Herstellung von Prüfmaschinen
VIAOPTIC GmbH
Am Leitz-Park 1, 35578 Wetzlar, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Dirk Emmelius seit 12.2.2026 | Prokura |
Bernhard Willnauer seit 22.7.2009 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
austrian capital management GmbH | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
VIAOPTIC GmbHWetzlarJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BILANZ zum 31. Dezember 2023VIAOPTIC GmbHWetzlarAKTIVSEITE
PASSIVSEITE
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023VIAOPTIC GmbHWetzlar
ANHANG für das Geschäftsjahr 2023 derVIAOPTIC GmbHWetzlar1. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
2. Allgemeine Erläuterungen Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist nach den generellen Ansatz- und Bewertungsvorschriften des HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften unter Beibehaltung der Form der Darstellung, insbesondere der Gliederung der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung, aufgestellt worden. Im Interesse einer größeren Klarheit und Übersichtlichkeit sind die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke, ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder Anhang anzubringen sind, grundsätzlich im Anhang aufgeführt. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt nach teilweiser Ergebnisverwendung. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB. Die Erleichterungen des § 288 HGB wurden in Anspruch genommen. 3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 grundsätzlich beibehalten worden. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten vermindert um die planmäßigen Abschreibungen über die voraussichtliche Nutzungsdauer bewertet. Als Nutzungsdauer wird bei Software drei Jahre unterstellt. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Bei den Vermögensgegenständen, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vorgenommen. Die Nutzungsdauer liegt zwischen 1 und 15 Jahren. Soweit erforderlich werden darüber hinaus außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Erwerbsjahr voll abgeschrieben. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Zudem werden branchenübliche Abschläge, die die technische Überholung und mangelnde Gängigkeit beinhalten, angesetzt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen, Sondereinzelkosten der Fertigung und Abschreibungen auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Verwaltungsgemeinkosten enthalten sind. Für Bestandsrisiken werden ausreichende Abschläge gebildet. Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgt verlustfrei. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind unter Abzug der erforderlichen Wertberichtigungen mit dem Nennwert ausgewiesen. Allgemeine Ausfall-, Skontier-, Mahn- und Zinsrisiken wurden durch eine pauschale Wertberichtigung berücksichtigt. Die übrigen Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände und die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nennwert ausgewiesen. Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. 4. Grundlagen der Währungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr werden mit dem am Abschlussstichtag geltenden Stichtagskurs umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zum Stichtagskurs angesetzt, soweit die Entstehungskurse nicht niedriger waren (bei Aktivposten) oder höher lagen (bei Passivposten). Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften in lokale Währung werden erfolgswirksam erfasst und unter dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" und unter dem Posten "sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen. 5. Erläuterungen zur Bilanz a) Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im nachfolgenden Anlagespiegel dargestellt: Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 der VIAOPTIC GmbH Wetzlar
b) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die übrigen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. c) Genussrechtskapital Die Gesellschaft hat Genussrechte in Höhe von EUR 2.750.000,00 vergeben. In 2017 wurde mit dem Genussrechtsinhaber vereinbart, dass aus dem bestehenden Genussrechtsvertrag vom 31. Dezember 2008 keine weiteren Genussrechte ausgegeben werden und die siebenjährige Laufzeit der Genussrechte mit Ablauf des 31. Dezember 2017 beginnt. Das Genussrecht begründet Gläubigerrechte und keine Gesellschafterrechte. Dem Inhaber des Genussscheines stehen keine Gesellschafterrechte zu, wie z. B. Stimmrechte, Teilnahmerechte an Gesellschaftsversammlungen oder sonstige Kontrollrechte. Die Forderungen aus dem Genussrechtsverhältnis sind nachrangig gegenüber den Forderungen der sonstigen Gesellschaftsgläubiger und vorrangig gegenüber den Ansprüchen der Gesellschafter der VIAOPTIC GmbH auf Rückzahlung ihrer Einlage. Das Genussrecht vermittelt einen Anspruch auf Teilnahme an den laufenden Gewinnen und Verlusten sowie am Liquidationsgewinn/-verlust der VIAOPTIC GmbH. Der Genussrechtskapitalgeber nimmt ab dem Zeitpunkt der Vergabe am Gewinn/Verlust der Gesellschaft teil. Die Quote des Genussrechtsinhabers am Gewinn/Verlust errechnet sich aus dem Verhältnis der jeweiligen emittierten Genussscheinnominale zur Summe aus Stammkapital der VIAOPTIC GmbH und der gesamten emittierten Genussscheinnominale. Verlustzuweisungen an den Genussrechtsinhaber sind vorzutragen und mit zukünftigen Gewinnanteilen zu verrechnen. Der Verlust ist begrenzt auf die Höhe des eingezahlten Nominalbetrages des jeweiligen Genussrechtskapitals. Das Genussrecht wird auf Bestehensdauer der Emittentin begeben. Das Genussrechtsverhältnis kann sowohl von Seiten der Emittentin als auch von Seiten des Genussrechtsinhabers unter Einhaltung einer Frist von 24 Monaten mit Wirkung zum Kalenderjahresende, erstmals jedoch zum Ablauf des 31.12.2026, gekündigt werden. d) Bilanzgewinn Der Bilanzgewinn zum 31.12.2023 beträgt EUR 904.053,73 (Vj. EUR 403.922,45). e) Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der einzelnen Verbindlichkeiten sowie weitere Angaben können dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel (in TEUR) entnommen werden:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betragen TEUR 2.322 (Vj. TEUR 1.750) und sind in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten. 6. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung a) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 1 (Vj. TEUR 9). b) Aufwendungen für Altersversorgung Die Aufwendungen für Altersversorgung beliefen sich auf TEUR 42 (Vj. TEUR 46). c) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 6 (Vj. TEUR 10). d) Zinsen und ähnliche Aufwendungen In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 1.822 (Vj. TEUR 1.750) enthalten. Diese stellen Vergütungen für Genussrechtskapital an die Muttergesellschaft dar. 7. Sonstige Angaben a) Sonstige finanzielle Verpflichtungen
b) Organe der Gesellschaft Mitglieder der Geschäftsführung: Bernhard Willnauer, technischer Geschäftsführer Uwe Bommersheim, kaufmännischer Geschäftsführer (bis 29.04.2024) In Ausübung des Wahlrechts gemäß § 286 Abs.4 HGB wird auf die Angabe der Gesamtbezüge verzichtet, da sich die Bezüge der Mitglieder näherungsweise ermitteln ließen. c) Beirat Die Funktion des Beirats erstreckt sich auf die Überwachung sowie die Beratung der Geschäftsführung der VIAOPTIC GmbH. Der Beirat besteht aus den folgenden Mitgliedern:
Gemäß § 285 Nr. 9 a HGB beliefen sich die Gesamtbezüge für die Mitglieder des Beirats im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 0 (Vj. TEUR 0). d) Konzernzugehörigkeit Die VIAOPTIC GmbH wird in den Konzernabschluss der austrian capital management GmbH, Salzburg / Österreich, (kleinster Konzernkreis) einbezogen. Der Konzernabschluss der austrian capital management GmbH wird beim Firmenbuchgericht Salzburg eingereicht. Die austrian capital management GmbH ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der SOCRATES Privatstiftung, Wien. Ein Konzernabschluss wird durch die SOCRATES Privatstiftung (größter Konzernkreis) aufgestellt. e) Personalentwicklung Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 136 Mitarbeiter beschäftigt. Die Zahl der durchschnittlich bei der Gesellschaft Beschäftigten (Köpfe) hat sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt entwickelt:
f) ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss i. H. v. EUR 500.131,28 zusammen mit dem Gewinnvortrag i. H. v. EUR 403.922,45 als Bilanzgewinn i. H. v. EUR 904.053,73 auf neue Rechnung vorzutragen. g) Vorausschüttung Die Gesellschaft hat nach dem vorläufigen Jahresabschluss ein Jahresüberschuss vor Genussrechtsvergütung in Höhe von EUR 2.321.872,26 erzielt. Daraus ergibt sich ein vorläufiger Zahlungsanspruch zugunsten des Genussrechtsinhabers in Höhe von EUR 1.821.740,98. Die Gesellschaft leistete am 28. Mai 2024 eine Vorauszahlung auf den Anspruch aus Genussrechtskapital in Höhe von EUR 1.821.740,98.
