Stammdaten

Register
Amtsgericht Bad Oeynhausen HRB 7007
Eingetragen
24.3.1971
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t oder wenigerTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehör
Gegenstand
Der Handel mit Automobilen, der Betrieb einer Kfz-Reparaturwerkstatt sowie der Karosseriebau. Die GmbH kann als persönlich haftende Gesellschafterin in Kommanditgesellschaften eintreten und deren Geschäftsführung übernehmen. Sie kann sich an Gesellschaften aller Art, beteiligen. Sie ist berechtigt, Zweigniederlassungen im In- und Ausland zu errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christian Wiegers
seit 1.7.2009
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Herforder Str. 194, 32105 Bad Salzuflen
101.200 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

autoForum Wiegers GmbH

Herford

Jahresabschluss zum Rumpfgeschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 30.09.2023

Lagebericht

(1) Allgemeines/ Grundlagen

Gegenstand des Unternehmens ist der Handel mit neuen und gebrauchten Kraftfahrzeugen, Ersatzteilen und Zubehör, der Betrieb einer Reparaturwerkstatt sowie die Vermittlung von Finanzierungen und Versicherungen. Im Neuwagenbereich umfasst der Handel die Marken Kia und Škoda. Mit beiden Herstellern bestehen entsprechende Händler- und Servicepartner-Verträge. Am Standort Porta Westfalica besteht darüber hinaus ein Servicepartner-Vertrag der Marke Honda.

(2) Entwicklung der Gesamtwirtschaft und Branche, Darstellung des

Geschäftsverlaufs und Lage der Gesellschaft

Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht mehr weiter fort.

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 0,7 % oder 333.000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese positiven Effekte überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels. Der Beschäftigungsaufbau fand 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt.

Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 %). Von Rückgängen waren vor allem die Bereiche betroffen, in denen die Preise im Jahresverlauf entweder auf dem hohen Niveau des Vorjahres verharrten oder sogar noch weiter anstiegen. Besonders stark sanken die preisbereinigten Ausgaben für langlebige Güter wie Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte (-6,2 %). Auch der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (-1,7 %).

Entwicklung der Kfz-Branche

Der Automarkt im Jahr 2023 präsentierte sich als ein dynamisches und sich schnell entwickelndes Feld, geprägt durch signifikante Fortschritte in Technologie, sich ändernde Verbraucherpräferenzen und globale Wirtschaftsdynamiken. Der Beginn des Jahres 2023 war geprägt von einer beeindruckenden Erholung in den Neuzulassungen von Pkw's in der Europäischen Union. Nach einem herausfordernden Jahr 2022, das durch einen signifikanten Rückgang in den Neuzulassungen charakterisiert war, zeigte 2023 eine deutliche Verbesserung. Im Gesamtjahr wurden etwa 10,5 Millionen PKWs zugelassen, was einem Anstieg von 13,9% gegenüber dem Vorjahr entspricht.

