Stammdaten

Register
Amtsgericht Ansbach HRB 736
Eingetragen
2.4.1981
Branche
Großhandel mit sonstigen Baustoffen und BauelementenGroßhandel mit AnstrichmittelnTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Baustoffen und Anstrichmitteln
Gegenstand
Der Groß- und Einzelhandel mit Baustoffen, die Herstellung und der Vertrieb von Beton, Betonwaren und Betonfertigteilen sowie der Betrieb einer Bauunternehmung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Ruf Verwaltung GmbH & Co. KG
Germany
906.000 DM
75.50%
Ruf GmbH & Co. KG
Germany
294.000 DM
24.50%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Ruf GmbH

Wilburgstetten

Jahresabschluss zum 28. Februar 2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022/23

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Branche

Die Bauwirtschaft konnte in den letzten Jahren die deutsche Gesamtwirtschaft stützen. Das Baugewerbe wird aber seit dem Ukraine-Krieg gebremst, was insbesondere auf den daraus resultierenden Materialmangel und die steigenden Preise zurückzuführen ist. Trotzdem hatte die Bauwirtschaft mit einem Anteil von 6 % an der gesamten Bruttowertschöpfung in Deutschland auch im Jahr 2022 eine hohe Bedeutung. Der Anteil des Bruttoinlandsproduktes, der für Bauinvestitionen verwendet wurde, hat sich mit 12,3 % sogar verdoppelt. Der Anteil des Baugewerbes an der gesamten Beschäftigung lag bei 5,8 %.

Ein Umsatz von 160,3 Mrd. Euro führte beim Bauhauptgewerbe im Jahr 2022 zu einem nominalen Anstieg gegenüber dem Vorjahr von 10,7 %. Gestiegene Baumaterialpreise, die zu deutlich höheren Baupreisen geführt haben, führten aber dazu, dass der preisbereinigte (reale) Umsatz um 5,1 % gesunken ist.

Im Jahr 2022 wurden im Wohnungsbau 354.158 Wohnungen vor allem als neue Wohngebäude genehmigt. Die stärkste Zunahme von 41 % auf 63 % verzeichneten in diesem Segment die Mehrfamilienhäuser. Der Rest verteilt sich auf genehmigungspflichtige Umbaumaßnahmen und Wohnungen in neue Nichtwohngebäude. Steigende Zinsen, steigende Baupreise, geringeres Einkommen der privaten Haushalte, der Wegfall der Neubauförderung und des Baukindergeldes führten dazu, dass im Vergleich zum Vorjahr die Baugenehmigungen um 7 % gesunken sind.

Der Wohnungsbau ist mit einem Anteil von 61,6 % der Bauinvestitionen in 2022 die wichtigste Bausparte. Einen relativen konstanten Anteil bei den Investitionen über die letzten Jahre erzielte der Wirtschaftsbau mit 26,5 %. Eine untergeordnete Rolle hat der öffentliche Bau mit 11,9 %, dessen Bedeutung langfristig deutlich zurückgegangen ist.

(Quelle: Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V., April 2023)

Wichtige Produkte und Geschäftsprozesse

Die operativen Sparten der Ruf GmbH sind der Baustoffhandel, der Tiefbau und der Hochbau.

Im Bereich des Baustoffhandels wird die klassische Palette des Baustoffhandels vertrieben. Zusätzlich ist in den Baustoffhandel ein Baufachmarkt mit Fliesenausstellung integriert. Innerhalb des Baustoffhandels gibt es auch die Abteilungen Garten und Landschaft mit einer 1.600 m 2 großen Ausstellung.

In der Sparte Tiefbau erfolgen die Produktion und der Vertrieb von Stahlbetonrohren, Schachtringen, monolithischen Schachtunterteilen und sonstigem Zubehör für den Tiefbau sowie die Produktion von Behältern.

Die Sparte Hochbau unterteilt sich in die Fertigungssegmente Elementdecken, Treppen und Wände für den Wohnungsbau. Die Abteilung konstruktive Fertigteile liefert hauptsächlich Betonfertigteile aller Art für den Wirtschaftsbau.

