Stammdaten

Register
Amtsgericht Leipzig HRB 2957
Vorher
Hennig's Bäckerei GmbH
Eingetragen
10.6.1991
Branche
Herstellung von DauerbackwarenHerstellung von Backwaren, ohne DauerbackwarenEinzelhandel mit Back- und Süßwaren
Gegenstand
ist die Herstellung und der Vertrieb von Backwaren aller Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Dörte Hennig
seit 14.1.2025
Geschäftsführer
Martin Hennig
seit 6.10.2014
Geschäftsführer
Jens Hennig
seit 28.5.2002
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
60.00%
40.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Hennig Besitzunternehmen GmbH
Germany
50.000 DM
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Backhaus Hennig GmbH

Zwenkau

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Backhaus Hennig GmbH, Zwenkau

A. Geschäftsmodell

Geschäftstätigkeit

Die Backhaus Hennig GmbH ist eine inhabergeführte Filial- und Handwerksbäckerei. Neben der zentralen Backstube in Zwenkau bestehen zum Bilanzstichtag 85 Fachgeschäfte.

Wie schon in den Vorjahren wurden einige der Filialen renoviert und teilweise auch konzeptionell umgestellt.

Gegenstand des Unternehmens ist die Produktion und der Vertrieb von Back- und Konditoreiwaren samt den dazugehörigen Artikeln sowie der Betrieb von Cafés mit hohem Gastroanteil.

Auch im Jahr 2023 ist die Basis des Unternehmens, Tradition und Qualität im Bäckerhandwerk.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Konjunktur

Die deutsche Wirtschaft steckt im Tief. Im vergangenen Jahr ist Europas größte Volkswirtschaft in die Rezession gerutscht. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamt schrumpfte die preisbereinigte Wirtschaftsleistung um 0,3 Prozent. Im Jahr zuvor hatte es nach jüngsten Berechnungen noch 1,8 Prozent Wachstum gegeben. Milliardenhilfen in der Energiekrise drückten den deutschen Staatshaushalt im vergangenen Jahr ins Minus. Der aktuelle Sparzwang infolge des Karlsruher Richterspruchs zum zweiten Nachtragshaushaltsgesetz lässt für 2024 wenig Optimismus aufkommen, was staatliche Konjunkturmaßnahmen angeht. Doch Ökonomen sehen auch manches Hoffnungszeichen.

Im Jahr 2023 stagnierte die Konjunktur. Nach neuen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes gab es im ersten Quartal ein Miniwachstum von 0,1 Prozent. Im zweiten und dritten Vierteljahr stagnierte die Wirtschaft. Im Schlussquartal 2023 schrumpfte die Wirtschaftsleistung in Europas größter Volkswirtschaft einer ersten Schätzung der Wiesbadener Behörde zufolge preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,3 Prozent zum Vorquartal.

"Die deutsche Wirtschaft bewegt sich seit fast vier Jahren in einem nahezu andauernden Krisenmodus", hielt jüngst das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) fest. Auf die Corona-Krise folgte im Februar 2022 der russische Angriff auf die Ukraine, der die Preise für Energie und Nahrungsmittel zeitweise extrem steigen ließ. Der Nahostkonflikt sorgt für neue Unsicherheit, zudem triff die jüngste Haushaltskrise Deutschland in einem Moment wirtschaftlicher Schwäche.

Bei den Preisen dürfen Verbraucherinnen und Verbraucher Entspannung erwarten. Volkswirte rechnen damit, dass der Preisdruck im laufenden Jahr nachlassen wird, wenn auch nicht so rasch wie erhofft. Denn die Anhebung des CO 2 -Preises von 30 Euro je Tonne Kohlendioxid (CO 2 ) auf 45 Euro zu Jahresbeginn sowie die Rückkehr zur höheren Mehrwertsteuer in der Gastronomie dürften die Preise anheizen.

Die beiden vergangenen Jahre waren mit 6,9 Prozent (2021) und voraussichtlich 5,9 Prozent (2022) Inflation im Jahresschnitt die beiden zweitteuersten Jahre seit der Wiedervereinigung. Ökonomen gehen davon aus, dass sich der private Konsum mit sinkender Inflationsrate und steigenden Löhnen allmählich erholen wird. Dass zuletzt die Bauzinsen wieder gesunken sind, könnte zudem die Bauwirtschaft ankurbeln.

2. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Trotz unzählbarer Zusagen von Politikern aller Parteien sowie großem Einsatz der gesamten Organisation des Bäckerhandwerks und vieler einzelner Unternehmer gilt ab dem 1. Januar 2024 für Speisen in Bäckerei-Cafés und Catering-Leistungen wieder der reguläre Mehrwertsteuersatz von 19 %.

Die Absenkung der Mehrwertsteuer auf den reduzierten Mehrwertsteuersatz von 7 % war während der Corona-Krise zunächst befristet eingeführt und dann zweimal verlängert worden.

Insbesondere wegen der außerordentlichen Belastungen in Folge des Angriffskrieges Russlands auf die Ukraine wurde von der breiten Mehrheit der Politiker auch aus den Regierungsparteien, zumindest aber die weitere Verlängerung zugesagt. Der Zentralverband, die Landesinnungsverbände und viele politisch sehr aktive Unternehmer haben sich in den vergangenen Wochen und Monaten unermüdlich dafür eingesetzt, dass diese Zusagen auch eingehalten werden. Mit der Begründung, dass die Haushaltslage eine Fortsetzung nun überraschend nicht mehr zulässt, hat die Bundesregierung nun endgültig entschieden, dass die Absenkung nicht verlängert wird auch nicht befristet.

