Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 710310
Eingetragen
11.10.2010
Branche
Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungWärme- und KältehandelGas-, Wasser-, Heizungs- sowie Lüftungs- und Klimainstallation
Gegenstand
Die Erbringung von Dienst- und Werkleistungen, einschließlich der Planung, Beratung und dem Vertrieb auf den Gebieten der Gebäudetechnik, insbesondere auf dem Gebiet der Heizungs-, Lüftungs-, Klima-, Sanitär und Elektrotechnik.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Andreas Brüngger
seit 22.2.2024
Prokura
Peter Nussbaum
seit 22.2.2024
Prokura
Daniel Oliver Mayer
seit 18.8.2022
Vorstandsmitglied
Joachim Dangel
seit 30.4.2014
Prokura
Kurt Hansjörg Weber
seit 11.10.2010
Vorstandsmitglied

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Niersberger AG

Pforzheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Darstellung des Geschäftsverlaufs

Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Entsprechend dem Konjunkturbericht des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) expandiert die Weltwirtschaft derzeit in moderatem Tempo. Der Rückgang der Inflation hat sich aktuell etwas verlangsamt. Die Geldpolitik der Zentralbanken der fortgeschrittenen Volkswirtschaften werden mit der Reduzierung des Zinsgipfels nicht vor Mitte des Jahres beginnen. Der Fachkräftemangel dämpft zusätzlich die Wirtschaftsleistung. Die stützenden Wirkungen der Fiskalpolitik auf die Konjunktur, welche die Auswirkungen der Energiekrise auf die Unternehmen und die privaten Haushalte begrenzt hat, laufen aus. Jedoch werden fiskalpolitische Programme zur Förderung der Infrastruktur und zum Ausbau erneuerbarer Energien implementiert. Unvorhergesehene Ausgaben zur Bewältigung der Folgen des Ukrainekrieges durch die steigenden Militärausgaben, die gestiegene Staatsverschuldung und das derzeitige Zinsumfeld werden die staatlichen Budgetdefizite weiter belasten.

Die Wirtschaftsleistung der Weltwirtschaft soll nach Prognosen des IfW im Jahr 2024 im Durchschnitt um 2,8 Prozent steigen und im Jahr 2025 soll der wirtschaftliche Output um 3,1 Prozent zunehmen.

Im Euroraum rechnet das IfW für 2024 mit einer Erhöhung des Bruttoinlandsproduktes um 0,8 Prozent und für 2025 mit einem Anstieg um 1,6 Prozent.

Für das Jahr 2024 prognostiziert das IfW für Deutschland nahezu ein Nullwachstum des Bruttoinlandprodukts in Höhe von 0,1 Prozent und für 2025 wird mit einem Anstieg um 1,3 Prozent gerechnet.

Für die Schweiz wird vom IfW für 2024 eine Erhöhung des wirtschaftlichen Outputs um 1,1 Prozent prognostiziert und für 2024 wird eine Verbesserung von 1,4 Prozent erwartet.

Wirtschaftliches Umfeld der Niersberger AG

Die Niersberger AG betätigt sich als Komplettanbieter (Engineering und Ausführung) im Anlagenbau für alle Gewerke der technischen Gebäudeausrüstung (Elektro-, Heizungs-, Sanitär-, Lüftungs- und Kälteanlagen). Dadurch besteht eine Auftragsabhängigkeit zur Bauwirtschaft. Im Fokus der wirtschaftlichen Tätigkeit stehen Großanlagen aus den Bereichen Tunneltechnik, Hotelneubauten, Gewerbebau und Sonderanlagen in der Industrie- und Umwelttechnik. Die Gesellschaft operiert auf nationaler und internationaler Ebene.

Entsprechend dem Prognosebericht des IfW wird in Deutschland für das Jahr 2024 ein Rückgang der Bauaktivitäten um 2,4 Prozent erwartet. Diese Entwicklung ist vor allem dem Wohnungsbau und der rückläufigen Nachfrage nach Büroimmobilen geschuldet. Die Auftragseingänge im Nichtwohnungsbau sowie bei den gewerblichen Baugenehmigungen zeigen jedoch eine robustere Entwicklung. Öffentliche Investitionen in das Schienennetz dürften den gewerblichen Tiefbau stützen. Für das Jahr 2025 wird wieder mit einem leichten Anstieg der Bauinvestitionen um ca. 0,8 Prozent gerechnet.

In der Schweiz befindet sich die Bauwirtschaft weiterhin in einer Konsolidierungsphase. Nach Angaben des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) wird für die Schweiz für 2024 bei den Bauinvestitionen mit einem leichten Anstieg in Höhe 0,9 Prozent gerechnet. Für das Jahr 2025 wird bei den Bauinvestitionen ein Anstieg um 1,9 Prozent prognostiziert.

Durch die Fokussierung auf Spezialprojekte im In- und Ausland, welche wir auch als Komplettanbieter übernehmen können, beabsichtigen wir die Abhängigkeit von landesspezifischen konjunkturellen Zyklen zu reduzieren und attraktivere Aufträge zu generieren. Die Mess-, Steuer- und Regeltechnik (MSR) erweitern die eigene Produktpalette. In diesem Bereich stehen inzwischen konzernintern zusätzliche Ressourcen zur Verfügung.

Umsatz und Auftragsentwicklung

Unsere Auslastung im Geschäftsjahr 2023 war 100 %. Die Gesamtleistung hat sich gegenüber dem Vorjahr aufgrund der Ausführung von Großprojekten planmäßig deutlich erhöht.

Das Jahr 2023 war im Wesentlichen von den folgenden Aufträgen geprägt:

Geschäftsbereich Projekte (HLS und Elektro)

Der zusammengefasste Geschäftsbereich HLS und Elektro war als Hauptumsatzträger der Niersberger AG mit einer Gesamtleistung von ca. 15,9 Mio. € (Vorjahr: 9,5 Mio. €) deutlich positiv. Die Ergebnisentwicklung dieses Geschäftsbereiches liegt im Rahmen der Erwartungen.

