Schneider Form Produktentwicklung GmbH
Selbe AdresseBearbeitung und Veredlung von Kunststoffwaren
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Holl seit 4.10.2022 | Prokura |
Ulrich Betz seit 25.7.2022 | Geschäftsführer |
Timo Hartlieb seit 25.7.2022 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 52.00% | |
K** J****** S******** | 24.00% |
J**** S******** | 23.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
4 Gesellschafter
GmbH-Struktur
3 von 4 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Schneider Form GmbHDettingen unter TeckJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Schneider Form GmbH, Dettingen unter TeckVorbemerkung Schneider Form ist seit über 60 Jahren ein geschätzter Partner der internationalen Automobilindustrie, aber auch von anderen Branchen wie Medizintechnik, Luftfahrt und andere innovative Industriezweige. Dabei bedient Schneider Form seine Kunden von der ersten Idee bis zur serienreifen Herstellung eines Bauteils. Die technische Entwicklung, die Herstellung von Formen und Werkzeugen für Kunststoff- und Aluminium-Druckgussteile und der Service nach dem Serienstart sind die wesentlichen Geschäftsfelder. Gleichzeitig bietet Schneider Form diese prozessdurchgängig als One-Stop-Shop an. Als Partner der Automobilindustrie ist man auch Entwicklungspartner für neue Technologien und im Prototypenbau. Schneider Form beliefert Kunden weltweit und stützt sich dabei auf sein internationales Netzwerk. Die Niederlassungen in Portugal und England sowie die Repräsentanz in China sind wesentliche Plattformen für den Vertrieb, aber auch für die Beschaffung. Herauszuheben ist der Kauf einer deutschen Gesellschaft (heute Schneider Form Produktentwicklung GmbH) die 80 % Anteile an einer indischen Gesellschaft (heute: Schneider Form India Ltd.) in Bangalore hält. Schneider Form baut so seinen Low-Cost-Country-Ansatz weiter aus, um attraktive Mischstundensätze in der Produktentwicklung realisieren zu können. Das Geschäftsjahr 2023 der Schneider Form war aufgrund der marktseitigen Rahmenbedingungen in der Automobilindustrie unerwartet herausfordernd. Die von den Automobilherstellern aufgesetzten Strategien hin zur Elektromobilität waren nicht im Einklang mit den tatsächlichen Verkaufszahlen von Elektrofahrzeugen. Insgesamt waren die Stückzahlen in der Fahrzeugproduktion, insbesondere in Europa rückläufig. Somit wurden und werden die Modellplanungen der Autohersteller überarbeitet, hinsichtlich Antrieb, Variantenvielfalt und vor allem auch Terminplanungen. Neben dem Rückgang der Projektanzahl und der Variantenvielfalt, wurden viele Projekte gestoppt oder verschoben. Eine Planbarkeit ist bis heute schwierig, da die Ausrichtung der OEM noch nicht endgültig geklärt ist. Die aufgeflammte Diskussion einer Verschiebung des Verbrennerverbots, aber auch die durch Preisdumping starke chinesische Konkurrenz tut ihr Übriges dazu. Die Problematik der gestörten Lieferketten, jetzt durch die Krise im Nahen Osten ausgelöst, hat in 2023 und bis heute einen wesentlichen Einfluss auf die Beschaffungskosten, die sich generell verteuert haben, und die zeitlichen Abläufe bei Schneider Form. Wirtschaftliches Umfeld Laut Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz lag die Prognose für das Weltwirtschaftswachstum in 2023 bei 2,9 % allerdings für Deutschland nur bei 0,1 %. Tatsächlich lag das weltweite Wachstum in 2023 etwas mehr als 3 % und Deutschland bei 0,2 %. Die Widerstandsfähigkeit der weltweiten Wirtschaft war aber regional sehr unterschiedlich ausgeprägt. In China halfen Konjunkturmaßnahmen, die anhaltende Schwäche an den Immobilienmärkten auszugleichen. In zahlreichen anderen fortgeschrittenen Volkswirtschaften, insbesondere in Europa, und in den Ländern mit niedrigem Einkommen schwächte sich das Wachstum dagegen ab. In 12 OECD-Volkswirtschaften ging die Produktion im Jahresverlauf bis zum vierten Quartal