Dies könnte dazu führen, dass weniger Menschen auswärts essen gehen, was wiederum die Umsätze der Restaurants und Café beeinträchtigen könnte.

Trotz der hohen Inflationsrate im Jahr 2023 von 5,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, kann sich das Bäckerhandwerk weiterhin behaupten.

https://www.baeckerhandwerk.de/nc/news/aktuelle-news/

3. Verlauf des Geschäftsjahres 2023

Die Gesamtumsatzerlöse 2023 liegen mit 64.170 T Euro um 8.336 T Euro über dem Vorjahr und liegen auf Rekordniveau. Durch die ständige Erweiterung und wechseln des Sortimentes konnte der Umsatz auch in diesem Jahr wieder steigern.

Die Neueröffnung einer Filiale im Jahr 2023 war ein voller Erfolg, von denen positive Effekte ausgehen.

Ertragslage

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
T € % T € % T € %
Nettoumsatzerlöse 64.170 100,00% 55.834 100,00% 8.336 14,90%
Gesamtleistung 64.170 100,00% 55.834 100,00% 8.336 14,90%
Materialaufwand -12.469 -19,40% -10.668 -19,10% -1.801 16,90%
Rohertrag 51.701 80,60% 45.166 80,90% 6.535 14,50%
Personalaufwand -32.294 -49,60% -27.555 -49,40% -4.739 17,20%
Abschreibungen -3.203 -5,00% -2.724 -4,90% -479 17,60%
Sonst.betr. Aufwendungen -12.641 -20,00% -12.187 -21,80% -454 3,70%
Sonst.betr. Erträge 593 0,90% 609 1,10% -17 -2,70%
Sonstige Steuern -25 0,00% -24 0,00% -1 4,60%
Betriebsergebnis 4.130 6,80% 3.285 5,90% 845 25,70%
Finanzergebnis 16 0,00% 67 0,10% -52 -76,60%
Ergebnis vor Steuern 4.146 6,80% 3.352 6,00% 794 23,70%
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.349 -2,30% -1.240 -2,20% -109 8,80%
Jahresüberschuss/-fehlbetrag 2.796 4,60% 2.112 3,80% 684 32,70%
EBIT 4.130 6,80% 3.285 5,90% 845 25,70%
EBITDA 7.333 11,80% 6.009 10,80% 1.324 22,00%
Rendite (EBITDA/Leistung in %) 11,40% 10,80%

Ergebnissituation

Der Rohertrag lag bei 51.701 T Euro (Vorjahr: 45.166T Euro) und damit mit 6.535 T Euro über dem Vorjahreswert.

Das Umsatzwachstum wird durch eine im Jahresverlauf durchgeführte Preiserhöhung und einer Neueröffnungen erreicht. Insofern ist das wesentliche Wachstum auf bestehender Fläche erfolgt.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen mit 593 T Euro (Vorjahr: 609 T Euro) sind Förderungen der Bundeskasse in Höhe von 189 T Euro und Erstattungen AufwandsausgleichsG in Höhe von 162 T Euro enthalten.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibung (EBITDA) betrug insgesamt 7.333 T Euro (Vorjahr 6.009 T Euro).

Der Jahresüberschuss betrug 2.796 T Euro (Vorjahr: 2.112 T Euro).

Vermögenslage

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
T € % T € % T € %
Langfristige Vermögenswerte 32.889 80,40% 31.371 82,50% 1.518 4,80%
Immaterielle Vermögenswerte 37 0,10% 1 0,00% 35 2791,10%
Sachanlagen 24.362 59,50% 22.140 58,20% 2.222 10,00%
Finanzanlagen 8.491 20,70% 9.229 24,30% -739 -8,00%
Kurzfristige Vermögenswerte 8.032 19,60% 6.654 17,50% 1.378 20,70%
Vorräte 478 1,20% 629 1,70% -151 -24,00%
Forderungen/sonst. Verm.werte 3.394 8,30% 2.255 5,90% 1.139 50,50%
Liquide Mittel 4.217 10,30% 3.717 9,80% 501 13,50%
Rechnungsabgrenzungsposten 46 0,10% 54 0,10% -8 -14,00%
Bilanzsumme 41.025 100,00% 38.025 100,00% 3.000 7,90%

Das langfristige Vermögen beträgt zum Bilanzstichtag 33.889 T Euro (Vj. 31.371T Euro).

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
T € % T € % T € %
Eigenkapital 29.188 71,70% 26.392 69,40% 2.796 38.025 11,10%
Rückstellungen 4.389 10,10% 3.469 9,10% 920 26,50%
Verbindlichkeiten 7.447 18,20% 8.164 21,50% -717 -8,80%
Verbindlichkeiten gg. Kreditinst. 4.101 10,00% 4.808 12,60% -707 -14,70%
Verbindlichkeiten Lief./Leist. 642 1,60% 764 2,00% -122 -16,00%
Verbindlichkeiten gg. Gesellschafter 0 0,00% 2 0,00% -2 -100,00%
Sonstige Verbindlichkeiten 2.705 6,60% 2.590 6,80% 115 4,40%
Bilanzsumme 41.025 100,00% 38.025 100,00% 3.000 7,90%

Die Backhaus Hennig GmbH verfügte zum Stichtag 31. Dezember 2023 über ein Eigenkapital in Höhe von 29.188 T Euro (Vorjahr 26.392 T Euro). Das positive Gesamtergebnis wirkte sich mit 2.796 T Euro eigenkapitalerhöhend aus. Damit beträgt die Eigenkapitalquote 71,2 % (Vorjahr 69,4 %).

