JAF Immobilien GmbH
Selbe AdresseVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Franziska Nicole Reichmann seit 27.12.2021 | Geschäftsführer |
Alexander Christian Reichmann seit 27.12.2021 | Geschäftsführer |
Monika Vauck seit 27.12.2021 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 43.56% | |
| 22.44% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
AHORN Holding GmbHSpeyerKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 11.05.2022 bis zum 31.12.2022Konzernbilanz zum 31.12.2022AHORN Holding GmbH SpeyerAKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung vom 11.05.2022 bis 31.12.2022AHORN Holding GmbHSpeyer
Konzernanhang für das Rumpf-Geschäftsjahr 2022Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss Der vorliegende Konzernabschluss wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften gemäß §§ 290 ff. HGB sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Der Konzernabschluss entspricht den gesetzlichen Vorschriften unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und gibt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zutreffend wieder. Angaben, die wahlweise in der Konzernbilanz, in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung oder im Konzernanhang gemacht werden können, sind insgesamt im Konzernanhang aufgeführt. Für die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Angaben zur Identifikation der Mutter-Gesellschaft laut Registergericht
Konsolidierungskreis Die AHORN Holding GmbH stellt den Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Konzernkreis auf. In den Konzernabschluss sind, neben der AHORN Holding GmbH, Speyer, als Mutterunternehmen gemäß § 294 HGB folgende Tochterunternehmen im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen worden:
Folgende Unternehmen haben von den Befreiungen des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht:
Die Voraussetzungen des § 264 Abs. 3 HGB sind erfüllt. Konsolidierungsgrundsätze Die in die Konsolidierung einbezogenen Abschlüsse der inländischen Tochterunternehmen wurden entsprechend den gesetzlichen Vorschriften einheitlich nach den bei der AHORN Holding GmbH geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Der Konzernabschluss wurde auf den Abschlussstichtag des Mutterunternehmens zum 31. Dezember 2022 erstmals aufgestellt. Die Erstkonsolidierung erfolgte zum Stichtag 11. Mai 2022. Die Kapitalkonsolidierung wurden gemäß § 301 HGB nach der Neubewertungsmethode durchgeführt. Dabei werden die Buchwerte der Beteiligungen an den konsolidierten Gesellschaften den Zeitwerten der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten gegenübergestellt. Ein sich ergebender negativer Unterschiedsbetrag wurde als "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen. Ursächlich für die Einordnung als passiver Unterschiedsbetrag mit Eigenkapitalcharakter war, dass der Erwerbsvorgang einem günstigen Gelegenheitserwerb vergleichbar ist. Da das erworbene Vermögen zu einem wesentlichen Teil aus nicht abnutzbaren Vermögensgegenständen des Umlaufvermögens besteht, deren Umschlagsdauer nur wenige Wochen beträgt, wurde der passive Unterschiedsbetrag im Geschäftsjahr vollumfänglich erfolgswirksam aufgelöst. Der Auflösungsbetrag in Höhe von rd. 6.382 TEUR wurde unter den übrigen sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Gegenseitige Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Gesellschaften wurden aufgerechnet (§ 303 HGB). Umsatzerlöse und andere Erträge zwischen den einbezogenen Unternehmen wurden mit den entsprechenden Aufwandsposten verrechnet (§ 305 HGB). Eliminierungen von Zwischenergebnissen (§ 304 HGB) sind erfolgt. Konsolidierungsmaßnahmen führten zu keinen Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen. Latente Steuern (§ 306 HGB) sind insofern nicht auszuweisen. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Mutterunternehmens wurden einheitlich für alle Konzernunternehmen angewendet. Die Bewertung wurde gemäß §§ 252 bis 256a HGB vorgenommen. Immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen. Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt in den Fällen, in denen dies zu einer höheren Jahresabschreibung führt. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:
Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die liquiden Mittel werden zum Nennwert ausgewiesen. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Der Betrag der in den kumulierten Abschreibungsbeträgen nicht enthaltenen Sofortabschreibungen des Geschäftsjahres von geringwertigen Wirtschaftsgütern beläuft sich auf 29.399,10 Euro. Die kumulierten Abschreibungen betrugen zum Beginn des Geschäftsjahres: 377.795,51 Euro. Die kumulierten Abschreibungen betrugen am Ende des Geschäftsjahres: 380.743,45 Euro. Zu den Abschreibungen im Zusammenhang mit Zugängen und Abgängen sowie Umbuchungen im Laufe des Geschäftsjahres sind folgende Angaben zu machen:
Aufstellung des Anteilsbesitzes Die Beteiligungen mit Anteilsbesitz von mehr als 20% setzen sich zum 31. Dezember 2022 wie folgt zusammen:
Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten.
