Möllers Packaging Technology GmbH
In der Geist 2, 59302 Oelde, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Markus Quante seit 22.8.2024 | Prokura |
Mathias Grimaldi Cardenas seit 29.9.2022 | Prokura |
Filip Rochette seit 29.9.2022 | Prokura |
Thomas Vertgewall seit 21.5.2021 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
FILROC BV | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Möllers Packaging Technology GmbHDüsseldorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31.12.2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023A. Allgemeines Die Möllers Packaging Technology GmbH mit Sitz in Düsseldorf (Geschäftsanschrift Oelde) ist unter der Nummer HRB 92710 beim Amtsgericht Düsseldorf in das Handelsregister eingetragen. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Der Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Im Vergleich zum Vorjahr wurde aus Gründen der Darstellungsklarheit die Veränderung der Rückstellung für Pauschalmontagen von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen zu den Materialaufwendungen aus bezogenen Leistungen umgegliedert. Der Vorjahresausweis wurde nicht angepasst. B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die auf den vorstehenden Jahresabschluss des Geschäftsjahres angewendeten Ansatz- und Bewertungsmethoden werden grundsätzlich stetig angewendet. Die Erstellung des Abschlusses des Geschäftsjahres erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung nach § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB. Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um die planmäßigen Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Bei den Anschaffungskosten werden Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen berücksichtigt. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Für die im Geschäftsjahr angeschafften geringwertigen Anlagegüter wird die Bewertungsfreiheit gemäß § 6 Abs. 2 EStG in Anspruch genommen, d.h. geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert in Höhe von € 800,00 werden in voller Höhe als Betriebsausgaben abgesetzt. Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten angesetzt und um ggf. außerplanmäßige Abschreibungen vermindert. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag geringer waren, wurden diese angesetzt. Fertige und unfertige Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB aktiviert. In die Herstellungskosten wurden die Einzelkosten sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten und der Fertigungsgemeinkosten mit einbezogen. Gängigkeitsabschreibungen auf Vorräte werden vorgenommen und mittels der berechneten Umschlagshäufigkeit auf Artikelebene nach einem festen unveränderten Schema ermittelt. Geleistete Anzahlungen werden in Höhe des hingegebenen Betrags netto, d.h. ohne Umsatzsteueranteil angesetzt. Erhaltene Anzahlungen werden in Höhe des zugeflossenen Betrags netto, d.h. ohne Umsatzsteueranteil angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich zum Nominalwert bewertet. Erkennbare Risiken in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden - falls erforderlich - durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Das allgemeine Kredit- und Ausfallrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend berücksichtigt. Die flüssigen Mittel wurden mit dem Nennbetrag angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden für Ausgaben vor dem Abschlussstichtag gebildet, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen. Die Rückstellungen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Diese wurden mit den Erfüllungsbeträgen bewertet, die nach kaufmännischer Beurteilung notwendig sind (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB). Die Verbindlichkeiten sind gemäß § 253 Abs. 1 HGB mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. C. Angaben zur Bilanz I. Anlagevermögen Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagegegenstände ist im Anlagenspiegel dargestellt. Dort werden auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres vermerkt. II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben unverändert T€ 16,4 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Alle anderen Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. III. Verbindlichkeiten Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit werden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst dargestellt:
Im Vorjahr waren die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten vollständig durch eine Globalzession und eine Raumsicherungsübereignung besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten in Höhe von T€ 49,1 (Vorjahr T€ 29,4) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie in Höhe von T€ 1.353,4 (Vorjahr T€ 1.534,0) Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern. D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung I. Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Währungskursgewinne in Höhe von T€ 0,1 (Vorjahr T€ 0,0), und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Währungskursverluste in Höhe von T€ 4,6 (Vorjahr T€ 6,1) enthalten. II. Zinsergebnis Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen mit T€ 28,6 (Vorjahr T€ 0,0) Zinsen an verbundene Unternehmen. E. Sonstige Angaben I. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die Pachtverpflichtungen sind in einem Zeitraum von 2024 bis 2042 fällig. Die hohen Pachtverpflichtungen zum 31. Dezember 2022 resultierten etwa zur Hälfte aus einem ursprünglich bis 2051 laufenden Pachtvertrag, der vorzeitig beendet wurde. Die Leasingverpflichtungen sind in den Jahren 2024 bis 2030 fällig. II. Anteilsbesitz
III. Mitarbeiter
IV. Geschäftsführer Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte die Geschäftsführung durch Herrn Thomas Vertgewall, Maschinenbauer. V. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den ausgewiesenen Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.
