Schroff Holdings Germany GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Geräten der Unterhaltungselektronik
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Markus Heinrich Hertel seit 5.8.2025 | Geschäftsführer |
Alessandro Cataldi seit 5.5.2025 | Prokura |
Mustafa Karabuz seit 28.7.2017 | Geschäftsführer |
Buket Mansuroglu seit 28.7.2017 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
nVent Global S.à r.l. | 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Schroff GmbHStraubenhardtJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Geschäfts- und Rahmenbedingungen Geschäftsmodell Die Marke Schroff der Schroff GmbH ist seit über fünf Jahrzehnten weltweit führend in Electronic-Packaging-Systemen. Darunter fallen umfangreiches Zubehör zum Schutz von Leiterplatten, von Kartenhalterungen und Aushebegriffen, Frontplatten und Griffen bis hin zu Baugruppenträgern, Gehäusen, Backplanes, Netzgeräten, Schränken und vormontierten Einschüben für Embedded-Computersysteme. Gesellschafterverhältnisse Die Schroff GmbH ist eine 100%ige Tochter der Schroff Holdings Germany GmbH, Straubenhardt. Es besteht seit dem 9. Juli 2007 ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Muttergesellschaft. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Entwicklung Der globale Kampf gegen die Inflation, Russlands Krieg in der Ukraine und ein Wiederaufleben des Nahost-Konflikts belasteten die globale Konjunktur im Jahr 2023. Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) wird es ein voraussichtliches Wachstum von 3,2 % geben. Im vierten Quartal stieg das BIP in den Vereinigten Staaten um 3,1 % und somit endete das Jahr 2023 mit einem Plus von 2,5 %. Das BIP im Euroraum erhöhte sich 2023 um 0,5 %, ebenso in der EU. Nach Angaben der chinesischen Regierung legte das BIP in China im Jahr 2023 um 5,2 % gegenüber dem Vorjahr zu. Im Jahr 2023 war die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland maßgeblich geprägt von den Folgen des Krieges in der Ukraine und drastischen Energiepreiserhöhungen. Weiterhin waren ein hoher Fachkräftemangel, massive Material- und Lieferengpässe sowie starke Preiserhöhungen in fast allen Bereichen, zu verzeichnen. Aufgrund dieser schwierigen Bedingungen war die Wirtschaft in Deutschland im Jahr 2023 um 0,3 % rückläufig. Im Vergleich zum Vorjahr war das preisbereinigte BIP 2023 um 0,3 % niedriger. Kalenderbereinigt betrug der Wirtschaftsrückgang 0,1 %. Die deutsche Elektroindustrie verzeichnete nach Angaben des Zentralverbands Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI) für das gesamte Jahr 2023 einen Rückgang der Auftragseingänge von 2,2 %. Die Bestellungen aus dem Inland wuchsen um 2,6 %, die aus dem Ausland gingen dagegen um 6,1 % zurück. Bei Kunden aus der Eurozone fiel das Minus mehr als doppelt so hoch aus (9,3 %) wie bei Bestellungen aus Ländern außerhalb des gemeinsamen Währungsraums mit 4,2 %. Die aggregierten Branchenerlöse erhöhten sich um 6,0 % auf 238,1 Mrd. EUR. Dabei lagen die Umsätze mit ausländischen Kunden (+5,1 % auf 123,1 Mrd. EUR) um 8 Mrd. EUR höher als die mit Partnern aus dem Inland (+7,2 % auf 115,0 Mrd. EUR). Bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren sind Umsatzerlöse und Ergebnis vor Ergebnisabführung. Daneben werden der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit, die Außenstandstage der Forderungen sowie die Mitarbeiteranzahl als Kenn- und Steuerungsgrößen verwendet. Die Umsatzentwicklung der Schroff GmbH war im Berichtszeitraum positiv und konnte um 3,8 % gegenüber dem Vorjahr von 149,3 Mio. EUR auf 154,8 Mio. EUR gesteigert werden. Die Gesellschaft hat das Geschäftsjahr 2023 mit einem Gewinn vor Ergebnisabführung in Höhe von 13,5 Mio. EUR beendet. Dies entspricht einer Ergebnisverbesserung von 1,9 Mio. EUR gegenüber 2022, welches mit einem Gewinn vor Ergebnisabführung in Höhe von 11,6 Mio. EUR endete. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit verbesserte sich im Berichtsjahr von 3,7 Mio. EUR im Vorjahr auf 10,3 Mio. EUR. Die durchschnittlichen Außenstandstage der Forderungen gegenüber Dritten stiegen im Vergleich zum Vorjahr auf 46 Tage an (Vorjahr: 44 Tage). Im Vergleich zum Vorjahr hat die Schroff GmbH im Durchschnitt 11 Mitarbeiter (inklusive Auszubildende) weniger. Forschung und Entwicklung Im Jahr 2023 waren im Bereich Forschung und Entwicklung durchschnittlich 22 Mitarbeiter (Vorjahr: 21 Mitarbeiter) beschäftigt. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen 2,3 Mio. EUR (Vorjahr: 2,2 Mio. EUR). Im Berichtszeitraum wurde im Bereich Forschung und Entwicklung schwerpunktmäßig an folgenden Themen gearbeitet: Für den Bereich Messtechnik wurde die Entwicklung eines neuen, modernen Tischgehäuses abgeschlossen. Durch flexible Design-Elemente und einen Online- Konfigurator können Kunden damit sehr einfach ihr individuelles Design realisieren. Für die PXI-Express-Systeme wurden neue Controller entwickelt, um das Systemangebot für die Kunden zu komplettieren. Speziell für den Bereich Bahntechnik wurde ein verbessertes EMV-Konzept für Baugruppenträger entwickelt, das die Schirmdämpfung speziell bei hohen Frequenzen deutlich verbessert. Für den Bereich Data Solutions wurde die Entwicklung des Luft-Wasser- Reihenkühlers und des Luft-Wasser-Rücktürkühlers abgeschlossen. Weiterentwickelt wurde ein Wasser-Luft-Wärmetauscher, der speziell für die Kühlung von KI-Servern in luftgekühlten Datencentern konzipiert wurde. Unternehmenserklärung nach § 289f HGB (ungeprüft) Mit Beschluss vom 23. Dezember 2022 legten die Geschäftsführer gemäß § 36 GmbHG als Zielgröße für den Frauenanteil in der ersten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung der Schroff GmbH einen Frauenanteil in Höhe von 30 % fest. In der zweiten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung wurde die Zielgröße für den Frauenanteil auf 20 % festgelegt. Mit Gesellschafterbeschluss vom 22. Dezember 2022 wurde die Zielgröße für den Frauenanteil in der Geschäftsführung auf 0,0 % gesetzt. Die Zielgröße entsprach den tatsächlichen Verhältnissen zum Zeitpunkt der Beschlussfassung. Da es keine personellen Veränderungen in der Geschäftsführung im laufenden Geschäftsjahr gegeben hat und da keine Veränderungen in absehbarer Zeit beabsichtigt sind, bleibt die Zielgröße von 0,0 % weiterhin bestehen. Für den Fall der Einrichtung eines Aufsichtsrats wurde die Zielgröße für den Frauenanteil im Aufsichtsrat auf 30,0 % gesetzt. Die Zielgröße für den Frauenanteil sowohl in der ersten als auch in der zweiten Führungsebene unter der Geschäftsleitung wurde im Berichtsjahr erreicht und es ist geplant, diese Zielgröße auch in den kommenden Jahren aufrechtzuerhalten. Ertragslage Im Berichtsjahr 2023 erhöhte sich der Umsatz der Schroff GmbH um 3,8 % auf 154,9 Mio. EUR (Vorjahr: 149,3 Mio. EUR). Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach geographischen Märkten zeigt eine unterschiedliche Entwicklung bei Inlands- und Auslandsumsätzen. Die Inlandsumsätze erhöhten sich überdurchschnittlich um 8,0 %, wohingegen sich die Auslandsumsätze um 0,4 % reduzierten. Ein Großteil der Umsatzerhöhungen resultierte allerdings aus inflationsbedingten Preiserhöhungen, die im Inland besser als im Ausland durchgesetzt werden konnten. Inflationsbedingte Preiserhöhungen haben insgesamt zu einer Umsatzerhöhung von 6,7 % beigetragen. Bei der Umsatzentwicklung nach Produktkategorien ergibt sich ein gemischtes Bild. Die am Standort Straubenhardt bedeutendste Produktkategorie "EMCA"" verzeichnete einen leichten Umsatzrückgang. Darüber hinaus gab es auch in den Produktkategorien "Enclosures" und "Cooling" Umsatzrückgänge. Durch den Anstieg der Umsätze insbesondere bei den Produktkategorien "Cabinets" und "Systems" konnte insgesamt ein Umsatzwachstum von 3,8 % erzielt werden. Das Geschäftsjahr 2023 beendete die Schroff GmbH mit einem Gewinn vor Ergebnisabführung in Höhe von 13,5 Mio. EUR (im Vorjahr 11,6 Mio. EUR). Ursächlich für den Gewinnanstieg gegenüber dem Vorjahr war, dass sich bei einem Umsatzanstieg von 3,8 % die wesentlichen Aufwendungen wie Materialaufwand und Personalaufwand nicht im gleichen Maße erhöht haben. Zusätzlich konnten erheblich höhere Zinserlöse in Form von Erträgen aus Ausleihungen erzielt werden. Gewinnreduzierend waren jedoch die Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen sowie ein Rückgang bei den sonstigen betrieblichen Erträgen gegenüber dem Vorjahr. Im Jahr 2022 gab es einen einmaligen Gewinn aus Anlagenabgängen von 1,4 Mio. EUR. Bei der größten Aufwandposition, dem Materialaufwand, zeigte sich im Jahresverlauf ein nachlassender Inflationsdruck. Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren erhöhten sich daher unterproportional zum Umsatz um 2,1 % bzw. 1,5 Mio. EUR. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen sind gegenüber 2022 um 31,5 % bzw. 0,8 Mio. EUR gesunken. Ursächlich hierfür war hauptsächlich eine deutlich reduzierte Beschäftigung von Leiharbeitskräften. Der Personalaufwand ist im Verhältnis zum Umsatz ebenfalls unterproportional um 2,4 % bzw. 1,2 Mio. EUR gestiegen. Einem Anstieg der Löhne und Gehälter von 7,5 % bzw. 2,8 Mio. EUR steht ein Rückgang bei den Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung von 14,6 % bzw. 1,6 Mio. EUR gegenüber. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind ebenfalls unterproportional zum Umsatzanstieg um 1,2 % bzw. 0,25 Mio. EUR gegenüber 2022 gestiegen. Neben der dargestellten Entwicklung bei den wesentlichen Aufwandspositionen haben höhere Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens mit einem Plus von 1,4 Mio. EUR zum Gewinnanstieg gegenüber dem Vorjahr beigetragen. Finanz- und Vermögenslage Die Bilanzsumme der Schroff GmbH erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 2,6 Mio. EUR auf 198,5 Mio. EUR. Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens erhöhten sich dazu um 1,3 Mio. EUR auf 149,2 Mio. EUR. Im Wesentlichen sind die Anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung gegenüber dem Vorjahr um 2,0 Mio. angestiegen. Die Technischen Anlagen und Maschinen haben sich um 0,6 Mio. EUR vermindert. Außerdem ist in den Finanzanlagen unverändert der 100%ige Anteil an Hoffman Schroff Poland Sp. z. o.o enthalten. Das Umlaufvermögen und der aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind zusammen um 1,2 Mio. EUR auf 49,3 Mio. EUR gestiegen. Größter Treiber waren die erhöhten Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultierend aus dem Umsatzanstieg mit einem Plus von insgesamt 13,8 % gegenüber dem Vorjahr. Das gezeichnete Kapital betrug unverändert 30,3 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote hat sich von 15,5 % auf 15,3 % reduziert, bedingt durch die gestiegene Bilanzsumme. Den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden im Berichtszeitraum 0,3 Mio. EUR (Vorjahr: 2,1 Mio. EUR) zugeführt. Die sonstigen Rückstellungen erhöhten sich im Vorjahresvergleich um 0,8 Mio. EUR im Wesentlichen aufgrund erhöhter Rückstellungen für Personalaufwendungen. Die Verbindlichkeiten erhöhten sich um 1,5 Mio. EUR auf insgesamt 21,7 Mio. EUR. Maßgeblich hierfür war ein Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 1,6 Mio. EUR auf 14,9 Mio. EUR, was auf die verbesserte Auftragslage im Berichtsjahr und den dadurch an die Gesellschafterin abzuführenden erhöhten Gewinn zurückzuführen ist. Weiter verringerten sich die sonstigen Verbindlichkeiten um 0,1 Mio. EUR auf 2,7 Mio. EUR. Die Schroff GmbH gehört seit dem 1. Mai 2018 zum Konzernkreis der nVent Electric plc, Dublin, Irland, und finanziert sich seit diesem Zeitpunkt ausschließlich über den Cash-Pool des Konzerns. Investitionen Die Investitionen in Bauten, technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Software lagen im vergangenen Jahr bei 3,1 Mio. EUR und somit 1,4 Mio. EUR über den entsprechenden Abschreibungen. Wesentliche Einzelinvestitionen im Berichtsjahr waren mit 1,5 Mio. EUR das automatischen Kleinteilelager, welches im Vorjahr noch in der Position Anlagen im Bau geführt war, und mit 0,4 Mio. EUR eine Erneuerung des IT-Equipments. Die Investition in eine Solaranlage über 1 Mio. EUR ist in der Position Anlagen im Bau enthalten und soll im Folgejahr abgeschlossen werden. Risiko- und Chancenbericht Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems Die Schroff GmbH verfügt über umfangreiche Berichts- und Kontrollinstrumente, die permanent angepasst und ausgebaut werden. Hierdurch werden Risiken schon im operativen Tagesgeschäft erkannt und durch entsprechende Maßnahmen zeitnah kontrolliert. Wie auch schon in den Vorjahren hatte die Schroff GmbH im Berichtsjahr 2023, aufgrund ihrer Zugehörigkeit zum nVent-Konzern, die Anforderungen des Sarbanes-Oxley-Acts zu erfüllen. Das hierzu im Auftrag von nVent Electric plc durchgeführte externe Audit hat, wie in den Vorjahren, keine