Die gesamten Verbindlichkeiten lagen zum Stichtag 31. Dezember 2023 bei 7.447 T Euro (Vorjahr 8.164 T Euro).

Die Bilanzierung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erfolgte zum Erfüllungsbetrag. Die Bezahlung der Lieferanten erfolgt in der Regel innerhalb von 14 Tagen mit Skontoabzug. Das Zahlungsziel liegt in der Regel bei 30 Tagen.

Finanzlage

Die Finanzpolitik ist auf die Sicherstellung der Liquidität der Gesellschaft bei gleichzeitiger Optimierung der Finanzierungskosten ausgerichtet. Risiken außerhalb der Geschäftstätigkeit sind weitestgehend auszuschließen.

Cashflow T€
Jahresüberschuss 2.796
+ Abschreibungen 3.203
+ Zunahme kurzfristiger Rückstellungen 896
= Cash-flow 6.895
+ Abnahme der Vorräte 151
- Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -20
- Zunahme der sonstigen Vermögensgegenstände und
aktiven Rechnungsabgrenzungsposten -277
- Zunahme der Forderungen gegen verbundene Unternehmen -1.140
- Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -122
+ Zunahme der sonstigen Verbindlichkeiten 111
+ Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 376
+ Zinsaufwendungen / -erträge 3
+ Ertragsteueraufwand 1.349
- Ertragsteuerzahlungen -1.043
= Veränderung working capital -612
= Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 6.283
+ Einzahlung aus dem Abgang von Sachanlagevermögen 10
+ Einzahlung aus dem Abgang von Finanzanlagevermögen 364
- Auszahlung für Investitionen in das Sachanlagevermögen -5.425
- Auszahlung für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -47
+ erhaltene Zinsen 77
= Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit -5.021
- Auszahlung aus der Tilgung von Anleihen und
Finanzkrediten -706
- Gezahlte Zinsen -56
= Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit -762
Veränderung des Finanzmittelfonds 500
+ Finanzmittelfonds am 01.01. 3.717
= Finanzmittelfonds am 31.12. 4.217

Die Backhaus Hennig GmbH erwirtschaftete im Geschäftsjahr einen Cash Flow in Höhe von 6.792 T Euro. Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug 6.283 T Euro. Aus der Investitionstätigkeit sind der Gesellschaft 5.021 T Euro und aus der Finanzierungstätigkeit 762 T Euro im Geschäftsjahr an liquiden Mitteln abgeflossen. Somit hat sich der Bestand an Finanzmittel von 3.717 T Euro um 500 T Euro auf 4.217 T Euro erhöht.

4. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf

Die prognostizierte Ertragssteigerung gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 konnte erreicht werden. Die Geschäftsführung der Backhaus Hennig GmbH blickt auf ein herausforderndes und zielstrebiges Jahr 2023, dass durch die steigende Rohstoffpreise und Energiepreise geprägt waren.

Insgesamt war die Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 als günstig zu bewerten.

5. Finanziellen Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:

a) Umsatzentwicklung

b) EBITDA

Der Umsatz konnte von 55.834 T Euro um 8.336 T Euro auf 64.170 T Euro (bzw. um 15 %) angehoben werden. Das EBITDA ist um 1.565 T Euro gestiegen, die Rendite (EBITDA/Leistung in %) ist mit 11,8% weiterhin gut.

6. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Mitarbeiter

Es stieg die Anzahl der beschäftigten Mitarbeiter auf 1.071. Die Anzahl der Auszubildenden in allen Zweigen liegt bei 36 (30) Mitarbeitern.

Weiterhin ist der Fachkräftemangel zu spüren die Gesellschaft stellt auch überdurchschnittlich viele Quereinsteiger ein. Die Fluktuationsquote war auch im Jahr 2023 hoch. Wobei die Krankenquote auf einem vertretbaren Niveau ist.

Der fortlaufende Arbeitnehmermarkt sowie die Mitarbeiterbindung bleibt eine Herausforderung.

Lebensmittelaudits/ Lebensmittelsicherheit

Im Rahmen des Eigenkontrollsystems werden regelmäßige interne Audits sowohl in der Lebensmittelproduktion/Backstube als auch in den einzelnen Verkaufsstandorten/ Fachgeschäften durchgeführt. Die Kontrollergebnisse werden in allen Bereichen mit Erfolg umgesetzt.

C. Risiko- und Chancenbericht

Langfristiger Unternehmenserfolg in einem dynamischen Markt lässt sich nur erreichen, wenn Chancen frühzeitig erkannt und genutzt werden. Diese Notwendigkeit gehört zu den fundamentalen unternehmerischen Pflichten.

Zur frühzeitigen Erkennung, zur Bewertung und zum richtigen Umgang mit bestehenden Risiken hat die Backhaus Hennig GmbH wirksame Steuerungs- und Kontrollsysteme entwickelt und eingesetzt. Diese beinhalten:

Die Anwendung einheitlicher Richtlinien.

Den Einsatz zuverlässiger Software.

Die Auswahl und Schulung qualifizierten Personals.

Abweichungsanalysen und Maßnahmenpläne.

Arbeitsanweisungen.

Regelungen zur Vertretungsvollmacht.

Maßnahmen zur Funktionssteuerung.

Budgeterstellung und -verfolgung.

Hierarchische Zahlungsfreigaben im 4-Augenprinzip.

