GAVEG Gasvertriebsgesellschaft mbH
Berliner Ring 89, 64625 Bensheim, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Dogukan Ceneli seit 2.9.2024 | Geschäftsführer |
Matthias Klaus Fürmann seit 20.12.2012 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
GAVEG Gasvertriebsgesellschaft mbHBensheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023A. Allgemeine Angaben zum UnternehmenDie GAVEG Gasvertriebsgesellschaft mbH hat ihren Sitz in Bensheim. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Darmstadt unter HR B 25678 eingetragen. B. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des JahresabschlussesDer Jahresabschluss der GAVEG Gasvertriebsgesellschaft mbH wurde nach den maßgeblichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches und denen des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die Gliederung der Bilanz erfolgt gemäß § 266 HGB, die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt gemäß dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) Die Gesellschaft nimmt die für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Angabeerleichterungen der §§ 276 und 288 HGB teilweise in Anspruch. C. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenAnlagevermögen Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten bewertet und, soweit abnutzbar, um die planmäßigen Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen entsprechend der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und wurden entsprechend den steuerlichen Vorschriften linear vorgenommen. Umlaufvermögen Die Bewertung der Waren erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten oder niedrigeren Zeitwerten. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten bzw. zum Nominalwert angesetzt. Für alle erkennbaren Risiken werden Einzelwertberichtungen vorgenommen. Für das allgemeine Kreditrisiko ist eine Pauschalwertberichtigung gebildet worden, soweit diese nicht nahestehende Unternehmen oder Gesellschafter betrafen. Die liquiden Mittel werden zum Nennwert bewertet. Rückstellungen Die übrigen Rückstellungen (Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen) werden so bemessen, dass sie nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung tragen und mit ihrem notwendigen Erfüllungsbetrag passiviert. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Rückzahlungsbetrag passiviert. D. Angaben zur BilanzDie Forderungen gegen Gesellschafter betreffen in Höhe von € 55 (Vorjahr: T€ 111) ein kurzfristiges Darlehen. Diese Forderungen wurden im Vorjahr unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten in Höhe von € 53.712,21 Vorsteuern, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von T€ 126 (Vorjahr: T€ 138). Das vollständig eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt nach einer Kapitalerhöhung im Jahr 2022 wie im Vorjahr € 272.100,00. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen in Höhe von T€ 3.122 (Vorjahr: T€ 3.493) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten haben in Höhe von T€ 5.612 (Vj. T€ 5.973) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und in Höhe von T€ 11 (Vj. T€ 9) eine Restlaufzeit von über fünf Jahren. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von T€ 1.462 (Vorjahr: T€ 1.527) durch Sicherheitsübereignung von Anlagevermögen besichert. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind in Höhe von T€ 865 (Vorjahr: T€ 966) durch Sicherheitsübereignung von Anlagevermögen besichert. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Wesentliche sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus Mietverträgen in Höhe von T€ 506 p.a. Vorteile liegen in der geringeren Kapitalbindung und der positiven Wirkung auf die Finanzkennzahlen. Es bestehen Verbindlichkeiten aus Bürgschaften zu Gunsten von verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 8.607. Das Risiko einer Inanspruchnahme wird aufgrund der wirtschaftlichen Verhältnisse des verbundenen Unternehmens als gering angesehen. E. Sonstige AngabenBelegschaft Im Jahresdurchschnitt waren 25 Arbeitnehmer beschäftigt. Davon waren neun im kaufmännischen Bereich und zwei im technischen Bereich tätig. Außerdem wurden im Jahresdurchschnitt 14 Kraftfahrer beschäftigt. Geschäftsführung Während des abgelaufenen Geschäftsjahres lag die Führung der Geschäfte bei Herrn Matthias Fürmann, Kaufmann Vorgänge von besonderer Bedeutung Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag haben sich nicht ereignet. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss und den Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.
Bensheim, den 27. Januar 2025 Matthias Fürmann, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023A. GRUNDLAGEN DER GESELLSCHAFT1. Geschäftstätigkeit der GAVEG Organisation und Versorgungsgebiet Das Unternehmen GAVEG mbH ist im Jahre 2001 gegründet worden. In der Zentrale in Bensheim befinden sich neben der Geschäftsleitung auch Verkauf, Beschaffung, Logistik, Marketing, Sicherheit/Technik, Rechnungswesen und Controlling. Sparten Das Geschäft der GAVEG gliedert sich in die Sparten Flüssiggasversorgung von Haushaltskunden und Industrie sowie Treibgasversorgung und Verwaltung von Tankstellen. Beschaffung Die Beschaffung des Flüssiggases erfolgt über Zwischenhändler durch eigene Tanklastkraftwagen. Die gesamten Importmengen werden auf internationalen Preisbasen bezogen. Die Preise für Raffineriemengen basieren auf dem jeweiligen monatlichen Raffineriekontraktpreis. Das zu Beginn des Jahres saisonbedingt hohe Preisgefüge wurde durch den Ausbruch des Ukraine-Konfliktes noch verstärkt. Erst im Mai sanken die Preise, jedoch blieben diese ganzjährig auf einem durch die anhaltenden global-politischen Ereignisse relativ hohen Niveau. Investitionen Die Investitionstätigkeit der GAVEG konzentriert sich auf die Anschaffung der technischen Anlagen für das Gasgeschäft wie Tankanlagen und Tankversorgungsanlagen sowie Treibgastankstellen und die Anschaffung von neuen TKW. Umweltschutz Flüssiggas (Propan) ist in der Zusammensetzung nach DIN 51622 kein Gefahrstoff im Sinne der Umweltschutzgesetze. Besondere umweltschutztechnische Maßnahmen sind aus dieser Sicht nicht erforderlich. Flüssiggas unterliegt auch nicht dem REACH-Regelwerk, sofern es naturbelassen in den Verkehr gebracht wird. Die Lagerungs- und Verteilungsabläufe im Rahmen des Handels und der Versorgung erfordern umweltschutztechnische Betrachtungen und Maßnahmen auf der Grundlage des Bundesimmissionsschutzgesetzes. Alle durch GAVEG errichteten und betriebenen Anlagen sind ordnungsgemäß beantragt und - soweit sie dem Bundesimmissionsschutzgesetz unterliegen - durch die zuständigen Behörden genehmigt. Auflagen hinsichtlich der Gasfreisetzung in die Atmosphäre sowie Maßnahmen des Lärmschutzes wurden erfüllt. Unsere Anlagen unterliegen einer regelmäßigen Wartung und Instandhaltung. Die Entsorgung von Altanlagen erfolgt gemäß den entsprechenden umweltrechtlichen Vorschriften. Darüber hinaus hat die GAVEG bereits 70% des LKW-Fuhrpark auf umweltschonende LNG-betriebene LKW umgestellt. Somit kann die Gesellschaft den CO 2 -Ausstoß um rund 20% reduzieren und damit einen entscheidenden Beitrag zum Umweltschutz beitragen. Ab dem 4. Quartal 2023 ist es gelungen den Bedarf auf nachhaltiges BIO LNG umzustellen, sodass der Transport gänzlich CO 2 -neutral erfolgt. Forschung- und Entwicklung Es wird von uns ständig an Lösungsmöglichkeiten kundenspezifischer Problemstellungen gearbeitet. Natürlich sind wir hier im Zuge der Energiewende Verdampferanlagen zur Substitution von Erdgasversorgungen und Blockheizkraftwerke sowie Hybridlösungen im Fokus. Eine gesonderte Grundlagenforschung oder eine Entwicklung größerer Projekte betreiben wir zurzeit nicht. Zudem hat GAVEG im Laufe des Jahres ein ESG-Rating für das gesamte Unternehmen erstellt, um die Fortschritte in der Klimaneutralität zu verifizieren und weiteres Potenzial zur Erfüllung der Klimaziele zu erörtern. Nicht zuletzt wurde in 2024 versucht, neue Lieferwege für Bio-Propan aus nachhaltigen Rohstoffen zu legen um auch hier weitere Schritte für die Zukunftssicherung des Energiesektors zu gewährleisten. B. WIRTSCHAFTSBERICHT1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahr 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3% im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Auch 2023 blieben die Zulassungszahlen für Autogas-Fahrzeuge konstant und haben weiterhin einen Anteil am Gesamtmarkt von 0,5%. Aufgrund der praktikablen und günstigen Alternative von Autogas gegenüber den konventionellen Antriebstechniken, ist bei Autogas der Absatz weiterhin stabil. Ähnlich verhält sich der Marktbereich im Vertrieb von Propan zur Erzeugung von Licht und Wärme. Hier wird ebenfalls durch den Einsatz in Industrie, Gastronomie, Landwirtschaft und bei privaten Haushalten der Vorteil des reduzierten Treibhausgasaustoßes gegenüber beispielsweise Heizöl genutzt. Durch neue Technologien wie Hybridheizungen, Brennwertthermen und Blockheizkraftwerken ist eine hohe Nachfrage gegeben. Gerade für Verbraucher, die außerhalb der Reichweite des Erdgasnetzes oder eines ausreichend robusten Stromnetzes liegen, ist die Flüssiggasversorgung ein wesentliches Instrument zur strukturellen Entwicklung. Mit der Portabilität, flexiblen Lieferkette und zentralen Lagerung vor Ort ist Propan in der Energiebranche ein weiterhin florierendes Produkt. 2. Geschäftsverlauf Absatzmarkt Die Entwicklung des Geschäftsfeldes Flüssiggashandel unterliegt nach wie vor starken Beeinflussungen durch die Veränderungen der Energiemärkte und durch den Witterungsverlauf. Das Jahr 2023 war mit einer Durchschnittstemperatur von 10,6°C nochmals wärmer als das Vorjahr und war das heißeste Jahr seit 1881 in Deutschland seit Beginn regelmäßiger Messungen. Das zu Beginn des Geschäftsjahres gestiegene Preisniveau senkte sich in 2023 erst zum Sommer. Aufgrund der Energiekrise wurde im gesamten Jahr ein kontinuierlicher Bedarf an Flüssiggas verzeichnet. Somit wurde trotz der warmen Temperaturen ein ähnlicher Absatz wie im Vorjahr erzielt. Unser Geschäftsbereich Tankstellen blieb, trotz der größer werdenden Konkurrenz, im Berichtsjahr konstant. Der Absatz wurde sowohl durch neue Standorte als auch durch bestehende Anlagen erzielt. Insgesamt konnte GAVEG ihren Marktanteil und ihre Position behaupten und ausbauen. Personal- und Sozialbereich Im Jahr 2023 wurde durchschnittlich folgendes Personal beschäftigt: 9 kaufmännische Angestellte, 2 technische Angestellte, 14 Berufskraftfahrer, 2 Auszubildende. 3. Lage der Gesellschaft Ertragslage Der Absatz mit Heizgas und Treibgas konnte zum Vorjahr nochmals um 3,8% gesteigert werden. Das Rohergebnis ist nur leicht zurückgegangen (3,8%) bei einem Umsatzrückgang von fast 10%. Nachdem im Jahr 2022 durch den russischen Angriffskrieg die Energiepreise massiv gestiegen sind, hat sich der Preis 2023 leicht erholt. Die Personalkosten sind im Vergleich zum Vorjahr um 12,4% gesunken. Aufgrund von Verbesserungen in der Disposition sowie Digitalisierung von Arbeitsschritten, konnte gesamtheitlich eine positive Bilanz gezogen und damit entsprechende Einsparungen erzielt werden. Nach Berücksichtigung des Zinsaufwands und nach Steuern ergibt sich ein gegenüber dem Vorjahr gestiegener Jahresüberschuss in Höhe von T€ 140 (Vj. T€ 56). Vermögenslage und Finanzlage Der Zeitraum um den Jahreswechsel geht für die GAVEG einher mit der größtmöglichen Liquiditätsbelastung eines jeden Geschäftsjahres. Zum einen steigt mit Beginn der Heizperiode die Kapitalbindung stark überproportional, zum anderen ist der 27. Dezember eines jeden Jahres ein vorgezogener Termin zur Energiesteuerzahlung. Darüber hinaus bevorratet GAVEG eine Menge in Höhe von ca. einem Monatsbedarf über ein externes Tanklager zur Versorgungssicherung. Stichtagsbedingt befinden sich die Verbindlichkeiten gegenüber unseren Hauptlieferanten und dem Gesellschafter auf hohem Niveau. Aufgrund der massiven Beschaffungsengpässe im Automobil- und Nutzfahrzeugbereich, aufgrund der Coronakrise und des Ukrainekonfliktes, hat GAVEG vorzeitig Ersatz- und Neuinvestitionen getätigt, um möglichen Lieferverzögerungen vorzubeugen. Damit die hieraus resultierende finanzielle Belastung abgefedert werden kann, werden diese auch entgeltlich überlassen. Das Sachanlagevermögen beträgt 38% der Bilanzsumme (Vorjahr 40%). Die Vorräte sind um T€ 96 auf T€ 2.995 bzw. 26% der Bilanzsumme gestiegen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind marginal gesunken auf 3,4 Mio. € (Vorjahr: 3,5 Mio. €). Die Eigenkapitalquote erhöhte sich von im Vergleich zum Vorjahr (29%) auf 31%. Die Finanzierungsdarlehen für Anlagevermögen werden kontinuierlich getilgt. Im Geschäftsjahr 2023 sind sie per Saldo um T€ 264 gestiegen. Neuaufnahmen in Höhe von T€ 1.588 standen Tilgungen in Höhe von T€ 1.324 gegenüber. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich zum Stichtag auf T€ 398 verändert (Vorjahr: T€ 707). Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betragen T€ 3.122 und sind damit gegenüber dem Vorjahreswert von T€ 3.492 zurückgegangen. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (T€ 424) hat den Cashflow aus der Investitionstätigkeit (T€ 684) nicht gedeckt. Die Lücke wurde durch den Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (T€ 264) gedeckt, sodass sich unser Zahlungsmittelfonds um T€ 4 verbessert hat. Gesamtaussage Insgesamt sind wir mit dem Geschäftsverlauf zufrieden, da unsere Erwartungen erfüllt wurden. Wir waren im Stande, auf die Probleme und Schwankungen des Energiemarktes angemessen zu reagieren und konnten trotz der Krisen und Widrigkeiten des Jahres 2023 unseren Umsatz weitestgehend konstant halten und insgesamt ein positives Geschäftsergebnis erzielen. Unsere Planung sah eine Steigerung des Rohertrags von 2% und einen Jahresüberschuss in Höhe von T€ 100 vor. Tatsächlich ist der Rohertrag um 2,6% gesunken. Dem standen aber im Wesentlichen geringere Personalkosten und Abschreibungen gegenüber, sodass es uns gelungen ist, das Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von T€ 140 abzuschließen. C. PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT1. Prognosebericht Im Geschäftsjahr 2024 wurde trotz einer konservativen Planung aufgrund des sehr volatilen Markts die Unternehmensziele nicht erreicht. Die politischen innerdeutschen Unsicherheiten für Investitionen und die hohen Energiepreise sorgen für drastische Sparkurse von Haushalten und Wirtschaft, sodass wir in 2024 von einem Umsatzrückgang von rund 5% ausgehen. Trotz der Herausforderungen, geschürt durch die Konflikte im Nahen Osten und Europa, erwarten wir einen Jahresüberschuss von ca. T€ 60. Für das Geschäftsjahr 2025 sehen wir die wirtschaftliche Lage weiter angespannt und gehen auch hier von einer eher verhaltenen und konservativen Abnahme durch Industrie und Privathaushalte aus. Aufgrund der hohen Energiepreise planen wir mit einem Jahresumsatz von T€ 43.000 und einem Jahresüberschuss von T€ 100. 2. Chancen- und Risikobericht Risiken des Absatz- und Beschaffungsmarktes Um eine Versorgungssicherheit auch in den Wintermonaten gewährleisten zu können, haben wir einen Lagervorrat in einem externen Tanklager bereitgestellt. Die Bevorratung erfolgte unter Berücksichtigung der Absatzsicherheit. Die laufenden Mengen werden weiterhin durch flexible Lieferverträge abgedeckt und durch unsere eigene Logistik Just in time an den Endkunden verbracht, um hier von möglichen Preissteigerungen nicht betroffen zu sein. Trotz des Auslaufens der Steuerbegünstigung auf Autogas, erwarten wir einen konstanten Absatz, da auch bei weiter steigenden Kraftstoffpreisen (Benzin, Diesel) die Differenz bei ca. 50% bleibt. Durch die Einsparung von Emissionen, wird hier der Klimawende ein Beitrag zugesprochen. Die CO 2 -Steuer ist zum 1. Januar 2025 von € 45,00 auf € 55,00 pro Tonne erhöht worden. Rechtliche Risiken Zunehmende gesetzliche Anforderungen und Auflagen werden zu erhöhtem Aufwand und höheren Kosten führen, z. B. Betrieb von Flüssiggastankstellen und Gefahrguttransport. Um hier ein höchstmögliches Maß an Sicherheit zu schaffen, wurde durch uns ein Sicherheitsmanagementsystem für sämtliche Betriebsabläufe etabliert. Hierdurch ist eine turnusmäßige Überwachung in Zusammenarbeit mit der Sicherheitsfachkraft, Sicherheitsbeauftragten, Gefahrgutbeauftragen sowie dem Betriebsarzt und ein enger Austausch der Weisungsberechtigten im Unternehmen möglich. Darüber hinaus ist durch dieses Konzept eine wirtschaftliche Überwachung möglich. Finanzrisiken Etwaigen Finanzrisiken aus Zahlungsverzögerungen und Forderungsausfällen begegnen wir mit einem gut ausgebauten System zur Forderungsüberwachung und einem effizienten Controlling-System. Gesamtrisiko Risiken der Gesellschaft, die einen besonderen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben und den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, sind nicht erkennbar. Chancenbericht Nicht nur im Bereich der Treibgastankstellen sieht GAVEG eine gute Zukunftschance. Darüber hinaus ist Flüssiggas eine ideale Ergänzung zu erneuerbaren Energien wie Solar oder Antriebsenergie für Blockheizkraftwerke, sodass wir auch hier weiteres Potenzial sehen. Des Weiteren ist in Bezug auf die Substitution von Erdgas durch Propan im Industriebereich mit einem vermehrten Bedarf am Verdampferanlagen zu rechnen. Die allgemeinen Bestrebungen zur CO 2 -Reduktion und -Vermeidung führen aufgrund des geringeren spezifischen CO 2 -Emissionsfaktors von Flüssiggas zu einer weiteren Wachstumschance in diesem Bereich. Hier sei noch die beginnende Produktion von Propan aus regenerativen Rohstoffen zu erwähnen, die einen direkten Beitrag zur Erfüllung der Klimaziele und Sicherung des Energiemarktes beitragen wird.
Bensheim, den 27. Januar 2025 Matthias Fürmann, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersBei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt. An die GAVEG Gasvertriebsgesellschaft mbH, Bensheim Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der GAVEG Gasvertriebsgesellschaft mbH, Bensheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der GAVEG Gasvertriebsgesellschaft mbH, Bensheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Standards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulation der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Bensheim, den 27. Januar 2025 Dipl.-Kfm. Carsten Daub, Wirtschaftsprüfer FeststellungsbeschlussDer Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 5. Februar 2025 festgestellt. |
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