• Bahnprojekt S21 Stuttgart, Deutschland

Stuttgart 21 ist ein Verkehrs- und Städtebauprojekt zur Neuordnung des sogenannten Eisenbahnknotens Stuttgart. Kernstück ist der Umbau des Kopfbahnhofs in einen Durchgangsbahnhof. Hierzu wird ein Tunnelsystem angelegt, welches den neuen unterirdischen Hauptbahnhof mit den Gleisnetzen verbindet.

Die Niersberger AG hat den Großauftrag zur Entrauchung der einzelnen Tunnelabschnitte sowie der Hauptbahnhofshalle erhalten. Dazu kommen insgesamt 8 große reversible Axialventilatoren mit Schalldämpfern und automatischen Umschalt- bzw. Absperrklappen zum Einsatz. Es wird -abhängig vom jeweiligen Brandszenario - Luft angesaugt oder ausgeblasen, bzw. Frischluft in verschiedene Abschnitte geführt. Als Teil der Rettungssysteme muss höchstes Augenmerk auf Zuverlässigkeit und Funktionssicherheit gelegt werden. Für die gesamte Entrauchungsanlage hat die Niersberger AG aufwändige 3D-Computersimulationen in Auftrag gegeben, welche allesamt die Leistungsfähigkeit der geplanten technischen Systeme bestätigen konnten. Damit war der Auftraggeber in der Lage, die Freigabe zur technischen Ausführung zu erteilen. Dies ist für die Niersberger AG ein wichtiger Meilenstein, damit die erforderlichen Materialien termingerecht bestellt werden konnten. Für die Spezial-Großkomponenten betragen die Lieferzeiten teilweise mehr als 18 Monate, etliche Großventilatoren wurden bereits angeliefert und eingebaut. Die Fertigstellung der Montagearbeiten ist im Jahr 2024 geplant. Ab dem Ende 2024 sind Inbetriebnahmen und Einregulierungen geplant. Unser Auftraggeber ist die Deutsche Bahn AG.

• Bahnprojekt S21 Stuttgart, Deutschland

BTO Los A, Querschlaglüftungen

Bereits im GJ 2020 wurde eine Ausschreibung über ein weiteres Los zu den Tunnels um den Bahnhof Stuttgart 21 veröffentlicht. Die Niersberger AG hat diese Ausschreibung gewonnen. Art und Umfang dieses Auftrags mussten in mehreren Schritten an die aktuellen Gegebenheiten angepasst werden. Deshalb hat die Niersberger AG auch die HLS/MSR-Planung für diesen Bauabschnittes übernommen. Der ursprüngliche Auftragswert hat sich damit drastisch erhöht. Die Montagearbeiten sind bis zum Ende 2023 weitestgehend abgeschlossen, sodass die endgültigen Bauabnahmen bis spätestens Mitte 2024 abgeschlossen sein dürften.

• Bahnprojekt S 21 Stuttgart, Deutschland

BTO Los B, HLS-Planung und Montage Be- und Entlüftung Technikräume entlang der Neubaustrecke Wendlingen- Ulm

Die Niersberger AG wurde mit der Entwurfs- und Ausführungsplanung sowie der Montage für 8 Treppenhäuser und 3 Technikräume entlang der Schnellbahnstrecke Wendlingen-Ulm beauftragt. Die Niersberger AG hat die Ausführungsplanung fertiggestellt, diese wurde anschließend durch den Auftraggeber genehmigt. Die Montagearbeiten der vorgenannten Abschnitte sind weitestgehend abgeschlossen, so dass die Abnahmen und Schlussabrechnungen im GJ 2024 durchgeführt werden können.

• Bahnprojekt S21 Stuttgart, Deutschland

S-Bahn Haltestellen, Be- und Entlüftungsanlagen

Bereits im GJ 2022 wurde die Niersberger AG mit der Planung und Ausführung der Lüftungsanlagen für insgesamt 7 S-Bahn-Haltestellen beauftragt. Nach Genehmigung der Ausführungspläne hat die Niersberger AG die Montagearbeiten umgehend begonnen, diese werden bis ca. I/2024 abgeschlossen sein. Anschließend erfolgen die Inbetriebnahme- und Einregulierungsarbeiten.

• Bahnhofsareal Ditzingen, Deutschland

Am Bahnhof in Ditzingen entsteht derzeit ein modernes Wohn- und Geschäftshaus mit einer Gesamtfläche von 5.850 m 2. Gegliedert in drei Bauteile werden Wohnen, Arbeiten und Leben miteinander verbunden. Das Projekt bietet Flächen für Handel und Dienstleistungen, welche individuell aufgeteilt und an die Mieterbedürfnisse angepasst werden können. Des Weiteren werden Praxen sowie ein großzügiger Gastronomiebereich und Wohnflächen in den oberen Geschossen des Gebäudes Raum finden. Für Wohnzwecke ist eine Fläche von 1.250 m 2 vorgesehen. Eine Tiefgarage mit zahlreichen Stellplätzen ergänzt den Gebäudekomplex. Die Niersberger AG hat den Auftrag zur Ausführung der Heizungs- und Sanitärarbeiten erhalten.

Die Montagearbeiten sind weitestgehend abgeschlossen. Die Bauabnahme und Stellung der Schlussrechnung ist für II/2024 vorgesehen.

• Kinderzentrum Maulbronn, Deutschland

Auftraggeber ist die Klinik für Kinderneurologie und Sozialpädiatrie Kinderzentrum Maulbronn gGmbH.

Die Kinderklinik wurde 1979 eröffnet und seither mehrfach erweitert und modernisiert. Das Baugrundstück liegt in einem Wohngebiet in Hanglage in der Klosterstadt Maulbronn. Aktuell werden 3 Bereiche saniert bzw. neu erstellt. Die Niersberger AG hat für die gebäudetechnischen Gewerke Heizung, Lüftung und Sanitäre Anlagen den Zuschlag erhalten.

