Walsum Papier GmbHLiquidiert
47179 Duisburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Trond Sverre Flaten seit 24.9.2009 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Norske Skogindustrier ASA | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Norske Skog Walsum GmbHDuisburgJahresabschluss zum 31. Dezember 2013 und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013LageberichtI. Grundlagen1. Geschäftsmodell Die Norske Skog Walsum GmbH (NSW) betreibt am Standort in Duisburg-Walsum eine Papierfabrik zur Herstellung von gestrichenem, leichtgewichtigem Magazinpapier in Rollen auf Basis von am Standort erstelltem Holzstoff (sogenanntes LWC Papier). Das Produktspektrum umfasst Papiere für Tiefdruck- und Offsetdruckverfahren mit verschiedenen Helligkeiten, Oberflächeneigenschaften und Flächengewichten. Die mengenmäßig bedeutendsten Rohstoffe der Produktion sind Fichten-Hackschnitzel, Streichpigmente und Zellstoff. Bei der Produktion werden außerdem erhebliche Mengen an Energie eingesetzt, die in Form von Strom, Dampf und Gas bezogen werden. Der Wasserbedarf der Papierproduktion wird im Wesentlichen aus dem Rhein gedeckt, das Wasser wird nach einer Reinigung in der betriebseigenen Kläranlage wieder in den Rhein zurückgeleitet. NSW ist Teil des norwegischen Norske Skog Konzerns, einem führenden Hersteller von graphischen Papieren. Der Vertrieb des Papiers erfolgt im Wesentlichen mit Hilfe der als Agenten tätigen Verkaufsbüros der Norske Skog Gruppe. Zu den Kunden von NSW zählen Verlage, Druckereien und Werbetreibende wie beispielsweise Handelsunternehmen. Die Kernmärkte liegen in Deutschland, Frankreich, den BeNeLux-Ländern und Großbritannien. Es werden aber auch Kunden in anderen europäischen Ländern und in 2013 auch verstärkt in Übersee beliefert. Der Norske Skog Konzern unterstützt die NSW durch verschiedene Dienstleistungen, vor allem in den Bereichen IT, Marketing, Einkauf, Treasury und Performance Management. 2. Forschung und Entwicklung Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten der NSW beschränkten sich in 2013 im Wesentlichen auf Maßnahmen zur kontinuierlichen Verbesserung der Prozesse und Produkte. Dabei wurden die Technologen im Werk projektbezogen vom Netzwerk der Norske-Skog-Gruppe unterstützt. II. Wirtschaftsbericht1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen a) Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Sowohl Absatz- als auch Beschaffungsmärkte der NSW werden von der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung beeinflusst. So ist der Anstieg des Bruttoinlandsproduktes um 0,4% und der privaten Konsumausgaben um 0,9% gegenüber dem Vorjahr zunächst positiv zu bewerten. Wie unter den branchenbezogenen Rahmenbedingungen (siehe Punkt b unten) ausgeführt, wird diese positive konjunkturelle Entwicklung jedoch durch branchenbezogene Effekte überlagert. Da NSW nur vereinzelte Kunden- und Lieferantenbeziehungen in den südeuropäischen Wirtschaftsraum hat, blieb die dortige Krise ohne wesentliche Auswirkungen auf NSW. b) Branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Nachfrage für LWC Papiere leidet deutlich unter der verstärkten Digitalisierung der Nachrichtenmedien und der Verschiebung der Werbung von Zeitschriften in die digitalen Medien und ins Fernsehen. Es wird allgemein erwartet, dass dieser Trend sich zwar abschwächen, aber trotzdem fortsetzen wird. Diese Entwicklung trifft auch für die anderen Pressepapiere, wie Zeitungsdruck und Superkalandriertes Papier, zu. Die Mengenkonjunktur im Marktsegment der gestrichenen, holzhaltigen Druckpapiere (LWC), charakterisiert durch Produktion und Absatz, hat sich im Vergleich zum Vorjahr während des gesamten Jahres 2013 leider weiter negativ entwickelt. Die Nachfrage in Deutschland ist gegenüber dem Vorjahr um 2% geschrumpft und in Europa insgesamt um 7%. Auch die Exportrate außerhalb Europas ist im Vergleich zum Vorjahr um 8% gesunken. Auf Grund dessen konnten die Verluste in Europa in 2013 nicht durch gestiegene Exporte kompensiert werden. Der Absatz der europäischen LWC-Produzenten hat sich damit im Vergleich zu 2012 um insgesamt 7% verringert. Die negative Absatzentwicklung des Jahres 2013 lässt auch für 2014 keine positive Entwicklung erwarten. Die Industrie hat - wie auch schon in den Jahren zuvor - auf Grund der weiter geschwächten Erlös- und Nachfragesituation abermals Maßnahmen im Bereich des Kapazitätsmanagements durchgeführt. So wurde im Geschäftsjahr 2013 vom Mitbewerber Sappi erwogen, die Produktion im Werk Nijmegen einzustellen und Teile der Produktion an den Standort Lanaken zu verlagern. Der schwedische Hersteller SCA kündigte an, Teile seiner LWC Produktion auf andere Papiersorten für den Verpackungsbereich umzustellen. Der Branchenzweite Stora Enso hat den Verkauf oder die Schließung des Werkes Corbehem in Frankreich angekündigt. Seit Februar 2014 ruht dort die Produktion. Norske Skog hat als Reaktion auf den anhaltenden Nachfragerückgang die Schließung einer Produktionslinie in Walsum beschlossen (siehe Punkt 2, Geschäftsverlauf). Die fortschreitende europaweite Stilllegung von Kapazitäten konnte nicht verhindern, dass die Auslastung der LWC Papierfabriken in Europa im Berichtsjahr 2%-Punkte unter der des Vorjahres bei nur 86% lag. NSW hat sich im Vergleich zum Durchschnitt relativ gut behaupten können. Nach einigen saisonal bedingten Stillständen in der ersten Jahreshälfte war das Werk im Jahresmittel zu 89% ausgelastet und lag damit 6%-Punkte unter dem Vorjahreswert. Unsere wichtigsten Beschaffungsmärkte zeigten im Jahr 2013 einen uneinheitlichen Verlauf. So stiegen die Preise für Faserstoffe im Jahresverlauf an während die Marktpreise für Strom eher abnehmende Tendenzen zeigten. 2. Geschäftsverlauf Die Norske Skog Gruppe ist der zurückgehenden Nachfrage mit einer Vertriebsstrategie begegnet, die zum einen auf eine angemessene Kapazitätsauslastung der Gruppe in Europa und zum anderen auf eine Optimierung des Kunden- und Produktportfolios der einzelnen Produktionslinien im Konzern setzt. Dies führte für NSW zu einer deutlichen Erhöhung des weniger profitablen Überseeabsatzes im Jahresverlauf. Aufgrund der weiterhin negativen Entwicklung der Nachfrage hat die Alleingesellschafterin zunächst eine temporäre Schließung der Produktionslinie 4 in Walsum avisiert und am 24. Oktober 2013 die endgültige Schließung der Produktionslinie 4 zum Jahreswechsel 2013/14 beschlossen. Die Verhandlungen mit dem Betriebsrat über einen Interessensausgleich und Sozialplan wurden im Dezember 2013 beendet. Die vereinbarte Personalreduktion um 200 auf rund 260 Mitarbeiter wurde im Wesentlichen im 1. Quartal 2014 umgesetzt und im Herbst 2014 beendet. Die Teilschließung hat unser Jahresergebnis 2013 durch Restrukturierungskosten und außerordentliche Abschreibungen auf nicht mehr benötigte Maschinen und Gebäude mit EUR 28,6 Mio belastet. Daneben wurden aufgrund