Edition Michael Fischer GmbH

Donnersbergstraße 7, 86859 Igling, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Augsburg HRB 21860
Eingetragen
2.8.1991
Branche
Verlegen von BüchernEinzelhandel mit BüchernVerlegen von Zeitschriften
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von Büchern und damit zusammenhängende Erzeugnisse. Handelsvertretungen aller Art, insbesondere Verlagsvertretungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Jean-Michel Fischer
seit 14.12.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Jean-Michel Fischer
München
50000
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Edition Michael Fischer GmbH

Igling

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Geschäftsgrundlage

Die Edition Michael Fischer GmbH (EMF) mit Unternehmenssitz in Igling und Verlagsräumen in München, ist ein innovativer und trendorientierter Buchverlag. Bei EMF erscheinen Ratgeber in den Bereichen Essen & Trinken, kreativer Lifestyle, Spiritualität und Garten. Ebenso werden Programme im Kinder- und Jugendbuch verlegt, sowie auch ein Spieleprogramm angeboten. Das Label echtEMF steht für populäre Sachbücher, die inspirieren und unterhalten. Innovative Köpfe mit klugen Meinungen und mitreißendem Spirit setzen hier Trends. Alle Bücher und Produkte bestechen durch ausgefallene Ausstattung und designorientierte Gestaltung. Wir wecken Emotionen und vermitteln neues Wissen, Spaß am Genießen und am Selbermachen. Insgesamt erscheinen ca. 400 Novitäten pro Jahr. Das lieferbare Programm umfasst etwa 1.300 Titel. Der Verlag hat sich innerhalb weniger Jahre zu einem der führenden Ratgeberverlage entwickelt.

2. Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf 2023

Eine Kaufzurückhaltung aufgrund der allgemeinen Teuerungsraten für Konsumgüter des täglichen Bedarfs ist nach 2022 auch in 2023 zu spüren. Die Umsätze für gedruckte Ratgeber im deutschsprachigen Raum haben sich 2023 laut media control im Vergleich zur negativen Entwicklung des Vorjahres stabilisiert und weisen lediglich einen Umsatzrückgang von 0,14% aus. Besser hingegen schneiden Kinder- und Jugendbücher mit einem leichten Plus von 2,31% ab. Hier konnte auch EMF profitieren und für diesen Programmbereich ein Umsatzplus von 17% generieren. Für den weiteren Geschäftsverlauf des Vertriebsbereichs Handelsware gehen wir weiterhin von einem zögerlichen und sehr ausgewählten Einkauf des Handels aus. Die Marktbedingungen werden als weiterhin herausfordernd beurteilt. Die Geschäftsführung beurteilt den Geschäftsverlauf als zufriedenstellend.

3. Ertragslage

Die für die EMF wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis. Die Kennzahlen sind unmittelbar aus dem Jahresabschluss abgeleitet.

a) Umsatzentwicklung

Die EMF hat im Jahr 2023 insgesamt einen Umsatz von T€ 16.102 (Vorjahr: T€ 14.889) zu verzeichnen. Dies entspricht im Vergleich zum Vorjahr einer Steigerung im Berichtsjahr um 8,15%, was etwas über der Prognose von 7,5% liegt. Die Programmbereiche Selfcare und Spiritualität (+101%), Kinder- und Jugendbuch (+17%) sowie Garten (+22%) entwickelten sich in der Einzelbetrachtung nach unseren Planvorstellungen. Die Prognosen im Vorjahr entsprachen der tatsächlichen Umsatzentwicklung.

b) Materialaufwand

Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand einschließlich Bestandsveränderungen, Erzeugnisse zu Umsatzerlösen) liegt bei 37,4% (Vorjahr: 38,6%). Der Warenbestand nach Lagerwertkorrektur ist um 0,5% (Vorjahr: 35,4%) gestiegen.

c) Sonstige Kosten

Die Kostenstrukturen des Hauses waren im Jahr 2023 stabil und im geplanten Bereich. Sämtliche Kostenblöcke waren budgetiert, geplant und durch keine besonderen Ausreißer geprägt.

Der Personalaufwand beträgt T€ 4.283 (Vorjahr: T€ 3.992) und ist damit im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr um 7,3% gestiegen. Der Anstieg resultiert sowohl aus einer höheren Anzahl an Beschäftigten (Programmentwicklung und Marketing) als auch aus Gehaltssteigerungen.

