Stammdaten

Register
Amtsgericht Stendal HRB 20766
Eingetragen
19.6.2014
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehör
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb von Zubehörteilen für die Automobilindustrie, insbesondere von schalldämmenden Isolierungen, sowie der Erwerb und die Verwaltung von Beteiligungen an in- und ausländischen Unternehmungen mit gleichen oder ähnlichen Tätigkeiten sowie der Erwerb, Verkauf und das Halten von Darlehensforderungen, Wertpapieren und anderen Finanzwerten. Genehmigungspflichtige Tätigkeiten nach dem Kreditwesengesetz sind ausdrücklich ausgenommen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stefan Hummel
seit 1.4.2022
Prokura
Markus Pauling
seit 18.6.2021
Prokura
Jérome Olivar
seit 18.6.2021
Prokura
Wayne Robinson
seit 26.9.2018
Prokura
Vito Frallonardo
seit 26.9.2018
Prokura
Pietro Lardini
seit 19.6.2014
Geschäftsführer
Falk Thomas
seit 19.6.2014
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Adlergroup SpaITA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Adler Pelzer Clion GmbH

Bad Dürrenberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Inhaltsverzeichnis

Lagebericht für das Geschäftsjahr 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020

1. Bilanz zum 31. Dezember 2020

2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020

3. Anhang 2020

Anlagenspiegel

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 01. Januar bis zum 31. Dezember 2020

Adler Pelzer Clion GmbH, Bad Dürrenberg

I. Grundlage des Unternehmens

1. Gründung

Die Gesellschaft wurde am 10. April 2014 unter der Firmierung "Rheinsee 437. VV GmbH" mit Firmensitz in Düsseldorf gegründet. Am 28.05.2014 wurde die Gesellschaft von der Adler Pelzer Holding GmbH (vormals: HP Pelzer Holding GmbH) zu 100% übernommen. Zeitgleich fand eine Umfirmierung in Adler Pelzer Clion GmbH und eine Sitzverlegung nach Bad Dürrenberg statt.

Am 30.06.2014 hat die Adler Pelzer Clion GmbH im Rahmen eines Asset Deals den Geschäftsbetrieb der Happich Automotive GmbH in Bad Dürrenberg übernommen.

2. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Adler Pelzer Clion GmbH ("Clion") ist ein Unternehmen der Adler Pelzer Group. Die Adler Pelzer Group hat den Schwerpunkt ihrer Tätigkeit in der Automobilzuliefererindustrie. Dabei entwickelt, produziert und vertreibt sie weltweit als Erstausrüster für nahezu alle namhaften Automobilproduzenten Bauteile mit akustisch wirksamen Eigenschaften zur Geräuschdämmung und textile Verkleidungsteile. Die Bauteile werden im Innen-, Motor- und Kofferraum sowie im Bereich des Unterbodens von Fahrzeugen eingesetzt. Innerhalb der Segmente PKW und leichte Nutzfahrzeuge werden Volumen- und Mittelklasse- bis hin zu Premium-Plattformen bedient.

3. Forschung und Entwicklung

Die Clion betreibt keine eigene Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten. Bei Bedarf bezieht sie Entwicklungstätigkeiten von ihrer Gesellschafterin, der Adler Pelzer Holding GmbH.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Warenproduktion hat sich seit Mitte 2020 ihrem Vorkrisenwert rasch angenähert, während die Aktivität in Teilen des Dienstleistungssektors in den meisten Ländern infolge von Eindämmungsmaßnahmen der Behörden und Verhaltensänderungen der Konsumenten zur Vermeidung von Infektionen noch erheblich gedrückt ist. Die globale Industrieproduktion war im Dezember 2020 um 1,3 Prozent höher als im Dezember 2019 unmittelbar vor dem Ausbruch der Covid-19-Krise in China. Besonders stark war der Anstieg mit rund 7 Prozent in China und den übrigen asiatischen Schwellenländern sowie in Korea und Taiwan, wo der Produktionstrend von vor der Krise gegen Jahresende zum Teil ebenfalls schon überschritten wurde. Diese Länder konnten offenbar von der starken Nachfrage nach Elektronikprodukten und vielen dort produzierten Konsumgütern besonders profitieren. Im Euroraum wurde das Vorjahresniveau bei der Industrieproduktion knapp erreicht, während in den Vereinigten Staaten und in Japan auch im Dezember gegenüber dem Vorjahr noch deutliche Rückstände blieben. Der weltweite Warenhandel hat sich ebenfalls weitgehend von dem Einbruch im Frühjahr erholt und lag im Dezember um 1,3 Prozent höher als ein Jahr zuvor. 1

Die Coronakrise hat sich 2020 auf den internationalen Märkten massiv ausgewirkt. In nahezu allen Ländern der Welt gingen die Verkäufe teils drastisch zurück. Von den drei großen Absatzregionen musste Europa (27 EU-Länder, Europäische Freihandelsassoziation EFTA und Vereinigtes Königreich) den größten Rückgang um rund ein Viertel verbuchen. In den USA gingen die Verkäufe zweistellig zurück. Der chinesische Markt erholte sich zwar vergleichsweise zügig, blieb aber im Gesamtjahr noch deutlich unter dem Vorjahresniveau. In Europa wurden im Jahr 2020 insgesamt knapp 12,0 Millionen Pkw neu zugelassen, 3,8 Millionen beziehungsweise fast ein Viertel (-24 Prozent) weniger als im Vorjahr. Die fünf größten Märkte verbuchten durchweg zweistellige Rückgänge. In Deutschland sanken die Neuzulassungen um knapp ein Fünftel (-19 Prozent). In Frankreich reduzierte sich das Absatzvolumen um ein Viertel (-25 Prozent). In Italien (-28 Prozent), dem Vereinigten Königreich (-29 Prozent) und Spanien (-32 Prozent) wurde jeweils knapp ein Drittel weniger Autos zugelassen. Alle Länder, die zum europäischen Markt zählen, mussten das Jahr 2020 mit einer negativen Bilanz abschließen. In den vergangenen Monaten ist zwar eine leichte Erholung erkennbar, aber noch im Dezember lag der Pkw-Absatz in Europa mit mehr als 1,2 Millionen Einheiten 4 Prozent unter dem Vorjahresniveau. In den USA schloss der Light-Vehicle-Markt (Pkw und Light Trucks) das Jahr 2020 mit knapp 14,5 Millionen verkauften Fahrzeugen ab (-15 Prozent). Erstmals seit 2012 überschritt der US-Markt damit nicht mehr die 15- Millionen-Marke. Dabei ging der Absatz von Pkw um 28 Prozent zurück, während im Light- Truck-Segment, das mittlerweile 76 Prozent des Light-Vehicle-Marktes ausmacht, die Verkäufe um 10 Prozent nachgaben. Im Dezember wurden 1,6 Millionen Light Vehicles verkauft (+6 Prozent). China hat die Coronapandemie und ihre schwerwiegenden Folgen für den Automobilabsatz weitestgehend hinter sich gelassen. Dank einer raschen Erholung hat sich das Minus im Jahr 2020 auf 6 Prozent reduziert (19,8 Millionen Einheiten). Im Dezember gingen 2,3 Millionen Fahrzeuge an die chinesischen Kundinnen und Kunden. Das ist ein Zuwachs um 7 Prozent zum Vorjahr und der achte monatliche Anstieg in Folge. Der japanische Neuwagenmarkt blieb 2020 mit 3,8 Millionen verkauften Pkw um 11 Prozent unter dem Vorjahresergebnis. Damit unterschritten die Verkäufe erstmals seit 2011 wieder die 4-Millionen- Marke. Im Dezember lag das Verkaufsniveau bei 315.200 Einheiten, 11 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. In Russland gingen die Light-Vehicle-Verkäufe im vergangenen Jahr um 9 Prozent auf 1,6 Millionen Einheiten zurück. Der indische Pkw-Markt gab im Jahr 2020 deutlich nach. Zwar konnte er in der zweiten Jahreshälfte teils starke Zuwächse verbuchen, die Einbußen aus den Lockdown-Monaten konnten jedoch nicht aufgeholt werden. Mit insgesamt 2,4 Millionen Neufahrzeugen (-18 Prozent) fiel der Absatz auf ein Zehnjahrestief. Im Dezember lag die Nachfrage wieder 14 Prozent über dem Vorjahresniveau (253.000 Einheiten). In Brasilien verbuchte der Light-Vehicle-Markt im Gesamtjahr 2020 ein deutliches Minus. Der Neuwagenabsatz ging um knapp 27 Prozent auf 2,0 Millionen Einheiten zurück. Damit wurde eine dreijährige Erholungsphase abrupt beendet. Im Dezember betrug das Minus 8 Prozent (233.000 Einheiten). 2

1 lfW, Kieler Konjunkturberichte, Weltkonjunktur im Frühjahr 2021 vom 18.03.2021
2 VDA, Pressemitteilung vom 19.01.2021

2. Geschäftsverlauf

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses wurde nicht von der Prämisse der Geschäftsfortführung ausgegangen, da der operative Betrieb der Adler Pelzer Clion GmbH im Jahr 2024 aufgrund eines Beschlusses vom 4. Oktober 2023 eingestellt wurde. Aus der Abkehr von der Fortführungsprämisse ergaben sich jedoch keine wesentlichen Auswirkungen auf die Bewertung oder den Ansatz von Vermögenswerten und Schulden. Aufgrund der von der Gesellschafterin abgegebenen Patronatserklärung und zwei Darlehensgewährungen verfügte das Unternehmen über die notwendigen Mittel, den Geschäftsbetrieb in den Jahren bis 2024 aufrecht zu erhalten und neue Projekte erfolgreich aufzusetzen. Darüber hinaus wurde am 25.11.2015 ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Adler Pelzer Holding GmbH geschlossen, der seit dem Geschäftsjahr 2015 wirksam ist. Dieser stellt auch nach der Einstellung des Geschäftsbetriebs die weitere Finanzierung der Gesellschaft sicher.