In Deutschland wurden 2023 rund 2,84 Millionen Autos neu zugelassen - das sind 7,3 Prozent mehr als im Jahr davor. Zum Jahresende kippte der deutsche Automarkt jedoch und nahm Talfahrt auf: Bereits im November drehte der Markt ins Minus, im Dezember verzeichnete das Kraftfahrtbundesamt sogar 23 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Ein besonders bemerkenswerter Trend im Automarkt 2023 ist der Aufstieg der Elektroautos. In diesem Jahr haben batterieelektrische Fahrzeuge erstmals Dieselfahrzeuge in der Gunst der Käufer überholt. Diese Entwicklung ist nicht nur ein klares Zeichen für ein wachsendes ökologisches Bewusstsein der Verbraucher, sondern auch für die verbesserte Leistungsfähigkeit und Verfügbarkeit von Elektrofahrzeugen. Trotz des plötzlichen Förderstopps der Bundesregierung im Dezember legte die Zahl der neu zugelassenen Elektroautos auf rund 54.700 zu. Im November waren es noch knapp 45.000 Einheiten. Im Vergleich mit dem Vorjahresmonat brachen die BEV-Zahlen allerdings um 47,6 Prozent ein. Ende 2022 war der Kauf reiner Elektroautos noch stärker vom Staat gefördert worden, viele Interessenten zogen ihre Käufe vor und sorgten so für außergewöhnlich hohe Neuzulassungszahlen. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr laut KBA 524.219 reine Elektro-Pkw registriert, eine Steigerung um 11,4 Prozent gegenüber 2022. Hinzu kamen 840.304 Hybridautos (plus 1,6 Prozent) - darunter befanden sich 175.724 Plug-in-Hybride (minus 51,5 Prozent) sowie 13.147 Flüssiggas-Pkw (minus 12,4 Prozent) und 1.327 Erdgasautos (minus 28,1 Prozent). Den größten Anteil am Gesamtvolumen machten die Benziner aus (978.660 Stück / plus 13,3 Prozent). Sie lagen mit 34,4 Prozent über dem Vorjahresniveau von 32,6 Prozent. Die Zahl der Dieselautos stieg zwar leicht auf 486.581, ihr Marktanteil rutschte aber um 0,7 Punkte auf 17,1 Prozent ab. Die CO 2 -Emission der Flotte kletterte 2023 um 4,9 Prozent, im Durchschnitt waren es 114,9 g/km.

Entwicklung Škoda und Kia in Deutschland

Škoda Auto Deutschland hat 2023 mit einem starken Marktergebnis abgeschlossen: Mit 168.561 Neuzulassungen legte die Marke auf dem deutschen Markt um 17,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu und wuchs damit deutlich stärker als der Gesamtmarkt (+7,3 Prozent). Mit aktuell 5,9 Prozent erzielt die Marke hierzulande einen der höchsten Marktanteile ihrer Geschichte und platziert sich damit mit klarem Vorsprung auf dem fünften Platz der Zulassungsstatistik des Kraftfahrtbundesamts (KBA). Erneut ist Škoda stärkste Importmarke in Deutschland - und das bereits zum 15. Mal in Folge. In Deutschland war das Modell Octavia am beliebtesten, gefolgt von den Modellen Enyaq und Kodiaq. Kia konnte im Gesamtjahr 2023 mit 74.589 Neuzulassungen in Deutschland an sein Rekordjahr 2022 anknüpfen. Seinen Elektro-Anteil steigerte die Marke dabei auf 20 Prozent, der bundesweit durchschnittliche Elektro-Anteil kletterte auf 18,4 Prozent. Mehr als die Hälfte der von Kia angebotenen Modellen und Modellvarianten verfügen bereits über einen voll- oder teilelektrischen Antrieb.

Darstellung des Geschäftsverlaufs und der Ertragslage

Entwicklung der autoForum Wiegers GmbH

Die Lieferfähigkeit der Autohersteller hatte sich im Jahr 2023 nach den durch Chip-Mangel und Ukraine-Krieg beeinträchtigten Jahren 2021 und 2022 wieder deutlich verbessert. Die in den beiden Vorjahren außergewöhnlich hohen Neuwagen-Lieferzeiten von bis zu zwei Jahren, konnten im Verlauf des Jahres 2023 im Durchschnitt halbiert und der Kundenbestellvorlauf auf nahezu Vorkrisenniveau reduziert werden. Trotz stagnierender Neuwagen-Auftragseingänge wurde der Neuwagen-Umsatz daher auch im autoForum Wiegers im Rumpfgeschäftsjahr 2023 auf 39.705 T€ gesteigert. Der Marktanteil im Marktverantwortungsgebiet liegt dabei für die Marke Škoda mit 8,26 % deutlich über dem bundesweiten Marktanteil (5,93 %), und für die Marke Kia mit 1,59 % erneut unter dem bundesweiten Marktanteil (2,62 %). Der Gebrauchtwagenmarkt zeigte sich auch im Rumpfgeschäftsjahr 2023 noch vergleichsweise angespannt. Zwar kostete ein Gebrauchtwagen nach geradezu explodierten Durchschnittspreisen des Vorjahres nun wieder minimal weniger, jedoch noch immer 18 Prozent mehr als nur zwei Jahre zuvor. Somit konnte der Gebrauchtwagenabsatz im autoForum Wiegers trotz wieder verbesserter Gebrauchtwagenverfügbarkeit nur um +3,6% gesteigert werden. Die in Deutschland spürbar gestiegene Inflation wirkte sich auch auf die Personalkosten aus. Diese betrugen im Rumpfgeschäftsjahr 2023 durchschnittlich 362,1 T€/Monat. Die Gesellschaft verfügt dabei über einen geringfügig angestiegenen Personalstamm. Das Rumpfgeschäftsjahr 2023 schloss insgesamt mit einem Jahresüberschuss von 1.102.561,23 € ab und erreichte damit das ursprünglich geplante Ergebnis.