wesentlichen Beanstandungen ergeben. Wesentlicher Bestandteil dieser Anforderungen ist die kontinuierliche Überprüfung der wichtigsten Prozesse und Kontrollmechanismen der Schroff GmbH. Diese wurden auf ihre Aktualität und Effektivität hin untersucht, sofern erforderlich, optimiert und schließlich in einer Datenbank abgebildet. Im Rahmen dieses Projektes werden auch die Systeme zur Unternehmenssteuerung und Risikokontrolle überprüft und weiterentwickelt. Wichtige Elemente unseres Risikomanagements sind eine rollierende Planung von Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis unter Berücksichtigung konjunktureller und marktspezifischer Tendenzen, die ständige Überwachung der Margenentwicklung nach Segmenten, Kunden und Produkten, Auditierung und Bewertung von Lieferanten, ein straffes Forderungsmanagement, Bestandscontrolling, Cost- Monitoring sowie unser Qualitätsmanagement. Zur weiteren Minimierung von Risiken wurde bereits in 2013 das "3rd Party Program" (Drittparteien-Programm) implementiert. Dieses Programm ist auf die Bekämpfung von Korruption ausgerichtet und umfasst die diesbezügliche Registrierung und Beurteilung unserer Geschäftspartner. Konkret klassifiziert es unsere Partner wie zum Beispiel Vertreter, Vertriebshändler, Generalunternehmer, Spediteure und Lieferanten in Risikogruppen, abhängig von Regionen und Branchen, und macht Vorgaben zum Umgang mit diesen. Hierdurch sollen die Risiken in der Zusammenarbeit mit allen Geschäftspartnern weiter reduziert werden. Umsatzrisiken Alle wirtschaftlichen Tätigkeiten sind zwangsläufig mit Risiken verbunden. Den auf der Absatzseite bestehenden Risiken begegnen wir durch eine sorgfältige und detaillierte Budgetierung sowie eine permanente Soll-Ist-Überwachung mit aktiver Steuerung. Wesentliche Risiken werden aktuell in den vielfältigen, globalen Auswirkungen des Russland-Ukraine-Krieges gesehen. Die Schroff GmbH hat keine wesentliche Abhängigkeit von einzelnen Großkunden. Existentielle Risiken durch den Verlust einzelner Kunden bestehen daher nicht. Beschaffungsrisiken Aufgrund ihres hohen Einkaufsvolumens ist die Schroff GmbH den Risiken Verfügbarkeit und Preissteigerung bei Rohstoffen und Teilen ausgesetzt, die durch die pandemiebedingten und geopolitischen Einflüsse in den Beschaffungsmärkten fortlaufend zu sich verändernden Situationen führen. In Kombination mit der schwächelnden Wirtschaft, weiterhin langen Lieferzeiten und verringerten Kapazitäten bzw. Kapazitätsengpässen durch starke Nachfragen in einzelnen Wirtschaftssektoren sind hierdurch weiterhin erhebliche Versorgungsrisiken vorhanden. So wurden gegen Ende 2022 sukzessive Verbesserungen der Lieferzeiten festgestellt, die dann aber in den ersten Monaten des Jahres 2023 schon wieder zum Stillstand kamen. Einzelne Lieferpartner haben Ende 2023 Kurzarbeit angemeldet und werden somit intensiver beobachtet. Ebenfalls kritische Punkte sind die vermehrten Konflikte in der Welt und die Auswirkungen auf die Logistikketten, u.a. durch die Vorfälle im Roten Meer. Für kurzfristig bedingte Ausfälle hat die Schroff GmbH einkaufsseitig Vorkehrungen getroffen. Für die nach wie vor hohen Lieferzeiten wurden entsprechende Vereinbarungen mit Lieferanten getroffen, Logistikkonzepte angepasst und Sicherheitsbestände erhöht. Bei den kritischen Materialien wird durch den Abschluss von Rahmenverträgen das Preis- und Lieferrisiko begrenzt. Zugleich werden zunehmend Volumeneffekte aus der Zugehörigkeit zum nVent-Konzern genutzt. In unserer globalen Einkaufsorganisation nutzen wir zudem Synergieeffekte durch Zweitlieferanten und Zweitwerkzeuge in anderen Regionen der Welt. Es wird ein "In the Region - for the Region"-Konzept, sprich "local sourcing" verfolgt, welches durch die Verknüpfung der Supply-Teams in den Regionen den Austausch von Komponenten in Engpassfällen ermöglicht. Weiterhin wird situationsbedingt von qualitativ hochwertigen auf Standardqualitäten umgestellt, um eine fortlaufende Produktion und Lieferung gewährleisten zu können. In diesem Zusammenhang wurde die Suche und Freigabe von 2nd-Source-Komponenten in Zusammenarbeit mit R&D/Entwicklung erheblich verstärkt. Für strategisch wichtige Produkte, z.B. im Bereich Data Solutions, betrachten wir hierbei auch die Lieferketten unserer Lieferanten. Zur