Arti Kalender & Promotion Service GmbHLiquidiert
33442 Herzebrock-Clarholz, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Heinz-Peter Derrix-Belau seit 15.1.2018 | Liquidator |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Arti Kalender & Promotion Service GmbHGüterslohJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2015 bis zum 31.12.2015Bilanz zum 31. Dezember 2015Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 01. Oktober bis 31. Dezember 2015
Anhang für das Rumpfgeschäftsjahr vom 01. Oktober bis 31. Dezember 2015Allgemeine Angaben zum JahresabschlussGrundlagen der Rechnungslegung Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie den entsprechenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB. Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB angewandt. Alle Beträge sind in TEUR angegeben. Aufgrund des Einsatzes elektronischer Rechenhilfen können sich bei den Angaben in TEUR leichte Rundungsdifferenzen ergeben. Die dem Jahresabschluss für das Rumpfgeschäftsjahr zugrunde liegenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden haben sich nicht verändert. Bedingt durch das Rumpfgeschäftsjahr und die ausgeprägte Saisonalität im letzten Quartal eines jeden Kalenderjahres ist eine Vergleichbarkeit der Vorjahreszahlen nur eingeschränkt möglich. Bilanzierung und Bewertung Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter Annahme der Unternehmensfortführung gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, Sachanlagen zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die abnutzbaren Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Bei Vermögensgegenständen des Anlagevermögens, deren Anschaffungskosten 410 € nicht übersteigen, erfolgt die Abschreibung in voller Höhe im Jahr der Anschaffung. Zugänge zu immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten aktiviert. Die Anschaffungskosten umfassen auch Nebenkosten und nachträgliche Anschaffungskosten. Anschaffungspreisminderungen werden abgesetzt. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Abgänge von immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten und aufgelaufenen Abschreibungen zum Zeitpunkt ihres Ausscheidens ausgebucht. Die Vorräte sind unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert. Die Herstellungskosten umfassen zusätzlich zu den Einzelkosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie des Werteverzehrs des Anlagevermögens und fertigungsbezogenen freiwilligen Sozialkosten. Allgemeine Verwaltungskosten werden nicht aktiviert. Bestandsrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt; bei den Erzeugnissen wird das Prinzip der verlustfreien Bewertung angewendet. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden zum Barwert, die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert angesetzt. Alle Risiken aus den Forderungen und den sonstigen Vermögensgegenständen werden durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt. Guthaben bei Kreditinstituten sowie Kassenbestände und Schecks werden mit dem Nennwert angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten ist in Höhe der Ausgaben angesetzt, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Das Eigenkapital ist zum Nennwert angesetzt. Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgt nach den anerkannten versicherungsmathematischen Berechnungsverfahren mittels der "Projected-Unit-Credit-Methode". Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2005 G" von Dr. Klaus Heubeck verwendet. Die Pensionsrückstellungen wurden pauschal entsprechend einer Laufzeit von 15 Jahren, mit dem von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzins von 3,89 % p. a. berechnet. Gehaltstrends wurden mit 2,25 % p. a. und der Rententrend wurde mit 1,7 % p.a. berücksichtigt. Zur Berücksichtigung der Fluktuation werden altersabhängige, gestaffelte Austrittswahrscheinlichkeiten zwischen 0,0 % und 7,2 % p.a. zugrunde gelegt. Die übrigen Rückstellungen sind mit den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträgen angesetzt. Zukünftige Kosten- und Preissteigerungen werden berücksichtigt, soweit ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Der anzuwendende Zinssatz wird von der Deutschen Bundesbank bekanntgegeben. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Währungsumrechnung Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Erläuterungen zur BilanzSachanlagevermögen Für die Darstellung der Entwicklung des Anlagevermögens wird auf den Anlagenspiegel verwiesen, der dem Anhang als Anlage beigefügt ist. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden Forderungen gegen die Alt-Gesellschafterin, Reinhard Mohn GmbH i.H.v. 3.976 TEUR (Vorjahr: 3.976 TEUR) ausgewiesen. Diese betreffen mit 3.017 TEUR noch nicht ausgeglichene Forderungen aus dem 30. September 2014 gekündigten Ergebnisabführungsvertrag und noch nicht ausgeglichene Forderungen in Höhe von 959 TEUR aus dem vertraglich vereinbarten Deckungsvermögen i.H.v. insgesamt 20.500 TEUR. Bei dem Deckungsvermögen handelt es sich um einen Contractual Trust Agreement (CTA) das von HG Treuhand e.V. treuhänderisch verwaltet wird. Zur Erfüllung bestimmter Verpflichtungen aus der Altersversorgung der Mitarbeiter sind entsprechende Mittel in einen Treuhand Verein und einer Rückdeckungsversicherung angelegt. Sie dienen ausschließlich der Erfüllung der Verpflichtungen aus Altersversorgung und sind dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen. Die Pensionsrückstellungen belaufen sich laut versicherungsmathematischem Gutachten auf 24.028 TEUR. Das Deckungsvermögen wurde gemäß § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB mit den zugrundeliegenden Verpflichtungen verrechnet. Die aus dem Deckungsvermögen resultierenden Gewinne i.H.v. 325 TEUR wurden mit den Zinsaufwendungen saldiert. Folgende Werte unterlagen der Verrechnung gemäß § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB:
Neben den Pensionsverpflichtungen bestehen Verpflichtungen aus betrieblicher Höherversorgung in Höhe von 26 TEUR (Vorjahr: 26 TEUR). Darüber hinaus wurden an einzelne Mitarbeiter Zusagen auf Kapitalleistungen gegen Entgeltverzicht erteilt. Die Zusagen lauten auf Leistungen aus einer Rückdeckungsversicherung. Die Rückdeckungsversicherung ist mit dem Aktivwert, der aus dem zum Schluss der Versicherungsperiode berechneten Deckungskapital, mindestens jedoch aus dem garantierten Rückkaufswert, sofern ein solcher vereinbart ist, bzw. aus dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital abgeleitet wird, bewertet. Das Deckungsvermögen wurde gemäß § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB mit den zugrundeliegenden Verpflichtungen verrechnet. Die aus dem Deckungsvermögen resultierenden Erträge in Höhe von 1 TEUR (Vorjahr: 1 TEUR) wurden mit dem Zinsaufwand 1 TEUR (Vorjahr: 1 TEUR) aus den korrespondierenden Altersversorgungsverpflichtungen saldiert. Folgende Werte unterlagen der Verrechnung gemäß § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB:
Eigenkapital
Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen gegenüber der alleinigen Gesellschafterin und betreffen mit 0 TEUR (Vorjahr: 1.990 TEUR) Lieferungen und Leistungen. Unter den sonstigen Verbindlichkeiten ist eine Verbindlichkeit gegenüber dem Pensionssicherungsverein Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit i.H.v. 34 TEUR (Vorjahr: 32 TEUR). Die ausgewiesene Verbindlichkeit hat in Höhe von 6 TEUR (Vorjahr: 6 TEUR) eine Restlaufzeit von unter einem Jahr und in Höhe von 2 TEUR (Vorjahr: 2 TEUR) eine Restlaufzeit von über fünf Jahren. Die restlichen ausgewiesenen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungRohergebnis Das Rohergebnis enthält periodenfremde Erträge in Höhe von 189 TEUR (Vorjahr: 1.129 TEUR). Diese betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. Sonstige AngabenGeschäftsführer Geschäftsführer der Gesellschaft im Rumpfgeschäftsjahr 2015 waren:
Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird unter Bezug auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Anzahl der Mitarbeiter Im Rumpfgeschäftsjahr wurden durchschnittlich 115 Mitarbeiter beschäftigt, davon waren 58 Mitarbeiter in der Produktion/Logistik und 57 in der Verwaltung und im Vertrieb tätig. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäfte Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen i.H.v. 87 TEUR (Vorjahr: 98 TEUR) aus Kfz-Leasingverträgen. Daneben bestehen keine nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäfte. Unternehmensverträge Zwischen der Arti Grafiche Johnson S.p.A., Italien, und der Arti Kalender & Promotion Service GmbH ist am 1. Oktober 2014 eine Patronatserklärung unterschrieben worden, die ihre Gültigkeit bis zum 31. Dezember 2016 hat. Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft gehört ab den 1. Oktober 2014 als Tochterunternehmen im Sinne des § 290 HGB zum Konzern der Bavaria Arti Grafiche Holding S.p.A., Bergamo, Italien, dessen Mutterunternehmen die Bavaria Industries Group AG, München, ist, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis an Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss ist unter www.baikap.de veröffentlicht. Die AS Beteiligungen und Vermögensverwaltungs GmbH, Gräfeling, erstellt den Konzernabschluss für den größten Kreis an Unternehmen. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.