zurück, darunter auch in Deutschland und im Vereinigten Königreich; im Eurogebiet stagnierte sie. Diese Konjunkturschwäche in Europa spiegelt die anhaltenden Auswirkungen des Energiepreisschocks im Jahr 2022 und die Verlangsamung des Kreditwachstums in Volkswirtschaften mit einer relativ hohen Abhängigkeit von bankbasierter Finanzierung wider. Dank hoher Neuwagenpreise und eines Absatzwachstums von sieben Prozent konnten die weltgrößten Autokonzerne in 2023 erneut Rekordumsätze und -gewinne einfahren. Allerdings trübte sich das Bild im vierten Quartal ein: Der Umsatz stieg nur noch um neun Prozent, der Gewinn schrumpfte sogar um fünf Prozent. In 2023 konnte die Branche noch von hohen Neuwagenpreisen und der wiederhergestellten Lieferfähigkeit profitieren. Allerdings werden folgende Probleme immer deutlicher: • Aufgrund schwächelnder Konjunktur liegt der Neuwagenabsatz nach wie vor weit unter den Vor-Pandemie-Niveau. Überkapazitäten stellen ein Problem für Hersteller und Zulieferer dar. • Die Elektromobilität kommt nicht in Gang. Es wurden Milliardeninvestitionen getätigt, aber zunehmend wachsen die Zweifel in der Politik, in der Branche und bei den Kunden. • Der Absatz in China stockt. Der Absatz deutsche Neuwagen in China sinkt und zudem greifen chinesische Elektroautohersteller zunehmend die etablierten Hersteller auf den Heimatmärkten an. Die Kunden von Schneider Form sind überwiegend Zulieferer der Automobilindustrie bzw. deren Werke weltweit. Entweder sind es eigene Fertigungskapazitäten der OEMs (Original Equipment Manufacturer) oder externe Tier 1 (System- / Modullieferanten der ersten Ebene) die Bauteile just-in-time in die Serienproduktion der Automobilhersteller liefern. Dabei ist die hohe Qualität, die Termintreue und die Standzeit der Schneider Form Produkte nach wie vor gefragt. Die Nachfrage hat sich in 2023 entgegen den Erwartungen negativ entwickelt. Die geplanten Auftragseingänge konnten daher insbesondere im Werkzeugbau nicht realisiert werden. Die geringe Nachfrage zog eine Abschwächung der Preisqualität im Vergleich zu 2022 nach sich. Der Auftragseingang betrug in 2023 EUR 45,6 Mio. und lag damit um 5 % niedriger als im Vorjahr (EUR 47,9 Mio.). Dies hatte direkte Auswirkungen auf die Auslastung bei Schneider Form, die sich somit bis ins Jahr 2024 fortsetzte. Schneider Form begegnete dieser Unterauslastung durch Abbau von Gleitzeitkonten, Kurzarbeit, aber auch personellen Anpassungen. Der Trend der Automobilzulieferer, Vergaben nach Südeuropa oder China zu tätigen - ist weiter ungebrochen. Die gestiegenen Herstellungskosten, insbesondere im Zukauf von Material konnten nur teilweise an die Kunden bzw. die OEMs weitergegeben werden. Mit optimierten Produktionsabläufen und reduzierte Eigenleistungen, in Verbindung mit einer Wertschöpfungsverschiebung zu Engineering und Service, reagiert Schneider Form nachhaltig auf die aktuelle Krise und die Unwägbarkeiten in der Automobilindustrie. Finanzielle Leistungsindikatoren Als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren dienen der Auftragseingang, Umsatz bzw. Gesamtleistung und EBIT zur Steuerung des Unternehmens. Marktumfeld und Auftragseingangsentwicklung Schneider Form sieht sich als qualitativ hochwertiger und innovativer Hersteller und Dienstleister und unterstützt so die Automobilhersteller und Ihre Tier 1-Lieferanten bei der Entwicklung und Herstellung von anspruchsvollen Kunststoff- und Aluminium-Druckgussteilen für technisch und optisch hochwertige Karosserieteile. Insbesondere Projekte der deutschen Premiummarken bilden das Fundament des Auftragseingangs in allen Bereichen. Insbesondere auch die Expertise in der Gestaltung von Kunststoff-Karosserieteilen, ob in der Produktentwicklung oder auch im Vorfeld der Werkzeugherstellung von den Kunden der Schneider Form sehr geschätzt. Mit dem von Schneider Form entwickelten Opticheck-System können wesentliche Parameter im