Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt/Oder HRB 6866
Eingetragen
18.11.2005
Branche
Herstellung von Gipserzeugnissen für den BauHerstellung von keramischen Wand- und Bodenfliesen und -plattenHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Die industriemäßige Serienproduktion von Investitionsgütern überwiegend aus Blähton und alle damit in Zusammenhang stehenden Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Anja Knoll
seit 22.12.2017
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
900000
90.00%
Germany
100000
10.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Tinglev Elementfabrik GmbH

Altlandsberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens und Branchenüberblick

Die Tinglev Elementfabrik GmbH produziert und vertreibt Investitionsgüter, insbesondere Wandelemente aus Blähton und Leichtbeton. Für den überwiegenden Teil der belieferten Projekte werden zudem Montageleistungen übernommen.

Der Schwerpunkt der Kundenaufträge basierte seit Gründung auf dem Bau von Wohngebäuden mit ein bis zwei Geschossen für private Bauherren und von Mehrfamilienhäusern mit bis zu 8 Wohneinheiten ("Eigenheime"). Dieses Marktsegment hatte in den vergangenen Jahren sehr gute finanzwirtschaftliche Rahmenbedingungen durch extrem niedrige Bauzinsen und eine insgesamt stabile Konjunktur, die zu sicheren Arbeitsplätzen bei gutem Lohnniveau geführt hat. Dies hat bei den langjährigen Kunden der Gesellschaft zu einer stabilen Nachfrage nach Eigenheimen geführt. Die Geschäftsführung hat bereits vor einigen Jahren begonnen, die Kompetenzen im Segment des Geschosswohnungsbaus und der Zweckbauten (Schulen, Kindergärten, Sozialimmobilien) weiterzuentwickeln und gezielt Kunden und Projekte in diesem Bereich zu akquirieren. So wird eine Risikostreuung erreicht und dem erwarteten Rückgang im Segment der Eigenheime sollte vorgebeugt werden. Dies führte bereits in 2022 zu einer Verschiebung der Geschäftstätigkeit im Verhältnis zu Gunsten von Projekten mit 20 und mehr Wohneinheiten. Dieser Change-Prozess erfordert höhere Personalkapazitäten und -kompetenzen in den Bereichen Vertrieb, Technik und Bauabwicklung. Die Projekte sind verbunden mit deutlich größeren Auftragsvolumen, längeren Projektierungs- und Genehmigungszeiten (bis zu 3 Jahren) auf Seiten der Auftraggeber, längeren Abwicklungszeiten im Betrieb und benötigen eine intensivere Betreuung in der Phase der Herstellung und Montage der Elemente. Ziel war, diesen Bereich sukzessive aufzubauen und die zusätzlichen Kosten (insbesondere Personal und Marketing) durch das vorhandene Basisgeschäft mit Wandelementen für Eigenheime zu decken.

Nach einem eher moderaten Anstieg bis 2020 - die Preise für Leistungen des Bauhauptgewerbes nahmen seit 1995 nur minimal stärker zu als die Verbraucherpreise - war ab 2021 ein starkes Wachstum zu verzeichnen. In nur drei Jahren legten die Preise im Bauhauptgewerbe um 35 % und im Ausbaugewerbe sogar um 40 % zu. Auch die Verbraucherpreise stiegen mit 17 % ungewöhnlich deutlich. Die hohen Steigerungsraten der Baupreise sind vor allem auf massive Preisveränderungen bei Baumaterialien und Energie zurückzuführen, wo sich ab 2020 zuerst der Bruch der Lieferketten und dann der Krieg in der Ukraine auswirkten. Von 2020 bis 2023 legte - trotz des leichten Rückgangs im Jahr 2023 - der Erzeugerpreisindex für Bitumen aus Erdöl um 79 % zu, für Betonstahl in Stäben um 42 % und für Energie um 103 %. Zudem gab es zwischenzeitlich Probleme bei der Materialversorgung, was die Kosten ebenfalls in die Höhe trieb. Die Baufirmen haben also auch ihre höheren Einkaufspreise und Kosten an die Auftraggeber weitergereicht. (Quelle: Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e. V., "Bauwirtschaft im Zahlenbild, Ausgabe 2024") Der Ausbruch des Kriegs in der Ukraine in 2022 und die damit verbundenen direkten zusätzlichen Folgen (starke Inflation der Verbraucherpreise, Einstellung von Förderprogrammen, grundsätzliche Verunsicherung der Bevölkerung) haben zu einem zeitweisen Fast-Stillstand der Projektplanungen in der Bauwirtschaft geführt und insbesondere die Nachfrage nach Eigenheimen erheblich reduziert.