Die einzelnen Produktionsstätten (Hochbau, Tiefbau) sind aufgrund gezielter laufender Investitionstätigkeiten auf einem guten technischen Niveau. Durch ständige Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten wird dieser Standard auch erhalten.

Wesentliche Absatzmärkte

Die Absatzmärkte der Ruf GmbH sind im regionalen Umkreis um den Standort Wilburgstetten in den Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg. Je nach Sparte ist dieser Radius um den Standort unterschiedlich ausgeprägt.

Forschung und Entwicklung

Die Forschung und Entwicklung beschäftigt sich mit der Verbesserung und Weiterentwicklung der verschiedenen Produkte sowie der punktuellen Integration neuer Produkte in den vorhandenen Produktionsablauf.

2. Darstellung des Geschäftsverlaufs sowie der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Geschäftsverlauf und Ertragslage

Der Geschäftsverlauf 2022/23 hat die Erwartungen hinsichtlich der Umsatzentwicklung erfüllt, konnte diese jedoch hinsichtlich der Ertragslage nicht bestätigen.

Die Umsatzerlöse sind um 4,0 % gestiegen und auch das Rohergebnis von TEUR 17.590 weist einen Anstieg um 3,6 % gegenüber dem Vorjahr aus. Der Personalaufwand hat sich von TEUR 6.197 auf TEUR 6.443 erhöht, was einer Zunahme um 4,0 % entspricht. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sind mit TEUR 1.022 um TEUR 127 über dem Vorjahresniveau (TEUR 895). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind insbesondere aufgrund gestiegener Betriebskosten infolge eines Brandschadens um insgesamt TEUR 1.330 (+ 18,7 %) auf TEUR 8.459 angestiegen.

Das Finanzergebnis hat sich durch niedrigere Beteiligungserträge auf TEUR 273 (Vorjahr: TEUR 295) verschlechtert.

Insgesamt wurde ein Ergebnis vor Steuern von TEUR 1.940 (Vorjahr: TEUR 3.056) erzielt. Nach Berücksichtigung der Ertragsteuern (TEUR 634, Vorjahr: TEUR 802) sowie der sonstigen Steuern von TEUR 38 (Vorjahr: TEUR 32) ergibt sich ein Jahresergebnis von TEUR 1.268 (Vorjahr: TEUR 2.222).

Finanzlage

Das Eigenkapital erhöhte sich in Höhe des Jahresüberschusses auf TEUR 13.084. Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 61,1 % (Vorjahr: 60,2 %). Lang- und mittelfristiges Fremdkapital in Höhe von TEUR 2.172 (Vorjahr: TEUR 2.881) betreffen Pensionsrückstellungen und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Das kurzfristige Fremdkapital in Höhe von TEUR 6.147 (Vorjahr: TEUR 4.935) enthält Steuerrückstellungen (TEUR 224; Vorjahr: TEUR 191), sonstige Rückstellungen (TEUR 1.146; Vorjahr: TEUR 445), Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (TEUR 991; Vorjahr: TEUR 409), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 1.445; Vorjahr: TEUR 1.779), Verbindlichkeiten im Verbundbereich (TEUR 1.288; Vorjahr: TEUR 876) sowie sonstige Verbindlichkeiten (TEUR 1.053; Vorjahr: TEUR 1.235).

Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit, der in Anlehnung an DRS 21 ermittelt wurde, verschlechterte sich im Vorjahresvergleich um TEUR 961 auf TEUR 1.043. Dies resultiert neben dem geringeren Periodenergebnis insbesondere aus der höheren Zunahme des Nettoumlaufvermögens um EUR 1.985 gegenüber einer Zunahme im Vorjahr von lediglich EUR 487. Gegenläufig wirkte sich die Zunahme der Rückstellungen um TEUR 750 (Vorjahr: TEUR -663) aus. Bei einem negativen Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit von TEUR -1.056 (Vorjahr: TEUR -1.188) und einem negativen Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit von TEUR -316 (Vorjahr: TEUR -902) ist der Bestand an Zahlungsmitteln zum Bilanzstichtag im Vorjahresvergleich um TEUR 329 auf TEUR 349 gesunken.

