Reis Holding GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
Kommanditgesellschaft (KG)
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Reis Robotics GmbH & Co. KGObernburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023REIS Robotics GmbH & Co. KG (ehemals KUKA Industries GmbH & Co. KG) Obernburg am MainA. GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS Geschäftsmodell Die REIS Robotics GmbH & Co. KG (ehemals KUKA Industries GmbH & Co. KG) mit Sitz in Obernburg am Main (im Folgenden "REIS Robotics") ist ein Unternehmen mit jahrzehntelanger Erfahrung im technischen Maschinenbau. Das im Jahre 1957 gegründete Unternehmen befindet sich zu 70% im Besitz der CT Pack S.r.l ., Italien und zu 30% FAI Holding AG, Schweiz. REIS Robotics und ist unter dem Markennamen REIS weltweit zum Synonym für Roboter basierte Automatisierungslösungen geworden. REIS Robotics beschäftigt an zwei Standorten in Deutschland im Geschäftsjahr durchschnittlich 404 Mitarbeiter und produziert Produkte, Systeme und Anlagen in den Bereichen Casting, Schweißen, Laser, Handling und Automatisierung für die unterschiedlichsten Produktionsanlagen der verarbeitenden und produzierenden Industrien. REIS Robotics verkauft weltweit an seine Kunden direkt, aber auch über lokale rechtlich selbständige Integratoren, die Reis Produkte und Anlagen in Ihren Aufgabenstellungen verwenden. Ziele und Strategien Wir wollen, trotz einer herausfordernden Marktsituation, mit technischer Kompetenz sowie innovativen und qualitativ hochwertigen Produkten unseren Marktanteil in einem von Verdrängung geprägten Wettbewerbsumfeld behaupten. Darüber hinaus wollen wir unsere Kunden bei deren Bestrebungen zur Effizienzsteigerung und Automatisierung begleiten. Dies bedeutet für uns vor allem eine Erweiterung des strategischen Fokus von reinen Roboterzellen und Produkten zu kompletten Lösungen, die spezifischen Kundenbedürfnissen gerecht werden. Die vermehrte Anwendung von Lösungen im Bereich der erneuerbaren Energien (Windkraft, Solar, Wasserstoff) ermöglicht uns die Erweiterung unserer Kompetenzen und damit die Erschließung neuer Anwendungsbereiche (Dichtsysteme, Kohlefaser-Leichtbau) Forschung und Entwicklung Durch die Trennung vom KUKA-Konzern liegt der Schwerpunkt der Entwicklungsaktivitäten auf den spezifischen Alleinstellungsmerkmalen von Reis Robotics. Reis Robotics hat in seiner Historie die 6-Achs-Roboterkinematik erfunden. Mit der im Haus vorhanden Kompetenz bzgl. Roboter basierter Automatisierung entwickeln wir eine neue Steuerungsgeneration (RS7). Diese Entwicklung beinhaltet die Aktualisierung der vorhandenen Steuerungsgeneration, die Einführung neuer Hardware-Komponenten und die Erweiterung des Sicherheitskonzeptes. Weitere Schwerpunkte sind die Aktualisierung bestehender Produktlinien wie z.B. Pressen, Positionierer, Schweiß- und Handhabungszellen. B. WIRTSCHAFTSBERICHT Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Zum Ende des Jahres 2023 ist die Stimmung in den Chefetagen der Industrie getrübt. Die noch zu Beginn des Jahres 2023 verhaltene Wachstumserwartung hat sich im Laufe der letzten zwölf Monate ins Negative gedreht und im letzten Quartal ihren Tiefpunkt erreicht, wie das aktuelle Wirtschaftsbarometer der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC Deutschland zeigt (1). Deutschlands Wirtschaft ist 2023 geschrumpft. Die schwache Weltkonjunktur, hohe Inflationsraten und steigende Zinsen sorgten für ein Minus von 0,3 Prozent. Hohe Inflation, steigende Zinsen und maue Weltkonjunktur haben die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 schrumpfen lassen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank um 0,3 Prozent und verzeichnete damit erstmals seit dem Corona-Jahr 2020 ein Minus, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Auch im Schlussquartal dürfte die Wirtschaftskraft demnach um 0,3 Prozent gesunken sein. Der Kostendruck bleibt hoch. Der Anteil der Entscheider, die am Jahresanfang mit steigenden Gesamtkosten rechneten, ist zum Jahresende wieder angestiegen und liegt bei 52%. Lediglich jeder zehnte Befragte ging von sinkenden Kosten aus. Im Jahr 2023 sind die Nachwirkungen des SARS-Cov-2-Virus noch nicht ganz verschwunden und zusätzlich neue Krisen halten die Weltwirtschaft weiter beeinflusst. Zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie ergriffene Maßnahmen bremsten die Entwicklung im Jahr 2023 durch immer noch gestörte Lieferkletten. Der Krieg von Russland mit der Ukraine erzeugt deutliche Zurückhaltung bei den Investitionen, da die Folgen dieser Ereignisse nicht abschätzbar sind. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Jahr 2023 waren die Aussichten für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau eher düster. Die Entscheidungsträger in dieser Branche blickten mit Sorge auf die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland und prognostizierten einen Rückgang des Wachstums. Insgesamt standen die Zeichen auf Herausforderung und Anpassung für den Maschinenbau im Jahr 2023 . Unser Geschäftsumfeld und unser Markt ist, entgegen der allgemein pessimistischen Stimmung, von den Bedarfen an Automatisierung zur Senkung der Kosten und Einführung der erneuerbaren Energieanwendungen getragen. Das Wettbewerbsumfeld ist insofern intensiv und herausfordernd. Der weltweite Bestand an Industrierobotern hat im Jahr 2023 einen neuen Rekord erreicht und liegt bei rund 3,5 Millionen Einheiten mit einem geschätzten Wert von 15,7 Milliarden US-Dollar. Diese beeindruckende Zahl zeigt die wachsende Bedeutung von Robotern in der Industrie. Insgesamt bleibt die Automatisierungstechnik ein Schlüssel zur effizienten Integration erneuerbarer Energien und alternativer Heizsysteme (z.B. Wärmepumpen). Leistungsindikatoren Die Steuerung der REIS Robotics GmbH & Co. KG (Produktion) erfolgt aufgrund der besonderen und eng verzahnten Produktions- und Vertriebsstruktur in einem durchgängigen Ablauf. Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren sind die Gesamtleistung (GJ 2023: Mio EUR 41,6) sowie das EBIT (GJ 2023: Mio EUR -19,1). Die Umsatzerlöse der REIS Robotics resultieren zu nahezu 100 % aus der Fakturierung von REIS Robotics Produkten und Lösungen. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren sind die Liefertreue (GJ 2023: 82,8%) und der Krankenstand eigener Mitarbeiter (GJ 2023: 9,53% ). Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage Für das Geschäftsjahr 2023 wurde ein Umsatzzuwachs im Vergleich zum Vorjahr um Mio EUR 19,9 auf Mio EUR 62,3 erreicht. Die sich wiederbelebenden Märkte führten zu neuen Herausforderungen in der Material- und Mitarbeiterverfügbarkeit, welche immer noch durch Corona und den im abgelaufenen Jahr erfolgten Verkauf beeinflusst. Die Materialaufwandsquote - bezogen auf die Gesamtleistung (Umsatzerlöse, Bestandsveränderung) - lag bei 59,31% (Vorjahr: 69,1%). Besonders die schlechte Verfügbarkeit von Material und Logistik-Kapazitäten waren besondere Hausforderungen im Geschäftsjahr 2023. Der REIS Robotics standen im Geschäftsjahr 2023 und stehen im Folgejahr ausreichende Kreditlinien in Höhe von Mio EUR 5,0 zur Finanzierung zur Verfügung. Zum Geschäftsverlauf und zur Lage der Gesellschaft wird im Einzelnen ausgeführt: Ertragslage Die Aufteilung der Umsatzerlöse stellt sich wie folgt dar [TEUR]:
Aufgliederung nach Tätigkeitsgebiet
Die Bruttomarge (hier als Differenz aus der Gesamtleistung und Materialaufwand) stieg von Mio EUR 14,2 um Mio EUR 2,7 auf Mio EUR 16,9. Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf Mio EUR 5,9 (Vorjahr: Mio EUR 4,4). Der Personalaufwand sank in absoluten Zahlen von Mio EUR 31,5 auf Mio EUR 30,5. Im Geschäftsjahr waren im Unternehmen durchschnittlich 404 Personen (Vorjahr 422 Personen) beschäftigt. Die Gesamtleistung ist um Mio EUR 4,4 gesunken. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr von Mio EUR 10,2 mit Mio EUR 10,3 leicht erhöht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Instandhaltungsaufwendungen, Energiekosten, Versuchskosten, Aufwendungen für Ausstellungen, für fremde Dienstleistungen und allgemeine Beratungskosten und allgemeine Betriebsaufwendungen. Das Ergebnis vor Steuern vom Ertrag verbesserte sich nach Berücksichtigung des Finanzergebnisses auf Mio EUR -22,4 (Vorjahr Mio EUR -27,5). Die Gesellschaft schloss das Geschäftsjahr 2023 nach Berücksichtigung der Ertragsteuern und der sonstigen Steuern mit einem Jahresverlust von Mio EUR -22,9 (Vorjahr Jahresfehlbetrag Mio EUR -27,8 ) ab. Das Jahresergebnis wurde unter Berücksichtigung der Gewinnverteilungsvorgaben des Gesellschaftsvertrags den Kommanditisten gutgeschrieben. Vermögenslage Die Bilanzsumme verminderte sich von Mio EUR 182,1 auf Mio EUR 31,6. Wesentliche Ursache ist die Auflösung der Cashpool-Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit dem Gesellschafterwechsel. Auf der Aktivseite gingen die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffbestände von Mio EUR 11,8 auf Mio EUR 6,0 zurück. Die unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen haben sich von Mio EUR 29,7 im Vorjahr auf Mio EUR 9,0 gemindert. Finanzlage Die Gesellschaft hatte sich bis zum Gesellschafterwechsel über den KUKA-Cashpool finanziert. Danach erfolgt die Finanzierung durch entsprechende Kreditzusagen der neuen Gesellschafter für liquide Mittel und Avale. C. PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT Prognosebericht Der Margen- und Kostendruck in der verarbeitenden Industrie führt zu Bestrebungen der Kunden hinsichtlich einer (Teil-)Vollautomatisierung des Produktionsprozesses. In der jüngsten Zeit wird diese Betrachtung auch auf den Logistikprozess erweitert, um dem Fachkräftemangel und dem Kostendruck zu entgehen. Es ist schwer, die zukünftige Performance des Unternehmens in der aktuellen finanziellen und operativen Situation zu prognostizieren. Es ist jedoch klar, dass das Unternehmen die Herausforderungen in seiner Lieferkette angehen und Wege finden muss, um die Auswirkungen externer Faktoren wie der Pandemie und geopolitischer Konflikte zu mildern. Der Erfolg dieser Bemühungen wird entscheidend sein für die Fähigkeit des Unternehmens, seine Ziele zu erreichen und seine Wettbewerbsposition aufrechtzuerhalten. Durch die Herauslösung aus der KUKA-Gruppe wird zudem ein interner Zielkonflikt mit den direkten Kunden im Konzern aufgelöst. REIS Robotics als Integrator stand hier im direkten Wettbewerb mit den Kunden von KUKA, welche selbst als Integratoren am Markt tätig sind. Auch kann REIS Robotics seine sehr erfolgreiche ROBOTSTAR Steuerung nun weiterentwickeln und die vorliegenden Wettbewerbsvorteile nutzen. Im Geschäftsjahr 2024 erwarten wir folgende Entwicklung der zuvor genannten Leistungsindikatoren: Finanzielle Leistungsindikatoren: Ziel für 2024 ist es, die Gesamtleistung um 25% bis 32% zu steigern und das EBIT um 75% bis 82% zu verbessern. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren: Liefertreue: Verbesserung auf über 90,0% durch Optimierung von Projektmanagement und Fertigungsabläufen. Krankenstand: Verbesserung auf unter 6,0% durch Durchführung von Gesundheitstagen, Etablierung von Betriebssportgruppen, verbesserte Arbeitsbedingungen (z.B. höhenverstellbare Schreibtische), Impfkampagnen (z.B. Grippeschutz) und Gesundheitschecks und Vorsorgeuntersuchungen durch die Betriebsmedizin Risikobericht Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Unternehmen im Jahr 2023 einer Reihe von Risiken ausgesetzt war, die in verschiedene Kategorien eingeteilt werden können. Das größte Risiko besteht weiterhin in den Auswirkungen von Corona und den aktuellen Krisen durch die damit verbundene Unsicherheit auf der Kunden- und Lieferantenseite sowie den steigenden Kosten im Material- und Energiesektor, die durch den Ukraine-Krieg verstärkt werden. Ein weiteres bedeutendes Risiko besteht im intensiven Wettbewerb mit den konkurrierenden Anbietern und der Konkurrenz durch das Internet. Auf Kundenseite besteht das Risiko von rückläufigen Auftragseingängen und Zahlungsausfällen. Auf der Lieferantenseite besteht das Risiko von Lieferausfällen, dem das Unternehmen durch paralleles Sourcing, vorausschauende Planung und entsprechende Vorratshaltung entgegenwirkt. Des Weiteren stellt das Risiko von Gewährleistungsfällen eine typische Geschäftsgefahr dar, dem das Unternehmen durch qualifizierte und motivierte Mitarbeiter begegnet. Das Unternehmen versucht, Währungsrisiken zu vermeiden, indem Einkäufe und Verkäufe grundsätzlich auf EURO-Basis durchgeführt werden. Das allgemeine und nicht beeinflussbare Risiko einer unerwarteten Entwicklung wie der Corona- Pandemie und das Risiko aus dem bestehenden Ukraine-Krieg können ebenfalls das Ergebnis der Gesellschaft belasten. In Bezug auf die Annahme der Unternehmensfortführung verweist das Unternehmen auf die Ausführungen im Prognosebericht. Finanzinstrumente und Risikomanagement Die Gesellschaft unterliegt bezüglich ihrer Finanzinstrumente, die im Geschäftsjahr im Wesentlichen Forderungen, Guthaben bei Kreditinstituten, sonstige Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten betreffen, grundsätzlich keinen wesentlichen Preisänderungs-, Marktpreis-, Zahlungsstrom-, Ausfall- oder Liquiditätsrisiken. Risikomanagementsysteme und -methoden: Aufgrund der transparenten und schlanken Hierarchie im Unternehmen ist ein gezieltes und flexibles Risikomanagement gewährleistet. Die permanente direkte Kommunikation zwischen Bereichs- und Geschäftsleitung stellt eine kurze Reaktionszeit und unmittelbare Entscheidungswege sicher. Es werden ausreichende Finanzpläne erstellt, die auf monatlicher Basis zu den Istwerten verglichen werden. Eventuell notwendige Gegenmaßnahmen werden beschlossen und umgesetzt. Chancenbericht Die Chancen für REIS Robotics lassen sich wie folgt bezeichnen:
Insgesamt verfügt das Unternehmen über eine Reihe von Chancen, die es nutzen kann, um seinen Erfolg langfristig zu steigern. Allerdings hängt der Erfolg auch von der Umsetzung dieser Maßnahmen ab und wie gut das Unternehmen in der Lage ist, auf Veränderungen im Markt zu reagieren. Im aktuellen Marktumfeld gibt es vielversprechende Chancen: Roboter in neuen Einsatzfeldern:
Roboter einfacher zu bedienen:
Wachstum des Roboter Marktes:
Die Ausweiterung der weltweiten Marktbetreuung zeigt weitere Potentiale:
Obernburg am Main, den 28. August 2024 Die Geschäftsführung Michael Wombacher Anhang für das Geschäftsjahr 20231. Allgemeine Hinweise Die Firma der Gesellschaft lautet Reis Robotics GmbH & Co. KG (ehemals KUKA Industries GmbH & Co. KG, Obernburg) und der Sitz ist Obernburg. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Aschaffenburg unter HRA 4918 eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss ist nach den für große Personenhandelsgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Der Jahresabschluss wurde entsprechend den Gliederungsvorschriften der §§ 266 ff. HGB aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Der Jahresabschluss wird in Euro aufgestellt. Aus Gründen der Übersichtlichkeit und Klarheit erfolgen die Angaben im Anhang in TEUR. Alle gesetzlichen Vermerke zu Bilanzposten sowie Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden im Anhang gezeigt. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Posten des Jahresabschlusses waren die zum Vorjahr unveränderten nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen angesetzt. Vom Wahlrecht zur Aktivierung von selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenständen wird kein Gebrauch gemacht. Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten sowie der direkt zurechenbaren Anschaffungsnebenkosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen. Sofern den Gegenständen des Anlagevermögens am Abschlussstichtag ein voraussichtlich dauerhaft niedrigerer Wert beizulegen ist, als er sich bei Anwendung der vorstehend erläuterten Bewertungsmethoden ergibt, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Soweit Wertminderungen nicht mehr bestehen, wird dem Wertaufholungsgebot nach § 253 Abs. 5 HGB Rechnung getragen. Für die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen erfolgt die Abschreibung linear nachfolgenden Nutzungsdauern:
Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag bewertet. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten und Fertigungslöhnen auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten entsprechend dem handelsrechtlichen Mindestumfang berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen wurden nicht aktiviert. Handelswaren sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder niedrigeren Marktpreisen angesetzt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Für Verluste aus Liefer- und Abnahmeverpflichtungen sind in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nominalbeträgen, vermindert um Einzelwertberichtigungen, bilanziert. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nennwerten bewertet. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Der Ausweis und die Darstellung des Eigenkapitals erfolgen gem. § 272 Abs. 1 HGB zum Nennbetrag. Die Rückstellungen für Pensionen sowie für sonstige versicherungsmathematisch bewertete Personalverpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Berücksichtigung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G) ermittelt. Die Verpflichtungen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) berechnet. Zukünftig erwartete Entgeltsteigerungen inkl. Gehaltstrends werden mit jährlich 1,10 % (Vorjahr 1,10 %) berücksichtigt. Seit 2016 wird aufgrund der Verabschiedung des Gesetzes zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften ein fristenkongruenter, durchschnittlicher Marktzins der letzten zehn Jahre (bisher: sieben Jahre) zur Berechnung der Pensionsverpflichtungen verwendet, der von der Deutschen Bundesbank monatlich veröffentlicht wird. Unverändert wird eine pauschale Restlaufzeit der Verpflichtungen von 15 Jahren angenommen. Der Rechnungszins zum 31. Dezember 2023 beträgt 1,83 % (Vorjahr 1,79 %). Zum 31. Dezember 2023 waren Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 520 bilanziert (Vorjahr: TEUR 551). Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen auf Basis des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Jahren und dem Ansatz der Pensionsrückstellungen auf Basis des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Jahren beträgt TEUR 3. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Den Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit liegen zukünftig erwartete Entgeltsteigerungen inkl. Gehaltstrends von jährlich 2,50 % (Vorjahr 2,50 %) zugrunde. Der Rechnungszins zum 31. Dezember 2023 beträgt 1,08 % (Vorjahr 0,59 %). Die Berechnung bezieht die bis zum Stichtag gezahlten Aufstockungsbeträge ein. Die Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff fremder Dritter entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des zweckgebundenen, verpfändeten und insolvenzgesicherten Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, der den fortgeführten Anschaffungskosten entspricht. Den Jubiläumsrückstellungen liegen zukünftig erwartete Entgeltsteigerungen inkl. Gehaltstrends von jährlich 2,50 % (Vorjahr 2,50 %), eine Fluktuationsrate mit 3,00 % p.a. (Vorjahr zwischen 3,00 % p.a.) zugrunde. Der Rechnungszins zum 31. Dezember 2023 beträgt 1,76 % (Vorjahr 1,45 %). Die Bewertung der Rückstellung für drohende Verluste erfolgt auf Vollkosten-Basis. Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten wurden Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit über 1 Jahr werden zum Anschaffungskurs oder zum jeweiligen ungünstigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von 1 Jahr oder weniger werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Die aus Fremdwährungsgeschäften resultierenden Erträge und Aufwendungen werden zum Tageskurs im Zeitpunkt ihrer Entstehung umgerechnet. 3. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Vorräte Die erhaltenen Anzahlungen von TEUR 5.960 (Vorjahr: TEUR 21.309) sind durch Avalbürgschaften in Höhe von TEUR 3.972 (Vorjahr: TEUR 7.417) besichert. Die Restlaufzeit der erhaltenen Anzahlungen liegt bei bis zu einem Jahr. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche zum Stichtag ausgewiesene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 7.154 (Vorjahr TEUR 2.658) besitzen eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 306 (Vorjahr TEUR 166) sind, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig. Eigenkapital Durch Gesellschafterbeschluss wurden TEUR 210.600 den Kapitalrücklagen (Kapitalkonto IV) entnommen und dem Verlustvortragskonto (Kapitalkonto V) zugeführt. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 10.610 (Vorjahr: 13.930) betreffen im Wesentlichen Beträge für Altersteilzeit, nicht genommenen Urlaub, Gleitzeitkonten, Zielvereinbarungen, Abfindungen, noch anfallende Kosten bei laufenden Projekten und ausstehende Rechnungen. Für die Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen sind zur Absicherung der jeweiligen Guthaben Geldanlagen bilanziert, die die Voraussetzungen des § 246 Abs. 2 HGB (Insolvenzsicherung und Zweckexklusivität) erfüllen und somit als Deckungsvermögen mit dem beizulegenden Zeitwert gegen die entsprechenden Rückstellungen zu verrechnen sind. Zum 31. Dezember 2023 zeigt sich die Wertentwicklung des beizulegenden Zeitwertes wie folgt: TEUR 488 (Vorjahr: TEUR 566). Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten zu belaufen sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 6.869 (Vorjahr: TEUR 166.349). Die Verbindlichkeiten zeigen folgende Fälligkeitsstruktur:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich auf TEUR 39 (im Vorjahr TEUR 161.564, resultierend aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 919 sowie Cash-Pool Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 160.645) In den sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 854 (Vorjahr TEUR 847) sind enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 762 (Vorjahr 642) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr TEUR 0). Alle Verbindlichkeiten der Gesellschaft sind innerhalb eines Jahres fällig. Sicherheiten sind für o.g. Verbindlichkeiten nicht begeben. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag sind insgesamt folgende Verpflichtungen aus Wartungs-, Miet- und Leasingverträgen zu erwarten:
Die Wartungs-, Miet-, Leasingverträge betreffen Gebäude, den Fuhrpark und bestimmte Büro- und Geschäftsausstattungen (Kopierer, Drucker). In allen Fällen handelt es sich um sog. Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden können, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. Haftungsverhältnisse Es existieren keine Haftungsverhältnisse zu Gunsten Dritter. Für eigene Verbindlichkeiten wurden ebenfalls keine Sicherheiten bestellt. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf [TEUR]:
Aufgliederung nach Tätigkeitsgebiet
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 5.936 (Vorjahr TEUR 4.432) beinhalten im Wesentlichen Erträge aus R&D und Controlling Services an Dritte. Zudem sind Erträge aus dem Verkauf einer Joint-Venture - Beteiligung in Höhe von TEUR 1.900 (Vorjahr TEUR 0) enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 10.272 (Vorjahr TEUR 10.234) beinhalten im Wesentlichen Konzernumlagen, Beratungskosten, Leiharbeitskräfte, Instandhaltung sowie Werbe-/Reisekosten. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 3.321 (Vorjahr TEUR 2.210) beinhalten im Wesentlichen Zinsen für Cash Pool Verbindlichkeiten. 5. Sonstige Angaben Beziehungen zu nahestehenden Personen gemäß § 285 Nr. 21 HGB Nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommene wesentliche Geschäfte mit nahen stehenden Unternehmen und Personen waren im Berichtsjahr nicht zu verzeichnen. Abschlussprüferhonorar Im Geschäftsjahr umfassten die Honorare für die Abschlussprüfung TEUR 308. Nachtragsbericht gem. § 285 Nr. 33 HGB Es gab keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind. Arbeitnehmerzahl Im Geschäftsjahr waren im Durchschnitt 404 (Vorjahr: 422) Arbeitnehmer beschäftigt. Mit folgender Zusammensetzung:
Konzernverhältnisse Die Reis Robotics GmbH & Co. KG, Obernburg (ehemals KUKA Industries GmbH & Co. KG, Obernburg) ist als Tochtergesellschaft der CT Pack S.r.l., Italien und FAI Holding AG, Schweiz in den Konzernabschluss der CT Pack S.r.l., Italien, welche den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss des Unternehmens ist am Sitz der Gesellschaft veröffentlicht. Geschäftsführung § 285 Nr. 10 HGB: Die Geschäftsführung erfolgt durch die Komplementärin "Reis Holding GmbH" (ehemals KUKA Industries GmbH & Co. KG, Obernburg), Stammkapital € 25.000,00 mit Sitz in Obernburg, vertreten durch die Geschäftsführer:
Die Angabe der Vergütung der Geschäftsführung unterbleibt gem. § 286 Abs. 4 HGB.
Obernburg am Main, 28. August 2024 Michael Wombacher, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Reis Robotics GmbH & Co. KG, Obernburg (ehemals KUKA Industries GmbH & Co. KG, Obernburg) Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Reis Robotics GmbH & Co. KG (ehemals KUKA Industries GmbH & Co. KG) - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Reis Robotics GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus:
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 28. August 2024 Baker
Tilly GmbH & Co. KG
Christian Roos, Wirtschaftsprüfer Markus Grötecke, Wirtschaftsprüfer |
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