Gütersloh, 4. August 2016 Arti Kalender & Promotion Service GmbH (Die Geschäftsführung) Entwicklung des Anlagevermögens für das Rumpfgeschäftsjahr vom 01. Oktober bis 31. Dezember 2015
LAGEBERICHT für das Rumpfgeschäftsjahr vom 01. Oktober 2015 bis 31. Dezember 2015der Arti Kalender & Promotion Service GmbH, GüterslohGliederung
I. Grundlagen des UnternehmensA. Das Unternehmen Die Arti Kalender & Promotion Service GmbH gehört über die alleinige Gesellschafterin Arti Grafiche Johnson S.p.A, Seriate, Italien, zum Konzern der Bavaria Industries Group AG, München. Gegenstand des Unternehmens ist die industrielle buchbinderische Papierverarbeitung, industrielle Fertigung von Druckerzeugnissen aller Art und Herstellung von Kalendern, Geschenkartikeln und Werbemitteln sowie Verlagsgeschäfte aller Art. Das Unternehmen bewegt sich in drei Bereichen:
Vergleichszeitraum ist, soweit nicht abweichend genannt, das vorangegangene Geschäftsjahr (1. Oktober 2014 bis 30. September 2015). II. WirtschaftsberichtA. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Jahr 2015, viertes Quartal, hat sich das Wachstum der deutschen Wirtschaft im Vergleich zum Vorjahr leicht erhöht. Nach Angaben des statistischen Bundesamtes stieg das Bruttoinlandsprodukt um 4,4 %, nachdem es in 2014 um 3,2 % gewachsen war. Preisbereinigt ergibt sich allerdings nur ein Wachstum von 2,1 % für 2015 und 1,6 % für 2014. Trotz eines wachsenden wirtschaftlichen Umfelds in Deutschland bleibt aber die Werbemittelbranche weiter unter Mengen- und Margendruck. Die Entwicklung der Werbemittelbranche ist schon seit langem nicht mehr im Gleichklang mit der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung. Kunden reduzieren Budgets und fragen nach günstigeren Produktvarianten. Dies trifft insbesondere auf die für uns wesentliche Produktgruppe der Kalender zu. Terminkalender leiden seit Jahren unter rückläufigen Umsätzen und werden durch elektronische Medien ersetzt. B. Geschäftsverlauf Die Geschäftsentwicklung konnte in diesem Jahr mit der allgemeinen Branchenentwicklung nicht mithalten. Der Umsatzerlöse blieben unter Plan. Sowohl die für das Unternehmen wesentliche Produktgruppe der Terminkalender als auch die Produktgruppe Wandkalender für Werbemittel entwickelte sich schwächer. Eine sinkende Nachfrage bei allgemeinen Werbemitteln war ebenfalls zu verzeichnen. Die Umsatzerlöse für das Rumpfgeschäftsjahr 2015 (Oktober bis Dezember 2015) i.H.v. T€ 17.233 liegen T€ 3.328 unter dem Niveau der vergleichbaren Vorperiode von Oktober bis Dezember 2014 (T€ 20.561). Dies entspricht einem Rückgang von ca. 16 %. C. Lage Die Bilanzzahlen zum 31. Dezember 2015 (Rumpfgeschäftsjahr) und zum 30. September 2015 (Vorperiode) sind bedingt durch die starke Saisonalität im letzten Quartal des Kalenderjahres nur bedingt vergleichbar. Die Bilanzsumme ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2015 mit T€ 23.294 leicht über den Wert des Vorjahres in Höhe von T€ 22.425. Die Erhöhung ist im Wesentlichen auf das positive Ergebnis zurückzuführen. Das Anlagevermögen (T€ 568) hat sich nur unwesentlich vom Vorjahr (T€ 609) verändert. Wesentliche Investitionen sind nicht zu verzeichnen. Die Vorräte (T€ 1.026; Vorjahr T€ 6.740) sind am Ende des Kalenderjahres auf niedrigem Niveau während bei der Vorperiode per Ende September die Lagerbestände noch hoch sind. Die Entwicklung der Forderungen und sonstige Vermögengegenstände (T€ 8.192; Vorjahr: T€ 11.915) ist auf die Einwirkung von starken saisonal bedingten Zahlungseingängen der Kunden zurückzuführen. Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten i.H.v. T€ 13.301 hat sich gegenüber dem Vorjahr (T€ 3.050) entsprechend positiv verändert. Das Eigenkapital beläuft sich auf T€ 11.712 (Vorjahr: T€ 10.234). Die Entwicklung der Pensionsrückstellungen (T€ 5.291; Vorjahr: T€ 4.081) ist im Wesentlichem auf die Entwicklung der Zinsaufwendungen zurückzuführen. Der Rückgang der sonstige Rückstellungen (T€ 2.525, Vorjahr: T€ 3.262) resultiert insbesondere aus dem Rückgang der Rückstellung für ausstehende Rechnungen. Die Verbindlichkeiten (T€ 3.335) haben sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 1.513 verringert. Dies ist vorallem auf den Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber Verbundene Unternehmen zurückzuführen. Das Rumpfgeschäftsjahr bezieht sich auf das letzte Quartal des Kalenderjahres, das ca. 60 % des Kalenderjahresumsatzes umfasst und zu einem positiven Jahresergebnis (T€ 1.909) beisteuert. Darüber hinaus ist die Finanzlage des Unternehmens durch eine bis zum 31. Dezember 2016 abgeschlossene unkündbare harte Patronatserklärung mit der neuen Alleingesellschafterin gesichert. Da der Berichtszeitraum vom 1. Oktober bis 31. Dezember 2015 nur drei Monate umfasste und auf Grund der Saisonalität der Geschäftstätigkeit, ist die Vergleichbarkeit der Zahlen in der Gewinn- und Verlustrechnung nur sehr eingeschränkt möglich. Die Ertragslage ist geprägt durch einen weiteren Rückgang der Umsatzerlöse (siehe auch die Erläuterungen zum Geschäftsverlauf). Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand zur Betriebsleistung) beträgt ca. 38 %. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen Vertriebskosten, Umlagen und Aufwendungen für Leiharbeiter. Zinsen- und ähnliche Aufwendungen i.H.v. T€ 715 (i. Vj. T€ 3.097) sind überwiegend durch die Aufzinsung langfristiger Rückstellungen in Höhe von T€ 234 (Vorjahr T€ 963), Zinsänderungseffekten in Höhe von T€ 790 (i. Vj. T€ 1.708) sowie Erträgen aus dem Deckungsvermögen in Höhe von T€ 325 (i. Vj. Aufwendungen T€ 410) begründet. Insgesamt ergibt sich ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von T€ 1.917 (Vorjahr T€ -3.013). Trotz der Umsatzeinbrüche ist die Lage des Unternehmens noch als zufriedenstellend zu bewerten. III. NachtragsberichtDie Forderungen gegen die Alt-Gesellschafterin Reinhard Mohn GmbH i.H.v. T€ 3.017 sind im März 2016 beglichen worden. Übrige Forderungen bleiben davon unberührt. Zum 31. Mai 2016 ist Herr Omar Rota als Geschäftsführer abberufen worden. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag haben sich nicht ereignet. IV. PrognoseberichtHinsichtlich der von uns getroffenen Einschätzungen wird ein Prognosezeitraum von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag unterstellt. Die Vorbereitungen für die Saison laufen parallel zur Erstellung des Kalenderprogramms 2017 und der Planung der Vorproduktion für die erste Jahreshälfte 2016. Ziel ist und bleibt der Ausbau des Full-Service Werbemittelgeschäfts, um weitere zu erwartende Umsatzrückgänge im Kalenderbereich zu kompensieren. Neue Kundenakquisen in diesem Segment tragen zur Umsatzentwicklung bei. Aufgrund der starken Saisonalität des Kalendergeschäftes ist zum jetzigen Zeitpunkt keine detaillierte Ergebnisprognose möglich. Die Erreichung des Umsatzniveaus des Kalenderjahres 2015 in 2016, unterstellt gezielte Vertriebsaktivitäten und Aktionen um Neukunden zu gewinnen, sowie verlorene Kunden wieder anzusprechen. Wir erwarten dementsprechend ein Umsatzniveau in 2016, das ca. € 2 Mio über dem Niveau des Kalenderjahres 2015 (€ 30 Mio) liegt. Auf der Kostenseite besteht weiter Potential für Einsparungen, dass durch laufende Kostensenkungsprogramme angesteuert wird. Beim Zinsergebnis erwarten wir eine Entlastung des Ergebnisses im Geschäftsjahr 2016 durch Zinsänderungseffekte und der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen aufgrund der Änderung des § 253 HGB. Die einmaligen Aufwendungen aus dem erforderlichen Umzug der Produktion an den neuen Standort in Herzebrock-Clarholz werden sich negativ auf das Jahresergebnis 2016 auswirken. Unter den beschriebenen Voraussetzungen rechnen wir für das Geschäftsjahr 2016 mit einem gegenüber dem Kalenderjahr 2015 (€ -4,3 Mio) leicht verbesserten negativen Ergebnis vor Steuern. Absehbare Sondereffekte mit Eintritt nach dem Prognosezeitraum, über die an dieser Stelle zu berichten wäre, sind uns nicht bekannt. V. Chancen- und RisikoberichtA. Risikobericht Branchenspezifische Risiken: Der Termin- und Wandkalendermarkt bleibt weiter unter Mengen- und Margendruck. Eine Stabilisierung des Umsatzes in diesem Bereich wird nur unter Verdrängungswettbewerb stattfinden