Vermögens-und Finanzlage der Gesellschaft

Im Rumpfgeschäftsjahr 2023 liegt die Bilanzsumme mit 20.949,4 T€ über der Vorjahres-Bilanzsumme von 14.743,8 T€. Hauptfaktor dieses Anstiegs ist der von 7.089 T€ auf 12.647,9 T€ gestiegene Wert des Warenbestands. Das Sachanlagevermögen hat sich von 1.930,7 T€ auf 1.879,9 T€ reduziert. Abschreibungen wurden in Höhe von 128,5 T€ vorgenommen.

Das Eigenkapital ist von 2.719,7 T€ auf 3.822,3 T€ gestiegen, die Eigenkapitalquote ist marginal von 18,4 % auf 18,23 % gesunken.

Die Verbindlichkeiten erhöhten sich auf 15.534,7 T€. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten notierten zum Bilanzstichtag auf 13.877,5 T€. Bei den Bankverbindlichkeiten handelt es sich überwiegend um kurzfristige Refinanzierungen von Fahrzeugbeständen.

Die Zusammenarbeit mit den Finanzierungspartnern verläuft planmäßig.

(3) Voraussichtliche Entwicklung sowie Chancen und Risiken des Unternehmens

Entwicklung des Unternehmens

Die autoForum Wiegers GmbH ist aufgrund flacher Hierarchien und schlanker Personalstrukturen rasch in der Lage, sich den wirtschaftlichen Gegebenheiten und Einschränkungen anzupassen. Es werden kontinuierlich Strategien entwickelt und umgesetzt, wie der derzeit stattfindenden Transformation im Autohandel erfolgreich entgegnet werden kann. Die vorhandenen EDV-gestützten, zusätzlichen Controlling-Systeme ermöglichen der Geschäftsleitung, wie auch den jeweiligen Abteilungsleitern, ein zeitnahes Reagieren auf betriebswirtschaftliche Entwicklungen und kurzfristiges Eingreifen in relevante Prozesse. Dazu werden nicht nur Monatsauswertungen erstellt, sondern tagesaktuelle Unternehmensdaten, die für die Beurteilung der tatsächlichen Ertragslage notwendig sind, bereitgestellt.

Risiken

Aus aktuellem Blickwinkel führen der weiter anhaltende Krieg in der Ukraine, der neuerliche Gaza-Krieg oder das angespannte Verhältnis Chinas zu Taiwan zukünftig zu möglichen Risiken. Die bisherigen Krisen der jüngsten Vergangenheit haben verdeutlicht, wie krisensensibel global vernetzte Handelsbeziehungen reagieren und Produktions- und Logistikketten beeinträchtigen können. Diese Probleme können ebenfalls die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft negativ beeinflussen.Darüber hinaus haben staatliche Eingriffe, wie die Einführung der Umweltprämie zur Förderung der Elektromobilität, aber auch die plötzliche Einstellung nicht nur deutliche Auswirkungen auf das Kaufverhalten der Verbraucher gezeigt, sondern auch Misstrauen in der Bevölkerung ausgelöst und damit zunächst eine überzogene Kaufzurückhaltung von Elektro-Pkw verursacht, die zum Zeitpunkt des Jahresabschlusses gegenwärtig noch anhält. Dies mag schon kurzfristig zu einer Rabattschlacht führen, da die Hersteller ihrem Produktionsdruck trotzdem gerecht werden müssen und ihre anwachsenden Bestände kontrollieren müssen.