niedrigerer beizulegender Werte außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von EUR 9,9 Mio auf sonstige Produktionsgebäude vorgenommen. Darüber hinaus hat sich die oben angesprochene Veränderung des Kundenportfolios ebenfalls deutlich negativ ausgewirkt, so dass der Verlust mit EUR 62,3 Mio deutlich über dem prognostizierten Verlust von EUR 10,0 Mio lag und im Gegensatz zur Prognose aus dem Vorjahr kein positiver operativer Cash Flow erzielt werden konnte. Zur Entwicklung weiterer finanzieller Leistungsindikatoren verweisen wir auf den Punkt 3. Lage der Gesellschaft. Absatzmarkt Anfang 2013 fielen die Preise im Vergleich zum 2. Halbjahr 2012 um ca. 1,5%. Im weiteren Verlauf des Jahres blieben die Absatzpreise mehr oder weniger unverändert auf dem Niveau des 1. Halbjahres. Damit blieb die Preisentwicklung in den letzten Jahren weiterhin äußerst unbefriedigend. In 2013 hatten wir nur einen Forderungsausfall durch Kundeninsolvenzen zur verzeichnen. Die Belastung unseres Ergebnisses durch Veränderung von Einzelwertberichtigungen auf Forderungen lag mit TEUR 21 deutlich unter dem Wert des Vorjahres (TEUR 373). Die im Jahr 2013 verkaufte Menge lag mit 369.116 t um 7,0% unter der Verkaufsmenge des Vorjahres. Qualität und Produktion Unsere Maßnahmen zur Sicherung unserer Produktqualität haben zusammen mit der oben angesprochenen kontinuierlichen Verbesserung von Produkten und Prozessen dazu geführt, dass die durch Kundenreklamationen verursachten Kosten deutlich unter denen des Vorjahres lagen. Die Produktionsmenge lag mit 370.813 t auf demselben Niveau wie die Verkaufsmenge und damit ca. 7% unter der Produktionsmenge des Vorjahres. Sicherheit, Umwelt und Gesundheit Sicherheit, Umwelt und Gesundheit der Mitarbeiter stehen bei Norske Skog an oberster Stelle. Eine wichtige Kenngröße aller Werke ist die Anzahl der Unfälle mit Ausfallzeit. Nachdem wir in 2012 mit 6 Unfällen mit Ausfallzeit einen deutlich erhöhten Wert zu verzeichnen hatten, hat sich diese Zahl in 2013 auf 2 Unfälle mit Ausfallzeit verringert. Auch die Anzahl der Unfälle ohne Ausfallzeit konnte im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesenkt werden. Der sogenannte H2-Wert (Anzahl aller Unfälle je Million Arbeitsstunden) sank von 36 im Vorjahr auf 25 in 2013. Wesentliche umweltrelevante Leistungsindikatoren werden konzernweit über einen Umweltindex verfolgt, in dem ausgewählte Kennzahlen zu Energieverbrauch und Emissionen zusammengefasst werden. Hier konnte das gute Niveau von 2012 in 2013 in etwa gehalten werden. Als wesentliche Leistungsindikatoren innerhalb dieses Indexes sind der spezifische Energieverbrauch von 11,6 GJ/t (Vorjahr: 11,6 GJ /t) und die spezifische Abwassermenge von 14,2 m³/t (Vorjahr: 13,2 m³/t) zu nennen. NSW liegt damit nach wie vor sowohl im Vergleich zu den Schwesterunternehmen als auch zum aktuellen Stand der Technik auf einem sehr guten Niveau. Die Audits zur Aufrechterhaltung unserer Zertifizierungen gemäß ISO 9001, ISO 14001, EMAS, OHSAS 18001, PEFC und FSC wurden erfolgreich absolviert. 3. Lage der Gesellschaft a) Ertragslage Die Umsatzerlöse fielen gegenüber dem Vorjahr um TEUR 35.848 auf TEUR 233.137. Dies ist zum einen auf die obengenannte Verringerung von Absatzmenge und Marktpreisen zurückzuführen. Darüber hinaus hat die Erhöhung der Exporte in das nicht EU-Ausland von 26% auf 34% zu einer weiteren Senkung der durchschnittlichen Verkaufspreise geführt. Der Materialaufwand je Tonne lag dagegen auf dem Vorjahresniveau, so dass sich der Rohertrag (Umsatzerlöse und Bestandsveränderung abzüglich Materialaufwand) um TEUR 22.531 auf TEUR 61.226 verringerte. Die Rohertragsmarge ist gegenüber dem Vorjahr um 5%-Punkte auf 26,2% der Gesamtleistung gefallen. Im Rahmen der gesetzlichen Regelungen wurden Stromsteuern für 2012 in Höhe von TEUR 2.081 erst in 2013 erstattet. Weitere wesentliche sonstige betriebliche Erträge entstanden aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.275 (Vorjahr: TEUR 3.116). Hier ist insbesondere die Auflösung von Restrukturierungsrückstellungen aus Vorjahren zu nennen, da aufgrund der Schließung der Linie 4 das Projekt "Walsum Neu" nicht komplett umgesetzt werden konnte. Außerdem fielen die Erträge aus Währungsumrechnungen geringer als im Vorjahr aus, so dass sich die sonstigen betrieblichen Erträge insgesamt um TEUR 369 auf TEUR 5.766 verringerten. Durch Personalabbaumaßnahmen aus dem Programm "Walsum Neu" verringerte sich der Personalaufwand trotz Tariferhöhung um TEUR 2.084 auf TEUR 32.354. Die planmäßigen Abschreibungen des Sachanlagevermögens haben sich gegenüber dem Vorjahr aufgrund der Vollabschreibung von Vermögensgegenständen um TEUR 1.216 auf TEUR 7.979 verringert. Aufgrund der Schließung der Produktionslinie 4 sowie zur Berücksichtigung niedrigerer beizulegender Werte sonstiger Produktionsgebäude wurde das Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 22.014 außerplanmäßig abgeschrieben. Die Zusammensetzung der außerplanmäßigen Abschreibungen ist weiter unten in Tabellenform dargestellt. Dennoch verringerten sich - vor allem aufgrund der im Vorjahr erfolgten vollständigen Abschreibung des Geschäftswertes - im Vergleich zum Vorjahr die Abschreibungen insgesamt um TEUR 21.891 auf TEUR 30.020. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit TEUR 41.656 um TEUR 2.959 unter dem Vorjahreswert. Die vertriebsbezogenen Aufwendungen (Ausgangsfrachten, Provisionen) verringerten sich aufgrund des erhöhten Überseeabsatzes nur leicht um TEUR 445. Aufgrund von zunehmenden Dezentralisierungsmaßnahmen im Konzern verringerten sich die Aufwendungen für konzerninterne Dienstleistungen um TEUR 1.452. Ebenso konnten die Aufwendungen für Fremdpersonal sowie Forderungsausfälle reduziert werden. Gegenläufig haben sich die Aufwendungen aus Währungsumrechnungen entwickelt, die von TEUR 1.081 auf TEUR 1.774 angestiegen sind. Die Zinserträge verringerten sich aufgrund sinkender Einlagen im Cash-Pool um TEUR 688. Der Zinsaufwand verringerte sich durch die im Vorjahr erfolgte Rückzahlung eines Teils des langfristigen Gesellschafterdarlehens um TEUR 577. Insgesamt erhöhte sich der Saldo aus Zinsaufwendungen und Zinserträgen damit um TEUR 111 auf einen saldierten Aufwand von TEUR 7.153. Der Verlust aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beläuft sich auf TEUR 44.191 nach TEUR 48.115 im Vorjahr. Die Restrukturierungsaufwendungen im Zusammenhang mit der Schließung der Produktionslinie 4 sowie die anteilige Zuführung (1/15) des Unterschiedsbetrags aus der Bewertungsänderung der Pensionsrückstellungen im Zuge der BilMoG-Umstellung wurden als außerordentliche Aufwendungen erfasst. Die Zusammensetzung der außerordentlichen Aufwendungen ist weiter unten in Tabellenform dargestellt. Wie in der nachfolgenden Tabelle dargestellt ist das Jahresergebnis wie im Vorjahr stark von außerplanmäßigen bzw. außerordentlichen Effekten beeinflusst.
