ANWR 3. Beteiligungsgesellschaft mbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Bernd Mark seit 30.9.2024 | Prokura |
Thorsten Brand seit 4.2.2022 | Prokura |
Sonja Graf seit 13.2.2020 | Geschäftsführer |
Daniel Mester seit 14.3.2019 | Prokura |
Stefan De Lisi seit 14.3.2019 | Prokura |
Tobias Otto seit 12.9.2018 | Geschäftsführer |
Frank Geisen seit 29.5.2015 | Geschäftsführer |
Jens Seßler seit 17.11.2014 | Prokura |
Stefan Höck seit 17.11.2014 | Prokura |
Gerhard Glesel seit 5.8.2009 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 49.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
DZB BANK GmbHMainhausenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bericht des AufsichtsratesDer Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2023 die Geschäftsführung bei der Leitung des Unternehmens überwacht und sie in ihrer Geschäftsführung beraten. Zur Wahrnehmung seiner Aufsichtstätigkeit hat der Aufsichtsrat vier gemeinsame Sitzungen mit der Geschäftsführung, und zwar am 24.02. / 02.05. / 25.09. und am 05.12.2023, abgehalten. Darüber hinaus hat sich der Aufsichtsrat - wie im Vorjahr - zur Fortentwicklung seiner Aufsichtsfähigkeiten im Rahmen eines Seminars am 05.12.2023 mit den aktuellen aufsichtsrechtlichen Anforderungen beschäftigt. Zum 20.10.2023 ist Matthias Grevener, als langjähriges Mitglied und stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats (bis 25.09.2023), ausgeschieden. Im Namen des gesamten Gremiums danken wir Matthias Grevener für die jederzeit ausgezeichnete und gute Zusammenarbeit. Neuer Stellvertreter ist seit 25.09.2023 Franz Herrlein. In jeder Sitzung hat die Geschäftsführung über den Gang der Geschäfte und die Lage der Gesellschaft berichtet. Vorgänge, die für die Rentabilität und Liquidität von erheblicher Bedeutung waren oder sein könnten, wurden gesondert dargestellt. Abweichungen von der Planung wurden untersucht und erläutert. Den Berichten lagen jeweils schriftliche Unterlagen zugrunde. Dies waren zum einen Unterlagen, die regelmäßig vorgelegt werden, wie z.B. die unterjährige Ergebnisentwicklung und der vierteljährlich erstellte Risikobericht. Des Weiteren berichtete die Geschäftsführung zu jeder Sitzung mündlich über die Marktaktivitäten, gegliedert nach den verschiedenen Geschäftsbereichen. Diese Berichte wurden sodann intensiv mit uns beraten. Neben diesen regelmäßig vorgelegten Unterlagen gab es schriftliche Vorlagen zu einer Vielzahl von weiteren im Aufsichtsrat behandelten Themen. Vereinzelt wurden Vorgänge mündlich dargestellt. Die Revisionsberichte waren Gegenstand der Sitzungen. Wie in jedem Jahr, so auch in diesem, widmeten wir uns in einer Sitzung der Überprüfung der Geschäfts- und Risikostrategie. Weiterhin wurde auch das fortgeschriebene Steuerungshandbuch in einer Sitzung eingehend behandelt. Wir befassten uns in einer der Sitzungen mit dem Vergütungssystem. Die Planung für das Folgejahr wurde in der Zusammenkunft vom 05.12.2023 verabschiedet. In gleicher Sitzung erfolgte die Befassung mit der mittelfristigen Kapitalplanung. Im Rahmen der Risikoberichterstattung wurde der Aufsichtsrat auch über die Risikotragfähigkeit der Bank informiert. Darüber hinaus befassten wir uns mit einer Reihe von ad hoc aufgetretenen Fragestellungen und Herausforderungen. Gegenstand der Berichte und Beratungen war in 2023 die Auswirkungen der anhaltenden Inflation auf die Geschäfts- und Risikoentwicklung. Hierzu wurde in mehreren Sitzungen berichtet und beraten. Des Weiteren wurden Einflussfaktoren wie die aktuelle Zinspolitik sowie geopolitische Herausforderungen als Folge des anhaltenden Ukraine-Krieges und des Nahostkonflikts kritisch betrachtet und beurteilt. Darüber hinaus wurde von der Geschäftsführung ein monatliches Reporting zur Verfügung gestellt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates wurde zwischen den Sitzungen von der Geschäftsführung über wesentliche Geschäftsvorfälle unterrichtet (insgesamt zwei ad hoc Mitteilungen). Der Vorsitzende hat in der nächstfolgenden Aufsichtsratssitzung seinerseits hierüber informiert. Der Aufsichtsrat hat im Laufe des Berichtsjahres 34 Beschlüsse in Kreditangelegenheiten, die seiner Zustimmung bedurften, gefasst. Der von der Geschäftsführung vorgelegte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde unter Einbeziehung der Buchhaltung und des Lageberichts von der Deloitte GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, geprüft und den gesetzlichen Bestimmungen entsprechend befunden. Der Bestätigungsvermerk wurde uneingeschränkt gem. § 322 Abs.1 HGB erteilt. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Lagebericht sowie den Prüfungsbericht und die Ermittlung des nach dem bestehenden Ergebnisabführungsvertrag an den Alleingesellschafter auszuschüttenden Gewinns eingehend geprüft. In der Sitzung vom 26.04.2024 wurden die Unterlagen mit der Geschäftsführung und den Abschlussprüfern, die an der Sitzung teilgenommen und über die Ergebnisse ihrer Prüfung berichtet haben, intensiv besprochen. Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir gegen den Jahresabschluss und den Lagebericht keine Einwendungen erhoben. Der Aufsichtsrat hat daher dem Gesellschafter vorgeschlagen, den Jahresabschluss 2023 festzustellen. Wir danken der Geschäftsführung und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der DZB BANK für ihren großen Einsatz und die im Jahre 2023 geleistete Arbeit.
Mainhausen, im April 2024 Der Aufsichtsrat Frank Schuffelen, Vorsitzender Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023der DZB BANK GmbHInhalt I. Grundlagen der DZB Bank A. Geschäftsmodell B. Zweigniederlassungen C. Ziele und Strategien II. Wirtschaftsbericht A. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen B. Geschäftsverlauf C. Ertragslage D. Finanz- und Liquiditätslage E. Kapitalstruktur F. Investitionen G. Vermögenslage H. Beurteilung der Lage und des Geschäftsverlaufs III. Risiko- und Chancenbericht A. Risikomanagementsystem B. Risikoinventur/ Risikobeurteilung C. Risikosteuerung D. Risikokategorien (-arten) E. Zusammenfassende Risikobeurteilung.... F. Chancenbericht IV. Prognosebericht A. Entwicklung gesamtwirtschaftlicher Rahmenbedingungen B. Entwicklung der Vermögens- und Ertragslage C. Entwicklung der Finanz- und Liquiditätslage V. Verbandszugehörigkeit I. Grundlagen der DZB BankA. Geschäftsmodell Die DZB BANK GmbH, Mainhausen, (kurz: DZB BANK; DZB; Bank) unterstützt mit ihren Aktivitäten in der Zentralregulierung sowie ihrem Produkt- und Serviceangebot für den mittelständischen Groß- und Einzelhandel die Entwicklung der ANWR GROUP eG und ihrer angeschlossenen Händler und Mitglieder. Gemeinsam mit ihrem Tochterunternehmen AKTIVBANK AG, Frankfurt am Main, versteht sich die DZB BANK als Spezialinstitut in den Diensten des mittelständischen Handels. Beide Kreditinstitute haben ihre Geschäftsmodelle an dieser Maxime ausgerichtet. Dabei ist die DZB BANK in folgenden Geschäftsfeldern tätig:
B. Zweigniederlassungen Die DZB BANK verfügt über eine Zweigstelle in Düsseldorf, diese hat ihren Fokus auf der Betreuung der ausländischen Verbände und Kunden. Die Bank hat keine bankgeschäftlich tätigen Niederlassungen außerhalb der Bundesrepublik Deutschland. Sämtliche im Jahresabschluss sowie im Lagebericht dargestellten Angaben im Sinne von § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG beziehen sich somit ausschließlich auf die Bundesrepublik Deutschland. Die DZB BANK hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten. C. Ziele und Strategien Für 2024 hat sich die DZB BANK das Ziel gesetzt, trotz volatiler Einflussfaktoren in den Märkten ihre Position und Dienstleisterrolle als Spezialbank für Handels- und Marketingkooperationen sowie deren Anschlusshäuser weiter zu festigen und auszubauen. Die DZB will ausgewählte Produktmerkmale und Mehrwerte im Bereich Zentralregulierung für die Anschlusshäuser und Lieferanten kontinuierlich weiterentwickeln und ihre Marktposition als stabiler Partner weiter ausbauen. Auch in Zeiten herausfordernder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen will die DZB ein leistungsstarker Partner für die ZR und kurzfristige Warenfinanzierungen sein. Im Bereich der internen Geschäftsorganisation wird die DZB BANK weiter in die Erweiterung und Verbesserung ihrer DV-Anwendungen sowohl auf Ebene der Prozesse zum Kunden als auch in der Banksteuerung investieren. Die DZB BANK plant in 2024 weiter den Leistungsumfang ihres ZR-Kundenportals für Lieferanten und Anschlusshäuser zu verbessern und damit diese ZR-Nutzergruppen beim Einsatz von effizienten und digitalen Geschäfts- und Abrechnungsprozessen zu unterstützen. Hierzu hat sich die DZB Ziele gesetzt. Auch 2024 wird die Umsetzung des genossenschaftlichen Förderauftrags mit im Fokus stehen. II. WirtschaftsberichtA. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Finanzmärkte sehen Zins- und Inflationsgipfel erreicht 1 Das langsame, noch andauernde Abklingen des Inflationsschocks des Jahres 2022 dominierte das vergangene Jahr 2023 an den Finanzmärkten. Die Notenbanken setzten ihre geldpolitischen Straffungen aus dem Vorjahr fort und erhöhten ihre Leitzinsen weiter. Beide Notenbanken erreichten damit 2023 und binnen unter achtzehn Monaten Erhöhungsphase die höchsten Leitzinsniveaus seit der globalen Finanzkrise von 2008; im Falle der EZB die höchsten seit Einführung des Euro. Im Zuge dieser Zinspolitik sanken die konjunkturellen Aussichten der Weltwirtschaft aufgrund der steigenden Finanzierungskosten. Auch die Entwicklung in der Volksrepublik China trug zur einsetzenden Konjunkturbremsung bei, da das dortige Wachstum durch eine Immobilienkrise und Nachwirkungen der strengen Nullcovidpolitik geschwächt wurde, Geopolitische Unsicherheiten wie der andauernde russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, der durch den Terrorangriff der Hamas auf Israel intensivierte Nahostkonflikt oder die Rivalität zwischen China und den USA belasteten die Konjunkturaussichten ebenfalls. Die Finanzmärkte entwickelten sich trotz dieser Belastungen positiv und bewerteten die rückläufigen Inflationsraten des Jahres 2023 als Zeichen für schneller als erwartet folgende Zinssenkungen im Jahr 2024. So fiel die Verbraucherpreisinflation in den USA zum Jahresende auf 3,4 %, nachdem sie im Januar 2023 noch bei fast doppelt so hohen 6,4 % gelegen hatte. Im Euroraum war sie im selben Zeitraum von 8,6 auf 2,9 % gefallen. Zwar entwickelte sich die für die Geldpolitik maßgebliche Kernrate, die um die schwankungsanfälligen Komponenten Energie und Nahrung bereinigt ist, weniger dynamisch. Sie fiel in den USA von 5,6 auf 3,9 % und im Euroraum von 7,1 auf ebenfalls 3,9 %. Doch die Finanzmärkte reagierten stark auf die Rückgänge, wodurch Aktien- und Anleihekurse vor allem in der Jahresendrallye deutlich zulegten. Europa: EZB erhöht Leitzinsen um 200 Basispunkte auf höchstes Zinsniveau ihrer Geschichte 2 Nachdem die Europäische Zentralbank ihre Leitzinsen 2022 um 250 Basispunkte erhöht hatte, vollzog sie 2023 sechs weitere Zinserhöhungen um 200 Basispunkte. Am 20. September 2023 erreichten die Leitzinsen ihren vorläufigen Höhepunkt mit 4,0 % für die Einlagefazilität und 4,5 % für die Hauptrefinanzierungsfazilität sowie 4,75 % für die Spitzenrefinanzierungsfazilität. Damit überschritt die EZB erstmals ihr vor der Finanzkrise erreichtes Leitzinsniveau, als die Einlagefazilität im Maximum bei 3,25 % gelegen hatte. Auf den nachfolgenden Sitzungen bis zum Jahresende bestätigte die EZB dieses Zinsniveau und kündigte an, es so lange aufrecht halten zu wollen, bis die Inflation das mittelfristige EZBZiel von 2 % wieder erreiche. Konjunktur in Deutschland: Leichter Rückgang der Wirtschaftsleistung 3 Im Jahr 2023 beeinträchtigten die Spätfolgen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine und der Coronapandemie die konjunkturelle Entwicklung Deutschlands. Wegen dieser Belastungen sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,3 %, nachdem es 2022 noch merklich zugelegt hatte (+1,8 %). Die Inflationsrate verminderte sich zwar von 6,9 % im Jahresdurchschnitt 2022 auf 5,9 % 2023. Der Preisauftrieb blieb damit aber weiterhin ausgesprochen hoch. Dämpfende Einflüsse überlagern sich 4 Die bereits Ende 2022 im Zuge des Ukrainekriegs eingetretene wirtschaftliche Schwächephase dauerte im Wesentlichen das gesamte Jahr 2023 an. Dabei überlagerten sich die dämpfenden Einflüsse vielfach. Die bis ins Frühjahr bestehenden Hoffnungen auf eine konjunkturelle Erholung erfüllten sich nicht. Zu Jahresbeginn wurde die Konjunktur vor allem durch die nur langsam schwindenden Belastungen durch die hohe Inflation, die Materialengpässe und die teilweise noch bestehenden Coronaschutzmaßnahmen gedämpft. Im weiteren Jahresverlauf belasteten dann verstärkt die von den westlichen Notenbanken in Reaktion auf die Inflation vorgenommenen kräftigen Leitzinsanhebungen die wirtschaftliche Situation in Deutschland und weltweit. Überlagert wurden diese Einflüsse auch von dem andauernden Arbeits- und Fachkräftemangel hierzulande und den hohen Unsicherheiten, beispielsweise über die Folgen des Ende 2023 eskalierenden Nahostkonflikts und den wirtschaftspolitischen Kurs in Deutschland nach dem Haushaltsurteil des Bundesverfassungsgerichts im November. In Reaktion auf das Urteil musste die Bundesregierung zum Jahresende in ihrer Finanzplanung deutliche Kürzungen und Einsparungen vornehmen. Einzelhandelsumsatz im Jahr 2023 real um 3,3 % niedriger als 2022 5 Der Einzelhandel in Deutschland hat nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahr 2023 real (preisbereinigt) 3,3% weniger Umsatz und nominal (nicht preisbereinigt) 2,3% mehr Umsatz erwirtschaftet als im Jahr 2022. Damit lag der reale Jahresumsatz im Einzelhandel 2023 noch 1,3% über dem Vor-Corona-Niveau des Jahres 2019. Der Einzelhandel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren setzte auch 2023 seine Erholung von den Folgen der Corona-Pandemie fort und erwirtschaftete real 2,6% und nominal 3,7% mehr Umsatz als im Vorjahr. Dennoch lag der Umsatz real noch 4,6% unter dem Niveau des Jahres 2019, wohingegen der nominale Umsatz 0,1 % höher war. In den wesentlichen Märkten des ANWR-Konzerns entwickelten sich die realen Außenumsätze bei den Verkaufsstandorten der Handelspartner für Schuhe - mit Ausnahme Belgiens - positiv gegenüber dem Vorjahr: Deutschland plus 3,7 Prozent, Schweiz plus 4,4 Prozent, Frankreich plus 1,4 Prozent, Belgien minus 1,8 Prozent, Niederlande plus 1,0 Prozent sowie Österreich plus 5,7 Prozent. 6 Inflation hemmt den Privatkonsum 7 Nach einem durch die Erholung von der Coronakrise getriebenen kräftigen Zuwachs im Vorjahr um 3,9 % gingen die privaten Konsumausgaben 2023 preisbereinigt um 0,7 % zurück. Hauptgrund war der kräftige Anstieg der Verbraucherpreise, der die Kaufkraft der Einkommen vieler Haushalte deutlich dämpfte. Vor allem in Bereichen, in denen die Preise auf dem hohen Stand des Vorjahres verharrten oder sogar weiter zulegten, kam es zu rückläufigen Ausgaben. Die Privathaushalte gaben insbesondere für Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte (-6,3 %) sowie Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren (-4,5 %) erheblich weniger aus, trotz der vielfach deutlichen Lohn- und Gehaltssteigerungen und der insgesamt robusten Arbeitsmarktlage. Die staatlichen Konsumausgaben verminderten sich mit dem Wegfall von pandemiebedingten Sonderausgaben ebenfalls. Der Staatskonsum, der 2022 noch um 1,6 % gestiegen war, sank um deutliche 1,5 %. Insgesamt trugen die Konsumausgaben mit einem Beitrag von -0,7 Prozentpunkten wesentlich zum Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts bei. Niedrigeres Finanzierungsdefizit des Staates 8 Die staatlichen Einnahmen expandierten 2023 mehr als die Ausgaben. Befördert wurde das Einnahmenwachstum nicht zuletzt durch steigende Sozialbeiträge und höhere Verkaufserlöse, unter anderem weil die Umsätze der meisten Unternehmen des Öffentlichen Personennahverkehrs mit der Einführung des 49-Euro-Tickets dem Sektor Staat zugerechnet wurden. Stärkste Treiber des Ausgabenwachstums waren Anpassungen bei den Renten und Pensionen sowie höhere Zinsaufwendungen. Hinzu kamen umfangreiche Mehrausgaben zur Abmilderung der Energiekrise, wie die Zahlungen für die Gas-, Fernwärme- und Strompreisbremsen der Bundesregierung. Das gesamtstaatliche Finanzierungsdefizit gab in Relation zum nominal kräftig gestiegenen Bruttoinlandsprodukt leicht von 2,5% im Vorjahr auf 2,1 % nach. Die staatliche Schuldenquote, die 2022 noch bei 66,1 % lag, dürfte auf rund 65% gesunken sein. Erste amtliche Angaben zur Schuldenquote im Jahr 2023 werden voraussichtlich Ende April 2024 veröffentlicht.
