Erbringung von Logistikdienstleistungen
SKF Sealing Solutions GmbH
Düsseldorfer Straße 121, 51379 Leverkusen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Marc Klaiber seit 16.8.2021 | Geschäftsführer |
Stefanie Stürmer seit 28.3.2019 | Prokura |
Astrid Häublein seit 28.3.2019 | Prokura |
Sebastian Mucha seit 22.2.2019 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SKF Sealing Solutions GmbHLeverkusenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023SKF ist weltweit einer der führenden Lieferanten von Produkten, kundenspezifischen Systemlösungen und Serviceleistungen aus den Kompetenzbereichen Wälzlager und Wälzlagereinheiten, Dichtungen, Mechatronik und Linearsysteme, Dienstleistungen sowie Schmiersysteme. Die SKF Sealing Solutions GmbH gehört in Europa zu den führenden Herstellern von Ventilschaft- und Gasfederdichtungen. 1. Wirtschaftsbericht Marktentwicklung Im Jahr 2023 verzeichnete die Automobilindustrie in Deutschland eine positive Marktentwicklung. Die Nachfrage nach Fahrzeugen stieg aufgrund der wirtschaftlichen Erholung nach der COVID-19-Pandemie. Insbesondere Elektroautos wurden immer beliebter, da die Bundesregierung Anreize für den Kauf von umweltfreundlichen Fahrzeugen schuf. Die deutschen Automobilhersteller konnten ihre Absatzzahlen steigern und auch den Export in andere Länder ausbauen. Insgesamt konnte die Branche im Jahr 2023 solide Umsätze und Gewinne verzeichnen. Der Absatz auf dem Pkw-Markt ist in der EU zum ersten Mal nach drei Jahren wieder deutlich gestiegen. Lt. VDA wurden 2023 auf dem europäischen Pkw-Markt 12,8 Mio. Neufahrzeuge zugelassen, rund 14% mehr als im Vorjahr. Die Erholung verläuft jedoch weiterhin schleppend: Die Neuzulassungen auf dem europäischen Pkw-Markt liegen aktuell noch immer knapp ein Fünftel (minus 19%) unter den Neuzulassungen des Vorkrisenniveaus von 2019. Im Monat Dezember wurden mit gut 1 Mio. Einheiten 4% weniger Neufahrzeuge registriert als noch im Vorjahresmonat. Maßgeblich für den Rückgang ist der schwache deutsche Markt, auf dem infolge eines Ende 2022 wirksamen Sondereffektes (Änderung bei der Förderung von E-Autos) im Elektrosegment im Dezember 2023 insgesamt deutlich weniger Neufahrzeuge zugelassen wurden. In Deutschland wurden im Gesamtjahr 2023 2,8 Mio. Pkw neu zugelassen, 7% mehr als 2022. Es wurden insgesamt knapp 525.000 Elektroautos neu zugelassen, was einem Anteil von ca. 19% entspricht. Die Digitalisierung und die Entwicklung von autonomem Fahren spielten weiterhin eine wichtige Rolle in der Branche. Deutsche Automobilhersteller investierten verstärkt in die Entwicklung neuer Technologien und arbeiteten an innovativen Produkten, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Trotz der positiven Entwicklung gab es jedoch auch Herausforderungen, wie die steigenden Rohstoffpreise und Lieferengpässe bei elektronischen Bauteilen. Diese Faktoren beeinträchtigten die Produktion und führten zu Verzögerungen bei der Auslieferung von Fahrzeugen. Insgesamt war die Marktentwicklung in der Automobilindustrie in Deutschland im Jahr 2023 positiv, aber es bleibt abzuwarten, wie sich die Branche in den kommenden Jahren entwickeln wird. Umsatz- und Auftragsentwicklung Die im Jahresabschluss ausgewiesenen Umsatzerlöse in Höhe von 56,8 MEUR enthalten Artikelumsätze in Höhe von 52,6 MEUR, welche als Steuerungsgröße für das Unternehmen herangezogen werden. Die Artikelumsatzerlöse in Höhe von 52,6 MEUR (VJ 45,1 MEUR) lagen rund 16,6% über dem Vorjahresniveau. Neben der Marktlage kamen auch der Kunden- und der Produktmix der Gesellschaft sehr entgegen kam und haben zu einer hohen Auftragslage beigetragen. Die aktuelle Auftragsreichweite liegt bei rund acht Monaten. Produktion Im Geschäftsjahr 2023 lag die Ausbringung der Produktion mit rund 41,9 MEUR zu Standardkosten knapp 1% über dem Vorjahresniveau. Die