ZOMICA Plus GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Timo Kläner seit 6.6.2014 | Geschäftsführer |
Hubert van de Loo seit 19.3.2008 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Foremost Hospitality GmbH & Co. KG i. Gr. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Foremost Hospitality Management GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 20231. Allgemeine Angaben Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Berlin und ist beim Amtsgericht Berlin (Charlottenburg) unter der Nummer HRB 112538 B in das Handelsregister eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss der Gesellschaft ist nach den Vorschriften des Dritten Buches des HGB (§§ 238 ff.) aufgestellt worden. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den handelsrechtlichen Vorschriften, insbesondere § 266 und § 275 Absatz 2 HGB. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Absatz 3 HGB. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, angesetzt. Zugänge abnutzbarer Sachanlagen werden zeitanteilig abgeschrieben. Geringwertige Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit einem Einzelwert bis EUR 800,00 werden im Geschäftsjahr vollständig abgeschrieben. Die Warenbestände des Vorratsvermögens werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten bilanziert. Erkennbare Risiken werden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Pauschalwertberichtigungen werden nicht gebildet, da ein allgemeines Kreditrisiko erfahrungsgemäß bisher nicht besteht. Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nennwerten angesetzt. Bankguthaben in fremder Währung werden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag berücksichtigt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben, die Aufwendungen nach dem Bilanzstichtag darstellen. Das gezeichnete Kapital wird in Übereinstimmung mit dem Gesellschaftsvertrag ausgewiesen und ist voll eingezahlt. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags dotiert. Voraussichtlich mittel- und langfristige Verpflichtungen werden fristadäquat abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Unter dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Vermieter- und Franchisegeberzuschüsse ausgewiesen. Diese stehen im Zusammenhang mit Verpflichtungen einerseits aus der Anmietung von Gebäuden bzw. der damit zusammenhängenden und im Anlagevermögen ausgewiesenen Einrichtungs- und Ausstattungsgegenstände einzelner Hotels und andererseits aus Franchiseverhältnissen. Der Abgrenzungsposten wird über die vertragliche Laufzeit ertragswirksam aufgelöst. 3. Erläuterungen und ergänzende Angaben zur Bilanz und GuV Erläuterungen zur Bilanz Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten sonstige Forderungen gegen die Gesellschafterin Foremost Hospitality GmbH & Co. KG in Höhe von TEUR 19.439 (Vorjahr: TEUR 18.987). Diese betreffen Forderungen aus der Umsatzsteuerorganschaft in Höhe von TEUR 2.600 sowie Forderungen aus der im Konzernverbund beantragten Corona-Finanzhilfe in Höhe von TEUR 16.839. Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen Einkaufsrückvergütungen in Höhe von TEUR 184 (Vorjahr: TEUR 73), die bis zum Stichtag noch nicht in Rechnung gestellt worden waren, Rückforderungen gegen Versorgungsunternehmen in Höhe von TEUR 87 (Vorjahr: TEUR 44) und Entlastungsbeträge aus der Versorgung mit Fernwärme in Höhe von TEUR 23 (Vorjahr: TEUR 0) sowie debitorische Kreditoren. Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von 2.198 TEUR (Vorjahr: TEUR 1.314), für abzurechnende Provisionen in Höhe von TEUR 269 (Vorjahr: TEUR 300), für Jahresabschlusserstellung und -prüfung in Höhe von TEUR 37 (Vorjahr: TEUR 43) sowie Verpflichtungen aus Urlaubsguthaben und Überstunden in Höhe von TEUR 53 (Vorjahr: TEUR 76). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen zum Bilanzstichtag TEUR 9.399 (Vorjahr: TEUR 10.398). Sie betreffen das Cash-Pooling zwischen den Gesellschaften in Höhe von TEUR 1.857 sowie die Gewinnabführung in Höhe von TEUR 7.542. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten in Höhe von TEUR 2.629 (Vorjahr: TEUR 2.729) Mietaufwendungen, die aufgrund von vertraglich vereinbarten mietfreien Zeiträumen und gestaffelten Mietänderungen noch nicht zur Zahlung fällig sind. Von den sonstigen Verbindlichkeiten haben TEUR 422 (Vorjahr: TEUR 434) eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr, TEUR 656 (Vorjahr: TEUR 628) von einem bis zu 5 Jahren und TEUR 1.832 (Vorjahr: TEUR 1.975) von über 5 Jahren. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft hat langfristige Mietverträge für die Hotelbetriebe in Nürnberg, Frankfurt am Main (zwei Hotels), Hamburg, München (zwei Hotels), Stuttgart und Düsseldorf abgeschlossen. Die Verträge haben eine Laufzeit von bis zu 25 Jahren und enden voraussichtlich im Jahr 2046. Die jährlichen Mietverpflichtungen betragen insgesamt TEUR 12.182 (Vorjahr: TEUR 11.932), in Höhe von TEUR 2.687 bestehen sie gegenüber verbundenen Unternehmen. Erläuterungen zur GuV Die Umsatzerlöse resultieren im Wesentlichen aus den im Inland betriebenen Hotels. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung des passiven Rechnungsabgrenzungspostens in Höhe von TEUR 597 (Vorjahr: TEUR 595), aus Erstattungen von Krankenkassen in Höhe von TEUR 57 (Vorjahr: TEUR 57) sowie aus Corona-Finanzhilfen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 2.387) enthalten. Die Erträge aus Währungskursdifferenzen betrugen TEUR 52 (Vorjahr: TEUR 32) und wurden unter Anwendung des Devisenkassamittelkurses ermittelt. Die periodenfremden Erträge betrugen TEUR 39 (Vorjahr: TEUR 63). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Miet- und Pachtaufwendungen in Höhe von TEUR 12.122 (Vorjahr: TEUR 11.687). Die Aufwendungen aus Währungskursdifferenzen betrugen TEUR 37 (Vorjahr: TEUR 47) und wurden unter Anwendung des Devisenkassamittelkurses ermittelt. Die periodenfremden Aufwendungen betrugen TEUR 7 (Vorjahr: TEUR 4). 4. Sonstige Angaben Mitarbeiter Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt ohne Auszubildende 243 Mitarbeiter (Vorjahr: 201), davon 189 Vollzeitbeschäftigte (Vorjahr: 151) und 54 Teilzeitbeschäftigte (Vorjahr: 50). Geschäftsführung Geschäftsführer waren im Berichtsjahr
Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung verzichtet. Konzernverhältnisse Die Anteile der Gesellschaft werden von der Foremost Hospitality GmbH & Co. KG in Berlin gehalten. Diese stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf und veröffentlicht diesen im Unternehmensregister. Das Mutterunternehmen des größten Kreises ist die Primary Investments International Ltd. mit Sitz in Grand Cayman, Cayman Islands. Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Honorare des Abschlussprüfers in Höhe von TEUR 22,5 enthalten. Diese betreffen ausschließlich die Jahresabschlussprüfung. Ergebnisabführung Mit Wirkung zum 1. Juni 2008 hat die Gesellschaft einen Ergebnisabführungsvertrag mit der Gesellschafterin abgeschlossen.
Berlin, den 30. Mai 2024 Hubert van de Loo, Geschäftsführer Timo Kläner, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023I. Grundlagen des Unternehmens Geschäftsmodell des Unternehmens Die Foremost Hospitality Management GmbH ist auf die Entwicklung und den Betrieb von Markenhotels spezialisiert. Die Gesellschaft hat mit der Hilton-Gruppe ein "Multi-Site Development Agreement" für die Errichtung und den Betrieb von Hotels der Marke "Hampton by Hilton" und "Hilton Garden Inn" in Deutschland abgeschlossen. Für die einzelnen Hotels sind Franchise-Verträge mit der Hilton-Gruppe abgeschlossen worden. Die Gesellschaft betreibt zum Ende des Berichtsjahres sechs Hotels unter der Marke "Hampton by