1. Neubau Kantine:

Auf dem Grundstück ist die Errichtung eines Neubaus für ein Kantinengebäude mit Küche, Aufenthalts-, Lager- und Nebenräumen, sowie Technikraum vorgesehen, verteilt auf 2 Ebenen: im Untergeschoß: Lagerräume und Technik, im Erdgeschoß: Gastraum und Küchenebene.

2. Umbau und Sanierung Altbau

Die Hauptmaßnahme des Bauvorhabens Umbau und Sanierung Altbau besteht aus der Sanierung des denkmalgeschützten Klinikaltbaus mit 5 Geschossebenen von Ebene -1 bis Ebene +3.

3. Umbau ehemaliger Verwaltungsräume in Personalwohngebäude

Das Personalwohngebäude liegt oberhalb des Klinikgeländes an der Knittlinger Steige und ist ein eigener Gebäudekomplex aus terrassierten Wohngebäuden. In einer Geschossebene des ersten Wohngebäudes war bisher die Klinikverwaltung untergebracht. Dort sollen nun die Räumlichkeiten für den Schulunterricht der Kinder und Jugendlichen eingerichtet werden, die teilweise mehrere Wochen im Kinderzentrum verbringen.

Die Niersberger AG hat den Auftrag für die Heizungs- Lüftungs- und Sanitäranlagen unter Punkt 1 bis 3 erhalten. Baubeginn war für Anfang 2022 geplant, aufgrund von Verzögerungen bei den Bauarbeiten hat sich der gesamte Ablauf verzögert, so dass mit einer Fertigstellung im Laufe des GJ 2025 zu rechnen ist.

4. Aufstockung Stationsbau "B"

Im Geschäftsjahr 2023 hat die Niersberger AG noch einen weiteren Auftrag erhalten. Hierbei handelt es sich um eine Erweiterung des Stationsbaus "B2 um ein zusätzliches Stockwerk. Somit müssen sämtliche Ver- und Entsorgungsleitungen erweitert werden und die neue Dachgeschoßfläche mit neuen Be- und Entlüftungsöffnungen, Dunstrohren und Regenentwässerungen ausgestattet werden. Die Fertigstellung ist ebenfalls im Laufe des GJ 2025 geplant.

• Geschäftsbereich Kundendienst und Wartungen

Der Leistung im Geschäftsbereich Kundendienst und Wartungen liegt im Geschäftsjahr 2023 unverändert bei ca. 1,3 Mio. € (Vorjahr: 1,3 Mio. €) und hat einen positiven Ergebnisbeitrag erzielt. In dem Segment Wartungen und Kundendienst sehen wir mittelfristig für die Zukunft weitere Wachstumsimpulse und eine stabile Ertragsquelle. Die Entwicklung dieses Geschäftsbereiches war zufriedenstellend und entsprach unseren Erwartungen.

Unser offenes Auftragsvolumen über alle Geschäftsbereiche für 2024 und Folgejahre beträgt ca. 41,5 Mio. €.

Beschaffung

Die Bestellung der Materialien erfolgt baustellenbezogen. Der Material- und Fremdleistungsbezug erfolgt auf Basis langfristiger Lieferantenbeziehungen. Baustellenbezogene Kapazitätsschwankungen werden durch Inanspruchnahme von Montagefirmen und Leiharbeitskräften abgewickelt. Rückmaterialien werden eingelagert und, soweit möglich, bei Neuaufträgen verwendet. Für die Import- und Exportabwicklung sowie für Logistikabwicklung für unsere Baustellen im in- und Ausland haben wir eine Vollzeitstelle besetzt.

Investitionen

Im Geschäftsjahr 2023 wurden Ersatzanschaffungen durchgeführt. Daneben waren auch wesentliche Erweiterungsinvestitionen in den Fuhrpark, Container und Werkzeuge erforderlich.

Finanzierung

Die Niersberger AG profitiert von der finanziellen Integration in den Marti Konzern. Von der Marti Technik AG in der Schweiz haben wir Darlehen auf CHF-Basis und EUR-Basis erhalten. Zur Projektvorfinanzierung wurde ergänzend ein spezieller Kontokorrentkredit mit mittlerer Laufzeit auf Euro-Basis bei einem Kreditinstitut aufgenommen. Laufende Kontokorrentkredite wurden nicht oder nur in geringem Umfang beansprucht.

Personal- und Sozialbereich

Motivierte und qualifizierte Fachkräfte bilden eine wesentliche Voraussetzung für unsere erfolgreiche Unternehmensentwicklung. Bei der Niersberger AG beschäftigen wir mehrere Diplom-Ingenieure, Facharbeiter mit Meisterausbildung, Diplom-Kaufleute, Technische Systemplaner und Techniker. Diese werden sowohl für die Projektsteuerung als teilweise auch in der Führungsebene eingesetzt. Die externe Vertretungsregelung haben wir durch die Erteilung von zusätzlicher Prokura erweitert.

Im Geschäftsjahr 2023 haben wir 16 Auszubildende beschäftigt. Ausbildungsberufe sind der Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, der Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik, der Technische Systemplaner und die Kauffrau für Büromanagement und -kommunikation. Vier Mitarbeiter sind bei der Handwerkskammer als Ausbilder bestellt. Fünf Auszubildende haben im Jahr 2023 die Ausbildung erfolgreich beendet und wurden übernommen. Zusätzlich haben wir intern ein Ausbilderforum ins Leben gerufen, um die Maßnahmen zur Gewinnung von Auszubildenden sowie die Durchführung der Ausbildung noch besser zu koordinieren. Dem Fachkräftemangel begegnen wir durch eine permanent hohe Ausbildungsquote von ca. 15 Prozent.

Im Jahr 2023 erfolgte die Zertifizierung nach der Norm DIN EN:ISO 2001:2015.

Zwei Mitarbeiter verfügen über die Fortbildung zur Sicherheitsfachkraft. Quartalsweise finden interne Sitzungen zur Arbeitssicherheit statt. Bauleitende Monteure haben mit der Weiterqualifizierung zum Sicherheitsbeauftragten bei der Berufsgenossenschaft begonnen. Regelmäßig nehmen die Monteure an Erste-Hilfe-Kursen teil.