Neben den bereits bestehenden mittelfristigen Darlehen wurden keine weiteren Kredite benötigt. Fällige Tilgungen und Zinszahlungen wurden rechtzeitig und vereinbarungsgemäß geleistet. Sofern die Gesellschaft kurzfristig Fremdkapital benötigt, stehen ausreichend bemessene Kreditlinien zur Verfügung, die teilweise als Kontokorrent- oder Euromarktkredit in Anspruch genommen werden können. Zum Bilanzstichtag belaufen sich die nicht genutzten Kreditlinien auf insgesamt TEUR 926. Die Finanzierungssätze für Darlehen lagen im Geschäftsjahr 2022/2023 in einer Größenordnung von 1 % bis 3,55 %. Die Gesellschaft konnte im Geschäftsjahr 2022/2023 jederzeit ihren finanziellen Verpflichtungen nachkommen. Ein ggf. steigendes Zinsniveau hat derzeit keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Gesellschaft.

Vermögenslage

Der Anteil des langfristig gebundenen Vermögens an der Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr geringfügig vermindert und beträgt 23,5 % (Vorjahr: 22,5 %). Das langfristig gebundene Vermögen (TEUR 5.037; Vorjahr: TEUR 4.426) betrifft immaterielle Vermögensgegenstände (TEUR 36; Vorjahr: TEUR 9), Sachanlagen (TEUR 4.510; Vorjahr: TEUR 3.925) und Finanzanlagen (TEUR 491; Vorjahr: TEUR 492).

Das kurzfristig gebundene Vermögen (TEUR 15.843; Vorjahr: TEUR 14.528) mit einem Anteil von 74 % (Vorjahr: 74 %) an der Bilanzsumme betrifft vor allem Vorräte (TEUR 7.970; Vorjahr: TEUR 7.152), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 2.870; Vorjahr: TEUR 2.562), Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 4.110; Vorjahr: TEUR 3.226) sowie sonstige Vermögensgegenstände (TEUR 876; Vorjahr: TEUR 1.549). Der Anteil der liquiden Mittel (TEUR 523; Vorjahr: TEUR 678) beträgt 2,4 % (Vorjahr: 3,5 %).

Die Investitionen in das Anlagevermögen betrugen im Geschäftsjahr 2022/23 insgesamt TEUR 1.692. Diese betreffen immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen. Hierbei handelt es sich hauptsächlich um Investitionen zur Rationalisierung der Prozessabläufe und Umstrukturierungsmaßnahmen sowie um Ersatzinvestitionen.

Die wirtschaftliche Lage der Ruf GmbH ist unverändert als stabil anzusehen.

3. Risiko- und Chancenbericht

Für die Ruf GmbH ergeben sich einhergehend mit dem erworbenen guten Ruf der Gesellschaft verschiedene Chancen für eine erfolgreiche Geschäftstätigkeit:

Die Chancen leiten sich vor allem aus der guten Kundenbindung ab, die in den letzten Jahren nochmals intensiviert werden konnte. Gerade die von der Ruf GmbH gefertigten Betonteile sind voluminös, aber dennoch im unteren Preissegment angesiedelt. Transport und Logistik tragen deshalb hinsichtlich Wirtschaftlichkeit und Effizienz mit einem erheblichen Anteil am Vertrieb der Produkte bei, sodass sich insbesondere im Umkreis bis ca. 150 km kontinuierlich eine für beide Seiten vorteilhafte Kundenbindung entwickelt.

Eine weitere Chance ergibt sich aus der stetigen Weiterentwicklung der Produktpalette und einer ständigen Verbesserung des Services für den Kunden. Termintreue und Flexibilität werden durch ständige Verbesserung der Prozessabläufe in der Produktion optimiert und steigern die Kundenzufriedenheit ebenso.

Das vorhandene technische Know-how und die Innovationsfähigkeit der Gesellschaft sichern die Qualitätsstandards und mögliche Kostenreduzierungen können weitgehend realisiert werden.