Hilton" und zwei Hotels unter der Marke "Hilton Garden Inn". II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen Die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung stand in den Vorjahren stark unter dem Einfluss der Covid-19-Pandemie sowie des Ukraine-Kriegs und stellte auch den Hotelmarkt unerwartet vor vielfältige Herausforderungen. Mit Beginn des Vorjahres setzte eine verhaltene Erholung der gesamtwirtschaftlichen Lage ein - so auch im privaten und beruflichen Reiseverkehr und in der Beherbergung, die sich im Geschäftsjahr 2023 fortsetzt. Im Geschäftsjahr 2023 sank das Bruttoinlandsprodukt (preis- und kalenderbereinigt) sowohl gesamtwirtschaftlich (-0,3 %) als auch im Segment Handel, Gastgewerbe und Verkehr (-1,0 %) gegenüber dem Vorjahr. Somit konnte der starke Einbruch in den vorausgegangenen Jahren noch nicht vollständig kompensiert werden, weshalb das Segment-Bruttoinlandsprodukt weiterhin unter dem Niveau von 2019 liegt. Die Anzahl der Übernachtungen in Deutschland liegt im Geschäftsjahr 2023 mit +8,1 % über dem Vorjahr, jedoch mit -1,7 % gegenüber 2019 noch leicht unter dem Vorkrisenniveau. 1
1 Statistisches Bundesamt und Statista
Mit dem Übertritt der Grenzen des ukrainischen Staatsgebiets durch das russische Militär am 24. Februar 2022 und den andauernden Kriegshandlungen steht Deutschland weiterhin vor einer großen politischen wie auch wirtschaftlichen Herausforderung, die mittelbar und unmittelbar erheblichen Einfluss auf die Hotelbranche hat, so auch auf unsere eigenen Hotelbetriebe. Dies zeigt sich insbesondere in den stark steigenden Preisen im Bereich Verbrauchs- und Konsumgüter, Dienstleistungen sowie Transportkosten und in der allgemein hohen Inflation. Diese Entwicklung belastet die Kostenstruktur im Hotelgewerbe in wesentlichen Bereichen - insbesondere bei Nahrungsmitteln und Getränken, externen Dienstleistungen und der Energieversorgung. Die derzeit prognostizierte Inflation der folgenden Jahre ist rückläufig, bewegt sich jedoch weiterhin auf einem überdurchschnittlich hohen Niveau (ifo-Institut: 2024 2,3 % sowie 2025 1,6 %) und wird sich somit nachhaltig auf die Hotelbetriebe auswirken. Das Niveau der Vorjahre 2020/2021 auf dem deutschen Hotelmarkt konnte in den Geschäftsjahren 2022 und 2023 deutlich übertroffen werden, das Niveau der Jahre bis 2019 wurde jedoch noch nicht vollständig aufgeholt. Die durchschnittliche Hotelauslastung stieg in Deutschland im Geschäftsjahr 2023 um 6,6 %-Punkte auf 64,8 %. Gleichzeitig stieg auch der durchschnittliche Zimmerpreis um EUR 6,50 bzw. 6,0 % auf EUR 114,50. Der Logisumsatz je verfügbarem Zimmer ist somit von EUR 62,80 auf EUR 74,20 (+18,2 %) gestiegen. Die Entwicklung der Auslastung an den Standorten unserer Hotels im Kalenderjahr 2023 war ebenfalls positiv. An den für unsere Gesellschaft relevanten Standorten Frankfurt am Main, Hamburg, Stuttgart, Düsseldorf, München und Nürnberg stieg die allgemeine Auslastung der statistisch erfassten Hotels übergreifend um 11,3 % bis 19,7 % an. 2 2. Geschäftsverlauf und Lage a. Ertragslage Die Umsatzerlöse stiegen deutlich um TEUR 9.413 (+23,4 %) auf TEUR 49.649 an. Dieser Anstieg betrifft übergreifend alle Hotelstandorte, insbesondere unsere zuletzt eröffneten Hotels in Stuttgart (Oktober 2021) und Düsseldorf (Januar 2022). Die sonstigen betrieblichen Erträge entwickelten sich rückläufig um TEUR 2.384 (- 74,2 %) auf TEUR 829, im Wesentlichen aufgrund des Wegfalls an Corona-Finanzhilfen. Die Aufwendungen vor Abschreibungen, Zinsen und sonstigen Steuern stiegen um TEUR 6.813 oder um 19,4 % auf TEUR 42.008. Die Zunahme der fixen Kosten begründet sich hauptsächlich durch den übergreifenden Anstieg des Mietzinses. Einen insgesamt negativen Einfluss auf unsere Aufwendungen hatten die im Geschäftsjahr 2023 stetig steigenden Preise unserer Lieferanten. Die definierten