Weber Engineering und Contracting GmbHLiquidiert
50259 Pulheim, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Benjamin Weber seit 14.7.2016 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (4)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% | |
W & B Beteiligungs GmbH & Co KG | 37.50% |
W & B Beteiligungs GmbH & Co KG | 10.00% |
W & B Beteiligungs GmbH & Co KG | 2.50% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
4 Gesellschafter
GmbH-Struktur
3 von 4 angezeigt
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Weber Unternehmensgruppe GmbH & Co. KGPulheimKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Weber Unternehmensgruppe GmbH & Co. KG, Pulheim PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Konzernabschluss der Weber Unternehmensgruppe GmbH & Co. KG, Pulheim, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Weber Unternehmensgruppe GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS UND DEN KONZERNLAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, 22. April 2022 BDO
AG
gez. Herrlein, Wirtschaftsprüfer gez. Nyssen, Wirtschaftsprüfer Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021I. Allgemeine Hinweise Der Konzernabschluss der Weber Unternehmensgruppe GmbH & Co. KG, Pulheim, (Mutterunternehmen) eingetragen unter Handelsregisternummer HRA 17754, Amtsgericht Köln, wurde gemäß den Vorschriften der §§ 290 ff. i. V. mit § 264a Abs. 1 HGB aufgestellt. Bei der Erstellung des Konzernabschlusses wurden im Wesentlichen die Deutschen Rechnungslegungsstandards (DRS) des Deutschen Rechnungslegungs Standards Committee (DRSC) mit den im Konzernanhang genannten wesentlichen Ausnahmen beachtet. Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB angewendet. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz oder Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Zusatzangaben insgesamt im Anhang aufgeführt. Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung sind in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung entsprechend § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB einzelne Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen worden. II. Konsolidierungskreis Tochterunternehmen Der Konzernabschluss umfasst die Weber Unternehmensgruppe GmbH & Co. KG, Pulheim, (im Folgenden Weber Unternehmensgruppe) als Mutterunternehmen, sowie siebzehn (Vorjahr: siebzehn) inländische und ein (Vorjahr: ein) ausländisches Tochterunternehmen. Folgende Gesellschaften werden im Rahmen der Vollkonsolidierung zum 31. Dezember 2021 in den Konzernabschluss einbezogen:
Im Berichtsjahr haben sich folgende Änderungen des Konsolidierungskreises ergeben: Die Weber Engineering GmbH & Co. KG, Pulheim, hat zum 1. Januar 2021 100 % der Anteile an der AXAGON GmbH & Co. KG, Liederbach, erworben. Aus der Erstkonsolidierung zum 1. Januar 2021 entstand ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von EUR 2.335.116,95, der über fünf Jahre linear abgeschrieben wird. Außerdem hat die Weber Engineering GmbH & Co. KG, Pulheim, zum 1. Januar 2021 100 % der Anteile an der ISK Ingenieurgesellschaft mbH, Dortmund, erworben. Aus der Erstkonsolidierung zum 1. Januar 2021 entstand ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von EUR 581.208,48, der ebenfalls über fünf Jahre linear abgeschrieben wird. Die Gesellschaft KEYNES Walter Planungsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg, wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2021 auf die Weber Engineering GmbH & Co. KG, Pulheim, und die Weber Akquisitions GmbH, Pulheim, zum gleichen Stichtag auf die Weber Unternehmensgruppe GmbH & Co. KG, Pulheim, verschmolzen. Aus den Änderungen des Konsolidierungskreises ergab sich bis auf die Geschäfts- oder Firmenwerte kein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Die folgenden in- und ausländischen Tochterunternehmen wurden aufgrund ihrer bezogen auf den Konzernumsatz und die Konzernbilanzsumme untergeordneten Bedeutung gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen.
Gemeinschaftsunternehmen / Assoziierte Unternehmen Aufgrund der zusammen mit weiteren, nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaftern bestehenden gemeinsamen Führung sind die folgenden Gesellschaften unverändert zum Vorjahr als Gemeinschaftsunternehmen zu qualifizieren. Die Anteile an diesen Gesellschaften sowie die Anschaffungskosten stellen sich wie folgt dar:
Die Weber Unternehmensgruppe macht von dem Wahlrecht der Einbeziehung der drei Unternehmen entsprechend den Anteilen am Kapital gemäß § 310 Abs. 1 HGB keinen Gebrauch und bilanziert die Beteiligungen als assoziierte Unternehmen nach der Equity-Methode gemäß den §§ 311 und 312 HGB. Die in den Jahresabschlüssen der assoziierten Unternehmen angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze entsprechen den einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen, die im Konzern angewendet werden. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert der Beteiligung und dem anteiligen Eigenkapital betrug bei der Richter Rohrleitungsbau GmbH im Erstbewertungszeitpunkt 1. Januar 2014 TEUR 2.150. Aufgrund der Veräußerung des Anteils von 0,8 % hat sich der Unterschiedsbetrag auf TEUR 2.114 zum 1. Januar 2015 reduziert. Der Unterschiedsbetrag betrifft vollständig den Geschäfts- oder Firmenwert. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert der Beteiligung und dem anteiligen Eigenkapital betrug bei der LLV Lauenburgische Leasing- und Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG im Erstbewertungszeitpunkt 1. Oktober 2014 TEUR 1.653. Der Unterschiedsbetrag betrifft in Höhe von TEUR 884 den Geschäfts- oder Firmenwert. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert der Beteiligung und dem anteiligen Eigenkapital betrug bei der PMS Petrochemicals Maintenance Services GmbH im Erstbewertungszeitpunkt 1. Januar 2015 TEUR 706. Der Unterschiedsbetrag betrifft vollständig den Geschäfts- oder Firmenwert. Die drei Geschäfts- oder Firmenwerte, die über einen Zeitraum von 5 Jahren planmäßig linear abgeschrieben wurden, sind bereits vollständig abgeschrieben. Der Equity-Wert der LLV Lauenburgische Leasing- und Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG wird zum 31. Dezember 2021 wie in den Vorjahren mit dem Erinnerungswert von EUR 1,00 angesetzt, da aus der Fortschreibung des Equity-Werts ein negativer Wert von TEUR 31 resultiert. Das Ergebnis aus der Änderung des Equity-Werts wird in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nach Kürzung um Ertragsteuern ausgewiesen. III. Konsolidierungsgrundsätze Der Konzernabschluss wird auf den Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens, das ist der 31. Dezember 2021, aufgestellt. Dieser Stichtag entspricht dem Abschlussstichtag aller einbezogenen Gesellschaften. Vor der Zusammenfassung der Einzelabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurde der Einzelabschluss des ausländischen vollkonsolidierten Tochterunternehmens hinsichtlich der Ansatz-, Bewertungs- und Ausweisvorschriften nach den von der Muttergesellschaft vorgegebenen konzerneinheitlichen Richtlinien auf die deutschen handelsrechtlichen Vorschriften (HB II) übergeleitet. Die bis zum 31. Dezember 2009 erworbenen Tochterunternehmen wurden gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB (a.F.) im Wege der Vollkonsolidierung nach der Buchwertmethode erstkonsolidiert. Aufgrund der jeweils 100 %-igen Beteiligungen ergeben sich aus der Anwendung der Buchwertmethode im Vergleich zur Neubewertungsmethode keine Unterschiede. Die Kapitalkonsolidierung für nach dem 31. Dezember 2009 erworbene Tochterunternehmen wird nach der Neubewertungsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile an den jeweiligen Tochterunternehmen mit dem anteiligen Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung durchgeführt. Das Eigenkapital des Tochterunternehmens ist mit dem Betrag anzusetzen, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht, der diesen im Erstkonsolidierungszeitpunkt beizulegen ist. Rückstellungen sind nach § 253 Abs. 1 Satz 2 und 3, Abs. 2 HGB und latente Steuern nach § 274 Abs. 2 HGB zu bewerten. Der Erstkonsolidierungszeitpunkt ist grundsätzlich der Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Die Kapitalkonsolidierung der zum 31. Dezember 2000 einbezogenen Unternehmen wurde auf den Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung (Konzernabschlussstichtag) durchgeführt. Die Erstkonsolidierung der im Geschäftsjahr 2001 erworbenen Tochtergesellschaften erfolgte nach § 301 Abs. 2 HGB (a.F.) auf den Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile. Ein nach der Verrechnung der Anschaffungskosten für die Anteile mit dem (neubewerteten) Eigenkapital verbleibender Unterschiedsbetrag ist in der Konzernbilanz, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als "Geschäfts- oder Firmenwert" und, wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital auszuweisen. Passivische Unterschiedsbeträge wurden direkt in die Konzernrücklagen eingestellt bzw. erfolgswirksam vereinnahmt, soweit feststand, dass sie einem realisierten Gewinn entsprachen bzw. die ungünstigen Entwicklungen eingetreten oder die erwarteten Aufwendungen angefallen sind. Die Firmenwerte werden nach § 309 Abs. 1 HGB i.V.m. § 253 Abs. 3 HGB planmäßig auf Basis einer Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben. Die Nutzungsdauer wird dabei entsprechend den Einschätzungen der Geschäftsführung hinsichtlich des bei Erwerb voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzens angesetzt. Neben der planmäßigen Abschreibung wurden fünf Firmenwerte in früheren Jahren auch außerplanmäßig abgeschrieben. Der im Berichtsjahr aus der Erstkonsolidierung der AXAGON GmbH & Co. KG resultierende aktive Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 2.335 stellt einen Geschäfts- oder Firmenwert dar. Er beträgt zum 31. Dezember 2021 TEUR 1.868. Der ebenfalls im Berichtsjahr aus der Erstkonsolidierung der ISK Ingenieurgesellschaft mbH resultierende aktive Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 581 stellt ebenfalls einen Geschäfts- oder Firmenwert dar. Er beträgt zum 31. Dezember 2021 TEUR 465. Der im Vorjahr aus der Erstkonsolidierung der Weber Kraftwerk- und Industrieservice GmbH resultierende aktive Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 3.577 stellt einen Geschäfts- oder Firmenwert dar. Er beträgt zum 31. Dezember 2021 TEUR 2.146. Der im Jahr 2019 aus der Erstkonsolidierung der KEYNES Walter Planungsgesellschaft mbH & Co. KG entstandene Geschäfts- oder Firmenwert beträgt zum 31. Dezember 2021 TEUR 339. Es bestehen keine Anteile fremder Gesellschafter, da die Weber Unternehmensgruppe an allen Tochtergesellschaften unmittelbar oder mittelbar 100 % der Anteile hält. Anteile an Gemeinschaftsunternehmen und an assoziierten Unternehmen werden gemäß den §§ 310 bis 312 HGB nach der Equity-Methode bilanziert. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert und dem anteiligen Eigenkapital des Gemeinschaftsunternehmens bzw. assoziierten Unternehmens wird den Wertansätzen der Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten des Unternehmens insoweit zugeordnet, als deren beizulegender Zeitwert höher oder niedriger ist als ihr Buchwert. Der zugeordnete Unterschiedsbetrag wird entsprechend der Behandlung der Wertansätze dieser Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten im Jahresabschluss des assoziierten Unternehmens im Konzernabschluss fortgeführt, abgeschrieben oder aufgelöst. Der Wertansatz der Beteiligung wird in den Folgejahren um den Betrag der Eigenkapitalveränderungen, die den dem Mutterunternehmen gehörenden Anteilen am Kapital des Unternehmens entsprechen, erhöht oder vermindert; auf die Beteiligung entfallende Gewinnausschüttungen werden abgesetzt. Im Konzernanhang wird das auf das Unternehmen entfallende Ergebnis unter dem Posten "Ergebnis aus assoziierten Unternehmen" im Finanzergebnis ausgewiesen. Der Wertansatz der Beteiligung und der Unterschiedsbetrag werden auf der Grundlage der Wertansätze zu dem Zeitpunkt ermittelt, zu dem das Unternehmen assoziiertes Unternehmen geworden ist. Die Schuldenkonsolidierung erfolgt nach § 303 Abs. 1 HGB durch Aufrechnung der Forderungen mit den entsprechenden Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Aufrechnungsdifferenzen sind nicht entstanden. Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgt gemäß § 305 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der Umsatzerlöse und sonstigen betrieblichen Erträge zwischen den Konzernunternehmen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen von Vermögensgegenständen entstanden nicht oder wurden aufgrund Geringfügigkeit nicht eliminiert. Eine Abgrenzung latenter Steuern auf Maßnahmen der Vollkonsolidierung war nicht erforderlich. Der deutsche Rechnungslegungs Standard DRS 18 wird insoweit nicht angewendet, als eine steuerliche Überleitungsrechnung nicht dargestellt wird. IV. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Konzernunternehmen sind nach den für Kapitalgesellschaften bzw. Personenhandelsgesellschaften im Sinne von § 264a HGB geltenden gesetzlichen Vorschriften aufgestellt. Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs. Das Realisations- und Imparitätsprinzip wurden beachtet. Die durch die inländischen und ausländischen Tochterunternehmen im Jahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den Grundsätzen des Mutterunternehmens. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte werden über Nutzungsdauern von 3 bis 6 Jahren linear abgeschrieben. Die nicht aus der Erstkonsolidierung resultierenden Firmenwerte werden mit 20,00 % bzw. 10,00 % linear bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 5 bzw. 10 Jahren abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten, ggf. unter Abzug empfanger Zuschüsse angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare und degressive Abschreibungen vermindert. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 250,00 bis einschließlich EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben. Ein Sammelposten wird nicht gebildet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig ab dem Zeitpunkt der Betriebsbereitschaft. Für geringwertige Anlagegüter wird unterstellt, dass diese am Beginn des Geschäftsjahres zugegangen sind. Die Nutzungsdauern betragen wie folgt:
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen enthalten keine außerplanmäßigen Abschreibungen. Das Finanzanlagevermögen ist grundsätzlich zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls auch unter Berücksichtigung von außerplanmäßigen Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert bei voraussichtlich dauernder Wertminderung bewertet. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die noch nicht abgerechneten Leistungen und die unfertigen Leistungen werden zu Herstellungskosten bewertet, die neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten (Material- und Fertigungseinzelkosten, Sondereinzelkosten der Fertigung) auch angemessene Gemeinkosten (Material- und Fertigungsgemeinkosten und Abschreibungen, soweit sie durch die Herstellung veranlasst sind) beinhalten. Dem Grundsatz der verlustfreien Bewertung wird Rechnung getragen. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden aktivisch von den Vorräten abgesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bzw. zum Barwert, abzüglich angemessener Wertberichtigungen, angesetzt. Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nominalwerten angesetzt. Die Rechnungsabgrenzungsposten betreffen geleistete bzw. empfangene Zahlungen, die Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Latente Steuern werden ab 2010 für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechungsabgrenzungsposten ermittelt. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden grundsätzlich steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis der unternehmensindividuellen kombinierten Ertragsteuersätze von 12,8 % bis 32,8 %. Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung ist grundsätzlich in der Bilanz als passive latente Steuer anzusetzen. Im Falle einer Steuerentlastung wird eine aktive latente Steuer angesetzt, soweit von dem entsprechenden Aktivierungswahlrecht Gebrauch gemacht wird. Im Berichtsjahr ergab sich insgesamt eine Steuerentlastung, für die gemäß §§ 298 Abs. 1 und 274 Abs. 1 Satz 2 HGB aufgrund des Aktivierungswahlrechts keine aktive latente Steuer angesetzt wurde. Die wegen des Aktivierungswahlrechts nicht aktivierten latenten Steuern betreffen überwiegend zeitlich begrenzte Wertdifferenzen bei Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sowie steuerliche Verlustvorträge. Das Kommanditkapital entspricht dem Eintrag im Handelsregister. Die Pensionsrückstellungen sind auf der Grundlage von versicherungsmathematischen Gutachten nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck und unter Anwendung eines aus dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre und einer unterstellten Restlaufzeit der Verpflichtung von 15 Jahren abgeleiteten Rechnungszinssatzes von 1,87 % p.a. bewertet. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 1.844 (Vorjahr: TEUR 2.395). Der angenommene Einkommenstrend beträgt 0,0 % p.a. und der Rententrend 1,5 % p.a. Die angenommene jährliche Fluktuation wurde mit 0,0 % angesetzt. Bei Ansatz der Rückstellungen wurde der Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen mit dem Wert insolvenzgesicherter Rückdeckungsversicherungen und verpfändeter Bankguthaben als Deckungsvermögen verrechnet. Der Aktivwert der Rückdeckungsversicherungen, der den fortgeführten Anschaffungskosten und dem beizulegenden Zeitwert entspricht, beträgt zum 31. Dezember 2021 TEUR 2.616. Das verpfändete Bankguthaben beträgt TEUR 2.228. Neben dem verpfändeten Bankguthaben wurde ein Wertpapierdepot mit Anschaffungskosten von TEUR 8.139 zum Zeitwert von TEUR 8.633 verpfändet. Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Pensionsverpflichtungen beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 22.513. Im Finanzergebnis wurden entsprechend die zugehörigen Aufwendungen aus der Aufzinsung (TEUR 451) und Erträge aus dem zu verrechnenden Deckungs-/Planvermögen (TEUR 336) saldiert. Die Erfolgsauswirkungen aus der Änderung des Abzinsungssatzes werden im Finanzergebnis erfasst. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle bis zur Bilanzerstellung bekannt gewordenen Risiken und ungewissen Verpflichtungen, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Jubiläumsrückstellungen wurden nach dem Barwertverfahren unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck mit einem Rechnungszinssatz von 1,35 % p.a., einem angenommenen Gehaltstrend von 1,5 % p.a. sowie einer geschätzten Fluktuation von 3,0 % p.a. bewertet. Die Rückstellung für Gewährleistungsrisiken wird in Höhe von 0,5 % des garantiebehafteten Jahresumsatzes unter Berücksichtigung der Minderung der Subunternehmerleistungen bzw. eines 50 %igen Abzugs des Materialeinsatzes gebildet. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. V. Erläuterungen zur Konzernbilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres dem folgenden Konzernanlagespiegel zu entnehmen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten in Höhe von EUR 172.334,67 (Vorjahr: EUR 304.749,54) Posten mit Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen:
Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren in Höhe von EUR 51.006,23 (Vorjahr: EUR 102.396,51) aus dem Liefer- und Leistungsverkehr bzw. in Höhe von EUR 713.943,50 (Vorjahr: EUR 682.780,54) aus sonstigen Forderungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Vorsteuerabzugsbeträge in Höhe von TEUR 1.324 (Vorjahr: TEUR 930), die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen. Eigenkapital Das Kommanditkapital beträgt EUR 7.750.000,00. Zur Entwicklung des Eigenkapitals siehe den Konzerneigenkapitalspiegel. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten werden im folgenden Verbindlichkeitenspiegel dargestellt:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, gegenüber der Komplementärin, gegenüber Kommanditisten sowie gegenüber stillen Gesellschaftern betreffen wie im Vorjahr sonstige Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus gewährten Darlehen (insgesamt in Höhe von TEUR 14.025) sind in Höhe von TEUR 9.646 durch brieflose Grundschulden und in Höhe von TEUR 1.368 durch die Verpfändung von Geschäftsanteilen der Weber Kraftwerk- und Industrieservice GmbH gesichert. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung zusammengefassten Posten gliedern sich wie folgt auf: Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen sowie aus Anlagenverkäufen in Höhe von TEUR 1.779 (Vorjahr: TEUR 1.062). Materialaufwand
Personalaufwand
Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen aus Anlagenabgängen und Abschreibungen auf Forderungen und Forderungsverzicht in Höhe von TEUR 545 (Vorjahr: TEUR 226). Finanzergebnis
Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen beinhalten in Höhe von TEUR 474 (Vorjahr: TEUR 665) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsverpflichtungen sowie Jubiläums- und Altersteilzeitrückstellungen, die mit Erträgen aus Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 336 (Vorjahr: TEUR 86) verrechnet wurden. VI. Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse Es bestehen keine Haftungsverhältnisse gegenüber Konzernfremden. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus abgeschlossenen Leasing- und Mietverträgen sowie aus Pacht- und Wartungsverträgen ergeben sich finanzielle Verpflichtungen von insgesamt TEUR 5.128. Finanzinstrumente Es bestehen keine derivativen Finanzinstrumente. Kapitalflussrechnung Die Darstellung der Kapitalflussrechnung erfolgt im Geschäftsjahr 2021 nach dem Mindestgliederungsschema aus dem Deutschen Rechnungslegungsstandard Nr. 21 (DRS 21). Der in der Kapitalflussrechnung dargestellte Finanzmittelfonds setzt sich im Wesentlichen aus der in der Konzernbilanz ausgewiesenen Position "Guthaben bei Kreditinstituten" sowie den Kontokorrentverbindlichkeiten und kurzfristigen Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zusammen. Die in dem Guthaben bei Kreditinstituten enthaltenen Festgeldanlagen haben keine Restlaufzeiten von mehr als drei Monaten. Die Zusammensetzung des Finanzmittelfonds ergibt sich wie folgt:
Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt waren im Konzern 1.519 (im Vorjahr 1.540) gewerbliche Arbeitnehmer und 478 (im Vorjahr 456) Mitarbeiter im Angestelltenverhältnis beschäftigt. Honorar des Konzernabschlussprüfers Das vom Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2021 berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 268. Der gesamte Betrag entfällt auf Abschlussprüfungsleistungen. Angaben zu nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften Die nicht in der Konzernbilanz enthaltenen Geschäfte betreffen Operating-Leasing-Transaktionen, überwiegend in den Bereichen Bauhallen/Container, Maschinen und Kraftfahrzeuge sowie in einem Fall auch im Immobilienbereich. Der Konzern nutzt das Leasing-Instrument um die Vorteile einer günstigeren Kapitalbindung zu erreichen. Die regelmäßige Leasingdauer beträgt bis zu 6 Jahre. Darüber hinaus hat die Weber-Gruppe zum 31. Dezember 2021 zur Verbesserung der Gesamtfinanzierung Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 10.000 im Rahmen einer insgesamt über TEUR 10.000 eingeräumten Factoring-Linie veräußert. Risiken aus nicht in der Konzernbilanz enthaltenen Geschäften, die für die Beurteilung der Finanzlage des Konzerns von Bedeutung sind, bestehen nicht. Inanspruchnahme von Befreiungsvorschriften Folgende Gesellschaften haben von der Befreiung von der Verpflichtung, einen Jahresabschluss nach den für die Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften aufzustellen (§ 264b HGB), Gebrauch gemacht:
Die Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB hinsichtlich der Aufstellung des Lageberichts im Einzelfall sowie der Offenlegung des Jahresabschlusses haben die folgenden Kapitalgesellschaften in Anspruch genommen:
Angabe nach § 313 Abs. 2 Nr. 6 HGB Bei den folgenden Unternehmen ist deren unbeschränkt haftender Gesellschafter ein in den Konzernabschluss einbezogenes Unternehmen:
Persönlich haftende Gesellschafterin im Geschäftsjahr 2021 ist die Weber Beteiligungs GmbH, Vaduz / Liechtenstein, vertreten durch die Geschäftsführer
Die Angabe der Organbezüge unterbleibt gemäß § 314 Absatz 3 Satz 2 HGB in Verbindung mit § 286 Absatz 4 HGB. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Konzerngeschäftsjahres Zu den Auswirkungen des Russland-Ukraine Krieges und des Corona-Virus verweisen wir auf die Ausführungen im Konzernlagebericht. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Konzerngeschäftsjahres haben sich nicht ergeben.
