Blackhawk Network Germany GmbH

Ludwigstraße 2, 50667 Köln, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 83111
Eingetragen
21.9.2007
Branche
Großhandel mit Lederwaren, Reisegepäck, Geschenk- und WerbeartikelnGroßhandel mit TabakwarenGroßhandel mit kosmetischen Erzeugnissen und Körperpflegemitteln
Gegenstand
die Vermarktung, der Vertrieb von und Großhandel mit Produkten, insbesondere Prepaid Karten, Geschenkkarten und ähnlichen Produkten und die Erbringung damit in Zusammenhang stehender Dienstleistungen mit Ausnahme solcher Tätigkeiten für die eine besondere Erlaubnis erforderlich ist

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Leif-Eric Marx
seit 3.11.2020
Geschäftsführer
Bodo Mauss
seit 10.6.2020
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Blackhawk Network Holdings, Inc.USA
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
El Paso LNG Altamira II B.V.
Netherlands
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Blackhawk Network Germany GmbH

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

Blackhawk Network Germany GmbH ist eine Konzerntochter der Blackhawk Network Inc. mit Sitz in Pleasanton, CA 94588, 6220 Stoneridge Mall Road, USA.

Die Blackhawk Network Germany GmbH baut ein Netzwerk aus individuellen Geschenk- und Prepaidkartendisplays bei reichweitenstarken Einzelhändlern (Distributionspartnern) auf. Diese werden mit Geschenkkarten der teilnehmenden Unternehmen (Contentpartner) bestückt, so dass für den Endverbraucher eine große Auswahl an Geschenkkarten unterschiedlichster Branchen zur Verfügung steht. Die Blackhawk Network Germany GmbH erfasst für alle teilnehmenden Unternehmen die Abverkäufe aus den Geschenk- und Prepaidkartendisplays und stellt auf Basis der erfassten Transaktionen Reporting und Clearing zwischen den Partnern her.

Die Blackhawk Network Germany GmbH und ihre Tochtergesellschaften waren im Jahr 2023 in Deutschland, der Schweiz, sowie in Österreich operativ tätig.

Das Jahr 2023 war geprägt von der Gewinnung weiterer neuer Contentpartner und damit einhergehend der Stärkung des Produktportfolios durch relevante Endverbrauchermarken, sowie den Vertragsverlängerungen mit relevanten Distributionspartnern.

II. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die konjunkturelle Lage in Deutschland war im Jahr 2023 vor allem durch die stark gestiegenen Energie- und Verbraucherpreise gekennzeichnet mit einer Inflation von 5,9 %. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Quelle Destatis) im Jahr 2023 0,3 % unter dem Vorjahreswert.

Die privaten Konsumausgaben waren preisbereinigt um 0,8 % niedriger als ein Jahr zuvor, die staatlichen Konsumausgaben stiegen deutlicher mit 4,06 %.

Der Einzelhandel im engeren Sinne verzeichnete eine negative Entwicklung im Jahr 2023 mit einem Umsatzrückgang von 3,3 % gegenüber dem Vorjahr (Quelle Statista). Die Absatzzahlen lassen auch eine immer breiter werdende Akzeptanz für Prepaidkarten erkennen.

III. Darstellung des Geschäftsverlaufs und der Lage der Gesellschaft

Ertragslage

Ergebnisquellen Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
T€ T€ T€ %
Gesamtleistung 48.805 46.966 1.839 3,9
Betriebsergebnis 913 1.211 -298 -24,6
Zinsergebnis 482 -2 484 *
Steuerergebnis -312 -27 -284 1035,8
Jahresergebnis 1.083 1.181 -98 -8,3

Die Berichtsgesellschaft hat eine um 3,9 % höhere Gesamtleistung als im Vorjahr erwirtschaftet, welche sich aus dem höheren Gutscheinverkauf und damit einhergehend höheren Provisionserlösen ergibt.

Das Umsatzwachstum steht im Einklang mit steigenden Absatzzahlen.