Die Adler Pelzer Clion GmbH erwirtschaftete in 2020 ein EBIT von minus 3,1 Mio. € (Vorjahr: minus 3,2 Mio. €) und ein EBITDA von minus 2,5 Mio. € (Vorjahr: minus 2,2 Mio. €).

Das Jahresergebnis vor Verlustübernahme durch die Muttergesellschaft betrug in 2020 minus 3.506 T€ (Vorjahr: minus 3.617 T€).

Der Umsatz entwickelte sich aufgrund von neuen Kundenaufträgen positiv. Er lag in 2020 mit 12,0 Mio. € aufgrund der Corona-Pandemie allerdings unter den ursprünglich geplanten Umsatzerwartungen von 13,7 Mio. €. Zusätzlich fielen ungeplante Sonderkosten durch Produktionsunterbrechungen an. Somit wurde das anvisierte Ziel von einem EBITDA von 1,6 Mio. € um 4,1 Mio. € verfehlt. Das Geschäftsjahr 2020 entsprach somit nicht den Erwartungen der Geschäftsführung.

Für die Adler Pelzer Clion GmbH ist Nachhaltigkeit eine zentrale unternehmerische Aufgabe, weshalb bei allen Investitionen und der täglichen Arbeit auf Klimaschutz und Arbeitssicherheit Wert gelegt wird. So wird z.B. bei der Erweiterung und Modernisierung der Produktionskapazitäten besonders auf Energieeffizienz und Umweltschutz geachtet.

3. Lage

a) Ertragslage

2020 2019 Veränderung
T€ % T€ % T€
Umsatzerlöse 11.996 97,4 8.119 94,4 3.877
Bestandsveränderung 119 1,0 150 1,7 -31
Sonstige betriebliche Erträge 203 1,6 331 3,9 -129
Betriebsleistung 12.318 100,0 8.600 100,0 3.717
Materialaufwand 8.011 65,0 5.794 67,4 2.217
Personalaufwand 3.572 29,0 3.261 37,9 311
Betriebliche Steuern (ohne Ertragsteuern) 27 0,2 48 0,6 -20
Abschreibungen 666 5,4 967 11,2 -301
Sonstige Aufwendungen 3.212 26,1 1.745 20,3 1.466
Betriebsergebnis -3.170 -25,7 -3.215 -37,4 45
Finanzergebnis -336 -2,7 -402 -4,7 66
Geschäftsergebnis -3.505 -28,5 -3.616 -42,1 111
Ergebnis vor Ertragsteuern -3.505 -28,5 -3.616 -42,1 111
Ertragsteuern 0 0,0 0 0,0 0
Ertrag aus Verlustübernahme durch OT 3.506 28,5 3.617 42,1 -111
Jahresüberschuss / -fehlbetrag 0 0,0 0 0,0 0

Der Umsatz betrug in 2020 T€ 11.996 und liegt somit mit T€ 3.877 erheblich über dem Vorjahr. Das Betriebsergebnis beträgt minus T€ 3.170 und hat sich somit um T€ 45 gegenüber dem Vorjahr verbessert. Die Materialaufwandsquote (bezogen auf die Betriebsleistung) verbesserte sich von 64,7% im Vorjahr auf 65,0% im laufenden Jahr. Die durchschnittlichen Mitarbeiterzahlen sind wieder gestiegen, so dass im Vergleich zum Vorjahr 10 Personen mehr beschäftigt waren. Dies betraf im Wesentlichen gewerbliche Mitarbeiter und führte zu einer Erhöhung des Personalaufwandes um T€ 311. Die Personaleinsatzquote verbesserte sich von 39,4% im Vorjahr auf 29,5%.

Nach einem Finanzergebnis von minus T€ 336 (Vorjahr: minus T€ 402), welches überwiegend auf Zinsaufwendungen gegenüber Unternehmen des Adler Pelzer Konzerns entfallen, ergab sich im Geschäftsjahr 2020 insgesamt ein Jahresfehlbetrag vor Verlustübernahme von T€ 3.506 (Vorjahr: Jahresfehlbetrag vor Verlustübernahme von T€ 3.617). Der entstandene Verlust wurde im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrages von der Adler Pelzer Holding GmbH übernommen.

b) Vermögenslage

2020 2019 Veränderung
VERMÖGEN T€ % T€ % T€
Immaterielle Vermögensgegenstände 34 0,2 52 0,3 -18
Sachanlagevermögen 3.172 14,4 3.454 21,8 -282
Mittel- und langfristig gebundenes Vermögen 3.207 14,5 3.507 22,1 -300
Vorräte 865 3,9 641 4,0 223
Kundenforderungen 2.814 12,7 1.208 7,6 1.605
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 10.314 46,7 5.620 35,5 4.694
Sonstige kurzfristige Posten 584 2,6 251 1,6 333
Flüssige Mittel 1.651 7,5 1.975 12,5 -325
Rechnungsabgrenzungsposten 2 0,0 2 0,0 0
Kurz- und mittelfristig gebundenes Vermögen 16.229 73,5 9.698 61,2 6.531
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 2.635 11,9 2.635 16,6 0
Vermögen gesamt 22.071 100,0 15.839 100,0 6.231
KAPITAL
Gezeichnetes Kapital 25 0,1 25 0,2 0
Verlust- / Gewinnvortrag -2.660 -12,1 -2.660 -16,8 0
Jahresfehlbetrag 0 0,0 0 0,0 0
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 2.635 11,9 2.635 16,6 0
Eigenkapital 0 0,0 0 0,0 0
Mittel- und langfristige Rückstellungen 0 0,0 0 0,0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0,0 0 0,0 0
Gesellschafterdarlehen 0 0,0 1.850 11,7 -1.850
Sonstige mittel- und langfristige Verbindlichkeiten 480 2,2 640 4,0 -160
Mittel- und langfristiges Fremdkapital 480 2,2 2.490 15,7 -2.010
Übrige Rückstellungen 1.198 5,4 223 1,4 975
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.408 6,4 380 2,4 1.028
Lieferantenschulden 2.393 10,8 1.060 6,7 1.333
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 15.918 72,1 11.295 71,3 4.623
Rechnungsabgrenzungsposten 74 0,3 13 0,1 60
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 600 2,7 377 2,4 223
Kurzfristiges Fremdkapital 21.591 97,8 13.349 84,3 8.241
Kapital insgesamt 22.071 100,0 15.839 100,0 6.231

Die immateriellen Vermögensgegenstände haben sich im Wesentlichen durch Abschreibungen reduziert. Die Reduktion des Sachanlagevermögens resultiert aus Investitionen (T€ 345) saldiert mit Abschreibungen für Abnutzung für das laufende Geschäftsjahr (T€ 627).

Die Vorräte wurden im Vergleich zum Vorjahr um T€ 223 aufgebaut. Die Kundenforderungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um T€ 1.605. Dies ist auf das gestiegene Auftragsvolumen der zurück zu führen.

Der Anstieg der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen ist im Wesentlichen begründet durch die Forderung gegenüber der Adler Pelzer Holding GmbH im Rahmen der Verlustübernahme.

Die Erhöhung der sonstigen kurzfristigen Posten resultiert im Wesentlichen auf einer Erhöhung der geleisteten Anzahlungen.

Die flüssigen Mittel sind mit einer Veränderung von T€ 325 im Vergleich zum Vorjahr gesunken.

Die Gesellschaft weist wie im Vorjahr einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von T€ 2.635 aus.

Das mittelfristige Gesellschafterdarlehen in Höhe von T€ 1.850 wurde in 2020 umgegliedert in die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich um T€ 1.028.

Die Rückstellungen sind im Vergleich zum Vorjahr um T€ 975 gestiegen, dies betrifft im Wesentlichen Rückstellungen für noch nicht berechnete Leistungen und Urlaubslöhne.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten stiegen zum Jahresende analog zu den Kundenforderungen aufgrund des erhöhten Auftragsvolumens.

c) Finanzlage

2020 2019
T€ T€
Jahresüberschuss / -fehlbetrag vor Verlustübernahme -3.506 -3.617
Abschreibungen (+) auf Anlagevermögen 647 954
Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des AV 0 -77
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Rückstellungen 975 -9
Zunahme (-)/Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva -3.350 2.530
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva 4.389 2.219
Mittelab- / -zufluss aus laufender Geschäftstätigkeit -845 2.001
Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen -347 -543
Einzahlungen aus Anlagenabgänge 0 114
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeiten -347 -429
Aus-/Einzahlung aus Verbindlichkeiten Kreditinstitute 1.028 -1.282
Aus-/Einzahlung aus sonstigen Verbindlichkeiten zur Finanzierung -160 -160
Aus-/Einzahlung aus Darlehensverbindlichkeiten Gesellschafter 0 0
Mittelzufluss/-abfluss aus laufender Finanzierungstätigkeit 868 -1.442
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -325 130
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 1.975 1.845
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 1.650 1.975

Die finanzielle Absicherung der Gesellschaft erfolgt über die in Höhe und Zeit uneingeschränkte Patronatserklärung der Adler Pelzer Holding GmbH, über den Ergebnisabführungsvertrag sowie die Gesellschafterdarlehen.

Insgesamt wurde im Geschäftsjahr 2020 ein Mittelabfluss von T€ 325 verzeichnet (Vorjahr: Mittelzufluss T€ 130). Aus der laufenden Geschäftstätigkeit weist die Gesellschaft einen Mittelabfluss von T€ 845 (Vorjahr: Mittelzufluss von T€ 2.001) aus. Dem stehen ein Mittelabfluss aus Investitionstätigkeiten in Höhe von T€ 347 (Vorjahr: Mittelabfluss von T€ 429) sowie Inanspruchnahme von kurzfristigen Bankkreditlinien in Höhe von T€ 1.028 abzüglich Tilgung Kaufpreisdarlehen von T€ 160 gegenüber. Dies führte in Summe zu einem Mittelzufluss aus laufender Finanzierungstätigkeit von T€ 868 (Vorjahr: Rückzahlung von diversen Finanzierungen führten zu einem Mittelabfluss von T€ 1.442).