Durch gezieltes Einstellen von Mitarbeitern versuchen wir weiterhin unseren Personalbestand zu optimieren und unseren Eigenmontageanteil zu erhöhen. Den Einsatz von Leiharbeitern möchten wir, so weit wie möglich, vermeiden. Im Geschäftsjahr 2023 war jedoch der Einsatz von Leiharbeitern in erhöhtem Umfang erforderlich.

Zum Ende des Geschäftsjahrs 2023 belief sich die Zahl der Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt auf 106 (Vorjahr: 106).

II. Darstellung der Lage

Vermögenslage

Aktiva Jahr
TEUR
Vorjahr
TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 31 2
II. Sachanlagen 2.274 1.936
III. Finanzanlagen 0 0
2.305 1.938
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 7.207 9.419
II. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände 4.199 1.325
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 80 252
11.486 10.996
C. Rechnungsabgrenzungsposten 43 43
13.834 12.977
Passiva
A. Eigenkapital 5.434 4.911
B. Rückstellungen 661 541
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten 1.429 2.077
2. Verbindlichkeiten Leistungen 772 747
3. Verbindlichkeiten verbundene Unternehmen 4.879 4.436
4. Sonstige Verbindlichkeiten 659 265
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0 0
13.834 12.977

Die Bilanzsumme hat gegenüber dem Vorjahr durch Erhöhung der Geschäftsvolumina um 857 T€ auf 13.834 T€ erhöht.

Die Eigenkapitalquote erhöhte sich aufgrund des positiven Jahresergebnisses von 37,8 Prozent auf 39,3 Prozent.

Saldiert um die Abschreibungen von 276 T€ hat sich das Anlagevermögen um 367 T€ erhöht.

Die Unfertigen Bauleistungen und Vorräte haben sich, saldiert um die Erhaltenen Anzahlungen, gegenüber dem Vorjahr um 2.212 T€ signifikant vermindert.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind gegenüber dem Vorjahr merklich um 2.874 T€ angestiegen.

Die Bankguthaben haben sich gegenüber dem Vorjahr um 172 T€ vermindert.

Der Betrag der Rückstellungen hat stichtagsbezogen zugenommen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich gegenüber dem Vorjahr durch die Rückführung der Projektfinanzierungen um 648 T€ reduziert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich durch die Fortführung der Konzernfinanzierung gegenüber dem Vorjahr um 215 T€ erhöht.

Die übrigen Verbindlichkeiten betreffen Lohnverbindlichkeiten sowie Steuer- und Sozialversicherungsabgaben.

Finanzlage

Die Kapitalflussrechnung der Niersberger AG

Jahr
T€
Vorjahr
T€
1. Jahresüberschuss 523 136
2. +/- Abschreibungen 276 214
3. +/- Veränderung des Nettoumlaufvermögens 105 -1.941
4. = Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 904 -1.591
5. + Einzahlungen aus Anlagenabgängen 38 23
6. - Auszahlungen für Investitionen -681 -202
7. = Cashflow aus der Investitionstätigkeit -643 -179
8. = Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -433 1.747
9. = Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -172 23
10. - Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 252 229
11. = Finanzmittelfonds am Ende der Periode 80 252

Der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit setzt sich aus dem erwirtschafteten Cashflow und dem erhöhten Bedarf an Working Capital zusammen. Durch eine reduzierte Projektvorfinanzierung war der Cashflow der laufenden Geschäftstätigkeit positiv.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit ergibt sich aus den notwendigen Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen.

Durch die Reduzierung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ergibt sich ein negativer Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit.

Der Finanzmittelfonds betrifft die liquiden Mittel.

Ertragslage

Jahr
T€
Vorjahr
T€
Veränderung
T€
1. Umsatzerlöse 8.561 6.303 2.258
2. Bestandsveränderung / Aktivierte Eigenleistungen 8.626 4.526 4.100
3. Gesamtleistung 17.187 10.829 6.358
4. Materialaufwand / Fremdleistungen -9.989 -5.404 -4.585
5. Rohertrag 7.198 5.425 1.773
6. Personalaufwand -5.351 -4.311 -1.040
7. Abschreibungen -276 -214 -62
8. Saldo betriebliche Aufwendungen / Erträge -754 -652 -102
9. Betriebsergebnis 817 248 569
10. Finanzergebnis -280 -101 -179
11. Steuern -14 -11 -3
12. Jahresüberschuss 523 136 387

Die Gesamtleistung hat sich im Jahr 2023 erwartungsgemäß gegenüber dem Vorjahr auf 17.187 T€ (Vorjahr: 10.829 T€) deutlich erhöht.

Die Materialquote ist signifikant auf 58,1 Prozent (Vorjahr: 49,9 Prozent) angestiegen. Die Materialquote ist jedoch stark interdependent von der Struktur der abgearbeiteten Projekte, den Ergebnisbeiträgen der Projekte sowie die Anzahl der schlussgerechneter Großprojekte im Geschäftsjahr.

Der Personalaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr von 4.311 T€ auf 5.351 T€ korrespondierend mit der Ausweitung der Gesamtleistung erhöht.

Die Abschreibungen erhöhten sich durch die Ausweitung der Investitionen auf 276 T€ (Vorjahr: 214 T€).

Der Saldo aus den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge hat sich in Folge der allgemeinen Preissteigerungen um 102 T€ erhöht. Im Finanzergebnis werden Zinserträge, Abzinsungserträge, Zinsaufwendungen und Provisionen für Avale ausgewiesen.

Im Steueraufwand werden Grundsteuern und Kfz-Steuern ausgewiesen.

Die Rentabilität bezogen auf die Gesamtleistung war mit 3,0 Prozent positiv.

III. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Nach dem Bilanzstichtag zum 31.12.2023 sind keine Ereignisse eingetreten, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Niersberger AG von Bedeutung sind.

IV. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Unternehmerisches Handeln ist mit Risiken verbunden. Nach unserem jetzigen Kenntnisstand sind keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand der Niersberger AG nachhaltig gefährden oder die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich beeinträchtigen können. Risiken können jedoch niemals völlig ausgeschlossen werden.