Angabe zu Restlaufzeitvermerken Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 91.250,00 Euro. Verbindlichkeitsspiegel:
Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen. Die finanziellen Verpflichtung aus den Miet- und Pachtverträgen über unbebaute und bebaute Grundstücke betragen 2023 ff. jährlich 759.102,12 Euro netto , insgesamt 3.795.510,60 Euro in den nächsten fünf Jahren. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Aufgliederung der Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse stellen sich wie folgt dar:
Überleitungsrechnung des Steueraufwands
1) Erwartete Steuerquote für Gewerbesteuer
von rund 14,88%.
Erläuterung der Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung Bei den Erträgen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung handelt es sich im Einzelnen um die der Auflösung des passiven Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von 6.382 TEUR. Der Betrag ist unter übrigen sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2022 entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen und beträgt netto TEUR 34. Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: Alexander Reichmann, Geschäftsführer Franziska Reichmann, Geschäftsführerin Vorgänge von besonderer Bedeutung Es gab keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag. Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung des MutterunternehmensDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresüberschuss wird auf neue Rechnung vorgetragen. Unterschrift der Geschäftsführung
Speyer, den 14.07.2023 Franziska Nicole Reichmann, Geschäftsführerin Alexander Reichmannn, Geschäftsführer Konzernanlagenspiegel für das Rumpf-Geschäftsjahr 2022
Konzernkapitalflussrechnung für das Rumpf-Geschäftsjahr 2022
Konzerneigenkapitalspiegel für das Rumpf-Geschäftsjahr 2022
Konzernlagebericht für das Rumpf-Geschäftsjahr 2022I. Grundlagen des Konzerns 1. Geschäftsmodell Am 11. Mai 2022 hat die AHORN Holding GmbH (Amtsgericht Ludwigshafen, HRB 68250) jeweils 100%ige Beteiligungen an der AHORN Camp GmbH (Amtsgericht Ludwigshafen, HRB 67928) sowie an der AHORN Service GmbH (Amtsgericht Ludwigshafen, HRB 67929) übernommen. AHORN Holding GmbH fungiert als reine Vermögensholding. Durch die Übernahme der Beteiligungen ist ein Konzern im Sinne von § 290 HGB entstanden. Kerngeschäft der AHORN Gruppe ist seit 1991 der Vertrieb von Reisemobilen und Campervans der eigenen Handelsmarke AHORN, die durch langjährige Produktionspartner in Italien und Frankreich vornehmlich auf Basis von Renault-Chassis nach unseren Vorgaben gefertigt werden. Daneben werden in geringerem Umfang auch gebrauchte Wohnmobile aus Inzahlungnahmen gehandelt. Zu unserem Kundenkreis gehören Privatpersonen sowie gewerbliche Reisemobilhändler und -vermieter aus ganz Europa, wobei unser Kernmarkt Deutschland ist. Der Vertrieb erfolgt unter anderem an den zwei eigenen Standorten in Speyer und in Mülheim an der Ruhr sowie durch die rechtlich selbständige Handelsvertreterin Ahorn Wohnmobile Frankfurt GmbH mit Niederlassung in Dietzenbach, die ausschließlich AHORN Fahrzeuge vertreibt. Neben der Beratung durch Fachpersonal vor Ort werden Kunden auch online und per Telefon beraten. Für die Kundenbetreuung nach dem Kauf werden an allen Standorten umfangreiche Service- und Reparaturleistungen angeboten. Durch die langjährige Partnerschaft mit Renault profitieren wir ferner von einem Händlernetzwerk aus über 40 Autohäusern, das ein wesentlicher Baustein unseres Vertriebs ist. Durch die enge Zusammenarbeit zwischen den Niederlassungen und Partnerstationen entsteht eine einzigartige Symbiose zwischen dem Pkw- und