Der starke Anstieg der Baumaterial- und somit Baupreise sowie die steigenden Zinssätze und die dadurch verursachte Verunsicherung der Investoren haben den Aufwärtstrend [der Vorjahre] gestoppt. Der reale, preisbereinigte Rückgang im Wohnungsbau betrug 2023 11,5 %(Quelle: Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e. V., "Bauwirtschaft im Zahlenbild, Ausgabe 2024"). Der private Eigenheimbau war besonders stark betroffen. Die Anzahl der Baugenehmigungen ging laut den Angaben des Statistischen Bundesamts drastisch zurück (-37,8 Prozent bei Einfamilienhäusern, -52,5 Prozent bei Zweifamilienhäusern, -28,0 Prozent bei Mehrfamilienhäusern).

II. Geschäftsverlauf der Tinglev Elementfabrik GmbH

Wesentliche Leistungsindikatoren der Gesellschaft sind der Umsatz, der Rohgewinn, das Betriebsergebnis (EBIT) und die produzierten Wandmengen.

Die produzierten Wandmengen haben im Vergleich zum Vorjahr um 43,4 % abgenommen. Sie lagen im Jahr 2022 bei 175.000 m 2 und 2023 bei 99.000 m 2. Insbesondere im II. Halbjahr war eine Unterbeschäftigung zu verzeichnen. Dieser erhebliche Rückgang in der Wandproduktion ist insbesondere im Systembau aufgetreten, der in 2023 nur 20 % ausgemacht hat (Vorjahr ca. 45 %). Die bereichsspezifischen Verwaltungskosten (Vertrieb, Technik, Abwicklung, Marketing) werden durch die niedrigen Preise im standardisierten Eigenheimbau nicht gedeckt. Wir haben also erhebliche Leerkosten des Change Prozesses zu verzeichnen und einen extrem überproportionalen Ertragsrückgang.

Der Rohgewinn ist um rund 54 % von € 8,0 Mio. im Jahr 2022 auf € 3,7 Mio. im Jahr 2023 gesunken. Diese im Verhältnis zur produzierten Wandmenge überproportionale Reduzierung ist begründet durch die Steigerung an Zukaufteilen (Decken, Treppen, Balkone) und Montageleistungen (von 30,4 % auf 34,0 %). Hier ist die prozentuale Wertschöpfung geringer, so dass die Rohertragsquote sinkt. Die Rohgewinn-Marge sank von 43,8 % auf 36,3 %. Der deutliche Umsatz- und Ertragsrückgang resultiert einerseits aus der Mengenreduzierung und wird durch den schlechteren Projektmix noch verstärkt.

Die Personalkosten konnten um 12,5 % reduziert werden. Die Anpassung der Personalkosten in der Produktion konnte nicht adäquat erfolgen, weil viele Projekte sich zunächst nur kurzfristig verschoben. In den Bereichen Vertrieb, Technik und Abwicklung sind in den letzten Jahren Kapazitäten und Kompetenzen aufgebaut worden, die für den Bereich Systembau unbedingt benötigt werden. Insgesamt war das Ziel, qualifizierte Fachkräfte zu halten, um nach der Krise leistungsfähig zu sein. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten um 7,1 % von T€ 2.074 auf T€ 1.927 reduziert werden. Dies ist im Wesentlichen auf reduzierte Kosten für Leiharbeit und Energie zurückzuführen. Das Betriebsergebnis (EBIT) liegt mit T€ -2.358 um T€ 3.447 unter dem Ergebnis des Vorjahres. Das erheblich reduzierte Geschäftsvolumen hat in Verbindung mit nicht proportional reduzierbarer Kosten dazu geführt, dass in 2023 ein deutlicher Verlust zu verzeichnen ist. Aufgrund des angewendeten Gewinnabführungsvertrages mit der Gesellschafterin Tinglev Systembau GmbH, Altlandsberg, weist die Tinglev Elementfabrik GmbH einen Jahresüberschuss von T€ 0 aus.