Wetzlar, 14. Juni 2024 Bernhard Willnauer Feststellung des Jahresabschlusses Die Gesellschafterversammlung hat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 am 11. Juli 2024 festgestellt. LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2023VIAOPTIC GmbHWetzlar1. Grundlagen des Unternehmens 1.1 Geschäftsmodell der VIAOPTIC GmbH Die VIAOPTIC GmbH ist spezialisiert auf die Entwicklung und Herstellung von optischen Komponenten und Systemen aus Kunststoff. Das Leistungsspektrum umfasst die Bereiche Optik- Design, Konstruktion, Prototypenfertigung, Werkzeugbau, Spritzgussfertigung und Montage. Zu unseren Kunden zählen namhafte Unternehmen aus den Branchen Automobil, Industrie-Sensorik, Medizintechnik und LED-Beleuchtung. 1.2 Forschung und Entwicklung Überwiegend fertigen wir nach kundenspezifischen Anforderungen. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten beziehen sich hauptsächlich auf die eingesetzten Fertigungsverfahren und die benötigte Messtechnik. Die Forschungsprojekte werden in Zusammenarbeit mit Hochschulen aber auch mit Industriepartnern durchgeführt. Im Berichtszeitraum lagen die Schwerpunkte im Bereich der Automatisierung und des Spritzgießverfahrens. Zusätzlich entwickeln wir auftragsbezogen optische Komponenten und Systeme in Zusammenarbeit mit Kunden und externen Partnern. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Wachstum der Weltwirtschaft wurde im Jahr 2023 in vielen Ländern durch hohe Inflationsraten und steigende Zinsen belastet. Das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg um 3,1 % gegenüber dem Vorjahr (2022: +3,5 %). Die Entwicklung der Weltwirtschaft war im Berichtsjahr trotz geopolitischer Krisen stabiler als ursprünglich erwartet. Die internationalen Lieferketten haben sich weitestgehend stabilisiert, die COVID-19-Beschränkungen wurden aufgehoben. Der anhaltende Krieg in der Ukraine und der erneut aufgeflammte Konflikt im Nahen Osten belasten jedoch die wirtschaftliche Entwicklung. Das Wirtschaftswachstum in der Eurozone schwächte sich in der zweiten Jahreshälfte 2023 ab und liegt bei +0,5 %. Die deutsche Wirtschaft schwächte sich bis zum Jahresende 2023 weiter ab, während sie zuvor mehr oder weniger stagnierte. Die Folgen der globalen Krisen belasteten die deutsche Wirtschaft, das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt ist im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 % gesunken, die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Die Inflationsrate lag im Jahr 2023 bei 5,9 %. VIAOPTIC profitierte im Jahr 2023 weiterhin von einem guten Auftragsbestand, aufgrund von gewonnenen Projekten in den Vorjahren mit steigenden Absatzzahlen im Seriengeschäft. Der Gesamtumsatz konnte um 11,1 % gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Positiv zu dieser Entwicklung beigetragen hat die strategische Ausrichtung auf die definierten Fokusmärkte mit einem Branchenmix aus Automobil, Industrie-Sensorik und Medizin, mit denen jeweils ein Umsatzanteil von circa einem Drittel angestrebt wird. 2.2 Geschäftsverlauf Umsatz- und Auftragsentwicklung Grundsätzlich setzte sich für VIAOPTIC die positive Entwicklung der vergangenen Jahre fort. Der Jahresumsatz stieg gegenüber dem Vorjahr um 11,1 %, obwohl die Auftragseingänge im 4. Quartal 2023 spürbar nachließen. Das Geschäftsjahr 2023 haben wir mit einem Betriebsergebnis (EBIT) von TEUR 3.282 abgeschlossen (Vorjahr TEUR 3.216). Im Bereich der Serienfertigung erzielten wir einen