6 Eigene Erhebungen (Umsatzentwicklung im
Schuh-Einzelhandel)
Robuste Arbeitsmarktlage 9 Trotz der allgemeinen Konjunkturschwäche blieb der Arbeitsmarkt in einer soliden Grundverfassung. Zwar stieg die Arbeitslosenzahl in der Statistik, auch wegen der verstärkten Erfassung Geflüchteter, von 2,4 Millionen Menschen im Vorjahr auf 2,6 Millionen Menschen. Die Arbeitslosenquote befand sich mit 5,7 % aber nach wie vor auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau und nur leicht über dem Stand von 2022 (+5,3 %). Zudem hielt der Beschäftigungsaufbau an. Die Erwerbstätigenzahl kletterte im Vorjahresvergleich um rund 300.000 auf einen neuen Rekordwert von gut 45,9 Millionen Menschen. Inflationsrate nach Höchststand etwas gesunken 10 Nachdem die jährliche Veränderungsrate des Verbraucherpreisindex 2022 mit 6,9 % den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung erreicht hatte, ging sie 2023 etwas zurück. Im Jahresdurchschnitt lag die Inflationsrate bei 5,9 %, wobei die Monatswerte einen klar rückläufigen Trend zeigten. So ist die Inflationsrate ausgehend von den im Januar und Februar mit jeweils 8,7 % markierten Maximalwerten bis November und Dezember auf Jahrestiefstände von 3,2 % und 3,7 % gefallen. Generell haben sich die Triebkräfte der Inflation verschoben, weg von den Importpreisen hin zur Binnenteuerung. Verantwortlich für den Rückgang der Gesamtteuerung war in erster Linie der nachlassende Preisanstieg bei Energie. B. Geschäftsverlauf In einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld im Einzelhandel, welches - insbesondere in der ersten Jahreshälfte - von hoher Inflation und durch die als Reaktion von den Notenbanken hierauf vorgenommenen kräftigen Leitzinserhöhungen geprägt war, führte die Konzentration auf das Zentralregulierungs- und Dienstleistungsgeschäft für Handelsunternehmen trotz einer spürbaren Konsumzurückhaltung zu einem erfolgreichen Geschäftsverlauf der DZB BANK im Geschäftsjahr 2023. Zum besseren Verständnis der Entwicklung der Bank werden nachfolgend die Umsätze aus der Zentralregulierung mit Delkredereübernahme nach Segmenten und aus der Abwicklung von bargeldlosen Einzelhandelsumsätzen (DZB Payment) dargestellt. Zusätzlich werden auch die Umsätze aus dem ZR-Dienstleistungsgeschäft separat ausgewiesen. Diese beinhalten die Umsätze für technische Dienstleistungen ohne Delkredere. Die Umsatzentwicklung gegenüber dem Vorjahr ergibt sich aus der nachstehenden Aufstellung:
Der ZR-Gesamtumsatz liegt mit knapp 6 Mrd. Euro 2023 7,0% unter denn Vorjahreswert. Auch wenn der DZB Payment-Umsatz 3,6% über dem Vorjahr liegt, ist der Gesamtumsatz (ZR & Service) um 5,4% auf knapp 7 Mrd. Euro gesunken. Insbesondere die Branchen Spielzeugeinzelhandel (-14,9%) und Fahrradeinzelhandel (-12,0%) sind deutlich rückläufig gegenüber dem Vorjahr. C. Ertragslage Der Zinsüberschuss hat sich gegenüber dem Vorjahr um 1,9 Mio. EUR auf 45,7 Mio. EUR erhöht. Dies ist in erster Linie auf die Erträge aus Finanzierungsprodukten zurückzuführen. Bei einem bis in Q3/2023 steigenden Euribor ist die Nachfrage nach Finanzierungsprodukten der DZB BANK stetig gestiegen. Trotz ebenfalls höherer Refinanzierungskosten für die DZB BANK im Jahr 2023, lag das zinsabhängige Ergebnis deutlich über dem des Vorjahres (+4,0 Mio. EUR). Die Beteiligungserträge reduzierten sich um 0,2 Mio. EUR auf 0,3 Mio. EUR. Eine leichte Erhöhung um knapp 0,3 Mio. EUR auf gut 3,0 Mio. EUR verzeichneten die Provisionsüberschüsse. Hauptgrund hierfür waren die höheren Erträge in den Service-Bereichen ZR-Dienstleistung und DZB Payment infolge gestiegener Umsätze. Die Personalaufwendungen erhöhten sich um 1,6 Mio. EUR auf 13,7 Mio. EUR. Die Verwaltungsaufwendungen sind leicht um 0,3 Mio. EUR auf 6,7 Mio. EUR gestiegen. Das Aufwand-Ertrag-Verhältnis - die sogenannte Cost-Income-Ratio - ist für die DZB BANK eine wesentliche betriebswirtschaftliche Steuerungskennziffer. Diese wird aus der Relation von allgemeinen Verwaltungsaufwendungen, Abschreibungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachlagen sowie sonstige betriebliche Aufwendungen zu dem Zins- und Provisionsergebnis sowie den übrigen Erträgen gebildet. 2023 wurde ein Kennziffernwert von 43,1 % (Vorjahr 40,8 %) erreicht. Die leichte Verschlechterung resultiert aus den im Verhältnis zu den Erträgen stärker gestiegenen Aufwendungen im Jahr 2023. Der Aufwand zur Risikovorsorge im Kreditgeschäft erhöhte sich im Jahr 2023 leicht um 0,5 Mio. EUR auf 7,7 Mio. EUR. Das Risikoergebnis enthält neben den normalen Zuführungen und Auflösungen der Einzelwertberichtigungen und Einzelrückstellungen aus dem Kreditgeschäft auch die Effekte aus Pauschalwertberichtigungen/-rückstellungen auf Grundlage der Anwendung des IDW RS BFA 7. Wie auch in den Vorjahren haben wir die Kundenforderungen unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Situation der Kunden einer kritischen Überprüfung unterzogen. Mit entsprechenden Wertberichtigungen und Rückstellungen haben wir allen erkennbaren und erhöht latenten Risiken vor dem Hintergrund der aktuellen geopolitischen Situation und dem angespannten wirtschaftlichen Umfeld in Deutschland und Europa Rechnung getragen. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit liegt 2023 mit 21,6 Mio. EUR trotz niedrigerer ZR-Umsätze über dem Ergebnis des Vorjahres mit 20,8 Mio. EUR. Die Kapitalrendite nach § 26a Abs. 1 Satz 4 KWG (Quotient aus Jahresüberschuss vor Gewinnabführung und Bilanzsumme) liegt bei 3,87 %. Diese lag im Vorjahr wegen des niedrigeren Jahresüberschusses (höhere Zuführung § 340 g in 2022) und höherer Bilanzsumme bei 2,76 %. D. Finanz- und Liquiditätslage Die Zahlungsfähigkeit war auch im abgelaufenen Geschäftsjahr ständig gewährleistet. Es standen ausreichende Liquiditätsreserven für die Finanzierung der Geschäftstätigkeit zur Verfügung. Die aufsichtsrechtlichen Liquiditätskennziffern (LCR- und NSFR-Kennziffer) wurden stets eingehalten. Neben der Einkaufsfinanzierung im Rahmen der Zentralregulierung konnten sämtliche wirtschaftlich und risikopolitisch vertretbaren Finanzierungswünsche der Kunden erfüllt werden. E. Kapitalstruktur Das bilanzielle Eigenkapital hat sich 2023 aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags nicht verändert und beläuft sich unverändert zum Vorjahr auf 65,0 Mio. EUR. Der Fonds für allgemeine Bankrisiken wurde gegenüber dem Vorjahr um 6,0 Mio. EUR auf 70,6 Mio. EUR erhöht. Mit dieser Stärkung des Eigenkapitals soll zukünftig steigenden aufsichtsrechtlichen Anforderungen Rechnung getragen werden. Vor dem Hintergrund der gesunkenen Bilanzsumme steigt somit die bilanzielle Eigenkapitalquote auf 16,1% (Vorjahresstichtagswerts 14,6%). Mit der Alleingesellschafterin ist ein Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Damit entfällt der Ausweis eines Bilanzgewinns, da das Ergebnis des Jahres nicht als Dividende, sondern nach Aufstellung des Jahresabschlusses im Rahmen der Gewinnabführung an die Alleingesellschafterin übertragen wird. Die aufsichtsrechtliche Mindestanforderung an die erforderliche Eigenmittelquote hat die Bank auch unter Berücksichtigung saisonbedingter Schwankungen der Forderungen an Kunden weiterhin überschritten. Auch unter Berücksichtigung von Kapitalerhaltungspuffer und institutsspezifischem antizyklischen Puffer lag die Gesamtkapitalquote permanent über der aufsichtsrechtlichen Mindestanforderung. F. Investitionen Im Geschäftsjahr erfolgten Investitionen insbesondere in bilanziertes immaterielles Vermögen (Kreditanwendungs-Software, Kundenportal für die Zentralregulierung). G. Vermögenslage Die Bilanzsumme der DZB BANK in Höhe von 403,5 Mio. EUR hat sich gegenüber dem Vorjahr (446,2 Mio, EUR) verringert. Grund hierfür ist insbesondere der deutlich gesunkene Forderungsbestand an Kreditinstitute. Auf der Aktivseite reduzierten sich die Forderungen an Kreditinstitute um 43,8 Mio. EUR auf 39,4 Mio. EUR. Weiterhin wurde zur Einhaltung der Mindestreserve sowie der LCR-Anforderungen ein entsprechendes Guthaben bei der Bundesbank in Höhe von 58,9 Mio. EUR vorgehalten (Vj.: 40,6 Mio. EUR). Die Forderungen an Kunden haben sich gegenüber dem Vorjahr um 15,7 Mio. EUR auf 247,2 Mio. EUR verringert. Die Positionen Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen haben sich im Geschäftsjahr 2023 um 0,1 Mio. EUR auf 56,1 Mio. EUR leicht reduziert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden reduzierten sich im Jahr 2023 um 46,0 Mio. EUR auf 213,5 Mio. EUR. Dies resultiert insbesondere aus einem gegenüber dem Vorjahr gesunkenen Forderungsbestand an Kunden. Die DZB BANK zahlte weiterhin sämtliche Verpflichtungen aus dem Zentralregulierungsgeschäft stets in erster Kondition. Die unter dem Bilanzstrich auszuweisenden Verbindlichkeiten beinhalten die nicht fälligen, aber bereits erfassten Verpflichtungen aus dem Zentralregulierungsgeschäft. H. Beurteilung der Lage und des Geschäftsverlaufs Die Geschäftsführung der DZB BANK beurteilt den Geschäftsverlauf des Jahres 2023 insbesondere vor dem Hintergrund eines weiterhin hohen Inflationsniveaus und deutlich gestiegener Zinsen sowie deren Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft als positiv. Die Vermögens-, Finanz- und Liquiditätslage wird als geordnet beurteilt. Für vorhersehbare, noch nicht individuell konkretisierte Adressenausfallrisiken im