MAX BAERMANN HOLDING AGLiquidiert
51429 Bergisch Gladbach, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Wolfgang Richard Stass seit 30.7.2024 | Prokura |
Christian Baermann seit 30.7.2024 | Prokura |
Holger Baermann seit 18.10.2010 | Vorstandsmitglied |
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
Baermann Magnettechnik GmbHAufgelöst | 100.00% |
| 100.00% | |
S. Müller Werkzeugbau GmbHAufgelöst | 100.00% |
| 100.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MAX BAERMANN HOLDING AGBergisch GladbachKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023KonzernbilanzAktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnisverwendung
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen des Konzerns Geschäftsmodell des Konzerns Die Unternehmenseinheiten des Max Baermann Konzerns sind Produzenten von kunststoffgebundenen Dauermagneten, die u.a. in der Automobil- und Elektroindustrie sowie im Bereich der sogenannten "Weißen Ware" ihre Verwendung finden. Darüber hinaus haben wir die Entwicklung und Herstellung unserer Werkzeuge in einer Konzerngesellschaft gebündelt. Des Weiteren entwickeln wir unsere Rohstoffe zur Herstellung unserer Magnete in einer Konzerngesellschaft und produzieren diese sogenannten Compounds an einem Standort. Diese Compounds werden ausschließlich an die Gesellschaften im Konzernverbund geliefert. Für die gesamte Firmengruppe des Max Baermann Konzerns werden unsere Magnete überwiegend am Standort in Bergisch Gladbach entwickelt. Der Vertrieb unserer Produkte erfolgt sowohl von den Standorten Bergisch Gladbach als auch Suzhou, China. In dem zum 31.12.2023 aufgestellten Konzernabschluss wurden im Wege der Vollkonsolidierung neben der MAX BAERMANN HOLDING AG die Abschlüsse unserer verbundenen Unternehmen einbezogen. Diese sind:
Die Minderheitsbeteiligung an der AES Automation, Engineering, Service GmbH, Lindlar, ist im vorgelegten Konzernabschluss als Beteiligung ohne Konsolidierungsmaßnahmen ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2023 waren in unseren Gesellschaften durchschnittlich 285 Mitarbeiter beschäftigt. Diese waren überwiegend in den beiden Produktionsbereichen "Spritzgussfertigung" und "Compoundierung" sowie den fertigungsnahen Bereichen Werkzeuginstandhaltung, Qualitätssicherung, Revision und Versand tätig. Ein Produktsegment unserer Dauermagnete fertigen wir mit "Seltene Erden" Materialien, deren Marktpreise sich sehr volatil verhalten können. Auf den übrigen Beschaffungsmärkten verzeichnen wir in 2023 nur geringfügige Veränderungen in den Preisverhältnissen. Im Jahr 2023 konnten insgesamt eine leichte Entspannung auf der Einkaufsseite verzeichnet werden. Die Beschaffungsmärkte der Rohstoffe für unsere Compounds liegen überwiegend in Asien. Zu Rohstoffpreisänderungen und Devisenkursänderungen haben wir vertragliche Regelungen mit unseren Kunden vereinbart. Forschung & Entwicklung Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten werden hauptsächlich zentral von einer Konzerngesellschaft wahrgenommen. In diesem Bereich, sind durchschnittlich neun Mitarbeiter eingebunden, die gemeinsam mit unseren Kunden neue Artikel serienreif entwickeln. Ebenso arbeiten wir an der Weiter- und Neuentwicklung unserer Werkstoffe. Im Geschäftsjahr 2023 haben wir uns schwerpunktmäßig mit der Optimierung und Zentralisierung unserer Compoundierungskapazitäten beschäftigt. An den Forschungs- und Entwicklungskosten werden unsere Konzerngesellschaften nicht beteiligt. II. Wirtschaftsbericht 1.) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Herausforderungen der vergangenen Jahre, bzw. deren Auswirkungen haben auch im Geschäftsjahr 2023 nicht zu einem Konjunkturaufschwung geführt. Zwar funktionieren die weltweiten Lieferketten wieder, doch die Kriegshandlungen in der Ukraine, die diffuse Situation zwischen China, Taiwan und den USA sowie der Nahostkrieg zwischen Israel und der Hamas beeinflussen das Konsumverhalten. Auch die Energieversorgung ist noch nicht wieder auf dem Stand, dass wir sie in Deutschland als langfristig gesichert einstufen können. Diese Einflüsse zeigen sich auch in der Konjunkturumfrage des IW, Institut der deutschen Wirtschaft. Für das Geschäftsjahr 2024 wird weiterhin keine Erholung gesehen. Vielmehr erwarten 37% der Befragten eine Verschlechterung der Lage zu 2023. Im Gegenzug erwarten 23% der Unternehmen eine leichte Verbesserung zu 2023. Eine unserer Schwerpunktbranchen verzeichnete nach den Angaben des Zentralverbandes der Elektroindustrie (ZVEI) in 2023 kein weiteres Wachstumsjahr. Die Produktion lag preisbereinigt auf dem Vorjahresniveau, obwohl der Umsatz um 6% gestiegen ist (+6,8% mit inländischen und +5,3 % mit ausländischen Kunden). Allerdings liegen die Auftragseingänge um 1,9% unter dem Vorjahr. Eine der Schlüsselbranchen in der Bundesrepublik Deutschland, die Automobilbranche, die auch für unseren Absatz maßgeblich ist, verzeichnete in 2023 laut VDA (Verband der Automobilindustrie) wieder eine leicht ansteigende Entwicklung. So ist der Gesamtumsatz für die Herstellung von Kraftwagen um 12 % gestiegen. Maßgebliche Einfluss hat hieran China, das in 2023 den höchsten Wert an Neuzulassungen verzeichnet und damit das Spitzenjahr 2017 abgelöst hat. Die übrigen Marktregionen verzeichnen zwar auch Zuwachsraten, jedoch noch weit unter dem Referenzjahr 2017. Als Gründe nennt der VDA für das verhaltenen Wirtschaftswachstum, die weiterhin existierenden geopolitischen und gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten sowie die hohen Energie- und Verbraucherpreise. Auch für den Bereich "Weiße Ware" verlief das Geschäftsjahr 2023 nicht mehr so positiv, da die Corona-Sonderkonjunktur erwartungsgemäß ausblieb. Ein führender Hersteller vermeldet für das Geschäftsjahr 2023 einen Umsatzrückgang von 7% gegenüber dem Vorjahr. Auch für dieses Geschäftsfeld produzieren wir unsere Magnete, konnten aber diese Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 in unseren Abrufmengen nur bedingt feststellen. Insgesamt hat die Absatzentwicklung in unseren Geschäftsfeldern und Marktregionen nicht unseren Erwartungen entsprochen. 