminderter Verwertbarkeit.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Fremdkapitalzinsen wurden nicht einbezogen. Erkennbaren Risiken, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennbetrag bewertet. Für risikobehaftete Posten werden angemessene Einzelwertberichtigungen angesetzt. Dem allgemeinen Ausfallrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Die liquiden Mittel wurden mit ihrem Bestand zum Nennwert in der Bilanz aufgenommen.

Entsprechend einer periodengerechten Aufwands- und Erfolgszuordnung wurde ein aktiver Rechnungsabgrenzungsposten gebildet.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Sie wurden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

IV. Angaben zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Vermögensgegenstände haben alle eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

3. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital ist ist zum Bilanzstichtag 31. März 2023 noch nicht auf Euro umgestellt und beträgt 200.000,00 DM (102.258,38 Euro), (Vorjahr: 200.000,00 DM (102.258,38 Euro))

Im Bilanzgewinn ist ein Verlustvortrag in Höhe von 1.754.857,04 Euro (Vorjahr: Verlustvortrag in Höhe 838.195,73 Euro) enthalten.

4. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen vor allem Personalrückstellungen (110.700,00 Euro) (Vorjahr: 67.950,00 Euro), Rückstellungen für Aufbewahrungspflicht (12.600,00 Euro) (Vorjahr: 12.600,00 Euro), Rückstellung für Abschluss- und Prüfungskosten (85.760,00 Euro) (Vorjahr: 65.760,00 Euro) sowie Rückstellung für Gewährleistung (27.824,00 Euro) (Vorjahr: 44.736,00 Euro).

5. Verbindlichkeiten

Die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten sowie die jeweiligen Fälligkeiten ergeben sich aus der nachstehenden Übersicht:

Art der Verbindlichkeit zum 31.03.2023 davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag bis 1 Jahr größer als 1 Jahr größer als 5 Jahre
TEuro TEuro TEuro TEuro
gegenüber Kreditinstituten 1.316 (Vorjahr: 1.568) 291 (Vorjahr: 1.568) 1.025 (Vorjahr:0) 520 (Vorjahr:0)
aus Lieferungen und Leistungen . 505 (Vorjahr: 4.419) 505 (Vorjahr: 4.419) 0 (Vorjahr:0) 0 (Vorjahr:0)
gegenüber Gesellschaftern . 0 (Vorjahr: 16) 0 (Vorjahr: 16) 0 (Vorjahr:0) 0 (Vorjahr:0)
sonstige Verbindlichkeiten . 746 (Vorjahr: 1.865) 746 (Vorjahr: 1.865) 0 (Vorjahr:0) 0 (Vorjahr:0)
Summe 2.567 (Vorjahr: 7.868) 1.542 (Vorjahr: 7.868) 1.025 (Vorjahr:0) 520 (Vorjahr:0)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind teilweise durch Raumsicherungsübereignung des Warenlagers am Standort Otto-Hahn-Str. 11 in Radevormwald, sowie durch Globalabtretung von Kundenforderungen und betragsmäßig beschränkte Bürgschaften der Gesellschafter und diesen nahestehender Personen besichert.

Hinsichtlich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die branchenüblichen Eigentumsvorbehalte.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen zum 31.03.2023 sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen in Höhe von insgesamt 5.606.000,00 Euro.

V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Angaben gemäß § 285 Nr. 31 HGB

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten im Zuge der der Beendigung der Insolvenz (5.987.517,07 Euro), aus der Herabsetzung der Einzelwertberichtigung auf Forderungen (1.928.000,00 Euro) und aus der Auflösung von Rückstellungen (837.727,00 Euro).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Ausbuchung von uneinbringlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i. H. v. 1.835.655,80 Euro und Aufwendungen aus der Inanspruchnahme aus einer Bürgschaft i. H. v. 145.834,95 Euro.

VI. Sonstige Angaben

Geschäfte mit nahestehenden Personen oder Unternehmen zu marktunüblichen Konditionen bestehen nicht.

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 39 Arbeitnehmer beschäftigt, davon 25 gewerbliche Arbeitnehmer und 14 kaufmännische/technische Angestellte.

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Jacqueline Krause, kaufmannischer Geschäftsführer

Christopher Aurich, Leiter der Geschäftsführung

Alle Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB unterbleibt die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung.

Hinsichtlich der Auswirkungen der Corona-Krise und des Ukraine-Krieges auf unser Unternehmen, verweisen wir auf unsere Ausführungen im Lagebericht.

Der Jahresabschluss und der Lagebericht der Gebrüder Aurich GmbH des Rumpfgeschäftsjahres vom 1. Dezember 2022 bis 31. März 2023 wurde in den Posten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Vermögensgegenstände, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Verbindlichkeiten, Umsatzerlöse und sonstige betriebliche Erträge in Folge von im Wesentlichen zu hohen Ausbuchungen von Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag 31. März 2023 geändert.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Verlustvortrag in Höhe von 1.754.857,04 Euro wird mit dem Jahresüberschuss zum 31.03.2023 in Höhe von 5.808.289,95 Euro, zum Bilanzgewinn in Höhe von 4.053.432,91 Euro zusammengefasst und auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Radevormwald, den 14.11.2024

Jacqueline Krause

Christopher Aurich

sonstige Berichtsbestandteile

 

Radevormwald, den 14.11.2024

gez. Jacqueline Krause

gez. Christopher Aurich

Angaben zur Feststellung

Der Jahresabschluss wurde am 14.11.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Gebrüder Aurich GmbH, Radevormwald

Eingeschränkte Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Gebrüder Aurich GmbH, Radevormwald, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Dezember 2022 bis zum 31. März 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gebrüder Aurich GmbH, Radevormwald, für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Dezember 2022 bis zum 31. März 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhaltsin allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt mit Ausnahme dieser möglichen Auswirkungen unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Dezember 2022 bis zum 31. März 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen, mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen dieses Sachverhalts, steht der Lagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkungen der Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile

Das Vorhandensein der Vorräte in Höhe von T€ 3.594 zum 31. März 2023 ist nicht hinreichend nachgewiesen, weil wir die Inventur zum 31. März 2023 nicht beobachten und wir durch alternative Prüfungshandlungen keine hinreichende Sicherheit über den Bestand der Vorräte gewinnen konnten.

Wir können daher nicht ausschließen, dass Änderungen insbesondere am Ausweis der Vorräte, des Jahresergebnisses sowie des Eigenkapitals hätten vorgenommen werden müssen. Dieser Sachverhalt beeinträchtigt möglicherweise auch die Darstellung des Geschäftsverlaufs im Lagebericht einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Darstellung der Lage der Gesellschaft sowie die Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsereeingeschränkten Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes die Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Hinweis zur Nachtragsprüfung

Diesen Bestätigungsvermerk erteilen wir zu dem geänderten Jahresabschluss und geänderten Lagebericht aufgrund unserer pflichtgemäßen, am 28. März 2024 abgeschlossenen Prüfung und unserer am 14. November 2024 abgeschlossenen Nachtragsprüfung, die sich auf die Verringerung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände, die Erhöhung der Verbindlichkeiten und demzufolge der Verminderung der Umsatzerlöse und sonstigen betrieblichen Erträge bezog. Auf die Darstellung der Änderung durch die gesetzlichen Vertreter im geänderten Anhang, Abschnitt VI. Sonstige Angaben sowie im geänderten Lagebericht, Abschnitt III. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird verwiesen.

 

Berlin, den 28. März 2024/Begrenzt auf die im Hinweis zur Nachtragsprüfung genannten Änderungen: 14. November 2024

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