Durch die vorhandene Liquiditäts- und Eigenkapitalausstattung war die Gesellschaft jederzeit in der Lage, ihre finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen.

Die Geschäftsführung beurteilt den Geschäftsverlauf auch vor dem Hintergrund der zeitweise vollständig zum Erliegen gekommenen Baukonjunktur und schwierigen Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen als nicht zufriedenstellend. Ein derartiger Einbruch war jedoch nicht absehbar.

Das im Lagebericht 2022 prognostizierte Ergebnis für das Geschäftsjahr 2023 wurde aufgrund der beschriebenen Geschäftsentwicklung nicht erreicht.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme hat sich um T€ 80 auf T€ 5.390 im Geschäftsjahr 2023 erhöht. Auf der Aktivseite ist dies insbesondere auf die Forderungen an Gesellschafter aus Ergebnisabführung (T€ +2.357) zurückzuführen, während sich die der Kassenbestand um T€ 923 reduziert hat.

Die Anlagenintensität reduzierte sich auf 47 % (Vorjahr: 54 %). Dies resultiert insbesondere aus der gestiegenen Bilanzsumme.

Das Eigenkapital ist aufgrund des weiterhin bestehenden Ergebnisabführungsvertrages unverändert.

Der Anstieg der Bilanzsumme auf der Passivseite ist überwiegend dem Anstieg der Verbindlichkeiten auf T€ 2.631 (T€ +381) geschuldet. Neben den Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten (T€ +1.474) sind die erhaltenen Anzahlungen um T€ 194 und die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um T€ 374 gestiegen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern haben sich hingegen um T€ 1.373 und die Rückstellungen um T€ 263 reduziert.

Ertragslage

Das abgelaufene Geschäftsjahr weist ein Ergebnis vor Ergebnisabführung in Höhe von T€ -2.357 aus (Vorjahr: T€ 1.041). Der Betriebsleistung in Höhe von T€ 10.296 (Vorjahr: T€ 18.356) steht ein Betriebsaufwand in Höhe von T€ 12.655 (Vorjahr: T€ 17.267) gegenüber. Der Betriebsaufwand setzt sich insbesondere aus dem Aufwand für Material und Fremdleistungen (T€ 6.434) und dem Personalaufwand (T€ 3.763) zusammen. Das operative Ergebnis (EBIT) beläuft sich auf T€ -2.358 (Vorjahr: T€ 1.089).

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Risiken

Dem Bedarf an gut ausgebildetem Personal wird durch Ausbildung und entsprechende Personalpolitik Rechnung getragen. Eine langfristige Bindung von qualifizierten jungen Produktionsmitarbeitern wird weiterhin Schwerpunkt sein. Hierzu werden bestehende Prozesse verbessert, um professionell und innovativ Arbeitskräfte zu gewinnen und diese gezielt aus- und fortzubilden. Ein Baustein zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität und Erhöhung der Sichtbarkeit von Tinglev als attraktiver Arbeitgeber ist die Außendarstellung über soziale Medien und aktiver Teilnahme an Messen und fachspezifischen Tagungen.

Das Jahr 2023 wurde erheblich durch den Krieg in der Ukraine und den damit verbundenen vielfältigen Folgen negativ beeinflusst. Anhaltende Störungen von Lieferketten, deutliche Erhöhung der Rohstoff- und Energiepreise, die steigende Zinsentwicklung und die Verunsicherung der Investoren und Endkunden auf dem Wohnungsmarkt haben die bis dahin gute Baukonjunktur erheblich getrübt. Die Geschäftsentwicklung in 2023 ist erheblich negativ. Vielfach wurden Betonwerke in Deutschland geschlossen. Der Umstand, dass wir einen sehr vielversprechenden Auftragsbestand und aussichtsreiche Projekte haben, macht uns zuversichtlich und bestätigt uns, dass die strategische Ausrichtung zum Systembau richtig ist und erfolgreich sein wird.

Durch die auch für die kommenden Jahre negativen Erwartungen im Bereich gewerblicher Neubau und Bürobauten werden große Generalübernehmer mit eigenen Fertigungskapazitäten verstärkt in dem Bereich Wohnungsbau tätig werden und allgemein für spürbaren Preisdruck sorgen. Ob dies auch zu Preis- und/oder Auftragsrückgang für uns führt, ist nicht sicher einzuschätzen. Tatsächlich kann diese Situation auch das Konzept der elementierten Bauweise weiter in den Fokus der Bauträger rücken und sich positiv auf uns auswirken.