Umsatzzuwachs von 14,7%. Im Projektgeschäft war eine Umsatzreduzierung von 11,8% zu verzeichnen. Der Auftragsbestand lag zum 31.12.23 mit 6,189 Mio. € um rund 31 % unter dem Vorjahreswert (9,032 Mio. €). Zum 29.02.2024 lag der Auftragsbestand bei 5,911 Mio. € Umsatzvolumen. Der Rückgang begründet sich im Wesentlichen im geplanten Auslauf einer Produktgruppe für die langjährige Rahmenaufträge platziert waren. Mit gezielten Vertriebsaktivitäten zur nachhaltigen Steigerung der Serienumsätze in unseren definierten Fokusmärkten wird mit einer Kompensierung gerechnet. Materialwirtschaft/Beschaffung Die Materialaufwandsquote von der Gesamtleistung lag mit 36,8 % über dem Vorjahreswert von 35,5 %. Die höhere Materialaufwandsquote begründet sich in einer Verschiebung des Produktmixes und in geringem Maß in gestiegenen Beschaffungspreisen. Die Preise im Bereich der Kunststoffformmassen (PC und PMMA) sind im Vergleich zum Vorjahr um bis zu 22 % je nach Qualität und Abnahmevolumen gestiegen. Über notwendige Preisanpassungen wurden die gestiegenen Einstandskosten weitestgehend kompensiert. In den letzten Monaten nehmen wir generelle Preissenkungstendenzen wahr. Personal Die Personalkosten inklusive Leihpersonal erhöhten sich im Jahr 2023 um 2,7 % auf TEUR 7.932 (Vj. TEUR 7.722). Die gestiegenen Personalkosten begründen sich im Umsatzwachstum sowie dem geplantem Personalaufbau zur Sicherung des zukünftigen Wachstums und der Umsetzung der geplanten Lohn- und Gehaltsanpassungen. Investitionen Im Jahr 2023 wurden Investitionen in Höhe von TEUR 1.174 getätigt. Der Großteil dieser Investitionen bezog sich auf die Beschaffung von Maschinen und maschinellen Anlagen zur Erweiterung unserer Fertigungskapazitäten. Die Finanzierung erfolgte vorwiegend aus eigenen liquiden Mitteln; zusätzlich wurden Mittel in Höhe von 500 TEUR über ein Gesellschafterdarlehen finanziert. 2.3 Darstellung der Lage des Unternehmens 2.3.1 Ertragslage Der Gesamtumsatz ist um 11,1 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Der Jahresüberschuss erhöhte sich von TEUR 480 im Vorjahr 2022 auf TEUR 500 im Berichtsjahr 2023. Das Geschäftsjahr 2023 hat unsere Erwartungen in puncto Ergebnis übertroffen. Obwohl die Umsatzerlöse 8,95 % unter dem Budgetwert liegen, konnte das Jahresergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) mit TEUR 3.282 deutlich über dem Budgetwert von 2.691 TEUR (+22 %) abschließen. Wesentliche Kosteneinsparungen gegenüber Budget lagen im Bereich Ausgangsfrachten und Personalaufwand. Weiterhin haben sonstige betriebliche Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen zu diesem Anstieg beigetragen. Die Umsatzerlöse mit Serienteilen lagen mit TEUR 21.994 im Jahr 2023 um 14,7 % höher als der Vorjahrswert (2022: TEUR 19.180). Der Grund hierfür lag im Wesentlichen an gestiegenen Umsätzen mit Handelswaren (+ 32,4 %) und hochlaufenden Serienanläufen neuer Produkte in den Sparten Kunststoff-Artikel (+9,0 %) und Bedampfungs-Artikel (+22,7 %). Die Umsatzerlöse im Bereich der Neuwerkzeuge und Projekte lagen mit TEUR 2.732 um 11,8 % niedriger als im Vorjahr (2022: TEUR 3.096). Der Materialaufwand erhöhte sich um 7,5 % von TEUR 8.285 im Jahr 2022 auf TEUR 8.905 im Berichtsjahr, begründet in überproportional gestiegenen Umsätzen mit Handelswaren. Die Abschreibungen erhöhten sich im Jahr 2023 gegenüber 2022 um 9,6 % von TEUR 969 auf TEUR 1.062 im Berichtsjahr. Die Summe der Neu-Investitionen beträgt TEUR 1.174 (Vj. TEUR 1.687). Das Betriebsergebnis (EBIT) erhöhte sich um 2,1 % von TEUR 3.216 im Vorjahr auf TEUR 3.282 im Jahr 2023. 