Zum anderen ist die Gesellschaft mit ihrem Geschäftsbetrieb Risiken unterschiedlichster Art ausgesetzt. Ziel ist es, mit Risiken verantwortungsbewusst umzugehen, d. h. Risiken frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und geeignete Vorsorge- und Sicherungsmaßnahmen zu ergreifen.

Ein mögliches Risiko für die Ruf GmbH ist die branchenübliche Konzentration auf Großkunden. Ausfallrisiken werden durch eine Warenkreditversicherung und die breite Diversifikation des Kundenportfolios minimiert. Des Weiteren liegen Gewährleistungsrisiken im branchenüblichen Umfang vor.

Auf Seiten des Beschaffungsmarktes bestehen unverändert Preisänderungsrisiken hinsichtlich der Einkaufspreise für Rohstoffe. Hauptsächlich ist hier der Rohstoff Stahl betroffen. Der Ukraine-Krieg hat die Situation zusätzlich verschlechtert.

Saisonale Zahlungsstromschwankungen ergeben sich aus den branchenüblich geringeren Nachfragemengen in den Wintermonaten. Auswirkungen auf die Liquiditätssituation der Gesellschaft hatte dies allerdings nicht. Anzeichen für Liquiditätsrisiken lagen daher im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht vor.

Weitere wirtschaftliche Risiken stellen die personelle Fluktuation und der Mangel an qualifiziertem Personal auf dem Arbeitsmarkt dar. Um dem Mangel an Fachpersonal vorzubeugen und das Risiko von innerbetrieblichen Informationsverlusten zu vermeiden, werden regelmäßig interne Schulungs- und Qualifizierungsmaßnahmen durchgeführt sowie laufend kaufmännische und technische Fachkräfte ausgebildet, die nach Abschluss ihrer Ausbildung ins Stammpersonal übernommen werden, um einen dauerhaften Wissenstransfer zu gewährleisten.

Für die Ruf GmbH bestandsgefährdende Risiken sind derzeit nicht erkennbar.

4. Prognosebericht

Trotz einer Entspannung bei den Einkaufspreisen, mit Ausnahme einiger energieintensiver Produkte, und einer Zunahme bei den nominalen Baugenehmigungen, wird die aktuelle Geschäftslage im Bauhauptgewerbe nach wie vor schwach eingestuft. Dies ist vor allem auf die stark gesunkene Auftragslage, die Abnahme des realen Umsatzes in 2023 sowie auf einen Anstieg der Stornierungen von bereits erhaltenen Aufträgen und fehlenden Arbeitskräften zurückzuführen.

Beim Wohnungsbau wird für 2023 - bei voraussichtlich nur 270.000 fertiggestellten Wohneinheiten - ein realer Umsatzrückgang von etwa 12 % erwartet. Damit wird das ausgerufene Ziel der Bundesregierung, jährlich 400.000 Wohneinheiten an den Markt zu bringen - wie auch schon im Jahr 2022 - deutlich verfehlt. Beim Wirtschaftsbau wird für 2023 von einem Rückgang von 1 % beim realen Umsatz ausgegangen. Erst für 2024 wird hier wieder ein preisbereinigtes Wachstum von 2 % erwartet. Obwohl der öffentliche Bau einen unabweisbaren Investitionsbedarf in nahezu allen Baubereichen und auf allen Gebietskörperschaftsebenen aufweist, wird auch hier davon ausgegangen, dass 2023 der reale Umsatz um 2 % gesunken und erst wieder im laufenden Jahr 2024 ein leichtes Wachstum zu erwarten ist. Für das gesamte deutsche Bauhauptgewerbe ist deshalb im Jahr 2023 - bei nominalen Umsätzen von etwa EUR Mrd. 163 - von einem realen Umsatzrückgang von 5,5 % auszugehen. Für das Jahr 2024 wird sich der reale Umsatzrückgang schätzungsweise auf 3,5 % abschwächen.

(Quelle: Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e. V. Januar 2024)

Aufgrund der anhaltenden Krisenzeiten erwartet die Ruf GmbH im Geschäftsjahr 2023/24 einen Umsatzrückgang im einstelligen Prozentbereich. Dennoch zeichnet sich zum jetzigen Zeitpunkt aufgrund der aktuell vorliegenden Zahlen für das Geschäftsjahr 2023/24 eine vergleichsweise positive Geschäftsentwicklung ab. Bei der gesamtökonomisch schwierigen Ausgangslage sowie der gegebenen Markt- und Wettbewerbssituation wird es auch weiterhin schwierig sein, Kostensteigerungen beim Wareneinsatz sowie bei den Löhnen und Gehältern über höhere Verkaufspreise an den Markt weiterzugeben. Verkaufspreissteigerungen in den letzten Jahren haben dazu geführt, dass bis zum Zeitpunkt der Berichtserstellung keine weiteren Preissteigerungen realisiert werden konnten.

Aufgrund der aktuell vorliegenden Informationen wird für das Geschäftsjahr 2023/24 mit einem Jahresergebnis leicht unter dem Niveau des Berichtsjahres gerechnet.

 

Wilburgstetten, im Januar 2024

Die Geschäftsführung

BILANZ ZUM 28. FEBRUAR 2023

AKTIVA

28.2.2023
EUR
28.2.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 5.037.552,20 4.426.610,57
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 36.486,21 9.055,94
II. Sachanlagen 4.509.808,01 3.925.192,05
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 313.944,01 322.645,57
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.577.453,17 2.308.431,71
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.218.480,83 1.000.615,65
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 399.930,00 293.499,12
III. Finanzanlagen 491.257,98 492.362,58
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 250.564,59 250.564,59
2. Beteiligungen 240.227,61 240.227,61
3. Sonstige Ausleihungen 465,78 1.570,38
B. UMLAUFVERMÖGEN 16.343.595,72 15.166.547,53
I. Vorräte 7.964.574,80 7.151.779,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 7.856.121,94 7.336.530,35
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.870.036,83 2.562.400,38
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.042.186,67 3.157.267,15
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 68.300,42 68.115,67
4. Sonstige Vermögensgegenstände 875.598,02 1.548.747,15
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 522.898,98 678.238,18
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 22.025,63 39.007,21
21.403.173,55 19.632.165,31

PASSIVA

28.2.2023
EUR
28.2.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 13.084.056,34 11.816.084,76
I. Eingefordertes Kapital 490.840,21 490.840,21
II. Gewinnrücklagen 866.634,24 866.634,24
III. Gewinn-/Verlustvortrag (-) 10.458.610,31 8.236.811,93
IV. Jahresüberschuss/-fehlbetrag (-) 1.267.971,58 2.221.798,38
B. RÜCKSTELLUNGEN 2.291.728,00 1.541.717,47
C. VERBINDLICHKEITEN 6.026.439,21 6.274.363,08
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.240.813,20 2.383.714,12
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 990.813,20 (Vorjahr: EUR 408.716,32)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 1.250.000,00 (Vorjahr: EUR 1.974.997,80)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.445.146,73 1.778.686,66
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 1.445.146,73 (Vorjahr: EUR 1.778.686,66)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 930.324,01 449.734,39
- davon gegenüber Gesellschaftern: EUR 847.554,74 (Vorjahr: EUR 304.918,43)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 930.324,01 (Vorjahr: EUR 449.734,39)
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 358.075,97 426.496,83
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 358.075,97 (Vorjahr: EUR 426.496,83)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.052.079,30 1.235.731,08
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 1.052.079,30 (Vorjahr: EUR 1.235.731,08)
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 950,00 0,00
21.403.173,55 19.632.165,31