Reisemobilvertrieb. Dies ermöglicht ein deutschlandweites Beratungs-, Service- und Werkstattangebot. Der Fahrzeugvertrieb wird ausschließlich über die Tochtergesellschaft AHORN Camp abgewickelt. Über die flächendeckende Vermittlungsplattform AHORN Rent werden AHORN Fahrzeuge zudem durch mittlerweile rund 60 externe Vermietpartnerstationen zur Vermietung angeboten. Durch das Vermietsystem eröffnen sich für uns neue Absatzkanäle. Einsteiger können so an den Reisemobilbereich herangeführt und an die Marke AHORN gebunden werden, während Personen mit konkretem Kaufinteresse die Möglichkeit erhalten, AHORN Modelle vor dem Kauf ausgiebig zu testen. Unsere Vermietpartner profitieren unter anderem von einem zentralisierten Marketing, der steigenden Markenbekanntheit und einer eigens entwickelten, nutzerfreundlichen Vermietersoftware. Das Vermietgeschäft wird im Wesentlichen über die Tochtergesellschaft AHORN Service abgewickelt. 2. Forschung und Entwicklung Die AHORN Camp GmbH hat in branchenüblichem Umfang Entwicklungen zur technischen Weiterentwicklung der Produkte getätigt. Die übrigen Konzerngesellschaften tätigen keine Entwicklungen. 3. Zweigniederlassungen Die Konzerngesellschaften haben ihren Sitz in Speyer. Die AHORN Camp GmbH unterhält eine Zweigniederlassung in Mülheim an der Ruhr. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Erholung der Weltwirtschaft von der Corona-Pandemie wurde ab Februar 2022 durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und den damit einhergehenden globalen Auswirkungen ausgebremst. Dazu zählen erhebliche Lieferkettenengpässe und Preissteigerungen bei Rohstoffen und Energie. In der EU und in Deutschland waren die wirtschaftlichen Folgen des Krieges wegen der hohen Abhängigkeit von russischem Gas besonders spürbar. So lag die durchschnittliche Inflationsrate in der EU bei 9,2 %, in der Eurozone bei 8,4 % und in Deutschland bei 7,9 % (Quelle Statistisches Bundesamt). Um der Inflation entgegenzuwirken, erhöhte die Mehrzahl der großen Zentralbanken die Leitzinsen deutlich. Diese Faktoren belasteten die globale Wirtschaft, sodass sich das Weltwirtschaftswachstum laut IWF im Vergleich zum Vorjahr auf 3,4 % abschwächte (Quelle IWF). Auch die EU-Staaten sowie die Eurozone verzeichneten mit jeweils rd. 3,5 % ein verlangsamtes Wachstum, während in Deutschland das Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr um 1,8 % wuchs (Quelle Statistisches Bundesamt). Die europäische Reisemobilbranche blickt nach dem Rekordjahr 2021 auf ein turbulentes Jahr 2022 zurück: Die Nachfrage nach Reisemobilen blieb europaweit sehr hoch und bescherte den Unternehmen einen hohen Auftragsbestand. Trotzdem wurden mit 147.498 neu zugelassenen Reisemobilen 18,7 % weniger Einheiten als im Vorjahr registriert (Quelle ECF). Grund hierfür waren stockende Lieferketten, insbesondere bei Fahrzeug-Chassis und Halbleitern. Infolgedessen konnte die hohe Nachfrage teilweise nicht bedient werden. Bei den Neuzulassungen von Reisemobilen lagen nahezu alle europäischen Einzelmärkte im Minus. Deutschland war auch 2022 mit 66.507 neu zugelassenen Reisemobilen der mit Abstand größte Markt, jedoch sanken die Zulassungen um 18,3 % gegenüber dem Vorjahr. Der zweistellige Minustrend spiegelte sich ebenfalls in den anderen größeren Absatzmärkten wider: Frankreich als zweitwichtigster Markt verzeichnete ein Minus von 20,2 % (24.611 Einheiten). Auch das Vereinigte Königreich mit 11.823 Neuzulassungen (-16,0 %) und die Schweiz mit 7.165 Einheiten (-15,7%) verbuchten deutliche Rückgänge. Die relativ höchsten Rückgänge gab es in Skandinavien (Finnland -45,2 %, Norwegen -33,4 %, Schweden -31,0 %). 