Der sonstige betriebliche Aufwand beträgt T€ 4.653 (Vorjahr: T€ 4.345) und ist damit im Vergleich zum Vorjahr um 7,1% gestiegen. Die Anstiege ergeben sich aus den folgenden Kostenarten: Werbekosten, Messekosten, Autorenhonorare sowie EDV-Kosten.

Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen belaufen sich auf T€ 162 (Vorjahr: T€ 144) und sind damit im Vergleich zum Vorjahr um 12,5% gestiegen. Der Anstieg ist durch höhere Abschreibungen im Bereich des Sachanlagevermögens verursacht.

d) Ergebnis

Bei steigenden Umsätzen, fast gleicher Materialeinsatzquote, gestiegenen Personalaufwendungen und auch leicht steigender sonstiger Kostenstrukturen steigt das Jahresergebnis um 35% auf T€ 587 (Vorjahr: T€ 434). Die Eigenkapitalrendite im Berichtsjahr beträgt 17% (Vorjahr: 15%) und liegt unter der Prognose (25%).

4. Finanzlage und Liquidität

Liquidität im gesamten Jahr 2023 war ausreichend vorhanden. Die Finanzierung der laufenden Geschäfte sowie die Durchführung der geplanten Investitionen waren zu jeder Zeit sichergestellt. Neben den vorhandenen liquiden Mitteln stehen ausreichend verbindliche und derzeit nicht in Anspruch genommene Kreditzusagen zur Verfügung. Außerdem bestehen in Anspruch genommene Darlehen. Die finanzielle Lage des Verlages ist somit als gut einzustufen.

5. Vermögenslage

a) Investitionen

Im Jahr 2023 sind Mittel in das Kerngeschäft und Ersatzbeschaffungen geflossen.

b) Vorräte

Die Vorräte zum 31. Dezember 2023 erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 6,7% auf T€ 3.571 (Vorjahr: T€ 3.345). Der Lagerbestand hat sich aufgebaut, um die kontinuierliche Verfügbarkeit von Produkten zu gewährlisten, Nachfragespitzen zu bewältigen und von Kostenvorteilen durch Mengenrabatte zu profitieren. Eine effiziente Lager- und Titelbewirtschaftung hat daher weiterhin höchsten Stellenwert.

c) Eigenkapital

Die Gewinnrücklage in Höhe von T€ 1.000 bleibt unverändert. Durch Gewinnvortrag erhöht sich die Eigenkapitalquote auf 33,9% (Vorjahr: 32,2%).

d) Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen liegen mit T€ 1.531 (Vorjahr: T€ 1.500) auf dem Vorjahresniveau. In den Rückstellungen wird überwiegend dem Remissionsrisiko aus dem Handel sowie Kunden aus den Nebenmärken Rechnung getragen. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Remissionsrückstellungen aufgrund von optimierten Vertriebsstrategien sowie veränderten Vertragsbedingungen um 9,4% gesunken.

e) Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind um 13% auf T€ 4.800 (Vorjahr: T€ 4.248) gestiegen, was insbesondere auf das Wachstum der Umsatzerlöse sowie den dadurch erhöhten Materialaufwand zurückzuführen ist.

6. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Im Jahr 2023 konnte der Buchhandel trotz schwieriger Rahmenbedingungen und der anhaltenden wirtschaftlichen Unsicherheit ein Umsatzplus von 2,9% verzeichnen, da die Geschäfte durchgehend geöffnet waren und die Sondereffekte der Vorjahre wegfielen. Während der Gesamtumsatz durch Preissteigerungen gestiegen ist, gab es Rückgänge bei den Absätzen und spezielle Herausforderungen wie die Verschiebung des Ostergeschäfts und ein verkürztes Weihnachtsgeschäft. Der Buchhandel erreichte trotz der Preissteigerungen und eines Rückgangs der Absätze im Vergleich zu 2019 (vor Corona) einen leichten Umsatzzuwachs, was auf die gestiegenen Buchpreise zurückzuführen ist. Nach den ersten sechs Monaten im Jahr 2024 verzeichnet der Buchmarkt in den zentralen Vertriebswegen ein Umsatzplus von 1,2% gegenüber demselben Zeitraum 2023. Der Absatz liegt mit 1,6% im Rückstand, die von den Käufer*innen bezahlten Preise stiegen um 2,8%.

Die Umsätze mit EMF-Produkten wachsen im ersten Halbjahr 2024 gegenüber dem Vorjahr und der Verlag gewinnt an Marktanteilen. Die Warenbezugskosten sowie die Verlagsallgemeinkosten stabilisieren sich auf einem zufriedenstellenden Niveau. Eine diversifizierte Lieferantenstruktur und gefestigte Partnerschaften mit Lieferanten ermöglichen ein Eingrenzen und teils Zurückholen der in den Vorjahren gestiegenen Einkaufskosten. Der Warenbezug ist zu jederzeit sichergestellt gewesen.