Das Risikomanagement der Niersberger AG hat zum Ziel, Risiken rechtzeitig zu erkennen, um zeitnah gegensteuern zu können.

Das konzerninterne Berichtswesen, unsere Planungsprozesse, das Baustellencontrolling und das Qualitätsmanagement sind Bestandteile des Risikomanagementsystems. Kernpunkt der Risikoanalyse ist die Bewertung der Baustellen. Die Quartalsabschlüsse werden entsprechend den Konzernvorgaben zeitnah erstellt. In regelmäßigen Projektsitzungen, Sitzungen der Geschäftsleitung und Sitzungen des Aufsichtsrates werden über die wesentlichen Risiken berichtet und beraten. Ausgehend von der Kostenrechnung wird ein einheitliches Baustellencontrolling unter Berücksichtigung von Prognosewerten verwendet. Für das Projektcontrolling ist eine Vollzeitstelle besetzt.

Durch intensive Prüfungen versuchen wir finanzielle und operative Risiken in einem überschaubaren Rahmen zu halten. Die Controlling- und Informationssysteme werden wir in Zukunft auf Projektebene noch verfeinern und weiterentwickeln.

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Wir erwarten eine spürbare Abkühlung der Baukonjunktur im Wohnungs- und Gewerbebau. Im Bereich des öffentlichen Baus von Infrastrukturanlagen erwarten wir weiterhin eine stabile Nachfrage.

Branchenrisiken

Bei den reinen Ausführungsaufträgen von Großprojekten im Bau von vordefinierten gebäudetechnischen Anlagen sehen wir uns vor allem im Inland einem starken Preiskampf ausgesetzt.

Die Projektabwicklung im Ausland bewirkt spezifische Logistik-, Zahlungs- und rechtliche Risiken.

Mit dem Bau technisch hoch komplexer Anlagen sowie Spezialprojekte entstehen Projektrisiken im In- und Ausland. Auf der anderen Seite ergeben sich wegen der geringen Marktkonkurrenz Preischancen.

Projektrisiken

Zu den Risiken gehören insbesondere technische Risiken, da die Anlagen stets auftragsbezogen neu konzipiert werden müssen. Den Risiken versuchen wir durch die Einstellung von Spezialisten entgegenzuwirken, um unser gesamtes Leistungsspektrum im Unternehmen abbilden zu können. Auf den Baustellen vor Ort setzen wir erfahrene Obermonteure zur Bauleitung ein. Aus den hohen technischen Ansprüchen unserer Projekte ergeben sich aber auch Chancen, um Nachtragspotentiale aus den Aufträgen zu generieren.

Durch Hinzuziehung der Projektingenieure aus den einzelnen Fachbereichen während der Angebotserstellung sollen Kalkulationsrisiken minimiert werden. In einer wöchentlichen Kalkulationssitzung wird über die Auswahl der Projekte und die Projektkoordination bereichsübergreifend gesprochen.

Durch langfristige Beziehungen mit verschiedenen Lieferanten werden Beschaffungsrisiken von Materialien und Fremdleistungen verringert.

Währungsrisiken

Durch Auftragsvolumina in CHF, Fremdwährungsguthaben und Fremdwährungsdarlehen in CHF bestehen Fremdwährungsrisiken.

Projektfinanzierungsrisiken

Risiken in der Projektfinanzierung bestehen in Form von Vorfinanzierungen während der Bauphase, Verzögerungen der Zahlungen bis zur endgültigen Abnahme und Risiken bei Erhaltung der notwendigen Bürgschaftsvolumina.

Durch vertragliche Vereinbarungen von Vorauszahlungen und Zahlungsplänen versuchen wir die Vorfinanzierungen zu optimieren. Im Geschäftsjahr 2023 wurde die Inanspruchnahme von separaten Kontokorrentkrediten zum Zwecke für Projektfinanzierung erforderlich. Zusätzlich werden wir in der Projektfinanzierung durch direkte Konzernfinanzierungen unterstützt. Die Überwachung der Liquidität der Projekte erfolgt im Zuge des Baustellencontrollings. Innerhalb der bestehenden Geschäftsbeziehungen zu den Kreditinstituten haben wir die bestehenden Kreditlinien unverändert fortgeführt.

Zur Erhaltung der notwendigen Bürgschaftsvolumina verfolgen wir eine Diversifikationsstrategie auf mehrere Institute. Bei gemeinsamen ARGE-Projekten mit der Muttergesellschaft stellt diese die notwendigen Bürgschaften für den Schweizer Markt zur Verfügung. Konzernseitig haben wir über einen Umbrella-Aval-Kreditrahmen partizipiert. Die Gesellschaft verfügt über ausreichend freie Bürgschaftslinien sowie Kreditlinien.

V. Prognosebericht und Ausblick

Das wirtschaftliche Umfeld wird für das laufende Jahr weiter ungewiss bleiben.

Unsere Auslastung im Geschäftsjahr 2023 hat gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöht. Die Gesamtleistung haben wir gegenüber der im Lagebericht 2023 gemachten Prognose durch Komprimierungen in der Projektausführung deutlich überschritten.

Als die wesentlichen finanziellen Leistungsfaktoren betrachten wir eine Eigenkapitalquote von mehr als 40 Prozent und eine Umsatzrendite von durchschnittlich ca. 3 Prozent bei einem normalen Geschäftsgang. Die Prognose der Umsatzrendite entspricht den im Lagebericht 2022 getroffenen Aussagen, bei dem wir mit einem ausgeglichenen bis positiven Ergebnis gerechnet haben. Die Eigenkapitalquote hat sich infolge eines positiven Jahresergebnisses auf ca. 39,3 Prozent verbessert. Damit konnten wir unseren Mindestzielwert für die Eigenkapitalquote von 40 Prozent nahezu erreichen. Wir planen für das Geschäftsjahr 2024 wieder mit einer Gesamtleistung von etwa 17 Mio. Euro bei einem weiterhin positiven Ergebnis.