Die verringerte Auslastung und die gesunkenen mittleren Verkaufspreise wirkten sich wie oben ausgeführt ebenfalls negativ aus, so dass sich der Jahresfehlbetrag gegenüber dem Vorjahr um TEUR 12.652 auf TEUR 62.267 erhöhte. Der mengenmäßige Auftragsbestand zum Stichtag 31. Dezember 2013 lag bei etwa 80% des Auftragsbestandes zum 31. Dezember 2012. Aufgrund der halbierten Produktionskapazität kann dies als Indikator für eine hohe Auslastung der verbliebenen Produktionskapazität in 2014 gesehen werden. Die schlechte Ertragslage spiegelt sich auch in den zur internen Steuerung genutzten Leistungsindikatoren aus dem Gruppenreporting wieder. So sank das Bruttoergebnis (GOE - Gross Operating Earnings) nach Gruppendefinition von plus TEUR 7.384 auf minus TEUR 9.553. Der Cashflow nach Gruppendefinition sank von plus TEUR 15.330 auf minus TEUR 11.008. Das GOE nach Gruppendefinition entspricht im Wesentlichen dem nach IFRS ermittelten EBITDA. Unterschiede zum EBITDA nach deutscher Rechnungslegung resultieren aus unterschiedlichen Bewertungsansätzen für Pensionsrückstellungen, Fertigwaren, Drohverluste und Ersatzteile sowie unterschiedlichen Periodenabgrenzungen bei Zinsen und Energieabgaben. Der Cashflow nach Gruppendefinition unterscheidet sich vom unter dem Punkt Finanzlage angesprochenen operativen Cashflow im Wesentlichen durch die Einbeziehung des Cashflow aus Investitionstätigkeit sowie eine abweichende Berücksichtigung von Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. b) Finanzlage Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt im Wesentlichen durch die Norske Skog Gruppe. Die Gesellschaft ist an ein zentrales Cash-Management-System angeschlossen, dem weitere Gesellschaften des Norske Skog Konzerns als Nebenkontoinhaber angeschlossen sind. Guthaben und Kredite aus dem Cash-Management-System werden verzinst. Aufgrund der schlechten Ertragslage lag der operative Cashflow im Jahr 2013 mit minus TEUR 21.031 deutlich unter dem Vorjahreswert von plus TEUR 19.380. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich dadurch um TEUR 16.117 auf TEUR 68.307. Neben der Finanzierung durch den Cash Pool verfügt die Gesellschaft über ein langfristiges Darlehen der Muttergesellschaft. Zur Höhe und Fälligkeit der Verbindlichkeiten aus Cash-Pool und Gesellschafterdarlehen wird auf die Erläuterungen unter "Bestandsgefährdende Risiken" verwiesen. Die Investitionstätigkeit lag in 2013 in etwa auf Vorjahresniveau und war von der Fortsetzung der Investitionen zur Unterstützung von Komplexitätsabbau und Qualitätssicherung im Rahmen von "Walsum Neu" geprägt. Der Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2013 von TEUR 62.267 hat das Eigenkapital um diesen Betrag vermindert, so dass NSW zum Bilanzstichtag einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 33.508 ausweist. Der ungünstige Geschäftsverlauf des Jahres 2013 hat dazu geführt, dass NSW auf die Unterstützung der Muttergesellschaft angewiesen ist. Die Muttergesellschaft hat Ihre Unterstützung bei der Restrukturierung und Neuausrichtung zugesagt und entsprechende Maßnahmen zur Sicherung des Fortbestands der Gesellschaft ergriffen (siehe Nachtragsbericht). c) Vermögenslage Der Wert des Anlagevermögens hat sich aufgrund planmäßiger (TEUR 8.006) und außerplanmäßiger Abschreibungen (TEUR 22.014) unter Berücksichtigung von Zugängen von TEUR 1.449 um insgesamt TEUR 28.645 auf TEUR 48.532 verringert. Die Höhe der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verringerte sich deutlich um TEUR 5.679 auf TEUR 14.013. Neben normalen Schwankungen durch die unterschiedliche Lage von Absatzspitzen ist dies vor allem auf die oben angesprochene Verschiebung zwischen externem Umsatz in Europa und konzerninternem Umsatz in Übersee zurückzuführen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR 844 auf TEUR 12.024. Durch den gleichzeitigen Rückgang der Forderungen aus dem Cash-Pool verringerten sich die Forderungen gegen verbundene Unternehmen insgesamt um TEUR 5.292 auf TEUR 12.024. Die sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich deutlich um TEUR 13.417 auf TEUR 16.368. Dies ist im Wesentlichen auf die Aktivierung eines Anspruchs auf Netzkostenrückerstattungen in Höhe von TEUR 8.741 zurückzuführen. Aufgrund eines unterjährigen Wechsels des Netzbetreibers musste die NSW bei der Bundesnetzagentur eine neue Netzkostenbefreiung beantragen. Da der entsprechende Bescheid der Bundesnetzagentur erst im Januar 2014 erteilt wurde, stellte der Netzbetreiber zunächst die vollen Netzkosten für die Jahre 2012 und 2013 in Rechnung. Der Rückerstattungsanspruch wurde als sonstiger Vermögensgegenstand aktiviert. Weitere sonstige Vermögensgegenstände betreffen Sicherheitsleistungen an Lieferanten und - wie im Vorjahr - laufende Energie- und Vorsteuererstattungen. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erhöhten sich um TEUR 2.968 auf TEUR 35.478, da die Zuführungen aus Bewertungsänderungen im Zuge der BilMoG-Umstellung sowie die Aufzinsung der Rückstellungen die Inanspruchnahmen überstiegen. Die sonstigen Rückstellungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 11.706 auf TEUR 25.820. Neben der oben angesprochenen Auflösung von Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von TEUR 1.033 waren die Inanspruchnahme der Restrukturierungsrückstellung in Höhe von TEUR 2.204 sowie die Bildung einer Restrukturierungsrückstellung für die Schließung der Produktionslinie 4 in Höhe von TEUR 16.000 dafür ausschlaggebend. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen um TEUR 8.952 auf TEUR 21.505 an. Wesentliche Ursache war die oben angesprochene Berechnung der kompletten Netzkosten für die Jahre 2012 und 2013, die aufgrund der Ansprüche nach § 19 Netzentgeltverordnung in Höhe von TEUR 8.741 nicht bezahlt und durch Bildung eines sonstigen Vermögensgegenstandes neutralisiert wurden. Weitere Veränderungen sind bedingt durch die im Vergleich zum Vorjahr geringere Produktionsmenge im Dezember. Der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 16.117 resultiert aus Zinsen auf den langfristigen Gesellschafterkredit in Höhe von TEUR 4.745 sowie aus den Verbindlichkeiten im Cash Pool. III. NachtragsberichtDie Muttergesellschaft hat zur Stärkung der Liquidität den Basisbetrag des langfristigen Kredits an NSW zum 1. April 2014 um TEUR 19.000 erhöht. Inklusiv der erst am Ende der Laufzeit (31. Dezember 2017) fälligen Zinsen beträgt die Höhe des langfristigen Kredites damit zum 31. Oktober 2014 TEUR 75.413. Außerdem wurde vereinbart, dass der Cash-Pool Vertrag mit der Muttergesellschaft nicht vor dem 31. Dezember 2015 gekündigt werden kann und einen negativen Saldo bis zu einer Höhe von TEUR 15.000 aufweisen darf. Um einer Überschuldung entgegenzuwirken wurde zusätzlich ein Rangrücktritt des langfristigen Gesellschafterkredits in Höhe von EUR 75,0 Mio vereinbart. Ansonsten sind - bis auf die oben angesprochenen Bescheide zu Netzkosten und Emissionshandel - nach dem Bilanzstichtag keine Ereignisse von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft eingetreten. Bezüglich der Marktentwicklung in 2014 verweisen wir auf Punkt "IV. Prognose-, Chancen- und Risikobericht". IV. Prognose-, Chancen- und Risikobericht1. Prognosebericht a) Künftige Ausrichtung der Gesellschaft Mit der Schließung der Produktionslinie 4 hat NSW die Voraussetzungen zur Verbesserung von Kunden- und Produktportfolio geschaffen. Die verringerte Kapazität ermöglicht eine Konzentration auf die potentiell ertragreicheren Tiefdruckprodukte und die geografisch nahen Kernmärkte. Gleichzeitig trägt NSW mit diesem Produktspektrum nach wie vor zur Vervollständigung des Produktportfolios der Norske Skog Gruppe bei. b) Konjunktur- und Branchenausblick Das rasante Wachstum der digitalen Medien wirkt sich weiterhin negativ auf den Papierverbrauch und vor allem auf unser Segment der LWC-Papiere aus. Nachdem allerdings mit der Stilllegung unserer Produktionslinie 4, des Stora Enso Werkes Corbehem und der ebenfalls zum Stora Enso Konzern gehörenden Papiermaschine 1 im Werk Veitsiluoto wiederum erhebliche LWC-Mengen aus dem Markt genommen wurden, kann man erwarten, dass sich die Auslastung der verbleibenden Kapazitäten nicht verschlechtern wird. c) Erwartete Ertragslage Bis Ende Oktober 2014 haben wir unsere Produktionsanlage neben einem kurzen Instandhaltungsstillstand im Frühjahr lediglich über die Oster- und Pfingstfeiertage abstellen müssen. Auch für den Rest des Jahres erwarten wir eine hohe Auslastung. Die Marktpreise gerieten im 1. Quartal 2014 unter weiteren Druck, der sich auch in der 2. Jahreshälfte fortsetzt. Die Schließung der Produktionslinie 4 ermöglicht uns jedoch eine deutliche Verbesserung unseres Markt- und Produktmixes, so dass wir trotz preislicher Zugeständnisse für 2014 höhere durchschnittliche Erlöse je Tonne Papier erwarten. Bei den Preisen für Faserstoffe hatten wir nach einem Preisanstieg zu Jahresbeginn im weiteren Verlauf des Jahres deutliche Preissenkungen zu verzeichnen. Für den Rest des Jahres erwarten wir hier keine wesentlichen Preisänderungen. Bei den Energiepreisen erwarten wir aufgrund der Marktentwicklung an der Strombörse geringere Strompreise als im Vorjahr. Andererseits wird die Struktur unseres Dampfvertrages in 2014 zu höheren Dampfpreisen führen. Bei den anderen Rohstoffen gehen wir von einer flachen Preisentwicklung aus. Insgesamt erwarten wir, dass die günstigeren spezifischen Rohstoffkosten und die höheren spezifischen Energiekosten in Summe zu etwas höheren Produktionskosten führen werden. Die zum 1. Mai 2014 vereinbarte Tariferhöhung von 3% wirkt sich negativ auf unsere Personalkosten aus. Durch den Personalabbau mit Schließung der Linie 4 erwarten wir deutlich geringere absolute Personalkosten. Die spezifischen Personalkosten je Tonne produzierten Papiers werden sich dagegen in 2014 um ca. 15% erhöhen. Unsere Vorschaurechnungen werden im Jahresverlauf auf Basis einschlägiger Prognosen und Veröffentlichungen laufend aktualisiert. Für das Geschäftsjahr 2014 erwarten wir eine Verringerung des Verlustes auf ca. EUR 20 Mio bei positivem operativem Cashflow vor Restrukturierungszahlungen und einem negativen Cashflow von EUR 7 Mio nach Restrukturierungszahlungen. Für das Geschäftsjahr 2015 erwarten wir eine weitere Verringerung des Verlustes auf ca. EUR 15 Mio und einen operativen Cashflow um Null. Unsere internen Leistungsindikatoren nach Gruppendefinition weisen per 31. Oktober 2014 ein GOE von minus EUR 4,1 Mio und aufgrund der Restrukturierungszahlungen einen negativen Cashflow von minus EUR 16,5 Mio aus. Für das Jahr 2014 erwarten wir ein GOE von minus EUR 4 Mio und einen negativen Cashflow in Höhe von minus EUR 17 Mio. Für das Jahr 2015 erwarten wir einen GOE um Null und einen positiven Cashflow nach Gruppendefinition in Höhe von EUR 3 Mio. Mittelfristig sehen wir bei fortschreitender Konsolidierung des LWC-Marktes Chancen für eine positive Ergebnisentwicklung. 2. Risikobericht a) Risikomanagementsystem NSW betreibt ein aktives Risikomanagement. In verschiedenen, regelmäßig abgehaltenen Besprechungen werden alle Risiken des Geschäftes besprochen, Gegensteuerungsmaßnahmen festgehalten und die Abarbeitung durch den betreffenden Bereich rückgemeldet. Die kontinuierliche Verbesserung unseres zertifizierten Qualitäts- und Umweltmanagementsystems ist Teil dieses Risikomanagements. b) Risiken
Zum 31. Dezember 2013 ist die NSW in Höhe von EUR 33,5 Mio bilanziell überschuldet. Die Liquidität der Gesellschaft ist durch die Einbeziehung in das Cash-Management-System des Norske Skog Konzerns gesichert. Die Verbindlichkeiten hieraus belaufen sich zum Bilanzstichtag auf EUR 11,4 Mio. Darüber hinaus hat die Muttergesellschaft der NSW langfristige Darlehen, die sich einschließlich Zinsen zum Bilanzstichtag auf EUR 56,7 Mio belaufen und am 31. Dezember 2017 zur Rückzahlung fällig sind, gewährt. Zur Sicherung der Unternehmensfortführung hat die Norske Skogindustrier ASA folgende Maßnahmen durchgeführt:
Nach den derzeit gültigen Planungen sind für die Jahre 2014 und 2015 Jahresfehlbeträge in Höhe von EUR 20,0 Mio bzw. EUR 15,0 Mio geplant. Positive Jahresergebnisse werden erst nach diesem Zeitraum erwartet. Zum 31. Dezember 2013 hat die Gesellschaft das Cash-Management-System in Höhe von EUR 11,4 Mio in Anspruch genommen. Ausweislich der Planungen beläuft sich der maximale Liquiditätsbedarf - nach Umwandlung des Teilbetrages von EUR 19,0 Mio zum 1. April 2014 - in der Zeit vom 1. April 2014 bis zum 31. Dezember 2015 auf EUR 3,4 Mio. Dieser Bedarf ist vertraglich durch die Teilnahme an dem Cash-Management-System der Norske Skogindustrier ASA gesichert. Insgesamt bestehen hinsichtlich der Liquiditätsausstattung der Gesellschaft folgende Risiken:
Der Bestand der NSW ist damit gefährdet.