Oelde, den 8. März 2024 Vertgewall, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagenspiegel) zum 31. Dezember 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen des Unternehmens Die Geschäftstätigkeit der Möllers Packaging Technology GmbH ist die Herstellung und der Vertrieb von Maschinen und Anlagen der Schüttgut-, Abfüll-, Palettier- und Verpackungstechnik sowie Verladeanlagen. Die Produktion erfolgt ausschließlich am Standort in Beckum. Anfang 2024 wurde die neue Produktionsstätte in Oelde eröffnet, und der Umzug wurde im Februar 2024 abgeschlossen. Die Maschinen und Anlagen werden überwiegend an Kunden der petrochemischen sowie chemischen Industrie, der Baustoffindustrie und der Düngemittelindustrie zum größten Teil im Ausland veräußert. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche Situation Die wirtschaftlichen Folgen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine belasten die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland merklich. Im Jahr 2023 ist die deutsche Wirtschaft um 0,3 % geschrumpft. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die gestiegenen Energiekosten in 2023 haben das produzierende Gewerbe besonders stark getroffen. Während die Bruttowertschöpfung des produzierenden Gewerbes 2023 abnahm, stützten die meisten anderen Dienstleistungsbereiche die Konjunktur. Ungünstige Finanzierungsbedingungen durch gestiegene Zinsen, Preissteigerungen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland dämpften die Konjunktur. So reagierte die Europäische Zentralbank (EZB) auf die hohe Inflation mit einer Reihe von Zinserhöhungen, um die Geldmenge zu verknappen. Der Anstieg der Verbraucherpreise sank im Laufe des Jahres 2023, während Nahrungsmittel teuer blieben. Ausgehend von den Entwicklungen des vergangenen Jahres sprechen aus Sicht der Bundesregierung wesentliche Faktoren für eine Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage im Geschäftsjahr 2024. 2. Branchenentwicklung Die Produktion im Maschinenbau konnte in den ersten zehn Monaten dank deutlich verringerter Lieferengpässe insgesamt um 0,9 % real zulegen. Nachdem die ersten beiden Quartale noch Wachstumsbeiträge lieferten, verfehlte die Maschinenproduktion im dritten Quartal ihr Vorjahresniveau bereits um 1,6 %. Diese Daten sind (wie stets) vorläufig. Die Ergebnisse werden in den kommenden Monaten noch einige Male korrigiert. Die anhaltenden Rückgänge im Auftragseingang schlagen nun offensichtlich auf die Produktion und den Umsatz durch. In den ersten 10 Monaten 2023 verfehlte der Bestelleingang sein Vorjahresniveau preisbereinigt um 13 %. Sichtbar wird diese zunehmende Diskrepanz von Book-to-Bill nicht zuletzt in der Auftragsreichweite. Die Weltkonjunktur steckt nach wie vor in der Flaute, und der Maschinenbau ist als reiner Investitionsgüterlieferant ein Spätzykliker. Zwar gibt es erste, noch sehr zaghafte Signale, dass ein Tiefpunkt der Bestellungen bald erreicht ist. Wichtige Frühindikatoren wie der ZEW-Frühindikator oder das ifo-Geschäftsklima sind nicht weiter gefallen. Die Belastungen und Herausforderungen bleiben auch im Jahr 2024 die vergleichsweisen hohen Inflationsraten und Zinsen. Zwar gehen die Preissteigerungsraten inzwischen spürbar zurück, und die Mehrheit der Ökonomen und Institute geht davon aus, dass der Zinsgipfel erreicht ist. Ebenso belastet der anhaltende Krieg in der Ukraine und auch der Krieg im Nahen Osten die Weltkonjunktur. Insbesondere bei letzterem schwingt die Ungewissheit mit, ob es Engpässe oder weitere Preiserhöhungen auf den Rohstoffmärkten gibt, also insbesondere bei den ohnehin verteuerten Energieträgern Gas und Öl. Weitere Unsicherheiten werden nach wie vor durch geopolitische Konfliktherde und den ungebremst um sich greifenden Protektionismus verursacht. Die Maschinen- und Anlagenbauer blicken daher mit gedämpfter Stimmungslage auf das bevorstehende Jahr 2024. Eine Zurückhaltung bei Investitionen und Neueinstellungen ist auf Grund der hohen Unsicherheit in 2024 spürbar. 