Unser offenes Auftragsvolumen für 2024 und Folgejahre ist durch die erhöhte Nachfrage am Markt weiterhin sehr hoch und beträgt ca. 41,5 Mio. €. Aufgrund unseres hohen Auftragsbestandes werden wir im Jahr 2024 weitestgehend unabhängig von der allgemeinen Baukonjunktur sein.

IV. Schlusserklärung zum Abhängigkeitsbericht (§312 Abs. 3 Satz 3 AktG)

Der Bericht des Vorstandes über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erhält folgende Schlusserklärung:

"Wir erklären hiermit, dass bei den in diesem Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften unsere Gesellschaft eine angemessene Vergütung Gegenleistung erhalten hat. Dieser Beurteilung liegen die Umstände zugrunde, die im Zeitpunkt des Abschlusses des Rechtsgeschäftes bekannt waren. Berichtspflichtige Maßnahmen haben im Geschäftsjahr nicht vorgelegen".

Unterschrift des Vorstandes

 

Pforzheim, den 31. März 2024

gez. Herr Dipl.-Ing. Hansjörg Weber, Vorstandsvorsitzender

gez. Herr Daniel Mayer, Vorstand

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 2.305.432,65 1.938.620,15
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 31.052,50 2.449,50
II. Sachanlagen 2.274.380,15 1.936.170,65
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.253.671,65 1.287.700,65
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.020.708,50 648.470,00
B. Umlaufvermögen 11.485.433,45 10.994.993,26
I. Vorräte 7.206.935,88 9.418.348,17
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 24.487.098,12 13.802.395,83
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.198.383,17 1.324.972,39
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 58.364,94 300.990,20
2. sonstige Vermögensgegenstände 4.140.018,23 1.023.982,19
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 80,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 80.114,40 251.672,70
C. Rechnungsabgrenzungsposten 42.681,00 43.268,00
Aktiva 13.833.547,10 12.976.881,41

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 5.434.238,11 4.911.115,27
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Gewinnrücklagen 4.310.000,00 4.310.000,00
III. Bilanzgewinn 1.024.238,11 501.115,27
davon Gewinnvortrag 501.115,27 364.738,73
B. Rückstellungen 660.954,00 540.568,00
C. Verbindlichkeiten 7.738.354,99 7.525.198,14
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.429.111,96 2.077.108,72
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.429.111,96 2.077.108,72
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.878.772,39 4.554.669,60
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 4.878.772,39 4.554.669,60
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.430.470,64 893.419,82
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.430.470,64 893.419,82
Passiva 13.833.547,10 12.976.881,41

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 7.412.132,70 5.666.184,96
2. Personalaufwand 5.351.444,05 4.310.756,35
a) Löhne und Gehälter 4.413.126,38 3.493.105,72
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 938.317,67 817.650,63
davon für Altersversorgung 49.801,77 52.339,92
3. Abschreibungen 275.691,06 214.365,35
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 275.691,06 214.365,35
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 967.765,89 892.642,16
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 23.150,10 51.941,33
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.113,24 697,53
davon Erträge aus Abzinsung 42,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 280.704,75 101.557,59
davon an verbundene Unternehmen 192.195,05 42.273,61
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 686,00
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -4.015,02
8. Ergebnis nach Steuern 537.640,19 151.576,06
9. sonstige Steuern 14.517,35 15.199,52
10. Jahresüberschuss 523.122,84 136.376,54
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 501.115,27 364.738,73
12. Bilanzgewinn 1.024.238,11 501.115,27

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Niersberger AG hat Ihren Sitz in Pforzheim und ist eingetragen beim Amtsgericht Mannheim unter der Registernummer HRB 710310. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinien - Umsetzungsgesetz (BILRUG) sowie den ergänzenden Bestimmungen des Aktiengesetzes (AktG). Der Jahresabschluss umfasst die Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie den Anhang (einschließlich Anlagenspiegel) und den Lagebericht. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Niersberger AG
Firmensitz laut Registergericht: Pforzheim, Güterstr. 16
Registereintrag: 11.10.2010; letzte Eintragung vom 17.04.2024
Registergericht: Mannheim
Register-Nr.: 710310

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Ansatzvorschriften der §§ 246-251 HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Vorschriften für Kapitalgesellschaften, §§ 268-274a HGB, §§ 276-278 HGB und unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften der § 252-256a HGB erstellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten, ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden fand gegenüber dem Vorjahr nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Angaben zum Anlagevermögen

Das entgeltlich erworbene immaterielle Anlagevermögen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und bewertet und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das erworbene Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Für bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten von mehr als 250,00 Euro aber nicht mehr als 1.000,00 Euro wird ein Sammelposten gebildet und linear über 5 Jahre abgeschrieben. Die planmäßige Abschreibung wurde nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Soweit erforderlich wurden zum Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Werte angesetzt und bewertet. Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem nachfolgenden Anlagenspiegel in der Anlage III zu entnehmen.

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 39.689,76 30.580,19 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 39.689,76 30.580,19 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.674.577,78 0,00 0,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.877.138,96 650.620,87 167.713,86
Summe Sachanlagen 3.551.716,74 650.620,87 167.713,86
Summe Anlagevermögen 3.591.406,50 681.201,06 167.713,86
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 70.269,95
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 70.269,95
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 1.674.577,78
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 2.360.045,97
Summe Sachanlagen 0,00 4.034.623,75
Summe Anlagevermögen 0,00 4.104.893,70
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 37.240,26 1.977,19 0,00 0,00 39.217,45
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 37.240,26 1.977,19 0,00 0,00 39.217,45
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 386.877,13 34.029,00 0,00 0,00 420.906,13
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.228.668,96 239.684,87 129.016,36 0,00 1.339.337,47
Summe Sachanlagen 1.615.546,09 273.713,87 129.016,36 0,00 1.760.243,60
Summe Anlagevermögen 1.652.786,35 275.691,06 129.016,36 0,00 1.799.461,05
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 31.052,50 2.449,50
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 31.052,50 2.449,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 1.253.671,65 1.287.700,65
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 1.020.708,50 648.470,00
Summe Sachanlagen 0,00 2.274.380,15 1.936.170,65
Summe Anlagevermögen 0,00 2.305.432,65 1.938.620,15