Kundenbedarfe lagen im Jahresverlauf auf einem guten Niveau. Der Volumenverlust von ca. 1,5 MEUR bei den Stoßdämpferdichtungen konnte insbesondere durch den Hochlauf des Neugeschäftes für e-drive-Dichtungen (+1,5 MEUR) sowie Ventilschaftdichtungen (+1,2 MEUR) überkompensiert werden. Die Beschaffung an Vormaterialien für die Produktion hat sich im Geschäftsjahr entspannt. Die Einkaufspreise für Stahl und teilweise auch für Materialmischungen sind ab dem 4. Quartal leicht fallend. Die Energiekosten sind im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr im Mittel deutlich um 45% gesunken, liegen aber mit ca. 35% noch deutlich über dem Vorkrisenniveau von Anfang 2021. Investitionen Investitionen wurden 2023 im Rahmen des schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfeldes lediglich in Höhe von ca. 0,7 MEUR getätigt. Davon entfallen 0,2 MEUR auf die Fertigstellung eines World Class Manufacturing Channels für Dichtungen für Elektroantriebe und 0,2 MEUR auf Investitionen zur Effizienzsteigerung in der Produktion von Ventilschaftdichtungen. Beschaffung Die globalen Beschaffungsmärkte waren im Jahr 2023 weniger unsicher als im Jahr 2022. Die Versorgungslage und die Verfügbarkeit von vielen wichtigen Rohstoffen haben sich allgemein verbessert. Dennoch blieb die Versorgungslage wie erwartet für einige Produktgruppen weiter stark beeinträchtigt. Besonders kritisch waren im Jahr 2023 AEM- sowie HNBR- und (peroxidische) FKM-Polymere für die Gummimischungen. Dennoch ist es weiterhin gelungen, die Bedarfe bei allen Rohstoffen ausreichend zu decken, ohne dass ein Mangel an Rohstoffen zu schwerwiegenden Engpässen in der Versorgung unserer Kunden geführt hätte, auch wenn dazu teilweise wieder größere Anstrengungen und Sonderaufwendungen notwendig waren. Deutlich gebessert hat sich die Versorgungslage bei Stahl. Die allgemeine Nachfrage in Europa blieb unter den Produktionskapazitäten der Hersteller und die Läger der Händler waren gut gefüllt. Dies hat trotz der hohen Energiekosten zu moderaten Preisreduzierungen geführt. Für den Anfang 2024 sehen wir bei Stahl weitere moderate Preisrückgänge, während die Preise bei anderen Stoffen voraussichtlich weiter auf hohem Niveau stabil bleiben werden. Wie die Preise sich allgemein über das Jahr 2024 hinweg weiter entwickeln werden, ist aufgrund der vielfältigen Unsicherheitsfaktoren (kriegerische Auseinandersetzungen in Europa, Veränderungen in den automobilen Antriebstechniken, schwaches Konsumverhalten, Rezession usw.) nicht prognostizierbar. Umweltschutz Die SKF Sealing Solutions GmbH ist weiterhin nach ISO 14001:2015, ISO 45001:2018 und ISO 50001:2018 zertifiziert. Im Frühjahr 2023 wurde das diesbezügliche Überwachungsaudit erfolgreich bestanden. Auch im Jahr 2023 wurden organisatorische und technische Maßnahmen zur Senkung des Gas- und Stromverbrauchs weiter- bzw. durchgeführt, z.B. die Suche und Behebung von Druckluftleckagen, die Installation von LED-Beleuchtung in Treppenhäusern und die Optimierung des Kondensatableiters der Dampfleitungen unserer Phosphatieranlage. Die im Jahr 2022 beantragte energieeffiziente LED-Beleuchtung (für noch nicht umgerüstete Hallenbereiche) wurde genehmigt; die Installation soll im 1. Quartal 2024 erfolgen. Personal Der durchschnittliche Personalstand hat sich im Vergleich zum Vorjahr um acht Mitarbeiter auf 242 verringert. Risikomanagementsystem Die SKF Sealing Solutions GmbH ist in das konzernweite Risikomanagement des SKF-Konzerns eingebunden. Dadurch soll sichergestellt werden, dass die aktuellen Entwicklungen kontinuierlich beobachtet und Chancen, Risiken und Maßnahmen zur Begrenzung der Risiken und Sicherung der für das Unternehmen relevanten Chancen permanent überprüft werden. Hierzu sind beispielhaft der konzernweite Planungs- und unterjährige Forecasting-Prozess sowie das regelmäßige Monitoring der