Risiken durch überhöhte Restwert-Rücknahmen von Leasingausläufern bestehen keine, da seit einigen Jahren bereits aus strategischen Gründen Leasingverträge unter Inanspruchnahme von Restwert-Übernahmen durch die Leasingbanken abgeschlossen werden. Die entsprechenden Mehrkosten dieser Option finden sich bereits im Ergebnis des Geschäftsbereichs Neuwagen wieder.

Die Inflation befindet sich im Vorjahresvergleich zwar auf einem niedrigeren Niveau. Gleichwohl beeinflusst die anhaltende Inflation die Finanzierungszinsen und führt zu einer gewissen Kaufzurückhaltung unserer Kunden. Auch dies kann die Entwicklung der Gesellschaft negativ beeinflussen.

Die Gesellschaft verfügt über ein effizientes Mahnwesen. Forderungsausfälle sind die Ausnahme und betreffen in der Regel Serviceleistungen oder Warenlieferungen des Bereichs After-Sales.

Chancen und Prognose

Mit den Marken Škoda und Kia vertreibt die autoForum Wiegers GmbH zwei Marken, die sich bereits frühzeitig zur E-Mobilität ausgerichtet haben und entsprechend heute schon eine Modellpalette mit hohem Elektrifizierungsanteil bieten kann (Kia) oder für die kommenden Monate eine deutliche Erhöhung des Anteils in Aussicht stellt (Škoda) und somit dem politisch gewollten Nachfrageanstieg kurz- oder mittelfristig gerecht werden können.

Zusätzlich haben sowohl Škoda, als auch Kia in den Jahren 2022 und 2023 Netzbereinigungen vorgenommen und ihr Vertragshändlernetz um rund 15% bzw. 10% geschrumpft. Vor dem Hintergrund zweijähriger Kündigungsfristen werden gekündigte Vertragshändler somit in den Jahren 2024 und 2025 aus den Händlernetzen ausscheiden. Da die Netzbereinigungen beider Marken auch im Markteinflussgebiet der autoForum Wiegers Gruppe Kündigungen zur Folge hatten, ist in den kommenden Jahren für die Gesellschaft erhöhter Kundenzulauf sowohl im Service, als auch Vertrieb zu erwarten.

Gleichzeitig wird die Kundenzufriedenheit im Service weiter ausgebaut, wodurch der Kundenstamm weiter wachsen soll. Durch konsequente Marktbearbeitung und intensivere Stammkundenbetreuung ergeben sich weitere Chancen zur Umsatzsteigerung, um Kunden zum einen länger als gewöhnlich zu halten, aber auch um abgewanderte Kunden zurück zu gewinnen.

Obwohl zum Zeitpunkt dieses Berichts der Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine anhält und somit weitere negative Einflüsse auf die Märkte möglich sind, wird weiterhin mit einer positiven Entwicklung der Gesellschaft gerechnet.

 

Herford, den 31. Mai 2024

Bilanz

AKTIVA

30.09.2023 31.12.2022
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.810,00 13.211,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.379.253,20 1.421.351,20
2. Technische Anlagen und Maschinen 222.276,00 204.201,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 278.378,00 305.182,00
III. Finanzanlagen
1. Sonstige Ausleihungen 1.396.266,38 1.380.733,14
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Fertige Erzeugnisse und Waren 12.647.991,26 7.089.386,75
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.334.117,66 3.188.493,34
2. Sonstige Vermögensgegenstände 854.051,30 580.232,40
3. Umsatzsteuerforderung 229.624,40 0,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 596.417,50 561.015,02
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 3.229,75 0,00
SUMME Aktiva 20.949.416,45 14.743.806,85