Maßnahmen zur Ausnutzung von Einsparpotenzialen konnten diesen Anstieg nicht vollständig auffangen. Im Berichtsjahr wurde ein Ergebnis vor sonstigen Steuern in Höhe von TEUR 7.706 (Vorjahr: TEUR 7.279) erzielt. Der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung beläuft sich auf TEUR 7.542 (im Vorjahr: TEUR 7.141). Das Jahresergebnis beläuft sich aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags wie im Vorjahr auf TEUR 0. b. Finanzlage Die Gesellschaft hat keine Fremdfinanzierung genutzt. Für die Inventarinvestitionen der Hotels hat die Gesellschaft Zuschüsse von den Vermietern und dem Franchisegeber erhalten, die über mehrere Jahre als Erlös realisiert werden. Mit Wirkung zum 24. Januar 2017 wurde eine Cash-Pooling-Vereinbarung mit der Gesellschafterin Foremost Hospitality GmbH & Co. KG getroffen, wodurch sich der geringe Bestand an liquiden Mitteln erklärt (TEUR 154, Vorjahr: TEUR 118). Insgesamt ist die Finanzlage der Gesellschaft am Ende des Berichtszeitraumes als gut zu beurteilen. C. Vermögenslage Die bilanzielle Situation der Gesellschaft stellte sich zum Bilanzstichtag geordnet dar. Das Jahresergebnis vor Gewinnabführung beträgt TEUR 7.542 und wurde aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags vollständig an die Gesellschafterin abgeführt (Vorjahr: TEUR 7.141). Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt wie im Vorjahr TEUR 25. Das Anlagevermögen reduziert sich insgesamt leicht um TEUR 682 auf TEUR 2.443. Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sanken von TEUR 179 im Vorjahr auf TEUR 92, insbesondere aufgrund von Anschaffungen im Rahmen der Hoteleröffnungen, die hauptsächlich in die Vorjahre fielen. Darüber hinaus wurden nur Ersatz-/Ergänzungsinvestitionen getätigt. Die Abschreibungen beliefen sich auf TEUR 774 und befinden sich erwartungsgemäß unter dem Niveau des Vorjahrs (TEUR 973). Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände bewegen sich mit einem leichten Anstieg um TEUR 464 auf TEUR 20.589 auf dem Vorjahresniveau. Dieser Anstieg liegt insbesondere begründet in der Zunahme an Forderungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von TEUR 19.439 (Vorjahr: TEUR 18.987) sowie in der fortgeführten Belebung des Hotelbetriebs nach Wegfall der Corona-Schutzmaßnahmen. Die sonstigen Rückstellungen erhöhten sich deutlich um TEUR 850 auf TEUR 2.697. Auch hier liegt die Ursache für den deutlichen Anstieg insbesondere begründet in der zunehmenden Rückkehr des regulären Hotelbetriebs. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bewegen sich mit TEUR 1.206 auf Vorjahresniveau. Die von Gästen erhaltenen Anzahlungen reduzierten sich nur leicht um TEUR 73 auf TEUR 414. Dies lässt sich auf den derzeit noch allgemein kürzeren Planungshorizont der Gäste zurückführen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen reduzierten sich um TEUR 999 auf TEUR 9.399 aufgrund des Cash-Poolings mit der Gesellschafterin sowie der Gewinnabführung. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im wesentlichen Mietaufwendungen für die mietvertraglich vereinbarten zahlungsfreien Zeiträume und gestaffelten Mietänderungen in Höhe von TEUR 2.629 (Vorjahr: TEUR 2.729). Der passive Rechnungsabgrenzungsposten, in dem die Zuschüsse der Vermieter für die Betriebs- und Geschäftsausstattung und des Franchisegebers enthalten sind, hat sich um TEUR 597 auf TEUR 7.073 verringert. Weitere wesentliche Veränderungen der Bilanzstruktur ergaben sich im Geschäftsjahr 2023 nicht. 3. Finanzielle Leistungsindikatoren Die Auslastung unserer Hotels stieg im Vergleich zum Vorjahr um 7,4 %-Punkte auf 73,6 %, die durchschnittliche Zimmerrate stieg gleichzeitig um 10,6 % auf EUR 132,17. Die Personalaufwandsquote betrug 17,5 % (Vorjahr: 16,6 %). Diese Entwicklung begründet sich hauptsächlich durch die sich an gestiegene Lebenshaltungskosten anpassenden Gehaltstrukturen. Der Personalaufwand stieg im Geschäftsjahr 2023 dementsprechend geringfügig stärker als der Umsatz. Die Gesamtumsatzrendite (vor Ergebnisabführung) lag bei 15,2 % (Vorjahr: 17,7 %). 