Pulheim, den 22. April 2022 Weber Beteiligungs GmbH gez. Dierk Weber, Geschäftsführer gez. Benjamin Weber, Geschäftsführer Konzernanlagespiegel vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021
KonzernbilanzAktiva
Passiva
Konzerneigenkapitalspiegel
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Konzernkapitalflussrechnung
KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR 2021 BIS ZUM 31. DEZEMBER 20211 Grundlagen des Konzerns 1.1 Geschäftstätigkeit 1.1.1 Überblick Die Weber Unternehmensgruppe blickt auf ein insgesamt erfolgreiches Geschäftsjahr 2021 zurück. Bei einem durch die COVID-19 Pandemie geprägtem wirtschaftlichen Umfeld und Investitionsklima haben wir in einem anspruchsvollen Markt- und Wettbewerbsumfeld unsere Ziele unter den erschwerten Bedingungen über Vorjahresniveau erreicht. Seit 99 Jahren als Familienunternehmen am Markt aktiv, sind heute 1.954 Mitarbeiter in verschiedenen Gesellschaften der Weber Unternehmensgruppe tätig. Weber gehört in Deutschland zu den führenden Dienstleistern im industriellen Rohrleitungsbau und Anlagenbau. 1.1.2 Unternehmensgruppe, Konzernstruktur und Tätigkeitsschwerpunkte Das operative Geschäft wird von 12 rechtlich selbstständigen Gesellschaften eigenständig betrieben. Im Geschäftsjahr wurde die Marktpräsenz durch Zukauf zweier mittelgroßer Gesellschaften ausgebaut. Unterstützung und Überwachung erfolgt durch die Geschäftsleitung der Muttergesellschaft. Dazu gehören insbesondere die strategische Weiterentwicklung und marktübergreifende Steuerung. Ebenso die einheitlichen kaufmännischen Steuerungssysteme, Versicherung und Beratungsleistungen sowie ein gruppenweites Corporate Governance- und Compliance-System. Die wirtschaftliche Tätigkeit der Unternehmen der Weber-Gruppe erstreckt sich im Wesentlichen auf folgende Bereiche:
Hauptabnehmerbranchen sind unverändert die chemische, petrochemische und pharmazeutische Industrie in der Bundesrepublik Deutschland und dem benachbarten europäischen Ausland sowie Unternehmen aus der Branche der Energieerzeugung. Die Unternehmen der Weber-Gruppe sind nach den einschlägigen Regelwerken gemäß SCCP: 2011, DIN EN ISO 9001: 2015, DIN EN ISO 14001:2015 und KTA 1401 zertifiziert und verfügen über die in ihren Aufgabenbereichen notwendigen technischen Zulassungen. Daneben verfügen wir über ein Energieaudit nach DIN 16247-1. Herausragende Leistungen auf den Gebieten Umweltschutz, Arbeitspraktiken, nachhaltige Beschaffung und faire Geschäftspraktiken wurde uns von der weltweit agierenden renommierten Bewertungsplattform EcoVadis bescheinigt. 1.2 Ziele und Strategien Hauptzielsetzung ist als zuverlässiger Partner unserer Kunden eine auf nachhaltiges, profitables Wachstum ausgerichtete Geschäftsstrategie. Zur Sicherung und kontinuierlichen Verstärkung unserer Marktposition streben wir einen weiteren Ausbau unserer Arbeitsgebiete an. Neben dem nur begrenzt möglichen organischen Wachstum stehen Akquisitionen oder Teilübernahmen von Aktivitäten von Marktbegleitern im Vordergrund. Als ein großes Familienunternehmen in der Branche profitiert Weber von der Stabilität und der langfristigen Orientierung seiner Eigentümer. 1.3 Steuerungssystem und Leistungsindikatoren Um eine effiziente Steuerung sicherzustellen, wurden für die einzelnen Geschäftsbereiche strategische und operative Ziele definiert und hierzu entsprechende finanzwirtschaftliche Kenngrößen entwickelt. Diese werden sowohl in der Jahresplanung als auch in der Mittelfristplanung abgebildet. Die Pläne werden regelmäßig mit den aktuellen Entwicklungen und den beschriebenen Leistungsindikatoren abgeglichen. Im Rahmen unserer auf Kontinuität basierenden Wachstumsstrategie ist das organische Umsatzwachstum mit einer auskömmlichen Rendite von zentraler Bedeutung. Neben der Liquidität und dem operativen Ergebnis (EBIT) bzw. der EBIT-Marge zur Messung der Ertragskraft zählen wir den operativen Cashflow als wichtige Steuerungsgröße. Als bedeutendste bilanzielle Kenngröße sehen wir eine stabile Eigenkapitalquote. 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Geschäftsverlauf sowie gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Trotz herausfordernder Rahmenbedingungen in Verbindung mit der COVID-19 Pandemie und einem starken Wettbewerbsdruck ist es uns gelungen, ein gutes Ergebnis zu erwirtschaften und unsere Marktposition zu stärken. Im Jahr 2021 hat sich die rückläufige Investitionstätigkeit in der Industrie infolge der im Jahr 2020 begonnenen COVID-19 Pandemie wieder erholt. Hierdurch sind die Umsätze im Jahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr wieder gestiegen. Die Marktpreise stagnierten weiterhin wie im Vorjahr. 