Stammdaten

Register
Amtsgericht Ludwigshafen a.Rhein (Ludwigshafen) HRB 67929
Eingetragen
27.12.2021
Branche
Vermittlungstätigkeiten für die Vermietung und das Leasing von Autos, Wohnmobilen und AnhängernTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehör
Gegenstand
Die Vermietung von Wohnmobilen sowie der Vertrieb, Handel und Service für Wohnmobile und alle damit verbundenen Tätigkeiten sowie Werbeagenturtätigkeiten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Monika Vauck
seit 27.12.2021
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

66.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
AHORN Holding GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

AHORN Holding GmbH

Speyer

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 11.05.2022 bis zum 31.12.2022

Konzernbilanz zum 31.12.2022

AHORN Holding GmbH Speyer

AKTIVA

EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.387,00
2. geleistete Anzahlungen 320.003,28
330.390,28
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.921,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 685.952,00
698.873,00
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 750,00
Summe Anlagevermögen 1.030.013,28
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.412.852,34
2. fertige Erzeugnisse und Waren 23.645.284,47
25.058.136,81
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.951.235,56
2. Forderungen gegen Gesellschafter 1.666,87
3. sonstige Vermögensgegenstände 820.588,79
5.773.491,22
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 287.063,49
Summe Umlaufvermögen 31.118.691,52
C. Rechnungsabgrenzungsposten 127.047,06
32.275.751,86

PASSIVA

EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00
II. Kapitalrücklage 2.406.119,18
III. Jahresüberschuss 10.691.698,76
Summe Eigenkapital 13.122.817,94
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 2.138.592,69
2. sonstige Rückstellungen 915.850,50
3.054.443,19
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.644.008,46
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 234.598,74
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.226.023,56
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 525.541,48
5. sonstige Verbindlichkeiten 2.437.917,79
16.068.090,03
D. Rechnungsabgrenzungsposten 30.400,70
32.275.751,86

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung vom 11.05.2022 bis 31.12.2022

AHORN Holding GmbH

Speyer

EUR EUR
1. Umsatzerlöse 59.340.346,63
2. Gesamtleistung 59.340.346,63
3. sonstige betriebliche Erträge
a) Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens und aus Zuschreibungen zu Gegenständen des Anlagevermögens 40.228,00
b) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 47.300,00
c) übrige sonstige betriebliche Erträge 6.982.569,67 7.070.097,67
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 44.729.331,80
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.539.267,54 46.268.599,34
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 2.890.938,15
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 486.326,27
- davon für Altersversorgung EUR 560,00 3.377.264,42
6. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 121.019,72
7. sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Raumkosten 603.622,33
b) Versicherungen, Beiträge und Abgaben 117.520,14
c) Reparaturen und Instandhaltungen 143.167,76
d) Fahrzeugkosten 115.466,27
e) Werbe- und Reisekosten 1.208.213,69
f) Kosten der Warenabgabe 962.175,70
g) verschiedene betriebliche Kosten 618.982,83
h) Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 2,00
i) Verluste aus Wertminderungen von Gegenständen des Umlaufvermögens und Einstellung in die Wertberichtigung zu Forderungen 106.852,24
j) übrige sonstige betriebliche Aufwendungen 127.329,93 4.003.332,89
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 11,25
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.598,51
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 4.475,80
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.928.661,83
12. Ergebnis nach Steuern 10.708.700,06
13. sonstige Steuern 17.001,30
14. Jahresüberschuss 10.691.698,76

Konzernanhang für das Rumpf-Geschäftsjahr 2022

Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss

Der vorliegende Konzernabschluss wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften gemäß §§ 290 ff. HGB sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Der Konzernabschluss entspricht den gesetzlichen Vorschriften unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und gibt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zutreffend wieder.

Angaben, die wahlweise in der Konzernbilanz, in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung oder im Konzernanhang gemacht werden können, sind insgesamt im Konzernanhang aufgeführt.

Für die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Angaben zur Identifikation der Mutter-Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: AHORN Holding GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Speyer
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Ludwigshafen a.Rhein (Ludwigshafen)
Register-Nr.: 68250

Konsolidierungskreis

Die AHORN Holding GmbH stellt den Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Konzernkreis auf.

In den Konzernabschluss sind, neben der AHORN Holding GmbH, Speyer, als Mutterunternehmen gemäß § 294 HGB folgende Tochterunternehmen im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen worden:

Unmittelbare Beteiligungen Stammkapital in Euro Beteiligungsquote in %
AHORN Camp GmbH, Speyer 25.000,00 100,00
AHORN Service GmbH, Speyer 25.000,00 100,00
Mittelbare Beteiligungen Stammkapital in Euro Mittelbare Beteiligungsquote in %
AHORN Group GmbH, Speyer 25.564,59 100,00

Folgende Unternehmen haben von den Befreiungen des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht:

AHORN Holding GmbH, Speyer

AHORN Camp GmbH, Speyer

AHORN Service GmbH, Speyer

AHORN Group GmbH, Speyer

Die Voraussetzungen des § 264 Abs. 3 HGB sind erfüllt.

Konsolidierungsgrundsätze

Die in die Konsolidierung einbezogenen Abschlüsse der inländischen Tochterunternehmen wurden entsprechend den gesetzlichen Vorschriften einheitlich nach den bei der AHORN Holding GmbH geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.