Ergebnisquellen Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
T€ T€ T€ %
Gesamtleistung 48.805 46.966 1.839 3,9
Materialaufwand 36.487 35.432 1.055 3,0

Die Gesamtleistung stellt im Wesentlichen die Provisionen der Contentpartner dar und als Materialaufwand stehen die Provisionen an die Distributionspartner dem gegenüber. Die prozentuale Erhöhung des Materialeinsatzes fiel geringer aus als die Erhöhung der Leistung, d.h. die Marge hat sich geringfügig verbessert.

Das Betriebsergebnis liegt mit 24,6% unter dem Vorjahreswert.

Das Zinsergebnis, welches Zinszahlungen von Konzerngesellschaften und für Darlehn enthält, hat sich um T€ 485 verbessert.

Das Ergebnis in Höhe von T€ 1.083 liegt unter dem Vorjahreswert.

Bereinigt um die Konzernumlage ergeben sich folgende Werte:

Ergebnisquellen Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
T€ T€ T€ %
Gesamtleistung 48.805 46.966 1.839 3,9
Betriebsergebnis 3.039 1.938 1.101 56,8
Zinsergebnis 482 -2 484 *
Steuerergebnis -312 -27 -284 1035,8
Jahresergebnis 3.209 1.908 1.301 68,2

Vermögenslage und Finanzlage

wesentliche Bilanzposten Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
T€ T€ T€ %
Aktiva
Anlagevermögen 11.551 6.571 4.980 75,8
kurzfristige Vermögenswerte 63.455 57.883 5.571 9,6
liquide Mittel 455 18.744 -18.289 -97,6
Passiva
Eigenkapital 14.356 28.273 -13.917 -49,2
kurzfristige Verbindlichkeiten 42.318 38.587 3.731 9,7
langfristige Verbindlichkeiten 0 0 0 0,0
Bilanzsumme 75.461 83.198 -7,737 -9,3

Die Bilanzsumme beträgt zum Stichtag T€ 75.461 (Vorjahr T€ 83.198) und hat sich zu dem Vorjahr verringert.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit T€ 46.458 (Vorjahr T€ 37.460) haben sich erhöht, während sich die sonstigen Vermögensgegenstände mit T€ 14.217 (Vorjahr T€ 17.532) vermindert haben.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich mit T€ 38.464 (Vorjahr T€ 31.977) erhöht.

Unsere Gesellschaft hat im Geschäftsjahr eine positive Entwicklung genommen.

Die Finanzlage wird als gut eingeschätzt. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (Jahresüberschuss zuzüglich Abschreibungen) beträgt im Berichtsjahr T€ 1.113 (Vorjahr T€ 1.404). Mit den Zahlungsmittelzuflüssen aus der operativen Geschäftstätigkeit können die notwendigen Investitionen finanziert und Zahlungen an Kapitalgeber bedient werden.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:

• den Umsatzerlösen,

• den Aufwendungen für bezogene Leistungen und

• der Branchenentwicklung.

Das prognostizierte organische Wachstum bemessen an der Umsatzsteigerung von 10% wurde mit 4 % nicht erreicht, bedingt durch einen nachteilhaften Produktmix mit höherem Absatz margenschwacher Produkte.

Gesamtaussage

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als gut ein.

Unsere Umsatz- und Ergebnisentwicklung ist stabil.

Die Liquidität 2. Grades ist größer eins.

IV. Prognosebericht

Der Schwerpunkt des Jahres 2024 in Deutschland liegt auf dem Ausbau der bestehenden Regalflächen. Zudem steht die Gewinnung weiterer Contentpartner sowie die Ausweitung der Distribution bestehender Brands im Fokus.

Im operativen Geschäftsverlauf stehen die Erzielung der geplanten Absatz- und Umsatzwerte im Vordergrund. Maßnahmen hierzu sind beispielsweise die Konzentration interner Marketingaufwendungen für verkaufsfördernde Maßnahmen am Point of Sale zu den zentralen Geschenkanlässen Ostern, Muttertag und Weihnachten bei gleichzeitiger kontinuierlicher Aktivierung der relevanten Distributionspartner.