2.3.2 Finanzlage Die Liquidität war über das gesamte Geschäftsjahr gesichert. Der Bestand an liquiden Mitteln reduzierte sich zum Vorjahr von TEUR 1.043 auf TEUR 955 zum Ende des Geschäftsjahres 2023. Der Cashflow im engeren Sinne (Jahresüberschuss zzgl. Abschreibungen) erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 7,8 % von TEUR 1.449 auf TEUR 1.562. Dieser beträgt 6,5 % von der Gesamtleistung (Vorjahr 6,2 %). Im Jahr 2023 wurden zusätzliche Mittel in Höhe von TEUR 500 als Gesellschafterdarlehen aufgenommen. Die Investitionen 2023 in Höhe von TEUR 1.174 (Vj. TEUR 1.687) wurden überwiegend aus Eigenmitteln getätigt. Bei den Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden im Berichtsjahr 2023 Tilgungen in Höhe von TEUR 822 geleistet. 2.3.3 Vermögenslage Die Bilanzsumme zum 31.12.2023 reduzierte sich von TEUR 14.771 im Vorjahr um 5,2 % auf TEUR 14.007. Das langfristige gebundene Vermögen erhöhte sich um 2,1 % von TEUR 5.384 auf TEUR 5.496. Das Eigenkapital (inkl. Genussrechte) erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 11,7 % von TEUR 4.259 auf TEUR 4.759. Die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag erhöht sich auf 34,0 % (Vj. 28,8 %). Die Darlehen über Kreditinstitute für Anlagenfinanzierungen haben sich per Saldo um TEUR 822 von TEUR 3.885 im Vorjahr auf TEUR 3.063 im Berichtsjahr verringert. Im Jahr 2023 wurde ein Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 500 zur Finanzierung von Investitionen aufgenommen, sodass sich ein Saldo an Darlehen per 31.12.2023 in Höhe von TEUR 3.563 ergibt. 2.3.4 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die Umsatzrentabilität (bezogen auf das Betriebsergebnis) lag im Jahr 2023 bei 13,3 %, im Vorjahr lag diese bei 14,4 %. Der Umsatz je Mitarbeiter (Basis durchschnittliche Mitarbeiter des Jahres) erhöhte sich um rund 13,8 % von TEUR 160 auf TEUR 182. Im Jahr 2023 wurde unser Qualitätsmanagementsystem nach IATF 16949:2016 und DIN EN ISO 9001:2015 erfolgreich rezertifiziert sowie die Auditierung unseres Umweltmanagementsystems nach DIN EN ISO 14001:2015 erfolgreich bestanden. Im Januar 2024 wurde der geplante Anbau an das Bestandsgebäude nach 11-monatiger Bauzeit fertiggestellt. Ein schrittweiser Bezug der Flächen erfolgt bis Mai 2024. Durch den Anbau wurden 60 % mehr Nutzflächen für Produktions-, Lager- und Bürobedarfe für ein zukünftiges Wachstum am Standort in Wetzlar geschaffen. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens. Insgesamt bewertet die Geschäftsführung die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie den Geschäftsverlauf 2023 als erfolgreich. Das geplante Betriebsergebnis konnte aufgrund der allgemein positiven Geschäftsentwicklung und der sehr guten Entwicklung im Bereich von Handelswaren und Bedampfungsartikeln deutlich übertroffen werden. 3. Chancen- und Risikobericht sowie Prognosebericht Chancen- und Risikobericht Chancen Der Trend zu wirtschaftlichen Lösungen mit Kunststoffoptiken im Bereich der industriellen Anwendungen mit immer neuen Möglichkeiten hält weiter ungebremst an. VIAOPTIC partizipiert von dieser Entwicklung mit seiner Ausrichtung auf die Kernbereiche Automobil, Industrie-Sensorik sowie Medizintechnik und der Spezialisierung auf optische Kunststoffbauteile und optische Systeme mit Kunststoffoptikkomponenten. Zu erwähnen sind im Automobilbereich der anhaltende Trend zu