2.2 Ertragslage Die Unternehmen der Weber-Gruppe erzielten im Geschäftsjahr 2021 eine Gesamtleistung in Höhe von EUR 372 Mio. Dies bedeutet gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung um 14,3 %. Die Gesamtleistung liegt damit deutlich höher als die durch die COVID Auswirkungen Anfang 2021 erwartete Stagnation. Das im Jahr 2021 erzielte Betriebsergebnis beträgt EUR 25,1 Mio. nach EUR 22,3 Mio. im Vorjahr. Der Materialaufwand ist im Berichtsjahr um EUR 42,8 Mio. auf EUR 181,0 Mio. gestiegen. Der Personalaufwand erhöhte sich um 0,2 % auf EUR 128,9 Mio. Das Finanzergebnis beläuft sich auf EUR 0,0 Mio. und war um EUR 0,7 Mio. höher als im Vorjahr. Das Ergebnis vor Ertragsteuern stieg um EUR 3,5 Mio. auf EUR 24,9 Mio., was einer Bruttorendite von 6,8 % entspricht und damit den Erwartungen. 2.3 Vermögenslage Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 weist mit EUR 173,9 Mio. eine im Vergleich zum Vorjahr um EUR 23,9 Mio. höhere Bilanzsumme aus. Wesentlich hierfür waren auf der Aktivseite die Zunahme des Anlagevermögens und des Bestandes an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und auf der Passivseite die Erhöhung des Eigenkapitals und der kurzfristigen Verbindlichkeiten. Von der Bilanzsumme entfallen 35,5 % (Vorjahr 35,1 %) auf mittel- und langfristig gebundenes Vermögen und 64,5 % (Vorjahr 64,9 %) auf kurzfristig gebundenes Vermögen (EUR 112,2 Mio., davon EUR 71,8 Mio. Kundenforderungen). Dem gegenüber stehen 30,4 % (Vorjahr 31,3 %) Eigenkapital bzw. 47,3 % (Vorjahr 49,7 %) Eigenkapital plus mittel- und langfristiges Fremdkapital. 2.4 Finanzlage Die Weber-Gruppe ist nach EUR 46,9 Mio. im Vorjahr zum Konzernbilanzstichtag in Höhe von EUR 52,8 Mio. aus Eigenkapital finanziert. Das Konzerneigenkapital ist durch Rücklagenbildung in Höhe von EUR 2,6 Mio. bei der Muttergesellschaft gestärkt worden. Darüber hinaus wurden bei zwei Tochterunternehmen insgesamt EUR 5,1 Mio. den Rücklagen zugeführt. Die Eigenkapitalquote hat sich aufgrund der stark gestiegenen Bilanzsumme marginal von 31,3 % im Vorjahr auf 30,4 % gemindert. Das mittel- und langfristige Fremdkapital von EUR 29,5 Mio. hat sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 1,9 Mio. erhöht. Das kurzfristige Fremdkapital von EUR 91,7 Mio. liegt um EUR 16,2 Mio. über dem Vorjahreswert. Die Liquidität war wie in den Vorjahren durch die solide Eigenkapitalausstattung, bedingt durch die sehr restriktive Entnahmepolitik, und auch durch Kreditlinien und Darlehensfinanzierungen jederzeit sichergestellt. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beläuft sich im Jahr 2021 auf EUR 22,7 Mio. (Vorjahr EUR 21,7 Mio.) Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt im Berichtsjahr -14,3 EUR Mio. (Vorjahr EUR -13,8 Mio.). Unter Berücksichtigung weiterer Mittelabflüsse aus dem Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit von EUR -11,3 Mio. ergab sich im Berichtsjahr insgesamt eine Verminderung der Finanzmittel von EUR 2,6 Mio. 2.5 Investitionen Im Geschäftsjahr 2021 wurden in den Gesellschaften der Weber-Gruppe einschließlich der Zugänge zum Konsolidierungskreis Investitionen von EUR 25,9 Mio. getätigt. Sie betrafen im Wesentlichen Anschaffungskosten von EUR 7,7 Mio. im Bereich der Sachanlagen und von EUR 15,2 Mio. im Bereich der Finanzanlagen. 2.6 Mitarbeiter In den Gesellschaften der Weber-Gruppe waren zum 31. Dezember 2021 insgesamt 1.954 (Vorjahr 1.949) Mitarbeiter (ohne Auszubildende) beschäftigt, davon 1.872 (Vorjahr 1.868) Beschäftigte im Inland und 82 (Vorjahr 81) Beschäftigte im europäischen Ausland. Am 31. Dezember 2021 befanden sich 88 (Vorjahr 89) Auszubildende in einer gewerblichen, technischen bzw. kaufmännischen Ausbildung. Zusätzlich unterstützen wir 24 (Vorjahr 28) junge Menschen im Rahmen einer Verbundausbildung mit der Absicht, diese bei Eignung nach erfolgreichem Abschluss zu übernehmen. Insgesamt werden damit 109 (Vorjahr 117) Nachwuchskräfte herangebildet. Bezogen auf die Gesamtmitarbeiterzahl bedeutet dies eine Ausbildungsquote von 5,6 % (Vorjahr 6,0 %). Die intensive Ausbildung junger Menschen hat einen hohen Stellenwert, um durch gut qualifizierte Nachwuchskräfte aus den eigenen Reihen den Unternehmenserfolg nachhaltig zu sichern. Qualifizierte, motivierte und engagierte Mitarbeiter sind die Basis unseres Erfolges. Auch im Geschäftsjahr 2021 haben wir in diesem Sinne unsere Personalarbeit in allen wesentlichen Teilen weiterentwickelt. Dies betrifft insbesondere die Ausweitung des Angebotes zur gezielten fachlichen Weiterbildung unserer Mitarbeiter. Sicherheit und Arbeitsschutz haben bei allen Gesellschaften der Weber Unternehmensgruppe oberste Priorität. Unser Arbeitssicherheitsprogramm umfasst eine Vielzahl von Trainings- und Schulungsmaßnahmen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsmanagement. Durch eine verantwortungsvolle Gestaltung der Arbeitsplätze und -prozesse wollen wir Unfälle und arbeitsbedingte Krankheiten verhindern. Unsere Zielsetzung ist die Schaffung einer motivierenden Leistungskultur, damit Weber als attraktiver Arbeitgeber im Wettbewerb herausragt. Bei den Unternehmen der Weber-Gruppe können sich die jeweiligen Mitarbeiter mit einer über Marktniveau verzinsten Einlage als