Kreditgeschäft wurden Pauschalwertberichtigungen bzw. Pauschalrückstellungen gemäß IDW RS BFA 7 gebildet. Ferner wurden für latente Kreditrisiken aufgrund erschwerter gesamtwirtschaftlicher Rahmenbedingungen zusätzliche Pauschalwertberichtigungen gebildet. In einem u.a. bedingt durch Inflation und hohem Zinsniveau herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Umfeld konnte das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit gesteigert werden. Es lag mit 21,6 Mio. EUR trotz geringerer ZR-Umsätze über dem Vorjahr (20,8 Mio. EUR), Ursächlich hierfür waren insbesondere die gegenüber dem Vorjahr stärker als die Aufwendungen gestiegenen Erträge. Der unternehmerische Erfolg der DZB BANK wird außer von finanziellen auch von nichtfinanziellen Einflussfaktoren bestimmt. Sie betreffen u.a. die Beziehungen des Unternehmens zu Kunden und Mitarbeitern. Die in der Geschäfts- und Risikostrategie formulierten Ziele der DZB BANK lassen sich nur erreichen, wenn die Bank als attraktiver und verantwortungsvoller Arbeitgeber dauerhaft kompetente und engagierte Mitarbeiter an sich binden kann. Zum Jahresende waren neben acht Prokuristen 98 Vollzeit- und 42 Teilzeitmitarbeiter für die DZB BANK tätig. Die DZB BANK legt großen Wert auf fundiertes anwendbares Fachwissen und fördert im Rahmen einer langfristigen Planung die beständige Fort- und Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Auch in 2023 nutzte die DZB BANK hierzu neben Präsenzveranstaltungen weiterhin die Online-Angebote der verschiedenen Anbieter. III. Risiko- und ChancenberichtA. Risikomanagementsystem Die Fähigkeit, Risiken richtig beurteilen und gezielt steuern zu können, stellt eine der zentralen Kernkompetenzen im Bankgeschäft dar. Die Beherrschung des Risikos unter allen relevanten Aspekten ist damit ein entscheidender Faktor für den nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg der Bank. Neben dieser ökonomischen Motivation für ein hoch entwickeltes Risikomanagement treten umfangreiche aufsichtsrechtliche Anforderungen an die Risikosteuerung. Die DZB BANK hat daher auch im abgelaufenen Geschäftsjahr die Weiterentwicklung der Verfahren zur Identifikation, Messung, Limitierung und Steuerung von Risiken vorangetrieben. Das Risikomanagement weist aufgrund seiner besonderen Bedeutung für den Fortbestand der Bank und der umfassenden gesetzlichen Anforderungen einen höheren Detaillierungsgrad auf als das Chancenmanagement. Die Steuerung von Chancen basiert auf einem qualitativen Ansatz und ist eng mit dem strategischen Planungsprozess verknüpft. Die Steuerung von Risiken und Erträgen ist in der DZB BANK darauf ausgerichtet, die Ertragskraft zu verstetigen. Risikostrategien, Prozessorganisation sowie die Risikomessungs- und Überwachungsinstrumente umfassen alle Geschäfts- und Steuerungsbereiche. Die DZB BANK verfügt über ein schriftlich fixiertes aktuelles und umfassendes Risikosteuerungsregelwerk. Die Risikosteuerung setzt sich aus der Geschäfts- und Risikostrategie, Teilstrategien (z.B. Auslagerungsstrategie, IT-Strategie, ESG-Strategie, NPE-Strategie, Eigenmittelstrategie) und den internen Kontrollverfahren zusammen. Vom Risikomanagement werden alle wesentlichen Risiken sowie die damit verbundenen Risikokonzentrationen erfasst und durch das zur Verfügung gestellte Risikodeckungspotenzial laufend abgedeckt (Risikotragfähigkeit). Die Geschäfts- und Risikostrategie, die Teilstrategien und die damit verbundenen Ziele werden von der Geschäftsführung jährlich überarbeitet und neu festgelegt. Grundlage hierfür ist die strategische und operative Jahresplanung im Rahmen der geschäftspolitischen Leitlinien. Weitere zentrale Instrumente der Banksteuerung sind die Risikotragfähigkeitsanalyse, Stresstests und die Kapitalplanung. Das Controlling der Bank - bestehend aus dem Business-Controlling und dem Risikocontrolling - konzentriert sich darauf, den Leistungsprozess im Hinblick auf die Ertrags-Risiko-Relation und infolgedessen auch die Risikotragfähigkeit der Bank zu steuern. Die DZB BANK hat ihre Geschäfts- und Risikostrategie der vergangenen Jahre weiterentwickelt und den aktuellen Marktgegebenheiten und den regulatorischen Veränderungen angepasst. Entsprechend den regulatorischen Anforderungen wurde eine ESG-Risikostrategie erstellt. Die Kapitalplanung in der normativen Perspektive wurde bis 2026 kalkuliert. Die Strategien der einzelnen Bereiche und die Planungsergebnisse wurden dem Aufsichtsrat vorgestellt und mit ihm erörtert. Die Strategien und Planungen für die DZB BANK und die Tochtergesellschaft AKTIVBANK AG, Frankfurt am Main, beinhalten die betriebswirtschaftliche Zielsetzung in Bezug auf den Umsatz der einzelnen Geschäftsbereiche, damit verbundene Ertragsziele, eine technologische Weiterentwicklung der Mehrwertangebote, eine verbesserte Kostenertragsrelation sowie eine Dotierung der Ergebnisrücklagen zur Stärkung des Eigenkapitals. Im Rahmen der Banksteuerung verfügt die Bank über einen mittel- bis langfristigen Kapitalplanungsprozess (normative Perspektive), welcher insbesondere die geschäftspolitische Entwicklung im Kontext der regulatorischen Eigenmittelanforderungen und deren Auswirkung auf die Risikotragfähigkeit in einem Standardszenario sowie unter adversen Bedingungen abdeckt. Ebenso besteht ein kurz-, mittel- und langfristiges Liquiditätsplanungsverfahren, welches Teil der Banksteuerung ist. Die Geschäftsführung erörtert mit dem Aufsichtsrat in seinen Sitzungen regelmäßig und detailliert die Geschäfts- und Risikostrategie, die Teilstrategien, die Risikolage, den Kapitalplanungsprozess und die Risikosteuerung der Bank. Der Aufsichtsrat wird über die Entwicklung der Risikolage und einzelner Risiken durch entsprechende Berichte turnusgemäß bzw. bei Notwendigkeit ad hoc umfassend informiert. Die DZB BANK stellt hohe Anforderungen an eine gezielte Risikoidentifizierung, -einwertung, -messung und -Steuerung. Grundsätzlich erfolgt die Messung der Risiken nach Berücksichtigung von wirksamen Risikobegrenzungsmaßnahmen, wie z.B. bewerteten Sicherheiten. Darüber hinaus bestehen nicht quantifizierbare Risikobegrenzungsmaßnahmen im banküblichen Umfang, wie sie sich aus den Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) ergeben. Hierzu zählt beispielsweise das interne Kontrollsystem. Weiterhin ergeben sich aus den Vorschriften der mehr und mehr europäisch geprägten Bankenaufsicht und den dort entwickelten Standards der internationalen Regulatoren weiterhin hohe Anforderungen an den Eigenmittelbedarf und die internen Steuerungssysteme sowie Governance der Kreditinstitute. Wir werden daher die weitere Entwicklung sorgsam beobachten, um rechtzeitig die notwendigen Unternehmensentwicklungen planen und Maßnahmen einleiten zu können. B. Risikoinventur/ Risikobeurteilung Grundlage für ein erfolgreiches Risikomanagement ist die systematische Erfassung wesentlicher und betriebswirtschaftlich bedeutender Risiken. Diese Risikofelder unterliegen generell einer intensiven Überwachung und Steuerung. Das Risiko ist definiert als eine potenzielle negative Abweichung vom erwarteten Ergebnis (unerwarteter Verlust). Die Risikoverantwortlichen haben turnusmäßig - mindestens vierteljährlich - die mit der Geschäftstätigkeit der DZB BANK verbundenen Risiken zu überprüfen und das Schadenspotenzial der Risiken und die damit verbundenen Eintrittswahrscheinlichkeiten zu definieren. Hiermit verbunden ist auch die Überwachung der Planwerte und Risiko-Limite. Einzelverluste bzw. drohende Einzelverluste > TEUR 750 (insbesondere im Bereich der Adressenausfallrisiken) werden stets durch das Risikocontrolling - ggf. unter Einbeziehung der Internen Revision im Rahmen einer Prüfung - analysiert. Im Bedarfsfall wird eine Sonderprüfung durch die Innenrevision durchgeführt. Das Ergebnis der Gesamtrisikoinventur wird protokolliert und mit Handlungsvorschlägen der gesamten Geschäftsleitung im Rahmen der turnusmäßigen Berichterstattung zu Kenntnis gebracht. Diese ergreift ggf. erforderliche Maßnahmen und kommuniziert die Risikoinventurergebnisse im Rahmen der Berichterstattung an den Aufsichtsrat. Unabhängig von der aufsichtsrechtlichen Einschätzung erfolgt eine weitere Einstufung der einzelnen Risiko-/Unterrisikoarten bzw. deren Risikofaktoren (Risikotreiber) in betriebswirtschaftlichen Kategorien nach ihrer Bedeutung für die Bank. Hierfür werden - in strenger Abgrenzung zur aufsichtsrechtlichen Formulierung - die Begrifflichkeiten "keine Bedeutung", "niedrige Bedeutung", "mittlere Bedeutung" und "hohe Bedeutung" verwendet. Diese Einstufung ist vor dem Hintergrund der möglichen Belastung der Ertrags- bzw. Vermögens- sowie Liquiditätslage durch evtl. eintretende Schadensfälle zu beurteilen (Eintrittswahrscheinlichkeit sowie drohendes Risikopotenzial). Sie dient zusätzlich noch der Identifizierung von Risikokonzentrationen. Zusätzlich zu den wesentlichen Risiken per Legaldefinition (Adressenausfall-, Marktpreis-, Liquiditäts- und operationelles Risiko) gelten sonstige Risiken als wesentlich und damit berichtspflichtig, wenn eine betriebswirtschaftliche Risikobeurteilung mit dem Ergebnis einer mittleren Bedeutung vorliegt. Die betriebswirtschaftliche Risikobeurteilung nimmt die Bank, abweichend von der eigentlichen Risikodefinition, unter Berücksichtigung der Ausprägung von erwarteten und unerwarteten Verlusten vor.
Signifikante Intra- und Interrisikokonzentrationen sieht die Bank derzeit nicht. Nachhaltigkeitsrisiken sind Aspekte und Faktoren aus den Dimensionen Umwelt (E), Soziales (S) oder Unternehmensführung (G) deren Eintreten negative Auswirkungen auf die Vermögens- Ertrags- und Liquiditätslage sowie auf die Reputation eines Instituts haben können. Dabei stellen sie keine zusätzliche eigene Risikoart dar, sondern werden in anderen Risikoarten berücksichtigt, in denen ihre Auswirkungen schlagend werden. Die DZB BANK hat in einem strategischen Projekt eine erste Inventur von Nachhaltigkeitsrisiken vorgenommen. Ein wesentlicher Einfluss auf das bestehende Risikoprofil wurde nicht festgestellt. C. Risikosteuerung Frühwarnindikatoren Um wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen, vollständig zu erfassen und darzustellen, wurden für jede wesentliche Risikoart verschiedene Frühwarnindikatoren definiert. Diese werden in einem IT-gestützten Tool systematisch erfasst und überwacht. Bei Erreichung/ Überschreitung einer Frühwarngrenze bzw. Eintritt eines genannten Warnkriteriums erfolgt grundsätzlich die Überprüfung des Risikoplanwertes für den erwarteten Verlust. Zudem wird ggf. ein anlassbezogener Stresstest für die betroffene Risikoart durchgeführt. Maßnahmen werden individuell abgeleitet. Berechnung der Risikotragfähigkeit und Risikodeckungsmasse Die Ermittlung der Risikotragfähigkeit erfolgt gemäß aufsichtsrechtlichen Vorschriften (ICAAP) als barwertnaher Ansatz. In der Darstellung der Risikotragfähigkeit werden alle wesentlichen, sachgerecht zu modellierenden und durch Risikodeckungspotenzial zu begrenzenden Risiken abgebildet. Die hier nicht abgebildeten weiteren Risiken (Modellrisiko, Reputationsrisiko) werden im Risikotragfähigkeitskonzept durch pauschale Abschläge bei der Ermittlung des Risikodeckungspotenzials berücksichtigt. Beteiligungsrisiken werden im Rahmen des Adressenausfallrisikos berücksichtigt. Die Risikoquantifizierung erfolgt auf Basis einer rollierenden 12-Monats-Betrachtung, sodass stets ein einjähriger Risikohorizont der Risikomessung zu Grunde gelegt wird. Bei der Bestimmung des Risikowerts werden auch mögliche risikoerhöhende Sachverhalte, die sich aus der Strategie - insbesondere in Anbetracht einer positiven Geschäftsentwicklung - ergeben können, berücksichtigt. Die maximale Risikodeckungsmasse beträgt für 2024 Mio. EUR 187,0 und ergibt sich aus Bestandteilen des bilanziellen Eigenkapitals i.w.S. (gezeichnetes Kapital, offene Rücklagen und offene Vorsorgereserven gem. § 340g HGB), stillen Reserven und Lasten, zukünftigen Erträgen mit Sicherheitsabschlägen und zukünftigen Kosten sowie einem Pufferabzugsposten. Aus dem Risikodeckungspotenzial für das Limit-System wird je ein Risikolimit für das Adressenausfallrisiko Kreditgeschäft (TEUR 10.000), Adressenausfallrisiko Handelsgeschäft (TEUR 350), Adressenausfallrisiko Beteiligungen (TEUR 18.000), Marktpreisrisiko (TEUR 5.450), operationelles Risiko (TEUR 2.500) und für das Liquiditätsrisiko (TEUR 1.300) festgelegt, deren Einhaltung auch im Rahmen der vierteljährlichen oder anlassbezogenen Risikoberichterstattung laufend kontrolliert und überwacht wird. Ebenfalls werden historische und hypothetische Stressszenarien in die Risikobetrachtung einbezogen sowie ein inverser Stresstest und ein Stresstest für einen schweren konjunkturellen Abschwung definiert und die Ergebnisse kritisch reflektiert. Für die historischen und hypothetischen Stressverfahren wird dabei das Gesamtbankrisikolimit zur Beobachtung für eine weitergehende deskriptive kritische Reflexion herangezogen. Auf dieser Basis werden im Rahmen der vierteljährlichen oder anlassbezogenen Risikoberichterstattung die Auswirkungen der Risiken analysiert. Zur Steuerung der Risiken der Bank werden neben den Szenario-Betrachtungen auch andere branchenspezifische Entwicklungen regelmäßig beobachtet und an die Gremien berichtet. Die Risikotragfähigkeit war jederzeit gegeben. Wirtschaftliche und rechtliche Bestandsgefährdungspotenziale waren und sind nicht erkennbar. Den Grenzen und Beschränkungen, die sich aus den eingesetzten Methoden und Verfahren, den ihnen zugrundeliegenden Annahmen und den in die Risikoquantifizierung einfließenden Daten ergeben, wird hinreichend Rechnung getragen (Modellrisiko als Abzugsposten bei der Ermittlung des Risikodeckungspotenzials). Im Rahmen ihrer Funktion kommt der Wahrung von Vertrauen und Reputation bei der DZB BANK eine hohe Bedeutung zu. Zur Identifizierung von möglichen Reputationsgefahren achtet die DZB in ihrem Kundenbeziehungsmanagement auf das Feedback der Kunden. Die Bank hat ferner ein Verfahren für das Beschwerdemanagement implementiert, welches durch eine DV-Anwendung unterstützt wird. Zusätzlich wird ein entsprechender Pufferbetrag in der Risikotragfähigkeit berücksichtigt. Limit-Auslastung Die Limit-Auslastung (bei Risiko-Limiten und Struktur-Limiten) zieht je nach Größenordnung unterschiedliche Maßnahmen nach sich:
D. Risikokategorien (-arten) Adressenausfallrisiken Adressenausfallrisiken resultieren aus der Delkredere-Übernahme im Zentralregulierungsgeschäft, aus Beteiligungsrisiken sowie zu einem geringen Teil aus Handelsaktivitäten. Im Zentralregulierungsgeschäft strebt die DZB BANK eine bestmögliche Portfoliodiversifikation an, um die Übernahme unsystematischer Risiken zu vermeiden. Eine ausreichende Branchendiversifikation ist - unter Berücksichtigung des Geschäftsmodells - im Portfolio der DZB BANK grundsätzlich gegeben. Es bestehen Konzentrationen im Segment Handel, zugleich wird durch Bedienung der verschiedenen Handelssegmente eine grundsätzliche Diversifizierung erreicht. Etwa die Hälfte des ZR-Geschäfts (50%) findet zum Berichtsstichtag im Inland statt. Die andere Hälfte erfolgt im europäischen Ausland. Im Rahmen ihrer strategischen Ausrichtung ist die DZB BANK dabei, den internationalen Anteil in einem schrittweisen Prozess angemessen zu vergrößern. Im Hinblick auf die Größenstruktur werden die Großkredite regelmäßig mit ins Risikomanagement einbezogen. Zum Stichtag liegen jedoch über 70% des Gesamtobligos in der Größenklasse unter 1 Mio EUR. Grundsätzlich wird im risikorelevanten Geschäft eine hohe Absicherung (z.B. regelmäßig über Kreditversicherung, ggf, zusätzlich z.B. über Bankbürgschaft) angestrebt. Bedingt durch die wirtschaftliche Lage kam es im Jahr 2023 zu einer erhöhten Anzahl von Ausfällen gegenüber dem Vorjahr. Das Ausfallvolumen wiederum bewegte sich auf Vorjahresniveau. Aufgrund der Absicherungen lagen die zu bildende Risikovorsorge auf einem akzeptablen Niveau. Die Verzüge der Anschlusshäuser, als wesentlicher Indikator für die Risikolage des Portfolios, haben sich gegenüber dem Vorjahr leicht erhöht, befinden sich aber weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau. Aus der aktuellen geopolitischen Situation (Ukrainekrieg, Nahostkonflikt) und dem wirtschaftlichen Umfeld insbesondere in Deutschland ergeben sich negative Auswirkungen für das Kerngeschäftsfeld Zentralregulierung der Bank: Inflation, Lieferkettenprobleme und Konsumzurückhaltung erhöhen die Risiken für Kreditausfälle. Um diesen Umständen angemessen Rechnung zu tragen, hat die Bank bei der Ermittlung der von Pauschalwertberichtigungen/ -rückstellungen auf Basis des IDW-Standards RS BFA 7 entsprechende Parameterverschärfungen vorgenommen. Für mögliche Kreditrisiken aus dem Zentralregulierungsgeschäft ist daher eine ausreichende Vorsorge gebildet worden. Beteiligungsrisiken resultieren vor allem aus der Tochtergesellschaft AKTIVBANK AG und ihrer Geschäftstätigkeit. Durch das gruppenweit abgestimmte Risikomanagementsystem werden diese Risiken laufend eng überwacht und gesteuert. Handelsaktivitäten erfolgen nur zur Liquiditätssteuerung am Geldmarkt. Die DZB BANK nutzt daher die Öffnungsklausel der MaRisk, die Handelsaktivitäten in ihrer Gesamtheit unter Risikogesichtspunkten als nicht wesentlich einzustufen. Marktpreisrisiken Mit der Durchführung des ZR-Geschäfts kann ein Wechsel der Währungen zwischen Belegeingang und Abrechnung auftreten. Die daraus ggf. resultierenden Fremdwährungsrisiken werden durch ein Limit-System für offene Positionen in Fremdwährung sowie die Überwachung von Wechselkursvolatilitäten i.V.m. der Anpassung von Umrechnungsmargen begrenzt und bepreist. Zinsrisiken sind für die DZB BANK aufgrund der kurzen Laufzeiten des Bestandsgeschäftes und der schnellen Anpassung der Konditionen für Zinsprodukte von untergeordneter Bedeutung. Hauptsächliche Quelle von Zinsrisiken sind Pensionsrückstellungen sowie langlaufende Nachrangdarlehen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten die durch die Zinswende erhöhten Refinanzierungskosten stets weitergegeben werden. Der Zinsüberschuss hat sich so für die Bank deutlich positiv entwickelt. Liquiditätsrisiken Die regulatorischen Anforderungen an die Liquiditätssteuerung sind entsprechend den Vorgaben eingerichtet und geben der Bank die notwendigen Steuerungsimpulse. Zur Messung der mengenmäßigen Liquiditätsrisiken bestimmt die Bank neben den aufsichtlichen Kennziffern LCR und NSFR den Überlebenshorizont. Zum Stichtag betrug er über 5 Jahre. Darüber hinaus werden mittels einer Szenarioanalyse mögliche Risiken aus erhöhten Refinanzierungskosten quantifiziert und in die Risikotragfähigkeitsrechnung mit einbezogen. Durch das geänderte Zinsumfeld hat sich der Risikowert im abgelaufenen Geschäftsjahr erhöht. Operationelle Risiken Zur Vermeidung von operationellen Risiken setzt die Bank auf stabile und effiziente Prozesse, eine hohe Mitarbeiterbindung und eine offene Kommunikationskultur. Stabil und sicher funktionierende IT-Systeme sind für das Geschäftsmodell der Zentralregulierung von besonderer Bedeutung. Daher legt die Bank hohen Wert auf Informationssicherheit und hat entsprechende Prozesse vollumfänglich eingerichtet. Die Quantifizierung der operationellen Risiken berücksichtigt historische Verluste, eine vorausschauende Komponente sowie einen Betrag für Auslagerungs- und IT Risiken. E. Zusammenfassende Risikobeurteilung Die DZB BANK verfügt über ein angemessenes System zur Steuerung, Überwachung und Kontrolle der genannten Risiken gemäß § 25a KWG, das dem Umfang, der Art, der Komplexität und dem Risikogehalt der Geschäftstätigkeit angepasst ist. Die betreffenden Informationen werden den zuständigen Entscheidungsträgern vollständig und rechtzeitig zur Verfügung gestellt. Die Risikotragfähigkeit der Bank war sowohl in der ökonomischen als auch in der normativen Perspektive im Berichtsjahr gegeben. Das Geschäftsmodell ist tragfähig. Bestandsgefährdende oder entwicklungsbeeinträchtigende Risiken mit einem wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- Ertrags- und Liquiditätslage sind nicht ersichtlich. Im Jahr 2023 gab es auf Einzelinstituts- und Gruppenebene keine Limit-Überschreitungen. Die Stresstests zeigen keinen zusätzlichen Handlungsbedarf bei der Risikoabsicherung auf. Auf Einzelinstitutsebene beläuft sich die Limit-Auslastung des Gesamtbankrisikolimits im Standard-Risikoszenario auf Basis einer rollierenden 12-Monats-Betrachtung für den 31.12.2023 auf 71 % (bezogen auf die Summe der Einzelrisiko-Limite i.H.v. TEUR 37.600). Die rechnerische Auslastung des Gesamtbankrisikolimits (TEUR 187.031) beläuft sich im historischen Stressverfahren auf 24 %. Die Risikowerte betragen zum 31.12.2023:
Zusammenfassend sind keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand des Instituts gefährden könnten. Die Risikolage ist geordnet. F. Chancenbericht Die DZB BANK nimmt Veränderungen und Entwicklungen in ihrem Marktumfeld strukturiert auf, um sie zu analysieren, Chancen und Risiken gegeneinander abzuwägen, und, bei einer positiven Einschätzung, erkannte Potenziale zu heben. Die weitere Entwicklung der Bank im Hauptgeschäftsfeld Zentralregulierung wird in den folgenden Jahren neben neuen regulatorischen Anforderungen im Kontext des sogenannten "Basel IV-Gesamtpaketes" und der europäischen Bankenaufsicht unter anderem von der Einschätzung der Regulatoren hinsichtlich der nicht bankgestützten Zentralregulierung von Verbundgruppen geprägt sein. Sollte die Bankenaufsicht die aufsichtlichen Anforderungen an die Durchführung des Geschäftes weiter erhöhen, ist mit einer steigenden Nachfrage nach bankmäßiger Zentralregulierung, wie sie die DZB BANK GmbH und ihre Tochtergesellschaft AKTIVBANK AG anbieten, zu rechnen. Parallel dazu stehen auch die Digitalisierung von Prozessen und Schnittstellen zur Steigerung des Kundennutzens sowie die Erhöhung des Mehrwerts von Produkten und Dienstleistungen für unsere Kunden, insbesondere für die Mitglieder der ANWR GROUP eG, im Fokus. Für 2024 wird die DZB - unter Berücksichtigung risikopolitischer und regulatorischer Aspekte - ihre Mehrwertangebote in der kurzfristigen Warenfinanzierung weiter verstärken, um die Anschlusshäuser bei der kurzfristigen Überwindung von möglichen negativen Effekten der wirtschaftlichen Lage zu unterstützen. Wegen der guten Vermögenslage, der damit verbundenen Risikotragfähigkeit und den vorhandenen Branchenkenntnissen im Bereich des mittelständischen Groß- und Einzelhandels hat die DZB BANK die Möglichkeit, auch zukünftige Ertragschancen in Deutschland und in den Ländern der Europäischen Union zu nutzen. Bestandsgefährdende Risiken, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz-, Liquiditäts- und Ertragslage der Bank hätten, sind weiterhin nicht zu erkennen. Das Geschäftsmodell der DZB BANK hat sich auch in schwierigen Zeiten und unterschiedlichen Branchenentwicklungen bewährt. Der eingeschlagene Weg der kontinuierlichen Weiterentwicklung bei gleichzeitiger Marktdiversifizierung in Verbindung mit einem auf Solidität hin ausgerichteten Risikoansatz sowie der konservativen Bildung von Risikopuffern lässt auch in den Folgejahren eine zufriedenstellende Ergebnisentwicklung erwarten. Im Kontext der aktuellen Rahmenbedingungen besteht jedoch das Risiko, dass die geplante Ergebnisentwicklung nicht erreicht wird. Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der ANWR GROUP eG, Mainhausen, unterstützt uns auch in der Entwicklung unserer Leistungsfähigkeit als Spezialinstitut. IV. PrognoseberichtA. Entwicklung gesamtwirtschaftlicher Rahmenbedingungen Ausblick "Die deutsche Wirtschaft tut sich schwer damit, einen Weg aus dem Konjunkturtief zu finden." Nach Einschätzung des DIW Berlin kämpft sie weiterhin mit den Folgen des russischen Überfalls auf die Ukraine, den höheren Zinsen, unklaren wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen sowie der nur moderat zulegenden Weltwirtschaft. Vor allem die Industrie wartet weiter auf den Aufschwung. Bei den Dienstleistungen ist die Lage wie schon in den vergangenen Monaten etwas besser, bleibt aber ebenfalls eingetrübt. Die Umsätze im Einzelhandel schwächein; der schrittweise Rückgang der Inflation und die steigenden Nominallöhne haben die Kauflaune der Menschen bis jetzt kaum verbessert. 11 Arbeitsmarktentwicklung eine binnenwirtschaftliche Erholung im Jahresverlauf befördern. Dagegen bleibt die Perspektive für den Außenhandel trotz vielfältiger geopolitischer Krisen und Spannungen sowie der nachwirkenden, wachstumsdämpfenden Effekte der geldpolitischen Straffungen bei vielen Handelspartnern verhalten. Die Bundesregierung geht dennoch davon aus, dass die belastenden Einflüsse im Jahresverlauf 2024 tendenziell nachlassen werden und die positiven, binnenwirtschaftlichen Faktoren zunehmend zum Tragen kommen. Für das Gesamtjahr 2024 wird ein leichter Zuwachs des BIP um 0,2% erwartet. Neben kräftig steigenden Tariflöhnen sowie den Lohnabschlüssen mit Steuer- und abgabenfreien Inflationsausgleichsprämien stärken auch die Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns und die Erhöhung des Bürgergelds die Einkommensentwicklung. Der Anstieg der Verbraucherpreise dürfte spürbar abnehmen und sich von durchschnittlich 5,9% im Jahr 2023 auf 2,8% im Jahr 2024 verringern. Dies dürfte lt. Bundesregierung in Verbindung mit einer vergleichsweise stabilen Beschäftigungsentwicklung zu einem Anstieg des privaten Verbrauchs um 1,1% führen. 12 Situation im Einzelhandel Nach einem schwierigen Jahr 2023 rechnet der Handelsverband Deutschland (HDE) mit zumindest leicht verbesserten Umsätzen für den Einzelhandel im laufenden Jahr. Im Vorjahresvergleich steigen die Umsätze demnach nominal um 3,5 Prozent, real entspricht das einem Plus von einem Prozent. Gleichzeitig bleiben aber viele Risiken für den Konsum. Dazu gehören die Kriege in der Ukraine und in Nahost sowie der sich verschärfende Arbeitskräftemangel. HDE-Präsident von Preen warnt zudem vor den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Gefahren einer Politik der Ausgrenzung und Intoleranz. 13 Die Verbraucherstimmung in Deutschland stabilisiert sich auf niedrigem Niveau. Das geht aus dem aktuellen Konsumbarometer des Handelsverbandes Deutschland (HDE) hervor. Nachdem sich das HDE-Konsumbarometer im Januar deutlich nach unten bewegt hatte, stabilisiert sich die Verbraucherstimmung im Februar. Die Kurve bewegt sich eher seitwärts, die negative Entwicklung zu Jahresbeginn war nicht der Start eines weiteren Abwärtstrends. Insgesamt bleibt die Verbraucherstimmung damit weiterhin hinter den Werten von vor der Corona-Krise zurück. 14 Diese gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen werden auch die weitere Entwicklung der DZB BANK wesentlich beeinflussen. B. Entwicklung der Vermögens- und Ertragslage Die DZB BANK geht für das kommende Jahr wieder von einem leicht höheren Umsatzvolumen aus, nachdem insbesondere im 2. Halbjahr 2023 erhebliche Umsatzeinbrüche gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen waren.
13 HDE Presseinfo vom 31.01.2024: Prognose
für 2024: Umsätze im Einzelhandel steigen um 3,5
Prozent
14 HDE Konsumbarometer im Februar:
Verbraucherstimmung stabilisiert sich auf niedrigem Niveau
Auf Basis der geplanten Geschäftsentwicklung erwarten wir für 2024 einen Zinsüberschuss, welcher nominal deutlich unter dem Wert des Vorjahres liegt. Dem liegt die Annahme zugrunde, dass der Euribor im Laufe des Jahres 2024 sinken wird. Damit entwickeln sich auch die Zinserträge der DZB Bank bei annähernd gleicher Nachfrage nach Finanzierungsprodukten rückläufig. Die Refinanzierungsseite der Bank hingegen wird sich erwartungsgemäß zeitverzögert an das sinkende Zinsniveau anpassen, weswegen die Zinsaufwendungen im Vergleich zu den Zinserträgen langsamer fallen und damit das Zinsergebnis negativ beeinflussen. Bei den Personalaufwendungen ist für das Jahr 2024 geplant, dass insbesondere personelle Erweiterungen erfolgen. Außerdem wird für 2024 ein finaler Tarifabschluss erwartet, der über den aktuellen Konditionen liegt, so dass die Personalkosten somit über den Kosten des Vorjahres liegen werden. Auch die Planwerte der anderen Verwaltungsaufwendungen liegen insbesondere aufgrund höher erwarteter Kosten für Dienstleistung und Beratung über denen von 2023. Die Optimierung der internen Geschäftsorganisation und die Erzielung von Effizienzvorteilen durch die Digitalisierung von Kern- und Steuerungsprozessen bleibt ein wichtiges Themenfeld 2024. Die DZB BANK wird ihre eingesetzten DV-Strukturen wie geplant weiterentwickeln. Bedingt durch erforderliche Investitionen in Geschäftsprozesse und Regulierungsthemen werden die Sachkosten 2024 voraussichtlich über dem Niveau des Vorjahres liegen. Für eine deutliche Abweichung vom Prognosewert der Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen werden keine relevanten Indikatoren gesehen. Die nur langsam schwindenden Belastungen durch die hohe Inflation dämpften weiterhin die Konjunktur im Verlauf des Jahres 2023. Weitere konjunkturelle rezessive Einflüsse auf die wirtschaftliche Situation in Deutschland und der Eurozone ergaben sich durch die Leitzinsanhebungen der EZB bis September 2023. Hinzu kamen weitere geopolitische Unsicherheiten, beispielsweise durch die Folgen des Ende 2023 eskalierenden Nahostkonflikts. In Summe führten diese gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu einer deutlichen Reduktion des Zentralregulierungsvolumens seit dem 2. Quartal, verstärkt aber insbesondere im 2. Halbjahr 2023. Diese Entwicklung führte zwar einerseits zu einer höheren Anzahl an Ausfällen bei Kunden der DZB Bank im Jahr 2023 gegenüber dem Jahr 2022. Andererseits war das Ausfallvolumen auf vergleichbarem Niveau wie im Vorjahr. Durch die gute Risikoabsicherung der Bank hat sich infolgedessen die Risikovorsorge deutlich besser als erwartet entwickelt und liegt nur leicht über dem Niveau des Vorjahres, obwohl den handelsrechtlichen Vorgaben an die Abschirmung akuter und latenter Kreditrisiken in ausreichendem Maße durch die Bildung von Wertberichtigungen bzw. Rückstellungen Rechnung getragen wurde. Für 2024 rechnet die Geschäftsführung, dass die Risikokosten sich aufgrund des schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfelds deutlich über dem Stand von 2023 bewegen werden. Aus am Abschlussstichtag bereits kontrahierten, schwebenden Geschäften werden aufgrund des Geschäftsmodells und der Aktiv- und Passivstruktur keine wesentlichen Zinsänderungsrisiken erwartet. Die Bank geht davon aus, dass auf Basis dieser Prognosewerte und insbesondere im Kontext möglicher Folgeeffekte der durch die geopolitischen Krisen bedingten negativen wirtschaftlichen Auswirkungen sich unsere Steuerungsgröße "Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit" im Jahr 2024 leicht rückläufig entwickeln kann aber zugleich positiv bleibt. Im Kontext der aktuellen Rahmenbedingungen besteht jedoch das Risiko, dass das geplante Ergebnis nicht erreicht werden wird und die Risikokosten deutlich steigen. C. Entwicklung der Finanz- und Liquiditätslage Auch in den kommenden Jahren plant die DZB eine weitere Stärkung der Eigenmittel. Für das organische Geschäftswachstum in der DZB BANK-Gruppe in ihren Geschäftsfeldern werden somit ausreichende Eigenmittel bereitgestellt. Die aufsichtsrechtlichen Anforderungen in Form der Eigenmittel- und Liquiditätsvorschriften wird die DZB BANK auch in den kommenden Jahren einhalten. Für die - auch aufsichtsrechtlich geforderte - Planung von Eigenmitteln, Kapitalanforderungen und Liquidität bestehen Planungsprozesse und -konzepte mit einem Horizont bis 2026 auf Ebene der DZB BANK und der DZB BANK-Gruppe. V. VerbandszugehörigkeitDie DZB BANK ist Mitglied im Bundesverband Deutscher Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V., Berlin. Sie gehört der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken an. Entsprechend den Bestimmungen des Statuts dieser Sicherungseinrichtung sind damit die Einlagen der Kunden und die Schuldverschreibungen im Besitz von Kunden der Bank im Rahmen der Institutssicherung geschützt. Des Weiteren ist die Bank der BVR Institutssicherung GmbH (BVR-ISG) angeschlossen. Weiterhin gehört die DZB BANK dem Bankenfachverband e.V., Beriin, und dem Genoverband e.V., NeuIsenburg, an.
Mainhausen, 28. März 2024 DZB BANK GmbH Geschäftsführung Frank Geisen Gerhard Glesel Sonja Graf Tobias Otto 1. Jahresbilanz zum 31.12.2023
2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2023 bis 31.12.2023
3. AnhangA. Allgemeine AngabenDie DZB BANK GmbH mit Sitz in Mainhausen ist beim Amtsgericht Offenbach unter der Handelsregisternummer 22365 eingetragen. Der Jahresabschluss wurde nach den allgemeinen Vorschriften der §§ 238 ff. sowie den ergänzenden Vorschriften für Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute nach § 340 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB), des Kreditwesengesetzes (KWG) sowie der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Gleichzeitig erfüllt der Jahresabschluss die Anforderungen des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) sowie des Gesellschaftsvertrages der DZB BANK GmbH. B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und UmrechnungsmethodenBei Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt: Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute geltenden Sonderregelungen (§§ 340 ff. HGB). Die Forderungen an Kreditinstitute und Kunden sowie die sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zu den Anschaffungskosten bewertet, wobei der Unterschiedsbetrag zwischen dem höheren Nennwert und dem Auszahlungsbetrag - sofern Zinscharakter vorliegt - in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt wurde. Dieser Unterschiedsbetrag wird grundsätzlich planmäßig, und zwar zeitanteilig, aufgelöst. Die Barreserve wird zum Nennwert angesetzt. Anteilige Zinsen, deren Fälligkeit nach dem Bilanzstichtag liegt, die aber am Bilanzstichtag bereits den Charakter von bankgeschäftlichen Forderungen oder Verbindlichkeiten haben, sind dem zugehörigen Aktiv- oder Passivposten der Bilanz zugeordnet. Allen erkennbaren Einzelrisiken im Kundenkreditgeschäft wurden durch die Bildung von (pauschalierten) Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Die Höhe der Einzelwertberichtigungen deckt dabei den Blankoanteil, welcher sich aus der Differenz zwischen der Inanspruchnahme bzw. höheren Zusage eines Kredites und den erwarteten zukünftigen Zahlungseingängen unter Berücksichtigung des Deckungswerts der Sicherheiten ermittelt wird. Den latenten Risiken bei den Forderungen an Kreditinstitute und Kunden wurde durch die Bildung von Pauschalwertberichtigungen gemäß IDW RS BFA 7 Rechnung getragen. Die pauschale Risikovorsorge wird dabei in Anlehnung an den erwarteten Verlust bei einem Betrachtungszeitraum von zwölf Monaten und unter Berücksichtigung der Adjustments (auf Basis der aktuellen und zukünftigen Risiken) in einer vereinfachten Methodik hergeleitet und berücksichtigt. Die Berechnung der pauschalen Risikovorsorge erfolgt auf Basis der Risikoparameter Ausfallwahrscheinlichkeit und Verlustquote sowie dem Exposure. Vor dem Hintergrund der geopolitischen Lage eines andauernden Russland-Ukraine-Kriegs, eines sich verschärfenden Nahostkonflikts sowie dem wirtschaftlichen Umfeld in Deutschland und Europa ergeben sich negative Auswirkungen für das Kerngeschäftsfeld (Zentralregulierung) der Bank: stark gestiegene Zinsen, eine immer noch hohe Inflation, einhergehend mit einer anhaltenden Konsumzurückhaltung erhöhen die Risiken für Kreditausfälle. Um diesen Umständen angemessen Rechnung zu tragen, ist eine Anpassung der Modellparameter erfolgt (Management Adjustment betreffend der Ausfallwahrscheinlichkeit sowie der Rückflussquote für das Gesamtportfolio). Zusätzlich bestehen zur Sicherung gegen allgemeine Bankrisiken sowie die besonderen Risiken des Geschäftszweigs Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB und ein auf der Passivseite separat ausgewiesener Sonderposten für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB. Die Beteiligungen und die Anteile an verbundenen Unternehmen wurden zu Anschaffungskosten bilanziert. Im Falle einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung wurden sie mit dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die Bewertung des Treuhandvermögens erfolgte zu den Anschaffungskosten bzw. zum Nennwert. Die Bewertung der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgte zu Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Bei einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Den planmäßigen Abschreibungen liegen die der geschätzten Nutzungsdauer entsprechenden Abschreibungssätze zugrunde. Die angeschafften geringwertigen Wirtschaftsgüter mit einem Netto-Einzelwert bis zu EUR 250 wurden in voller Höhe als andere Verwaltungsaufwendungen erfasst. Sie wurden in voller Hohe abgeschrieben, sofern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut über EUR 250, aber nicht über EUR 800 lagen. Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte zu dem jeweiligen Erfüllungsbetrag. Die Bewertung der Treuhandverbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag, der mit dem Nennwert der Verpflichtung übereinstimmt. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden unter Inanspruchnahme der Vereinfachungsregel nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz zum Stichtag 31. Oktober 2023 der vergangenen zehn Jahre in Höhe von 1,82 % (zuvor 1,78 %) abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Dieser beruht auf einem Rechnungszinsfuß gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV). Der Unterschiedsbetrag, der sich aus der Anwendung des sieben- und zehnjährigen durchschnittlichen Marktzinssatzes ergibt und zum 31.12.2023 einen Betrag von EUR 9.828 aufweist, ist nur unter den einschränkenden Bedingungen des § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsfähig, aber nicht abführungsgesperrt. Darüber hinaus wurden erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen in Höhe von 2,40 % (Vorjahr 2,30 %) und eine Rentendynamik in Höhe von 1,60 % bis 2,40 % (Vorjahr 1,60 % bis 2,30 %) zugrunde gelegt. Durch die Änderung des Zinssatzes hat sich keine wesentliche Ergebnisveränderung ergeben. Den Pensionsrückstellungen und ähnlichen Verpflichtungen liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der "Richttafeln 2018 G" (Prof. Dr. Klaus Heubeck) zugrunde. Verpflichtungen aus Pensionsanwartschaften werden mittels Anwartschaftsbarwertverfahren angesetzt. Laufende Rentenverpflichtungen und Altersversorgungsverpflichtungen gegenüber ausgeschiedenen Mitarbeitern sind mit dem Barwert bilanziert. Für Klageverfahren im Zusammenhang mit der Insolvenzanfechtung gemäß § 146 InsO in Verbindung mit § 133 InsO - bezogen auf eingegangene Zahlungen bei Kreditengagements - wurden Rückstellungen in Höhe des möglichen Verlustes bzw. Schadens sowie für mögliche Prozesskosten gebildet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB fristadäquat abgezinst. Die Bildung einer Drohverlustrückstellung gemäß § 249 Abs. 1 Satz 1 Alt. 2 HGB für einen Verpflichtungsüberschuss aus dem Geschäft mit zinsbezogenen Finanzinstrumenten im Bankbuch von Kreditinstituten i.S.d. § 1 Abs. 1 KWG wurde entsprechend geprüft. Nach der Berechnung der Bank unter Anwendung der barwertigen Betrachtungsweise, liegt unter Berücksichtigung des Geschäftsmodells kein Verpflichtungsüberschuss vor, so dass diesbezüglich keine Drohverlustrückstellung zu bilden war. Akute Risiken einer Inanspruchnahme aus den unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Haftungsverhältnissen sind durch Rückstellungen gedeckt. Die ausgewiesenen Verpflichtungen betreffen überwiegend Valuten aus der Übernahme von Gewährleistungen im Rahmen der Zentralregulierung, deren Zahlung erst nach dem Bilanzstichtag fällig sind. Die Risiken wurden im Zuge einer Einzelbewertung der Bonität dieser Kunden beurteilt. Zusätzlich wurden Pauschalrückstellungen für Eventualverbindlichkeiten gemäß IDW RS BFA 7 gebildet. Fremdwährungsforderungen sowie die auf fremde Währung lautenden Verbindlichkeiten wurden mit dem systemseitig vorgegebenen Euro-Referenzkurs des letzten Bankarbeitstages des Geschäftsjahres 2023 umgerechnet. Die sich aus der Währungsumrechnung ergebenden Aufwendungen wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Erträge aus der Währungsumrechnung wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung vereinnahmt, soweit die Restlaufzeit der Forderungen bis zu einem Jahr betrug oder die Anforderungen an eine besondere Deckung Vorlagen. Analog zu den Vorjahren wurde die vereinnahmte Delkredereprovision in der Gewinn- und Verlustrechnung unter der Position "Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften" ausgewiesen. Die DZB BANK GmbH hat mit der ANWR GROUP eG als Alleingesellschafterin mit Wirkung zum 1. Januar 2001 einen Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen, zuletzt angepasst am 04. November 2020. Es wurde vereinbart, dass der Vertrag erstmals zum Ablauf des 31. Dezember 2005 unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von sechs Monaten gekündigt werden kann. Er verlängert sich bei gleicher Kündigungsfrist jeweils um ein Kalenderjahr, sofern er nicht gekündigt wird. Im Geschäftsjahr 2023 wurde keine Kündigung ausgesprochen. Der Jahresabschluss wurde daher unter vollständiger Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. Die Posten unter dem Bilanzstrich bestehen im Wesentlichen aus Avalen für noch nicht fällige Rechnungen, die stichtagsbedingt noch nicht bezahlt sind und eingegangenen Mietavalen. C. Entwicklung des Anlagevermögens 2023
D. Erläuterungen zur Bilanz• Bei der Barreserve handelt es sich um Guthaben Zentralnotenbanken bei der Deutschen Bundesbank. • Von den unter den Forderungen an Kunden ausgewiesenen Beträgen entfallen EUR 42.213.273 auf Lettre de Change Relevée / LdCR). Dabei handelt es sich um eine Finanzierungsform im Rahmen des Zentralregulierungsgeschäftes mit französischen Einzelhändlern. Der Gegenwert der LdCR wird zu festen, in der Zukunft liegenden Termin eingezogen. • In den Forderungen sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen an verbundene Unternehmen oder Beteiligungsunternehmen sind:
• Die DZB BANK GmbH besitzt an folgenden Unternehmen Beteiligungen im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB:
Ein Konzernabschluss und Konzernlagebericht wurde nicht aufgestellt, weil sowohl die DZB BANK GmbH als auch die AKTIVBANK AG sowie die NORD-WEST-RING Beteiligungsgesellschaft mbH Immobilien-Anlagegesellschaft & Co. KG in den nach § 291 Abs. 2 HGB befreienden, nach den HGB aufgestellten Konzernabschluss und Konzernlagebericht der ANWR GROUP eG, Mainhausen, (größter und kleinster Kreis) einbezogen sind; dieser befreiende Konzernabschluss wird im Unternehmensregister offengelegt. Die AKTIVBANK AG hat die für eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 340a Abs. 1 HGB in Verbindung mit § 267 Abs. 3 HGB geltenden Vorschriften anzuwenden. • Im Bilanzposten "Treuhandvermögen" (A 9) sind ausschließlich Kredite ausgewiesen, die im eigenen Namen für fremde Rechnung gehalten werden. • Im Bilanzposten "Sachanlagen" (A 12) sind Betriebs- und Geschäftsausstattungen in Höhe von EUR 273.842 enthalten. • In den Vermögensgegenständen sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 6.550.373 (Vorjahr EUR 15.500.632) enthalten. • Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben folgende Restlaufzeiten;
In Höhe von TEUR 260.705 liegen Forderungen in unbestimmter Laufzeit vor. • Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:
Anteilige Zinsen in Höhe von EUR 1.188.457, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert. Hiervon entfallen EUR 983.457 auf andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist. In den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden werden keine Verbindlichkeiten gegenüber der Alleingesellschafterin ausgewiesen. Im Vorjahr bestanden Verbindlichkeiten gegenüber der Alleingesellschafterin in Höhe von EUR 1.189.629. Zur Absicherung von Währungsrisiken wurden währungskongruente KK-Kreditaufnahmen in den wesentlichen Hauptwährungen getätigt. Für die wesentlichen Hauptwährungen bestehen hierfür Fremdwährungslinien bei diversen Partnerbanken. • Im Bilanzposten "Treuhandverbindlichkeiten" sind ausschließlich Kredite ausgewiesen, die wir im eigenen Namen für fremde Rechnung halten. • Im Bilanzposten "Sonstige Verbindlichkeiten" (P 5) sind folgende wesentliche Einzelbeträge enthalten:
• Zu den nachrangigen Verbindlichkeiten (Passivposten 9) ergeben sich folgende Angaben: Im Geschäftsjahr fielen Aufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 300.000 (Vorjahr EUR 300.000) an. • Mittelaufnahmen, die 10 % des Gesamtbetrages der nachrangigen Verbindlichkeiten übersteigen, erfolgen zu folgenden Bedingungen:
• Die Verbindlichkeiten sind im Falle des Insolvenzverfahrens oder der Liquidation der Bank erst nach Befriedigung aller nicht nachrangigen Gläubiger zurückzuzahlen. Eine Umwandlung in andere Eigenkapitalformen ist nicht möglich. Eine vorzeitige Rückzahlung der nachrangigen Verbindlichkeiten ist ausgeschlossen. Die mit den Gläubigern der nachrangigen Verbindlichkeiten getroffenen Nachrangabreden erfüllen die Voraussetzungen für die Anerkennung als Eigenmittel gemäß Art. 63 CRR. • In den nachstehenden Verbindlichkeiten sind folgende Beträge enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Beteiligungsunternehmen sind:
• In den Schulden und den Eventualverbindlichkeiten sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 29.216.712 (Vorjahr EUR 36.284.600) enthalten. • Das Gezeichnete Kapital sowie die Kapitalrücklagen (P12b) und die Gewinnrücklagen (P12c) belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf EUR 64.974.623. • Die Kapitalrendite nach § 26a Abs. 1 Satz 4 KWG (Quotient aus Jahresüberschuss vor Gewinnabführung und Bilanzsumme) liegt bei 3,87 %. • Die im Posten 1 b) unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Eventualverbindlichkeiten unterliegen den für alle Kreditverhältnisse geltenden Risikoidentifizierungs- und -steuerungsverfahren, die eine rechtzeitige Erkennung der Risiken gewährleisten. Andere Verpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag nicht • Von den Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten sind durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesichert:
• Nach § 274 HGB zu bilanzierende latente Steuern werden aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages bei der Alleingesellschafterin ausgewiesen. E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung• Der Gesamtbetrag der Zinserträge, der laufenden Erträge aus Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen, der Provisionserträge und der sonstigen betriebliche Erträge verteilt sich auf folgende Märkte:
• Im Kalenderjahr waren keine negativen Zinsen aus Aktivgeschäften in den Zinserträgen (Vorjahr EUR 384.496) als Reduktion des Zinsertrags bzw. in den Zinsaufwendungen aus Passivgeschäften (Vorjahr EUR 374.075) als Reduktion des Zinsaufwands enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen mit EUR 176.932 (Vorjahr EUR 185.198) Aufwendungen aus der Währungsumrechnung, denen Erträge aus der Währungsumrechnung in den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von EUR 166.814 (Vorjahr EUR 97.969) gegenüberstehen. Weiterhin sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit EUR 23.743 (Vorjahr EUR 57.970) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen enthalten. • In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 314.251 (Vorjahr EUR 5.102) und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 484.567 (Vorjahr EUR 51.554) enthalten. F. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag• Vorgänge von besonderer Bedeutung auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage nach Schluss des Geschäftsjahres liegen nicht vor. G. Sonstige Angaben• Vor dem Hintergrund, dass ein Geschäftsführer der DZB BANK GmbH keine Bezüge von der Gesellschaft erhält, wurde auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. • Die früheren Mitglieder der Geschäftsleitung bzw. deren Hinterbliebene erhielten Bezüge in Höhe von EUR 354.000. • Für frühere Mitglieder der Geschäftsleitung und deren Hinterbliebenen bestehen zum 31. Dezember 2023 Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 1.408.808. • Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten seit dem 01. Juli 2017 eine monatliche Vergütungspauschale. Die Bezüge des Aufsichtsrates belaufen sich im Geschäftsjahr auf insgesamt EUR 18.000. • Die Angabe zum Honorar der Abschlussprüfer erfolgt im Konzernabschluss der ANWR GROUP eG, Mainhausen. • Auf Grund der von den Kunden der DZB BANK GmbH an die Vertragslieferanten bis zum 31. Dezember 2023 erteilten, aber noch nicht berechneten Aufträge, bestanden zum Bilanzstichtag Verpflichtungen aus der Zentralregulierung mit Delkredereübernahme in nicht bezifferbarer Höhe, die den gewöhnlichen Geschäftsvorgang nicht übersteigen. • Die Forderungen an und Verpflichtungen aus eingegangenen Haftungsverhältnissen betrugen für Mitglieder des Aufsichtsrats EUR 167.566. • Nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen in Form von Garantieverpflichtungen gegenüber der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (Garantieverbund) in Höhe von EUR 770.307. Ferner besteht gemäß § 7 der Beitritts- und Verpflichtungserklärung zum institutsbezogenen Sicherungssystem der BVR Institutssicherung GmbH eine Beitragsgarantie gegenüber der BVR-ISG. • Seit 2001 besteht ein Gewinnabführungsvertrag mit der Alleingesellschafterin, der ANWR GROUP eG, Mainhausen. Personalstatistik Die Zahl der 2023 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:
Auszubildende wurden 2023 nicht beschäftigt. • Die DZB BANK GmbH ist in den Konzernabschluss der Alleingesellschafterin ANWR GROUP eG mit Sitz in Mainhausen einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister sowie im Genossenschaftsregister beim Amtsgericht Offenbach am Main unter der Nr. 20125 offengelegt. Die ANWR GROUP eG ist entsprechend § 302 AktG zur Verlustübernahme verpflichtet. • Gemäß Teil 8 der CRR (Art. 435 bis 455) offenzulegende Inhalte sind zum Teil im Lagebericht enthalten. Wir beabsichtigen, die weiteren Angaben in einem separaten Offenlegungsbericht zu machen und im Unternehmesregister sowie auf unserer Homepage zu veröffentlichen. • Die DZB BANK GmbH verfügt über einen Sitz in Mainhausen sowie eine Zweigstelle in Düsseldorf und hat keine bankgeschäftlich tätigen Niederlassungen außerhalb der Bundesrepublik Deutschland. Sämtliche im Jahresabschluss sowie im Lagebericht dargestellten Angaben im Sinne von § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG i.V.m. § 64r Abs. 15 Satz 1 KWG beziehen sich somit ausschließlich auf die Bundesrepublik Deutschland. Die DZB BANK hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten. Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrats Mitglieder der Geschäftsführung, ausgeübter Beruf
Mitglieder des Aufsichtsrats, ausgeübter Beruf
Mainhausen, 28. März 2024 DZB BANK GmbH Die Geschäftsführung Frank Geisen Gerhard Glesel Sonja Graf Tobias Otto BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die DZB BANK GmbH, Mainhausen VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTSPrüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der DZB BANK GmbH, Mainhausen,-bestehend aus der Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DZB BANK GmbH, Mainhausen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Nachfolgend stellen wir den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt "Bewertung von Forderungen im Zentralregulierungsgeschäft" dar. Unsere Darstellung dieses besonders wichtigen Prüfungssachverhalts haben wir wie folgt strukturiert:
Bewertung von Forderungen im Zentralregulierungsgeschäft
Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:
Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrats verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen:
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und, sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGENÜbrige Angaben gemäß Art. 10 EU-APrVO Wir wurden von der Gesellschafterversammlung am 3. Mai 2023 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 27. bzw. 28. September 2023 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2017 als Abschlussprüfer der DZB BANK GmbH, Mainhausen, tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFERDie für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüferin ist Martina Mietzner.
Frankfurt am Main, den 28. März 2024 Deloitte
GmbH
Martina Mietzner, Wirtschaftsprüferin Uwe Hoefke, Wirtschaftsprüfer |
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