Das Unternehmen Backhaus Hennig GmbH ist externen und internen Einflussfaktoren unterworfen, die das Geschäft mittel- oder unmittelbar beeinflussen können. Die Backhaus Hennig GmbH klassifiziert diese Potentiale nach quantitativen und qualitativen Indikatoren. Diese so identifizierten Risiken und Chancen werden vom Management permanent geprüft.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Für Zwecke der Risikoüberwachung und Risikobewertung hat die Backhaus Hennig GmbH die Risiken in folgende Risikoklassen eingeteilt:

Klasse A - wesentliche Risiken

Hierunter fallen Risiken, die im Falle ihres Eintritts möglicherweise den Bestand des Unternehmens gefährden und deren Verringerung oder Überwälzung durch entsprechende Steuerung nur begrenzt - oder gar nicht - möglich ist.

Klasse B - akzeptable, aber dennoch relevante Risiken

In diese Kategorie fallen Risiken, die entweder ein hohes Schadenspotenzial bei geringer Eintrittswahrscheinlichkeit oder bei hoher Eintrittswahrscheinlichkeit ein geringes Schadenspotenzial haben.

Klasse C - nicht relevante Risiken

Risiken, die aufgrund ihres Schadensausmaßes sowie ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit als gering einzustufen sind.

Durch eine permanente Evaluierung besteht frühzeitig die Möglichkeit, Problemen vorzubeugen, sie abzuwenden oder brachliegende Potenziale zur Wertschöpfung zu nutzen. Die Backhaus Hennig GmbH setzt hier auf Strukturen der Kommunikation und der engen Einbindung der Geschäftsführung in die Steuerung des Unternehmens. So finden hier mindestens wöchentlich Gespräche mit der Produktions- und Verwaltungsleitung statt, die auch bei wichtigen Kundenterminen persönlich eingebunden werden.

1. Umfeldrisiken

Gesamtwirtschaftliche Risiken (Klasse B)

Trotz wachsender Europa-Skepsis in etlichen EU-Ländern bleibt festzuhalten, dass die Backhaus Hennig GmbH aufgrund der geringen Exportquote in den Euro-Raum mit Deutschland einen Markt bedient, der sowohl in Bezug auf die Nachfrage nach günstigen Backwaren als auch in Bezug auf Wachstumsmöglichkeiten bei einer sich momentan nicht abzeichnenden wirtschaftlichen Abschwächung robust sein dürfte.

Ukrainekrise (Klasse B)

Große Verlierer des Ukraine Krieges sind das Gastgewerbe und die Gastronomiebereiche. Gestiegene Preise für Energie und Lebensmittel, zudem hohe Inflation sind deren Folgen des Ukraine Krieges.

Energierisiken (Klasse C)

Sowohl Produktion als auch Fachgeschäfte sind in erheblichem Umfang energieintensiv und auf eine jederzeit ausreichend verfügbare Stromversorgung angewiesen.

Fachkräftemangel (Klasse B)

Die Gründe für einen Fachkräftemangel sind vielfältig: Globalisierung und demografischer Wandel sind nur einige Ursachen für den zunehmenden Mangel an qualifizierten Fachkräften.

2. Branchenrisiken

Risiken in der Ausrichtung des backenden Handels und der Kunden (Klasse B)

Der seit Gründung der Backhaus Hennig GmbH anhaltende Trend zur Stärkung des Angebotes im backenden Handel aus der eigenen Backleistung kann grundsätzlich eines Tages nach vollständiger Markterschließung zum Erliegen kommen. Aufgrund der hohen Bedeutung des Frequenzbringers "Backware" für den Handel, ist eine vollständige Abkehr von diesem Marktsegment jedoch eher unwahrscheinlich. Der Prozess der Verschiebung der Marktanteile vom selbständigen Bäcker hin zum backenden Handel ist ungebrochen.

3. Leistungswirtschaftliche Risiken

Logistikrisiken (Klasse B)

Der hohe Durchsatz an Rohstoffen und Verpackungen für die mehrschichtige Produktion auf vielen Fertigungslinien erfordert eine Just-in-time-Belieferung durch die Lieferanten, die ausschließlich über die Straße erfolgt. Im Falle von Störungen der Verkehrsinfrastruktur kann es sowohl auf der Versorgungsseite, als auch auf der Abverkaufsseite zu Stockungen kommen, die eine Stilllegung von Produktionskapazitäten erforderlich machen könnte. Aufgrund der hohen Bedeutung der stark vernetzten Produktions- und Handelslogistik in Deutschland werden derartige Risiken jedoch als gering angesehen.

4. Finanzwirtschaftliche Risiken

Finanzierungsrisiken (Klasse B)

Durch die europäische Staatschuldenkrise, deren Ende weiterhin nicht absehbar ist, kann es in Zukunft auch für Industrie und Handel zu momentan nicht absehbaren Schwierigkeiten und Restriktionen bei der Kreditvergabe durch Banken kommen. Sowohl die Finanzierungsstruktur mit mehreren klassischen Kreditgebern als auch der Einsatz einer Reihe von Leasing-Finanzierungs-Gesellschaften sowie die Einräumung von Kontokorrentlinien durch alle Hausbanken, gepaart mit der starken Eigenkapitalstruktur sorgen hier für eine stabile Basis. Weit über 90 % der möglichen Produktions- und Lagerkapazität am Standort sind bereits in Betrieb und in den letzten Jahren finanziert worden. Klassische Bankdarlehen wurden im Jahr 2023 planmäßig zurückgeführt. Durch eine vorausschauende und täglich kontrollierte Cash- und Liquiditätsplanung wird die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sichergestellt.

5. Risiken aus der Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den bei der Gesellschaft bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten sowie Guthaben und Verbindlichkeiten bei bzw. gegenüber Kreditinstituten. Ziel des Finanz- und Risikomanagement ist die Absicherung gegen finanzielle Risiken jeder Art. Beim Management der Finanzdispositionen wird eine konservative Risikopolitik verfolgt.