Kunststoff-Werkzeug während der Produktion gemessen werden. Dies ermöglicht eine frühzeitige Erkennung von qualitativen Abweichungen während der Inbetriebnahme und der Produktion. Notwendige Wartungsarbeiten oder Prozessanpassungen werden rechtzeitig identifiziert. Qualitätsmanagement Das Qualitätsmanagement Schneider Form ist im Rahmen der DIN ISO9001 zertifiziert und wurde in 2024 erfolgreich rezertifiziert. Der Informationsschutz bei Schneider Form ist TISAX zertifiziert. Auch hier wurde in 2024 das Zertifikat erneuert. Darüber hinaus belegen die Zertifikate von SAQ4.0 und EcoVadis auch das erfolgreiche Nachhaltigkeitsmanagement. Für 2024 ist die Zertifizierung des Umweltweltmanagement nach DIN ISO14001 geplant. Auftragseingang und Gesamtleistung Schneider Form setzt seinen Weg des Ausbaus der engineering- und service-orientierten Geschäftstätigkeiten in 2023 fort. Der Umsatzanteil des Werkzeugbaus betrug ca. 80 % (VJ 86 %) und der des Engineering-Anteils 20 % (VJ 14%). Im Bereich Werkzeugbau (Kunststoff + Druckguss) wurde ein Auftragseingang von EUR 24,7 Mio. (VJ EUR 36,4 Mio.) erreicht, Service und Engineering erzielten einen Auftragseingang von 4,3 Mio. (VJ EUR 3,9 Mio.) Die für 2023 geplante Gesamtleistung betrug EUR 46,5 Mio., beträgt aber nur EUR 41,7 Mio., weil keine weiteren Projekte im alten Jahr ausgeführt wurden, die zu unfertigen Leistungen führten. Heraus zu heben ist der Auftragseingang für Werkzeug-Projekte die vollständig an die portugiesische Tochter SF Moldes in Portugal weitergegeben und dort realisiert werden. Hier konnte ein Auftragseingang von EUR 14,7 Mio. (VJ EUR 6,1 Mio.) erzielt werden. Vermögenslage
Als wesentliche Investitionen waren im Geschäftsjahr der Wiederaufbau des SAMAG Tiefbohr- und Fräszentrum mit EUR 1,1 Mio. und weitere kleinere Investitionen in Lizenzen und Software von 221 TEUR zu verzeichnen, hieraus resultiert der Anstieg des Anlagevermögens nach Abzug der Ifd. Abschreibungen. Der Vorratsabbau um 32,9 % resultiert im Wesentlichen aus dem mengen- und wertmäßigen Rückgang der unfertigen Projekte, insbesondere durch Abrechnung fertiger Projekte einhergehend mit der Reduzierung bereits erhaltener Anzahlungen auf diese Projekte. Wie in den Vorjahren konnte Schneider Form trotz Ergebnisschwäche auf eine gute Kapitalausstattung zurückgreifen, wenngleich die Zahlungsbedingungen im Marktumfeld immer mehr Vorfinanzierung durch die Lieferanten erfordern, somit sind gerade die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abrechnungsbedingt deutlich um über 22,5 % angestiegen. Das Risikomanagement der Schneider Form stellte auch in 2023 sicher, dass keine Forderungsausfälle zu verzeichnen waren. Das Eigenkapital hat sich aufgrund des Verlustausgleis aus dem Vorjahr um 693 TEUR verringert, stellt aber immer noch zusammen mit den langfristigen Gesellschafterdarlehen von 790 TEUR eine solide Eigenkapitalausstattung dar. Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten wurden fristgerecht, falls sinnvoll unter Nutzung von Skonto beglichen. Im vergangenen Jahr wurden Bankkredite vereinbarungsgemäß um 2.528 TEUR getilgt. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 5.773 TEUR. Die Bilanzsumme verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 3,2 Mio. Die um langfristig gebundene Gesellschafterdarlehen erweiterte Eigenkapitalquote beträgt 43,0 % (VJ 36,5 %). Finanzlage Die Liquidität des Unternehmens war im Berichtsjahr zu jeder Zeit gesichert. Aus derzeitiger Sicht ist sichergestellt, dass auch künftig die finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllt werden können. Der wie schon in den Vorjahren unverändert bestehende Kreditrahmen wurde lediglich für Avale genutzt. Die Finanzlage der Schneider Form GmbH ist als stabil zu bezeichnen, gleichwohl abrechnungsbedingt sich die Kassen- und Bankguthaben um 50 % verringert haben. Zur Sicherung der Liquidität und zur Verbesserung