Entwicklung der Key-Performance-Indikatoren zu nennen. Ergänzt werden diese Prozesse durch unterschiedliche Management- und Kontrollsysteme, die in der bestehenden Aufbau- und Ablauforganisation integriert sind und deren Ergebnisse in regelmäßigen Managementreviews auf verschiedenen Ebenen diskutiert, verfolgt und bearbeitet werden. Hierzu gehören neben den operativen monatlichen "Operating Reviews" mit den Verantwortlichen der Business Area auch die jährlichen Strategie- und Funktionsbereichs-Meetings, bei denen die Marktentwicklungen und die zukünftige Ausrichtung der SKF Sealing Solutions GmbH diskutiert und verabschiedet werden. Die Kontrolle der Umsetzung erfolgt in den monatlichen Business Reviews. Ertragslage Ab 1. Januar 2012 hat die SKF Sealing Solutions GmbH ihr Geschäftsmodell als Eigenproduzent bzw. Eigenhändler umgestellt sowie in diesem Zusammenhang bestehende immaterielle Wirtschaftsgüter über ein Lizenzmodell an die Konzernobergesellschaft übertragen. Seit diesem Zeitpunkt werden die Fertigung sowie die funktions- und risikoreduzierte Distribution der erzeugten Produkte im Auftrag der Konzernobergesellschaft AB SKF, Göteborg, durchgeführt. Mit Einführung des Geschäftsmodells "Contract Manufacturing" verspricht sich SKF eine Reduzierung der hohen Marktrisiken sowie die nachhaltige Sicherung des Produktionsstandortes Deutschland. Durch dieses Geschäftsmodell werden zusätzliche Erlöse aus erbrachten Serviceleistungen für die Konzernobergesellschaft erzielt. Außerdem fallen Aufwendungen oder Erträge aus Ausgleichszahlungen an. Die Umsätze lagen 2023 mit 56,8 MEUR (+17,8%) deutlich über dem Vorjahresniveau. Dieser Anstieg resultiert bei den Artikelumsätzen aus einem höheren Absatz und aus Preiserhöhungen. Bei den Umsätzen aus Serviceleistungen für Konzerngesellschaften gab es einen Anstieg aufgrund gestiegener Kosten zur Erbringung dieser Leistungen. Der Materialaufwand 2023 lag bei 38,6% (VJ 44,8%) der Gesamtleistung. Der erheblich gesunkene Anteil ist auf teilweise wieder rückläufige Rohstoffpreise und auf deutlich niedrigere Energiekosten zurückzuführen. Der Personalaufwand 2023 lag bei 35,9% der Gesamtleistung, dies bedeutet einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr (45,4%). In absoluten Werten ist der Personalaufwand um 2.678 TEUR bzw. 11,7% gesunken. Dies liegt an den um 2.836 TEUR niedrigeren Aufwendungen für die betriebliche Altersversorgung; diese waren im Vorjahr durch eine Anpassung beim anzuwendenden Prozentsatz für den Rententrend ungewöhnlich hoch gewesen. Darüber hinaus haben sich die Gehaltserhöhungen und der Rückgang der Anzahl der Mitarbeiter in etwa ausgeglichen. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 1.204 TEUR ist im Wesentlichen auf geleistete Ausgleichszahlungen nach dem Contract Manufacturing Agreement und dem Distribution Agreement in Höhe von 2.494 TEUR zurückzuführen. Im Vorjahresergebnis sind hingegen in den sonstigen betrieblichen Erträgen erhaltene Ausgleichszahlungen nach dem Contract Manufacturing Agreement und dem Distribution Agreement von 793 TEUR enthalten. Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren die Instandhaltungskosten um 1.482 TEUR niedriger als im Vorjahr, im Vorjahr kam es noch zu Nachwirkungen infolge des zurückliegenden Flutschadens. Das Ergebnis nach Steuern im Jahr 2023 beträgt 3.242 TEUR (VJ -4.026 TEUR) und liegt aufgrund der oben angeführten Sachverhalte über dem in der Planung angenommenen Ergebnis. Das Jahresergebnis 2023 der Gesellschaft wird aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags an die SKF GmbH, Schweinfurt, abgeführt und ist somit ausgeglichen. Die Gesellschaft weist somit ein Jahresergebnis von null aus. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr um 5.482 TEUR auf 37.120 TEUR gesunken. Wesentliche Veränderungen sind auf der Aktivseite der Rückgang des Anlagevermögens um 1.070 TEUR aufgrund der zurückhaltenden Investitionstätigkeiten im Jahr 2023. Die Darlehensforderung gegen die Muttergesellschaft hat sich vor allem bedingt durch die hier gebuchte Gewinnabführung für 2023 um 2.944 TEUR verringert. Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf 5.101 TEUR (VJ 3.839 TEUR) ergibt sich insbesondere aus einem im Vorjahresvergleich höheren Umsatzvolumen zum Jahresende. Auf der Passivseite hat sich das Eigenkapital durch eine Ausschüttung aus dem Gewinnvortrag an die Muttergesellschaft um 5.800 TEUR reduziert. Die Pensionsrückstellung ist um 711 TEUR niedriger berechnet, die sonstigen Rückstellungen sanken um 1.136 TEUR. Davon entfallen 444 TEUR auf die Rückstellung für Restrukturierung und 630 TEUR auf die Rückstellung für unterlassene Instandhaltungen. Gegenläufig ist eine Verbindlichkeit für Ausgleichszahlungen nach dem Contract Manufacturing Agreement und dem Distribution Agreement an die Konzernobergesellschaft mit 1.419 TEUR (VJ Forderung gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 1.487 TEUR) bilanziert. Die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag ist im Wesentlichen wegen der Ausschüttung an die Muttergesellschaft von 29,9% auf 18,7% gesunken. Die Gesellschaft ist in das Cash Pooling der Muttergesellschaft einbezogen. Der gesamte Cashflow (vor Ergebnisabführung 2023 und Ausschüttung) war mit rund 6,0 MEUR (VJ 1,8 MEUR) deutlich verbessert. Die Gewinnabführung an die Muttergesellschaft in Höhe von 3,1 MEUR (VJ Verlustübernahme durch die Muttergesellschaft in Höhe von 4,1 MEUR) sowie die Ausschüttung von 5,8 MEUR haben den Finanzmittelfonds reduziert. Zum Jahresende besteht im Rahmen des Cash Poolings somit eine gesunkene Forderung an die Muttergesellschaft von rund 12,1 MEUR (VJ 15,1 MEUR). Bei der Muttergesellschaft besteht im Rahmen des Cash Poolings unverändert eine Rahmenkreditlinie von bis zu 20,0 MEUR, die im Geschäftsjahr 2023 nicht in Anspruch genommen wurde. Insgesamt stellt sich die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage gegenüber dem Vorjahr leicht verbessert dar. 2. Forschungs- und Entwicklungsbericht Die Gesellschaft führt seit dem Geschäftsjahr 2012 Forschungs- und Entwicklungsdienstleistungen im Auftrag der Konzernobergesellschaft AB SKF, Göteborg, durch und bekommt die hierfür entstehenden Kosten zuzüglich einer Marge ersetzt. Diese Ergebnisse aus der Forschung- und Entwicklung stehen ausschließlich der Konzernobergesellschaft AB SKF, Göteborg, zu. Im Bereich Forschung und Entwicklung lag der Fokus auf der Entwicklung von Dichtungen aus neuen reibungs- und funktionsoptimierten Elastomerwerkstoffen und der Validierung von Produkten aus effizienteren Fertigungsprozessen. Ein weiterer Schwerpunkt lag in der Weiterentwicklung des aktuellen Portfolios von Dichtungen für die Elektrifizierung des Antriebsstrangs und dabei insbesondere der Erweiterung um spezielle kundenspezifische Lösungen. Der Fokus im vergangenen Geschäftsjahr lag auf der Verbesserung der Druckstabilität und auf der Entwicklung von Methoden zur Abdichtung in zwei Drehrichtungen. Des Weiteren wurde an der Weiterentwicklung des Dichtsystems eines Lastwagens während des Einsatzes der Motorbremse gearbeitet, wobei der Schwerpunkt auf einer höheren Druckresistenz lag. Darüber hinaus wurde an der Entwicklung eines Dichtungssystems für ein Parklocksystem gearbeitet. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Die Muttergesellschaft bzw. der Konzern erledigen alle Aufgaben im Bereich des Zins- und Währungsmanagements für die Tochtergesellschaften. Die Finanzierung erfolgt im Bedarfsfall ausschließlich über Konzerndarlehen. Auf dem Darlehenskonto besteht jedoch für die SKF Sealing Solutions GmbH seit langem eine Guthabenposition, somit entfällt aktuell das Zinsrisiko. Im bisherigen Verlauf des Jahres 2024 gab es weiterhin einen positiven Cash Flow. Liquiditätsrisiken sind gegenwärtig nicht erkennbar. Risiken im Forderungsbestand werden kontinuierlich überwacht. Bei Bedarf werden Gegensteuerungsmaßnahmen durchgeführt. Aktuell werden Beschaffungsrisiken vor allem bei der Verfügbarkeit von einigen Rohstoffen, insbesondere speziellen Chemikalien, sowie auch in Preissteigerungsrisiken, z.B. bei den Stromkosten, gesehen. Auf der Absatzseite kann es weiterhin zu Problemen bei den Lieferketten im mit Abstand wichtigsten Absatzmarkt der Automobilindustrie und somit zu Schwankungen bei der Kundennachfrage kommen. Das Risiko dieser Abhängigkeit von der Entwicklung vor allem einer Branche wird durch einen breiten Kundenstamm in verschiedenen geographischen Märkten gestreut. Die Gesellschaft verfügt über einen gut ausgebildeten, stabilen Personalstamm mit in der Regel langjähriger Betriebszugehörigkeit des Personals. Allerdings treten teilweise Probleme auf, nach Austritten für die notwendigen Neueinstellungen ausreichend qualifiziertes Personal zu finden. In der Planung für das Geschäftsjahr 2024 geht die Geschäftsführung von einem Umsatz der SKF Sealing Solutions GmbH von rund 59 MEUR aus. Dieser liegt damit ungefähr 4% über Vorjahresniveau. Das Ergebnis nach Steuern wird in Höhe von rund 1,5 MEUR erwartet. Unser Kernmarkt Automotive ist aufgrund der starken Exportverflechtungen in besonderem Maße von globalen Wirtschaftsentwicklungen abhängig. Daher ist die den vorstehenden prognostischen Angaben innewohnende Schätzunsicherheit weiterhin erhöht.
Leverkusen, den 23. Juli 2024 Die Geschäftsführung Marc Klaiber Sebastian Mucha Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 20231. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss und zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die SKF Sealing Solutions GmbH hat ihren Sitz in Leverkusen. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Köln unter HRB 48982 eingetragen. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert zum Vorjahr beibehalten. 1.1 Anlagevermögen Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände (Standardsoftware) sind zu Anschaffungskosten aktiviert und werden linear über drei bis fünf Jahre abgeschrieben. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert. Die Wertansätze für das Sachanlagevermögen ergeben sich aus den Anschaffungskosten der Gesellschaft; Eigenleistungen sind zu Herstellungskosten aktiviert. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten werden um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Anlagegüter unter Anwendung der linearen Abschreibungsmethode ermittelt. Produktionsanlagen und Maschinen werden im Wesentlichen über zehn Jahre, Gebäude über 25 Jahre sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung über vier bis zehn Jahre abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen 150 und 1.000 Euro werden unter einer Sammelinventarnummer über fünf Jahre linear abgeschrieben. 1.2 Umlaufvermögen Das Vorratsvermögen ist zu fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Abschläge für Lagerrisiken aufgrund von Ungängigkeit wurden vorgenommen. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten die Material- und Fertigungsgemeinkosten, die Abschreibungen auf die Fertigungsanlagen sowie Teile der freiwilligen sozialen Aufwendungen einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Die anderen Gegenstände des Umlaufvermögens, insbesondere die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sind mit ihrem Nennwert oder mit dem am Stichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Flüssige Mittel werden mit dem Nennwert bilanziert. 1.3 Rechnungsabgrenzungsposten Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. 1.4 Kapital Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert bilanziert. 