Zum Bilanzstichtag bestand durch den Guthabenbestand bei den Kreditinstituten eine gute Liquiditätsausstattung. Weiterhin wird durch eine Liquiditätsvorschau das Liquiditätsrisiko regelmäßig überwacht. Währungskursrisiken sind von untergeordneter Bedeutung, da die Gesellschaft lediglich in Deutschland operativ tätig ist.

Preisänderungsrisiken werden regelmäßig überwacht. Bei Bedarf werden die Preissteigerungen an den Markt weitergegeben.

Forderungsausfallrisiken werden durch ein zentrales Forderungsmanagement überwacht. Dabei kommen folgende Instrumente zur Anwendung: striktes Mahnverfahren, Beobachtung von Zahlungshistorien und sich daraus ergebenden Limit Zuweisungen pro Kunde. Schließlich ist das Ausfallrisiko auf Grund des Geschäftsmodells (Barzahlung vor Ort) auf relativ wenige Großkunden beschränkt und von untergeordneter Bedeutung.

Das Unternehmen hält im Rahmen seiner Anlagestrategie verschiedene Wertpapiere. Die Risiken, die sich aus der Verwendung dieser Finanzinstrumente ergeben, werden gemäß den Vorgaben des Deutschen Rechnungslegungs Standards (DRS) 20.181-185 berücksichtigt und überwacht.

Die wesentlichen Risiken im Zusammenhang mit den gehaltenen Wertpapieren umfassen insbesondere:

1. Marktrisiko

Das Marktrisiko bezieht sich auf mögliche Wertschwankungen der gehaltenen Finanzinstrumente aufgrund von Änderungen in den Marktbedingungen, wie etwa Zinsänderungen, Wechselkursschwankungen oder Preisänderungen von Rohstoffen und Aktien. Diese Schwankungen können zu unvorhersehbaren Verlusten führen, die die finanzielle Lage des Unternehmens negativ beeinflussen könnten.

2. Kreditrisiko

Das Kreditrisiko besteht darin, dass die Emittenten der Wertpapiere ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommen, was zu Verlusten führen kann. Dies betrifft insbesondere Anleihen oder sonstige festverzinsliche Wertpapiere, bei denen das Unternehmen auf die Zahlungsfähigkeit der Emittenten angewiesen ist.

3. Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko bezieht sich auf die Möglichkeit, dass die Finanzinstrumente des Unternehmens nicht innerhalb eines angemessenen Zeitrahmens oder zu einem fairen Preis verkauft oder liquidiert werden können. Insbesondere bei weniger liquiden Märkten könnte es zu Schwierigkeiten kommen, die Wertpapiere zu den gewünschten Konditionen zu veräußern.

4. Zinsrisiko

Bei den gehaltenen festverzinslichen Wertpapieren besteht das Risiko, dass Veränderungen im allgemeinen Zinsniveau den Marktwert dieser Wertpapiere negativ beeinflussen. Insbesondere bei einem Anstieg der Zinssätze könnte der Marktwert von Anleihen und ähnlichen Finanzinstrumenten sinken.

Das Unternehmen hat entsprechende Maßnahmen getroffen, um diese Risiken zu überwachen und zu steuern. Dazu zählen die laufende Bewertung der Marktentwicklungen sowie eine angemessene Diversifikation des Portfolios, um die Auswirkungen einzelner Risikofaktoren zu minimieren. Weiterhin wird auf eine regelmäßige Überprüfung der Bonität der Emittenten geachtet, um das Kreditrisiko möglichst gering zu halten.

Die Risiken aus der Verwendung von Finanzinstrumenten werden kontinuierlich analysiert und gegebenenfalls mit geeigneten Hedging-Maßnahmen abgesichert, um die Stabilität und den langfristigen Erfolg des Unternehmens zu gewährleisten.

6. Sonstige Risiken

Risiken, die Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, bestehen im Rahmen der allgemeinen, nach heutigen Erkenntnissen noch nicht vorhersehbaren, branchenbezogenen bzw. konjunkturellen Entwicklung.

7. Gesamtbewertung der Chancen-/Risikosituation

Des Weiteren die Backhaus Hennig GmbH Ihre Kunden immer wieder mit neuen Backwarenspezialitäten und Snacks überraschen.

Die Geschäftsführung der Backhaus Hennig GmbH hält zum aktuellen Zeitpunkt die oben genannten Risiken für beherrschbar oder aufgrund ihrer geringen Wahrscheinlichkeit für vernachlässigbar. Es erwartet zudem für die nächste Zeit keine beachtenswerte Verschiebung der gegenwärtigen Risiko- und Chancensituation. Derzeit sind keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten und die einen besonderen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten. Die Geschäftsführung verweist dabei auf die solide Basis der Ertragskraft des Unternehmens als Garant für eine positive Geschäftsentwicklung.

D. Prognosebericht

Die Backhaus Hennig GmbH strebt auch im Geschäftsjahr 2024 ein beständiges und gesundes Wachstum an. Dabei wird ein kontinuierlicher Ausbau der Marktposition angestrebt. Es wird erwartet, dass sich die positive Entwicklung auch durch eine verstärkte Fokussierung auf Innovationen, Effizienzsteigerungen und die kontinuierliche Anpassung an Marktanforderungen fortsetzen wird. Für das laufende Geschäftsjahr wird aufgrund der bisherigen Entwicklung mit einem besseren Ergebnis für 2024 als für 2023 gerechnet.