3. Geschäftsverlauf Das abgelaufene Geschäftsjahr war - trotz der negativen wirtschaftlichen Gesamtentwicklungen - geprägt von einer noch ausreichenden Nachfrage im Maschinen- und Anlagenbau. Die Auslastung in den Fachbereichen war durch den guten Auftragsbestand im gesamten Jahr 2023 gegeben. Die starken Störungen in den Lieferketten aus dem Jahr 2022 haben sich im Jahr 2023 leicht entspannt. Dennoch sind weiter kritische Komponenten nur mit einer langen Lieferzeit bestellbar. Wir haben durch eine Intensivierung der Lieferantenkontakte und Einkaufsalternativen auf diesen Sachverhalt reagiert, so dass wir im Jahr 2023 nur noch geringere Einschränkungen bei der Materialverfügbarkeit hatten. Der Umsatz konnte in 2023 auf 21,3 Mio. € (Vorjahr 17,1 Mio. €) gesteigert werden. Wir haben hier von dem weiterhin hohen Umsatzanteil in den Exportmärkten profitiert. Die Folge ist ein gegenüber dem Vorjahr nochmals gestiegener Auslandsumsatzanteil von 93,2 % (Vorjahr 88,0 %). Die Auslieferung der Aufträge an die Kunden erfolgte im Jahr 2023 termingerecht. Das Vorratsvermögen wurde projektbezogen im Jahr 2023 um 1,1 Mio. € aufgebaut (Vorjahr Aufbau von 1,6 Mio. €). Die Gesamtleistung konnte im Geschäftsjahr 2023 auf 22,4 Mio. € (Vorjahr 18,6 Mio. €) gesteigert werden. Diese Steigerung resultiert aus deutlich höheren Umsätzen und einer stabilen Auslastung in den Fachbereichen. 4. Vermögenslage Die Bilanzsumme ist in 2023 mit 6,5 Mio. € auf dem Niveau des Vorjahres. Das Anlagevermögen wurde planmäßig abgeschrieben und beläuft sich mit 0,7 Mio. € auf 10,4 % der Bilanzsumme. Im Vorratsvermögen werden die erhaltenen Anzahlungen offen abgesetzt. In 2023 war das gesamte Vorratsvermögen (inkl. geleistete Anzahlungen 7,1 Mio. €) durch Anzahlungen von Kunden finanziert. Weitere 1,3 Mio. € werden auf der Passivseite gezeigt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind gegenüber dem Vorjahr um 0,7 Mio. € gesunken. 5. Finanzlage Die Finanzierung aus Eigenmitteln (Eigenkapitalquote) lag bei 26,3 % (Vorjahr 23,4 %). Dem Unternehmen stehen Finanzmittel aus verbundenen Unternehmen in Höhe von 1,4 Mio. € (Vorjahr 1,5 Mio. €) zur Verfügung, die plangemäß getilgt werden. Zudem steht ein Kontokorrentrahmen zur Verfügung, der per 2023 nicht genutzt ist. Die für den Anlagenbau relevanten Avalrahmen stehen in ausreichender Höhe zur Verfügung. Die positive wirtschaftliche Entwicklung sowie die hohe Anzahlungsquote durch die Kunden führt zu einem deutlich positiven Cashbestand in 2023 in Höhe von 1,2 Mio. €. Der im Geschäftsjahr 2023 erwirtschaftete operative Cashflow (T€ 2.438,6) reichte aus, um die Mittelabflüsse aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit (T€ 374,7) zu decken. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen konnten im Berichtsjahr um 0,4 Mio. € reduziert werden. Die Zahlungen erfolgen grundsätzlich innerhalb der Skontofrist. Die Gesellschaft war im Jahr 2023 jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. 6. Ertragslage Im Geschäftsjahr 2023 hat die Gesellschaft ein Jahresergebnis in Höhe von T€ 175,8 (Vorjahr T€ 106,5) erwirtschaftet. Die Materialquote (inklusive Fremdleistungen) stieg deutlich von 38,3 % im Vorjahr auf 41,6 % an. Das erklärt sich u.a. aus dem gestiegenen Anteil an Konsortialwaren am Umsatz, die zu einem großen Teil nur mit geringen Margen beaufschlagt werden. Der Personalstand ist leicht von 95 auf 103 Mitarbeiter gestiegen. Durch die insgesamt bessere Gesamtleistung konnte die Personalkostenquote gemessen am Vorjahreswert von 37,0 % auf 34,7 % gesenkt werden, obwohl der Gesamtaufwand um T€ 882,2 gestiegen ist. Der höhere Gesamtaufwand resultiert aus dem IG-Metall-Tarifvertrag, der eine leistungsgerechte Vergütung der Mitarbeiter gewährleistet. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit 5,0 Mio. € T€ 702,1 über den Aufwendungen des Vorjahres. Hierzu trugen insbesondere die höheren Mietaufwendungen und Energiekosten für das Gebäude in Beckum bei. Des Weiteren sind Aufwendungen für neu angeschaffte Büroausstattungen am Standort Oelde angefallen, die im Rahmen der Finanzierung durch einen Sale-and-lease-back-Vertrag ebenfalls als Ertrag ausgewiesen werden. III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Prognosebericht Der bisherige Standort in Beckum wurde Anfang 2024 geräumt, und der neue Standort in Oelde konnte bezogen werden. Mit dem Umzug konnten die Arbeitsbedingungen und die Fertigungsabläufe weiter verbessert werden. Die Kosten für den Umzug konnten aus dem laufenden operativen Geschäft gedeckt werden. Der neue Standort wurde auch in Hinblick auf die Nachhaltigkeit ausgerichtet. Die Wärmeerzeugung erfolgt weitestgehend über eine Wärmepumpe, die Photovoltaik-Anlagen erzeugen den in der Fertigung und Verwaltung genutzten Strom und die Dachbegrünung schafft einen ökologischen Ausgleich für die Flächenversiegelung. Der aktuelle Auftragsbestand für Anlagen, ohne Ersatzteile und Service, beträgt Stand Ende Februar 2024 12,9 Mio.€. Dies gewährleistet eine gute Auslastung bis in das III. Quartal 2024 hinein. In 2024 erwarten wir einen Auftragseingang leicht über dem Niveau von 2023; insbesondere einige größere Projekte werden mit einer hohen Auftragswahrscheinlichkeit belegt. Eine Auslieferung dieser Projekte wird jedoch erst ab 2025 erfolgen. Parallel bleibt das After-Sales-Geschäft in 2024 eine stabile Säule. Die Personalkosten werden auf Grund weiterer Tarifanpassungen auch in 2024 weiter ansteigen. Die Kostensteigerungen reduzieren die internationale Wettbewerbsfähigkeit. Hierauf reagiert die Gesellschaft mit weiterer Optimierung in den Abläufen und Prozessen. Durch die Integration der Gesellschaft in die CORPAX-Gruppe werden in den kommenden Jahren Synergien weiter genutzt. Insbesondere die Einkaufskonditionen und die Gleichteileverwendungen werden hier im Fokus stehen. Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir einen Umsatz deutlich über 2023, da eine Vielzahl von Anlagen ausgeliefert werden. Das Jahresergebnis wird leicht über dem Niveau von 2023 liegen. 2. Chancen und Risiken für die Gesellschaft Die nachstehenden Ausführungen enthalten auch auf die Zukunft gerichtete Aussagen und Informationen, also Aussagen über Vorgänge, die Entwicklungen in der Zukunft antizipieren. Solche Prognosen beruhen auf den heutigen Erwartungen und getroffenen Annahmen und bergen immer eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten, die Prognosen bzw. den ihnen zugrunde liegenden Annahmen immanent sind. Die Möllers Packaging Technology GmbH ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit externen und internen Risiken ausgesetzt. Die Geschäftsleitung ist auf Grund ihres Risikobewusstseins und ihres Risikomanagementsystems davon überzeugt, alle wesentlichen Risiken rechtzeitig zu erkennen und beherrschen zu können. Auf kurzfristige Schwankungen der Auftragseingänge muss das Unternehmen sich organisatorisch einstellen. Weiterreichende, anhaltende und strukturelle Veränderungen der Märkte müssen erkannt werden und in eine mittelfristige Zielplanung einfließen. Die Gesellschaft hat dieses Aufgabenfeld erkannt, und zielgerichtete Veränderungsmaßnahmen werden kontinuierlich umgesetzt. Das Unternehmen ist den üblichen und typischen Risiken des Maschinen- und Anlagenbaus ausgesetzt. Kontinuierliche Risikoanalysen sind daher ebenso unerlässlich wie die Erfolgskontrollen durch mitlaufende Projektkalkulationen. Mit der geplanten Einführung eines neuen ERP-Systems werden die Daten, die zur Steuerung des Unternehmens und zur Beurteilung der Prozessabläufe erforderlich sind, noch transparenter bereitstehen. Nachfolgend werden die Risikostruktur und die Maßnahmen zur Risikohandhabung dargestellt: Risiken: Gesamtwirtschaftliche Entwicklung: Dem Risiko einer möglichen Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Lage wird durch eine erhöhte Präsenz in den internationalen Märkten begegnet. Durch einen weiteren Ausbau der Märkte im Mittleren Osten, Asien und Amerika