Stammdaten

Register
Amtsgericht Bamberg HRB 8480
Eingetragen
2.3.2016
Branche
Bauträger für WohngebäudeKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Erwerb, Halten, Verwalten, Vermieten, Entwickeln und Veräußern von bebautem und unbebautem Grundbesitz im In- und Ausland. Die Gesellschaft darf andere Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art im In- und Ausland übernehmen, gründen und sich an solchen Unternehmen beteiligen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christian Bauer
seit 25.3.2026
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

PROJECT REALE WERTE Fonds 12 geschlossene Investment GmbH & Co. KG
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Konzern- und Jahresabschlüsse

PROJECT RW 12 Europa GmbH

Bamberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 386.329,72 3.710.933,87
I. Finanzanlagen 386.329,72 3.710.933,87
B. Umlaufvermögen 34.873,42 5.961,07
I. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 34.873,42 5.961,07
Summe Aktiva 421.203,14 3.716.894,94

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 293.478,23 3.706.356,05
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 921.146,41 4.194.500,00
III. Verlustvortrag 513.143,95 835.948,03
IV. Jahresfehlbetrag 139.524,23 -322.804,08
B. Rückstellungen 127.662,08 10.538,89
C. Verbindlichkeiten 62,83 0,00
Summe Passiva 421.203,14 3.716.894,94

Anhang

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 der

PROJECT RW 12 Europa GmbH
Kirschäckerstraße 25
96052 Bamberg
(Amtsgericht Bamberg, Handelsregisternummer HRB 8480)

wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des BilRUG aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§§266,276,288HGB) und bei der Offenlegung (§326HGB) des Jahresabschlusses werden in Anspruch genommen.

I. Bilanzierungsmethoden

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden.

Das Anlage- und Umlaufvermögen, das Eigenkapital sowie die Schulden wurden in der Bilanz gesondert ausgewiesen und hinreichend aufgegliedert.

Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen. Aufwendungen für die Gründung des Unternehmens und für die Beschaffung des Eigenkapitals, sowie für immaterielle Vermögensgegenstände, die nicht entgeltlich erworben wurden, wurden nicht bilanziert.

Rückstellungen wurden nur im Rahmen des §249HGB gebildet.

II. Bewertungsmethoden

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen dem Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Die im Abschnitt E. dargestellten Ereignisse nach dem Abschlussstichtag haben in den Bewertungsansätzen zum 31.12.2022 noch keine Berücksichtigung gefunden.

Einzelne Positionen wurden wie folgt bewertet:

1. Finanzanlagen

Die Bewertung erfolgte grundsätzlich zu Anschaffungskosten. Bei den Beteiligungen wurden insgesamt Abschreibungen in Höhe von EUR 397.879,14 vorgenommen (davon Abschreibungen laufendes Geschäftsjahr EUR 174.567,79, Zuschreibungen laufendes Geschäftsjahr EUR 146.504,35, Abgänge Abschreibungen EUR 10.615,98).

2. Guthaben bei Kreditinstituten

Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nennwerten bewertet.

3. Rückstellungen

Rückstellungen wurden zum nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag ermittelt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Aufgrund der Restlaufzeit der Verpflichtungen von weniger als einem Jahr erfolgte keine Abzinsung. Die Schätzung der notwendigen Erfüllungsbeträge erfolgten auf Basis vorliegender Vereinbarungen, Erfahrungen vergangener Geschäftsjahre sowie anderer unternehmensinterner Unterlagen.

4. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

B. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

Die Zu- und Abgänge wurden durch die vorliegenden Jahresabschlüsse der Beteiligungsgesellschaften belegt.

Das gezeichnete Kapital in Höhe von EUR 25.000,00 ist in voller Höhe eingezahlt. Im Geschäftsjahr 2022 wurden zudem EUR 3.273.353,59 aus der Kapitalrücklage entnommen.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten die voraussichtlichen Aufwendungen für die Prüfung des Jahresabschlusses 2022 und dessen Offenlegung, die Aufwendungen für Steuerberatung und die Rückstellungen für Aufbewahrungspflichten sowie für ausstehende, vertraglich vereinbarte Einlagen gegenüber verbundenen Unternehmen.

Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

C. Angaben über Mitglieder der Unternehmensorgane

(1) Geschäftsführer

Familienname Vorname Ausgeübter Beruf Vertretungsbefugnis
Cont Ralf Geschäftsführer einzelvertretungsberechtigt


D. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen finanzielle Verpflichtungen (gegenüber verbundenen Unternehmen) aus einem bis zur Vollbeendigung der Gesellschaft laufenden und nur aus wichtigen Grund kündbaren Geschäftsbesorgungsvertrag. Die Höhe der Vergütung errechnet sich aus den anteiligen Verkaufsvolumina aus den Objektgesellschaftsbeteiligungen und variiert daher in den einzelnen Wirtschaftsjahren. Im Jahr 2022 ergaben sich Rückzahlungen aus den Geschäftsbesorgungen von insgesamt TEUR 5.

E. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Im Laufe des August 2023 haben Gesellschaften der PROJECT Immobilien Gruppe in Nürnberg, die als Dienstleister der unmittelbar gehaltenen Immobiliengesellschaften fungieren, Antrag auf Regelinsolvenz gestellt. Alle Verfahren wurden zum 01. November 2023 eröffnet. Für die Gesellschaft sind insbesondere die Anträge der PROJECT Immobilien Management GmbH (PMG), zuständig für das Projektmanagement und -steuerung, der PROJECT Immobilien Projektentwicklungs GmbH (PEG), zuständig für die Projektakquisition und der PROJECT Immobilien Wohnen und Gewerbe GmbH (PWG), zuständig für den Vertrieb der Projekte relevant. Im September 2023 hat auch die PROJECT Immobilien Wien GmbH, der zuständige Dienstleister für Wien, Insolvenzantrag gestellt.

Die mittelbaren Beteiligungen an den Objekten Freyenthurmgasse 9, Grundsteingasse 4, Amalienstraße 54 und Ketzergasse 7-15 wurden infolge der Insolvenzanträge der Dienstleistungsgesellschaften in Wien verkauft. Bei einer Fortführung der Objekte war das Risiko eines höheren negativen Saldos des noch einzubringenden Kapitals sehr hoch gewesen, so dass die Beteiligungen mit folgenden Gesamtergebnissen weiterveräußert wurden:

Grundsteingasse 4: -436.612,35 EUR

Freyenthurmgasse 9: -330.401,88 EUR

Ketzergasse 7-15: -22.486,49 EUR

Amalienstraße 54: 89.002,31 EUR

Aufgrund der dargestellten Insolvenzen und den damit verbundenen Auswirkungen in den Objektgesellschaften erfolgen ab September 2023 auf der übergeordneten AIF-Ebene bis auf weiteres keine gewinnunabhängigen Entnahmen der Anleger mehr.

Die dargestellten Ereignisse nach dem Bilanzstichtag führen insgesamt zu fehlenden Investitionsmöglichkeiten in der Zukunft und zu einer unsicheren Prognose des zukünftigen Geschäftsverlaufs. Durch die Veräußerung des Beteiligungsportfolios werden sich keine weiteren Rückführungen aus den Objektgesellschaften ergeben. Gleichzeitig wird der Wert der Gesellschaft sinken. Die Liquiditätslage der Gesellschaft ist insbesondere von der Vertriebsgeschwindigkeit der (mittelbar gehaltenen) zur Veräußerung vorgesehenen Grundstücke auf Ebene der Alleingesellschafterin abhängig. Ein ausbleibender zeitlich angemessener Vertriebserfolg könnte eine Liquiditätskrise herbeiführen und den Bestand der Gesellschaft gefährden.


F. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsleitung schlägt in Übereinstimmung mit dem Gesellschafter vor, das Ergebnis

Verlustvortrag EUR -513.143,95
Jahresfehlbetrag EUR -139.524,23
Bilanzverlust EUR -652.668,18

wie folgt zu verwenden:

Vortrag auf neue Rechnung EUR -652.668,18

Der Jahresabschluss wurde unter Berücksichtigung der von der Geschäftsführung vorgeschlagenen Ergebnisverwendung aufgestellt.

 

Bamberg, 6. Dezember 2023

Ralf Cont

Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 19.12.2023.

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