4. Gesamtaussage Insgesamt war die Ertragslage von den fortgeführten Preissteigerungen in für uns wesentlichen Wirtschaftsbereichen stark beeinflusst, wohingegen die Finanz- und Vermögenslage unserer Gesellschaft am Ende des Berichtszeitraumes weiterhin geordnet erscheint. III. Zweigniederlassungsbericht Im Jahr 2023 war die folgende Entwicklung der relevanten Geschäftskennzahlen im Vergleich zu den am jeweiligen Standort relevanten Mitbewerbern im gleichen Marktsegment zu verzeichnen:
Source: STR Der Umsatz an allen Standorten zeigt auch im Geschäftsjahr 2023 einen anhaltenden Aufwärtstrend gegenüber den Vorjahren 2020/2021, konnte jedoch noch nicht vollständig zum Vorkrisenniveau von 2019 aufschließen. Im Vergleich zu den Mitbewerbern zeigt sich mehrheitlich ein leichter Vorteil unserer eigenen Hotels. Durch das allgemein höhere Reiseaufkommen sowie unsere genaue Beobachtung des Marktes und die daraus abgeleitete Preisstruktur, konnte eine zum Teil deutlich stärkere Auslastung erreicht werden, sowohl im Vergleich zum Vorjahr als auch zu den Mitbewerbern. An den Standorten Hamburg, Düsseldorf, Nürnberg und Frankfurt liegt zudem die durchschnittliche Zimmerrate deutlich über dem Vergleichspanel sowie den Vorjahreswerten. Einzig am Standort München konnten wir unsere gesetzten Ziele nicht erreichen und schließen mit noch ungenutztem Potenzial im Vergleich zu den Mitbewerbern. IV. Chancen- und Risikobericht Nach den heraufordernden Jahren der Covid-19-Pandemie, zeigt sich im Geschäftsjahr 2023 auf dem Hotelmarkt eine weitere Verbesserung. Trotz der deutlichen Zunahme des Hotelbetriebs gegenüber den Vorjahren, wurde das Niveau der Jahre bis 2019 noch nicht wieder erreicht. In Bezug auf den nationalen und internationalen Reiseverkehr, wird das Vorkrisenniveau nach unserer Auffassung voraussichtlich erst im Geschäftsjahr 2025 erreicht werden. Durch die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs ergeben sich verschiedene Einflüsse auf unsere Gesellschaft. Der wachsende Preisdruck wird den allgemeinen Anstieg an privaten und beruflichen Reisen weiterhin hemmen. Ein positiver gegenläufiger Effekt könnte sich jedoch aus einer fortwährenden stärkeren Fokussierung auf nationale Reiseziele ergeben. In den Jahren 2024 und 2025 wird die anhaltend schwächere Nachfrage, unserer Ansicht nach, zu einer spürbaren Verringerung der Anzahl von Hotels und Hotelbetreibern führen. Der ohnehin bereits bestehende Trend zur Konzentration auf dem Hotelbetreibermarkt wird sich verstärkt fortsetzen. Die steigenden Preise belasten auch unsere Kostenstruktur in wesentlichen Bereichen - insbesondere Nahrungsmittel und Getränke, externe Dienstleistungen und Energieversorgung - und werden sich voraussichtlich nachhaltig auf unsere Hotelbetriebe auswirken. In unserer Personalaufwandsquote werden sich mittelfristig ebenfalls die ansteigenden Löhne und Gehälter zunehmend bemerkbar machen. Aufgrund unseres bisherigen kostenbewussten Handelns und der Vermeidung von Kostenrisiken durch hohe Fixkosten, können wir jedoch flexibler auf diese Kostensteigerung reagieren. Für unsere Gesellschaft ergeben sich hierdurch in den kommenden Geschäftsjahren gleichermaßen Chancen und Risiken. Neben unseren Bestandhotels zeigen auch unsere zuletzt eröffneten Hotels in Stuttgart (Oktober 2021) und Düsseldorf (Januar 2022) im Geschäftsjahr eine erfreuliche Umsatzentwicklung. Diese positive Entwicklung mittel- und langfristig fortführen zu können, wird jedoch maßgeblich von den indirekten Auswirkungen des andauernden Ukraine-Kriegs sowie der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung abhängen. Das