Der Konzernabschluss wurde auf den Abschlussstichtag des Mutterunternehmens zum 31. Dezember 2022 erstmals aufgestellt. Die Erstkonsolidierung erfolgte zum Stichtag 11. Mai 2022.

Die Kapitalkonsolidierung wurden gemäß § 301 HGB nach der Neubewertungsmethode durchgeführt. Dabei werden die Buchwerte der Beteiligungen an den konsolidierten Gesellschaften den Zeitwerten der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten gegenübergestellt. Ein sich ergebender negativer Unterschiedsbetrag wurde als "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen. Ursächlich für die Einordnung als passiver Unterschiedsbetrag mit Eigenkapitalcharakter war, dass der Erwerbsvorgang einem günstigen Gelegenheitserwerb vergleichbar ist.

Da das erworbene Vermögen zu einem wesentlichen Teil aus nicht abnutzbaren Vermögensgegenständen des Umlaufvermögens besteht, deren Umschlagsdauer nur wenige Wochen beträgt, wurde der passive Unterschiedsbetrag im Geschäftsjahr vollumfänglich erfolgswirksam aufgelöst. Der Auflösungsbetrag in Höhe von rd. 6.382 TEUR wurde unter den übrigen sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

Gegenseitige Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Gesellschaften wurden aufgerechnet (§ 303 HGB).

Umsatzerlöse und andere Erträge zwischen den einbezogenen Unternehmen wurden mit den entsprechenden Aufwandsposten verrechnet (§ 305 HGB).

Eliminierungen von Zwischenergebnissen (§ 304 HGB) sind erfolgt.

Konsolidierungsmaßnahmen führten zu keinen Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen. Latente Steuern (§ 306 HGB) sind insofern nicht auszuweisen.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Mutterunternehmens wurden einheitlich für alle Konzernunternehmen angewendet. Die Bewertung wurde gemäß §§ 252 bis 256a HGB vorgenommen.

Immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen.

Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt in den Fällen, in denen dies zu einer höheren Jahresabschreibung führt.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

Genossenschaftsanteile zu Anschaffungskosten

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die liquiden Mittel werden zum Nennwert ausgewiesen.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Der Betrag der in den kumulierten Abschreibungsbeträgen nicht enthaltenen Sofortabschreibungen des Geschäftsjahres von geringwertigen Wirtschaftsgütern beläuft sich auf 29.399,10 Euro.

Die kumulierten Abschreibungen betrugen zum Beginn des Geschäftsjahres: 377.795,51 Euro.

Die kumulierten Abschreibungen betrugen am Ende des Geschäftsjahres: 380.743,45 Euro.

Zu den Abschreibungen im Zusammenhang mit Zugängen und Abgängen sowie Umbuchungen im Laufe des Geschäftsjahres sind folgende Angaben zu machen:

Abschreibungen des Geschäftsjahres einschl. Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter 121.019,72 Euro.

Minderung der kumulierten Abschreibung aufgrund von Anlagenabgängen 118.071,78 Euro.

Aufstellung des Anteilsbesitzes

Die Beteiligungen mit Anteilsbesitz von mehr als 20% setzen sich zum 31. Dezember 2022 wie folgt zusammen:

Beteiligungen Beteiligungsquote in % Jahresergebnis Euro Eigenkapital Euro
AHORN Camp GmbH, Speyer 100,00 5.507.826,26 12.434.280,24
AHORN Service GmbH, Speyer 100,00 1.294,18 122.278,67
AHORN Group GmbH, Speyer 100,00 (mittelbar) 760,50 76.405,76

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten.

Rückstellung für Gewährleistungsverpflichtungen 489 TEUR

Rückstellung für Prozessrisiken 196 TEUR

Rückstellung für Personalkosten 116 TEUR

Angabe zu Restlaufzeitvermerken

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 91.250,00 Euro.

Verbindlichkeitsspiegel:

Gesamtbetrag: bis ein Jahr: > ein Jahr: > fünf Jahre:
Kreditinstitute 4.644.008,46 € 4.644.008,46 €
erhaltene Anzahlungen 234.598,74 € 234.598,74 €
Lieferungen und Leistungen 8.226.023,56 € 8.226.023,56 €
Gesellschafter 525.541,48 € 525.541,48 €
Sonstige 2.437.917,79 € 2.437.917,79 €
Gesamtsumme: 16.068.090,03 € 16.068.090,03 € 0,00 € 0,00 €

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Die finanziellen Verpflichtung aus den Miet- und Pachtverträgen über unbebaute und bebaute Grundstücke betragen 2023 ff. jährlich 759.102,12 Euro netto , insgesamt 3.795.510,60 Euro in den nächsten fünf Jahren.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse stellen sich wie folgt dar:

TEUR
Neufahrzeuge Drittland 1.201
Neufahrzeuge EU 3.685
Neufahrzeuge Deutschland 48.796
Gebrauchtfahrzeuge 3.384
Werkstatt und Anbauteile 1.107
Vermietung von Wohnmobilen / Ahorn Rent 845
Sonstige 737
Summe 59.754

Überleitungsrechnung des Steueraufwands

TEUR
Ergebnis vor Ertragsteuern 12.621
Erwarteter Steuerertrag/-aufwand 3.875
Steuerbelastung auf nicht abzugsfähige Betriebsausgaben 11
Steuerbelastung auf gewerbesteuerliche Hinzurechnung 4
Steuerentlastung auf Auflösung passiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung -1.959
Rundungsdifferenzen -2
Ertragsteuern laut Gewinn- und Verlustrechnung 1.929
Davon laufende Steuer 1.929
Davon latente Steuer 0

1) Erwartete Steuerquote für Gewerbesteuer von rund 14,88%.
2) Erwartete Steuerquote für Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag 15,83%.