können. Ertragsorientierte Risiken: Dem Preisdruck im Wettbewerb und sinkenden Auflagen im Kalendergeschäft kann nur durch weitere Kostensenkung entgegengewirkt werden. Weitere Optimierungen in den Prozessabläufen, mit dem Ziel weitere Kosteneinsparungen zu erzielen, sind derzeit in Prüfung. Finanzwirtschaftliche Risiken: Engpässe in der Liquiditätslage sind bei einem normalen Geschäftsverlauf in den folgenden zwölf Monaten nicht zu erwarten. Risiken aus Forderungen und Verbindlichkeiten: Verbindlichkeiten werden innerhalb vereinbarter Zahlungsfristen beglichen. Mit einem überwiegenden Teil der Kunden besteht eine langjährige Zusammenarbeit. Für Kundenforderungen über T€ 25 werden grundsätzlich Absicherungen über eine Warenkreditversicherung angestrebt. In den Fällen, in denen dies nicht möglich ist, werden andere Absicherungen, wie Vorkasse oder Bankbürgschaften mit den Kunden verhandelt. Überfällige Forderungen werden durch das systemgestützte Debitorenmanagement frühzeitig erkannt. Soweit bei Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Risiken aus Pensionsverpflichtungen: Die Gesellschaft hat ihre Pensionsverpflichtungen in ein Contractual Trust Agreement (CTA) übertragen, das mit T€ 20.500 dotiert ist. Die Alt-Gesellschafterin, Reinhard Mohn GmbH, hat jedoch nicht die vertraglich zugesicherte Summe von T€ 20.500 voll eingezahlt. Es sind ursprünglich nur T€ 19.541 in das CTA eingeflossen. Der Differenzbetrag von T€ 959 ist nicht beglichen. Das durch HG-Treuhand e.V. treuhänderisch gemanagte CTA sieht keine Nachschusspflicht vor. Die Entwicklung des CTA kann zu positiven wie negativen Schwankungen führen die das Ergebnis entlasten oder belasten. Das Deckungsvermögen aus dem CTA wird mit der Pensionsrückstellung verrechnet. Unbeachtet der Höhe des Deckungsvermögens haftet die Gesellschaft für die Verpflichtungen aus den Pensionsrückstellungen. Das Gesamtbild der Risikolage der Gesellschaft zeigt keine wesentlichen Risiken auf, die im Rahmen des zugrundeliegenden Prognosezeitraums nicht von der Gesellschaft getragen werden können. B. Chancenbericht Das Unternehmen ist am Markt mit einem breiten Kundenportfolio gut positioniert. In wichtigen Zielbranchen wie der Automobil-, Mineralöl- und Versicherungsbranche sowie der Agrarwirtschaft ist das Unternehmen Marktführer mit hoher Kundenloyalität. Das Kundenportfolio bietet gute Chancen zusätzliche Produkte zu positionieren und den Umsatz zu steigern. Gemeinsam mit der Muttergesellschaft Arti Grafiche Johnson S.p.A. in Seriate, Italien, bildet das Unternehmen einen Verbund, der als einziger am Markt über Produktionskapazitäten sowohl für Wand- als auch für Terminkalender verfügt. Das Produktportfolio wird um Werbemittel ergänzt, die von einem erfahrenen Team international bezogen werden. Produkt- und Leistungsportfolio sowie wettbewerbsfähige Kostenstrukturen und hohe Flexibilität bieten klare Chancen für ein nachhaltiges Wachstum. Das Unternehmen ist mit ausreichenden Finanzmitteln ausgestattet. C. Gesamtaussage Die Entwicklung der Pensionsrückstellungen hat einen wesentlichen Einfluss auf das Ergebnis der Gesellschaft. Das Eigenkapital reicht mittelfristig, um die Kosten aus der Entwicklung der Pensionsrückstellung aufzufangen. Das Unternehmen ist gut aufgestellt, um sich den Herausforderungen einer anspruchsvollen Branche durch weitere Kosteneinsparungen und Wachstum im Full-Service- und Werbemittelgeschäft zu stellen. Nach dem jetzigen Kenntnisstand ist eine Finanzierung für die folgenden zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag sichergestellt.
Gütersloh, 4. August 2016 Arti Kalender & Promotion Service GmbH Die Geschäftsführung In den vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt "Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Arti Kalender & Promotion Service GmbH, Gütersloh, für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Oktober bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Bielefeld, 10. August 2016 KPMG
AG
Koch, Wirtschaftsprüfer Hakmann, Wirtschaftsprüfer" |
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