Andauern der negativen Einflüsse auf dem Hotelmarkt wird unser Ergebnis weiter belasten. Dennoch macht sich unser nachhaltiger Geschäftsansatz der vergangenen Jahre bemerkbar. Wir haben stets auf eine stabile Gesamtumsatzrendite geachtet und Kostenrisiken in Form von zu hohen Fixkosten vermieden. Kurzfristig werden weiterhin eher die Risiken in Form steigender Kosten überwiegen, in der mittel- und langfristigen Betrachtung erwarten wir abschwächende Effekte und dadurch weiter steigende Umsätze sowie einen steigenden positiven Ergebnisbeitrag. In Bezug auf finanzwirtschaftliche Risiken bestehen in der aktuellen Lage grundsätzlich Forderungsausfallrisiken. Aufgrund der sehr hohen Vorauszahlungsquote und einem verstärkten Risk Management schätzen wir das Ausfallrisiko und die potenzielle Auswirkung auf die Ergebnisentwicklung insgesamt jedoch als gering ein. Die Verringerung der Anzahl von Wettbewerbern und Hotels kann mittelfristig zu einer Reduzierung des Wettbewerbsdrucks auf lokalen Hotelmärkten führen, wovon unsere Hotels profitieren würden. Gleichzeitig erwarten wir, dass sich neue Geschäftschancen für unsere Gesellschaft durch Übernahmen von Hotels und Hotelbetreibern ergeben können. Ob und in welchem Umfang wir dies für eine Erweiterung unseres Hotelgeschäftes nutzen werden, kann zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgesehen werden. V. Prognosebericht Ausgehend vom Geschäftsjahr 2023 ist grundsätzlich von einer fortgeführten schrittweisen Erholung auf dem Hotelmarkt auszugehen. Die Geschwindigkeit ist jedoch, aufgrund weiterer Einflussfaktoren, derzeit nicht verlässlich abschätzbar. Der andauernde Ukraine-Krieg stellt die deutsche Wirtschaft - so auch unsere Gesellschaft - vor weitere Herausforderungen. Dies zeigt sich in dem Preisanstieg in für uns wesentlichen Bereichen - insbesondere Nahrungsmittel und Getränke, Dienstleistungen sowie Energieversorgung. Nach derzeitigem Stand wird diese Entwicklung unsere Kostenstruktur voraussichtlich nachhaltig belasten. Unser bisheriges kostenbewusstes Handeln und die Vermeidung von Kostenrisiken durch hohe Fixkosten dient uns hier zum Vorteil, flexibel auf diese zusätzlichen Kosteneinflüsse reagieren zu können. Wir rechnen zudem mit einem weiterhin noch leicht gehemmten nationalen sowie internationalen Reiseverkehr aufgrund des zunehmenden Preisdrucks als auch dem allgemein geringeren Niveau an beruflich veranlassten Reisen, die sich ebenfalls in unseren Hotelbelegungszahlen niederschlagen werden. Wir erwarten jedoch aus der aktuellen Entwicklung keine Bestandsgefährdung für unsere Gesellschaft. Aufgrund der noch volatile Gesamtsituation ist die Erstellung einer hinreichend verlässlichen Prognose für die kommenden Monate und das Gesamtjahr 2024 nur bedingt möglich. Zu diesem Zeitpunkt können wir lediglich für den Fall einer weiterhin unveränderten Situation davon ausgehen, dass wir in den von uns betriebenen Hotels für das Gesamtjahr 2024 eine Gesamtbelegung von höchstens 72,0 bis 76,0 %, einen Gesamtumsatz zwischen EUR 50,0 Mio. und EUR 55,0 Mio. und ein operatives Ergebnis vor Steuern und Gewinnabführung zwischen EUR 8,0 Mio. und EUR 9,0 Mio. erwirtschaften.
Berlin, den 30. Mai 2024 Foremost Hospitality Management GmbH Geschäftsführung Hubert van de Loo Timo Kläner BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Foremost Hospitality Management GmbH, Berlin Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Foremost Hospitality Management GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Foremost Hospitality Management GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, 3. Januar 2025 Forvis
Mazars GmbH & Co. KG
gez. Hendrik Jung, Wirtschaftsprüfer gez. Martina Ismer, Wirtschaftsprüferin Der Jahresabschluss wurde am 17.01.2025 festgestellt. |
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