Für die Folgejahre gehen wir davon aus, dass der Markt im Neubau von EFH / DH weiter zurückgehen wird, für das Jahr 2024 erwarten wir hier einen erheblichen Rückgang um 35 %, um in der Folge stabil zu bleiben. Rückgänge im Bereich EFH / DH werden durch Mehrumsatz im Zweck-/ und Gewerbebau sowie bei MFH kompensiert werden. Hier können wir einen Anstieg an konkreten Projektanfragen und Aufträgen verzeichnen. Diese Projekte werden den Rückgang in dem Stammsegment bereits in 2024 fast kompensieren können. Wir gehen daher für 2024 von einer Produktionsleistung von ca. 95.000 qm Wandflächen aus und erwarten ein positives Betriebsergebnis. Für das Jahr 2025 erwarten wir wieder ein Produktion von ca. 120.000 qm Wandflächen und ein Ergebnis auf dem Niveau der Jahre 2020 - 2022.

Zur Sicherung der Liquidität wurde in 2024 eine projektbezogene Liquiditätsplanung eingeführt, die laufend aktualisiert wird. Diese zeigt, dass die verfügbaren liquiden Mittel und Kreditlinien knapper werden, aber ausreichend sind. Zur Sicherung der Liquidität bei negativen Abweichungen (z.B. Projektverschiebungen) wurden im Oktober 2024 Maßnahmen getroffen, die der Gesellschaft eine zusätzliche Liquidität iHv. T€ 500 schaffen.

Chancen

Der Ausbau des Geschäftsbereichs "Systembau" mit Planung, Fertigung, Einkauf (Balkone, Decken etc. in Zusammenarbeit mit weiteren Betonfertigteilwerken), Lieferung und Montage ermöglicht uns zu wachsen. Koordinationsleistungen, die in unserem Haus erbracht werden, werden durch den Auftraggeber vergütet und Montagezeiten sowie Kraneinsatz weiter optimiert.In den vergangenen Jahren haben wir verstärkt auf Großprojekte im Bereich Geschosswohnungsbau und Zweckbau gesetzt und Kompetenzen langfristig aufgebaut. Entsprechende Aufträge und Projekte sind im Haus. Unser vielfältiger Kundenmix (Mittelstand 1-5 WE bis zum Großprojekt 100 WE) ermöglicht uns die notwendige Mindest-Auslastung in der Produktion, Lieferung und Montage.

Wir stellen fest, dass die erfolgreiche Umsetzung bereits abgeschlossener Projekte weitere Nachfrage nach sich zieht. Diese Referenzen haben bereits bei der Ansprache neuer Projektpartner zu entsprechenden Aufträgen geführt. Außerdem erwarten wir, dass wir durch zunehmende Erfahrung aller Mitarbeiter mit solchen Projekten Optimierungspotenziale heben und die Deckungsbeiträge dieser Projekte erhöhen können.

Wir glauben, dass sich der Fachkräftemangel allgemein und der zu erwartenden Stellenabbau im Hochbau durch die derzeitige Krise für uns positiv auswirken wird, da elementiertes Bauen diese Engpässe bei den Baugesellschaften reduziert und wir sehr gut qualifiziert sind, um diese Aufgaben zu übernehmen und diese Probleme zu lösen.

Prognose

Aufgrund der Entwicklung im Verlauf des Jahres 2024 sowie der vorliegenden Aufträge und der Projekte in Bearbeitung gehen wir davon aus, dass sich Umsatz und Ertrag in 2024 deutlich erhöhen werden. Der Forecast 2024 sieht bei einer Gesamtleistung von ca. € 16,4 Mio. ein Betriebsergebnis (EBITDA) von rund T€ 592 vor. Aufgrund des Auftragseinbruchs im Segment der Ein-, Zwei-und Mehrfamilienhäuser verlieren wir hier ca. 60 % des Volumens des Vorjahres. Die Akquisitionen und gewonnenen Aufträge im Gewerbe- und Geschosswohnungsbau sind sehr vielversprechend. Hier verzögern sich jedoch die konkreten Beauftragungen und Projektstarts, so dass in 2024 lediglich von einer Produktionsmenge von ca. 95.000 qm Wandflächen ausgegangen wird. Kostenreduzierungen sind nur in geringem Umfang möglich. Trotz der ggü. dem Vorjahr konstanten Produktionsleistung werden wir jedoch einen deutlich höheren Umsatz und Ertrag erwirtschaften, da durch den höheren Anteil an Projekten im Systembau die Deckungsbeiträge deutlich höher sind.