Branchentypisch ist die Rückstellung für Remissionsrisiken. Der Handel kann de facto Ware, die er für nicht verkäuflich hält, die aber vom Verlag noch als lieferbare Titel geführt werden, zurücksenden. Das Ergebnisrisiko aus potenziellen Rücksendungen des Umsatzes des abgeschlossenen Jahres wird als Remissionsrückstellung ergebnismindernd berücksichtigt. Für Remissionen im Geschäftsjahr 2023 wurden zum 31. Dezember 2022 Rückstellungen für Remissionsrisiken in Höhe von 0,993 Mio. € gebildet. Basierend auf Erfahrungen und aktuellen Markteinflüssen und unter Berücksichtigung, dass die Lager des Handels maßgeblich bereinigt worden sind, wurden für das Geschäftsjahr 2023 Remissionsrückstellungen in Höhe von 0,900 Mio. € gebildet.

Für das Risiko von Cyberangriffen bestehen Sicherungssysteme für die Abwehr von Angriffen. Hierfür werden Serveraktivitäten durch einen IT-Dienstleister durchgehend überwacht.

Die Lagerbestände sind hinreichend versichert. Darüber hinaus gibt es eine Versicherung für Betriebsunterbrechungen aufgrund von Schäden am Lagerbestand oder IT-Infrastruktur. Der Ausbau und die strategische Entwicklung der Programmarbeit und der dazugehörenden Vermarktungsmöglichkeiten im Verlag bringen die erforderliche Sichtbarkeit des Verlagsprogramms. Gesteigerte Presseaktivitäten im TV wie auch in klassischen Medien on- und offline wirken deutlich absatzfördernd. Das Potenzial des Marketings auf den digitalen Kanälen wird durch den Aufbau einer neuen Marketingabteilung optimiert. Hierfür stehen reichweitenstarke Autoren und die Expertise aus dem Zusammenspiel der vermarktenden Abteilungen zur Verfügung. Die optimale Marketing-Steuerung hebt deutliches Wachstumspotential.

Das Verlagsprogramm wird um populäre Programmbereiche (Spiritualität und Selfcare, Kinder- und Jugendbuch) ergänzt und ausgebaut. Erste bereits erschiene Titel zeigen eine hohe Nachfrage.

Für das Jahr 2024 sehen wir leicht rückläufige Verlagsumsätze, wobei sich das Rohergebnis im Vergleich zum Vorjahr leicht verbessert darstellt. Maßgeblich hierfür sind sinkende Warenbezugskosten. Aufgrund der gestiegenen Investitionen in Personalkosten für die Programmentwicklung sowie Investitionen im Marketing sehen wir zunächst eine fallende Rentabilitätsquote in 2024, gehen aber mit Wirkung der verkaufsfördernden Maßnahmen wieder von steigenden Umsätzen und einer verbesserten Rentabilitätsquote für das Jahr 2025 aus.

Nach Einschätzung der Geschäftsführung liegen die wesentlichen Risiken in den Bereichen Betrieb und Gesamtwirtschaft. Durch eine fortlaufende Optimierung und der damit verbundenen Maßnahmen werden diese Risiken so weit möglich auf ein Minimum reduziert.

7. Risikoberichterstattung und Risikomanagementsystem

Im Verlag sind die wesentlichen Grundzüge eines internen Kontrollsystems eingeführt und etabliert. Alle wesentlichen Vorgänge sind dem Vier-Augen Prinzip unterworfen, sodass eine Funktionsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit von Geschäftsprozessen sichergestellt ist. Dabei wird auf effiziente Funktionstrennung geachtet. Das Vier-Augen-Prinzip und das Prinzip der Funktionstrennung werden neben den papierhaften Prozessen auch in den Softwaresystemen und entsprechend gestalteten Workflow-Prozessen stringent fortgesetzt.

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen die Überwachung von Verbindlichkeiten und Forderungen, sowie Guthaben und verfügbare Kreditlinien bei Kreditinstituten. Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein bei der Auslieferung angesiedeltes entsprechendes Debitorenmanagement und ein effizientes Mahnwesen.