Fahrerassistenzsystemen. Diese Entwicklung wird technologisch auf der Grundlage optischer Systeme vorangetrieben. Gerade die Kunststoffoptik kann hier aufgrund der leichten und kompakten Bauform ihr Potenzial ausspielen und VIAOTPIC kann seine Kompetenz auf diesem Gebiet einbringen. Hohe Wachstumsraten weisen die Umsätze im Bereich Automotive auf. Diese Entwicklung ist getrieben von überproportional zum Marktwachstum steigenden Nachfragen nach Fahrerassistenzsystemen, in denen Bauteile von VIAOPTIC zum Einsatz kommen. In der Medizintechnik verzeichnen wir ebenfalls eine verstärkte Nachfrage nach Spezialoptiken aus Kunststoff. Risiken Auswirkungen aus den anhaltenden geopolitischen Krisen wie Kriegshandlungen zwischen Russland und der Ukraine, dem Gaza-Krieg oder anhaltenden Spannungen zwischen China und Taiwan sowie Konsequenzen aus dem Ausgang der Wahlen in den USA, lassen sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht quantifizieren. Ein wichtiger Bestandteil der operativen Tätigkeiten unseres Unternehmens ist das Risikomanagement. Identifizierung, Beurteilung und Kontrolle wesentlicher Risiken und Chancen stehen im Mittelpunkt des Risikomanagements. Risiken sollen frühzeitig erkannt und mit geeigneten Gegensteuerungsmaßnahmen begegnet werden. Um jederzeit die Liquidität des Unternehmens zu gewährleisten, arbeiten wir mit einer langfristigen Liquiditätsplanung, die alle geplanten Zahlungsströme über einen ausreichend langen Planungshorizont abbildet. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Geschäftsführung davon ausgeht, dass trotz aktueller geopolitischer Lage und gestiegenem Zinsniveau die Zahlungsfähigkeit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im Betrachtungszeitraum gewährleistet ist. Daher wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung bilanziert. Nichtsdestotrotz weisen wir darauf hin, dass die erwähnten Krisen und mögliche weltpolitische Änderungen Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung von VIAOPTIC nehmen können und Liquiditätsrisiken bergen. Aufgrund unserer mittel- und langfristigen Finanzierung sehen wir derzeit keine Zinsänderungsrisiken. Möglichen Währungsrisiken aus Forderungen gegen Kunden und Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten in fremder Währung sind aufgrund der getätigten Volumina zu vernachlässigen. Geschäfte mit derivativen Finanzinstrumenten sowie rein spekulative Geschäfte gehen wir nicht ein. Die aktuellen Energiepreise stabilisierten sich auf hohem Niveau und wir nehmen stagnierende Rohstoffpreise wahr. Die Verfügbarkeit von Vorprodukten hat sich wesentlich entspannt. Trotz positiver Entwicklung auf dem Beschaffungsmarkt seit Mitte 2022 bevorraten wir vorausschauend und agieren mit entsprechenden Sicherheitsbeständen ausgewählter Rohstoffe. Des Weiteren beobachten wir im Jahresverlauf die Preisentwicklung, um günstige Einstiegstermine für langfristige Lieferverträge zu realisieren. Die Reduzierung des Energieverbrauchs ist ein wesentlicher Aspekt unserer Umweltpolitik, welche wir im Rahmen des seit 2015 eingeführten Umweltmanagementsystems verfolgen. Durch gezielte Investitionen in energieeffiziente Anlagen und Gebäudetechnik sowie sonstige organisatorische Maßnahmen reduzieren wir den Energieverbrauch, um zukünftig steigenden Kosten entgegenzuwirken. Der Anbau wurde nach hohem Energiestandard realisiert und eine großflächige PV-Anlage für den Eigenverbrauch auf dem Hallendach installiert. Dem