Die Ergebnisplanung für das Jahr 2024 prognostiziert einen Jahresüberschuss. Grundsätzlich ist auszuführen, dass die Wahrnehmung der Gattung "Prepaidkarten" durch den Verbraucher kontinuierlich stattfindet und dies zu Absatzsteigerungen führt. Das organische Wachstum bei den bestehenden Distributionspartnern wird durch die Aufnahme weiterer attraktiver Brands und neuer Prepaidprodukte gestützt.

Die Geschäftsführung erwartet für das Jahr 2024 ein positives Jahresergebnis. Es wird ein organisches Wachstum bemessen am Umsatz in Höhe von ca. 10% bei den bestehenden Distributionspartnern erwartet.

V. Wesentliche Chancen und Risiken

Die Geschäftsführung sieht wesentliche Chancen in der weiteren Steigerung der Kundenakzeptanz des Geschäftsmodells, sowie im Ausbau der Akzeptanzstellen, der Verlängerung bestehender Akzeptanzpartnerverträge und Gewinnung weiterer Contentpartner.

Nach Einschätzung der Geschäftsführung liegen die wesentlichen Risiken für eine Verfehlung der Jahresziele 2024 in der Nichterreichung der gesetzten Absatzziele durch den wachsenden Druck durch Marktteilnehmer in unserem Geschäftsfeld, dem einhergehenden Verlust von Distributionspartnern sowie sinkender Margen.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird ein fortlaufender Liquiditätsplan erstellt, der permanent an aktuelle Änderungen angepasst wird und als Basis für die Geldmitteldisposition dient.

Dieser Lagebericht stellt den Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Kapitalgesellschaft nach bestem Wissen so dar, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, und dass die wesentlichen Chancen und Risiken mit Angabe der zugrunde liegenden Annahmen beschrieben sind.

 

Köln, 15.04.2025

Blackhawk Network Germany GmbH

Die Geschäftsführung

Leif-Eric Marx

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 11.551.040,02 6.571.051,45
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.569,70 2.518,70
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 1.569,70 2.518,70
II. Sachanlagen 25.952,07 45.014,50
1. technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 25.952,07 45.014,50
III. Finanzanlagen 11.523.518,25 6.523.518,25
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 6.523.518,25 6.523.518,25
2. sonstige Finanzanlagen 5.000.000,00 0,00
B. Umlaufvermögen 63.452.892,33 75.976.110,84
I. Vorräte 754.853,92 655.713,31
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 62.242.754,42 56.576.418,29
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.567.284,86 1.584.543,92
2. sonstige Vermögensgegenstände 60.675.469,56 54.991.874,37
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 455.283,99 18.743.979,24
C. Rechnungsabgrenzungsposten 457.025,18 651.303,49
Bilanzsumme, Summe Aktiva 75.460.957,53 83.198.465,78

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 14.356.052,34 28.272.739,72
I. gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 51.155.766,03 66.155.766,03
III. Bilanzverlust 36.824.713,69 37.908.026,31
B. Rückstellungen 17.983.854,97 16.117.083,31
C. Verbindlichkeiten 42.318.498,22 38.587.277,17
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.713.057,85 6.609.416,31
2. sonstige Verbindlichkeiten 38.605.440,37 31.977.860,86
D. Rechnungsabgrenzungsposten 802.552,00 221.365,58
Bilanzsumme, Summe Passiva 75.460.957,53 83.198.465,78

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 12.440.023,48 11.954.855,02
2. Personalaufwand 3.555.434,70 3.769.768,00
a) Löhne und Gehälter 3.004.726,56 3.216.714,11
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 550.708,14 553.053,89
davon für Altersversorgung 4.744,74 2.023,83
3. Abschreibungen 29.900,94 222.756,48
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 29.900,94 48.931,73
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 0,00 173.824,75
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 7.942.050,41 6.751.813,59
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 27.032,64 7.681,70
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 482.452,16 946,87
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00 3.059,37
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 311.592,97 27.158,08
8. Ergebnis nach Steuern 1.083.496,62 1.181.246,37
9. sonstige Steuern 184,00 293,00
Jahresüberschuss 1.083.312,62 1.180.953,37

Anhang

I. Allgemeine Angaben

Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma Blackhawk Network Germany GmbH mit Sitz in Köln im Handelsregister des Amtsgerichts Köln unter der Nummer HRB 83111 eingetragen.