Für 2025 erwarten wir eine konstante Leistung im Bereich der Ein- und Zweifamilienhäuser. Im Systembau erwarten wir jedoch durch bereits vorhandene und sichere Aufträge einen deutlichen Umsatzanstieg, so dass wir wieder mit einem Betriebsergebnis auf dem Niveau der Jahre 2020 - 2022 rechnen.

IV. Sonstige Angaben

a) Forschung und Entwicklung

Mit Unterstützung durch den Leichtbetonverband sind wir an verschiedenen Entwicklungsprojekten beteiligt. So wurden bis Ende 2022 notwendige Brandversuche anhand durch Tinglev produzierter Wandelemente durchgeführt.

Eine Weiterentwicklung zu den Themen Nachhaltigkeit und Lebenszykluskosten ist in Zusammenarbeit mit dem Büro LCEE Life Cycle Engineering Experts GmbH Darmstadt gestartet. Ein Audit zur Co2-Analyse ist erfolgt.

Weiterhin wird seit Januar 2022 mit einem CO 2 -reduzierten Zement gearbeitet. Alle Rezepturen wurden neu entwickelt und auf einen reduzierten CO 2 Verbrauch abgestimmt. Produktion und Bautätigkeit werden durch allgemeine Normen erfasst. Die Bereiche Marketing und Technik haben die Öffentlichkeitsarbeit verstärkt mittels Produkt- und Planungsinformationen sowie Vorträgen auf Fachtagungen.

b) Bestehende Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft hat keine Zweigniederlassungen.

 

Altlandsberg, den 13. Januar 2025

gez. Anja Knoll, Geschäftsführerin

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 2.544.181,92 2.887.537,70
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 332.555,81 341.930,58
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 332.555,81 341.930,58
II. Sachanlagen 2.211.626,11 2.545.607,12
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 696.134,04 738.496,35
2. technische Anlagen und Maschinen 1.099.742,62 1.300.395,43
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 415.749,45 506.715,34
B. Umlaufvermögen 2.753.305,81 2.337.693,70
I. Vorräte 0,00 828.331,82
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen, offen abgesetzt 2.096.498,70 3.298.567,36
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.745.456,52 578.368,67
1. Forderungen gegen Gesellschafter 2.356.985,21 0,00
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 7.402,41 35.549,67
3. sonstige Vermögensgegenstände 381.068,90 542.819,00
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 7.849,29 930.993,21
C. Rechnungsabgrenzungsposten 92.441,90 84.905,74
Bilanzsumme, Summe Aktiva 5.389.929,63 5.310.137,14

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 2.272.769,51 2.272.769,51
I. Gezeichnetes Kapital 511.291,88 511.291,88
II. Bilanzgewinn 1.761.477,63 1.761.477,63
B. Rückstellungen 438.096,25 700.592,26
C. Verbindlichkeiten 2.630.981,19 2.249.805,04
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.474.428,48 0,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 10.635,04 1.383.647,34
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 414.927,69 41.122,87
4. sonstige Verbindlichkeiten 730.989,98 825.034,83
D. Passive latente Steuern 48.082,68 86.970,33
Bilanzsumme, Summe Passiva 5.389.929,63 5.310.137,14

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 3.862.132,32 8.098.015,20
2. Personalaufwand 3.762.996,29 4.302.649,56
a) Löhne und Gehälter 3.020.015,90 3.561.462,56
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 742.980,39 741.187,00
davon für Altersversorgung 896,66 2.722,03
3. Abschreibungen 530.397,89 632.410,25
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 530.397,89 632.410,25
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.927.265,04 2.074.036,07
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 0,00 34,63
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 9.509,91
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 26.336,74 767,90
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -38.887,65 48.312,33
a) Ertrag aus der Veränderung latenter Steuern 38.887,65 -86.970,33
8. Ergebnis nach Steuern -2.345.975,99 1.049.349,00
9. sonstige Steuern 11.009,22 8.119,12
10. Erträge aus Verlustübernahme 2.356.985,21 0,00
11. auf Grund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 0,00 1.041.229,88
Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

Ergebnisverwendung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00
2. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.761.477,63 1.761.477,63
3. Bilanzgewinn 1.761.477,63 1.761.477,63

Anhang

I. Allgemeine Angaben

Die Tinglev Elementfabrik GmbH hat ihren Sitz in Altlandsberg und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Frankfurt (Oder) unter der Registernummer HRB 6866 FF.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches.

Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Bei der Bewertung ist von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Absatz 1 Nr. 2 HGB) ausgegangen worden.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Die immateriellen Vermögensgegenstände sowie das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Anschaffungskosten wurden unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen ermittelt. In die Herstellungskosten wurden Materialeinzelkosten, Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Der entsprechende Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit er durch die Fertigung veranlasst wurde, ist ebenfalls in den Herstellungskosten berücksichtigt.

Die Vermögensgegenstände des abnutzbaren Anlagevermögens wurden unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Zugänge zum Anlagevermögen wurden pro rata-temporis abgeschrieben. Es wurden folgende Nutzungsdauern angesetzt: Bauten mit 240 Monaten, Maschinen mit 36 und 96 Monaten, EDV mit 36 Monaten und Kräne mit 132 Monaten.

Die Darstellung der Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagenspiegel) nach der Brutto-Methode ergibt sich aus der als Anlage beigefügten Aufstellung gem. § 284 Abs. 3 HGB. Aus dem Anlagenspiegel ergeben sich u. a. die auf die einzelnen Posten des Anlagevermögens verrechneten Abschreibungen (für das Geschäftsjahr 2023 sowie kumuliert).

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, unfertige Erzeugnisse und Leistungen sowie fertige Erzeugnisse wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten nach dem Grundsatz der Einzelbewertung bewertet. Die Anschaffungskosten wurden unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen ermittelt.

In die Herstellungskosten der unfertigen Erzeugnisse flossen Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich des entsprechenden Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit er durch die Fertigung veranlasst war, ein. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebes, für freiwillige soziale Leistungen und für betriebliche Altersversorgung wurden ebenso wie Fremdkapitalzinsen nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Abschreibungen auf einen niedrigeren Wert, der sich aus dem Marktpreis am Abschlussstichtag ergibt, wurden, soweit erforderlich, vorgenommen (Grundsatz der verlustfreien Bewertung).

Geleistete Anzahlungen und erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen wurden zum Nominalwert bewertet. Die erhaltenen Anzahlungen wurden bis zur Höhe der fertigen und unfertigen Erzeugnisse mit dem Vorratsbestand aufgerechnet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert ausgewiesen.

Unter den Forderungen werden Forderungen gegen Gesellschafter iHv. T€ 2.357 ausgewiesen, die sich aus zu übernehmenden Verlusten aus dem EAV ergeben.

Sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen für Kautionen iHv. T€ 6.

Das Guthaben bei Kreditinstituten sowie der Kassenbestand sind zum Nennwert angesetzt.

Für Ausgaben, die vor dem Bilanzstichtag geleistet wurden, wirtschaftlich aber eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag betreffen, wurde ein aktiver Rechnungsabgrenzungsposten gebildet.

Das Eigenkapital wird mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem Erfüllungsbetrag gebildet und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

31.12.2023
T€
bis zu 1 Jahr
T€
über 1 Jahr
T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.474 537 937
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 11 11 0
Verbindlichkeiten gegenüber verb. Unternehmen 415 415 0
sonstige Verbindlichkeiten 277 277 0

Die Verbindlichkeiten mit Restlaufzeit von merh als 5 Jahren belaufen sich auf T€ 438 (Vorjahr: T€ 0).

31.12.2022
T€
bis zu 1 Jahr
T€
über 1 Jahr
T€
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1.384 1.384 0
Verbindlichkeiten gegenüber verb. Unternehmen 41 41 0
sonstige Verbindlichkeiten 566 566 0

Aufgrund von Abweichungen zwischen der Handels- und Steuerbilanz bei der Abschreibung von Software waren im Geschäftsjahr passive latente Steuern anzusetzen. Diese belaufen sich zum Stichtag auf T€ 48 (Vorjahr: T€ 87). Weitere Differenzen bestehen nicht. Der Steuersatz beträgt 27 %.