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren zur Beurteilung der operativen Ertragskraft sind die Kennzahlen EBITDA und die Umsatzerlöse. Das EBITDA betrug im Geschäftsjahr 2020: minus 2,5 Mio. € (Vorjahr: minus 2,2 Mio. €). Die Umsatzerlöse betrugen im Berichtsjahr 12,0 Mio. € bzw. im Vorjahr 8,1 Mio. €. Die ursprünglich geplanten Umsatzerwartungen von 13,7 Mio. und das anvisierte Ziel von einem EBITDA von 1,6 Mio. € wurden überwiegend aufgrund der Corona-Pandemie verfehlt.

5. Chancen- und Risikobericht

Risikomanagementsystem

Die Adler Pelzer Clion GmbH ist in das Risikomanagementsystem der Adler Pelzer Group einbezogen. Chancen und Risiken werden als Ereignisse und Handlungen im Rahmen der Geschäftstätigkeit definiert, die das Erreichen strategischer und operativer Pläne unterstützen bzw. gefährden können. Das Risikomanagement ist Bestandteil der operativen und strategischen Geschäftspolitik der Adler Pelzer Group. Insbesondere die Früherkennung, Steuerung und Überwachung der identifizierten Risiken sind in den Controlling Prozessen und Systeme integriert.

Die Adler Pelzer Holding hat ein weltweites Risikomanagementsystem im Einsatz, das ein integraler Bestandteil der Aufbau- und Ablauforganisation ist. Mit dem Risikomanagementsystem wird das Ziel verfolgt, die frühzeitige Erkennung, sachgemäße Beurteilung und zeitnahe Berichterstattung von Unternehmensrisiken sicherzustellen, um diesen dann mit wirkungsvollen Gegenmaßnahmen entgegentreten zu können. Die Darstellung der unten aufgeführten Risiken erfolgt auf einer Nettobasis, d.h. nach mitigierenden Maßnahmen.

Das Chancen-Risikomanagement vollzieht sich in der Adler Pelzer Group auf den Ebenen:

Geschäftsführung der Holding

Business Unit Leiter (Mercosur/ Nafta/ Asien/ Westeuropa/ Osteuropa)

Zentralbereichsleiter der Holding

Geschäftsführungen und Werkleiter der operativen Unternehmen

Weltweit eingesetzte Fachkräfte zur lokalen Werksunterstützung und zum Know-How-Transfer

Die Beurteilung, Dokumentation, Kontrolle und Bewertung der Zielerfüllung der Maßnahmen wird für alle transparent durch ein speziell dafür entwickeltes, weltweit per Intranet bereitgestelltes EDV-Reporting-System sichergestellt. Monatlich wird von einer speziellen Organisationseinheit überprüft, welche Ergebnis- und Liquiditätseffekte die Summe aller Maßnahmen auf jedes Einzelergebnis und das Konzernergebnis erreicht hat. Abweichungen werden auf Ebene der Einzelmaßnahmen analysiert, bewertet und korrigiert. Die fachlichen und führungsorganisatorischen Erkenntnisse daraus werden im Rahmen des Know-How-Transfers der Gesamtorganisation zur Verfügung gestellt.

Neben diesen Kontrollmechanismen sind die monatlichen Plan-Ist-Vergleiche auf Konzern-, Geschäftsbereichs- und Gesellschafts- bzw. Werksebene methodisch intensiviert worden. Die quantitativen Produktivitäts- und Ergebnisdaten werden weiter detailliert, mit Maßnahmen hinterlegt und sodann bewertet, in Differenzierung von Serien- und Werkzeug- /Entwicklungs-Ergebnis hinsichtlich verschiedener G&V-, Bilanz- und Liquiditätskriterien. Um Tendenzen aus dem Markt, dem Materialeinkauf oder von Produktionsverfahren rechtzeitig erkennen zu können, wurde eine rollierende Vorschau für die kommenden 3 Monate eingeführt.

Das Controlling der Adler Pelzer Group deckt durch regelmäßige Besuche der Tochterunternehmen Schwachstellen, vor allem im kaufmännischen Bereich auf und berichtet diese mit Umsetzungsvorschlägen an die Geschäftsleitung. Darüber hinaus wird es gezielt eingesetzt, um erkannte Chancen und Risiken näher zu beleuchten und dann zu nutzen bzw. zu beseitigen.

Die Reihenfolge der beschriebenen Risiken- und Chancenfelder spiegelt die derzeitige Einschätzung des relativen Risiko- und Chancenmaßes wider. Innerhalb der nachfolgenden Risiken- und Chancenfelder werden bedeutsamere Themen zuerst genannt. Gleichfalls bietet diese Darstellung einen Anhaltspunkt für die gegenwärtige Gesamtlage der Risiken und Chancen für die Adler Pelzer Clion GmbH.

Risikomatrix

Bei der Bewertung der monetären Auswirkung werden die vier Kategorien sehr gering, gering, mittel und hoch unterschieden. Maßgeblich für die Bewertung ist das Schadensausmaß bezogen auf ein Jahr. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird auf einer Prozentskala bewertet und in die vier Kategorien unwahrscheinlich, möglich, wahrscheinlich und sehr wahrscheinlich unterteilt. Die Kombination aus Schadensausmaß und Eintrittswahrscheinlichkeit definiert die Risikoklasse, die in ihrer Wirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als gering, mittel und hoch eingestuft wird. Letzteres wird aus der Steuerungskennzahl EBITDA abgeleitet. Die Einstufung der Risiken in die jeweiligen Risikoklassen erfolgt anhand der Risikomatrix.

Gesamtwirtschaftliche Chancen und Risiken

Als international ausgerichtetes Unternehmen ist die Adler Pelzer Clion GmbH den gesamtwirtschaftlichen Risiken ausgesetzt und kann sich schwerwiegenden Verwerfungen, beispielsweise bei politischen oder wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf dem Weltmarkt nicht entziehen. Insgesamt sieht die Adler Pelzer Clion GmbH die Risiken aus den makroökonomischen Rahmenbedingungen als mittel an, wobei das Einsetzen einer erneuten weltweiten Rezession derzeit als mittel eingeschätzt wird. Das Management beobachtet aktuell insbesondere die Entwicklung des Konflikts zwischen der Ukraine und Russland; zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind die Einnahmen, der Betrieb und die Lieferkette von Adler Pelzer Clion GmbH nicht durch den Konflikt beeinträchtigt worden, mit Ausnahme des zunehmenden Inflationsdrucks auf die Rohstoff- und Energiepreise in Europa. Letzterer scheint jedoch auch sich bereits wieder zu normalisieren und wieder abzunehmen. Ähnliche geopolitische Spannungen können zu Produktionsstopps bei Kunden, erhebliche Unterbrechungen der Lieferkette oder unmittelbare Kürzungen des Marktproduktionsvolumens führen.

Branchen- und unternehmensspezifische Chancen und Risiken

Die folgenden Risiken wurden von der Gesellschaft hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit und der Auswirkung als mittel eingestuft:

Die Risiken auf der Beschaffungsseite sind im Wesentlichen durch das Preisrisiko von Rohstoffen bestimmt. Steigende Einkaufspreise von Rohstoffen können die Ertragslage der Adler Pelzer Clion GmbH negativ beeinflussen. Wegen der o.a. Wettbewerbssituation lassen sich die aus dem Markt ergebenden Materialkosten aber auch sonstige Kostensteigerungen nicht unmittelbar in Preiserhöhungen gegenüber den Kunden der Automobilindustrie weitergeben. Die Umsetzung intelligenter Produkt- und Prozessoptimierungen ist Bestandteil des täglichen operativen Geschäfts, um etwaige Kostensteigerungen auszugleichen. Auf der Beschaffungsseite wirkt die Adler Pelzer Clion GmbH zudem mit dem Abschluss von langfristigen Lieferverträgen den Preisvolatilitäten der Rohstoffmärkte entgegen.

Die weiteren Risiken wurden von der Gesellschaft hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit und der Auswirkung als niedrig eingestuft:

Der Absatzmarkt der Adler Pelzer Clion GmbH ist die Automobilindustrie. Dabei liefert sie ihre Produkte zum großen Teil an Schwestergesellschaften der Adler Pelzer Group aber auch an konzernfremde Unternehmen. Somit steht die wirtschaftliche Situation der Gesellschaft in starker Abhängigkeit von der gesamtkonjunkturellen Nachfragesituation nach Automobilen. Konjunkturelle Abschwünge führen zu Kapazitätsunterauslastung und somit zu Ergebnisbelastungen. Dadurch dass die Kunden der Adler Pelzer Group weltweit vertreten sind, ist das länderspezifische konjunkturelle Risiko diversifiziert. Das Unternehmen sieht insbesondere Chancen in dem weiteren Ausbau des Vertriebes und der Generierung von zusätzlichen Aufträgen.

Lieferschwierigkeiten und Qualitätsprobleme bei Unterlieferanten können zu Stillstandzeiten und somit zu einer verlängerten Durchlaufzeit der Maschine sowie einer verspäteten Auslieferung führen. Die längere Durchlaufzeit verursacht zusätzliche Kosten, die verspätete Auslieferung kann im schlimmsten Fall zu Konventionalstrafen führen. Die Gesellschaft wirkt diesem Produktionsrisiko mit einer Mehrlieferantenstrategie und einer sorgfältigen Auswahl der Lieferanten entgegen.

Die qualifizierten Mitarbeiter mit ihrer hohen Einsatzbereitschaft und Motivation tragen wesentlich zum Erfolg der Adler Pelzer Clion GmbH bei. Durch nicht ausreichend qualifiziertes Personal erhöht sich das Risiko von Produktionsfehlern. Der erforderliche Aufwand zur Beseitigung dieser Fehler führt wiederum zu höheren Kosten und gegebenenfalls zur Terminüberschreitung bei der Auslieferung an den Kunden. Zudem kann die Gesellschaft durch nach der Auslieferung auftretende Qualitätsmängel mit Gewährleistungsansprüchen der Kunden konfrontiert werden. Die Adler Pelzer Clion GmbH begegnet dem Risiko mit einer individuell abgestimmten Personalentwicklung, bei der Qualifizierungs- bzw. Weiterbildungsprogramme im Vordergrund stehen.