Im Rahmen unseres Risikomanagements werden alle Risiken hinsichtlich Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung auf einer Skala von 1 - 5 bewertet. Hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit sind der Bewertungsskala folgende Wahrscheinlichkeiten zugeordnet: <2,5 %: 1; <20%: 2; <50%: 3; <75%: 4;> 75%: 5. Hinsichtlich der Auswirkungen gibt es keine eindeutige Zuordnung zu finanziellen Kennzahlen. Risikoauswirkungen der Klasse 5 können als bestandsgefährdend angesehen werden.
Liquiditätsrisiken werden durch die Zusagen der Muttergesellschaft und das Gruppen-Cashpooling reduziert. Aufgrund der oben angeführten Abhängigkeit von der Muttergesellschaft besteht hier das Risiko, dass sich Liquiditätsprobleme der Muttergesellschaft direkt auf die Liquidität der NSW auswirken können. Die Wahrscheinlichkeit dieses Risikos wird mit 2 eingestuft, die Auswirkung mit 5.
Die wesentlichen Geschäftsrisiken sehen wir - wie im Vorjahr - in der Gefahr einer weiter fallenden Nachfrage nach LWC basierten Medien. Wie oben angeführt wird die LWC-Nachfrage sowohl von den konjunkturellen Rahmenbedingungen als auch von branchenspezifischen strukturellen Aspekten beeinflusst. Mit der Schließung unserer Produktionslinie 4 haben wir einen Beitrag zur Verbesserung des Marktgleichgewichtes geleistet. Unsere Präsenz in verschiedenen Märkten, unser breites Kundenspektrum und unsere konsequente Qualitätspolitik dienen ebenfalls der Sicherung unserer Marktposition. Die Wahrscheinlichkeit dieses Risikos wird mit 4 eingestuft, die Auswirkung ebenfalls mit 4.
Es besteht ein Risiko möglicher gesetzlicher Änderungen zum Nachteil der energieintensiven Industrien in Deutschland. Über die Mitarbeit in Industrieverbänden nehmen wir an der politischen Meinungsbildung zur Energiepolitik teil. Das Risiko von Nachforderungen aus den Ende 2013 eröffneten EU-Beihilfeverfahren zu den Netzentgelten und zum EEG wird aufgrund der inzwischen erfolgten Gesetzesnovellen sowie der Branchenzugehörigkeit und Stromintensität der NSW als sehr gering eingestuft. Im Angesicht des inzwischen verlautbarten Kompromisses zwischen EU und Bundesregierung gehen wir davon aus, dass wir - wenn überhaupt - weniger als ein Prozent der erhaltenen Nachlässe von insgesamt EUR 43,0 Mio zurückzahlen müssen. Aus heutiger Sicht sehen wir aufgrund einer ausreichenden Zuteilung von unentgeltlichen Emissionszertifikaten der dritten Handelsperiode keine wesentlichen direkten Risiken aus Emissionshandel. Die Wahrscheinlichkeit dieses Risikos wird mit 2 eingestuft, die Auswirkung mit 5.
Weitere weniger bedeutsame Risiken werden in der Gefahr von ungünstigen Entwicklungen auf dem Holzmarkt, technisch bedingten Produktionsausfällen sowie im Verlust bzw. der Insolvenz größerer Kunden gesehen. Weitere existenzielle Risiken sind durch Feuer-, Betriebsunterbrechungs- und Haftpflichtversicherungen abgesichert. 3. Chancenbericht
Die sich abzeichnenden Veränderungen im Papiermarkt bieten aber auch Chancen für Norske Skog Walsum. So können fortschreitende Kapazitätsanpassungen im Bereich der grafischen Papiere zu einer Verbesserung des Marktgleichgewichtes und somit zu verbesserten Marktbedingungen für NSW führen.
Die deutsche Energiewende bietet neben Risiken auch Chancen für NSW. So könnten sich die Neuregelung der besonderen Ausgleichsregelung zum EEG und zu den Netzentgelten, die Strompreiskompensation und die Möglichkeiten zur Vermarktung von Regelenergie durchaus positiv auf unsere Ertragslage auswirken.
Die Schließung unsere Produktionslinie 4 bietet ebenfalls Chancen und Risiken. So stellt die notwendige Änderung unserer internen Abläufe sicherlich eine Herausforderung dar, die verringerte Größe unserer Organisation bietet aber auch Chancen zur Prozessvereinfachung. Den Herausforderungen aus der Anpassung der Kostenstruktur stehen Chancen aus der Verbesserung des Kunden- und Produktportfolios gegenüber. Auch aus der Verwertung der stillgelegten Anlage und der Nutzung der freiwerdenden Ressourcen können sich neue Chancen ergeben.