PASSIVA

30.09.2023 31.12.2022
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 101.200,00 101.200,00
II. Gewinn- und Verlustvortrag 2.618.524,75 1.526.358,38
III. Jahresüberschuss 1.102.561,23 1.092.166,37
IV. buchmäßiges Eigenkapital 3.822.285,98 2.719.724,75
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 1.094.878,37 579.186,29
2. Sonstige Rückstellungen 497.553,20 95.849,00
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 13.877.562,55 10.191.337,65
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 640.331,34 159.720,72
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.016.805,01 935.035,10
4. Umsatzsteuerverbindlichkeit 0,00 62.953,34
SUMME Passiva 20.949.416,45 14.743.806,85

Gewinn- und Verlustrechnung

30.09.2023 31.12.2022
1. Rohergebnis 7.274.180,04 8.136.420,04
2. Personalaufwand
a. Löhne und Gehälter -2.703.915,53 -3.317.104,93
b. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -555.346,47 -650.574,88
3. Abschreibungen
a. Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -128.551,19 -200.996,64
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen
a. ordentliche betriebliche Aufwendungen -1.921.945,74 -2.124.221,80
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 15.669,04 20.612,19
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -352.440,84 -253.607,74
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -525.088,08 -517.239,82
8. Sonstige Steuern 0,00 -1.120,05
9. Jahresüberschuss 1.102.561,23 1.092.166,37

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die autoForum Wiegers GmbH hat ihren Sitz in 32051 Herford. Die Gesellschaft ist im HR des Amtsgerichts Bad Oeynhausen unter der Nummer 7007 in der Abteilung B eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde auf Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs-und Bewertungsvorschriften nach § 242 ff. sowie § 264 ff. (Ergänzende Vorschriften für Kapitalgesellschaften) des HGB aufgestellt. Ergänzend hierzu wurden Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen GmbH gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Bei der Aufstellung wurden daher teilweise die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften in Anspruch genommen.

Vom 01.01.2023 bis zum 30.09.2023 besteht ein Rumpfgeschäftsjahr. Danach läuft das Geschäftsjahr vom 01.10. bis zum 30.09..

Die Vergleichbarkeit der Zahlen des Jahresabschlusses, insbesondere der Gewinn- und Verlustrechnung, mit dem Vorjahr ist aufgrund des Rumpfgeschäftsjahres eingeschränkt.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Ansatz- und Bewertungswahlrechte

Einzelne Posten wurden wie folgt bewertet:

Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, bewertet.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend den steuerlichen Vorschriften linear vorgenommen.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von 250,00 Euro wurden im Jahr des Zugangs aktiviert und vollständig abgeschrieben. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit einem Wert zwischen 250,01 und 1.000,00 Euro wurden im Jahre des Zugangs aktiviert und über einen Zeitraum von 5 Jahren als Poolabschreibung abgeschrieben.

Das Finanzanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten zuzüglich Zinsen angesetzt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, soweit niedrigere Tageswerte bestanden zu diesen angesetzt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden zum Nennbetrag unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken angesetzt.

Es wurde eine Pauschalwertberichtigung für den allgemeinen Ausfall und Kreditrisiko vorgenommen.

Die Bewertung der übrigen Vermögensgegenstände erfolgte zum Nominalwert.

Die Bewertung der Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten erfolgte zum Nennwert.

Die Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet.

Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert.

III. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens wird in einer gesonderten Anlage zum Anhang dargestellt.

Die Laufzeiten der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen weniger als ein Jahr.

Die Steuerrückstellungen enthalten nur Rückstellungen für Gewerbe-, Körperschaftsteuern sowie Solidaritätszuschlag in Höhe von 1.094,9 TEUR.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten, Rückzahlungsverpflichtungen, Abschluss- und Prüfungskosten, Gewährleistung sowie Rechtsstreitigkeiten.