Für die Herstellung ihrer Produkte verarbeitet die Adler Pelzer Clion Vlies und diverse Chemikalien als Vorprodukte. Die Einkaufspreise unterliegen in Abhängigkeit der Marktsituation Schwankungen. Die Gesellschaft begegnet diesem Beschaffungsrisiko mit langfristigen Lieferantenverträgen ausgewählter Lieferanten.

Die Geschäftsprozesse der Adler Pelzer Clion GmbH sind in hohem Maße von den IT- Prozessen und Aktivitäten abhängig. Der Ausfall bestimmter IT-Systeme kann schlimmstenfalls zu Produktionsunterbrechungen und damit zu rechtlichen Verpflichtungen gegenüber Kunden führen. Die Adler Pelzer Clion GmbH ist in die IT-Umgebung der Adler Pelzer Holding GmbH eingebunden. Den informationstechnologischen Risiken in Form von Datenverlusten und Systemausfallzeiten wirkt die Adler Pelzer Holding GmbH mit einem Risiko- und Notfallkonzept entgegen. Demnach werden die IT-Applikationen in zwei räumlich getrennten Rechenzentren betrieben. Darüber hinaus sind die kritischen IT-Applikationen in beiden Rechenzentren in zweifacher Weise verfügbar. Um Systemausfälle und Datenverlust vorzubeugen, finden tägliche Applikations- und Datensicherungen statt. Zusätzlich wird durch regelmäßige Wartung der Server und deren Systeme durch die verantwortlichen IT-Mitarbeiter Systemausfallzeiten und Datenverlust minimiert.

Die Sicherstellung der Produktqualität aber auch der Lieferzuverlässigkeit ist eines der kritischen Erfolgsfaktoren der Adler Pelzer Clion GmbH als Automobilzulieferunternehmen. Die von den Kunden abgerufenen Serienteile müssen in ausreichender Menge und Qualität zum richtigen Zeitpunkt ("just in time" oder "just in sequence") am richtigen Ort zur Verfügung stehen. Reklamationen der Kunden wegen Qualitätsmängel können zu Regressforderungen durch den Kunden führen. Die Gesellschaft wirkt diesem Risiko durch ein Qualitätsmanagement entgegen, bei dem sowohl durch interne Ressourcen aber auch die externe Prüfungsgesellschaften die Produkte selber aber auch die Produktions- und Logistikprozesse ständigen Überprüfungen unterzogen werden.

Zurzeit liegen keine besonderen Erkenntnisse über Risiken vor, die sich aus der Produktions- bzw. Produkttechnologie ergeben.

Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken

Die folgenden Risiken wurden von der Gesellschaft hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit und der Auswirkung als niedrig eingestuft:

Der hohe Kapitalbedarf für die Bereitstellung der Produktionsmittel wie beispielsweise Maschinen und die zeitlich nachgelagerte Amortisation durch den Kunden über den Teilepreis kann dazu führen, dass der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit zuzüglich der laufenden Barmittel und vorhandener externe Finanzierungsmittel den benötigten Liquiditätsbedarf nicht decken. Um eventuellen Liquiditätsrisiken entgegenzuwirken, stellt die Gesellschaft im Rahmen der jährlichen Konzernplanung einen Finanzplan für einen 5 Jahreszeitraum auf. Ergänzt wird dieser durch eine monatlich rollierende Liquiditätsplanung mit einem Planungszeitraum von 3 Monaten. Zudem ist beabsichtigt, die Gesellschaft in das Cash-Pooling der Adler Pelzer Holding GmbH zu integrieren, die bereits den Liquiditätsausgleich für die anderen deutschen Gesellschaften der Adler Pelzer Group zentral steuert. Zur Finanzierung wird neben dem Bestand an flüssigen Mitteln und eigener externer Finanzierung auch die Anleihe der Adler Pelzer Holding GmbH genutzt. Die gewährten Sicherheiten für eigene und fremde Verbindlichkeiten sind dem Anhang zu entnehmen. Zur weiteren Entwicklung der Anleihe wird auf den Nachtragsbericht im Anhang verwiesen.

Für die Adler Pelzer Clion GmbH ergibt sich aus dem operativen Geschäft ein Ausfallrisiko, wenn die Vertragspartner ihre vertraglichen Zahlungspflichten nicht erfüllen. Den Ausfallrisiken begegnet die Gesellschaft mit einem Forderungsmanagement, in dem fortlaufend das Zahlungsverhalten analysiert und die Zahlungsfähigkeit des Gläubigers bewertet wird. Das erkennbare Ausfallrisiko einzelner Forderungen wird durch entsprechende Einzelwertberichtigungen abgebildet.

Aus der Geschäftstätigkeit entstehen der Adler Pelzer Clion GmbH rechtliche Risiken. Diese können aus Verstößen gegen gesetzliche oder andere rechtliche Anforderungen resultieren. Die Adler Pelzer Clion GmbH ist von ihrer Fähigkeit abhängig, sich an verändernde Technologien und neue Trends anzupassen und weiter neue Produkte zu entwickeln. Wenn es der Adler Pelzer Clion GmbH künftig nicht gelingt, neue Produkte vorzustellen, könnte sie ihre Wettbewerbsfähigkeit und Marktanteile verlieren. Die Nachfrage in den wichtigsten Zielmärkten der Adler Pelzer Clion GmbH wird zunehmend durch eine Reihe von Trends beeinflusst, insbesondere durch die Trends zur Emissionsreduzierung und die zunehmende Fokussierung auf E-Mobilität, die vor allem durch die in verschiedenen Regionen der Welt geforderten Emissionsziele getrieben werden. Der künftige Wachstumskurs der Adler Pelzer Clion GmbH hängt vor allem von der Fähigkeit ab, neue Technologietrends wie zum Beispiel der E- Mobilität mitzugehen, die passenden Lösungen zu entwickeln und auf den Markt zu bringen.

Der Adler Pelzer Clion GmbH ist es bewusst, dass sowohl physische als auch transitorische Risiken durch den Klimawandel auftreten können. Neu erlassene Gesetze oder geänderte rechtliche Rahmenbedingungenkönnen Risiken für die Produktion bedeuten und ebenfalls in Haftungsansprüchen resultieren.

Besondere Risiken aufgrund von COVID-19

Seit Beginn des Jahres 2020 ist erstmalig das Risiko einer globalen Pandemie in das Risikoinventar aufgenommen worden.

Der von China im Wesentlichen ab Januar 2020 ausgehende Ausbruch und die Verbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2, durch den die Lungenkrankheit COVID-19 ausgelöst werden kann, hatte in der Zwischenzeit weltweite Auswirkungen. Dazu zählten wirtschaftliche Auswirkungen auf nahezu sämtliche Unternehmen bzw. Konzerne, bspw. aufgrund von Einschränkungen in Produktion und Handel oder aufgrund von Reisebeschränkungen. Die Schließungen von Produktionswerken aufgrund behördlicher Anweisungen oder aufgrund von Produktionsstopps bei den OEMs stellten existenzielle Risiken dar. Außerdem können die Produktionsunterbrechungen und die daraus resultierenden Wiederaufnahme der Produktion zu Risiken hinsichtlich der Lieferketten und Verfügbarkeit von Mitarbeitern führen.

Staatlich angeordnete Grenzschließungen auch innerhalb der EU führten darüber hinaus zu Problemen / Verzögerungen in der Lieferkette. Innerhalb von Europa stimmten sich deshalb die einzelnen Staaten miteinander ab, um Maßnahmen möglichst zeitnah mit den Partnerländern umzusetzen.

In Abhängigkeit vom weiteren Verlauf der Pandemie konnten die zuvor genannten anderen Risiken dadurch zusätzlich verstärkt werden und sich daraus erhöhte negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft ergeben.

Die zu Beginn der Pandemie geplanten und im Nachgang eingeführten Risikobegrenzungsmaßnahmen lauten wie folgt:

Einführung eines Hygienekonzeptes inkl. angemessener Abstandsregelung, Desinfektionsmaßnahmen, Masken, Dezentrales Arbeiten, Reiseverbote

Zeitweise Herunterfahren oder Schließung von Produktionswerken um die variablen Kosten zu senken

Aufwandsreduktionen sowie Kostenvermeidung im Personalbereich: Abbau von Über-stunden und Urlaubstagen, Anordnung von Kurzarbeit, Einstellungsstopp

Reduzierung von CAPEX-Maßnahmen

Nutzung von staatlich begünstigten steuerlichen Erleichterungen: Fristverlängerungen, zinslosen Stundungen, Vollstreckungsaufschüben, Erlass von Säumniszuschlägen

Aufnahme von Verhandlungen mit Lieferanten um bessere Konditionen und / oder Stundungen zu vereinbaren

Aufnahme von Verhandlungen zur Verlagerung, Reduzierung oder Stornierung von Fixkosten wie Miete, Leasing, Wartungsverträge und Versicherungsgebühren

Nutzung von zinslosen Stundungsmöglichkeiten für Sozialversicherungsbeiträge

Ausbau der digitalen Kommunikation

Anstreben von OEM-Unterstützung beim Working Capital (u. a. Zahlungsziele) sowie potentielle Unterstützung bei der Wiederaufnahme der Produktion

Strikte Kontrollen sämtlicher Geldeingänge und Geldausgänge

Die Risikobegrenzungsmaßnahmen waren solange anzuwenden, bis aufgrund von ausreichend zur Verfügung stehenden Impfstoffen für die Gesamtbevölkerung, Entwarnung durch die jeweilige Regierung gegeben wurde.