stiller Gesellschafter an der im Jahr 1997 gegründeten "WMB Weber-Mitarbeiter-Beteiligungsgesellschaft mbH" beteiligen. Hiervon wird rege Gebrauch gemacht. Bislang wurden Gesamteinlagen von EUR 4,5 Mio. getätigt. Damit drückt sich in beeindruckender Weise das Vertrauen und die Verbundenheit der Mitarbeiter für die Unternehmen der Weber-Gruppe aus. 3 Prognosebericht Ausblick Für das Geschäftsjahr 2022 gehen wir trotz der weiteren weltweiten Entwicklung in Zusammenhang mit der COVID-19 Pandemie und dem Ukraine-Krieg und der damit verbundenen Lieferkettenprobleme aufgrund der aktuellen Erkenntnisse von einer verhaltenen und volatilen Gesamtleistung und einem Ergebnis auf dem Niveau moderat unter dem des Jahres 2021 aus. Eine verlässliche Prognose ist derzeit nicht möglich. Wir erwarten Schwankungen bis ins letzte Quartal 2022 hinein. Im Basisgeschäft rechnen wir mit einem gleichbleibenden Niveau des laufenden Geschäfts. Im Projektgeschäft sind einige vielversprechende Ausschreibungen im Markt. Durch die Diversifizierung in unserem Kundenportfolio können wir unterschiedliche Ausprägungen der Geschäftsentwicklung ausgleichen. 4 Risiko- und Chancenbericht 4.1 Risiken und Chancen In das Risikomanagement der Weber Unternehmensgruppe sind alle Gesellschaften eingebunden. Um Risiken frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und konsequent zu handhaben, setzen wir wirksame Steuerungs- und Kontrollsysteme ein, die durch ein umfängliches Compliance-System ergänzt und unterstützt werden. Auf Basis vereinheitlichter und an Planzahlen orientierter, detaillierter Monatsberichte analysieren wir Abweichungen der tatsächlichen von der geplanten Geschäftsentwicklung und leiten hieraus die erforderlichen Maßnahmen ab. Nach wie vor bestehen trotz der allgemeinwirtschaftlichen Pandemie-Auswirkungen keine bestandsgefährdenden Risiken für die Weber Unternehmensgruppe. Aufgrund der Geschehnisse und der Situation in der Ukraine ab dem 24. Februar 2022 sind derzeit keine geschäftsgefährdenden Risiken bezüglich der Lieferketten erkennbar. Mögliche auftretende Schwierigkeiten in den Lieferketten können durch individuell einzuleitende Gegenmaßnahmen weitestgehend kompensiert werden. Vorbeugende Maßnahmen zur Sicherstellung der Leistungserbringung wurden bereits eingeleitet. Des Weiteren halten wir die Risiken trotz der aktuellen Lage für nicht existenzgefährdend, weil aufgrund langfristiger Rahmenverträge und insbesondere mittelfristiger Projekte die Auslastung gewährleistet ist. Ebenso sehen wir das Chancenmanagement als fortwährende unternehmerische Aufgabe, um Chancen zu erschließen und zu nutzen und so die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und auszubauen. Wir beschäftigen uns hierzu intensiv mit Markt- und Wettbewerbsanalysen, den relevanten Kostengrößen und wesentlichen Erfolgsfaktoren. Um den Anforderungen der Zukunft und unserer Kunden gerecht zu werden, treiben wir die Digitalisierung und die damit verbundene Optimierung unserer Arbeitsprozesse und Organisation konsequent voran. In der Digitalisierung sehen wir einen wesentlichen Erfolgsfaktor für die Zukunft. 4.2 Darstellung wesentlicher Risikofelder Die für die Weber Unternehmensgruppe wesentlichen Risikofelder stellen sich wie folgt dar: - Marktrisiken Alle Gesellschaften der Weber Unternehmensgruppe sind unverändert wie die gesamte globale Wirtschaft von den Auswirkungen der COVID-19 Pandemie betroffen. Die Entwicklung des Auftrags- und Anfrageeingangs ist lebhaft und zufriedenstellend. Der Großteil der Umsätze wird seit Jahren in mehrjährigen Rahmenverträgen erwirtschaftet. Dort laufen die Aktivitäten weiter auf angepasstem Niveau. Kleinere Projektmaßnahmen in den Rahmenverträgen, welche im Jahr 2021 unterbrochen wurden, sind wieder aufgenommen worden. Im Projektgeschäft gehen wir von einer Erholung aus. Stillstände sollen nicht mehr verschoben werden. Ein mögliches Gasembargo oder ein Lieferstopp infolge des Ukraine-Krieges bergen jedoch unabsehbare Folgen für das Marktgeschehen. - Risiken aus der Leistungserbringung Bei der Planung und Durchführung insbesondere komplexer Großprojekte bestehen für uns Kalkulations- und Ausführungsrisiken. Die Beherrschung dieser Risiken ist eine wesentliche Aufgabe der für das jeweilige Projekt verantwortlichen Einheiten, die durch das Projektcontrolling unterstützt werden. Wie im Projektgeschäft existieren auch im Service- und Instandhaltungsgeschäft Kalkulations- und Ausführungsrisiken, die aber aufgrund niedrigerer Volumina der zu erbringenden Leistung begrenzt sind. Für die Durchführung der Arbeiten verfügen wir über kompetentes und zuverlässiges Personal sowie effiziente Controlling-Systeme. Grundsätzlich ist es durch die anhaltende Dynamik der aktuellen Lage zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich, über die Auftrags- und Zulieferentwicklung sowie die Personalverfügbarkeit langfristige belastbare Aussagen zu treffen. Nach wie vor