Erläuterung der Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung

Bei den Erträgen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung handelt es sich im Einzelnen um die der Auflösung des passiven Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von 6.382 TEUR. Der Betrag ist unter übrigen sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 38,75
Angestellte 54,25
leitende Angestellte 0,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 93,0
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 75,5
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 17,50

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2022 entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen und beträgt netto TEUR 34.

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Alexander Reichmann, Geschäftsführer

Franziska Reichmann, Geschäftsführerin

Vorgänge von besonderer Bedeutung

Es gab keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung des Mutterunternehmens

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Speyer, den 14.07.2023

Franziska Nicole Reichmann, Geschäftsführerin

Alexander Reichmannn, Geschäftsführer

Konzernanlagenspiegel für das Rumpf-Geschäftsjahr 2022

Anschaffungs-, Herstellungskosten 11.05.2022 Zugänge Abgänge- Umbuchungen kumulierte Abschreibungen 31.12.2022 Abschreibungen Zuschreibungen- vom 11.05.2022 bis 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 53.199,93 4.581,68 47.394,61 8.277,68
2. geleistete Anzahlungen 176.095,00 252.448,28 0,00
-108.540,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 229.294,93 257.029,96 47.394,61 8.277,68
-108.540,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 16.349,96 -290,76 3.138,20 1.769,00
2. Betriebs- u. Geschäftsausst. 787.153,77 377.274,65 330.210,64 110.973,04
-148.265,78
3. geleistete Anzahlungen 17.618,71 -17.618,71 0,00
Summe Sachanlagen 821.122,44 377.274,65 -17.618,71 333.348,84 112.742,04
-148.556,54
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 750,00 0,00
Summe Finanzanlagen 750,00 0,00
Summe Anlagevermögen 1.051.167,37 634.304,61 -17.618,71 380.743,45 121.019,72
-257.096,54
Buchwert 31.12.2022 Buchwert 11.05.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.387,00 14.083,00
2. geleistete Anzahlungen 320.003,28 176.095,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 330.390,28 190.178,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.921,00 14.980,76
2. Betriebs- u. Geschäftsausst. 685.952,00 449.844,39
3. geleistete Anzahlungen 0,00 17.618,71
Summe Sachanlagen 698.873,00 482.443,86
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 750,00 750,00
Summe Finanzanlagen 750,00 750,00
Summe Anlagevermögen 1.030.013,28 673.371,86

Konzernkapitalflussrechnung für das Rumpf-Geschäftsjahr 2022

TEUR TEUR
Periodenergebnis 4.310
+ Abschreibung auf Gegenstände des Anlagevermögens 121
+ Zunahme der Rückstellungen 11
- Zunahme der Vorräte -9.854
+ Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 513
- Zunahme anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -598
+ Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 197
- Abnahme anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -420
- Gewinne aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -40
+ Ertragsteueraufwand 1.929
Ertragsteueraufwand/-ertrag -1.929
Korrektur um nicht zahlungswirksame Vorgänge 1.382
+/- Ertragsteuerzahlungen -547
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit -4.378
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immaterieller Anlagevermögens 109
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -257
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 70
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -359
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -437
+ Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführung oder Auszahlungen an Unternehmenseigner (JVZ) 25
+ Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 8.582
- Auszahlung aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten -4.827
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 3.780
+/- Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (Summe der Cashflows) -1.035
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 1.322
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 287

Konzerneigenkapitalspiegel für das Rumpf-Geschäftsjahr 2022

Eigenkapital des Mutterunternehmens
(Korrigiertes) gezeichnetets Kapital
Gezeichnetes Kapital
Stammaktien / Stammeinlage Vorzugsaktien Summe
Stand am 01.01.2021 25.000,00 25.000,00
Kapitalerhöhung/-herabsetzung
Einforderung/ Einzahlung nicht eingefordert er Einlagen
Einstellung in/ Entnahme aus Rücklagen
Ausschüttung
Währungsumrechnung
Sonstige Veränderungen
Änderungen des Konsolidierungskreises
Konzernjahresüberschuss/- fehlbetrag
Stand am 31.12.2021 25.000,00 25.000,00
Eigenkapital des Mutterunternehmens
(Korrigiertes) gezeichnetets Kapital
Eigene Anteile
Stammaktien / Stammeinlage Vorzugsaktien Summe
Stand am 01.01.2021
Kapitalerhöhung/-herabsetzung
Einforderung/ Einzahlung nicht eingefordert er Einlagen
Einstellung in/ Entnahme aus Rücklagen
Ausschüttung
Währungsumrechnung
Sonstige Veränderungen
Änderungen des Konsolidierungskreises
Konzernjahresüberschuss/- fehlbetrag
Stand am 31.12.2021
Eigenkapital des Mutterunternehmens
(Korrigiertes) gezeichnetets Kapital
Nicht eingeforderte ausstehende Einlagen
Stammaktien / Stammeinlage Vorzugsaktien Summe Summe
Stand am 01.01.2021 25.000,00
Kapitalerhöhung/-herabsetzung
Einforderung/ Einzahlung nicht eingefordert er Einlagen
Einstellung in/ Entnahme aus Rücklagen
Ausschüttung
Währungsumrechnung
Sonstige Veränderungen
Änderungen des Konsolidierungskreises
Konzernjahresüberschuss/- fehlbetrag
Stand am 31.12.2021 25.000,00
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Rücklagen
Kapitalrücklage
§272 (2) Nr. 1-3 HGB §272 (2) Nr. 4 HGB Summe
Stand am 01.01.2021 2.406.119,18 2.406.119,18
Kapitalerhöhung/-herabsetzung
Einforderung/ Einzahlung nicht eingefordert er Einlagen
Einstellung in/ Entnahme aus Rücklagen
Ausschüttung
Währungsumrechnung
Sonstige Veränderungen
Änderungen des Konsolidierungskreises
Konzernjahresüberschuss/- fehlbetrag
Stand am 31.12.2021 2.406.119,18 2.406.119,18
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Rücklagen
Gewinnrücklagen
Gesetzliche Rücklage §272 (4) HGB satzungsmäßige Rücklage andere Gewinnrücklagen Summe Summe
Stand am 01.01.2021 2.406.119,18
Kapitalerhöhung/-herabsetzung
Einforderung/ Einzahlung nicht eingefordert er Einlagen
Einstellung in/ Entnahme aus Rücklagen
Ausschüttung
Währungsumrechnung
Sonstige Veränderungen
Änderungen des Konsolidierungskreises
Konzernjahresüberschuss/- fehlbetrag
Stand am 31.12.2021 2.406.119,18
Eigenkapital des Mutterunternehmens
EK-Differenz aus Währungsumrechnung Gewinnvortrag / Verlustvortrag Konzern-JÜ / Konzern-JF
Stand am 01.01.2021
Kapitalerhöhung/-herabsetzung
Einforderung/ Einzahlung nicht eingefordert er Einlagen
Einstellung in/ Entnahme aus Rücklagen
Ausschüttung
Währungsumrechnung
Sonstige Veränderungen
Änderungen des Konsolidierungskreises
Konzernjahresüberschuss/- fehlbetrag 10.691.698,76
Stand am 31.12.2021 10.691.698,76
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Konzerneigenkapital
Stand am 01.01.2021 2.431.119,18
Kapitalerhöhung/-herabsetzung
Einforderung/ Einzahlung nicht eingefordert er Einlagen
Einstellung in/ Entnahme aus Rücklagen
Ausschüttung
Währungsumrechnung
Sonstige Veränderungen
Änderungen des Konsolidierungskreises
Konzernjahresüberschuss/- fehlbetrag
Stand am 31.12.2021 13.122.817,94

Konzernlagebericht für das Rumpf-Geschäftsjahr 2022

I. Grundlagen des Konzerns

1. Geschäftsmodell

Am 11. Mai 2022 hat die AHORN Holding GmbH (Amtsgericht Ludwigshafen, HRB 68250) jeweils 100%ige Beteiligungen an der AHORN Camp GmbH (Amtsgericht Ludwigshafen, HRB 67928) sowie an der AHORN Service GmbH (Amtsgericht Ludwigshafen, HRB 67929) übernommen. AHORN Holding GmbH fungiert als reine Vermögensholding. Durch die Übernahme der Beteiligungen ist ein Konzern im Sinne von § 290 HGB entstanden.

Kerngeschäft der AHORN Gruppe ist seit 1991 der Vertrieb von Reisemobilen und Campervans der eigenen Handelsmarke AHORN, die durch langjährige Produktionspartner in Italien und Frankreich vornehmlich auf Basis von Renault-Chassis nach unseren Vorgaben gefertigt werden. Daneben werden in geringerem Umfang auch gebrauchte Wohnmobile aus Inzahlungnahmen gehandelt. Zu unserem Kundenkreis gehören Privatpersonen sowie gewerbliche Reisemobilhändler und -vermieter aus ganz Europa, wobei unser Kernmarkt Deutschland ist.

Der Vertrieb erfolgt unter anderem an den zwei eigenen Standorten in Speyer und in Mülheim an der Ruhr sowie durch die rechtlich selbständige Handelsvertreterin Ahorn Wohnmobile Frankfurt GmbH mit Niederlassung in Dietzenbach, die ausschließlich AHORN Fahrzeuge vertreibt. Neben der Beratung durch Fachpersonal vor Ort werden Kunden auch online und per Telefon beraten. Für die Kundenbetreuung nach dem Kauf werden an allen Standorten umfangreiche Service- und Reparaturleistungen angeboten.

Durch die langjährige Partnerschaft mit Renault profitieren wir ferner von einem Händlernetzwerk aus über 40 Autohäusern, das ein wesentlicher Baustein unseres Vertriebs ist. Durch die enge Zusammenarbeit zwischen den Niederlassungen und Partnerstationen entsteht eine einzigartige Symbiose zwischen dem Pkw- und Reisemobilvertrieb. Dies ermöglicht ein deutschlandweites Beratungs-, Service- und Werkstattangebot.

Der Fahrzeugvertrieb wird ausschließlich über die Tochtergesellschaft AHORN Camp abgewickelt.

Über die flächendeckende Vermittlungsplattform AHORN Rent werden AHORN Fahrzeuge zudem durch mittlerweile rund 60 externe Vermietpartnerstationen zur Vermietung angeboten. Durch das Vermietsystem eröffnen sich für uns neue Absatzkanäle. Einsteiger können so an den Reisemobilbereich herangeführt und an die Marke AHORN gebunden werden, während Personen mit konkretem Kaufinteresse die Möglichkeit erhalten, AHORN Modelle vor dem Kauf ausgiebig zu testen. Unsere Vermietpartner profitieren unter anderem von einem zentralisierten Marketing, der steigenden Markenbekanntheit und einer eigens entwickelten, nutzerfreundlichen Vermietersoftware. Das Vermietgeschäft wird im Wesentlichen über die Tochtergesellschaft AHORN Service abgewickelt.

2. Forschung und Entwicklung

Die AHORN Camp GmbH hat in branchenüblichem Umfang Entwicklungen zur technischen Weiterentwicklung der Produkte getätigt. Die übrigen Konzerngesellschaften tätigen keine Entwicklungen.

3. Zweigniederlassungen

Die Konzerngesellschaften haben ihren Sitz in Speyer. Die AHORN Camp GmbH unterhält eine Zweigniederlassung in Mülheim an der Ruhr.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Erholung der Weltwirtschaft von der Corona-Pandemie wurde ab Februar 2022 durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und den damit einhergehenden globalen Auswirkungen ausgebremst. Dazu zählen erhebliche Lieferkettenengpässe und Preissteigerungen bei Rohstoffen und Energie. In der EU und in Deutschland waren die wirtschaftlichen Folgen des Krieges wegen der hohen Abhängigkeit von russischem Gas besonders spürbar. So lag die durchschnittliche Inflationsrate in der EU bei 9,2 %, in der Eurozone bei 8,4 % und in Deutschland bei 7,9 % (Quelle Statistisches Bundesamt). Um der Inflation entgegenzuwirken, erhöhte die Mehrzahl der großen Zentralbanken die Leitzinsen deutlich.

Diese Faktoren belasteten die globale Wirtschaft, sodass sich das Weltwirtschaftswachstum laut IWF im Vergleich zum Vorjahr auf 3,4 % abschwächte (Quelle IWF). Auch die EU-Staaten sowie die Eurozone verzeichneten mit jeweils rd. 3,5 % ein verlangsamtes Wachstum, während in Deutschland das Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr um 1,8 % wuchs (Quelle Statistisches Bundesamt).

Die europäische Reisemobilbranche blickt nach dem Rekordjahr 2021 auf ein turbulentes Jahr 2022 zurück: Die Nachfrage nach Reisemobilen blieb europaweit sehr hoch und bescherte den Unternehmen einen hohen Auftragsbestand. Trotzdem wurden mit 147.498 neu zugelassenen Reisemobilen 18,7 % weniger Einheiten als im Vorjahr registriert (Quelle ECF). Grund hierfür waren stockende Lieferketten, insbesondere bei Fahrzeug-Chassis und Halbleitern. Infolgedessen konnte die hohe Nachfrage teilweise nicht bedient werden.

Bei den Neuzulassungen von Reisemobilen lagen nahezu alle europäischen Einzelmärkte im Minus. Deutschland war auch 2022 mit 66.507 neu zugelassenen Reisemobilen der mit Abstand größte Markt, jedoch sanken die Zulassungen um 18,3 % gegenüber dem Vorjahr. Der zweistellige Minustrend spiegelte sich ebenfalls in den anderen größeren Absatzmärkten wider: Frankreich als zweitwichtigster Markt verzeichnete ein Minus von 20,2 % (24.611 Einheiten). Auch das Vereinigte Königreich mit 11.823 Neuzulassungen (-16,0 %) und die Schweiz mit 7.165 Einheiten (-15,7%) verbuchten deutliche Rückgänge. Die relativ höchsten Rückgänge gab es in Skandinavien (Finnland -45,2 %, Norwegen -33,4 %, Schweden -31,0 %).

2. Geschäftsverlauf und Lage des Konzerns

Im Rumpf-Konzerngeschäftsjahr vom 11. Mai 2022 bis 31. Dezember 2022 wurden rund 98,8 % des Konzernumsatzes von AHORN Camp erzielt. Davon entfallen 95,5 % auf den Handel mit Reisemobilen und Campervans, 1,9 % auf Handelsumsätze und Dienstleistungen, die üblicherweise im Gefolge vorkommen, wie etwa den Handel mit Ersatz- und Zubehörteilen sowie Werkstattleistungen. 1,5 % entfallen auf sonstige Umsätze. Die AHORN Service erzielte rund 1,2 % des Konzernumsatzes. Die weiteren Konzerngesellschaften AHORN Holding sowie AHORN Group haben keine Umsätze getätigt. In Bezug auf die Bilanz ist die Stellung der AHORN Camp innerhalb des Konzerns mit einem Anteil von rd. 90,0 % an der Summenbilanz ähnlich hervorgehoben. Gleiches gilt für die Beschäftigten des Konzerns, von denen rd. 95,7% bei der AHORN Camp angestellt sind.

Angesichts der Dominanz der AHORN Camp im Konzerngefüge wird nachfolgend über die AHORN Camp berichtet. Zur besseren Nachvollziehbarkeit und Vergleichbarkeit wird dabei auf das Kalenderjahr 2022 abgestellt, wobei zusätzlich die Werte des gesamten Konzerns im Rumpf-Konzerngeschäftsjahr 2022 angegeben werden.

Die AHORN Camp war vor allem in den ersten beiden Quartalen 2022 von Lieferengpässen aufgrund des Krieges betroffen. Zahlreiche Liefertermine wurden storniert. Ab dem zweiten Halbjahr konnte ein Teil des Rückstands aufgeholt werden. Dennoch war der Umsatz - nach dem ununterbrochenen Wachstum seit 2013 - im Geschäftsjahr 2022 erstmals rückläufig. Mit insgesamt rd. 4,9 % Rückgang gegenüber dem Rekord-Vorjahr ist der Umsatz jedoch immerhin höher ausgefallen als zu Beginn des Geschäftsjahres erwartet.

Die Materialaufwandsquote konnte in 2022 gegenüber dem Vorjahr um etwa 2,3 % gesenkt werden. Mitursächlich hierfür sind neben Preissteigerungseffekten auf der Absatzseite auch Rabatteffekte auf der Beschaffungsseite. Das Rohergebnis konnte in der Folge um ca. 8,0 % auf rd. 18.019 TEUR (Konzern: 13.760 TEUR) gesteigert werden.

Bei den Personalkosten ergab sich indessen eine signifikante Erhöhung von rd. 41,7 % auf 4.589 TEUR (Konzern: 3.377 TEUR). Diese ist zum einen auf die signifikante Vergrößerung der Belegschaft von durchschnittlich rd. 77 Beschäftigten in 2021 auf durchschnittlich rd. 89 Beschäftigte in 2022 (Konzern: 93) zurückzuführen und zum anderen darauf, dass erstmals Geschäftsführervergütungen gezahlt wurden.

Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen war ein vergleichsweise moderater Anstieg von insgesamt rd. 1,0 % auf 5.234 TEUR (Konzern: 4.003 TEUR) zu verzeichnen. Ursächlich dafür ist der konsequente Ausbau des Eigenvertriebs, wodurch die Kosten für den Fremdvertrieb um rd. 30,8% gesenkt werden konnten. Hierdurch konnten Kostensteigerungen in anderen Bereichen, etwa bei den Raumkosten (+27,3 %) oder den Werbe- und Reisekosten (+30,3 %), weitgehend kompensiert werden.

Das EBITDA ging um rd. 0,6% auf rd. 8.175 TEUR (Konzern: 6.364 TEUR) zurück.

Die Bilanzsumme in Höhe von rd. 31.497 TEUR (Konzern: 32.276 TEUR) hat sich gegenüber dem Vorjahr nahezu verdoppelt (+ 98,8 %). Hauptreiber dafür ist die Erhöhung des Vorratsbestands sowie korrespondierend der kurzfristigen Verbindlichkeiten.

Die Eigenkapitalquote ist mit rd. 39,5 % (Konzern: 40,7 %) nach wie vor als solide zu beurteilen. Die Schuldposten am Bilanzstichtag bestehen aus lang- und kurzfristigen Rückstellungen sowie aus kurzfristigen Verbindlichkeiten. Im Geschäftsjahr musste zu keinem Zeitpunkt ein Kontokorrentkredit in Anspruch genommen werden. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist unter Ausnutzung von Skonti zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die Finanzlage des Unternehmens ist als gesichert zu bezeichnen.

Im Berichtsjahr wurden 624 TEUR in Anlagen investiert (Konzern: 634 TEUR). Aufgrund der Ausweitung der Bilanzsumme ist die Anlagenintensität dennoch leicht auf rd. 2,5% zurückgegangen (Konzern: 3,2 %). Den Löwenanteil der Aktiva bilden die Vorräte in Höhe von rd. 25.058 TEUR (Konzern: 25.058 TEUR), was einer Vorratsintensität zum Stichtag von rd. 79,6 % (Konzern: 77,6 %) entspricht. Etwa 16,1 % (Konzern: 15,3 %) der Bilanzsumme entfallen auf Kundenforderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die dabei bestehenden Ausfallrisiken sind von untergeordneter Bedeutung. Die flüssigen Mittel betragen zum Stichtag 233 TEUR (Konzern: 287 TEUR). Die Vermögenslage ist damit auf stabilem Niveau.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei der finanziellen Leistungsmessung stellen sich für den Konzern die Entwicklung von Umsatz, Rohgewinn I sowie EBITDA der AHORN Camp als bedeutsamste Leistungsindikatoren dar.

Der Umsatz ist gegenüber dem Vorjahr um rd. 4,9 % TEUR gesunken. Der Rohgewinn I definiert sich als Saldo aus Umsatzerlösen und dem Materialaufwand und ist im Vorjahresvergleich um rd. 1.327 TEUR bzw. 8,0% gestiegen. Das EBITDA ist um ca. 53 TEUR bzw. 0,6 % zurückgegangen.

4. Gesamtaussage

Der Umsatz war aufgrund Lieferengpässen rückläufig. Demgegenüber konnte aufgrund einer Senkung der Materialkostenquote der Rohgewinn I gegenüber dem Vorjahr ausgebaut werden. Nichtsdestotrotz war das EBITDA aufgrund gestiegener Personalkosten moderat rückläufig. Die Rentabilität des Unternehmens ist nach wie vor auf zufriedenstellenden Niveau. Die kurzfristig fälligen Verbindlichkeiten sind jederzeit durch ausreichende kurzfristig verfügbare Mittel gedeckt. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der AHORN Camp GmbH sowie des Konzerns wird als geordnet beurteilt.

III. Prognosebericht

Die globale Konjunkturentwicklung ist nach wie vor von Unsicherheit geprägt. Abzuwarten bleiben die weiteren Konsequenzen des Krieges zwischen Russland und der Ukraine und die damit verbundenen konjunkturellen Auswirkungen durch Inflation und Leitzinsanpassungen. Auch die aus den Krisen der vergangenen Jahre verursachten Störungen der globalen Lieferketten können die Entwicklung weiterhin beeinträchtigen.

Für 2023 wird mit einem sich weiter abschwächenden Weltwirtschaftswachstum von 2,8 % gerechnet. Für die Eurozone wird eine noch deutlichere Verlangsamung des Wachstums auf 0,8 % prognostiziert. Für Deutschland wird sogar einer Schrumpfung des BIP in Höhe von 0,1 % erwartet.

Die Neuzulassungen von Reisemobilen in Europa sind im ersten Quartal 2023 mit 37.640 Einheiten um rd. 3,9 % gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum zurückgegangen. Die Entwicklung auf den nationalen Einzelmärkten fiel dabei recht unterschiedlich aus. So konnte der wichtige deutsche Markt mit 18.479 Einheiten um rund 5,7 % gegenüber dem ersten Quartal 2022 zulegen.

AHORN Camp konnte im ersten Quartal 2023 ein deutliches Umsatzplus von rd. 31,8% gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal verbuchen, welches aufgrund des Ausbruchs des Ukraine-Krieges enttäuschend ausgefallen war. Demgegenüber funktionieren in 2023 Lieferketten bislang wieder reibungsloser und Auslieferungen in der Regel planmäßig. Zudem kann in 2023 der hohe Vorratsbestand aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr umgesetzt werden. Das Umsatzwachstum wird sich jedoch im weiteren Jahresverlauf voraussichtlich noch abschwächen. Auf der Beschaffungsseite sowie bei den Personalkosten wird es voraussichtlich spürbare Teuerungen geben, die nicht 1:1 durch höhere Absatzpreise weitergegeben werden können. Eine Ursache ist in der anhaltend niedrigen Arbeitslosenquote bei zwar abgeschwächter, aber nach wie vor hoher Inflationsrate.

Jedoch wird sich die Ertragslage trotz dieser Faktoren voraussichtlich noch deutlich positiv darstellen und unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen auf einem soliden und zufriedenstellenden Niveau bewegen.

IV. Chancen - und Risikobericht

Trotz gewissenhafter Planung können volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen und unerwartete Marktentwicklungen Auswirkungen auf die Umsatz- und Ertragslage von AHORN Camp sowie des Konzerns haben.

Ein großes Risiko für die globale Konjunktur stellt seit dem Geschäftsjahr 2022 der Russland-Ukraine-Krieg und dessen Folgeeffekte dar. Steigende Energiepreise sowie die hohe Inflation in den Hauptabsätzmärkten führen zu einer Belastung privater Haushalte, Unternehmen und Staaten. Dies kann unter anderem den privaten Konsum und damit die mittel- bis langfristige Absatzentwicklung beeinträchtigen.

Die Corona-Pandemie und die damit einhergehenden Risiken für die Märkte konnten in 2022 größtenteils eingedämmt werden. Auch wurden von der Bundesregierung die diesbezüglichen Schutzmaßnahmen und Restriktionen überwiegend eingestellt. Insofern stellt die Corona-Pandemie derzeit kein wesentliches Risiko mehr dar. Sollten Maßnahmen von der Bundesregierung reaktiviert werden müssen, ist AHORN aufgrund der bisherigen Maßnahmenpläne vorbereitet.

Risiken und Chancen auf der Beschaffungsseite ergeben sich unter anderem aus der Volatilität bei Rohstoff- und Energiepreisen, die wiederum zu Preisschwankungen bei unseren Lieferanten bzw. deren Vorlieferanten führen könnten. Liquiditätsprobleme bei Lieferanten, Kapazitätsrestriktionen oder ein eingeschränkter Verhandlungsspielraum bei der Preisgestaltung können zu wesentlichen Auswirkungen auf unser Geschäft führen. Ein bedeutendes Risiko ergibt sich aus fortbestehenden oder gar verstärkten Lieferengpässen oder Unterbrechungen in der Lieferkette für verschiedene Materialien, insbesondere von Halbleiterelementen und Chassis. Hierdurch könnte es zu weiteren signifikanten Erhöhungen der Beschaffungspreise kommen. Hinzu kommt, dass aktuell eine hohe Abhängigkeit der AHORN Camp von einigen wenigen Lieferanten besteht, wodurch sich Verfügbarkeits- und Preisrisiken ergeben. Die Abhängigkeit beruht aber, was den Vertrieb auf dem deutschen Markt betrifft, auf Gegenseitigkeit. Im Übrigen könnte eine nach wie vor hohe Nachfrage nach Reisemobilen die weitgehende Weitergabe etwaiger Preiserhöhungen an die Kunden erlauben.

Aktuell vertreibt AHORN Camp Produkte vor allem über eigene Vertriebsniederlassungen sowie über ein Händlernetzwerk. Die Vertriebsstrategie wird fortlaufend im Hinblick auf neue Vertriebskanäle. Die Erschließung neuer, insbesondere digitaler Vertriebskanäle könnte sich positiv auf unsere Umsatz- und Ertragslage auswirken.

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Langfristig finanziert sich die Gesellschaft über Eigenkapital sowie über Leasingverträge. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird ein fortlaufender Liquiditätsplan erstellt, der permanent an aktuelle Änderungen angepasst wird und als Basis für die Geldmitteldisposition dient. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt AHORN Camp über ein effizientes Mahnwesen. Forderungsausfälle sind die Ausnahme.

AHORN Camp ist als international agierendes Unternehmen vielfältigen gesetzlichen und regulatorischen Anforderungen unterworfen. Grundsätzlich bestehen daher Risiken im Zusammenhang mit möglichen Verstößen gegen geltendes Recht oder mit möglichen Rechtsstreitigkeiten. Laufende oder sich anbahnende Rechtsstreitigkeiten werden stetig erfasst, analysiert, hinsichtlich ihrer möglichen Auswirkungen bewertet und in der bilanziellen Risikovorsorge berücksichtigt.

AHORN Camp ist auf qualifiziertes Personal angewiesen. Der Wettbewerb um Talente und Facharbeiter ist intensiv, insbesondere in der Reisemobil-Branche sowie in der Metropolregion Rhein-Neckar. Die regionale Arbeitslosenquote ist niedrig und es wird generell schwieriger, qualifiziertes Personal vor Ort zu rekrutieren. Trotzdem besteht aufgrund der effektiven HR-Arbeit derzeit kein wesentliches Risiko. So konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr die für das weitere Wachstum der AHORN Camp erforderlichen, fachlich ausgebildeten Mitarbeiter eingestellt werden. Dem Fluktuationsrisiko wird durch attraktive Vergütungen und Arbeitsplatzbedingungen sowie Möglichkeiten zur Weiterentwicklung vorgebeugt.

IT-Systeme sind kritisch für die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes. Risiken ergeben sich daher vor allem aus dem möglichen Ausfall der Server, Speichermedien und kritischer Anwendungen. Cyber-Attacken auf die IT-Infrastruktur sind dabei eine reale und ernstzunehmende Gefahr. Zur Risikominimierung werden ständig alle Möglichkeiten von Störungen, auch von außen, beobachtet und gegebenenfalls sofort unterbunden. AHORN Camp schützt sich zudem soweit wie möglich durch eine IT-Organisation und aktuelle Sicherheitssysteme, wie Anti-Viren-Software und Firewalls. Zusätzlich werden die Mitarbeiter regelmäßig zu diesbezüglichen Gefahren sensibilisiert.

AHORN Camp profitiert von verschiedenen gesellschaftlichen Entwicklungen, die sich in den vergangenen Jahren teilweise als Megatrends etabliert haben. Hierzu gehören beispielsweise das verstärkten Interesse an nachhaltigem, autarkem und/oder regionalem Tourismus. Im Zuge dessen könnte sich ein Zulauf von anderen Reise- und Urlaubsformen ergeben, die künftig aus ökologischer Sicht nicht mehr haltbar oder aufgrund der Knappheit fossiler Ressourcen für die breite Masse der Bevölkerung schlicht nicht mehr bezahlbar sein könnten.

Wir sind nach eingehender Überprüfung der Risikosituation zu der Auffassung gelangt, dass unter Berücksichtigung der finanziellen Auswirkungen und der Eintrittswahrscheinlichkeiten sowie vor dem Hintergrund einer gesunden Bilanzstruktur, unserer Ertragskraft und der gegenwärtigen Geschäftsaussichten, keine uns bekannte Risiken bestehen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.

 

Speyer, den 14.07.2023

Alexander Reichmann

Franziska Reichmann

Geschäftsführer der AHORN Holding GmbH

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die AHORN Holding GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der AHORN Holding GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzernanhang einschließlich Konzernanlagenspiegel, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 11. Mai 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der AHORN Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 11. Mai 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 11. Mai 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen/falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen/falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen/dolosen Handlungen oder Unrichtigkeiten/Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter -/ falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht,/ aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass / aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten/höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da Verstöße betrügerisches/dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses/Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung/Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger / bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Mannheim, den 25. September 2023

bkb audit GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Thorsten Hans, Wirtschaftsprüfer

Hans-Jürgen Deutsch, Wirtschaftsprüfer

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