Eingrenzung des Preissteigerungsrisikos auf den Beschaffungsmärkten betreiben wir intensives Global Sourcing, besonders in Best Cost Countries, Vermeidung von Single-Source-Abhängigkeiten und versuchen in den länger laufenden Verträgen mit unseren Kunden, wann immer möglich, Preisanpassungsmöglichkeiten vorzusehen. Mit einer Umstrukturierung des Supply-Managements in Europa haben wie hierzu auch neue Projekte zur Marktbeobachtung und Qualifizierung alternativer Lieferpartner gestartet. Zur frühzeitigen Erkennung von Risiken aus den Beschaffungsmärkten, die sich auf die Geschäftstätigkeit und das Ergebnis auswirken können, werden die betroffenen Märkte permanent beobachtet. nVent nutzt hierbei intensiv Möglichkeiten durch Marktforschungsinstitute (IHS Markit, Gartner, BME usw.). Finanzwirtschaftliche Risiken Währungsrisiken werden durch Faktura in EUR im Wesentlichen ausgeschlossen. Nur in Einzelfällen wird Rechnungsstellung in USD akzeptiert. Währungsverluste bilden somit kein signifikantes Risiko für die Schroff GmbH. Ein Forderungsausfallsrisiko, das zu einer wesentlichen Beeinträchtigung der Finanzlage der Schroff GmbH führen könnte, besteht nicht. Durch eine kontinuierliche Bonitätsüberwachung, ein effektives Kreditcontrolling sowie konsequentes Forderungsmanagement können unsere Forderungen zeitnah realisiert werden. Aufgrund der Zugehörigkeit zum Konzernkreis der nVent Electric plc und der ausschließlichen Finanzierung über den Cash-Pool des Konzerns besteht nur ein sehr geringes Liquiditätsrisiko. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft ist wesentlich von der Werthaltigkeit der Ansprüche aus den Cash-Pool-Guthaben (11,8 Mio. EUR) bei der nVent Global S.à.r.l., Luxemburg, abhängig. Ebenso ist die Werthaltigkeit der Ausleihungen an verbundene Unternehmen (120,0 Mio. EUR) von der Vermögenslage der Gesellschafterin und damit indirekt des gesamten Konzerns durch die Zugehörigkeit zum Konzernkreis der nVent Electric plc abhängig. Aktuell gibt es keine Anzeichen für eine Wertminderung dieser Ansprüche. IT-Risiken Im Berichtsjahr 2023 lag der Fokus der IT weiterhin darin, ältere Systeme und Plattformen durch neue, moderne Technologien im Einklang mit der nVent-Strategie der digitalen Transformation zu ersetzen. Die Programmierung und Optimierung des Automatischen Kleinteilelagers stand dabei im Vordergrund. Auch bei der Digitalisierung und Automatisierung des Shopfloors wurden weiterhin große Fortschritte gemacht. Zusammenfassung Aus den oben beschriebenen Risiken einzeln oder in ihrem Zusammenwirken sind bestandsgefährdende Risiken für die Gesellschaft derzeit nicht ersichtlich. Bezüglich der zukünftigen Entwicklung stellt der Russland-Ukraine-Krieg für die Kunden und Märkte der Schroff GmbH ein schwer einschätzbares Risiko dar und wird damit auch im Laufe des Jahres 2024 auf die Geschäftsentwicklung der Schroff GmbH Einfluss nehmen. Prognosebericht Die Prognose für 2023 mit einer Umsatzsteigerung von 2 Mio. EUR wurde aufgrund des guten Auftragsbestandes und der durchgeführten Preiserhöhungen leicht übertroffen. Die Prognose für das Ergebnis vor Ergebnisabführung wurde mit einem deutlichen Anstieg erreicht. Für 2024 erwartet der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) einen Produktionsrückgang um 2 %. Aufgrund des Umsatzrückgangs im ersten Quartal und der schwachen Auftragseingangsentwicklung erwarten wir aus heutiger Sicht einen leichten Umsatzrückgang im Jahr 2024 und somit auch einen entsprechenden leichten Rückgang des Ergebnisses vor Ergebnisabführung. Wesentliche Risiken bestehen wie im Vorjahr in den vielfältigen, globalen Auswirkungen des Russland-Ukraine-Krieges. Inwieweit sich diese Risiken in der Geschäftsentwicklung niederschlagen, lässt sich zum heutigen Zeitpunkt nicht abschätzen. Momentan scheinen jedoch die Chancen, die sich aus der Digitalisierung, der Elektrifizierung und dem Ausbau der erneuerbaren Energien ergeben, zu überwiegen. Wir erwarten aufgrund verstärkter Aktivitäten insbesondere in den Bereichen "Data Solutions" und erneuerbare Energien mittelfristig zusätzliches Umsatzwachstum.