2. Geschäftsverlauf und Lage des Konzerns Im Rumpf-Konzerngeschäftsjahr vom 11. Mai 2022 bis 31. Dezember 2022 wurden rund 98,8 % des Konzernumsatzes von AHORN Camp erzielt. Davon entfallen 95,5 % auf den Handel mit Reisemobilen und Campervans, 1,9 % auf Handelsumsätze und Dienstleistungen, die üblicherweise im Gefolge vorkommen, wie etwa den Handel mit Ersatz- und Zubehörteilen sowie Werkstattleistungen. 1,5 % entfallen auf sonstige Umsätze. Die AHORN Service erzielte rund 1,2 % des Konzernumsatzes. Die weiteren Konzerngesellschaften AHORN Holding sowie AHORN Group haben keine Umsätze getätigt. In Bezug auf die Bilanz ist die Stellung der AHORN Camp innerhalb des Konzerns mit einem Anteil von rd. 90,0 % an der Summenbilanz ähnlich hervorgehoben. Gleiches gilt für die Beschäftigten des Konzerns, von denen rd. 95,7% bei der AHORN Camp angestellt sind. Angesichts der Dominanz der AHORN Camp im Konzerngefüge wird nachfolgend über die AHORN Camp berichtet. Zur besseren Nachvollziehbarkeit und Vergleichbarkeit wird dabei auf das Kalenderjahr 2022 abgestellt, wobei zusätzlich die Werte des gesamten Konzerns im Rumpf-Konzerngeschäftsjahr 2022 angegeben werden. Die AHORN Camp war vor allem in den ersten beiden Quartalen 2022 von Lieferengpässen aufgrund des Krieges betroffen. Zahlreiche Liefertermine wurden storniert. Ab dem zweiten Halbjahr konnte ein Teil des Rückstands aufgeholt werden. Dennoch war der Umsatz - nach dem ununterbrochenen Wachstum seit 2013 - im Geschäftsjahr 2022 erstmals rückläufig. Mit insgesamt rd. 4,9 % Rückgang gegenüber dem Rekord-Vorjahr ist der Umsatz jedoch immerhin höher ausgefallen als zu Beginn des Geschäftsjahres erwartet. Die Materialaufwandsquote konnte in 2022 gegenüber dem Vorjahr um etwa 2,3 % gesenkt werden. Mitursächlich hierfür sind neben Preissteigerungseffekten auf der Absatzseite auch Rabatteffekte auf der Beschaffungsseite. Das Rohergebnis konnte in der Folge um ca. 8,0 % auf rd. 18.019 TEUR (Konzern: 13.760 TEUR) gesteigert werden. Bei den Personalkosten ergab sich indessen eine signifikante Erhöhung von rd. 41,7 % auf 4.589 TEUR (Konzern: 3.377 TEUR). Diese ist zum einen auf die signifikante Vergrößerung der Belegschaft von durchschnittlich rd. 77 Beschäftigten in 2021 auf durchschnittlich rd. 89 Beschäftigte in 2022 (Konzern: 93) zurückzuführen und zum anderen darauf, dass erstmals Geschäftsführervergütungen gezahlt wurden. Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen war ein vergleichsweise moderater Anstieg von insgesamt rd. 1,0 % auf 5.234 TEUR (Konzern: 4.003 TEUR) zu verzeichnen. Ursächlich dafür ist der konsequente Ausbau des Eigenvertriebs, wodurch die Kosten für den Fremdvertrieb um rd. 30,8% gesenkt werden konnten. Hierdurch konnten Kostensteigerungen in anderen Bereichen, etwa bei den Raumkosten (+27,3 %) oder den Werbe- und Reisekosten (+30,3 %), weitgehend kompensiert werden. Das EBITDA ging um rd. 0,6% auf rd. 8.175 TEUR (Konzern: 6.364 TEUR) zurück. Die Bilanzsumme in Höhe von rd. 31.497 TEUR (Konzern: 32.276 TEUR) hat sich gegenüber dem Vorjahr nahezu verdoppelt (+ 98,8 %). Hauptreiber dafür ist die Erhöhung des Vorratsbestands sowie korrespondierend der kurzfristigen Verbindlichkeiten. Die Eigenkapitalquote ist mit rd. 39,5 % (Konzern: 40,7 %) nach wie vor als solide zu beurteilen. Die Schuldposten am Bilanzstichtag bestehen aus lang- und kurzfristigen Rückstellungen sowie aus kurzfristigen Verbindlichkeiten. Im Geschäftsjahr musste zu keinem Zeitpunkt ein Kontokorrentkredit in Anspruch genommen werden. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist unter Ausnutzung von Skonti zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die Finanzlage des Unternehmens ist als gesichert zu bezeichnen. Im Berichtsjahr wurden 624 TEUR in Anlagen investiert (Konzern: 634 TEUR). Aufgrund der Ausweitung der Bilanzsumme ist die Anlagenintensität dennoch leicht auf rd. 2,5% zurückgegangen (Konzern: 3,2 %). Den Löwenanteil der Aktiva bilden die Vorräte in Höhe von rd. 25.058 TEUR (Konzern: 25.058 TEUR), was einer Vorratsintensität zum Stichtag von rd. 79,6 % (Konzern: 77,6 %) entspricht. Etwa 16,1 % (Konzern: 15,3 %) der Bilanzsumme entfallen auf Kundenforderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die dabei bestehenden Ausfallrisiken sind von untergeordneter Bedeutung. Die flüssigen Mittel betragen zum Stichtag 233 TEUR (Konzern: 287 TEUR). Die Vermögenslage ist damit auf stabilem Niveau. 3. Finanzielle Leistungsindikatoren Bei der finanziellen Leistungsmessung stellen sich für den Konzern die Entwicklung von Umsatz, Rohgewinn I sowie EBITDA der AHORN Camp als bedeutsamste Leistungsindikatoren dar. Der Umsatz ist gegenüber dem Vorjahr um rd. 4,9 % TEUR gesunken. Der Rohgewinn I definiert sich als Saldo aus Umsatzerlösen und dem Materialaufwand und ist im Vorjahresvergleich um rd. 1.327 TEUR bzw. 8,0% gestiegen. Das EBITDA ist um ca. 53 TEUR bzw. 0,6 % zurückgegangen. 4. Gesamtaussage Der Umsatz war aufgrund Lieferengpässen rückläufig. Demgegenüber konnte aufgrund einer Senkung der Materialkostenquote der Rohgewinn I gegenüber dem Vorjahr ausgebaut werden. Nichtsdestotrotz war das EBITDA aufgrund gestiegener Personalkosten moderat rückläufig. Die Rentabilität des Unternehmens ist nach wie vor auf zufriedenstellenden Niveau. Die kurzfristig fälligen Verbindlichkeiten sind jederzeit durch ausreichende kurzfristig verfügbare Mittel gedeckt. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der AHORN Camp GmbH sowie des Konzerns wird als geordnet beurteilt. III. Prognosebericht Die globale Konjunkturentwicklung ist nach wie vor von Unsicherheit geprägt. Abzuwarten bleiben die weiteren Konsequenzen des Krieges zwischen Russland und der Ukraine und die damit verbundenen konjunkturellen Auswirkungen durch Inflation und Leitzinsanpassungen. Auch die aus den Krisen der vergangenen Jahre verursachten Störungen der globalen Lieferketten können die Entwicklung weiterhin beeinträchtigen. Für 2023 wird mit einem sich weiter abschwächenden Weltwirtschaftswachstum von 2,8 % gerechnet. Für die Eurozone wird eine noch deutlichere Verlangsamung des Wachstums auf 0,8 % prognostiziert. Für Deutschland wird sogar einer Schrumpfung des BIP in Höhe von 0,1 % erwartet. Die Neuzulassungen von Reisemobilen in Europa sind im ersten Quartal 2023 mit 37.640 Einheiten um rd. 3,9 % gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum zurückgegangen. Die Entwicklung auf den nationalen Einzelmärkten fiel dabei recht unterschiedlich aus. So konnte der wichtige deutsche Markt mit 18.479 Einheiten um rund 5,7 % gegenüber dem ersten Quartal 2022 zulegen. AHORN Camp konnte im ersten Quartal 2023 ein deutliches Umsatzplus von rd. 31,8% gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal verbuchen, welches aufgrund des Ausbruchs des Ukraine-Krieges enttäuschend ausgefallen war. Demgegenüber funktionieren in 2023 Lieferketten bislang wieder reibungsloser und Auslieferungen in der Regel planmäßig. Zudem kann in 2023 der hohe Vorratsbestand aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr umgesetzt werden. Das Umsatzwachstum wird sich jedoch im weiteren Jahresverlauf voraussichtlich noch abschwächen. Auf der Beschaffungsseite sowie bei den Personalkosten wird es voraussichtlich spürbare