 

Igling, den 28.02.2025

gez. Jean-Michel Fischer, Kaufmännischer Geschäftsführer CEO /CFO

gez. Sandra-Mareike Geßner-Kreß, Verlegerische Geschäftsführerin CEO

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 566.870,32 519.403,32
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 24.216,00 43.574,00
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 24.216,00 43.574,00
II. Sachanlagen 542.654,32 475.829,32
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 542.654,32 475.829,32
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
B. Umlaufvermögen 9.271.912,25 7.998.687,19
I. Vorräte 3.570.668,23 3.344.999,49
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.518.598,90 4.347.183,44
1. sonstige Vermögensgegenstände 5.518.598,90 4.347.183,44
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 182.645,12 306.504,26
C. Rechnungsabgrenzungsposten 196.398,25 164.756,25
Bilanzsumme, Summe Aktiva 10.035.180,82 8.682.846,76

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 3.394.904,96 2.808.198,55
I. gezeichnetes Kapital 25.564,59 25.564,59
II. Gewinnrücklagen 1.000.000,00 1.000.000,00
III. Gewinnvortrag 1.782.633,96 1.348.910,04
IV. Jahresüberschuss 586.706,41 433.723,92
B. Rückstellungen 1.830.345,01 1.617.003,00
C. Verbindlichkeiten 4.800.146,35 4.247.860,71
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.704.204,29 2.500.742,39
2. sonstige Verbindlichkeiten 2.095.942,06 1.747.118,32
D. Passive latente Steuern 9.784,50 9.784,50
Bilanzsumme, Summe Passiva 10.035.180,82 8.682.846,76

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 10.346.430,08 9.272.733,23
2. Personalaufwand 4.282.692,14 3.991.505,56
a) Löhne und Gehälter 3.690.717,83 3.400.532,92
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 591.974,31 590.972,64
davon für Altersversorgung 11.351,04 10.263,20
3. Abschreibungen 161.821,06 145.929,87
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 161.821,06 144.429,87
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 0,00 1.500,00
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.653.034,70 4.344.775,21
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 9.913,95 1.543,34
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 7.251,26 10.229,40
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 122.677,96 57.020,50
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 402.740,23 224.321,57
a) Aufwand aus der Veränderung latenter Steuern 0,00 9.784,50
8. Ergebnis nach Steuern 730.715,25 519.409,92
9. sonstige Steuern 3.389,00 1.502,00
10. auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 140.619,84 84.184,00
Jahresüberschuss 586.706,41 433.723,92

Anhang

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Firma: Edition Michael Fischer GmbH

Sitz der Gesellschaft ist in Igling.

Die Gesellschaft ist beim Handelsregister des Amtsgerichts Augsburg unter der Nummer HRB 21860 eingetragen.

Der Jahresabschluss der Edition Michael Fischer GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB. Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

B. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Anlagevermögen

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten angesetzt und, soweit die Nutzung zeitlich begrenzt ist, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit die Nutzung zeitlich begrenzt ist, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die voraussichtlichen Nutzungsdauern für erworbene immaterielle Vermögensgegenstände betragen 3 bzw. 5 Jahre, sowie für Sachanlagen zwischen 3 und 13 Jahre.

In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Aufwand erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut € 800 nicht übersteigen.

2. Umlaufvermögen

Die Warenvorräte wurden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt. Ungängige Waren werden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert bzw. zum niedrigeren Wert am Abschlussstichtag angesetzt und unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von 4,66 % auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

3. Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen wurden für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Die Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Künftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Langfristige Rückstellungen werden gem. § 253 II HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank festgesetzten Diskontierungssatz abgezinst.

4. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

5. Latente Steuern

Aktive und passive latente Steuern entstehen, wenn zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen bestehen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Die Gesellschaft nimmt das Wahlrecht zur Aktivierung aktiver latenter Steuern nicht in Anspruch.

6. Währungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden im Rahmen der Zugangsbewertung mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Verluste aus Kursänderungen bis zum Abschlussstichtag werden stets, Gewinne aus Kursänderungen nur bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger berücksichtigt.

7. Betriebsprüfung

Eine Betriebsprüfung für die Jahre 2019 bis 2021 wurde im Berichtsjahr abgeschlossen.

Aus der Betriebsprüfung ergaben sich zur Anpassung an die Betriebsprüfung außergewöhnliche Steueraufwendungen in Höhe von 53.000 € sowie außergewöhnliche Erträge in Höhe von 27.579 €, die im Berichtsjahr berücksichtigt wurden. Die Betriebsprüfung hat keine Auswirkung auf Folgejahre.

C. Angaben zu Posten der Bilanz

1. Anlagenspiegel

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen, der dem Anhang als Anlage beigefügt ist.