Erläuterungen zum Jahresabschluss und Gliederungsgrundsätze

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen den Gliederungsvorschriften der §§ 266 und 275 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden.

Die einzelnen Posten werden wie folgt bewertet:

• Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit ihren Anschaffungskosten bewertet und planmäßig über die jeweilige Nutzungsdauer abgeschrieben

• Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet

• Die planmäßigen Abschreibungen werden linear vorgenommen

• Für die Abschreibung von Gegenständen des Anlagevermögens werden folgende Abschreibungsmethoden angewandt:

Anlagenposition Abschreibungsmethode Nutzungsdauer
Immaterielle Vermögensgegenstände Linear 3-6 Jahre
Maschinen Linear 13 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung Linear 3-23 Jahre

• Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von Euro 800,-- wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben, wobei aus Vereinfachungsgründen im Anlagenspiegel im Jahr des Zugangs ein Abgang unterstellt wird

• Die Finanzanlagen enthalten Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen, die mit ihren Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet sind. Die im Rahmen von Verschmelzungen übernommenen Rechtsträger wurden zu Buchwerten angesetzt

• Die Vorräte wurden zu ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Sofern die Tageswerte zum Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt

• Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt

• Die flüssigen Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt

• Auf fremde Währungen lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten sind zum Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet.

• Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen zu berücksichtigen

• Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung und Gliederung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel ersichtlich.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
Euro
Zugänge
Euro
davon FK-Zinsen
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.592.699,41 949,00 0,00 0,00 0,00 2.593.648,41
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 2.592.699,41 949,00 0,00 0,00 0,00 2.593.648,41
Sachanlagen
technische Anlagen und Maschinen 2.040,00 0,00 0,00 2.040,00 0,00 0,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 441.611,87 8.421,24 0,00 0,00 0,00 450.033,11
Summe Sachanlagen 443.651,87 8.421,24 0,00 2.040,00 0,00 450.033,11
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 6.556.581,88 0,00 0,00 0,00 0,00 6.556.581,88
sonstige Ausleihungen 5.000.000,00 0,00 0,00 0,00 0,00 5.000.000,00
Summe Finanzanlagen 11.556.581,88 0,00 0,00 0,00 0,00 11.556.581,88
Summe Anlagevermögen 14.592.933,16 9.370,24 0,00 2.040,00 0,00 14.600.263,40
kumulierte Abschreibungen 01.01.2023
Euro
Abschreibungen Geschäftsjahr
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.590.180,71 949,00 949,00 0,00 0,00 2.592.078,71
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 2.590.180,71 949,00 949,00 0,00 0,00 2.592.078,71
Sachanlagen
technische Anlagen und Maschinen 2.040,00 0,00 0,00 2.040,00 0,00 0,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 396.597,37 27.483,67 0,00 0,00 0,00 424.081,04
Summe Sachanlagen 398.637,37 27.483,67 0,00 2.040,00 0,00 424.081,04
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 33.063,63 0,00 0,00 0,00 0,00 33.063,63
sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 33.063,63 0,00 0,00 0,00 0,00 33.063,63
Summe Anlagevermögen 3.021.881,71 28.432,67 949,00 2.040,00 0,00 3.049.223,38
Zuschreibungen Geschäftsjahr
Euro
Buchwert 31.12.2023
Euro
Buchwert 31.12.2022
Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 1.569,70 2.518,70
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 1.569,70 2.518,70
Sachanlagen
technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00 0,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 25.952,07 45.014,50
Summe Sachanlagen 0,00 25.952,07 45.014,50
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 6.523.518,25 6.523.518,25
sonstige Ausleihungen 0,00 5.000.000,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 11.523.518,25 6.523.518,25
Summe Anlagevermögen 0,00 11.551.040,02 6.571.051,45

