WS Vermögensverwaltungs KG
Selbe AdresseWagniskapital-Beteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Johannes Schulz seit 26.3.2020 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 3.56% | |
| 0.89% |
| Name | Anteil |
|---|---|
Bayerische Energetische Sanierungsgesellschaft mbH | 66.67% |
PI Solar GmbH | 28.88% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MEP Werke GmbHMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017Inhaltsverzeichnis: 1. Grundlagen des Unternehmens 2. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen
3. Lage des Unternehmens
4. Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken
1. Grundlage des Unternehmens Die MEP Werke GmbH ist im Handelsregister unter HR B181134, Amtsgericht München eingetragen. Der Gegenstand des Unternehmens ist die Betätigung im Bereich erneuerbarer Energien, insbesondere im Bereich Solartechnik, dort im Bereich Planung, Projektierung, Bau und Betrieb von Anlagen zur Gewinnung von Energie aus Sonnenlicht; weltweite Betätigung im Bereich Vermittlung von Geschäftsabschlüssen; weltweite Betätigung im Bereich Erwerb, Halten und Verwalten von Beteiligungen und Wertpapieren für eigene Rechnung; weltweite Betätigung im Bereich Geschäftsführung von Unternehmen ungeachtet der Rechtsform; weltweite Betätigung im Bereich Entwicklung, Errichtung und Vertrieb von Solarprojekten, regenerativen Energieanlagen, erneuerbaren Energien im In- und Ausland, einschließlich Standortentwicklung. Sie unterhält an ihrem Firmensitz in Mies-van-der-Rohe-Str. 6, 80807 München. Das Unternehmen (MEP Werke GmbH, hervorgegangen aus der MEP Solar GmbH) besteht seit 2013 hatte im abgelaufenen Geschäftsjahr (Stichtag 31.12.2017) S7 Angestellte. 2. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen 1 Wirtschaftliche Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr in Deutschland Die konjunkturelle Lage in Deutschland war im Jahr 2017 gekennzeichnet durch ein kräftiges Wirtschaftswachstum. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahr 2017 um 2,2 % höher als im Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft ist damit das achte Jahr in Folge gewachsen. Im Vergleich zu den Vorjahren konnte das Tempo nochmals erhöht werden. Im Jahr 2016 war das BIP bereits deutlich um 1,9 % und 2015 um 1,7 % gestiegen. Eine längerfristige Betrachtung zeigt, dass das deutsche Wirtschaftswachstum im Jahr 2017 fast einen Prozentpunkt über dem Durchschnittswert der letzten zehn Jahre von + 1,3 % lag. Positive Wachstumsimpulse kamen 2017 primär aus dem Inland: Die privaten Konsumausgaben waren preisbereinigt um 2,0 % höher als ein Jahr zuvor, die staatlichen Konsumausgaben stiegen mit + 1,4 % unterdurchschnittlich. Insbesondere die Bruttoanlageinvestitionen legten 2017 im Vorjahresvergleich überdurchschnittlich zu (+ 3,0 %). Die Bauinvestitionen stiegen dabei um 2,6 %. In Ausrüstungen - das sind vor allem Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge - wurde preisbereinigt 3,5 % mehr investiert als im Vorjahr. Die Sonstigen Anlagen, zu denen unter anderem die Ausgaben für Forschung und Entwicklung gehören, lagen ebenfalls um 3,5 % über dem Vorjahresniveau. Die Bruttoinvestitionen insgesamt, zu denen neben den Bruttoanlageinvestitionen die Vorratsveränderungen zählen, waren preisbereinigt um 3,6 % höher als 2016. Auf der Entstehungsseite des Bruttoinlandsprodukts konnten