III. Sonstige Angaben

1. Alleinvertretungsberechtigter Geschäftsführer der Gesellschaft ist Frau Anja Knoll seit dem 22.12.2017. Die Geschäftsführerin ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Auf die Angabe der Bezüge des Geschäftsführers wird gemäß § 285 Nr. 9 Buchstabe a) HGB in Verbindung mit § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

2. Haftungsverhältnisse im Sinne des § 268 Abs. 7 HGB in Verbindung mit § 251 HGB bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von € 3.100.000,00 in Form von eingetragener Grundschuld auf dem Betriebsgrundstück Am Gewerbepark 8a, 15345 Altlandsberg. Diese Grundschulden haften für ein Darlehen der Tinglev Holding GmbH, Altlandsberg. Die Tinglev Holding GmbH ist verbundenes Unternehmen im Sinne von § 271 HGB.

3. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen zum 31. Dezember 2023 T€ 168 für Verpflichtungen aus Leasingverhältnissen. Des Weiteren besteht ein Pachtvertrag mit einer monatlichen Zahlung von T€ 5.

4. Zwischen der Systembau Tinglev GmbH (vormals: Contiga Holding GmbH) und der Tinglev Elementfabrik GmbH besteht seit dem 08.12.2014 ein Gewinnabführungsvertrag.

5. Auf die Angabe des Abschlussprüferhonorars gem. § 285 Nr. 17 HGB wird gem. § 288 Abs. 2 Satz 2 HGB verzichtet.

6. Die durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer betrug im Geschäftsjahr 2023 100 Arbeitnehmer (Vorjahr: 102). Darunter waren durchschnittlich 44 Gehalts- und 56 Lohnempfänger.

7. In Bezug auf die Angabe gem. § 285 Nr. 33 HGB zu Vorgängen von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, verweisen wir auf unsere Ausführungen im Lagebericht, Kapitel III.

 

Altlandsberg, den 13. Januar 2025

gez. Anja Knoll

Anlagespiegel

BEZEICHNUNG ANSCHAFFUNGS-/HERSTELLUNGSKOSTEN
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 803.392,58 80.000,00 0,00 0,00 883.392,58
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.570.040,18 0,00 0,00 0,00 3.570.040,18
2. technische Anlagen und Maschinen 4.207.660,04 7.478,25 0,00 0,00 4.215.138,29
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.207.176,60 27.703,00 0,00 0,00 2.234.879,60
Summe Sachanlagen 9.984.876,82 35.181,25 0,00 0,00 10.020.058,07
SUMME ANLAGEVERMÖGEN 10.788.269,40 115.181,25 0,00 0,00 10.903.450,65
BEZEICHNUNG WERTBERICHTIGUNGEN (ABSCHREIBUNGEN)
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Zuschreibungen
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 461.462,00 89.374,77 0,00 0,00 550.836,77
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.831.543,83 114.223,17 0,00 71.860,86 2.873.906,14
2. technische Anlagen und Maschinen 2.907.264,61 208.131,06 0,00 0,00 3.115.395,67
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.700.461,26 118.668,89 0,00 0,00 1.819.130,15
Summe Sachanlagen 7.439.269,70 441.023,12 0,00 71.860,86 7.808.431,96
SUMME ANLAGEVERMÖGEN 7.900.731,70 530.397,89 0,00 71.860,86 8.359.268,73
BEZEICHNUNG NETTOBUCHWERTE
31.12.2023
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 332.555,81 341.930,58
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 696.134,04 738.496,35
2. technische Anlagen und Maschinen 1.099.742,62 1.300.395,43
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 415.749,45 506.715,34
Summe Sachanlagen 2.211.626,11 2.545.607,12
SUMME ANLAGEVERMÖGEN 2.544.181,92 2.887.537,70

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 11.02.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Tinglev Elementfabrik GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Tinglev Elementfabrik GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Tinglev Elementfabrik GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Flensburg, den 13. Januar 2025

ttp Revisions- und Treuhandgesellschaft mbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Michael E. Heil, Wirtschaftsprüfer

gez. Jana Miller, Wirtschaftsprüferin

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