Duisburg, 24. November 2014 Die Geschäftsführung Trond Sverre Flaten BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangA. Allgemeine AngabenDer Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242ff. HGB und § 42 GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft ist gemäß § 267 Abs. 3 und 4 HGB eine große Kapitalgesellschaft. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, im Anhang aufgeführt. Aus Gründen der Übersichtlichkeit ist der Anhang in Tausend Euro (TEUR) aufgestellt. B. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenZum 31. Dezember 2013 ist die Gesellschaft bilanziell in Höhe von EUR 33,5 Mio überschuldet. Die Muttergesellschaft hat der Gesellschaft langfristige Darlehen, die sich einschließlich Zinsen zum Bilanzstichtag auf EUR 56,7 Mio belaufen und am 31. Dezember 2017 zur Rückzahlung fällig sind, gewährt. Zum 1. April 2014 wurde ein Teilbetrag von EUR 19,0 Mio der Verbindlichkeiten aus dem Cash-Management-System in ein langfristiges Darlehen umgewandelt. Die langfristigen Verbindlichkeiten der Gesellschaft gegenüber der Norske Skog ASA belaufen sich zum 31. Oktober 2014 auf EUR 75,4 Mio. Unter dem Datum vom 7. Mai 2014 hat die Norske Skog ASA in Bezug auf einen Teilbetrag von EUR 45,0 Mio des langfristigen Darlehens einen Rangrücktritt für die Laufzeit des Darlehens ausgesprochen. Dieser Betrag wurde unter dem Datum vom 20. November 2014 auf EUR 75,0 Mio erhöht. Die Liquidität der Gesellschaft ist durch die Einbeziehung in das Cash-Management-System des Norske Skog Konzerns gesichert. Die Norske Skogindustrier ASA hat sich gegenüber der Gesellschaft verpflichtet, dass diese das Cash-Management-System bis zum 31. Dezember 2015 bis zu einer Höhe von TEUR 15.000 in Anspruch nehmen kann. Vor diesem Hintergrund ist die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013 unter der Annahme der Fortführung der Geschäftstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) erfolgt. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um lineare, planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die unter den immateriellen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Rechte und Software werden über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 15 bzw. 3 Jahren abgeschrieben. Die Restnutzungsdauern der im Rahmen eines Asset Deals in 2001 übernommenen Gebäude und Anlagen betrugen zum Zeitpunkt des Erwerbs durchschnittlich für:
Die voraussichtlichen Nutzungsdauern der nach dem Jahr 2001 angeschafften Sachanlagen werden anhand der steuerlichen Abschreibungstabellen festgelegt, die erfahrungsgemäß den tatsächlichen Nutzungsdauern entsprechen. Die technischen Anlagen und Maschinen beinhalten auch Ersatzteile mit Anschaffungskosten von mehr als TEUR 20 (große Ersatzteile). Diese werden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 150 werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 150 und EUR 1.000 werden über fünf Jahre linear abgeschrieben ("Pool-Bewertung"). Der Geschäftsanteil an der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH ist dazu bestimmt, dem Geschäftsbetrieb dauerhaft zu dienen. Aus Gründen der Bilanzklarheit wurde gemäß § 265 Abs. 5 Satz 2 HGB die Bilanzposition "Mitgliedschaftsrechte" hinzugefügt. Mitgliedschaftsrechte werden mit den Anschaffungskosten bilanziert. Außerplanmäßige Abschreibungen werden im Anlagevermögen vorgenommen, soweit es sich um dauerhafte Wertminderungen handelt und nach § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB erforderlich ist. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren Marktwerten angesetzt. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgt zu Durchschnittspreisen. Angemessene Abschläge wegen Schwergängigkeit oder Überalterung werden angesetzt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe enthalten mit TEUR 9.168 (Vorjahr TEUR 9.443) Ersatzteile und Reparaturmaterialien, die mit ihren Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt sind. Da die Ersatzteile nicht regelmäßig verbraucht werden und auch Börsen- oder Marktpreise für diese Teile nur schwer feststellbar sind, werden die beizulegenden Werte pauschal in Abhängigkeit vom letzten Erwerbszeitpunkt ermittelt. Mit Bescheid vom 17. Februar 2014 hat die Gesellschaft Emissionsrechte für die Zuteilungsperioden 2013 - 2020 nach dem Treibhaus-Emissionshandelsgesetz (TEHG) und der Zuteilungsverordnung 2020 (ZuV 2020) erhalten. Die Bilanzierung erfolgt nach der Stellungnahme zur Rechnungslegung des IDW zur Bilanzierung von Emissionsberechtigungen (IDW RS HFA 15) innerhalb der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe. Unentgeltlich erworbene Emissionszertifikate werden bei Zuteilung zum vorsichtig geschätzten Zeitwert und entgeltlich erworbene Zertifikate zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag bilanziert. Zur ergebnisneutralen Erfassung der unentgeltlich erworbenen Zertifikate wird in Höhe des aktivierten Zeitwertes ein Sonderposten für unentgeltlich ausgegebene Emissionsberechtigungen passiviert. Zum Bilanzstichtag werden Emissionsberechtigungen im Wert von TEUR 632 (Vorjahr TEUR 151) im Umlaufvermögen ausgewiesen, die Bewertung erfolgt zum Zeitwert am Bilanzstichtag. In diesem Wert sind neben den gehaltenen Emissionsberechtigungen im Wert von TEUR 19 auch die für das Jahr 2013 unentgeltlich zugeteilten Emissionsberechtigungen enthalten. Die Rückstellungen für Abgabeverpflichtungen von Emissionsrechten werden am Bilanzstichtag zum Zeitwert gebildet und belaufen sich auf TEUR 360 (Vorjahr TEUR 125). Da im Berichtsjahr weniger Emissionsberechtigungen verbraucht als für diesen Zeitraum erhalten wurden, verbleibt zum Bilanzstichtag ein passiver Sonderposten für unentgeltlich erworbene Emissionsberechtigungen in Höhe von TEUR 171 (Vorjahr TEUR 26). Unfertige und fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen die direkten Material- und Lohnkosten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten. Des Weiteren werden angemessene Teile der Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung in die Herstellungskosten einbezogen, soweit sie auf den Zeitraum der Herstellung entfallen. Gängigkeitsabschläge werden für ältere und nicht gängige Fertigerzeugnisse in Abhängigkeit von der Lagerdauer vorgenommen. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquide Mittel sind zum Nennwert bilanziert. Erkennbare Risiken werden durch entsprechende Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Bonitätsrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird unverändert zum Vorjahr durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % der Inlandsforderungen und 1,5 % der Auslandforderungen Rechnung getragen. Zukünftige Skonto-Inanspruchnahmen von Kunden werden durch die Bildung einer entsprechenden Wertberichtigung bei Rechnungserstellung berücksichtigt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ergibt sich aus der Verrechnung von Erfüllungsrückständen aus Altersteilzeitverpflichtungen mit Vermögen, dass ausschließlich der Deckung dieser Verpflichtungen dient (Deckungsvermögen). Es wird auf die Erläuterung zu den Altersteilzeitrückstellungen verwiesen. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handels- und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf die bestehenden körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge sowie auf steuerliche Zinsvorträge im Sinne des § 4h EStG i.V.m. § 8a KStG gebildet, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Die aktiven latenten Steuern auf temporäre Differenzen resultieren im Wesentlichen aus unterschiedlichen Wertansätzen für Geschäftswert, der handelsrechtlich bereits vollständig abgeschrieben ist, Pensions- und Jubiläumsrückstellungen sowie Drohverlustrückstellungen für schwebende Absatzgeschäfte. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 34,03 % zugrunde (15,83 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 18,20 % für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Der Steuersatz für die Gewerbesteuer ergibt sich aus dem Gewerbesteuerhebesatz von 520 %. Zum Bilanzstichtag ergeben sich lediglich aktive latente Steuern. Die Gesellschaft macht von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB keinen Gebrauch, so dass sich kein Ausweis aktiver latenter Steuern in der Bilanz ergibt. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt. Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Erfolgsauswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungszinssatzes werden im Finanzergebnis erfasst. Die Rückstellungen für Pensionen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2005G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank per Ende Oktober 2013 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 4,90 %. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen wurden Rentensteigerungen von jährlich 2 % sowie alters- und geschlechtsabhängige Fluktuationswahrscheinlichkeiten berücksichtigt. Aus der BilMoG-Umstellung zum 1. Januar 2010 ergab sich eine Unterdeckung zu den nach altem Handelsrecht ermittelten Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 13.589. Diese Unterdeckung wird bis spätestens zum 31. Dezember 2024 in jedem Geschäftsjahr zu mindestens einem Fünfzehntel (TEUR 906) vermindert und als außerordentlicher Aufwand erfasst. Die Pensionsverpflichtungen betragen zum 31. Dezember 2013 TEUR 45.345. Die zum 31. Dezember 2013 verbleibende Unterdeckung beläuft sich auf TEUR 9.965. Die Rückstellung für Jubiläumszuwendungen wird auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem laufenden Einmalprämienverfahren (Projeted Unit Credit Method) unter Verwendung der Richttafeln 2005G von Prof. Dr. Heubeck ermittelt. Bei der Berechnung wurden jährliche Einkommenssteigerungen von 2,0 %, eine jährliche Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze von 2,0 % sowie alters- und geschlechtsabhängige Fluktuationswahrscheinlichkeiten berücksichtigt. Der für die Abzinsung verwendete fristenkongruente Zinssatz beträgt 4,90 % p.a. Für zukünftige Aufwendungen aus Restrukturierungsverpflichtungen werden Rückstellungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Die Teile der Rückstellungen, die auf Ausgaben entfallen, die nach Ablauf des dem Abschlussstichtag folgenden Geschäftsjahres getätigt werden, werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre abgezinst. Die im Zusammenhang mit Restrukturierungsmaßnahmen eingegangenen Verpflichtungen aus Altersteilzeit-Arbeitsverhältnissen werden wie folgt bewertet: Die Rückstellung fürVerpflichtungen aus Altersteilzeit wird nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Die Bewertung der Rückstellung erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 3,47 % p.a. und auf der Grundlage der Richttafeln 2005G von Prof Dr. Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Die Rückstellung wurde für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene Altersteilzeitvereinbarungen gebildet. Sie enthält Aufstockungsbeträge, Abfindungen und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft. Eine Abzinsung der Verpflichtungen erfolgt nur für die Altersteilzeitverhältnisse, die über 12 Monate andauern. Für Mitarbeiter, die Altersteilzeitverträge abgeschlossen haben und sofort von der Verpflichtung zur Erbringung ihrer Arbeitsleistung freigestellt wurden bzw. werden, sind alle zukünftigen Aufwendungen, die nicht mit der Altersteilzeitrückstellung erfasst sind, die aber im Zusammenhang mit diesen Altersteilzeit-Arbeitsverhältnissen anfallen, zum Bilanzstichtag ebenfalls zurückgestellt worden und umfassen den Freistellungslohn für die Aktivphase der Altersteilzeit sowie die gesamten Erfüllungsrückstände. Die Verpflichtungen aus Erfüllungsrückständen für Altersteilzeitvereinbarungen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersteilzeitverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Als verbundene Unternehmen werden alle anderen Gesellschaften bezeichnet, die in den Konzernabschluss der Norske Skogindustrier ASA einbezogen werden und alle sonstigen Gesellschaften, an denen die Norske Skogindustrier ASA direkt bzw. indirekt eine Mehrheitsbeteiligung hält. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremden Währungen werden mit dem jeweiligen Kurs am Entstehungstag bewertet. Aus Vereinfachungsgründen erfolgt die unterjährige Verbuchung mit dem Devisenkassamittelkurs des Vortags. Kurzfristige Forderungen, Verbindlichkeiten und liquide Mittel in fremden Währungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Aufwendungen und Erträge werden auf das Geschäftsjahr abgegrenzt. C. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und VerlustrechnungI. Bilanz Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagengitter auf den beiden folgenden Seiten dargestellt. Aufgrund des Beschlusses vom 24. Oktober 2013, die Produktionslinie 4 stillzulegen, wurden sämtliche Vermögensgegenstände, die dieser Produktionslinie zuzuordnen sind und zukünftig nicht mehr verwendet werden können, zum Bilanzstichtag in voller Höhe außerplanmäßig abgeschrieben. Die außerplanmäßigen Abschreibungen betreffen Gebäude (TEUR 10.812) und technische Anlagen und Maschinen (TEUR 1.314). Darüber hinaus wurden die Buchwerte der anderen Produktionsgebäude durch außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 9.888 an ihre niedrigeren beizulegende Werte angepasst. Entwicklung des Anlagevermögens
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 12.024 (Vorjahr TEUR 844) aus dem laufenden Lieferungs- und Leistungsverkehr. Der Vorjahressaldo beinhaltete darüber hinaus Forderungen gegen die Alleingesellschafterin aus dem Cashpooling in Höhe von TEUR 16.471. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Ansprüche auf Erstattung von Strom- und Energiesteuer sowie Netzkosten in Höhe von TEUR 10.453 (Vorjahr TEUR 1.017), die erst nach dem Bilanzstichtag entstehen. Der Sonderposten für unentgeltlich ausgegebene Emissionsberechtigungen stellt den gemäß § 265 Abs. 5 Satz 2 HGB gebildeten und aufgrund des verhältnismäßig geringen Verbrauchs an Emissionszertifikaten nicht vollständig aufgelösten Betrag dar. Die Höhe des Sonderpostens entspricht dem Wert der nicht verbrauchten unentgeltlich zugeteilten Emissionszertifikate. Die sonstigen Rückstellungen bestehen vor allem für Restrukturierungskosten (TEUR 16.428, Vorjahr TEUR 3.816), ausstehende Lieferantenrechnungen (TEUR 4.415, Vorjahr TEUR 3.962), Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern (TEUR 1.741, Vorjahr TEUR 2.380), Abwasserabgaben (TEUR 796, Vorjahr TEUR 724), Provisionen, Boni und Rabatte (TEUR 747, Vorjahr TEUR 931), Frachtkosten (TEUR 615, Vorjahr TEUR 802) und drohende Verluste aus schwebenden Absatzgeschäften (TEUR 460, Vorjahr TEUR 700). Die Rückstellung für Restrukturierungskosten steht im Zusammenhang mit dem Beschluss die Produktionslinie 4 stillzulegen und berücksichtigt im Wesentlichen Kosten für die Freisetzung von Mitarbeitern (Kosten für die Einrichtung einer Transfergesellschaft, Abfindungszahlungen sowie Altersteilzeitverpflichtungen). Der Anteil der auf Altersteilzeitverpflichtungen entfällt, wurde mit Deckungsvermögen i.H.v. TEUR 413, (Vorjahr TEUR 233) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Die Erfüllungsrückstände der Altersteilzeitverpflichtungen werden über ein doppelseitiges Treuhandmodell mit der HG-Treuhand e.V., Köln, finanziert und insolvenzgesichert. Zu diesem Zweck wurden Vermögenswerte auf die Treuhand e.V. übertragen, die verzinslich angelegt werden. Die Bewertung des angelegten Vermögens erfolgt zu Anschaffungskosten zuzüglich der bis zum Bilanzstichtag erwirtschafteten Zinsen. Das Wertguthaben bei der HG-Treuhand e.V. beläuft sich auf TEUR 413. Die Erträge aus dem Deckungsvermögen (TEUR 29, Vorjahr TEUR 23) wurden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit Aufwendungen aus Zinszuführungen (TEUR 20, Vorjahr TEUR 13) saldiert. Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus nachfolgender Tabelle:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 68.131 (Vorjahr TEUR 52.000) gegenüber der Alleingesellschafterin und betreffen mit TEUR 56.745 Darlehen nebst Zinsen sowie mit TEUR 11.386 einen Cashpoolsaldo. Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 176 (Vorjahr TEUR 191) resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Die sonstigen Verbindlichkeiten resultieren in Höhe von TEUR 859 (Vorjahr TEUR 159) aus Steuern. II. Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse wurden im Wesentlichen durch den Verkauf gestrichener Papiere erzielt. Nach Regionen lassen sich die Umsatzerlöse wie folgt aufgliedern:
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 3.538 (Vorjahr TEUR 3.411), die im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen (TEUR 1.339) sowie einer Steuerentlastung nach § 10 StromStG für das Kalenderjahr 2012 (TEUR 2.081) resultieren; Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 863 (Vorjahr TEUR 1.203); davon TEUR 14 (Vorjahr TEUR 3) unrealisiert. enthalten. TEUR 1.304 (Vorjahr TEUR 676) der Personalaufwendungen sind für die Altersversorgung aufgewandt worden. Die Anzahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiter setzt sich wie folgt zusammen:
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind in Höhe von TEUR 22.014 außerplanmäßig und stehen im Zusammenhang mit der Schließung der Produktionslinie 4 sowie der Abwertung der sonstigen Produktionsgebäude an ihre niedrigeren beizulegenden Werte. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 1.774 (Vorjahr TEUR 1.081); davon TEUR 651 (Vorjahr TEUR 26) unrealisiert. Das für das Geschäftsjahr 2013 berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 58; davon für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 50 und für andere Bestätigungsleistungen TEUR 8. Von den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind TEUR 4.984 (Vorjahr TEUR 5.490) von verbundenen Unternehmen berechnet worden. TEUR 2.186 (Vorjahr TEUR 2.255) der Zinsaufwendungen resultieren aus Aufzinsungen. Die außerordentlichen Aufwendungen stehen vor allem im Zusammenhang mit der Schließung der Produktionslinie 4 und betreffen Restrukturierungsrückstellungen (TEUR 16.000) und Wertberichtigungen auf Ersatzteile und Reparaturmaterialien (TEUR 491). Darüber hinaus resultieren die außerordentlichen Aufwendungen aus der anteiligen Zuführung des Unterschiedsbetrages aus der Bewertungsänderung der Pensionsrückstellungen aufgrund der BilMoG-Umstellung (TEUR 906). D. Sonstige AngabenI. Haftungsverhältnisse / Sonstige finanzielle Verpflichtungen / außerbilanzielle Geschäfte Zur Sicherung von Lieferantenansprüchen wurde eine Kaution i.H.v. TEUR 250 bei der Sparkasse Duisburg hinterlegt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen lediglich im branchenüblichen Rahmen im Zusammenhang mit Fahrzeugleasingverträgen sowie Mieten für Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Gesamtverpflichtungen über die fest abgeschlossene Miet- und Leasingdauer belaufen sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 1.861, davon sind TEUR 653 im Geschäftsjahr 2014 fällig. Der Vorteil der Leasingverträge liegt für die Gesellschaft in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Barkauf. Nachteilig könnten sich möglicherweise die langfristige Bindung an den Vertragspartner und die damit zusammenhängende geringere Flexibilität gestalten. Die Möglichkeiten der Vertragsverlängerung oder Auslösung des Leasinggegenstandes unterliegen geschäftsüblichen Chancen und Risiken. II. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen, darunter auch verbundene Unternehmen, die als nahe stehende Unternehmen gelten. Die folgende Zusammenfassung zeigt die neben Cashpooling und Gesellschafterdarlehen wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen nach Geschäftsarten:
Geschäfte mit nahe stehenden Personen betreffen ausschließlich die Geschäftsführervergütung. III. Geschäftsführung Die Geschäftsführung wurde im Geschäftsjahr 2013 von Herrn Trond Sverre Flaten wahrgenommen. Herr Flaten übt seine Tätigkeit als Geschäftsführer hauptberuflich aus. In Übereinstimmung mit § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge sowie Pensionsansprüche früherer Organmitglieder verzichtet. IV. Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat besteht aus den Herren:
Der Aufsichtsrat hat für seine Tätigkeit keine Bezüge erhalten. V. Konzernrechnungslegung Sämtliche Anteile der Gesellschaft werden von der Norske Skogindustrier Branch (NSIB), Golbey/ Frankreich, einer Betriebsstätte der Norske Skogindustrier ASA, Oslo/Norwegen, gehalten. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Norske Skogindustrier ASA einbezogen. Diese stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und gleichzeitig für den größten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss ist auf Anfrage am Sitz dieser Gesellschaft erhältlich und wird im Foretaksregisteret, Bronnousundregistrene in Bronnoysund, Norwegen (www.brreg.no) unter der Org.-Nr. 911 750 961 veröffentlicht. VI. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2013 auf neue Rechnung vorzutragen.
Duisburg, 24. November 2014 Die Geschäftsführung Trond Sverre Flaten Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Norske Skog Walsum GmbH, Duisburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Geschäftsführers der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grund-sätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Geschäftsführers sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Pflichtgemäß weisen wir darauf hin, dass der Bestand der Gesellschaft durch Risiken bedroht ist, die im Abschnitt IV. "Prognose-, Chancen- und Risikobericht" des Lageberichts dargestellt sind. Dort ist ausgeführt, dass der Fortbestand der Gesellschaft von der unveränderten finanziellen Unterstützung durch die Alleingesellschafterin abhängig ist.
Düsseldorf, den 24. November 2014 PricewaterhouseCoopers
Frank Pattusch, Wirtschaftsprüfer ppa. Paul Wieschebrock, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsratesder Norske Skog Walsum GmbHDer Aufsichtsrat hat sich während der Berichtszeit regelmäßig über die Lage und Entwicklung der Gesellschaft durch mündliche und schriftliche Berichte der Geschäftsführung unterrichtet und die Geschäftsführung überwacht. Geschäftvorfälle von wesentlicher Bedeutung waren Gegenstand eingehender Beratung. Der Jahresabschluss und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013 sind von der als Abschlussprüfer bestimmten PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Zweigniederlassung Düsseldorf, geprüft worden. Diese Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Die Prüfungsgesellschaft hat für den Jahresabschluss einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt und bestätigt, dass der Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss steht. Sie hat außerdem pflichtgemäß darauf hingewiesen, dass der Bestand der Gesellschaft durch Risiken bedroht ist, die im Lagebericht dargestellt sind. Dort ist aufgeführt, dass der Fortbestand der Gesellschaft von der unveränderten finanziellen Unterstützung durch die Alleingesellschafterin abhängig ist. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht geprüft, auch diese Prüfung hat keinen Anlass zu Beanstandungen gegeben. Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung vom 23.12.2014, an der auch der Abschlussprüfer teilgenommen hat, die folgenden Beschlüsse gefasst und empfiehlt der Gesellschafterin:
Der Aufsichtsrat dankt der Geschäftsführung und allen Mitarbeitern der Gesellschaft für die geleistete Arbeit.
Duisburg, den 23.12.2014 Norske Skog Walsum GmbH Aufsichtsratsvorsitzender Yves Bailly Die Gesellschafterin der Norske Skog Walsum GmbH hat am 23.12.2014 beschlossen, den vorliegenden Jahresabschluss 2013 festzustellen, die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2013 zu entlasten und den Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 62.266.736,32 auf neue Rechnung vorzutragen. |
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