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022/23

2022/23
EUR
2021/22
EUR
1. Rohergebnis 17.590.831,26 16.981.518,63
2. Personalaufwand -6.442.995,12 -6.196.861,72
a) Löhne und Gehälter -5.159.059,28 -4.878.386,63
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.283.935,84 -1.318.475,09
- davon für Altersversorgung: EUR 146.845,16 (Vorjahr: EUR 165.706,88)
3. Abschreibungen -1.022.153,69 -894.594,95
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.022.153,69 -894.594,95
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -8.459.478,68 -7.129.290,71
5. Erträge aus Beteiligungen 266.844,36 302.800,69
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 210.357,27 (Vorjahr: EUR 236.845,62)
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 73.750,51 53.305,88
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 39.939,75 (Vorjahr: EUR 22.311,87)
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -1.104,60 -730,80
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -65.774,86 -60.270,71
- davon aus Aufzinsung: EUR 16.721,00 (Vorjahr: EUR 18.960,00)
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 14.312,54 (Vorjahr: EUR 11.593,01)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -634.134,85 -802.373,31
10. Ergebnis nach Steuern 1.305.784,33 2.253.503,00
11. Sonstige Steuern -37.812,75 -31.704,62
12. Jahresüberschuss/-fehlbetrag (-) 1.267.971,58 2.221.798,38

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2022/23 (ALS BESTANDTEIL DES ANHANGS)

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
01.03.2022
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
28.02.2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 651.740,02 50.996,00 0,00 0,00 702.736,02
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 560.008,64 0,00 0,00 0,00 560.008,64
2. Technische Anlagen und Maschinen 18.866.724,50 805.036,91 160.750,12 0,00 19.832.511,53
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.479.801,70 435.550,33 132.749,00 88.409,40 3.959.691,63
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 293.499,12 399.930,00 -293.499,12 0,00 399.930,00
23.200.033,96 1.640.517,24 0,00 88.409,40 24.752.141,80
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 888.064,59 0,00 0,00 0,00 888.064,59
2. Beteiligungen 240.227,61 0,00 0,00 0,00 240.227,61
3. Sonstige Ausleihungen 2.597,28 0,00 0,00 0,00 2.597,28
1.130.889,48 0,00 0,00 0,00 1.130.889,48
24.982.663,46 1.691.513,24 0,00 88.409,40 26.585.767,30
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
01.03.2022
EUR
Zuführungen
EUR
Zuschreibungen
EUR
Auflösungen
EUR
28.02.2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 642.684,08 23.565,73 0,00 0,00 666.249,81
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 237.363,07 8.701,56 0,00 0,00 246.064,63
2. Technische Anlagen und Maschinen 16.558.292,79 696.765,57 0,00 0,00 17.255.058,36
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.479.186,05 293.120,83 0,00 31.096,08 2.741.210,80
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
19.274.841,91 998.587,96 0,00 31.096,08 20.242.333,79
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 637.500,00 0,00 0,00 0,00 637.500,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 1.026,90 1.104,60 0,00 0,00 2.131,50
638.526,90 1.104,60 0,00 0,00 639.631,50
20.556.052,89 1.023.258,29 0,00 31.096,08 21.548.215,10
NETTOBUCHWERTE
28.02.2023
EUR
28.02.2022
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 36.486,21 9.055,94
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 313.944,01 322.645,57
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.577.453,17 2.308.431,71
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.218.480,83 1.000.615,65
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 399.930,00 293.499,12
4.509.808,01 3.925.192,05
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 250.564,59 250.564,59
2. Beteiligungen 240.227,61 240.227,61
3. Sonstige Ausleihungen 465,78 1.570,38
491.257,98 492.362,58
5.037.552,20 4.426.610,57

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022/23

1. Allgemeine Angaben zur Gesellschaft und zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Wilburgstetten und ist beim Amtsgericht Ansbach im Handelsregister unter Nr. HRB 736 eingetragen.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Der Jahresabschluss ist nach den handelsrechtlichen Vorschriften für Kapitalgesellschaften sowie den ergänzenden Regelungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Von den größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften wurde teilweise Gebrauch gemacht. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert zum Vorjahr angewandt.

Zur Klarheit der Darstellung werden alle nach den gesetzlichen Vorschriften zu Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, grundsätzlich im Anhang aufgeführt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

2. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im beigefügten Anlagenspiegel dargestellt, der Bestandteil dieses Anhangs ist.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet. Die immateriellen Vermögensgegenstände beinhalten Software. Die Nutzungsdauer beträgt 3 Jahre.