Teuerungen geben, die nicht 1:1 durch höhere Absatzpreise weitergegeben werden können. Eine Ursache ist in der anhaltend niedrigen Arbeitslosenquote bei zwar abgeschwächter, aber nach wie vor hoher Inflationsrate. Jedoch wird sich die Ertragslage trotz dieser Faktoren voraussichtlich noch deutlich positiv darstellen und unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen auf einem soliden und zufriedenstellenden Niveau bewegen. IV. Chancen - und Risikobericht Trotz gewissenhafter Planung können volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen und unerwartete Marktentwicklungen Auswirkungen auf die Umsatz- und Ertragslage von AHORN Camp sowie des Konzerns haben. Ein großes Risiko für die globale Konjunktur stellt seit dem Geschäftsjahr 2022 der Russland-Ukraine-Krieg und dessen Folgeeffekte dar. Steigende Energiepreise sowie die hohe Inflation in den Hauptabsätzmärkten führen zu einer Belastung privater Haushalte, Unternehmen und Staaten. Dies kann unter anderem den privaten Konsum und damit die mittel- bis langfristige Absatzentwicklung beeinträchtigen. Die Corona-Pandemie und die damit einhergehenden Risiken für die Märkte konnten in 2022 größtenteils eingedämmt werden. Auch wurden von der Bundesregierung die diesbezüglichen Schutzmaßnahmen und Restriktionen überwiegend eingestellt. Insofern stellt die Corona-Pandemie derzeit kein wesentliches Risiko mehr dar. Sollten Maßnahmen von der Bundesregierung reaktiviert werden müssen, ist AHORN aufgrund der bisherigen Maßnahmenpläne vorbereitet. Risiken und Chancen auf der Beschaffungsseite ergeben sich unter anderem aus der Volatilität bei Rohstoff- und Energiepreisen, die wiederum zu Preisschwankungen bei unseren Lieferanten bzw. deren Vorlieferanten führen könnten. Liquiditätsprobleme bei Lieferanten, Kapazitätsrestriktionen oder ein eingeschränkter Verhandlungsspielraum bei der Preisgestaltung können zu wesentlichen Auswirkungen auf unser Geschäft führen. Ein bedeutendes Risiko ergibt sich aus fortbestehenden oder gar verstärkten Lieferengpässen oder Unterbrechungen in der Lieferkette für verschiedene Materialien, insbesondere von Halbleiterelementen und Chassis. Hierdurch könnte es zu weiteren signifikanten Erhöhungen der Beschaffungspreise kommen. Hinzu kommt, dass aktuell eine hohe Abhängigkeit der AHORN Camp von einigen wenigen Lieferanten besteht, wodurch sich Verfügbarkeits- und Preisrisiken ergeben. Die Abhängigkeit beruht aber, was den Vertrieb auf dem deutschen Markt betrifft, auf Gegenseitigkeit. Im Übrigen könnte eine nach wie vor hohe Nachfrage nach Reisemobilen die weitgehende Weitergabe etwaiger Preiserhöhungen an die Kunden erlauben. Aktuell vertreibt AHORN Camp Produkte vor allem über eigene Vertriebsniederlassungen sowie über ein Händlernetzwerk. Die Vertriebsstrategie wird fortlaufend im Hinblick auf neue Vertriebskanäle. Die Erschließung neuer, insbesondere digitaler Vertriebskanäle könnte sich positiv auf unsere Umsatz- und Ertragslage auswirken. Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Langfristig finanziert sich die Gesellschaft über Eigenkapital sowie über Leasingverträge. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird ein fortlaufender Liquiditätsplan erstellt, der permanent an aktuelle Änderungen angepasst wird und als Basis für die Geldmitteldisposition dient. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt AHORN Camp über ein effizientes Mahnwesen. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. AHORN Camp ist als international agierendes Unternehmen vielfältigen gesetzlichen und regulatorischen Anforderungen unterworfen. Grundsätzlich bestehen daher Risiken im Zusammenhang mit möglichen Verstößen gegen geltendes Recht oder mit möglichen Rechtsstreitigkeiten. Laufende oder sich anbahnende Rechtsstreitigkeiten werden stetig erfasst, analysiert, hinsichtlich ihrer möglichen Auswirkungen bewertet und in der bilanziellen Risikovorsorge berücksichtigt. AHORN Camp ist auf qualifiziertes Personal angewiesen. Der Wettbewerb um Talente und Facharbeiter ist intensiv, insbesondere in der Reisemobil-Branche sowie in der Metropolregion Rhein-Neckar. Die regionale Arbeitslosenquote ist niedrig und es wird generell schwieriger, qualifiziertes Personal vor Ort zu rekrutieren. Trotzdem besteht aufgrund der effektiven HR-Arbeit derzeit kein wesentliches Risiko. So konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr die für das weitere Wachstum der AHORN Camp erforderlichen, fachlich ausgebildeten Mitarbeiter eingestellt werden. Dem Fluktuationsrisiko wird durch attraktive Vergütungen und Arbeitsplatzbedingungen sowie Möglichkeiten zur Weiterentwicklung vorgebeugt. IT-Systeme sind kritisch für die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes. Risiken ergeben sich daher vor allem aus dem möglichen Ausfall der Server, Speichermedien und kritischer Anwendungen. Cyber-Attacken auf die IT-Infrastruktur sind dabei eine reale und ernstzunehmende Gefahr. Zur Risikominimierung werden ständig alle Möglichkeiten von Störungen, auch von außen, beobachtet und gegebenenfalls sofort unterbunden. AHORN Camp schützt sich zudem soweit wie möglich durch eine IT-Organisation und aktuelle Sicherheitssysteme, wie Anti-Viren-Software und Firewalls. Zusätzlich werden die Mitarbeiter regelmäßig zu diesbezüglichen Gefahren sensibilisiert. AHORN Camp profitiert von verschiedenen gesellschaftlichen Entwicklungen, die sich in den vergangenen Jahren teilweise als Megatrends etabliert haben. Hierzu gehören beispielsweise das verstärkten Interesse an nachhaltigem, autarkem und/oder regionalem Tourismus. Im Zuge dessen könnte sich ein Zulauf von anderen Reise- und Urlaubsformen ergeben, die künftig aus ökologischer Sicht nicht mehr haltbar oder aufgrund der Knappheit fossiler Ressourcen für die breite Masse der Bevölkerung schlicht nicht mehr bezahlbar sein könnten. Wir sind nach eingehender Überprüfung der Risikosituation zu der Auffassung gelangt, dass unter Berücksichtigung der finanziellen Auswirkungen und der Eintrittswahrscheinlichkeiten sowie vor dem Hintergrund einer gesunden Bilanzstruktur, unserer Ertragskraft und der gegenwärtigen Geschäftsaussichten, keine uns bekannte Risiken bestehen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.
Speyer, den 14.07.2023 Alexander Reichmann Franziska Reichmann Geschäftsführer der AHORN Holding GmbH Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die AHORN Holding GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der AHORN Holding GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzernanhang einschließlich Konzernanlagenspiegel, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 11. Mai 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der AHORN Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 11. Mai 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen/falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen/falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen/dolosen Handlungen oder Unrichtigkeiten/Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger / bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Mannheim, den 25. September 2023 bkb
audit GmbH
Thorsten Hans, Wirtschaftsprüfer Hans-Jürgen Deutsch, Wirtschaftsprüfer |
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