Straubenhardt, 28. Juni 2024 Volker Haag Mustafa Karabuz Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Vorbemerkung Die Schroff GmbH hat ihren Sitz in Straubenhardt und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Mannheim (HRB 503549). Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) und des GmbHG. Die Schroff GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 Satz 1 HGB. A. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung 1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert geblieben. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Bei der Nutzungsdauerbemessung werden regelmäßig 2 bis 6 Jahre zugrunde gelegt. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen werden neben Fertigungsmaterialeinzel- und angemessene Teile der Gemeinkosten sowie Fertigungslöhnen (Einzel- und Gemeinkosten) auch angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung und Abschreibungen des Fertigungsbereiches einbezogen. Abnutzbare Sachanlagen werden planmäßig linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer entsprechend der veröffentlichten AfA-Tabellen der Finanzverwaltung, die zwischen einem und einundzwanzig Jahren liegt, abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen auf die Zugänge des Geschäftsjahres 2023 sind nach der linearen Methode errechnet. Investitionen in geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten von mehr als EURO 150 bis EURO 1.000 werden seit dem Geschäftsjahr 2018 nicht mehr in einem Sammelposten über 5 Jahre linear abgeschrieben. Vermögensgegenstände, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EURO 800 (netto) liegen, werden sofort abgeschrieben. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung erfolgt eine Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren sind zu Anschaffungskosten nach dem gleitenden Durchschnittspreis oder zu niedrigeren Tageswerten angesetzt. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB bewertet. Einbezogen werden Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Die in den Vorräten wegen langer Lagerdauer liegenden Risiken sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die Bestände werden verlustfrei und unter Beachtung des strengen Niederwertprinzips bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Den erkennbaren Risiken haben wir durch individuelle Abwertungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird außerdem durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Die Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Beachtung versicherungsmathematischer Grundsätze und nach den Bestimmungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes ermittelt. Als Rechnungsgrundlagen werden die Heubeck-Richttafeln 2018 G verwendet sowie folgende Annahmen getroffen (p. a.):
Die Pensionsrückstellungen werden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Jahre abgezinst, der sich unter Zugrundelegung einer Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Die Erfolgsauswirkungen aus einer Änderung des Abzinsungssatzes werden in der Gewinn- und Verlustrechnung als Personalaufwand erfasst. Der Unterschiedsbetrag bei Verwendung des 10-Jahres-Durchschnittszinssatzes im Vergleich zum 7-Jahres- Durchschnittszinssatz beträgt nach § 253 Abs. 6 HGB TEUR 2.030. Die für diesen Unterschiedsbetrag im § 253 Abs. 6 HGB kodifizierte Ausschüttungssperre ist nach Auffassung des Bundesministeriums für Finanzen auf Gewinnabführungen im Rahmen eines Ergebnisabführungsvertrages nicht einschlägig, so dass der gesamte im Jahresabschluss zum 31.12.2023 ausgewiesene Gewinn an die Muttergesellschaft Schroff Holdings Germany GmbH, Straubenhardt, abgeführt wird. Die übrigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Bei der Bewertung des Erfüllungsbetrages wurde eine Kostensteigerung von 3 % berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden unter Beachtung versicherungsmathematischer Grundsätze mit fristadäquaten Zinssätzen abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben worden sind. Für die Abzinsung der Rückstellungen für Sterbegelder beträgt der Zinssatz zum 31.12.2023 unter Zugrundelegung der Restlaufzeit 1,75 %. Es ergibt sich ein Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von TEUR 8. Der Zinssatz bei der Rückstellung für Altersteilzeit beträgt 1,75 %. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert. Die Gesellschaft ist Organgesellschaft. Latente Steuern werden ausschließlich beim Organträger ausgewiesen. Währungsumrechnung Gemäß § 256a HGB erfolgt für auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr eine Umrechnung zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag. 2. Erläuterungen zur Bilanz AnlagevermögenUnter den Finanzanlagen ist der 100%ige Anteil der Hoffman Schroff Poland Sp.z o.o. ausgewiesen. Anteilsbesitz Schroff GmbH Stand: 31.12.2022
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Berichtsjahr ist im Anlagespiegel dargestellt, der dem Anhang als Anlage beigefügt ist. Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Soweit die einzelnen Posten Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten, sind diese nachfolgend dargestellt:
In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 6.604 (Vorjahr: TEUR 6.138) sowie Cash-Pool-Forderungen in Höhe von TEUR 11.820 (Vorjahr: TEUR 10.048) enthalten. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert TEUR 30.319, bestehend aus einem Geschäftsanteil, der von der Schroff Holdings Germany GmbH als Rechtsnachfolgerin der EuronVent GmbH, Straubenhardt, gehalten wird. Aufgrund des mit der Schroff Holdings Germany GmbH abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrages ist der Gewinn des Geschäftsjahres in Höhe von TEUR 13.529 als Verbindlichkeit gegenüber der Schroff Holdings Germany GmbH ausgewiesen. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Personalbereich in Höhe von TEUR 3.930 (Vorjahr: TEUR 3.529), Gewährleistungen in Höhe von TEUR 628 (Vorjahr: TEUR 626), Kundenrabatte in Höhe von TEUR 723 (Vorjahr: TEUR 793) sowie Rückstellungen für ausstehende Lieferantenrechnungen in Höhe von TEUR 1.019 (Vorjahr: TEUR 1.027) zusammen. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeit bei Verbindlichkeiten bis zu einem Jahr und von mehr als einem Jahr zeigt folgende Übersicht:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 13.529 (Vorjahr: TEUR 11.580) aus Ergebnisabführung sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.404 (Vorjahr: TEUR 1.737). Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Steuerverbindlichkeiten von TEUR 1.091 (Vorjahr: TEUR 1.131) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit von TEUR 1.390 (Vorjahr: TEUR 1.330). Von den sonstigen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr haben TEUR 161 (Vorjahr: TEUR 165) eine Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren. Diese beruhen auf Verbindlichkeiten gegenüber der Unterstützungskasse Gunther Schroff e.V., Straubenhardt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Das Bestellobligo aus Investitionen beträgt TEUR 864 (Vorjahr: TEUR 2.232). Der Gesamtbetrag der künftigen Zahlungsverpflichtungen aus langfristigen Leasing- und Mietverträgen beläuft sich auf rund TEUR 928 (Vorjahr: TEUR 1.102), davon TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) gegenüber verbundenen Unternehmen. Eine bedingte Einzahlungsverpflichtung gegenüber einer Genossenschaft besteht in Höhe von TEUR 0,9 (Vorjahr: TEUR 0,9). 3. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Aufgliederung der Umsatzerlöse nach geographischen Märkten
Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Produktkategorien
Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 125 (Vorjahr: TEUR 529) enthalten. Aufwendungen für Altersversorgung Im Berichtsjahr wurden TEUR 2.448 (Vorjahr: TEUR 2.980) für die Altersversorgung aufgewendet. Sonstige betriebliche Aufwendungen Diese betreffen Mieten und Pachten in Höhe von TEUR 2.225 (Vorjahr: TEUR 2.209), Vertriebsaufwendungen und Werbekosten in Höhe von TEUR 5.491 (Vorjahr: TEUR 5.682), Fremdleistungen in Höhe von TEUR 4.142 (Vorjahr: TEUR 4.160) sowie verschiedene Betriebsaufwendungen und allgemeine Verwaltungs- und Vertriebsaufwendungen in Höhe von TEUR 10.288 (Vorjahr: TEUR 9.843). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 7 (Vorjahr: TEUR 90) aus der Zuführung zur Wertberichtigung auf Forderungen und in Höhe von TEUR 54 (Vorjahr: TEUR 0) aus der Ausbuchung von nicht einbringlichen Forderungen sowie Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 27 (Vorjahr: TEUR 328) enthalten. Finanzergebnis/Zinsergebnis Gesondert anzugebende Erträge aus und Aufwendungen an verbundene/n Unternehmen:
Der Zinsaufwand aus der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen und ähnlichen Verpflichtungen sowie den Rückstellungen für Altersteilzeit und Sterbegeld in Höhe von TEUR 2.476 (Vorjahr: TEUR 2.564) ist in den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten. B. Sonstige Angaben Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt
Angaben nach § 285 Nr. 17 HGB Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt für die Abschlussprüfungsleistungen TEUR 142 sowie für Steuerberatungsleistungen TEUR 30. Angaben nach § 285 Nr. 21 HGB Als nahestehende Personen und Unternehmen kommen alle zum Konzernkreis der nVent Electric plc, Dublin, Irland gehörenden natürlichen sowie juristischen Personen und Unternehmen in Betracht, die die Schroff GmbH beherrschen oder maßgeblich beeinflussen können. Angabepflichtige, nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommene Geschäfte im Sinne des § 285 Nr. 21 HGB sind im Geschäftsjahr nicht angefallen. Bezüge der Geschäftsführung In Anwendung von § 286 Absatz 4 HGB wird auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung verzichtet. Die Rückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung betragen TEUR 2.782. Mitglieder der Geschäftsführung Volker Haag, Engineering Leader, nVent Enclosures Division Mustafa Karabuz, Schroff Product Leader, nVent Enclosures Division Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft gehört zum Konzernkreis der nVent Electric plc, Dublin, Irland, und wird in deren Konzernabschluss einbezogen (kleinster und größter Konsolidierungskreis). Dieser Konzernabschluss ist am Sitz der Konzernmuttergesellschaft erhältlich. Im befreienden Konzernabschluss der nVent Electric plc nach US-GAAP- Rechnungslegungsvorschriften kommen insbesondere folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die in folgender Hinsicht von deutschem Recht abweichen, zur Anwendung: Selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu aktivieren. Firmenwerte entstehen nur, soweit Unterschiedsbeträge nicht auf die Abgeltung identifizierbarer immaterieller Vermögensgegenstände zurückgeführt werden können. Sie werden nicht planmäßig abgeschrieben. Langfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit dem beizulegenden Wert angesetzt, auch wenn dieser aufgrund von Kursänderungen über den Anschaffungskosten liegt. Aktive latente Steuern für zeitliche, sich in der Zukunft voraussichtlich umkehrende Differenzen auf Bewertungsunterschiede zwischen US GAAP und Steuern kommen zum Ansatz. Bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt die Abzinsung mit dem jeweils aktuellen Kapitalmarktzins. Bestimmte Finanzinstrumente werden mit den beizulegenden Zeitwerten bewertet, auch dann, wenn diese über den Anschaffungskosten liegen. Die Gesellschaft behandelt alle Gesellschaften als verbundene Unternehmen, die wie sie in den Konzernabschluss der nVent Electric plc einbezogen werden. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die von besonderer Bedeutung sind Es haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ereignet, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind. Ergebnisverwendung Der Gewinn des Geschäftsjahres in Höhe von TEUR 13.529 wird aufgrund des mit der Schroff Holdings Germany GmbH abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrages an die Schroff Holdings Germany GmbH abgeführt und in der Bilanz als Verbindlichkeit gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen.
Straubenhardt, den 28. Juni 2024 Schroff GmbH Volker Haag Mustafa Karabuz ANLAGENSPIEGEL 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Schroff GmbH, Straubenhardt Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Schroff GmbH, Straubenhardt, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Schroff GmbH, Straubenhardt, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die im gleichlautenden Abschnitt des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die im gleichlautenden Abschnitt des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Mannheim, den 28. Juni 2024 Deloitte
GmbH
Stefan Wilsch, Wirtschaftsprüfer Timo Leßlauer, Wirtschaftsprüfer Feststellungsdaten: Der Jahresabschluss für das am 31.12.2024 endende Geschäftsjahr wurde mit Beschluss vom 26.08.2024 festgestellt. |
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