Beteiligungsverhältnisse

Name der Gesellschaft Sitz Anteil Eigenkapital 31.12.2023 * Jahresergebnis 31.12.2023 *
Blackhawk Network Switzerland AG Thalwil/Schweiz 100% TCHF 4.604 TCHF 471
Blackhawk Network Austria GmbH Wien/Österreich 100% T€ 1.583 T€ -32

* vorläufig

Sonstige Ausleihungen

Bei den Sonstigen Ausleihungen von TE 5.000 handelt es sich um ein endfälliges unbesichertes Darlehen mit einer Fälligkeit zum 12.06.2029. Als Zinssatz ist vereinbart Euribor plus 2% p.a.. Es wurde ein qualifizierter Nachrang gewährt. Aus wichtigem Grund kann das Darlehen jederzeit gekündigt werden. Das Darlehen war zunächst als Wandelanleihe gedacht. Die Wandeloption wurde zum vereinbarten Termin nicht gezogen.

Zinsen werden derzeit laufend bezahlt. Das Risiko eines Ausfalls wird derzeit nicht gesehen.

Vorräte

Die Vorräte in Höhe von T€ 755 beinhalten den Bestand an Plastikkarten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen im Geschäftsjahr T€ 46.458 (Vorjahr T€ 37.460). Es bestehen Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 1.567 (Vorjahr T€ 1.585).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten hauptsächlich die aufgerechneten Forderungen aus den Nennwerten der Gutscheinkarten mit den Provisionsverbindlichkeiten gegenüber den Distributionspartnern. Den Nennwerten stehen in der GuV keine Erträge gegenüber, da es sich um durchlaufende Posten handelt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 14.217 (Vorjahr T€ 17.532) beinhalten im Wesentlichen die Bestände an werthaltigen Geschenkkarten und eCodes (T€ 5.498), Steuerrückforderungen (T€ 1.894), Vorauszahlungen (T€ 214), Erlösabgrenzungen (T€ 2.142) und Kautionen (T€ 4.450).

Sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit größer ein Jahr bestehen in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 512).

Eigenkapital

Das Stammkapital beträgt T€ 25.

Die Kapitalrücklage beträgt T€ 51.156. Mit Beschluss vom 23.11.2023 wurde eine Entnahme von 15.000 T€ aus der Kapitalrücklage beschlossen.

Im Bilanzverlust von T€ 36.825 ist ein Verlustvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von T€ 37.908 (Vorjahr T€ 39.089) enthalten.

Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen betragen T€ 0 (Vorjahr T€ 136).

Sonstige Rückstellungen

Die Personalrückstellungen in Höhe von T€ 134 beinhalten Rückstellungen für Tantiemen (T€ 76) und Urlaubsrückstellungen (T€ 58).

Die übrigen sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 17.710 beinhalten Rückstellungen für ausgegebene Select Codes und Gutscheingold Karten (T€ 14.749) sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (T€ 3.012).

Die Rückstellungen für Jahresabschlussprüfung und andere Beratungen betragen T€ 89.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen T€ 38.464 (Vorjahr T€ 31.977).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beinhalten hauptsächlich die aufgerechneten Verbindlichkeiten aus den Nennwerten der Gutscheinkarten mit den Provisionsforderungen gegenüber den Brandpartnern. Den Nennwerten stehen in der GuV keine bezogenen Aufwendungen gegenüber, da es sich um durchlaufende Posten handelt.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

T€
Inland 23.474
EU-Land 16.897
Drittland 8.435

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Auflösungen von Wertberichtigungen aus früheren Jahren in Höhe von T€ 75 enthalten.

Aufwendungen für bezogene Leistungen

Bei den Aufwendungen für bezogene Leistungen handelt es sich im Wesentlichen um Verkaufsprovisionen.

Personalaufwand

Der Personalaufwand des Geschäftsjahres setzt sich wie folgt zusammen:

2023
T€
Löhne und Gehälter 3.005
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 551
3.556

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind die Konzernumlagen in Höhe von T€ 2.126 für das Geschäftsjahr enthalten.