soll dieses Risiko minimiert werden. Prozess- und Wertschöpfungsrisiken: Die geplante Implementierung des neuen gruppeneinheitlichen ERP-System ermöglicht es, den notwendigen Weg der Standardisierung und Modularisierung innerhalb der CORPAX-Gruppe intensiv zu beschreiten. Risiko von Projektplanungsfehlern: Die Projektverantwortlichkeiten sind klar und eindeutig zugeordnet, entsprechende Besprechungsroutinen zur Projektsteuerung, ablauforientierte Feedbackschleifen und Änderungsmechanismen zur Fehlervermeidung sind etabliert. Das mitlaufende Projektcontrolling ist in allen Teilbereichen fest verankert. Finanzwirtschaftliche Risiken: Besonders in unsicheren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen benötigen Unternehmen eine ausreichende Liquidität und möglichst eine gute Kapitalausstattung. Die positive Ergebnis- und Liquiditätsentwicklung schafft die Basis für eine Ausweitung bestehender Kreditlinien. Zusätzlich steht die CORPAX-Gruppe als Finanzierungsmöglichkeit zur Verfügung. Planungsrisiken und Kontrollsysteme: Prognoseunsicherheiten lassen sich nicht ausschließen. Risiken daraus lassen sich nur durch schnelle Erkennungs- und Umsetzungsroutinen minimieren. Es sind effiziente Controllinginstrumente implementiert, die eine gute Früherkennung zulassen. Personalrisiken: Ein Verlust von Leistungsträgern konnte im Unternehmen nicht beobachtet werden. Fortbildungs- und Entwicklungsangebote sind zudem fest etabliert und werden auch in Anspruch genommen. Sonstige Risiken: Gewährleistungsrisiken bestehen im marktüblichen Umfang. Bedingt durch die hohen Qualitätsstandards gab es bisher keinen Fall der Geltendmachung von Gewährleistungsansprüchen. Rückstellungen für mögliche Garantie- bzw. Gewährleistungsfälle sind entsprechend gebildet worden. Chancen: Das Unternehmen wurde 2021 im Rahmen der übertragenen Sanierung gegründet. Die Möllers Packaging Technology GmbH profitiert von dem langjährigen guten Ruf der Vororganisation als zuverlässiger und erfahrener Lieferant. Die verstärkte Marktbearbeitung im Bereich der "Full-Line-Anlagen" erfolgt seit 2023. Die sich ergebenden Chancen auch bei Neukunden können systematisch umgesetzt werden. Durch die steigende Sensibilität der Kunden im Bereich der Energieverbräuche ergeben sich Chancen für die energetische Optimierung der Bestandsanlagen. Durch die Vielzahl der Bestandsanlagen, die hohe Marktpräsenz sowie die enge Bindung der Kunden an das Unternehmen ergeben sich Umsatzpotenziale für den Bereich Retrofit. Im After-Sales-Service erwarten wir durch die Weiterentwicklung der Serviceangebote weitere Zuwächse in den nächsten Jahren. IV. Entwicklung Die Weiterentwicklung der technischen Anlagen und Optimierung der Kundennutzen steht im Fokus einer jeden Neuanlage. Zusätzlich werden projektunabhängige Weiterentwicklungen durchgeführt. Hierfür sind im Geschäftsjahr 2023 geringe Aufwendungen angefallen.
Oelde, den 8. März 2024 Thomas Vertgewall, Geschäftsführer Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Möllers Packaging Technology GmbH, Düsseldorf Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Möllers Packaging Technology GmbH, Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Möllers Packaging Technology GmbH, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen auf Grund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen auf Grund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen." Wir erstatten diesen Prüfungsbericht in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Berichterstattung bei Abschlussprüfungen (IDW PS 450 n.F. (10.2021)). Eine Verwendung des oben wiedergegebenen Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichts bedarf unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen.
Köln, den 26. März 2024 Felicitas
GmbH
Petra Assenmacher, Wirtschaftsprüferin Jana Hilgenhof, Wirtschaftsprüferin Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 27. November 2024 festgestellt. |
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