Angaben zum Umlaufvermögen

Die Bewertung der Vorräte erfolgte zu Anschaffungs- bzw. zu Herstellungskosten, vermindert um Abschreibung auf den Wert, der den Vorräten am Bilanzstichtag beizulegen war. Die Abwertung der Vorräte berücksichtigt Wertminderungen auf Grund von Fehldispositionen, Überstunden, Technische Veralterung, Ungängigkeit sowie andere wertmindernde Faktoren. Die Bestandsermittlung zum Bewertungsstichtag erfolgte auf der Grundlage einer Stichtagsinventur. Die Bestände sind durch ein EDV-Saldenliste nachgewiesen. Der Ansatz der Forderungen erfolgte unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Einzelwertberichtigungen auf Forderungen wurden durchgeführt. Die Pauschalwertberichtigung zur Abdeckung des allgemeinen Kreditausfallrisikos wurde mit 1% der Außenstände ohne Umsatzsteuer zum Bilanzstichtag durchgeführt.

Angaben zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

Forderung zum Gesamtbetrag Davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023 TEuro kleiner 1 Jahr
TEuro
größer 1 Jahr
TEuro
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.965,3 3.965,3 0,0
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 58,4 21,3 37,0
Sonstige Vermögensgegenstände 174,7 124,5 50,1
Summe 4.198,4 4.111,2 87,1

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt Euro 54.607,89 (Vorjahr: 15.842,77 Euro).

Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert angesetzt.

Angaben zum Eigenkapital

Das Eigenkapital der Gesellschaft setzt sich zum Bilanzstichtage aus dem gezeichneten Kapital in Höhe von 100.000,00 € (VJ: 100.000,00 €), der gesetzliche Gewinnrücklage in Höhe von 10.000,00 € (VJ: 10.000,00 €) sowie anderer Gewinnrücklagen in Höhe von 4.300.000,00 € (VJ: 4.700.000,00 €) sowie dem ausschüttbaren Bilanzgewinn in Höhe von 1.024.238,11 € (VJ: 501.115,27 €) zusammen. Die gesetzlich vorgeschriebene Gewinnrücklage wurde entsprechend nach § 150 Abs. 1 AktG in Höhe von 10 % des gezeichneten Kapitals gebildet. Eigene Aktien wurden am Bilanzstichtag durch die Gesellschaft nicht gehalten.

Angaben über die Gattung der Aktien

Gezeichnetes Kapital zum 31.12.2023 Anzahl Nennwert je Aktie
in Euro
Betrag
Euro
2.000 Stück 50,00 100.000,00
Namensaktien mit Stimmrecht
Gezeichnetes Kapital zum 31.12.2023 100.000,00

Angaben über die Entwicklung der Gewinnrücklage

Gewinnrücklage zum 31.12.2023 Betrag
Euro
Gewinnrücklage zum 01.01.2023 4.310.000,00
Einstellungen in die Gewinnrücklage 2023 0,00
Gewinnrücklage zum 31.12.2023 4.310.000,00

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten.

Sonstige Rückstellungen zum 31.12.2023 01.01.2023 Verbrauch / Auflösung Zuführung / Abzinsung 31.12.2023
Ausstehende Rechnungen 13.400,00 13.400,00 12.700,00 12.700,00
Berufsgenossenschaft 5.252,00 5.252,00 15.588,00 15.588,00
Rückstellung Treueprämien 110.918,00 67.042,00 23.000,00 66.876,00
Rückstellung Projekte 0,00 0,00 94.141,00 94.141,00
Urlaubsrückstellungen 237.000,00 0,00 25.500,00 262.500,00
Sonstige Personalkosten 6.000,00 6.000,00 61.000,00 61.000,00
Rückstellung Rechtsstreitigkeiten 13.000,00 5.000,00 7.000,00 15.000,00
Abschluss- und Prüfungskosten 45.000,00 36.100,00 21.500,00 30.400,00
Gewährleistungsrückstellungen 105.204,00 7.249,00 0,00 97.955,00
Aufbewahrungsrückstellung 4.794,00 0,00 0,00 4.794,00
Sonstige Rückstellungen 540.568,00 140.043,00 260.429,00 660.954,00

Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte

Die nachfolgende Darstellung zeigt Restlaufzeiten und Sicherungsrechte der in Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel.

Art der Verbindlichkeit Gesamtbetrag
Euro
bis zu einem Jahr
Euro
< 5 Jahre Jahren
Euro
>5 Jahre Jahren
Euro
Sicherung Betrag
Euro
gegenüber Kreditinstituten 1.429.111,96 1.429.111,96 0,00 0,00 1.380.000,00
erhaltene Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Lieferungen und Leistungen 771.486,79 771.486,79 0,00 0,00 0,00
Verbundene Unternehmen 4.878.772,39 228.352,07 4.650.420,32 0,00 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 658.983,85 658.983,85 0,00 0,00 0,00
Summe 7.738.654,99 3.087.934,67 4.650.420,32 0,00 1.380.000,00

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt 0,00 Euro (VJ: 0,00 Euro).

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Erläuterung der Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung

Bei den Erträgen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung handelt es sich in Betrag und Art im Einzelnen um die Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 16.625,00 €.

Bei den Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung handelt es sich in Betrag und Art im Einzelnen um Aufwand aus Kfz-Betriebskosten in Höhe von - 153.855,11 €.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

Abzinsungs- und Fremdwährungseffekte

Die Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen betragen 42,00 € (Vorjahr: -,-- €); die Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen betragen 0,00 € (Vorjahr: 686,00 €); die Aufwendungen aus Kursdifferenzen betragen 23.150,10 € (Vorjahr: 51.941,33 €).