Die Konzernumlage ist in einem konzerninternen Rahmenvertrag geregelt. Um die globale Verteilung der Geschäftsaktivitäten von Blackhawk US zu erleichtern, beauftragt die Muttergesellschaft Blackhawk, US die weltweiten Tochtergesellschaften von Blackhawk mit der Erbringung von sog. Subsidiary Services (d.h. lokale Routineleistungen zur Unterstützung von Vertrieb und Marketing), während Blackhawk US sog. Parent Services (d.h. technische Dienstleistungen zur Abwicklung von Geschenkkartentransaktionen, Managementleistungen) erbringt. Als Eigentümer des Unternehmens trägt Blackhawk US letztlich die mit den weltweiten Aktivitäten verbundenen wirtschaftlichen Risiken. Als Gegenleistung für die Aufgaben und Risiken erhalten die Blackhawk-Tochtergesellschaften eine fremdübliche Zielrendite (10 %) auf die Dienstleistungskosten. Liegt das tatsächliche Betriebsergebnis der Blackhawk-Tochtergesellschaften über der Zielrendite, zahlen sie eine technische Servicegebühr an Blackhawk US. Liegt das tatsächliche Betriebsergebnis der Blackhawk-Tochtergesellschaften unter der Zielrendite, erhalten sie ein konzerninternes Einkommen von Blackhawk US. Der Vertrag begann am 31. Dezember 2011, hat eine Laufzeit von einem Jahr und verlängert sich automatisch um jeweils ein Jahr, sofern er nicht schriftlich gekündigt wird.

Blackhawk US entwickelt und besitzt das mit dem Geschäft verbundene geistige Eigentum und macht es den Blackhawk-Tochtergesellschaften zugänglich, damit diese routinemäßige Subsidiary Services erbringen können. Die Parteien haben vereinbart, dass jegliches geistige Eigentum, das von oder im Namen der Blackhawk-Tochtergesellschaften entwickelt wird, das alleinige Eigentum von Blackhawk US ist und bleibt.

V. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bis zum Ende der jeweiligen Vertragsdauer betragen T€ 781 und beinhalten Miet-Verträge (T€ 737) sowie Leasing von Fahrzeugen (T€ 44).

Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer

Die Blackhawk Network Germany GmbH hat im Geschäftsjahr durchschnittlich 50,75 Mitarbeiter beschäftigt.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Das Jahresergebnis beträgt € 1.083.312,62. Einschließlich des Vortrags von € -37.908.026,31 ergibt sich ein Betrag von € -36.824.713,69, der auf neue Rechnung vorgetragen werden soll.

Geschäftsführung

Als Geschäftsführer im Geschäftsjahr war Leif-Eric Marx bestellt.

Vom Verzicht der Angaben der Gesamtbezüge wird nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Angaben zum Mutterunternehmen der Gesellschaft

Mutterunternehmen der Blackhawk Network Germany GmbH ist die Blackhawk Network Inc., Pleasanton, USA.

Die Blackhawk Network Holdings Inc., Pleasanton, USA, stellt für den größten und kleinsten Konsolidierungskreis den Konzernabschluss auf, in den der Jahresabschluss der Blackhawk Network Germany GmbH einbezogen ist.

Angaben zu einem befreienden Konzernabschluss

Angaben zum Mutterunternehmen, das einen befreienden Konzernabschluss aufstellt:

Name Blackhawk Network Holdings Inc.
Sitz Pleasanton, USA

Im befreienden Konzernabschluss wurde bezüglich der Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden von deutschem Recht abgewichen.

Betriebsprüfung

Mit Prüfungsanordnung vom 20.09.2022 und 21.03.2024 wurde für die Jahre 2020-2021 eine Betriebsprüfung angeordnet und ohne Feststellungen abgeschlossen.

 

Köln, 15.04.2025

Blackhawk Network Germany GmbH

Die Geschäftsführung

Leif-Eric Marx

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 29.04.2025 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Blackhawk Network Germany GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Blackhawk Network Germany GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Blackhawk Network Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Offenbach a.M., 15.04.2025

FSW Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Matthias Prechtl, Wirtschaftsprüfer

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