zunehmenden Fachkräftemangel begegnen wir mit verstärkter Aus- und Fortbildung von eigenem Personal und schaffen durch ein attraktives Arbeitsumfeld und Vergütungssystem eine stärkere Bindung an unser Unternehmen. Über ein monatliches Reporting steuern wir das operative Geschäft und berichten regelmäßig an den Beirat der Gesellschaft. Zu diesem monatlichen Reporting gehören ein monatlicher Abschluss inkl. Berichte zur aktuellen Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage sowie eine Kennzahlenübersicht zur Überwachung und Steuerung aller wesentlichen Unternehmensprozesse. Grundsätzliche Ertragsrisiken sehen wir in konjunkturellen Einflüssen sowie in einer sich danach ausrichtenden Preispolitik des Wettbewerbs. Prognose Nach wie vor belastet der russische Krieg gegen die Ukraine die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und weltweit. Gemäß dem ifo Geschäftsklimaindex vom 22. März 2024 hat sich die Stimmung unter den Unternehmen merklich verbessert. In ihren jüngsten Prognosen zur weltwirtschaftlichen Entwicklung nehmen der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Industriestaatenorganisation OECD leichte Aufwärtskorrekturen für 2024 vor und gehen von einem globalen Wachstum von 3,1 % in diesem und 3,2 % im nächsten Jahr aus. Damit wurde die Erwartung des IWF für 2023 gegenüber Oktober 2023 um 0,2 Prozentpunkte angehoben. Ähnlich schätzt die OECD die Perspektiven ein: in ihrer Interimsprognose vom 05.02.2024 werden die Erwartungen für 2024 gegenüber November 2023 um 0,2 Prozentpunkte auf nunmehr 2,9 % angehoben, die Prognose für 2025 bleibt unverändert bei 3,0 %. Die ersten beiden Monate des Geschäftsjahres 2024 liegen hinter den Erwartungen, der Umsatz liegt 2,9 % unter dem Vorjahreszeitraum. Wir gehen aufgrund der aktuellen Prognosen und Rückmeldungen unserer Kunden von leicht niedrigeren Umsatzerlösen für das Geschäftsjahr 2024 aus. Wobei wir mit steigenden Serienumsätzen bei gleichzeitigem Rückgang von Umsätzen mit Handelsware planen. Kostensteigerungen entstehen in den Bereichen Energie und Gebäude, im Zusammenhang mit dem erwähnten Anbau und weiterhin durch geplante Personaleinstellungen, um unser stetiges Wachstum kontinuierlich fortzusetzen. Daher wird für das Geschäftsjahr 2024 mit einem deutlich niedrigeren Ergebnis gegenüber dem Berichtsjahr 2023 gerechnet. Um den steigenden Kundenbedarf im Bereich der Serienfertigung zu decken, werden Produktionskapazitäten der Kunststofffertigung und Optikbeschichtung erweitert und zusätzliches Personal eingestellt. Aufgrund von gewonnen größeren Serienaufträgen in den letzten Jahren und attraktiven Anfragen von Bestands- und Neukunden in den letzten Monaten, blicken wir positiv auf die nächsten Jahre und planen mit weiterer Expansion in unsere Produktionskapazitäten.
Wetzlar, den 14. Juni 2024 Bernhard Willnauer In dem vorstehenden zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde von dem von uns beauftragten Wirtschaftsprüfer folgender Bestätigungsvermerk erteilt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die VIAOPTIC GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der VIAOPTIC GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der VIAOPTIC GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Würzburg, den 15. Juni 2024 PKF
Issing Faulhaber Wozar Altenbeck Treuhand Verwaltungs
GmbH
Dr. Matthias Heinrich, Wirtschaftsprüfer Florian Pfaff, Wirtschaftsprüfer |
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