nahezu alle Wirtschaftsbereiche positiv zur wirtschaftlichen Entwicklung im Jahr 2017 beitragen. Insgesamt stieg die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Jahr 2017 gegenüber dem Vorjahr um 2,2 %. Quelle: Pressemitteilung Nr. 011 vom 11.01.2018; Statistisches Bundesamt 2 Entwicklung der Branche im abgelaufenen Geschäftsjahr Im Jahr 2017 wurden in Deutschland 1,75 GW neue PV-Kraftwerkskapazität bei der Bundesnetzagentur gemeldet (Stand 31.1.2018), das sind knapp 2% des weltweiten Zubaus. Die Bundesregierung hat im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 2014 und 2017 einen jährlichen PV-Zubau von 2,5 GW als Ziel festgelegt. Um unseren Energiebedarf überwiegend oder vollständig aus erneuerbaren Energien zu decken, werden ca. 150-200 GW installierte PV-Leistung benötigt, neben einer Reihe weiterer Maßnahmen. Nehmen wir uns dafür Zeit bis 2050, so müssen jährlich im Mittel 4-5 GW PV zugebaut werden. Zunehmend müssen auch Altanlagen ersetzt werden. Diese Ersatzinstallationen fallen derzeit noch nicht ins Gewicht, steigen jedoch im voll ausgebauten Zustand bei einer angenommenen Nutzungsdauer von 30 Jahren auf 6-7 GW pro Jahr. Quelle: Aktuelle Fakten zur Photovoltaik in Deutschland Fassung vom 14.6.2018; Zusammengestellt von Dr. Harry Wirth, Bereichsleiter Photovoltaik Module und Kraftwerke, Fraunhofer 1SE
1 Quelle: Bundesnetzagentur
3 Entwicklung des eigenen Unternehmens im abgelaufenen Geschäftsjahr Das 2014 von Konstantin Strasser gegründete Unternehmen war ursprünglich auf die Entwicklung, die Errichtung sowie den Betrieb von bodenmontierten PV-Großanlagen spezialisiert. Aufgrund stark erschwerter Marktbedingungen in einzelnen europäischen Ländern, vor allem die rückwirkende Anpassung von Einspeisevergütungen, entwickelte die MEP Werke GmbH Ende 2013 das Geschäftsmodell "MEP Switch Solar", die Vermietung von dachmontierten PV-Kleinanlagen an Privatpersonen. Dieses Geschäftsmodell basiert auf einem für den Kunden attraktiven rundum sorglos Paket, welches u.a. Beratung, Planung, Installation, Versicherung, Wartung, etc. beinhaltet. Die Einkaufsfinanzierung der zur Miete angebotenen PV-Anlagen wird bei diesem Geschäftsmodell über ein erstrangig besichertes Bankdarlehen strukturiert. Die langfristige Finanzierung des MEP Switch Solar Modells wurde über die Platzierung eines Climate-Bond-zertifizierten Green Loans bzw. Bonds mit 20jähriger Laufzeit abgebildet. Gemeinsam mit der Partnerbank NIBC Bank Deutschland AG platzierte MEP im Jahr 2016 den ersten Climate-Bond-zertifizierten Green Loan, der mit einem granularen Portfolio an Solar-Mietforderungen deutscher Hauseigentümer besichert wurde. Europaweit war dies die erste Emission eines zertifizierten 20-jährigen Green Senior Secured Fixed Rate Loans zur langfristigen Finanzierung eines Solaranlagen-Mietmodells. Damit öffnete MEP den Markt der privaten Energiewende für institutionelle Investoren und positionierte sich als "First Mover" im jungen Markt der Emittenten grüner Investmentprodukte in Bezug auf die Vermietung von Photovoltaik Anlagen. Diese Platzierung ermöglichte den Abschluss einer weiteren Wareneinkaufsfinanzierung für den geplanten Umsatz 2017. Die MEP Werke GmbH konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr eine sehr positive Entwicklung in Bezug auf die verkauften Miet-PV-Anlagen sowie den daraus resultierenden Umsatz verzeichnen.