Besondere Chancen aufgrund der Ausnahmesituation wurden unter anderem in der Verstärkung der digitalen Kommunikation gesehen. Dies wird auch weiterhin einen positiven Effekt auf die Unternehmenskultur und das Reiseverhalten haben. Darüber hinaus wurde die Situation genutzt, um organisatorische Maßnahmen auch langfristig effizienter zu gestalten, so dass die Konzernunternehmen gestärkt aus der Situation hervorgehen konnten.

Gesamteinschätzung

Die Risikoeinschätzung der Adler Pelzer Clion GmbH ist gegenüber der im Vorjahreslagebericht beschriebenen Risikoeinschätzung unverändert. Aktuell und im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde die Risikoeinschätzung kontinuierlich und transparent aufbereitet und durch systematisches konzernweit etabliertes Risikomanagement wurde wesentlich dazu beigetragen, die Gesamtrisiken effizient zu steuern.

Bestandsgefährdende Risiken liegen aus heutiger Sicht nicht vor.

6. Prognosebericht

Für den deutschen Markt rechnen wir 2024 mit einem Rückgang von einem Prozent auf weiterhin 2,8 Mio. Einheiten. Das ist etwa ein Viertel weniger als im Vorkrisenjahr 2019. Dabei gehen wir von einem niedrigeren Absatz von Elektro-Pkw aus (Minus 9 Prozent auf 635.000 Einheiten). Während der Absatz von Plug-In-Hybriden (PHEV) um 5 Prozent auf 185.000 Einheiten steigen dürfte, gehen wir bei den rein batterieelektrischen Fahrzeugen (BEV) von einem Rückgang von 14 Prozent auf 451.000 Einheiten aus. Die Märkte in Europa (U27, EFTA & UK; +4 Prozent) und den USA (+2 Prozent) dürften 2024 aufgrund des schwachen Vorjahresniveaus etwas stärker wachsen als der chinesische Markt (+1 Prozent). Für den globalen Pkw-Markt erwarten wir einen moderaten Anstieg um 2 Prozent. Damit wäre das Niveau des Jahres 2019 fast wieder erreicht. Bei der Pkw-Inlandsproduktion erwartet der VDA für 2024 eine Seitwärtsbewegung (± 0 Prozent; 4,1 Mio. Einheiten). Grund ist unter anderem die gesamtwirtschaftliche Schwäche. Eine erfreuliche Entwicklung erwarten wir bei der inländischen Produktion von Elektro-Pkw. Diese dürfte 2024 weiter steigen. Wir erwarten hier ein deutliches Plus in Höhe von 19 Prozent (BEV: + 25 Prozent, PHEV: ± 0 Prozent). Die Auslandsproduktion deutscher Konzernmarken dürfte mit der Fertigung von 10,6 Mio. Pkw um 4 Prozent zulegen. Bezüglich des Exports erwarten wir für 2024 einen leichten Anstieg um ein Prozent auf gut 3,1 Mio. Einheiten. Das entspricht einer Exportquote von 76 Prozent. Bei den schweren Nutzfahrzeugen gehen wir für Europa (U27, EFTA & UK) von einem Rückgang von 10 Prozent aus, für die USA von 5 Prozent. In China erwarten wir ein Wachstum von 8 Prozent. Die Konjunktur in der Anhänger- und Aufbautenindustrie befand sich bereits im Jahr 2023 im Rückwärtsgang. Sowohl die Anhänger insgesamt (-13 Prozent) als auch die schweren Sattelanhänger >6t (-18 Prozent) gingen deutlich zurück. Dieser Trend dürfte sich im Jahr 2024 weiter fortsetzen, wenn auch in mit etwas geringerer Dynamik. 3

Die Entwicklung der Adler Pelzer Gruppe und damit auch der Adler Pelzer Clion GmbH wird in den kommenden Jahren entscheidend von der konjunkturellen Lage abhängen. Das globale Wirtschaftswachstum zeigt sich zwar stabil aber gleichzeitig auch nicht besonders dynamisch. Die Folgen des Krieges in der Ukraine sind weiterhin spürbar, die geld- und fiskalpolitischen Möglichkeiten zur Unterstützung der Konjunktur sind vielfach begrenzt. Das Aufflammen immer neuer geopolitischer Krisenherde sorgt für zusätzliche Verunsicherung. Laut Prognose des IWF wird das globale Wachstum sich auch im Jahr 2024 stabil auf dem Vorjahresniveau von 3,1 % bewegen. Selbst im Jahr 2025 wird derzeit nur mit einer minimalen Belebung gerechnet, so dass das weltwirtschaftliche Umfeld insgesamt relativ verhalten bleibt. Bei den Inflationsraten geht der IWF von einer stetigen Verringerung in den nächsten Jahren aus. Die weltweite Pkw-Produktion wird nach Einschätzung des Unternehmens um etwa 2% über dem Niveau von 2023 liegen.

Mit ihrem langjährigen Know-How, den innovativen Technologien insbesondere hinsichtlich der immer wichtiger werdenden Elektroautos, der globalen Präsenz ihrer Produktionsstätten sowie mit einem weltweit etablierten Vertriebssystem sieht sich die Gesellschaft für die o.a. Herausforderungen gut aufgestellt. Insbesondere hat die Gesellschaft im Jahr 2019 ein Kostensenkungsprogramm ("fit to market") gestartet, durch das die Kostenstruktur an das derzeitige gesunkene Umsatzniveau angepasst werden soll. Das Programm wurde auch während der Corona Pandemie weiter vorangetrieben. Hierbei werden 3 Säulen getrennt bearbeitet. Auf der Kunden- und Projektseite werden Neuverhandlung der Preise für Produkte und Projekte auf Grund der geringeren Stückzahlen geführt, aber auch die Weitergabe der angestiegenen Material- und Energiepreise mit dem Kunden intensiv verhandelt. Des Weiteren werden Kostensenkungsmaßnahmen in allen Produktionsstandorten ergriffen, um das Kostenniveau auf die gesunkenen Abrufzahlen anzupassen. Als dritter Baustein sollen Investitionen auf die geänderte Marktsituation neu bewertet werden und finanzielle Mittel für Anpassungen in allen Bereichen bereitgestellt werden.

3 VDA Pressemitteilung vom 30.01.2024

Für das Geschäftsjahr 2021 wurde ein vorläufiger Umsatz von 15,2 Mio. € und ein vorläufiges EBITDA von minus 4,2 Mio. € erzielt.

Für das Geschäftsjahr 2022 wurde ein vorläufiger Umsatz von 16,1 Mio. € und ein vorläufiges EBITDA von minus 4,7 Mio. € erzielt.

Für das Geschäftsjahr 2023 wurde ein vorläufiger Umsatz von 17,1 Mio. € und ein vorläufiges EBITDA von minus 6,4 Mio. € erzielt.

Die Geschäftsjahre 2021 - 2023 sind derzeit noch nicht abschließend geprüft.

Aufgrund der Werksschließung in Bad Dürrenberg im Frühjahr 2024 wird für das Geschäftsjahr 2024 wird mit einem Umsatz von 0,0 Mio. € und mit einem EBITDA von 0,0 Mio. € gerechnet.

 

Bad Dürrenberg, den 02. Juli 2024

Pietro Lardini

Bilanz zum 31. Dezember 2020

Aktiva

31.12.2020 31.12.2019
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögegnsgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 34.458,00 52.288,00
2. Geschäfts- oder Firmen-Wert 0,00 0,00
34.458,00 52.288,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.600.716,18 1.638.471,18
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.125.559,00 1.292.311,00
3. Andere Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung 242.494,00 304.559,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 203.622,40 219.004,75
3.172.391,58 3.454.345,93
3.206.849,58 3.506.633,93
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 436.562,53 362.050,65
2. Unfertige Erzeugnisse 138.512,78 65.785,11
3. Fertige Erzeugnisse 289.656,45 213.409,70
864.731,76 641.245,46
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.813.582,28 1.208.292,20
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 10.314.075,14 5.620.201,84
3. Sonstige Vermögensgegenstände 583.772,89 250.580,07
13.711.430,31 7.079.074,11
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.650.511,48 1.975.275,78
16.226.673,55 9.695.595,35
C. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 2.214,50 2.214,50
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 2.635.018,20 2.635.018,20
22.070.755,83 15.839.461,98

Passiva

31.12.2020 31.12.2019
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Verlustvortragvortrag -2.660.018,20 -2.660.018,20
III. Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag 0,00 0,00
IV Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 2.635.018,20 2.635.018,20
0,00 0,00
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 1.197.831,45 222.981,99
1.197.831,45 222.981,99
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen 52.000,00 0,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.408.089,68 380.412,64
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.393.067,64 1.060.205,84
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 15.918.018,03 13.145.467,32
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.028.040,67 1.016.990,06
20.799.216,02 15.603.075,86
D. Passive Rechnungsabgrenzungsposten 73.708,36 13.404,13
22.070.755,83 15.839.461,98

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2019 bis 31. Dezember 2020

01.01.2020 - 31.12.2020 01.01.2019 - 31.12.2019
1. Umsatzerlöse 11.996.418,70 8.119.332,65
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 118.598,42 149.670,55
3. Sonstige betriebliche Erträge 202.528,23 331.315,72
(davon aus Währungsumrechnung € 1.984,56; Vorjahr: € 37,30)
12.317.545,35 8.600.318,92
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Waren -5.985.940,55 -4.271.216,05
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -2.025.557,32 -1.523.150,22
-8.011.497,87 -5.794.366,27
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -2.936.910,12 -2.688.253,97
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -634.627,94 -572.310,44
-3.571.538,06 -3.260.564,41
6. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -647.212,31 -953.927,41
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten -18.452,16 -13.232,56
-665.664,47 -967.159,97
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.211.545,73 -1.745.424,48
(davon aus Währungsumrechnung € 30,28; Vorjahr: € 118,78)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 308.499,69 188.487,61
(davon aus verbundenen Unternehmen € 308.386,95; Vorjahr € 188.266,79)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -644.108,47 -590.208,67
(davon an verbundene Unternehmen € 554.305,49; Vorjahr € 470.971,47)
(davon aus Aufzinsung von Rückstellungen € 324,91; Vorjahr € 0,00)
10. Steuern vom Einkommen und Ertrag -29,17 -58,23
11. Ergebnis nach Steuern -3.478.338,73 -3.568.975,50
12. Sonstige Steuern -27.195,84 -47.555,98
13. Ertrag aus Verlustübernahme 3.505.534,57 3.616.531,48
14. Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag 0,00 0,00

(Amtsgericht Stendal, HRB 20766)

Anhang 2020

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2020 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinienumsetzungsgesetzes (BilRUG) und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 2 i.V.m. Abs. 4 HGB. Die Gesellschaft macht von den größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB insoweit Gebrauch, als bestimmte Anhangsangaben unterbleiben.