müssen wir jedoch davon ausgehen, dass es in der nächsten Zeit zu Verzögerungen in der Auftragsabwicklung kommen könnte; diesen wird mit flexiblen Maßnahmen entgegengewirkt. Dazu sind wir in täglichem Kontakt zu unseren Kunden und Lieferanten, um möglichst kurzfristig agieren zu können. - Personalrisiken Personalrisiken, die sich aus Nachwuchsmangel, hoher Fluktuation, fehlender Qualifikation oder Überalterung der Belegschaft ergeben können, begegnen wir mit zahlreichen Maßnahmen der Personalentwicklung. Wir nutzen verstärkt ausgewählte soziale Medien zur Gewinnung von Mitarbeitern. So stellen wir sicher, dass hochqualifizierte Mitarbeiter gewonnen und langfristig an das Unternehmen gebunden werden. - Beschaffung Wir beobachten intensiv die für uns relevanten Beschaffungsmärkte. Beschaffungsrisiken beugen wir vor, indem wir mit leistungsfähigen Lieferanten und Nachunternehmern zusammenarbeiten. Durch Verträge stellen wir Kapazitäten, Qualitäten und Preise sicher. Die Zulieferketten funktionieren weiter reibungslos. Unsere Lieferanten berichten uns auf Nachfragen über Maßnahmen, die sie eingeleitet haben, um auch weiter zuverlässig liefern zu können. Material für unsere langfristige Rahmenverträge wird überwiegend von deutschen Lieferanten bzw. aus Lagerorten in Deutschland geliefert. Für neu angefragte Projekte gehen wir von stärkeren Verzögerungen in den Lieferketten und damit einhergehenden Verschiebungen aus. - Arbeitssicherheit und Qualitätssicherung Unsere operativen Gesellschaften sind unverändert für die Arbeitssicherheit und Qualität sowie die entsprechenden Sicherungs- und Überwachungsmaßnahmen primär verantwortlich. Diese dezentralen Systeme werden zentral unterstützt. Wir arbeiten mit namhaften Auditierungs- und Zertifizierungsgesellschaften zusammen. Mit unserem weiterentwickelten Arbeitssicherheits- und Qualitätsmanagement haben wir alle Vorkehrungen getroffen, um unsere Mitarbeiter vor Gefahren zu schützen und gleichzeitig den Kunden ein Qualitätsniveau auf höchstem Standard zu bieten. Durch unsere strengen Hygiene- und Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der COVID-19 Pandemie sind bis jetzt keine signifikanten Beeinträchtigungen eingetreten. - Finanzrisiken Finanzrisiken überwachen wir mit bewährten Kontroll- und Steuerungsinstrumenten, die eine zeitnahe und transparente Berichterstattung ermöglichen. Aufbauend auf einer vereinheitlichten ordnungsgemäßen und verlässlichen Rechnungslegung gewährleistet das Berichtswesen eine regelmäßige turnusmäßige Erfassung, Analyse, Bewertung, Planung und Steuerung finanzieller Risiken. Mit unseren Finanzierungspartnern haben wir Vereinbarungen für ausreichende Linien (Kontokorrent und Avale), Darlehensgewährungen und sonstige Finanzierungsinstrumente getroffen, um die zukünftige Unternehmensentwicklung angemessen zu begleiten. Aufgrund unserer durchgehend angewandten vorsichtigen und soliden Finanzierungspolitik sichern wir uns gegen Finanzrisiken vorbeugend ab. Die Liquiditätsreserven sind weiterhin auf sicherem Niveau, um allen Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachzukommen. 4.3 Darstellung wesentlicher Chancenfelder - Gesamtwirtschaftliche Chancen Unternehmerische Chancen werden auf Gruppenebene und in den einzelnen Unternehmensbereichen erhoben, bewertet und im Rahmen der Strategie- und Planungsprozesse berücksichtigt. Ziel ist es, Chancen frühestmöglich zu erkennen und geeignete Maßnahmen einzuleiten, um die Chancen in konkrete wirtschaftliche Erfolge umzuwandeln. - Langfristige Unternehmensentwicklung Das Unternehmen Weber ist seit der Gründung im Jahr 1922 in nunmehr dritter und vierter Generation im Besitz der Familie Weber. Der Tradition als langfristig orientiertes Familienunternehmen verbunden, soll diese Konstellation auf Dauer bestehen bleiben. Sie bildet eine solide Basis für eine stabile Finanzlage und für eine weitere erfolgreiche Entwicklung. 4.4 Zusammenfassende Darstellung der Risiko- und Chancenlage Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass aus unternehmensindividuellen Umständen und trotz der gegenwärtigen gesamtwirtschaftlichen Einschränkungen nach den derzeitigen Erkenntnissen keine die Weber-Gruppe gefährdenden Risiken bestehen. Wir gehen von einer vollständigen Normalisierung erst im Jahr 2023 aus. Auch unter den aktuellen Entwicklungen in der Ukraine und der Pandemie werden keine existenzgefährdenden Risiken gesehen. Aufgrund unserer starken Marktposition und soliden Finanzkraft sehen wir uns weiterhin gut gerüstet, die andauernden großen wirtschaftlichen Herausforderungen gemeinsam mit unseren Kunden und Mitarbeitern zu meistern. Wir blicken mit Optimismus in die Zukunft und sind zuversichtlich, die positive Entwicklung der Weber-Gruppe im 100. Jahr ihres Bestehens fortzusetzen.
Pulheim, den 22. April 2022 gez. Dierk Weber, Geschäftsführer gez. Benjamin Weber, Geschäftsführer |
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