Die wiederholt starken Umsatzzuwächse sind vorrangig auf den vertrieblichen Fokus zurückzuführen. Die zu diesem Zweck gegründete MEP Vertriebsholding GmbH und deren Tochterunternehmen expandierten den Vertrieb stark um eine deutschlandweite Abdeckung der vertrieblichen Aktivitäten sicherzustellen. Zu diesem Zweck wurden auch die Geschäftsbeziehungen zu führenden Verkäufern von interessierten und registrierten Kundenkontakten ("Leads") ausgebaut, um für den Vertrieb eine hohe Zahl an Verkaufsgesprächen zu organisieren. Mit der Generierung von Kundenkontakten wurde die MEP Online Services GmbH beauftragt. Das Investitionsvolumen für die Generierung lag bei über EUR 5 Mio. Die erzeugten Leads wurden von der MEP Online Services GmbH den Gesellschaften der MEP Gruppe, vorrangig der MEP Vertriebsholding GmbH, zur Verfügung gestellt. 3. Lage des Unternehmens 3.1 Vermögenslage Aufgelistete Positionen aus der Bilanz unterliegen den größten Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr und sind nachfolgend kommentiert.
Im ersten Halbjahr wurde im Zuge von Umstrukturierungsmaßnahmen und der Fokussierung der Geschäftstätigkeiten der MEP Werke GmbH eine Beteiligung für 1.650 TEUR verkauft. Dem Verkaufserlös stand ein Buchwert in Höhe von 1.325 TEUR gegenüber, der sich bilanziell im Abbau der Finanzanlagen darstellt. Die MEP Werke beauftragt ihre Tochterunternehmen und verbundenen Unternehmen mit dem Vertrieb und der Montage der PV-Anlagen. Dies führte bei den verbundenen Unternehmen insbesondere zu einem Personalaufbau und dem erhöhten Bedarf an Interessenten- und Kundenkontakten. Diese Leistungen wurden im Wesentlichen durch die MEP Werke GmbH vorfinanziert, was sich in dem Anstieg der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen widerspiegelt. Zum Anlauf ihrer Geschäftstätigkeit hatte die MEP Werke GmbH eine Finanzierung für Errichtung von PV-Anlagen erhalten. Mit Abverkauf der erstellten PV-Anlagen an die MEP Solar Miet & Service Gesellschaften wird je Anlage ein Teilbetrag aus der Anzahlung zurückgeführt. Daraus ergibt sich für das Geschäftsjahr ein Teil des Abbaus der Position Erhaltene Anzahlungen. Daneben wurde ein erheblicher Betrag der Position Erhaltene Anzahlung im Laufe des Geschäftsjahres in die Position Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen umgegliedert. Von der fusconic GmbH & Co. KG, ein Schwesterunternehmen der MEP Werke GmbH, wird ein Lieferantenkredit zur Verfügung gestellt, um Komponenten für PV-Dachanlagen von den Herstellern, beispielsweise für Solarmodule, zu beziehen. Die erhöhte Inanspruchnahme der bereitgestellten Kreditlinie führte zu einem weiteren Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. 3.2 Finanzlage Die Eigenkapitalquote des Unternehmens, respektive der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag, hat sich im Geschäftsjahr auf 7.865 TEUR, somit um 4.142 TEUR erhöht. Der Anstieg des Jahresfehlbetrages um 45,8% ist insbesondere auf vertrieblichen Aktivitäten zurückzuführen, welche für das starke Unternehmenswachstum erforderlich waren. Die MEP Werke GmbH konnte das Wachstum auch im Geschäftsjahr 2017 ohne den Einstieg von externen Investoren stemmen. Wie auch im Vorjahr gibt es keine Verbindlichkeiten gegenüber Finanzierungsinstituten. Die Wachstumsfinanzierung wurde hauptsächlich über die erweitere Inanspruchnahme des Lieferantenkredits geleistet. Dies war notwendig, da die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2017 noch keinen positiven Cash-Flow aus dem operativen Geschäft erwirtschaften konnte. 3.3 Ertragslage
Die MEP Werke GmbH hat mit 125% gegenüber dem Vorjahr ein massives Wachstum erreicht. Dabei konnte gegenüber dem Vorjahr eine verbesserte Materialeinsatzquote erzielt werden. Die Personalaufwendungen konnten bei der MEP Werke GmbH leicht reduziert werden. Um das Wachstum zu erzielen wurde jedoch operativ weiter in den vertrieblichen Aufbau investiert. Mit der geschaffenen Kundenbasis ist nun eine wesentliche Grundlage für die weiteren Geschäftsaktivitäten der MEP Gruppe gelegt worden. 4. Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken 4.1 Voraussichtliche Entwicklung der MEP Werke GmbH Die MEP Gruppe hat mit dem Mietmodell für Photovoltaikanlagen in Deutschland bereits einen signifikanten Marktanteil erreicht. Die Geschäftsführung sieht darin eine solide Basis für zukünftiges Wachstum. Grund hierfür ist umsatzseitig vor allem die anhaltende Nachfrage von Haushalten nach PV-Anlagen, getrieben durch ein stetig größer werdendes Bewusstsein innerhalb der Bevölkerung in Bezug auf die Themengebiete Umweltschutz, Energieeffizienz, Energiekostenersparnis sowie Energie-Autarkie. Das für die MEP Werke GmbH relevante Marktpotential für dachmontierte PV-Solaranlagen liegt, laut Bericht der Prognos AG für die Agora Energiewende, bei ca. 11,1 Millionen Haushalten. Durch die Vorreiterrolle im Bereich Vermietung von Solaranlagen konnte sich MEP am Markt in einer starken Wettbewerbsstellung positionieren und sich als Marke etablieren. Nach Auffassung der Geschäftsführung ist die MEP somit in einer prädestinierten Lage, das noch vorhandene Marktpotential schrittweise zu erschließen. Aufgrund der Diskussionen bezüglich der Handhabung des Mietmodells mit dem Verbraucherschutz Anfang des laufenden Geschäftsjahres wurde das Geschäftsmodell überarbeitet. Die MEP Gruppe bietet nunmehr auch die Anlagen zur Finanzierung an. Das Finanzierungsangebot ermöglich es nun auch zusätzliche Cross-selling Produkte, wie Speicher und Haussicherungssystem beim Kunden zu platzieren. Diese Cross-selling Produkte werden auch der bereits aufgebauten Kundenbasis zur Verfügung gestellt. Für das Geschäftsjahr 2018 geht die Geschäftsführung daher davon aus, dass der Umsatz im Verhältnis zu den vertrieblichen Aufwendungen effektiver erwirtschaftet werden kann und auf Jahressicht der Umsatz durch die Produktergänzungen und das Finanzierungsangebot für Photovoltaikanlagen gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden kann. Kostenreduktionen und die Anpassung der personellen Strukturen werden die Flexibilität auf kurzfristige Marktanpassungen verbessern. Der Anteil der personellen Fixkosten wird weiter reduziert werden. Die Geschäftsleitung geht daher davon aus, mit Abschluss der bereits initiierten Restrukturierungsmaßnahmen einen positiven operativen Cashflow zu generieren sowie auf Jahressicht einen positiven Jahresüberschuss zu erwirtschaften. 2 Chancen Chancen für die MEP Werke GmbH ergeben sich vorrangig aus der Innovationsstärke des Unternehmens, speziell in Bezug auf die Produktentwicklung bzw. die Finanzierungsangebote an Kunden. Neben dem Angebot dachmontierter PV-Anlagen an den deutschen Hausbesitzer, hat die MEP Gruppe weitere Produkte unter anderem im Bereich energieeffiziente Haushaltsgeräte, Sicherheitssysteme und Speichertechnologie eingeführt. Auch die Bestandskunden der MEP Kunden zeigen Interesse an einem Speicher, um die produzierte Energie ihrer bereits installierten Anlagen besser nutzen zu können. Der Kunden kann diese Produktergänzungen über innovative und langfristige Konsumentenkredite finanzieren, die über die MEP Gruppe vermittelt werden. Eine langfristige, zinsgünstige Finanzierungsvariante als Bauspardarlehen oder Haussanierungskredit stellt eine attraktive Option im Vergleich zur Vermietung der Produkte dar. Amerikanische Marktteilnehmer haben diese Option bereits erfolgreich in ihr Produktportfolio integriert. Ein massiver Vorteil für MEP liegt in der Verfügbarkeit von Bankkrediten für das typische MEP Kundenklientel. Es entfallen komplexe strukturierte Finanzierungsvorgänge wie bei der Finanzierung der Solar-Mietforderungen. Weiter Chancen ergeben sich aus Sicht der Geschäftsführung aus verschiedenen strategischen operativen Optimierungspotentialen. Im laufenden Geschäftsjahr 2018 wurden acht Tochterunternehmen der MEP Werke GmbH abgestoßen oder verschmolzen. Diese Strukturanpassungen folgten der Strategie, eine höhere Kostenflexibilität zu erzielen, die Marke zu stärken und diese vermehrt als Plattform für weitere Produkte und Kooperationen zu nutzen. War der Interessentenkreis bisher auf das Mietprodukt von PV-Anlagen beschränkt, so erweitern die Einführung neuer Produkte sowie das Finanzierungsangebot den Kreis der möglichen Interessenten erheblich. Damit ist auch die Angebotspalette für technologische und vertriebliche Partnerschaften attraktiver geworden. Eine Umstellung von eigenen Vertriebsmitarbeitern auf selbständige Handelsvertreter führte bereits zu einer erheblichen Einsparung bei den Fixkosten. Weitere Kooperationen und Partnerschaften sollen den positiven Trend verstärken. 3 Risiken Risiken für die MEP Werke GmbH ergeben sich vorrangig aus dem negativen Eigenkapital der Gesellschaft und der sich daraus ergebenden Finanzierungsstruktur. Dieser war getrieben durch die Anlaufkosten des bisherigen Geschäftsmodells, eine signifikante Mietkundenbasis zu erreichen und die Marke MEP zu etablieren. Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag 31.12.2017 bilanziell überschuldet. Die Bilanz weist zum Bilanzstichtag einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von EUR 7.864.741,54 sowie einen Jahresfehlbetrag von EUR 4.141.497,80 aus. Die Gesellschaft ist Mutterunternehmen der MEP Gruppe mit aktuell insgesamt zehn Gesellschaften, die teilweise untereinander wirtschaftlich verflochten sind. Die MEP Werke GmbH weist gegenüber Gesellschaften dieser Gruppe Anteile an verbundenen Unternehmen von TEUR 125 und zum Bilanzstichtag Forderungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 15.930 aus, die sich Ende Juni 2018 auf TEUR 12.490 (nach Verschmelzungen) vermindert haben. Eine Wertberichtigung wurde auf diese Forderungen an verbundene Unternehmen und auf Anteile an verbundenen Unternehmen nicht vorgenommen. Die Gesellschaften der MEP Gruppe sind teilweise zum Abschlussstichtag ebenfalls bilanziell überschuldet und befinden sich teilweise in einer wirtschaftlich und liquiditätsmäßig sehr angespannten Situation. Im Mai 2018 wurden daher Umstrukturierungsmaßnahmen innerhalb der MEP-Gruppe beschlossen und zum großen Teil zwischenzeitlich umgesetzt. Daneben wurden insbesondere auch mit Lieferanten und Gläubigern Zahlungspläne abgeschlossen. Der Forderungsbestand der Gläubiger aus diesen Zahlungsvereinbarungen betrug bei der MEP Werke GmbH ca. 1,2 Millionen Euro, davon wurden bereits im ersten Halbjahr 2018 ca. 400 Tsd. Euro abgebaut. Wenn auch auf der Grundlage dieser Zahlungsvereinbarungen die Liquidität besser ausgesteuert werden kann, muss die Gruppe einen positiven Cashflow aus den operativen Tätigkeiten erreichen. Dies bedingt zum einen die positive Entwicklung bei den Vertriebszahlen, sowie die weitere Umsetzung der identifizierten Optimierungspotentiale. Sofern die geplanten Umstrukturierungsmaßnahmen nicht greifen bzw. die Zuführung von Kapital durch einen Investor scheitert, ist der Bestand der MEP Werke GmbH unmittelbar gefährdet. Zur Absicherung der Strategie wird weiterer Kapitalbedarf, mit dem Ziel, die Eigenkapitalbasis zu stärken, notwendig sein. Es ist daher die Zuführung liquider Mittel durch einen Investor geplant, der bereits im März 2018 der MEP Werke GmbH einen Betrag von EUR 5 Mio. in Form eines Darlehens zur Verfügung gestellt hat. Auf der Grundlage einer von uns erstellten Planung gehen wir von der Fortführung der MEP Gruppe und damit auch der MEP Werke GmbH aus. Der Jahresabschluss der MEP Werke GmbH wurde daher unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt.
München, den 20. August 2018 Konstantin Strasser Stefan Keller Thi Loan Strasser Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017A. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM UNTERNEHMEN Die Gesellschaft firmiert unter dem Namen MEP Werke GmbH, München und ist beim Amtsgericht München unter 181134 eingetragen. B. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS 1. Grundsätzliche Angaben Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften, den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt. Der Jahresabschluss wird unter der Annahme der Unternehmensfortführung (going-concern) aufgestellt. Wir verweisen hierzu auf unsere Angaben im Lagebericht. Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB Anwendung. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Sie nimmt allerdings die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch. C. ANGABEN ZU BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZEN 1. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1.1 Bilanzierungsmethoden Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Ansatzvorschriften der §§ 246-251 HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften, §§ 264, 265-266, 268-274, 276-277 HGB und unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften der §§ 252-256a HGB aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. ANLAGEVERMÖGEN Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten sind zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bewertet. Geleistete Anzahlungen sind zu ihrem Nennwert angesetzt. Sachanlagen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Finanzanlagen Anteile an verbundenen Unternehmen, Ausleihungen an verbundene Unternehmen, Beteiligungen, sonstige Ausleihungen werden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten angesetzt. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlusstag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Soweit Gründe für diese Abschreibungen nicht mehr bestehen, werden Zuschreibungen vorgenommen. UMLAUFVERMÖGEN Vorräte Die Bewertung der Gegenstände des Umlaufvermögens erfolgt unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips. Die unfertigen Leistungen (in Arbeit befindliche Aufträge) werden mit den Herstellungskosten gem. § 255 Abs. 2 HGB bewertet. Der Umfang der in die Herstellungskosten einbezogenen Kostenbestandteile orientiert sich an den handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften. Im Einzelnen werden Material- und Fertigungseinzelkosten sowie die zuzurechnenden Material-und Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Die Grundsätze der verlustfreien Bewertung werden beachtet. Geleistete Anzahlungen sind zu ihrem Nennwert angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit ihrem Nominalwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Eine Pauschalwertberichtigung wird grundsätzlich nicht gebildet. Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind mit ihrem Nominalwert angesetzt. Auf zweifelhafte Forderungen wurden, soweit notwendig, Einzelwertberichtigungen gebildet. Sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihren Nominalwerten angesetzt. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bewertet. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN betreffen Aufwandsabgrenzungen des Jahres 2018. AKTIVE LATENTE STEUERN Von dem Aktivierungswahlrecht wurde Gebraucht gemacht. Die Bildung erfolgte auf Basis der steuerlichen Verlustvorträge. Dabei wurden geplante Beteiligungserwerbe bzw. Umstrukturierungsmaßnahmen nicht in Abzug gebracht. Die Bewertung erfolgte mit einem Steuersatz von 32,975 % EIGENKAPITAL Das Eigenkapital ist zum Nennbetrag ausgewiesen. RÜCKSTELLUNGEN Sonstige Rückstellungen wurden in Höhe der voraussichtlichen Erfüllungsbeträge nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung dotiert und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Bei der Ermittlung von Gewährleistungsrückstellungen wurde eine einzelfallbezogene Analyse der Auftragsabwicklung vorgenommen. Daneben wurden Erfahrungswerte der Vergangenheit berücksichtigt. VERBINDLICHKEITEN erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und sonstige Verbindlichkeiten sind zu Erfüllungsbeträgen angesetzt. Erhaltene Anzahlungen gegen verbundene Unternehmen werden unter erhaltene Anzahlungen ausgewiesen. D. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der Bilanzposten immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen und Finanzanlagen im Geschäftsjahr ist im vorstehenden Anlagenspiegel dargestellt (Anlage 6.1.4). 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.1 Mitzugehörigkeit zu anderen Posten In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen (EUR 15.929.843,50) sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 3.627.504 enthalten. 2.2 Forderungen gegenüber Gesellschaftern Die Forderungen gegen Gesellschaftern betragen insgesamt EUR 1.837.350. Diese sind unter dem Posten Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen. 3. Aktive latente Steuern sind mit einem Steuersatz von 32,975 % berechnet. Von dem Wahlrecht aktiver latenter Steuern wurde Gebrauch gemacht. Die latenten Steuern ergeben sich aus den bestehenden Verlustvorträgen, von denen erwartet wird, dass sie innerhalb der nächsten fünf Jahre realisiert werden. Dabei wurden geplante Beteiligungserwerbe bzw. Umstrukturierungsmaßnahmen nicht in Abzug gebracht. In Höhe der Aktivierung liegen ausschüttungsgesperrte Beträge vor. 4. Eigenkapital Die Darstellung des Eigenkapitals erfolgt gem. § 272 HGB. 5. Kapitalrücklage 5.1 Einstellungen während des Geschäftsjahres Im Geschäftsjahr erfolgte keine Einstellung in die Kapitalrücklage. 5.2 Entnahmen während des Geschäftsjahres Im Geschäftsjahr wurden keine Beträge aus der Kapitalrücklage entnommen. 6. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von EUR 7.864.741,54 auf. Wir verweisen auf den Lagebericht. 7. Rückstellungen 7.1 Gesonderter Ausweis zusammengefasster Posten Unter den sonstigen Rückstellungen sind folgende Posten zusammengefasst:
8. Verbindlichkeiten
Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte. 8.1 Mitzugehörigkeit zu anderen Posten Die erhaltenen Anzahlungen bestehen in voller Höhe gegenüber verbundenen Unternehmen. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (EUR 28.315.159,23) sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 19.290.888,70 enthalten. 8.2 Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 1.733.124,69 Diese werden unter dem Posten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen. E. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 1. Allgemein Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. F. SONSTIGE ANGABEN 1. Haftungsverhältnisse Es bestehen zum Bilanzstichtag keine Haftungsverhältnisse. 2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen In Höhe von TEUR 1.626,6 (i.V. TEUR 888,0) bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Dienstleistungsverträgen mit der Strasser Capital GmbH. Zudem bestehen Verlustübernahmeverpflichtungen aus Ergebnisabführungsverträgen mit verbundenen Unternehmen. Weitere sonstige finanzielle Verpflichtungen bestanden zum Bilanzstichtag nicht. 3. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer nach Gruppen
4. Gesellschaftsorgane 4.1 Geschäftsführung Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Berichtsjahr:
5. Anteilsbesitz 5.1 Angabe von Name und Sitz anderer Unternehmen, an denen die Gesellschaft mindestens 20% besitzt sowie Angabe der Höhe des Kapitalanteils, Eigenkapital und Ergebnis des letzten Geschäftsjahres, für das ein Jahresabschluss vorliegt:
6. Konzernzugehörigkeit 6.1 Angabe von Name und Sitz des Mutterunternehmens der Gesellschaft des größten Konsolidierungskreises und des Mutterunternehmens des kleinsten Konsolidierungskreises sowie des Orts der Hinterlegung des Konzernabschlusses Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Strasser Capital GmbH, München einbezogen. 7. Gesamthonorar der Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2017 berechnete Gesamthonorar nach § 285 Nr. 17 HGB ist in der entsprechenden Anhangangabe des freiwilligen Teilkonzernabschlusses zum zum 31.12.2017 enthalten. 8. Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind Es sind folgende Vorgänge von besonderer Bedeutung mit Auswirkung auf die Finanzlage eingetreten: Verschmelzungen zum Stichtag 01.01.2018 der folgend aufgeführten Gesellschaften auf die MEP Werke GmbH:
9. Ergebnisverwendung Der Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR (4.141.497,80) wird auf neue Rechnung vorgetragen. UNTERSCHRIFT GEMÄSS § 245 HGB MEP Werke GmbH,
Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017
München, 20. August 2018 Herr Konstantin Strasser, Geschäftsführer Frau Thi Loan Strasser, Geschäftsführerin Herr Stefan Keller, Geschäftsführer |
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