Dieser Anhang ist Bestandteil des Jahresabschlusses.

Die Gliederung der Bilanz erfolgt gem. § 266 Abs. 2 und 3 HGB.

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt gem. § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren).

Summen in Tabellen wurden auf Basis von genauen Zahlen berechnet und auf EUR bzw. TEUR gerundet. Bei Abweichungen von bis zu einer Einheit, handelt es sich um rechentechnisch begründete Rundungsdifferenzen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses wurde nicht von der Prämisse der Geschäftsfortführung ausgegangen, da der operative Betrieb der Adler Pelzer Clion GmbH im Jahr 2024 aufgrund eines Beschlusses vom 4. Oktober 2023 eingestellt wurde. Aus der Abkehr von der Fortführungsprämisse ergaben sich jedoch keine wesentlichen Auswirkungen auf die Bewertung oder den Ansatz von Vermögenswerten und Schulden. Einschränkungen der Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr bestehen somit nicht.

Der Jahresabschluss entspricht im Ausweis und in der Bewertung der Vermögensgegenstände, der Rechnungsabgrenzungsposten, des Eigenkapitals und der Schuldposten den gesetzlichen Vorschriften.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibung (3-5 Jahre; lineare Methode) vermindert.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde im Rahmen der Übernahme des Geschäftsbetriebes von der Happich Automotive GmbH zum 30. Juni 2014 entgeltlich erworben. Es handelt sich hierbei um übernommene Standortvorteile, Kundenstamm und Know-How langjähriger Mitarbeiter, die entsprechend wertmäßig berücksichtigt wurden. Der Firmenwert wurde gemäß der voraussichtlichen betrieblichen Nutzungsdauer von 5 Jahren linear bis 2019 vollständig abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten (Einzel- und Gemeinkosten) angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer (2-9 Jahre; lineare Methode) abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen zeitanteilig.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten, die unfertigen und fertigen Erzeugnisse zu Herstellungskosten entsprechend dem Fertigungsgrad angesetzt. Als Herstellungskosten sind die Einzelkosten zuzüglich eines angemessenen Zuschlags für die Material- und Fertigungsgemeinkosten angesetzt. Das Niederstwertprinzip wurde durch Abschläge zur verlustfreien Bewertung berücksichtigt. Geleistete Anzahlungen werden zum Nennbetrag bewertet.

Bei den Ersatzteilen werden einheitliche Abschläge auf nicht bewegte Ersatzteile berücksichtigt. Für nicht abgerufene Ersatzteile erfolgt eine Abschreibung der Anschaffungs-/ Herstellungskosten gemäß der folgenden jährlichen Staffelung: 1 Jahr: 0%, 2-4 Jahre: jeweils 25%, 5 Jahre: weitere 15%.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt, wobei angemessene Einzelwertberichtigungen vorgenommen wurden. Im Geschäftsjahr wurden außerdem auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine Pauschalabwertung von 1% bzw. 2% für Auslandsforderungen vorgenommen.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit den Nominalwerten angesetzt.

Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag resultiert aus in den Vorjahren, vor Abschluss des Ergebnisabführungsvertrages, angelaufenen Verlusten.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert ausgewiesen.

Die sonstigen Rückstellungen sind nach kaufmännischer Beurteilung in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt und decken die erkennbaren Risiken ab.

Die sonstigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst gem. § 253 Abs. 2 S. 1 HGB.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bewertet.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Tageskurs eingebucht und zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Für langfristige übrige Währungsforderungen / -verbindlichkeiten wird die Einhaltung des Niederst- / Höchstwertprinzips durch den Vergleich von Anschaffungs- und Bewertungskurs sichergestellt.

B. Erläuterungen zur Bilanz

Posten der Aktivseite

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens wird in Form eines Anlagegitters gesondert dargestellt und ist Bestandteil des Anhangs (Anlage zum Anhang).

Der Firmenwert wurde im Rahmen der Übernahme des Geschäftsbetriebes von der Happich Automotive GmbH zum 30. Juni 2014 entgeltlich erworben. Es handelt sich hierbei um übernommene Standortvorteile, Kundenstamm und Know-How langjähriger Mitarbeiter, die entsprechend wertmäßig berücksichtigt wurden. Der Firmenwert wurde gemäß der voraussichtlichen betrieblichen Nutzungsdauer von 5 Jahren linear bis 2019 vollständig abgeschrieben.

Vorräte

Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2020 31.12.2019
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 436.563 362.050
Unfertige Erzeugnisse 138.513 65.785
Fertige Erzeugnisse 289.656 213.410
864.732 641.245

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 2.968 (Vorjahr: T€ 1.339) sind um Einzel- und Pauschalwertberichtigungen von insgesamt T€ 154 (Vorjahr: T€ 131) reduziert worden.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 10.314 (Vorjahr: T€ 5.620) stammen im Wesentlichen aus dem Verrechnungs- sowie Lieferungsverkehr. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von T€ 10.195 (Vorjahr: T€ 5.453) enthalten.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten hauptsächlich Steuererstattungsansprüche T€ 89 (Vorjahr: T€ 89), debitorische Kreditoren T€ 10 (Vorjahr: T€ 19) und sonstige geleistete Anzahlungen T€ 454 (Vorjahr: T€ 109).

Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr (Vorjahr: eine Kaution in Höhe von 18 T€ hatte eine Restlaufzeit von 1 1/4 Jahren).

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 1.198 (Vorjahr: T€ 223) berücksichtigen im Wesentlichen Urlaubslöhne T€ 171 (Vorjahr: T€ 68) und ausstehende Rechnungen T€ 942 (Vorjahr: T€ 64).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 1.408 (Vorjahr: T€ 380) betreffen ausschließlich den Kreditrahmen bei der Volksbank Bochum Witten eg. Die Sicherheiten sind unter den Haftungsverhältnissen aufgelistet.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich zum Bilanzstichtag auf T€ 2.393 (Vorjahr: T€ 1.060) und betreffen ausschließlich Dienstleistungen und Lieferungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 15.918 (Vorjahr: T€ 13.145) resultieren im Wesentlichen aus dem Verrechnungs- und Leistungsverkehr gegenüber der HP Pelzer Automotive GmbH (T€ 8.740; Vorjahr: T€ 7.171) sowie zwei Darlehen (T€ 2.455; Vorjahr: T€ 2.455) mit der Adler Pelzer Holding GmbH. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von T€ 2.455 (Vorjahr: T€ 2.455) enthalten.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Kaufpreisverbindlichkeiten für den Geschäftsbetrieb der Happich Automotive GmbH in Höhe von T€ 640 (Vorjahr: T€ 800) enthalten.

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen im Vorjahr und im laufenden Jahr die üblichen Eigentumsvorbehalte der Lieferanten.

Verbindlichkeiten zum 31.12.2020

davon mit einer Restlaufzeit von
Gesamt bis 1 Jahr 1-5 Jahre über 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.408.090 1.408.090 0 0
(Vorjahr) 380.413 380.413 0 0
Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen 52.000 0 0 0
(Vorjahr) 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.393.068 2.393.068 0 0
(Vorjahr) 1.060.206 1.060.206 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 15.918.018 15.918.018 0 0
(Vorjahr) 13.145.467 11.295.467 1.850.000 0
- davon gegenüber der Gesellschafterin 2.455.000 2.455.000 0 0
(Vorjahr) 2.455.000 605.000 1.850.000 0
Sonstige Verbindlichkeiten 1.028.041 548.041 480.000 0
(Vorjahr) 1.016.990 376.990 640.000 0
- davon aus Steuern 41.557 41.557 0 0
(Vorjahr) 56.255 56.255 0 0
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 109.988 109.988 0 0
(Vorjahr) 1.808 1.808 0 0
Summe 20.799.216 20.267.216 480.000 0
(Vorjahr) 15.603.076 13.113.076 2.490.000 0

C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse nach Bereichen

2020 2019
extern
Seriengeschäft 10.554.000 7.375.188
Werkzeuggeschäft 380.000 0
sonstige Erlöse 628.615 9.537
11.562.615 7.384.724
intern
Seriengeschäft 285.706 425.695
Werkzeuggeschäft 0 0
sonstige Erlöse 148.098 308.914
433.804 734.608
Gesamt 11.996.419 8.119.333

Sonstige betriebliche Erträge

Hier werden im Wesentlichen Erträge aus der Verjährung von Lieferantenverbindlichkeiten in Höhe von T€ 115 (Vorjahr: T€ 125), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 20 (Vorjahr: T€ 46), Erträge aus Anlagenverkäufen mit T€ 0 (Vorjahr: T€ 77) und Erträge aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von T€ 56 (Vorjahr: T€ 49) ausgewiesen. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Geschäftsjahr T€ 2 und im Vorjahr Erträge aus der Währungsumrechnung von unter Tausend Euro enthalten.

T€ 190 (Vorjahr: T€ 220) entfallen auf periodenfremde Erträge: Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, Erträge aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen auf Forderungen und Erträge aufgrund von Verjährung von Verbindlichkeiten.

Abschreibungen

Es bestehen T€ 647 (Vorjahr: T€ 954) Abschreibung auf das Anlagevermögen, worauf T€ 20 (Vorjahr: T€ 272) auf immaterielle Vermögensgegenstände und T€ 627 (Vorjahr: T€ 682) auf Sachanlagen entfallen.

In Höhe von T€ 18 (Vorjahr: T€ 13) wurden aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung Abschreibungen auf das Umlaufvermögen (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) vorgenommen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Dieser Posten umfasst hauptsächlich die Mietaufwendungen für gemietete, unbewegliche und bewegliche Anlagegüter T€ 714 (Vorjahr: T€ 505), Management-/Assistenzleistungen T€ 9 (Vorjahr: T€ 18), Werbe-, Bewirtungs- und Reisekosten T€ 55 (Vorjahr: T€ 65), Versand- und sonstige Vertriebskosten T€ 555 (Vorjahr: T€ 147), Reklamationen T€ 36 (Vorjahr: T€ 50), Kraftfahrzeugkosten T€ 37 (Vorjahr: T€ 46), Kosten für Reparatur- und Instandhaltung T€ 64 (Vorjahr: T€ 42), Versicherungen T€ 37 (Vorjahr: T€ 45) sowie Verwaltungskosten T€ 386 (Vorjahr: T€ 407). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Währungskursdifferenzen von unter Tausend Euro (Vorjahr T€ 3) enthalten.

Steuern

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag belaufen sich im Geschäftsjahr und im Vorjahr jeweils auf unter Tausend Euro.

Die sonstigen Steuern betreffen im Geschäftsjahr und im Vorjahr im Wesentlichen Ökosteuern.

Ergebnisabführung

Aufgrund des abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrages mit der Adler Pelzer Holding GmbH wird der Verlust von der Muttergesellschaft übernommen (Ertrag aus Verlustübernahme T€ 3.506 (Vorjahr: T€ 3.617)).

D. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen für die restliche Laufzeit ab 1. Januar 2021 von T€ 923 (Vorjahr T€ 1.483).

fällig Leasing
2021 305.897
2022 272.460
2023 270.972
2024 74.043
923.372

Außerdem besteht zum Bilanzstichtag ein Bestellobligo für Investitionen in das Anlagevermögen von T€ 0 (Vorjahr: T€ 128).

Haftungsverhältnisse

Für den Kreditrahmen bei der Volksbank wurden von der Adler Pelzer Clion GmbH folgende Sicherheiten bestellt:

Raumsicherungsübereignung für das bewegliche Sachanlagevermögen

Grundschuld in Höhe von 1.532.000 € auf das Grundstück in Bad Dürrenberg

Verpfändung der Vorräte

Globalzession sämtlicher Forderungen aus Lieferung und Leistung

Verpfändung Festgeldkonto in Höhe von 1.650.021 €

Darüber hinaus wurden weitere Sicherheiten von der Adler Pelzer Holding GmbH bestellt. Eine Inanspruchnahme durch die Volksbank hat nicht stattgefunden, der Kreditrahmen wurde im Januar 2021 gelöscht und die Sicherheiten vollumfänglich freigegeben.

Für die Kaufpreisverbindlichkeit des Geschäftsbetriebes gegenüber der Happich Automotive GmbH besteht eine Grundschuld in Höhe von 1.600.000 € auf das Grundstück in Bad Dürrenberg. Eine Inanspruchnahme ist bis zum heutigen Zeitpunkt nicht ersichtlich.

Sonstiges

Am 31.12.2014 hat die Adler Pelzer Holding GmbH eine zeitlich uneingeschränkte Patronatserklärung gegenüber der Adler Pelzer Clion GmbH abgegeben, um die buchmäßige Überschuldung sowie die Liquidität der Gesellschaft abzusichern. Die Erklärung ist in der Höhe unbegrenzt.

Seit dem Wirtschaftsjahr 2015 gilt der Ergebnisabführungsvertrag vom 25.11.2015 mit der Adler Pelzer Holding GmbH. Der entsprechende Eintrag im Handelsregister erfolgte am 18.12.2015.

Seit dem 01.01.2015 besteht sowohl eine umsatzsteuerrechtliche als auch eine gewerbesteuerrechtliche und körperschaftsteuerrechtliche Organschaft mit der Adler Pelzer Holding GmbH als Organträgerin.

Durchschnittliche Mitarbeiterzahl 2020 2019
Gewerbliche Arbeitnehmer 71 64
Angestellte 18 15
Gesamt 89 79

Nahestehende Personen und Unternehmen

Es wurden insgesamt keine Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen getätigt, die marktunüblich waren.

Nachtragsbericht

Betriebsprüfung

Im Dezember 2022 hat für den deutschen Organkreis eine Betriebsprüfung begonnen, die die steuerlichen Veranlagungszeiträume 2017 bis 2019 abdeckt. Da die Prüfungsaktivitäten aktuell noch nicht abgeschlossen sind, liegt nach derzeitigem Stand noch kein Ergebnis vor.

Coronavirus

Der von China zu Beginn des Jahres 2020 vermutlich ausgehende Ausbruch und die Verbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2, durch den die Lungenkrankheit COVID-19 ausgelöst werden kann, hatten weltweite Auswirkungen. Dazu zählen wirtschaftliche Auswirkungen auf Unternehmen bzw. Konzerne, bspw. aufgrund von Einschränkungen in Produktion und Handel oder aufgrund von Reisebeschränkungen. Eine direkte Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft war ab Ende März 2020 spürbar. Die Produktion ist Ende März heruntergefahren worden und auch im Verwaltungsbereich ist Kurzarbeit mit Unterbrechungen für den Zeitraum April 2020 bis Juni 2022 angeordnet gewesen. Ende April / Anfang Mai 2020 starteten die OEM langsam wieder mit der Produktion. Die Werksschließungen und damit einhergehenden Produktionsunterbrechungen führten zu einem deutlichen Umsatzrückgang im Geschäftsjahr. Außerdem fielen teilweise höhere Kosten aufgrund von längeren Lieferzeiten bedingt durch Erschwernisse bei der Materialbeschaffung (speziell Elektronikbauteile, mit dem Beschaffungsmarkt Asien) an. Die Auswirkungen auf Ertragslage in den Jahren 2020 und 2021 konnte dennoch begrenzt werden, durch die Einführung verschiedener Kostensenkungsmaßnahmen wie zum Beispiel der verstärkten und staatlich geförderten Nutzung von Kurzarbeit oder der Stundung von regelmäßig anfallenden Kosten (zum Beispiel Mietaufwendungen). Die eingeführten Risikobegrenzungsmaßnahmen sind dem Risikobericht (als Teil des Lageberichtes) zu entnehmen. Zu Ende des Geschäftsjahres 2022 wurden sämtliche Maßnahmen in Zusammenhang mit der Pandemie vollumfänglich aufgelöst.

Direkte und indirekte Folgen des Ukraine- / Russland-Konflikts

Zu Beginn des Geschäftsjahres 2022 spannte sich die allgemeine geopolitische Lage auf Grund des Ukraine- / Russland-Konflikts stark an. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine erschüttert die Welt, politische und wirtschaftliche Strukturen sind ins Wanken geraten. Auch für die deutsche Automobilindustrie hatte und hat der Krieg in der Ukraine teils einschneidende Auswirkungen. Der Beginn des Kriegs war gleichbedeutend mit einer Unterbrechung, teilweise auch mit dem Abriss von Logistik- und Lieferketten. Deutlich wurde das zum Beispiel durch das Fehlen von Kabelbäumen, für die die Ukraine einer der europaweit wichtigsten Produzenten sind. Auch verschiedene Vorprodukte und Rohstoffe wie etwa Neongas, das für die Herstellung von Halbleitern essentiell ist, waren nur noch eingeschränkt verfügbar. Des Weiteren waren die Roh Stoffmärkte sehr volatil. In Konsequenz führte der Mangel an Teilen und Rohstoffen teilweise auch zu einem Stillstand der Bänder, die Produktion in Deutschland brach im März 2022 im Vorjahresvergleich um 30 Prozent ein. Heute hat sich die Lage zumindest teilweise entspannt. Das liegt zum einen an einer Diversifizierung der Lieferketten. Zum anderen aber auch daran, dass die Infrastrukturen in der Ukraine wieder benutzt werden können. Dennoch wirkt sich der Ukraine-/Russland-Konflikt weiterhin auf die allgemeine Entwicklung der Material- und Energiepreise aus. Für letztere war seit Anfang 2022 ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen, die Adler Pelzer Group konnte diesen Großteils an ihre Kunden weitergeben. Dennoch finden weiterhin Verhandlung mit allen Kunden der Gruppe statt, um diese vollumfänglich auszugleichen. Und auch die Versorgungssicherheit mit Gas und Strom ist zumindest aktuell vollumfänglich gegeben. Nach großer Unsicherheit und Turbulenzen nach Kriegsbeginn auf den Märkten ist die Situation momentan stabil. Zu Beginn des vergangenen Jahres 2023 war Russland EU-weit noch für knapp 40 Prozent des importierten Gases verantwortlich - mittlerweile hat sich diese Menge drastisch reduziert. Nichtsdestotrotz haben die Kostensteigerungen für Strom und Gas für erhebliche Beanspruchungen der Industrie gesorgt und langfristige Planungen und Investitionen massiv erschwert.

Neue Finanzierungen

Am 19.05.2023 hat die Adler Pelzer Holding GmbH durch ein Bankenkonsortium eine Anleihe mit einem Volumen von 400 Mio. € emittiert. Die Anleihe hat grundsätzlich eine Laufzeit bis zum 01.04.2027. Die Konditionen der neuen Anleihe sind vergleichbare mit der abgelösten Anleihe, wobei der Kupon der Anleihe 9,5% beträgt. Die Anleihe hat eine Laufzeit bis April 2027 und eine Mindestlaufzeit von einem Jahr. Ein wesentlicher Teil der Bondauszahlung wurde für die vorzeitige Rückführung der bisherigen Anleihe von 425 Mio. € (350 Mio. € Anleihe aus 2017, zuzüglich einer Anleihe aus 2021 in Höhe von 75 Mio. €) genutzt. In Zusammenhang mit der Transaktion wurde zudem ein Gesellschafter Darlehen von der Adler Plastic S.p.A. in Höhe von 120 Mio. € bis zum 01.04.2027 zu einem Zinssatz von 6,0% jährlich gewährt und eine neue rollierende Kreditlinie in Höhe von 55 Mio. € mit fünf Kreditinstituten bis 01.10.2026 zu einem variablen Zinssatz zwischen 3,25 - 3,75% + EURIBOR abgeschlossen. Die Anleihe dient im Wesentlichen zu Finanzierungszwecken der operativen Tätigkeiten für einen Großteil der Tochterunternehmen des Konzerns.