Angaben zur Fortführung des Jahresergebnisses nach § 158 (1) AktG

In Fortführung des Jahresergebnisses erfolgt die nachfolgende Darstellung:

Posten der Ergebnisverwendung zum 31.12.2023 Betrag
Euro
+ Jahresüberschuss zum 31.12.2023 523.122,84
+ Bilanzgewinn aus dem Vorjahr 2022 nach Verwendung durch die Hauptversammlung 501.115,27
+ Entnahme aus der Gewinnrücklage 2023 0,00
= Bilanzgewinn zum 31.12.2023 1.024.238,11

Gewinnvortrag bei teilweiser Ergebnisverwendung

Bei Aufstellung des Jahresabschlusses 2023 unter Berücksichtigung der teilweisen Ergebnisverwendung wurde im Bilanzgewinn 2023 in Höhe von 1.024.238,11 Euro der Bilanzgewinn aus dem Vorjahr 2022 nach Verwendung durch die Hauptversammlung in Höhe von Euro 501.115,27 mit einbezogen.

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse aus sonstigen nicht bilanzierten finanziellen Verpflichtungen

Neben in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Leasing-, Wartungsverträgen sowie Avalprovisionen in Höhe von insgesamt 820,9 T€. Davon sind im folgenden Jahr 2024 332,5 T€ und im darauffolgenden Jahr 488,4 T€ fällig.

Eigene Sicherheiten und Sicherheiten von Dritten

Für die Sparkasse Pforzheim Calw sind von der Niersberger AG drei Grundpfandrechte für die eigene Büro- und Verwaltungsimmobilie Güterstr. 16 und 14, 75177 Pforzheim, im Gesamtwert von 1.380.000,00 € eingetragen, zusätzlich sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus dem Bauvorhaben Stuttgart 21 an die Sparkasse Pforzheim Calw sicherungsübereignet.

Angaben zu Währungsumrechnung in Euro

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und schulden werden gem. § 256a HGB zum Devisenkassenmittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird dabei das Anschaffungskostenprinzip beachtet.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Kaufmännisches Personal 6
Technisches Personal 23
Facharbeiter 50
Auszubildende 22
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 101

Namen und Mitglieder des Vorstandes

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs gehörten die folgenden Personen dem Vorstand an:

Herr Dipl. -Ing. Hansjörg Weber ausgeüber Beruf: Vorstandsvorsitzender, technischer Leiter, Niersberger AG
Herr Daniel Mayer ausgeüber Beruf: Vorstand, Niersberger AG

Namen und Mitglieder des Aufsichtsrates

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs gehörten die folgenden Personen dem Aufsichtsrat an:

Herr Andreas Brüngger ausgeübter Beruf: Mitglied des Verwaltungsrates, Marti Technik AG, Moosseedorf
Frau Falamoe Weber ausgeübter Beruf: Leiterin Projektcontrolling, Niersberger AG
Herr Peter Nussbaum ausgeübter Beruf: Leiter Finanzen und Administration Marti Technik AG, Moosseedorf

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates war im Geschäftsjahr Herr Andreas Brüngger.

Der § 286 Abs. 4 HGB wird im Hinblick auf die Angaben

Gemäß § 285 Nr. 9a HGB zu den Bezügen des Vorstandsvorsitzenden in Anspruch genommen. Der Aufsichtsrat erhält keine Aufsichtsratsvergütungen für das Geschäftsjahr 2023.

Konzernzugehörigkeit

Die Niersberger AG wurde in den Konzernabschluss der Marti Holding AG, Schweiz einbezogen.

Die Marti Holding AG stellt den Konzernabschluss für den größten Konzernkreis auf.

Der Konzernabschluss der Marti Holding AG unterliegt nicht der Offenlegungspflicht.

Vorgänge von besonderer Bedeutung

Nach Ablauf des Geschäftsjahres sind keine Ereignisse eingetreten, die von wesentlicher Bedeutung sind und zu einer veränderten Beurteilung des Unternehmens führen könnten.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung durch den Vorstand

Der Vorstand und Aufsichtsrat der Niersberger AG haben den Jahresabschluss zum 31.12.2023 festgestellt und genehmigt und schlagen der Hauptversammlung die folgende Ergebnisverwendung vor. Der festgestellte Bilanzgewinn des Geschäftsjahres zum 31.12.2023 in Höhe von 1.024.238,11 € (VJ: 501.115,27 €) wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Unterschrift des Vorstandes

 

Pforzheim, den 31. März 2024

gez. Herr Dipl.-Ing. Hansjörg Weber, Vorstandsvorsitzender

gez. Herr Daniel Mayer, Vorstand

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat wurde während des Geschäftsjahres 2023 anhand schriftlicher und mündlicher Berichte des Vorstands und in gemeinsamen Sitzungen eingehend über die Lage des Unternehmens, den Geschäftsverlauf sowie die Geschäftspolitik unterrichtet und hat auf dieser Grundlage die Geschäftsführung des Unternehmens überwacht. Ferner befasste sich der Aufsichtsrat mit grundsätzlichen Fragen der Unternehmensplanung, insbesondere der Finanz- und Investitionsplanung. Weiterhin wurden Fragen über die strategische Ausrichtung der Gesellschaft diskutiert und erörtert. Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 und der vom Vorstand aufgestellte Abhängigkeitsbericht für das Geschäftsjahr 2023 sind von D & P - Dr. Daum Wirtschaftsprüfungs-KG, Beiertheimer Allee 25, 76137 Karlsruhe einer Prüfung unterzogen worden. Die Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Der Aufsichtsrat stimmt dem Prüfungsergebnis zu. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 geprüft und gebilligt. Er ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des Bilanzgewinnes haben wir uns angeschlossen. Dem Vorstand und allen Mitarbeitern spricht der Aufsichtsrat für die im abgelaufenen Geschäftsjahr geleistete Arbeit Dank und Anerkennung aus.

 

Pforzheim, im April 2024

gez. Dipl.-Ing. Andreas Brüngger, Vorsitzender des Aufsichtsrats

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 30.04.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Niersberger AG

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Niersberger AG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Niersberger AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Karlsruhe, den 30. April 2024

D&P - DR. DAUM TREUHAND - GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaf Steuerberatungsgesellschaft

gez. Werner Seitz, Wirtschaftsprüfer

gez. Dr. Edmund J. Daum, Wirtschaftsprüfer

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