Die Unternehmensstrategie zielt darauf ab, sowohl organisches Wachstum durch die Erweiterung des bestehenden Produktportfolios als auch durch gezielte Investitionen zu erreichen. Die Investitionsplanung für die kommenden Jahre ist auf die Stärkung der Marktstellung und die Sicherstellung einer nachhaltigen Ertragskraft ausgerichtet.

Die Gesellschaft sieht sich gut positioniert, um die angestrebten Wachstumsziele zu erreichen, da sowohl die interne Effizienz als auch die externe Marktnachfrage stabile Rahmenbedingungen bieten. Risiken im Zusammenhang mit Markt- und Wirtschaftsentwicklungen werden weiterhin aufmerksam beobachtet und in der Unternehmensplanung berücksichtigt, um den langfristigen Erfolg zu sichern

 

Zwenkau, den 01.12.2024

Backhaus Hennig GmbH

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 32.889.212,68 31.371.042,87
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 36.515,00 1.263,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 36.515,00 1.263,00
II. Sachanlagen 24.362.181,14 22.140.392,94
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.873.860,00 7.653.485,00
2. technische Anlagen und Maschinen 6.225.261,00 3.022.185,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.567.907,00 4.694.579,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 695.153,14 6.770.143,94
III. Finanzanlagen 8.490.516,54 9.229.386,93
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 8.440.516,54 9.179.386,93
2. Genossenschaftsanteile 50.000,00 50.000,00
B. Umlaufvermögen 8.089.500,30 6.600.254,74
I. Vorräte 477.818,56 628.564,07
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 477.818,56 628.564,07
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.394.356,62 2.254.908,79
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 127.367,35 105.747,49
2. Forderungen gegen Gesellschafter 1.582.444,92 442.296,21
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 254.239,61 275.563,11
3. sonstige Vermögensgegenstände 1.684.544,35 1.706.865,09
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 4.217.325,12 3.716.781,88
C. Rechnungsabgrenzungsposten 46.131,64 53.665,46
davon Disagio 4.237,18 16.948,72
Aktiva 41.024.844,62 38.024.963,07

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 29.188.084,08 26.391.612,28
I. Gezeichnetes Kapital 25.564,59 25.564,59
II. Gewinnrücklagen 2.000.000,00 2.000.000,00
1. andere Gewinnrücklagen 2.000.000,00 2.000.000,00
III. Gewinnvortrag 24.366.047,69 22.253.824,88
IV. Jahresüberschuss 2.796.471,80 2.112.222,81
B. Rückstellungen 4.389.296,88 3.469.362,00
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.630.471,00 2.547.583,00
2. sonstige Rückstellungen 1.758.825,88 921.779,00
C. Verbindlichkeiten 7.447.463,66 8.163.988,79
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.100.962,78 4.807.926,94
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 4.100.962,78 4.807.926,94
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 641.655,09 764.018,79
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 641.655,09 764.018,79
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1.613,22
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.613,22
4. sonstige Verbindlichkeiten 2.704.845,79 2.590.429,84
davon aus Steuern 544.626,60 359.773,11
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 1.268,26 1.468,26
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.606.020,70 2.493.976,99
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 98.825,09 96.452,85
Passiva 41.024.844,62 38.024.963,07

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 64.169.621,19 55.833.795,02
2. sonstige betriebliche Erträge 592.719,75 609.467,73
3. Materialaufwand 12.468.824,19 10.668.161,11
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 12.464.657,11 10.649.556,38
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 4.167,08 18.604,73
4. Personalaufwand 32.294.352,57 27.555.174,53
a) Löhne und Gehälter 26.859.499,14 22.691.161,41
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 5.434.853,43 4.864.013,12
davon für Altersversorgung 100.312,49 115.340,42
5. Abschreibungen 3.203.302,94 2.724.384,54
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.203.302,94 2.724.384,54
davon außerplanmäßige Abschreibungen 15.546,00
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 12.641.120,72 12.187.038,76
7. Erträge aus Beteiligungen 1.000,00
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 13.301,60 117.952,97
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 76.556,56 81.574,05
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 74.132,50 133.230,02
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 24.748,00 85.509,00
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.349.057,86 1.239.730,13
12. Ergebnis nach Steuern 2.821.408,32 2.136.070,68
13. sonstige Steuern 24.936,52 23.847,87
14. Jahresüberschuss 2.796.471,80 2.112.222,81

ANHANG für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Die Backhaus Hennig GmbH hat ihren Sitz in Zwenkau. Sie ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Leipzig, unter der Nummer HRB 2957 eingetragen.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 HGB).

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 3 HGB.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, bewertet.

Das bewegliche und unbewegliche Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet.

Die Abschreibungen werden auf der Grundlage der von der Gesellschaft ermittelten Nutzungsdauern der Wirtschaftsgüter vorgenommen. Die Bemessung der Nutzungsdauern erfolgt auf Basis der betriebswirtschaftlichen Nutzungsdauern.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten bis zu € 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips angesetzt.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Verwertbarkeit am Bilanzstichtag angesetzt.

Forderungen sowie sonstige Vermögensgegenstände wurden mit ihrem Nennbetrag angesetzt.

Darüber hinaus wird eine Pauschalwertberichtigung für sämtliche Forderungen vorgenommen, die aufgrund allgemeiner Risiken als potenziell wertminderungsanfällig eingeschätzt werden.

Die liquiden Mittel werden zum Nennwert bilanziert.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen. Die Auflösung erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Die sonstigen Rückstellungen sind für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe des Betrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Markzinssatz der vergangen sieben Jahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihren Rückzahlungs- bzw. Erfüllungsbeträgen bilanziert.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet.

Die Rückstellung für Pensionen werden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der "Projected-Unit-Credit-Method" ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Für die Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt. Als Abzinsungsfaktor wurde der von der Deutschen Bundesbank für diese Restlaufzeit ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre verwendet. Der Abzinsungssatz betrug zum Bilanzstichtag 1,83%.

Die Berechnung der Pensionsrückstellung gemäß versicherungsmathematischem Gutachten der Funk Vorsorgeberatung GmbH zum 31.12.2023 weist eine planmäßige Zuführung zu den Pensionsrückstellungen für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von T€ 83 aus und basiert auf folgenden Parametern:

Rechnungszins: 1,83 % 10-Jahres-Durchschnittszins
1,74 % 7-Jahres-Durchschnittszins
Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB zum 31.12.2023: € 39.103
Gehaltstrend: 3,00 % p.a.
Rententrend: Es wird ohne Rententrend gerechnet
Fluktuation: Es wird ohne Fluktuation gerechnet
Berechnungsmethode: PUC-Methode

III. Bilanzerläuterungen

1. Anlagevermögen

Die Aufgliederung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023 und die Entwicklung im Berichtszeitraum sowie die in der Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 hierauf vorgenommenen Abschreibungen ergeben sich aus dem nachstehenden Anlagespiegel.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 110.301,93 46.872,80
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 110.301,93 46.872,80
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.005.667,69 222.383,46 14.179,71
2. technische Anlagen und Maschinen 10.624.933,95 2.019.193,83
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.980.727,27 1.414.769,48 57.350,08
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.770.143,94 1.769.013,57
Summe Sachanlagen 44.381.472,85 5.425.360,34 71.529,79
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 9.179.386,93 719.758,86- 19.111,53
2. Genossenschaftsanteile 50.000,00
Summe Finanzanlagen 9.229.386,93 719.758,86- 19.111,53
Summe Anlagevermögen 53.721.161,71 4.752.474,28 90.641,32
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 157.174,73
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 157.174,73
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.499.004,57 16.712.876,01
2. technische Anlagen und Maschinen 2.344.999,80 14.989.127,58
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.338.146,67
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.844.004,37- 695.153,14
Summe Sachanlagen 0 49.735.303,40
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 8.440.516,54
2. Genossenschaftsanteile 50.000,00
Summe Finanzanlagen 8.490.516,54
Summe Anlagevermögen 0 58.382.994,67
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 109.038,93 11.620,80
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 109.038,93 11.620,80
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.352.182,69 489.127,03 2.293,71
2. technische Anlagen und Maschinen 7.602.748,95 1.161.117,63
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.286.148,27 1.541.437,48 57.346,08
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0
Summe Sachanlagen 22.241.079,91 3.191.682,14 59.639,79
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 0
2. Genossenschaftsanteile 0
Summe Finanzanlagen 0
Summe Anlagevermögen 22.350.118,84 3.203.302,94 59.639,79
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 120.659,73 36.515,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 120.659,73 36.515,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.839.016,01 12.873.860,00
2. technische Anlagen und Maschinen 8.763.866,58 6.225.261,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.770.239,67 4.567.907,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 695.153,14
Summe Sachanlagen 25.373.122,26 24.362.181,14
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 0 8.440.516,54
2. Genossenschaftsanteile 0 50.000,00
Summe Finanzanlagen 0 8.490.516,54
Summe Anlagevermögen 25.493.781,99 32.889.212,68

2. Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt T€ 442 (Vj. T€ 442)

3. Forderungen gegen Gesellschafter

Forderungen gegen Gesellschafter betragen T€ 1.582 (Vj. T€ 442).

4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die in den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltenen Beträge betreffen im Wesentlichen Boni in Höhe von T€ 476 (Vj. T€ 351), Kautionen in Höhe von T€ 442 (Vj. T€ 442), Forderungen gegenüber Krankenkassen in Höhe von T€ 13 (Vj. T€ 28), Forderungen gegenüber Personal in Höhe von T€ 16 (Vj. 16), Forderungen aus Gewerbesteuerüberzahlung in Höhe von T€ 304 (Vj. T€ 157), Forderungen aus Körperschaftsteuerüberzahlung in Höhe von T€ 383 (Vj. T€ 225), Forderungen gegenüber der Bundesagentur T€ 34 (Vj. T€ 110), sonstige Forderungen in Höhe von T€ 12 (Vj. T€ 259), Forderungen aus debitorischen Kreditoren in Höhe von T€ 5 (Vj. T€ 118).

5.. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Urlaubsansprüche in Höhe von T€ 511 (Vj. T€ 325), Überstunden in Höhe von T€ 449 (Vj. T€ 0), Rückbauverpflichtungen in Höhe von T€ 435 (Vj. T€ 0), Jahresabschluss- und Prüfungskosten in Höhe von T€ 50 (Vj. T€ 44), Aufbewahrung in Höhe von T€ 13 (Vj. T€ 13), Tantiemen in Höhe von T€ 165 (Vj. T€ 344), sowie Prämien in Höhe von T€ 135 (Vj. T€ 196).

6. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeitenspiegel per 31. Dezember 2023

Beträge mit Restlaufzeiten
bis zu 1 Jahr mehr als 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre Gesamtbetrag
Bilanzposition
1. Verbind. ggü. Kreditinstituten 725.194 3.375.768 1.867.780 1.507.988 4.100.962
2. Verbindlichkeiten LuL 641.655 0 0 0 641.655
5. Sonstige Verbindlichkeiten 2.704.846 0 0 0 2.704.846
4.071.695 3.375.768 1.867.780 1.507.988 7.447.463

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundschulden, Bürgschaften, Abtretung von Lebensversicherungen und Sicherungsübereignungen von Inventar besichert.

Darüber hinaus bestehen für Verbindlichkeiten im üblichen Umfang branchenübliche bzw. kraft Gesetzes entstehende Sicherheiten.

Die in den sonstigen Verbindlichkeiten enthaltenen Beträge betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lohn- und Gehalt T€ 1.758 (Vj. T€ 1.402) und aus Steuern T€ 545 (Vj. T€ 360) sowie Verbindlichkeiten Pensionskasse T€ 12 (Vj. T€ 10). Daneben waren Verbindlichkeiten aus Gutscheinen T€ 99 (Vj. T€ 96) und sonstige Verbindlichkeiten (Umsatzmieten) T€ 290 (Vj. T€ 310) zu erfassen.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Bei den Umsatzerlösen in Höhe von T€ 64.170 (T€ 55.834) handelt es sich im Wesentlichen um Verkaufserlöse in den einzelnen Filialen im regionalen Markt. Die Umsatzerlöse wurden ausschließlich im Inland erzielt.

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Sachbezüge in Höhe von T€ 80 (Vj. T€ 70), Versicherungsentschädigungen in Höhe von T€ 17 (Vj. T€ 17), Erstattungen nach dem AAG in Höhe von T€ 162 (Vj. T€ 253), sonstige Erträge in Höhe von T€ 254 (Vj. T€ 130) sowie periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 79 (Vj. T€ 0).

3. Personalaufwand

Im Personalaufwand des Geschäftsjahres sind T€ 100 (T€ 115) Altersversorgung enthalten.

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Raumkosten T€ 7.646 (Vj. T€ 7.270), Versicherungen, Beiträge und Abgaben T€ 325 (Vj. T€ 317), Reparaturen und Instandhaltungen T€ 1.419 (Vj. T€ 1.210), Fahrzeugkosten T€ 778 (Vj. T€ 764), Werbe- und Reisekosten T€ 311 (Vj. T€ 329), Kosten der Warenabgabe T€ 813 (Vj. T€ 826) sowie sonstige Kosten T€ 1.557 (Vj. T€ 1.470). Die sonstigen Kosten setzen sich aus den verschiedenen betrieblichen Kosten T€ 1.087 (Vj T€ 978), Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens T€ 376 (VJ T€ 458) und sonstige betriebliche Aufwendungen T€ 83 (Vj. T€ 15) zusammen.

V. Sonstige Angaben

1. sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen ergeben sich aus langfristigen Leasing- und Mietverträgen in Höhe von ca. T€ 4.951

2. Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer:

In der Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 wurden durchschnittlich 1.071 Mitarbeiter (Vorjahr: 1.017) beschäftigt,

Die genannten Zahlen beinhalten nicht die Mitglieder der Geschäftsführung.

3. Honorar des Abschlussprüfers:

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers für Abschlussprüfungsleistungen beläuft sich auf T€ 24.

4. Geschäftsführung:

Geschäftsführer sind: Herr Jens Hennig, Bäckermeister

Herr Martin Hennig, Diplom-Kaufmann

Herr Peter Hennig, mit Wirkung zum 11.12.2024 abberufen

Frau Dörte Hennig, mit Wirkung zum 11.12.2024 bestellt

Die Geschäftsführer sind alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Geschäftsführungsorgans betragen T€ 563.

5. Ergebnisverwendungsvorschlag:

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss 2023 in Höhe von T€2.934 zusammen mit dem Gewinnvortrag in Höhe von T€ 24.366 auf neue Rechnung vorzutragen.

6. Vorgänge von besonderer Bedeutung:

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ereignet.

 

Zwenkau, den 16. Dezember 2024

Backhaus Hennig GmbH

Die Geschäftsführung

sonstige Berichtsbestandteile

 

gez. Herr Jens Hennig

gez. Herr Martin Hennig

gez. Frau Dörte Hennig

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 02.04.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Backhaus Hennig GmbH, Zwenkau

Eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und Prüfungsurteil zum Lagebericht

Wir haben den Jahresabschluss der Backhaus Hennig GmbH, Zwenkau, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Backhaus Hennig GmbH, Zwenkau, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften. Der Jahresabschluss vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Jahresabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht

Mit den Prüfungsnachweisen, die wir im Rahmen der Jahresabschlussprüfung erhalten haben, konnten wir nicht abschließend beurteilen, ob die Wertpapiere des Anlagevermögens in Höhe von 8.441 TEUR ordnungsgemäß mit den Anschaffungskosten abzüglich notwendiger Abschreibungen bilanziert wurden. Trotz Ausschöpfung aller angemessenen Möglichkeiten konnten wir keine Prüfungsnachweise erlangen, um ein Prüfungsurteil über die Höhe der Anschaffungskosten mit hinreichender Sicherheit zu bilden. Auch die Erträge und Aufwendungen aus dem teilweisen Verkauf von diesen Finanzanlagen konnten demzufolge nicht mit hinreichender Sicherheit nachvollzogen werden. Wir können daher nicht ausschließen, dass Änderungen an den Finanzanlagen, des Jahresergebnisses und folglich des Eigenkapitals zum 31.12.2023 hätten vorgenommen werden müssen. Dieser Sachverhalt beeinflusst möglicherweise auch die Darstellung des Geschäftsverlaufs im Lagebericht einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und unser Prüfungsurteil zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Regensburg, den 1. April 2025

wibatax audit Partnerschaft mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Florian Helmensdorfer, Wirtschaftsprüfer

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