Die Adler Pelzer Clion GmbH hat mit dem örtlichen Betriebsrat für das Werk Bad Dürrenberg am 02.10.2023 vor der Einigungsstelle Interessensausgleichs- und Sozialplanverhandlungen abgeschlossen. Das Werk am Standort Bad Dürrenberg ist im Frühjahr 2024 geschlossen worden. Die Produktion ist in andere Gesellschaften des Konzerns (nach Pilsen / Tschechien, nach Bratislava / Slowakei und nach Bochum / Deutschland) verlagert worden. Zum Zeitpunkt des Abschlusses des Interessensausgleichs beschäftigt die Adler Pelzer Clion GmbH 71 Mitarbeiter. Ein entsprechender Geschäftsführungsbeschluss ist am 04.10.2023 ergangen.

Weitere wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag haben nicht stattgefunden.

Gesellschafterin/Konzern

Alleinige Gesellschafterin der Adler Pelzer Clion GmbH ist die Adler Pelzer Holding GmbH, Hagen. Die Adler Pelzer Holding GmbH stellt den kleinsten Konsolidierungskreis dar. Ein Teilkonzernabschluss wird jedoch nicht aufgestellt.

Der Jahresabschluss der Adler Pelzer Clion GmbH wird in den Konzernabschluss (größter Konsolidierungskreis) der Adler Plastic S.p.A., Ottaviano / Italien als oberstes Mutterunternehmen einbezogen. Der befreiende Konzernabschluss der Adler Plastic S.p.A wird in Übereinstimmung mit den von der Europäischen Union übernommenen internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) aufgestellt und im Unternehmensregister in deutscher Sprache veröffentlicht. Daraus ergeben sich unter anderem wesentliche Bilanzierungsunterschie, Vermögen und -Verbindlichkeiten.

Geschäftsführung

Pietro Lardini, CEO, Mailand / Italien

Der Geschäftsführer ist von der Beschränkung des § 181 BGB befreit.

Der Geschäftsführer hat von der Gesellschaft keine Geschäftsführervergütung erhalten.

 

Bad Dürrenberg den 02. Juli 2024

Pietro Lardini, Geschäftsführer

Anlagenspiegel

Entwicklung des Anlagevermögens 2020

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2020 Zugänge Umbuchungen Abgänge Umbuchungen 31.12.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1 Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 309.148,50 1.935,00 0,00 311.083,50
2 Geschäfts- oder Firmen-Wert 2.638.260,63 0,00 0,00 2.638.260,63
2.947.409,13 1.935,00 0,00 2.949.344,13
II. Sachanlagen
1 Grundstücke und Bauten 2.089.068,14 27.258,21 0,00 2.116.326,35
2 Technische Anlagen und Maschinen 3.626.090,94 327.480,00 0,00 3.953.570,94
3 Andere Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung 791.104,24 6.137,10 0,00 797.241,34
4 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 219.004,75 -15.382,35 0,00 203.622,40
6.725.268,07 345.492,96 0,00 7.070.761,03
Summe Anlagevermögen 9.672.677,20 347.427,96 0,00 10.020.105,16
Abschreibungen
01.01.2020 Zugänge Abgänge 31.12.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1 Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 256.860,50 19.765,00 0,00 276.625,50
2 Geschäfts- oder Firmen-Wert 2.638.260,63 0,00 0,00 2.638.260,63
2.895.121,13 19.765,00 0,00 2.914.886,13
II. Sachanlagen
1 Grundstücke und Bauten 450.596,96 65.013,21 0,00 515.610,17
2 Technische Anlagen und Maschinen 2.333.779,94 494.232,00 0,00 2.828.011,94
3 Andere Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung 486.545,24 68.202,10 0,00 554.747,34
4 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
3.270.922,14 627.447,31 0,00 3.898.369,45
Summe Anlagevermögen 6.166.043,27 647.212,31 0,00 6.813.255,58
Restbuchwerte
31.12.2020 31.12.2019
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1 Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 34.458,00 52.288,00
2 Geschäfts- oder Firmen-Wert 0,00 0,00
34.458,00 52.288,00
II. Sachanlagen
1 Grundstücke und Bauten 1.600.716,18 1.638.471,18
2 Technische Anlagen und Maschinen 1.125.559,00 1.292.311,00
3 Andere Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung 242.494,00 304.559,00
4 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 203.622,40 219.004,75
3.172.391,58 3.454.345,93
Summe Anlagevermögen 3.206.849,58 3.506.633,93

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Adler Pelzer Clion GmbH, Bad Dürrenberg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Adler Pelzer Clion GmbH, Bad Dürrenberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Adler Pelzer Clion GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hinweis zur Hervorhebung eines Sachverhalts - Einstellung der Geschäftstätigkeit und Abkehr vom Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Ausführungen der gesetzlichen Vertreter zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden in Abschnitt "A. Allgemeine Angaben" des Anhangs und die Angaben zum Geschäftsverlauf im Abschnitt "II. Wirtschaftsbericht des Lageberichts, welche die Einstellung der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft im Frühjahr 2024 und die darauf basierende Bilanzierung unter der Abkehr vom Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit beschreiben. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind diesbezüglich nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur geordneten Einstellung der Geschäftstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der geordneten Einstellung der Geschäftstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage der Abkehr vom Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern der Fortführung der Unternehmenstätigkeit tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen darüber, ob die Aufstellung des Jahresabschlusses durch die gesetzlichen Vertreter unter Abkehr von der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit angemessen ist, sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur geordneten Einstellung der Geschäftstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unsere Prüfungsurteile zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft die geordnete Einstellung der Geschäftstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 2. Juli 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Norbert Klütsch, Wirtschaftsprüfer

ppa. David Schneider, Wirtschaftsprüfer

Gesellschafterbeschluss der Shareholders' Resolution of
Adler Pelzer Clion GmbH
Die Neue Straße 13, 06231 Bad Dürrenberg
eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Stendal, Deutschland unter HRB 20766 (die "Gesellschaft"). registered with the Commercial Register (Handelsregister) of the local court (Amtsgericht) of Stendal under registration number HRB 20766 (hereinafter the "Company").
Adler Pelzer Holding GmbH
eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung, mit Sitz in Kabeler Straße 4, 58099 Hagen, Deutschland, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Hagen unter der Nummer HRB 11137, a limited liability company (Gesellschaft mit beschränkter Haftung) having its corporate seat at Kabeler Straße 4, 58099 Hagen, Germany, registered with the commercial register (Handelsregister) of the local court (Amtsgericht) of Hagen under registration number HRB 11137,
Vertreten durch Pietro Lardini in seiner Eigenschaft als alleiniger Geschäftsführer, represented by Pietro Lardini in his capacity as managing director (Geschäftsführer) having sole power of representation
(der "Gesellschafter") (hereinafter the "Shareholder")
Ist der alleinige Gesellschafter der Gesellschaft. is the sole shareholder of the Company.
Dies vorausgeschickt, hält der Gesellschafter hiermit unter Verzicht auf alle Formen und Fristen der Einberufung und Ankündigung von Gesellschafterversammlungen eine außerordentliche Gesellschafterversammlung der Gesellschaft ab und beschließt einstimmig was folgt: Waiving all statutory and contractual requirements of a shareholder's meeting as to time and form, the Shareholder hereby holds an extraordinary shareholder's meeting of the Company and resolves unanimously as follows:
I. Jahresabschluss der Adler Pelzer Clion GmbH zum 31. Dezember 2020 I. Financial Statement of Adler Pelzer Clion GmbH as of December 31st,2020
1. Diskussion und Feststellung des Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020: 1. Discussion and approval of the Annual Financial Statement of the company for the short financial year ending December 31st, 2020:
Der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 (Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis 31.12.2020) wird durch die Geschäftsführer vorgestellt und durch die Gesellschafter erörtert. The financial statements of the Company as of December 31st, 2020 (financial year beginning January 1st, 2020 ending December 31st, 2020) were presented to the meeting by the Directors and discussed by the participants
Die Gesellschafter beschließen: The shareholder resolve:
a) Der Jahresabschluss der Adler Pelzer Clion GmbH zum 31. Dezember 2020, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang und Lagebericht, mit einer Bilanzsumme in Höhe von EUR 22.070.755,83 und einem Jahresfehlbetrag vor Verlustübernahme durch die Gesellschafterin in Höhe von EUR 3.505.534,57 wird festgestellt. a) The financial statements of Adler Pelzer Clion GmbH, of December 31st, 2020 with balance sheet, P/L, notes and management report with total assets of EUR 22,070,755.83 and an annual shortfall before taking over of the losses by the shareholder of EUR 3,505,534.57 are hereby established.
b) Der Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 0,00 wird auf neue Rechnung vorgetragen. b) The annual shortfall in the amount of EUR 0,00 shall be carried forward.
Weitere Beschlüsse werden nicht gefasst. No further resolutions are passed.
Nur die deutsche Fassung dieser Gesellschafterbeschlusse ist verbindlich. Only the German version of this shareholder's resolution shall be binding.
Die Gesellschafterversammlung wurde sodann geschlossen. Thereupon, the shareholder's meeting was closed.

 

Witten, den/this 03.07.2024

Adler Pelzer Holding GmbH

Pietro Lardini, Managing Director /CEO

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