1.5 Rückstellungen Der Bilanzansatz der Pensionsrückstellungen wird mit einem Zinssatz von 1,83% (2022: 1,78%) ermittelt. Es handelt sich um die pauschale Abzinsung der Pensionsverpflichtungen gemäß § 253 Abs. 2 S. 2 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre, der sich bei einer angenommenen Laufzeit von 15 Jahren ergibt. Der zum 31. Dezember 2023 ausgewiesene Betrag entspricht dem von einem unabhängigen Versicherungsmathematiker errechneten Wert. Als Rechnungsgrundlage für die Pensionsrückstellungen dienen die Richttafeln 2018G von Dr. Klaus Heubeck. Als Bewertungsverfahren wird bei aktiven Berechtigten das ratierlich degressive Anwartschaftsbarwertverfahren verwendet. Als Rechnungsannahmen wird eine künftige Steigerung der pensionsfähigen Einkommen von 2,70% (2022: 2,70%) p.a. und eine Anpassung der laufenden Renten gemäß § 16 BetrAVG von 2,40% (2022: 2,40%) p.a. zugrunde gelegt. Die Rückstellungen für Altersteilzeit berücksichtigen die Aufstockungsleistungen und die Erfüllungsrückstände. Der Ansatz zum 31. Dezember 2023 beinhaltet den von einem unabhängigen Versicherungsmathematiker errechneten Wert für neun abgeschlossene Altersteilzeitverträge. Für die Ermittlung des Barwerts der Verpflichtung wird ein ihrer Restlaufzeit entsprechender durchschnittlicher Marktzinssatz von 0,99% (2022: 0,42%) gemäß § 253 Abs. 2 HGB verwendet. Von dem gutachterlichen Wert von 628 TEUR wird der Aktivwert für an die Mitarbeiter verpfändetes Deckungsvermögen bei einer Versicherung zur Insolvenzsicherung der Altersteilzeitguthaben abgezogen. Dieser Aktivwert entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten und dem beizulegenden Zeitwert. Es handelt sich um einen Betrag von 374 TEUR (2022: 407 TEUR). Aus dem Insolvenzsicherungsguthaben für Altersteilzeitvereinbarungen sind Erträge von 2 TEUR (2022: 1 TEUR) angefallen. Die Aufwendungen aus der Verzinsung der Altersteilzeitrückstellung belaufen sich auf 2 TEUR (2022: 2 TEUR). Die Jubiläumsrückstellungen werden von einem unabhängigen Versicherungsmathematiker auf Basis der Richttafeln 2018G von Dr. Klaus Heubeck unter Anwendung eines Rechnungszinssatzes von 1,75% (2022: 1,44%) berechnet. Die übrigen sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und sind in Höhe der erwarteten Verpflichtungen passiviert. 1.6 Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. 1.7 Fremdwährungsumrechnung Soweit der Jahresabschluss Posten enthält, denen Beträge zugrunde liegen, die auf fremde Währung lauten oder ursprünglich auf fremde Währung lauteten, erfolgt die Umrechnung in Euro auf Basis des Kurses im Transaktionszeitpunkt. Kurzfristige Posten der Bilanz mit Restlaufzeiten kleiner einem Jahr werden (soweit es sich nicht um im Rahmen eines konzerninternen Verrechnungssystems kursgesicherte Forderungen und Verbindlichkeiten handelt) nach § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bilanziert. 2. Erläuterungen zur Bilanz 2.1 Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Jahr 2023 ist wie folgt:
2.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Darlehensforderungen in Höhe von 12.146 TEUR (2022: 15.089 TEUR) gegen die Muttergesellschaft. Die übrigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Die Restlaufzeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände betragen ebenso wie im Vorjahr weniger als ein Jahr. 2.3 Eigenkapital Das Stammkapital, das zu 100% von der SKF GmbH, Schweinfurt, gehalten wird, beläuft sich auf 2.500 TEUR. Im Juli 2023 ist aus dem Gewinnvortrag die Ausschüttung einer Bruttodividende von 5.800 TEUR an den Gesellschafter erfolgt. 2.4 Rückstellungen Die Pensionsrückstellung ist mit 21.513 TEUR (2022: 22.224 TEUR) passiviert. Der Verpflichtungsumfang nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre beträgt zum 31. Dezember 2023 insgesamt 21.787 TEUR. Somit ergibt sich ein Unterschiedsbetrag zu dem mit einem zehnjährigen Durchschnittszins ermittelten Bilanzansatz von 274 TEUR. Dieser Betrag unterliegt gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB zwar einer Ausschüttungssperre, jedoch nicht einer Abführungssperre. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten für Altersteilzeitverpflichtungen einen Betrag in Höhe von 255 TEUR (2022: 259 TEUR) nach Abzug des zugehörigen Deckungsvermögens. Daneben werden hier vor allem Rückstellungen für ausstehende Lieferantenrechnungen und unterlassene Instandhaltungen mit 861 TEUR (2022: 1.777 TEUR), für Abfindungen und Freistellungen mit 25 TEUR (2022: 444 TEUR), für Urlaub und Zeitkonten mit 608 TEUR (2022: 427 TEUR) und für Jubiläumszuwendungen mit 258 TEUR (2022: 271 TEUR) ausgewiesen. 2.5 Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Die Verbindlichkeiten sind nicht besichert. Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. 3. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 3.1 Umsatzerlöse
3.2 Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von 275 TEUR (2022: 36 TEUR). Es fielen Buchgewinne aus Anlageverkäufen von 1 TEUR (2022: 0 TEUR) an. Die Erträge aus Währungsumrechnung betragen 1 TEUR (2022: 2 TEUR). 3.3 Abschreibungen In den Abschreibungen sind keine außerplanmäßigen Abschreibungen (2022: 118 TEUR) enthalten. 3.4 Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten keine Aufwendungen aus Buchverlusten bei Anlageabgängen (2022: 107 TEUR). Es sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von 1 TEUR (2022: 2 TEUR) enthalten. 3.5 Zinsaufwendungen Unter diesem Posten werden vor allem Aufwendungen für die Aufzinsung von Rückstellungen mit 394 TEUR (2022: 366 TEUR) ausgewiesen. 4. Sonstige Angaben 4.1 Sonstige finanzielle Verpflichtungen/Haftungsverhältnisse Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen betragen bis 2028 insgesamt ca. 144 TEUR. 4.2 Arbeitnehmer Im Jahresdurchschnitt waren beschäftigt
4.3 Geschäftsführung Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr an: Marc Klaiber, Leiter Produktion Leverkusen der SKF Business Unit Sealing Solutions. Sebastian Mucha, Operations Manager Europe der SKF Business Unit Sealing Solutions. Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 4.4 Honorar für Abschlussprüfer Das vereinbarte Honorar für die Abschlussprüfungsleistungen der Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 beträgt 44 TEUR. 4.5 Konzernabschluss 100% des Stammkapitals der Gesellschaft werden von der SKF GmbH, Schweinfurt, gehalten, die ihrerseits verbundenes Unternehmen zur Aktiebolaget SKF, Göteborg, Schweden, ist. Das Mutterunternehmen Aktiebolaget SKF, Hornsgatan 1, 41550 Göteborg, Schweden, stellt einen Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf. Er ist unter der Adresse dieser Gesellschaft erhältlich. Dieser Konzernabschluss gilt in deutscher Sprache als befreiender Konzernabschluss für den kleinsten Konsolidierungskreis der Muttergesellschaft SKF GmbH, Schweinfurt, und wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. 4.6 Nachtragsbericht Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag mit Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben sich nicht ergeben.
Leverkusen, 23. Juli 2024 Die Geschäftsführung Marc Klaiber Sebastian Mucha BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die SKF Sealing Solutions GmbH, Leverkusen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der SKF Sealing Solutions GmbH, Leverkusen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SKF Sealing Solutions GmbH, Leverkusen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, den 9. August 2024 Deloitte
GmbH
Julius Pinckernelle, Wirtschaftsprüfer Andreas Kiefer, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss wurde am 26. August 2024 festgestellt. |
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