der Ergebnissituation wurden bei Schneider Form verschiedene Initiativen ergriffen: - Reduzierung der Eigenleistungstiefe im Werkzeugbau, - Weitere Stärkung des Qualitätsmanagement-Systems, - Umsetzung von mehr als 10 Digitalisierungsprojekten, - Erarbeiten einer zukunftsweisenden Unternehmensstrategie, - Ausbau der Engineering- und Service-Bereiche. Ausgehend vom Jahresüberschuss verfügt die Gesellschaft über einen positiven vereinfachten Cash Flow (Jahresergebnis zuzüglich Abschreibung und Veränderung der Rückstellungen) von 1.835 TEUR, der nur unwesentlich durch den Verbrauch und die Auflösung von Rückstellungen beeinflusst wurde. Ertragslage
Erstmals seit der Corona-Krise konnte die Gesellschaft wieder einen Gewinn erzielen, allerdings konnte das geplante EBIT von EUR 1 Mio. nicht ganz erreicht werden, weil aufgrund der deutlich schlechter als erwarteten Rahmenbedingungen in der Automobilindustrie die Nachfrage hinter den Erwartungen zurückblieb. Die Gesamtleistung ist deshalb auch entgegen unserer Prognose um 6 % gesunken. Herauszuheben ist der positive Sondereffekt durch Versicherungszahlungen einer Maschinenreparatur nach einem Brand Ende 2022. Die Maschine wurde vollständig repariert und erneuert und wieder der Abschreibung zugeführt. Zudem konnten Mehrkosten im Zusammenhang mit dem Maschinenschaden, wie bspw. Reinigungskosten sowie die Fremdvergabe notwendiger Tieflochbohrarbeiten an Dienstleister hiermit weitestgehend kompensiert werden. Die Ergebnisrendite vor Steuern (EBIT zu Gesamtleistung) konnte deutlich verbessert werden, zumal der Personalaufwand nur unwesentlich gestiegen ist, trotz moderater Lohn- und Gehaltsanpassungen und Inflationsausgleichsprämien. Grund hierfür ist der Personalrückgang und der nicht mehr gegebene Sondereffekt und nunmehr nur noch die Bezüge eines Geschäftsführers. Die Steigerung des sonstigen betrieblichen Aufwandes um 1.268 TEUR resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Stromkosten 211 TEUR, EDV-Kosten 203 TEUR, Unternehmensberatung 157 TEUR, Instandhaltungen 514 . Aufgrund gestiegener Zinsen und sich nachteilig entwickelnde Zahlungsbedingungen bei Kunden erhöhten sich die Zinsaufwendungen auf rund 431 TEUR. Leasing spielte eine untergeordnete Rolle. Schneider Form und der gesamte Markt befindet sich in einer Transformationsphase. Unter Betrachtung der schwierigen und wenig vorhersehbaren Rahmenbedingungen, aber auch unter dem Einfluss von Sondereffekten, kann das Ergebnis als zufriedenstellend bezeichnet werden. Auftragsbestand Der Auftragsbestand betrug zum 31. Dezember 2023 EUR 40,3 Mio. (Vj. EUR 41,1 Mio). Personal Schneider Form hat seine Mitarbeiterzahl im Bereich der Anfertigung von Formen und Werkzeugen nahezu konstant gehalten. Insgesamt waren im Jahr 2023 durchschnittlich 166 Mitarbeiter inklusive Auszubildende beschäftigt. (Vj. 175). Im Bereich der Produktentwicklung und im Service wurden 9 Mitarbeiter aufgebaut, in den Fertigungsbereichen entsprechend reduziert. Wie in der deutschen Industrie üblich, liegt die Herausforderung auch bei Schneider für die eigenen Mitarbeiter weiterhin ein attraktiver Arbeitgeber zu sein und gleichzeitig neue Fachkräfte für alle Bereiche am Arbeitsmarkt zu finden. Dies stellt neben der marktseitigen Entwicklung einen wesentlichen Stellhebel für nachhaltigen Erfolg dar. Schneider Form bekennt sich weiterhin zur Ausbildung im eigenen Haus. In 2023 waren 8 Mitarbeiter bei Schneider Form in Ausbildung. Wie bereits im Jahr 2022 wurde auch in 2023 eine Mitarbeiterbefragung durchgeführt und lieferte dem Management wichtige Analysen und Impulse hinsichtlich Mitarbeiterzufriedenheit und Verbesserungspotentialen. Investitionen Das Investitionsverhalten von Schneider Form ist von jeher zyklisch. So wurden zwischen 2017 und 2020 Großmaschinen im Zerspanungsbereich und eine 4.000 t Spritzgießmaschine im Gesamtwert von EUR 6,5 Mio in Betrieb genommen. Aufgrund