Die Laufzeiten der Verbindlichkeiten betragen: in TEUR:
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 13.877,6
davon über 5 Jahre 836,8
davon zwischen 1- 5 Jahren 494,9
davon unter 1 Jahr 12.545,8
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
davon unter 1 Jahr 640,3
Sonstige Verbindlichkeiten 1.016,8
davon über 5 Jahre 62,8
davon zwischen 1- 5 Jahren 30,8
davon unter 1 Jahr 923,2

DieVerbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind komplett durch entsprechende Grundpfandrechte und persönliche Bürgschaften gesichert.

Zum 30.09.2023 bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen in Form von Mietverträgen mit einer jährlichen Belastung in Höhe von 373,8 TEUR und in Form von Leasingverträgen in Höhe von 49,9 TEUR.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Es wurden Vorauszahlungen für die Körperschaftsteuer in Höhe von 8.907,00 Euro geleistet. Die Vorauszahlungen für den Solidaritätszuschlag beliefen sich auf 489 Euro.

Die Gewerbesteuervorauszahlungen beliefen sich auf 0,00 Euro.

Es wurde eine Rückstellung für Steuern in Höhe von 533.692,08 Euro eingestellt.

IV Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind keine außerplanmäßigen Abschreibungen enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind die Aufwendungen für KfZ-Steuern enthalten (9 TEUR; i.Vj. 16 TEUR)

V. Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt 2023 wurden 98 Mitarbeiter beschäftigt, davon 67 Angestellte und 31 gewerbliche Mitarbeiter.

Geschäftsleitung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch Herrn Christian Wiegers, wohnhaft in 32105 Bad Salzuflen, geführt.

Angaben nach § 42 Abs. 3 GmbHG

Gegenüber dem Geschäftsführer-Gesellschafter bestehen mittelbar zum Bilanzstichtag 30.09.2023 nachfolgende Rechte und Pflichten:

Forderungen gegengenüber:

autoForen Immobilien GmbH & Co. KG 1.396.266,38 EUR

C. Wiegers Verwaltungs GmbH 4.889,45 EUR

VII. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss in Höhe von 1.102.561,23 EUR wird auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Herford, den 31. Mai 2024

Christian Wiegers, Geschäftsführer

Anlagespiegel

Anschaffungs-/ Herstellungskosten
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnlicheRechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 76.082,80 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bautenauf fremden Grundstücken 1.749.849,68 0,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 253.757,91 35.442,04 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 828.656,95 36.881,15 0,00
III. Finanzanlagen
1. sonstige Ausleihen 1.380.733,14 15.533,24 0,00
4.289.080,48 87.856,43 0,00
Abschreibung kumuliert
EUR
Buchwert zum 30.09.2023
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnlicheRechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 68.271,80 7.811,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bautenauf fremden Grundstücken 370.596,48 1.379.253,20
2. Technische Anlagen und Maschinen 66.923,95 222.276,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 587.160,10 278.378,00
III. Finanzanlagen
1. sonstige Ausleihen 0,00 1.396.266,38
1.092.952,33 3.283.984,58
Buchwert zum 30.09.2023
EUR
Buchwert zum 31.12.2022
EUR
Abschreibung lfd. Jahr
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnlicheRechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.811,00 13.212,00 5.401,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bautenauf fremden Grundstücken 1.379.253,20 1.421.351,20 42.098,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 222.276,00 204.201,00 17.367,04
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 278.378,00 305.182,00 63.685,15
III. Finanzanlagen
1. sonstige Ausleihen 1.396.266,38 1.380.733,14 0,00
3.283.984,58 3.324.679,34 128.551,19

Bestätigungsvermerk

In dem zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden größenabhängige Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die autoForum Wiegers GmbH, Herford

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresschluss der autoForum Wiegers GmbH, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der autoForum Wiegers GmbH, Herford, für das Rumpfgeschäftsjahr 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 30. September 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt habe, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bottrop, den 31. Mai 2024

IMB Audit GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Ingolf Müller, Wirtschaftsprüfer

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