Sachanlagen

Die abnutzbaren Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen angesetzt.

Die nicht abnutzbaren Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt.

Für die Berechnung der Abschreibungen wird folgende Nutzungsdauer zugrunde gelegt:

Bauten auf fremden Grundstücken: 50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen: 3 - 14 Jahre
Fahrzeuge: 3 - 11 Jahre
Betriebsausstattung: 3 - 14 Jahre
Geschäftsausstattung: 3 - 14 Jahre

Im Jahr des Zugangs erfolgt die Abschreibung zeitanteilig auf Monatsbasis.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis einschließlich EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs grundsätzlich voll abgeschrieben und im Anlagenspiegel als Abgang erfasst.

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die sonstige Ausleihungen betreffen Rückdeckungsansprüche und sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Überschussguthaben bzw. dem niedrigeren Wert am Abschlussstichtag angesetzt. Der Ansatz entspricht dem versicherungsmäßigen Deckungskapital.

Umlaufvermögen

Vorräte

Die Rohstoffe sowie die Handelswaren werden zu Anschaffungskosten des am Bilanzstichtag vorhandenen Inventurbestandes bzw. zu niedrigeren Tagespreisen bewertet. Die Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit Festwerten angesetzt.

Die fertigen Erzeugnisse sind mit den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten und Fertigungslöhnen sowie angemessenen Teilen der notwendigen Materialgemeinkosten und Fertigungsgemeinkosten bewertet. Ebenso wird der Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit er durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen. Die Kosten der allgemeinen Verwaltung, Zinsen für Fremdkapital sowie Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebes, für freiwillige soziale Leistungen und für betriebliche Altersversorgung werden nicht aktiviert. Die Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit usw. ergeben, werden durch Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen. Zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos und der Zinsverluste wird eine pauschale Wertberichtigung der nicht einzelwertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gebildet.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten in Höhe von EUR 152.647,89 (Vorjahr: EUR 142.268,80) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, enthalten in Höhe von EUR 16.377,19 (Vorjahr: EUR 7.699,48) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Flüssige Mittel

Die flüssigen Mittel sind mit dem Nennwert bilanziert.

Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten ist zum Nominalwert bilanziert.

Eigenkapital

Das Eigenkapital ist mit dem Nominalwert angesetzt.

Rückstellungen

Bei der Bemessung der Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken sowie ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung getragen. Der Ansatz erfolgt mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag.

Die Berechnung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren auf Grundlage der aktualisierten Richttafeln von Prof. Dr. K. Heubeck aus dem Jahr 2018 und unter Zugrundelegung eines Rechnungszinsfußes von 1,79 %. Dabei handelt es sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Lohn- und Gehaltssteigerungen waren nicht zu berücksichtigen. Ein Rententrend wurde in Höhe von 2,0 % berücksichtigt.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt EUR 44.525,00. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von EUR 1.739.383,34 durch Grundpfandrechte und Sicherungsübereignung von Sachanlagevermögen gesichert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch branchenübliche Eigentumsvorbehalte abgesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten in Höhe von EUR 82.769,27 (Vorjahr: EUR 144.815,96) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen wie im Vorjahr in voller Höhe Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

3. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Versicherungsentschädigungen in Höhe von TEUR 900, die überwiegend infolge eines Brandschadens entstanden sind. Es handelt sich bei diesen um Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen für Instandsetzungsmaßnahmen von insgesamt TEUR 3.302, die in Höhe von ca. TEUR 1.500 aus einem Brandschaden resultieren. Es handelt sich bei diesen um Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung.

4. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Zum Abschlussstichtag bestanden Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften für Verbindlichkeiten eines verbundenen Unternehmens in Höhe von TEUR 219.

Die zugunsten Dritter eingegangenen Verpflichtungen waren nicht zu passivieren, da aufgrund der Bonität der Primärverpflichteten am Bilanzstichtag eine Inanspruchnahme so gut wie ausgeschlossen war. Die Primärverpflichtete verfügte zum Bilanzstichtag über eine ausreichende Kapitaldecke sowie über einen ausreichenden Bestand an liquiden Mitteln. Auch nach dem Bilanzstichtag lagen bis zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses der Gesellschaft keine Erkenntnisse vor bzw. wurden keine Ereignisse bekannt, die die Bildung einer Rückstellung erforderlich machen würden.

Die Erfüllung der zugrundeliegenden Verpflichtungen erfolgt regelmäßig aus dem laufenden Cash-Flow der Primärverpflichteten, die in der Vergangenheit stets uneingeschränkt in der Lage war, die zugrundeliegenden Verbindlichkeiten zu bedienen. Anzeichen auf eine zukünftige Verschlechterung des laufenden Cash-Flows der Primärverpflichteten lagen bis zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses nicht vor. Außerdem sind die betreffenden Darlehensverbindlichkeiten neben der Bürgschaftserklärung der Gesellschaft vollständig durch erstrangige Grundschulden auf Grundstücke der Primärverpflichteten zugunsten des kreditgewährenden Instituts abgesichert.

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus einem Pachtvertrag mit einem verbundenen Unternehmen sowie aus mehreren Leasingverträgen für Büroausstattung ergibt sich im Folgejahr eine Belastung von TEUR 633. Bis zum Laufzeitende der Verträge beträgt die Gesamtbelastung rd. TEUR 1.285.

Die Pacht- und Leasingverträge dienen der Sicherstellung der betriebsnotwendigen Grundstücksflächen und Maschinen sowie der betriebsnotwendigen Büro- und Geschäftsausstattung bei gleichzeitiger Verbesserung der Eigenkapitalquote und der Schonung der Liquidität.

Aus der Bestellung von Anlagevermögen sowie laufender Großreparaturen ergeben sich zum Bilanzstichtag Verpflichtungen zur Abnahme und Kaufpreiszahlung in einer Größenordnung von rd. TEUR 1.952.

Außerdem bestehen Verpflichtungen aus Zinszahlungen in einer Größenordnung von derzeit TEUR 12 für das Folgejahr, die sich aufgrund planmäßiger Tilgungen sowie etwaiger Sondertilgungen in den Folgejahren reduzieren werden. Die Gesamtverpflichtung aus Zinszahlungen über die verbleibende Laufzeit der zugrundeliegenden Verbindlichkeiten beträgt TEUR 36.

Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 150 Arbeitnehmer, davon 58 kaufmännische und technische und 92 gewerbliche Arbeitnehmer.

Geschäftsführer

Carl Ruf, Diplom - Wirtschaftsingenieur, kaufmännischer und technischer Geschäftsführer

Monika Ruf, Diplom - Kauffrau, Geschäftsführerin der Ruf Baustoffwerk GmbH & Co. KG, Schnelldorf

Beteiligungen

Die Angaben zum Anteilsbesitz unterbleiben aufgrund der Anwendung der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 3 HGB.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss zusammen mit dem Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Wilburgstetten, den 31. Januar 2024

gez. Carl Ruf

gez. Monika Ruf

Datum der Feststellung des Jahresabschlusses: 5. Februar 2024

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Ruf GmbH, Wilburgstetten

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Ruf GmbH, Wilburgstetten, - bestehend aus der Bilanz zum 28. Februar 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. März 2022 bis zum 28. Februar 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Ruf GmbH, Wilburgstetten, für das Geschäftsjahr vom 1. März 2022 bis zum 28. Februar 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 28. Februar 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. März 2022 bis zum 28. Februar 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Aschaffenburg, den 31. Januar 2024

REINHARD + WENGERTER GMBH & CO. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Dirk Reinhard, Wirtschaftsprüfer

BESCHLUSS DER GESELLSCHAFTERVERSAMMLUNG

Die Gesellschafterversammlung beschließt unter Verzicht auf alle Form- und Fristvorschriften bezüglich der Abhaltung einer Gesellschafterversammlung Folgendes:

Der Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.267.971,58 wird zusammen mit dem Gewinnvortrag in Höhe von EUR 10.458.610,31 auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Wilburgstetten, den 5. Februar 2024

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

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