dieser zukunftsorientierten Investitionen standen wie schon im Vorjahr keine wesentlichen Neubeschaffungen an, zumal außerordentlich, bedingt durch Brandschaden, die Tieflochbohrmaschine mit einem Investitionsvolumen von mehr als EUR 1 Mio. vorzeitig erneuert und verbessert wurde. Standorte Portugal Neben dem Stammsitz in Dettingen unter Teck betreibt Schneider Form einen modernen Werkzeugbau in Portugal, nahe Porto. Abweichend von Schneider Form in Deutschland ist die SF Moldes S.A. ausschließlich auf die Herstellung von Kunststoffformen bis 35 t spezialisiert und agiert grundsätzlich unabhängig von Schneider Form, wird aber im Auftragseingang wesentlich durch den deutschen Vertrieb unterstützt. China Die Repräsentanz in Yuyao von Schneider Form unterstützt Schneider Form und die SF Moldes SA bei Beschaffungen in China von kompletten Werkzeugen oder entsprechenden Teilumfängen. England Die Schneider Form UK Ltd. in Petersfield stellt die enge Verbindung von Schneider Form zu seinen langjährigen Kunden sicher. Vertrieb, Projektmanagement und Engineering werden so lokal erbracht. Böblingen Ende 2022 wurde ein weiterer Standort der Produktentwicklung in Böblingen eröffnet. Dieses Büro ist systemseitig auf den dort ansässigen Automobilhersteller ausgerichtet. So wurden weitere Kapazitäten geschaffen, um das Wachstum in der Produktentwicklung zu stärken. Indien Die in 2023 erworbene mittelbare Beteiligung an der Schneider Form India Ltd. in Bangalore unterstützt Schneider Form bei der Produktentwicklung. Ausblick, Chancen und Risiken Der Markt befindet sich nach wie vor in einer Konsolidierungsphase. Die Automobilhersteller scheinen sich noch immer schwer zu tun, tragfähige Strategien für die Elektromobilität, aber auch für die erkennbare große Nachfrage nach Fahrzeugen mit Verbrennermotoren zu entwickeln. Die damit verbunden Unsicherheiten und zurückhaltende Investitionsfreudigkeit der OEM scheint das "neue Normal" zu sein. Der Kostendruck auf die Lieferanten hat damit weiter zugenommen und die Planbarkeit ist weiterhin wenig gegeben. Durch das 100% Tochterunternehmen in Portugal kann Schneider Form auf die kostenseitigen Herausforderungen reagieren und Synergieeffekte heben. So wurden gemeinsam neue Konzepte der Zusammenarbeit entwickelt, um Kostenvorteile in "deutschen" Projekte zu realisieren, aber auch das Wachstum in Protugal weiter zu fördern. Die Profitcenter Produktentwicklung und Tool Doctor Service treiben das Wachstum bzw. die Verschiebung der Geschäftstätigkeiten vom überwiegenden fertigungsorientierten Werkzeugbau zum Engineering- und Service-Dienstleister. Die Auftragseingänge im ersten und zweiten Quartal in 2024 belegen die Stärkung dieser Bereiche und liegen im Plan. Gleiches gilt auch für den Werkzeugbau im Kunststoff und im Druckguss. Das Ergebnis 2024 wird noch wesentlich von nachhaltigen Sondermaßnahmen zur Neuordnung der Fertigungstiefe belastet sein. Schneider Form hat sich für die Zukunft gut aufgestellt, insbesondere in der Gesamtbetrachtung mit Ihrem Tochterunternehmen in Portugal SF Moldes S.A. Nichts destotrotz hängt der Erfolg von Schneider Form auch am Erfolg der Automobilhersteller, insbesondere an deren Strategie hinsichtlich der Anzahl von neuen Modellen und Modellvarianten. Neben den marktseitigen Herausforderungen, insbesondere der internationalen Wettbewerbsfähigkeit, stellen die politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen immer höhere Anforderungen an mittelständische Unternehmen in Deutschland. So gewinnen Energiekosten, Verfügbarkeit von Fachkräften und Auszubildenen, Inflation, aber auch der steigende Verwaltungsaufwand immer mehr Einfluss als Erfolgsfaktoren für die Unternehmen. Schneider Form hat gemeinsam mit seinem portugiesischen Tochterunternehmen entsprechende Strategien entwickelt, um dem entgegenzuwirken. Ausgehend von den aktuellen Ergebnisdaten und der zugrundeliegenden