2. Aufgliederung der Forderungen

2023
2022
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.241.439,85 3.619.723,46
Sonstige Vermögensgegenstände 1.277.159,05 727.459,99
5.518.598,90 4.347.183,45

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind alle innerhalb eines Jahres fällig.

3. Rückstellungen

Die Höhe der Steuerrückstellungen beträgt 299.123,0 € (Vorjahr: 117.317,00 €). Hierin enthalten sind Steuerrückstellungen für Vorjahre in Höhe von 53.000,0 €.

Die Höhe der sonstigen Rückstellungen beträgt 1.531.222,01 € (Vorjahr: 1.499.686,00 €). Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

2023
2022
Personalrückstellungen 269.024,32 222.525,00
Rückstellungen für Abschluss und Prüfung 24.897,07 24.000,00
Rückstellung für Aufbewahrung 55.109,00 54.898,00
Rückstellungen für Remissionen 899.748,62 993.300,00
Übrige Rückstellungen 282.443,00 204.963,00
1.531.222,01 1.499.686,00

4. Verbindlichkeiten

Laufzeit bis 1 Jahr
Laufzeit 1 bis 5 Jahre
Laufzeit >5 Jahre
Gesamtbetrag
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.116.983,40 587.220,89 0,00 2.704.204,29
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.674.604,10 0,00 0,00 1.674.604,10
3. Sonstige Verbindlichkeiten 421.337,96 0,00 0,00 421.337,96
4.212.925,46 587.220,89 0,00 4.800.146,35

In den Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 228.992,64 € (Vorjahr: 229.665,83 €) enthalten.

Grundpfandrechtliche Sicherheiten waren nicht bestellt.

D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Der Steueraufwand in Höhe von 402.740,23 € (im Vorjahr: 224.321,57 €) betrifft laufende sowie latente Steuern für das Berichtsjahr als auch die Steuernachzahlung aufgrund der Betriebsprüfung. Die Höhe der Aufwendungen aus der Zuführung von latenten Steuern beträgt 0,00 € (Vorjahr 9.784,50 €).

E. Sonstige Angaben

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen lagen im Rahmen des Üblichen und waren für die Finanzlage nicht wesentlich.

Im Jahr 2023 betrug die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer*innen: 77 (Vorjahr: 75)

Mit der Geschäftsführung der Gesellschaft im Jahr 2023 waren betraut:

Herr Jean-Michel Fischer, kaufmännischer Geschäftsführer CEO/CFO

Frau Sandra-Mareike Geßner-Kreß, verlegerische Geschäftsführerin CEO

Gegenüber dem Gesellschafter bestehen Forderungen in Höhe von 283.187,15 € (im Vorjahr: Verbindlichkeit in Höhe von 21.510,70 €)

 

Igling, den 28. Februar 2025

gez. Jean-Michel Fischer

gez. Sandra-Mareike Geßner-Kreß

Anlagespiegel

Anschaffungskosten/Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
Stand 31.12.2023
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 61.674,58 0,00 0,00 0,00 61.674,58
sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 61.674,58 0,00 0,00 0,00 61.674,58
II. Sachanlagen 907.874,43 403.038,06 239.421,86 0,00 1.071.490,63
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 907.874,43 399.742,73 239.421,86 3.295,33 1.071.490,63
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 3.295,33 0,00 -3.295,33 0,00
Summe Anlagevermögen 969.549,01 403.038,06 239.421,86 0,00 1.133.165,21
Abschreibungen Buchwerte
Stand 01.01.2023
Euro
Geschäftsjahr
Euro
Abgänge
Euro
Stand 31.12.2023
Euro
Stand 31.12.2023
Euro
Stand 31.12.2022
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 18.100,58 19.358,00 0,00 37.458,58 24.216,00 43.574,00
sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 18.100,58 19.358,00 0,00 37.458,58 24.216,00 43.574,00
II. Sachanlagen 432.045,11 142.463,06 45.671,86 528.836,31 542.654,32 475.829,32
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 432.045,11 142.463,06 45.671,86 528.836,31 542.654,32 475.829,32
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 450.145,69 161.821,06 45.671,86 566.294,89 566.870,32 519.403,32

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 10.03.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

An die Edition Michael Fischer GmbH

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der Edition Michael Fischer GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Edition Michael Fischer GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für alle Kaufleute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften. Der beigefügte Lagebericht vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für alle Kaufleute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Landsberg a. Lech, 28. Februar 2025

Jeannette Lichtenstern, Wirtschaftsprüferin

Die Offenlegungserleichterungen gem. § 327 HGB wurden in Anspruch genommen. Der Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss.

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