2.) Geschäftsverlauf und Lage des Konzerns Ertragslage Im Geschäftsjahr 2023 ist der Konzernumsatz um 4,2 % auf TEUR 44.468 gesunken. Das Konzernrohergebnis in Höhe von TEUR 24.764 lag um 12,7 % unter dem Vorjahr. Dies resultiert im Wesentlichen aus der gesunkenen Nachfrage, Preiszugeständnissen gegenüber unseren Kunden und teilweisen Preissteigerungen auf der Beschaffungsseite. Bedingt durch das verringerte Produktionsvolumen lagen unsere Materialaufwendungen um 13,1% unter dem Vorjahr. Unsere Abschreibungen sind im Geschäftsjahr 2023 um 1,6% gegenüber dem Vorjahr gestiegen, da noch die letzten Anlagegüter aus den Neuanschaffungen infolge des Überschwemmungsereignis in 2021 aktiviert wurden. Der Personalaufwand reduzierte sich um 0,9% gegenüber dem Vorjahr, da wir in 2023 mit den ersten Konzentrationsmaßnahmen begonnen haben. Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen gemäß Gewinn- und Verlustrechnung, die gegenüber dem Vorjahr um 1,6% gesunken sind, wirkt sich unsere Kostendisziplin aus. Trotz aller Anstrengungen liegt unser Ergebnis vor Ertragssteuern um über 100% unter dem Vorjahr. Das Finanzergebnis ist um 22,5% gegenüber dem Vorjahr gesunken, da wir infolge der planmäßigen Tilgungen unseres Corona-Hilfskredites unsere Betriebsmittellinien wieder stärker in Anspruch nehmen. Mit unseren Konzerngesellschaften haben wir einen Konzernjahresergebnis von TEUR ./. 1.833 erzielt. Finanzlage Der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit ist aufgrund des schlechten Periodenergebnisses (TEUR ./.1.833) und trotz eines rückläufigen Bestands aus Lieferforderungen und Vorratsbeständen im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 2.546 auf TEUR 1.289 zurückgegangen. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten haben sich mit TEUR ./. 134 gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert. Der Cash-Flows aus Investitionstätigkeit ist im Jahr 2023 mit TEUR ./. 1.652 um TEUR 270 zurückgegangen. Dies beruht im Wesentlichen auf einem Rückgang der Neuinvestitionen ins Anlagevermögen. Infolge der höheren Inanspruchnahme unserer kurzfristigen Betriebsmittellinien sind die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 15,9 % im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Die Fälligkeiten unserer Darlehen liegen zwischen März 2023 und September 2030, die Zinssätze zwischen 1,75% und 4,80%. Zahlungen für Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens und Auszahlungen an konzernfremde Unternehmenseigner und Minderheitsgesellschafter sind nicht erfolgt. Der Zinsaufwand ist im Geschäftsjahr 2023 um 17,8 % gestiegen. Das Finanzergebnis ist im Saldo um 22,5% gesunken und beträgt 1,2 % von der Gesamtleistung. Das konzerninterne Cash- Management wird von der Max Baermann Holding AG wahrgenommen. Entsprechende konzernweite Liquiditätsausstattung gegeben, können unsere externen Zahlungsverpflichtungen erfüllt werden und wir unsere Zahlungsverpflichtungen bedienen. Unsere Betriebsmittellinien sind zum Bilanzstichtag zum Teil in Anspruch genommen. Der Finanzmittelfond am Ende des Geschäftsjahres liegt, infolge der zuvor genannten Veränderungen, unter dem Vorjahresniveau. Unsere Bilanzsumme liegt annähernd auf dem Vorjahresniveau (+0,1%). Das ausgewiesene Eigenkapital liegt mit TEUR 22.023 um 8,0% unter dem Vorjahr. Hierdurch beträgt in 2023 unsere Eigenkapitalquote 53,5% und ist um 4,7%-Punkte gegenüber dem Vorjahr gesunken (VJ: 58,2%). Vermögenslage Unser Konzernanlagevermögen hat sich um 4,0% im Vergleich zum Vorjahr verringert. Dies resultiert überwiegend aus den planmäßigen Abschreibungen des Anlagevermögens. Dem gegenüber steht eine Zuschreibung in den immateriellen Vermögensgegenständen aus dem Erwerb der Kommanditanteile bei der S. Müller GmbH & Co. Werkzeugbau KG. Das Konzernumlaufvermögen liegt um 0,6% über dem Vorjahresniveau. Hierzu trägt der höhere Bestand an liquiden Mitteln unserer chinesischen Tochtergesellschaft BMS bei. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Geschäftsjahr 2023 um 50,5% gestiegen. Die Entwicklung beruht zum einen auf der Verlängerung der Zahlungsvereinbarungen, die unsere BMS mit Ihren Lieferanten vereinbart hat zum Ausgleich der gleichlautenden Kundenvereinbarungen und zum anderen auf der Nutzung der Zahlungsziele unserer Lieferanten. 3.) Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Für den Max Baermann Konzern sind die Rohergebnisrendite (Konzernergebnis bezogen auf das Rohergebnis) sowie die Personaleinsatzquote (Personalaufwand bezogen auf das Rohergebnis) wichtige Kenngrößen zur Steuerung des Konzerns. Die Rohergebnisrendite (Konzernjahresüberschuss/Konzernrohergebnis x 100) verringerte sich im Geschäftsjahr 2023 von 4,7% um 12,1%-Punkte auf ./. 7,4% (Plan für 2023: ./. 3,7%). Damit hat sich die Nachfrageentwicklung stärker ausgeprägt, als die erwartet wurde. Unsere Personaleinsatzquote (Personalaufwand/Konzernrohergebnis x 100) beläuft sich im Geschäftsjahr 2023 auf 56,3% und erhöhte sich damit um 6,7%-Punkte gegenüber dem Vorjahr. Geplant war eine Quote von 52,6%. Auch hier wirkt sich unsere Konzernrohergebnisentwicklung stärker auf die Quote aus. Da wir in den Unternehmenseinheiten des Max Baermann Konzerns unterschiedlich ausgerichtete Unternehmensbereiche haben, wie die Herstellung kunststoffgebundener Magnete, die Herstellung von Compounds (nur intern), die Entwicklung und Herstellung von Magnetwerkzeugen (nur intern) sowie die Erbringung von Verwaltungstätigkeiten (nur intern), die untereinander nicht vergleichbar sind, ermitteln wir keine nichtfinanziellen Leistungsindikatoren. III. Prognosebericht einschließlich der Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Prognosebericht Die Einflussfaktoren auf die Weltwirtschaft und insbesondere auf die Nachfrage im Automobilmarkt werden sich nach unserer Einschätzung auch in 2024 nicht wesentlich verbessern. Wir erwarten für 2024 wieder ein leichtes Wachstum, welches im Wesentlichen aus der stärkeren Nachfrage nach Heizungsanlagen und Wärmepumpen sowie einer Stabilisierung in China gesehen wird. Dies führt dazu, dass wir für das Geschäftsjahr 2024 ein höheres Rohergebnis erwarten, so dass die Rohergebnisrendite um 6,4%-Punkte auf ./. 1,0% steigt. Infolge der für 2024 geplanten Fortsetzung des Konzentrationsprozesses erwarteten wir für 2024 eine um 2,5%-Punkte geringere Personaleinsatzquote von 53,8%. Für 2024 rechnet der IWF (Stand: Januar 2023) mit einer Steigerung der globalen Wirtschaftsleistung von 3,2%, wobei der langjährige Durchschnitt bei 3,8% liegt. Die Prognose für die USA weist einen Zuwachs von 2,1%. Das Wachstum in der Eurozone sieht der IWF bei 0,9%, wobei Deutschland mit einem Wachstum von 0,2% nahezu stagniert. Aufgrund der zurückhaltenden Konsumneigung der Europäer sinkt in China die Exportquote. Somit prognostiziert der IWF für China eine Wachstumsrate von 4,6%. Der IWF betont, dass die Prognosen weiterhin mit einer relativ großen Unsicherheit behaftet seien, da die geopolitischen Unruhen und kriegerischen Auseinandersetzungen weiterhin für eine instabile Weltwirtschaftliche und Weltpolitische Situation sorgen. Vor allem die schleppende Erholung Europas dämpft das Wachstum in den übrigen Regionen. Die Entwicklung unseres Unternehmens ist im Wesentlichen von der weltweiten konjunkturellen Entwicklung unsere Hauptkunden in der Automobil- und Elektroindustrie abhängig. Für Deutschland erwartet der VDA ein Minus der Pkw Neuzulassungen in Höhe von 1%. Für die USA rechnet der VDA in 2024 mit einem Absatzplus von 2% und in China von 1%, für Europa kalkuliert der Verband mit einem Zuwachs von 4%. Wir haben in unserer Planung für das Geschäftsjahr 2024 einen leichten Anstieg bei der Absatzerwartung unterstellt, da wir nach Klärung des Heizungsmodernisierungsgesetzes wieder von einer Belebung des Absatzes an Wärmepumpen und Heizungen ausgehen. Von einer kurzfristigen Wiederbelebung des Automobilmarktes ist hingegen nicht auszugehen, zumal der Konsolidierungsprozess in der Branche noch nicht beendet ist. Des Weiteren spüren wir Wettbewerber aus dem Chinesischen Raum. Positive Auswirkungen erwarten wir mittelfristig aus dem "Non-Automotive" Bereich, den wir noch intensiver bearbeiten wollen. Risikobericht Wir liefern und veräußern unsere Produkte zu einem hohen Anteil in die Automobilindustrie. Hierin liegt eine Herausforderung, da durch diese Ausrichtung zunächst eine unmittelbare Korrelation zur Konjunkturentwicklung der Automobilindustrie besteht. Grundsätzlich sind in China die Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Produktion auch abhängig von den politischen Verhältnissen sowie den gesetzlichen Bestimmungen. Hierin besteht ein generelles Risiko, dass diese Rahmenbedingungen durch politische Entscheidungen kurzfristig geändert werden können und damit möglicherweise die unternehmerischen Handlungsräume eingeschränkt werden. Die Rohstoffvorkommen unserer Produktionsmaterialien, bzw. die Beschaffungsmärkte für unsere Betriebsstoffe befinden sich überwiegend in Asien. Aufgrund der oligopolistischen Struktur unserer Rohstoffmärkte, haben wir mit unseren Kunden vertraglich vereinbart, unsere Verkaufspreise anpassen zu können, wenn sich die Rohstoffpreise verändern. Aufgrund dieser Preis- und Liefervereinbarung können wir das Beschaffungspreisrisiko weitgehend verringern. Hievon gehen wir auch bei den aktuellen Entwicklungen aus. Wir haben frühzeitig mit dem Aufbau von Lagerbeständen an Rohstoffen begonnen und somit die Verfügbarkeiten nahezu gesichert. Zusätzlich haben wir durch diese Bestände das Preisrisiko abgemildert. Wegen eines allgemeinen Nachfragerückgangs in der weltweiten Automobilindustrie seit 2020 aufgrund diverser Faktoren (Corona-Pandemie, Chip-Mangel, Lieferkettenproblemen, Ukraine-Krieg) besteht derzeit eine wesentliche Unsicherheit in der Absatzentwicklung der Baermann-Gruppe. Wir haben eine Konzentration unserer leistungswirtschaftlichen Prozesse begonnen. Durch die genannten Gegebenheit kann es vorübergehend zu Liquiditätsengpässen kommen, die durch die Unterstützung unserer Hausbanken aufgefangen werden sollen. Zu weiteren Ausführungen verweisen wir auf unsere Darstellung im Konzernanhang IV. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze. Chancenbericht Die weltweite Belieferung von Absatzmärkten, also die globale Ausrichtung der Automobilindustrie führt dazu, nicht von regionalen Begrenzungen abhängig zu sein. Hierin sehen wir die Chance, unabhängig von der konjunkturellen Entwicklung einzelner Staaten unsere Produkte in dem geplanten Umfang verkaufen zu können. Eine weitere Chance sehen wir in unseren Aktivitäten bzw. in unserem Produktionsstandort in China. Hierdurch haben wir uns die Möglichkeit geschaffen, präsenter auf den asiatischen Märkten agieren zu können. Durch ein eigenes Produktionsgebäudes in China haben wir uns für die Zukunft eine höhere Standortsicherheit verschafft. Auch die währungspolitische Orientierung des chinesischen Renminbis an den US-Dollar eröffnet uns weiterhin Möglichkeiten in den Märkten des NAFTA-Raumes. Unser technisches Know-how und die hohe Qualität unserer Produkte, die von unseren Kunden sehr geschätzt werden, sind für uns wesentliche Säulen für den zukünftigen Ausbau unserer Geschäftsaktivitäten. Zudem besitzen wir das Potential schnell und flexibel auf kurzfristige Veränderungen in der Nachfrage zu reagieren und unsere Produktion entsprechend auszurichten. Mit dieser Voraussetzung werden wir auch zukünftig die Bedürfnisse unserer Kunden an sich verändernde Mengenanforderungen erfüllen können. IV. Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem Die enge Kooperation zwischen den Geschäftsleitungen der Konzerngesellschaften, dem Vorstand und dem Konzerncontrolling gewährleistet, die Chancen und Risiken des Marktes frühzeitig zu erkennen und entsprechende Strategien rechtzeitig für die Konzerngesellschaften zu entwickeln. Ein wesentlicher Baustein des operativen Risikomanagementsystems ist die zeitnahe und regelmäßige Berichterstattung der Geschäftsleitungen an den Vorstand über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens. Mögliche Risiken werden in den Konzerngesellschaften in einem Risikokataster erfasst und bewertet. Für jedes verzeichnete Risiko werden entsprechende Maßnahmen und letztlich Handlungsanweisungen formuliert.
Bergisch Gladbach, den 15.07.2024 Holger Baermann, Vorstandsvorsitzender Konzernkapitalflussrechnung für den Zeitraum 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 nach den Grundsätzen des Deutschen Rechnungslegungsstandards Nr. 21 (DRS 21)
Konzerneigenkapitalspiegel
Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023I. Allgemeine Hinweise Das Mutterunternehmen, die MAX BAERMANN HOLDING AG, hat ihren Sitz in 51429 Bergisch Gladbach, wurde am 12.07.2001 gegründet und ist beim Amtsgericht Köln im Handelsregister unter der Nr. HRB 47551 eingetragen. Gegenstand des Unternehmens ist der Erwerb, die Verwaltung und die Veräußerung von Unternehmen und Beteiligungen an Unternehmen, insbesondere solchen Unternehmen, die Magnete und verwandte Produkte herstellen oder vertreiben. Der Konzernabschluss und die Jahresabschlüsse der deutschen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach den Vorschriften des HGB, des AktG und des GmbHG aufgestellt. Der Konzernabschluss ist gemäß §§ 290 ff. HGB sowie nach den Vorschriften der Satzung aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach § 266 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren, § 275 Abs. 2 HGB, aufgestellt. II. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss werden neben dem Mutterunternehmen sämtliche Unternehmen, bei denen der MAX BAERMANN HOLDING AG die Mehrheit der Stimmrechte zusteht und die unter ihrer einheitlichen Leitung stehen, im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen. Es handelt sich um die folgenden Gesellschaften mit Sitzangabe und Anteilsquote:
Die Minderheitsbeteiligung an der AES Automation, Engineering, Service GmbH, Lindlar (25 %), wird gemäß § 311 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen, da sie für die Verpflichtung, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zu vermitteln, von untergeordneter Bedeutung ist. Die Max Baermann GmbH, Bergisch Gladbach, die Max Baermann ToolTech GmbH, Neunkirchen-Seelscheid, die Baermann Magnettechnik GmbH, Lindlar, die Baermann Materials GmbH, Engelskirchen und die BSV Baermann Service & Verwaltungsgesellschaft mbH, Overath, sind gemäß § 264 HGB von ihrer Verpflichtung befreit, einen handelsrechtlichen Jahresabschluss und einen Lagebericht nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften aufzustellen, prüfen zu lassen und offenzulegen. Die S. Müller GmbH & Co. Werkzeugbau KG, Neunkirchen-Seelscheid, ist gemäß § 264b HGB von ihrer Verpflichtung befreit, einen handelsrechtlichen Jahresabschluss und einen Lagebericht nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften aufzustellen, prüfen zu lassen und offenzulegen. III. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß § 301 HGB. Die Kapitalkonsolidierung und die Folgekonsolidierung von Tochterunternehmen, die bis zum 31. Dezember 2009 erworben wurden, erfolgt in Übereinstimmung mit Art. 66 Abs. 3 Satz 4 EGHGB gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB in dessen Fassung bis 25.05.2009 nach der Buchwertmethode. Die Kapitalkonsolidierung und die Folgekonsolidierung von Tochterunternehmen, die nach dem 31. Dezember 2009 erworben wurden, erfolgt gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB nach der Zeitwertmethode. Ein im Sinne von § 301 Abs. 3 HGB nach der Verrechnung gemäß § 301 Abs. 1 HGB verbleibender Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung gesondert ausgewiesen und über eine angenommene Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben. Passivische Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung werden - da sie, wie hier unterstellt, Rücklagencharakter haben - innerhalb des Eigenkapitals gesondert ausgewiesen. Die nicht dem Mutterunternehmen zustehenden Anteile am Eigenkapital eines Tochteruternehmens werden in der Bilanz als "Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter" ausgewiesen (Vorjahr). Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den verbundenen Unternehmen werden im Rahmen der Schuldenkonsolidierung gegeneinander aufgerechnet. Gleichlautende konzerninterne Erträge und Aufwendungen werden ohne Erfolgsauswirkung verrechnet; Zwischenergebnisse aus Lieferungen und Leistungen werden erfolgswirksam eliminiert. Auf die ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgänge werden Steuerabgrenzungen vorgenommen, sofern sich der Steueraufwand in den Folgejahren ausgleicht. Bei der Ermittlung der latenten Steuern wurde ein einheitlicher Steuersatz von 30% zugrunde gelegt. Der Steuersatz wurde unter Berücksichtigung der Steuerlastquoten der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen gebildet und wird bei lediglich unwesentlichen Änderungen konstant gehalten IV. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Hierzu werden die - ggf. nach landesspezifischen Vorschriften erstellten - Einzelabschlüsse an die konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze der MAX BAERMANN HOLDING AG angepasst, soweit sie nicht den HGB-Grundsätzen entsprechen und die Bewertungsabweichungen wesentlich sind. Wegen eines allgemeinen Nachfragerückgangs in der weltweiten Automobilindustrie seit 2020 aufgrund diverser Faktoren (Corona-Pandemie, Chip-Mangel, Lieferkettenproblemen, Ukraine-Krieg) besteht derzeit eine Unsicherheit in der Absatzentwicklung der Baermann-Gruppe. Ohne geeignete Maßnahmen könnten aus den daraus resultierenden geringeren Umsätzen vorübergehende Liquiditätsengpässe entstehen. Die Geschäftsführung erwartet in Ihrer mittelfristigen Planung der Jahre 2024 bis 2026 einen Rückgang der Unsicherheit im Markt und begegnet dem generell verminderten Absatzniveau aktiv durch Konzentration der leistungswirtschaftlichen Prozesse. Hierdurch wird erwartet, dass ab dem Jahr 2026 wieder deutlich positive Jahresergebnisse erwirtschaftet werden. Die fortwährende Liquiditätsversorgung durch die Hausbanken vorausgesetzt, und gegeben, dass sich die wirtschaftliche Lage weiterhin planmäßig verläuft, werden wir unseren finanziellen Verpflichtungen weiterhin uneingeschränkt nachkommen können. Die Möglichkeit eines Liquiditätsengpasses stellt eine sogenannte wesentliche Unsicherheit dar, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Sollten die vom Unternehmen vorangetriebene Konzentration der leistungswirtschaftlichen Prozesse nicht zum Erfolg führen, und die Hausbanken Ihre Unterstützung nicht fortsetzen, wäre das Unternehmen möglicherweise nicht mehr in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen im gewöhnlichen Geschäftsverlauf nachzukommen. Trotz der sogenannten wesentlichen Unsicherheiten geht die Geschäftsführung von einer Fortführung der Geschäftstätigkeit aus und hat die handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften entsprechend beachtet. Für die Erstellung des Konzernabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich linearer Abschreibungen entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bewertet. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung sofort abgeschrieben. Innerhalb der Finanzanlagen werden nicht konsolidierte Beteiligungen zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet, die Ausleihungen entsprechen ihrem Nennwert. Das Vorratsvermögen ist mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich angemessener Einzelwertkorrekturen angesetzt worden. Die Herstellungskosten umfassen anteilige Gemeinkosten. Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihren Nennbeträgen bilanziert. Zur Abdeckung von konkreten Risiken werden Einzelwertberichtigungen auf Forderungen vorgenommen. Zur Abdeckung allgemeiner Kreditrisiken werden Pauschalwertberichtigungen auf nicht einzelwertberichtigte Forderungen abgesetzt. Die liquiden Mittel sind zum Nominalwert aktiviert. Bankguthaben in ausländischer Währung werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen enthalten alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ermittelten Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen bilanziert. Die Umrechnung von Fremdwährungsverbindlichkeiten erfolgte mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag. Im Berichtsjahr erfolgte eine Ausweisänderung bei den Verbindlichkeiten aus Leasingfinanzierungen. Diese wurden bislang unter dem Posten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen. Ab dem Berichtsjahr 2023 erfolgt der Ausweis unter den sonstigen Verbindlichkeiten. Für Zwecke der Vergleichbarkeit wurde auch der Vorjahresausweis entsprechend angepasst (TEUR 72). In den Einzelabschlüssen werden Geschäftsvorfälle in fremder Währung mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung umgerechnet. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten sind zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Die Umrechnung des in fremder Währung erstellten Jahresabschlusses der Baermann Magnets (Suzhou) Co. Ltd., China in Euro erfolgt gem. modifizierter Stichtagskursmethode i. S. d. § 308a HGB. Bilanzposten werden zum amtlichen Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag, Eigenkapitalposten werden zum historischen Kurs umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden zum Durchschnittskurs umgerechnet. V. Erläuterungen zu einzelnen Posten des Konzernabschlusses A. Bilanz Anlagevermögen Ende des Geschäftsjahres 2023 hat die Max Baermann Holding AG die restlichen Anteile der S. Müller Werkzeugbau GmbH & Co. KG übernommen. Ein sich hieraus ergebender Unterschiedsbetrag wurde als Geschäfts- oder Firmenwert i.H.v. EUR 647.995,28 aktiviert und wird ab dem Geschäftsjahr 2024 über sieben Jahre abgeschrieben. Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist dem als Anlage 1 beigefügten Konzernanlagespiegel zu entnehmen. Aufstellung des Anteilsbesitzes Die Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31.12.2023 ist als Anlage 2 diesem Konzernanhang beigefügt. Die Anteile anderer Gesellschafter an der S. Müller Werkzeugbau GmbH & Co. KG wurden in 2023 übernommen. Latente Steuern Die aktiven latente Steuern i.H.v. EUR 21.125,40 (Vorjahr EUR 19.900; Veränderung i.H.v. EUR 1.225,40) resultieren aus konzerninternen Verkäufen, die auf Konzernebene zu niedrigeren Anschaffungskosten betreffenden Gegenstände führen als auf Einzelabschlussebene. Die passiven latente Steuern i.H.v. EUR 2.640,00 (Vorjahr EUR 3.900,00; Veränderung i.H.v. EUR 1.260,00) resultieren aus auf Einzelabschlussebene gebildeten Gewährleistungsrückstellungen gegenüber verbundenen Unternehmen, die auf Konzernebene zu konsolidieren sind und zu einer geringeren Rückstellung führen. Grundkapital Das Grundkapital der MAX BAERMANN HOLDING AG beträgt EUR 459.376,00 (Vorjahr: TEUR 459). Es ist eingeteilt in 459.376 auf den Namen lautende Nennbetragsaktien mit einem Nennbetrag von je EUR 1,00. Kapitalrücklage Bei der Gründung der MAX BAERMANN HOLDING AG am 12.07.2001 wurden EUR 10.548,45 als Betrag, der bei der Ausgabe der Aktien über den Nennbetrag erzielt wurde, gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB in die Kapitalrücklage eingestellt. Weitere EUR 725.211,18 wurden zu Lasten des passivischen Unterschiedsbetrages hierhin umgegliedert, um die Identität dieses Postens mit der im Einzelabschluss des Mutterunternehmens ausgewiesenen Kapitalrücklage herzustellen. Der aus der Kapitalherabsetzung 2007 gewonnene Betrag in Höhe von EUR 24.500,00 wurde in die Kapitalrücklage eingestellt (§ 240 Abs. 3 AktG). Im Rahmen des Erwerbs eigener Anteile und deren Einziehung in 2012 wurde ein Betrag von EUR 216.124,00 aus den anderen Gewinnrücklagen in die Kapitalrücklage umgebucht. Gewinnrücklagen Auf Ebene des Tochterunternehmens Baermann Magnets (Suzhou) Co. Ltd., China wurden bis zum 31.12.2022 EUR 1.224.434,27 in die gesetzliche Rücklage eingestellt. Im Jahr 2023 wurden weitere EUR 149.796,25 aufgrund von lokalen gesetzlichen Bestimmungen in die gesetzliche Rücklage eingestellt. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 683 (Vorjahr TEUR 647) beinhalten u. a. Rückstellungen im Bereich Personal in Höhe von TEUR 164, Rückstellungen für Abschlusskosten in Höhe von TEUR 160, Rückstellungen für Gewährleistungen in Höhe von TEUR 92. Des Weiteren wurden sonstige übrige Rückstellungen für u. a., Rechts- und Beratungskosten, Berufsgenossenschaft, Prozesskosten und Aufbewahrungsverpflichtungen in Höhe von TEUR 267 gebildet. Verbindlichkeiten Die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten zum 31.12.2023 ist dem als Anlage 3 beigefügten Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen. Von den zum 31.12.2023 ausgewiesenen Bankverbindlichkeiten in Höhe von insgesamt TEUR 15.117 sind TEUR 15.117 (Vorjahr: TEUR 13.046) besichert. Die Besicherung erfolgt durch Grundschulden auf Grundstücke, Sicherungsübereignungen von Maschinen und sonstigen Mobilien, Halb- und Fertigfabrikaten sowie Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen. Im Rahmen einer Sicherheiten-Poolvereinbarung sind von Konzernunternehmen die Abtretung von Außenständen (Globalabtretung) gegen alle Kunden und Schuldner, die Sicherungsabtretung von Ansprüchen aus und auf Gutschriften, die Sicherungsübertragungen einzelner bestimmter Sachen und Kfz sowie die Raumsicherungsübertragung von Waren und Inventar mit Abtretung der Verkaufsforderungen sowie die Bestellung von Grundschulden mit den Gläubigern vereinbart. Weitere Sicherheiten in Form von Grundschulden werden durch ein nicht konsolidiertes Unternehmen geleistet. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus Leasingverträgen bestanden am Bilanzstichtag Zahlungsverpflichtungen in Höhe von TEUR 1.151 (Vorjahr: TEUR 898) und aus Mietverträgen Restverpflichtungen in Höhe von TEUR 880 (Vorjahr: TEUR 1.983). B. Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse der wichtigsten Erzeugnisse setzen sich wie folgt zusammen:
Der Exportanteil beträgt rund 63 % (Vorjahr 62%). Hiervon entfallen 12 %- Punkte (Vorjahr 12%-Punkte) auf die Europäische Union und 51 %-Punkte (Vorjahr 50 % Punkte) auf das übrige Ausland. Abschreibungen Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen von insgesamt TEUR 1.660 betreffen ausschließlich planmäßige Abschreibungen gem. § 253 Abs. 1 i.V.m. Abs. 3 HGB. Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung Der Posten "sonstige betriebliche Erträge" enthält Erträge aus der Währungsumrechnung von TEUR 361 (Vj. TEUR 408), der Posten "sonstige betriebliche Aufwendungen" enthält Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von TEUR 57 (Vj. TEUR 76). Beträge die einem anderen Konzerngeschäftsjahr zuzurechnen sind Erträge von TEUR 40 (Vj. TEUR 37) sowie Aufwendungen von TEUR 105 (Vj. TEUR 79) sind anderen Konzerngeschäftsjahren zuzurechnen. VI. Sonstige Angaben Das für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers beträgt insgesamt TEUR 120. Dies betrifft die Prüfung des Konzernjahresabschlusses des Mutterunternehmens, des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens, die Prüfung der Jahresabschlüsse von fünf weiteren in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen sowie die Prüfung von Lageberichten. Der Abschlussprüfer des ausländischen Konzernunternehmens hat für das Jahr 2023 für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 19 berechnet. VII. Vorstand und Aufsichtsrat
VII. Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter betrug im Geschäftsjahr:
* ohne Geschäftsführer /
Vorstände
VIII. GewinnverwendungsvorschlagDer Vorstand beabsichtigt, der Hauptversammlung vorzuschlagen, den Jahresfehlbetrag der Muttergesellschaft 2023 i.H.v. EUR 1.782.577,65 auf neue Rechnung vorzutragen.
Bergisch Gladbach, den 15. Juli 2024 Holger Baermann, Vorstandsvorsitzender Konzernanlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileBeteiligungen zum 31. Dezember 2023
Konzernverbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2023
Bestätigungsvermerk BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die MAX BAERMANN HOLDING AG Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der MAX BAERMANN HOLDING AG - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der MAX BAERMANN HOLDING AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angaben im Konzernanhang, Abschnitt "IV. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" und Konzernlagebericht Abschnitt "Risikobericht" in dem die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass nach dem allgemeinen Nachfragerückgang infolge der in 2020 eingetretenen Corona-Pandemie sowie der speziellen Situation in der Automobilindustrie (Nachfragerückgang, Chip-Krise, Lieferkettenproblematik, Umstellung von Verbrennungsmotor zu Elektromotor) weiterhin eine Unsicherheit in der Absatzentwicklung für die Max Baermann AG Unternehmensgruppe besteht. Die dadurch verminderten Umsätze und Zahlungseingänge können zu vorübergehenden Liquiditätsengpässen innerhalb der Unternehmensgruppe führen. Wie dort dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhaltes nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, 15. Juli 2024 Bericht des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung 2024Sehr geehrter Aktionär, der Aufsichtsrat der Max Baermann Holding AG hat auch im Geschäftsjahr 2023 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben pflichtgemäß und mit großer Sorgfalt wahrgenommen. Er überwachte laufend die Arbeit des Vorstands und stand ihm bei der Führung und strategischen Weiterentwicklung des Unternehmens beratend zur Seite. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand in sämtliche Fragestellungen und Entscheidungen von grundlegender Relevanz rechtzeitig und unmittelbar eingebunden. Zu diesem Zweck hat der Vorstand den Aufsichtsrat in seinen Sitzungen sowie mündlich und schriftlich regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Angelegenheiten informiert. Dazu gehören maßgeblich die geschäftliche Entwicklung, die Unternehmensstrategie, die Planung, wichtige Geschäftsereignisse der Gesellschaft und des Konzerns und die damit verbundenen Chancen und Risiken. Dies beinhaltete auch Informationen über Abweichungen der tatsächlichen Entwicklung von früher berichteten Zielen sowie Abweichungen des Geschäftsverlaufs von der Planung (sog. Follow-up-Berichterstattung). Der Vorstand ist seinen Informationspflichten nachgekommen. Die Mitglieder des Aufsichtsrats standen dem Vorstand auch außerhalb der Gremiensitzungen beratend zur Verfügung und befanden sich vereinzelt in persönlichem Austausch mit dem Vorstand. Wir konnten uns daher stets von der Recht-, Zweck- und Ordnungsmäßigkeit der Vorstandsarbeit überzeugen. Die Mitglieder des Aufsichtsrats hatten ausreichend Gelegenheit, sich mit den Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands kritisch auseinanderzusetzen und eigene Anregungen einzubringen. Die vom Vorstand erteilten Berichte und sonstigen Informationen haben wir auf ihre Plausibilität hin überprüft, kritisch gewürdigt und hinterfragt. Der Aufsichtsrat hat sich dabei auch ausführlich mit den Zielen des Unternehmens, der Risikosituation, der Finanzierungs- und der Liquiditätsplanung sowie der Eigenkapitalsituation auseinandergesetzt. Zudem wurden dem Aufsichtsrat kritische operative Themen zur Beratung vorgelegt. Zu einzelnen Geschäftsvorgängen hat der Aufsichtsrat seine Zustimmung erteilt, soweit dies nach Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnung für den Vorstand erforderlich war. Im Jahr 2023 erbrachten Aufsichtsrat und Vorstand ihre Aufgaben weiterhin in einem gesamtpolitischen und gesamtwirtschaftlichen Umfeld, welches - um eine Bezeichnung des Ehrenvorsitzenden des Aufsichtsrats, Herrn Horst Baermann, zu zitieren - von einer Polykrise geprägt war. Wie schon im Jahr zuvor und teilweise auch in weiter vorangegangenen Jahren, gehören dazu der Ukrainekrieg mit seinen Auswirkungen auf die gesamte globale Wirtschaft sowie die daraus resultierenden sich verändernden zwischenstaatlichen Beziehungen, die weiterhin anhaltende Sorge um eine militärische Intervention Chinas in Taiwan, Handelskonflikte, die Mobilitätswende in Zusammenhang mit der Klimakrise und Mitarbeiterknappheit. All diese Themen betreffen auch die Belange der Baermann-Unternehmensgruppe und haben diese in den zurückliegenden Jahren wirtschaftlich beeinflusst. Im Jahr 2023 hat es in der Besetzung des Aufsichtsrats der Max Baermann Holding AG keine personellen Veränderungen gegeben. Der Aufsichtsrat besteht damit seit dem Tag der Hauptversammlung am 30. August 2022 unverändert aus den in dieser Hauptversammlung gewählten bzw. wiedergewählten Mitgliedern, namentlich den Herren Dr. Horst Michael Leyh (Vorsitzender des Aufsichtsrates), Peter Christian Thielen (stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates) und Uwe Neumann. Die Wahl des so besetzten Aufsichtsrats erfolgte für die Zeit bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung des Aufsichtsrats für das vierte Geschäftsjahr nach dem Beginn der Amtszeit beschließt. Dies wird voraussichtlich eine Hauptversammlung im Jahr 2027 sein. Auch in der Besetzung des Vorstands hat es in 2023 keine Veränderungen gegeben. Nachrichtlich sei vermerkt, dass das Vorstandsmitglied Alfred Heinrich jun. (technischer Vorstand) seine Vorstandsfunktion mit Ablauf des 30. Juni 2024 beendet hat und seitdem keine Funktionen innerhalb der Max Baermann Holding AG oder der mit ihr im Sinne von § 271 Abs. 2 HGB verbundenen Unternehmen mehr wahrnimmt. Herr Heinrich bleibt jedoch weiterhin Gesellschafter-Geschäftsführer des Beteiligungsunternehmens AES Automation, Service, Engineering GmbH, Lindlar. Die Sitzungen des Aufsichtsrats finden generell als Präsenzsitzungen statt; auf Telefon- oder Videokonferenzen wird nur bei Vorliegen besonderer zeitkritischer ad-hoc-Themen, oder für Zwecke der Besprechung von Einzelthemen mit eher untergeordneter Bedeutung zurückgegriffen. Bei den als Telefon- oder Videokonferenz durchgeführten Sitzungen handelt es sich zudem in der Regel um kurzfristig anberaumte Sitzungen von nur geringer Dauer. In 2023 hat der Aufsichtsrat keine Telefon- oder Videokonferenzen abgehalten. Im Geschäftsjahr 2023 fanden insgesamt drei ordentliche Aufsichtsratssitzungen als Präsenssitzungen statt, nämlich am 26. April 2023, am 30. August 2023 und am 30. November 2023. Die Präsenz der Aufsichtsratsmitglieder bei den Sitzungen des Aufsichtsrats lag in 2023 bei 100 %. Die Mitglieder des Vorstands haben an den Aufsichtsratssitzungen zeitweise persönlich teilgenommen. In der Aufsichtsratssitzung vom 26. April 2023 konzentrierte sich der Aufsichtsrat auf die Erörterung der Gründe für die Ergebnisentwicklung des Geschäftsjahres 2022 und die aktuelle Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Zudem wurde die aktualisierte Planung für das Geschäftsjahr 2023 erörtert und dabei erkennbar, dass die Erwartungen voraussichtlich nicht ganz erreicht werden. Weitere Punkte dieser Sitzung waren Pläne des Vorstands zu einer beabsichtigten Kapitalmaßnahme bei dem Konzernunternehmen S. Müller GmbH und Co. Werkzeugbau KG und dem weiteren Umgang mit demselben Unternehmen sowie zur Anpassung von Produktionskapazitäten im deutschen Teilkonzern. Am 30. August 2023 informierte sich der Aufsichtsrat über die aktuellen Geschäftsentwicklungen der Konzerngesellschaften und die Liquiditätssituation sowie über die Verpflichtungen aus Leasing- und Kreditverträgen einschließlich deren Entwicklung und Tilgungsverlauf in den kommenden Jahren. Wesentliches Thema dieser Sitzung war die zukünftige Firmenstruktur der Baermann-Gruppe im Rahmen derer eine Zusammenlegung von Produktionsstandorten durch Maschinenverlegungen und ein Hallenneubau besprochen wurden mit dem Ziel, Kosten zu senken und effizienter produzieren zu können. In diesen Gesamtzusammenhang gehörten auch Besprechungen zur Entwicklung der Konzernunternehmen Max Baermann ToolTech GmbH und S. Müller GmbH und Co. Werkzeugbau KG. Des Weiteren wurde der Stand der Reklamation eines Kunden sowie die weltweite Entwicklung der Automobilindustrie und deren Auswirkungen auf die Baermann-Gruppe diskutiert. In einer persönlichen Besprechung am 25. Oktober 2023 hat sich der vollständige Aufsichtsrat von Mitgliedern der kaufmännischen Leitung der Baermann-Gruppe die prognostizierten Effekte der vom Vorstand geplanten und in vorangegangenen Aufsichtsratssitzungen vorgestellten Umstrukturierungen der Unternehmensgruppe erläutern lassen. Auch in der Aufsichtsratssitzung vom 30. November 2023 wurde nach Erörterungen der aktuellen Entwicklungen 2023 und der zu erwartenden Entwicklungen für 2024 primär die vom Vorstand angestrebte Umstrukturierung innerhalb der Unternehmensgruppe diskutiert. Zu diesem Themenkomplex gehörten erneut Besprechungen zu Standortkonzentrationen, einem Hallenneubau in Lindlar, der Entwicklung der S. Müller GmbH und Co. Werkzeugbau KG sowie der Max Baermann ToolTech GmbH. Besprochen wurden zudem Eindrücke von einem ersten Bankengespräch zwecks Finanzierung der Umstrukturierungspläne. Angesprochen wurden zudem die Themen Diversifizierung und partielle Transformation der Unternehmensgruppe mit Blick auf einen zu erwartenden Nachfragerückgang bei Magneten für die Automobilindustrie. Schließlich waren aktuelle Personalentwicklungen Thema dieser Sitzung. In dieser Sitzung verhandelte der Aufsichtsrat auch über eine Zustimmung zu einem vom Vorstand geplanten Kauf- und Anteilsabtretungsvertrag über den Erwerb von 49 %-Punkten der Kommanditanteile des Herrn Holger Baermann an der S. Müller GmbH & Co. Werkzeugbau KG durch die Max Baermann Holding AG sowie über eine Zustimmung zur Leistung einer Einlage durch die Max Baermann Holding AG in das Rücklagenkonto der S. Müller GmbH und Co. Werkzeugbau KG. Der Aufsichtsrat votierte einvernehmlich für diese Maßnahmen und hat entsprechende Beschlüsse zu einem späteren Zeitpunkt separat gefasst. Die Beschlüsse wurden inhaltlich vom Vorstand noch in 2023 umgesetzt. Die Max Baermann Holding AG ist damit - über mittelbare und unmittelbare Beteiligungen - alleinige Gesellschafterin der S. Müller GmbH und Co. Werkzeugbau KG geworden. Nachrichtlich sei darüber informiert, dass die letztgenannte Gesellschaft inzwischen im Wege des Rechtsformwechsels in eine GmbH umgewandelt wurde. Die Firma der Gesellschaft lautet nunmehr S. Müller Werkzeugbau GmbH. Die vormalige Komplementärin der S. Müller GmbH und Co. Werkzeugbau KG, die S. Müller Gesellschaft mit beschränkter Haftung, wurde auf die S. Müller Werkzeugbau GmbH als übernehmendem Rechtsträger verschmolzen. Schließlich wurde mit der Max Baermann Holding AG ein Ergebnisabführungsvertrag geschlossen. Diesen nachrichtlich beschriebenen Vorgängen liegen die entsprechenden Gesellschafterbeschlüsse vom 10. Mai 2024 sowie die Handelsregistereintragungen vom 21. Juni 2024 zu Grunde. Zusätzlich zu diesen Sitzungen ist der vollständige Aufsichtsrat in 2023 persönlich zu einer Bilanzsitzung zusammengekommen, in der der Jahres- und der Konzernjahresabschluss zum 31. Dezember 2022 geprüft und besprochen wurden. Der Abschlussprüfer, die Konlus GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Bergisch Gladbach, hat in Erfüllung von § 171 Abs. 1 Satz 2 AktG an der Bilanzsitzung teilgenommen und dem Aufsichtsrat entsprechend berichtet. Insgesamt standen die Aufsichtsratssitzungen 2023 damit primär unter dem Eindruck der geplanten Veränderungen in der Baermann-Gruppe, vornehmlich dem deutschen Teilkonzern. Die dazu gehörigen Themenbereiche wurden in den vorangegangenen Ausführungen namentlich bereits benannt. Der Aufsichtsrat hat dem Vorstand seine Unterstützung der Umsetzung dieser Maßnahmen vorgetragen. Aufsichtsrat und - soweit zugegen - der Vorstand stimmten bei allen Sitzungen auch darin überein, dass die Beteiligung an der chinesischen Baermann Magnets (Suzhou) Co. Ltd. von großer Bedeutung für die Gesamtgruppe ist. Der Jahresabschluss der Max Baermann Holding AG sowie deren Konzernjahresabschluss je für das Geschäftsjahr 2023 und der Konzernlagebericht 2023 wurden vom Vorstand nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Die Konlus GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Bergisch Gladbach, hat den Jahresabschluss der Max Baermann Holding AG und deren gemäß § 290 ff. HGB aufgestellten Konzernjahresabschluss je für das Geschäftsjahr 2023 einschließlich des Konzernlageberichts 2023 geprüft und jeweils einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Beide Bestätigungsvermerke wurden von dem Abschlussprüfer um einen Hinweis "Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit" ergänzt. Der Abschlussprüfer hat dem Aufsichtsrat schriftlich mit Ausfertigung der Prüfungsberichte seine Unabhängigkeit bestätigt. Umstände, die seine Befangenheit befürchten lassen, liegen nicht vor Die Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte standen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig zur Verfügung. Der Aufsichtsrat hat die Dokumente geprüft und über den Jahresabschluss, den Konzernjahresabschluss und den Konzernlagebericht sowie die Einzelabschlüsse der Konzerntochterunternehmen in einer Bilanzsitzung beraten. Der Abschlussprüfer sowie Vertreter der Verwaltung haben an der Sitzung teilgenommen. Der Abschlussprüfer stellte die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung vor und informierte ferner über seine Feststellungen zum internen Kontrollsystem bezogen auf den Rechnungslegungsprozess. Er erteilte ergänzende Auskünfte und beantwortete Fragen zur Prüfung und zum Inhalt der in den Konzernjahresabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse der Beteiligungsgesellschaften und des Konzernjahresabschlusses umfassend. Der Vorschlag des Vorstandes über die Verwendung des Ergebnisses des Mutterunternehmens, der Max Baermann Holding AG, hat dem Aufsichtsrat zur Prüfung vorgelegen. Dem Vorschlag, den Bilanzgewinn von EUR 12.787.100,44 auf neue Rechnung vorzutragen, stimmte der Aufsichtsrat zu. Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung von Jahresabschluss, Konzernjahresabschluss und Lagebericht sowie des Vorschlags des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns sind keine Einwendungen zu erheben. Wir haben den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der Max Baermann Holding AG sowie deren Konzernjahresabschluss je zum 31. Dezember 2023 und den Konzernlagebericht 2023 gebilligt. Der Jahresabschluss der Max Baermann Holding AG zum 31. Dezember 2023 ist somit festgestellt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats danken dem Vorstand für die konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Der Dank gilt zudem allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre Arbeit in unruhigen Zeiten und ihr großes Engagement im Geschäftsjahr 2023.
Bergisch Gladbach, den 16. Juli 2024 Der Aufsichtsrat Dr Horst Michael Leyh, Vorsitzender des Aufsichtsrats |
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