Planung sowie den aktuellen Auftragsbestand rechnen wir im Geschäftsjahr 2024 mit einem leicht über dem Vorjahr liegenden Auftragseingang und einer höheren Gesamtleistung im einstelligen Prozentbereich. In 2024 wird ein negatives Ergebnis (EBIT) aufgrund von Einmalbelastungen in mittlerer sechstelliger Höhe erwartet, aber die Kosten für nachhaltige Optimierungsmaßnahmen tragen. Im Rahmen eines Transformationsprogramms schafft Schneider Form die Grundlagen für ein mehr Engineering und Service orientiertes Geschäftsmodell, optimiert die Herstellprozesse und reduziert die Eigenleistungen in Deutschland, um zukünftig nachhaltig Gewinne zu erzielen.
Dettingen unter Teck, 15. Juli 2024 gez. Ulrich Betz BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Schneider Form GmbH, Dettingen unter TeckAllgemeine Hinweise Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Bilanz wurde nach § 266 HGB gegliedert. Die Gewinn- und Verlustrechnung entspricht § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren). Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten ebenfalls an dieser Stelle gemacht. Die Untergliederung der Bilanz wurde nach § 264c HGB und § 265 Abs. 5 HGB um den Posten "Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern" erweitert. Registerinformationen Die Gesellschaft ist unter der Firma Schneider Form GmbH mit Sitz in Dettingen unter Teck im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der Nummer HRB 230164 eingetragen. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Für den Bereich Verbrauchswerkzeuge und Kleingeräte besteht ein Festwert in Höhe von TEUR 240 (Vj. TEUR 240). Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten am Bilanzstichtag angesetzt. Vorräte werden unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Dabei werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe mit dem gleitenden Durchschnittspreis bewertet. Die unfertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bilanziert, wobei neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten sowie angemessene Teile des Werteverzehrs des Anlagevermögens berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen werden einbezogen. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Die Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Projected-Unit-Credit-Verfahren (PUC-Verfahren) unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,82 % (Vj. 1,78 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Rentensteigerungen wurden unverändert mit 1,5 % berücksichtigt. Die erfolgswirksamen Änderungen des Diskontierungszinssatzes werden im Zinsaufwand gezeigt. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Bei den Vermögensgegenständen handelt es sich um Rückdeckungsversicherungsansprüche. Der beizulegende Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs besteht aus dem sog. geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zzgl. eines etwa vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (sog. Überschussbeteiligung). Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Wesentliche Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr liegen nicht vor. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen, die im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen voraussichtlich anzuwenden sind, bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Soweit Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet werden, kommen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Anwendung: Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. In den Fällen, in denen sowohl die "Einfrierungsmethode", bei der die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert werden, als auch die "Durchbuchungsmethode", wonach die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko sowohl des Grundgeschäfts als auch des Sicherungsinstruments bilanziert werden, angewandt werden können, wird die Einfrierungsmethode angewandt. Die sich ausgleichenden positiven und negativen Wertänderungen werden ohne Berührung der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Angaben zum Anteilsbesitz
* Abschlussdatum 31. März 2023 Vorräte Von den Vorräten wurden im Berichtsjahr erhaltene Anzahlungen in Höhe von TEUR 6.609 (Vj. TEUR 9.589) abgesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 155 (Vj. TEUR 137) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Latente Steuern Der Berechnung wurde unverändert ein Steuersatz von von 28,6 % zugrunde gelegt. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus Verlustvorträgen, Abweichungen bei den Pensionsrückstellungen und aus sonstigen Rückstellungen sowie die passiven latenten Steuern aus Abweichungen beim immaterillen und Sachanlagevermögen. Der sich insgesamt ergebende Aktivsaldo wurde nicht bilanziert. Eigenkapital Von der Gewinnrücklage wurden TEUR 693 zum Ausgleich des Vorjahresverlusts verwendet. Rückstellungen für Pensionen Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 8 (Vj. TEUR 68) und unterliegt einer Ausschüttungssperre. Der Unterschiedsbetrag resultiert aus dem bilanziellen Ansatz der Pensionsrückstellungen auf Basis des 10-Jahres-Durchschnittszinssatzes (1,82 %) und der Bewertung auf Basis des 7-Jahres-Durchschnittszinssatzes (1,74 %). Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:
Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.
Bei den Sicherheiten handelt es sich um Sicherungsübereignungen von Gegenständen des beweglichen Anlagevermögens. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen im Wesentlichen aus Darlehensverbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 1.735 (Vj. TEUR 302) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 67 für die Auflösung von Rückstellungen enthalten. Darüber hinaus sind im Berichtsjahr TEUR 2.264 Versicherungserstattungen enthalten. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus den bestehenden Pacht- und Leasingverträgen ergeben sich sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 970. Die Pacht- und Leasingverträge laufen zwischen 2024 und 2028 aus. Geschäftsführung Im Geschäftsjahr wurde die Gesellschaft vertreten durch ihren Geschäftsführer Ulrich Betz. Bezüglich der Angaben zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführung, ehemaliger Geschäftsführungsmitglieder und des Beirates wird von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Mitarbeiter
Prüfungs- und Beratungsgebühren Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 67, die vollständig auf Abschlussprüfungsleistungen entfallen. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor. Ergebnisverwendung Abweichend von § 13 Abs.4 des Gesellschaftsvertrages schlägt die Geschäftsführung vor, den Jahresüberschuss von EUR 321.179,41 der Gewinnrücklage zuzuführen.
Dettingen unter Teck, 15. Juli 2024 gez. Ulrich Betz Entwicklung des Anlagevermögens
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 17.12.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Schneider Form GmbH, Dettingen unter Teck Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Schneider Form GmbH, Dettingen unter Teck - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Schneider Form GmbH, Dettingen unter Teck für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 15. Juli 2024 HWS
GmbH & Co. KG
Dirk Cordes, Wirtschaftsprüfer Tobias Sick, Wirtschaftsprüfer |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
9 nahegelegene Organisationen
Bearbeitung und Veredlung von Kunststoffwaren
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Beteiligungsgesellschaften
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Herstellung von Mehrzweckindustrierobotern
Beteiligungsgesellschaften
Reparatur und Instandhaltung von Krafträdern
Großhandel mit Werkzeugmaschinen
Herstellung von Kunststoffen in Primärformen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen